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Chemische Produkte nach GHS richtig kennzeichnen

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Produkte.
GHS – die neue, weltweit
einheitliche Gefahrenkennzeichnung
Wie verläuft die Umstellung?
In der Schweiz müssen Stoffe seit dem 1.12.2012 (2 Jahre nach der EU) und Gemische*
zeitgleich mit der EU bis zum 1.6.2015 nach GHS eingestuft und gekennzeichnet werden.
Die stufenweise GHS-Einführung in der EU erfolgt durch die CLP-Verordnung (Classification,
Labelling and Packaging).
Das von der UNO initiierte System GHS zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien
steht als Abkürzung für Globally Harmonized System of Classification and Labelling of
Chemicals.
* In schweizerischen Rechtstexten als Zubereitung bezeichnet.
Mit dem Systemwechsel werden neue Symbole (GHS-Piktogramme) eingeführt.
Um die Wirtschaft in der Schweiz durch die Umstellung so gering wie möglich zu
belasten, werden die einzelnen Schritte bestmöglich auf das europäische Umfeld und
auf die internationale Entwicklung abgestimmt.
www.cheminfo.ch/einfuehrung
2010
1. Dezember
2012
1. Dezember
Alte Kennzeichnung
noch möglich
2014
1. Dez.
2015
1. Juni
2017
1. Juni
Alte Kennzeichnung
nur noch im Abverkauf
Stoffe
Neue Kennzeichnung
schon möglich
Alte Kennzeichnung noch möglich
Neue Kennzeichnung obligatorisch
Alte Kennzeichnung nur
noch im Abverkauf
Gemische
Neue Kennzeichnung schon möglich
2
Neue Kennzeichnung obligatorisch
3
Vorgehen für die Umstellung
Methoden zur Einstufung nach GHS
Bei der Selbsteinstufung für einen Stoff oder ein Gemisch sind vier grundlegende Schritte
zu beachten:
Die verschiedenen Methoden der Einstufung nach GHS sind nachfolgend aufgelistet:
Schritt 1:
Schritt 2:
Schritt 3:
Schritt 4:
Erhebung der vorliegenden Daten, nach Möglichkeit unter Einbezug des
REACH-Registrierungsdossiers
Bewertung der Angemessenheit und der Zuverlässigkeit der Daten
Überprüfung der Daten anhand der Einstufungskriterien
Entscheidung über die Einstufung
Einstufung Stoff
Für Stoffe ergibt sich folgendes Vorgehen (Methoden siehe Seite 5):
Ist keine Einstufung in Anhang VI der CLP-Verordnung vorgeschlagen,
so muss gemäss Methode A eingestuft werden.
Einstufung gemäss Methode A
Prüfdaten oder Erfahrungen
am Menschen
E Umwandlung der bisherigen Einstufung
Bisherige Einstufungen von Gemischen können in der Übergangsphase (bis 1.6.2015) mit
Hilfe der Umwandlungstabelle in Anhang VII der CLP-Verordnung in GHS-Einstufungen
umgewandelt werden, wenn beide nachstehenden Voraussetzungen erfüllt sind:
Für Gemische ergibt sich folgendes Vorgehen:
Gemische können nach Methode A, B, C oder E eingestuft werden;
Prüfdaten oder Erfahrungen am Menschen gehen immer vor.
4
D Anhang VI der CLP-Verordnung
Die Einstufung eines Stoffes ist in Anhang VI der CLP-Verordnung aufgeführt und soll so
übernommen werden. Vorsicht! Für gewisse Stoffe ist in Anhang VI die Einstufung nur
für ausgewählte und nicht für alle Gefahrenklassen vorhanden. Es kann also sein, dass
diese gemäss Methode A ergänzt werden muss.
Wenn keine harmonisierte Klassierung in Anhang VI der CLP-Verordnung vorliegt, müssen
die Hersteller über die Einstufung eines Stoffes oder eines Gemisches entscheiden. Dies
wird als eigenverantwortliche bzw. Selbsteinstufung bezeichnet.
Einstufung Gemisch
Einstufung
gemäss
Methode B
Analogie-
schluss
B Analogieschluss
Neu kann die Einstufung eines Gemisches aus der Einstufung eines anderen Gemisches
mit ähnlicher Zusammensetzung abgeleitet werden. Bisher wurde ein vergleichbares
Vorgehen unter den Bezeichnungen «Treuhänder-Gutachter-Modell» und «AISE-Modell»
praktiziert und fand vor allem in der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie Verbreitung.
C Konventionelle Methode (Berechnung)
Die Einstufung eines Gemisches kann wie bisher anhand der gefährlichen Inhaltsstoffe
berechnet werden. Neue oder geänderte Konzentrationsgrenzwerte sind zu beachten. Zur
vereinfachten Berechnung empfiehlt sich die Verwendung einer der zahlreichen kommerziell erhältlichen Einstufungssoftwares.
Einstufung gemäss Methode D
Anhang VI der CLP Verordnung
Einstufung
gemäss
Methode A
Prüfdaten oder
Erfahrungen
am Menschen
A Prüfdaten oder Erfahrungen am Menschen
Prüfergebnisse und andere Daten («read across») müssen gesammelt und durch Experten
bewertet werden. Mit den relevanten Daten wird auf Grund der neuen GHS-Einstufungskriterien die Einstufung von Stoffen und Gemischen vorgenommen.
Einstufung
gemäss
Methode C
Konventionelle
Methode
(Berechnung)
Einstufung
gemäss
Methode E
Umwandlung
der bisherigen
Einstufung
• Die Einstufung erfolgte nach bisherigem System, und zwar vor dem 1.6.2015 für
ein Gemisch.
• Für das Gemisch liegen für die betreffende Gefahrenklasse keine weiteren Daten vor.
www.cheminfo.ch/einfuehrung
5
Wie sehen die neuen Produktetiketten aus?
Gestaltungsvorgaben für Produktetiketten befinden sich auf Seite 7.
Folgende Inhalte sind Pflicht:
Gefahrenkennzeichnung
Folgende Inhalte sind auf allen chemischen Produkten Vorschrift.
1 Gefahrensymbole
(Fachbegriff Gefahrenpiktogramme)
Gesetzlich geregelt, weltweit
einheitlich.
3 Sicherheitshinweise
(Fachbegriff P-Satz)
Es sind maximal 6 P-Sätze aufzuführen. Wichtig! Es gibt für Publikumsprodukte und gewerbliche
Produkte unterschiedliche Vorgaben
für die aufzuführenden P-Sätze.
2 Gefahrenhinweise
(Fachbegriff H-Satz)
Die Ableitung der H-Sätze erfolgt
aus der Einstufung.
4 Gefahrenstufe
(Fachbegriff Signalwort)
Das Signalwort leitet sich aus der
Einstufung her und ermöglicht,
die Schwere der Gefahr(en) rasch
zu erfassen.
Superreiniger mit Activ-Power
Wie wirkt der Superreiniger? Die starke, gut haftende
Activ-Formel löst schnell und zuverlässig hartnäckige, eingebrannte
Verschmutzungen und Verkrustungen. Ideal für Backöfen, Backbleche,
Grillroste/-geräte und Kaminfenster. Ohne aggressive Dämpfe und Gerüche.
Produktname
Produktbeschreibung
Anleitung: 1) Flächen gleichmässig im kalten Ofen einsprühen. Ofen danach
Gebrauchsanweisung
schliessen. 2) 20 Minuten wirken lassen. 3) Mit frischem Wasser und Schwamm
gut auswaschen. Nicht geeignet für lackierte oder vorgeschädigte Flächen, Kunststoffe
und verzinktes Blech.
Inhaltsstoffe: <5% nichtionische Tenside.
Enthält Kaliumhydroxid, 2-Methyl-4-phenylpentanol
Inhaltsstoffe
Es ist gesetzlich geregelt,
ob und welche InhaltsGefahrenhinweis: Verursacht Hautreizungen. Kann allergische
Hautreaktionen verursachen. Giftig für Wasserorganismen, mit stoffe aufgeführt werden
langfristiger Wirkung.
müssen
2
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Sicherheitshinweis: Darf nicht in die Hände von Kindern
gelangen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder
Etikett bereithalten. Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
Schutz­handschuhe/Augenschutz tragen. BEI KONTAKT MIT
DEN AUGEN: Einige Minuten lang mit Wasser spülen.
Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen.
BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit Wasser und Seife waschen.
Einatmen von Nebel/Aerosol vermeiden.
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Impressum
© Bundesamt für Gesundheit BAG
Herausgeber: Bundesamt für Gesundheit BAG
Im Rahmen der gemeinsamen GHS-Partnerkampagne zum
verantwortungsvollen Umgang mit chemischen Produkten
im Alltag: BAG, EKAS, SECO, BAFU, BLW und SVV.
Publikationszeitpunkt: April 2013
Diese Broschüre erscheint ebenfalls in französischer
und italienischer Sprache. Zusätzliche Exemplare
dieser Broschüre können kostenlos bestellt werden bei:
BBL, Verkauf Bundespublikationen, CH-3003 Bern
E-Mail: verkauf.zivil@bbl.admin.ch
www.bundespublikationen.admin.ch
BBL-Bestellnummer: 311.783.d
BAG-Publikationsnummer:
VS 04.13 20’000d 10’000f 2’000i 40EXT1303
www.bag.admin.ch
www.cheminfo.ch
Eine Kampagne zum verantwortungsvollen
Umgang mit chemischen Produkten im Alltag.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Eidgenössische Koordinationskommission
für Arbeitssicherheit EKAS
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Bundesamt für Umwelt BAFU
Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Umsetzungspartner
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