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Herzklappenersatz - 2013 Annual Report - Medtronic

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Herzklappenersatz
informationen für Patienten und Ihre angehörigen
Inhalt
Vorwort
Das Herz – Aufbau und Funktion
2
Herzklappenerkrankungen
5
Wie werden Herzklappenerkrankungen behandelt?
9
Die Operation
13
Leben mit der künstlichen Herzklappe
14
Fragen und Antworten
17
Glossar
20
Weitere Informationen
24
Medtronic - eine Weltfirma stellt sich vor
25
Medizinisch betrachtet ist das Herz
ein muskuläres Hohlorgan, das wie
eine Pumpe arbeitet. Mit etwa 60 bis
80 Schlägen pro Minute sorgt es dafür, dass täglich ungefähr 7.200 Liter
Blut durch unseren Körper bewegt
werden. 100.000 Herzschläge pro
Jahr – eine enorme Leistung!
Die Herzklappen sorgen dafür, dass
das Blut nur in eine Richtung fließt.
Sie können durch Entzündungen,
Verkalkung oder angeborene Herzfehler„undicht“ werden, weil sie nicht
mehr richtig schließen. Das kann in
jedem Lebensalter geschehen. Allerdings nimmt die Wahrscheinlichkeit
mit steigendem Alter zu.
Bei einer Herzklappenerkrankung beeinträchtigen Symptome wie Luftnot
und Kurzatmigkeit bis hin zu Brustenge (Angina pectoris) und Schwindelattacken die Lebensqualität der
Patienten sehr deutlich. Reicht eine
medikamentöse Behandlung nicht
aus und können Verklebungen oder
Verengungen nicht durch Kathetereingriffe gelöst werden, ist möglicherweise die Implantation einer
neuen Herzklappe notwendig.
Die erste Herzklappenoperation
wurde 1913 dokumentiert. Die
Herz-Lungen-Maschine, mit der das
Herz vollkommen still gelegt werden kann, ermöglichte einen weiteren wichtigen Schritt: Seit den 60er
Jahren können erkrankte Herzklappen durch künstliche Herzklappen,
so genannte Herzklappenprothesen,
ersetzt werden.
Heute gibt es zahlreiche Verfahren, um Herzklappen zu reparieren.
Durch verbesserte Operationsmethoden, eine verbesserte Nachsorge
und dank dauerhaft haltbarer Herzklappenprothesen ist der Herzklappenersatz zu einer weit verbreiteten
und wirksamen Behandlungsmethode geworden. Patienten kehren in
der Regel zu einem gesunden, aktiven Lebensstil mit einer nahezu normalen Lebenserwartung zurück.
Gemeinsam mit Ihrem Arzt werden
Sie die bestmögliche Therapie für
sich finden. Wir wünschen Ihnen für
Ihre Zukunft alles Gute.
Ihr Medtronic Team
1
Das Herz – Aufbau und Funktion
Das Herz – Zentrum und
Motor unseres Blutkreislaufes
Tag für Tag läuft unser Herz zu
Höchstleistungen auf, um unseren
Organismus mit Blut zu versorgen.
So gelangen Sauerstoff und Nährstoffe in den Körper. Das Herz liegt
in der Mitte des Brustkorbes, hinter
dem Brustbein und zwischen den
beiden Lungenflügeln. Es ist etwa so
groß wie eine Faust und wiegt durchschnittlich zwischen 300 und 350 g.
Das Herz besteht aus vier Kammern:
Aus einem rechten und linken Vorhof (Atrium) sowie einer linken und
rechten Hauptkammer (Ventrikel).
Rechte und linke Seite des Herzens
sind durch die Herzscheidewand
(Septum) voneinander getrennt.
2
Bei jedem Herzschlag wird das Blut
zunächst von den Vorhöfen in die
Hauptkammern gepumpt. Anschließend ziehen sich die Hauptkammern
zusammen und drücken das Blut
in die Gefäße. So kommt das Blut
schließlich von der rechten Herzseite
in die Lunge und von der linken Herzseite zu den übrigen Körperorganen.
Ein Reizleitungssystem sorgt dafür,
dass die Herzaktion (Kontraktion)
reibungslos abläuft. Taktgeber dieses Systems ist der im rechten Vorhof gelegene Sinusknoten. Er gibt
regelmäßig elektrische Impulse ab,
die der AV-Knoten als Zwischenstation an die Nervenfasern der Herzkammern weiterleitet. So ist sicher-
gestellt, dass jede Herzmuskelzelle
den Befehl erhält sich zusammenzuziehen. Dadurch entsteht der Herzschlag. Der Sinusknoten sorgt auch
für den höheren Herzschlag, den wir
bei körperlicher Anstrengung oder
Aufregung brauchen: Er gibt dann
häufiger Impulse ab, angeregt durch
Hormone und Nerven.
Der Blutkreislauf – eine
Reise durch den Körper
Der Blutkreislauf lässt sich in zwei zentrale Systeme unterteilen: den Lungen- und den Körperkreislauf. Beide
Systeme sind voneinander abhängig.
In einem gesunden Herzen arbeiten
sie „synchron“, also zeitgleich.
Transportiert wird das Blut über die
Blutgefäße: Arterien, Venen und Kapillaren. Arterien, auch Schlagadern
genannt, führen vom Herzen weg. Im
gesamten Körper verzweigen sie sich
zu einem dünnen Kapillargeflecht,
das jede Zelle mit Blut versorgt. Die
Venen führen zum Herzen zurück.
Im Lungenkreislauf wird das dunkelrote, sauerstoffarme Blut vom Herzen
über die Lungenarterie in die Lunge
gepumpt. Dort tankt es Sauerstoff.
Aorta
linker Vorhof
Sinusknoten
Pulmonalklappe
Aortenklappe
Mitralklappe
rechter Vorhof
AV-Knoten
Trikuspidalklappe
linke
Herzkammer
Herzscheidewand
rechte Herzkammer
3
Über die Lungenvene wird dann das
jetzt hellrote, sauerstoffreiche Blut
zum Herzen zurückgeleitet. Um die
Lunge nicht zu überlasten, ist der
Blutdruck im Lungenkreislauf gering,
etwa 20 mmHg.
Im Körperkreislauf gelangt das Blut
vom Herzen über die Hauptschlagader (Aorta) in den gesamten Körper. So bringt das Blut Sauerstoff
und Nährstoffe zu allen Stellen, an
denen sie benötigt werden. Über
die großen Hohlvenen wird das Blut
anschließend wieder zum Herzen
zurücktransportiert. Dort beginnt
der Kreislauf von Neuem. Damit alle
Zellen erreicht werden, ist im Körperkreislauf ein deutlich höherer Druck
notwendig, durchschnittlich etwa
100 bis 130 mmHg. Dieser Druck ist
von Blutdruckmessungen bekannt.
Die Herzklappen
Unser Herz ist mit vier Herzklappen
ausgestattet: Sie liegen zwischen den
Vorhöfen und Hauptkammern des
Herzens und an den Blutgefäßen, die
sich an die Kammern anschließen.
Sie funktionieren wie Einwegventile:
So kann das Blut im Herzen nur in
eine Richtung fließen. Die Herzklap-
4
pen bestehen aus einer dünnen sehnenartigen Gewebeschicht. Die zwei
Klappen, die zwischen den Hauptkammern und den Schlagadern liegen, werden als Aortenklappe (von
Aorta = Hauptschlagader) und Pulmonalklappe (von Pulmonalarterie = Lungenschlagader) bezeichnet.
Sie bestehen aus drei sogenannten
Segeln, die während der Erschlaffung der Hauptkammern den Rückfluss des Blutes in die Kammern
verhindern. Die Klappe zwischen linkem Vorhof und linker Kammer heißt
Mitralklappe, da sie zwei Segel hat
und an eine Bischofsmütze (Mitra)
erinnert. Zwischen rechtem Vorhof
und rechter Hauptkammer liegt die
Trikuspidalklappe mit drei Segeln.
Mitralklappe und Trikuspidalklappe
verhindern einen Rückstrom des Blutes in die Vorhöfe, während sich die
Hauptkammern zusammenziehen.
Das Herz muss auch selbst gut versorgt sein. Die Herzkranzgefäße (Koronararterien), die wie ein Netz
über dem Herzmuskel liegen, versorgen das Herz mit ausreichend Nährstoffen und Sauerstoff. Eine gute
Durchblutung der Herzkranzgefäße
ist daher besonders wichtig.
Herzklappenerkrankungen
Erkrankungen des Herzens gibt es
viele. Thema unserer Broschüre sind
Herzklappenerkrankungen, die in
diesem Kapitel ausführlich beschrieben werden. Herzklappenerkrankungen sind grundsätzlich sowohl
in der linken als auch in der rechten
Herzhälfte möglich. Am häufigsten
treten sie jedoch an der Aorten- und
Mitralklappe auf, also in der linken
Herzhälfte. Grund ist die gegenüber der rechten Herzhälfte höhere
Druckbelastung.
Bei einer Herzklappenerkrankung
können die Herzklappen ihre Ven-
tilfunktion nicht mehr ordnungsgemäß wahrnehmen: Der Blutfluss
durch das Herz ist beeinträchtigt, es
gelangt nicht genug Blut (und damit
Sauerstoff und Nährstoffe) in den Körper. Menschen mit Herzklappenerkrankungen sind daher oft weniger
belastbar, leiden unter Kurzatmigkeit
und Schwäche. Viele Aktivitäten des
Alltags sind nicht mehr möglich.
Herzklappenerkrankungen können
außerdem auch Ursache für weitere
Herzerkrankungen sein, z. B. für eine
Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
oder für Herzrhythmusstörungen.
5
Normal:
geschlossen
Normal:
offen
Kombinierte Stenose
und Insuffizienz
Welche Herzklappenerkrankungen gibt es?
Herzklappenverengungen
(Stenose)
Verengungen können bei allen Klappen auftreten. Ist eine Herzklappe
verengt, reduziert sich die vom Herzen in den Körper gepumpte Blutmenge. Außerdem muss das Herz
mehr Kraft aufwenden, um das Blut
durch die verengte Klappenöffnung
zu pumpen. Dies kann auf Dauer zu
6
einer Vergrößerung des Herzmuskels
oder der betroffenen Herzkammer
führen.
Herzklappeninsuffizienz
Bei einer Herzklappeninsuffizienz
schließt die Herzklappe nicht mehr
vollständig. Das Blut kann jetzt auch
rückwärts fließen. Durch diesen
Rückfluss verringert sich die Pumpleistung des Herzens. Außerdem
wird Druck auf Herz und Lunge ausgeübt. Der Blut-Rückstau kann auch
zu Flüssigkeitsansammlungen in der
Lunge führen.
Ursachen von
Herzklappenerkrankungen
Eine Herzklappenerkrankung kann
schon vor der Geburt entstehen (angeborener Herzfehler), vererbt sein,
sich im Laufe des Lebens entwickeln
(erworbener Herzfehler) oder die
Folge einer Infektion sein. Am häufigsten sind erworbene Herzklappenerkrankungen. Die Ursache kann
in der Strukturveränderung einer
Klappe liegen, z.B. durch Mineralablagerungen auf dem Gewebe, das
die Klappen umgibt. Auch Infektionskrankheiten wie durch unbehandelte Halsentzündungen verursachtes rheumatisches Fieber oder eine
Klappenentzündung (Endokarditis)
können die Struktur der Herzklappen
verändern. Oft ist die Ursache für
eine Herzklappenerkrankung auch
unbekannt.
Häufigste Formen der KlappenStenose und Klappen-Insuffizienz
Herzklappenerkrankungen können
bei allen vier Klappen auftreten. Am
häufigsten sind jedoch die Klappen
der linken Herzhälfte betroffen.
Aortenklappenstenose
Bei einer Aortenklappenstenose
muss die linke Kammer einen stark
erhöhten Druck aufbringen, um das
Blut durch die verengte Aortenklappe in die Körperschlagader zu
pumpen. Durch diese Anstrengung
wird der Herzmuskel der linken Kammer immer dicker und kräftiger, bis
er sich schließlich gar nicht mehr
zusammenziehen beziehungsweise
dehnen kann.
Mitralklappeninsuffizienz
Schließt die Mitralklappe nicht vollständig, strömt bei jeder Pumpaktion der linken Kammer eine große Menge Blut zurück in den linken
Vorhof. Dadurch staut sich Blut im
linken Vorhof bis in die Lunge. Eine
Mitralklappeninsuffizienz macht sich
durch Luftnot und verminderte Leistungsfähigkeit bemerkbar.
Seltener sind eine Insuffizienz der
Aortenklappe oder eine Stenose der
Mitralklappe.
Aortenklappeninsuffizienz
Wenn die Aortenklappe nicht mehr
richtig schließt, fließt ein Teil des ausgeworfenen Blutes in der Erschlaf-
7
fungsphase des Herzens wieder aus
der Aorta in die linke Kammer zurück.
Dadurch wird die linke Hauptkammer überdehnt, die Pumpleistung
des Herzens ist eingeschränkt.
Mitralklappenstenose
Ist die Mitralklappe verengt, gelangt
weniger Blut als normal in die linke Kammer. Dadurch wird bei der
Pumpaktion weniger Blut in den Körperkreislauf ausgeworfen: Das Blut
staut sich vor der verengten Mitralklappe im linken Vorhof, in den Lungenvenen und in der Lunge. Die Folge sind Luftnot schon bei geringer
Belastung und schnelle Müdigkeit.
Außerdem sind andere Organe (z.B.
Niere, Leber) unterversorgt.
Symptome von
Herzklappenerkrankungen
Auf Herzklappenerkrankungen können hindeuten:
• Kurzatmigkeit oder Atemnot, vor
allem nach körperlicher Aktivität
oder in Rückenlage
• Häufiges Schwindelgefühl oder
Schwäche
8
• Druckgefühl im Brustkorb, vor allem bei körperlicher Aktivität oder
beim Einatmen kalter Luft
• Herzrhythmusstörungen (z.B. Herzklopfen, Aussetzer, Flattern im
Brustkorb)
Wie werden Herzklappenerkrankungen behandelt?
Mitunter sind die Symptome nur
schwach ausgeprägt und daher nur
bedingt ein Hinweis auf die Schwere
der Erkrankung.
Wie wird eine Herzklappenerkrankung festgestellt?
Einen ersten Hinweis auf eine Herzklappenerkrankung erhält der Arzt
möglicherweise schon, wenn er
das Herz abhört (Auskultation). Diese vorläufige Diagnose kann durch
weitere Untersuchungen (Röntgen,
Elektrokardiogramm und Ultraschalluntersuchung) bestätigt werden.
Wie schwer der Herzklappenfehler
ist und ob möglicherweise operiert
werden muss, klärt eine Herzkatheteruntersuchung. Dabei können
auch Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Koronararterien) ausgeschlossen oder bestätigt werden.
Die Behandlung der Herzklappenerkrankung richtet sich nach Art und
Schweregrad. Bei leichten bis mittelschweren Erkrankungen sind oft Medikamente wie Diuretika (Entwässerungsmittel) oder ACE-Hemmer
(gegen Bluthochdruck) ausreichend.
Ist die Herzklappenerkrankung mit
Herzrhythmusstörungen verbunden,
werden außerdem Antiarrhythmika
eingesetzt. Schwere (sogenannte „höhergradige“) Herzklappenerkrankungen werden operativ behandelt. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten.
• Herzklappensprengung: Eng aneinander stehende, verklebte Herzklappensegel werden getrennt.
• Herzklappenrekonstruktion: Die
erkrankte Herzklappe wird „wiederhergestellt“, z.B. durch einen künstlichen Klappenring, der die Klappe
wieder in Form bringt.
• Klappenersatz (Prothese/künstliche Herzklappe)
Den Klappenersatz stellen wir Ihnen
in diesem Kapitel vor.
Der Herzklappenersatz
(künstliche Herzklappe/
Herzklappenprothese)
Der Arzt kann einen Herzklappenersatz empfehlen, wenn bei der
natürlichen Herzklappe eine stark
ausgeprägte Verengung oder eine
9
Biologische
Herzklappen
Mechanische Herzklappe
Insuffizienz (Schließunfähigkeit) besteht und die Lebensqualität des
Patienten stark beeinträchtigt ist. Für
den Herzklappenersatz stehen zwei
Arten von Prothesen zur Verfügung:
mechanische (künstliche) und biologische Herzklappen.
Welche Herzklappenprothese für
einen Patienten am besten geeignet
ist, entscheidet der Arzt in jedem individuellen Fall.
Mechanische Herzklappenprothesen
Mechanische Herzklappen sind extrem widerstandsfähig und bestehen
aus Metall und Kunststoff. Damit die
10
Klappe in das Herzgewebe eingenäht
werden kann, ist sie von einem Ring
aus synthetischem Gewebe (Dacron
oder Teflon) umgeben. Mechanische
Klappen sehen unscheinbar aus, sind
aber das Ergebnis einer komplexen
Technologie und sehr sorgfältig konstruiert. Bevor eine Klappe auf den
Markt kommt, wird sie über Jahre
getestet: im Labor und im klinischen
Einsatz.
bau des Patienten unterschiedlich
stark ausgeprägt sein. Meist gewöhnen sich Patienten schnell an die Geräusche.
Mit einer mechanischen Herzklappe
können Nebenwirkungen verbunden sein. Die körperfremden Materialien der mechanischen Herzklappe
können Blutgerinnsel (Thrombose)
verursachen.
Biologische Herzklappenprothesen
Biologische Herzklappen werden aus
Schweineherzklappen oder dem
Herzbeutelgewebe von Pferden und
Rindern gewonnen. Durch spezielle
chemische und physikalische Verfahren werden sie präpariert.
Mechanische Herzklappen sind nahezu unbegrenzt haltbar – in der
Regel bis ans Lebensende des Patienten. Wenn sich die Klappe schließt,
entstehen typische klickende Geräusche. Diese können je nach Körper-
Patienten mit mechanischen Herzklappen nehmen daher lebenslang
blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulantien, z.B. Marcumar) ein. Für die Einnahme muss
regelmäßig der INR-Wert bestimmt
Schweineherzklappen sind menschlichen Klappen sehr ähnlich. Manche
aus Gewebe hergestellte biologische
Herzklappen sind auf ein Klappengerüst (englisch: Stent) aus Kunststoff
aufgenäht. Damit sie sich einfach
werden. Der INR-Wert zeigt, wie
schnell das Blut gerinnt.
11
implantieren lassen, werden diese
Klappen mit einem Ring aus Dacronoder Teflongewebe versehen. Andere Herzklappen aus Gewebe haben
kein Gerüst. Diese Klappen sind einer
natürlichen Herzklappe am ähnlichsten, was unter anderem zu einem
turbulenzfreien Blutfluss in der Aorta
führt.
Der Körper nimmt biologische Herzklappen meist sehr gut an. Die Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten ist in der
Regel nicht notwendig. Außerdem
„klicken“ biologische Herzklappen
nicht. Ihre Haltbarkeit ist allerdings
begrenzt und hängt vom Alter der
Patienten ab.
In mehreren Studien hat sich gezeigt,
dass biologische Herzklappen bei
älteren Patienten mehr als 20 Jahre
halten. Daher empfiehlt die Amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA)
diesen Klappentyp, wenn der Patient
älter als 60 Jahre ist und es sich um
einen Ersatz der Aortenklappe handelt.
12
Moderne Herzklappen werden außerdem antimineralisiert, um die Haltbarkeit auch bei jüngeren Patienten
zu verbessern.
Welche Herzklappe ist die
richtige?
Viele Faktoren spielen eine Rolle, ob
Ihr Arzt sich mit Ihnen für eine biologische oder eine mechanische Herzklappe entscheidet. Zum Beispiel:
• Wie schwer ist Ihre Herzklappenerkrankung?
• Wie alt sind Sie?
• Haben Sie noch weitere Erkrankungen?
• Wie sehen Ihre Lebensgewohnheiten aus?
• Werden Sie voraussichtlich Blutgerinnungshemmer (Antikoagulantien) vertragen?
• Ist gewährleistet, dass Sie diese
Medikamente regelmäßig einnehmen?
• Besteht bei Ihnen ein Kinderwunsch? Antikoagulantien während der Schwangerschaft können
das Kind gefährden.
• Können Sie Ihren INR-Wert regelmäßig kontrollieren?
Die Operation
Vor der Operation
Ihr Arzt wird Sie vor der Operation
genau über den Ablauf informieren.
Ein erfahrenes Team von Spezialisten führt die Operation durch. Dabei
spielt der Herzchirurg die wichtigste
Rolle, bei dem auch die Gesamtverantwortung für den Eingriff liegt. Die
Operation kann je nach Schweregrad
und Umfang der Herzklappenerkrankung mehrere Stunden dauern.
Die Operation wird in Vollnarkose
durchgeführt. Der Chirurg entfernt
die erkrankte Herzklappe und näht
den Herzklappenersatz ein. Während
des Eingriffs steht das Herz völlig still.
Dabei hält die Herz-Lungen-Maschine den Kreislauf aufrecht, der alle
Organe mit sauerstoffreichem Blut
versorgt.
Geräte und geschultes Intensivpersonal ständig überwacht.
Ist die künstliche Beatmung nicht
mehr nötig, sorgen physiotherapeutische und krankengymnastische
Übungen dafür, dass Sie tief atmen
und durch Husten die Atemwege
von Sekret befreien. So erholen Sie
sich schneller.
In der Regel werden Sie nach zwei
Tagen auf eine normale Station verlegt. Wenige Tage später können Sie
normalerweise wieder aufstehen,
sich allmählich belasten und mit
Krankengymnastik beginnen. Ist die
Wunde verheilt, beginnt die Rehabilitation. Dabei gewinnen Sie durch
systematisches, aufbauendes Training ihre Leistungsfähigkeit zurück.
Nach der Operation
Unmittelbar nach der Operation
werden Sie auf die Intensivstation
gebracht. Jetzt ist meist noch für
mehrere Stunden eine künstliche Beatmung notwendig. Alle lebenswichtigen Funktionen, wie Herzfrequenz,
Blutdruck, Körpertemperatur und Atmung werden durch entsprechende
13
Leben mit einer künstlichen
Herzklappe
Viele Patienten glauben, dass eine
künstliche Herzklappe ihre Lebensweise einschränkt. In der Regel ist
aber genau das Gegenteil der Fall.
Sie werden rasch feststellen, dass
Ihre Lebensqualität nach der Implantation der neuen Herzklappe steigt
und Sie wieder aktiv am Leben teilnehmen können. Denn die Symptome ihrer Herzklappenerkrankung
werden nachlassen oder ganz verschwinden.
14
Nach der Implantation
Ihr Arzt gibt Ihnen Ratschläge mit auf
den Weg. Zum Beispiel wird er Ihnen
sagen, welchen körperlichen Aktivitäten (Sport, Hobbys) Sie unbesorgt
nachgehen können und welche Vorsichtsmaßnahmen Sie in Ihrem Alltag
beachten sollten. Melden Sie sich bei
Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht wohl
fühlen oder Schmerzen haben. Informieren Sie Ihren Arzt auch über Stürze oder Stöße.
Nachsorge
Wenn Sie eine künstliche Herzklappe
tragen, wird Ihr Arzt sie regelmäßig
zu Nachsorgeuntersuchungen sehen wollen. Nehmen Sie diese Termine unbedingt war, denn sie gehören
zu Ihrer Therapie.
rät. In einer ausführlichen Schulung
wird Ihnen erklärt, wie Sie das Gerät
bedienen und den INR-Wert korrekt
bestimmen. Nur nach einer solchen
Schulung übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für
das Gerät.
Medikamente und Kontrolle des
INR-Wertes
Ihr Arzt wird Ihnen nach der Implantation Medikamente verschreiben.
Halten Sie sich genau an seine Anweisungen und setzen Sie die Medikamente nicht selbst ab. Sprechen
Sie außerdem mit Ihrem Arzt, bevor
Sie andere oder weitere Medikamente einnehmen.
Setzen Sie die gerinnungshemmenden Medikamente niemals ab, ohne
Ihren Arzt zu fragen. Im Zweifelsfall
wird er die Klinik, in der Ihre Herzklappe implantiert wurde, um Rat
fragen.
Wenn Sie eine mechanische Herzklappe tragen, nehmen Sie für den
Rest Ihres Lebens blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulantien) ein. Die Wirkung dieser
Medikamente wird genau geprüft,
und zwar durch regelmäßige Kontrolle des INR-Wertes. Ihr Arzt entscheidet gemeinsam mit Ihnen, ob
Sie den INR-Wert selbst kontrollieren
oder ob dies in der Praxis geschieht.
Kontrollieren Sie den Wert selbst, benötigen Sie dafür ein spezielles Ge-
Es ist außerdem wichtig, dass Sie
sich ausgewogen ernähren. Denn
die Nahrung kann die Blutgerinnung
beeinflussen. Das gleiche gilt für
körperlichen und seelischen Stress,
Medikamentenwechsel und Infektionskrankheiten.
Medizinische und zahnmedizinische Verfahren
Informieren Sie Ihren Arzt und Zahnarzt über Ihre künstliche Herzklappe.
Denn bei einigen Untersuchungen
oder Eingriffen können Bakterien in
den Blutstrom gelangen, z. B. beim
Zahnarzt, Gynäkologen, Urologen
oder HNO-Arzt. Wenn Sie eine bio-
15
logische Herzklappe tragen, kann sie
sich durch die Bakterien entzünden,
mit möglicherweise lebensbedrohlichen Folgen. Um dies zu verhindern,
nehmen Sie vor und nach der Behandlung oder Untersuchung Antibiotika ein.
Wenn Sie blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, kann
es bei ärztlichen und zahnärztlichen
Eingriffen zu Blutungen kommen, die
möglicherweise nur schwer zu stillen
ist. Auch hier können die Folgen lebensgefährlich sein. Informieren Sie
also Ärzte oder Zahnärzte immer darüber, dass Sie Blutgerinnungshemmer (z.B. Marcumar) einnehmen.
Reisen
In der Regel können Sie ohne Bedenken auf Reisen gehen, sobald Sie
sich von der Operation erholt haben.
Wichtig ist, dass an Ihrem Reiseziel
eine ausreichende medizinische Versorgung gewährleistet ist.
In bestimmten Ländern gibt es Bakterien und andere Keime, die die
Gesundheit Ihres Herzens gefährden
können. Am besten sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, wenn Sie eine Reise an
16
einen exotischen oder tropischen
Ort planen.
Fragen und Antworten
Im Notfall kann es außerdem hilfreich sein, wenn Sie einen Ausweis
oder einen anderen Gegenstand
(z.B. eine Kette oder ein Armband)
bei sich haben, aus dem hervorgeht,
dass Sie Träger einer Herzklappenprothese sind.
Elektromagnetische
Verträglichkeit
Mobiltelefone, elektrische Zahnbürsten oder Magnete haben keinen Einfluss auf Ihre Herzklappe, weder auf
biologische noch mechanische Modelle. Das gleiche gilt für Röntgenaufnahmen und Magnetresonanztomographie (MRT).
Ebenso unbesorgt können Sie mit
einer künstlichen Herzklappe die
Sicherheitskontrolle an Flughäfen
passieren. Die Sicherungssysteme
haben keinen Einfluss auf Ihre Herzklappe. Die Implantate lösen üblicherweise auch keinen Alarm bei
den Flughafensicherheitssystemen
aus. Dies hängt allerdings von den
Einstellungen des jeweiligen Sicherheitssystems ab.
Muss ich auch mit der Klappenprothese Medikamente nehmen?
In der Regel ja. Wenn Sie zum Beispiel eine mechanische Herzklappe
tragen, nehmen Sie für den Rest Ihres Lebens Blutgerinnungshemmer
(Antikoagulantien) ein.
Halten Sie sich genau an die Anweisungen Ihres Arztes und setzen Sie
Medikamente nicht selbst ab. Ändern Sie niemals die Dosis, ohne Ihren Arzt vorher zu fragen. Sprechen
Sie außerdem mit Ihrem Arzt, bevor
Sie andere oder weitere Medikamente einnehmen.
Kann ich mich nach der Implantation wieder körperlich anstrengen oder Sport treiben?
Grundsätzlich ja, denn die Implantation der Herzklappe ermöglicht
es Ihnen, wieder aktiv am Leben
teilzunehmen. Fragen Sie Ihren Arzt,
welche körperlichen Anstrengungen
oder Sportarten möglich sind und
welche sie lieber vermeiden sollten.
Was ist eine mechanische Herzklappe?
Mechanische Herzklappen bestehen
aus Metall und Kunststoff, mit einem
äußeren Ring aus synthetischem Ge-
17
der Regel nicht notwendig. Außerdem „klicken“ biologische Herzklappen nicht. Ihre Haltbarkeit ist allerdings begrenzt und hängt vom Alter
der Patienten ab.
Was ist der INR-Wert?
Der INR-Wert gibt Auskunft über die
Blutgerinnung. Wenn Sie eine mechanische Herzklappe tragen und
Blutgerinnungshemmer einnehmen,
muss Ihr INR-Wert regelmäßig geprüft werden.
Nur so weiß Ihr Arzt, ob die Medikamente richtig wirken.
webe (Dacron oder Teflon). Wenn
sich die Klappe schließt, entstehen
typische klickende Geräusche.
Mechanische Herzklappen sind nahezu unbegrenzt haltbar – in der
Regel bis ans Lebensende des Patienten. Allerdings nehmen Patienten
mit mechanischen Klappen bis an ihr
Lebensende Blutgerinnungshemmer ein, um der Gefahr eines Blutgerinnsels (Thrombose) durch die körperfremden Materialien der Klappe
entgegenzuwirken.
18
Was ist eine biologische Herzklappe?
Biologische Herzklappen werden aus
Schweineherzklappen oder dem
Herzbeutelgewebe von Pferden und
Rindern gewonnen. Durch spezielle
chemische und physikalische Verfahren werden sie präpariert. Biologische
Klappen sind einer natürlichen Herzklappe am ähnlichsten, der Körper
nimmt sie daher meist sehr gut an.
Kann ich verreisen?
Ja, wenn Ihr Arzt keine Einwände hat.
Wichtig ist außerdem, dass an Ihrem
Reiseziel eine ausreichende medizinische Versorgung gewährleistet ist.
Sprechen Sie vor allem mit Ihrem
Arzt, wenn Sie eine Reise an einen
exotischen oder tropischen Ort planen. Denn in bestimmten Ländern
gibt es Bakterien und andere Keime,
die die Gesundheit Ihres Herzens gefährden können.
Darf bei mir eine Röntgenuntersuchung oder Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt
werden, obwohl ich eine künstliche Herzklappe trage?
Ja. Weder Röntgenuntersuchung
noch MRT haben Auswirkungen auf
biologische und mechanische Herzklappen.
Kann ich mit meiner künstlichen
Herzklappe die Sicherungsanlage
am Flughafen passieren?
Ja. Die Sicherungsanlage wird Ihre
Herzklappe nicht beeinflussen. Die
Implantate lösen üblicherweise auch
keinen Alarm bei den Flughafensicherheitssystemen aus.
Das allerdings ist von den Einstellungen des jeweiligen Sicherheitssystems abhängig.
Können Mobiltelefone oder elektrische Geräte Einfluss auf meine
Herzklappe nehmen?
Nein. Alle diese Geräte können Sie
unbesorgt verwenden.
Die Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten ist in
19
Glossar
Atrium
Herzvorhof. Von hier aus gelangt das
Blut in die Ventrikel.
AV-Knoten
Die Verbindungsstelle in der Mitte
des Herzens. Der AV-Knoten leitet die
elektrischen Impulse von den Vorhöfen zu den Hauptkammern.
Ballonkatheter
Katheter, an dessen Spitze ein mit
Druckluft oder Flüssigkeit entfaltbarer Ballon befestigt ist. Ballonkatheter
werden z.B. bei der Behandlung von
verengten Arterien (Ballondilatation)
oder bei einer Herzklappensprengung eingesetzt.
ACE-Hemmer
Medikamente, die vor allem zur Senkung des Blutdrucks eingesetzt werden.
Antiarrhythmika
Antiarrhythmika ist der Oberbegriff
für Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen. Häufig werden sie
bei einem zu schnellen Herzschlag
(Tachykardie) eingesetzt.
Aorta
Große Körperschlagader.
20
Aortenklappe
Herzklappe zwischen linker Hauptkammer des Herzens und Aorta. Sie
verhindert bei der Erschlaffung des
Herzmuskels den Rückstrom des
sauerstoffreichen Blutes von der Aorta ins Herz.
Arterien
Blutgefäße, die das Blut vom Herzen
weg transportieren.
Diuretika
Medikamente zur Steigerung der
Wasserausscheidung (Urin). Durch
Diuretika können die Belastung des
Herzens gesenkt und Ödeme abgebaut werden.
Herzinsuffizienz
auch: Herzschwäche. Leistungsschwäche des Herzens, durch die
nicht mehr ausreichend Blut durch
den Körper gepumpt wird – unter
Belastung, in schweren Fällen sogar
im Ruhezustand.
Herzklappe, biologische
Herzklappenprothese, die aus
Schweineherzklappen oder dem
Herzbeutelgewebe von Rindern
gewonnen wird.
Herzklappe, mechanische
Herzklappenprothese, die aus einem
Herzklappenring mit meist zwei Klappensegeln aus Metall oder Kunsttoff
besteht.
Herzklappenersatz
Austausch einer erkrankten Herzklappe gegen eine HerzklappenProthese.
Herzklappeninsuffizienz
Herzklappenerkrankung: Die betroffene Herzklappe schließt nicht mehr
vollständig. Das Blut kann jetzt auch
rückwärts fließen.
Herzklappenprothese
Künstliche Herzklappe, entweder
mechanisch oder biologisch.
21
Herzklappenrekonstruktion
Wiederherstellung einer erkrankten
Herzklappe, z.B. durch einen künstlichen Klappenring, der die Herzklappe wieder in die richtige Form
bringt.
Herzklappensprengung
Trennung von zu eng aneinander
stehenden, verklebten Herzklappensegeln mit einem Ballonkatheter.
Herzklappenverengung
auch: Stenose. Herzklappenerkrankung: Durch die Verengung der
Klappe reduziert sich die vom Herzen in den Körper gepumpte Blutmenge. Das Herz muss außerdem
mehr Kraft aufwenden, um das Blut
durch die verengte Klappenöffnung
zu pumpen.
Herzkranzgefäße
s. Koronararterien.
Herz-Lungen-Maschine
Medizintechnisches Gerät, das für
einen bestimmten Zeitraum (z.B.
während einer Operation) die Pumpfunktion des Herzens sowie die Lungenfunktion übernimmt.
22
Herzrhythmusstörungen
Störungen der regelmäßigen Herzschlagfolge. Herzrhythmusstörungen treten als zusätzliche Herzschläge, Herzrasen, Verringerung oder
kurze Unterbrechung der Herzfrequenz auf.
Herzschwäche
s. Herzinsuffizienz.
INR-Wert
Wert, der zeigt, wie schnell das Blut
gerinnt.
Kontraktion
Zusammenziehen des Herzmuskels
zum Weitertransport des Blutes.
Koronararterien
Schlagadern, die das Herz mit sauerstoffreichem, arteriellem Blut versorgen. Sie entspringen aus der Hauptschlagader (Aorta), unmittelbar nach
ihrem Austritt aus dem Herzen, also
dicht oberhalb der Aortenklappe.
Mitralklappe
Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Hauptkammer des
Herzens. Sie verhindert bei der Kon-
traktion des Herzmuskels den Rückfluss von sauerstoffreichem Blut in
die Lunge. Die Bezeichnung „Mitral“
leitet sich von der Form der Klappe
ab, die an eine Bischofsmütze (Mitra)
erinnert.
Pulmonalarterie
Lungenschlagader.
Pulmonalklappe
Herzklappe zwischen rechter Hauptkammer und Pulmonalarterie (Lungenschlagader). Die Pulmonalklappe
verhindert bei der Erschlaffung des
Herzmuskels den Rückfluss des sauerstoffarmen Blutes von der Lunge
ins Herz.
Septum
Herzscheidewand, trennt die rechte
und linke Seite des Herzens voneinander.
Sinusknoten
Im rechten Vorhof gelegener natürlicher Taktgeber des Herzens. Der
Sinusknoten besteht aus speziellen
Muskelzellen zur Erzeugung regelmäßiger elektrischer Impulse, die an die
Herzmuskulatur weitergeleitet werden und so die Kontraktion auslösen.
Stenose
s. Herzklappenverengung.
Stent
Hier: Gerüst für biologische Herzklappen aus Gewebe.
Thrombose
Verstopfung der Blutgefäße durch
Blutgerinnsel.
Trikuspidalklappe
Herzklappe zwischen rechtem Vorhof und rechter Hauptkammer des
Herzens. Die Trikuspidalklappe verhindert bei der Kontraktion des Herzmuskels den Rückfluss des Blutes in
den Vorhof.
Venen
Blutgefäße, die sauerstoffarmes Blut
zum Herzen hin führen.
Ventrikel
Herzkammer. Jedes Herz hat neben
den Vorhöfen zwei Kammern, aus denen das Blut in die Körperschlagader
(Aorta) oder die Lungenschlagader
(Pulmonalarterie) gepumpt wird.
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Weitere
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