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Gewichtsentwicklung gesunder Schwangerer im

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Abgeschlossene Forschungsprojekte des
Forschungsschwerpunkts Maternal Health
www.maternal-health.de
Gewichtsentwicklung gesunder Schwangerer im Schwangerschaftsverlauf
Laufzeit: 2003 - 2007
Hintergrund: Die Gewichtsmessung in der Schwangerschaft ist eine obligate Untersuchung
bei der Schwangerschafts-Vorsorge. Die Messergebnisse werden u. a. im Mutterpass
dokumentiert und weiteren Auswertungen, z.B. der Perinatalstatistik zugeführt. Dennoch
mangelt es in Deutschland bislang an empirisch ermittelten Normwerten und (klinisch)empirischen Untersuchungen zur Gewichtsentwicklung in der Schwangerschaft. Die
Empfehlungen zur Gewichtszunahme in der einschlägigen Literatur schwanken stark
zwischen 9 und 18 kg. In jüngster Zeit etablieren sich auch in Deutschland Body-Mass
abhängige Empfehlungen, die sich an den US-amerikanischen Empfehlungen des Institute of
Medicine (IOM) anlehnen.
Ziele: Die Studie ging den Fragestellungen nach, wie viel Körpergewicht Schwangere
zunehmen (Gewichtsverlauf), wie sich mütterliche und väterliche Ausgangsfaktoren sowie
ausgewählte Faktoren (Soziodemografie, Sport, Berufstätigkeit, Rauchen) auf die
Gewichtsentwicklung auswirken und welche Zusammenhänge zwischen der Gewichtsentwicklung und dem Schwangerschaftsoutcome bzw. dem mütterlichen Wohlbefinden im
Sinne des salutogenetischen Konzeptes nach Antonovsky bestehen.
Methoden: Retrospektive, quantitative Querschnittsuntersuchung an 750 Wöchnerinnen der
3 geburtshilflichen Krankenhäuser in Osnabrück. Befragung mittels eigens konzipierten
Fragebogens einschließlich der Leipziger Kurzskala für den Sence of Coherence (SOC-L9)
ergänzt durch die in den Mutterpässen bei den Vorsorgeuntersuchungen dokumentierten
Gewichtsdaten. Auswertbar nach den Einschlusskriterien „Einlingsgeburt ab vollendeter 37.
Schwangerschaftswoche“ und „ausreichende Deutschkenntnisse“ waren n=532 Fragebögen
(70,93%).
Ergebnisse: Die durchschnittliche Gesamtgewichtszunahme in der Schwangerschaft betrug
15,18kg (SD=6,07, n=527). Weniger als die Hälfte der Frauen (42,4%, n=221) haben
innerhalb, 38,4% (n=200) haben oberhalb und 19,2% (n=100) unterhalb der Empfehlungen
zugenommen. Generell erweist sich die Zuordnung der Frauen in die BMI-Kategorien als
problematisch, da vom IOM für die prägravid adipösen Frauen keine obere Grenze für die
Gewichtszunahme festgelegt ist und folglich prägravid adipöse Frauen nur den beiden
Kategorien Gewichtszunahme „unterhalb“ oder „innerhalb“ zugeordnet werden können.
Diskussion:
Eine Überprüfung der Gültigkeit der 1990 vom IOM empfohlenen oberen Grenzwerte und
für die Gruppe der prägravid adipösen Frauen die Erarbeitung einer Empfehlung mit oberem
Limit wäre begrüßenswert. Für Frauen im gebärfähigen Alter wäre eine BMI-Kategorisierung
und für jede dieser Kategorien eine eigene Empfehlung für die Gewichtszunahme in der
Schwangerschaft wünschenswert, die auch den individuellen Körperbau (Körperfett- und
Muskelanteil) stärker berücksichtigt.
Beteiligte Wissenschaftlerinnen: Karin von Moeller, Beate Schücking, Christine Loytved
Ausgewählte Publikationen: noch unveröffentlichte Dissertation
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Kategorie
Gesundheitswesen
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