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SPD KURIER
1
Gostenhof · Kleinweidenmühle
Nachrichten aus den Stadtteilen und der Politik
Dezember 2014
Die SPD :
in Nürnberg die dominierende politische Kraft
2
Diesmal im SPD Kurier:
Seite
Liebe Leserinnen und Leser
Grußwort des Vorsitzenden der SPD Gostenhof
Liebe Gostenhoferinnen und Gostenhofer
Grußwort der neuen Vorsitzenden
der SPD Stadtratsfraktion Dr. Anja Prölß-Kammerer
Das Rote Rathaus
Retrospektive zur Mehrheitsfindung im Stadtrat
Danke für Euren Einsatz!
SPD verabschiedet Christine Limbacher und Theo Agathagelidis
Schwerpunkt Verkehr
Stadträtin Yasemin Yilmaz stellt sich vor
3
5
6
7
8
220 Tage im Stadtrat
Stadträtin Eva Bär berichtet über ihre ersten Eindrücke
9
Integration braucht auch in Bayern einen gesetzlichen Rahmen
Unser Landtagsabgeordneter Arif Tasdelen
11
Von Gostenhof nach Berlin
Unsere Bundestagsabgeordnete Gabriela Heinrich
12
Sommeratmosphäre beim Stadtteilfest
13
Gostenhof ist bunt und offen
SPD Gostenhof zu Besuch bei der Islamischen Gemeinde
14
Dem Gewitter sei dank!
Unwetter beendet unwürdige Notunterkunft für Flüchtlinge 16
Das aktuelle Interview
Rosemarie Reif-Ruppert von der Gostenhofer Buchhandlung
So erreichen Sie uns:
IMPRESSUM:
Vorsitzender
Telefon
E-Mail URL:
URL:
Manuel Tomé Amenedo
Dammstr. 3, 90443 Nürnberg
0911 / 815 29 10
spd-gostenhof@gmx.de
www.spd-gostenhof.de
www.facebook.com/spd.gostenhof
SPD Kurier: kostenlose Stadtteilzeitung der SPD Gostenhof (V.i.S.d.P.)
Redaktion: Victoria Müller, Ise Jelden-Hägel, Manuel Tomé Amenedo;
Anzeigen: Heinz-Claude Aemmer; Titelbild/Bilder: NürnbergSPD, Privat;
Gesamtherstellung: Agentur Kästner
18
3
die SPD ist die treibende Kraft des sozialen
Fortschritts in der Bundesregierung. Die Projekte, die vor allem aus dem Hause von Arbeitsministerin Andrea Nahles stammen, sind
Meilensteine für unser Land: die abschlagsfreie Rente bei 45 Beitragsjahren ab 63 und der
Mindestlohn. Wie die Ministerin zu Recht sagt, sind dies keine Geschenke.
Es sind – im Falle der Rente ab 63 – Lebensleistungen, die sich jede und
jeder Einzelne erarbeitet hat. Und im Falle des Mindestlohns auch eine
Frage der Menschenwürde. Jeder Mensch sollte von seiner Hände Arbeit
leben können. Mit 8,50 € pro Stunde gehört freilich niemand zu den TopVerdienern in Deutschland. Aber es ist eine definitive Grenze nach unten
gezogen worden. Der Mindestlohn ist die Antwort auf die Frage, wie viel
uns Arbeitskraft in Deutschland mindestens wert ist. Bei 8,50 € sollte aber
nicht Schluss sein. In Zukunft wird es darum gehen, dieses Instrument
des Mindestlohns weiter zu entwickeln. Der Anfang ist gemacht. Und es
heißt zu Recht: „Die SPD regiert – das Land kommt voran“.
Auch in Nürnberg ist die SPD klar die dominierende politische Kraft. Eindrucksvoll wurde unser Oberbürgermeister Uli Maly wiedergewählt. Die
SPD-Stadtratsfraktion ist weiterhin mit Abstand die stärkste Fraktion im
Nürnberger Stadtrat. Mein Dank gilt allen Wählerinnen und Wählern, die
uns als SPD ihr Vertrauen ausgesprochen haben! Nun gilt es aber weiter
mit vollem Einsatz für eine solidarische Stadtgesellschaft in Nürnberg zu
arbeiten. Die solidarische Stadtgesellschaft verstehe ich dabei nicht als
Ziel unserer Politik. Sie ist vielmehr ein Weg, der beschritten wird. Da sich
die Rahmenbedingungen politischer Arbeit immer wieder ändern, müssen wir unsere Maßnahmen stets neu austarieren und überdenken. Dies
gilt für uns als Ortsverein im Stadtteil wie für die SPD-Fraktion bezogen
auf die Stadt.
Diese Ausgabe des Kuriers ist wieder Dank des ehrenamtlichen Einsatzes
vieler in der Gostenhofer SPD möglich geworden. Ohne zahlreiche Unterstützer und unsere Inserenten wäre es nicht möglich, eine solche Publikation erscheinen zu lassen. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Liebe
Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen schöne Feiertage, einen guten
Rutsch ins neue Jahr 2015 und nun eine informative Lektüre.
Manuel Tomé Amenedo, Vorsitzender
wbg_VM_A5hoch_Rand_wbg_VM_A5hoch_Rand 04.09.12 15:27 Seite 1
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5
Liebe Gostenhoferinnen,
liebe Gostenhofer,
seit Mai 2014 habe ich die Ehre, der größten Nürnberger Ratsfraktion, der SPD-Stadtratsfraktion,
vorzusitzen. 31 von insgesamt 70 Stadtratsmitgliedern stellt die SPD. Unsere Fraktion spiegelt unsere moderne Stadtgesellschaft gut wieder. Unser jüngstes Fraktionsmitglied ist 26 Jahre. Über
eine Lebenserfahrung von 66 Jahren verfügt unsere älteste Kollegin. Wir bilden eine Einheit aus
Menschen mit unterschiedlichsten Berufen, verschiedensten kulturellen Prägungen und Wohnorten, die über das ganze Stadtgebiet verstreut sind.
Jeder bringt bei uns seine Stärken und seine Sichtweisen ein. So können wir Vieles für viele Menschen in der Stadt erreichen. Was uns eint,
ist ein Interesse an einem Miteinander. Unser gemeinsames Interesse gilt einem Politikverständnis in der Stadt, das integriert, das einbezieht und keinen zurücksetzt. Ich denke, dieser Ansatz passt auch sehr
gut auf Ihren Stadtteil, auf Gostenhof. Die Atmosphäre in Gostenhof
empfinde ich als harmonisch statt streitlustig, als bunt statt grau, als
ausgleichend statt angebend. Getragen wird dieses Miteinander von
zahlreichen Initiativen, sozialen Einrichtungen und ehrenamtlich organisierten Gruppen – begonnen vom Aktivspielplatz bis zur Selbsthilfegruppe. Wenn wir im Stadtrat über den Etat der Stadt entscheiden, achten wir daher sehr genau darauf, wofür wir das Geld der Gemeinschaft
ausgeben. Die Vielfältigkeit unserer Stadt ist für uns der Reichtum, den
wir erhalten wollen. Mehr als 20 Millionen Euro stellen wir daher für
sogenannte freiwillige Zuschüsse alleine im Jahr 2015 bereit. Davon
profitieren zum Beispiel das Gostner Hoftheater, Radio Z, die Desi, das
Kindermuseum im Kachelbau, das Nachbarschaftshaus, Aktiv- und Bauspielplätze, Streetwork-Programme und vieles, vieles andere mehr. Uns
ist es das wert. Und Ihnen?
Ihre Dr. Anja Prölß-Kammerer
Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion
6
Das rote Rathaus
Für alle Aktiven im Ortsverein war es ein anstrengender aber auch immer
wieder schöner Kommunalwahlkampf. Viele Infostands-Termine, Hausbesuche und Aktionen im Internet sind gelaufen. Die Gostenhofer Kandidatinnen und Kandidaten haben unzählige Auftritte hinter sich gebracht.
Am Abend des 16. März löste sich unter großem Jubel im Karl-BrögerZentrum, der „SPD-Zentrale“ hinterm Nürnberger Hauptbahnhof, sämtliche Anspannung. Uli Maly ist mit einem grandiosen Wahlergebnis erneut zum Oberbürgermeister gewählt worden, das Ergebnis der letzten
Wahl 2008 wurde nochmals übertroffen.
Die SPD-Stadtratsfraktion ist die mit Abstand größte Fraktion im Nürnberger Stadtrat. Doch unmittelbar danach stand die Frage im Raum: Mit
wem soll die SPD im Nürnberger Stadtrat Mehrheiten organisieren? Ein
Bündnis bestehend aus SPD, Grünen und der CSU schlossen sowohl die
Grünen als auch die CSU aus. Alles lief daher auf ein Bündnis mit den
Grünen oder der CSU hinaus. Mit beiden Parteien wurden Gespräche geführt. Die Nürnberger SPD musste in einer Sitzung des Parteiausschusses schließlich entscheiden, mit wem sie eine sogenannte Rathauskooperation eingehen will. Viele in der SPD
hätten sich ein Bündnis mit den Grünen
sehr gut vorstellen können. Auch die Gostenhofer Delegierten bevorzugten diese
Konstellation. Das Ergebnis der Abstimmung war jedoch anders, die Mehrheit der
Delegierten votierte für eine Kooperation mit der CSU. Diese demokratische Entscheidung haben wir zu respektieren.
Auch unser Wahlergebnis im Stadtteil
zeigt: Wir sind die einzige ernst zu nehmende soziale Kraft. Wir als SPD-Ortsverein Gostenhof werden weiter unsere
Themen vorantreiben für ein soziales Gostenhof des Miteinanders in einer solidarischen Stadtgesellschaft.
Manuel Tomé Amenedo
Danke für Euren Einsatz!
SPD Gostenhof dankt langjährigen Stadträten Christine Limbacher und Theodoros Agathagelidis
Nach 18 Jahren im Stadtrat haben
sich Christine Limbacher und Theodoros Agathagelidis entschieden,
bei der Kommunalwahl im März
2014 nicht mehr anzutreten, sondern in den wohlverdienten Ruhestand zu wechseln.
1996 wurde Christine Limbacher
regelrecht in den Stadtrat katapultiert. Bereits zuvor war die gelernte
Krankenschwester lange Jahre in
Vereinen und Verbänden aktiv und
dadurch den Wählern bekannt.
Ihr sozialpolitisches Engagement
hat sie als Stadträtin für Gostenhof weitergeführt. Insbesondere
hat sie sich eingesetzt für die Zusammenarbeit in den Stadtteilarbeitskreisen, für den Ausbau der
Hortplätze, für die Renovierung
des Gost und die Kooperation mit
dem MUZclub. Dem Verein Aktivspielplatz, der ihr immer besonders
am Herzen lag, bleibt sie als Vorsitzende weiter erhalten. Große Verdienste hat sich Christine Limbacher über Gostenhof hinaus durch
die Einrichtung des Pflegestammtischs und als stellvertretende Fraktionsvorsitzende erworben.
Ebenfalls 1996 ist Theodoros Agathagelidis, auch Theo genannt, in
den Stadtrat gewählt worden. Der
mittlerweile pensionierte Lehrer
wurde als „Häufelkönig“ bei Kommunalwahlen immer wieder nach
vorne gewählt – sicher auch, aber
7
Theodoros Agathagelidis, Christine Limbacher, Manuel Tomé
Amenedo, OV-Vorsitzender und Yasemin Yilmaz, OV-Mitglied
und Stadträtin (v.l.n.r.)
nicht nur mit den Stimmen seiner
griechischen Landsleute. Für die
deutschen und griechischen Vereine in Gostenhof und in seinem
Wohnviertel Schweinau war und
ist Theo ein wichtiger Ansprechpartner. Im Stadtrat hat er die Interessen aller Nürnbergerinnen und
Nürnberger vertreten. Seine Themenschwerpunkte waren neben
der Integrationspolitik die Kultur
und die Bildung. Zeitweise hat er
sich neben seiner Stadtratstätigkeit
auch als Ortsvereinsvorsitzender
für die SPD Gostenhof eingesetzt.
Wir sagen: „Liebe Christine, lieber
Theo, herzlichen Dank für euer
langjähriges Engagement und
eure Arbeit für unseren Stadtteil
Gostenhof! Wir freuen uns, auch
in Zukunft gemeinsam mit euch
im Ortsverein zusammenarbeiten
und von eurer Erfahrung profitieren zu können. Danke!“
Victoria Müller
8
Schwerpunkt: Verkehr
Seit Mai 2014 ist der Ortsverein Gostenhof wieder mit zwei SPD-Stadträtinnen im Nürnberger Stadtrat
vertreten. Das neue Zweierteam, mit
mir noch Eva Bär, ist jung, weiblich
und vor allem neu im kommunalen
Politikgeschehen. Im Stadtrat bin
ich Mitglied in drei Ausschüssen. Im
Verkehrsausschuss, in dem wir uns
beispielsweise um die Verbesserung
des Nürnberger Radwegenetzes
kümmern, bearbeite ich vor allem
die Situation im Nürnberger Westen und das Thema Barrierefreiheit.
Letzteres beschäftigt mich auch im
Sozialausschuss, ebenso wie das
Thema Armutsprävention. Daneben
bin ich noch Mitglied des Personalund Organisationsausschusses, der
derzeit die Digitalisierung der städtischen Unterlagen und Kommunikationsprozesse vorantreibt sowie das Thema Gute Arbeit regelmäßig
in den Fokus stellt.
Das Thema Verkehr könnte ich inzwischen tatsächlich als den Schwerpunkt meiner Arbeit benennen, da ich ebenso Mitglied des Aufsichtsrates VAG sowie Delegierte der Stadt im Zweckverband Verkehrsverbund
Großraum Nürnberg (VGN) bin. Beides erlaubt mir die Diskussionen unserer Verkehrs-AG noch einmal in einen weiteren Kontext einzubetten.
Da ich wie meine Kollegin Eva Bär nicht nur Ansprechpartnerin bin für
das OV-Gebiet Gostenhof, Rosenau und Kleinweidenmühle, sondern
auch für die Stadtteile St. Leonhard und Schweinau, freut es mich, dass
ich auch als Aufsichtsrätin in der Entwicklungsgesellschaft St. Leonhard
tätig sein darf.
Doch neben all diesen formalen und offiziellen Aufgaben und Ämtern,
stehen für mich die Termine vor Ort im Vordergrund. Nur vor Ort ist der
Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern tatsächlich möglich – und das
ist mir besonders wichtig.
Ihre / Eure Yasemin
Seit 220 Tagen Stadträtin
220 Tage bin ich nun Mitglied des
Nürnberger Stadtrates. 220 spannende und lehrreiche Tage liegen
hinter und hoffentlich noch über 5
Jahre vor mir.
Zeit für eine Zwischenbilanz?
Die SPD-Stadtratsfraktion ist
seit 2. Mai 2014 offiziell in Amt
und Würden. Wir sind eine bunt
gemischte und überaus motivierte Truppe von 31 Mitgliedern
(18 Frauen/ 13 Männer), davon
sind 14 Stadträte_innen neue
Mitglieder des Rates.
Meine Ausschüsse, in denen die
SPD mit jeweils sechs Mitgliedern vertreten ist, sind Kultur,
Umwelt und SÖR (ServicebetriebÖffentlicherRaum).
Themen wie die Gegenwartsund Zukunftsperspektive des
Deutschen Spielearchivs Nürnberg (DSAN), die Musikalische
Bildung von Kindern und Jugendlichen in Kindertageseinrichtungen und Schulen (MUBIKIN), die Ergebnisse der
Markt- und Wirtschaftlichkeitsstudie des neuen Konzertsaals,
die Mittelvergabe für Kultur in
der Stadt, die städtebaulichen
Veränderungen im 20. Jahrhundert und das weitere Vorgehen im Rahmen der Instandsetzung der
Zeppelintribüne/-feld waren bereits Thema meiner ersten drei Kulturausschusssitzungen.
Die Bereiche Umwelt und SÖR sind mit Themen wie der Biodiversität
im Stadtgebiet, der BioMetropole Nürnberg, der Deponie- und Altdeponieüberwachung, dem Stadtklimagutachten, dem Umbau und der Sa-
9
10
nierung des Unteren Wöhrder Sees, lärmminderndem Asphalt und der
Straßenreinigungssatzung nicht weniger spannend.
Zudem bin ich Aufsichtsrätin der StWN (Städtische Werke Nürnberg
GmbH), die für die Energie- und Wasserversorgung, den öffentlichen
Personennahverkehr und seit 2004 auch für Immobilien verantwortlich ist. Mit vier Kollegen_innen aus der Fraktion und dem Oberbürgermeister als Aufsichtsratsvorsitzendem vertrete ich die Stadt Nürnberg
in den Bereichen elektrische Energie, Erdgas, Wasser und Wärme, dem
Betrieb von Bussen und Bahnen und der Wohnungsversorgung breiter
Bevölkerungsschichten mit den Tochterunternehmen N-ERGIE, VAG und
wbg Nürnberg.
Viele Personen gilt es nun kennenzulernen, Neues zu entdecken und
zu verstehen, Probleme und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger aufzugreifen und Netzwerke zu bilden.
Nicht immer eine leichte
Aufgabe und wohl nie für
alle und immer zufriedenstellend. Wir können mit
Sicherheit nicht alles, was
wir uns vorgenommen haben, von heute auf morgen verändern. Doch wir
können da sein, Ansprechpartner sein und versuchen in kleinen Schritten
unser schönes Nürnberg
noch ein bisschen schöner
und lebenswerter zu machen – und das wollen wir
gerne tun!
Ihr seht – es wird uns mit
Sicherheit nicht langweilig werden;).
Viele Grüße aus Gostenhof
Eva
11
als integrationspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist es mir
enorm wichtig, Integrationspolitik zielorientiert zu gestalten, um die Situation der Menschen vor Ort zu verbessern. Wir wissen mittlerweile,
dass nur langfristige Integrationspolitik erfolgreich ist. Deshalb brauchen wir eine vorausschauende Politik und einen gesetzlichen Rahmen
als Basis für verbindliches Handeln.
Bis heute gibt es aber weder ein Bekenntnis des Bayerischen Freistaats
zur Integrationspolitik noch ein Integrationsgesetz. Die Regierung hat
noch nicht einmal einen Integrationsbericht vorgelegt. Um diese Planlosigkeit einzudämmen erarbeitet unsere Fraktion, unter meiner Regie,
ein Gesetz, das wir in den nächsten Wochen in den Landtag einbringen.
Die Notwendigkeit für ein Integrationsgesetz muss endlich parteiübergreifend erkannt werden, um die Menschen bei den alltäglichen Aufgaben des kulturelle Miteinanders nicht länger allein zu lassen. Denn wir
wissen: Integrationspolitik betrifft uns – heute und in der Zukunft.
Ihr Arif Taşdelen
Arif Taşdelen ist
• Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Migrations- und Integrationspolitik
• Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und
Integration des Bayerischen Landtags
• Mitglied im Ausschuss für Fragen des Öffentlichen Dienstes des
Bayerischen Landtags
12
Liebe Nachbarinnen
und Nachbarn,
Gabriela Heinrich
(2. von rechts) nicht nur politisch,
sondern auch beim
Kicker ein gutes
Team mit Oberbürgermeister
Dr. Ulrich Maly
„Gostenhof in den Bundestag!“ lautete das Motto einer weniger
ernsten Aktion, mit der die Jusos im Wahlkampf-Endspurt meine Kandidatur für den Wahlkreis Nürnberg-Nord unterstützten. Ich freue mich,
dass viele Wähler/innen mir ihr Vertrauen geschenkt haben und ich nun
im Bundestag in den Ausschüssen für Entwicklungszusammenarbeit
und Menschenrechte an meine Arbeit als integrationspolitische Sprecherin der SPD im Stadtrat anknüpfen kann.
Einer meiner wesentlichen Schwerpunkte ist die weltweite Stärkung
der Rechte von Frauen. Gleichberechtigung hat bekanntlich viele Facetten, wie z.B. Zugang zu Bildung, Recht auf sexuelle Selbstbestimmung
und selbstbestimmte Familienplanung/Verhütung. Gleichberechtigung
fördert die Entwicklung: Länder, in denen Frauen weitgehend gleichberechtigt sind, entwickeln sich schneller und besser.
Im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit liegt mein Fokus auf Afrika, im Bereich der Menschenrechte ist die ganze Welt in den Blick zu
nehmen. Als Nürnbergerin liegt mir dieses Thema in ganz besonderer
Weise am Herzen!
Ihre Gabriela Heinrich
Gabriela Heinrich ist Ordentliches Mitglied im
• Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
• Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
und Stellvertretendes Mitglied im
• Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
• Unterausschuss Vereinte Nationen, Internationale Organisationen
und Globalisierung
Sommeratmosphäre mit der
SPD Gostenhof beim Stadtteilfest
Am 28. Juni 2014 fand das bunte Gostenhofer Stadtteilfest rund
um die Dreieinigkeitskirche statt.
Die SPD Gostenhof war wieder mit
einem Stand vertreten. Unsere Liegestühle und ein Planschbecken
mit Badeenten, die bei den Kindern als Anglerbeute sehr beliebt
waren, haben – trotz des zwischenzeitlich regnerischen Wetters – für
ein schönes Sommerambiente ge-
Die Auswertung hat uns bestätigt, dass wir in den letzten Jahren die Themen aufgegriffen und
bearbeitet haben, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen:
Grün in der Stadt, Mieten, Kinderbetreuung, Bildung sowie Kulturund Freizeitangebote. Unter den
Teilnehmenden der Umfrage wurden mehrere Preise verlost: als
Hauptpreis eine dreitägige Rei-
Die Gewinnerinnen und Gewinner (darunter OV-Vorstandsmitglied Heinz-Claude Aemmer, 3. von rechts) mit dem OV-Vorsitzenden Manuel Tomé Amenedo (2. von rechts)
sorgt. In entspannter Atmosphäre waren die Besucherinnen und
Besucher eingeladen, mit uns und
unseren Stadträtinnen Yasemin
Yilmaz und Eva Bär ins Gespräch zu
kommen. Als Ortsverein ist uns der
Dialog mit den Bürgerinnen und
Bürgern besonders wichtig um gemeinsam unser Stadtviertel voranzubringen. Aus diesem Grund
haben wir die Besucherinnen und
Besucher gebeten, an unserer Umfrage teilzunehmen und uns Themen zu nennen, die sie am meisten bewegen.
se in den Deutschen Bundestag
nach Berlin, zwei eintägige Reisen
in den Bayerischen Landtag nach
München sowie SPD-Strandsets.
Wir gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern, die ihre
Preise im Rahmen unserer Ortsvereinssitzung überreicht bekamen. Allen Teilnehmerinnen und
Teilnehmern danken wir für ihre
Mitwirkung.
Victoria Müller
13
14
Gostenhof ist bunt und offen
Zu Besuch bei der Islamischen Gemeinde
Mitte September war der SPD-Ortsverein Gostenhof bei der Islamischen
Gemeinde Nürnberg in der Hessestraße zu Gast. Ziel war es, die Gemeinde und ihre Mitglieder sowie Aktivitäten und Angebote kennenzulernen und sich miteinander auszutauschen.
Die Islamische Gemeinde Nürnberg (IGN), seit 2005 ein eingetragener
Verein, ist ein Gemeindezentrum für Muslime aller Nationalitäten und
befindet sich bereits seit 1984 in Gostenhof. Sie ist Anlaufpunkt für
Muslime aus mehr als 40 Ländern in der ganzen Metropolregion. Zu den
Freitagsgebeten kommen regelmäßig etwa 500, zu islamischen Festtagen bis zu 1500 Gläubige in die Moschee.
Die Gemeinde ist jedoch nicht nur Ort für Gebete, sondern auch Treffpunkt mit vielfältigem Angebot. Für Kinder bietet der Verein unter anderem jeden Samstag Sport in
der nahe gelegenen Knauerschule und Arabischunterricht
XENOS Nürnberg e.V.
an. Seit einiger Zeit haben die
Jugendlichen der Gemeinde
Verein für interkulturelle Kommunikation
einen gemütlich eingerichteten Raum, in dem sie sich trefseminare, weiterbildungen
fen können. Eine Attraktion
und Veranstaltungen
ist sicherlich die Kletterwand,
Der Zweck des Vereins ist die
die mit viel ehrenamtlichem
Förderung der interkulturellen
Engagement und gefördert
Kommunikation und Engagement
durch das Bundesprogramm
gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
„Integration durch Sport“ in
einem alten Aufzugsschacht
im Gebäude errichtet wurde.
Die Nutzung der Kletterwand
steht nach Absprache mit der
Gemeinde allen offen.
Sowohl der Vorsitzende der
Gemeinde, Mostafa Eljojo, als
auch Hamed Ktari, im Vorstand
des Vereins zuständig für InteKontaKt
XENOS Nürnberg e.V.
tel
0176 – 50 12 17 77
gration und Dialog, betonten
e-Mail xenosnuernberg@gmx.de
Austraße 69
mehrfach, wie wichtig ihnen
web
www.xenos-nuernberg-ev.de
90429 Nürnberg
der Austausch und die BegegVorstandsprecher
nung mit Bürgerinnen und
Marissa Pablo-Dürr, H.-C. Aemmer
15
Nürnberg
V.l.n.r.: Yao Samba, Aliassim Moumouni, ehemaliger Vorsitzender der IGN, Christoph Seeger, Mitglied im OVGostenhof, Mostafa Eljojo, Vorsitzender der IGN, Victoria Müller, Stv. Vorsitzende des OV Gostenhof, Hamed
Ktari, Verantwortlicher für Integration und Dialog der IGN, Irene Ramorobi, Stv. Vorsitzende im OV Maxfeld,
Manuel Tomé Amenedo, Vorsitzender des OV Gostenhof
Bürgern und anderen Einrichtungen gerade auch in der Nachbarschaft
sind. „Mit unserem Engagement möchten wir helfen, Barrieren abzubauen und ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft zu fördern.“, benannte der Vorsitzende Eljojo eines der Ziele des Vereins. So
hat sich die Moschee im September auch an dem bundesweiten Aktionstag der muslimischen Gemeinden in Deutschland beteiligt, um gegen Rassismus und Extremismus zu demonstrieren und ein Zeichen zu
setzen gegen Terror im Namen des Islam. Regelmäßig öffnet die Gemeinde auch am 3. Oktober, dem Tag der offenen Moschee, ihre Türen
für interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Wir bedanken uns sehr herzlich für die freundliche Einladung und freuen uns auf weitere Begegnungen in der Zukunft.
Victoria Müller
16
Dem Gewitter sei Dank!
Unwetter
Wer Ende August am Sportgelände in der Deutschherrenstraße in Gostenhof vorbei kam, dachte beim Anblick eines großen Festzelts dort
sicher an eine Sportveranstaltung. Doch weit gefehlt! Hier hatte die
Regierung von Mittelfranken, zuständig für die Unterbringung von
geflüchteten Menschen in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in
Zirndorf, kurzfristig eine Außenstelle errichtet. Auch in der Frankenstraße wurden die Menschen in Zelten untergebracht.
Bereits seit Monaten ist die Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf hoffnungslos überfüllt. Die Menschen sind gezwungen in Garagen und
provisorischen Zelten zu übernachten, auch ein Gebetsraum wurde als
Schlafmöglichkeit genutzt. Nachdem in der zweiten Aufnahmeeinrichtung in München die Masern ausgebrochen waren, hatte sich die Situation in Zirndorf weiter dramatisch verschärft. Der Bezirk nutzte daraufhin das Sportgelände, auf dem zwischenzeitlich bis zu 400 Menschen
untergebracht waren.
Viele Nürnbergerinnen und Nürnberger haben ihre Hilfsbereitschaft gezeigt, indem sie Kleider und Spielzeug spendeten, und einige Ärzte, indem
sie ehrenamtlich eine medizinische Versorgung organisierten. Auch die
Stadtverwaltung hat im Rahmen ihrer Zuständigkeit lösungsorientiert gehandelt, um die Lage der Menschen zu verbessern. Trotzdem blieb die Situation in den Zelten unerträglich.
Die SPD-Fraktion hat daraufhin mit Erfolg
einen Antrag
im Stadtrat eingebracht und
ein einmaliges
Sonderpaket
für 2014 und
2015 zur Stabilisierung und
Koordination
der örtlichen
Flüchtlingshilfe in Höhe von
250.000 Euro
gefordert. Die
Mittel werden
beendet unwürdige Notunterkunft
nun verwendet, um die Information und Kommunikation für die Bürgerinnen und Bürger zu organisieren und zu verbessern, die bürgerschaftliche
Hilfe zu koordinieren und eventuellen Personalengpässen zu begegnen.
Nach viel zu vielen Wochen musste das Zeltlager in der Deutschherrenstraße im Oktober dank eines Gewitters und starken Regens nachts
schnell geräumt werden. Auch das Zeltlager in der Frankenstraße und
ein weiteres in Erlangen wurden geschlossen, so dass es mittlerweile
keine Unterbringung in Zelten in Mittelfranken mehr gibt. Doch es ist
ein Armutszeugnis für den Freistaat Bayern, dass erst ein Gewitter kommen muss, damit diese unmenschliche Behandlung der Flüchtlinge ein
Ende hat.
Der Ortsverein Gostenhof begrüßt die Unterstützung und den Einsatz
der Stadt Nürnberg sowie die kurzfristige Bereitstellung städtischer
Mittel. Dies war ein erster wichtiger Schritt.
Wir fordern die Stadtpolitik jedoch auf, in Zukunft alles zu tun, um die
Situation der Flüchtlinge in unserer Stadt zu verbessern, ungeachtet der
kommunalen Zuständigkeiten. Wir sind der Meinung, dass das Pochen
auf Zuständigkeiten kein Grund sein darf, den Menschen, die bei uns
Schutz suchen, nicht zu helfen!
Neben der kurzfristigen Hilfestellung ist es jedoch entscheidend, dass
die Bayerische Staatsregierung endlich eine Flüchtlingspolitik betreibt,
die diesen Namen auch verdient: nämlich nicht gegen, sondern für geflüchtete Menschen! Wie konnte es soweit kommen, dass die menschenunwürdige Unterbringung der Flüchtlinge in Zelten überhaupt
nötig geworden war? Angesichts zahlreicher Kriege und Konflikte weltweit war lange abzusehen, dass mehr Menschen Zuflucht und Schutz in
Deutschland suchen werden. Die Bayerische Staatsregierung hat diese
Entwicklung in den letzten Jahren jedoch konsequent ignoriert. Zudem
hat sie durch ihr Festhalten an der Lagerpflicht für Flüchtlinge die Lage
noch verschärft. Die sogenannten Gemeinschaftsunterkünfte, die von
den Bezirksregierungen betrieben werden, sind völlig überfüllt. Gleiches gilt für die dezentralen Unterkünfte.
Die Bayerische Staatsregierung muss die Lagerpflicht endlich abschaffen und die Kommunen unterstützen, damit Flüchtlinge möglichst
schnell in privaten Wohnungen unterkommen können!
Victoria Müller
17
18
Das aktuelle Interview
An dieser Stelle präsentieren
wir Ihnen eine Gostenhofer
Persönlichkeit, die unseren
Stadtteil mit gestaltet.
Diesmal ist es Rosemarie ReifRuppert von der Gostenhofer
Buchhandlung.
„Gostenhof ist bunt” - was verbinden Sie mit diesem Slogan?
In Gostenhof leben ja nicht nur viele Nationen Tür an Tür. Hier leben
auch noch alte Gostenhofer neben neu Zugezogenen und Ärmere neben recht Wohlhabenden zusammen. Auch die vielen Künstler-Ateliers
und kleinen originellen Läden machen das Viertel zusätzlich bunt.
Was macht für Sie Lebensqualität in einem Wohnviertel aus?
Ich möchte (zumindest die wichtigsten) Einkäufe gleich um die Ecke tätigen können und
Kontakt zu meinen Mitbewohnern haben.
Und eine naturnahe Umgebung würde ich
mir auch wünschen.
Eberhardshofstraße 17
Fon: 28 67 39
www.gostenhoferbuchhandlung.de
Mo.-Fr.: 9-18, Sa. 9-13
und - direkt
Wie sieht es damit in Gostenhof aus?
Einkaufen kann man in Gostenhof herrlich.
Ich brauche nur selten „in die Stadt“ zu fahren, die meisten Dinge des täglichen Lebens
bekommt man im nahen Umfeld. Manchmal
ist es hier wie auf dem Dorf: Man geht zur
Haustür raus und sieht lauter bekannte Gesichter. Etliche kennt man dann näher und
grüßt sich oder hält ein kurzes Schwätzchen.
Leider hat Gostenhof zu wenig Grün.
Was ist Ihr Lieblingsplatz in Gostenhof?
Ich gehe gerne runter an die Pegnitz zur kleinen Theater-Arena des Pegnesischen Blumenordens.
Haben sie ein Lieblingslokal, das sie unseren Lesern empfehlen könnten?
Lieblingslokale habe ich mehrere, in Gostenhof gibt’s ja so viele tolle
Kneipen, für jede Gelegenheit die Passende.
Im Sommer bin ich gern im Palais Schaumburg wegen des Gartens und
weil ich dort immer Leute treffe, die ich kenne. In die SchanzenbräuWirtschaft natürlich wegen des fantastischen Bieres, das es sogar mir,
einer passionierten Weintrinkerin, angetan hat. Und wenn’s ein bisschen exotisch werden soll: bei Ali, im Express liebe ich den wunderbaren
Vorspeisenteller und der Palmengarten gehört zu einer aussterbenden
Spezies: einfache Einrichtung, nichts ist durchgestylt und das Essen ist
gut und ehrlich, ohne Schnickschnack.
Sie haben 3 wünsche offen für Gostenhof, was wünschen sie sich?
Keine Neubauten mehr! Es ist in den letzten Jahren viel zu viel zugebaut
worden. Mehr Grün wäre schön und einige Straßen bräuchten eine Sanierung, gerade die Eberhardshofstraße könnte mal ein bisschen aufgehübscht werden.
19
20
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