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Ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr - Lokalinfo AG

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GZA/PP 8048 Zürich
27. Jahrgang
Donnerstag, 18. Dezember 2014
Nr. 51/52
ALTSTETTERSTRASSE 159 | CH-8048 ZÜRICH | FON 044 431 11 40 | PRAXIS@ZAHNARZT-BUEHLER.CH
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Foto: Sibylle Meier/ Pro Senectute
Ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Liebe Leserinnen und liebe Leser, Sie halten die letzte Nummer unserer Zeitung in diesem Jahr in Ihren Händen. Viel Spass
beim Lesen. Die nächste Ausgabe erscheint am Donnerstag, 8. Januar 2015. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein
Redaktion und Verlag
frohes und besinnliches Weihnachtsfest und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Weihnachtsgeschichte
Tram 2 auf bisheriger Strecke
Schaden in Millionenhöhe
Die 19-jährige Altstetterin Sarah Koller hat für die «Zürich
West»-Leserinnen und -Leser eine Weihnachtsgeschichte verfasst. Im Mittelpunkt steht der kleine Malteser Olli, der ganz
allein durch die Stadt streichen muss.
Seite 3
Der Stadtrat respektiert den Widerstand gegen die Umleitung
des 2er-Trams an den Bahnhof Altstetten. Definitiv bleibt die
bisherige Linienführung aber nur, wenn der Gemeinderat
und der Kanton zustimmen.
Seite 7
Gewaltausbrüche und Sachbeschädigungen in Wiedikon und
Aussersihl: Chaoten haben sieben Polizisten verletzt, Autos
in Brand gesetzt und Fensterscheiben eingeschlagen. Der
Schaden beträgt weit über eine Million Franken.
Seite 9
2
Zürich West
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
AKTUELL
Zürich West
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
3
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Stadt Zürich
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
AKTUELL
Hommage an die Courage
Die bekannte Zürcher Autorin und Schillerpreis-Trägerin Susanna Schwager widmet ihr jüngstes Buch einer
bärenstarken Kämpferin im
Zürich der 80er Jahre.
Einblick in die russische Seele: Die Chorgruppe «Corale Ermitage».
Foto: zvg.
Gregorianische Gesänge im Fraumünster
Mit ihren ausdrucksstarken
und gefühlsvollen Stimmen
lädt die Chorgruppe «Corale
Ermitage» aus St. Petersburg zu einer einmaligen
spirituellen Reise ein.
Seit seiner Gründung 1996 reist das
vierköpfige Ensemble mit seiner russischen Musik regelmässig durch
Westeuropa. Zum facettenreichen
Repertoire gehören orthodox-geistliche Gesänge und traditionelle Klostermelodien aus Zeiten des russischen Barocks und Klassizismus.
Auch Werke berühmter russischer
Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts und Melodien aus dem
russischen Kulturgut werden zum
Besten gegeben. Passend zur Jahreszeit lässt der Chor den Konzertabend mit weltbekannten Weihnachtsliedern ausklingen.
Verstehen kann man «Corale Ermitage» auch ohne Russischkenntnisse, denn: Filigran und mächtig verschmelzen die vier schönen Stimmen
zu einer tragenden und behaglichen
Einheit. Ein Abend mit «Corale Ermitage» verspricht einen tiefen Einblick
in die russische Seele. (pd./mai.)
Sonntag, 28. Dezember, 19 Uhr, Kirche
Fraumünster Zürich.
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 3x 2 Eintritte für
das Konzert von «Corale Ermitage», am Sonntag, 28. Dezember, 19
Uhr, im Fraumünster Zürich. Wer
sein Glück versuchen will, sendet
bis 22. Dezember eine Mail mit Betreffzeile «Corale Ermitage» an
lokalinfo@lokalinfo.ch
oder eine Postkarte an
Lokalinfo AG
Wettbewerb «Corale Ermitage»
Buckhauserstrasse 11
8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
Universität Irchel entwickelt sich weiter
Für das gesamte Areal der
Universität Irchel besteht
ein dringlicher Ausbau- und
Erneuerungsbedarf. Der
Regierungsrat und der
Zürcher Stadtrat sowie die
Universität haben nun dem
Masterplan Campus Irchel
zugestimmt.
Vor rund vier Jahrzehnten eröffnete
die Universität Zürich ihren zweiten
Standort auf dem Irchel. Seither hat
sich die Zahl der Studierenden verdreifacht. Der Masterplan zeigt auf,
wie sich der Standort Zürich-Irchel
bis ins Jahr 2050 weiterentwickeln
kann. Er bildet zusammen mit dem
Masterplan Hochschulgebiet ZürichZentrum die Grundlage für die Umsetzung der Zweistandort-Strategie
de Universität Zürich.
Um die zukünftige Entwicklung
der Universität Irchel zu sichern, ist
eine adäquate Standortentwicklung
notwendig. Die Universität hat des-
Notrufnummer 144
Seit dem 2. Dezember nimmt die Einsatzzentrale von Schutz & Rettung
Zürich die Notrufe 144 aus dem Kanton Zug entgegen. Die Umstellung hat
problemlos geklappt, die ersten Erfahrungen sind positiv. Bis und mit
11. Dezember sind in Zürich 161 Anrufe aus dem Kanton Zug eingegangen. Der Rettungsdienst Zug (RDZ)
musste 139 Mal aufgeboten werden.
Alles verlief ohne grössere Schwierigkeiten. Beeindruckend seien für die
Rettungssanitäter an der Front die
schnellen Dispositionszeiten. Oft gehe
es keine 30 Sekunden vom Eingang
eines Anrufs bis zum Zeitpunkt, wo
die Retter für einen Einsatz aufgeboten werden. (pd.)
halb für ihre zwei Hauptstandorte
Hochschulgebiet Zürich-Zentrum und
Zürich-Irchel entsprechende räumliche Entwicklungsziele festgelegt. Für
das Hochschulgebiet Zentrum liegt
seit September ein Masterplan vor,
der die langfristige Entwicklung der
drei Institutionen Universität Zürich,
ETH und Universitätsspital aufzeigt.
Auch für den Campus Irchel ist eine
umfassende Erneuerung, Verdichtung und zeitgemässe Weiterentwicklung der Gesamtanlage geplant.
Das Amt für Raumentwicklung
der Baudirektion führte eine entsprechende Gebietsplanung im Auftrag
der Bildungsdirektion und der Universität Zürich sowie im Dialog mit
dem Staatsarchiv des Kantons Zürich
und der Stadt Zürich durch. Der nun
vorliegende Masterplan Campus Irchel, dem alle Projektbeteiligten zugestimmt haben, enthält die Leitplanken für die langfristige, integrale
räumliche Entwicklung des Standorts
Irchel. Er konkretisiert Leitideen
für die Teilräume «Mitte», «Süd»,
«Nord» und «Irchelpark», benennt
den Vertiefungsbedarf und die Mass-
nahmen zur Umsetzung. Mit dem
Masterplan ist ein wichtiger strategischer Schritt für die künftige infrastrukturelle Weiterentwicklung der
Universität Zürich gemacht. Das Vorhaben soll in Etappen realisiert werden und gewährleisten, dass auch
kommenden Generationen von Studierenden hochstehende Lehr- und
Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehen.
Im Lauf der Gebietsplanung hat
sich eine konstruktive Zusammenarbeit der Projektpartner etabliert.
Durch ein Gebietsmanagement soll
nun gewährleistet werden, dass die
im Masterplan angestrebte Entwicklung auch umgesetzt wird. Als nächster Schritt sollen auf der Grundlage
des Masterplans die Eckwerte für die
Weiterentwicklung des Standorts Irchel im kantonalen Richtplan behördenverbindlich verankert werden.
Der Richtplan wird im Rahmen des
sogenannten «Richtplanpakets 2015»
angepasst, das voraussichtlich im
Herbst 2015 öffentlich aufgelegt und
bis Frühjahr 2016 dem Kantonsrat
überwiesen werden soll. (pd./pm.)
Publireportage
Last Minute Christmas Shopping
Weihnachten 2014 wird dank dem
Letzipark garantiert stressfrei: Das
Zürcher Einkaufszentrum lässt zum
ersten Mal an einem 23. Dezember
seine Türen bis um 22 Uhr offen und
lädt so zum entspannten Last Minute
Christmas Shopping. Dazu überraschen sechs stramme Nussknacker
die Kunden mit Gutscheinen für einen gratis Glühwein und ein feines
Schokoladengeschenk. Für die Kinder dreht wie gewohnt der Märlizug
seine Runden, und das Päcklihuus
offeriert seinen traditionellen Geschenkservice. (pd./pm.)
www.letzipark.ch
Hedy ist eine Frau mit Rätseln und
mehreren Leben. Eine schöne, quirlige Mutter und Femme fatale. Ihr Weg
führt von St. Gallen über den Maghreb
ins Zürcher Niederdorf. Hedy ist auch
die Gestalt hinter der Maske der Roten
Zora, die in der biederen Bankenstadt
der 80er Jahre für Bewegung sorgt.
Eine Abrechnung im Zuhälter-Milieu
überlebt sie nur mit einer ungeheuren
Portion Glück und dank eines Schutzengels in Polizeiuniform. Auch weitere
Schläge des Schicksals pariert sie mit
ihrer gewaltigen Lebenskraft. Und mit
der Hilfe ihres treuen Freundes Päuli.
Die Geschichte von Hedy und Päuli
wurde von Susanna Schwager aufgespürt, zusammengefügt und verdichtet. Die Ingredienzen dafür hat die
Schriftstellerin, wie immer in ihren
Büchern, im Realen, Erahnten und
Erfühlten gefunden. Schwagers Buch
ist ein Sittenbild aus dem Zürich der
80er Jahre. Ein Zweipersonenstück
um die alten Fragen von Frau und
Mann und um das, was sie im Innersten zusammenhält. Krimi, Erotikon
und Stadtgeschichte. Und eine Hymne
an die Courage. (pd./mai.)
Susanna Schwager, «Freudenfrau. Die Geschichte der Zora von Zürich», Wörterseh
Verlag, 2014. 200 Seiten, gebunden. ISBN:
978-3-03763-050-1.
Foto: zvg.
F.: A. Vollenweider
Wettbewerb
Lokalinfo verlost drei Exemplare von Susanna Schwagers «Freudenfrau». Wer eines gewinnen
möchte, schickt
bis spätestens
22. Dezember
eine E-Mail mit Betreffzeile
«Freudenfrau» an:
lokalinfo@lokalinfo.ch
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb «Freudenfrau»
Buckhauserstrasse 11
8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
GEWERBEVERBAND STADT ZÜRICH
Publireportage
Weihnachtswunder
Meine Kinder lesen noch wenig Zeitung, deshalb sei hier verraten: Als
Weihnachtsüberraschung bekommen
sie Sitzsäcke. Diese habe ich in der
Nähe vom Paradeplatz erstanden,
aber mit drei riesigen Säcken kann
man nicht aufs Tram. Somit habe ich
das Undenkbare gewagt, und das
«Zubringerdienst gestattet» auf eine
– für mich – erste Belastungsprobe
gestellt. Klopfenden Herzens steuerte
ich mein Auto durch die engen Gassen hinter dem Fraumünsterplatz,
immer im Zweifel, ob dies wirklich
rechtens sei. Und siehe da: Alles
klappte reibungslos. Ich verlud meine
Säcke und fand ohne Busse wieder
aus den engen Gassen heraus. Das
hat doch Wunderpotenzial!
Meine Mailänderli
Auf den Boden der Wirklichkeit riss
mich meine Tochter zurück. Ihre
Hausaufgabe von der Schule: Guetzli
backen. Das bedeutet Hausaufgaben
für die Mutter! Da ich schlecht backen kann, kann, griff ich zum «Fülscher», dem alten Standardwerk unserer Grossmütter für Kochen und
Backen. Dort stolperte ich über ein
Rezept für Spaghetti mit einer empfohlenen Garzeit von 20 bis 25 Minuten. Das ist nicht mehr ganz al dente.
Für die Guetzli griff ich mir darauf
doch lieber «Betti Bossi», zugegeben
eine etwas ältere Ausgabe. Auf Betti
Bossi verlässt sich die halbe Nation,
also stach ich die Mailänderli wie
vorgeschrieben fünf Millimeter dick
aus. Resultat: Ausgedörrte Trockenplätzchen. Mit einer grosszügigen Zuckerverzierung retteten wir die Aktion, denn wenn der Inhalt nicht
stimmt, muss wenigstens die Verpackung gut sein.
Mein Weihnachtswunsch
Einkaufen im Letzipark.
Susanna Schwager.
Apropos Verpackung: Im «20Minuten» war nachzulesen, dass die Stadt
Nicole Barandun-Gross.
Foto: zvg.
Zürich 17 000 Franken ausgegeben
hat für die Überprüfung der Ausstrahlung unserer Weihnachtsmärkte. Wen wunderts, dass wir schlechter abschneiden als Strassburg oder
Nürnberg. Das hätte ich auch so gewusst. Doch persönlich wünsche mir
sowieso, dass wir uns allgemein etwas mehr Imperfektion gönnen. Bunt
macht lebendig.
Es müssen ja nicht meine ausgedörrten Mailänderli sein, sympathisch sind auch die von der Cevi
oder vom Frauenverein. Das Schöne
kann erst richtig strahlen, wenn es
auch Halbbatziges gibt. Wie wir alle
wissen, ist das Christkind nicht im
5-Stern-Hotel auf die Welt gekommen, und trotzdem ist etwas aus ihm
geworden. Was für das Christkind gut
war, sollte uns normalen Menschen –
obwohl wir in Zürich wohnen – auch
reichen.
Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und viel Glück im neuen
Jahr!
Nicole Barandun-Gross,
Präsidentin Gewerbeverband der
Stadt Zürich
Zürich West
AKTUELL
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
5
AUF
EIN WORT
IN KÜRZE
Gemeinderat
In der FDP 7+8 gibt es per Ende
Jahr einen Wechsel im Gemeinderat. Tamara Lauber gibt ihren
Wohnsitz in der Stadt Zürich auf
und tritt aus dem Gemeinderat
aus. Ihren Sitz übernimmt die
48-jährige Kinderchirurgin Bettina Balmer. Die Fluntermerin ist
seit 2010 Mitglied der FDP Zürich
7+8. Die Ärztin setzt sich für das
Zürcher Gesundheitswesen ein.
Elke Baumann
Sie haben sicher schon so manchem eine Gardinenpredigt gehalten und die Leviten gelesen, wurden aber auch selbst oft genug
zur Schnecke gemacht? Sie wollen
jemanden ins Bockshorn jagen?
Sie sind ein Buch mit sieben Siegeln oder auf den Hund gekommen?
Natürlich kennen und verwenden wir alle diese und viele weitere Redensarten. Sie sind das Salz
einer jeden Sprache. Von ihrer
Herkunft und ursprünglichen Bedeutung wissen wir oft nur noch
wenig. Häufig ergeben die Worte
überhaupt keinen Sinn. Hat man
Sie schon des Öfteren belogen?
Aber hat man Ihnen dann tatsächlich und im wahrsten Sinn
Triemli-Spital
Das Darmkrebs- und das Pankreaszentrum
des
Stadtspitals
Triemli wurden durch das massgebende und unabhängige Zertifizierungsinstitut Onkozert ausgezeichnet. Mit dieser Zertifizierung
belegt das Triemli, dass es nach
den neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen und Standards arbeitet und die Patientinnen und
Patienten die bestmögliche, umfassend optimierte und qualitätsgesicherte Behandlung erhalten.
Zähringerplatz
Ein Postulat, das die Aufhebung
der Parkplätze auf dem Zähringerplatz zum Ziel hat, spaltet die
Gemüter. Während der Quartierverein Zürich 1 rechts der Limmat ein solches Vorhaben mehrheitlich begrüsst, erachtet die Geschäftsvereinigung
Limmatquai/Dörfli die Parkplätze als
wichtig fürs Gewerbe und auch
für die Quartierbewohner.
Platz für Google
Google braucht mehr Platz in Zürich. Deshalb wird der InternetRiese zwischen 2015 und 2020
etappenweise in die SBB-Überbauung Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof ziehen. Die
bisherigen Google-Büros in Zürich auf dem Hürlimann-Areal
sollen auch weiterhin erhalten
bleiben. Auf dem Hürlimann-Areal arbeiten derzeit über 1500
Mitarbeitende aus 75 Nationen.
Zusammenarbeit
Die Städte Zürich und Bern sowie
der Kanton Basel-Stadt wollen eine gemeinsame Software für die
Fallführung in der Sozialhilfe beschaffen. Sie verwenden alle derzeit Fallführungslösungen, deren
Lebensdauer Ende des Jahrzehnts auslaufen wird. Als Zusammenarbeitsgefäss haben sie
einen Verein gegründet. Mit diesem soll in den kommenden Jahren der Weg zur Beschaffung vorbereitet werden.
Öffnungszeiten
Die Büros der kantonalen Verwaltung und der Bezirksverwaltungen bleiben über den Jahreswechsel vom Montag, 22. Dezember, bis Freitag, 2. Januar, geschlossen. Die Notfalldienste bleiben ohne Unterbruch gewährleistet. Das Passbüro ist am 22., 23.,
29. und 30. Dezember offen. Personen, die ausserhalb der Öffnungszeiten dringend einen Pass
benötigen, müssen sich an die
Notpassstelle im Flughafen Zürich-Kloten, Telefon 044 655 57
65, wenden.
An der Schiffbau-/Hardstrasse plant Allreal ein Gebäude mit 12 000 Quadratmetern für Büros und Gewerbe.
zvg.
Geschäftshaus zeigt seine Grösse
Am Schiffbauplatz plant
Allreal ein Geschäftshaus.
Das Projekt ist eingegeben,
die Baugespanne ausgesteckt. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich im April.
Seit letztem Freitag vermitteln die
Baugespanne einen Eindruck vom
Gebäude an der Schiffbaustrasse/
Hardstrasse. Das Geschäftshaus umfasst auf vier bis fünf Obergeschossen
Büroräume und im Erdgeschoss Gewerbeflächen für Verkauf und Gastronomie. Das Gebäude bildet drei
Innenhöfe, schreibt Allreal in ihrer
Medienmitteilung, die für natürlich
belichtete Büroarbeitsplätze sorgen.
Der Neubau bietet Platz für mehrere
Mieter, deren Büroräume über eine
gemeinsame
Eingangshalle
vom
Schiffbauplatz her erschlossen sind.
Büros bereits vermietet
Über die rund 10 700 Quadratmeter
Bürofläche in den Obergeschossen
hat Allreal bereits Mietverträge abgeschlossen. Für die 1800 Quadratmeter Gewerbeflächen im Erdgeschoss
ist Allreal im Gespräch mit mehreren
Interessenten.
Der Baubeginn für das Geschäftshaus am Schiffbauplatz findet – abhängig vom laufenden Bewilligungsverfahren – frühestens im April statt.
Als Erstes müssen bestehende Gebäude wie beispielsweise die ehemaligen Probebühnen des Opernhauses
und die Alte Forschung abgebrochen
werden. Das neue Geschäftshaus
wird voraussichtlich im Herbst 2017
fertiggestellt, schreibt Allreal.
Die Jury des Architekturwettbewerbs hat im April das Projekt von
Baukontor Architekten einstimmig
zur Weiterbearbeitung empfohlen.
Mit dem Architekturwettbewerb unterstreicht Allreal die Absicht, ein
qualitativ hochwertiges und städtebaulich überzeugendes Projekt zu realisieren.
Allreal hat 2012 einen ergänzenden privaten Gestaltungsplan erarbeitet, der die Grundlage für die baurechtliche Bewilligung bildet. (zw.)
www.allreal.ch
AUS DEM GEMEINDERAT
2015 sollen die Ideen sprühen
Albert Leiser
Ab und zu – etwa auf dem Weg an
eine Sitzung des Gemeinderats am
späten Mittwochnachmittag – frage
ich mich, wie aus dem pittoresken
Zürich, das man aus alten Stadtansichten kennt, die heutige moderne
Stadt geworden ist. Und ich frage
mich auch, wie Zürich heute wohl
aussähe, wenn vor 150 Jahren beispielsweise der Fröschengraben bereits unter Schutz gestanden hätte
und die Bahnhofstrasse nie gebaut
worden wäre? Bestimmt noch malerischer wäre Zürich, und sicher auch
eine
grosse
Touristenattraktion,
wenn man die Stadtmauern nicht ab
1813 abgerissen hätte. Und am authentischsten wäre Zürich, wenn wir
uns noch heute damit begnügen würden, auf Pfahlbauten am Seeufer zu
wohnen. Blöderweise hat aber vor
rund 3000 Jahren niemand daran
gedacht, die Hütten auf ewige Zeiten
zu schützen. Vermutlich gab es damals weder eine Bau- und Zonenordnung noch einen Denkmalschutz und
ganz bestimmt auch kein «Leitbild
Seebecken». Vermutlich baute damals jeder seinen Würstchenstand,
wo es ihm gerade passte.
Idylle nur auf dem Papier
Aber lassen wir uns von den wunderschönen Stadtansichten nicht täuschen. Idyllen gab es auch damals
nur auf dem Papier. In der mittelalterlichen Stadt muss es zum Himmel
«Warum bewerten wir die
Stadt so ganz anders als
internationale Rankings?»
Albert Leiser, Gemeinderat FDP
gestunken haben, und es herrschte
eine Enge, die wir heute als beklemmend empfinden würden. Der Begriff
«Dichtestress» lässt grüssen. Und
knapp 400 000 Einwohner hätte man
natürlich dort nicht unterbringen
können. Trauern wir also dem alten
Zürich nicht nach, und seien wir
dankbar dafür, dass die Zürcher, die
damals das Sagen hatten, sich gegen
den Stillstand und für die Zukunft
starkmachten.
Wir haben das Glück, heute in
einem Zürich zu leben, das regelmässig unter den Städten mit der höchsten Lebensqualität figuriert. Wir soll-
ten eigentlich wenig Grund haben,
ständig an diesem Zürich herumzunörgeln. Warum bewerten wir die
Stadt so ganz anders als internationale Rankings? Es dürfte doch nicht
sein, dass mit harten Bandagen darum gekämpft wird, dass ja kein alter
Bau – und sei es auch nur eine marode Turnhalle – Platz macht für Neues
und der Fortschritt symptomatischerweise im «Leitbild Seebecken» bestehen soll, der Imbissstände zum Problem hochstilisiert, weil sie möglicherweise nicht höchsten architektonischen Ansprüchen entsprechen, also keinen Leuchtturm darstellen,
sondern wohl einfach praktisch sind.
Sie glaubten an die Zukunft
Sicher gab es auch Widerstand gegen
den Abriss der Stadtmauern und
zweifellos war die Realisierung des
Projekts Bahnhofstrasse kein Fingerschlecken, aber die Verantwortlichen
glaubten damals an die Zukunft und
hatten damit Recht. Wäre es nicht
schön, in Zürich wieder einmal einen
solchen Fortschrittsglauben zu spüren? Wenn ich einen Wunsch frei
hätte, würde ich mir wünschen, dass
die vielen bunt leuchtenden Funken
des Silvesterfeuerwerks auf uns alle
überspringen und ein Feuerwerk an
Zukunftsideen auslösen.
Albert Leiser, Direktor Hauseigentümerverband Zürich, vertritt die FDP 9 seit
1999 im Gemeinderat. Er amtete 2012/
2013 als Präsident des Gemeinderats
(höchster Stadtzürcher).
Einen guten Rutsch
ins neue Jahr
des Wortes einen Bären aufgebunden? Wohl kaum. «Das
schlägt dem Fass den Boden aus»
oder «Ins Fettnäpfchen treten». In
vielen Fällen war das, was wir
nur noch im übertragenen Sinne
verwenden, für unsere Vorfahren
das tägliche Leben und Erleben.
Jetzt wollen wir aber mal «Tacheles» reden! Der Ausdruck
kommt aus dem hebräischen. Aus
«tachlit» (Ziel, Zweck) wurde «tacheles». «Tohuwabohu» (wüst
und leer). Die Wendung gelangte
vermutlich in die Umgangssprache, weil das Wort so wunderbar
zur
Bedeutung
«chaotisches
Durcheinander» passt.
Zählen Sie jeweils Ihr Geschirr, wenn man behauptet, Sie
hätten nicht alle Tassen im
Schrank? Sicher nicht! Die hier
gemeinten Tassen werden vom
jiddischen Wort «toshia» (Verstand) hergeleitet. «Hals- und
Beinbruch» – im Jiddischen
wünscht man sich bei verschiedenen Anlässen «hazloche un broche» (Erfolg und Segen) daraus
wurde im Deutschen Hals- und
Beinbruch. Zum Jahreswechsel
wünscht man sich auf Hebräisch
«a git Rosch» (einen guten Kopf).
Man kann davon ausgehen, dass
der «gute Rutsch» aus einem
weitläufig missverstandenen «git
Rosch» entstanden ist.
Bevor wir vom Hundertsten
ins Tausendste kommen: «Einen
guten Rutsch ins neue Jahr.»
Post Letzibach öffnet,
Post Letzipark schliesst
Nun steht das Datum fest: Am Freitag, 9. Januar, hat die Poststelle im
Einkaufszentrum Letzipark zum letzten Mal geöffnet. Ab Montag, 12. Januar, öffnet an der Hohlstrasse 510
die neue Poststelle Zürich 66 Letzibach. «Es erwartet Sie eine moderne,
einladende Kundenzone mit offenen
Schaltern», heisst es im Flugblatt,
das an die Bevölkerung verteilt wird.
Die Poststelle mit ebenerdigem Zugang ist Montag bis Freitag von 11
bis 20 Uhr durchgehend geöffnet.
Man kann Postsendungen aller Art
aufgeben, avisierte Postsendungen
abholen, mit der PostFinance Card
bis 5000 Franken beziehen, Franken
in Euro wechseln – und umgekehrt –
sowie im PostShop einkaufen. (zw.)
6
Stadt Zürich
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
AKTUELL
Keine Mietzins- und Taxerhöhungen
Der Zürcher Gemeinderat
kürzte dem Stadtrat das
Budgetdefizit von 160 Millionen Franken in seinen
ersten drei Sitzungen um
29,5 Millionen Franken.
Bei Redaktionsschluss
waren noch das Sozialund das Schul- und Sportdepartement ausstehend.
Pia Meier
Der Stadtrat hatte ein Budget mit einem Defizit von rund 160 Millionen
Franken vorgelegt. Die Ausgaben
sind auf knapp 8,6 Milliarden veranschlagt, die Einnahmen auf gut 8,4
Milliarden Franken. Insgesamt hat
der Rat das geplante Budgetdefizit in
seinen ersten drei Sitzungen um 29,5
Millionen Franken reduziert.
Keine Mietzinserhöhungen
Hervorzuheben ist die Streichung der
Berghilfe in Höhe von 500 000 Franken. Die linksgrüne Ratsseite wehrte
sich vergeblich dagegen. Auf der anderen Seite wehrte sich der Gemeinderat erfolgreich gegen die geplante
Taxerhöhung in städtischen Alterszentren. Weiter soll die Stadt auf die
geplanten Mietzinserhöhungen für
Ladenmieter an Werdmühleplatz verzichten, so der Gemeinderat.
Beim Tiefbau- und Entsorgungsdepartement sorgten Velorouten und
Lärmschutzmassnahmen für Diskussionen. Hier strich die rot-grüne
Ratsseite 11,7 Millionen Franken aus
dem Budget, weil bei der Sanierung
ANZEIGEN
Die Velorouten polarisierten im Zürcher Gemeinderat.
und Erneuerung der Winzer- und der
Bertastrasse, der Rämistrasse, des
Max-Frisch-Platzes, der Hönggerstrasse, der Zurlindenstrasse und des
Parkrings Velowege fehlen oder über
das Trottoir führen sollen. 500 000
Franken will die rot-grüne Mehrheit
sparen, indem die Stadt weniger häufig Zuschüsse an Lärmschutzfenster
bezahlt, sondern Temporeduktionen
einführt. Weiter strichen die Linken
und Grünen die 200 000 Franken, die
der Stadtrat für die Begleitplanung
zum Rosengartentram vorgesehen
hatte. Die bürgerlichen Parteien stellten Kürzungsanträge, um zu verhindern, dass mit dem Geld Parkplätze
zurückgebaut werden. Die Verkehrsund Parkplatzsituation am Heimplatz
soll nochmals überdacht werden.
Beim Sozialdepartement wurde hart
gerungen um die geplanten Mehrausgaben für Sozialdetektive.
Allgemein gibt es 2015 weniger
Geld für die Weiterbildung des Stadt-
Foto: ls.
Kantonales Budget
Der Regierungsrat sah für den
Kanton ein Budget von 14,7 Milliarden Franken vor mit einem
Budget von knapp 190 Millionen
Franken. Der Kantonsrat hat nun
rund 215 Millionen Franken gespart. Damit hat der Kanton Zürich fürs 2015 einen knapp positiven Voranschlag mit einem Überschuss von 26,5 Millionen Franken. Die bürgerliche Sparallianz
von SVP, FDP, CVP, BDP und GLP
hatte bis zum Schluss der fast 20
Stunden dauernden Debatte zusammengehalten. (pm.)
personals, für Spesen und Reisen und
für den Kauf von Computersoftware.
Bei Redaktionsschluss noch ausstehend waren das Sozialdepartement und das Schul- und Sportdepartement.
Kariem Hussein und
Iouri Podladtchikov geehrt
Der Stadtzürcher Sportpreis wird
dieses Jahr gleich zweimal vergeben:
Der mit 10 000 Franken dotierte
Preis wird dem Hürden-Europameister Kariem Hussein und dem Halfpipe-Olympiasieger Iouri Podladtchikov verliehen. Podladtchikov erhält
den Sportpreis bereits zum dritten
Mal. Den Preis als Nachwuchssportlerin darf die Kletterin Alina Ring
entgegennehmen, und als Sportförderer des Jahres wurde Patrick K. Magyar gewählt. Sie stehen stellvertretend für unzählige Höchstleistungen
von Zürcher Sportlerinnen und
Sportlern. Diese haben alleine im
Jahr 2014 in ganz unterschiedlichen
Sportarten, von Bogenschiessen bis
Tennis, in den verschiedenen Alters-
klassen 170 Schweizer-Meister-Titel
errungen. «Dies unterstreicht den
Stellenwert des Leistungssports in
der Sportstadt Zürich», teilt der
Stadtrat mit. Aus dieser Vielzahl von
Leistungssportlerinnen und -sportlern hat die Jury der Stadtzürcher
Sportpreise unter der Leitung von
Stadtrat Gerold Lauber die Preisträgerinnen und Preisträger für das
Jahr 2014 in den Kategorien Einzelsport/Team, Nachwuchssport und
Sportförderung gewählt.
Die Verleihung der Sportpreise ist
ein wichtiger Teil der Stadtzürcher
Sportförderung. Im Foyer der Saalsporthalle sind künstlerisch vergrösserte Daumenabdrücke von allen
Preisträgern verewigt. (pd./pm.)
Ältere Menschen verlassen die Stadt
Mehr 60-Jährige und Ältere
verlassen die Stadt Zürich
als zuziehen, vor allem aus
persönlichen Gründen.
Zürich ist ein attraktiver Wohnort.
Das trifft insbesondere auch für 60jährige und ältere Menschen zu. Weil
in dieser Altersklasse jedoch seit Längerem mehr Personen weg- als zuziehen, wurden von Statistik Stadt Zürich die Wegzugsgründe untersucht.
Bei Wegzügen, die innerhalb der
Schweiz stattfanden, war der Kauf
oder das Erbe von Wohneigentum
der wichtigste Wegzugsgrund. Die
Nähe zu den Angehörigen und die
preisgünstigere neue Umgebung folgten auf den nächsten Rängen der
persönlichen Wegzugsgründe. Von
den ins Ausland gezogenen Personen
wurde die Rückkehr in die Herkunftsregion von über der Hälfte als dominanter Wegzugsgrund genannt.
Etwa jeder zehnten in eine andere
Schweizer Gemeinde weggezogenen
Person wurde zuvor die Wohnung gekündigt, beim Wegzug ins Ausland
war der Anteil etwa halb so gross.
Etwa zwei Drittel der in eine andere
Schweizer Gemeinde Weggezogenen
suchten nicht nach einer neuen Wohnung in Zürich. 60- bis 69-Jährige
fanden eine neue Wohnung vor allem
über das Internet. (pd./pm.)
Zürich West
AKTUELL
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
7
Stadtrat: Tram 2 soll auf bisheriger Strecke fahren
haltung der bisherigen Tramlinie.
Leutenegger geht davon aus, dass
der Kanton nach dem Gemeinderatsentscheid ebenfalls zustimmt.
Es war zu erwarten: Der
Stadtrat respektiert den
Widerstand gegen die
Umleitung des 2er-Trams
an den Bahnhof Altstetten.
Definitiv bleibt die bisherige
Linienführung aber nur,
wenn der Gemeinderat und
der Kanton zustimmen.
Ansprech-Organisation geplant
Thomas Hoffmann
«Die frohe Botschaft des Gesamtstadtrats ist eingetroffen», freut sich
Hans Diem, Sprecher des Nein-Komitees Tram 2. Die Quartierdemokratie
habe obsiegt «gegen die Willkür der
Planungsdiktatur einiger Verwaltungsabteilungen von Stadt, Kanton
und SBB». Die «frohe Botschaft» kam
vergangenen Mittwoch nicht unerwartet. Doch der Reihe nach:
Im März hatte der Stadtrat die
Planung der Tram-2-Umleitung über
den Bahnhof Altstetten gestoppt. Hier
wollten die VBZ das Tram mit der
Bahn und der künftigen Limmattalbahn (LTB) verbinden, um die steigende Pendlerzahl zu bewältigen.
Dann wäre das Tram 2 durch die
Hohlstrasse zum Farbhof gefahren.
Die Gleise in der Badenerstrasse vom
Lindenplatz bis Farbhof hätte man
herausgerissen. Der Stopp geschah
wegen des Widerstands aus dem
Nun ist auch der Gesamtstadtrat dafür, dass das Tram 2 weiterhin vor dem Lindenplatz hält.
Quartier (über 6000 Leute unterschrieben eine Petition) und dem Gemeinderat, der ebenfalls forderte, die
bisherige Strecke beizubehalten.
Dialog mit dem Quartier
Der Stadtrat rief daraufhin den «Dialog Altstetten» ins Leben, in dessen
Rahmen eine Begleitgruppe aus 30
Vertreterinnen und Vertretern aus
dem Quartier, der Stadt- und der
Kantonsverwaltung, LTB und SBB an
fünf Sitzungen Empfehlungen zuhanden des Stadtrats erarbeitete. Die
wurden an einer Quartierveranstaltung mit rund 500 Interessierten am
20. Oktober deutlich gutgeheissen.
Aufgrund der Empfehlungen hat der
Stadtrat beschlossen, «auf die Linienführung der Tramlinie 2 über den
Bahnhof Altstetten zu verzichten. Die
entsprechende Planung wird eingestellt», schreibt er in seiner Mitteilung. Der Zweier soll nun weiterhin
zwischen Lindenplatz und Farbhof
auf der Badenerstrasse verkehren
und dabei wie gewohnt die Haltestelle Bachmattstrasse bedienen. Ausserdem verzichtet der Stadtrat darauf,
die Endhaltestelle der Buslinie 31 auf
dem Altstetterplatz einzurichten. Die
Linie 31 soll auf der Hohlstrasse bis
Archivfoto: ho.
Hermetschloo
weiterfahren.
Die
wachsende ÖV-Nachfrage am Bahnhof Altstetten muss neben der LTB
bis auf Weiteres mit dem Ausbau des
Busangebots gewährleistet werden.
Zustimmung von Kanton erwartet
«Diesen Entscheid muss noch der
Gemeinderat absegnen», erklärte
Stadtrat Filippo Leutenegger auf Anfrage, «und danach auch der Regierungsrat.» Im Gemeinderat ist der
Fall klar: Mit 92 gegen 12 Stimmen
bei 14 Enthaltungen (Grüne) hatte er
genau das gefordert. Und inzwischen
sind auch die Grünen für die Beibe-
Mit dem Tram-2-Entscheid sind die
Probleme in Altstetten noch nicht gelöst. Das weiss das Nein-Komitee, in
dem sich Altstettens Quartierverein
und der Gewerbeverein engagieren.
Als «gordischen Knoten» nennt man
beispielsweise den Altstetterplatz, die
Altstetterstrasse, den Lindenplatz
und den Farbhof. Nun seien Quartierverein, Gewerbeverein, politische
Parteien und weitere Institutionen
gefordert, «eine behördenverbindliche Organisation» auf die Beine zu
stellen, schreibt das Nein-Komitee.
Diese Planungsarbeiten dürfe man
nicht erneut den «Planungs-Beamten» überlassen.
Die Stadt nimmt nun unter den
neuen Bedingungen die Planungen
für die Neugestaltung der Altstetterstrasse zwischen Lindenplatz und
Bahnhof sowie der Badenerstrasse
vom Lindenplatz bis und mit Farbhof
wieder auf. Der Empfehlung des
Quartiers entsprechend, sollen die
Aufenthaltsqualität erhöht und die
Bedingungen für den Fuss- und Veloverkehr verbessert werden. Die Liegenschaften und Betriebe an der
Altstetterstrasse sollen über die Altstetterstrasse mit dem Auto erreichbar bleiben.
Harmonika-Konzert stimmte
in Bühl-Kirche auf Advent ein
In der weihnachtlich geschmückten
Bühl-Kirche ist es dem ZHJO Zürcher
Harmonika Jugend/Erwachsenen Orchester unter Leitung von Annamarie
Holzreuter gelungen, die zahlreichen
Besucherinnen und Besucher auf die
vorweihnachtliche Zeit einzustimmen. Das Publikum erfreute sich an
dem
abwechslungsreichen
Programm, welches von der Klassik
(«L'Arlésienne» von G. Bizet) über
Unterhaltung bis zu den traditionellen Weihnachtsmelodien alles beinhaltete. Für zusätzliche Abwechslung
sorgte die Chorgemeinschaft Jodlerclub St. Jakob und Jodlerclub Wipkingen-Waldegg Zürich. Mit einem
grossen Schlussapplaus verdankten
die Konzertbesucher das Dargebotene und machten sich gut gelaunt und
in bester Adventsstimmung auf den
Heimweg. (e.)
Giorgio Keller vor einer optischen Illusion. Sind die drei Bilder wirklich schief, und sehen sie gleich aus?
F.: ch.
Wenn das Auge sieht, was es nicht gibt
Annamarie Holzreuter und ihr Harmonika Jugend/Erwachsenen Orchester.
LESERBRIEF
Kleiner Lichtblick für
Leute mit Behinderung
«Mit dem Eisgleiter auf die Eisbahn», Ausgabe vom 11. Dezember.
Ihren Artikel habe ich mit grossem
Interesse gelesen. Es ist erfreulich,
dass man in Zukunft auch auf der
Eisbahn mit uns Rollstuhlfahrern
rechnen muss und sich eine weitere
Tür, die wie so viele zu lange verschlossen war, geöffnet hat. Freilich
handelt sich dabei «nur» um einen
winzigen Schritt in Richtung einer
Gesellschaft, in der es keine Rolle
mehr spielt, ob man nun mit oder ohne eine Behinderung lebt, aber immerhin ist es weiterer kleiner Lichtblick. Es wäre schön, wenn sich die
Entscheidungsträger in unserem
Land überall dazu durchringen könnten, die nötigen Schritte hin zur Integration von uns Menschen mit Behinderungen in die Wege zu leiten! Doch
bis dahin wird man wohl noch manchen ideologisch-politischen Graben
zuschütten und Sensibilisierungsarbeit leisten müssen. Fürs Erste freue
ich mich über das gelungene Eisgleiter-Projekt und wünsche viel Spass
beim Besuch der Eisbahn.
Matyas Sagi-Kiss, 8045 Zürich
Im Ortsmuseum Wiedikon
findet eine Sonderausstellung zu optischen Illusionen
statt. Dahinter stehen die
Raiffeisenbank und das Unternehmen SwissSpirit.org.
Béatrice Christen
Das Ortsmuseum Wiedikon ist keine
optische Illusion. Es steht fest auf seinem Fundament unterhalb der Kollerwiese. Nach dem Motto «Nichts ist,
wie es scheint» werden die Besucher
hier bis 21. Januar ins Reich der optischen Täuschungen entführt. Giorgio Keller von SwissSpirit.org und Eigentümer der Ausstellung hat diese
ins Ortsmuseum begleitet. Er erzählt:
«‹Optische Illusionen› ist eine der
Themenausstellungen, die ich in Einkaufszentren und an Publikumsmessen präsentiere. Ich freue mich, dass
diese nun auch in Wiedikon vorge-
stellt wird, war ich früher doch Mitglied des Gewerbevereins und hatte
mein Geschäft im Quartier.» Inzwischen ist es im Kanton Aargau.
Mona Lisa zu Gast
Der Rundgang durch die Ausstellung
zeigt, wie sehr sich das menschliche
Auge täuschen kann. Da gibt es eine
Spirale, die keine ist, sondern aus
lauter Kreisen besteht. Giorgio Keller
weist auf einige Klassiker der optischen Täuschungen hin. Er erzählt
von Illusionen wie der KaffeehausTäuschung, die im Ortsmuseum
ebenfalls präsent ist. Auch kann der
Besucher, wenn er den Hinweistafeln
neben den Exponaten folgt, persönlich erleben, was eine optische Illusion wirklich ist. So erscheint plötzlich
das Gesicht der Mona Lisa auf der
weissen Wand. Gerade Vierecke werden zu schrägen Figuren. Wer sich
Zeit nimmt, entdeckt Doppelbilder,
die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Da gibt es eine Skulptur, in der
man beim näheren Hinsehen das gesamte Alphabet erkennen kann.
Spannend sind auch die Spiegel, die
den Betrachter so verändern, dass er
plötzlich auf dem Kopf steht.
Wer die Welt mit anderen Augen
sehen möchte, Zeit mitbringt und
sich den optischen Illusionen im Ortsmuseum hingibt, wird erstaunt sein.
Der Betrachter bekommt genaue Anleitungen, und wenn er genau hinsieht, erkennt er Dinge, die er vorher
nie gesehen hat. Giorgio Keller weist
auf das schwarz-weisse Lagerhaus
Aarau hin, das von der Autobahn aus
ersichtlich ist und dessen Vierecke
schief aussehen. Das sind sie aber
nicht, hier kommt nämlich die erwähnte und im Ortsmuseum ausgestellte Kaffeehaus-Täuschung zum
Zug.
Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8,
8003 Zürich. Optische Illusionen, Sonderausstellung bis 21. Januar. Öffnungszeiten:
jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag
von 14 bis 18 Uhr.
8
Zürich West
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
MARKTPLATZ
Gratis-Theater
als Adventskalender
Lebenden Christbaum
im Topf mieten, statt
einen toten kaufen
Es ist schon Tradition: Täglich um 18
Uhr offeriert das Theater Stadelhofen
in der Vorweihnachtszeit eine kurze
Performance. Es treten viele Überraschungsgäste sowie zahlreiche
Künstler und Künstlerinnen aus verschiedensten Sparten des Kulturschaffens auf. Alle Auftritte und Vorführungen sind gratis. (zb.)
Im Bachsermärt in der neuen Überbauung Kalkbreite können ab sofort
einheimische Nordmanntannen der
Baumschule Schutz Filisur gemietet
werden. Die Bäume sind im Topf,
und «nadeln» nicht. Sie sind erhältlich in Grössen zwischen 110 und
180 cm; die Miete beträgt zwischen
Fr. 56.– und Fr. 124.– (inklusive Depot von Fr. 10.–) abhängig von der
Grösse. Bei unversehrter Rückgabe in
der Woche vom 5. Januar wird das
Depot erstattet.
Familien, die nicht in der Stadt
wohnen, liefert Schutz direkt an die
Heimadresse und der Christbaum
wird im Januar wieder abgeholt. Bestellen unter www.schutzfilisur.ch.
Auf Wunsch kann man seinen Baum
als «Familienbaum» eintragen lassen
und erhält so jedes Jahr denselben
Baum. (pd.)
Eine musikalische
Winterreise
Wie klingt Schnee, Eis oder eine
Schlittenfahrt in verschiedenen Ländern? Eine hochkarätig besetzte
Kammermusikgruppe rund um die
Klarinettistin Fides Auf der Maur entführt sie zu einer musikalischen Winterreise. Die berühmtesten Werke
sind zweifelsohne Vivaldis «Winter»
aus den «Vier Jahreszeiten» und die
musikalische Schlittenfahrt von Mozart. Eine Trouvaille sind die «Winter
Roses» aus Island und eine «Serénade d'hiver» aus Frankreich.
Abgerundet wird das spannende
Konzertprogramm mit dem einmaligen Werk «Winter in Buenos Aires»
von Piazzolla und der rasanten Petersburger Schlittenfahrt. Das Konzert findet am 4. Januar um 17 Uhr
im grossen Saal des evangelisch-reformierten Pfarrhauses statt und
dauert ohne Pause zirka 75 Minuten.
Der Vorverkauf läuft über ticketino,
Jecklin, Musik Hug, BIZZ und alle
Postfilialen mit Ticketverkauf. Weiter
Informationen unter www.fidesaufdermaur.ch. (pd.)
Neujahrskonzert 2015, Sonntag, 4. Januar, 17 Uhr, evang.-ref. Kirchgemeindehaus
Zürich-Hottingen.
Musizieren in Hottingen: Roman
Strassmann, Violine, Chantal Steiner, Cello, Fides Auf der Maur, Klarinette, Raimund Wiederkehr, Piano, Ronny Spiegel, Violine. (zvg)
Bachsermärt Kalkbreite, Badenerstrasse
171, 8004 Zürich, 044 201 04 25
Sophie (rechts) hatte einen grossen Wunsch: «Ich will einmal Wildtiere streicheln.»
Foto: Sternschnuppe/zvg.
Herzenswünsche kranker Kinder
werden von Sorell Hotels unterstützt
Die Sorell Hotels Switzerland erfüllen in Zusammenarbeit mit der Sternschnuppe Herzenswünsche kranker
Kinder.
Die Sorell Hotels Switzerland unterstützen unter dem Motto «Wünsch
dir was» in der Weihnachtszeit Kinder, die mit einer Krankheit, einer
Behinderung oder mit den Folgen einer schweren Verletzung leben. Im
Dezember wird jeden Nachmittag ein
weihnächtlicher Swiss Afternoon Tea
serviert. Pro Swiss Afternoon Tea
spendet die Schweizer Hotelgruppe
fünf Franken an die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe. Die Aktion hat
am Freitag, 28. November, begonnen
und dauert bis Ende Dezember.
Am Freitag, 28. November, starteten die Sorell Hotels Switzerland, ver-
treten durch Michael Thomann, und
die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe, vertreten durch Lucia Wohlgemut,
die
gemeinsame
Aktion
«Wünsch dir was». Unter diesem
Motto unterstützen die Sorell Hotels
Switzerland in der Weihnachtszeit
Kinder, die mit einer Krankheit, einer
Behinderung oder mit den Folgen einer schweren Verletzung leben. Den
ganzen Dezember hindurch servieren
sieben Sorell Hotels und das Restaurant Schöngrün in Bern ihren Gästen
im Glanz eines festlich geschmückten
Christbaums einen erlesenen Swiss
Afternoon Tea. Pro verkauften Swiss
Afternoon Tea spenden die Sorell Hotels Switzerland fünf Franken an die
Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe.
Auch die Gäste haben die Möglichkeit, mit einer Spende Herzenswünsche von Kindern zu erfüllen: sei es
via Spenden-Kässeli im Hotel oder
bei der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe direkt. Am Weihnachtsbaum hängen mit Kinderwünschen
bedruckte Sterne, die von den Gästen
abgenommen werden können und als
Spendenerinnerung dienen.
Afternoon Tea mit CH-Akzent
Mit ihrem Swiss Afternoon Tea interpretieren die Sorell Hotels Switzerland die traditionelle englische Nachmittagspause neu. So können die
Gäste nebst Scones zum Beispiel
Zopf-Fingersandwiches und MiniChäschüechli zu auserlesenen Teesorten à discrétion geniessen.
Auf Wunsch wird auch ein Glas
prickelnder Stadt Zürich Schaumwein brut AOC vom Weingut Landolt
serviert. (pd.)
Weitere Infos zur Weihnachtsaktion:
www.sorellhotels.com/wuensch-dir-was.
Im Kreislauf: Jetzt kann man seinen Christbaum mieten – so lebt
er im neuen Jahr weiter. Foto: zvg.
Albisrieder Predigten
sind als Bücher erschienen
Seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten, ist es in der Kirchgemeinde Albisrieden Brauch, dass die Pfarrer ihre Sonntagspredigten schriftlich
abgeben, seit 1999 auch digital über
die Homepage www.kirchgemeindealbisrieden.ch. Daher wurden Pfarrer
Ruedi Wöhrle und Pfarrer Gerhard
Bosshard vom Fromm-Verlag angefragt, ob sie Predigten von sich als
Buch veröffentlichen würden. Entstanden sind zwei ansprechende Predigtbände mit je rund 80 Seiten.
Pfarrer Ruedi Wöhrle meint dazu:
«Die in diesem Buch gesammelten
Predigten unter dem Titel ‹Mit Gott
auf dem Weg zur Heilung der Welt –
Predigten für den spirituellen Weg›,
habe ich alle in den Jahren 2008 bis
2014 in Albisrieden gehalten. Sie
sind von der Überzeugung getragen,
dass lebendiger Glaube befreit und
heilt und dass unser Lebensweg genau der Weg ist, auf dem Gott uns
dazu führen will. Sie wollen mitnehmen auf einen spirituellen Weg. Sie
verbinden biblische Texte mit spirituellen Erfahrungen und Weisheiten
aus verschiedenen Zeiten und Traditionen und mit dem Leben im Alltag
heute. Sie nehmen den Menschen mit
seinen innersten Bedürfnissen und
mit seinen Verletzungen ernst und
wollen gleichzeitig dazu führen, Verantwortung für sich selber, die eigenen Gefühle und das eigene Leben zu
übernehmen. Rechtfertigung aus
Gnade heisst für mich: Nur wenn der
Mensch Liebe, Angenommensein,
Vergebung und Heilung im Innersten
erfahren hat – im Hier und Jetzt,
kann er in Dankbarkeit leben und
Liebe weitergeben und so weit, wie
er selber Heilung erfahren hat, an
der Heilung der Welt mitwirken.»
20 Jahre Albisrieden
Pfarrer Gerhard Bosshard meint zu
seinem Buch: «Als ich begann, mich
auf die Anfrage einzulassen, lautete
meine Frage: Welche Predigten soll
ich zur Veröffentlichung auswählen?
Da fiel mir ein, dass ich die Auswahl
mit meinem 20-Jahr-Dienstjubiläum
in Albisrieden verbinden konnte. So
entstand eine kleine Sammlung ent-
Die Pfarrer Ruedi Wöhrle (links) und Gerhard Bosshard mit ihrem gebundenen Werk.
lang dem Kirchenjahr, aber nicht beginnend mit dem Advent, sondern
mit der Einsetzungspredigt vom 2.
Oktober 1994. Ich pflückte somit
nicht nach meinem Dafürhalten die
beste Predigt aus jedem Jahr heraus,
sondern wählte einfach jene Predigt,
die sich vom Kirchenjahr her ergab.
Die Predigten führen dadurch einerseits durchs Kirchenjahr und ande-
rerseits auch durch 20 erlebte Albisrieder Jahre.
Inhaltlich fiel mir dabei auf, dass
ich mit der Frage nach dem richtigen
Glauben ringe, mit dem reichen
Schatz an biblischen Aha-Erlebnissen
und auch mit der evangelischen
Glaubenslehre, den Bekenntnissen,
mit dem was wir wissen können.
Schliesslich aber einfach auch die Er-
Foto: zvg.
fahrung, dass Glauben nur als Wissen und Denken nichts wert ist, wenn
er nicht zum Gottvertrauen führt. So
entstand der Titel: ‹Vom Glauben
zum Vertrauen – Predigten entlang
dem Kirchenjahr, Zürich-Albisrieden,
1994– 014›.» Die Bücher können
über jede Buchhandlung zu rund 20
Franken bestellt werden oder direkt
bei den Autoren. (e.)
Zürich West
AKTUELL
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
9
Ein «Saubannerzug» durch die Kreise 3 und 4
Massive Gewaltausbrüche
und Sachbeschädigungen
in Wiedikon und Aussersihl:
Gewalttätige haben unter
dem Deckmantel «Reclaim
the Streets» Polizisten
verletzt, Autos in Brand gesetzt und unzählige Fensterscheiben eingeschlagen. Der
Schaden beträgt weit über
eine Million Franken.
Die Polizei wurde von den Ausschreitungen der rund 200 Personen offensichtlich überrascht. Polizeivorsteher
Richard Wolff sagte in Interviews,
dass die rechtlichen Rahmenbedingungen der Polizeiarbeit Grenzen
setzten. Telefon- und SMS-Überwachung seien in der Regel nur auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zulässig. Gemäss «NZZ»-Recherchen
stammen die Organisatoren des «Reclaim the Streets»-Umzugs aus dem
Umfeld der Besetzerszene und aus
linksautonomen
Gruppen.
Gegen
22.15 Uhr versammelten sich am
Freitag bei der Manessestrasse rund
200 grösstenteils vermummte und gewalttätige Personen der linksautonomen Szene, schreibt die Stadtpolizei.
«Viele waren mit Stangen, Schlagstöcken und Wurfgegenständen bewaffnet. Einige trugen Kopfschutz, Gasmasken und Schutzanzug.»
Fackel in Polizeiauto geworfen
Polizisten seien aus nächster Distanz
mit Steinen und Feuerwerkskörpern
beschossen worden. «Die Chaoten
griffen eine Patrouille beim Fahrzeug
massiv an», heisst es weiter: «Nachdem sich die Polizisten im Fahrzeug
in Sicherheit brachten, wurden die
Fahrzeugtüren aufgerissen und eine
brennende Fackel ins Fahrzeuginnere geworfen. Dabei fing die Ausrüstung einer Polizistin Feuer, doch die
Polizistin wurde glücklicherweise
nicht verletzt.»
Wegen der eskalierenden Situation seien von der Einsatzleitung in
kürzester Zeit zusätzliche Polizisten
von zuhause aufgeboten worden. Die
Kantons- und Bahnpolizei boten ihre
Unterstützung an. Der «Saubannerzug», so die Polizei, setzte auf dem
Weg vom Bahnhof Wiedikon in den
Kreis 4 diverse Container und Autos
in Brand. Diese mussten durch zahlreiche Einsätze der Feuerwehr von
Schutz & Rettung gelöscht werden.
Die Randalierer verletzten Polizisten und zerstörten bei zahlreichen Geschäften in den Kreisen 3 und 4 die Fensterscheiben. Unter anderem wurde
Fotos: ho./ls.
ein Juweliergeschäft an der Lagerstrasse geplündert (oben links) und Schmuck im Wert von über 100 000 Franken entwendet.
«Die Chaoten plünderten auf ihrem
Saubannerzug zudem mehrere Geschäfte.»
Volles Restaurant attackiert
Auch die Regionalwache Aussersihl
wurde massiv beschädigt. Die diensthabenden Polizisten hatten die Ge-
waltangriffe nur mit Gummischrot
aus der Wache heraus abwenden
können. An der Lagerstrasse und in
der Europaallee kam es durch zahllose eingeschlagene Fensterscheiben
zu massiven Sachbeschädigungen.
Auch zwei Bäume wurden angezündet. «Bei einem vollbesetzten Restau-
rant machten die Chaoten selbst vor
Gästen keinen Halt und schlugen alle
Fensterscheiben ein», teilt die Stadtpolizei weiter mit. «Die Gäste konnten in den hinteren Teil und in das
Untergeschoss flüchten. Sie kamen
mit dem Schrecken davon.» Nach
weiteren Einsätzen von Gummischrot
konnten die Einsatzkräfte der Stadt-,
Kantons- und der Bahnpolizei die
Menschenmenge gegen 23 Uhr stoppen und den Gewaltausbrüchen ein
Ende setzen. Bis kurz vor Mitternacht
kam es noch zu einzelnen kleineren
Scharmützeln.
Bleibende Augenschäden?
«Das Gewerbe steht vor einem Scherbenhaufen»
«Das Gewerbe steht zum wiederholten Mal vor einem Scherbenhaufen, hat Arbeitsausfall, muss sich
mit Versicherungen herumschlagen
oder den Schaden selber tragen»,
kritisiert der Gewerbeverband der
Stadt Zürich (GVZ) nach den massiven Ausschreitungen.
Die Polizei habe einen schweren
Job. «Aber wie blöd muss sich ein
Gewerbler vorkommen, wenn er
für den Güterumschlag auf dem
Trottoir sofort gebüsst wird, derweil Randalierer, die ganze Existenzen zerstören, nur selten gefasst
und bestraft werden?» Der GVZ
fordert
daher
«konsequenten
Polizeischutz für KMUs im Kreis 4
und die Verfolgung und Bestrafung
von Personen, die ungestört ihr
Unwesen treiben und so viel zerstören».
Die SVP forderte im Gemeinderat
in einer Fraktionserklärung, dass
alles unternommen werden müsse,
um die Verantwortlichen zu ermitteln. «Diese sind ohne Wenn und
Aber für ihre Taten vollumfänglich
zur Verantwortung zu ziehen.» Die
SVP ortet das Problem beim Zürcher
Stadtrat: «Mit seiner Haltung gegenüber
militanten
Hausbesetzern
schafft er ein Klima, in welchem sich
ein solches Chaotentum entwickeln
und gedeihen kann.» Unzählige Male
hätten sich in der Vergangenheit derartige Saubannerzüge im Umfeld besetzter Häuser gebildet. Die jeweilige
Bilanz sei ernüchternd gewesen: «Extrem hohe Sachschäden jeweils an
privatem und öffentlichem Eigentum.» Die SVP fordert den Stadtrat
auf, sofort zu handeln: «Das besetzte Kochareal ist innert 24 Stunden
polizeilich zu räumen. (…) Gegenüber Hausbesetzern muss eine
Null-Toleranz-Politik gelten.»
Die BDP der Stadt Zürich fordert in einer Medienmitteilung
«Härte und eine geschlossene politische Front gegen die sogenannten
Aktivisten, welche in Zürich gewütet haben». Die Partei sei erschüttert über die Ereignisse. «Dem kriminellen Mob darf keine Rückzugsmöglichkeit geboten werden. Der
Polizei müssen alle nötigen Mittel
zur Verfügung gestellt werden, damit diese hart und entschlossen
vorgehen kann.» (ho.)
Bei den Angriffen gegen die Einsatzkräfte zogen sich eine Polizistin und
zwei Polizisten Augenverletzungen
sowie vier weitere Polizisten Gehörschädigungen zu. Ob sie mit bleibenden Augen- oder Gehörschädigungen
rechnen müssen, kann erst in einigen
Wochen gesagt werden.
Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen wurden vier Personen
wegen Landfriedensbruch oder Sachbeschädigung festgenommen. Sie
sind zwischen 20 und 36 Jahren alt.
Zwei stammen aus der Schweiz, einer aus England, einer aus dem
Fürstentum Liechtenstein. Die vier
befinden sich mittlerweile wieder auf
freiem Fuss, teilte die Stadtpolizei
Zürich am Montag mit. Gegen zwei
Männer läuft das Ermittlungsverfahren weiter. Sie wurden aber entlassen, weil ihnen keine Straftat zugeordnet werden konnte. (ho.)
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Zürich West
G E S C H I C H TE
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
11
Besuchten einst Ausserirdische den Uetliberg?
Nachdem von Anwohnern
gemeldet worden war, beim
Pflügen der Bergkuppe
seien Mauerreste zum Vorschein gekommen, wurde
ab 1836 unter der Leitung
von Ferdinand Keller, einem
Pionier der Schweizer Archäologie, auf dem Üetliberg erste archäologische
Untersuchungen durchgeführt.
Anton E. Monn
Erst ab der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts wurde die archäologische Forschungstätigkeit auf dem
Uetliberg wieder aufgenommen. Auf
dem Uto-Kulm erfolgte 1980 bis 1989
eine längere Grabungskampagne.
1986 arbeitete ich auf dieser hoch
über Zürich gelegenen Fundstätte als
archäologischer Facharbeiter. Zum
damaligen Zeitpunkt besass ich bereits viel Grabungserfahrung. Diese
bewahrt jedoch nicht davor, beim
Graben im Gewirr der ineinander
verschachtelten Befunde, die oft aus
verschiedenen Epochen stammen,
zeitweise den Überblick zu verlieren.
Es braucht Durchhaltevermögen, diesen Wirrwarr auseinanderzudröseln
und die zutage tretenden Befunde zu
deuten. Auch beim Forschen auf dem
Dach von Zürich war dies nicht anders.
Eine Rekonstruktionszeichnung zeigt, wie ein Mörtelmischwerk ausgesehen haben könnte. Starke Männer leisteten harte Arbeit. Es gab auch Mischwerke, die von Nutztieren in Bewegung gesetzt wurden.
Bilder: Direktion der öffentlichen Bauten des Kantons Zürich, Abteilung Denkmalpflege/Kantonsarchäologie.
Vom Freilegen des Verborgenen
In einem Schichtenprofil zeigte sich
unter einer Auffüllungsschicht ein
dunkles Material, in welchem eine etwa zwanzig Zentimeter dicke, aus
Mörtel bestehende Linse eingelagert
war. Es galt nun, die flächige Ausdehnung des mörtelhaltigen Materials
abzuklären. Wie ein Skulpteur modellierte ich die aus Mörtel bestehende helle Oberfläche samt ihren Details mittels einer kleinen Maurerkelle, einer Lanzette, eines Pinsels sowie
eines Industriestaubsaugers sorgfältig aus dem dunkleren Material der
Umgebung heraus.
Nach dieser subtilen Freilegungsarbeit lag schliesslich ein helles
scheibenartiges Objekt von 2,66 Meter Durchmesser vor mir. Es wies etwa ein halbes Dutzend Furchen in
Form konzentrischer Kreise auf. Im
Zentrum dieses sonderbaren Gebildes befand sich ein Hohlraum mit einer Tiefe von 88 cm und einem
Durchmesser von 27 cm. Der Hohlraum erwies sich als Pfostenloch. Das
im Boden verbliebene Holz war im
Verlauf der Zeit verschwunden. Geblieben war das Negativ des einstigen
Pfostens.
Extraterrestrisch versus irdisch
Wäre just zu jenem Zeitpunkt Erich
von Däniken vorbeispaziert, so hätte
er die rätselhafte Scheibe wohl für eine Spur gehalten, die darauf hindeute, dass sich auf dem Uetliberg einst
ein Landeplatz befunden haben müsse, auf dem die Flugobjekte ausserirdischer Wesen aus weit entfernten
Galaxien gelandet seien.
Die wissenschaftliche Interpretation durch die Archäologen erwies sich
als weit nüchterner: Die Scheibe
stammte von einer Mörtelmischanlage, die irgendwann zwischen dem 7.
und dem 11. Jahrhundert nach
Christus in Betrieb gewesen sein
musste.
«Maschinelles» Mörtelmischen
Solche Mörtelmischwerke dienten
dem Mischen des gebrannten, gelöschten und in sogenannten Sumpfgruben längere Zeit gelagerten Kalks
Lokalhistoriker
Anton E. Monn
Anton E. Monn, Lokalhistoriker
aus Leimbach, war in den
1980er-Jahren als archäologischer Facharbeiter auf dem Uetliberg tätig. Der nachfolgende Beitrag handelt von einem eigentümlichen Befund, der damals beim
Graben zum Vorschein kam. Der
Artikel ist im «Info» von «Pro
Uetliberg» erschienen. «Zürich 2»
übernimmt den Artikel in einer
vom Autor gekürzten und stark
überarbeiteten Version.
Anton E. Monn ist auch ehemaliges Vorstandsmitglied des
Zürcher Heimatschutzes. Seit
1986 beteiligte er sich an zahlreichen Kampagnen zur Rettung gefährdeter historischer Bauten und
Parkanlagen. (pd./pm.)
mit Sand. Die körperlich anstrengende Arbeit des Mischens mit Hilfe einer Schaufel wurde durch den Einsatz dieser Einrichtung wohl ein wenig erleichtert. In Bewegung gesetzt
wurde das Mischwerk durch menschliche Arbeitskraft oder die Kraft von
Nutztieren. Die Rekonstruktionszeichnung (siehe Bild 2) illustriert,
wie dieser archaische Vorläufer einer
modernen Betonmischmaschine in
etwa ausgesehen und funktioniert
haben dürfte.
Kirchliche Bauten früh aus Stein
In der archäologischen Monografie
der Denkmalpflege des Kantons Zürich, «Uetliberg, Uto-Kulm, Ausgrabungen 1980–1989», werden 16 Beispiele von Mörtelmischwerken erwähnt. Die Mehrheit davon war beim
Erstellen kirchlicher Bauten (Kirchen,
Bischofssitzen, Klöstern) im Einsatz,
ein kleinerer Teil beim Bau von Profanbauten (Burgen, Pfalzen). Auf dem
Gebiet der Stadt Zürich kam sowohl
auf dem Münsterhof als auch auf
dem Lindenhof ein Mörtelmischwerk
zum Vorschein. Kirchliche Gebäude
Impressionen von der Grabungsfront - aus der Vogelperspektive gesehen.
Impressionen von der Grabung. Hinten die Baustelle vorne die archäologische Ausgrabung.
und Bauten der weltlichen Oberschicht wurden schon früh nicht
mehr aus Holz, sondern aus Stein gebaut.
Ein bauliches Phantom
Im Umfeld des von mir freigelegten
Mörtelmischwerks auf dem Uto-Kulm
kamen die Reste von zwei weiteren
derartigen «Maschinen» zum Vorschein. Das Besondere an diesem Befund ist, dass durch das Vorhandensein der Mischwerke zwar eine bauliche Tätigkeit nachgewiesen werden
konnte, vom Gebäude selbst jedoch
keine auswertbaren Spuren gefunden
wurden. Es wird vermutet, das Bauvorhaben sei über erste Vorbereitungsarbeiten gar nie hinausgekommen. König Rudolf von Hochburgund
habe hier eine Burg bauen lassen
wollen, das Vorhaben aber möglicherweise aufgegeben, nachdem im
Jahr 919 sein Heer bei Winterthur
besiegt worden war. Denkbar ist aber
auch, dass auf dem Uto-Kulm das Gelände im Verlauf der Zeit begradigt
und dabei die Reste eines allfälligen
einstigen Bauwerks beseitigt worden
sind. Ob zu dieser Zeit an der betreffenden Stelle je ein Gebäude stand,
ist somit höchst ungewiss. Ein Faszinosum stellen die drei auf dem Uto-
Die Mörtelscheibe lässt an ein ausserirdisches Objekt denken. In Tat
handelt es sich dabei um die Überreste eines Mörtelmischwerks. Auf dem
Uto-Kulm liessen sich drei derartige Mischwerke nachweisen. Das abgebildete Exemplar wurde vom Autor des Artikels freigelegt.
Kulm zutage getretenen Mörtelmischwerke aber allemal dar. Sie zeugen
vom Können der damaligen Bauhandwerker.
Die erwähnten Befunddaten und wissenschaftlichen Erkenntnisse sind der von der
Kantonsarachäologie Zürich herausgegebenen Monografie «Uetliberg, Uto-Kulm,
Ausgrabungen 1980-1989» entnommen.
12
Zürich West
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18. Dezember 2014
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Ich bin das Licht der Welt:
Wer mir nachfolgt, wird das Licht
des Lebens haben.
Treffpunkte im Quartier
Weitere Informationen finden Sie im
Internet unter www.burstwiese.ch oder
www.tiergarten.ch
Burstwiesenstrasse 20, 8055 Zürich
Telefon 044 454 45 00
Jede Woche
das Neueste und Aktuellste
aus dem Quartier:
www.lokalinfo.ch
Samstag, 24. Januar 2015, 14.30 Uhr
Konzert mit dem
Akkordeon Orchester Altstetten
im Mehrzweckraum
Sie sind herzlich zu unserer
Veranstaltung eingeladen.
KIRCHEN
Zürich West
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
13
KIRCHEN
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Albisrieden
Sonntag, 21. Dezember
9.30 Alte Kirche: Gottesdienst,
Pfr. R. Wöhrle, Orgel Y.-J. Jeong.
Kollekte: Streetchurch, Jugend in
Not
Heiligabend, Mittwoch, 24. Dezember
17.30 Alte Kirche: Familiengottesdienst, Pfr. R. Wöhrle,
Orgel: Y.-J. Jeong
22.30 Alte Kirche: Christnachtfeier,
Pfr. G. Bosshard. Mitwirkung von
Burkhard Just, Orgel und Solist.
Kollekte: HEKS
Weihnacht, Donnerstag, 25. Dezember
10.00 Neue Kirche: Weihnachtsgottesdienst,
Pfrn. E. Wickihalder, Mitwirkung
Kirchgemeindeorchester unter der
Leitung von H. Weltin,
Orgel Y.-J. Jeong
10.00 Pflegezentrum Bachwiesen,
Flurstrasse 130: Weihnachtsgottesdienst, Pfr. M. Fischer
Sonntag, 28. Dezember
9.30 Alte Kirche: Gottesdienst, Pfr.
R. Wöhrle, Orgel B. Just. Kollekte:
Epi-Suisse
Silvester, Mittwoch, 31. Dezember
17.30 Alte Kirche: Ökumenischer
Altjahrabend, Pfr. R. Wöhrle und
Pfr. H. Rathgeb. Orgel B. Just
Neujahr, Donnerstag, 1. Januar
10.00 Alte Kirche: Gottesdienst,
Pfr. G. Bosshard. Orgel B. Just,
anschliessend Neujahrsapéro
Kollekte: Dargebotene Hand
17.00 Neue Kirche: Neujahrskonzert mit B. Just
Sonntag, 4. Januar
10.00 Alte Kirche: Gottesdienst
Pfr. R. Wöhrle
10.00 Pflegezentrum Bachwiesen,
Flurstrasse 130
Röm.-kath. Kirchgemeinde
Herz Jesu Wiedikon
www.herzjesu-wiedikon.ch
Donnerstag, 18. Dezember
9.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
14.00 Ökumenische Weihnachtsfeier im Altersheim Schmiedhof
Freitag, 19. Dezember
7.30 Rorate-Gottesdienst, mit der
freien katholischen Schule ZH, Unterkirche
8.00 Eucharistiefeier, Oberkirche
15.00 Bussfeier mit Krankensalbung, Unterkirche
Samstag, 20. Dezember
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
17.00 Eucharistiefeier, Oberkirche
Sonntag, 21. Dezember
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
10.00 4. Adventssonntag, Eucharistiefeier, Oberkirche
17.00 Geistliche Abendmusik,
Weihnachtsoratorium von
J. S. Bach, mit Gregorius-Chor
Dienstag, 23. Dezember
19.00 Eucharistie mit Bussfeier,
Unterkirche
Mittwoch, 24. Dezember
16.00 Heilig Abend; Familiengottesdienst mit Singschule,
Oberkirche
22.30 Heilig Abend; gregorianische
Gesänge, Oberkirche
Donnerstag, 25. Dezember
10.00 Weihnachten; W. A. Mozart,
Missa in G, mit Gregorius- und
Ambrosius-Chor, Oberkirche
Freitag, 26. Dezember
10.00 Stephanstag; Eucharistiefeier, Oberkirche
Samstag, 27. Dezember
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
17.00 Eucharistiefeier, Oberkirche
Sonntag, 28. Dezember
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
10.00 Fest der Heiligen Familie,
Eucharistiefeier, Oberkirche
Dienstag, 30. Dezember
19.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
Mittwoch, 31. Dezember
17.00 Silvester; Eucharistiefeier
zum Jahresabschluss, Oberkirche
Donnerstag, 1. Januar
10.00 Neujahr; Gottesmutter Maria,
Eucharistiefeier, Oberkirche
Licht», Jes 60, 1–2, Pfr. Andreas
Bruderer, Orgel Sacha Rüegg
Freitag, 26. Dezember
19.30 Tanz der 5 Rhythmen: Kirche
tanzt mit A. Tröndle
Sonntag, 28. Dezember
19.00 Spirituelle Abendfeier Blaue
Stunde, «Was zählt im Leben?» mit
Pfrn. Verena Mühlethaler
Donnerstag. 1. Januar
12.15 Mittags-Intermezzo –
Orgelmusik zur Mittagszeit
Sonntag, 4. Januar
Musik-Gottesdienst mit SingerSongwriter John Francis (USA) und
Pfrn. Verena Mühlethaler
Montag, 5. Januar
19.00 Stimme bewegt mit Miriam
Helle
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Zürich-Hard
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Wiedikon
Donnerstag, 18. Dezember
14.00 Schmiedhof: Ökum. Feier
Pfrn. Sara Kocher (ref. Wiedikon)
16.30 Seniorama Tiergarten: Weihnachtsfeier, Pfr. Thomas Fischer
Sonntag, 21. Dezember
9.30 Bühlkirche: Gottesdienst zum
4. Advent, Pfrn. Erika Compagno,
anschliessend Chilekafi
Mittwoch, 24. Dezember
17.00 Bühlkirche: Andacht zum
Heiligabend, Pfr. Thomas Fischer
22.00 Bühlkirche: Gottesdienst zum
Heiligabend, Pfrn. Sara Kocher
Donnerstag, 25. Dezember
Weihnachten
9.30 Bühlkirche: Gottesdienst mit
Abendmahl, Pfr, Thomas Fischer
Musik: Clemens Kihn-Rahlhoff, Traversflöte, und Els Biesemans, Orgel
Samstag, 27. Dezember
17.00 Bühlkirche: Weihnachtskonzert
Programm: Orgel und Brassquartett,
Barockmusik
Donnerstag, 1. Januar, Neujahr
17.00 Bühlkirche: Gottesdienst,
Pfr. Thomas Fischer
Sonntag, 4. Januar,
9.30 Bühlkirche: Gottesdienst,
Pfr. Thomas Fischer, anschliessend
Chilekafi
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Altstetten
Sonntag, 21. Dezember, 4. Advent
10.00 Grosse Kirche: Gottesdienst
Abschied von Bernardo Rios
Predigt: Pfrn. U. Müller, zu Lukas 1,
39–45, «von den Erfahrungstheologinnen Elisabeth und Maria»
Orgel: D. Timokhine,
anschliessend Apéro
Mittwoch, 24. Dezember, Heiligabend
16.00 Grosse Kirche: Gottesdienst
für Gross und Klein, Kinder aus
Altstetten führen eine Weihnachtsgeschichte auf, mit Pfrn. U. Müller,
S. Müller, U. Walther und B. MüllerZwygart, Orgel: D. Timokhine,
Violine: K. Timokhina
22.00 Grosse Kirche: Gottesdienst
mit Taufe, Predigt: Pfr. F. Schmid
Orgel: D. Timokhine, Violine:
K. Timokhina
Donnerstag, 25. Dezember, Weihnacht:
10.00 Grosse Kirche: Gottesdienst
mit Abendmahl, Predigt:
Pfr. M. Saxer, Orgel: B. Schöniger
Horn: D. Acklin,
anschliessend Chilekafi
Sonntag, 28. Dezember
10.00 Alte Kirche: Gottesdienst
Predigt: Pfr. F. Schmid, Orgel:
B. Schöniger, anschliessend Chilekafi
Mittwoch, 31. Dezember, Silvester
17.30 Grosse Kirche: Ökumenischer
Silvester-Gottesdienst mit Pfr.
M. Saxer, Pfrn. D. Offermann,
J. Schwarz, Pastoralassistent
Orgel: D. Timokhine, Trompete:
L. Tinguely, anschliessend Apéro
Donnerstag, 1. Januar, Neujahr
10.00 Alte Kirche: Gottesdienst
Predigt: Pfr. F. Schmid, Orgel:
D. Timokhine, Horn: K. Timokhine,
anschliessend Apéro
Sonntag, 4. Januar
10.00 Alte Kirche: Gottesdienst
Predigt: Pfr. M. Saxer, Orgel: B.
Schöniger, anschliessend Chilekafi
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Im Gut, Thomaskirche
Donnerstag, 18. Dezember
18.15 Seniorama Burstwiese: Gottesdienst, Pfr. Thomas Schübach
Samstag, 20. Dezember
19.30 Thomaskirche: WeihnachtsMusical, Weihnachten – wie es wirklich war! Eintritt frei, Kollekte
Sonntag, 21. Dezember
16.30 Thomaskirche: WeihnachtsMusical, Weihnachten – wie es wirklich war! Eintritt frei, Kollekte
(kein Gottesdienst am Morgen)
Mittwoch, 24. Dezember
16.00 Seniorama Burstwiese: Gottesdienst mit Abendmahl
Pfrn. Jolanda Majoleth
Mittwoch, 24. Dezember
18.15 Kirchgemeindesaal: Weihnachtsfeier am Heiligen Abend
(Nachtessen nur mit Anmeldung)
22.00 Thomaskirche: Gottesdienst
Christnachtfeier
Pfrn. Jolanda Majoleth
Donnerstag, 25. Dezember
10.00 Thomaskirche: Weihnachten
Gottesdienst mit Abendmahl, mit
Singkreis, Pfrn. Jolanda Majoleth
Freitag, 26. Dezember
10.00 Altersheim Langgrüt: Gottesdienst mit Abendmahl, Pfrn. Jolanda
Majoleth
Sonntag, 28. Dezember
9.30 Thomaskirche: Gottesdienst
Pfrn. Elsbeth Kaiser
Sonntag, 4. Januar
9.30 Thomaskirche: Gottesdienst
zum Neujahr, Pfrn. Jolanda Majoleth
Zur Jahreslosung: Römer 15, 7,
anschliessend Neujahrsapéro
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Sihlfeld
Sonntag, 21. Dezember
Strada Gottesdienst am 4. Advent
Leitung: Pfr. Thomas Schüpbach
10.00 Feier / 11.00 Talk
Rotachstübli, Nussbaumstrasse 18
Mittwoch, 24. Dezember
18.15 Saal Andreaskirche: Weih-
nachtsessen für Angemeldete.
Anmeldung bis 9. Dezember
bei Christina Falke, Sozialdiakonin
Mittwoch, 24. Dezember, Heiligabend
17.00 Andreaskirche: Fiire mit de
Chliine, Pfr. Thomas Schüpbach und
Team
21.00 Andreaskirche: Christnachtfeier mit Musik und Geschichten
Pfr. Thomas Schüpbach, Musik:
Natalie Gozzi, Mezzosopran; Josef
Manser, Blockflöten und Gemshörner;
Margrith Kramis Jordi, Orgel
anschliessend Weihnachtssingen auf
dem Kirchenplatz
Donnerstag, 25. Dezember, Weihnachten
9.30 Andreaskirche: WeihnachtsGottesdienst mit Abendmahl
Pfrn. Heidi Scholz, Musik: Josef Manser, Schalmei und Dudelsack;
Margrith Kramis Jordi, Orgel,
anschliessend Chilekafi
Sonntag, 28. Dezember
9.30 Andreaskirche: Gottesdienst
Pfrn. Heidi Scholz
anschliessend Chilekafi
Mittwoch, 31. Dezember, Stasera
17.00 Andreaskirche: Gottesdienst
«calmo», Pfr. Thomas Schüpbach,
anschliessend Apéro
Kein Gottesdienst am
Sonntag, 1. Januar 2015!
Sonntag, 4. Januar
10.00 Andreaskirche: Musik-Gottesdienst, mit Sonaten in A-Dur von
J. S. Bach und F. M. Veracini ins neue
Jahr, Pfr. Thomas Schüpbach,
anschliessend Chilekafi
Mittwoch, 7. Januar
14.00 Kirchgemeindehaus:
Literatur-Treff mit Christina Falke,
Sozialdiakonin
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Aussersihl
Freitag, 19. Dezember
19.30 Weihnachtskonzert mit Enrico
Lavarini
Sonntag, 21. Dezember
10.00 Gottesdienst am 4. Advent,
«Die im Dunkeln sieht man nicht»
Jes 35, 1–10, Pfr. Andreas Bruderer,
Orgel: Sacha Rüegg
17.00 Weihnachtstanzen, A. Preisig
Montag, 22. Dezember
19.00 Open Yoga mit Nadine von
Grünigen
Mittwoch, 24. Dezember, Heiligabend
22.00 Gottesdienst am Heiligabend,
Ein Leuchten in der Nacht: «Fürchtet
euch nicht!» Lk 2, 8–14, Pfrn. Verena
Mühlethaler. Strahlende Musik für
Sopran, Trompete und Orgel mit
Trudy Walter, Sopran; Roland Doldt,
Trompete; Sacha Rüegg, Orgel
Donnerstag, 25. Dezember
10.00 Weihnachtsgottesdienst mit
Abendmahl, «Mache dich auf, werde
Samstag, 20. Dezember
17.00 Quartierweihnachtsfeier
Kreis 4 bei der Bullingerkirche.
(Quartierverein, Kirche St. Felix
und Regula, Ref. Kirchgemeinde
Zürich Hard)
18.00 Feier-Abend in der Kirche
St. Felix und Regula
Sonntag, 21. Dezember, 4. Advent
9.30 Bullingerkirche: Gottesdienst
mit Pfr. Klaus Wagner. Kinderbetreuung während des Gottesdienstes. «Kafi uf dä Wäg»
Mittoch, 24. Dezember, Heiligabend
21.00 in der Bullingerkirche:
Gottesdienst mit Pfr. Rolf Mauch.
Musikalische Mitwirkung: Rebekka
Ott, Harfe, und Philipp Leibundgut,
Orgel. Gemütliches Beisammensein
am Heiligabend mit warmem
Gebäck und Getränken
23.00 in der Bullingerkirche:
Christmette zum Abschluss vom
Kloster im Advent
Donnerstag, 25. Dezember
Weihnachten
9.30 in der Bullingerkirche: Gottesdienst mit Abendmahl, Pfr. Rolf
Mauch. Musikalische Mitwirkung:
Rebekka Ott, Harfe, und Philipp
Leibundgut, Orgel. «Kafi uf dä
Wäg»
Sonntag, 28. Dezember
9.30 in der Bullingerkirche: Gottesdienst mit Pfr. Klaus Wagner.
Kinderbetreuung während des
Gottesdienstes. «Kafi uf dä Wäg»
Donnerstag, 1. Januar, Neujahr
10.00 in der Bullingerkirche: Ökumenischer Gottesdienst mit Gemeindeleiterin Gertrud Würmli, Pfr.
Rolf Mauch, anschl. Neujahrsapéro
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Zürich Industriequartier
Samstag, 20. Dezember
9.30 Kirche Letten, Eltern-KindSingen
Sonntag, 21. Dezember
10.00 Johanneskirche, Musikgottesdienst zum 4. Advent mit dem
Vokalensemble cantAmabile, Pfr.
Karl Flückiger, Orgel Jürg Brunner,
anschliessend Beisammensein
Montag, 22. Dezember
9.00 Kirchgemeindehaus, Café
International
Mittwoch, 24. Dezember
16.00 Alterszentrum Limmat,
ökum. Gottesdienst, Pfr. Karl
Flückiger, Pfr. Hannes Kappeler
Donnerstag, 25. Dezember
10.00 Johanneskirche, Weihnachtsgottesdienst mit Abendmahl, Pfrn.
Sonja Keller, Orgel Jürg Brunner,
Trompete André Schüpbach,
anschliessend Beisammensein
Sonntag, 28. Dezember
10.00 Johanneskirche, Gottesdienst, Pfrn. Sonja Keller, Orgel
Jürg Brunner, Beisammensein
Sonntag, 4. Januar
10.00 Johanneskirche, Begrüssungsgottesdienst des neuen
Organisten Tobias Willi, Pfrn. Sonja
Keller, anschl. Beisammensein
Dienstag, 6. Januar
14.30 Kirchgemeindehaus, Filmnachmittag: Die Spätzünder, mit
Zvieri
14
Zürich West
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
Zürich West
AKTUELL
18. Dezember 2014
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Energie-Quantensprung
in der Hardau
KONSUMENTENTIPP
Vielen Dank – und Adieu
Dank einer leistungsfähigen Wärmepumpe mit Grundwasser als Energiequelle wird das Quartier Hardau umweltfreundlich und effizient mit Energie versorgt. Hier betreibt das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz)
im Auftrag der städtischen Immobilien-Bewirtschaftung eine Energiezentrale, die vor Kurzem erneuert
worden ist. Anlässlich eines Tages
der offenen Tür für Anwohner gaben
die Stadträte Andres Türler und André Odermatt Einblick in die Anlage.
Danken möchten wir vom Konsumentenforum Zürich, dass wir während gut dreier Jahre die Gelegenheit
hatten, an dieser Stelle unsere Gedanken und Tipps zu publizieren.
Konsumententhemen reichen über
ein riesengrosses Spektrum, und wir
konnten lange nicht alles schreiben,
was uns auf dem Herzen liegt.
Achtsam und kritisch sein
Mitgeben möchten wir unseren Leserinnen und Lesern, dass sie auch in
Zukunft achtsam und kritisch sein
sollen beim Einkauf und Konsum.
Wie oft heisst es: «Der Konsument
wünscht das», sind es Erdbeeren
oder Spargeln mitten im Winter, dafür von weit her importiert. Wollen
wir das wirklich, oder lassen wir uns
vom Angebot verführen?
Als Konsumenten sind wir uns
kaum bewusst, wie viel Macht wir
mit unserem Einkauf, auf den Markt
ausüben können. Nur was heute gekauft wird, liegt auch morgen wieder
im Gestell. Zu allen Produkten haben
wir in der Schweiz perfekte Angaben
über die Zusammensetzung und Herkunft, lesen wir die Informationen
und wählen wir vernünftig. Wie
gerne übersehen wir «made in ...»,
wenn ein günstiger Preis lockt? Und
wir verdrängen Gedanken an Kinderarbeit und Lohndumping. Hand aufs
Herz, ich bin auch nicht besser, und
nicht immer kauft der Verstand mit.
Adieu sagen wir von der Sektion
Zürich des Konsumentenforums. Der
Vorstand und die Mitglieder haben
beschlossen, den Verein nach 41 Jah-
Nr. 51/52
3200 Tonnen weniger CO2
Marianne Cserhati.
Foto: ajm.
ren Aktivität per Ende 2014 aufzulösen. Wir sind der Ansicht, dass ein
Verein heute nicht mehr die geeignete Form ist, um Konsumentenfragen
anzugehen.
Täglich Gratis-Beratung
Wir übergeben diese Aufgabe dem
professionell arbeitenden Sekretariat
des kf Dachverbands in Bern. Nahe
an Politik und Verbänden und in
Kontakt mit der Presse steht das bürgerlich ausgerichtete Konsumentenforum Schweiz weiterhin ein für
sachliche Information und Konsumentenrechte. Es bietet zudem täglich von 8.30 bis 11.30 Uhr eine unentgeltliche Beratung zu Konsumentenfragen. Damit schliessen wir unsere Beitragsserie und wünschen uns
kritische Konsumenten.
Marianne Cserhati,
konsumentenforum kf
Kernstück der erneuerten Energiezentrale ist eine Wärmepumpe, die
das Grundwasser als Energiequelle
nutzt und das natürliche Kältemittel
Ammoniak einsetzt. Mit einer Leistung von 3,4 Megawatt zählt sie zu
den grössten Anlagen in der Schweiz.
Die Energiezentrale beliefert die umliegenden Gebäude in der Hardau mit
rund 80 Prozent CO2-freier Wärme.
Neben den markanten Wohntürmen
sind
Schulhäuser,
das
Schulschwimmbad und die Sporthalle, die
VBZ-Busgarage sowie Wohnbauten in
der Umgebung angeschlossen. Dank
dem Ersatz der alten Anlagen vermindern sich die CO2-Emissionen um
etwa 3200 Tonnen pro Jahr, was ungefähr 66 Tanklastern Öl entspricht.
Als weitere ökologische Verbesserung
sind im Quartier Photovoltaikanlagen
geplant, die einen Teil des Stroms für
die Wärmepumpe produzieren.
Der Energieverbund Hardau zeigt
exemplarisch, wie umweltfreundlich
und effizient ein Quartier heute mit
Wärme versorgt werden kann,
schreibt ewz. (zw.)
Foto: zvg.
CVP-Chläuse in Aktion
Erneut hat die CVP 3&9 am 6. Dezember in «Chlausgwändli» und in Begleitung eines Esels die Bevölkerung von Altstetten mit Kleinigkeiten
beschenkt. Die traditionelle Aktion auf dem Lindenplatz hat sowohl den
Kindern als auch ihren Eltern sowie nicht zuletzt den Chläusen selbst
viel Freude bereitet. Auch der Esel durfte sich über zusätzliche Streicheleinheiten der Passanten freuen. Entsprechend zufrieden zeigt sich der
Präsident der CVP-Kreispartei, Dominik Mazur: «Wir sind sehr glücklich
darüber, dass wir mit unserer Aktion die Stimmung der Passanten aufheitern konnten.» (e.)
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Stadt Zürich
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
AU TO M O B I L
S500 – ein Wunderding in jeder Beziehung
Mercedes will immer wieder
nach den Sternen greifen
und die Spitze markieren.
Jetzt startet der PremiumHersteller mit einer Plugin-Hybrid-Offensive.
Den Anfang macht wie
immer die neue S-Klasse.
Gas könnte, worauf der Plug-in-Hybrid in einen Segelmodus wechselt.
Schon fast normal sind die Batterieüberwachung und die Vorklimatisierung inklusive Sitze, Lenkrad, Armauflagen und Kühlfach per Smartphone.
2,8 Liter Verbrauch auf Normkurs
Der Normtestverbrauch dieser 2,2Tonnen-Luxuslimousine beträgt nach
NEFZ 2,8 Liter auf 100 Kilometer;
der Verbrennungsmotor würde alleine 6,8 Liter verbrennen. In unsere
erste Testfahrt in der Region von
Malmö (S) investierten wir rund 8,6
Liter pro 100 Kilometer. Beim unrealistischen, aber von allen Herstellern
als Basis genommenen Normverbrauch wird man sogar bei Mercedes
rot. Tatsache ist aber, dass Pendler
mit einem Arbeitsweg von 30 Kilometern während der Woche sogar
mit 0 Litern unterwegs sein können.
Aufgeladen wird innert zwei bis
vier Stunden mittels Wallbox oder
normaler Steckdose. Schon bald soll
man bei Mercedes induktiv laden
können – also Plug-in «unplugged» –,
und auch die Batteriedichte soll
schon bald für 50 elektrische Kilometer reichen.
Stefan Lüscher
Es ist kein Zufall, dass Mercedes das
umweltfreundliche Topmodell der
Flaggschiff-Baureihe S-Klasse in Kopenhagen präsentiert. Die charmante, jugendliche Hauptstadt von Dänemark ist 2014 die Umwelthauptstadt
Europas. Hier fahren Zehntausende
Einwohner mit dem Fahrrad ebenso
emissionsfrei und leise durch die Innenstadt wie wir mit dem ab sofort
bestellbaren S 500 Plug-in-Hybrid.
Mercedes hat zwar lange auf
Brennstoffzellen gesetzt und betreffend (japanischer) Hybridmodelle die
Nase gerümpft. Nachdem man einsehen musste, dass die Welt nach wie
vor weit von einer Wasserstoff-Infrastruktur entfernt ist und die Behörden global die Verbrauchsschraube
dramatisch anziehen, musste man
einlenken.
Hoher Preis
Viel Platz und auch Luxus bietet die neue S-Klasse von Mercedes. Hier als Plug-in-Hybrid im Test.
Fotos: zvg.
Plug-in-Hybrid hats in sich
Vorreiter dieser neuen Welle ist nun
der S 500 Plug-in-Hybrid, ein Wunderding in jeder Beziehung. Das
leichtfüssige Handling, das die Grösse vergessen macht. Das einzigartige
Platz- und Luxusangebot bis hin zur
Hot-Stone-Massagefunktion der Sitze
und der aktiven Beduftung im Interieur, das einen wie im Traum auf einer Wolke durch den Alltag schweben lässt. Das wundersame Fahrwerk Magic Ride Control, das Unebenheiten schlicht wegzaubert. Die
endlose Liste cleverer Assistenten bis
hin zur Distronic Plus, die in einem
gewissen Rahmen sogar selbstständig
lenken, Gas geben und bis zum Stillstand bremsen kann. Und schliesslich die souveräne Performance aller
Modellvarianten, die im kürzlich lancierten S 65 AMG mit 630 PS gipfelt.
Nun kommt mit dem Plug-in-Hybrid die effizienteste und intelligenteste Variante dazu. Sie hat einen 3-Liter-V6-Benziner mit 333 PS und 480
Newtonmetern zwischen 1600 und
4000 Umdrehungen an Bord. Dazu
kommt ein in die Siebengangautomatik integrierter Elektroantrieb mit
116 PS und 340 Newtonmeter Drehmoment. Das ergibt eine Systemleistung von 442 PS. Rein elektrisches
Fahren, ohne Schiebe- und Bremsphasen, in denen Energie zurückgewonnen wird, ist gemäss Hersteller
über 33 Kilometer möglich; dazu ist
eine quer auf der Hinterachse montierte Batterie mit 8,7 Kilowattstun-
den Kapazität montiert. Sie wiegt 114
Kilogramm und beschneidet den Kofferraum um 96 auf 395 Liter – die
einzige Konzession an das System.
So weit, so gut. Mercedes geht mit
seinem System einen Schritt weiter
und verleiht ihm mit Hilfe von vier
Energieprogrammen, drei Fahrprogrammen und der Vernetzung mit
der Navigation mehr Cleverness. Der
Fahrer kann wie bisher sportlich fahren, komfortabel oder besonders
ökologisch. Er kann selbst bestimmen, ob er elektrisch fahren will, ob
er Strom für die City aufsparen will
oder ob sich die leeren Batterien
während der Fahrt aufladen sollen.
Er kann aber auch das System rechnen lassen. Mithilfe der vorgewählten
Route wird nun streckenbasiert der
insgesamt sparsamste Betriebsmodus
gewählt. Auch die Topografie wird
mit einbezogen. Bergauf unterstützt
die Batterie, bergab wird sie geladen,
und am Ende der Fahrt soll sie leer
sein, um wieder an die Steckdose gehen zu können.
Clever und bisher einzigartig ist
auch das haptische Fahrpedal (Gaspedal war gestern). Bei elektrischer
Fahrt setzt es exakt dort einen Widerstand, wo der Verbrennungsmotor zuschalten würde. Wenn man das
will, muss man ihn bewusst überdrücken. Und beim Auffahren auf einen
Vordermann wackelt das Fahrpedal
radarbasiert dezent am Fuss, um
darauf hinzuweisen, dass man vom
Mit der modular aufgebauten Plugin-Hybrid-Technologie, die auch in
Verbindung mit Vierzylindermotoren, mit Benzinern und später mit
Diesel kommen wird, will Mercedes
bis 2017 zehn Plug-in-Hybrid-Modelle in allen Segmenten auf den
Markt bringen, darunter auch Kombi- und Allradvarianten. Auf die SKlasse folgen ab 2015 C- und EKlasse, was die Technologie noch
zahlbarer machen soll.
Der nur mit langem Radstand erhältliche S 500 Plug-in-Hybrid (Gesamtlänge 5,25 Meter) kostet ab
146 200 Franken inklusive Garantie
bis 100 000 Kilometer auf alle Plugin-Hybrid-Komponenten. Damit kostet er exakt gleich viel wie der entsprechende S 500 mit 4,6-Liter-V8
und 455 PS.
F-Type-typisch: Viel Freude am Fahren
Die jüngsten Verkaufserfolge von Jaguar kommen
nicht von ungefähr. Dank
finanzieller Unterstützung
aus Indien erinnern sich
die britischen Autobauer
wieder ihrer früheren Fähigkeiten. Ein Beispiel dafür
ist der F-Type Coupé R.
Peter Lattmann
Die Senioren bleiben stehen, die
Jungs strecken anerkennend den
Daumen nach oben, und selbst Frauen jüngeren Datums wagen einen forschen Blick: Der Jaguar F-Type Coupé R sorgt auf dem Parkplatz für unglaubliches Aufsehen. Der Lenker im
besten Alter bleibt deshalb nach dem
unnötigen Gasstoss vor dem Abstellen des 550 PS starken V8-Kompressormotors erst einmal sitzen und beschäftigt sich mit dem Handy. Es
muss ja nicht jeder sehen, wie er sich
aus dem perfekt anpassbaren Sportsitz schälen muss. Eine derart attraktive Erscheinung sollte ebenso dynamischen Schönheiten vorbehalten
bleiben. Zwei Voraussetzungen müssten aber auch sie erfüllen: das notwendige Rüstzeug, um die unvernünftigen Qualitäten des spektakulär
Edles Ambiente, starke Motoren, viel Fahrspass: Der neue Jaguar F-Type Coupé R.
geformten Coupés geniessen zu können, und den notwendigen monetären Rückhalt, um sich das Auto leisten zu können. Dabei ist der jüngste
Sportwagen der bei Ford extrem vernachlässigten, unter dem schützenden Dach des indischen Tata-Konzerns rasch wieder aufblühenden
Traditionsmarke fast schon ein
Schnäppchen im Vergleich zu den
ungefähr gleich viel Power und Hightech anbietenden Konkurrenten aus
Deutschland.
Das auf dem F-Type Cabriolet basierende und genauso straff abgestimmte Coupé ist in der Basisausführung schon für knapp 90 000
Franken zu haben. Die besonders
reizvolle Topversion R gibt es ab
134 500 Franken. Mit einem zehn-
prozentigen Aufschlag sind zudem alle wünschbaren und wichtigen Optionen inbegriffen. Ob es die beeindruckende Carbon-Keramikbremsanlage
auch braucht, ist Ermessenssache. In
die preisliche Nähe zu einem Audi R8
Plus oder einem Porsche 911 Turbo
kommt der Jaguar auch damit nicht.
V8-Getriebe macht satten Sound
Das Fünf-Liter-V8-Kompressor-Triebwerk beginnt sein Tagwerk mit einem Urschrei, der einem Jaguar alle
Ehre macht und die Fenster in der
ganzen Nachbarschaft erzittern lässt.
Da die auch manuell bedienbare
Acht-Stufen-Getriebeautomatik nach
dem Losfahren jedoch fleissig hochschaltet, wird der Geräuschpegel innen und aussen bald einmal ganz
Fotos: zvg.
passabel. Das ändert sich erst wieder,
wenn der V8 zu Mehrarbeit gezwungen wird. Wer die stattlichen 1,7 Tonnen Eigengewicht in 4,2 Sekunden
aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer beschleunigen will, muss mit
einem Verbrauch von über 12 Liter
Benzin für 100 Kilometer leben.
So brachial der legitime Nachfolger des legendären E-Type loslegt, so
ungestüm geht er auf die Kurvenjagd.
Traktionskontrolle und modernste
Assistenzsysteme können es nicht
verhindern: Ein Gasstoss zu viel
reicht, um das angetriebene Heck
ausbrechen zu lassen. Dass es spielend leicht wieder eingefangen werden kann, bringt den Lenker zur
Überzeugung, jeden Jaguar bändigen
zu können. Zu weiteren Experimen-
ten wie dem Ausschalten des ESP
sollte er sich vor allem auf nasser
Fahrbahn trotzdem nicht verleiten
lassen. Ausgelassene Freude am Fahren ergibt sich im tollen Ambiente
des knapp bemessenen, aber nobel
ausgestatteten
Innenraums
von
selbst.
Und wem die geballte Power auf
die Hinterachse zu viel ist: Jaguar hat
unlängst eine Allradvariante des FType angekündigt, die im Spätsommer 2015 erwartet wird. Der Jaguar
F-Type Coupé R fordert, aber überfordert den Fahrer nicht. Werden
dem rasch einlenkenden, unerhört
agilen Briten richtig die Sporen gegeben, fühlt er sich ebenso wohl wie
sein Namensgeber in der freien Wildbahn.
Stadt Zürich
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
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ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: litmanowitsch@gmail.com
Rhythmus im Blut: Christine und
Pepe Lienhard.
Trotz opulenter Ballrobe von Merry’s liegt geschmeidiges Tanzen durchaus drin: Miss Schweiz Laetitia Guarino mit Freund Stefano Iodice.
Debütierende: Luisa Lämmel und
Dennis De Vree.
Ball–Kaiserin Marianne Kaiser gibt ihr ganzes Herzblut für den jährlichen
Auftritt und die Ausbildung der Debütantenpaare.
45. Kaiser Ball verzaubert und beschwingt VIPs
Es war der Ball der Herzen. Alles
sehr liebreizend und mit viel Gespür
und Gefühl für das leise Detail. Die
Eintrittspreise
waren
moderat.
Zwischen 60 Franken für Studierende und bis zu 420 Franken (teuerste
Kategorie mit inkludiertem Dinner
und Sitzplatz mit Sicht auf die Tanzfläche).
Rund 1200 Ballvergnügte liessen
sich den traditionellen Kaiser Ball im
Kongresshaus am Samstag nicht entgehen. Darunter auch Kinobesitzer
(Arena Cinemas) Edi Stöckli: «In der
Tanzschule Kaiser habe ich vor Jahrzehnten Cha-Cha-Cha und Rumba erlernt. Nun versuche ich es auf dem
Parkett mal mit Walzer.»
Seit 25 Jahren eröffnen Debütantenpaare den Ball, der seit 45 Jahren
durchgeführt wird. Alle Debütierenden gaben ihr Bestes und sahen blendend aus. Unter ihnen war auch Luisa Lämmel, die es beim letzten Elite
Modellook als Finalistin unter die Top
5 schaffte und Publikumsliebling
wurde. Regelmässige Besucherin dieses Balles sind Regierungsrätin Ursula und Ulrich E. Gut. Zum ersten
Mal dabei war Raiffeisen-CEO Pierin
Vincenz mit seiner Frau Nadja Ceregato. Bei «Alles Walzer !» blieb er allerdings erst mal in Reserve, wagte
sich aber später beschwingt aufs Parkett und drehte sich elegant und vollendet im Dreivierteltakt: «Es ist wie
mit dem Skifahren, entweder man
kann es, oder man kann es nicht»,
scherzte der Bündner.
Aufgefallen am Ball: ein junges
Paar in Appenzeller Tracht. Sibylle
Reimann aus Herrliberg konnte Eric
Fässler nur für den Ball gewinnen,
wenn der gebürtige Appenzeller in
traditioneller Kleidung kommen durfte. Sogar das typische «Lendauerli»
fehlte nicht, obgleich ja überall
Rauchverbot war und das «Rauchknebeli» nur als Requisite diente. Der
Erlös der Tombola im Gesamtwert
von über 70 000 Franken erging heuer an den «Verein Lebensfreude» für
Menschen mit einer geistigen Behinderung. Eine wohltätige Institution,
die von Christine Lienhard gegründet wurde: «Nach fast 10 Jahren Betreuung der Kaiser-Ball-Tombola
freue ich mich ausserordentlich,
dass, meine Organisation berücksichtigt wird.»
Studentin Sibylle Reimann, Eric Fässler.
Trittsicher: Hochseilartist Freddy
Nock und seine Gattin Ximena.
Stilsicher:
Hotelunternehmerin
Ljuba Manz mit Gatte Marco Conte.
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Tanzen gern: Alexane (l.) und Edy Stöckli mit
Nationalrätin Doris Fiala und Gatte Jan.
Selbstsicher: Raiffeisen-CEO Pierin
Vincenz und Nadja Ceregato.
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Zürich West
Nr. 51/52
18. Dezember 2014
Veranstaltungen & Freizeit
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
BUCHTIPP
Zürcher Pioniergeist
in 60 Porträts
In einem grosszügig bebilderten Buch hat
Wissenschaftsjournalist und
Buchautor Beat
Glogger (Hrsg.)
60 Persönlichkeiten in einfühlsamen, überraschenden und
auch humorvollen Porträts versammelt. Ihre Gemeinsamkeit ist
der unerschütterliche Glaube an
eine Idee. Nicht fehlen durften etwa Arzt Max Bircher-Benner oder
Else Züblin-Spiller mit dem
Schweizer Verband Volksdienst.
Hinzu kommen Vertreter jüngerer
Generationen wie die Brüder
Markus und Daniel Freitag oder
Denise Biellmann. Manche Errungenschaften sind ohne den Namen ihrer Erfinder zu einer
Selbstverständlichkeit geworden,
beispielsweise das Zellophan, die
WC-Ente oder der Stewi. Bei anderen dagegen ist ein Name allein
schon Geschichte, wie etwa Maggi
oder Yello, Franz Hohler, Radio
24 oder der Diogenes Verlag. Ein
paar wenige brachten sogar den
Nobelpreis in die Schweiz. Und
einige wurden nicht einmal berühmt: Sie blieben berüchtigt,
wurden verkannt oder gingen
vergessen.
Zürcher Pioniergeist, Beat Glogger (Hrsg.),
Lehrmittelverlag Zürich.
Die Morde,
die jeder begeht
Jan
Costin
Wagners Kimmo-JoentaaRoman ist eine
spannende und
intensive Elegie
auf den Tod in
einer aus den
Fugen geratenen Welt. Anfang Mai im finnischen Turku fällt der letzte
Schnee. Kimmo Joentaa wird
gleich zwei Mal gerufen: an einen
Unfallort, an dem eine Elfjährige
durch einen Unbekannten ums
Leben gekommen ist, und an einen Tatort, an dem zwei unbekannte Tote auf einer Parkbank
liegen, als würden sie schlafen.
Für den Vater des verstorbenen
Mädchens wird Joentaa zum Begleiter in der Trauer, während er
daran arbeitet, die Unfallflucht
und den Doppelmord aufzuklären. Die Ermittlung führt Joentaa
in ein fatales Beziehungsgeflecht,
das Menschen, die ursprünglich
nichts verband, schicksalhaft zusammengeführt hat: einen Architekten, der den festen Glauben an
die Symmetrie des Lebens verliert, einen Schüler, der unaufhaltsam auf einen Amoklauf zusteuert, eine junge Frau, die versucht, der Armut zu entkommen,
und einen Investmentbanker, der
sich im Dickicht seines Doppellebens verliert. Als Kimmo Joentaa
die Linien, die diese Menschen
verbinden, schliesslich zu erkennen beginnt, ist es fast zu spät.
Tage des letzten Schnees, Jan Costin Wagner, Galiani Verlag.
Donnerstag, 18. Dezember
11.00 21. Zürcher Christkindlimarkt: Über 160
Markthäuser, funkelnder Weihnachtsbaum, Emmentaler Stöckli und tolle Highlights. Bis 24. Dezember, täglich bis 21 Uhr, Donnerstag bis Samstag bis 22 Uhr. Gastronomie: Freitag/Samstag bis
23 Uhr. www.christkindlimarkt.ch. Hauptbahnhof
Zürich, Bahnhofplatz.
14.30 Tanzkafi: Das Tanzbein schwingen zu den
Klängen des Duos Heinz und Heinz. Temporäres
Alterszentrum Triemli, Birmensdorferstrasse
489.
18.00–19.00 «Geschenkte Zeit»: Varieté, Überraschungsprogramm von Enrico Beeler, Petra Fischer, Cornelia Koch, mit Aaron Hitz, Nehrun
Aliev, Robert Baranowski u. a. Jeden Abend bis
23. Dezember, 18–19 Uhr, sowie am 24. Dezember, 11–12 Uhr. Eintritt frei. Schauspielhaus
Schiffbau (Matchbox), Schiffbaustrasse 4.
Freitag, 19. Dezember
14.30 Vortrag: «Das Grossmünster im Lauf der
(Kunst)Geschichte», mit Lydia Sieberling. Anschl.
gemütliches Beisammensein bei Kuchen, Zopf,
Tee oder Kaffee. Ref. Kirchgemeindehaus Oerlikon (Saal), Baumackerstrasse 19.
Samstag, 20. Dezember
14.00–17.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
14.30 «Peter und der Wolf»: Mit der Roca Puppenbühne. Tickets: 044 364 22 37 oder einzigartig@sunrise.ch. Ateliergemeinschaft MSZ, Hallwylstrasse 78.
15.00–16.00 Live-Pianomusik im Advent: Stimmungsvolle Pianomusik von Steven Zwygart bei
einem Tässchen Kaffee, Tee oder hausgemachter
Schokolade und Weihnachtsgebäck geniessen. Seniorenresidenz Spirgarten, Spirgartenstrasse 2.
20.00 Konzert «Sound4Humanity»: Benefizveranstaltung für die Flüchtlinge aus Rojava/Kobane.
Einlass ab 19.30 Uhr. www.women4human.com.
Volkshaus (Weisser Saal), Stauffacherstrasse 60.
ter), Ulrich Meldau (Chor), Tina Mantel (Tanz).
Ref. Kirche Enge, Grütlistrasse 18.
17.00 Soul Christmas: Klassik und Volksweisen. Valeria Dora (Sopran), Benjamin Blatter (Flügel).
Montag, 22. Dezember
14.30 «Peter und der Wolf»: Mit der Roca Puppenbühne. Ateliergemeinschaft MSZ, Hallwylstr. 78.
Dienstag, 23. Dezember
14.30 «Peter und der Wolf»: Mit der Roca Puppenbühne. Ateliergemeinschaft MSZ, Hallwylstr. 78.
Mittwoch, 24. Dezember
11.00 «Peter und der Wolf»: Mit der Roca Puppenbühne. Ateliergemeinschaft MSZ, Hallwylstr. 78..
13.00–15.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
14.30 «Peter und der Wolf»: Mit der Roca Puppenbühne. Ateliergemeinschaft MSZ, Hallwylstr. 78.
17.00 «Zällerwiehnacht»: Ökumenische Familienweihnacht. Die Kinder singen zusammen mit den
Erwachsenen der Kirchenchöre St. Franziskus
und Wollishofen (ohne Szenen). Ein ökumenisches Projekt der röm. kath. Kirche St. Franziskus und der ref. Kirche Wollishofen. Kath. Kirche
St. Franziskus Wollishofen, Kilchbergstrasse 5.
17.00 Labyrinthbrauch an Heiligabend: Der Wintergarten verwandelt sich in einen Lichtergarten.
www.labyrinthplatz.ch. Labyrinthplatz, Zeughaushof.
Donnerstag, 25. Dezember
14.30 Weihnachtsmusik: Johann Sebastian Bach
«Weihnachtsoratorium» BWV 248: Teile 1–3. Dela Hüttner (Sopran), Ingrid Alexandre (Alt), Michael Feyfar (Tenor), Chasper-Curò Mani (Bass).
Collegium Vocale Grossmünster, Collegium Musicum Grossmünster. Kantor Daniel Schmid, Leitung. Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Kosten. Türöffnung 13.30 Uhr. Keine Platzreservation. Grossmünster, Zwingliplatz.
Sonntag, 21. Dezember
Samstag, 27. Dezember
11.00–15.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
11.00 «Peter und der Wolf»: Mit der Roca Puppenbühne. Ateliergemeinschaft MSZ, Hallwylstr. 78.
17.00 Weihnachtsspiel: «Dur Nacht und Wind».
Von Regine Schindler und Brita Falch-Leutert. Es
singen, spielen und tanzen die Engemer Kinder.
Pfrn. Stina Schwarzenbach, Hanni Dündar (Thea-
14.00–17.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
Sonntag, 28. Dezember
11.00–15.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
Dienstag, 30. Dezember
20.00 Red Bull Pop oder Flop: Ein Quizabend der
besonderen Art. www.redbull.ch/popoderflop.
Mata Hari Bar, Langstrasse 237.
Mittwoch, 31. Dezember
13.00–15.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
15.00–17.00 Silvesterparty: Riccardo Paciocco
spielt bekannte Melodien auf seinem Keyboard
zum Schunkeln und Tanzen. Alters- und Pflegeheim Grünhalde (Mehrzweckraum), Grünhaldenstrasse 19.
21.30 «Babettes Fest»: Silvesterpremiere. Nach
der Novelle «Babettes gaestebud» von Tania Blixen. Mit Graziella Rossi, Hansjörg Betschart, Carlo Lienhard. Regie: Daniel Rohr. www.theater-rigiblick.ch. Theater Rigiblick, Germaniastrasse 99.
Samstag, 3. Januar
14.00–17.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
Sonntag, 4. Januar
11.00–15.00 Original neapolitanische Weihnachtskrippe: Eintritt frei. Bis 4. Januar. Chiesa Evangelica, Aemtlerstrasse 23.
14.00 Öffentliche Theatertour: Mit dem «ewigen
Butler» Johann. Für Gross und Klein (ab 6 Jahren). Die Teilnehmerzahl ist beschränkt und eine
Anmeldung erforderlich: info@heimatschutzzentrum.ch, www.heimatschutzzentrum.ch. Heimatschutzzentrum, Villa Patumbah, Zollikerstr. 128.
Dienstag, 6. Januar
18.00 Neujahrs-Apéro: FDP Zürich 3. Gast: Carmen
Walker Späh, Regierungsratskandidatin der FDP.
Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8.
Freitag, 9. Januar
11.00–20.00 Photo 15: Die «Photo» wird 10 Jahre
alt. Mit 150 Ausstellern. Ein repräsentativer Überblick über die Schweizer Fotografie. www.photoschweiz.ch. MAAG Halle, Hardstr. 219.
Samstag, 10. Januar
11.00–20.00 Photo 15: Die «Photo» wird 10 Jahre
alt. Mit 150 Ausstellern. Ein repräsentativer Überblick über die Schweizer Fotografie. www.photoschweiz.ch. MAAG Halle, Hardstr. 219.
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Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 21’906 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.56/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Thomas Hoffmann (ho.),
E-Mail: zuerichwest@lokalinfo.ch
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Sabrina Stallone (sab.), Toni Spitale (tsp.)
Hanna Lauer (lau.), Sarah Koller (sk.),
Marcus Weiss (mw.), Heinz Schluep (hs.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Thomas Käser, Tel. 044 913 53 33
E-Mail: thomas.kaeser@lokalinfo.ch
Produktion:
AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
abo@lokalinfo.ch
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich
Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72
E-Mail: lokalinfo@lokalinfo.ch
www.lokalinfo.ch
Druck: NZZ Print, Schlieren
Zürich West
Veranstaltungen & Freizeit
Foto: zvg.
Benefizkonzert für Flüchtlinge aus Rojava/Kobane
Die fünf Frauen von women4human wollen den
Flüchtlingen aus Rojava/Kobane helfen und führen im
Volkshaus ein Benefizkonzert durch. Sie arbeiten mit
der Organisation Heyva Sor – dem Kurdischen Roten
Halbmond – und der Koordinationsstelle in Diyarbakir
zusammen. Zurzeit belaufe sich die Zahl der syrischen
Flüchtlinge auf etwa 3,2 Millionen. Allein in der
Türkei wurden eine Million Menschen untergebracht.
Diese Menschen wollen women4human erreichen. Die
fünf Frauen mit kurdischen Wurzeln wirken alle in gemeinnützigen wie auch politischen Organisationen
der Schweiz mit. Das Benefizkonzert im Volkshaus beginnt am Samstag, 20. Dezember, um 19.30 Uhr. Die
Bandbreite des Programms verspricht von besinnlichruhig bis mitreissend-rockig einen abwechslungsreichen Abend. Es treten auf: Ulas Nesil (kurdischer
Folk), Esrare Deyir (Foto, kurdischer Folk-Jazz), Levin
(Folk-Pop) und Dyonikal (Funk-Rock). (zw.)
US-Fagott-Gott kommt in die «Helferei»
le-Orchesters mit dem US-Fagottisten
zusammen. (pd.)
Ein kostenloses Neujahrskonzert mit
mitreissender Kammermusik aus alter und neuer Zeit können Musikfreunde in der «Helferei» geniessen.
Das preisgekrönte Zürcher Streich-
trio «trio oreade» trifft auf den USamerikanischen Fagottisten Lecolion
Washington. Am 9. Januar tut sich
das Streichtrio «trio oreade», bestehend aus Musikerinnen des Tonhal-
Lecolion Washington.
Das «trio oreade» besteht aus Tonhalle-Orchester-Musikerinnen.
Fotos: zvg.
GEMEINSCHAFTSZENTREN
GZ Bachwiesen
Bachwiesenstrasse 40, 8047 Zürich
Telefon 044 436 86 36
gz-Bachwiesen@gz-zh.ch
www.gz-zh.ch/3
Weihnachtsferien: 21. Dez. 2014 bis 4.
Jan. 2015 bleibt das gesamte GZ geschlossen.
ANZEIGEN
Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, Freitag, 9. Januar, 19.30 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.
GZ Loogarten
Salzweg 1, 8048 Zürich
Telefon 044 437 90 20
ww.gz-zh.ch/loogarten
Sprachencafé: Spanisch. Fr, 19. Dez.,
10 bis 11 Uhr.
Fackeln: Fr, 19. Dez., 14 bis 16 Uhr
für Kinder ab 6 Jahren. Vor der
Quartierwerkstatt oder im Atrium.
Winter-Sonnenwende: Fr, 19. Dez., 15
bis 18.30 Uhr.
Werken: Mi, 7. Jan., 14 bis 18 Uhr.
GZ Heuried
Döltschiweg 130, 8055 Zürich
Telefon 043 268 60 80
www.gz-zh.ch/6
«Ausgiessete»: Do, 18. Dez., 14.30 bis
18 Uhr.
Rollender Sonntag: 21. Dez., 14.30 bis
17.30 Uhr, im Atrium, für Kinder von
1 bis 6 Jahren.
Mütter-/Väterberatung: Mo, 22. Dez.
und 5. Jan., je 14 bis 16 Uhr.
Weihnachtsferien: 22. Dez. 2014 bis 4.
Jan. 2015.
Kreativ am Abend: Mo, 5. Jan., 19 bis
21 Uhr. Anmeldung: 079 237 50 64.
Basteln Klein mit Gross: Di, 6. Jan.,
14.30 bis 18 Uhr.
Kindercoiffeuse: Mi, 7. Jan., 14 bis 17
Uhr. Anmeldung: 076 542 23 82, bis
Dienstagabend.
Offenes Werken: Mi, 7. Jan., 14.30 bis
18 Uhr.
GZ Grünau
Grünauring 18, 8064 Zürich
Telefon 044 431 86 00
www.gz-zh.ch/5
Malwerkstatt für Minis: Fr, 19. Dez., 15
Uhr.
KinderKino Popcorn: Fr, 19. Dez., 16
Uhr.
Weihnachtsferien: 24. Dez. 2014 bis 4.
Jan. 2015.
Neujahrsapéro: Di, 13. Jan., 18 Uhr.
Mütter-/Väterberatung: jeden 1. und 3.
Di im Monat, 9.30 bis 11 Uhr.
Anlaufstelle Kinderbetreuung: jeden 1.
und 3. Di im Monat, 9.30 bis 11 Uhr.
Räume zum Mieten: Für Informationen
im GZ anfragen.
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H I N TE R G R U N D
Vor Weihnachten wird in der Familienherberge an der Rieterstrasse «guetzlet». Laut dem Standortverantwortlichen Sejdi Haliti machen auch muslimische Familien gerne mit.
Guetzliduft zieht durch Herberge der Hoffnung
Auch wenn Weihnachten
nicht für alle Bewohnerinnen
und Bewohner der Engemer
Familienherberge die gleiche
Bedeutung hat: Beim
Guetzlibacken sind alle mit
viel Freude dabei. Das gemeinsame Essen für alle
Herbergen findet heuer
im Quartier Triemli statt.
Jeannette Gerber
Etwas Gutes haben die zahlreichen
Bettelbriefe, die in der Weihnachtszeit täglich unsere Briefkästen füllen
und gezielt an unsere Empathie appellieren: Sie bringen sicher einige
unter uns zur Besinnung und Erkenntnis, dass wir zu den Privilegierten gehören, die das Fest im eigenen
Zuhause – umgeben von unseren Lieben – feiern dürfen.
Erste städtische Herberge
Doch gibt es auch in der wohlhabenden Schweiz Menschen, die ohne Obdach dastehen, für diese Familien in
Zürich wurde 2005 die erste Familienherberge an der Rieterstrasse 7
vom Sozialamt ins Leben gerufen.
Familienherbergen sind betreute
Kollektivunterkünfte für Familien in
Not, also für Obdachlose. In der Zwischenzeit gibt es bereits vier solcher
Herbergen, und im Januar kommt eine fünfte in Oerlikon dazu. Das Ziel
dieser Einrichtungen ist, die familiäre Situation zu stabilisieren. Es stehen Fachpersonen zur Betreuung
und Wohnbegleitung zur Verfügung.
Zusammen mit den Bewohnern soll
die jeweilige Lage verbessert werden,
um möglichst bald wieder ins normale Leben integriert werden zu können. Der Aufenthalt ist auf sechs Monate beschränkt, kann aber befristet
verlängert werden. Es wird also niemand auf die Strasse gestellt. Aufgenommen werden Familien, doch
auch hochschwangere Frauen und
alleinstehende Mütter mit Kindern.
Jede
Familie
bekommt
ein
schlicht eingerichtetes Zimmer mit
Dusche und WC auf der Etage. Die
Küche wird von allen gemeinsam genutzt. Es gibt einen Aufenthaltsraum,
einen Raum für die Nutzung des Internets, Fernsehzimmer und Kinderspielecke, Waschmaschine und Tumbler. Jedes erwachsene Familienmitglied bekommt einen Schlüssel, es
gibt somit keine geregelten Ausgangszeiten.
Das Angebot richtet sich an mittellose Familien. Viele davon sind
Working Poor, Menschen, die trotz
Arbeit von Armut betroffen sind.
Auch sind sie oft schlecht ausgebildet
und haben einen Migrationshintergrund. Ein Teil davon sind auch
Schweizer Rückwanderer. Normalerweise sind die Bewohner arbeitslos
und leben von der Sozialhilfe. Wenn
man sich in einer dieser Situationen
befindet, ist es fast unmöglich, in Zürich eine Wohnung zu finden. Um
Ein bisschen Ablenkung macht Freude.
Fotos: Jeannette Gerber
speziell die Vorweihnachtszeit etwas
erträglicher zu machen, hat das Betreuerteam einen Guetzliback-Nachmittag organisiert. Man sieht, wie
sehr es den jungen Bewohnern Freude macht, einmal im Haus ein bisschen Ablenkung zu finden. Übrigens
werden die Kinder und Jugendlichen
jeden Mittwochnachmittag von freiwilligen Helfern des Jugendrotkreuzes beim Spielen und Werken im Aufenthaltsraum begleitet.
Am Heiligen Abend werden sämtliche Bewohner aller Herbergen zu
einem Essen eingeladen, dieses Jahr
im Quartier Triemli, in der Herberge
an der Birmensdorferstrasse 660 in
Richtung Zürich-Waldegg. Anlässlich
dieses Fests gibt es jeweils auch ein
kleines Geschenk für jedes Kind. Das
Weihnachtsfest wird nicht nur von
christlichen, sondern auch von muslimischen Familien gerne besucht.
Laut Sejdi Haliti, dem Standortverantwortlichen für die Familienherberge Rieterstrasse, waren vor zwei
Jahren 80 Prozent der Teilnehmer
muslimischen Glaubens. Das sollte
doch ein kleines Zeichen an die grosse Welt sein; selbst im kleinsten
Raum hat es Platz für Menschen jeder Couleur, und «Frieden auf Erden» wäre nicht mehr gar so unerreichbar.
Anmeldestelle: Sekretariat Wohnintegration, Strassburgstrasse 5, 8026 Zürich, Telefon 044 412 65 54, wisinfo@zuerich.ch.
In Notfällen ist eine telefonische Anmeldung auch ausserhalb der Bürozeiten direkt bei den Familienherbergen möglich
(044 202 88 83).
Auch als mittellose Auslandschweizer ist es oft fast unmöglich, in Zürich eine Wohnung zu finden.
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