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17.12.2014 - SwissHoldings

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Medienmitteilung
Bern, 17. Dezember 2014
Verrechnungssteuerrevision, die auch der Industrie dient
Vernehmlassungsvorlage des Bundesrats zur Revision der Verrechnungssteuer
SwissHoldings begrüsst die Verrechnungssteuerrevision des Bundesrates. Der Wechsel
vom Schuldner- zum Zahlstellenprinzip stärkt den Schweizer Kapitalmarkt. Die Schweizer
Konzerne können ihre Finanzierung zu konkurrenzfähigen Bedingungen aus der Schweiz
heraus tätigen. Anders als bei der too-big-to-fail-Gesetzgebung von 2012 trägt der Vorschlag nicht nur den Anliegen der systemrelevanten Banken Rechnung, sondern auch der
Industrie. Zudem erhöht die Umstellung die Steuersicherung auf ausländischen Titeln natürlicher Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und verringert die Anreize zur Steuerhinterziehung, während gleichzeitig das steuerliche Bankgeheimnis im Inland gewahrt wird.
Die heutige Verrechnungssteuer behindert die Ausgabe von Obligationen von Schweizer Konzernen. Grosse Schweizer Unternehmen meiden deshalb den Schweizer Kapitalmarkt und weichen für die Fremdfinanzierung ins Ausland aus, wo sie Obligationen ohne Verrechnungssteuer
ausgeben können. Mit dem Übergang vom heutigen Schuldner- zum Zahlstellenprinzip für
Fremdkapital kann den Finanzierungsanliegen der Schweizer Industrie Rechnung getragen werden. Den Konzernen wird ermöglicht, ihre Unternehmensobligationen vermehrt auf dem Schweizer Kapitalmarkt herauszugeben und ihre ausländischen Finanzierungsstrukturen in die Schweiz
zu verlegen. Damit wird der Finanz- und Kapitalmarkt Schweiz gestärkt und zusätzliche Wertschöpfung (Arbeitsplätze, Steuereinnahmen) in der Schweiz geschaffen.
Richtigerweise erfolgt bei Schweizer Beteiligungspapieren kein Wechsel vom Schuldner- zum
Zahlstellenprinzip: Zum einen ist das heutige Erhebungssystem für die Unternehmen administrativ einfach. Zum anderen resultieren für den Bund aus den nicht zurückgeforderten Verrechnungssteuern aus Dividenden Mehreinnahmen von mehreren Milliarden Franken. Bei einem
Wechsel zum Zahlstellenprinzip wären diese Einnahmen gefährdet.
Für den Fiskus ist die Steuersicherung der heutigen Verrechnungssteuer unbefriedigend. So
werden ausländische Kapitalerträge von der Steuer nicht erfasst. Als Folge davon unterliegen
schätzungsweise 65 Prozent der Obligationen (z.B. Eurobonds) im Portefeuille von in der
Schweiz ansässigen natürlichen Personen nicht der Verrechnungssteuer. Durch den Wechsel
zum Zahlstellenprinzip bei in- und ausländischen Obligationen und ausländischen Beteiligungspapieren kann die Steuersicherung deutlich verbessert werden. Neu unterliegen beispielsweise
auch ausländische Dividenden der Verrechnungssteuer von 35 Prozent. Die verbesserte Sicherung und der damit verbundene finanzielle Anreiz das Vermögen vollumfänglich zu deklarieren,
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machen Anpassungen des steuerlichen Bankgeheimnisses überflüssig. Richtigerweise sieht
deshalb die Vorlage keine Anpassungen des Bankgeheimnisses vor.
Für Auskünfte:
Dr. Martin Zogg, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter nationales und internationales Steuerrecht
Telefon: + 41 31 356 68 68
E-Mail: martin.zogg@swissholdings.ch
SwissHoldings ist ein branchenübergreifender Wirtschaftsverband, der die Interessen der grossen, in der
Schweiz ansässigen Industrie- und Dienstleistungskonzerne (ohne Finanzsektor) vertritt. Die 60 Mitglieder
machen zusammen annähernd 70 Prozent der Börsenkapitalisierung der an der SIX Swiss Exchange kotierten Titel aus. SwissHoldings engagiert sich für optimale Rahmenbedingungen für international tätige
Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene. Die Tätigkeitsgebiete sind Standortpolitik, nationales und internationales Steuerrecht, Direktinvestitionen, Kapitalmarktfragen, Finanzberichterstattung sowie
Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Wettbewerbsrecht.
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