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JAHRESRÜCKBLICK - Stiftung Naturschutz Berlin

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2014
JAHRESRÜCKBLICK
BERLIN, DEZEMBER 2014
Weltrekord wider die Plastiktütenflut: Berlin tüt was
710.000
Plastiktüten am Tag –
Berlin ertrinkt in der
Plastiktütenflut. Dagegen wollten wir etwas
tun. Gemeinsam mit der BSR und der
Deutschen Umwelthilfe (DUH) starteten
wir die Aktion „Berlin tüt was“. Ab Juli
konnten an 70 Sammelstellen Einwegplastiktüten gegen Mehrwegtragetaschen eingetauscht werden. Ziel war es, 30.000 Tüten
aus dem Verkehr zu ziehen – denn das ist die
Menge, die in Berlin stündlich über die La-
dentheke geht. Die Sammlung glückte, und
die zigtausenden Plastiktüten wurden von
vielen fleissigen Helfern zusammengeknotet.
Mit Hilfe von rund 3.000 Berlinerinnen und
Berlinern haben wir die Aktion erfolgreich
zu Ende gebracht und einen neuen Weltrekord aufgestellt. Am 20. September 2014
fand unser großes Umweltfest statt, dessen
Höhepunkt die weltgrößte Plastiktütenkette
war. Die 30.000 aneinander geknoteten Einwegtüten beeindruckten auch die Jurorin
vom Guinness-Buch der Rekorde.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die
zum Gelingen unserer Weltrekordaktion
beigetragen haben. Von den Projektpartnern
BSR und DUH bis zu den vielen Menschen,
die ihre Plastiktüten im Vorfeld gegen unsere
Mehrwegtragetaschen eingetauscht haben.
Eine große Auswahl an Impressionen
von der Abschlussaktion finden Sie auf
www.berlintuetwas.de.
vorsitzender des Naturschutzzentrums Ökowerk e.V.
Der Preis in der Kategorie „Institutionen
und Unternehmen“ ging an die Stiftung für
Mensch und Umwelt, die für ihre Initiative
„Berlin summt!“ ausgezeichnet wurde. Mit
diesem öffentlichkeitswirksamen Projekt hat
die Stiftung für Mensch und Umwelt einen
wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und
zum Bienenschutz geleistet. Das hob auch der
Vorsitzende des BUND, Prof. Dr. Hubert
Weiger, in seiner Laudatio hervor. Mittlerweile wird das überzeugende Konzept auch
in anderen Großstädten wie Hamburg, München und Frankfurt umgesetzt.
Ausgezeichnet:
Die Preisträger des Berliner
Naturschutzpreises 2014
A
m 8. September wurde zum 27. Mal
der Berliner Naturschutzpreis von
der Stiftung Naturschutz Berlin verliehen. Mit einem großen Festakt vor rund
400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wurde herausragendes Engagement für die Natur der Hauptstadt geehrt.
In der Kategorie „Ehrenpreis“ wurde das Lebenswerk von Dr. Hartwig Berger gewürdigt.
Die Laudatio hielt Michael Müller, zu diesem
Zeitpunkt noch Senator für Stadtentwicklung und Umwelt. Er hob Bergers jahrzehntelanges Engagement für den Naturschutz
hervor – beispielsweise als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und als Vorstands-
1
Rekordbesuch beim Langen Tag der StadtNatur
S
o viele Besucher hatten wir noch nie:
25.000 Berlinerinnen und Berliner folgten dem Motto „rein ins Grüne, raus in
die Stadt“ und nahmen am 14. und 15. Juni
am Langen Tag der StadtNatur teil. 26 Stunden lang konnten sich Interessierte während
des WM-Sommers davon überzeugen, dass
es auch außerhalb von Brasilien und Fan-
meilen viele bunte Vögel zu entdecken gibt –
denn die schönsten Schwalben finden sich
eben nicht auf dem Fußballplatz. 500 Veranstaltungen an 150 Orten boten dazu viel
Gelegenheit. Bei naturkundlichen Schiffstouren und vielen kleinen und großen Führungen durch Stadt-Oasen, Weidelandschaften, Parks, Friedhöfe und andere Landschaf-
ten der Stadtnatur sah man aller Orten zufriedene Gesichter. Über 200 Experten sorgten dafür, dass trotz des großen Andrangs
alle Besucher ihre persönlichen StadtnaturHighlights genießen konnten. Unter den
tausenden Besuchern waren mehr als vierzig
Landespolitiker – darunter Bezirksbürgermeister, Abgeordnete und der Senator für
Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller. Sie nutzten die Gelegenheit, den Berlinerinnen und Berlinern besondere Highlights
selbst vorzustellen oder sich zu informieren.
Der nächste Lange Tag der StadtNatur wird
am 20. und 21. Juni 2015 stattfinden. Wer
den diesjährigen Langen Tag verpasst hat
oder auch in 26 Stunden nicht alle Highlights wahrnehmen konnte, muss aber nicht
bis dahin auf das nächste Stadtnaturerlebnis warten. Die Stiftung Naturschutz Berlin
präsentiert auf ihrem Veranstaltungsportal
www.umweltkalender-berlin.de auch an den
anderen 363 Tagen im Jahr die vielen Veranstaltungsangebote zur Berliner Stadtnatur.
Dort gilt ganzjährig: rein ins Grüne, raus in
die Stadt!
... Rekordzahl auch im Umweltkalender Berlin: Insgesamt wurden 7.420 Veranstaltungen
im Umweltkalender angekündigt – so viele wie niemals zuvor. www.umweltkalender-berlin.de
MITMACHEN
Wildschweine in Berlin –
unsere tierischen Nachbarn
besser kennenlernen
Informationen bekommen Sie beim LeibnizInstitut für Zoo- und Wildtierforschung.
Ob im Grunewald, im Tegeler Forst, in einem der städtischen Parks oder gar im eigenen Garten – viele Berliner haben schon
einmal die Bekanntschaft mit Wildschweinen gemacht. Mancher freut sich dabei über
den Anblick süßer Frischlinge, manch anderer ärgert sich über die Umgrabekünste des
Schwarzwildes. Aber nicht einmal Experten
wissen wirklich, warum sich die Tiere immer
weiter in Berlin ausbreiten. Es gibt zwar einige Vermutungen, aber keine wissenschaftlich
belastbaren Untersuchungen.
Das soll sich jetzt ändern. Die Stiftung Naturschutz Berlin ermöglicht mit einer Förderung
aus der Berliner Jagdabgabe dem Leibniz-In-
Suchen Sie eine spannende Idee für einen
Wandertag? Ein außergewöhnliches Programm für einen Kindergeburtstag? Oder einen Tipp für einen unvergesslichen Wochenendausflug mit der Familie? Berlin hat diverse Museen, Gartenschulen und Naturparks,
aber auch kleine und innovative Projekte
zum Thema Umweltbildung zu bieten. Auch
thematisch sind den Grünen Lernorten kaum
Grenzen gesetzt – es gibt immer etwas Neues
zu entdecken! Unsere Sammlung hilft Lehrern, Erziehern und Eltern, sich einen Überblick zu verschaffen. Die überarbeitete Neuauflage der Grünen Lernorte können Sie
unter stiftung-naturschutz.de herunterladen.
Impressum
2
Grüne Lernorte in Berlin
stitut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)
im Projekt „Wildschweine in der Stadt“ zu
ermitteln, warum sich die Tiere in Berlin so
wohl fühlen, wie sie hier leben und wie sich
das Miteinander von Mensch und Wildschwein möglichst gut gestalten lässt. Dabei können auch Sie helfen! Melden sie ihre
Wildschweinbeobachtungen online unter
www.izw-berlin.de/tierbeobachtung.html.
Das unterstützt die Studie und ergänzt die
Untersuchungen, die sich ansonsten auf die
Auswertung von Telemetrie-Sendern und
Proben erlegter Wildschweine stützen. Mehr
Stiftung Naturschutz Berlin
Potsdamer Straße 68
10785 Berlin-Tiergarten
T: (030) 26 39 40
F: (030) 261 52 77
E: mail@stiftung-naturschutz.de
www.stiftung-naturschutz.de
VORSTAND: Reinhard Dalchow (Vors.), Sylke Freudenthal (stellv.
Vors.), Dr. Sylvia Ortmann
GESCHÄFTSFÜHRER: Holger Wonneberg
STIFTUNGSRAT: Oliver Schworck (Vors.), Elke Hube (stellv. Vors.)
SPENDENKONTO: GLS Bank BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE71430609670007777000
WIR FÖRDERN IDEEN FÜR DIE ZUKUNFT
REZZO – Umweltbildung
für die Ohren
K
Die Türkische Gemeinde
erteilte Plastiktüten ein
Halteverbot
E
in in diesem Jahr von der Stiftung
Naturschutz Berlin aus dem Förderfonds Trenntstadt unterstütztes Projekt der Türkischen Gemeinde zu Berlin
(TGB) setzt direkt an der Supermarktkasse an. Dort werden Kunden über die
Probleme der Plastiktütennutzung informiert und mit einem Mehrwegtragenetz
ausgerüstet. Weitere Informationsveranstaltungen in der türkischen Community unterstützen diesen Ansatz.
Die Ratten im Park
S
ommer, Sonne, Grünanlagen: Das
schöne Wetter zog in den Sommermonaten unzählige Berliner und Besucher ins Freie, an die Ufer und in die Parks
der Stadt. Dort ließ es sich dank Wasser und
Schatten bestens aushalten und die natürliche Schönheit Berlins genießen. Aber leider
hinterließen viele Besucher auch etwas: Abfall! Regisseurin Andrea Bittermann macht
seit 2012 mit den Mitteln des Theaters an
beliebten Plätzen darauf aufmerksam. Und
auch 2014 war sie mit ihren „Ratten“ wieder
unterwegs. Das Projekt wird von der Stiftung
Naturschutz Berlin aus Mitteln des Förderfonds Trenntstadt Berlin finanziert.
lara und Jonas sind Geschwister, die
zusammen mit ihrem Hund Rezzo
nicht nur die Nachbarschaft erkunden, sondern die ganze Welt. Denn Rezzo
ist ein ganz besonderer Begleiter: Er kann
sprechen und das Trio an jeden Ort der Erde
teleportieren. Doch egal wohin sie kommen,
etwas ist schon da – Plastikmüll. Wie er dorthin gekommen ist und was sich dagegen machen lässt, erfahren die Geschwister von Rezzo und anderen tierischen Experten.
REZZO ist ein Hörspiel, das sich an Kinder
zwischen sechs und elf Jahren richtet. So
können diese auf spannende Art und Weise
lernen, was für Probleme durch Abfall entstehen und wie wichtig daher Müllvermeidung, -trennung und -entsorgung sind. Die
drei Episoden können kostenlos im Internet
heruntergeladen werden. Das Projekt wird
durch die Stiftung Naturschutz Berlin aus
Mitteln des Förderfonds Trenntstadt Berlin
ermöglicht.
Ihr Online-Einkauf zahlt sich für die Natur aus
W
ir haben Freunde und Förderer der Stiftung, die bei amazon,
Buch24, Brandenburg-Buch oder
booklooker online einkaufen, gebeten, dafür
den Link auf unserer Homepage zu nutzen.
Mit diesen Firmen wurde vereinbart, dass
wir einen festgelegten Prozentsatz des Einkaufswertes erhalten – ohne Mehrkosten für
den Besteller. Viele von Ihnen haben sich
daran beteiligt und dafür gesorgt, dass insgesamt mehr als 500 Euro Spenden bei uns
eingegangen sind. Herzlichen Dank! Bitte
vergessen Sie uns auch bei zukünftigen Bestellungen nicht und vor allem – sagen Sie weiter,
wie leicht man etwas Gutes für den Naturschutz in Berlin tun kann. Auf der Homepage
der Stiftung Naturschutz Berlin finden Sie die
Links zu den jeweiligen Online-Shops.
3
FREIWILLIGENDIENSTE
Tatendrang im Tegeler
Forst – 20 Jahre FÖJ
bei der Stiftung
A
Mitten im Leben –
der Ökologische Bundesfreiwilligendienst
D
ie Stiftung Naturschutz Berlin ist
bundesweit der größte Träger im
Ökologischen Bundesfreiwilligendienst. Am 01. Mai 2014 waren erstmals
111 Freiwillige gleichzeitig aktiv. Sie engagieren sich in mehr als 40 Einsatzstellen –
vom Forstamt bis zum Freilandlabor, vom
Naturschutzzentrum bis zum Wassermuseum. Die Möglichkeiten und Anforderungen
eines ÖBFD sind damit so vielfältig wie die
Menschen, die mitmachen.
Bei der Stiftung Naturschutz Berlin können
sich alle bewerben, die älter als 26 Jahre sind
und sich mindestens 20,5 Stunden in der
Woche Zeit für einen freiwilligen Einsatz
nehmen möchten. Weitere Informationen
für Einsatzstellen und Interessierte gibt es auf
unserer Internetseite.
m 1. April 1994 begannen erstmals
Jugendliche ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Stiftung Naturschutz Berlin. Seitdem wurden mehr als 3,5
Millionen Arbeitsstunden für die Berliner
Natur und Umwelt erbracht. Zum 20. Jubiläum frischten 150 aktuelle FÖJler am 3. April
2014 bei einem großen Aktionstag den Tegeler Forst auf. Sie pflanzten Bäume, sammelten Müll und pflegten Amphibienteiche und
Waldwege.
Besondere Chancen bietet das Freiwilligenjahr für Jugendliche mit Haupt- und
Realschulabschluss sowie mit Migrationshintergrund. Ein Großteil der Teilnehmer
findet direkt im Anschluss an das FÖJ einen
Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Die 16- bis
26-Jährigen leisteten allein im Jahr 2014 rund
250.000 Stunden für den Berliner Natur- und
Umweltschutz.
Unsere Freiwilligenprojekte FÖJ und ÖBFD
wurden erneut mit dem Quifd-Siegel für
Qualität in Freiwilligendiensten ausgezeichnet. Dieses Siegel dürfen wir nun bis 01. Juni
2017 führen.
MITMACHEN
weil reparieren oft zu teuer ist. Dieser Verschwendung von Ressourcen wollte der rbb
etwas entgegensetzen und bot im Januar 2014
einen kostenlosen Reparaturservice an. Daneben wurde gemeinsam mit den Hörern
von radioBERLIN 88,8 ein Reparatur-Atlas
entwickelt, der unter www.radioberlin.de/
themen/reparieren_statt_wegwerfen.html
heruntergeladen werden kann. Die Stiftung
Naturschutz Berlin war Partner dieser Aktion.
Reparieren statt wegwerfen: Reparatur-Atlas
für Berlin
W
enn das Radio den Lieblingssender nicht mehr einstellen möchte,
die Fernbedienung nicht mit dem
Fernseher kommuniziert und der Computer streikt – dann wird dieser vermeintliche Elektroschrott meist schnell entsorgt,
Wir trauern...
...um Horst Walligora
Er war mehr als ein Mitarbeiter, er war eine
Institution. Beinahe jede Veröffentlichung
der Stiftung Naturschutz Berlin ging über
seinen Schreibtisch und erhielt bei ihm
den letzten Schliff – wenn er sie nicht sowieso selbst verfasst hatte. „Frag Horst”,
war ein geflügltes Wort in der Stiftung,
wenn jemand in sprachlicher Hinsicht
nicht weiter wusste. Bis zu seinem 79. Le- Unser Vorstandsmitglied war ein leidenbensjahr konnten wir auf ihn zählen. Mit schaftlicher Streiter für den Natur- und Umihm ging nach 23 Jahren eine Ära zu Ende. weltschutz. Jeder, dem Michael Spielmann
...um Michael Spielmann
4
begegnete und der ihn kennenlernte,
merkte sofort, dass in diesem agilen, eloquenten, klugen und manchmal ungeduldigen Mann ein heißes Feuer brannte - ein
Feuer, das mitriss ohne zu verbrennen, das
ihn selbst und alle, die mit ihm zusammenarbeiteten, antrieb und dazu brachte, das
Beste zu geben.
Seit 2013 war Michael Spielmann Mitglied
unseres neuen Vorstands und er hat trotz
der kurzen Zeit, die er wirkte, viel bewegt
und angestoßen. Der Geschäftsführer der
Deutschen Umwelthilfe (DUH) verstarb
im Alter von nur 54 Jahren.
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Seele and Geist
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