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AWBI - DFG

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1
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ausschuss für Wissenschaftliche
Bibliotheken und Informationssysteme
(AWBI)
Informationen für neue Mitglieder des Ausschusses
DFG
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ausschuss für Wissenschaftliche
Bibliotheken und Informationssysteme
(AWBI)
Informationen für neue Mitglieder des Ausschusses
DFG
3
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Kennedyallee 40 ∙ 53175 Bonn
Postanschrift: 53170 Bonn
Telefon: +49 228 885-1
Telefax: + 49 228 885-2777
postmaster@dfg.de
www.dfg.de
Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS)
Leitung
Dr. Anne Lipp
Überregionale Lizenzierung
Überregionale Literaturversorgung
Erschließung und Digitalisierung
Elektronische Publikationen/Open Access
Informationsmanagement
Forschungsdaten
Internationale Kooperation/Knowledge Exchange
Dr. Anne Lipp
Dr. Christoph Kümmel
Kathrin Kessen
Dr. Johannes Fournier
Dr. Angela Holzer
Dr. Stefan Winkler-Nees
Dr. Matthias Katerbow
www.dfg.de/lis
Juli 2014
Inhalt
Aufgaben und Zusammensetzung des Ausschusses für Wissenschaftliche Bibliotheken und
Informationssysteme (AWBI) ........................................................................................................ 5
Aufgaben ................................................................................................................................6
Zusammensetzung – Amtsperiode 2014/2015 .............................................................................. 7
Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren der DFG............................................................... 8
Der Entscheidungsprozess der DFG ............................................................................................... 9
Abschließende Prüfung von Antrags- und Begutachtungsverfahren durch Mitglieder des
Ausschusses für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI)................ 10
Entscheidungsverfahren ............................................................................................................. 11
Der Förderbereich Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme ......... 13
Überregionale Literaturversorgung.............................................................................................. 13
Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung ......................... 14
Elektronische Publikationen ........................................................................................................ 15
Informationsmanagement .......................................................................................................... 16
Aus dem Jahresbericht der DFG 2013 ......................................................................................... 17
Wichtige Dokumente................................................................................................................... 18
5
Aufgaben
und
Zusammensetzung
des
Ausschusses
für
Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI)
Aufgaben
Der Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI) ist ein
Unterausschuss des Hauptausschusses und berät die DFG bei allen Vorhaben und Maßnahmen
zur Entwicklung und Förderung der wissenschaftlichen Informationsversorgung. Ihm gehören
sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und acht Vertreterinnen und Vertreter von
wissenschaftlichen Informationseinrichtungen an.
In Wahrnehmung seiner Aufgaben setzt sich der AWBI mit den gegenwärtigen
Herausforderungen wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen auseinander,
greift neue Entwicklungen auf und benennt die Felder, die mit gezielten
Förderinitiativen entwickelt bzw. weiterentwickelt werden sollen. Die
förderstrategischen Vorschläge des AWBI sind niedergelegt in dem vom Senat
der DFG im Juli 2012 verabschiedeten Positionspapier „Die digitale
Transformation
weiter
gestalten
–
Der
Beitrag
der
Deutschen
Forschungsgemeinschaft zu einer innovativen Informationsinfrastruktur für die
Forschung“. Das Positionspapier skizziert die Bereiche, für die in den kommenden Jahren ein
besonderer Förderbedarf gesehen wird. Alle vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, den
möglichst offenen Zugang zu wissenschaftlich relevanter Information, zu Forschungsdaten sowie
zu Arbeits- und Kommunikationsplattformen zu schaffen. Dabei setzt sich die DFG konsequent
für das Paradigma des Open Access ein.
Weitere Bereiche, in denen der AWBI beratend mitwirkt, sind die nationalen und internationalen
Kooperationen der DFG auf dem Gebiet der Informationsinfrastruktur. Dazu zählt die AllianzInitiative „Digitale Information“ der deutschen Wissenschaftsorganisationen sowie die Beteiligung
der DFG an dem europäischen Expertennetzwerk „Knowledge Exchange“ sowie an Science
Europe.
Die Geschäftsführung des Ausschusses liegt bei der Gruppe „Wissenschaftliche
Literaturversorgungs- und Informationssysteme“ (LIS). In der Regel kommt
der AWBI zweimal im Jahr zu je einer Frühjahrs- und einer Herbstsitzung
zusammen, um sich mit zur Beratung oder Entscheidung stehenden
Themen aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern und Förderbereichen
der Gruppe LIS zu befassen. Er hat die vier Unterausschüsse „Überregionale
Literaturversorgung“, „Erschließung und Digitalisierung“, „Elektronische
Publikationen“ sowie „Informationsmanagement“ eingesetzt, um ihn bei Beratungen und
Entscheidungen zu förderstrategischen Fragen zu unterstützen und in seinem Auftrag aktiv an
der Planung, Begutachtung und Erfolgskontrolle von Projekten mitzuwirken.
6
Zusammensetzung – Amtsperiode 2014/2015
Funktion
Vorsitzender
Stellvertretender
Vorsitzender
Wissenschaftliches
Mitglied
Wissenschaftliches
Mitglied
Leiterin des
Rechenzentrums
Wissenschaftliches
Mitglied
Wissenschaftliches
Mitglied /
Bibliothek
Wissenschaftliches
Mitglied
Bibliothek
Bibliothek
Bibliothek
Bibliothek
Bibliothek
Archiv
Mitglied
Kontakt
Professor Dr. Norbert Lossau
Vizepräsident der
Georg-August-Universität Göttingen
Wilhelmsplatz 1
37073 Göttingen
Dr. Veit Probst
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Universitätsbibliothek
Plöck 107-109
69117 Heidelberg
Professor Dr. Olaf Gefeller
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Institut für Medizininformatik, Biometrie und
Epidemiologie
Waldstraße 6
91054 Erlangen
Professor Dr. Fotis Jannidis
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Philosophische Fakultät I
Institut für Deutsche Philologie
Am Hubland
97074 Würzburg
Professor Dr. Gudrun Oevel
Universität Paderborn
Zentrum für Informations- und Medientechnologien (IMT)
Warburger Straße 100
33098 Paderborn
Professor Dr. Barbara Pfetsch
Freie Universität Berlin
Institut f Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Garystraße 55
14195 Berlin
Professor Dr. Klaus Tochtermann
Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften Leibniz Informationszentrum Wirtschaft, Kiel (ZBW) sowie
Christian-Albrechts-Universität Kiel, Institut für Informatik
Düsternbrooker Weg 120
24105 Kiel
Professor Dr. Peter Westhoff
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie der
Pflanzen
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Peter Altekrüger
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ibero-Amerikanisches Institut
Potsdamer Straße 37
10785 Berlin
Dr. Klaus-Rainer Brintzinger
Ludwig-Maximilians-Universität München
Universitätsbibliothek
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Dr. Marianne Dörr
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsbibliothek
Postfach 2620
72016 Tübingen
Petra Hätscher
Universität Konstanz
Universitätsbibliothek
Universitätsstraße 10
78464 Konstanz
Professor Dr. Ulrich Johannes Schneider
Universität Leipzig
Universitätsbibliothek
Beethovenstraße 6
04107 Leipzig
Dr. Marcus Stumpf
LWL-Archivamt für Westfalen
Jahnstraße 26
48147 Münster
7
Tel.: 0551 / 3912183
E-Mail: norbert.lossau@zvw.uni-goettingen.de
Tel.: 06221 / 542380
E-Mail: Probst@ub.uni-heidelberg.de
Tel.: 09131 / 8522750
E-Mail: olaf.gefeller@rzmail.uni-erlangen.de
Tel.: 0931 / 3180078
E-Mail: fotis.jannidis@uni-wuerzburg
Tel.: 05251 / 602397
E-Mail: gudrun.oevel@uni-paderborn.de
Tel.: 0 30 / 83857530
E-Mail: pfetsch@zedat.fu-berlin.de
Tel.: 0431 / 8814333
E-Mail: k.tochtermann@zbw.eu
Tel.: 0211 / 8112338
E-Mail: west@hhu.de
Tel.: 030 / 266452000
E-Mail: altekrueger@iai.spk-berlin.de
Tel.: 089 / 21802420
E-Mail: klaus-rainer.brintzinger@ub.uni-muenchen.de
Tel.: 07071 / 2972505
E-Mail: marianne.doerr@ub.uni-tuebingen.de
Tel.: 07531 / 882802
E-Mail: petra.haetscher@uni-konstanz.de
Tel.: 0341 / 9730500
E-Mail: schneider@ub.uni-leipzig.de
Tel.: 0251 / 591-3886
E-Mail: marcus.stumpf@lwl.org
Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren der DFG
Das Verfahren im Überblick
Zu jedem Antrag werden mindestens zwei voneinander unabhängig urteilende Gutachter gehört.
Auf Basis dieser Gutachten formuliert die Geschäftsstelle einen Entscheidungsvorschlag. Im
Anschluss hieran werden alle Unterlagen dem Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und
Informationssysteme zur Schlussprüfung vorgelegt. Die Ausschussmitglieder tragen die
Verantwortung für die Qualität des Begutachtungsverfahrens und für die Vorbereitung der
Förderentscheidung durch den Hauptausschuss.
Schritt 1: Antragseingang
Die Geschäftsstelle prüft den Antrag unter formalen Aspekten und berät den Antragsteller ggf.
auch bei der Ergänzung der Antragsunterlagen. Anschließend leitet die Geschäftsstelle die
Antragsbegutachtung ein.
Schritt 2: Begutachtung
Die Begutachtung kann im schriftlichen und/oder im mündlichen Verfahren erfolgen.
Schriftliches Verfahren
Die Begutachtung erfolgt in der Regel unter Beteiligung fachwissenschaftlicher und
informationsfachlicher Gutachterinnen und Gutachter.
Mündliches Verfahren
Die Begutachtung erfolgt entweder durch die zuständigen Unterausschüsse, in denen auch
Mitglieder des "Ausschusses für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme"
vertreten sind, oder durch eine eigens eingesetzte Prüfgruppe, in der Regel unter Beteiligung
fachwissenschaftlicher und informationsfachlicher Gutachterinnen und Gutachter.
Hinweise zu den Kriterien, nach denen der Antrag begutachtet wird, finden Sie im Merkblatt
10.20 (Hinweise für die Begutachtung).
Schritt 3: Entscheidung
Über die Bewilligung eines Antrags entscheidet der Hauptausschuss der DFG auf der Grundlage
der gutachterlichen Voten und der abschließenden Empfehlung des Ausschusses für
Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme. Unmittelbar nach der getroffenen
Entscheidung erhält der Antragsteller schriftlich Nachricht über den Ausgang des Verfahrens.
Vom Zeitpunkt des Antragseingangs bis zur Mitteilung der Entscheidung ist mit einer
Bearbeitungszeit von etwa sechs Monaten zu rechnen.
8
Der Entscheidungsprozess der DFG
9
Abschließende Prüfung von Antrags- und Begutachtungsverfahren
durch Mitglieder des Ausschusses für Wissenschaftliche Bibliotheken
und Informationssysteme (AWBI)
Eine der zentralen Aufgaben des Ausschusses für Wissenschaftliche Bibliotheken und
Informationssysteme (AWBI) ist die „Qualitätssicherung der Antrags- und Begutachtungsverfahren“ der Projekte im Förderbereich „Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und
Informationssysteme (LIS)“.
Die in diesem Bereich vorgelegten Anträge können im Rahmen von Sitzungen sowie im
schriftlichen Verfahren begutachten werden:
An Sitzungen, beispielsweise Prüfgruppen zu thematisch verwandten Anträgen oder Sitzungen
der vom AWBI eingesetzten Unterausschüsse, muss jeweils mindestens ein Mitglied des AWBI
teilnehmen.
In der Regel werden zu den Anträgen, deren Begutachtung im schriftlichen Verfahren erfolgt,
zwei Gutachterinnen/Gutachter (ein/e fachliche/r und ein/e informationsfachliche/r Expertin/e)
gehört und um schriftliche Bewertung des Antrages gebeten. Liegen die Stellungnahmen der
Gutachterinnen/Gutachter vor, erstellt die Geschäftsstelle eine Entscheidungsvorlage, die alle
antragsrelevanten Daten und die vollständigen Gutachten beinhaltet sowie einen auf Basis der
vorliegenden Gutachten formulierten Entscheidungsvorschlag. Die Entscheidungsvorlage wird
zusammen mit den Antragsunterlagen einem Mitglied des AWBI, das die Geschäftsstelle
aufgrund dessen Expertise benennt, mit der Bitte um abschließende Prüfung des Vorgangs
vorgelegt.
Bei Anträgen, die eine starke fachliche Komponente haben bzw. von denen eine starke
strukturierende Wirkung für ein bestimmtes Fach zu erwarten ist, wird der Vorgang auch einem
Mitglied eines Fachkollegiums zur Prüfung vorgelegt.
Die abschließende Prüfung erfolgt immer durch ein Mitglied des AWBI und sollte die nachfolgend
benannten Faktoren berücksichtigen:
•
•
•
•
•
•
eigene fachliche Zuständigkeit/Beteiligung weiterer Mitglieder von Fachkollegien
angemessene Auswahl der Gutachtenden durch die Geschäftsstelle
Qualität des Antrags und der eingeholten Gutachten
Ausschluss von Interessenkonflikten
Priorität der Förderwürdigkeit sowie
Angemessenheit des Entscheidungsvorschlags der Geschäftsstelle.
Im Allgemeinen ist die Beteiligung eines Mitglieds des AWBI ausreichend. Handelt es sich jedoch
um einen Antrag im Entscheidungsverfahren 2, erhalten alle Mitglieder des AWBI die
10
Möglichkeit, an der Entscheidungsfindung mitzuwirken. Die Geschäftsstelle stellt den AWBIMitgliedern hierzu in der Regel wöchentlich die sogenannte „AWBIListe“ über das elektronische Portal ELAN zur Verfügung, welche die
Entscheidungsvorlagen
aller
aktuell
vorliegenden
und
entscheidungsreifen Anträge enthält. Somit können sich auch die nicht in das schriftliche
Verfahren direkt einbezogenen AWBI-Mitglieder gegebenenfalls mit der Geschäftsstelle und/oder
den AWBI-Kolleginnen/Kollegen in Verbindung setzen, um etwaige Fragen zu klären oder
kritische Einwände zu kommunizieren. Die AWBI-Liste wird mit einer Verschweigefrist von drei
Wochen versandt. Sollte es innerhalb dieser Frist keine Rückmeldungen geben, wertet die
Geschäftsstelle dies als Zustimmung des AWBI zu den in der AWBI-Liste enthaltenen
Entscheidungsvorschlägen.
Legt ein Mitglied des AWBI Einspruch ein, wird der Vorgang in der Regel in der nächsten Sitzung
des AWBI mündlich beraten. Wenn der Einspruch sich auf eine Mittelkürzung bezieht, so bedarf
es keiner erneuten Beteiligung aller Mitglieder des AWBI, sofern die Mittelkürzung 7.500 EURO
und 40% der Vorschlagssumme nicht übersteigt. Finanziell darüber hinausgehende
Änderungsvorschläge sind dann allen Mitgliedern des AWBI erneut vorzulegen.
Entscheidungsverfahren
Der Hauptausschuss der DFG entscheidet über die Förderanträge in der Allgemeinen
Forschungsförderung, in den Förderbereichen Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik
sowie im Förderbereich Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme. Dazu
stehen dem Hauptausschuss zwei Entscheidungsverfahren zur Verfügung. Die Auswahl des
Entscheidungsverfahrens ist abhängig von der Höhe der zur Bewilligung vorgeschlagenen Mittel
sowie der strategischen Bedeutung eines Antrages.
Entscheidungsverfahren 1 (EV 1): Die Gesamtbewilligungssumme liegt über 300.000 EURO
In dieses Verfahren sind die Mitglieder des Hauptausschusses unmittelbar einbezogen. Das
Entscheidungsverfahren 1 erfolgt in der Regel im schriftlichen Verfahren, indem die
Entscheidungsvorschläge der Fachkollegien (in der Gruppe LIS übernimmt diese Funktion der
AWBI) zu den Förderanträgen - zusammengefasst in Listen - an die Mitglieder des
Hauptausschusses übersandt werden. Diese haben die Möglichkeit, innerhalb von drei Wochen
Einspruch einzulegen, der dann zu einer mündlichen Verhandlung im Hauptausschuss führen
würde. Der Hauptausschuss hat sich vorbehalten, über kostenintensive Anträge mit einem
Fördervolumen von mehr als 300.000 EURO p/a sowie Anträgen, welche für das Förderhandeln
der DFG von grundlegender Bedeutung sind, grundsätzlich in einer mündlichen Verhandlung zu
entscheiden.
11
Entscheidungsverfahren 2 (EV 2): Die Gesamtbewilligungssumme liegt unter 300.000 EURO
Bei dem Entscheidungsverfahren 2 hat der Hauptausschuss seine Entscheidungsbefugnis auf den
Präsidenten der DFG übertragen, der diese wiederum an die Geschäftsstelle der DFG delegiert
hat. Die Mitglieder des Hauptausschusses werden in die Entscheidungsfindung in diesem
Verfahren somit nicht eingebunden. Der Entscheidungsvorschlag der Fachkollegien (in der
Gruppe LIS der Entscheidungsvorschlag des AWBI) erfährt in der Geschäftsstelle durch die Gruppe
Qualitätssicherung und Verfahrensentwicklung eine abschließende Überprüfung hinsichtlich der
formalen Rechtmäßigkeit des Entscheidungsvorschlages. Die finanzielle Entscheidung erfolgt
somit ausschließlich auf Basis des Entscheidungsvorschlages der Fachkollegien beziehungsweise
des AWBI.
Das Entscheidungsverfahren 2 (EV 2) kann unter folgenden Voraussetzungen Anwendung finden:
•
•
•
wenn ein Bewilligungsbetrag von 300.000 EURO für die gesamte Laufzeit nicht
überschritten wird. Bei Gemeinschaftsanträgen wird die Summe der Bewilligungsbeträge
addiert.
wenn das Votum des Fachkollegiums/des AWBI in seinem Tenor eindeutig positiv oder
negativ ist.
wenn bei einem Beschluss des Fachkollegiums/des AWBI über den Entscheidungsvorschlag
nach Ziff. 5 der Rahmengeschäftsordnung für die Fachkollegien (DFG-Vordruck 70.02)
o der Vorschlag des Fachkollegiums/des AWBI sich im Wesentlichen mit den
tragenden Erwägungen mindestens eines der eingeholten Gutachten deckt.
o sich das Fachkollegium/der AWBI im Fall der Abweichung von einem der
eingeholten Gutachten mit dessen tragenden Erwägungen substantiell
auseinandergesetzt hat.
o keine Fragestellungen von grundsätzlicher Bedeutung berührt werden, die eine Entscheidung im EV 1 notwendig machen.
o der Entscheidungsvorschlag nicht von den durch den Hauptausschuss festgesetzten
Richtlinien oder von der bisherigen Entscheidungspraxis des Hauptausschusses
abweicht.
o bei einem Entscheidungsvorschlag nach Ziff. 6 und 7 ROG (Gutachtergruppen) das
Votum der Gutachtergruppe keine Argumente substantieller Art enthält, die dem
Vorschlag entgegenstehen.
o wenn sämtliche Mitglieder des Fachkollegiums/des AWBI die Möglichkeit hatten, an
der Formulierung des Entscheidungsvorschlags mitzuwirken (davon ausgenommen
bleiben Mitglieder, gegenüber denen im konkreten Fall der Anschein der
Befangenheit besteht). Das geschieht im Zuständigkeitsbereich des AWBI über die
wöchentlich per ELAN zugestellten „AWBI-Listen“.
o Ablehnungen können generell im EV 2 entschieden werden.
Wichtig: Anträge von Mitgliedern des AWBI werden generell im Entscheidungsverfahren 1
entschieden.
12
Der Förderbereich Wissenschaftliche
Informationssysteme
Literaturversorgungs-
und
Mit dem Förderbereich Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS)
unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Aufbau und die Weiterentwicklung
einer innovativen Informationsinfrastruktur für die Forschung unter überregionalen
Gesichtspunkten. Voraussetzungen der Förderung sind in der Regel die überregionale
Bereitstellung und langfristige Verfügbarkeit der Projektergebnisse, die Einhaltung etablierter oder
sich entwickelnder (internationaler) Standards sowie die offene Zugänglichkeit der Informationen
(Open Access/Open Source).
Die Förderangebote sind zusammengefasst in vier Förderschwerpunkten.
Überregionale Literaturversorgung
Die Förderung im Bereich „Überregionale Literaturversorgung“ verfolgt das Ziel, es
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachrichtungen in
Deutschland zu ermöglichen, unabhängig vom Standort ihrer
Forschungseinrichtung auf die jeweils relevanten Veröffentlichungen
möglichst schnell und umfassend zugreifen zu können. Dazu werden zum
einen Projekte zur überregionalen Lizenzierung digitaler Publikationen und
Datenbanken gefördert, zum anderen unterstützt die DFG mit der Förderung
der Fachinformationsdienste (Nachfolge der „Sondersammelgebiete“) ein bundesweites System
der direkten Versorgung der Fachcommunities mit Spezialliteratur und weiteren
Fachinformationen.
Aktuell können im Bereich „Überregionale Literaturversorgung“ Anträge zu folgenden Themenschwerpunkten eingereicht werden:
•
•
•
•
Fachinformationsdienste für die Wissenschaft
Erwerbung von Literatur im Rahmen der Sondersammelgebiete (letztmalig im Jahr 2015)
Erwerbung von überregionalen digitalen Lizenzen (Allianz-Lizenzen)
Förderung herausragender Forschungsbibliotheken (nur Fortsetzungsanträge)
Zuständiger Unterausschuss: „Überregionale Literaturversorgung“
13
Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
In diesem Bereich fördert die DFG hauptsächlich Projekte, deren Ziel die Erschließung und/oder
die Digitalisierung herausragender, unikaler oder für die Forschung
überregional bedeutender Bestände und Sammlungen der handschriftlichen
und/oder gedruckten Überlieferung ist. Eine spezielle inhaltlich-fachliche
Ausrichtung gibt es bei der Auswahl der infrage kommenden Bestände nicht.
Neben den Erschließungs- und/oder Digitalisierungsprojekten können auch
Vorhaben gefördert werden, die die Vervollständigung und Vernetzung materialbezogener
Portale, den Auf- und Ausbau spezifischer Nachweisinstrumente oder die Standarderweiterung im
Erschließungsbereich zum Ziel haben.
Weitere aktuelle Themenschwerpunkte in diesem Bereich sind:
•
•
•
•
Digitalisierung der in nationalen Verzeichnissen nachgewiesenen Drucke – VD 16 (nur
noch Abschlussfinanzierungen im Rahmen von Fortsetzungsanträgen) / VD 17 (offenes
Programm) / VD 18 (im Rahmen von Ausschreibungen)
Laufende Pilotprojekte zur Digitalisierung von archivalischen Quellen, von historischen
Zeitungen und von mittelalterlichen Handschriften
Retrokonversion archivischer Findmittel
Erschließung und Digitalisierung von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen
(im Rahmen von Ausschreibungen)
Zuständiger Unterausschuss: „Erschließung und Digitalisierung“
14
Elektronische Publikationen
Dieses Förderprogramm zielt auf die optimale Erstellung, offene Bereitstellung und Verbreitung
genuin digitaler Veröffentlichungen wissenschaftlicher Beiträge sowie auf die
Sicherung ihrer langfristigen Verfügbarkeit durch wissenschaftliche
Bibliotheken und andere Informationseinrichtungen ab. Intendiert sind
insbesondere Pilotvorhaben und Projekte mit Modellcharakter, die sich durch
technische und / oder organisatorische Innovationen im Bereich
elektronischer Publikationen oder durch die Entwicklung, Erprobung und
Ausgestaltung innovativer Geschäftsmodelle auszeichnen. Dabei soll insbesondere die Akzeptanz
elektronischer Publikationen und des Open-Access-Paradigmas durch intensive Rückkopplung der
Vorhaben in die jeweiligen Fächerkulturen hinein erhöht werden.
Weitere aktuelle Themenschwerpunkte, zu denen in diesem Bereich Anträge eingereicht werden
können, sind:
•
•
Open Access Publizieren
Wissenschaftliche Zeitschriften
Zuständiger Unterausschuss: „Elektronische Publikationen“
15
Informationsmanagement
Der Bereich Informationsmanagement bietet Fördermöglichkeiten für die Entwicklung und
Implementierung neuer Systeme, Organisationsformen und Strukturen für
Dienstleistungen zu Bereitstellung und Nachnutzung sowie Recherche und
Umgang mit wissenschaftlichen Informationen. Er umfasst ein breites
Spektrum von bibliothekarischen Informationsservices und Virtuellen
Forschungsumgebungen bis zu Infrastrukturen für Forschungsdaten und
Methoden und Werkzeuge des digitalen Informationsmanagements. Der
Förderbereich zielt darauf ab, die Wissenschaft dabei zu unterstützen, spezifisch und
bedarfsorientiert
Anforderungen
für
zukünftige
bzw.
weiter
zu
entwickelnde
Informationsdienstleistungen für einen verbesserten Umgang mit digitalen wissenschaftlicher
Informationen auszuarbeiten und umzusetzen.
Themenschwerpunkte, zu denen in diesem Bereich aktuell Anträge eingereicht werden können,
sind:
•
•
•
Virtuelle Forschungsumgebungen
Werkzeuge und Verfahren des wissenschaftlichen Informationsmanagements
Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten
Zuständiger Unterausschuss: „Informationsmanagement“
16
Aus dem Jahresbericht der DFG 2013
17
Wichtige Dokumente (alle unter www.dfg.de/lis abrufbar)
Ausschuss für Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (AWBI)
1. DFG-Positionspapier: Die digitale Transformation weiter gestalten – Der Beitrag der Deutschen
Forschungsgemeinschaft zu einer innovativen Informationsinfrastruktur für die Forschung
2. Protokolle über die regulären Sitzungen des AWBI im Jahr 2013
Merkblätter zu den einzelnen Förderbereichen
Förderbereich Überregionale Literaturversorgung
3. Merkblatt Fachinformationsdienste für die Wissenschaft (DFG-Vordruck 12.10)
4. Merkblatt Überregionale Lizenzierung (DFG-Vordruck 12.18)
Förderbereich Erschließung und Digitalisierung
5. Merkblatt Erschließung und Digitalisierung (DFG-Vordruck 12.15)
6. Merkblatt Erwerbung geschlossener Sammlungen und Nachlässe (DFG-Vordruck12.16)
Förderbereich Elektronische Publikationen
7. Merkblatt Elektronische Publikationen (DFG-Vordruck 12.11)
8. Merkblatt Wissenschaftliche Zeitschriften (DFG-Vordruck 12.17)
9. Merkblatt Open Access Publizieren (DFG-Vordruck 12.20)
Förderbereich Informationsmanagement
10. Merkblatt Virtuelle Forschungsumgebungen (DFG-Vordruck 12.12)
11. Merkblatt Werkzeuge und Verfahren des wissenschaftlichen Informationsmanagements (DFGVordruck 12.13)
12. Merkblatt Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten (DFG-Vordruck 12.14)
Antragstellung
13. Leitfaden für die Antragstellung – Projektanträge im Bereich „Wissenschaftliche Literaturversorgungsund Informationssysteme (DFG-Vordruck 12.01)
18
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