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Beispiel-Ausgabe - Freier Verband Deutscher Zahnärzte

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Wissenschaftlicher Info-Dienst
6/2014
media
Endodontie
tion im Wurzelkanal notwendig. Zudem muss eine Reinfektion unbedingt vermieden werden, um einen langfristigen Erfolg zu gewährleisten. In den ersten Berichten
Evangelos G. Kontakiotis, DDS, PhD, Christos G.
zur regenerativen endodontischen Behandlung wurden
Filippatos, DDS, Giorgos N. Tzanetakis, DDS, MSc,
die Wurzelkanäle nicht mechanisch bearbeitet, um die
Anastasia Agrafioti, DDS, PhD
am Apex befindlichen Progenitorzellen nicht zu beein-
J Endod 2014;1–9
trächtigen. Die Desin-fektion des Wurzelkanals wurde
durch Natriumhydrochlorid (NaOCl) und Wasserstoff-
Der Erfolg einer regenerativen endodontischen Therapie
peroxid (H2O2)gewährleistet. Zudem wurde eine Mixtur
hängt zweifellos von spezifischen biologischen Vorgän-
von Antibiotika apliziert. Der Verschluss des Apex konnte
gen ab. Zunächst sind diese das Abheilen der apikalen
im Röntgenbild nach 30 Monaten beobachtet werden,
Parodontitis, das Dicken- und Längenwachstum der Wur-
indem sich die apikalen Wurzelkanalwände verdickten.
zelkanalwände und schließlich die wiedererlangte Sen-
Seitdem wurden eine Vielzahl von Studien und Fallbe-
sibilität der Pulpa. Im Falle eines nekrotischen und im
richten zur regenerativen endodontischen Therapie ver-
Wachstum noch nicht abgeschlossenen Zahnes fördert
öffentlicht und entsprechende Therapiemethoden und
die regenerative endodontische Therapie das weitere
Variationen beschrieben.
Wurzelwachstum und den Verschluss des Apex als Alter-
Bislang hat sich noch keine dieser Methoden als der
nativmethode zur Calciumhydrxy-Apexifikation und
Goldstandard erwiesen. Das ist der Tatsache geschuldet,
zum Mineral Triocide Aggretgat (MTA) als apikalen
dass zumeist nur Fallserien und Fallberichte, jedoch kei-
Abschluss.
ne vergleichende, prospektive, randomisierte Studie
Die regenerative endodontische Therapie basiert auf
existiert. Zudem sind die Studien aufgrund der hohen
drei Grundprinzipien des Gewebeersatzes:
Variabilität der prä-, inra-, postopertiven Details sowie
1. geeignete Stammzell/Progenitorzellquelle
klinischen Unterschiede kaum vergleichbar.
2. Wachstumsfaktoren, die zur entsprechenden Diffe-
Der vorliegende Reviewartikel soll diese Unterschiede
renzierung der Stammzellen führen
3. Ein geeignetes Trägermaterial zur Regulierung der
Zelldifferenzierung
nun zusammenfassen und die zumeist angewandten
Methoden der regenerativen Endodontie darstellen.
Dafür wurden Artikel im Rahmen einer PubMed-Recher-
Basierend auf klinischen Studien zur regenerativen End-
che von 1993–2014 analysiert. Zusätzlich konnten aus
odontie ist die Hauptquelle der Stammzellen das peria-
den Referenzverzeichnissen zusätzliche Artikel gewon-
pikale Gewebe und die Hauptquelle der Wachstumsfak-
nen werden. Schließlich trafen 60 wissenschaftliche Ver-
toren das Blut im Wurzelkanal bzw. Platelet Rich Plasma
öffentlichungen den Inhalt der Fragestellung.
(PRP), sowie die aufbereitete Wurzelkanaloberfläche
Im Ergebnis waren 68% der Wurzelkanäle im Rahmen
per EDTA. In den meisten der beschriebenen Fälle stellt
einer regenerativen endodontischen Behandlung nicht
das PRP oder das Hämatom im Wurzelkanal das Träger-
mechanisch aufbereitet worden. Natriumhypochlorid,
material des Gewebeersatzes dar. Die Elimination der
als Reinsubstanz oder in Kombination, war in 97% der
Bakterien ist zur Initialisierung einer Geweberegenera-
Studien angewandt worden.
Herausgeber: Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.; Vertrieb: DYNADENT Service für Zahnärzte GmbH, Mallwitzstraße 16, 53177 Bonn;
Verantwortlich für den Inhalt: Priv.-Doz. Dr. Dr. Felix Peter Koch, Telefon (02 28) 85 57-0, Telefax (02 28) 34 06 71
Antibiotika-Kombinationen waren in 80% der klinischen
der Fälle EDTA eingesetzt worden. In nur 13% der Artikel
Artikel als intrakanalikuläre Füllpaste eingebracht wor-
wurden weder Blut noch PRP als Trägersubstanz verwen-
den. Zur finalen Aufbereitung war in 75% der Fälle Natri-
det. Mineral troxide Aggregate (MTA) verwandten 85%
umhypoclorid, in 4% der Fälle Chlorhexidin und in 13%
der Autoren als intracoronale Barriere.
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Gesundheitswesen
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