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Innovative Behandlung von erneuten Gefäßverschlüssen

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Medieninformation vom 18.12.2014 | Seite 1 von 4
Innovative Behandlung von erneuten
Gefäßverschlüssen am Klinikum Augsburg
Klinikum Augsburg, AOK Bayern und ITG Isotope Technologies
Garching GmbH gehen neue Wege um die Versorgungsqualität
für Patienten mit erneuten Gefäßerkrankungen zu verbessern
Augsburg (kh) - Mobilität bis ins hohe Alter ist der Wunsch und das Ziel einer
immer älter werdenden Bevölkerung und für viele Ausdruck von Lebensqualität.
Rund 20% der über 65-jährigen Personen in Deutschland leiden allerdings unter
leichten bis schweren Verschlusskrankheiten der Gefäße - vor allem in den Beinen.
Bleibt eine Gefäßerkrankung dauerhaft unerkannt oder unzureichenden behandelt,
droht die Zerstörung des Gewebes. Im Extremfall können solche Erkrankungen nur
durch aufwändige Operationen behandelt werden
Mit der innovativen Behandlungsmethode „Rhenium PTA“ geht das Klinikum
Augsburg gemeinsam mit der AOK Bayern, der ITG Isotope Technologies
Garching GmbH sowie drei weiteren bayerischen Krankenhäusern neue Wege, um
die Versorgungsqualität für Patienten mit erneuten Gefäßerkrankungen zu
verbessern und ihnen ein hochwirksames und schonendes Behandlungsverfahren
als Alternative zu einer konventionellen Behandlung anzubieten.
Modellprojekt
Im Rahmen eines Modellprojektes, wird das innovative Behandlungsverfahren
„Rhenium PTA“ im Klinikum Augsburg angewendet. Die neuartige Methode soll
helfen, Patienten, die nach einer bereits erfolgten Behandlung erneut an
auftretenden Gefäßengpässen oder -verschlüssen vor allem in den Beinen leiden,
bestmöglich zu behandeln und Bein- oder Fußamputationen zu vermeiden.
Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie
am Klinikum Augsburg, ist sich sicher: „Unsere Ärzte arbeiten Hand in Hand mit
externen Spezialisten zusammen, um unseren Patienten eine bestmögliche
Gesundheitsversorgung anbieten zu können. Mit unseren Partnern gehen wir
dabei neue und vor allem erfolgversprechende Wege.“ Prof. Dr. Dr. h. c. Michael
Beyer, Ärztlicher Vorstand, ergänzt: „Bei vielen Patienten, die an einer
Gefäßerkrankung leiden kommt es trotz einer schon erfolgten Behandlung immer
wieder zu Verengungen in denselben Bereichen. Mit der Behandlungsmethode
können wir vielen Betroffenen helfen und ihnen Lebensqualität schenken.“
Klinikum Augsburg | Stabsstelle Unternehmenskommunikation & Marketing
Pressekontakt: Gabriella Sandor | Stenglinstraße 2 | 86156 Augsburg
Telefon 0821 400-3000 & Telefax 0821 400-3348
Presse@klinikum-augsburg.de | www.klinikum-augsburg.de
Medieninformation vom 18.12.2014 | Seite 2 von 4
Am Klinikum Augsburg sind die Klinik für Gefäßchirurgie unter der Leitung von
Chefarzt Prof. Dr. Klaus-Dieter Wölfle, die Klinik für Diagnostische und
Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie unter der Leitung von Chefarzt PD
Dr. Thomas Kröncke und die Klinik für Nuklearmedizin unter der Leitung von Prof.
Dr. Joachim Sciuk an diesem interdisziplinären Modellprojekt beteiligt und führen
die Behandlungsmethode „Rhenium PTA“ durch. Sie sind sich einig: „Die
Behandlung unserer Patienten wird sich deutlich verbessern, denn sie kann nun
noch schonender durchgeführt werden.“
Schon 2011 veröffentlichte Dr. Giesbert Leissner, Oberarzt der Klinik für
Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie eine Studie zur
Behandlung von erneuten Gefäßengpässen oder -verschlüssen mit ersten
Erfahrungen zu dieser Behandlungsmethode am Klinikum Augsburg. In dieser
Studie konnte nachgewiesen werden, dass durch den Einsatz von „Rhenium PTA“
das erneute Auftreten von Gefäßengpässen oder -verschlüssen effektiv und
nachhaltig reduziert werden kann. Gemeinsam mit der ITG Isotope Technologies
Garching GmbH und weiteren Experten wurde das Verfahren in den vergangenen
Jahren am Klinikum Augsburg entwickelt und perfektioniert.
Das Modellprojekt wird in den kommenden vier Jahren durch die Universität
Regensburg wissenschaftlich begleitet.
Typische Symptome einer Verengung der Gefäße in den Beinen
Unabhängig von den Grunderkrankungen, die zu einer Verengung der Gefäße in
den Beinen führen können, sind typische Symptome starke Schmerzen. Diese
können unter anderem durch eine körperliche Anstrengung ausgelöst werden.
Viele Betroffene legen daher beim Gehen häufiger Pausen ein. Bei einer
Verengung kommt es durch Ablagerungen in den Gefäßen zu einer Einschränkung
des Blutflusses, die im Ruhezustand keine bis kaum Schmerzen verursachen. Erst
bei einer körperlichen Belastung steigt der Sauerstoffbedarf der Muskulatur, die
Durchblutung reicht jedoch nicht aus und es kommt zu einer Unterversorgung des
betroffenen Bereichs. Dies äußert sich durch starke Schmerzen, die erst durch
eine Unterbrechung oder Beendigung der körperlichen Belastung wieder
verschwinden. Bleibt eine Gefäßerkrankung dauerhaft unerkannt oder
unzureichenden behandelt, droht die Zerstörung des darunterliegenden Gewebes.
Konventionelle Behandlung
Um einen Gefäßengpass oder -verschluss zu behandeln, wird häufig das
betroffene Gefäß mit Hilfe eines Ballonkatheters aufgedehnt. Hat diese
Aufdehnung keinen Erfolg, muss der betroffene Bereich operiert werden. Bei einem
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Teil der Patienten kann es nach der Aufdehnung zu einer erneuten Engstelle oder
einem Verschluss kommen, der so genannten Restenose.
Innovative Behandlung „Rhenium PTA“
Um eine Bein- oder Fußamputation bei Patienten mit einer Restenose zu
vermeiden, kommt die innovative Behandlungsmethode „Rhenium PTA“ zum
Einsatz. Dabei werden die Gefäßverengungen und -verschlüsse zunächst mit
einem konventionellen Ballonkatheter aufgedehnt. Danach wird ein mit flüssiger
Rhenium-188-Lösung gefüllter Ballonkatheter in das verengte Gefäß eingeführt.
Rhenium-188 ist ein kurzstrahlendes Radioisotop. Es wird bereits sehr erfolgreich
in
der
Behandlung
chronisch-entzündlicher
Gelenkerkrankungen
und
Krebserkrankungen eingesetzt. Die Bestrahlung dauert ungefähr zehn Minuten.
Dabei wird die Gefäßwand von allen Seiten gleichmäßig erreicht. Rhenium-188
hemmt das Zellwachstum und reduziert so die Verdickung der Gefäßschichten.
Nach der Bestrahlung wird der Ballonkatheter mit der flüssigen Rhenium-188Lösung entfernt und der Patient wird routinemäßig weiterbehandelt.
Engagement der AOK Bayern
Alfred Heigl, Direktor der AOK Bayern in Augsburg erklärt: „Die AOK Bayern
engagiert sich seit Jahren für innovative Behandlungsmethoden, um die
Versorgungsqualität für die Versicherten stetig zu verbessern“ und unterstützt so
Modellprojekte in ganz Bayern. Gelinge es mit der neuen Behandlungsmethode,
Fuß- und Beinamputationen zu vermeiden, bleibe den Betroffenen viel Leid
erspart, so Alfred Heigl. Als erste gesetzliche Krankenkasse bietet die AOK ihren
Versicherten, die unter einem erneuten Gefäßengstelle oder -verschluss leiden, die
Behandlungsmethode „Rhenium PTA“ an.
Informationen erhalten Betroffene und Versicherte bei der AOK Bayern in
Augsburg oder im Klinikum Augsburg. Erste Anlaufstelle für Patienten mit
Gefäßerkrankungen ist die Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Augsburg.
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(Abbinder)
Das Klinikum Augsburg gehört mit 24 Kliniken, drei Instituten und 18 Medizinischen
Zentren sowie rund 1.750 Betten zu den größten Krankenhäusern in Deutschland.
Es ist das einzige Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe für zwei Millionen
Bürger in Schwaben und bietet hochwertige Medizin auf universitärem Niveau. An
dem kommunalen Großkrankenhaus unter der Trägerschaft von Stadt und
Landkreis Augsburg engagieren sich seit mehr als 30 Jahren jeden Tag
hochqualifizierte Ärzte und kompetente Pflegekräfte für die Gesundheit der
Patienten. Das bestätigen nicht nur die vielen Auszeichnungen und Zertifikate,
sondern auch über 244.000 ambulante und stationäre Patienten. Jedes Jahr
erblicken über 1.700 Kinder am Klinikum Augsburg das Licht der Welt.
Mehr Informationen über das Klinikum Augsburg gibt es im Internet auf
www.klinikum-augsburg.de.
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