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Der neue Pfarrbrief ist erschienen - St. Quirin Aubing

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Pfarrverband
Pfarrbrief
42. Jahrgang
Kirche und moderne
Familie – eine
Herausforderung!
Dezember 2014
Impulsseite
Flüchtlinge
Zum Beispiel XY
Ökumene
Sternsingen
Pfarrverbandsrat
Inhalt
In dieser Ausgabe lesen Sie:
Editorial03
Das Licht von Bethlehem04
Kirche und moderne Familie – eine Herausforderung!
06
Kirche und Familie – ein gutes Gespann?
07
Flüchtlinge in München11
20 Jahre GOA13
Zum Beispiel XY – Florian Braun
15
Der Kleine Quirin – Lichtmess und Blasiussegen
16
Die Heiligen Drei Könige18
Gemeinsam glauben – gemeinsam feiern
21
Pfarrverbandswochenende in Dillingen22
Pfarrheim St. Michael – erweitert und umgebaut
23
Der Ökumenische Rat jetzt auch orthodox
25
Segen bringen, Segen sein26
Vermischtes27
Geistliches Angebot in der Fastenzeit
32
Termine und Veranstaltungen33
Gottesdienste in der Weihnachtszeit
36
Impressum
Redaktion: Dr. Klaus Bichlmayer (kb), Klaus Götz (kg), Max Geierhos (mg), Regina
Jooß (rj), Beate Kleiner (bk), Edith Matyschik (em), P. Abraham Nedumthakidy (an),
Dr. Heidemarie Seitz (hs)
Herausgeber: Pfarrverbandsrat St. Quirin und St. Michael, Ubostraße 5, 81245 München
V. i. S. d. P.: Dr. Klaus Bichlmayer, Walter-Schnackenberg-Weg 11,
81245 München, Tel. 863 47 47
Druck: Geiselberger Altötting; Auflage: 5400
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 3. März 2015
Der Pfarrbrief erscheint auch im Internet unter http://www.quirin-aubing.de.
Seelsorgeteam St. Quirin und St. Michael
P. Abraham Nedumthakidy, Pfarradministrator
P. Bright Jacob, Kaplan
Gerhard Liebl, Gemeindereferent
Das Pfarrbüro St. Quirin erreichen Sie unter:
2
Tel. 89 13 66 910
Tel. 89 13 66 940
Tel. 89 13 66 950
Tel. 89 13 66 910
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!
D
ie Heilige Familie, Josef, Maria und Jesus: Was wissen wir wirklich von ihnen?
Noch bevor das (aus heutiger Sicht uneheliche)
Kind da ist, möchte Josef am liebsten abhauen. Die Geburt geht unter menschenunwürdigen Umständen vonstatten, so genannte Magier schauen zur Huldigung vorbei, bevor der
Schatten des römischen Statthalters die junge
Familie zur Flucht treibt. Mehr als zehn Jahre
später scheint es richtige Risse in der Familie
gegeben zu haben, als Jesus seine Eltern im
Tempel öffentlich mit der Frage brüskiert, ob
sie nicht wüssten, wo er hingehöre. Nochmals
zwei Jahrzehnte später steht Maria verzweifelt
unter dem Kreuz.
Und dennoch stilisiert die katholische Kirche diese sicher ganz traditionelle jüdische
Familie auch heute noch zur Heiligen Familie
hoch, deren Lebensform als beispielhaft anzustreben sei. Geht das überhaupt noch? Seit
der Enzyklika Papst Paul VI. im Jahr 1968, die
wider den Rat der Bischofsmehrheit jede Form
einer nicht natürlichen Empfängnisverhütung
als unvereinbar mit der kirchlichen Doktrin
erklärte, hat die Kirche immer mehr den Anschluss verloren zu einer rasanten Weiterentwicklung der Art und Weise, wie heute Familie
gelebt wird (oder gelebt werden muss). Wenn
man sich ansieht, wie sich in der nachkommenden Generation das Verständnis der Rollen von
Vater und Mutter grundlegend geändert und
noch nicht wieder stabilisiert hat, welche Kräfte einer radikal gewordenen Finanzwirtschaft
an der Struktur der Familie (und Keimzelle des
Staates, wie Politiker gerne herausstreichen)
zerren, kann man verstehen, wenn junge Familien von der Kirche weder Weisungen akzeptieren noch wirkliche Hilfe erwarten.
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Papst Franziskus scheint hier eine Trendwende einläuten zu wollen. Die weltweite Umfrage zur Situation der Familie brachte, erstmals von der katholischen Kirche angestoßen,
ans Licht, was viele ohnehin schon ahnten:
Zwischen der kirchlichen Lehre und der Realität klafft eine riesige Lücke. Die FamilienSynode, die im Herbst 2014 in Rom stattfand,
nahm so genannte „heiße Eisen“, wie etwa die
Wiederzulassung Geschiedener, die in einer
neuen Partnerschaft leben, zu den Sakramenten immerhin zur Kenntnis. Das Abschlussdokument deutet auch vage an, wie man kirchlicherseits damit umgehen könnte. Doch der
angestoßene Prozess wird mit noch offenem
Ergebnis 2015 weitergehen.
Familie auf der Flucht: In diesem Punkt ist
die junge Familie, Maria, Josef und Jesus, den
unzähligen Familien ganz nahe, die heute vor
Gewalt, Terror und Verelendung auch in unser
Land fliehen, um wenigstens auf Zeit sicherere
und menschenwürdigere Bedingungen für sich
und die Kinder zu bekommen. Die Fluchtbewegung vor allem aus den Ländern im Nahen
Osten und aus Afrika hat uns in ihrer Wucht
ziemlich unvorbereitet getroffen. Die vielen
Bürger, die sich inzwischen ehrenamtlich für
die Flüchtlinge engagieren, zeigen aber, dass
Hilfsbereitschaft bei uns nach wie vor groß geschrieben wird.
Diese beiden Brennpunkte haben uns in der
Redaktion veranlasst, das vorliegende Heft einerseits dem Verhältnis von Familie und Kirche und andererseits der Frage zu widmen, wie
es Asylsuchenden und Flüchtlingen in unserem
Stadtbezirk geht.
Machen Sie´s gut.
Ihre Pfarrbriefredaktion
3
Impulsseite
Das Licht von Bethlehem
„Das einzige, was meine Mutter mitnehmen konnte, als sie im Krieg aus ihrer Heimat
vertrieben wurde, waren die Sterne am Himmel. Die leuchteten in Russland genauso wie
in der Heimat“. So die Erzählung der Tochter
bei einem Trauergespräch in diesem Jahr, das
mir sehr nahe gegangen ist. Immer wieder habe
ich mich seither beim Blick in den klaren Sternenhimmel daran erinnert. In letzter Zeit habe
ich mich dabei manchmal gefragt, wie es wohl
den Flüchtlingen unserer Tage ergeht. Ist ihnen
auch nur der Sternenhimmel geblieben, oder ist
ihnen vielleicht nicht einmal der vertraut, weil
ihre Heimat zu weit entfernt ist und sie ganz
andere Sternbilder kennen.
4
In den Wochen vor Weihnachten haben es
die Sterne am Himmel nicht leicht. Die Konkurrenz durch farbige Sterne, von einfachen
Glühbirnen oder LED-Leuchten erhellt, ist in
den letzten Jahren rasant gewachsen. Mir ist
diese bunte Lichterpracht aus meiner Heimat
Kerala sehr vertraut. Dort geben sie nicht nur
ein farbenfrohes Bild. Sie sind auch etwas Verbindendes zwischen den Menschen. Ohne Unterschied ob Hindu, Moslem oder Christ sind
die Sterne für die Menschen in Indien in der
Weihnachtszeit sehr wichtig.
Und so leuchten seit einigen Jahren auch aus
den Fenstern des Aubinger Pfarrhauses in der
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Advents- und Weihnachtszeit original indische
Weihnachtssterne mit elektrischer Beleuchtung. Weihnachten ohne Sterne ist in Kerala
ebenso wie in Deutschland kaum denkbar.
Seit Jahrtausenden üben Sterne eine große
Faszination auf die Menschen aus. Sie machen
die Finsternis der Nacht erträglich, haben in ihrer scheinbaren Unbeweglichkeit etwas Tröstliches und schenken dem, der die Sternenbilder
kennt, Orientierung.
Für die Seefahrer früherer Zeiten war eine
Fahrt über das Meer ohne den Blick zum nächtlichen Himmel undenkbar.
In den Liedern der Advents- und Weihnachtszeit ist immer wieder vom Stern die
Rede. Meist drücken sie die Sehnsucht des
Menschen aus, der im Dunkeln lebt und sich
nach positiver Veränderung in seinem Leben
sehnt. Auch die Bibel erzählt an mehreren
Stellen von Sternen, angefangen vom Schöpfungsbericht über Abraham, die Psalmen,
den Propheten Jesaja bis hin zur Weihnachtsgeschichte. Ohne den Stern von Bethlehem
wären die Weisen nie aufgebrochen, um den
neugeborenen Gottessohn zu suchen. Der ungewöhnliche Stern am Himmel ist für sie Motivation genug, sich auf einen unsicheren Weg
mit einem keineswegs klar definierten Ziel zu
machen. Sie haben das Alltägliche hinter sich
gelassen und sich ganz der Wegweisung durch
den Stern anvertraut, der sie, als er über dem
Ziel stehen blieb, mit großer Freude erfüllte.
den, ich sehe Menschen, die unter der Last der
täglichen Anforderungen leiden, die ein schweres Schicksal zu tragen haben, die einsam oder
krank sind. Welcher Stern leuchtet in solchen
Situationen noch und zeigt den Weg? An Weihnachten könnten wir natürlich sagen: der Stern
von Bethlehem führt uns wie die Weisen zum
Stall mit der Krippe, in der der wahre Morgenstern liegt. Vielleicht sollten wir uns dazu
aber auch auf Abraham besinnen, zu dem Gott
im Dunkel seines Lebens sagte: Ich will deine
Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne
am Himmel, was bedeutet: wir – jeder von uns
– ist ein Stern, der in die Dunkelheit unserer
Welt hineinleuchten soll, wie die Sterne in der
Nacht.
Der Anblick der unzähligen Sterne in der
Advents- und Weihnachtszeit könnte also Motivation sein, je nach den persönlichen Möglichkeiten zum Stern für den anderen zu werden. Dann könnten Notleidende, Flüchtlinge,
Menschen in dunklen Lebenssituationen unter
einem „Sternenhimmel“, der von Menschen
gemacht ist, neuen Mut und Hoffnung auf ein
besseres Leben bekommen.
Ich wünsche uns allen für die Advents- und
Weihnachtszeit, dass das Licht von Bethlehem
die Finsternis vertreibt und Freude und Zuversicht unser Herz erfüllt.
Ihr Pater Abraham Nedumthakidy, Pfarrer
Was aber hat das alles mit uns am Ende des
Jahres 2014 zu tun? Wenn ich auf die Zeit seit
Jahresbeginn zurückschaue, dann sehe ich viele Menschen, die ebenfalls auf einem ungewissen Weg sind, dessen Ziel erst gesucht werden
muss. Ich sehe Menschen, die, wie im letzten
Jahrhundert, aus ihrer Heimat vertrieben werPfarrbrief St. Quirin und St. Michael
5
Thema
Kirche und moderne Familie –
eine Herausforderung!
P
atchworkfamilien*, wiederverheiratete Geschiedene, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und Sexualmoral waren die kontrovers diskutierten Themen der vom 5. bis 19.
Oktober 2014 von Papst Franziskus einberufenen Bischofssynode. Hintergrund der zweiwöchigen Zusammenkunft in Rom ist die Reaktion der Kirche darauf, dass für viele Gläubige
eine Kluft zwischen der vielschichtigen Wirklichkeit ihres Lebens und der amtlichen Lehre
der katholischen Kirche besteht. Als Vorbereitung auf die Synode wurden mittels Fragebögen weltweit die Erfahrungen „einfacher“ Kirchenmitglieder erfragt. Dabei stellte sich u.a.
heraus, dass gerade Geschiedene, die wieder
geheiratet haben und nach katholischer Lehre
nicht an der Kommunion teilnehmen dürfen,
sich oftmals als Katholiken zweiter Klasse
fühlten.
Nach zweiwöchiger intensiver Auseinandersetzung mit den Themen Ehe und Familie
hält die katholische Kirche in ihrer Schlussbotschaft fest, dass das Leben der Familie
durch eine „Schwächung des Glaubens und
der Werte, den Individualismus, eine Verarmung der Beziehungen und einen hektischen
Stress“ gekennzeichnet sei. Dieser Stress lasse die Menschen nicht mehr zum Nachdenken
kommen und stelle auch besonders die eheliche Treue auf den Prüfstand. Die Folge seien
oftmals Ehekrisen, die dann zu schnell „... oft
überhastet und ohne den Mut zur Geduld, zur
Prüfung, zum gegenseitigen Verzeihen, zur
Versöhnung ...“ zum Scheitern führten. Daraus
resultierten neue Beziehungen, neue Paarbildungen und neue Eheschließungen. Folglich
heißt es in der Schlussbotschaft: „Dies bringt
Familiensituationen hervor, die komplex sind
6
und Christen vor problematische Entscheidungen stellen.“
Belastend seien auch Krankheiten, wirtschaftliche Schwierigkeiten sowie Notsituationen wie Krieg und Unterdrückung, die viele
Familien vor eine kritische Probe stellten. Regierungen und internationale Organisationen
seien daher aufgerufen, die Rechte der Familien „für das Gemeinwohl zu fördern“.
Auch wenn sich mancher noch klarere Antworten zu kritischen Themen wie wiederverheiratete Geschiedene und homosexuelle Katholiken erhofft hätte, so heißt
es in der Schlussbotschaft immerhin: „Der
Höhepunkt, der alle Gotteskinder sammelt und
zusammenführt in der Gemeinschaft mit Gott
und dem Nächsten, ist die sonntägliche Eucharistie, (...). Deshalb haben wir auf der ersten
Etappe unseres synodalen Weges über die seelsorgerische Begleitung und die Sakramentenzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen nachgedacht“.
Papst-Vertrauter Kardinal Walter Kasper sieht das Treffen darum als einen großen
Schritt nach vorn. Definitive Antworten seien
nicht die Aufgabe der Synode gewesen, sagte
er gegenüber einer italienischen Tageszeitung:
„Ich habe den Eindruck, dass wir Synodenväter
eine gute Mehrheit erreichen mit einem offenen, aber nicht endgültigen Text.“ Es bleibe
noch ein Jahr Zeit, sagte Kasper mit Blick auf
das nächste geplante Treffen 2015: „Man kann
nicht alles in Eile machen.“ (domradio.de)
Nach der Synode ist vor der Synode. Kardinal Marx griff die Worte von Papst Franziskus auf, die in Rom diskutierten Ideen bis zur
nächsten Synode „in einer wirklichen geistlichen Unterscheidung reifen zu lassen“ und
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Umfrage
fügte hinzu: „Ich nehme es als Auftrag an, dass
unsere Bischofskonferenz und die einzelnen
Diözesen die in dem Bericht aufgeführten Themen aufgreifen – und zwar im Sinne einer Vertiefung und Konkretisierung. Der vorliegende
Text ist kein Endpunkt, sondern ein Doppelpunkt. Er kann nicht die Lehre der Kirche zu
Ehe, Familie und Sexualität samt der dazu
gehörenden pastoralen Praxis abschließend
darstellen. Wir müssen uns also nochmals an
die Arbeit begeben. Nach der Synode ist vor
der Synode!“ (Interview, KNA)
Es wird 2015 also eine weitere Synode zum
Thema Ehe und Familie geben, bei der die katholische Kirche den Weg der Öffnung gegenüber komplexen, modernen Familiensituati-
onen weitergehen kann. Denn wie heißt es in
der Schlussbotschaft der diesjährigen Synode:
„Christus hat gewollt, dass die Kirche ein Haus
mit stets offenen, einladenden Türen ist, ohne
irgendjemanden auszuschließen.“
Zur Schlussbotschaft der Bischofssynode „Die pastoralen Herausforderungen der
Familie im Rahmen der Evangelisierung“:
www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2657
*Familie, in der von unterschiedlichen Eltern stammende Kinder leben
hs
Kirche und Familie – ein gutes Gespann?
D
ie Fragestellung sehen wir zweidimensional. Vor Ort erleben wir Kirche und Familie als gutes Gespann, denn Kirche sehen wir
hier als bunt gestaltete Gemeinde, wo jeder seinen Platz finden und/oder sich einbringen kann.
Für uns als junge Familie mit einer kleinen
Tochter, stehen Themen wie die Sakramente
der Taufe, Erstkommunion und Firmung, aber
auch kirchliche Angebote wie Krabbelgruppe,
Kleinkinder- bzw. Familiengottesdienst und
ein Kindergartenplatz im Vordergrund. Sehr
hilfreich hinsichtlich der kirchlichen Angebote
sind die zahlreichen Informationen auf den Internetseiten unserer Pfarrverbands-Gemeinden.
Ein optimierungsfähiges Gespann sehen wir
hingegen im Verhältnis von Amtskirche und
Familie. Es gibt leider immer noch ungeklärte
Themen und wie auch schon Papst Franziskus
mit seinem Fragenbogen 2013 verdeutlicht hat,
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
muss die Amtskirche Antworten auf das zunehmende Auseinanderklaffen von katholischer
Lehre und den Wünschen vieler Katholiken
finden. Die entscheidende Frage ist, inwieweit
sich die Kirchenführung auf die Wünsche der
Gläubigen einlassen soll. Wir meinen, die Kirche sollte den Wünschen der Gläubigen entge7
genkommen, solange dies nicht mit der Lehre
Christi im Widerspruch steht.
Eltern, 34 und 35
V
orweg eine andere Frage: Kann man heute
überhaupt noch von „Familie“ sprechen?
Wenn ich miterleben, wie Familien zerbrechen, frage ich mich: Hat Familie überhaupt
Zukunft? Oder anders formuliert: Ist Familie
denn überhaupt noch so wichtig? Und was bedeutet sie mir?
In der Familie fühle ich mich geborgen, angenommen und geliebt. Sie ist das Fundament
meines Lebens; die Schule der Liebe und des
Lebens. Eine Familie kann nur dann gut funktionieren, wenn alle Verantwortung übernehmen
und sich die Aufgaben teilen. Außerdem ergibt
sich ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl,
wenn sich alle für das Wohlergehen und eine
gute Atmosphäre in der Familie einsetzen.
Die Bibel spricht in diesem Zusammenhang von der Familie als Körper. Jedes Organ
übernimmt eine bestimmte Funktion. Und dies
nicht zum Selbstzweck, sondern damit der ganze Körper überhaupt richtig funktionieren kann
(1. Korinther 12, 12-31). Und somit ein klares JA zu dem Gespann Familie und Kirche!
Angestellte, 52
B
ei dem Wort „Kirche“ sehe ich vor meinem
inneren Auge einen Altarraum mit vielen
Kindern, Kinderwägen neben den Kirchbänken und Eltern, die versuchen, in dem Chaos
gemeinsam mit dem Pfarrer einen Gottesdienst
zu gestalten. Familien gehören für mich also
zur Kirche. Doch wie ist das umgekehrt? Gehört Kirche auch zur Familie? Für mich persönlich kann ich diese Frage nur beantworten,
indem ich überlege, wie ich es bisher aus meiner Familie kenne und wie ich es mir zukünftig
für meine eigene Familie wünsche. In meiner
Kindheit haben nicht nur Weihnachten, Ostern
und der eigene Geburtstag den Jahresverlauf
8
geprägt, sondern auch die Aubinger „Großereignisse“, wie z.B. die Fronleichnamsprozession (bei stets schönstem Wetter) mit anschließendem Pfarrfest. Später, als Mitglied der
Pfarrjugend, waren das Zeltlager und dessen
Organisation das prägendste Ereignis des Jahres. Meine heute besten Freunde waren auch
schon meine besten Freunde, als wir vor 15
Jahren anfingen, uns gemeinsam in der Pfarrjugend zu engagieren. Für meine Kinder wünsche ich mir ebenfalls die Möglichkeit, in so
eine Gemeinschaft hereinwachsen zu können,
und hoffe, dass ich ihnen das aktive Leben in
einer Pfarrgemeinde so vorleben kann, dass sie
ganz selbstverständlich daran teilnehmen.
Geographin, 29
O
hne Familien gäbe es keine Kirche. Zu einem ganz großen Anteil sind es ja die Familien, die den Karren der Kirche ziehen. Ein
Gespann sind Kirche und Familie also auf jeden Fall. Ein gutes? Leider kennen die, die in
der (Amts-)Kirche die Zügel – und manchmal
auch die Peitsche – in der Hand haben, familiäre Strukturen und Probleme kaum aus eigener Erfahrung. Oft hat man deshalb den Eindruck, dass Prinzipien, Traditionen, Dogmen
wichtiger genommen werden als das wirkliche Leben, z.B. in den Familien. Wird da nicht
manchmal das Wehen des Geistes mit dem
Schreckgespenst des Zeitgeistes verwechselt?
Auch deswegen befürchte ich, dass künftig immer weniger Familien bereit sein werden, sich
selbst vor den Karren der Kirche zu spannen.
Ingenieur, 59
A
ls Familie genießen und schätzen wir die
Kirche vor Ort, die Gemeinde St. Quirin
und die Gemeinschaft mit St. Michael. Es ist
schön, mit den Kindern die Gottesdienste zu
besuchen, durch das neue Turmmuseum auf
Entdeckungsreise zu gehen und den Kindern
immer wieder etwas Neues erzählen zu können
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
über unser Gotteshaus. Das Kirchenjahr mit
seinen Festen gibt einen wohltuenden Rahmen.
Wenn auch manchmal die Vorbereitungen dafür kurzfristige Unruhe und Stress bedeuten, so
bringt das Kirchenjahr trotzdem Struktur und
Ruhe in unser Familienleben.
Kritisch sehen wir in unserer Pfarrei, dass
gerade Angebote für Familien oft Überlänge
haben und es eher den Anschein hat, dass sich
diese Tendenz verstärkt als abschwächt. Wir
sehnen uns manchmal nach den 45-MinutenSonntagsmessen zu Zeiten von Pfr. Brem.
Mit Interesse und Hoffnung haben wir den
Verlauf und die Zwischenergebnisse der Familiensynode verfolgt, so wie alles, was dieser
neue Papst Franziskus so anpackt. Wir fänden
es sehr schade, wenn sich wieder die ultrakonservativen Strömungen durchsetzen würden.
Aber würde es uns wirklich noch betroffen machen? Eher nein.
Familie und Gemeinde vor Ort – ein gutes
Gespann? Ja, auf jeden Fall.
Familie und Kirche – ein gutes Gespann?
Für uns eher ein Nebeneinanderher.
Eltern, 40 und 41
D
azu kann ich nur sagen: Ja und Nein. Aus
der eigenen Erfahrung in der Gemeinde
St. Quirin kann ich viel Positives nennen: ein
kirchlicher Kindergarten, eine Heimat für die
Kinder in der Pfarrjugend, Anregungen für die
Gestaltung von Festen, Austausch mit anderen Familien über Lebensfragen in Treffen, die
von der Kirchengemeinde organisiert wurden,
wertvolle Hilfe bei der Pflege der Eltern. Auf
der anderen Seite gibt es leider von offizieller
Seite entscheidende Hürden. Nur ein Beispiel:
Die Tochter von guten Freunden, eine Sozialpädagogin, arbeitet im kirchlichen Jugendamt.
Mit ihrem Mann hat sie zwei Kinder. Doch sie
kann ihn nicht heiraten, denn er ist geschieden
und sie verliert sonst ihre kirchliche Anstellung. Zusammenleben ohne Trauschein und
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
„uneheliche“ Kinder werden toleriert, aber
eine Heirat nicht. Es ist doch sehr zu hoffen,
dass in diesem und in vielen anderen Punkten
ein Richtungswechsel geschieht – sonst kann
man nur sehr bedingt von einem „guten Gespann“ reden.
Rentnerin und Großmutter, 68
W
eihnachten-Ostern-Pfingsten:leucht­
turm­artig ragen diese kirchlichen Feste
im Laufe des Jahres heraus und bestimmen vor
allem auch unsere Urlaubsplanungen. Gleichsam von Ferien zu Ferien überbrücken wir die
Zwischenräume und freuen uns – mit unseren
Kindern – auf ein paar Tage Erholung, Muße
und Abstand von Schule, Arbeit und Alltag.
Die Bedeutung der kirchlichen Feierlichkeiten
verliert in diesem Zusammenhang dabei an Gewicht. Warum eigentlich? Warum schafft es die
Kirche nicht, die Kinder und Erwachsenen heute zu erreichen? Die Bedeutung der Botschaft
Christi muss in unsere, in die Sprache unserer
Kinder übersetzt werden. Erreichen wir denn
mit den Worten unserer Geistlichen in der Heiligen Messe uns und unsere Kinder? Verstehen
sie – und wir – was Christus uns sagen möchte? Ich bezweifle das manchmal. Gehen wir
hier noch einen Schritt weiter. Sollte sich die
Kirche nicht auch unserer modernen sozialen
Netzwerke bedienen? Warum nicht unsere Gemeinde St. Michael mit einer Facebook-Seite?
Christus hat mit seiner Sprache die Herzen der
Menschen vor mehr als 2000 Jahren erreicht,
es ist Zeit, dass wir die Botschaft Christi in die
Sprache des 21. Jahrhunderts übersetzen.
Arzt, 51
I
n der heutigen pluralistischen Gesellschaft
mit ihrem Überangebot an Freizeitaktivitäten und in der Gender Mainstreaming überall
diskutiert wird, steht die Kirche verstärkt in
der Verantwortung, ihren Auftrag der Verkündigung des Evangeliums wahrzunehmen. Die
9
Kirche, welche durch die Gemeinden vor Ort
vertreten ist, sollte den Menschen, besonders
aber der Familie, durch Vermittlung christlicher Werte Rückhalt und Schutz bieten und
ihre Bedeutung hervorheben. Die Familie als
Ort, wo soziales Miteinander gelernt wird,
kann mit ihren Eigenschaften die Gemeinde
bereichern und wesentlich mitgestalten. Kirche braucht Menschen, die sich einbringen
und Verantwortung übernehmen. Familie und
Kirche sind dann ein gutes Gespann, wenn die
Familie in ihr eine geistige Heimat findet, Gemeinschaft erfährt und Orientierung in Glaubensfragen. Familie und Kirche sind nicht zuletzt auch Gottes Plan!
Sozialpädagogin, 57
Z
uerst einmal: Ich bin kein gläubiger
Mensch. Dennoch halte ich die Kirche
nicht für überflüssig – im Gegenteil. Ich sehe
die Kirche als Wertevermittler, gerade auch für
die Familien. Die zehn Gebote und das Neue
Testament fordern zu einem ethischen Verhalten auf, wie es besser in keinem Gesetz stehen
könnte: Nächstenliebe, Mitgefühl, Vorurteilsfreiheit, Gemeinschaftssinn. Als Repräsentant
dieser Werte ist und bleibt die Kirche das soziale Gewissen der Gesellschaft. Familien, die
dies leben, erziehen ihre Kinder zu „guten“
Menschen. Wenn die Kirche als Institution sich
nur selbst an diese Werte halten würde … Die
heutige katholische Kirche – noch immer geprägt von einem theologischen Selbstbild, das
mehr als tausend Jahre alt ist – hat sich von der
Lebenswirklichkeit ihrer Mitglieder entfernt.
Familie, das bedeutet heute u.a.: veränderte
Rollenbilder der Geschlechter, Familienplanung durch Verhütung, Abtreibung, Scheidung
und Wiederverheiratung, homosexuelle Partnerschaften. Lebensmodelle, die von der Kirche immer noch nicht anerkannt werden. Und
hier liegt das Problem: Die Kirche wird von
Menschen geleitet, die ein vollkommen ande-
10
res Leben führen als ihre Mitglieder und sich
bewusst gegen Familie entschieden haben. Je
höher in der Hierarchie, desto weiter weg vom
täglichen Leben in den Gemeinden. Das Familienleben im 21. Jahrhundert ist der Kirche
fremd, und deshalb entfremden sich auch immer mehr Familien von der Kirche.
Angestellte, 51
D
er christliche Glaube bietet aus meiner
Sicht ein wichtiges Fundament für Ehe
und Erziehung. Eltern stehen vor verschiedensten Herausforderungen, da kann die Kirche Halt und Stabilität geben.
Durch die Taufe unseres Kindes gibt es einen Taufpaten. Ich denke, gerade in der Zeit
der Pubertät ist es für einen Jugendlichen
wichtig, auch einen anderen Erwachsenen als
Gesprächspartner zu haben, mit dem man Probleme besprechen kann. Außerdem bringt das
Christentum ja für eine Familie tolles Brauchtum mit, wie jetzt den Advent, Weihnachten,
Ostern … Und was gibt es schöneres, als an
Weihnachten die Kinderaugen zu sehen, wenn
sie das erste Mal den leuchtenden Christbaum
mit den Geschenken der Liebsten sehen, und
gemeinsam „Stille Nacht“ zu singen? Aus meiner Sicht sind Kirche und Familie ein ganz
wichtiges, unverzichtbares und natürlich sehr
gutes Gespann.
Angestellter im Vertrieb, 40
A
us meiner Sicht sind Kirche und Familie wieder ein besseres Gespann, seit die
katholische Kirche ihre veralteten Ansichten
über die Stellung der Frau und der Familie zugunsten eines moderneren Bildes zu verändern
begonnen hat. Zumindest ist das meine Erfahrung. Mit meiner kirchlichen Trauung vor 10
Jahren mit meinem Ehemann, der nicht der
kirchlichen Gemeinde angehört, habe ich zunehmend mehr zur Kirche zurückgefunden. Es
ist mir wichtig, dass meine Kinder ihre christliPfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Flucht
chen Wurzeln und Werte kennen und schätzen
lernen. Insoweit fände ich es wünschenswert,
wenn sich die Kirche wieder mehr bei der Betreuung der Kinder durch kirchliche Kinderkrippen und Kindergärten engagieren würde.
Dabei möchte ich aber, dass der Arbeitgeber
Katholische Kirche fair und im christlichen
Sinne großzügig mit seinen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern umgeht. In diesem Zusammenhang halte ich es beispielsweise nicht für
akzeptabel, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer Scheidung ihre Arbeitsstelle verlieren. Auch Homosexualität darf einer
Beschäftigung nicht entgegenstehen. Zudem
müsste die Kirche mit gutem Beispiel vorangehen bei der Bezahlung dieses wertvollen Personals.
Verbeamtete Juristin, 39, 2 Kinder
I
ch habe jetzt tagelang über die Frage nachgedacht, aber mir fällt zu diesem Thema nichts
ein.
Sekretärin, 74
D
as kann man meiner Meinung nach nur
teilweise behaupten. Einerseits kümmert
sich die Kirche um Familien, indem sie Kindergarten-, KiTa- oder Schulplätze bereitstellt.
Durch das Betreuungsangebot wird es den
Eltern u. a. ermöglicht, den jeweiligen Beruf
weiter auszuüben. Andererseits mischt sich die
Kirche genau in diesem Bereich der Familie zu
sehr ein. So wird kirchlichen Mitarbeitern sehr
nahegelegt, vor der Geburt ihres Kindes bzw.
in absehbarer Zeit zu heiraten, um der christlichen Idee der Familie möglichst nahe zu kommen. Andere Familienformen, wie etwa das unverheiratete Zusammenleben zweier Menschen
oder gar eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft, werden jedoch kategorisch abgelehnt.
Egal, ob die Lebensgemeinschaften ansonsten
mit der kirchlichen Lehrmeinung konform gehen oder nicht. Genau in diesem Bereich zeigt
sich meiner Meinung nach die Kirche nicht als
guter, unterstützender Partner, sondern eher als
ein Hindernis.
Lehrerin, 28
Flüchtlinge in München
Auch in unseren Gemeinden entsteht
ein gutes Miteinander!
D
ie zahlreichen Konflikte und Kriege auf
der Welt zwingen viele Menschen dazu,
ihre Heimat zu verlassen und mit ihren Familien einen Ort zu suchen, an dem sie in Frieden und Sicherheit leben können. Sie kommen
aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Somalia und
vielen anderen Ländern – und einige von ihnen
kommen auch nach München. Über die Situation dieser Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften, vor allem auch in der großen
Münchner Erstaufnahmeeinrichtung, der Bayernkaserne, konnte man in den vergangenen
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Monaten viel in der Presse lesen. Auch über
das große, meist ehrenamtliche Engagement
der Münchner Bürger wurde viel berichtet.
Neben diesen Informationen sind unsere
persönlichen Erfahrungen im Alltag wichtig
– auch ganz konkret in unseren Gemeinden –
und vor allem unsere Möglichkeiten, ein gutes Miteinander zu schaffen. Uns begegnen
diese Menschen, die schlimme Erfahrungen
in ihrer Heimat gemacht haben und oft einen
langen und zum Teil lebensgefährlichen Weg
nach Europa hinter sich haben. Sie hoffen hier
11
bei uns auf eine bessere Zukunft. Doch die Berührungsängste in unserem Alltag sind groß,
wir fühlen uns oft schlecht informiert und wir
wissen nicht genau, wie wir auf Menschen
aus fremden Ländern, die manchmal kaum
Deutsch sprechen, zugehen sollen. Vor allem
wissen wir nicht, wie wir ihnen konkret und
sinnvoll helfen können. Deshalb hier zunächst
ein paar Informationen zur Situation in Aubing
und Lochhausen.
In Aubing gibt es derzeit zwei Unterkünfte für Flüchtlinge. Das ist zum einen die seit
vielen Jahren bestehende Gemeinschaftsunterkunft in der Kronwinklerstraße. Dort leben
etwa 48 Flüchtlinge, die von der Caritas betreut
werden. Wer sich hier ehrenamtlich engagieren
will, kann jederzeit gerne Kontakt zur Caritas
aufnehmen.
Und dann ist da noch das Hotel Pollinger in
der Aubinger Straße, in dem syrische Flüchtlinge leben, die bereits einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. Diese Familien könnten
jederzeit umziehen, es mangelt aber an geeignetem Wohnraum. Hier kann ganz konkret
geholfen werden. Wer eine Wohnung zu vermieten hat oder eine geeignete Wohnung (auch
außerhalb von München) kennt, kann sich je12
derzeit an das Sozialreferat wenden. E-Mail:
zew.wohnen1soz@muenchen.de
Auch der Bezirksausschuss sowie die Innere Mission München geben Informationen und
Angebote gerne weiter.
In Lochhausen und Langwied existieren
derzeit keine Flüchtlingsunterkünfte. Hier gibt
es nur die Planung, in der Ziegeleistraße kleine
Wohnungen für junge Erwachsene einzurichten, die bereits vor mehreren Jahren als unbegleitete jugendliche Flüchtlinge
nach Deutschland gekommen
sind und die eine umfassende soziale Betreuung bekommen. Der
Bezirksausschuss wird darüber
rechtzeitig informieren, damit
auch für diese jungen Menschen
ein Unterstützerkreis entstehen
kann.
Natürlich können auch Sachspenden eine große Hilfe sein.
Diese werden von der zentralen
Annahmestelle der diakonia in
der Dachauer Str. 192, Rückgebäude, angenommen. Informationen unter: www.diakonia.de
Wer sich ehrenamtlich engagieren will,
kann sich an die Hotline zum bürgerschaftlichen Engagement der Stadt München wenden.
Telefon: 233-48454
Alle diese Informationen können sicherlich
zu einem guten Miteinander beitragen. Neben
ehrenamtlichem Engagement und konkreten
Hilfestellungen für Flüchtlinge ist es aber besonders wichtig, dass wir alle, jeder einzelne
von uns, den Menschen, die bei uns Schutz
suchen, offen und mit Respekt begegnen. Und
das überall da, wo wir sie in unserem Alltag
treffen: in der S-Bahn, an der Arbeitsstelle,
in der Schule oder dem Kindergarten, in der
Krabbelgruppe unserer Gemeinde, auf dem
Fußballplatz oder in der Nachbarschaft. rj
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Hilfe
20 Jahre GOA
I
m Mai 1994 fing alles an. Die ersten Asylbewerber, damals größtenteils aus Bosnien und
dem Kosovo, kamen nach Aubing in die Gemeinschaftsunterkunft (GU) an der Kronwinkler Straße. Ein Jahr zuvor war schon die GU
am Dreilingsweg eröffnet worden. Dort gab es
eine Initiative, die sich um die dortigen Bewohner kümmerte. Wir schlossen uns der Gruppe
an. So entstand die GOA (Gemeinsam in Obermenzing und Aubing). Anfang 2011 wurde der
Dreilingsweg dann geschlossen. Asylbewerber
durften nicht mehr in Containerbauten untergebracht werden.
Mit einigen Familien von damals haben wir
bis heute Kontakt, und es sind enge Freundschaften entstanden.
Heute leben in der Kronwinkler Straße noch
etwa 50 Personen, davon zwölf Kinder und
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Jugendliche. Die Bewohner sind meist Familien aus Afghanistan, Syrien, Irak, Pakistan
und auch einige aus Afrika, beispielsweise aus
Togo, Uganda und Nigeria. Vor einiger Zeit ist
die Unterkunft behindertengerecht ausgebaut
worden.
Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist die
Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag. Leider kann zur Zeit nicht die ganze Woche abgedeckt werden.
Sollte jemand Lust haben, ehrenamtlich mitzuhelfen, dann schauen Sie einfach mal vorbei.
Immer Mo/Di/Do von 13 bis 15:30 Uhr. Die
Kinder freuen sich auch, wenn jemand mit ihnen bastelt, malt oder ihnen vorliest.
In den Ferien machen wir mit den Familien
Tagesausflüge in die nähere Umgebung. Zum
jährlichen Sommerfest kochen die Frauen dann
13
Gerichte aus ihrer Heimat. Und auch der Nikolaus kommt in der Weihnachtszeit zu den Kindern.
Das alles kostet natürlich Geld. vor allem der
Schulbedarf, Wörterbücher, Arbeitshefte, auch
Kopiergeld oder die Grundausstattung für Erstklässler.
Wir finanzieren diese Ausgaben aus den
Spenden, die wir seit Jahren von unseren treuen Spendern der Pfarrei St. Quirin, aber auch
immer noch von Leiden Christi in Obermenzing bekommen.
Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Ohne Ihre regelmäßigen Spenden wäre
unsere Arbeit gar nicht möglich.
Durchschnittlich wohnt eine Familie oder
Einzelperson mindestens zwei bis fünf Jahre,
manchmal auch länger in der GU, bis sie sich
endlich eine Wohnung suchen dürfen. Oft werden sie dann von der Regierung erst mal in einer Pension einquartiert, wenn keine Wohnung
gefunden wurde. Aktuell geht es gerade einer
jungen Familie aus Afghanistan so. Die Eltern
haben eine schwerbehinderte 5-jährige Tochter
und ein zwei Monate altes Baby. Der Umzug
in eine Pension als „Zwischenstation“ ist vor
allem für die kleine Tochter sehr belastend.
Sollten Sie Lust und etwas Zeit haben, uns
ehrenamtlich zu unterstützen, dann wenden
Sie sich telefonisch (089 863 22 82) oder per
E-mail an ingrid.trompka@online.de
Emira Eineder und Ingrid Trompka, GOA
Spendenkonto St. Quirin:
IBAN: DE09 7016 9464 0100 028703
BIC: GENODEF1M07
Versöhnungsgottesdienste im Advent
S
eit jeher gehört zur Vorbereitung auf die großen Feste im Kirchenjahr auch die persönliche innere Vorbereitung. Es ist wichtig und gut, von Zeit zu Zeit das eigene Leben, die Beziehung zu
Gott, den Mitmenschen und zur Schöpfung kritisch anzuschauen und zu hinterfragen. Eine gute
Möglichkeit bietet die gemeinschaftliche Mitfeier der Versöhnungs(wort)gottesdienste vor Weihnachten und Ostern. Diese Feier ist einigen auch unter dem Namen Bußgottesdienst vertraut. Jedoch wird hier keine Buße auferlegt wie bei der Beichte. Entscheidend ist vielmehr, den Weg der
Versöhnung mit sich selbst, mit Gott und unseren Mitmenschen zu suchen und dazu notwendige
persönliche Vorsätze zu fassen. Ich möchte Sie ganz herzlich zur Mitfeier der Versöhnungswortgottesdienste einladen:
St. Michael, am Mittwoch, 17. Dezember, um 19 Uhr und
St. Quirin, am Sonntag, 21. Dezember, um 19 Uhr
P. Abraham
14
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Zum Beispiel XY
Florian Braun
S
agen wir mal so: Er könnte im nächsten
Jahrzehnt durchaus als gefragter Schwiegersohn-Typ gelten, unser aktueller Interviewpartner, den wir in dieser Ausgabe vorstellen
möchten. Haben wir uns doch mit der Serie
„Zum Beispiel XY“ zum Ziel gesetzt, bisher
„unbeschriebene Blätter“ mit Engagement für
die Kirchengemeinde aufzugreifen und zu beleuchten.
Doch zurück zu
Florian Braun. Er
ist ein echtes Aubinger Gewächs, wohnt
mitten im Ort und
ist
regelmäßigen
Kirchgängern in St.
Quirin sicher schon
als einer der älteren
Ministranten aufgefallen, die mit dem
Rauchfass für Wohlgeruch und Feierlichkeit
beim Gottesdienst sorgen. Dabei kann Florian
durchaus als Spätberufener gelten, weil er erst
vier Jahre nach seiner Erstkommunion, zusammen mit seinem Bruder, die Ministrantenschar
erweitert hat. Inzwischen profitieren bereits die
Jüngeren von seinem „Know how“, das er gerne weitergibt.
Wenn alles gut läuft, steht in zwei Jahren
bereits das Abitur am Gröbenzeller Gymnasium vor der Tür. Sein ausgeprägtes Interesse
am logisch strukturierten Fach Chemie, das am
naturwissenschaftlichen Zweig der Schule gefördert wird und auf diese Weise reifen kann,
könnte zu einer Ausbildung als Braumeister
führen. Schon als Kind haben ihn die kleinen
Brauereien, die er mit den Eltern besucht hat,
interessiert. Das Berufspraktikum als Brauer,
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
das er zur Zeit nebenbei absolviert, hat ihn in
diesem Berufswunsch bestätigt. Zum G8, der
verkürzten Gymnasialzeit, hat er eine dezidierte Meinung: Es sei schon sehr hart, bereits im
zweiten Jahr eine weitere Fremdsprache anfangen zu müssen. Ansonsten sei es aber richtig,
früher als bisher in neue Schulfächer eingeführt zu werden.
Der Kirchenchor von St. Quirin hat sich sehr
gefreut, als sich Florian im Herbst zusammen
mit Lucas, einem anderen Ministranten, als
Sänger im Bass gemeldet hat. Dabei brauchte
es schon den Umweg über die Romwallfahrt
der Minis, um die Idee, die ihm Angela Niedhammer in den Kopf gesetzt hatte, gut zu finden: „Florian, du hast doch eine schöne Stimme, wäre der Kirchenchor nichts für dich?“
Der Spaß an der harten Vorbereitungszeit für
das letzte Kirchenkonzert habe ihm gezeigt,
dass die Entscheidung richtig war. Ob es denn
sonst noch musikalische Interessen gäbe, fragte ich vorsichtig nach. So eher beiläufig meinte
Florian, dass er seit neun Jahren Akkordeonunterricht habe und er schon mal im Urlaub auf
der Hütt’n oder im Hotel für die Gäste zur Unterhaltung spiele. Soweit im Schulstress noch
Zeit bleibt, trifft er sich gern mit Freunden oder
schwingt sich für eine Runde aufs Fahrrad.
Und noch eine Besonderheit sei erwähnt:
Für Florian ist es ganz normal, bairisch, wie
vom Vater gelernt, zu reden und die Sprache zu
pflegen. Seit kurzem hat er sich dem Aubinger
Burschenverein und dem Trommlercorps Aubing angeschlossen. So ist es nicht ganz verwunderlich, wenn Florian gern auch in Tracht,
sogar mit einem respektablen Gamsbart auf
dem Hut, auftaucht. Ihm gefällt’s und seine
Mitschüler finden es schön.
kb
15
Der Kleine Quirin
Lichtmess und Blasiussegen
I
m Kirchenkalender heißt das Fest „Darstellung des Herrn“ und bezieht sich auf einen
Bericht im Lukasevangelium (Lk 2,22-29).
Nach jüdischem Gesetz (Buch Leviticus) muss
eine Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines
Sohnes oder achtzig Tage nach der Geburt einer
Tochter im Tempel eine Reinigungszeremonie
vollziehen. Außerdem gehört – in Erinnerung
an den Auszug der Israeliten aus Ägypten – jeder erstgeborene Sohn Gott und musste durch
ein Opfer ausgelöst werden. Also pilgern Maria und Joseph
mit dem neugeborenen Jesus
zum Tem­pel in
Jerusalem und
begegnen dort
dem frommen
Greis Simeon
und der Prophetin Hanna,
die Jesus als
den erwarteten
Messias begrüßen. Deshalb
hieß das Fest
früher
auch
„Mariä Reinigung“ und in den Ostkirchen
„Begegnung“ (mit seinem Volk in Gestalt von
Simeon und Hanna) oder „Einzug Jesu in den
Tempel“. Simeon preist Jesus als „ein Licht,
das die Heiden erleuchtet“, und diese Lichtmetapher bestimmt bis heute den Charakter des
Festes.
Das Fest „Darstellung (oder Weihe) des
Herrn“ entstand in Jerusalem im 4. Jahrhundert
und bezog sich – entsprechend dem Bericht im
16
Lukasevangelium – auf das Geburtsfest, das
damals am 6. Januar gefeiert wurde. Folglich
wurde „Darstellung des Herrn“ vierzig Tage danach am 14. Februar begangen (wie auch heute
noch in der Armenischen Kirche) und war ein
Herrenfest. In Rom gab es vermutlich schon
um die Mitte des 5. Jahrhunderts am 2. Februar (dem vierzigsten Tag nach dem 25. Dezember) ein Fest mit Lichterprozession, das
eine altrömische heidnische Sühneprozession
verdrängen sollte. An diesen Sühnecharakter
erinnerte noch bis zu einer Reform 1960 die violette Farbe der Prozessionsgewänder. Bereits
vor der ersten Jahrtausendwende ist in Gallien die Segnung der mitgetragenen Kerzen bezeugt. Heute werden in katholischen Gemeinden an diesem Tag meist alle Kerzen geweiht,
die im folgenden Jahr gebraucht werden sollen.
Auch die mitgebrachten Kerzen der Gläubigen
werden geweiht, zum Beispiel Wetterkerzen,
die bei Unwetter schützen sollen, oder Kerzen, die man für Täuflinge, Kranke oder bei
der Totenwache anzündet. Auch die Segnung
der Kommunionkerzen an diesem Tag ist weit
verbreitet. Hinter diesen Bräuchen trat der ursprüngliche Anlass für das Fest allmählich zurück und der Schwerpunkt verschob sich. „Mariä Reinigung“ oder „Mariä Lichtmess“ gilt als
das älteste gefeierte Marienfest, bis 1912 war
es in Bayern gesetzlicher Feiertag. Nach 1960
erhielt das Fest wieder den vorigen Bezug auf
Jesus und wird als Herrenfest begangen.
Doch auch im weltlichen Leben spielt
Lichtmess, wie das Fest verbreitet immer noch
genannt wird, eine wichtige Rolle. Nicht nur,
dass damit die Weihnachtszeit endgültig beendet ist und auch der letzte Christbaum Kirche
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
oder Wohnstube verlassen muss, es ist auch
der Beginn des Bauernjahres – das Bauernneujahr. Die Tage sind schon wieder länger und
vielerorts sind erste Feldarbeiten möglich. Die
Dienstverträge der Knechte und Mägde endeten, sie erhielten ihren Lohn und konnten entweder den Vertrag um ein Jahr verlängern oder
sich einen anderen Dienstherren suchen. Bis
zum Tag der Heiligen Agathe am 5. Februar,
an dem sie ihren neuen Dienst antreten mussten, hatten sie Urlaub – den einzigen im ganzen
Jahr.
Der 2. Februar ist auch ein beliebter Lostag
des Bauernjahres: „Ist’s an Lichtmess hell und
rein, wird ein langer Winter sein. Wenn es aber
stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr
weit.“ Und ab Lichtmess finden Frühmesse
und Abendessen allmählich wieder bei Tageslicht statt, wenn man nicht allzu weit im Norden wohnt.
Durch die Verlegung des Festes „Darstellung des Herrn“ auf den 2. Februar rückte es in
die Nähe des Blasiustages am 3. Februar. Das
passte recht gut, weil Blasius oft mit Kerzen
dargestellt wird. Er war Arzt und Bischof in
seiner Heimatstadt Sebaste in Armenien. Bei
einer Christenverfolgung soll er um 316 den
Märtyrertod erlitten haben. Einen jungen Mann
soll er vor dem Ersticken an einer Fischgräte
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
bewahrt haben. Mensch und Tier versprach er
Rettung in der Not, wenn sein Name angerufen
werde. Einen Wolf, der einer armen Frau ein
Schwein geraubt hatte, soll er dazu gebracht
haben, das Schwein zurückzugeben. Zum
Dank brachte ihm die Frau Kopf und Füße des
Schweins, dazu Früchte und eine Kerze. Blasius, sagt die Legende, segnete die Kerze und
bestimmte sie zu seinem Symbol. Er wird zu
den vierzehn Nothelfern gezählt und bei Halskrankheiten sowie bei Bedrohung durch Tiere oder Sturm (blasen) angerufen. Dargestellt
wird er im Bischofgewand mit zwei gekreuzten
oder drei geflochtenen Kerzen in der Hand. Der
Blasiussegen war so begehrt, dass er manchmal
scherzhaft als „achtes Sakrament“ bezeichnet
wurde. Um keinen magischen Missdeutungen
Raum zu geben, darf der Blasiussegen nur im
Rahmen einer Messe oder eines Wortgottesdienstes gespendet werden. Die Segensformel,
von der es einige Varianten gibt, lautet:
„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius
bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und
allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und
der Sohn und der Heilige Geist.“
Wegen der Nähe der Feste und weil es so
gut passt, wird der Blasiussegen meist schon
am Lichtmess-Tag gespendet.
em
17
Heilige
Die Heiligen Drei Könige
D
as zweite Kapitel des Matthäusevangeliums beginnt so: „Als Jesus zur Zeit des
Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem
Osten nach Jerusalem und fragten: ٫Wo ist der
neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen,
um ihm zu huldigen.᾽“
Weder hier, noch an einer anderen Stelle
der Bibel werden die Anzahl oder gar die Namen der Sterndeuter genannt. Im griechischen
Original des Matthäusevangeliums werden die
Ankömmlinge als Magoi bezeichnet. Das Wort
ist einer altpersischen Sprache entlehnt und hat
mehrere Bedeutungen. Es wurde allgemein für
Magier verwendet. Ursprünglich waren damit
Angehörige einer zoroastrischen Priesterkaste
aus dem Stamm der Mager, einem Teilvolk der
Meder, gemeint. Diese Priester waren in den
Wissenschaften bewandert und sie beschäftigten sich mit der Deutung von Träumen und mit
zauberischen Künsten. Im Neuen Testament
steht Magos für Weiser oder Astrologe. In poetischen Texten meint es Zauberer, Gaukler, ja
manchmal sogar Betrüger. Doch zur Bedeutung König führt zunächst kein Weg.
Die Weisen aus dem Morgenland brachten
dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe
als Geschenke dar, wie Matthäus (Mt 2,11)
weiter berichtet. Die Bibelexegese sieht darin
Bezüge zu alttestamentlichen Stellen. In Psalm
72,10 heißt es: „Die Könige von Tarschisch
und den Inseln bringen Geschenke, die Könige
von Saba und Seba kommen mit Gaben“. Und
in Jesaja 60,6 ist zu lesen: „ … Alle kommen
von Saba, bringen Weihrauch und Gold …“ So
werden die Magier durch den Kirchenlehrer
18
Tertullian anfangs des dritten Jahrhunderts zu
Königen.
Die früheste schriftliche Quelle, dass es
genau drei Magier gewesen sein sollen, liefert Origines (185-254), der damit eine bis ins
5. ­Jahrhundert kolportierte arianische Legende
zurückweist, in der von zwölf Weisen erzählt
wurde. Die bei Matthäus genannten drei Gaben
legen einerseits selbstverständlich nahe, dass
es sich auch um drei Geber handelte. Andererseits überzeugt diese Erklärung nicht zwingend
und sie greift auch etwas zu kurz, denn die Drei
ist eine symbolische Zahl, die in der Antike
vielfach als heilig galt. Die Christen glauben an
einen Gott in drei Personen. Die alten Ägypter
verehrten in Isis, Osiris und Horus drei höchste
Götter. In der griechischen Mythologie teilen
sich Zeus, Poseidon und Hades die Herrschaft
über den Himmel, die Erde und die Unterwelt,
über alles also, was existiert. Selbst sie mussten sich den drei Moiren Klotho, Lachesis und
Atropos beugen. Ebenso unterstanden die altnordischen Götter den drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld, die für die Dreiheit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen. Der
Hinduismus kennt den Schöpfer Brahma, den
Erhalter Vishnu und den Zerstörer Shiva. Die
Reihe ließe sich noch lange fortsetzen. Wenn
wir behaupten, aller guten Dinge seien drei
oder uns in drei Teufels Namen ärgern, dann
lebt in diesen Floskeln antikes, zahlenmystisches Denken fort.
Die Drei ist immer auch als eine Zahl gesehen worden, die einem biblischen Geschehen
besondere Wichtigkeit beimisst: Drei Tage war
Jona im Bauch des Wals; drei Tage ruhte Jesus
im Grab; Noah hatte drei Söhne, die zu Stammvätern ganzer Völker wurden. So ist auch nicht
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
verwunderlich, dass die Könige sowohl zu
Vertretern der drei Lebensabschnitte Jugend,
Erwachsenzeit und Greisenalter, wie auch zu
Repräsentanten der drei damals bekannten
Erdteile Asien, Afrika und Europa wurden.
Ab dem sechsten Jahrhundert lassen sich in
der Tradition der römisch-katholischen Kirche
die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar
für die drei Könige nachweisen. Die Wortbedeutungen sind teilweise strittig. Einfach ist es
noch mit Kaspar, in der lateinischen Schreibweise Caspar. Dieser persische Name heißt
soviel wie „Schatzmeister“. Für Melchior gibt
es zwei Erklärungen. Er leitet sich entweder
ebenfalls aus dem Persischen her und kann mit
„Gottesschutz“ übersetzt werden oder er ist
hebräischen Ursprungs und bezeichnet einen
„König des Lichts“. Balthasar ist am wenigsten gesichert. Auch Balthasar heißt „Lichtkönig“, wenn es ein persischer Name ist. Kommt
er aber aus dem Hebräischen, dann bedeutet er
„Gott wird helfen“, und wenn er schließlich
aus dem Altsyrischen stammt, dann wird er
am besten mit „Gott schütze den König“ eingedeutscht. Die syrischen, armenischen und
äthiopischen Christen verwenden übrigens bis
heute jeweils verschiedene, andere Namen.
Eine vermutlich vom angelsächsischen Kirchenlehrer Beda Venerabilis (672 od. 673-735)
stammende Schrift führt in einer äußerst bildhaften, auch die Bekleidung sehr detailliert
beschreibenden Schilderung aus: Kaspar war
ein junger Mann aus Afrika, der Weihrauch
als Gabe mitbrachte. Balthasar aus Asien, ein
Mann im Vollbesitz seiner Kräfte, schenkte
die Myrrhe und der greise Melchior aus Europa Gold. Spätere Schriftsteller haben diese
Zuweisungen der Lebensalter, Herkunft und
Geschenkgaben aber nicht immer so übernommen. Um das 14. Jahrhundert löste Melchior
Der Schrein der Hl. Drei Könige in Köln
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
19
den Kaspar als „Mohrenkönig“ ab. Man kann
in den verschiedenen künstlerischen Darstellungen also bestenfalls erst dann sicher entscheiden, wer nun welcher König ist, wenn
man die Zeit und den Ort der Entstehung kennt.
Nach Matthäus zogen die Magier wieder
in ihre Heimat zurück. Eine Legende berichtet, dass sie dort erfolgreich missionierten und
der Apostel Thomas sie zu Bischöfen weihte.
Angeblich seien alle drei kurz nacheinander im
Jahr 54 jeder eines natürlichen Todes gestorben und in dasselbe Grab gelegt worden. Nach
Stadlers Heiligenlexikon, das in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde,
„sollen sich ihre Leichname einander wunderbarer Weise Platz gemacht haben, so dass der
Erste auf die Seite gewichen und dem Zweiten die Stelle an seiner Rechten gelassen habe,
und, als der Dritte zu ihnen ins Grab gelegt
werden sollte, beide ihm den Platz in der Mitte
eingeräumt haben.“ Helena, die Mutter Kaiser
Konstantins, soll die Gebeine im dritten Jahrhundert nach Konstantinopel geschafft haben,
von dort aus kamen sie als Schenkung nach
Mailand. Nachdem Kaiser Friedrich Barbarossa die Stadt erobert hatte, wurden die sterblichen Reste durch Barbarossas Kanzler Rainald
von Dassel, der zugleich Erzbischof von Köln
war, 1164 nach Köln gebracht. Ungeklärt ist,
ob Barbarossa seinem Kanzler die Reliquien
schenkte oder ob sie eher durch dreisten Raub
nach Köln kamen. Sie ruhen jedenfalls heute an
zentraler Stelle hinter dem Hochaltar in einem
um 1200 eigens dafür angefertigten Schrein,
der mit aus Gold und Silber getriebenen Figuren sowie unzähligen Edel- und Halbedelsteinen verziert ist. Dieser prächtige Dreikönigsschrein wurde eines der wichtigsten Pilgerziele
im Spätmittelalter und bildet auch in unseren
Tagen noch eine der größten Attraktionen des
Kölner Doms. Alljährlich am 23. Juli gedenken
die Stadt und das Erzbistum Köln der Übertragung der Gebeine.
20
Der angebliche Besitz der Skelette der drei
Könige war für Kaiser Friedrich Barbarossa
von erheblicher politischer Tragweite. Mit der
scheinbar gesicherten Tatsache, dass weltliche
Könige die ersten waren, die das Jesuskind anbeteten, ließ sich der Vorrang der weltlichen
Herrscher vor den Päpsten begründen. Abgesehen von den historischen Ungereimtheiten
hatte die Kirche wohl auch wegen dieser Argumentation zu keiner Zeit ein Interesse daran, Kaspar, Melchior und Balthasar heiligzusprechen. Die Volksfrömmigkeit scherte sich
nicht um solche Förmlichkeiten und verehrt sie
auch ohne offizielle Ernennung am 6. Januar
als die Heiligen Drei Könige. Sie sind Patrone der Stadt Köln, der Reisenden und der Pilger. Letzteres spiegelt sich in den Namen vieler
Gaststätten- und Herbergsbetriebe wider. Wenn
wir in einem Gasthof „(Drei) Krone(n)“ rasten,
in einem Restaurant „Zum Mohren“ einkehren
oder in einem Hotel „Stern“ übernachten, dann
sollten wir uns immer wieder an die biblische
Geschichte von den weitgereisten drei Magoi
erinnern.
kg
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Sanierung
Gemeinsam glauben – gemeinsam feiern
E
ine Gemeinde braucht einen Raum für den
Glauben, dafür haben wir hier in Aubing
unsere so schön renovierte Pfarrkirche. Sie
braucht auch einen Raum zum Feiern, für Gespräche und zum Pläne schmieden, einen Raum
für die Jugend und einen Raum für die Alten,
kurz Räumlichkeiten, die alle einladen und ihnen Heimat bieten. Unsere Pfarrkirche St. Quirin haben wir in den Jahren 2007 bis 2009 mit
Ihrer Unterstützung renoviert und wieder auf
Hochglanz gebracht, und nun steht das Pfarrheim zur Sanierung an, sicherlich nicht so
spektakulär, aber nicht weniger bedeutsam für
den Zusammenhalt einer Gemeinde.
Es lohnt sich, den Belegungsplan unseres
Pfarrheimes einmal genauer zu betrachten.
Err zeigt eindrucksvoll die vielfältigen Aktivitäten unserer Gemeinde. Für alle bietet das
Pfarrheim die räumlichen Möglichkeiten, um
sich zu entfalten. Weit über 40 verschiedene
Gruppierungen habe ich gezählt, die sich hier
mehr oder weniger regelmäßig treffen. Dabei sind singuläre Großveranstaltungen wie
Faschingsfeiern von Jung bis Alt, Fronleichnamsfest, Generationenpartys, Kartoffelfest,
Kirchentag, Kleidermarkt, Mitarbeiterfest,
Pessachmahl, Schwarz-Weiß-Ball, Solidaritätsessen, Theater, Weihnachtsbazar, etc. und
die vielen kleineren Veranstaltungen wie Fastenmeditationen, Frühstück nach dem Engelamt, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern und,
und, und noch gar nicht mitgezählt.
Wir alle haben dieses Pfarrheim genutzt, haben darin gefeiert und die Möglichkeiten, die
geboten wurden, genossen, und jetzt ist es an
der Zeit, etwas für die Zukunft zu tun.
Die Kirchenverwaltung hat im vergangenen Jahr begonnen, die entsprechenden Anträ-
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
ge beim strategischen Vergabeausschuss des
Ordinariats zu stellen. Nach einigen Anläufen
wurden die Anträge genehmigt und die weiteren Planungen konnten angegangen werden. In
einem Schreiben der Kirchenverwaltung an die
Leiter aller Gruppierungen, die im Pfarrheim
aktiv sind, wurden diese aufgefordert, mit ihren Mitgliedern Anregungen und Wünsche zu
sammeln und zurück zu melden. Gemeinsam
mit Vertretern der Kirchenverwaltung wurde
vom Ordinariat nach einer Ausschreibung das
Architekturbüro Andreas Holzapfel beauftragt,
ein Sanierungs- und Modernisierungskonzept
zu entwerfen. Schwerpunkte werden sicherlich
eine energetische Sanierung, eine Anpassung
von Toiletten und Küche an heutige Standards
sowie eine Modernisierung des Pfarrsaals
sein. In diesem Zusammenhang muss sicherlich auch die Gestaltung der Außenflächen
überdacht werden. Sobald hier substantielle Ergebnisse vorliegen, werden sie der Gemeindeöffentlichkeit vorgestellt. Auch wenn
das Ordinariat etwas mehr als die Hälfte der
Kosten trägt, kann die Sanierung nur gelingen,
wenn Sie sich alle engagieren: mit Ideen, Organisation von Aktionen – und ganz entscheidend
mit Ihren Spenden.
In naher Zukunft werden hoffentlich dank
engagierter Gemeindemitglieder zahlreiche Aktionen zum Spendensammeln stattfinden, die
Sie bitte möglichst großzügig unterstützen. Aber
vielleicht geben Sie sich auch einen Ruck und
unterstützen das Vorhaben mit einem Dauerauftrag von fünf, zehn oder mehr Euro monatlich. Das sind Beträge, die sicherlich für viele
gut verkraftbar sind, die die Planungssicherheit
stark verbessern und für viele Menschen, Junge und Alte, für die nächsten Jahrzehnte einen
21
Zusammenarbeit
Raum zur Entfaltung bieten. Wenn sich von unseren fast 4000 Gemeindemitgliedern nur die
Hälfte für ein bis zwei Jahre zu diesem Schritt
entschließen könnte, wären wir unserem Ziel
schon ein großes Stück näher.
In diesem Sinne: Antragsformulare für einen Dauerauftrag gibt es bei Ihrer Bank oder
Sparkasse!
Bankverbindung: Pfarrkirchenstiftung
St. Quirin – Konto Pfarrheimmodernisierung
Genossenschaftsbank e.G. München
IBAN: DE49 7016 9464 0000 0453 30
BIC: GENODEF1M07
Wolfgang Lindner
Pfarrverbandswochenende in Dillingen
D
as traditionelle Einkehr- und Planungswochenende des Pfarrgemeinderats St. Quirin fand vom 17. bis 19. Oktober 2014 erstmalig offiziell als gemeinsames Wochenende
mit Vertretern beider Gemeinden als Pfarrverbandsveranstaltung statt. Unter dem Motto „Pfarrverband werden“ fuhren gemeinsam
mit Pater Abraham, Pater Bright und Gerhard
Liebl neun Mitglieder des PGRs und der Kirchenverwaltung von St. Michael – leider waren kurzfristig vier Teilnehmer aus Lochhausen
erkrankt – und 19 Teilnehmer aus St. Quirin
nach Dillingen. Begleitet und moderiert wurde
das Wochenende von zwei Gemeindeberatern,
Dr. Judith Müller und Markus Grimm. Obwohl
schon im vergangenen Jahr einige Gemeindemitglieder aus St. Michael dabei waren, war es
spannend, wie die offizielle „Premiere“ gelingen würde.
Der Freitagabend diente der Vorstellung der
Teilnehmer bzw. deren Werdegang in den jeweiligen Gemeinden. Durch die von den Gemeindeberatern gewählte Form der „Aufstellung“ nach den unterschiedlichsten Kriterien
im Raum fanden sich schnell Anknüpfungspunkte für Gespräche. Beim geselligen Ausklang des Abends im „Stüberl“ wurden dann
die Gespräche fortgeführt, neue Kontakte ge22
knüpft bzw. bestehende ausgebaut. Der eine
oder andere fand sich am Samstag nach einer
Nacht mit eher wenig Schlaf bei der Morgenandacht ein, die auch heuer von Gerhard Liebl
gestaltet wurde.
Nach dem Frühstück wurden die unterschiedlichen Sichtweisen auf die eigene und
die jeweils andere Pfarrei thematisiert, um
Individualität und Besonderheiten der beiden
Gemeinden deutlich zu machen. Dazu wurden in pfarreiinternen Zweiergruppen aus einer Vielzahl verschiedener Fotos immer ein bis
zwei Bilder für die Sicht auf die eigene und die
Nachbarpfarrei ausgewählt und anschließend
im Plenum vorgestellt. Hier wurde schnell
sichtbar, dass sowohl die Innen- wie auch die
Außensicht innerhalb der jeweiligen Pfarreien
relativ ähnlich ausfiel, der Blick auf die jeweils
andere Pfarrei jedoch deutliche Unterschiede
aufwies.
Im weiteren Verlauf gelang es zunehmend,
unterschiedliche Sichtweisen und Differenzen
anzusprechen, zu diskutieren und teilweise
auch zu klären. Dabei entpuppte sich das eine
oder andere Problem auch als Missverständnis, was besonders deutlich gemacht hat, dass
innerhalb des Pfarrverbands – wie auch in anPfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Fertig
deren Bereichen – das offene Gespräch durch
nichts zu ersetzen ist.
Nach dem Essen, einer Mittagspause zur
freien Verfügung und einem Kaffee im sonnigen herbstlichen Garten des Tagungshauses der
Dillinger Franziskanerinnen traf sich die ganze
Gruppe nachmittags zur nächsten Arbeitseinheit.
Die Struktur des neuen Pfarrverbandes sollte besprochen werden. Eine Vielzahl von Aktivitäten beider Pfarreien wurde gesammelt
und nach bereits bestehenden Gemeinsamkeiten auf Pfarrverbandsebene überprüft. Dabei
stand unter anderem auch die Entlastung von
Pater Abraham angesichts der großen Zahl an
abendlichen Sitzungen im Vordergrund. Wichtige Voraussetzung dafür ist das Vertrauen in
die Arbeit der verschiedenen Gruppierungen.
Pater Abraham erstellte in der großen Runde
mit bewundernswertem Schwung und Engagement gemeinsam mit seinen hauptamtlichen
Mitarbeitern Pater Bright und Gerhard Liebl
eine Liste, bei welchen Terminen die Anwesenheit und Mitarbeit Pater Abrahams bzw. Pater
Brights oder Gerhard Liebls erforderlich bzw.
wünschenswert wäre. Diese Zusammenstellung wurde dann in großer Runde und großem
Einvernehmen Aller durchgesprochen.
Bei den Gesprächen am Abend entstanden
wie häufig – losgelöst von Tagesordnung und
Pfarreigrenzen – viele gute Gespräche mit neuen Ideen und einem regen Austausch in vielen
gemeindlichen und privaten Bereichen.
Vor der Abschlussreflexion und dem Gottesdienst stand am Sonntag noch ein Tagungspunkt zur Diskussion, nämlich der grundsätzliche Fortbestand des Wochenendes. Dabei
wurde in einer angeregten Diskussion die große Bedeutung für St. Quirin deutlich und man
kam überein, das Wochenende als offenes Angebot für Interessierte beider Pfarreien weiter
anzubieten.
Von allen Anwesenden wurde in der
Schlussrunde das Wochenende als positives
Erlebnis empfunden, trotz des deutlich gewordenen großen zeitlichen Aufwands, den das
„Freischaufeln“ eines ganzen Wochenendes für
jeden Einzelnen bedeutete.
Annette Lindner
Pfarrheim St. Michael – erweitert und umgebaut
E
in lange ersehntes Ziel der Pfarrei St. Michael war es, neben der Kirche auch ein
Haus für menschliche Begegnungen zu haben. Schon 1968 hatte der damalige Pfarrer,
Leopold Schottkowski, versucht, vom Erzbischöflichen Baureferat Mittel für den Bau eines Pfarrheims zu bekommen. Dieser Wunsch
wurde dann 1973 endlich erfüllt, und so konnte nach einer Bauzeit von sieben Monaten das
Pfarrheim am 15. Dezember 1973 feierlich
eingeweiht und eröffnet werden. Dabei übergab der ortsansässige Architekt, Michael Bit-
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
tenbinder, der Pfarrgemeinde den Schlüssel
für das von ihm gestaltete und auch nach den
Wünschen des Ordinariats erbaute Pfarrheim.
In Vertretung von Weihbischof Tewes würdigte der Domkapitular Bauer diese „Stätte menschlicher Begegnung“ als „schlicht,
zweckmäßig, ohne Überflüssiges“, die aber
viel Gemütlichkeit ausstrahle. Die Pfarrgemeinde hat das neue Haus gerne angenommen
und mit Leben durch vielfältige Veranstaltungen erfüllt.
23
Seit etlichen Jahren kam von vielen Nutzern
des Pfarrheimes immer wieder der Wunsch einer ebenerdigen Behindertentoilette und einer
Wickelmöglichkeit für Babys und Kleinkinder.
Nach vielen Überlegungen, Beratungen und
letztendlicher Sicherstellung der Finanzierung
konnte die Kirchenverwaltung mit Pfarrer Dr.
Jure Zirdum diesem Wunsch nachkommen.
Das Architekturbüro Gallus Faller aus Pasing
fertigte die Pläne und übernahm die Bauleitung
für die gelungene Erweiterung des Pfarrheimes
mit einem großzügigeren Foyer mit Garderobe sowie einem behindertengerechten Sanitärraum im Erdgeschoss.
Für diesen „kleinen“ Erweiterungsbau und
Umbau waren genau so viele Gewerke wie für
einen „normalen“ Neubau erforderlich und der
Koordinationsaufwand, das Neue mit dem Bestand zu verbinden, war sehr umfangreich.
Doch diese Baustelle hatte noch weitere
Tücken, da es sich bei einem öffentlichen Gebäude um einen Sonderbau handelt. So kamen
weitere sehr kostenintensive Maßnahmen hinzu:
Einhaltung bzw. Umsetzung von sehr umfangreichen Auflagen der Branddirektion;
Überprüfung und Bodenuntersuchung gemäß
Denkmalschutzgesetz wegen evtl. Bodendenkmäler; Einholung eines Gutachtens bezüglich
der Statik; Bodenbohrungen und Erstellung eines gewaltig dimensionierten Fundaments für
den Anbau, da es sich bei dem Gelände um die
zugeschüttete Baugrube des Pfarrheimes handelt.
verlegt werden. Diese Räume sind jetzt mit
Fenstern bis zum Boden und Glastüren, die in
den Pfarrgarten hinausführen, ausgestattet und
haben dadurch eine erhebliche Aufwertung erfahren.
Da in über vier Jahrzehnten der Zahn der
Zeit auch an unserem Pfarrheim genagt hat,
wurde die Ferienzeit für die Durchführung von
Instandhaltungsmaßnahmen und Schönheitsreparaturen im Innenbereich genutzt.
Den Abschluss der Arbeiten bildeten bzw.
bilden noch die Außenarbeiten, wie ein barrierefreier Zugang, ordentliche Wege von den
Notausgängen durch den Pfarrgarten, die Umgestaltung des Vorgartens und der Parkplätze.
Wir freuen uns, wenn auch Sie – gegen einen
günstigen Kostenbeitrag – unser Raumangebot
nutzen, wie z. B. den Saal – mit oder ohne Küche – oder die Kegelbahn, die mit einem neuen
Anlaufpodest und weiteren Maßnahmen renoviert wurde, und auch das „Keglerstüberl“. Auskünfte erhalten Sie über unser Pfarrbüro.
Wilhelm Denk, Kirchenpfleger St. Michael
Nachdem im Untergeschoss in sämtlichen
Räumen Fluchtmöglichkeiten durch Türen ins
Freie gefordert wurden, mussten die bestehenden Fensterelemente in den Gruppenräumen
ausgebaut, Wände abgetragen und Heizkörper
24
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Ökumene
Der Ökumenische Rat jetzt auch orthodox
E
s dürfte wohl auch in Lochhausen bekannt
sein, dass die rumänisch-orthodoxe Metropolie München, mit Weihbischof Sofian von
Kronstadt an der Spitze, in den kommenden
Jahren an der Kastelburgstraße in Aubing ein
neues Kirchenzentrum bauen wird. Die formelle Grundsteinlegung fand bereits 2013 statt und
die Grundstücksverhandlungen sind soweit abgeschlossen, dass der Baubeginn näher rückt.
Schon bei der Grundsteinlegungsfeier haben die Vertreter von St. Quirin ihre künftigen
Nachbarn herzlich willkommen geheißen. Die
sehr erfreuliche Beteiligung der rumänischorthodoxen Gemeinde München am ökumenischen Kirchentag 2012 mit einer orthodoxen
Vesper zum Auftakt des Kirchentags und einem
Vortrag über orthodoxe Klöster, den Weihbischof Sofian in St. Michael gehalten hatte, war
für den Ökumenischen Rat Aubing-Neuaubing
-Westkreuz-Lochhausen ein Impuls, der rumänisch-orthodoxen Metropolie München die
Gastmitgliedschaft im Rat anzubieten. Weihbischof Sofian hat die Einladung dankend angenommen und Pfarrer Mihail Baku als Vertreter
im Rat benannt.
Er nahm am 13. November 2014 zum ersten Mal an einer Sitzung des Rats teil. In seiner
kurzen Vorstellung erzählte Mihail Baku, dass
er verheiratet sei und mit seiner Frau zwei Kinder habe. Er sei „nur“ ehrenamtlicher Pfarrer,
was aber bei der Finanzierung der Pfarrgehälter ausschließlich über Spenden derzeit nicht
anders möglich sei. Deshalb sei es von Vorteil,
dass er im weltlichen Beruf als Bankangestellter in Ingolstadt arbeiten könne.
Die Sitzungsteilnehmer waren nicht nur von
seiner lockeren und freundlichen Art sehr angenehm überrascht, sondern auch von seinem
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Vortrag über orthodoxe Frömmigkeitsformen,
der einen sehr interessanten Einblick in uns
doch zumindest schwer zugängliche Gesten
und Riten der Orthodoxie erlaubte. Am meisten
haben sicher die Unverkrampftheit und Selbstverständlichkeit beeindruckt, mit der Pfarrer
Baku über die Bedeutung von Kreuzzeichen,
Verneigungen im Kirchenraum, orthodoxe Eucharistiefeier und das familiäre religiöse Leben
in der rumänischen Orthodoxie sprach. Manches davon würden katholische oder evangelische Christen vielleicht spontan und vorurteilshaft als „bigott“ abtun. Die überzeugende
Haltung von Pfarrer Baku hat dies sicher stark
relativiert.
Die Mitglieder des Rats freuen sich auf die
neue Zusammenarbeit, die sicher auch beim
bereits beschlossenen Ökumenischen Kirchentag im Juni 2017 ihren Niederschlag finden
wird.
kb
Bildmitte: Weihbischof Sofian
25
Segen
Segen bringen, Segen sein
„Die Sternsinger kommen!“ heißt es Anfang Januar in unseren Pfarrgemeinden St.
Quirin und St. Michael. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B*15“ bringen die Mädchen
und Jungen in den Gewändern der Heiligen
Drei Könige den Segen „Christus segne dieses
Haus“ zu den Menschen in Aubing, Lochhausen und Langwied und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.
Mit ihrem Motto „Segen bringen, Segen
sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den
Philippinen und weltweit!“ machen die Sternsinger darauf aufmerksam, wie wichtig eine
ausgewogene Ernährung für die Entwicklung
von Kindern überall auf der Welt ist. Beispielland der Aktion sind die Philippinen. Hierzu
gibt es im Internet unter www.sternsingen.de/
film den Sternsingerfilm 2015 „Unterwegs für
die Sternsinger: Willi auf den Philippinen“ von
und mit Willi Weitzel.
Doch nicht nur unter- und mangelernährte
Kinder profitieren vom Einsatz der kleinen und
großen Könige in Deutschland. Kinder in mehr
als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in
Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion
unterstützt werden. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern sorgen
die Sternsinger mit ihrem Engagement für die
Linderung von Not in zahlreichen Projektorten
in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und
Osteuropa.Unterstützen auch Sie diese Aktion
und öffnen Sie den Sternsingern Ihre Tür!
St. Quirin
Die Sternsinger sind unterwegs am Sonntag, 4. Januar 2015, und am Montag, 5. Januar
2015, jeweils von 10 Uhr bis 12:30 Uhr und
von 13 Uhr bis 16 Uhr. Eine genaue Straßen26
einteilung finden Sie ab Weihnachten in den
Infokästen der Pfarrei. Weihrauchpäckchen
werden nach den Gottesdiensten am 6. Januar
vor der Kirche verkauft. Wenn Sie außerhalb
von St. Quirin oder in den Wohnanlagen an der
Gilchinger, Wildenrother oder Kastelburgstraße wohnen und sich über den Besuch der Sternsinger freuen, melden Sie sich bitte bei Christa
Feht, Telefon 88 99 87 59, oder tragen sich in
der Kirche am Schriftenstand in die Liste ein.
Liebe Kinder, jeder ab der 3.Klasse, der sich
für eine gute Sache einsetzen möchte, ist willkommen, mitzumachen. Es macht Spaß und
bringt Erfahrung. Anmeldeformulare liegen in
der Kirche oder meldet Euch bei Christa Feht.
St. Michael
Die Sternsinger von St. Michael möchten
2015 vom 3. bis 6. Januar wieder alle Haushalte in der Pfarrei besuchen, eine Anmeldung ist
nicht mehr erforderlich. Eine genauere Einteilung, wann die Sternsinger in Ihre Straße kommen, finden Sie ab Weihnachten in den Schaukästen am Pfarrhaus und an der Kirche.
Die Umsetzung ist jedoch abhängig davon,
wie viele Kinder und Begleiter sich finden, die
als Sternsinger den Segen zu den Menschen
bringen. Liebe Kinder, wenn ihr dabeisein
wollt, meldet euch bitte bei Carolin Schwarz,
Heuglinstraße 29, Telefon 089/864 33 39 oder
kommt am 28.Dezember 2014 um 10 Uhr zum
Üben ins Pfarrheim St. Michael.
bk
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
In Kürze
Vermischtes
J
ahresplanung 2015. Es ist seit vielen Jahren der gleiche Ablauf: Bis zur Herbstkonferenz des Pfarrgemeinderats werden in
St. Quirin die Termine und Veranstaltungen
des kommenden Jahres in einer großen Liste eingetragen, aufeinander abgestimmt und
schließlich beschlossen. Da gerade eine solch
langfristig angelegte Planung für Änderungen
und Erweiterungen einerseits flexibel bleiben
muss, andererseits möglichst jeweils auf dem
tagesaktuellen Stand sein sollte, übernimmt
das Pfarrbüro die Planung als Datei und pflegt
die Änderungen ein. Theoretisch, und so ist es
gedacht, sollten damit alle Nutzer dieser Planung auf die gleichen zuverlässigen Angaben
zurückgreifen können. Es liegt auf der Hand,
dass die Zuverlässigkeit ganz wesentlich davon
abhängt, wie gut das Zusammenspiel der Nutzer mit dem Pfarrbüro funktioniert. Nach einer
Anlaufphase, bei der auch ganz unterschiedliche Vorstellungen von Planung zu Tage getreten sind, haben die zuständigen Gremien heuer
im Herbst erstmals eine gemeinsame Planung
beschlossen und die daraus entstandene Datei
dem Pfarrbüro in St. Quirin übergeben. Auch
wenn die schon angedeutete, notwendige Disziplin für manche Nutzer noch etwas ungewohnt ist, wird herzlich gebeten, sich auf die
eingespielten und erprobten Regeln einzulassen. Alle werden letztlich davon einen Vorteil
haben, nicht zuletzt die Christen in den beiden
Gemeinden, die „nur“ mit einer zuverlässigen
Wochenordnung rechnen. Also: Wenn in St.
Michael eine Veranstaltung neu beschlossen
oder etwas in der aktuellen Planung geändert
werden soll, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro St. Michael und teilen Sie dort Ihre Wünsche mit. Das Pfarrbüro wird sich dann mit
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
dem Pfarrbüro St. Quirin abstimmen. Vielen
Dank für Ihr Verständnis. (kb)
Schwarz-Weiß-Ball in St. Quirin. Seit
zehn Jahren findet in St. Quirin, meist zum Faschingsauftakt, ein Schwarz-Weiß-Ball statt,
der 2004 in einer faschingsmüden Phase sozusagen als Kontrastprogramm zum üblichen Fasching „erfunden“ wurde. Er ist für „Maskenmuffel“ gedacht, die aber durchaus Freude an
einem festlichen Abend mit guter Musik zum
Tanzen (Bigband Munich Swing Junction) und
einem gediegenen Abendessen haben. Im kommenden Jahr findet der Schwarz-Weiß-Ball am
Samstag, 24. Januar 2015, um 19 Uhr statt. Die
Anmeldung mit Platzreservierung und gleichzeitiger Bezahlung (35 € für 3-Gänge-Menü
und Begrüßungsgetränk) ist nur möglich am
7. und 8. Januar 2015, jeweils zwischen 16:30
und 18:30 Uhr im Pfarrzentrum St. Quirin. Ein
Hinweis für alle, die zum ersten Mal kommen
möchten: Ein sehr großer Teil der Gäste meldet
sich bereits am ersten Tag an. (kb)
Weihnachtskonzert in St. Quirin. Zum
Abschluss der diesjährigen Serie „Konzerte in
St. Quirin“ laden der Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V. und der Förderverein
St. Quirin sehr herzlich zu einem Weihnachtskonzert am Samstag, 20. Dezember 2014, um
19:30 Uhr in die Pfarrkirche St. Quirin ein. Es
wird unter dem Titel „O Magnum Mysterium“
musikalisch gestaltet von dem Münchner Vokalensemble „The Quartbreakers“ und dem
Instrumentalensemble „Trio Salto Bavarese“.
Es ist nicht zu viel versprochen, zu behaupten,
dass dieses Konzert ein besonderer musikalischer Leckerbissen sein wird. Der Eintritt ist
27
frei, um Spenden zur Deckung der Kosten wird
jedoch herzlich gebeten. (kb)
Pfarrverbandsrat. Nachdem der Pfarrverband St. Quirin und St. Michael zum 1. September 2014 offiziell gegründet wurde, fand
am 23.Oktober 2014 die konstituierende Sitzung des Pfarrverbandsrates statt.
Der Pfarrverbandsrat (PVR) wird, im Gegensatz zum Pfarrgemeinderat (PGR), nicht direkt von der Gemeinde gewählt. Die Amtszeit
beträgt vier Jahre. Er setzt sich zusammen aus
den Mitgliedern des Seelsorgeteams, den beiden PGR-Vorsitzenden und weiteren Delegierten aus den Pfarrgemeinderäten. Solange kein
Gremium für den gemeinsamen Haushalt des
Pfarrverbandes besteht, nimmt an den Sitzungen des PVR bis auf weiteres je ein Vertreter
der beiden Kirchenverwaltungen teil.
Dem PVR St. Quirin und St. Michael gehören an: Pater Abraham Nedumthakidy, Pater
Bright Jacob, Gerhard Liebl, Monika Holzapfel, Gabriele Beck, Cordula Lerche, Angela Niedhammer (Vorsitzende), Theresa Reber
(Schriftführerin), Ortrud Richter (stellvertretende Vorsitzende), Regina Uelses und Manfred Wohner. Die beiden Vertreter der Kirchenverwaltungen werden noch benannt.
Mit der Bildung des PVR soll im Pfarrverband keine Doppelstruktur entstehen. Die
Arbeit des PVR folgt dem Prinzip der Subsidiarität: Zusammenarbeit, wo nötig, Eigenständigkeit, wo möglich. In allen Fragen, die
den Pfarrverband betreffen, ist der PVR dazu
da, die Arbeiten zu koordinieren und beratend
oder beschließend mitzuwirken.
Die Sitzungen des PVR finden mindestens
einmal im Vierteljahr statt. Sie sind öffentlich,
soweit nicht Personalangelegenheiten beraten
werden oder der PVR eine nicht-öffentliche
Sitzung beschlossen hat. (bk)
28
Sebastianitag in Aubing. So manche Aubinger, die erst in den letzten Jahren hierher gezogen sind, vielleicht auch so manche Mitglieder der Gemeinde St. Michael in Lochhausen
werden sich schon einmal gefragt haben: Warum eigentlich wird in St. Quirin Jahr für Jahr
gerade der Festtag des Hl. Sebastian besonders
gefeiert? Nun, der Hl. Sebastian ist seit alters
her der Schutzheilige gegen die Pest. Vor 160
Jahren, im Sommer 1854, war es zwar nicht
mehr die Pest, die in München und auch in
Aubing wütete. Damals schlug die Cholera zu,
eine ähnlich heimtückische Seuche, die zahlreiche Opfer in der damals noch selbständigen
Gemeinde Aubing forderte. In ihrer Angst vor
der unerklärlichen Krankheit wandten sich die
Aubinger an den Hl. Sebastian und beteten um
seine Fürsprache. Im Dezember 1854 schließlich erlosch die Seuche in der Gemeinde. Die
Menschen waren dem Heiligen dankbar, und
es entstand eine Tradition, den Festtag Sebastiani (20. Januar) in besonderer Weise zu feiern. Diese Tradition geriet im Lauf der Zeit in
Vergessenheit und wurde erst seit 1980 wieder
neu belebt. Die Feier des Sebastianitages findet diesmal am Sonntag, dem 25. Januar statt.
Am Festgottesdienst um 11 Uhr werden auch
die Fahnenabordnungen der Vereine teilnehmen. Die musikalische Gestaltung übernimmt
der Kirchenchor St. Quirin unter Leitung von
Michael Leyk und – auch das inzwischen eine
gute ökumenische Tradition – unterstützt vom
Bläserkreis der evangelischen Adventskirche.
Anschließend sind alle ganz herzlich zur gemeinsamen Feier ins Pfarrheim eingeladen.
(mg)
Kleinkinder-Kirche in St. Michael. Im
neuen Jahr wird es auch in St. Michael nach
längerer Pause wieder eine Kleinkinder-Kirche
geben. Eingeladen sind alle Eltern mit ihren
Kindern im Kindergartenalter am 18. Januar
2015 und am 8. März 2015 jeweils um 11 Uhr
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
ins Pfarrheim. Wenn Sie noch Fragen haben
oder sich gerne im Team der Kleinkinder-Kirche engagieren wollen, melden Sie sich bitte
bei mariafaber@web.de. (bk)
Töpferkurse zugunsten der Pfarrheimsanierung von St. Quirin. Ton ist ein wundervoller Werkstoff. Er setzt der Kreativität (fast)
keine Grenzen, wenn man damit richtig umgehen kann. In der Zeit vom 15. Januar bis 5. Februar 2015 bietet die Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin Elisabeth Kardel deshalb
einen Töpferkurs an. Die Kursgebühr von 50 €
wird als Spende für die Pfarrheimrenovierung
abgeführt. Als Materialkosten fallen noch ca.
15 € bis 20 € an.
Die Kurse finden statt am 8. Januar, 22. Januar, 29. Januar, 5. Februar und 12. Februar
2015, jeweils von 18 bis 22 Uhr, Kernzeit etwa
2 Stunden. Die Teilnehmerzahl ist auf acht Personen begrenzt. Wer Interesse hat, möge sich
bitte bei Frau Kardel unter Tel. 863 11 14 anmelden. (Lisa Kardel)
Weg der Stille – Einladung zu Hinführungsabenden in Meditation. Aus der Sehnsucht des Menschen nach innerer Ruhe, nach
der Quelle des Lebens, nach der Begegnung
mit Gott sind viele Gebetswege entstanden.
Dazu gehören auch verschiedene Wege der
Meditation, von der Betrachtung eines Bildes, eines Symbols oder eines Schrifttextes
bis hin zu der Meditation, die alle Bilder und
Gedanken loslässt, um schweigend vor Gott
da zu sein. Meditation, wie wir sie verstehen,
ist eine Einübung der Achtsamkeit, in der wir
frei werden können für das Hören auf Gott.
Die Konzentration auf jeden Atemzug in der
Atemmeditation oder auf den je einen Schritt
in der Gehmeditation sind gleichsam die Anker, um in dieses innere Schweigen und das
Gegenwärtig-Sein, das damit verbunden ist, zu
gelangen und darin zu verweilen. So sind diePfarrbrief St. Quirin und St. Michael
se Übungen bereits ein „armes“, inneres Beten,
das nicht selber etwas erreichen will, sondern
darauf vertraut, dass in unserem Innern, in unserem Seelengrund, sich die wahre Verwandlung vollzieht, die uns einbeziehen will in die
dreifaltige Liebe Gottes. Die Jesus-ChristusMeditation oder das Herzensgebet, in dem wir
den Atem mit dem Namen Jesus Christus verbinden, verstärkt und vertieft dieses innere Beten. Wir wollen nichts erreichen oder machen,
sondern überlassen uns dem Finger Gottes, der
uns führt. Das meditative innere Gebet aber
braucht immer wieder Ermutigung und vor
allem regelmäßige Übung, was in der Gruppe
leichter fällt. Wir treffen uns deshalb regelmäßig, um gemeinsam zu üben, uns gegenseitig
zu bestärken und im Gespräch Erfahrungen
und Schwierigkeiten zu klären. Wer Interesse
an diesem Gebetsweg hat, ist herzlich in unserem Meditationskreis willkommen. Für alle,
die noch keine Erfahrung in Meditation haben,
finden im neuen Jahr drei kostenlose Hinführungsabende zur Meditation statt. Die Abende
hält Bernhard Harbrecht, der den Meditationskreis St. Quirin leitet. Er gibt auch gern weitere Informationen zu den Abenden: Telefon
089/ 86 20 65 52. Die Meditationsabende finden statt am 20. Januar, 27. Januar und 10. Februar 2015, jeweils zwischen 20 und 22 Uhr,
im Mehrzweckraum des Kindergartens von St.
Quirin. Interessenten können sich bis 16. Januar 2015 im Pfarrbüro St. Quirin (Tel. 89 13 66
910) anmelden. (Bernhard Harbrecht)
Erstkommunion 2015. In den vergangenen
Wochen haben die Kinder, die derzeit in der
dritten Jahrgangsstufe den katholischen Religionsunterricht in der Aubinger oder Lochhausener Grundschule besuchen, einen Einladungsbrief zur Erstkommunion erhalten. Wir bitten
die Eltern, deren Kind eine andere Schule besucht, aber in St. Quirin oder St. Michael zur
Erstkommunion gehen möchte, sich bitte bald
29
bei uns zu melden. Auch wenn ein Kind im
entsprechenden Alter noch nicht getauft ist, Sie
oder Ihr Kind aber dies jetzt wünschen, freuen
wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.
Die Feier der Erstkommunion findet in St.
Quirin am Sonntag, 10. Mai 2015, um 10 Uhr
und in St. Michael am 14. Mai 2015 (Christi
Himmelfahrt) um 10 Uhr statt. Für Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung. Für St.
Quirin: Angela Niedhammer, Tel. 863 47 61;
Mobil 0176-25 46 85 46; E-Mail: angela-niedhammer@web.de. Für St. Michael: Andreas
Sedlmair, Tel. 864 41 38; E-Mail: sedlmaira@
web.de (Angela Niedhammer)
Firmung 2015. Alle Jugendlichen aus der
Pfarrei St. Quirin, die zurzeit die 8. Klasse
besuchen bzw. im Jahre 2010 Erstkommunion hatten, laden wir herzlich ein, sich zur
Vorbereitung auf die Firmung anzumelden.
Die Firmung wird am Samstag, 16. Mai 2015,
stattfinden. Wir bitten die Jugendlichen, sich
persönlich am Mittwoch, 7. Januar, oder am
Donnerstag, 8. Januar 2015, jeweils zwischen
17 und 19 Uhr im Pfarrheim anzumelden. Der
Informationsabend für die Eltern ist am Mittwoch, 11. Februar 2015, um 20 Uhr im Pfarrheim geplant. Das Auftakttreffen für alle Jugendlichen zum ersten Kennenlernen findet
am Montag, 23. Februar 2015, ebenfalls im
Pfarrheim statt. Alle Jugendlichen, die im Jahr
2010 in St. Quirin ihre Erstkommunion gefeiert haben, bekommen eine Einladung zugesandt. Alle Jugendlichen die ihre Erstkommunion nicht in St. Quirin hatten, aber heuer hier
zur Firmung gehen möchten, bitten wir, sich im
Pfarrbüro zu melden (Tel. 89 13 66 910). (mg)
Begreift ihr meine Liebe? Zum Weltgebetstag von den Bahamas. Was machen Sie
am ersten Freitag im März? Auf der ganzen
Welt wird an diesem Tag der Gottesdienst zum
Weltgebetstag gefeiert, der 2015 von Frauen
30
der Bahamas vorbereitet wurde. Große Vielfalt auf kleinem Raum: So könnte ein Motto
der Bahamas lauten. Der Inselstaat zwischen
den USA, Kuba und Haiti besteht aus 700 Inseln, von denen nur 30 bewohnt sind. Seine
rund 372.000 Bewohnerinnen und Bewohner
sind zu 85% Nachfahren der ehemals aus Afrika versklavten Menschen. Traumstrände, Korallenriffe und glasklares Wasser machen die
Bahamas zu einem Sehnsuchtsziel für Tauchbegeisterte und Sonnenhungrige. Die Bahamas
sind das reichste karibische Land und gehören
zu den hochentwickelten Ländern weltweit.
Aber es gibt auch Schattenseiten im karibischen Paradies: Die Bahamas sind extrem
abhängig vom Ausland (besonders vom Nachbarn USA) und erwirtschaften über 90% ihres Bruttoinlandsprodukts im Tourismus und
in der Finanzindustrie. Der Staat ist zunehmend verschuldet; zweifelhafte Berühmtheit
erlangte er als Umschlagplatz für Drogen und
Standort für illegale Finanz-Transaktionen.
Sonnen- und Schattenseiten ihrer Heimat –
beides greifen die Weltgebetstagsfrauen in ihrem Gottesdienst auf. Sie danken darin Gott für
ihre atemberaubend schönen Inseln und für die
menschliche Wärme der bahamaischen Bevölkerung. Gleichzeit wissen sie, wie wichtig es
ist, dieses liebevolle Geschenk Gottes engagiert zu bewahren.
Begleiten Sie uns auf eine interessante Reise in die Karibik!
Für den Pfarrverband St. Quirin und St. Michael finden zum Weltgebetstag folgende Veranstaltungen statt: 5. Februar 2014, um 19:30
Uhr Einstimmabend mit ersten Informationen
zu Land und Leuten (Gemeindezentrum Bartimäus, Giggenbacherstr. 20); 6. März 2015 um
19:30 Uhr Gottesdienst im Gemeindezentrum
Bartimäus mit anschließendem gemütlichem
Beisammensein; 6. März 2015 um 19 Uhr
Gottesdienst in St. Konrad mit anschließender
Nachfeier. (bk)
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Taizégesänge aus dem Gotteslob – eine
ökumenische Meditation. Die wunderbaren
vierstimmigen Gesänge der ökumenischen
Communauté de Taizé werden begleitet vom
Lochhausener Singkreis und einem zehn Instrumente umfassenden Ensemble unter Leitung
von Dieter Birmann. Sie verbinden sich mit
besinnlichen Texten und Gebeten der Sprecherinnen Gabriele Beck (Textauswahl) und Ingrid
Wegrampf zu einer abendlichen Meditation,
die am Freitag, 15. März 2015 um 21 Uhr in
der Pfarrkirche St. Michael, Lochhausen, stattfindet. Zum Hören, Beten und Mitsingen der
Gesänge laden seit 2003 einmal im Jahr die
Gemeinden des Evangelischen Gemeindezentrum Bartimäus und der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Lochhausen gemeinsam
herzlich ein. Erste Gottesdienste mit TaizéGesängen wurden 1998 und 1999 im Gemeindezentrum mit großem Anklang gefeiert. Für
2015 werden die Gesänge aus dem Gotteslob
ausgewählt – eine ergänzende Einführung in
das neue Gesangbuch und umweltfreundlicher
Verzicht auf Liedblätter. Ab 20 Uhr besteht die
Möglichkeit, bereits vorweg die vierstimmigen
Sätze mitzusingen. (Dieter Birmann)
Das Taizé-Ensemble 2013, Foto: Birmann
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Die Theatergruppe St. Quirin feiert
25-jähriges Jubiläum. Die Theatergruppe hat
mit den Proben zur 25. Aufführungssaison ihres Bestehens begonnen. Zu diesem Jubiläum
wird die Komödie „Theater, Theater!“ von Michael Frayn aufgeführt. Mit diesem anspruchsvollen Stück wollen wir unserem Publikum,
das uns teilweise schon seit unserem Bestehen
die Treue hält, ein besonderes Highlight bieten und uns bedanken. Die Entwicklung unserer Theatergruppe aus dem Stand bis heute
ist geprägt von dem Bemühen, unserem Publikum eine kurzweilige, aber anspruchsvolle
Unterhaltung zu bieten. Wir haben Stücke aus
vielen Genres auf die Bühne gebracht – volkstümliche Lustspiele, Boulevard-Komödien
und klassische Lustspiele. Stücke von vielen
bekannten Autoren sind darunter: Landsdorfer, Bach, Laufs, Arnold, Schönthan, Jacoby,
Goetz, Labiche, Nestroy, Gogol, Kesselring,
Chase, Wilde, Kishon, Goldoni und natürlich
Ludwig Thoma, der unsere besondere Verehrung genießt. Die Theatergruppe St. Quirin
zählt derzeit 35 Mitglieder, darunter 20, die
auf der Bühne und acht, die hinter der Bühne
und in der Küche tätig sind. Es gibt noch einen kleinen Kreis von Schauspielerinnen und Schauspielern, die schon bei
der ersten Aufführung 1991 mit dabei
waren und heute immer noch auf der
Bühne stehen. Über die Tatsache, dass
immer wieder junge Leute zu uns stoßen, freuen wir uns natürlich besonders. So sind sechs Schauspielerinnen
und Schauspieler jünger als 30 Jahre.
Dadurch haben sich unsere Auswahlmöglichkeiten von Stücken erheblich
erweitert. So konnten wir die Stücke
‚Der Trauschein‘, ‚Die Brasilianische
Rose‘ oder ‚Mirandolina‘ authentisch
besetzen. Nicht vergessen werden sollten bei
diesem kleinen Rückblick die zwölf Leseaben31
Einladung
de, die jeweils im November durchgeführt
wurden und meist am Schaffen bestimmter
Autoren oder thematisch orientiert waren. Mit
dabei waren Texte der Autoren Eugen Roth,
Ludwig Thoma, Loriot, Karl Valentin, Erich
Kästner, Wilhelm Busch, Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern und
Weiß Ferdl, oder es wurden Gedichte aus Klas-
sik und Romantik oder Texte und Gedichte von
Münchener Originalen vorgetragen. Aufführungstermine für „Theater, Theater!“ sind am
8. bis 10. Mai und 13. bis 17. Mai 2015. (Hermann Müller)
(Text nach Drucklegung geändert)
Geistliches Angebot in der Fastenzeit 2015
5 Abende, jeweils Donnerstag, vom 26.2. bis 26.3., jeweils von 19.30 bis 21.00 Uhr
Im Licht biblischer Texte wollen wir das persönliche Leben und das Leben in und mit der Gemeinde bedenken.
Es soll um die folgenden Themen gehen: Nächstenliebe und Gerechtigkeit; dankbar das Leben als
Geschenk annehmen; Hoffnung und Mut zum Aufbruch; Gemeindeleben gestalten zur Auferbauung aller; in der Versammlung um den Herrn die Mitte finden.
1. Abend, 26. Februar 2015
Jes 58, 6-10: „Das ist ein Fasten, wie ich es liebe.“
Nicht Opfer, sondern Barmherzigkeit; Kirche an den Rändern der Gesellschaft
Referent: Dr. Josef Steiner / Pfarrsaal St. Quirin
2. Abend, 5. März 2015
Dtn 26, 5-11: „... dann sollst du fröhlich sein und dich freuen.“
Dankbarkeit – das Fundament des Glaubens
Referent: Ernst Obermayer / Pfarrheim St. Michael
3. Abend, 12. März 2015
Lk 5, 1-11: „Fahr hinaus ...!“
Sich rufen lassen und Zukunft gestalten
Referent: Ernst Obermayer / Pfarrsaal St. Quirin
4. Abend, 19. März 2015
1 Kor 13: „Hätte aber die Liebe nicht ...“
Gemeinde bauen
Referent: Dr. Josef Steiner / Pfarrheim St. Michael
5. Abend, 26. März 2015
Lk 22, 14-23: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“
Besinnung auf die Mitte: die Feier des Gedächtnisses stiftet Sinn in der Gegenwart
Referent: Dr. Josef Steiner / Pfarrsaal St. Quirin
32
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Kalender
Veranstaltungen und Termine
Dezember 2014 bis März 2015
St. Quirin, Aubing
Dezember
Sa
20. Dez.19:30 Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche
So
21. Dez.09:00 Engelamt der Frauen mit Opfergang
11:00 Jugendgottesdienst
19:00 Versöhnungswortgottesdienst
Di
23. Dez.06:00 Engelamt bei Kerzenschein, anschl. Frühstück im Pfarrsaal
Die Gottesdienste der Weihnachtszeit finden Sie auf Seite 36 dieser Ausgabe!
Januar 2015
Mi
07. Jan. 17:00 Firmanmeldung
Do
08. Jan. 17:00 Firmanmeldung
Sa
10. Jan. 18:00 Gottesdienst zum Mitarbeiterempfang
19:00 Mitarbeiterempfang St. Quirin
So
11. Jan. 11:00 Gottesdienst mit Kindersegnung
Di
13. Jan. 19:30 Pfarrgemeinderat
Mi
14. Jan. 19:30 Kirchenverwaltung
Do
15. Jan. 19:30 Weihnachtsbazarnachtreffen
Fr
16. Jan.
Erstkommunion-Firmhelfer-Wochenende
Di
20. Jan. 19:00 Landwirtschaftliche Interessengemeinschaft
Mi
21. Jan. 20:00 Erstkommunionelternabend
Sa
24. Jan. 19:00 Schwarz-Weiß-Ball (mit Voranmeldung)
So
25. Jan. 11:00 Festgottesdienst zu Sebastiani mit Fahnenabordnungen, Mittagessen
Do
29. Jan. 16:00 Auftakttreffen zur Erstkommunionvorbereitung
Sa
31. Jan. 15:00 Veranstaltung SB Familie
Februar So
01. Feb.11:00 Eröffnungsgottesdienst zur Erstkommunionvorbereitung
19:00 Gottesdienst zu „Lichtmess“ mit Prozession und Blasiussegen
Di
03. Feb.19:30 Pfarrverbandsrat
Mi
04. Feb.14:30 Seniorenfasching
Mi
11. Feb. 20:00 Firmelternabend
Fr
13. Feb.20:00 Generationenfasching
Sa
14. Feb.14:00 Kinderfasching
So
15. Feb.11:00 Thematischer Gottesdienst zum Faschingssonntag
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
33
So
15. Feb.12:00 „Narrenschmaus“
Mi
18. Feb.19:00 Aschermittwochsgottesdienst
Mo
23. Feb.17:00 Firmauftakt
Di
24. Feb.19:30 Gemeinsamer Pfarrgemeinderat St.Quirin/St. Michael
Mi
25. Feb.19:30 Kirchenverwaltung
März So
01. Mär.11:00 Jugendgottesdienst zur Firmeröffnung
Mo
02. Mär.19:30 Nachbarschaftshilfe in der Adventskirche
Fr
06. Mär.15:00 Kleidermarkt Annahme
19:00 Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen (St. Konrad)
20:00 Nachfeier zum Weltgebetstag der Frauen
Sa
07. Mär.09:00 Kleidermarkt Verkauf
So
08. Mär.11:00 Tauferneuerung der Erstkommunikanten
Mi
11. Mär.19:30 Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung
Fr
13. Mär.
Firmwochenende bis 15. März 2015 So
15. Mär.11:00 Familiengottesdienst in der Fastenzeit
11:00 Kleinkinder-Kirche
12:00 Solidaritätsessen
Mi
18. Mär.19:30 Kirchenverwaltung
Fr
20. Mär.19:00 Versöhnungsnacht der Erstkommunion-Kinder So
22. Mär.11:00 Misereorgottesdienst
Offener Frauentreff: 13. Januar, 3. Februar, 3. März, jeweils um 10 Uhr
Seniorennachmittage mit Gottesdienst: 14. Januar, 28. Januar, 18. Februar, 4. März und 18. März
2015, jeweils 14:30 Uhr
Sachbereich Jugend: 20. Januar 2015, 19:30 Uhr
Sachbereich Ökumene: 27. Januar 2015, 20 Uhr
Sachbereich Liturgie: 5. Februar 2015, 9:30 Uhr
Sachbereich Mission, Entwicklung, Frieden: 5. Februar und 10. März 2015, 20 Uhr
Sachbereich Öffentlichkeitsarbeit: 5. Februar 2015, 19 Uhr
Sachbereich Senioren und AK 60+: 8. Januar 2015, 19:30 Uhr
Jugend-Leiterrunde: 14. Januar, 11. Februar und 1. März 2015, jeweils 19 Uhr
Pfarrbriefredaktion: 29. Januar und 3. März 2015, jeweils 20 Uhr
Meditationskreis: 13. Januar, 20. Januar, 27. Januar, 3. Februar, 10. Februar, 24. Februar St. Michael, Lochhausen (die vollständige Übersicht entnehmen Sie bitte der Wochenordnung)
Dezember
Sa
20. Dez.17:00 Waldweihnacht (Treffpunkt GZ Bartimäus)
Di
23. Dez.18:00 Einstimmung auf den Hl. Abend (Lichtfeier und Abendlob)
Die Gottesdienste zur Weihnachtszeit finden Sie auf Seite 36 dieser Ausgabe
34
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
Januar 2015
Sternsingen in Lochhausen (3. bis 6. Januar)
So
04. Jan. 11:00 Pfarrgottesdienst mit Sternsinger
Sa
17. Jan. 18:00 Gottesdienst zum Neujahjrsempfang des
Schützengau München-Südwest
Di
20. Jan. 19:30 Pfarrgemeinderat
Mi
21. Jan. 19:00 Abendgottesdienst zur Weltgebetswoche „Einheit der Christen“
Do
22. Jan. 20:00 Erstkommunionelternabend
Sa
24. Jan. 18:00 Gottesdienst zum Mitarbeiterempfang
19:00 Neujahrsempfang St. Michael
So
25. Jan. 11:00 Jahresmesse der Vereine Kameradschaft Langwied
Di
27. Jan. 16:00 Auftakttreffen zur Erstkommunionvorbereitung
20:00 Kirchenverwaltung
Sa
31. Jan. 18:00 Gottesdienst zu „Lichtmess“ mit Blasiussegen
Februar So
01. Feb. 11:00 Eröffnungsgottesdienst zur Erstkommunionvorbereitung
(Familiengottesdienst)
Di
03. Feb. 19:30 Pfarrverbandsrat
Do
05. Feb. 19:30 Einstimmung zum Weltgebetstag der Frauen(GZ Bartimäus)
So
15. Feb. 15:00 Kinderfasching
Mi
18. Feb. 19:00 Aschermittwochsgottesdienst
Di
24. Feb. 19:30 Gemeinsamer Pfarrgemeinderat St. Quirin/St. Michael
März So
01. Mär.11:00
Mi
04. Mär.06.00
Di
10. Mär.13:45
Tauferneuerung der Erstkommunionkinder/Familiengottesdienst
Morgenmeditation, anschl. Frühstück
Seniorengottesdienst mit Krankensalbung
Glaubensgrundkurs: 9. Februar, 23. Februar, 2. März 2015, jeweils um 19 Uhr
Gottesdienste von Frauen für Frauen: 26. Januar und 2. März 2015, jeweils um 20 Uhr
Seniorennachmittage: 13. Januar, 10. Februar und 10. März 2015, jeweils um 14:30 Uhr
Adventskirchengemeinde Neuaubing: Festwochenende zur Gründung vor 75 Jahren.
30. Januar 2015, 19.00 Uhr: Adventskirche – 75 Jahre jung
Festliches Geburtstagskonzert mit jungen Musikern aus der Gemeinde
31. Januar 2015, 19.30 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Reiner Anselm: Menschenwürdig sterben –
eine evangelische Stimme zur Diskussion um das Ende des Lebens
1. Februar 2015, 10.00 Uhr: Festgottesdienst mit Abendmahl zum 75jährigen Kirchenjubiläum mit dem Chor und dem Bläserkreis. Mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Dekan
Dr. Christoph Jahnel und Pfarrersehepaar Kerstin und Bernhard Vocke, anschließend Empfang im
Gemeindesaal
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
35
Gottesdienste in der Weihnachtszeit
St. Quirin und St. Michael
Mi 24. Dezember Heiligabend
15:30 Uhr
Kindermette – St. Michael
15:30 Uhr
Kindermette – St. Quirin (Kirche)
15:30 Uhr
Kleinkindermette – St. Quirin (Pfarrsaal)
17:30 Uhr
Christmette – St. Michael
17:30 Uhr
Christmette – St. Quirin
23:00 Uhr
Mitternachtsmette – St. Michael
23:00 Uhr
Mitternachtsmette / Chor – St. Quirin
Do 25. Dezember
10:00 Uhr
Festgottesdienst zu Weihnachten– St. Michael
10:00 UhrFestgottesdienst zu Weihnachten – St. Quirin
Chor: Messe in C von Franz Schubert
Fr 26. Dezember
09:00 Uhr
2. Weihnachtsfeiertag (Gottesdienst) – St. Quirin
10:00 Uhr
Weihnachtsgottesdienst – St. Quirin
(in der Adventskirche/Neuaubing)
11:00 Uhr
2. Weihnachtsfeiertag (Gottesdienst) – St. Michael
Sa 27. Dezember
Vorabendmesse entfällt – St. Michael
So 28. Dezember
09:00 Uhr
Gottesdienst – St. Quirin
11:00 Uhr
Gottesdienst mit Kindersegnung – St. Michael
19:00 Uhr Abendmesse – St. Quirin
Mi 31. Dezember
16.30 Uhr
Jahresschlussgottesdienst – St. Michael
18:00 UhrJahresschlussgottesdienst / Chor – St. Quirin
Do 1. Januar 2015
11:00 Uhr
Neujahrsgottesdienst – St. Michael
19:00 UhrNeujahrsgottesdienst – St. Quirin
(anschl. Sektempfang)
Sa 3. Januar
18:00 Uhr
Gottesdienst – St. Michael
So 4. Januar
09:00 Uhr
Gottesdienst – St. Quirin
11:00 Uhr
Gottesdienst mit Aussendung
der Sternsinger – St. Michael
19:00 Uhr
Gottesdienst – St. Quirin
Fest Heilig Drei König
Di 6. Januar
09:00 Uhr Gottesdienst – St. Quirin
11:00 Uhr
Gottesdienst – St. Michael
11:00 Uhr Gottesdienst mit den Sternsingern – St. Quirin
Sa 10. Januar
18:00 Uhr Gottesdienst – St. Michael
18:00 Uhr Gottesdienst zum Mitarbeiterempfang – St. Quirin
So 11. Januar
11:00 Uhr
Gottesdienst – St. Michael
11:00 Uhr
Gottesdienst mit Kindersegnung – St. Quirin
19:00 Uhr
Gottesdienst – St. Quirin
Ende der Weihnachtszeit
36
Pfarrbrief St. Quirin und St. Michael
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Seele and Geist
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