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Sonntag, 21. Dezember 2014
Seite 3
heide kurier
Trend zu längeren Gesprächen
Telefonseelsorge erwartet Weihnachten wieder viele hilfesuchende Anrufer
MUNSTER (suv). Festliche Stunden mit Familie und Freunden verbringen - diese Glück hat an den bevorstehenden Feiertagen nicht jeder: „Vor allem Menschen, die allein
leben, fühlen sich an Weihnachten
besonders einsam“, weiß Matthias
Wittkämper, Leiter der Telefonseelsorge im Kirchenkreis Soltau.
Und genau für jene sind jetzt an den
Feiertagen wieder die Leitungen des
Hilfetelefons offen. „Wir haben rund
75 Ehrenamtliche auf unserer Liste“,
so der Munsteraner Diakon weiter.
Und die nehmen im Heidekreis und
in den Landkreisen Celle, Uelzen
und Lüneburg sowie in Teilen der
Landkreise Harburg und Nienburg
jetzt wieder zahlreiche Anrufe entgegen. Zusammen mit Beate Hüners, Sekretärin bei der Telefonseelsorge Soltau, stellte Wittkämper vor kurzem in Munster die Herausforderungen für die Helfer vor.
Viele Anrufer, die sich an den Feiertagen melden, sind in persönlichen
Notlagen und Krisen, haben niemanden haben, mit dem sie sonst
sprechen können, oder wollen und
sich erst einmal über ihr Probleme
klar werden. „Wir sind besonders an
Weihnachten wirklich ausgelastet“,
so Wittkämper. Rund 50 Prozent
mehr Anrufe als sonst gingen an den
Feiertagen bei der Telefonseelsorger
ein, so die Erfahrung des Leiters.
„Und gerade in der Weihnachtszeit
gibt es viele längere Gespräche“, fügt
Hüners hinzu. Überhaupt zeichne
sich der Trend ab, daß die einzelnen
Telefonate mehr Zeit in Anspruch
nehmen: „Viele haben das Bedürfnis,
sogar noch länger mit uns zu reden,
doch wir müssen auch anderen die
Chance geben.“
Glücklichweise habe laut Hüners
die Zahl der „Spaßanrufe“ in den vergangenen Jahren abgenommen.
Doch die, die sich melden, hätten oft
mit großen Problemen zu kämpfen:
„Manche weinen, sind verzweifelt. Eine solche Situation kann schnell kippen.“ Menschen mit akuten Suizidgedanken gebe es unter den Anrufern zwar zum Glück nur selten, aber
eine ansteigende Tendenz sei laut
Wittkämper auch in diesem Bereich
zu erkennen.
„In vielen kommen zur Weihnachtszeit Erinnerungen hoch an eine Familie, die vielleicht nicht mehr
da ist“, so der Diakon. Auch das sei
zum Teil ein Symptom der heutigen
Zeit, denn oft seien die Kinder, wenn
sie erwachsen geworden sind, ins
Ausland gegangen oder für die Arbeit in die Ferne gezogen. Doch gerade in der Weihnachtszeit und besonders an Heiligabend wolle man
jemanden um sich haben: „Wenn ab
etwa 16 Uhr an Heiligabend die meisten mit ihren Familien feiern und es
still wird, werden andere plötzlich unruhig. Und für viele, die einsam sind,
wird dieser Tag dann sehr, sehr
lang“, so der Leiter. „Es sind übrigens mehr Männer als Frauen, die
sich melden - Frauen scheinen mit
Einsamkeit offenbar besser zurechtzukommen.“
„Wir versuchen dann, Auswege
und Alternativen zu finden, Perspektiven aufzuzeigen“, erklärt Wittkämper. Es könne zum Beispiel helfen,
darüber zu sprechen, was die Betroffenen in die aktuelle Situation gebracht habe und was sie daran ver-
ändern könnten. „Man muß die Betroffenen herausziehen aus den oft
großen und manchmal überzogenen
Erwartungen rund um die Weihnachtszeit, sie animieren, aus Starre
und Selbstmitleid herauszukommen.“ Ein simpler wie guter Rat, der
Einsamkeit an Heiligabend zu entfliehen, sei laut Wittkämper einfach
„unter Leute gehen - vielleicht in die
Kneipe oder auch in die Kirche.“
Die gut 70 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Telefonseelsorge Soltau seien jedenfalls auf die bevorstehende Zeit gut vorbereitet, so der
Leiter. Sie erwartet keine einfache
Aufgabe: „Es ist nicht so leicht, Menschen zu finden, die hierfür belastbar genug sind. Doch genau das
müssen sie für die Telefonseelsorge
sein“, weiß Wittkämper. „Insgesamt
sind wir gut aufgestellt. Erst im Herbst
startete ein neuer Vorbereitungskurs
mit zehn Teilnehmern, sieben Frauen und drei Männer. Weitere Helfer
können wir aber immer gebrauchen.“
Interessierte können sich schon jetzt
für die im kommenden Jahr startenden Kurse bewerben. Weitere Infos
hierzu gibt es im Internet unter
www.telefonseelsorge-soltau.de sowie im Munsteraner Büro unter Ruf
(05192) 7550.
Für alle, die das Hilfsangebot der
Telefonseelsorge nutzen möchten,
stehen die Leitungen 0800-1110111
und 0800-1110222 offen. „Mehr als
10.000 Anrufe gehen pro Jahr in unserem Gebiet, in dem rund eine dreiviertel Millionen Einwohner leben,
ein“, so Wittkämper. „Jeder darf anrufen, und sollte die hiesige Leitung
belegt sein, so wird der Anruf an eine andere Zentrale umgeleitet. Insgesamt gibt es bundesweit 106 Stellen“, erläutert Wittkämper. „Für die
Schicht an Heiligabend haben sich
diejenigen freiwillig gemeldet“, ergänzt Hüners. Und die Ehrenamtlichen haben eine lange Nacht vor
sich: Dauert eine normale Schicht vier
Stunden, so sind die Helfer dann
zwölf Stunden lang am Telefon. „Alle Beteiligten bleiben übrigens
Stellten kürzlich die besonderen Herausforderungen an die Telefonseelsorger während der Weihnachtsfeier- anonym“, so Wittkämper. „Auch die
tage vor: Matthias Wittkämper, Leiter der Telefonseelsorge Soltau, und Sekretärin Beate Hüners.
Gespräche selbst sind vertraulich.“
Vierjährige angefahren
FINTEL. In Fintel ist am Mittwochnachmittag ein vierjähriges Mädchen
von einem Auto angefahren worden.
„Gegen 16.15 Uhr“, so ein Polizeisprecher „hatte ein Linienbus im
Ortskern auf der Kreisstraße 211 gehalten.“ Hinter dem stehenden Bus
stoppten zwei Autos. „Als ein 65jähriger Mann mit seinem Opel an den
haltenden Fahrzeugen vorbeifuhr,
überquerten plötzlich zwei Kinder die
Zeugen?
WALSRODE. Ein Unfall, bei dem
eine Seniorin schwer verletzt wurde,
ereignete sich am Freitag, dem 12.
Dezember, in Walsrode. Gegen 15.40
Uhr überquerte die 96jährige Fußgängerin mit ihrem Rollator die Verdener
Straße in Höhe der Zufahrt der Supermärkte Penny und Aldi. Dabei wurde sie von einem schwarzen VW Touran aus Nienburg erfaßt, der aus derselben Straße kommend nach links
in die Verdener Straße stadtauswärts
abbog. Die ältere Dame mußte nach
notärztlicher Versorgung in das Diakoniekrankenhaus Rotenburg gefahren werden. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebebefaßt. „Es ist die letzte vorweihten, sich bei der Polizei Walsrode, Ruf
nachtliche Gelegenheit, noch einmal
(05161) 984480, zu melden.
mit Freunden und Gleichgesinnten
bei Glühwein, anderen Getränken,
Schmalz- und Käsebroten durchzuatmen und sich entspannt auf die
nächsten Tage zu freuen, an denen
dann die Familie die Hauptrolle spielen wird“, laden die Organisatoren ein.
Fahrbahn. Ein achtjähriger Junge
kam sicher auf der anderen Straßenseite an. Seine vierjährige Schwester
lief ihm hinterher und wurde vom vorbeifahrenden Auto erfaßt“, so die Polizei weiter. Das Mädchen stürzte und
viel auf den Kopf. Sie mußte zunächst
in das Rotenburger Diakonieklinikum
gebracht werden, wurde bei dem Unfall aber glücklicherweise nur leicht
verletzt.
Kino im Schafstall
WIETZENDORF. Alle, denen das
Warten aufs Christkind lang zu werden droht, lädt der Heimatverein
Peetshof auch in diesem Jahr am 23.
Dezember um 18 Uhr zu einem fröhlichen Kinoabend in den Schafstall
auf dem Peetshof ein. Gezeigt wird
erneut ein Film, der sich mit dem
Weihnachtsstreß von Familienvätern
Friedenslicht
Mitglieder des Vereins christlicher Pfadfinder (VCP) haben jüngst das
Friedenslicht aus Bethlehem in die Heide gebracht. Erste Station ist die
„Kapelle der 7 Barmherzigkeiten“ der Lobetalarbeit in Stübeckshorn. Reiner Hoffmann, Leiter der Stübeckshorner Pfadfindergruppe, hielt die
Andacht zum Thema „Friede, Schalom, Salam sei mit Dir“. Das Friedenslicht tragen die Pfadfinder weiter nach Soltau, Schneverdingen und
in weitere Gemeinden des Heidekreises.
Pause
BAD FALLINGBOSTEL. Die Außenstelle der Landwirtschaftskammer in
Bad Fallingbostel ist vom 24. Dezember bis einschließlich dem 2. Januar 2015 nicht besetzt. Ab dem 5.
Januar stehen die Mitarbeiter wieder
in gewohnter Weise zur Verfügung.
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Mädchen geschlagen
FASSBERG. Die Polizei in Faßberg
sucht Zeugen zu einem Vorfall, der
sich am vergangenen Dienstag gegen 17 Uhr am Fußgängerüberweg
im Bereich Große Horst Straße/Hankenbosteler Straße in Faßberg ereignet hat: „Dort waren drei Mädchen
im Alter von acht und neun Jahren
auf ihren Fahrrädern unterwegs und
wollten zur Schule“, erläutert ein Polizeisprecher. Unmittelbar vor der
Schule habe eines der Mädchen einen Fahrradfahrer überholt, der dar-
über offensichtlich sehr erbost gewesen sei und dem Mädchen einen
Schlag gegen den Oberkörper versetzt habe. „Nach der Tat verschwand der Mann, der mit einer
dunklen Hose, einer orangefarbenen
Jacke und einer Schirmmütze bekleidet war, in Richtung der nahegelegenen Tankstelle“, so der Polizeisprecher weiter. Zeugen werden gebeten, sich mit der Dienstelle in Faßberg unter Telefon (05055) 234 in Verbindung zu setzen.
Mit herzlichem Dank für das uns
entgegengebrachte Vertrauen
wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest
und ein gesundes neues Jahr!
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Spiegel weg
MUNSTER. Unbekannte schraubten in der Nacht von Sonntag auf
Montag fachgerecht den linken
Außenspiegel eines Hyundai ab und
entwendeten ihn. Das Fahrzeug war
in der Straße Am Süllberg in Munster
abgestellt. Der Schaden beträgt etwa 600 Euro.
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Miese Masche: Betrüger am Telefon
SOLTAU. Vor Trickbetrügern warnt
noch einmal die Polizei Soltau. Wie
bereits berichtet, versuchen Trickbetrüger telefonisch an Bargeld und
Schmuck von insbesondere älteren
Soltauer Bürgerinnen zu gelangen.
Der hochdeutsch sprechende, männliche Anrufer gibt sich in der Regel
als Polizeibeamter aus und versucht
mittels einer erfundenen Geschichte
die Frauen dazu zu bewegen, ihre
Wertgegenstände zusammenzusuchen und einem falschen Zivilpolizisten zur angeblich „sicheren Verwahrung“ zu übergeben. Bei der Polizei in Soltau ging bisher eine Vielzahl von Anzeigen dieser Art ein. Bislang ist indes keine der Angerufenen
auf den Täter hereingefallen. „Wie
hoch die Dunkelziffer ist, bleibt nur
zu vermuten“, so ein Polizeisprecher.
In der vergangenen Woche hätten
Unbekannte darüber hinaus mit einer weiteren Variante versucht, das
Vertrauen der Geschädigten zu ge-
winnen. Beim sogenannten „Call ID
Spoofing“ werde bei der Rufnummernanzeige der Angerufenen anstatt der Originalrufnummer des Anrufers eine falsche, vertrauenerweckende Telefonnummer angezeigt. „In diesem Fall war es die Nummer des Bundeskriminalamts in
Wiesbaden“, erklärt der Polizeisprecher. Er weist daher nochmals darauf hin, „daß die Polizei in ihrer täglichen Arbeit keine Wertgegenstände mitnimmt, um diese durch Verwahrung zu sichern.“ Außerdem bittet die Polizei darum, insbesondere
ältere Menschen über das Vorgehen
der Täter zu informieren: „Ein Gespräch über den Fall mit Freunden,
Bekannten und Nachbarn dürfte ein
probates Mittel sein, die Information
an alle potentiellen Opfer weiterzutragen. Wenn Unsicherheit besteht,
sollte das Telefonat unterbrochen
und Vertrauenspersonen oder die
Polizei zu Rate gezogen werden.“
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Wir sind dienstags bis freitags von 8.30 bis 18.00 Uhr
und samstags von 8.00 bis 13.00 Uhr für Sie da.
Wir
wünschen
frohe
Weihnachten
und einen
guten
Start
ins neue
Jahr!
Heiligabend
8.00 - 12.00 Uhr
Silvester
8.30 - 13.00 Uhr
Samstag,
27. Dezember
geschlossen.
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