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elahn 4/2014 - Stadtwerke Gießen AG

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Kundenmagazin der Stadtwerke Gießen
elahn
Porträt Lakewood: Feinste Gitarren aus Rödgen
Interview: Die Gießener Energiewende
Dezember 2014
SWG-Kundenzentrum am Marktplatz
Energieberatung
RMV-Mobilitätszentrale &
Kundenservice Energie
Marktplatz 15, 35390 Gießen
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
Samstag von 9 bis 14 Uhr
Stadtwerke Gießen AG
Lahnstraße 31, 35398 Gießen oder
Postfach 10 09 53, 35339 Gießen
24 Stunden erreichbar
Telefonzentrale 0641 708-0
Störungsmeldungen 0 800 23 02 110*
Gasnotrufnummer 0 800 23 02 112*
Zentrales Fax 0641 708-3387
E-Mail info@stadtwerke-giessen.de
Internet www.stadtwerke-giessen.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0641 708-1422
Fax 0641 708-3127
* Kostenfrei aus dem dt. Festnetz und allen dt. Mobil­
funknetzen. Die Service­nummer ist montags bis frei­
tags von 7 bis 19 Uhr erreichbar.
impressum
Stadtwerke Gießen AG
Lahnstraße 31, 35398 Gießen
Postfach 10 09 53, 35339 Gießen
Telefon 0641 708-0
Redaktion: Ina Weller (verantwortlich)
in Zusammenarbeit mit Frank Melcher,
­trurnit Dortmund/Frankfurt GmbH
Layout: Valerie Wolf
Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei,
Gießen
Vertreter von Feuerwehren, Presse und SWG beurteilten die Feuerwehrprojekte.
Innovative Feuerwehrprojekte prämiert
Wie schon in den vergangenen Jahren vergaben die Stadtwerke Gießen auch 2014
wieder den Innovationspreis Feuerwehr
der Zukunft. Freiwillige Feuerwehren aus
dem Landkreis konnten geeignete Projekte,
an denen sie arbeiten, einreichen. In diesem
Jahr beteiligten sich die freiwilligen Feuerwehren aus Reiskirchen, Pohlheim, Großen-Linden und Annerod an dem mit ins­
gesamt 3000 Euro dotierten Wettbewerb.
Mit dem Innovationspreis möchten die
Stadtwerke die wichtige Arbeit der Feuerwehren würdigen und unterstützen.
In den Projekten setzten die einzelnen
Feuerwehren sehr unterschiedliche Schwer-
punkte. Das Spektrum reichte dabei von
Branderziehung in der Grundschule über
Bevölkerungsinformation und Medien­
arbeit und die Erstellung eines Ausbildungskonzepts bis hin zur Entwicklung
einer Tagesfeuerwehr.
Die Jury, bestehend aus Vertretern der
Feuerwehren, der Presse und der SWG, bewertete die Projekte. Der erste Preis und
1500 Euro gingen an die FFW A
­ nnerod
(Tagesfeuerwehr). Über Platz zwei und
1000 Euro freute sich die FFW GroßenLinden (Ausbildungskonzept). Und die
FFW Reiskirchen (Branderziehung) erhielt als Drittplatzierte 500 Euro.
Bus-Fahrplan an Heiligabend und Silvester

Auch in diesem Jahr verkehren die Gießener Busse an Heiligabend und an
Silvester nach verkürzten
Fahrplänen: Am 24. Dezember fahren die
Linien der MIT.BUS bis gegen 17 Uhr nach
dem Samstagsfahrplan. Danach ruht der
Betrieb bis zum nächsten Morgen. An den
beiden folgenden Weihnachtsfeiertagen gilt
der Fahrplan für Sonn- und Feiertage. An
Silvester sind die Busse von ­Betriebsbeginn
bis etwa 23.30 Uhr nach dem Samstagsfahrplan unterwegs. Anschließend, in der
Zeit ­zwischen ein und vier Uhr, setzen die
Stadtwerke Gießen wie gewohnt den
­Silvester-Shuttle ein. Und an Neujahr fahren die Busse wie üblich nach dem Sonnund Feiertagsfahrplan.
Wichtig für alle Nachtschwärmer: An
Hei­lig­abend, am ersten Weihnachtsfeiertag, an Sil­vester und an Neujahr fahren die
Nachtbuslinien Venus und Saturn nicht.
Vortrag: Die richtige Heizung für Ihr Gebäude
Am 15. Dezember um 18 Uhr erklärt ein
Energieberater im SWG-Kundenzentrum
am Marktplatz in einem kompakten einstündigen Vortrag die wesent­lichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Heizungssystemen. Dabei beleuchtet er alle
wichtigen Aspekte – angefangen bei den zur
Verfügung stehenden Energieträgern, über
den Energiebedarf und die aktuelle Gerätetechnik bis zu den Umwelteigenschaften.
Natürlich geht der Experte auch auf die
Kosten ein und darauf, was beim Einbau einer neuen Heizung zu berücksichtigen ist.
Alle Zuhörer er­halten ein Infoblatt, das die
wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst.
Für Kunden der SWG ist der Vortrag gratis.
Die SWG engagieren sich
zusammen mit dem
Landkreis Gießen im
Rahmen eines Pilotprojekts für Energieeinsparung an den Schulen im
Landkreis. Aktuell beteiligen sich die Grundschule Steinbach, die Theo-Koch-Schule in
Grünberg sowie die Friedrich-­
Magnus-Gesamtschule und die Theodor-Heuss-Grundschule in Laubach an
dem Effizienzprojekt. „Im Wesentlichen
geht es darum, die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal und die Schulhausmeister für einen sparsamen Umgang
mit Energie zu sensibilisieren und so das
Nutzungsverhalten zu optimieren“, erklärt Michael Rösner, Leiter Privat- und
Gewerbekundenvertrieb und bei den SWG
für die Kooperation mit dem Landkreis
verantwortlich.
Um den Energiefressern auf die Spur zu
kommen, haben die SWG Lernpakete geschnürt. Sie bestehen aus verschiedenen
Messgeräten, um zum Beispiel Lichtverhältnisse zu prüfen oder Stromverbräuche
zu ermitteln, sowie Infomateralien und
Kopiervorlagen. Zum Start der Aktion besuchte ein Team der SWG die Schulen, um
erste Anregungen und Tipps zu Möglichkeiten der Energieeinsparung zu geben.
Da es sich um einen Wettbewerb handelt, erhalten die teilnehmenden Schulen
die Hälfte der eingesparten Energiekosten
vom Landkreis Gießen ausgezahlt. Und die
SWG legen noch eine Prämie obendrauf.
Baden und entspannen
zwischen den Jahren
Die freien Tage zwischen den Jahren nutzen viele, um wieder einmal mit der Familie zu planschen oder auch ganz allein in
der Sauna zu entspannen. Dieser Nachfrage kommen die Stadtwerke Gießen selbstverständlich nach. In der Zeit vom 26. Dezember bis zum 2. Januar haben das Badezentrum Ringallee und das Westbad
allerdings von der üblichen Regelung abweichende Öffnungszeiten.
L Eine übersichtliche Liste mit den Öffnungszeiten der beiden Bäder und der
­Sauna finden Sie unter: www.stadtwerkegiessen.de/baeder-weihnachten.
Jochen Malmsheimer – Wenn Worte ­reden
könnten, sprachgewaltiges Kabarett,
8. Januar, Kongresshalle Gießen
Bodo Bach – Auf der Überholspur, Comedy,
18. Januar, Kongresshalle Gießen
inhalt
Ästhetische Klangkörper
fabrik in Rödgen fertigt die Firma
Chance, Bildungs-, Job- und Gründer­
messe für Mittelhessen, 25. und 26. Janu­
ar, Hessenhallen Gießen
wie möglich, so viel Handarbeit
12. Hochzeitsmesse, Ideen rund ums Hei­
raten, 25. Januar, Kongresshalle Gießen
konnte elahn bei einem Besuch
Reinhold Messner – ÜberLeben, Diavor­
trag, 26. Januar, Kongresshalle Gießen
Conni – Das Kindermusical, nach dem Kin­
derbuch, 1. Februar, Kongresshalle Gießen
A Spectacular Night of Queen, mit The
­Bohemians und großem Sinfonieorches­
ter, 6. Februar, Kongresshalle Gießen
4
 In einer ehemaligen Zigarren­
Abenteuerreiten – Patagonien bis Alaska,
Live-Reportage, 20. Januar, Kongress­
halle Gießen
Lakewood hochwertige Gitarren.
Das Erfolgsrezept: so viel Maschine
wie nötig. Wie Lakewood damit einen
internationalen Markt erobert hat,
herausfinden.
Energiewende vor Ort8
 Schon seit vielen Jahren setzen
die Stadtwerke Gießen auf KraftWärme-Kopplung und regenerative
Energieerzeugung. Wie weit die
SWG damit bereits gekommen
sind und was für die nächsten
Olaf Schubert & seine Freunde – So!, Co­
medy, 27. Februar, Kongresshalle Gießen
Foto: Maren Uhlherr
Energiesparen an Schulen
So erreichen Sie die SWG
Servicenummer
0 800 23 02 100*
elahn 4/2014  3
Veranstaltungstipps
2  Aktuell
Jahre geplant ist, erklärt Matthias
Funk, Prokurist und Leiter der
Abteilung Wärmeversorgung, im
Interview.
Service10
 LED – das Licht der Zukunft
 Weihnachtsbeleuchtung
 Nachgefragt – Wartezeiten im
Betroffenheitslyriker Olaf Schubert
hangelt sich durch schräge Wort­schöp­
fungen und kleine Abschmunzler.
SWG-Kundenzentrum
Michl Müller – Ausfahrt freihalten!, Kaba­
rett, 6. März, Kongresshalle Gießen
 Die letzte Saunanacht 2014
Hund und Heimtier, Messe rund ums Tier,
7. und 8. März, Hessenhallen Gießen
Die drei ??? Kids und du!, Kinderkrimi,
12. März, Kongresshalle Gießen
Rüdiger Nehberg – Lagerfeuergeschichten, spannend, skurril, witzig mit Filmen
und Fotos, 25. März, Kongresshalle Gießen
Weitere Veranstaltungstipps finden Sie
unter www.stadtwerke-giessen.de im
Bereich Spaß und Freizeit, Menüpunkt
Veranstaltungen.
Bad und Bus
12
 Carsharing
Drachenhöhle14
 Weihnachtsgans woanders
 Kleiner Drache Fabius
Preisrätsel16
 Hochwertige und praktische
Küchenhelfer zu gewinnen
elahn 4/2014  5
4  Im Porträt
Ästhetische Klangkörper
Schimmerndes Perlmutt
verrät, aus welchem Haus
dieses handwerkliche
Meisterstück stammt.
Eine akustische Gitarre mit außergewöhnlichem Klang und guter Optik – danach suchen viele
Profi- und Hobbymusiker. Beide Wünsche erfüllen die Instrumentenbauer bei Lakewood im Gießener
Stadtteil Rödgen. Ihre Meisterwerke exportieren sie in die ganze Welt.
Lautstark verrichten mehrere computer­
gesteuerte Fräsen und Sägen ­ihre Arbeit.
Lediglich eine große Schleifmaschine
übertönt das akustische Zusammenspiel
in nahezu gleichbleibendem Rhythmus.
Gewöhnlicher Werkstattlärm, der sich
deutlich von harmonischen Melodien und
angenehmen Lauten unterscheidet. Musik
klingt anders und spielt dennoch die
Hauptrolle in der großen, verwinkelten
Schreinerei. Denn hier – im Kellergeschoss
eines modernisierten Backsteinhauses im
Gießener Stadtteil Rödgen – befindet sich
die Vorfertigung der Gitarrenmanufaktur
Lakewood. Im übertragenen Sinn ist die­
ser Ort die Geburtsstätte hochwertiger
Zupfinstrumente „made in Germany“.
„Pro Jahr bauen wir zwischen 1200 und
1300 Westerngitarren“, berichtet Markus
Hoppe, Mitgesellschafter bei Lakewood.
Im Gegensatz zu Weltkonzernen wie
Gibson, Ibanez oder Yamaha eine ver­
schwindend geringe Zahl. Doch die Masse
steht für das mittelhessische Unternehmen
und seine 18 Mitarbeiter ohnehin nicht im
Vordergrund. „Wir legen den Fokus auf
gute Klangqualität und die Ästhetik. Das
schätzen Profis, ambitionierte Hobby­
musiker, Gitarrenliebhaber und fortge­
schrittene Anfänger gleichermaßen“, be­
schreibt Markus Hoppe den Kundenkreis.
Mehr als 24 000 akustische Gitarren
hat Lakewood seit der Gründung 1986 be­
reits verkauft und sich mit seiner besonde­
ren Firmenphilosophie einen Namen in
der Musikszene gemacht – auch weit über
die Grenzen Deutschlands hinaus. Etwa
500 bis 600 Instrumente werden jährlich
ins europäische Ausland, in die USA, nach
Kanada und nach Asien geliefert. „Dass
Ein filigraner Steg,
gefertigt aus millimeterdünnen
Holzspänen, verbindet die beiden
Bodenplatten des
Gitarrenkorpus.
wir hier in Gießen an der Musikinstru­
mentengeschichte mitschreiben dürfen,
macht uns unheimlich stolz“, gesteht Fir­
mengründer Martin Seeliger, der noch
heute alle Gitarren selbst prüft, bevor sie
die Werkstatt verlassen. Bis dahin hat min­
destens ein Dutzend Hände an jedem der
Instrumente gearbeitet. In jeder Gitarre
stecken durchschnittlich 18 Stunden Ar­
beit – je nach Kundenwünschen und Aus­
stattung auch schon einmal bis zu 35.
Optische und akustische Meisterwerke
Standardmodelle ohne jegliche Verzie­
rung bauen die Spezialisten bei Lakewood
zwar auch, überwiegend verschickt das
Unten links: Von
einer gewöhnlichen Schreinerei
kaum zu unterscheiden – die
Vorfertigung
Unten rechts:
Spezialmaschinen Marke
­„Eigenbau“
Unternehmen jedoch wahre Hingucker in
alle Welt. Das beweist der Blick in ein gro­
ßes Regal, in dem zahlreiche Gitarren
nach der Endmontage zum Versand be­
reitstehen. Keines der handwerklichen
Meisterstücke gleicht zu hundert Prozent
dem anderen. Korpusse mit Zargen und
Böden aus hellem Ahorn, rotbraunem
­Padouk oder dunklem Palisander befin­
den sich darunter. Eine Deckplatte aus
Koa verlangt geradezu danach, auf ihrer
Oberfläche nach Bildern in der natürli­
chen Ma­serung zu suchen. Manches Inst­
rument glänzt aufgrund seiner Lackierung
auffällig, während andere wegen ihrer
aufwendigen Randverzierungen die Auf­
merksamkeit auf sich ziehen: Schimmern­
de Perlmutteinlagen oder filigrane Zier­
späne aus Ebenholz fügen sich nahtlos
zwischen die Einzelteile des Korpus ein
und erwecken den Eindruck, als sei alles
aus einem Stück gefertigt. Unter neun un­
terschiedlichen Varianten können sich
Musiker und Gitarrenliebhaber außer­
dem in Sachen Schalllochverzierung ent­
scheiden. Auch der Laie erkennt sofort:
Hierbei handelt es sich um Handwerks­
kunst, die viel Erfahrung und eine Men­
ge Liebe fürs Detail erfordert. Markus
Hoppe weist zudem da­rauf hin: „Manchen
Arbeitsschritt, zum Beispiel das mühevol­
le Abkleben vor der Lackierung oder dem
Leimen der Randverzierung, sieht man der
fertigen Gitarre gar nicht an.“
Auf die Akustik des Instruments wir­
ken sich all diese optischen Feinheiten nur
minimal aus, viel wesentlicher ist die Form
des Korpus. Selbstverständlich beeinflusst
auch die Wahl des Holzes für Boden, Zar­
ge und Decke den späteren Klang – wenn­
gleich Markus Hoppe betont: „Ob ich
mich für Nussbaum, Zypresse oder Pali­
sander entscheide, hängt natürlich auch
mit dem ästhetischen Empfinden und per­
sönlichen Vorlieben zusammen.“
elahn 4/2014  7
6  Im Porträt
1 Experimentierfreude hat zahlreiche Einzelstücke und Prototypen hervorgebracht.
2 Mit der Feinsäge bearbeitet Till Gericke die
Zarge. 3 Millimeterarbeit mit dem Beitel.
4 Die Korpusmontage erfordert Konzentration und Feingefühl. 5 Vor dem Verleimen der
Randverzierung werden die Korpusse abgeklebt. 6 Hochglanz nach der Lackierung.
2
3
1
„Dass wir hier in Gießen
an der Musikinstrumen­
ten­geschichte mit­
schreiben dürfen, macht
uns unheimlich stolz.“
Martin Seeliger
Nachhaltig angebauter Werkstoff
Vorwiegend verwenden Gitarrenbauer
exotische Hölzer, die sich wegen ihrer Dich­
te und Härte besser eignen als die meisten
einheimischen Sorten. „Aus diesem Grund
ist der Instrumentenbau schnell mal das
schwarze Schaf“, weiß Markus Hoppe. Die
Herkunft ist allerdings kein echter Grad­
messer für die Nachhaltigkeit, auf die Lake­
wood beim Einkauf großen Wert legt. Das
Kriterium des nachhaltigen Anbaus erfül­
len mittlerweile auch Betriebe in Ghana
oder Indien, wo Palisander und Mahagoni
in Nutzwäldern wachsen.
Bei den Gitarrenbauern in Rödgen la­
gern die exotischen und einheimischen
Hölzer zunächst mehrere Jahre, erst dann
verfügen sie über die richtige Beschaffen­
heit. In einem klimatisierten Kellerraum
stapeln sich hunderte Platten unterschied­
licher Holzarten. Das Display eines digi­
talen Hygrometers zeigt 48 Prozent an.
­„Genau richtig“, sagt Markus Hoppe und
erläutert, warum im Lagerraum eine Luft­
feuchtigkeit von rund 50 Prozent als opti­
mal gilt: „Das Holz der fertigen Gitarre
wird sich später je nach Wetter zusam­
menziehen oder ausdehnen – vollkommen
normal. Deshalb verleimen wir die Einzel­
teile bei einer bestimmten Luftfeuchtig­
keit, die etwa das Mittel der gewöhnlichen
Schwankungen abbildet. Folglich können
wir Instrumente auch in feuchtere oder
trockenere Regionen liefern, ohne dass
sich die Konstruktion massiv verzieht.“
Erfahrung von drei Jahrzehnten
Auch Gitarrenbauer Till Gericke arbeitet
gerade bei rund 50 Prozent Luftfeuchte in
der Fertigung und fügt die Einzelteile eines
Korpus zusammen. Mehrmals legt er den
passend ausgeschnittenen Boden auf die
Zarge, nimmt ihn wieder ab, löst mit dem
Beitel ein hauchdünnes Stück von der
Längsverstrebung und prüft erneut, ob die
zwei Segmente nun passen. Millimeter­
genaues Handwerk, das Geduld und Fein­
gefühl erfordert.
Bei fast allen Arbeitsgeräten in der hell
beleuchteten Werkstatt handelt es sich um
4
Spezialwerkzeuge beziehungsweise Vor­
richtungen, die Lakewood seit 1986 selbst
entwickelt hat. Formen für verschiedene
Zargen samt passendem Montagegestell,
eine Feinsäge mit zwei Blättern und eine
große automatische Schleifmaschine. In
all diesen Geräten stecken das Know-how
der vergangenen drei Jahrzehnte und die
Fertigkeiten vieler Lakewood-Mitarbei­
ter. Die meisten von ihnen haben Gitarren­
bau gelernt. Auch Markus Hoppe, der
schildert, dass der Weg zum Instrumenten­
bauer nicht zwingend über eine betriebli­
che Ausbildung führen muss. Mehrere aus
dem Team, darunter auch Till Gericke, ha­
ben ihren Abschluss an der Berufsfach­
schule für Musikinstrumentenbau in Klin­
genthal erworben.
Nach dem Besuch der Werkstatt ge­
währt Markus Hoppe Einblick in einen
ganz besonderen Raum. Dort stehen – auf­
gereiht in zwei Regalen – rund 50 verschie­
dene Gitarren. „Nahezu alles Einzelstü­
cke“, erklärt Markus Hoppe. „Hier zeigt
sich die gesamte Bandbreite unserer Expe­
5
rimentierfreude. Denn wir testen immer
wieder neue Hölzer, variieren Korpusfor­
men und feilen an der Optik.“ Auf diese
Weise entwickelt Lakewood sein Sorti­
ment in kleinen Schritten punktuell und
zielgerichtet weiter. Ein Besuch in der
Rödgener Gitarrenschmiede macht deut­
lich: Hier sind Enthusiasten mit Herzblut
6
am Werk und nichts geschieht zufällig –
bis auf die Wahl des Firmennamens, die
Martin Seeliger so beschreibt: „Bei der Su­
che nach einem geeigneten Namen blieb
mein Finger damals auf der Landkarte bei
dem kleinen Städtchen Lakewood am
Eriesee in den USA stehen. Sehr passend,
wie ich fand.“
Gitarrenbauern über die Schulter schauen
Nicht alle Spezialisten lassen sich bei ihrer Arbeit gern auf die Finger schauen, die
Ins­trumentenbauer bei Lakewood schon. Einmal pro Monat – am jeweils letzten Freitag zwischen 10 und 16 Uhr – zeigen sie Interessierten die Werkstatträume, erläutern
Fertigungsprozesse und geben einen Überblick über verwendete Tonhölzer sowie
deren Eigenschaften. Besucher haben Gelegenheit Fragen zu stellen, Gitarren auszuprobieren und zu vergleichen. Im Anschluss an den geführten Rundgang hat jeder
Zeit, die Werkstatt bis 16 Uhr auf eigene Faust zu erkunden.
Maximale Teilnehmerzahl für die kostenlose Besichtigung: 15 Personen. Ein Anmeldeformular und weitere Informationen gibt es unter www.lakewood-guitars.de.
 9
8  Energiewende vor Ort
Auf dem richtigen Weg
elahn hat mit Matthias Funk, Prokurist und Leiter der Wärmeversorgung bei den SWG, über den aktuellen
Stand der Energiewende in der Region und ehrgeizige Ziele für das Jahr 2020 gesprochen.
Auf den Erfolgen wollen sich Matthias
Funk und sein Team nicht ausruhen.
elahn: Bei vielen Deutschen weicht die
anfäng­liche Euphorie in Sachen Energiewende langsam einer großen Ernüchterung. Mit welchen Argumenten können
Sie die Begeisterung wieder entfachen?
Matthias Funk: Ganz einfach! Ich rechne
vor, wie viel radioaktiver Müll jedes Jahr
weltweit entsteht. Abfall, der heute hochgefährlich ist und es auch noch über Jahrtausende bleibt. An der Energiewende
führt aus meiner Sicht also kein Weg vorbei. Es stellt sich jedoch die Frage, welchen
Weg wir einschlagen. Denn davon hängt
ab, ob das Jahrhundertprojekt für alle bezahlbar bleibt. Also auch für all jene, die
sich keine Fotovoltaikanlage leisten können, aber die finanzielle Last über die
EEG-Umlage mittragen.
Welche Antwort geben die Stadtwerke
Gießen auf die Frage nach dem Weg?
Seit rund drei Jahrzehnten setzen wir auf
den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung
(KWK) – also der gleichzeitigen Stromund Wärmeerzeugung in einer Anlage. Parallel dazu haben wir das Fernwärmenetz
im Stadtgebiet schrittweise erweitert und
zunehmend verzweigt. Eine optimale
Kombination für die Stadt Gießen. Schon
heute produzieren wir rund 40 Prozent des
Stroms für Privathaushalte und das Gewerbe in Anlagen bei uns in der Region –
klimaschonend und effizient.
Manch einer fragt sich vielleicht: Warum
KWK und kein stärkeres Engagement bei
Windkraft und Sonnenenergie?
Wir beteiligen uns an Windkraft- und Fotovoltaikprojekten. Sie müssen sich allerdings wirtschaftlich und ökologisch rechnen. In unserer Region und vor allem im
Stadtgebiet Gießen bringt uns die KWK auf
dem Weg zur nachhaltigen Strom- und
Wärmeversorgung am schnellsten voran –
und das, ohne Privathaushalte und Gewerbebetriebe zusätzlich finanziell zu belasten.
KWK hängt doch aber immer mit Verbrennung eines Energieträgers zusammen. Wo bleibt da der Klimaschutz?
Unsere KWK-Anlagen reduzieren den
CO²-Ausstoß in Gießen bereits jetzt um
fast 60 Prozent gegenüber der getrennten Strom- und Wärmeerzeugung. Das
hängt vor allem damit zusammen, dass
wir die produzierte Wärme in unserem gut
ausgebauten Netz vollständig aufnehmen
und verteilen können. Dadurch senken
wir den sogenannten Primärenergiefaktor
aktuell auf 0,26. Für 2016 peilen wir einen
Wert von 0,02 an.
Was sagt dieser Primärenergiefaktor aus
und was bedeutet ein Wert nahe der Marke von null?
Der Primärenergiefaktor gibt das Verhältnis von eingesetzter fossiler und nuklearer
Primärenergie und tatsächlich genutzter
Endenergie an. Je geringer, desto umweltschonender und effizienter der Energieaufwand von der Erzeugung bis ins Wohnzimmer der Gießener. Zum Vergleich: Selbst
wer Erdgas hocheffizient in einem modernen Heizkessel im Keller verbrennt, liegt bei
einem Primärenergiefaktor von etwa 1,1.
All diese Zahlen klingen sehr positiv und
nach einer guten Zwischenbilanz.
Genau dafür haben wir während der vergangenen Jahre eine Menge in Bewegung
gesetzt und viel Geld investiert. 2012 gingen im Stadtgebiet vier große Blockheizkraftwerke (BHKW) mit insgesamt 8 Megawatt elektrischer und mehr als 10 Megawatt thermischer Leistung ans Netz. 2013
folgten drei weitere BHKW der gleichen
Größenordnung. Zudem haben wir das
Fernwärmenetz erweitert und mehrere
Netzbereiche miteinander verbunden.
­Unter der Stadt Gießen liegen heute mehr
als 100 Kilometer Rohre, durch die Wärme von den Erzeugern in derzeit rund
9500 Haushalte gelangt. Ein bedeutender
Baustein für die Energiewende. Schließlich
bezieht sie sich nicht nur auf eine regenerative Stromerzeugung, sondern auch auf die
klimaschonende Wärmeversorgung.
Was passiert in dieser Hinsicht über die
Stadtgrenzen hinaus?
Die Biogasanlage in Heuchelheim: ein ­
Puzzleteil von vielen im Gesamtkonzept für die
Energiewende in Gießen und der Region
Mit stichhaltigen Argumenten überzeugt Matthias Funk auch Skeptiker.
„Wir wollen die Energiewende für 80 000 Menschen in Gießen und für
die gesamte Region intelligent umsetzen.“
Matthias Funk
2013 ging die Biogasanlage in Heuchelheim in Betrieb. Ebenso wie die 2011 eingeweihte Anlage in Großen-Buseck zeigt
das Projekt, welches Potenzial im maßvollen Einsatz von Biogas steckt. Eine weitere
Voraussetzung ist die intelligente Planung
von Biogasanlagen. Um das Optimum zu
erreichen, haben wir eng mit der Tech­
nischen Hochschule Mittelhessen kooperiert. Ergebnis dieser Zusammenarbeit:
Die Biogasanlagen in Großen-Buseck und
Heuchelheim gehören deutschlandweit zu
den effizientesten ihrer Art. Daraus leiten
wir jedoch nicht ab, künftig nur noch Biogasprojekte umzusetzen.
Sondern? Wie lauten die Pläne für die
kommenden Jahre?
2020 wollen wir den Strombedarf unserer
Privat- und Gewerbekunden zu 50 Prozent
mit unseren eigenen Anlagen – also mit
Gießener Grünstrom – decken und den
­
CO²-Ausstoß noch weiter senken. Die zweite Thermische Reststoffbehandlungs- und
Energieverwertungsanlage, die TREA II,
bringt uns diesem Ziel ab 2016 ein großes
Stück näher. Sie wird zudem dazu beitragen,
den Erdgasanteil an der Gesamtmenge unserer Brennstoffe zu reduzieren. Das macht
Gießen langfristig unabhängiger von fossilen Energieträgern, die überdies irgendwann
aufgebraucht sind. Denn Nachhaltigkeit bedeutet auch, stärker auf Brennstoffe aus der
Region zu setzen und sich nicht auf Öl oder
Gas aus fernen Ländern zu verlassen. Die
jüngste Krise in der Ukraine hat dafür ein
weiteres stichhaltiges Argument geliefert.
elahn 4/2014  11
10  Service
LED-Lampen:
Strahlende Siegertypen
Fünf Jahre ist es her, dass die EU
begann, Edisons Erfindung mit
ihrem Glühlampenverbot nach
und nach aus den Verkaufsregalen zu verbannen. Millionen
Verbraucher hatten sich damals noch mit den Klassikern
eingedeckt, weil die Nachfolger
wenig überzeugten: Das Licht
von Energiesparlampen galt als
fahl und kalt. Zudem kosteten
die Sparlampen in der Anschaffung deutlich mehr als die Vorgänger – ein gewichtiger Nachteil, den selbst der äußerst geringe Stromverbrauch und die
lange Lebensdauer der Modelle
in den Augen vieler nicht wett-
LED sorgen für
­ähnlich warmes
Licht wie die
­gute alte Glühbirne.
machen konnte. Und dann war
da noch die Sache mit dem giftigen Quecksilber.
All das ist Geschichte. Denn
seit der ersten Stufe des Glühlampenverbots 2009 hat sich
der Lichtmarkt revolutioniert.
Zwar gibt es noch immer eine
große Auswahl Energiesparund Halogenlampen, doch
LED-Lampen laufen ihnen zunehmend den Rang ab. Aus
gutem Grund: LED-Lampen
haben ihre Kinderkrankheiten
überwunden, sind bezahlbar
und erzeugen genauso warmes, vertrautes Licht wie
Glühlampen.
In modernen Leuchten
sparen LED nicht nur
Energie, sondern setzen
dank verschiedener Ausführungen und Licht­
farben bisweilen echte
Akzente.
Preis und Qualität
Nicht nur bei der Lichtqualität, auch bei den Preisen hat
sich einiges getan. Noch vor
drei Jahren kostete eine LEDLampe mit Schraubsockel und
der Lichtleistung einer
40-Watt-Glühlampe rund
30 Euro. Heute gibt es gute
Einsteigermodelle für unter
acht Euro. Selbst Spitzen-LED
liegen unter 20 Euro. LEDLampen unter fünf Euro sollte
man jedoch im Laden lassen.
Sie erreichen meist nicht die
versprochene Lichtleistung,
das Licht wirkt oft kalt und
auch bei der Lebensdauer bleiben sie hinter hochwertigen
Modellen zurück. Eine gute
Einkaufshilfe bieten die umfangreichen Tests von Stiftung
Warentest, die online unter
www.test.de abrufbar sind. In
der Oktober-Ausgabe 2014
haben die Experten zum Beispiel Halogenspots mit LEDSpots verglichen. Als Testsieger gingen mittelpreisige Modelle hervor.
Sparsam und langlebig
Der entscheidende Vorteil der
modernen Leuchtmittel wurde
von den Testern bestätigt: LED
strahlen ähnlich helles Licht
für einen Bruchteil der Energiekosten. Und das zahlt sich
schnell aus. Nach Berechnungen der Deutschen Energie-
Agentur (dena) spart ein
durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt, der seine Beleuchtung auf LED umstellt,
pro Jahr fast 100 Euro Stromkosten. Der Grund: LED arbeiten 80 Prozent effizienter als
Glühlampen. Auch im Vergleich zu Halogenlampen
schneiden sie deutlich besser
ab. Stiftung Warentest beziffert
die Stromkosten einer Halogenlampe bei täglich dreistündiger Brenndauer im Jahr auf
elf Euro, ein LED-Spot verbraucht unter gleichen Bedingungen gerade einmal Strom
im Wert von ein bis zwei Euro.
Auch bei der Lebensdauer
überzeugt die LED. Während
Halogenspots nach rund
2000 Betriebsstunden ihr
Licht aushauchen, strahlen
einige gute LED sogar noch
nach 25 000 Stunden.
Schönes Ambiente
Ob als Außenlicht, für die
Grundbeleuchtung im Haus
oder um Bilder und Möbel in
Szene zu setzen: Der Fachhandel bietet ein großes Sortiment
an LED für alle Wohn- und
Lebens­bereiche. Und mit fast
allen gängigen Fassungen –
von E14 über E27 bis zu den
Halogenfassungen GU5,3
oder GU10.
Welche LED welche Halogenlampe ersetzen kann, steht
auf der Verpackung. Dort findet sich ebenso eine Angabe
des Lumenwerts, die aufzeigt,
wie hell die Lampe leuchtet.
Als Faustregel für die Glühlampe gilt: Wattzahl des Klassikers mal zehn gleich erforderlicher Lumenwert der
LED. Wer also eine 60-WattGlühlampe ersetzen möchte,
braucht für die gleiche Helligkeit eine LED-Lampe mit etwa 600 Lumen. Gute LED haben eine Lichtleistung von etwa 60 bis 70 Lumen pro Watt.
Für die richtige Stimmung
ist die Lichtfarbe ausschlag­
gebend, die in Kelvin gemessen
wird. Für eine behagliche At-
mosphäre in Wohnräumen
eignen sich Lampen mit
2700 Kelvin. Je höher der
Wert, desto kühler das Licht.
Eine kleine Schwäche der
neuen Leuchtmittel ist die
Farbwiedergabe im Rotbereich, vor allem bei mittelpreisigen und günstigen Modellen.
Das heißt: Tomaten erscheinen
unter solchem LED-Licht eher
bräunlich. Wie gut eine Lampe
Farb­nuan­cen wiedergibt, verrät der Ra- oder CRI-Wert auf
der Verpackung. Die natürlichste Farbwiedergabe entspricht dem Wert 100. LED
kommen auf 80 bis 95.
Ein weiterer potenzieller
Fallstrick: Nicht alle Modelle
sind dimmbar. Oder grundsätzlich dimmbare Lampen
passen nicht zum vorhandenen Dimmer. Hier gilt also
­immer erst fragen und ausprobieren.
nachgefragt
Warum kommt es im SWG-Kundenzentrum zu langen Wartezeiten?
Regelmäßig kommt es zwischen dem 30. eines Monats
und dem 2. des Folgemonats
zu langen Wartezeiten im
SWG-Kundenzentrum. Der
Grund: In diesen Zeiträumen
zahlen extrem viele Kunden
ihre Abschläge oder Rechnungen bar. Eben dieser Andrang
führt dann bisweilen dazu,
dass sich Warteschlangen bilden, die bis hinter die EinSabine Noll, Serviceberaterin
gangstür reichen. Darüber
freut sich niemand. Vor allem
nicht die, die warten müssen.
Die Lösung ist ganz einfach: ein paar Tage früher oder später kommen – also schon am 26. oder eben erst am 5. Beide Varianten würden das Problem deutlich entzerren.
Darüber hinaus gibt es noch eine weitere, komfortablere
Möglichkeit. Wer den Stadtwerken Gießen ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt, muss sich um nichts kümmern – und auf
gar keinen Fall warten, um seine Rechnung zu begleichen. Und
sicher ist das Lastschriftverfahren ebenfalls. Denn sollten die
SWG tatsächlich einmal einen falschen Betrag einziehen, kann
der Kontoinhaber die Buchung ohne Angabe von Gründen zurückholen lassen und den Fall klären.
Ergo: Das Lastschriftverfahren mit den SWG bietet im
Grunde nur Vorteile. Um daran teilzunehmen, können Sie im
SWG-Kundenzentrum ein Mandat unterschreiben. Ein entsprechendes Formular gibt es auch im Internet zum Download:
www.stadtwerke-giessen.de/lastschrift
Sparsamer und sicherer Lichterglanz
Nach wie vor liegen Lichterketten und andere weihnachtliche Illuminationen voll im Trend. Zugegeben – ein stilvoll mit kleinen Lichtpunkten in Szene gesetzter Nadelbaum ist durchaus hübsch anzusehen. Doch gleich
welcher Geschmack die Auswahl der strahlenden Dekoration bestimmt – es gibt auch einige objektive Kriterien
für die Weihnachtsbeleuchtung. Da wäre zum Beispiel
der Stromverbrauch: Sind statt moderner LED herkömmliche Glühlampen verbaut, liegt der Stromverbrauch
­etwa fünfmal so hoch. Das lange Zeit gültige Argument
des zu kalten Lichts der LED zählt ebenfalls nicht mehr.
Denn inzwischen liefern die Halbleiterstrahler auch
­warmes glühbirnenartiges Licht. Neben dem Stromver-
brauch sollte die Qualität eine wichtige Rolle bei der Anschaffung von Lichterkette & Co. spielen. Nur Systeme
mit dem VDE-Siegel „Geprüfte Sicherheit“ erfüllen die
aktuellen Standards. Fehlt das Siegel, handelt es sich
nicht selten um extrem billige Produkte aus Fernost, bei
denen es aufgrund von falschen Materialien oder mangelhafter Verarbeitung immer wieder zu Bränden kommt.
Das braucht wirklich niemand in der Adventszeit.
Auch bei der Installation gilt es die Beschreibung auf der
Packung oder der Anleitung zu beachten. Denn einige Artikel sind ausschließlich für den Betrieb in trockenen
Räumen gedacht. Solche Produkte im Freien zu verwenden, birgt ein nicht unerhebliches Risiko.
elahn 4/2014  13
12  Bad und Bus
Entspannender Jahresausklang
Statt zur gewohnten Silvester-Saunanacht lädt das Aktivteam des Badezentrums Ringallee
in diesem Jahr bereits am 27. Dezember zum Entspannungshighlight des Winters.
Am letzten Samstag des Jahres können
Saunaliebhaber die letzte Saunanacht 2014
in der Harmonielandschaft des Badezentrums Ringallee genießen. Von 19.30 bis
1 Uhr bietet das Aktivteam ein abwechslungsreiches Programm für echte Entspannung – Erlebnisaufgüsse inklusive.
Damit sich die Gäste bestens von den
stressigen Weihnachtsfeiertagen erholen
können, hat sich das Aktivteam der SWG
Heilsames und Beruhigendes für Geist
und Körper einfallen lassen. Als Einstimmung gibt es herzhaften und schmackhaften Tomatensaft mit mediterranen Brötchen – ein Willkommens-Cocktail ganz
im Sinne Kneipps. Bevor dann die Erlebnisaufgüsse beginnen, können sich die
Saunafreunde zunächst sportlich betätigen. Um 20 Uhr ruft die Aquainstruktorin
zu „AquaAdventure“, einem intensiven
Ganzkörpertraining im Flachwasser. Wer
hier mitmachen möchte, sollte einen Badeanzug oder eine Badehose mitbringen.
Ansonsten ist an diesem Abend textilfreies Schwimmen angesagt.
Ein sanftes Ingwer-Körperpeeling in
den Duschen stimmt alle Gäste auf die entspannenden Stunden im Saunabereich ein.
Pünktlich um 20.45 Uhr startet der erste
Aufguss mit Heilkräutern in der Panoramasauna. Noch in der Sauna wird „Rohköstliches“ gereicht. Den Abschluss des
ersten Aufgusses bildet ein Kneipp’scher
Knieguss. Nach der Abkühlung empfehlen die Saunameister ein warmes Fußbad
und Ausruhen im großzügigen Ruheraum.
Eine „musikalische Fantasiereise“ untermalt die Ruhephase. Und wer es gern ganz
leise mag, kann sich in den „Raum der Stille“ zurückziehen.
Von fruchtig bis orientalisch
Erlebnisaufguss Nr. 2 läuft eine Stunde
später in der Panoramasauna und im
Dampfbad ab. In der Sauna sorgen
Fruchtaromen für Wohlbefinden, im
Dampfbad wird mit Sheabutter angereichertes Fruchtsalzpeeling verteilt. Ein
Beeren-Cocktail leitet zum Ende dieses
Parts über – einer gemeinsamen Kneippwanderung, dem Wassertreten mit einer
kurzen Kneipp’schen Ansprache.
Um viertel vor elf steigert sich die Intensität mit dem „Gießkannenaufguss –
heiß und kalt“. Nach dem heißem Teil
kredenzt das Aktivteam leckere Eistütchen für alle Saunainsassen. Richtig frostig wird es dann beim Kneipp’schen Vollguss in der Duschgrotte.
Um 23.45 Uhr neigt sich die Saunanacht
langsam dem Ende zu. Beim Gute-NachtAufguss mit Lavendel verabschieden sich
die Saunameister allmählich. Zur Stärkung
erhalten dann alle Gäste eine kleine Brezel.
Und wer nach der Abkühlung immer noch
einen kurzen Aufguss verträgt, kann zum
Absacker um 0.30 Uhr in die Panoramasauna kommen. Hier wird dann der neue
Tag mit Palmblättern eingewedelt.
Den ganzen
Abend entspannen und
den einen oder
anderen alkoholfreien Cocktail genießen –
die letzte
Saunanacht
2014 wird ein
echtes Highlight.
Das Wellness-Upgrade
Zwischen den Aufgüssen und den Abkühlphasen empfiehlt sich eine Harmoniemassage oder Bürstenmassage nach
Kneipp. Beides gibt es an diesem Abend
zehn Prozent günstiger. Um den Wunschtermin zu bekommen, ist es ratsam, sich
im Vorfeld in der Massageabteilung unter
Telefon 0641 708-1443 anzumelden.
Die exklusive Saunanacht kostet
19,90 Euro. Selbstverständlich sind dafür
auch Geschenkgutscheine an der Hauptkasse im Badezentrum Ringallee einlösbar. Softgetränke während des gesamten
Abends, allerlei Rohkost und leichte Kleinigkeiten – ganz nach dem Kneipp’schen
Prinzip „Wer lange leben will, muss vernünftig essen. Man gebe der Natur nicht
mehr als sie ertragen kann, sie wird nur
beschwert“ – sind wie immer inklusive.
Immer da, wenn man es braucht:
ein Auto aus dem Carsharing-Pool
von „einfach mobil“
Carsharing
Um allen Gästen ein entspanntes
Ambiente zu garantieren, bittet das
Aktivteam die Besucher, sich bis zum
22. Dezember 2014 anzumelden: E-Mail
cschmiedel@stadtwerke-giessen.de
In allen Situationen
„einfach mobil“
Wellness unterm
Weihnachtsbaum
Gestresste Berufstätige freuen sich immer über ein paar
Stunden Ent­spannung. Bei den Stadtwerken Gießen gibt
es ­jede Menge wohl­tuender Highlights – in Form von Gutscheinen im Badezentrum Ringallee.
10er-Karte Schwimmhalle, inkl. Kneipp-Becken
31,20 €
Saunabesuch Einzeleintritt für 4 Stunden
13,50 €
Saunabesuch Tageskarte
17,00 €
Wellness-Tag
29,00 €
Lady-Wohlfühlmittwoch nach Kneipp, nur für Damen
19,90 €
Kulinarischer Beauty-Tag, nur für Damen, nur mittwochs
50,90 €
parfuchs-Saunanacht am jeweils letzten Samstag
S
im Januar, Februar und März 2015
19,90 €
Wohlfühlmassage
15,50 €
Ganzkörpermassage
22,00 €
Bürstenmassage nach Kneipp
16,00 €
Kräuterstempel-Rückenmassage
28,50 €
Kopf-Schulter-Nackenmassage mit Kräuterstempeln
19,50 €
Hot-Stone-Massage, ganzer Körper
45,00 €
Pilgerreise für Geist & Körper
34,90 €
Kosmetische Behandlungen ab
29,90 €
Teilen liegt im Trend – ob es sich um Kleidung, Bücher oder Autos
handelt. Insbesondere das Carsharing hat sich während der vergangenen Jahre etabliert und gewinnt immer mehr Anhänger – selbst
unter denjenigen, die bereits ein eigenes Auto besitzen. Auch sie
schätzen den Vorteil, in jeder Lebenslage das passende Fahrzeug für
den jeweiligen Bedarf nutzen zu können: einen Kombi für den nächsten Wochenendausflug, den kleinen wendigen Flitzer für den Weg
vom Bahnhof zum Hotel oder einen Transporter für den Umzug.
Komfortabel und unkompliziert funktioniert Carsharing in Gießen,
Marburg und Kassel bei „einfach mobil“: Fahrzeug telefonisch, online oder per App buchen, einsteigen, losfahren.
Zuvor müssen sich Nutzer lediglich unter www.einfach-mobil.de
registrieren und sie erhalten anschließend eine persönliche Kundenkarte ausgehändigt – unter anderem in der Mobilitätszentrale der
Stadtwerke Gießen am Marktplatz. Diese spezielle Karte ist erforderlich, um ein bereits reserviertes Fahrzeug zu öffnen. Fahrbereite
Autos unterschiedlicher Klassen stehen an zahlreichen Stationen in
Gießen, Kassel und Marburg. Wo genau sich die Standorte befinden,
verrät eine Karte auf der Website von „einfach mobil“. Fragen zum
gewünschten Fahrzeug, zur Versicherung oder zum Anmeldevorgang sowie zur Abrechnung beantworten die Mitarbeiter des Carsharing-Dienstes in Marburg.
Das Besondere an „einfach mobil“: Inhaber einer RMV-Jahreskarte zahlen lediglich einen jährlichen Grundpreis von 49 Euro. Der
sonst übliche Startpreis und ein monatlicher Grundpreis entfallen.
Weitere Infos erhalten Interessierte unter www.einfach-mobil.de
oder in der Mobilitätszentrale der Stadtwerke Gießen am Marktplatz – telefonisch unter 0641 708-1400 oder persönlich vor Ort.
elahn 4/2014  15
14  Drachenhöhle
Zapfenwichtel
Weihnachtsgans woanders
selbst gemacht
Wenn Weihnachten gefeiert wird, kochen die Menschen typische
Festessen. Die sind von Land zu Land sehr unterschiedlich.
Foto: LauriPatterson/istockphoto.com
Bald ist Weihnachten und ihr freut euch
bestimmt auf die Feiertage mit eurer Fami­
lie. Und auf das leckere Essen. Vielleicht
gibt es bei euch – wie in vielen deutschen
Familien auch – eine Gans. Kurios ist, dass
sich am Stromverbrauch erkennen lässt,
wann es in den Küchen losgeht mit den
Festtagsbraten. Am ersten Weihnachts­
feiertag vormittags steigt der Stromver­
brauch nämlich enorm an. Das nennen die
Leute von den Stadtwerken scherzhaft die
Gänsebratenspitze, also die Zeit, in der
viele Familien ihre Weihnachtsgänse in die
Backöfen schieben.
Andere Länder, andere Festmenüs
In anderen Ländern lassen sich die Men­
schen andere Leckereien zu Weihnachten
schmecken. Franzosen etwa schlemmen
schon an Heiligabend. Es gibt Austern,
Schnecken, mit Maronen gefüllten Trut­
hahn und zum Nachtisch eine Buttercreme­
rolle, die wie ein Baumstamm aussieht. In
Italien findet das Festmahl am ersten Feier­
tag statt. Es beginnt mit einer Gemüsesup­
pe, gefolgt von Huhn, Lamm, Würstchen,
Pasta mit Fleisch oder Truthahn. Als Nach­
tisch kommt ein Panettone, ein Hefeku­
chen mit Rosinen, auf den Tisch. Eher def­
tig mögen es die Schweden. Sie tischen
Schinken, Wurst, Heringe, Pasteten und
Weihnachtliche Musik bei den Rohrgrubers
In Skandinavien ist die Sage von den
Wichteln sehr verbreitet. Wichtel
sind nette Zwerge, die gern Schaber­
nack treiben, aber auch besonders in
der Adventszeit viel Gutes tun. Du
kannst ganz einfach selbst Wichtel
basteln und sie als Adventsschmuck
aufhängen oder jemandem eine
Freude damit machen.
Würzbrot auf. Als Nachtisch darf süßer
Reisbrei mit einer versteckten Mandel
nicht fehlen.
Weihnachten im Sommer
Die Südafrikaner mischen beim Weih­
nachtsessen englische und afrikanische
Leckereien. Man feiert nicht nur mit ge­
bratenem Truthahn und Erbsen mit Min­
ze, sondern auch bei einem Braai, dem
südafrikanischen Grillfest. Schließlich ist
Weihnachten auf der Südhalbkugel im
Sommer. Auf den Rost kommen Bauern­
wurst und andere Fleischspezialitäten.
Und danach gibt es Pudding.
In Brasilien beginnt das Weihnachts­
essen traditionell am 24. Dezember um Mit­
ternacht. Es gibt würzige Cremes aus Thun­
fisch oder Tomaten, Pute mit Maronen und
Ananas oder gebratenen Kochschinken aus
dem Ofen und als Dessert frische Früchte
und Kokosplätzchen.
Auch in Asien wird Weihnachten gefei­
ert. Die Philippiner beginnen ihr Festmahl
nach der Messe um Mitternacht. Sie genie­
ßen auf chinesische Art zubereiteten kara­
mellisierten Schinken oder gefülltes Geflü­
gel mit vielerlei Gemüse. Süße Spezialitäten
sind Hefegebäck und heiße Schokolade, die
aus Kakao, Büffelmilch, geriebenen Erd­
nüssen und Schlagsahne zubereitet wird.
1
Schneide aus Filz oder
Stoff einen Kreis aus,
dessen Durchmesser drei­
mal so groß ist, wie der Kie­
fernzapfen lang. Teile den
Stoffkreis in Viertel.
2
Aus je einem Viertel
formst du eine spitze
Mütze, die gut auf den Zap­
fen passt. Wo der Filz über­
lappt, klebst du die Kanten
zusammen. Oben muss ein
Stückchen offen bleiben.
3
Klebe ein Ende des Fa­
dens am Stiel des Zap­
fens fest. Mit einer Heiß­
klebepistole geht das am
besten. Lass dir dabei von
einem Erwachsenen helfen.
In das andere Ende knotest
du eine große Schlaufe.
Das brauchst du für
einen Wichtel:
❖ einen Kiefernzapfen
❖ eine Holzperle
❖ Filz oder Stoff
❖ etwas Watte
❖ (Gold-)Garn, etwa
15 Zentimeter
❖ Kleber, wenn vorhan­
den eine Heißklebepis­
tole, eine Häkelnadel
1
2
3
4
4
Klebe die Holzperle als
Nase oben seitlich auf
den Zapfen. Zupfe Watte als
Haare und Bart zurecht und
klebe sie rund um die Holz­
perle an. Vorn lässt du einen
schönen langen Bart herab­
hängen. Ziehe die Faden­
schlaufe mit einer Häkelna­
del durch die Zipfelmütze
und klebe die Mütze so auf,
dass die Nase gerade noch
herausschaut. Jetzt kannst
du den Wichtel aufhängen.
16  Preisrätsel
Frohe Weihnachten!
Foto: Coloures-pic/Fotolia
Wir wünschen Ihnen eine ruhige,
besinnliche Adventszeit, frohe
Festtage und für das neue Jahr
Glück, Gesundheit und Erfolg.
Ihre Stadtwerke Gießen
Gewinnspiel
Lebensmittelladen
Schicken Sie uns Ihr Lösungswort. Zu gewinnen gibt es hochwertige Küchen­
helfer aus der Philips Avance Collection im Gesamtwert von 860 Euro:
1. Preis – eine Küchenmaschine, 2. Preis – ein Entsafter, 3. Preis – ein
Handmixer, 4. Preis – ein Stabmixer und 5. Preis – eine Zitruspresse.
Lösungen samt Absender per Post­karte an
Stadtwerke Gießen, ­Abteilung 13.1,
Lahnstraße 31, 35398 Gießen, per Fax an 0641 708-3127
oder per E‑Mail an elahn@stadtwerke-giessen.de
Einsendeschluss ist der 30. Januar 2015.
Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mitarbeiterinnen und ­Mitarbeiter der SWG dürfen nicht teilnehmen.
Beim Preisrätsel der vorigen Ausgabe haben gewonnen: Reinhard
­Wagner aus Buseck, Erika Moos aus Wettenberg und Alexander Benner
aus Rabenau. Herzlichen Glückwunsch.
Lösung:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
5
6
Fräsrille
flink,
schnell
4
11
O
chinesischer
Lyriker
† 1931
Blütenpracht
3
LE
1
an
dieser
Stelle
Kammmacherwerkzeug
Schlagwaffe
7
Fremdwortteil:
Erde
9
Eselslaut
heilige
Schale d.
Artussage
langweilig
italienische
Tonsilbe
Kameraobjektiv
(Kw.)
Lebensbund
Abgott
besonders,
außerdem
W
zurückweisen
unsere
Erde
Staat
in Südamerika
obergäriges
Bier
dumm
8
10
2
selten
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