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Gesundheitsund Fürsorgedirektion
des Kantons Bern
Direction de la santé
publique et de la
prévoyance sociale
du canton de Berne
Sozialamt
Office des affaires sociales
Rathausgasse 1
3011 Bern
Telefon +41 31 633 78 11
Telefax +41 31 633 78 92
www.gef.be.ch
info.soa@gef.be.ch
Referenz: GEF 2014 - 10101 / 107839 / tk
Bern, 23. Dezember 2014
Protokoll der 22. Kantonalen Integrationskonferenz
Datum
Zeit
Ort
27. November 2014
14.00 – 17.00 Uhr
Pfarrei Dreifaltigkeit, Saal Rotonda, Sulgeneckstrasse 13, 3011 Bern
Traktanden
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Begrüssung und Programm
Informationsbörse
Aktuelle Informationen des Kantons Bern Stand Umsetzungsvorbereitungen Integrationsgesetz/Integrationsverordnung
Informationsauftrag: Evaluation der Basismedien des Kantons Bern
Workshops zu den drei Basismedien
Diskussion im Plenum und Fragen
Ausblick und Tagungsende
1. Begrüssung
Manuel Haas begrüsst die Anwesenden und heisst sie herzlich willkommen.
2. Informationsbörse
Mirjam Roost, famira:
Angebote von Famira: Elternbildungskurse („von Mutter zu Mutter“, „aktive Freizeitgestaltung
AFIM“), Fachinputs, Worksohps usw. Famira hat ein neues Logo und neue Flyer.
Susanne Rebsamen, Kompetenzzentrum Integration Bern:
Mit Inkrafttreten des kantonalen Integrationsgesetzes 01.01.2015 ist das KI Bern Ansprechstelle für das Gebiet der Stadt Bern. Aufgaben: 2. Stufe Berner Modell, Fach- und Projektberatung, Vernetzung, Beratung von Privatpersonen (für Letzteres hat das KI Bern einen
Unterakkordanzvertrag mit der isa).
Veranstaltungshinweis: 23.02.2015 Infoveranstaltung für Schlüsselpersonen der Migrationsbevölkerung
Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
Agatha Aschwanden, SAH:
Seit 2014 stehen in den Angeboten für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommen
je zwei bis drei Kursplätze pro Angebot (co-opera, Fokus und Passepartout) offen für
MigrantInnen mit B- oder C-Ausweis.
Francesca Chukwunyere, Geschäftsleiterin isa:
Mit Inkrafttreten des kantonalen Integrationsgesetzes 01.01.2015 ist die isa Ansprechstelle im
Perimeter Mittelland (siehe Karte im Referat 1 / Folie 8). Um die Fragen der Gemeinden zu
klären führt isa Infoveranstaltungen durch (03.12. in Langenthal. 10.12. in Burgdorf).
Matthias Tanner, ref. Kirchen Bern/Jura/Solothurn:
Die ref. Kirchen Bern/Jura/Solothurn bieten zwei neue Publikationen an:
- Bereits vorliegend: „Leselust“ (Romane zu Migration und Integraiton / 10 Büchertipps)
- Per Anfangs Denzember vorliegend: Kurzes Infoblatt z.H. der Kirchgemeinden über das
Integrationsgesetz. Kann bei refbejuso bestellt werden.
Roxana Hügli, Multimondo:
Mit Inkrafttreten des kantonalen Integrationsgesetzes 01.01.2015 ist Multimondo Ansprechstelle im Perimeter Biel – Seeland – Berner Jura (siehe Karte im Referat 1 / Folie 8). Um die
Fragen der Gemeinden zu klären führt Multimondo Infoveranstaltungen durch (24.10. in Lyss,
03.12. in Reconvilier).
Anja Sucur, Beraber Bern:
Beraber bedeutet auf Türkisch „zusammen“. Studentinnen und Studenten bieten für fremdsprachige Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren Förderunterricht an.
Weiter setzen sich die StudentInnen auch ehrenamtlich für Aktivitäten im kulturellen Bereich
ein.
Mirjam Egger, Profora BEJUNE:
Profora ist ein Weiterbildungszentrum für MigrantInnen (Sprachkurse und Kurse zur beruflichen Integration). Profora hat dieses Jahr zwei Zertifizierungsprozesse abgeschlossen (ISO
und EDUQUA). Es liegen neue Broschüren und das Kursprogramm auf.
Eveline Dürr, Fachstelle Sozialarbeit der katholischen Kirche Bern (FASA):
FASA organisiert zum Internationaler Tag der Menschenrechte (10.12.) einen „Cercle de silence“
auf dem Schmiedeplatz in Bern (17h-17.30h)
3. Aktuelle Informationen des Kantons Bern Stand Umsetzungsvorbereitungen
Integrationsgesetz/Integrationsverordnung
Siehe Präsentation 1 im Anhang
4. Informationsauftrag: Evaluation der Basismedien des Kantons Bern
Siehe Präsentation 2 im Anhang
Folgende Fragen zum Referat von Colette Schneider wurden aufgeworfen
- Hat die Fokusgruppe (interkulturelle DolmetscherInnen) ihre Rückmeldung aus persönlicher
oder fachlicher Sicht gegeben?
C. Schneider: Sie brachten ihre gesamten Erfahrungen mit den drei Medien ein. Wichtig ist
sich bewusst zu sein, dass diese Medien andere Kommunikationswege, z.B. Gespräche,
nicht ersetzen.
- Was ist gemeint mit „Bedürfnisse bestehend in den Gemeinden“?
C. Schneider: Informationen zu den lokalen Gegebenheiten.
- Hat das SOA bereits Schritte unternommen, um die Anregungen der Studie umzusetzen?
M. Haas: Mit der Umsetzung der Empfehlungen wird im Januar/Februar 2015 begonnen.
- Die Fokusgruppe war aus Gemeindevertretern und Fachstellen zusammengesetzt. Warum
waren keine MigrantInnen vertreten?
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Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
C. Schneider: Die interkulturellen Dolmetschenden waren als VertreterInnen der MigrantInnen in der Fokusgruppe präsent. Es könnte allenfalls ein weiterer Schritt sein,
die Meinung der MigrantInnen einzuholen.
- Wurden nur die vorhandenen Informationsmedien untersucht oder gab es auch Empfehlungen für ergänzende Medien? Es fällt auf, dass es sich bei den drei untersuchten um
schriftliche Medien handelt. Schriftlichkeit ist aber für viele MigrantInnen eine Hürde.
C.Schneider: Die ZHAW empfiehlt, zusätzlich einen Newsletter herauszugeben. Es gibt
grundsätzlich keine einfachen Lösungen, da die Zielgruppe sehr heterogen ist und sehr
unterschiedliche Bedürfnisse hat. Es braucht deshalb einen ganzen Strauss an
Informationsangeboten.
5. Workshops zu den drei Basismedien
5.1
5.1.1
Willkommensbroschüre
Gedanken zu den Ergebnissen der Studie
- Die Broschüre geniesst eine sehr hohe Akzeptanz. Inhaltlich und in Bezug auf das Layout
wird gewünscht, nicht viel zu ändern.
- Hinweis auf Broschüre zur Website GEF (Downloads) anbringen.
- Allenfalls Übersetzung in weitere Sprachen (Somali, Arabisch, Tigrinya, Farsi…)
- Vernehmlassung vor der Neuauflage?
Wäre es sinnvoll, dass der Kanton den Gemeinden sein Layout zur Verfügung stellen würde,
um diese für gemeindeeigene Willkommensbroschüren zu verwenden?
- Ist mit den jeweiligen Kommunikationssfachstelle der Gemeinde zu beurteilen. Grundsätzlich
erachten die Anwesenden diese Möglichkeit als sinnvoll (Kostenerspranisse…)
- Vernetzung und gegenseitige Information über bestehende Infomedien wäre begrüssenswert.
- Überprüfen: Verlinkung auf der Website des Kantons zu Gemeindeinformationen für Neuzuzüger und zu den Gemeinde-Integrationsangeboten
- Der Zusammenhang zwischen der Willkommensbroschüre, der MIX und www.integrationbe.ch ist zu wenig ersichtlich.
- Eine Übersicht über alle Integrationsangebote wäre wünschenswert.
- Inhalt wichtiger als das Design
Wird eine Ergänzung mit Bildern und/oder Piktogrammen gewünscht?
-
Sparsam mit Bildern umgehen.
Lieber Piktogramme als platte Bilder.
Nicht überladen (weisse, unbeschriebene Bereiche auf den Seiten sind angenehm)
Die roten Trennseiten sind praktisch (zur Übersicht und auch für Notizen)
Die Kopfzeile ist sehr dekorativ: dürfte viel grösser sein, um mehr in Erscheinung zu treten.
5.1.2
Zusätzlicher Informationsbedarf?
- Vermehrt auch mündliche Information: Viele Anlässe, wo AusländerInnen und Einheimische
sich begegnen und austauschen können. Das Projektgefäss im KIP / Förderbereich soziale
Integration den Gemeinden bekannter machen.
- Erfahrungsaustausch der Gemeinden über gelungene / misslungene Projekte (z.B. das
Projekt „Kontaktstellenleiter“ der Gemeinde Ostermundigen, geplante Dorfrundgänge per
Pedibus in Zollikofen für NeuzuzügerInnen und BewohnerInnen des DZ), welche kostengünstig sind und einen grossen Nutzen hinsichtlich der Integration haben. (Anmerkung SOA:
siehe auch „Gemeinsam in der Gemeinde“http://www.gemeinsam-in-der-gemeinde.ch/)
- Twitter, Facebook (wird in Zollikofen, bzw. Köniz bereits genutzt)
- Ein Austausch der kommunikationsverantwortlichen Stellen der Gemeinden mit dem Kanton
über diese Frage wäre sinnvoll.
- Informationen an Asylsuchende und Flüchtlinge (Anmerkung SOA: Die Asylsuchenden und
VA’s werden von den Partnerorganisationen im Asylbereich mit Informationen bedient, die
anerkannten Flüchtlinge von den Flüchtlingssozialdiensten)
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Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
5.2
5.2.1
Internetplattform www.integration-be.ch
Gedanken zu den Ergebnissen der Studie
- Die Anwesenden sind sich einig, dass eine Reduktion auf einen einzigen Zugang sinnvoll ist.
Fraglich ist, ob sich dieser eine Zugang an Private oder Gemeinden richten soll.
Fachpersonen informieren sich eher direkt auf den homepages der betreffenden Behörden/
Institutionen.
- Layout/Schrift: zu optimieren (v.a. für gewisse MigrantInnen). Möglichst niederschwellig
gestalten (aber wie?)
- Die drei Zugänge sind auch für die Wartung anspruchsvoll.
- Verbindung prüfen http://www.migraweb.ch/
- Ein Extranet für Gemeinden wird eher nicht als sinnvoll erachtet (Befürchtung: Rasches „Absterben“)
- Smartphonetauglichkeit: Sehr sinnvoll, v.a. auch für MigrantInnen (könnte z.B. in den Wartezonen der Einwohnerbehörden etc beworben werden)
- Öffentlichkeitsarbeit für diese Website intensivieren: mit Flyer (schlanker als Website), Postkarten, im Tram usw. Verteilung der Werbeträger verbessern (z.B. im Wartebereich der
Einwohnerbehörde auflegen). Auftritt etwas frischer gestalten.
5.2.2
Zusätzlicher Informationsbedarf?
- Herausforderung: Zielgruppenerreichung
- Bestehendes Filmmaterial (z.B. von fide oder der BFM-Website) kommt gut an. Neues
erwünscht.
- Informationen und Sensibilisierungsanlässe, die sich an die Schweizer Bevölkerung richten,
z.B. an Schulen, in der kirchlichen Unterweisung, in Zusammenarbeit mit pro Senectute.
- Stärkung der Behörden = Öffnung der Verwaltung
- Kampagnen werden als zu teuer erachtet.
- Zielgruppe AusländerInnen: Alternativen zu schriftlichen Kanälen suchen, z.B. Kurse,
themenspezifische Anlässe (siehe auch Infobooker der Stadt Bern), Zusammenarbeit mit
Schlüsselpersonen und interkulturellen Vereinen (direkte Informationsvermittlung)
- Mund zu Mund-Informationen
5.3
5.3.1
Migrationszeitung MIX
Gedanken zu den Ergebnissen der Studie
Die Mehrheit der Teilnehmenden kennt Mix und bestätigt die Feststellungen der Evaluation:
Es handelt sich um wertvolle Inhalte und Informationen für die breite Bevölkerung, aber die
Fachpersonen wissen nicht so recht, was sie damit anfangen sollen. Es stellt sich die gleiche
Problematik wie z.B. bei Tangram oder Terra Cognita: tolle Produkte, aber man kommt selten
dazu, sie effektiv zu lesen.
Nachfrage: Wenn die Zeitung aufgelegt wird, ist die Nachfrage unterschiedlich. Manche
Stellen berichten, dass die Mix liegen bleibt, andere stellen eine gute Nachfrage fest.
5.3.2
Zusätzlicher Informationsbedarf?
Ausgehend von der Fragestellung, wie man die Information der breiten Bevölkerung wirksam
und effizient sicherstellen kann, wurden einige alternative Wege diskutiert. Ein Newsletter wurde skeptisch beurteilt, weil es schon eine Menge davon gibt und z.B. der Newsletter des BFM
auch kantonale Themen enthält. Eine Kampagne (z.B. Plakate) wird als teuer erachtet. Für
eine gute Wirkung müssten die Aussagen ziemlich zugespitzt werden.
Eine mögliche Option, mit der breite Öffentlichkeit besser erreicht werden könnte, sind „Publireportagen“ in Tageszeitungen. Man kann damit zwar weniger Umfang vermitteln, aber dafür
ist die Streuung besser. Denkbar wäre, die Inhalte weiterhin durch mehrere Kantone gemeinsam erarbeiten zu lassen und sie dann in mehreren Tageszeitungen zu platzieren.
Zur Fragestellung, welche Inhalte für den Informationsauftrag des Kantons besonders wichtig
sind (sei es für die breite Bevölkerung oder auch weiter gefasst), wurden einerseits Informationen zu den Neuerungen genannt, die es ab 2015 geben wird. Also z.B. Erklärung, was es
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Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
mit Integrationsvereinbarungen auf sich hat, wo ihre Möglichkeiten und Grenzen sind.
Andererseits wird die Bereitstellung von zentralen Fakten zu Migration gewünscht.
6. Diskussion im Plenum und Fragen
7. Ausblick und Tagungsende
M. Haas bedankt sich bei den Anwesenden für ihr engagiertes Mitdenken und zeigt sich
gespannt auf den Start der Umsetzung des Integrationsgesetzes im Januar 2015.
Für das Protokoll:
SOZIALAMT
Abteilung Integration
Therese Käppeli Trafelet
Sachbearbeiterin / Sekretariat
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