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Das Ziel jeder Berufsausbildung ist es, die Lernenden zu - Curaviva

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Das Ziel jeder Berufsausbildung ist es, die Lernenden zu
befähigen, berufliche Handlungssituationen erfolgreich
zu bewältigen.
Die Ausbildung zur Assistentin / zum Assistenten
Gesundheit und Soziales ist praxisnah auf die im
Berufsalltag zu bewältigenden Situationen ausgerichtet.
Das Kernelement des Bildungsplanes ist deshalb der
Katalog der Situationsbeschreibungen – konkret gibt es
zu jeder der vorhin von Brigitte Sattler vorgestellten 29
beruflichen Handlungskompetenzen exemplarisch eine
typische Situation.
Sie finden in Ihren Unterlagen ein Beispiel einer solchen
Situationsbeschreibung. Anhand dieses Beispiels
möchte ich Ihnen gerne den Aufbau einer typischen
Situation erklären.
1
Der Handlungskompetenzbereich gibt die
systematische Zuordnung der beschriebenen
Handlungskompetenz im Qualifikationsprofil des
Bildungsplanes wieder.
2
Der Bildungsplan setzt sich zusammen aus 29 typischen
Berufssituationen in Form von kleinen, anschaulichen
Geschichten. Sie sollen bei den Lernenden
Verbindungen (Assoziationen) und Erinnerungen an
ähnliche Berufssituationen im eigenen Berufsumfeld
wecken oder genügend plastisch wirken
wirken, um sich eine
entsprechende Berufssituation vorstellen zu können.
Eine Situation beschreibt, in welchem beruflichen
Zusammenhang sich eine Handlungskompetenz zeigen
könnte bzw. in welchem beruflichen Zusammenhang
eine
i H
Handlungskompetenz
dl
k
t
ausgebildet
bild t werden
d kkann. Si
Sie
ist ein typischer Teilaspekt des Berufsalltages. Andere
typische Situationen wären ebenso denkbar. In der
Realität können die Situationen von Betrieb zu Betrieb
variieren. Entscheidend ist, dass durch die Beschreibung
b id
bei
den L
Lernenden
d V
Verbindungen
bi d
und
dA
Assoziationen
i ti
zum eigenen Berufsalltag entstehen.
3
Der Situationskreis stellt Variationen der
beschriebenen beruflichen Handlungssituation dar,
die vergleichbare Anforderungen an Assistentinnen
und Assistenten Gesundheit und Soziales stellen.
4
Um eine Situation erfolgreich zu meistern, kennen
und beachten Assistentinnen und Assistenten
Gesundheit und Soziales die für diese Situation
relevanten Normen und Regeln
(Qualitätskriterien/Qualitätsanforderungen).
5
Das Ziel der Ausbildung ist es, das Assistentinnen
und Assistenten Gesundheit und Soziales wissen,
welche externen und internen Ressourcen ihnen für
die erfolgreiche Bewältigung von beruflichen
Handlungs-Situationen zur Verfügung stehen .
Die Ausbildung beschränkt sich nicht darauf, die
Ressourcen zu vermitteln.
Ebenso wichtig ist die Aufgabe, die Lernenden zur
korrekt und situationsgerecht kombinierten
Anwendung der Ressourcen hinzuführen
hinzuführen. Das
geschieht primär in der Praxisausbildung, die gerade
deswegen ein unverzichtbarer Teil der Ausbildung ist.
6
Um berufliche Handlungssituationen bewältigen zu
können, verfügen Assistentinnen und Assistenten
Gesundheit und Soziales über persönliche
Ressourcen. Die Ko-Re-Methode listet diese
Ressourcen in den Kategorien Kenntnisse,
Fertigkeiten und Haltungen auf.
auf
Kenntnisse
(Wissen, savoir) Berufliches Wissen ist die Basis der
beruflichen Handlungskompetenz. Gut ausgebildete
Berufsfrauen und -männer verfügen über
Berufswissen, d.h. sie verfügen über den
entsprechenden Fachwortschatz, kennen die
entsprechenden
p
Inhalte und Bedeutungen
g und
können diese zueinander in Beziehung setzen. Sie
können ihr berufliches Handeln beschreiben und
begründen
7
Fertigkeiten
(Können, savoir faire)
Wissen wird durch Üben und Verknüpfen mit den
Erfahrungen aus der Praxis zum Können. Durch sorgfältige Einführung und
wiederholtes Üben in unterschiedlichen Bedingungen wird Wissen verinnerlicht
und so allmählich zum Können, zur Fähigkeit.
Lernende werden unter Bezugnahme zur Praxis in berufliches Handeln
eingeführt, üben vorerst unter Anleitung und erlangen durch das Üben allmählich
Selbständigkeit.
Se
bstä d g e t Ziel
e ist
st d
die
eu
unter
te Delegation
e egat o se
selbständig
bstä d g ausge
ausgeführte
ü te be
berufliche
u c e
Handlung in guter Qualität.
8
Haltung (savoir être)
Mitentscheidend für die Qualität der beruflichen
Handlungskompetenz ist die Haltung, mit der die berufliche Leistung erbracht
wird. In Gesundheits- und Sozialberufen sind oft diese Ressourcen für die
Klientinnen und Klienten von zentraler Bedeutung. Durch die Vermittlung von
kulturell-normativen Regeln des Verhaltens und durch entsprechende Vorbilder
an allen drei Lernorten können Haltungen eingeübt, d.h. gelehrt werden.
9
•Berufliche
Berufliche Handlungskompetenz ergibt sich im
Zusammenspiel von Wissen (Kenntnissen), Fertigkeiten
und Haltungen. Sie ermöglichen es in ihrer Gesamtheit,
eine berufliche Handlungssituation erfolgreich zu
meistern.
10
•Für eine erfolgreiche Bewältigung der Handlungssituationen müssen die
betrieblichen Rahmenbedingungen, die Klientinnen und Klienten und deren
Lebenssituation aufeinander bezogen und angemessen berücksichtigt werden.
Auch das Lernen an den drei Lernorten soll gut aufeinander bezogen sein.
•Es ist diese Kombination die es ermöglicht, dass die entscheidenden
Kenntnisse, Fertigkeiten und Haltungen abgerufen und die berufliche
Handlungssituation erfolgreich bewältigt werden kann
kann.
•Die Basis dafür bilden die Lernschritte des Transfers von der beschriebenen
Situation im Bildungsplan zur erlebten Situation im eigenen Berufsalltag. Dieser
Transfer geschieht bei Berufsanfängern nicht einfach spontan. Er muss von den
Berufsbildungsverantwortlichen aller drei Lernorte immer wieder angeregt,
vorbereitet und g
gemeinsam reflektiert werden.
•Johanna Wucherer Granwehr wird Sie nun durch diesen Transfer am Bsp. der
eben erläuterten Situation 1.1. führen.
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