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Naturschutzverbände und
neue soziale Bewegungen
III. Vilmer Strategieworkshop
der Vorstände von EuroNatur, BN und BUND
vom 31.10. bis 02. November 2014
in Kooperation mit:
Bundesamt für Naturschutz Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm
Hintergrund und Ziel:
Blickt man allein auf die Mitgliederzahlen der Naturschutzverbände in Deutschland hätte
man bei ca. 5 Millionen Grund zur Zufriedenheit. Diese Zahl ist in den letzten Jahren stetig
gewachsen. Die Zahl der aktiven Mitglieder ist jedoch deutlich geringer. Die
Umweltbewegung der 1980iger Jahre mit ihrem Engagement (z. B. der Protest gegen AKW,
Gründung der Grünen) hat einiges erreicht, ist aber etwas in die Jahre gekommen. Von dem
Philosophen Peter Sloterdijk stammt das sprachmächtige Wort von den "ausgekühlten
Bedürfnisgruppen". In allen etablierten gesellschaftlichen Gruppen (Gewerkschaften,
Kirchen, Verbänden, Parteien) besteht die Gefahr der Auskühlung, auch und gerade nach
Jahren erfolgreichen Wirkens. Es gilt, immer wieder den Wärmestrom (Ernst Bloch)
lebendig zu halten und sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Mit wachen Sinnen
und kritischer Selbstbefragung ist der Selbstzufriedenheit zu trotzen.
Gegenwärtig scheint es so, dass ein erheblicher Teil des Engagements und kreativen
Potentials insbesondere junger Leute sich außerhalb der klassischen Naturschutzverbände
sammelt, zum Beispiel in der Transition Town Bewegung, beim Gärtnern in der Stadt, beim
Food und Car Sharing, neuen Wohnformen etc. Welche belebenden und wichtigen Impulse
könnten diese neuen sozialen Bewegungen aus den städtischen und ländlichen Milieus in
die Naturschutzverbände einbringen? Vielen dieser Initiativen geht es darum, ins Handeln
zu kommen, Handlungsspielräume jetzt und hier zu nutzen. Die Einübung in eine andere
Praxis scheint dringlicher als fortgesetzte Theoriedebatten und strategische Überlegungen.
Bestimmte Formen klassischer Verbandsarbeit verlieren angesichts der neuen
Beweglichkeit und einer propagierten Balance von „Kopf, Herz und Händen“ an
Attraktivität. Als wichtiger Teil der Zivilgesellschaft leisten die Verbände jedoch einen
unverzichtbaren Beitrag zur notwendigen gesellschaftlichen Transformation hin zu mehr
Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Sie setzen dabei auf Information, Protest, politische
Lobbyarbeit und das Gewinnen von neuen oder anderen Mehrheiten für ihre Anliegen.
Die Vorstände von EuroNatur, BN Bayern und BUND wollen mit Vertreter/innen der neuen
Gruppen und Initiativen ins Gespräch kommen und Felder sowie Formen einer zukünftigen,
möglichst konkreten Zusammenarbeit diskutieren. Die Zahl und Länge der Referate wird
daher zugunsten der Diskussionszeit geringer sein
Konzeption und Leitung der Tagung:
CHRISTEL SCHROEDER (EuroNatur)
DR. NORBERT WIERSBINSKI (BfN-INA),
Kontaktadresse:
Dr. Norbert Wiersbinski
BfN-INA Insel Vilm
18581 Putbus/Rügen
Tel.: 038301-86 111
Fax: 038301-86 117
e-mail: norbert.wiersbinski@bfn-vilm.de
Veranstaltungsort:
Veranstaltungsort ist die Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm des BfN. Vilm ist
eine kleine, Rügen vorgelagerte Insel, die als Kernzone des Biosphärenreservates Südost
Rügen nahezu ganz der natürlichen Entwicklung überlassen bleibt.
Kosten:
Unterkunft im Einzelzimmer p. Pers./Tag: 58 €
Unterkunft im Doppelzimmer p. Pers./Tag: 43 €
Vollverpflegung 24 €/Tag + 4 € für Kaffee/ Tee + Kuchen
Kostenbeitrag für das Abendkonzert am 01. November: 10€
Zahlung bitte per EC-Karte. Kreditkartenzahlung oder Überweisung ist nur in
Ausnahmefällen möglich.
Anreise:
Mit der Eisenbahn über Stralsund - Bergen/Rügen bis Lauterbach auf Rügen.
Mit dem Auto über Stralsund bzw. Glewitzer Fähre, Garz, Putbus nach Lauterbach.
Die Überfahrt von Lauterbach auf die Insel Vilm dauert etwa 10 Min. und erfolgt mit einem
Boot des BfN.
Weitere Informationen unter: www.bfn.de/06_akademie_natursch.html
Programm
Freitag, 31.10.2014
Fährzeiten: 16.10h, 17.10h, 18.10h, 19:10, 20.10
18.30
Abendessen
19.30
Begrüßung und Einführung
CHRISTEL SCHROEDER, Präsidentin der Stiftung EuroNatur,
PROF. DR. HUBERT WEIGER, BUND und BN Bayern
PROF. DR. HANS DIETER KNAPP, BfN
DR. NORBERT WIERSBINSKI, BfN-INA
20.00
Film: „Voices of Transition“
Ein Dokumentarfilm von Nils Aguilar, 65 Min.,
anschließend Gespräch mit NILS AGUILAR, Filmemacher
„Ein Meisterwerk! Faszinierend im Inhalt wie auch in der Form.“ Uwe Schneidewind,
Direktor des Wuppertal Instituts
Samstag, 01.11.2014
08.00
Frühstück
I Was ist anders, was ist neu?
09.00
Neue Inpulse für „ausgekühlte Bedürfnisgruppen“? –
Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln
JAANA PRÜSS, Kulturaktivistin, Künstlerin, Kuratorin,
Berlin
09.45
Ins Handeln kommen: Kurzbeiträge für die Diskussion
von Aktivist/innen der neuen sozialen Bewegungen:
(u.a. SUSANNE WIEST, Initiative für bedingungsloses
Grundeinkommen, Greifswald,
BENJAMIN KAFKA, Agentur für angewandte Utopien,
Berlin,
DANIEL CONSTEIN, Verein Wachstumswende e.V.,
Degrowth 2014, Leipzig
10.45
Kaffee/Tee
11.15
Fortsetzung und Diskussion im Plenum
12.30
Mittagessen
13.30
Rundgang um den Großen Vilm mit HANNES KNAPP
mit Fortsetzung der informellen Gespräche vom
Vormittag
15.00
Kaffee/Tee und Kuchen
II Anders leben in der Stadt
15.30
Was in Städten Gutes wächst
DR. CHRISTA MÜLLER, Anstiftung München und FABIAN
BERGER, grünanteil.net, Hamburg
16.15
Transition – Initiativen des Wandels
KARIN SCHULZE, Vorstandsmitglied Transition Netzwerk
e.V., Göttingen
16.45
Kurzbeiträge für die Diskussion von Aktivist/innen der
neuen sozialen Bewegungen: (JORIS LUICK,
Lebensmittelretter, Witzenhausen, "upcycling" Projekt
der youngcaritas Berlin mit ARIANE PIPER/ URSULA
SALOMON/RUTH URBANTAT,
FRAUKE HEHL, workstation ideenwerkstatt berlin e.V.,
Kunst-Stoffe - Zentralstelle für wiederverwendbare
Materialien e.V.
anschließend Diskussion im Plenum
18.30
Abendessen
19.45
Anders musizieren
Studenten der HMT Rostock im Konzert:
MARTEN PANKOW (Gitarre, Synths, Elektronik),
PHILLIPH RÜCKER (Saxofon), AXEL MEIER (Drums),
BENNY GUTEWORT (Bass) bieten eine atmosphärische
Mixtur aus Elektronik, Jazz und Pop - Improvisation und
Eigenkompositionen
Sonntag, 02.11.2014
08.00
Frühstück
III Anders leben auf dem Lande
09.00
Abwarten? Wagen! – Verdrossen? Vernetzt! –
Ausknipsen? Anschalten! - Die Initiative „Zukunft ElbeElster“ in Brandenburg als Entwicklungsmodell
DR. MICHAEL THOMAS, SOZIOLOGE, PROJEKTMITARBEITER,
Berlin,
09.30
„Die Kunst des Bleibens“ Kultur als Teil der
Landesentwicklungsstrategie von MecklenburgVorpommern
DR. WOLF SCHMIDT, Stiftungsberater, Kulturexperte und
Vorsitzender der „Mecklenburger Anstiftung“ , Liessow
10.00
Kurzbeiträge für die Diskussion von Aktivist/innen der
neuen sozialen Bewegungen: (PAUL BÖCKELMANN,
Künstler „Verein hässliche Heimat“, Altenau,
„Kirche im Dorf sein“ Projekt der Evangelischen
Erwachsenenbildung Mecklenburg, DR. MARIA PULKENAT,
Rostock), anschließend Diskussion im Plenum
11.15
Abschlussdiskussion und Ausblick (mit Kaffee/Tee),
CHRISTEL SCHROEDER
12.00
Suppe und Imbiss
12.35
Abreise (Zug in Lauterbach 13:04 wird erreicht)
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