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ACI Jahresanlass 2014 - KPMG

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AUDIT COMMITTEE NEWS
Ausgabe 48 / Q1 2015
ACI Jahresanlass 2014
ACI Jahresanlass 2014
EU Audit Reform, Erfolgsfaktoren eines wirksamen Audit Committees und Steuertransparenz
standen im Mittelpunkt des kürzlich in Zürich und in Lausanne durchgeführten ACI-Jahresanlasses.
Ende November fand in Zürich und in Lausanne der Jahresanlass 2014 von KPMG’s Audit Committee Institute (ACI) statt.
Rund 70 Mitglieder nahmen die Einladung an, brachten sich in
Bezug auf wichtige regulatorische Entwicklungen auf den
neusten Stand und diskutierten über die Erfolgsfaktoren eines
guten Audit Committees.
EU-Audit Reform und deren Auswirkungen auf die Schweiz
Die EU-Audit Reform1 wurde am 16. Juni 2014 verabschiedet
und in Kraft gesetzt. Das Eröffnungsreferat zu diesem Thema
wurde von Philipp Hallauer (in Zürich) und Hélène Béguin (in
Lausanne) gehalten. Zu Beginn wurde ein Überblick über die
wesentlichen Neuerungen gegeben. Folgende wichtige Aspekte
waren Gegenstand der Ausführungen:
Obligatorische Rotation der Prüfungsgesellschaft
Einschränkung von Zusatzdienstleistungen
Honorarbegrenzungen
Stärkung der Rolle des Audit Committees, einschliesslich der
Genehmigung zulässiger Zusatzdienstleistungen.
1
Des Weiteren wurde die Bedeutung der vorgenannten Punkte
für die Schweiz eruiert. Auch wenn derzeit keine Absicht
erkennbar ist, wonach die EU-Bestimmungen auch in der
Schweiz übernommen würden, wurde im Sinne einer «Good
Governance» folgender Handlungsbedarf für Audit Committees
identifiziert:
Beurteilung von Qualität und Unabhängigkeit der Revisionsstelle
Festlegung der Ausschreibungspolitik
Organisation der Ausschreibung
Festlegung der Politik betreffend Vergabe von Zusatzdienstleistungen an die Revisionsstelle
Genehmigung bestimmter Zusatzdienstleistungen
Beurteilung von möglichen Verstössen gegen die Unabhängigkeitsbestimmungen
Sicherstellung einer transparenten Berichterstattung an die
Aktionäre.
Aus den Ausführungen wurde deutlich, dass es sich lohnt den
Stakeholdern zu zeigen, dass man das Thema Unabhängigkeit
Ernst nimmt, jedoch bei diesem Thema ein Umgang mit Augenmass angebracht ist.
Siehe auch weitere Ausführungen im Audit Committee Newsletter No. 46 (2014/Q3) im Beitrag von Philipp Hallauer: «EU reguliert die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers».
Audit Committee News, Ausgabe 48 / Q1 2015
Audit Committee News, Ausgabe 48 / Q1 2015 / 32
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Erfolgsfaktoren eines wirksamen Audit Committees –
ein Bericht aus der Praxis
Die zunehmende Regulierungsdichte sowie die Vielzahl von
Kontrollinstanzen in Bezug auf die finanzielle Berichterstattung
bergen Risiken der Ineffizienz. Theophil Schlatter, Präsident des
Audit Committees von Swisscom sprach über seine Erfahrungen sowie Möglichkeiten, wie diesen Ineffizienzen begegnet
werden kann. Aus den Ausführungen von Herrn Schlatter in
Zürich gehen folgende sieben Erfolgsfaktoren hervor, die für ein
wirksames Audit Committee unabdingbar sind:
1. Klare Rollenverteilung zwischen Verwaltungsrat und Audit
Committee
2. Optimale Zusammensetzung des Audit Committees: Fachkompetenz Finanz- und Rechnungswesen, Branchen-Knowhow, Persönlichkeit, Unabhängigkeit
3. Information und Kommunikation: Einbindung von interner
und externer Revision, Zugang zum Management, Förderung
vertiefter Kenntnisse der Unternehmensprozesse
4. Koordination der Assurance Funktionen zwecks Sicherstellung von Effizienz und Effektivität
5. Anerkannte, unabhängige interne Revision als integraler
Bestandteil der Governance, dezentral aufgestellt, aber
zentral geführt und koordiniert, dem Präsidenten des Verwaltungsrates unterstellt, kann aber in definiertem Ausmass
auch Aufträge von der Geschäftsleitung annehmen und
projektbegleitend tätig sein
6. Offenheit und Transparenz gegenüber der Revisionsstelle:
Bilateraler Austausch vor den formellen Sitzungen, volle Teilnahme an den Sitzungen des Audit Committees, frühzeitiger
Einbezug bei wesentlichen Geschäftsvorfällen, klare Regelung betreffend Zusammenarbeit
7. Kultur durch «Tone at the Top», Wertschätzung und aktive
Unterstützung der Assurance Funktionen.
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Das Zeitalter der Steuertransparenz
Peter Uebelhart, Head of Tax bei der KPMG, erläuterte die
Bedeutung der Veränderungen in der globalen Steuerlandschaft
für Verwaltungsräte. Dabei veranschaulichte er eindrücklich am
Beispiel eines Videos «The missing part», welches von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde, die aktuelle, emotionale und globale Diskussion rund um das Steuerthema.
Anschliessend erörterte er in Zürich mit Carl Emanuel Schilling,
Group Tax Director der Zurich Insurance Group und in Lausanne
mit François Cadieux, Director International Tax for Baker
Hughes, wie mit den zunehmenden Forderungen nach Steuermoral und -transparenz und der damit einhergehenden absehbaren Regulierung umzugehen ist. Mehr zum Thema finden sie
im Beitrag von Stephan Kuhn und Rachid Ghazi.2
Dr. Shqiponja Isufi
KPMG’s Audit Committee Institute
sisufi@kpmg.com
Siehe Beitrag: Unternehmenssteuerreform III – Überblick mit Handlungsempfehlungen.
Die hierin enthaltenen Informationen sind allgemeiner Natur und beziehen sich daher nicht auf die Umstände einzelner Personen oder Rechtsträger. Obwohl wir uns bemühen, genaue und aktuelle
Informationen zu liefern, besteht keine Gewähr dafür, dass diese die Situation zum Zeitpunkt der Herausgabe oder eine zukünftige Sachlage widerspiegeln. Die genannten Informationen sollten nicht
ohne eingehende Abklärungen und eine professionelle Beratung als Entscheidungs- oder Handlungsgrundlage dienen.
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Audit Committee News, Ausgabe 48 / Q1 2015
Audit Committee News, Ausgabe 48 / Q1 2015 / 33
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