close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

der Bote - Zeitschrift für Leib und Seele

EinbettenHerunterladen
der
Ausgabe 5/2014 - E 20804 -
Zeitschrift für Leib und Seele
Mein
Foto: ChrisBeric/fotolia
e: .de
n
i
l
n
o
zin
Jetzt e-maga
.bot
w
w
w
Advent,
dein Advent …
… noch 24 Seiten
bis Weihnachten!
der bote | Dezember 2014
II | der bote | Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser!
Aus dem Inhalt
Dies ist ein anderer Bote, als der, den Sie
sonst in Händen halten. Er hat 28 Seiten
und 24 davon sind wie ein Advents­
kalender gestaltet: Machen Sie seine Türen
auf und lassen sich überraschen, was
hinter den Seitenzahlen steckt.
Jeder Tag erzählt eine andere kleine
Geschichte. Von der „Stillen Nacht“ und wie aus ihr ein
großer Welthit wurde. Von einem Sänger, der die Armen
speist und einem Vermieterehepaar, das tatsächlich
Maria und Josef heißt. Wir ergreifen das Wort für den Wirt
in der Weihnachtsgeschichte und hören denen zu, die uns
ihre ganz persönlichen Weihnachtswünsche anvertraut
haben. An jedem Adventsonntag dürfen Sie mit unserem
geistlichen Impuls ein wenig zur Ruhe kommen und gerne
auch unsere Tipps für eine Andacht mit den Gästen in
den Betrieb mitnehmen.
Noch 24 Seiten bis Weihnachten: Möge Sie dieser Advents­
Bote durch die arbeitsreiche Zeit vor Weihnachten begleiten und Ihnen viele angenehme Momente des Innehaltens
bescheren.
Noch 24 Seiten bis Weihnachten
Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr
wünscht Ihnen
16 Der Wirt wehrt sich Ihr
Werner Fuchs
Werner Fuchs ist Vorstand der Frankfurter Einrichtung des Verbandes
Kirchliche Dienste im Gastgewerbe (KDG) und Geschäftsführer der Catering-Firma Martha's finest.
1 Das Kochbuch Jerusalem
2 Der Gasthof Drei Schneeballen
3 Die Wäschebeschließerin
4 Christkind und
Weihnachtsmann
5 Im schönsten Wiesengrunde
6 Das Café Nikolai
7 Der 2. Advent
8 Die Pension Poschmühle
9 Der Praktikant 10 Bethlehem in Bern
11 Der Koch aus Görlitz
12 Tipps für die Weihnachtsfeier
13 Die Weihnachtsgeschichte
14 Der 3. Advent
15 Die Wipfelstürmer
17 Maria und Josef
als Vermieter
18 Ein Österreicher in Norwegen
19 Frank Zander speist
die Armen
20 Wirtin mit Glücksschwein
21 Der 4. Advent
22 Stille Nacht: das Original
23 Stille Nacht: die Geschichte
24 Der Heilige Abend
der bote | Dezember 2014
1
Fotos: Petra Bork/pixelio; Wikipedia/Berthold Werner
Ein Kochbuch namens
Jerusalem
Samis Mutter hat es gekocht und Yotams Vater ebenfalls:
Couscous mit Tomaten und Zwiebeln, aromatisch duftend
und farbenfroh, die Küche des Orients. Doch gekannt haben
sie einander nicht, weder die Eltern noch ihre gleichaltrigen
Söhne.
Der Palästinenser Sami Tamimi wuchs im muslimischen Osten Jerusalems
auf, der Israeli Yotam Ottolenghi im jüdischen Westen der geteilten Stadt.
Viele Jahre später, in London längst Freunde und als leidenschaftliche Köche
auch Partner geworden, lassen sie in ihrem Restaurant die Gerüche, den Geschmack, die Farben ihrer Stadt immer wieder lebendig werden. „Jerusalem“
heißt ihr Kochbuch.
Jerusalem, „eine Stadt wie eine Suppe“, sagen sie. In Jahrtausenden gemischt
aus den Zutaten vieler Kulturen, aromatisiert mit den Düften und Gewürzen
verschiedenster Völker und Religionen. Für sie ist das Buch eine Reise zurück,
eine Reise über viele Grenzen, hin zu Gemeinsamkeiten. Eine Reise voller
Hoffnung, dass diese Stadt einmal Welterbe für alle sein darf. „Vielleicht
naiv“, meinen sie, „aber wir hoffen“. Ein Kochbuch – als politisches Buch?
Eine Freundschaft – als politische Aussage? „Für uns nicht, aber sie kann so
verstanden werden.“ Sie haben einen Schritt gewagt, ganz unspektakulär und
in Frieden miteinander.
Der Beitrag von Sabine Schaefer-Kehnert stammt aus dem Adventskalender „Andere Zeiten“. „Andere Zeiten“
ist eine ökumenische Initiative, die
mit Texten, Aktionen und Symbolen
Menschen spirituelle Angebote unterbreiten: www.anderezeiten.de
Buchtipp: „Jerusalem – Das Kochbuch“ von Yotam Ottolenghi und
Sami Tamimi, Verlag Dorling Kindersley, 24,95 Euro
der bote | Dezember 2014
Fotos: Tim Reckmann/pixelio.de; Porträt: Steidel
2
Was ist für Sie das Schönste
an Weihnachten?
Der Landgasthof „Drei Schneeballen“ ist seit 17 Generationen in Familienhand. Stammgast des Hauses war einst
der Priester und Erfolgsschriftsteller Heinrich Hansjakob
(1837-1916), schon er wusste die ausgezeichnete Forellenküche dort zu schätzen. Der ungewöhnliche Name hat
übrigens nichts mit Schnee zu tun, sondern geht auf das
Wappen des Hauses Fürstenberg zurück, die Ballen stehen dabei für Berge.
www.drei-schneeballen.de
der bote | Dezember 2014
Das Schönste an Weihnachten
sind für mich die beiden Tage,
an denen wir geschlossen
haben. Heiligabend und der
erste Feiertag gehören nur der
Familie! Das ist etwas ganz
Besonderes, wenn man sonst
das ganze Jahr über für die
Gäste da ist.
Alfred Neumaier, 74, Seniorchef des
Landgasthofs „Drei Schneeballen“ in Hofstetten
im Schwarzwald
Fotos: Tim Reckmann/pixelio.de; Porträt: Steidel
Die Wäschebeschließerin
Eine Wäschebeschließerin? Ja, was soll denn das sein?
Selbst für die Mitarbeiter des Albrechtshofes in Berlin war
der Begriff ein wenig ungewöhnlich, den ihre Kollegin als
Berufsbezeichnung führte. Das liegt einerseits daran, dass
es ein althergebrachtes Wort ist, andererseits, dass sich
in dem Hotel in Berlin Mitte vorher auch keiner so hingebungsvoll um die Wäsche kümmerte wie Ingrid Pötter (63).
Berufsbekleidung, Tischwäsche, Gardinen, Laken: Seit die
gelernte Schneiderin Ingrid Pötter in der Wäschekammer
das Regiment führt, geht es dort seinen streng geregelten
Gang. Alles wird sauber einsortiert und nach einem Farbleitsystem wieder entnommen. Was noch gut ist, wird genäht, was nicht passt, geändert. „Bei mir hat alles seine
Ordnung, da bin ich ganz altmodisch“, sagt die gebürtige
Berlinerin.
Sie ist eine Quereinsteigerin im Hotelgewerbe, eine Spätberufene, die lange Jahre auch in einem Geologielabor gearbeitet hatte. Dann kam die Arbeitslosigkeit und mit 56
3
eine neue Chance im Housekeeping des Albrechtshofs:
Dort entdeckte man ihr Talent für alles, was mit der weißen Wäsche zu tun hat.
So wurde sie Wäschebeschließerin, eine Stelle, die es bis
dahin gar nicht gab und die so ganz zu ihr passte. Nun ist
Ingrid Pötter 63 Jahre alt und die Zeit für den Ruhestand
gekommen. Der Beruf der Wäschebeschließerin, er beschließt auch ihr langes Berufsleben. „Was ich mir wünsche? Gesund will ich bleiben“, sagt sie, „und Zeit für
meine Enkel haben“.
Sie wird dem Albrechtshof fehlen und er ihr wohl auch.
Was bleibt, ist jedoch die Stelle der Wäschebeschließerin:
Da haben sich alle so daran gewöhnt, dass eine Nachfolgerin für Ingrid Pötter bereits gefunden ist.
Andreas Steidel
www.hotel-albrechtshof.de
der bote | Dezember 2014
4
Christkind oder
Weihnachtsmann?
Fotos: Tim Reckmann; Karl Michael Soemer/pixelio.de
Wer bringt nun eigentlich die Geschenke?
Das Christkind oder der Weihnachtsmann? Und was
hat es mit den beiden überhaupt auf sich?
Tatsache ist, dass früher einmal der Nikolaustag der Tag
des Schenkens war. Doch weil der evangelische Reformator Martin Luther die Heiligen der katholischen Kirche nicht mochte, brachte er den „Heiligen Christ“
ins Spiel. So hieß am Anfang das Christkind und
weil es an Jesus in der Krippe erinnerte, wurde
der Tag der Geschenke auf den 25. Dezember
gelegt.
Schließlich begann sich das Christkind auch zunehmend in katholischen Gegenden durchzusetzen: Als seine evangelischen Wurzeln in Vergessenheit ge­rieten, wurde es über die Konfessionsgrenzen hinaus zum Gabenbringer.
Konkurrenz bekam es erst wieder im 19.
Jahrhundert vom Weihnachtsmann. Der ist
eine protestantische, aber auch stark verweltlichte Abwandlung des Nikolauses und
fand zunächst in Norddeutschland seine
Anhänger. Überall populär wurde er durch
ein Weihnachtslied aus dem Jahre 1840,
das der Verfasser der deutschen
Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben, getextet hatte: „Morgen
kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben.“
In Amerika heißt der Weihnachtsmann übrigens Santa
Claus. Sein heutiges Erscheinungsbild hat er auch den
Amerikanern zu verdanken:
Den Mann mit dem roten
Mantel und dem weißen
Bart hat in den 1930er Jahren Coca Cola für eine Werbekampagne erfunden.
der bote | Dezember 2014
Die Entstehung des
bekannten Volksliedes „Im
schönsten Wiesengrunde“
ist einer Wirtstochter zu
verdanken. Aus Liebe zu
ihr schrieb Wilhelm Ganzhorn seine Verse, die bis
heute gesungen werden.
Die Wände um den Stammtisch am Kachelofen sind mit Bildern geschmückt. Ein Liedtext findet sich hier, das Schwarzweißbild
einer Familie, eine Zeichnung des Gasthauses, wie es früher einmal aussah.
„Schon zu Zeiten meiner Großmutter gab
es hier eine Ganzhorn-Ecke“, sagt Pia Lamparth, Wirtin im Gasthaus
Rössle in Straubenhardt-Conweiler nahe Pforzheim. Aus gutem
Grund: Wilhelm Ganzhorn (1818-1880) arbeitete für einige Zeit in
Neuenbürg als Amtsrichter. Er wanderte regelmäßig durch die Umgebung und auch nach Conweiler, wo er im Rössle einkehrte. Mit
der Zeit zog es ihn immer öfter dorthin, denn die Tochter der Wirtsleute hatte es ihm angetan.
Weil aber Luise noch sehr jung war, musste er sich einige Jahre gedulden, bis die Eltern einverstanden waren und das Paar 1855 heiraten durfte. In dieser romantischen Stimmung schrieb er sein Gedicht „Das stille Tal“, inspiriert von der Landschaft, die dem Rössle
in Conweiler zu Füßen lag und die er auf dem Weg von Neuenbürg
immer durchquerte. Bereits 1852 wurden drei seiner Strophen in einer Liedersammlung für Schulen veröffentlicht, später erschien es
dann unter dem Titel „Im schönsten Wiesengrunde“ und ist immer
noch eines der beliebtesten Volkslieder im Land. Das Lied, das der
ehemalige Stammgast aus Liebe zu Luise und ihrer Heimat verfasst
hat, erklingt auch heute im Rössle, wenn ein Gesangsverein einkehrt. Claudia List
5
Im schönsten Wiesengrunde
ist meiner Heimat Haus,
da zog ich manche Stunde
ins Tal hinaus.
Dich mein stilles Tal
grüß ich tausend Mal.
Da zog ich manche Stunde
ins Tal hinaus.
www.roessle-conweiler.de
der bote | Dezember 2014
Foto: Tim Reckmann/pixelio.de; Illustration: Ludwig Richter
Aus Liebe zur Wirtstochter
Kaffee beim Nikolaus
Das Café Nikolai hat eine ganz besondere
Atmosphäre: Es liegt in einer Reutlinger Kirche,
die keine Gemeindekirche mehr ist.
Im Sommer stehen Tische und Stühle auf der Terrasse vor
der altehrwürdigen Kirche in Reutlingen, die im 14. Jahrhundert erbaut und dem Heiligen Nikolaus geweiht
wurde. Der wiederum hat als Bischof von Myra ein
„Kornwunder“ vollbracht und während einer Hungersnot vielen Menschen das Leben gerettet. Deshalb verehrt ihn die Bäckerzunft als Schutzpatron. Aber das ist
nicht der Grund dafür, warum es heute in der Nikolaikirche immer frischen Kuchen gibt – und einen beliebten Mittagstisch.
Seit einigen Jahren wird der Bau nicht mehr als Gemeindekirche genutzt. Stattdessen gibt es dort offene Türen für alle, Gesprächsmöglichkeiten und
obendrein das Café Nikolai. Köchin Anja Schenk ist
von Anfang an dabei. Bevor sie nach Reutlingen
kam, hat sie viele Küchen kennengelernt, einige
davon in Sternerestaurants. Heute arbeiten in ihrer
Küche auch Menschen mit Behinderung, denn das
Café wird von der Bruderhausdiakonie betrieben.
Die 49-Jährige schätzt die besondere Atmosphäre
in der Kirche und das Tischgebet, das bei der
Atempause – einem Impuls am Mittag – gesproClaudia List
chen wird. der bote | Dezember 2014
Fotos: Rainer Sturm/pixelio.de; Gruppenbild: List
6
Ein wahres Wunder
Wenn jemand ein Wunder erlebt, dann ist das etwas
ganz Besonderes. Schon Menschen in der Bibel haben
das so empfunden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Es bringt etwas Unerklärliches ins Leben. Wir
Menschen wollen ja immer wissen, warum etwas passiert ist. Aber ein Wunder entzieht sich unseren analytischen Fähigkeiten. Es bleibt unerklärlich.
Vor einigen Monaten wurde nach einem Erdbeben im Süden Irans ein kleines Mädchen aus den Trümmern eines Hauses
geborgen. Es hatte eine Woche überlebt und trug außer ein paar
Kratzern keine Verletzungen davon. Dank Fernsehübertragung
wurden wir alle Zeugen dieses Ereignisses und auch davon, wie
der Vater völlig überwältigt nur noch stammelte: Ein Wunder,
ein Wunder.
Wir können erklären, wie die Wände und Balken über dem Kind
so zusammengebrochen sind, dass es am Leben bleiben konnte.
Und es hatte sich wohl von durchsickernden Wassertropfen ernährt. Spürhunde hatten mit ihren feinen Nasen den Weg zu
dem Kind gefunden. Und Helfer hatten vorsichtig die Steine weggetragen. Das alles können wir erklären. Aber es bleibt trotzdem
ein Wunder, dass das alles ganz genauso passiert ist.
Wer ein Wunder erlebt hat, staunt darüber und erzählt davon.
Im Erzählen spürt er, dass es wahr ist.
Heike Hauber
Fotos: Helga Dörk/pixelio.de; Porträt: Ulmer
Heike Hauber ist Gastronomiepfarrerin in Freudenstadt im
Schwarzwald
der bote | Dezember 2014
2. Advent
7
Fotos: Alexandra H./pixelio.de; Porträt: Steidel
An welche Kinderweihnacht
erinnern Sie sich?
Die Poschmühle ist eine alte Getreidemühle mit fast
800-jähriger Tradition. Vater und Großvater von Isabel
Maier-Klemm waren noch Müller. Später kam ein Sägewerk
dazu. Als beides schließen musste, hat die Familie begonnen Zimmer zu vermieten: Heute ist die Pension Poschmühle ein Übernachtungsbetrieb mit 22 Zimmern und
guter Nachfrage. Das funktioniert auch deshalb gut, weil
in Traunreut so viele Firmen sind und der Chiemsee nicht
weit weg ist.
www.pension-poschmuehle.de
8
der bote | Dezember 2014
Als ich sechs Jahre alt war, durfte
ich mit meinen Eltern das erste
Mal in die Christmette. Ich habe
das in toller Erinnerung mit all
den Lichtern und der feierlichen
Musik. Und als wir um Mitternacht aus der Kirche kamen, hat
es plötzlich geschneit. Es war wie
ein Wunder, weil noch am Abend
ein warmer Wind geblasen hatte.
Isabel Maier-Klemm (38), Inhaberin der Pension
Poschmühle in Traunreut (Oberbayern):
Der Redakteur als Hotel-Praktikant
9
Fotos: Petra Bork/pixelio.de; Porträt: Albrechtshof
„Ich habe mich durch
den Eiersalat
gekämpft und die
Marmeladen-­
spuren auf den
Frühstückstischen.“
Schon oft habe ich als Redakteur des
Boten über die Menschen in der Hotellerie und Gastronomie geschrieben.
Nun war es an der Zeit, einmal ein
Praktikum in einem Hotelbetrieb zu
machen. Im September habe ich zwei
Tage lag in vier verschiedene Bereiche
im Albrechtshof in Berlin hineinschnuppern dürfen: Küche, Restaurant, Rezeption und Housekeeping.
In allen Abteilungen habe ich dabei
Menschen kennengelernt, die sehr
effizient arbeiten müssen. Bei denen
jeder Handgriff sitzt, die sich nicht
leisten können herumzutrödeln und
die Zeit zu verquatschen. Im Restaurant und der Küche durfte ich sogar
richtig ran, habe mich durch den Eiersalat gekämpft und die Marmeladenspuren auf den Frühstückstischen. Im Housekeeping habe ich
gelernt, was der große Unterschied
zwischen einem Bleiber und einer
Abreise ist und an der Rezeption,
dass man Stammgästen keineswegs
die Frage stellen sollte: „Waren Sie
schon einmal in unserem Haus?“
Zu den schönsten Momenten gehörte
das Mittagessen mit den Kolleginnen
und Kollegen sowie das Gefühl, dass
sie sich alle darüber gefreut haben,
dass der „Bote“ sich einmal etwas
mehr Zeit für sie und ihre Arbeitswelt
genommen hatte. Ich weiß, dass ich
nur einen kleinen Ausschnitt dessen
erlebt habe, was einen Hotelbetrieb
am Laufen hält. Und doch war es ein
kostbarer Blick hinter die Kulissen
und eine intensive Begegnung mit
Menschen über das bloße Recherchieren für einen Artikel hinaus.
Vielleicht hilft es mir ja in Zukunft,
die Mitarbeiter in der Gastronomie
noch ein wenig besser zu verstehen.
Und öfter als bisher nach denen zu
fragen, die ganz im Hintergrund ihren
Dienst tun.
Ich grüße alle im Albrechtshof, die mir
diese beiden Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben!
Euer Boten-Redakteur Andreas Steidel
der bote | Dezember 2014
10
Bethlehem
zu Bern
Das bernische Bethlehem wird oft
als Trabantenstadt bezeichnet. Das
gilt vor allem für das Tscharnergut
mit seinen fünf zwanziggeschossigen
Hochhäusern und den acht langgezogenen Scheibenhäusern mit je acht
Geschossen. Erstellt wurde das
Tscharni zwischen 1958 und 1965 mit
dem Ziel für 5000 Menschen erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. Im Gegensatz zu vielen westeuropäischen Satellitenstädten besticht
Bethlehem durch seine Lebendigkeit
und Farbigkeit. Das Tscharni erlangte
sogar Kultstatus.
Dies darum, weil sich von Anbeginn
viele Menschen und Institutionen für
ein gutes Verhältnis zwischen den
Bevölkerungsgruppen – der Ausländeranteil beträgt 37 Prozent – für
Lebensqualität und gegen Vorurteile
eingesetzt haben. 50 Jahre gelebte
Integration löst zwar nicht alle Probleme, zeigt aber Früchte. „Miteinander bote | Dezember 2014
Fotos: Petra Bork/pixelio.de; Bethlehem, Bern
Bethlehem liegt in Bern?
Tatsächlich gibt es in der
Schweizer Hauptstadt ein
Wohnquartier, das genauso
wie der Geburtsort von
Jesus heißt.
der statt übereinander“ soll das Leben in Bethlehem prägen.
Viel zum lebenswerten Bethlehem
hat auch Architekt Reinhard beigetragen. Für ihn ging es nie „nur“ um erschwingliche und nützliche Wohnungen, sondern auch um eine gesamtheitliche Siedlungsplanung mit
einer das Zusammenleben fördernden
Infrastruktur. So ist das erste Gemeinschaftszentrum der Schweiz im
Tscharnergut entstanden.
Einen weihnachtlichen Farbtupfer im
Quartier schafft die Post im Dezember mit einer Sonderpoststelle, einer
Sonderbriefmarke und einem Sonderstempel Bethlehem 2014.
Woher der Name Bethlehem kommt?
Er geht wohl auf das Mittelalter zurück. Bethlehem hieß eine Station
des Prozessionsweges des Deutschritterordens aus einem nahe gelegenen Kloster.
Hermann Battaglia
Was wünschen Sie sich zu Weihnachten?
11
Fotos: Wolfgang Discherl/pixelio.de; Porträt: Steidel
Ich wünsche mir eine
Festanstellung!
Am 30. November
läuft mein befristeter
Vertrag aus und ich
weiß noch nicht
genau, wie es im
neuen Jahr weitergeht.
Michael Bittner (56), Koch im
Internationalen Begegnungszentrum
Kloster Marienthal in Ostritz
(Sachsen).
Nach 15 Jahren als Leiter der Mensa im Berufsschulzentrum Görlitz hat Michael Bittner 2013 seinen Job als Küchenchef verloren. Die externe Firma, für die er dort gearbeitet hatte, hatte sich zurückgezogen. Mit 55 war er plötzlich arbeitslos. Im Begegnungszentrum Marienthal hat er wieder eine Anstellung gefunden, eine befristete allerdings. Nun hofft er, dass sie verlängert wird und freut sich auf Weihnachten mit
seinem Enkel, der gerade in die Schule gekommen ist.
www.ibz-marienthal.de
der bote | Dezember 2014
12
Weihnachtsfeier für die Gäste
Wie macht man eine Weihnachtsfeier für die Gäste? Wir geben ein
paar Tipps für den Inhalt und den Ablauf.
•W
eihnachtliche Musik: Kann live oder von CD/Kassette sein.
Ist für die Stimmung ebenso wichtig wie eine weihnachtliche
Dekoration.
•B
egrüßung: Der Gastgeber oder die Gastgeberin begrüßt die Gäste
beim Hereinkommen.
• E ingangsworte: Gastgeber/in spricht ein paar persönliche Worte
zur Einstimmung.
Lied: Zum Beispiel „Stille Nacht“ (siehe auch Seite 22 und 23
• 1.
im Boten).
• E ine Geschichte: Gastgeber/in liest etwas vor, zum Beispiel
die Entstehungsgeschichte des Liedes Stille Nacht (siehe Bote
Seite 22 und 23).
Fotos: Tim Reckmann, Andreas Hermsdorf/pixelio.de
• 2. Lied: Zum Beispiel „Ich steh an deiner Krippen hier“.
• L esung: Das Weihnachtsevangelium aus Lukas 2
(siehe gegenüberliegende Seite).
• Besinnliches Musikstück: Live oder von Kassette/CD.
• 3. Lied: Zum Beispiel „O du fröhliche, o du selige“.
• Weiterfeiern: mit Gebäck und Getränken.
Im Allgemeinen ist es besser nach dem Abendessen zu feiern, weil
dann mehr Zeit und Ruhe ist. Man kann die Feier aber auch mit
dem Abendessen beschließen. Schön ist es übrigens auch die Gäste
zu fragen, ob sie sich mit einer Lesung oder bei einem Lied beteiligen wollen.
Die Tipps entstammen einem Faltblatt zur Vorbereitung von Weihnachtsfeiern,
das vom Arbeitskreis für Freizeit und Erholung in der Evangelisch-Lutherische Kirche in
Bayern herausgegeben wird. Dort kann auch die ausführliche Version sowie ein Andachtsblatt für Gäste bestellt werden: Kirchenrat Thomas Roßmerkel, Katharina-von-Bora-Str.
11-13, 80333 München, Tel. 089-5595213, eMail: Thomas.Rossmerkel@elkb.de.
der bote | Dezember 2014
13
ZUM VORLESEN
Die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem
Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.
Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur
Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder
in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt
Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da
heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte
Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem
vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären
sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln
und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst
keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde
bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und
der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des
Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu Ihnen: Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk
widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren,
welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in
Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald
war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen,
die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in
der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines
Wohlgefallens.
Und als die Engel von Ihnen gen Himmel fuhren, sprachen
die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach
Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen
ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef,
dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen
hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von
diesem Kinde gesagt war.
Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was
ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle
diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten
Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie
denn zu ihnen gesagt war.
Aus dem Lukas-Evangelium, Kapitel 2
der bote | Dezember 2014
Nie allein
Oft bin ich allein unterwegs – keiner kommt mir entgegen oder läuft
ein Stück des Weges mit mir. Meine Empfindungen auf dem Weg
sind offen für die Schönheit der Landschaft – für Gespräche – für
Zwiegespräche – für die Zeit. Manchmal betrachte ich mein Leben,
denke darüber nach, wo ich falsche Entscheidungen getroffen habe. Stelle fest, ich habe es mir bei meinen
Entscheidungen nicht immer leicht gemacht oder gar
oberflächlich gehandelt. Oft habe ich mich leiten lassen, fühle mich
mitgenommen von der Energie des neuen Weges. Und es waren
rechte Entscheidungen dabei, die mir klar machten – so kann dein
Weg aussehen. Du musst nur bereit sein, ihn anzunehmen. Offen
sein, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Das lässt dich
nicht kapitulieren. Manche Wege gehen wir unbewusst und fühlen
uns auf ihnen wohl. Auf dem Weg zur Geburt des Kindes von Bethlehem bin ich nie allein – immer ist einer mit mir unterwegs. Darüber bin ich sehr dankbar.
Pfarrer Jochen Bretthauer
ist Vorstandsmitglied des Verbandes
Kirchlicher Dienst im Gastgewerbe und hat
jahrzehntelang selbst ein Hotel geleitet.
Bereitet dem Herrn den Weg
Jesaja 40,3
der bote | Dezember 2014
Fotos: Wolfgang Discherl, Rainer Sturm/pixelio.de; Porträt: Ulmer
3. Advent
14
15
Fotos: Petra Bork/pixelio.de; Porträt: Steidel
Was wünschen Sie sich
fürs neue Jahr?
Nach vielen Jahren des touristischen Niedergangs gibt es in dem Nordschwarzwälder Kurort Bad Wildbad wieder Licht am Ende des Tunnels: Die
Sommerbergbahn wurde renoviert und an der Bergstation für 4,3 Millionen
Euro ein spektakulärer Erlebnispfad durch die Baumwipfel eröffnet – komplett barrierefrei und für jedermann zugänglich. Das neue Hotel-Restaurant
Auerhahn liegt direkt zwischen Bahn und Borke.
www.auerhahn-badwildbad.de
Wir wünschen uns,
dass der neue Baum­
wipfelpfad ein Erfolg
wird und die Gäste dann
in großer Zahl zu uns
kommen. Das ist
unsere Hoffnung
für 2015.
Carina Richter (23), Geschäftsführerin
und Andreas Friedrich (25), Küchenchef
im Hotel Auerhahn in Bad Wildbad
der bote | Dezember 2014
16
Der Herbergswirt rotiert im Grabe
Foto: Tim Reckmann/pixelio.de; Illustration: Rühl
An Weihnachten
kommt in der Bibel vor
allem einer schlecht
weg: Der Wirt, der für
Maria und Josef kein
Zimmer mehr übrig
hatte. Hermann Battaglia
macht sich zu seinem
Fürsprecher und stellt ein
paar Dinge klar.
Jetzt aber fertig mit Halleluja! Seit beinahe 2000 Jahren werde ich in
den Kameldreck gezogen. Wird unter dem christlichen Deckmantel
eine Verleumdung an die andere gereiht! Kein Wunder, rotiere ich
regelmässig um Weihnachten in meinem Grab.
Ich soll das „beste“ Beispiel für einen hartherzigen Gastwirt sein,
soll die Gastfreundschaft mit Füßen getreten haben! Ich hätte dem
Josef mit seiner schwangeren Maria den Zutritt zu meiner Herberge
verweigert, weil das seltsame Paar nicht zu meinen übrigen – moralisch einwandfreien – Gästen passte und ich die leeren Lager lieber
einer zahlungskräftigeren Kundschaft verkaufen wollte.
Mir bleibt das Halleluja im Halse stecken: Kein Wort ist wahr an diesen von Weihnachten zu Weihnachten gedankenlos weiterverbreiteten Vorwürfen. Im Gegenteil! Meine Herberge war damals wirklich
bis in den letzten Winkel besetzt, und ich hätte – ohne zu lügen –
sagen können, das Boot respektive das Haus sei voll. Aber im Gegensatz zu vielen, die nach mir in die Geschichte eingegangen sind,
habe ich niemanden abgewiesen! Habe ich mein sonst schon überbeschäftigtes Gesinde angewiesen, im Stall eine warme Ecke frei
und sauber zu machen, frisches Stroh zu holen und eine Futterkrippe als Lager für das Kleine, das jeden Moment auf die Welt kommen konnte, vorzubereiten. Und meine Leute haben das so gut gemacht, dass in den Tagen nach der Geburt sich selbst Könige nicht
scheuten den Stall zu betreten!
Himml-Hergott-Saggeramentt-uuuuh-ia! Was mich am meisten erzürnt: Ausgerechnet Theologen und ihr frommer Anhang werden nicht
müde die gemeinen Vorwürfe zu wiederholen. Es stehe halt so
in der Bibel, behaupten sie! Was eine plumpe Lüge ist.
Ich als einfacher Herbergswirt weiß, dass die
Geschichte mit der Herberge in der Bibel nur
an einer einzigen Stelle erwähnt wird.
Was, bitte was, schreibt Lukas dort?
„Dann betteten sie ihn in eine Futterkrippe. Es gab sonst keinen geeigneten
Platz in der Unterkunft.“ Der Wirt kommt
darin gar nicht vor. Weil gute Taten schon damals nicht „publiziert“ wurden.
Ist damit, Ihr Schlangenbrut, meine Ehre gerettet? Oder muss ich mich weiterhin jährlich zu
Weihnachten im Grab umdrehen?
Melchi, gewesener Herbergswirt
zu Bethlehem
Fotos: Petra Bork/pixelio.de; Porträt: Bernd-Christian Fetzer
Maria und Josef als Vermieter
Maria und Josef Gutmann vor ihrem Haus im Südschwarzwald.
In der
Weihnachtsgeschichte
haben Maria und Josef
lange nach einer Herberge
suchen müssen.
Im Südschwarzwald
vermieten sie selbst eine
Ferienwohnung.
17
Eigentlich spielen für Josef (76) und
Maria Gutmann (65) ihre besonderen
Vornamen keine Rolle. Und wie immer, wenn man das Wort eigentlich
benutzt, ist es dann eigentlich ganz
anders. Es war 1964, als sich die beiden kennenlernten. Der junge Mann
aus dem Münstertal und das Mädchen aus Laitenbach. Ihn nannten
sie den Sepp und sie war für viele
nur das Mariele, „und so haben wir
eigentlich gar nicht so richtig gemerkt, dass wir Josef und Maria
sind“, sagen sie heute.
1970 haben Sepp und Mariele geheiratet. Und weil sie die ersten zwei
Jahre ihrer Ehe noch kein eigenes
Haus hatten, wohnten sie bei den Eltern. Und die riefen ihren Sohn immer ganz korrekt bei seinem Taufnahmen Josef. Und sie ebenso selbstverständlich Maria.
„So haben wir das dann auch gemacht, ein Leben lang“, erinnert sich
Maria Gutmann. Als 1972 in Laitenbach das neue Haus fertig war, da zogen Maria und Josef in ihre Herberge
ein. Im Wohnzimmer über dem Sofa
steht eine große Lindenholzfigur, die
Regensburger Madonna: ein Abbild
der Heiligen Maria. Maria Gutmann
hat sie 1993 in Oberbayern gekauft,
zum Dank für ihre Genesung nach einer schwierigen Bandscheibenoperation. In der Küche steht ein holzgeschnitzter Josef. „Ja, sicher“, sagen
die beiden, „eine heilige Anna oder
einen Antonius hätten wir uns nicht
gekauft“.
So spielen ihre biblischen Vornamen
doch immer wieder eine Rolle in ihrem Leben. Die jüngste hat mit den
Gästen zu tun, die sie seit 15 Jahren
in ihrer Ferienwohnung willkommen
heißen. Die finden es einfach göttlich, „bei Maria und Josef“ zu wohnen und müssen abends im Dorfgasthof auch gar nicht mehr erwähnen als diese beiden Vornamen: im
weiten Umfeld gibt es kein weiteres
Paar, das Maria und Josef heißt und
seine Herberge an Schwarzwaldurlauber vermietet.
Andreas Steidel
www.ferienwohnung-wieden.de
der bote | Dezember 2014
18
Wie feiern Sie Weihnachten
in Norwegen?
Fotos; Petra Bork/pixelio.de; Porträt: Steidel
An Heiligabend
geht es sehr förmlich zu
in Norwegen. Die Männer
tragen Anzug, die Frauen
ein dunkles Kleid. Dann
gibt es ein deftiges Essen,
Schweinerippe, Kartoffeln
und Rotkohl und zum
Schluss einen Aquavit.
Heute bin ich hier
heimisch, aber am Anfang
war es nicht einfach,
mit den Norwegern
warm zu werden.
Bertwin Issowitsch (46),
Koch auf der Kreuzfahrtfähre
Color Line
Seit 20 Jahren lebt und arbeitet der gebürtige Österreicher in Norwegen, seit
zehn Jahren kocht er auf der Kreuzfahrtfähre zwischen Kiel und Oslo. Man verdient gut in Norwegen und die Arbeitnehmerrechte sind so traumhaft, dass die
meisten kaum Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Bertwin Issowitsch schätzt
den Rhythmus auf der Fähre: Zwei Wochen arbeiten, zwei Wochen frei. Und
was besonders schön ist. Dieses Jahr kann er Weihnachten zu Hause mit der
Familie feiern.
www.colorline.de
der bote | Dezember 2014
Frank Zander und seine Gäste
Frank Zander (72) begrüßt seine obdachlosen Weihnachtsgäste. Viele kennt er persönlich.
Fotos: Frank Herrmann / Zett-Records GmbH; Tim Reckmann/pixelio.de
Der Sänger Frank Zander lädt Obdachlose und Bedürftige in Berlin
zur Weihnachtsfeier ein – in diesem Jahr schon zum 20. Mal.
Zusammen mit anderen Prominenten und vielen Helfern wird er
am 22. Dezember rund 3000 Gäste im Hotel Estrel bewirten.
Herr Zander, ist das ObdachlosenWeihnachtsfest für Sie inzwischen
Routine?
Naja, Routine kann es nie werden,
weil es doch ein ganz schöner Aufwand ist. Denn wir müssen jedes Mal
ein bisschen betteln und die Künstler
zusammenkriegen.
Freuen Sie sich trotzdem darauf?
Doch, ja. Das gehört jetzt zu Weihnachten wie der Tannenbaum. Wir
können uns das gar nicht mehr ohne
vorstellen, weil das zwar eine Anstrengung ist, aber für uns ist das
wirklich Weihnachten.
Sie legen Wert darauf, dass es
eine Familienfeier ist – wer ist alles
beteiligt?
Meine Frau, mein Sohn, der ist der
Kommunikator in unserer kleinen
Firma, der fängt Monate vorher an,
daran zu arbeiten. Also: Wer spendet
was, wohin geht das, wer ist von den
Helfern da und so weiter. Und dann
sind noch viele Freunde dabei.
Was, glauben Sie, ist der Grund,
dass so viele gern mithelfen?
Ich weiß nicht, weil viele auch merken, dass man was tun muss. Und
das versuchen wir ja auch, auf unsere Fahne zu schreiben und sagen:
Mensch, mir geht’s gut, ich muss
was abgeben. Mehr ist es eigentlich
nicht. Und man merkt dann, wie
viele das annehmen.
Warum liegen Ihnen die Obdachlosen
so am Herzen?
Das hat sich so entwickelt. Das war
ja die Idee einer Plattenfirma damals,
aber dann merkten wir, das geht
überhaupt nicht, auf dem Rücken der
armen Menschen eine Präsentation
einer CD zu machen. Die armen Menschen kamen auf uns zu, das waren
19
„Mensch,
mir geht’s gut,
ich muss was
abgeben.
Mehr ist es
eigentlich nicht.
Und man
merkt dann,
wie viele
das annehmen.“
120, und dann merkte ich: Mensch,
ey, das ist aber jetzt richtig Weihnachten. Das ist ja auch ein christlicher Gedanke.
Der Saal im Estrel-Hotel ist riesig.
Serviert wird traditionell Gänsekeule
mit Klößen und Rotkohl. Wer kocht
das alles?
Peter Griebel, der Küchenchef vom
Estrel, ist der große Meister. Er und
sein Team machen das ehrenamtlich.
Sie feiern dieses Jahr Jubiläum. Wie
lange wird es die Feier noch geben?
So lange wir Kraft haben. Wir können
jetzt auch nicht loslassen. Und ich
hab das Gefühl, dass der liebe Gott
mir Kraft gibt, das noch zehn Jahre
zu machen oder sogar noch mehr.
Das Gespräch führte Hilke Grabow
Spendenkonto: Diakonisches Werk
Berlin-Brandenburg e.V., Bank für Kirche und Diakonie, BLZ 35060190,
Kto.-Nr. 44440,
Kennwort: Weihnachten mit Frank,
www.obdachlosenfest.de
der bote | Dezember 2014
Die Glückliche
Wer im Mittelalter ein
Schwein hatte, der hatte
wirklich Glück: Denn ein
Schwein hat die Menschen
über den Winter gebracht,
mit Bratfett, Schinken und
Schmalz versorgt. Ein besonderes Glück war es,
wenn ein Schwein zur
Weihnachtszeit viele Ferkel
warf: Das war ein gutes
Zeichen für das neue Jahr.
So wurde aus dem
Schwein – das Glücksschwein. Symbolisch
reichte man ein frisch gewaschenes Ferkel herum
und jeder, der es berührte,
sollte im neuen Jahr Glück
haben. Später wurden die
Glücksschweine dann aus
Marzipan hergestellt.
Fotos: Tim Reckmann/pixelio.de; Porträt: Steidel
20
In Stuttgart ist dem Schwein ein ganzes Museum gewidmet. Betrieben wird es
von der Gastronomin Erika Wilhelmer (74). Zusammen mit ihrem Sohn gehören ihr insgesamt vier Lokale in Stuttgart. Eines davon ist das bekannte „Stäffele“, ein anderes der „Schlachthof“, wo im Obergeschoss auch das Schweinemuseum untergebracht ist. Heute wird im Schlachthof nicht mehr geschlachtet, aber natürlich Schweinebraten serviert. Und im Museum erfährt
man, wo auf der Welt welche Schweine gehalten werden und wer pro Kopf
das meiste Schweinefleisch verzehrt: es sind tatsächlich die Österreicher (70
Kilo pro Jahr), wobei die mit Abstand größte Zahl von Schweinen in chinesischen Ställen steht (490 Millionen). In Europa sind die Deutschen mit 27 Millionen an der Spitze der Schweinehalter.
Dumm ist das Schwein übrigens nur in einer Redensart: Tatsächlich gehört es
mit den Affen zu den intelligentesten Tieren überhaupt. Wer es glücklich machen will, der hält es übrigens in großen Ställen oder am besten auf einer
Waldweide mit viel Auslauf. Von diesen glücklichen Schweinen schmeckt auch
das Fleisch viel besser.
www.schweinemuseum.de
der bote | Dezember 2014
4. Advent
Warten
21
Warten –
Auf Besuch.
Auf die Arznei.
Darauf, dass sich die Kinder öfter melden.
Auf Frieden.
Auf die Nachfrage, wie es mir geht:
Wie geht es dir?
Auf eine Entschuldigung.
Auf einen Rückruf.
Auf die Rechnung.
Auf den Feierabend.
Auf Antworten.
Fotos: Petra Bork; Bielka/pixelio.de; Porträt: eva
Wir sind Wartende.
Weil wir uns mit dem Hier und Jetzt
nicht zufrieden geben.
Wir hoffen und glauben:
Es steht noch etwas aus.
Es wird noch etwas kommen.
Wir schauen nach vorne.
Und warten und pressieren.
Auf die Ankunft des Herrn.
Auf die Vollendung dessen,
was er begonnen hat.
Heinz Gerstlauer ist württembergischer
Landesvorsitzender des Verbandes
Kirchliche Dienste im Gastgewerbe/
Missionarischer Dienst im Hotel- und
Gaststättengewerbe (KDG/MDHG)
der bote | Dezember 2014
Fotos: Petra Bork/pixelio.de; Noten: Stille-Nacht-Gesellschaft
22
Stille Nacht: Das Original
Ursprünglich hatte das Lied „Stille Nacht“ sechs Strophen. Heute werden
üblicherweise nur noch drei gesungen und zwar in dieser Reihenfolge:
Die erste, die sechste und die zweite.
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht. Nur das traute heilige Paar.
Holder Knab’ im lockigten Haar,
schlafe in himmlischer Ruh!
Schlafe in himmlischer Ruh!
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut alle Macht. Väterlicher Liebe ergoss
.
Und als Bruder huldvoll umschloss.
Jesus die Völker der Welt!
Jesus die Völker der Welt!
Stille Nacht! Heilige Nacht! Gottes Sohn! O! wie lacht
.
Lieb’ aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund.
Jesus in deiner Geburt! Jesus in deiner Geburt!
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht.
Als der Herr vom Grimme befreit. In der Väter urgrauer Zeit
.
Aller Welt Schonung verhieß!
Aller Welt Schonung verhieß!
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht.
Aus des Himmels goldenen Höhn.
Uns der Gnade Fülle lässt sehn
.
Jesum in Menschengestalt!
Jesum in Menschengestalt!
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht.
Durch der Engel „Halleluja!“
Tönt es laut bei Fern und Nah:
„Jesus der Retter ist da!“
„Jesus der Retter ist da!“
der bote | Dezember 2014
Fotos: Petra Bork/pixelio.de; Porträt: Stille-Nacht-Gesellschaft
Ein Lied ging um die Welt
Am Weihnachtstag des Jahres 1818 war in Oberndorf im Salzburger Land
die Kirchenorgel ausgefallen. Deshalb fragte der katholische Hilfspriester Joseph Mohr seinen Freund, den Organisten Franz Xaver Gruber, ob
er ihm nicht eine Melodie für die Gitarre schreiben könnte. Schon immer hatte Joseph Mohr gerne Gitarre gespielt. Am liebsten saß er bei
den einfachen Menschen im Wirtshaus und sang mit ihnen.
Am Abend des 24. Dezember hatte Franz Xaver Gruber seine Melodie
fertig. Den Text dazu hatte Pfarrer Mohr selbst geschrieben. Es war ein
Gedicht in schlichten Versen, allgemein verständlich abgefasst in deutscher Sprache und getragen von der Friedenssehnsucht der Zeit nach
dem Ende der napoleonischen Kriege. Bei der Christmette in der St. Nikolauskirche in Oberndorf sangen Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr
das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ zum allerersten Mal. Zwei Männerstimmen und eine Gitarre, die Menschen waren berührt von dem, was
sie da gehört hatten.
Danach trennten sich die Wege von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr
und das Lied geriet in Vergessenheit. Erst ein Orgelbauer aus dem Zillertal interessierte sich wieder dafür. Er nahm es mit, gab es einer Tiroler Volkssängergruppe und sah, wie das Lied allmählich Verbreitung
fand.
1832 schrieb das Leipziger Tagblatt, dass die Geschwister Strasser der
Bitte entsprochen hätten, „das schöne Weihnachtslied Stille Nacht vorzutragen“. 1839 ist eine Darbietung in der New Yorker Trinity Church
verbürgt und bereits einige Jahre zuvor hatte man es Österreichs
Kaiser Franz und dem russischen Zar Alexander zu Gehör gebracht. Wer immer die „Stille Nacht“ auch vernahm, war entzückt
von dem Weihnachtslied, dessen Verfasser als unbekannt galt.
Ein besonderer Freund des Liedes war der preußische König
Friedrich Wilhelm IV. 1854 gab er Befehl, der Sache auf den
Grund zu gehen. Nach längeren Nachforschungen stießen seine
Leute auf den Chorregenten der Pfarrkirche in Hallein: Es war
Franz Xaver Gruber, der Komponist des Liedes, der 36 Jahre nach
der Uraufführung endlich erfuhr, dass er einen Welterfolg geschrieben hatten. Da war sein Freund Pfarrer Joseph Mohr schon
lange tot. Mit nur 56 Jahren war der Textdichter arm wie eine Kirchenmaus in Wagrain gestorben.
Sein Lied wird heute rund um den Globus von fast zwei Milliarden
Menschen gesungen. Es ist das bekannteste Weihnachtslied der Welt,
übersetzt in mehr als 300 Sprachen.
Stille Nacht, heilige Nacht: Am schönsten klingt es übrigens
noch immer, wenn es nur von einer Gitarre begleitet wird.
So wie damals am Heiligabend des Jahres 1818, als Franz
Xaver Gruber und Joseph Mohr gemeinsam Weihnachten
feierten.
www.stillenacht.at
23
„Stille Nacht,
heilige Nacht“
ist das bekannteste
Weihnachtslied
der Welt.
Es hat eine ganz
besondere
Entstehungsgeschichte,
die Sie gerne Ihren
Gästen und Mitarbeitern
vorlesen dürfen.
Komponist Franz Xaver Gruber (1787-1863)
der bote | Dezember 2014
24
Zum Heiligen Abend
Lassen Sie uns in diesem Jahr dem Weihnachtsfest eine neue Note
geben. Ein altes Lied, das mit einem neuen Text Gott im Himmel Ehre gibt:
GLORIA IN EXCELSIS DEO
Hörst du, wie die Engel singen / in dem Lärm der lauten Stadt
singen sie von großen Dingen, / die die Stadt vergessen hat.
Gloria in excelsis deo
Mancher hält die Engelchöre / erst für Kaufhausdudelei.
Doch wer Ohren hat, der höre: / Christus kommt und macht uns frei.
Gloria in excelsis deo
Frieden kehre ein auf Erden, / wenn der Himmel für Euch singt.
Was nicht ist, das kann noch werden, / wenn dies Lied bei uns erklingt.
Gloria in excelsis deo
Gott bleibt nicht im Himmel oben, / kommt zur Welt als kleines Kind.
Dafür wollen wir ihn loben, / weil wir seine Kinder sind.
Gloria in excelsis deo
Weihnacht feiern wir zusammen, / Menschen aus der ganzen Welt.
Farbenfroh in Gottes Namen, / der die Welt in Händen hält.
Gloria in excelsis deo
Liedtextbearbeitung: Martin Buchholz Pfarrer Hans-Georg Filker ist Vorsitzender
der Berliner Gasthausmission
der bote | Dezember
und2014
Direktor der Stadtmission in Berlin
Fotos: Claudia Hautumm; Marco Barnebeck/pixelio.de; Porträt: Berliner Stadtmission
Keiner muss wie Engel klingen, / keiner muss ein Engel sein,
um in Gottes Chor zu singen. / Darum stimm auch du mit ein.
Gloria in excelsis deo
Der BOTE braucht Spender!
Adventsgottesdienst
in Stuttgart
Der Bote soll allen Menschen im Gastgewebe zugute
Auch in diesem Jahr gibt es in Stuttgart
wieder einen Adventsgottesdienst für Gastronomen in der Stiftskirche. Er findet am
Montag, 1. Dezember statt und beginnt um
18 Uhr. Anschließend wird gemeinsam gefeiert.
kommen, die etwas über den Glauben, Leben und Werte
erfahren wollen. Doch das geht nur, wenn es genug
Spenderinnen und Spender gibt, die seine Arbeit auch
unterstützen. Denn der Bote wird nur durch Spenden und
freiwillige Beiträge finanziert. Wenn Sie also bei der
Zukunftssicherung Ihres Boten mithelfen wollen, dann
spenden Sie auf das Konto bei der EKK Kassel:
IBAN: DE 17 5206 0410 0000 4053 53, BIC: GENODEF1EK1.
Pilgern auf dem
Jakobsweg
Gastronomiepfarrstelle
wird zehn Jahre alt
Der Kirchliche Dienst im Gastgewerbe
in Bayern lädt vom 11. bis 16. Mai
2015 Menschen aus dem Gastgewerbe
ein zu einer Pilgerreise auf dem
Münchner Jakobsweg. In sechs Etappen wird dabei von München über
Starnberg nach Andechs, Schondorf,
Dießen, Wessobrunn und Hohenpeißenberg gewandert (Kosten 390 Euro).
Weitere Informationen bei Thomas
Ruthenberg, Telefon 0911-43100308,
E-Mail: ruthenberg@kda-bay.de
Wenn das kein Grund zur Freude ist:
Die Gastronomiepfarrstelle im Kirchenbezirk Freudenstadt wird 2015
zehn Jahre alt. Sie ist bundesweit
sogar einmalig. Amtsinhaberin ist
Pfarrerin Heike Hauber. Das Jubiläum wird im Rahmen des Weihnachtsgottesdienstes am 13. Januar
2015 um 21.45 Uhr in der Kirche in
Baiersbronn-Obertal gefeiert. Anschließend findet im Gemeindehaus
ein geselliges Beisammensein statt.
Weihnachtsempfang der Berliner Gasthausmission
im Hotel Intercontinental am 22.12.2014 um 12.00 Uhr.
Foto: privat
Herzlichen Dank und ein frohes Weihnachtsfest!
Der Bote gibt mir…
… Einblicke aus der Kirche in die
Arbeitswelt im Hotel- und Gastgewerbe.
Die Reportagen und Impulse machen
neugierig und fördern den Dialog.
Gerne informieren sich unsere Kursteilnehmenden aus dem KDG dort über die
aktuellen Themen.
Thomas Ruthenberg, Küchenmeister
und Diakon. Der Kirchliche Dienst im
Gastgewerbe (KDG) ist ein Arbeitsbereich im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Bayern.
Impressum
DER BOTE erscheint fünf Mal im Jahr
Herausgeber:
Kirchlicher Dienst im Gastgewerbe
Vorsitzender:
Werner Fuchs, Frankfurt am Main
Geschäftsstelle:
Caroline-Michaelis-Straße 1
10115 Berlin
Bankverbindung: EKK Kassel
IBAN: DE17 5206 0410 0000 4053 53
BIC: GENODEF1EK1
Der Bezug des Boten wird durch
Spenden getragen.
Verlag und Vertrieb:
Verlag und Buchhandlung
der Evangelischen Gesellschaft GmbH,
70197 Stuttgart, Augustenstraße 124
Telefon: 0711/60100-0, Fax: 0711/60100-76
E-mail: Verlag@evanggemeindeblatt.de
Geschäftsführer:
Frank Zeithammer
Redaktion:
Andreas Steidel
E-Mail: asteidel@aol.com
Grafische Gestaltung:
Rainer E. Rühl
Druck:
Röhm Typofactory
Marketing GmbH, Sindelfingen
der bote | Dezember 2014
Ein frohes
Weihnachtsfest
und ein glückliches
neues Jahr
wünscht die Boten-Redaktion
allen Leserinnen und Lesern
s freie
obachtet al
Eva Keller be n Frankfurt am
vo
en
Journalistin
ie Hochschul n.
w
s,
au
n
ai
er
M
nd
rä
ve
ch
n si
und Schule richtet sie immer
be
en­
Außerdem
das Zusamm
wieder über schen mit und
en
leben von M ung.
er
ohne Behind
Hilke Grabow ist freie
Journalistin und berichtet
regelmäßig aus Berlin und
Brandenburg für den Boten.
Sie arbeitet ansonsten als
Redakteurin und Autorin beim
Inforadio und Kulturradio des
RBB in Berlin.
Claudia
L
Journali ist lebt als fre
ie
stin in
S
Wenn s
ie nicht tuttgart.
für den
schreibt,
B
für Zeit beschäftigt sie oten
ungen,
Bücher sich
Magazin
un
e
vollen S mit den genu d
eiten Ba
ssbergs u
nd ande den-Württemrer Reis
eziele.
der bote | Dezember 2014
Andreas Stei
de
redakteur de l ist Chef­
s
Redaktionsm Boten und
itglied des
Evangelischen
für Württem Gemeindeblatts
be
schreibt er Re rg. Sehr gerne
isereportage
n
und liebt es
, neue Hotels
und
Restaurants
zu entdecke
n.
afiker
hl ist der Gr
Rainer E. Rü d lebt in Alsheim
des Boten un n mitten in den
se
in Rheinhes
als
Er arbeitet ner
n.
ge
er
ig
Weinb
es
-D
ik
er Graf
freiberuflich für verschiedene
or
und Illustrat itschriftenverlage.
Ze
Buch- und
Benny Ulmer ist als freiberuflicher Fotograf mit Schwerpunkt Reportage, Essay­
fotografie und Porträt von
Stuttgart aus tätig. Außerdem
ist er Fußballfan, Musik­
liebhaber und immer dafür zu
haben, die Welt zu verbessern.
Fotos: Harder; Ulmer; privat
a ist ein
n Battagli
Herrman Journalist mit
r
g
Schweize r Berufserfahrun
e
­
g
a
ri
ik
h
n
jä
u
g
lan
mm
licher Ko
und kirch ragter im Ruheuft
tionsbea t noch immer
r is
E
.
d
n
sta
g, am
tisch täti ten.
s
li
a
journ
o
B
n
für de
liebsten
Christo
p
und le h Harder is
t
b
Verans t in Berlin. Fotograf
E
t
Caterin altungen, ar r organisiert
b
g
Er eng und in ein eitet im
a
e
kirche giert sich im m Bistro.
n
nächst rat und mac Gemeindeh
zum K seine Gesell t democh.
enprüfu
ng
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
4
Dateigröße
8 952 KB
Tags
1/--Seiten
melden