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Endlich ist es soweit … - Peter Clever

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Wichtige Information
zum gesetzlichen Mindestlohn ab dem 01.01.2015
Durch das Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns vom 11.08.2014 ergeben
sich entscheidende Änderungen ab dem 01.01.2015:
Der Mindestlohn beträgt ab dem 01.01.2015 pro Zeitstunde 8,50 EUR brutto. Ausnahmen:
•
Auszubildende
•
Jugendliche (unter 18 Jahre) ohne abgeschlossene Berufsausbildung
•
Praktikanten, wenn Sie:
o
ein Pflichtpraktikum machen
o
ein Praktikum von max. 3 Monaten zur beruflichen Orientierung oder zur Aufnahme eines Studiums machen
o
ein Praktikum von max. 3 Monaten begleitend zu einer Berufs- oder Hochschulausbildung machen und zuvor kein Praktikumsverhältnis mit demselben Ausbildenden bestanden hat
•
Personen, die an einer Einstiegsqualifizierung oder einer Berufsausbildungsvorbereitung teilnehmen
•
Langzeitarbeitslose (länger als 1 Jahr), hier gilt der Mindestlohn erst nach 6 Monaten
der Beschäftigung
Der Mindestlohn gilt grundsätzlich ab dem 01.01.2015, mit Ausnahme der Zeitungszusteller.
Bis zum 31.12.2016 können tariflich gebundene Arbeitgeber (allgemeinverbindlicher Tarifvertrag) noch den tariflich vereinbarten Lohn zahlen, auch wenn dieser unterhalb des Mindestlohns liegen sollte (z. B. Sicherheitsdienste).
Für alle Arbeitgeber, die der Sofortmeldepflicht unterliegen (z. B. Reinigungsgewerbe, Bauhauptgewerbe, Gaststättengewerbe etc.) oder die kurzfristig- bzw. geringfügig Beschäftigte
Arbeitnehmer beschäftigen, gilt eine Aufzeichnungspflicht. Aufzuzeichnen sind Beginn, Ende
und Dauer der täglichen Arbeitszeit. Der Arbeitnehmer hat die Aufzeichnungen spätestens
eine Woche nach dem Tag der Arbeitsleistung festzuhalten. Bei geringfügig Beschäftigten
gilt die Aufzeichnungspflicht auch bei Vorliegen eines schriftlichen Arbeitsvertrages. Der Arbeitgeber muss die Aufzeichnungen mind. 2 Jahre aufbewahren, und am Ort der Beschäftigung bereit halten. Diese Pflichten gelten auch, wenn Personal entliehen oder verliehen wird,
sowie bei Personalüberlassung. Als Auftraggeber haftet man auch für die Einhaltung der
Mindestlöhne bei beauftragten Subunternehmern.
Die Einhaltung der Mindestlöhne wird durch den Zoll überwacht und häufig kontrolliert. Werden die Aufzeichnungspflichten nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erfüllt,
können Ordnungswidrigkeiten verhängt werden. Wird der Mindestlohn nicht, nicht vollständig
oder nicht rechtszeitig gezahlt, werden hohe Bußgelder fällig.
Unsere Empfehlung:
Überprüfen Sie bestehende Arbeitsverträge im Bezug auf den Mindestlohn.
Halten Sie Praktikumsbedingungen schriftlich fest. Lassen Sie sich bei Langzeitarbeitslosen
eine Kopie der ALG I/II Bescheinigung aushändigen, aus der die Dauer der Arbeitslosigkeit
ersichtlich ist. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung,
lassen Sie sich bestätigen, dass keine Ausbildung abgeschlossen wurde.
Bei geringfügig Beschäftigten darf die Arbeitszeit im Monat nicht mehr als ca. 52 Stunden
betragen. Deshalb ist ggf. bei Mini-Jobbern mit „festen, monatlichen“ 450,00 EUR, eine Vereinbarung zum 01.01.2015 über die Reduzierung der Arbeitszeit vorzunehmen.
Ein Muster zur Arbeitszeiterfassung finden Sie im Anhang dieser Information, sowie auf unserer Internetseite www.stbclever.de unter Service  Downloads  Lohn & Gehalt (Arbeitszeitdokumentation MiniJobber etc.)
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team vom Steuerbüro Peter Clever
Dokumentation der täglichen Arbeitszeit nach
§ 17 Mindestlohngesetz für Minijobber
Arbeitgeber
Name und Anschrift
Arbeitnehmer
Name und Anschrift
Geburtsdatum
Arbeitnehmer
Stundenlohn
Aufzeichnungen
für die Zeit vom
Datum
Stunden
gesamt
bis
Zeitraum (Uhrzeit)
von
bis
Stunden
Tätigkeit
Unterschrift
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Bildung
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