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Steuerrecht für die Praxis
Klienten-INFO
Die Information von Ihrem Steuerberater
Newsletter – Dezember 2014
Werte Klientin, werter Klient!
Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit
und das entgegengebrachte Vertrauen und
wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest
und ein erfolgreiches Jahr 2015!
Unsere Klienten-Information soll Sie über einige steuerliche Neuerungen informieren.
Ende der Aufbewahrungspflicht für Belege aus 2007
2
Gründungsprivilegierung für GmbH-Neugründungen
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Einberufung einer Generalversammlung bei GmbHs
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Verschärfung bei Selbstanzeigen ab 01.10.2014
4
Steuerfreie Sachzuwendungen an Mitarbeiter und Kunden
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Ausstellung von Rechnungen – Kleinbetragsrechnung bis € 400,00
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Neuerungen bei der Grunderwerbsteuer
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Arbeitszeitaufzeichnungen
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Neuerungen Lohnverrechnung
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In eigener Sache
9
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Die Information von Ihrem Steuerberater
Newsletter – Dezember 2014
Ende der Aufbewahrungspflicht für Belege aus 2007
Die Aufbewahrungsfrist
für normale Buchhaltungsunterlagen
aus
dem Jahr 2007 endet
am 31.12.2014. Die
Aufbewahrungspflicht
gilt für alle Buchhaltungsunterlagen
und
Aufzeichnungen (Konten,
Belege,
Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen
und Ausgaben etc.) und
beträgt sieben Jahre.
Der Fristenlauf startet
mit Schluss des Kalenderjahres, für das die
Verbuchung
vorgenommen wurde bzw.
auf das sich der Beleg
bezieht. Die Aufbewahrungszeiten
können
auch zwölf Jahre betragen, wenn es sich
z.B. um Unterlagen und
Aufzeichnungen handelt, die Grundstücke
betreffen. Zudem sind
in einem anhängigen
Abgaben- oder Ge-
richtsverfahren
die
Unterlagen
trotz
Fristablaufes
weiter
aufzubewahren.
Aus der Nichtaufbewahrung von Büchern
und
Aufzeichnungen
sowie den dazugehörigen Belegen kann sich
eine Schätzungsbefugnis gemäß § 184 BAO
ergeben.
Gründungsprivilegierung für GmbH-Neugründungen
Mit 01.03.2014 beträgt
das Stammkapital der
GmbH wieder
€ 35.000,00. Allerdings
kann gem. § 10b
GmbHG bei Neugründungen
im
Gesellschaftsvertrag
vorgesehen werden, dass die
Gesellschaft
eine
Gründungsprivilegierung wie folgt in Anspruch nimmt:
Die Summe der (gründungsprivilegierten)
Stammeinlagen
aller
Gesellschafter
muss
mindestens € 10.000,00
betragen.
Darauf müssen mindestens € 5.000,00 bar
einbezahlt werden.
Sacheinlagen sind ausgeschlossen.
Die Gründungsprivilegierung endet spätestens zehn Jahre nach
Eintragung der Gesellschaft im Firmenbuch
und das Stammkapital
ist sodann auf
€ 35.000,00 aufzustocken.
Unabhängig davon besteht
für
GmbHNeugründungen nach
dem 30.06.2014 eine
verminderte
MindestKörperschaftsteuer. Die
Mindeststeuer beträgt
für die ersten fünf Jahre
ab Eintritt in die unbeschränkte Steuerpflicht
€ 125,00 für jedes volle
Kalendervierteljahr und
in den folgenden fünf
Jahren € 250,00 für
jedes volle Kalendervierteljahr!
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Newsletter – Dezember 2014
Einberufung einer Generalversammlung bei GmbHs
Eine Generalversammlung muss mindestens
einmal jährlich und immer dann einberufen
•
•
•
werden, wenn es das
Interesse der Gesellschaft erfordert. Ohne
Verzug
muss
laut
GmbHG eine stattfinden, wenn:
die Hälfte des Stammkapitals verloren gegangen ist oder
die Eigenkapitalquote unter 8 % liegt und
die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre beträgt.
In diesen Fällen haben
die Geschäftsführer die
in der Versammlung
gefassten Beschlüsse
dem Firmenbuchgericht
mitzuteilen.
Hat der Gesellschafter
während des Jahres
zu prüfen, ob die geforderten Voraussetzungen
gegeben
sind?
Außerdem ist eine Versammlung auch dann
ohne Verzug einzuberufen, wenn Gesellschafter, die mindestens 10 % der Stammeinlagen halten, schriftlich eine verlangen. In
dem Schreiben muss
der Zweck der Versammlung angegeben
werden. Im Gesellschaftsvertrag
kann
hierfür ein Anteil vereinbart werden, der
unter 10 % liegt.
Ob eine Generalversammlung einberufen
werden muss, lässt sich
jedenfalls nach dem
Vorliegen des Jahresabschlusses erkennen.
Im Gesetzestext wird
nicht ausdrücklich gefordert, dass zu prüfen
ist, ob sich die Lage
des Unternehmens so
verändert hat, dass
während des Jahres
eine Generalversammlung einberufen werden
muss. Allerdings ist der
Geschäftsführer dazu
verpflichtet, ein adäquates Rechnungswesen und ein internes
Kontrollsystem einzurichten, die dem verantwortlichen
Vertretungsorgan stets ein
genaues Bild der Lage
des Unternehmens geben. Ist diese Verpflichtung erfüllt, kann daher
auch während des Jahres (das heißt zB nicht
nur mit Erstellen des
Jahresabschlusses)
festgestellt werden, ob
ein
Handlungsbedarf
bezüglich der Einberufung einer Generalversammlung besteht.
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Newsletter – Dezember 2014
Verschärfung bei Selbstanzeigen ab 01.10.2014
Eine
Selbstanzeige
gemäß § 29 FinStrG
bewahrt den Steuerpflichtigen vor einem
Finanzstrafverfahren
und somit vor Geldund Haftstrafen.
Eine wesentliche Voraussetzung für Straffreiheit ist, dass die
Selbstanzeige rechtzeitig eingereicht wird, d.h.
die Tat noch nicht entdeckt wurde und noch
keine Verfolgungshand-
lungen seitens der Finanzstrafbehörde gegen den Steuerpflichtigen gesetzt wurden.
Eine
Selbstanzeige
muss insbesondere vor
Beginn einer Betriebsprüfung erfolgen.
Die FinStrG-Novelle 2014 sieht zwei wesentliche Verschärfungen bei Selbstanzeigen
vor:
Strafzuschläge:
Bei Selbstanzeigen anlässlich von Betriebsprüfungen soll zwar
weiterhin
Straffreiheit
gewährt werden, es
Steuerbetrag
bis zu € 33.000,00
bis zu € 100.000,00
bis zu € 250.000,00
höher € 250.000,00
sollen jedoch Strafzuschläge verhängt werden. Die Strafzuschläge
werden als Prozentsatz
vom
hinterzogenen
Steuerbetrag berechnet
und sind wie folgt gestaffelt:
Strafzuschlag
5%
15 %
20 %
30 %
Nur in Fällen von leichter Fahrlässigkeit soll der Strafzuschlag entfallen.
Entfall der Straffreiheit bei erneuten Selbstanzeigen
Wird
eine
erneute
Selbstanzeige für dieselbe Abgabenart und
denselben
Zeitraum
eingereicht (z.B. ESt
2013), wird keine Straffreiheit mehr gewährt,
sondern ein Finanz-
strafverfahren für diese
Abgabenart und diesen
Zeitraum eingeleitet.
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Newsletter – Dezember 2014
Steuerfreie Sachzuwendungen an Mitarbeiter und Kunden
Weihnachten naht und
somit auch die Jahreszeit, in der viel geschenkt und gefeiert
wird. Um hinterher keine böse Überraschung
zu erleben, informieren
wir Sie, in welcher Höhe Geschenke als Betriebsausgabe abzugsfähig bzw. für den beschenkten Mitarbeiter
steuerfrei sind. Für
Kunden und Mitarbeiter
gelten unterschiedliche
Regelungen.
€ 186,00 lohnsteuerund
sozialversicherungsfrei. Bargeschenke sind immer steuerpflichtig.
€ 365,00 pro Jahr von
der Lohnsteuer und der
Sozialversicherung befreit. Für das Unternehmen sind die Kosten für diese Weihnachtsfeier als Betriebsausgabe abzugsfähig.
Mitarbeiter
Wenn Mitarbeiter beschenkt werden, dürfen
die Aufwendungen als
Betriebsausgabe abgezogen werden. Für den
Mitarbeiter selbst sind
Geschenke (wie z.B.
Gutscheine,
Geschenkmünzen) bis zu
Betriebsveranstaltungen, wie z.B. die Weihnachtsfeier, sind bis zu
Kunden
Geschenke an Geschäftspartner sind als
Betriebsausgabe
abzugsfähig, wenn sie
entsprechende Werbewirksamkeit entfalten.
Dazu zählen beispielsweise Werbegeschenke
mit Firmenlogoaufdruck.
Die Bewirtung von Geschäftsfreunden
fällt
unter die nichtabzugsfähigen Ausgaben.
Wenn aber nachgewiesen werden kann,
dass die Feier der
Werbung dient und die
betriebliche Veranlassung weitaus überwiegt, ist die Hälfte der
Nettoausgaben als Betriebsausgabe abzugsfähig. Das ist z.B. der
Fall, wenn die Feier der
Geschäftsanbahnung
dient.
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Newsletter – Dezember 2014
Ausstellung von Rechnungen – Kleinbetragsrechnung bis € 400,00
Die Kleinbetragsgrenze
wurde mit 01.03.2014
auf € 400,00 (vorher €
Als Erleichterung für
sogenannte „Kleinbetragsrechnungen“ ge-
nügen als Formerfordernis:
150) angehoben.
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Name und Adresse des Rechnungsausstellers,
Menge der Lieferung bzw Gegenstand der Leistung,
Lieferdatum bzw Leistungszeitraum,
Bruttobetrag,
Steuersatz.
Sollte irrtümlich eine
falsche
UID-Nummer
des Lieferanten auf der
Kleinbetragsrechnung
stehen, so bleibt das
ohne Konsequenz. Anders ist die Beurteilung,
wenn irrtümlich ein falscher Empfänger genannt wird. Hier müsste
die Rechnung korrigiert
werden, um steuerlich
anerkannt zu werden.
innerhalb der Frist, so
bleibt es beim ursprünglich vorgenommenen
Vorsteuerabzug.
Für den Fall, dass es
bei der Angabe von
Name und Adresse zu
einem Fehler kommt,
sieht der VwGH in einer
aktuellen Entscheidung
dann kein Problem,
sofern Name und Adresse eindeutig
feststellbar sind. Wenn
zum Beispiel trotz falscher Hausnummer der
Leistungsempfänger
eindeutig
feststellbar
ist, keine Verwechslungsgefahr besteht, da
kein
gleichlautendes
Unternehmen an dieser
Adresse existiert und
die Zustellung erfolgreich ist.
.
Formalfehler in Rechnungen
Besonders streng sind
die Formalanforderungen im Zusammenhang
mit dem Vorsteuerabzug.
Wird im Zuge einer finanzbehördlichen
Überprüfung
festgestellt, dass der Vorsteuerabzug auf Grund
einer fehler- oder mangelhaften Rechnung
vorgenommen wurde,
so kann der Mangel
binnen angemessener
Frist (idR ein Monat)
behoben
werden.
Kommt es zu einer Berichtigung
Die Rechnungen, die
ein Unternehmer für
steuerpflichtige Lieferungen und sonstige
Leistungen
ausstellt,
müssen folgende Angaben enthalten, damit
der
Kunde
(Rechnungsempfänger) zum
Vorsteuerabzug
berechtigt ist:
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Newsletter – Dezember 2014
Ausstellungsdatum
Fortlaufende Nummer
Name, Anschrift und UID-Nummer des leistenden Unternehmers
Name und Anschrift des Leistungsempfängers
UID-Nummer des Leistungsempfängers auf allen Rechnungen über
€ 10.000,00 (brutto)
Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände bzw.
Art und Umfang der Leistungen
Tag oder Zeitraum der Leistung
Entgelt, Steuersatz und Steuerbetrag
allenfalls Hinweis auf eine Befreiung oder Übergang der Steuerschuld
Bei Rechnungen für innergemeinschaftliche Lieferungen: UID-Nummer des
Leistungsempfängers und Hinweis auf die steuerfreie innergemeinschaftliche
Lieferung
Bei Rechnungen über Leistungen, bei welchen die Steuerschuld auf den
Leistungsempfänger übergeht: UID-Nummer des Leistungsempfängers und
Hinweis auf den Übergang der Steuerschuld.
Neuerungen bei der Grunderwerbsteuer
Nach
der
neuen
Rechtslage wird nicht
mehr zwischen entgeltlichen und unentgeltlichen Übertragungen
unterschieden, sondern
wird die Grunderwerbsteuer in Zukunft bei
sämtlichen
Erwerbsvorgängen grundsätzlich vom Verkehrswert
der Liegenschaft berechnet und beträgt
3,5%.
Es gibt jedoch eine
wichtige Ausnahme, bei
welcher die Grunderwerbsteuer auch in Zu-
kunft weiterhin vom 3fachen
Einheitswert
berechnet wird. Diese
betrifft Erwerbsvorgänge im Familienkreis.
Dazu zählen Ehegatten, eingetragene Partner und Lebensgefährten, sofern letztere einen
gemeinsamen
Hauptwohnsitz haben,
Eltern, Kinder, Enkelkinder,
Stiefkinder,
Wahlkinder
oder
Schwiegerkinder. Berechnungsgrundlage ist
also in diesem Fall der
3-fache
Einheitswert
und der Steuersatz beträgt 2 %.
Die neue Rechtslage ist
– mit Ausnahme von
land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken, für welche längere
Übergangsfristen
gelten – auf alle Erwerbsvorgänge anzuwenden, die nach dem
31. Mai 2014 verwirklicht werden oder für
welche die Steuerschuld nach dem 31.
Mai 2014 entsteht.
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Arbeitszeitaufzeichnungen
Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, dafür zu sorgen,
dass die Arbeitsstunden aller Mitarbeiter
aufgezeichnet werden –
auch von Geringfügigund Teilzeitbeschäftigten.
Für jeden einzelnen
Mitarbeiter müssen die
Normalstunden / Überstunden und die genauen
Pausenzeiten
(tagfertig) aufgezeichnet werden. Wichtig ist,
dass nicht nur die
Summe der täglichen
Stundenanzahl aufgeschrieben wird, sondern
die tatsächlichen Zeiten, in denen gearbeitet
wurde (z.B. 8-12 Uhr).
Daneben müssen auch erfasst werden:
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(Block)Nachtarbeit (ab 19 Uhr)
Überstunden
Feiertagsstunden/Ruhezeiten
Urlaube
Krankenstand
freie Tage
Salden von Arbeitsstunden
Resturlaub
Allein mit der Erstellung
eines Dienstplans ist
die
Dokumentationspflicht nicht ausreichend erfüllt. Mittels
Dienstplan kann nicht
festgestellt werden, ob
die Arbeitszeiten tatsächlich
eingehalten
wurden.
Lassen Sie die Arbeitsaufzeichnungen
vom
Dienstnehmer
unterschreiben.
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Neuerungen Lohnverrechnung
Pendlerpauschale
–
ab 2015 ist nur noch
das Formular L34
EDV, Version 2.0 gültig:
Ausdrucke mit einem
Abfragedatum vor dem
25.06.2014 werden daher ab 01.01.2015 ungültig.
Arbeitnehmer,
die bisher noch kein
L34 EDV Version 2.0
abgegeben haben, sollten dies bis 31.12.2014
nachholen, damit der
Arbeitgeber auch im
Jahr 2015 Pendlerpauschale und Pendlereuro
berücksichtigen darf.
Wichtige Beitragsrechtliche Werte 2015:
Tägliche Höchstbeitragsgrundlage
Monatliche Höchstbeitragsgrundlage
Tägliche Geringfügigkeitsgrenze
Monatliche Geringfügigkeitsgrenze
€
€
€
€
155,00
4.650,00
31,17
405,98
Auflösungsabgabe
€
118,00
Verzugszinsen 2015:
Die bisherige Höhe der
Verzugszinsen in der
Sozialversicherung in
Höhe von 7,88 % gilt
auch für 2015.
Senkung des Zuschlages nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz (IE)
Ab 1. Jänner 2015 wird
der Zuschlag nach dem
InsolvenzEntgeltsicherungsge-
setz von 0,55 % auf
0,45 % gesenkt.
keine
Erlagscheine
mehr beilegen, da die
Überweisungen
zum
Großteil mittels Telebanking erfolgen. Sollten Sie die Überwei-
sung mit Erlagschein
bevorzugen, werden wir
diesem Wunsch gerne
gerecht und bitten um
Mitteilung.
In eigener Sache
Der Fortschritt des
elektronischen Zeitalters lässt sich nicht
aufhalten. Wir werden
deshalb ab 2015 zu
unseren Honorarnoten
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