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Auf der Flucht - Die Schlosskirche zu Moyland

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Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinden
Moyland u. Louisendorf
Dezember 2014, Januar u. Februar 2015
Brückenschlag
Flucht
Auf der Flucht
Unterwegs…
Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen.
Matthäus 25, 35




Gemeindebrief 151_3902
Gedanken und Fakten zum Thema Flucht (ab S. 6)
Weihnachtliches (S. 1; S. 4 u.5; S. 12)
Infos aus den Gemeinden (ab S. 16)
Termine (ab S. 28)
Annunciation Melozzo da Forli Pantheon
Wikipedia. Verkündigung
„Die Wüste und
Einöde wird
frohlocken, und die
Steppe wird jubeln
und wird blühen wie
die Lilien.“
(Jes. 35,1)
Monatsspruch Dezember 2014
Ein Monatsspruch, der zunächst so gar
nichts mit Weihnachten zu tun hat, so
wirken die Worte des Propheten Jesaja
auf mich: die Lilienblüte gehört in den
Hochsommer – bei uns ist der Winter nur
durch das Blühen weniger Pflanzen und
Sträucher gekennzeichnet.
Wenn ich den Zusammenhang
betrachte, aus dem der Bibelvers stammt,
dann geht es um die „Heimkehr des
erlösten Volkes“, wie es in einer
Überschrift heißt. Jesaja sagt dem Volk,
das an den Wasserflüssen Babylons über
die verlorene Heimat weint, die Rückkehr
und den Wiederaufbau Jerusalems an.
Der Prophet benutzt starke Bilder, um die
Umkehrung aller Werte und Verhältnisse
deutlich zu machen: eine blühende
Wüste, eine jubelnde Steppe. Dass in
diesem Zusammenhang die Lilie
erwähnt wird, mag zunächst ganz
zufällig erscheinen. Sehe ich mir aber
die Bilder an, auf denen der Engel
Maria erscheint, um die Geburt des
Kindes anzukündigen, dann finde ich
immer wieder die Lilie, die später dann
zum Symbol für die Reinheit wird.
Auch in der Bergpredigt wird die Lilie
auf dem Feld als Hinweis auf Gottes
Herrlichkeit herangezogen.
Der Jubel und die Freude gehören
zum Weihnachtsfest – und das Licht,
das alles Dunkel hell machen will,
scheint in die menschliche Finsternis.
So greifen die Verfasser des Neuen
Testaments immer wieder auf die
prophetischen Worte zurück, um den
Menschen deutlich zu machen, welche
Veränderung mit der Geburt Jesu
einsetzt.
Ich wünsche Ihnen und Ihren
Angehörigen in diesem Sinne ein
gesegnetes Weihnachtsfest!
Eine besinnliche Adventszeit,
gesegnete Weihnachten und
alles Gute für das neue Jahr
wünschen
die Presbyterien der ev. Kirchengemeinden
Louisendorf und Moyland
Brückenschlag 2014/2015,1
3
Inhalt
Flucht – Auf der Flucht –
Unterwegs
Keine Themen zum Wegschauen
und Weghören. Auch zur
Weihnachtszeit nicht, folgt doch
relativ schnell auf die Geburt Jesu
die Flucht nach Ägypten…..S. 6
Neues um Jahreswechsel
Endlich Neujahr ausschlafen
können! Dann zum
Neujahrsgottesdienst um 15.00 Uhr,
anschließend Empfang in der
Schlosskirche.
…………………………….S. 29
Weihnachten
Einiges zum Nachdenken sowie
Besinnliches. Die Weihnachtssammlung, Hilfe für Flüchtlinge,
eine Nachkriegsweihnacht und ein
Gedicht. Trotzdem Weihnachten
feiern………………………..S. 12
„Brückenschlag“ jetzt auch online unter: schlosskirche-moyland.de
Flucht
Kirche und Leben
Forum
Die Weihnachtsgeschichte hat
ihre Fortsetzung in einer
Flucht……………………………..
Termine ……………………..
28
5
Hilfe für Flüchtlinge in
BedburgHau.……………………………..
12
Die Flucht nach Ägypten……….
6
Weihnachtsammlung………….
12
29
8
Nachdenkenswertes zum Fest
Neujahrsempfang in der
Schlosskirche………………..
Weihnachten………………….
13
Geburtstage
und Chronik………………….
30
Weihnachten nach dem 2.
Weltkrieg………………………..
14
Diakonie……….....................
32
Tiere der Bibel: der Esel……..
15
Zukunft selbst gestalten………
16
Rückblicke (Kirmes, OFK,
Erntedank)……………………...
Kontakte, Hilfe,
18
Beratung
Konfirmanden und
Katechumenen nehmen aktiv
am Gemeindeleben teil ………
22
Rückblicke Louisendorf………
24
Heiliger Johannes der Täufer
Zwei katholische Gemeinden
fusionieren……………………...
27
Flucht vor 70 Jahren……………
Flucht heute…………………….
10
Asylbewerber……………………. 11
Auf den Umschlagseiten:
Unsere Kirchengemeinden
Impressum
Der „Brückenschlag“ ist der Gemeindebrief der pfarramtlich miteinander verbundenen evangelischen Kirchengemeinden Moyland und Louisendorf. Er erscheint viermal im Jahr und wird kostenlos verteilt.
Abgabetermin für Berichte: 07.01.2015
am besten per E-Mail:
purschkeheinz@schlosskirche-moyland.de
Herausgeber: Die Presbyterien der Ev. Kirchengemeinden Louisendorf und Moyland.
Redaktion:Martina Friedeck, Irmgard Heselhaus, Alfred
Kügler, Andrea Lauff, Waltraud van de Loo, Inge
Polman, Barbara Purschke-Heinz (verantwortlich) und
Helmut Thomas.
Druck: Reintjes Printmedien GmbH, Kleve.
Fotos: wenn im Text nicht anders bezeichnet: „privat“.
Editorial
3
«Auf all deinen Wegen wird er dich beschützen, vom Anfang bis zum Ende, jetzt und in aller Zukunft!»
Psalm 121
Flucht - unser Thema zu
Weihnachten und zum Jahreswechsel
Was
gibt
es
noch
in
dieser
Liebe Leserin, lieber Leser,
Flucht - Auf der Flucht - Unterwegs… Wir lesen
Brückenschlagausgabe?
und hören täglich von Menschen, die ihre Heimat
Natürlich Besinnliches zum Fest. Die Rubrik
verlassen haben, und wir lesen und hören von
„Kirche und Leben“ ist prall gefüllt: Es war einiges
den Schwierigkeiten, sie zu betreuen und ihnen
los in Moyland und Louisendorf.
zu helfen. Diese Themen sind nicht neu, sie
In Moyland fand die Veranstaltung „Zukunft selbst
ziehen sich durch die Geschichte der Menschheit.
gestalten“ statt. Es gingen von ihr wichtige
In der Bibel lesen wir von der Flucht aus Ägyptern
Impusle aus, die in den nächsten Monaten sortiert
und der Flucht nach Ägypten. Wir wissen, dass
und zu weiteren Veranstaltungen führen werden.
die ersten Christen im Römischen Reich verfolgt
Die Diskussion um die zukünftige Form des
wurden. Dies war auch das Schicksal der
„Brückenschlages“ wurde in den
Hugenotten, die im 18. Jh. nach
Presbyterien fortgesetzt. Moyland hat
Preußen kamen. Und waren nicht
sich für die Dauer eines Jahres für die
«Nehmt
auch unsere Pfälzer Vorfahren auf
Beibehaltung der DIN A 4-Form
der
Flucht,
als
sie
aus
einander an,
entschieden. Es wird mit Louisendorf
Glaubensgründen
ihre
Heimat
ein Modus ausgehandelt werden, so
wie
Christus
verließen,
um
nach
Amerika
dass die neue Ausgabe bezahlbar
auszuwandern?
euch
bleibt. Weitere Sparmöglichkeiten sind
Alle Menschen, die ihre Heimat
in der Diskussion. Eine Rückmeldung
angenommen
verließen, hatten triftige Gründe und
von Profi-Seite lautet übrigens, dass
mussten viel zurücklassen. Sie
hat zu Gottes
unser „Brückenschlag“ den heutigen
gingen in eine ungewisse Zukunft.
Lesegewohnheiten
entspreche. Man
Lob»
Als Nachkriegskind bin ich die ersten
habe
heute
nicht
viel
Zeit,
5 Lebensjahre mit Flüchtlingen aus
Römer 15,7
Eindrucksvolle Bilder serien schneller
Ostpreußen
aufgewachsen.
Sie
zu erfassen als längere Texte,
Jahreslosung 2015
lebten im Obergeschoss meines
bebilderte und gegliederte Seiten
Elternhauses mit teilweise 4 bis 6
ansprechender als seitenlange Texte.
Erwachsenen und 2 bis 3 Kindern
Es geht darum, aufmerksam zu machen, ein
auf ca. 70 m“ mit Plumsklo im Garten und ohne
Blickfang zu sein oder zu werden. Lassen Sie uns
fließendes Wasser. Erst später als Erwachsene
miteinander in der Diskussion bleiben.
habe ich das mit einem Flüchtlingsschicksal
So wünsche ich uns allen auch weiterhin eine
verbundene Elend nachemfpinden können. Dann
gute Wirkung und eine gute Zusammenarbeit
ist es gar nicht weihnachtlich warm.
sowie eine gesegnete Zeit und alles Gute.
Ehrlich: Wir sind heute in der glücklichen Lage,
Flüchtlingen helfen zu können, ohne dass wir uns
Barbara Purschke-Heinz
so massiv einschränken müssen, wie es meine
Presbyterin, Redaktion Brückenschlag
Eltern und Großeltern tun mussten.
Brückenschlag 2014, 2015, 1
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.
Tag der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.
Theodor Fontane (1819-1898)
Die Weihnachtsgeschichte
Es begab sich aber …
… zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt
würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius
Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in
seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land
zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids
war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten
Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst
keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des
Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn
leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet
euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt
Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und
in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten
Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen
seines Wohlgefallens.
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst
uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns
der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe
liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von
diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen
die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten
kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
wie denn zu ihnen gesagt war.
Evangelium nach Lukas, Kapitel 2, Verse 1–20
6
Flucht
Flucht, auf der Flucht…
… vor 2000 Jahren
Wie es nach Jesu Geburt weiter ging, ist im
zweiten Kapitel des Matthäus-Evangeliums1 nachzulesen:
nen Gott, nicht mehr zu Herodes zurückzugehen. Deshalb wählten sie für ihre Heimreise einen anderen Weg.
Jesus
Nachdem
wurde in Bethlehem geboren, einer
kleinen Stadt in Judäa. Herodes war damals
König. Einige Sterndeuter2 kamen aus dem
Orient nach Jerusalem und erkundigten sich:
„Wo ist der neugeborene König der Juden?
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und
sind aus dem Osten hierher gekommen, um
ihm die Ehre zu
erweisen.“3
Herodes
die
Sterndeuter
fortgezogen
waren, erschien ein Engel Gottes Josef im
Traum und befahl ihm: „Steh schnell auf, und
flieh mit dem Kind und seiner Mutter nach
Ägypten! Bleibt so lange dort, bis ich euch
zurückrufe, denn Herodes sucht das Kind und
will es umbringen.“ Da brach Josef noch in
der Nacht mit Maria und dem Kind nach
Ägypten auf. Dort
blieben sie bis zum
Tod von Herodes.
…
Flucht nach Ägypten
erschrak, denn er
fühlte
seinen
Stand bedroht. Er rief alle Pries-ter und alle
Schriftgelehrten zusammen und erfuhr von ihnen,
dass der neue König, der Christus oder Retter, in
Bethlehem im Land Judäa geboren werden sollte.
Er rief sodann die Sterndeuter zu sich
und bat sie: „Sucht nach dem Kind, und gebt
mir Nachricht, wenn ihr es gefunden habt. Ich
will dann auch hingehen und ihm Ehre erweisen.“
Die Sterndeuter fanden das Kind und …
knieten vor ihm nieder und ehrten es wie einen König. Dann packten sie ihre Schätze
aus und beschenkten das Kind mit Gold,
Weihrauch und Myrrhe. Im Traum befahl ih1
Die Geschichte von der Flucht nach Ägypten findet sich
übrigens nur im Matthäus-Evangelium.
2
In der Luther-Übersetzung heißt es: „… da kamen Weise aus
dem Morgenland…“
Herodes war außer sich vor Zorn, als er
merkte, dass ihn die Sterndeuter hintergangen hatten. Er ließ alle Jungen unter zwei
Jahren in Bethlehem und Umgebung umbringen. Denn nach den Angaben der Sterndeuter musste das Kind in diesem Alter sein. …
Als Herodes gestorben war, erschien Josef
wieder ein Engel Gottes im Traum und sagte
zu ihm: „Steh auf und kehre mit dem Kind
und seiner Mutter heim ins Land Israel! Die
Leute, die das Kind töten wollten, sind gestorben.“ Da ging Josef mit Maria und dem
Kind nach Israel zurück. … Gott gab ihm im
Traum die Anweisung, in die Provinz Galiläa
zu ziehen. So kamen sie in die Stadt Nazareth und ließen sich dort nieder.
Alles hatte sich erfüllt, wie die Propheten es vorhergesagt hatten.
3
Kursiv gedruckte Textstellen sind der Bibel „Hoffnung für alle“
aus dem Brunnen Verlag entnommen.
Irmgard Heselhaus
Brückenschlag 2014, 2015,1
Flucht
1944: Flucht
aus dem
zerstörten Kleve
nach BedburgHau in die Heilund Pflegeanstalt
… vor 70 Jahren
Nachdem
im vorletzten Kriegsjahr die Stadt
Kleve in nur 25 Minuten in Schutt und Asche gelegt worden war und tagelang eine schwarze
Wolke über der Stadt hing, wurden acht Tage
später alle Grenzorte evakuiert.
In diesem Jahr jährte sich zum 70. Mal „der letzte
Termin für die Zivilbevölkerung in den frontnahen
Ortschaften, ihr Dorf zu räumen, weil es zum
Kampfgebiet gehöre. Ausgehängte Bekanntmachungen verwiesen auf den Ernst. Wer danach
ohne spezielle Erlaubnis dort noch angetroffen
werde, müsse damit rechnen, als Plünderer oder
Spion ‚standrechtlich behandelt‘ zu werden.“¹
Die Bewohner von Hau durften noch bleiben.
Sie blieben auch noch bis zu einem tagelangen
Bombardement am 5.Februar 1945. Von der
Familie Hövelmann ist bekannt, dass sie sich
anschließend zusammen mit weiteren Verwandten nur noch in ihrem Kartoffelkeller aufhielt. Und
dann kamen die Engländer. Sie schossen mit
schwerer Artillerie.
Nach drei Tagen kamen sie in den Keller der
Familie: „Sie schauten sich um und befahlen, den
Keller in einer Stunde zu verlassen. Frau Hövel
mann wies die größeren Kinder an, mehrere
Kleidungsstücke übereinanderzuziehen. Für die
kleineren sorgten Tante Paula, die Schwester von
Frau Hövelmann und ich. Dazu kam noch etwas
Handgepäck und eine Kanne Milch für das Baby
Pauli. Auf dem Hof tummelten sich hunderte von
Soldaten, die alles zerschlugen und zertrümmerten. Für uns war dort kein Platz mehr. Durch hohen Schlamm und Morast, vorbei an einer
unendlichen Schlange von Panzern, Fahrzeugen
und Soldaten, ging es in Richtung Materborn…“
Von dort wurden sie über mehrere Stationen bis
in die Heil- und Pflegeanstalt Bedburg-Hau verbracht. Nach einer Odyssee, die mehrere Monate
dauerte, konnten sie wieder zurück auf ihren Hof.
Dies ist nur eins von unendlich vielen Schicksalen
und jedes ist natürlich anders und doch ähnlich.
Die Heimat ganz aufgeben zu müssen, war das
Schicksal vieler Deutscher aus den ehemaligen
Ostprovinzen. Bis zum Sommer 1944 fanden hier
kaum Kriegshandlungen statt und sie schienen
die sichersten Gebiete des Reiches zu sein¹. Die
große Entfernung zur Front wiegte die Bewohner
in Sicherheit, obwohl die Deutschen zurück-
¹ Rühl, Hans. Rheinischen Post, 15. 10. 2014
² Gipmann, Klara (bearb. von Werner Pallaschke): Bei Familie Hövelmann auf Hof Villemont. Erinnerungen an die Kriegszeit 1944/45.
In: Geschichtsbrief Bedburg-Hau 2011, 6, S.7ff, Hrsg: Geschichtsverein Bedburg-Hau e.V.
³ Fotos: Gerd Rübo: Die Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Bedburg-Hau 1945. Bedburg-Hau 2008, S.29. Geschichtsbrief Bedburg-Hau
2011, 6, S.13
Brückenschlag 2014, 2015,1
Flucht
1944/1945 Flucht im kalten Winter über Oder und Neiße
wichen. Dieses Bewusstsein änderte sich mit
einer Großoffensive der Russen, die den
Flüchtlingsstrom in Gang setzte.
So
berichtet Hans Rünger aus Bärfelde in
Brandenburg vom Januar 1945: „Unaufhörlich
zogen die Flüchtlingstrecks nach Westen. Sie
kamen nur langsam vorwärts, da die Straßen vom
Schnee verweht waren.“²
Deutsches Militär
wurde in Bärfelde vergeblich erwartet. Stattdessen strömten am 31.Januar 1945 „sehr betrunkene“ Russen ein. „Innerhalb von einer halben
Stunde wimmelte es im Dorf nur so.“² Später gab
es eine wilde Schießerei. „Etliche flüchteten ins
Feld. Doch wurden in dieser Nacht acht Personen
erschossen. Dies waren zwei Soldaten, die im
Urlaub waren, eine Frau, ein Kind und vier
Männer, hiervon waren drei unbekannte
Flüchtlinge. In derselben Nacht brannten noch
verschiedene Gebäude ab.“²
Die
„
gewaltigen Flüchtlingsströme verlaufen
quer durch das zerstörte Deutschland und treffen
auf Menschen, die durch Bombenangriffe und
Kriegshandlungen selbst kaum über das Nötigste
zum Leben verfügen. Vielerorts werden die
Neuankömmlinge daher misstrauisch beäugt und
nicht selten feindselig behandelt. Es ist das
Deutschland der "Stunde Null", und in den
kriegszerstörten Ruinenlandschaften mangelt es
an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten,
Wohnraum, Kleidung, Heizmaterial und Arbeit.
Viele Heimatvertriebene müssen jahrelang in Auffanglagern oder Baracken leben, Wohn- und
Lebensraum muss erst neu geschaffen werden.
Die Vertriebenen trifft neben den Strapazen der
Flucht und dem Verlust der Heimat das Los des
sozialen Abstiegs. Sie müssen mit leeren Händen
den Neuanfang versuchen. Haus, Hof, Hab und
Gut haben sie zurücklassen müssen. Mitgenommene Wertgegenstände sind meist von den
Besatzern konfisziert worden, Entschädigungen
gibt es nicht.“ ³
Irmgard Heselhaus
Andrea Lauff
❘ ✁✂✄☎✆✝✞ Brückenschlag
¹ Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße, Hrsg.: Ehem. Bundesministerium für
Vertriebene …Bd.1, S. 9E ff.
² Hans Rünger, Nr. 103 in siehe ¹)
³ Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 28.12.2010
Sendung: Ostpreußen - Spurensuche in einem Land der Widersprüche, 28.12.2010
Fotos: Peter Engel, Einbandgestaltung siehe ¹)
Brückenschlag 2014, 2015,1
10
Flucht
Flucht, auf der Flucht…
…heute
wenn man sich in die Situation
der Flüchtlinge hineinversetzt.
Damit
der IS (Islamischer
Staat), der die Minderheiten
verfolgt, später nicht mehr
gegen deren vielen jungen
Männer kämpfen muss, erschießen ihre Leute sie einfach auf offener Straße.
Deswegen trauen sich die
jungen Männer kaum noch
aus dem Haus. Die jungen
Frauen werden oftmals von
den IS-Leuten vergewaltigt.
Dazu kommt die materielle
Not. Es fehlt an allem. Und
wenn der IS eine Stadt erobert hat, tötet er ohne Auswahl, wie es aus den Nachrichten bekannt wurde. Es
gab nicht nur ein Opfer, was
vor laufender Kamera geköpft wurde. Die inzwischen
dem Terror Entflohenen haben oft tagelang keinen
Kontakt zu ihren in der Heimat lebenden Angehörigen
und wissen nicht, ob sie noch
leben.
A
„
lles nun, was ihr wollt, das
euch die Leute tun sollen, das tut
ihnen auch!“ (Matth. 7,12 / Lutherbibel)
Sicher
hat keiner der Flüchtlinge seine Heimat aus freien
Stücken verlassen. Und der
Wunsch bleibt, wieder ohne
Angst zurückkehren zu können.
So wie Maria und Josef nach
Nazareth zurückkehren konnten,
werden vielleicht auch die Flüchtlinge heute irgendwann wieder
zurück in ihre Heimat gehen können.
A
uch dies erzählt die Bibel, z.B.
in Jeremia 31,10 – 11 (Hoffnung
für alle): „…»Der Herr hat die
Israeliten in alle Winde zerstreut,
aber nun sammelt er sie wieder
und schützt sein Volk wie ein
Hirte seine Herde.« Ja, ich, der
Herr, habe die Nachkommen
Jakobs erlöst, ich habe sie aus
der Gewalt ihrer Unterdrücker
befreit. …“
Die provokante Frage lautet: Was geht uns das an?
Die Heilige Schrift gibt Antworten. Sie gibt uns die
Richtung an: „Ich bin ein
Fremdling gewesen und ihr
habt
mich
beherbergt.“
(Matth.25,35 / Lutherbibel)
Und auch diese Anweisung
ist eindeutig:
Aber
Wenn
„
ein Fremdling bei
euch wohnt in eurem Lande,
den sollt ihr nicht bedrücken.
…,denn ihr seid auch
Fremdlinge gewesen in
Ägyptenland.“
(3.
Buch
Mose 19,33 – 34) Auf der
Flucht zu sein kann jeden
treffen, auch die, die heute
in einem freien Land leben.
Helfen kann man am besten,
Flüchtlinge in einem Warteraum in einer zentralen Aufnahmeeinrichtung des Landes Berlin für
Asylbewerber. Gemeindebrief aktuell vom
29.09.2014. Copyrighthinweis: ChristianDitsch.de/Christian Ditsch
(Nutzung für Abonnenten des "Gemeindebrief Magazin für Öffentlichkeitsarbeit" in nichtkommerziellen Publikationen und auf der Homepage
der Kirchengemeinde.)
solange die Flüchtlinge
bei uns leben, sollten wir sie mit
Respekt und Verständnis behandeln. Es sind Menschen, die
Schlimmes durchgemacht haben.
In ihrer Heimat waren sie oft
angesehene Leute. Und nun
besitzen sie nichts mehr und sind
auf uns angewiesen. Wollen wir
ihnen wünschen, dass sie irgendwann wieder nach Hause
gehen können.
Irmgard Heselhaus
Andrea Lauff
Brückenschlag 2014, 2015,1
Flucht
11
Flucht, auf der Flucht, unterwegs…
Asylsuchende in Deutschland
Der Bundesrat hat mit großer Mehrheit für ein
beschleunigtes Verfahren beim Bau von Flüchtlingsunterkünften gestimmt. Damit soll Asylbewerbern schneller Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Die Vorschrift soll sicherstellen,
dass den Belangen von Flüchtlingen bei der Bauplanung Rechnung getragen wird. So sollen etwa
Verfahren dann vereinfacht werden, wenn ein
Gebäude für Flüchtlinge bestimmt ist. Hamburg
hatte den Antrag eingebracht. Der Hamburger
Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) erklärte, das
Gesetz könne helfen, angemessene Bedingungen
zu schaffen. "Niemand möchte auf Zelte zurückgreifen", sagte Scholz. Das Deutsche Institut für
Menschenrechte begrüßte die Entscheidung.
"Menschenwürdige Aufnahmebedingungen für
Menschen, die in Deutschland einen Asylantrag
stellen, müssen dringend ausgebaut werden",
sagte Menschenrechtsexpertin Petra FollmarOtto. Die Berichte über katastrophale Zustände in
vielen deutschen Flüchtlingsunterkünften mehrten
Brückenschlag 2014, 2015,1
sich. Die Gründe für diese Zustände seien struktureller Natur. So mangele es bisher an Konzepten und vorausschauender Planung. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werden dieses Jahr wahrscheinlich mindestens 200.000
Flüchtlinge in die Bundesrepublik kommen. Für
die Unterbringung von neuen Flüchtlingen wird in
Hamburg jetzt auch das Polizeirecht angewendet.
Das ist nach Angaben der Sozialbehörde notwendig, um Obdachlosigkeit zu vermeiden. Denn
somit können die Unterkünfte mit den erforderlichen Bau- und Umbaumaßnahmen ohne Baugenehmigungsverfahren oder Anhörungsverfahren
in Betrieb genommen werden. Die meisten
Flüchtlinge sollen in der Hansestadt in Containern
untergebracht werden, die meist auf freien Parkplatzflächen aufgestellt werden. Geplant ist aber
auch die Unterbringung in einer ehemaligen Förderschule, einem alten Industrielager und in zwei
ehemaligen Kasernen.
epd/GB, Gemeindebrief 2015, 2
12
Kirche und Leben
Flucht, auf der Flucht, unterwegs…
Wo gibt es in Bedburg-Hau Hilfe?
Josef erfuhr im Traum, dass er fliehen sollte und
er erfuhr später auch im Traum, dass die Gefahr
vorbei war. Er konnte schließlich mit seiner Familie zurück nach Nazareth ziehen. Die Flüchtlinge
meiner Kindheit zogen nicht wieder zurück in ihre
Heimat und ich vermute,
dass die meisten unserer
heutigen Flüchtlinge auch
nicht zurückgehen können
werden.
Auch
in Bedburg-Hau
sind einige Flüchtlinge aus
Syrien und aus dem Irak
eingetroffen. Sie besitzen
nur das, was sie tragen
könnten. Somit brauchen sie Bettwäsche,
Handtücher, Decken, Geschirr, Töpfe Möbel usw.
Der AIK – der Ausländer Initiativ Kreis
unterstützt die Menschen mit Sachspenden. Jede
und Jeder, der möchte, kann helfen. Momentan
werden besonders Babywäsche, Kinderwagen
und Spielsachen benötigt. Die Flüchtlinge sind
dankbar für jede Unterstützung.
Falls
Sie etwas abzugeben
haben oder an der Arbeit des
Ausländer Initiativ Kreis (AIK)
interessiert sind. Sie sind herzlich eingeladen, sich mit den
Mitarbeitenden in Verbindung
zu setzen.
Barbara Purschke-Heinz
A u s l ä n d e r - I n i t i a t i v - K r e i s (A I K )
Wenn auch Sie Asylsuchenden und Flüchtlingen helfen wollen:
Kontakt:
Annegret Ries über Pfarrbüro St. Antonius Tel. 02821/6304 oder
Helga Rogosch, Tel. 02821/40196
Bankverbindung:
Katholische Kirchengemeinde St. Antonius, Kontonr.: 5047196; BLZ: 32450000
Die
Weihnachtssammlung 2014
der ev. Kirchengemeinde Moyland
ist dem Erhalt der Ev. Schlosskirche gewidmet.
Wenn Sie lieber für einen anderen Zweck spenden möchten,
z.B. für den FAIR-Teiler oder für den Ausländer-Initiativ-Kreis,
dann tragen Sie es bitte bei „Verwendungszweck“ ein.
Brückenschlag 2014, 2015,1
Kirche und Leben
13
Gesegnetes Fest
Weihnachten,
so wie wir es feiern, ist erst in der bürgerlichen
Gesellschaft zum christlichen Hauptfest geworden, dessen Symbole,
Gedanken und Geschichten weit über das Jahr ausstrahlen.
Weihnachtsbaum, Adventskalender, Adventskranz, Geschenke,
Familienfeiern sowie die Krippe im eigenen Zuhause hatten zwar
Vorläufer, haben sich aber erst im 19. Jahrhundert durchgesetzt.
Wir sollten ernst
nehmen, so das
Plädoyer
des
Hörfunkjournaliste
n M. Morgenroth,
dass für das heutige Christsein eben nicht das
Kreuz und das „für-uns-Gestorben-sein“ im Mittelpunkt stehen, sondern Weihnachten, die Geburt,
das Leben. Wir sehnen uns nach dieser Zeit, in
der wir innehalten, entspannen und uns besinnen
können. Und die gesamte Gesellschaft nimmt sich
diese Auszeit, die zwölf Tage zwischen
Heiligabend und Dreikönigstag werden nicht von
ungefähr die „Zeit zwischen den Jahren“ genannt.
Weihnachten
mit Kindern zu feiern, ist das
Schönste! Schon die Adventszeit mit jedem neuen
Tag ein Türchen öffnen, eine Leckerei, ein Bildchen, eine neue Geschichte… Sie strahlen, sie
haben ein eigenartiges Leuchten in ihren Augen.
Wenn wir Großen uns davon anstecken lassen,
so wird Weihnachten auch für uns eine Zeit, in der
wir dazu stehen dürfen, dass wir nicht
alles können, dass es über uns noch etwas Größeres gibt. Es ist die Fähigkeit, das Leben als
sinnvoll und voller Wunder zu erleben, die Sonnenuntergänge als romantisch zu be, trachten,
auch wenn man weiß, dass nur die Erde sich
weiterdreht. Es ist eine symbolische Brille, die wir
immer wieder aufsetzen sollten in unserer technisierten Welt.
So
ist es möglich, auch die Weihnachtsgeschichte in ihrem Symbolgehalt zu verstehen: Gott
kommt zur Welt! Nehmen wir Weihnachten zum
Anlass, uns auf das Wesentliche zu besinnen: auf
Freundschaft, Familie, Frieden… Es gibt in dieser
Zeit genug Anlässe, um über das Leben selbst
nachzudenken. Und die Krippe ist ein wunderbarer Ort, um das Leben zu feiern. Und es ist christlich zu glauben: es gibt ein Leben vor dem Tod!
1
Zusammenfassung eines Artikels von Morgenroth,
Matthias: Die Krippe ist ein wunderbarer Ort. Eintreten
in eine zeitlose Welt. Publik-Forum Extra: Weihnachten.
2009. 3 – 5.
Weihnachten
Jedes Mal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr Verständnis zeigt für eure
Kinder, ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr einem Menschen helft, ist
Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr einander anseht mit den
Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den
Lippen, ist Weihnachten.
Denn es ist geboren die Liebe. Denn es ist geboren der Friede. Denn es ist geboren die Gerechtigkeit.
Jedes Mal, wenn jemand beschließt, ehrlich zu
leben, ist Weihnachten.
Denn es ist geboren die Hoffnung.
Jedes Mal, wenn ein Kind geboren wird, ist Weihnachten.
Denn es ist geboren die Freude.
Jedes Mal, wenn du versuchst, deinem Leben
einen Sinn zu geben, ist Weihnachten..
Denn es ist geboren Christus der Herr.
Unbekannter Verfasser
14
Kirche und Leben
Ein Geschenk für Opa
Es ist schon eine Zeit lang her. Es war im Jahre
Meine Mutter machte mir eine Vorlage und ich
1945. Der 2. Weltkrieg war zu Ende. Es ging auf
Weihnachten zu. Lebensmittel waren knapp. Es
gab alles nur auf Marken. Textilien waren
überhupt nicht zu bekommen. Damals hieß es:
„aus Alt mach Neu“. Wir überlegten uns, wie wir
kleine Geschenke für Weihnachten herstellen
konnten. Ich war damals 13 Jahre alt. Ich konnte
sehr gut stricken. Aus Wollresten und ausgezogenem Garn, das auf Brettchen gewickelt war und
nass gemacht wurde, um es zu glätten, suchte ich
mit Material zusammen. So saßen wir nachmittags nahe am Herd und strickten. Mutter strickte
für Vater ein Paar Socken, ich für meine
Schwester ein Paar Handschuhe.
strickte aus bunten Resten ein Beffchen. Dann
hinterfütterte sie es. Es sah recht gut aus. Damals
gab es kein Geschenkpapier und auch kein Geschenkband. Aus zusammengeklebten Lebensmitteltüten bastelte ich einen Bogen. Ich packte
das Beffchen darin ein, aus Lametta noch ein
Schleifchen darauf und mit Buntstift schrieb ich
„Für Opa“.
Meine Mutter seufzte: „Wenn ich nur wüsste,
woher ich für Opa ein Beffchen herbekomme!“ Ich
meinte, man könnte doch eins stricken. „Nun“,
sagte sie, „ein gestricktes hat es noch nie gegeben. Dann strick du mal das Beffchen!“
Am
Weihnachtsabend sangen wir Lieder zur
Weihnacht. Halbe Kerzen vom vorigen Jahr
brannten am Baum. Nun gab es Bescherung. Opa
bekam sein Geschenk. Er war etwas verwundert,
denn sein Geschenk war das einzige, das verpackt war. „Nun bin ich mal gespannt, was drin
ist“, sagte er. Er packte aus und fand das beffchen. Er war sehr erfreut. „Endlich wieder ein
Beffchen!“ An diesem Weihnachtsabend war er
ein sehr glücklicher Opa.
Inge Polman
Gott hat uns alle geschaffen
Eine
Grundschullehrerin fragt ihre Klasse im
Religionsunterricht: "Wer von euch möchte später
einmal in den Himmel kommen?“ Alle Kinder melden sich. Nur Jonas nicht. Da wendet sich die
Lehrerin erstaunt an ihn und fragt: "Was ist los,
Jonas, möchtest du nicht?“ Der Junge antwortet:
"Natürlich will ich in den Himmel kommen – aber
doch nicht mit den Typen da!“
Was der Witz auf flapsige Weise ausdrückt, ist
im Grunde ein ernstes Problem. Die Lehrerin, jedenfalls wenn sie eine gute Lehrerin ist, wird über
die Aussage von Jonas erschrocken sein. Denn
die Lehrerin ist doch für alle Kinder ihrer Klasse
da. Wenn schon eine gute Lehrerin über solch
einen Jonas erschrocken ist, wie sehr wird dann
erst Eltern das Herz bluten, wenn eines ihrer Kinder – nennen wir es wieder Jonas – erklärt: "Ralf
darf nicht mehr zu unserer Familie gehören.
Denn Ralf hat was Schlimmes ausgefressen.
Er soll nicht mehr zu uns kommen!“
Leider mag es hin und wieder einen Lehrer geben, der es fertigbringt, einzelne Schüler auszugrenzen und fertigzumachen. Und es kommt leider auch immer wieder vor, dass sogar Eltern mit
ihren Kindern brechen, dass sie den Ralf aus
ihrem Leben verbannen wollen, weil er nicht so
fühlt, denkt oder handelt, wie sie es von ihm erwarten.
Aber es gibt einen, der kann das nicht. Das ist
Gott. Gott hat uns alle geschaffen, den Jonas und
den Ralf. Beide sollen zu seiner Familie hier auf
der Erde gehören. Und beide sollen in den
Himmel kommen. Woher nehmen wir dann
das Recht, andere auszugrenzen?
Reinhard Ellsel. Gemeindebrief 2015,1
Kirche und Leben
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TIERE IN DER BIBEL
Der Esel
Tiere in der Bibel: Der Esel
„Du dummer Esel“: Das hätte gerade noch
gefehlt, dass der Seher Bileam seine Eselin so
beschimpft. Doch dazu ist es nun doch nicht
gekommen in der biblischen Geschichte (4. Mose
22,21−35), die das Verhältnis zwischen Esel und
Mensch am deutlichsten zeigt.
Christus im Niltal zum Haustier domestiziert
wurde, sind klar erkannt. Er ist vorsichtig,
zuverlässig und belastbar. Er wird sogar den
Menschen als Vorbild vor Augen gestellt. In
Jesaja 1,3 klagt Gott: „Ein Ochse kennt seinen
Herrn und ein Esel die Krippe sei-nes Herrn; aber
Israel kenntʼs nicht, und mein Volk verstehtʼs
Was ist geschehen? Bileam wird von Balak, dem
nicht.“ Über diese Bibelstelle ist der Esel neben
König der Moabiter, ausersehen, das Volk der
dem Ochsen in den Stall von Bethlehem
Israeliten zu verfluchen. Dies ist
gekommen. Zwar berichtet die
allerdings gegen den Willen
Bibel nicht ausdrücklich von
Gottes. Trotzdem reitet Bileam
einem Esel im Zusammenhang
An meinen Esel
auf seiner Eselin los, um den
mit der Geburt von Jesus.
Auftrag Balaks zu erfüllen. Da
Trotzdem liegt es nahe, dass
stellt sich ihm der Engel Gottes mit
ein Esel die hochschwangere
Ich wünsche mir,
einem Schwert bewaffnet in den
Maria von Nazareth nach
dass du mit Geduld
Weg. Die Eselin sieht die Gefahr
Bethlehem
getragen
hat
die Lasten trägst,
und weicht ihm aus. Bileam aber
(Lukas
2,1−7).
Und
dass
Josef
die mir aufgetragen sind.
sieht den Engel nicht, sondern
und Maria mit ihm auf einem
Möge dir die Erde,
denkt, seine Eselin wäre störrisch,
Esel vor den Soldaten des
über die du gehst,
und schlägt auf sie ein. Da verleiht
Herodes
nach
Ägypten
Gelassenheit verleihen.
Gott der Eselin Sprache und sie
geflohen
sind
(Matthäus
Denn auch du bist getragen
sagt: „Was hab ich dir getan, dass
2,13−15). Tatsächlich war der
mit deinen langen Ohren,
du mich nun dreimal geschlagen
Esel das Reit- und Lasttier der
hast? Bin ich nicht deine Eselin,
den schönen Augen
gehobenen Mittelschicht – zu
auf der du geritten bist von jeher
der Josef als Zimmermann
und dem neugierigen Maul.
bis auf diesen Tag? War es je
durchaus zu zählen war.
Doch sollen mir Lasten
meine Art, es so mit dir zu
aufgebürdet werden,
treiben?“ Da muss Bileam zuSchließlich
reitet
der
die andere nicht tragen wollen,
geben: „Nein.“ Erst da sieht auch
erwachsene Jesus auf einem
dann sei stur!
Bileam den Engel Gottes. Der
Esel
in
Jerusalem
ein
spricht zu ihm: „Dein Weg ist
(Matthäus 21,1−11) – und
Reinhard Ellsel
verkehrt in meinen Augen. Die
nicht auf einem Pferd. Dadurch
Eselin hat mich
erkennen ihn die jubelnden
gesehen und ist mir dreimal
Menschen als den Friedensausgewichen. Sonst hätte ich dich
könig, der schon durch den
jetzt getötet, aber die Eselin am Leben gelassen.“
Propheten Sacharja verheißen wurde (Sacharja
9,9.10).
In der Bibel wird der Esel 127 Mal erwähnt. Die
Vorzüge des Esels, der bereits im vierten
Reinhard Ellsel
Jahrtausend vor
Grafik: Maren Amini
Brückenschlag 2014, 2015,1
16
Kirche und Leben
Zukunft selbst gestalten
Eine Veranstaltung mit
Gedanken- und Planspielen
Wir Ehrenamtliche des Moyländer Presbyteriums hatten am 23.
September zu Gedanken- und Planspielen eingeladen, und zwar
alle, unabhängig von ihrer Konfession, die Interesse an der
Thematik hatten. Und sie waren gekommen oder hatten wegen
anderer Verpflichtungen absagen müssen, aber per E-Mail ihr
Interesse bekundet. Schon recht früh möchten wir uns mit der
Frage auseinandersetzen, wie es im Sommer 2016 weitergehen
wird, wenn Pfarrer Bender in den Ruhestand gehen wird. Die
Hauptsorgen, vorgetragen von Ingrid van de Loo, Andrea Lauff,
Irmgard Heselhaus, und Barbara Purschke-Heinz (im Bild links),
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
1. Wird es 2016 noch möglich sein, den Ist-Zustand, eine 75%-Pfarrstelle in Moyland und
Louisendorf zu finanzieren? Wird es überhaupt eine Pfarrerin/einen Pfarrer geben,
die/der sich für diese Stelle interessiert? Sollten wir uns nicht auch mit der Möglichkeit befassen, dass nur noch maximal 50 % für
beide Gemeinden, warum auch immer, möglich sein werden?
2. Die Kirche der Zukunft ist mehr denn je vom
ehrenamtlichen Engagement getragen. Was
ist, wenn die derzeit tätigen Ehrenamtlichen
nicht mehr wollen oder können? Wie können
weitere Ehrenamtliche gewonnen werden?
3. Die Gottesdienstbesucher werden weniger. Ist
es ein Trend, dem man sich schicksalsergeben ausgeliefert fühlen
muss?
Was muss in
Moyland
angeboten
werden, um wieder mehr
Menschen
anzusprechen?
4. Der
Förderverein
Schlosskirche
könnte
seine Aktivitäten einstellen. Was könnte/müsste
er weiterhin tun, um die
Moyländer Kirche im
Blickpunkt der Öffentlichkeit zu halten?
Im Anschluss an diese Sorgendarstellung stellte Bür-
germeister Driessen (links unten) seine Gedankenspiele vor. Er betonte, dass er es wichtig
fände, dass die Aktivitäten der Kirchengemeinden
fortgeführt werden würden und dass er sich wegen der vielfältigen Aufgaben in Moyland und
Louisendorf eine ganze Pfarrstelle wünschen
würde. Besonders schön wäre es, wenn eine
junge Pfarrfamilie käme. Er sagte u.a. Unterstützung bei ihrer Ansiedlung (Grundstücksuche,
Kindergartenplatz etc.) zu.
Um die Gedankenspiele Aller ging es dann im
nächsten Teil der Veranstaltung. Es wurden zu
den genannten vier Hauptsorgen der Ehrenamtlichen Kleingruppen gebildet, in denen sehr
lebhaft diskutiert wurde und die sich später im
Brückenschlag 2014, 2015, 1
Kirche und Leben
Plenum mit einer Vielzahl von kreativen Ideen und
Vorschlägen präsentierten, letztlich alles mit dem
Ziel, die Kirche als Ort zu erhalten, in dem
Gottesdienste gefeiert und das Wort Gottes
verkündet werden können, und dafür zu sorgen,
dass Menschen kommen, die es hören wollen.
Nun haben wir Ehrenamtlichen einiges zu tun. Wir
müssen jetzt die vielen Ideen weiter diskutieren,
sortieren und – ganz wichtig – umsetzen. So
besteht eine Chance, dass die Lebendigkeit der
Veranstaltung sich auch auf Andere in der
Gemeinde, zum Beispiel auch auf Sie, liebe
Leserin, lieber Leser, überträgt. Man darf
gespannt sein! Wir werden darüber berichten
bzw. auch Sie zu weiteren Veranstaltungen
einladen.
Dass sich viele Anregungen ergeben haben, ist
ein schönes Ergebnis. Genauso wichtig ist, dass
unsere Hauptsorge, Moyland müsste „zumachen“,
sowohl von anwesenden Mitgliedern des
Kreissynodalvorstandes als auch in einer
schriftlichen
Stellungnahme
vom
Superintendenten Wefers zerstreut werden konnte.
Wir Ehrenamtlichen können uns, durch den
Zuspruch gestärkt, wieder an unsere Arbeit
begeben. Eine aktive Gemeinde mit interessanten
Angeboten wird auch für eine/n potentiellen
neue/n Pfarrer/in attraktiv sein!
❇✟✠✡✟✠✟ €☛✠☞✌✍✎✏-❍✏✑✒✓
€✠✏☞✡✔✕✏✠✑✒
Fotos:
❍✟✒☞ ✈✟✒ ❞✏ ▲✖✖
Brückenschlag 2014, 2015, 1
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Kirche und Leben
Impressionen Moyländer Kirmes 2014
Festgehalten von
Hans van de Loo
Kirche und Leben
25 Jahre OFK
Der offene Frauenkreis feierte am
21.09.2014 in der Moyländer
Schlosskirche
Der Gottesdienst wurde von Ofk-Frauen unter der Leitung von Pfr. Gabriele
Schwärzl vorbereitet und durchgeführt. Die musikalische Gestaltung
übernahm Lizzy’Cocktail. Im Anschluss wurden die Gäste zu einem
Empfang in der
Kirche eingeladen.
Fotos:
Hans van de Loo
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22
Kirche und Leben
5. Oktober 2014
Erntedank in
Moyland und
Louisendorf
Ein Rückblick
Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst
Fotos: Martin Plessow
Brückenschlag 2014,2015, 1
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Samenkörner sind ein Wunder.
Erntedank-Dekorationen in
Louisendorf
Fotos: Marlies Thomas
Brückenschlag 2014, 2015, 1
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Kirche und Leben
Konfirmanden helfen bei der
Erntedankgottesdienst-Vorbereitung
und Gemüse wie Äpfel, Birnen, Mais und Kürbisse
gesammelt und so hergerichtet, dass es als
Dekoration für die Kirche in Louisendorf benutzt
werden kann. Dabei hat uns unser Freund xxxxxx
tatkräftig unterstützt. Als kleinen Snack für
Zwischendurch haben Marlies und Helmut uns ein
Eis spendiert.
Louisendorf. Dienstag. Anlässlich des Erntedankfestes haben wir xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx–
uns gemeinsam Zuhause bei Helmut, Marlies und
Marion Thomas getroffen, um Vorbereitungen für
den Gottesdienst zu treffen. Bevor wir kamen,
hatten Helmut, Marlies und Marion schon einige
Vorarbeit geleistet. So hatten sie einen Stuhl mit
Moos verkleidet und ein Schwein aus Moos
gemacht. Als wir dann kamen, haben wir Obst
Donnerstag. Wir xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx sind mit
den vorbereiteten Dingen zur Kirche gegangen
und haben diese geschmückt. Als erstes wurde
mit Marlies und Helmut der Altar mit Kerzen
geschmückt, zusätzlich verschönerten wir die
Treppe vor dem Altar mit einem von Moos
bedeckten Stuhl, mit einem Schwein aus Moos,
mit einem Strohballen und mehreren Früchten
verschönert. Dabei haben uns unsere Freund aus
Kalkar unterstützt. Nun ist die Kirche für den Erntedankgottesdienst vorbereitet.
xxxxxxxxxxxxxxxxxx
In Moyland bauten
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxgemeinsam mit
Waltraud van de Loo und Alfred Kügler die
Erntedank –Dekoration auf.
Fotos: Marlies Thomas, Louisendorf
Andrea Lauff, Moyland
Brückenschlag 2014,2015, 1
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Kirche und Leben
Louisendorf: 3. Altenstubenausflug
am 9. Oktober 2013 zur Dorfkirche Repelen im Altkreis Moers mit Geschichte und
der Felkeverein, benannt nach dem Pfarrer Felke, der 1894 als Pfarrer in Repelen
seinen Pfarrdienst begann.
Unsere Fahrt begann wie immer aus dem Unterdorf
beginnend und Abfahrt ab dem alten Schulhof. Wenn
der Bus seine Fahrt beginnt, warten wir mit
Spannung auf die Bekanntgabe durch Herrn Bender,
wohin uns die Fahrt hinführt. Viele Fahrten haben wir
schon mit Herrn Bender erleben dürfen. Es ist immer
verwunderlich, das keine Fahrt eine verdeckte
Wiederholung ist.
In Labbeck haben wir mit einem guten Kaffee und
leckerem Kuchen die Fahrt begonnen. Das Kaffee
mit dem Namen am „ am Hochwald“ ist seit einigen
Jahren dort ansässig. Einige unserer Mitfahrer sind
schon mal dagewesen. Labbeck gehörte bis vor
etlichen Jahren noch zum Kreis Moers. Heute ist die
Zugehörigkeit zum Kreis Wesel. Unsere Weiterfahrt
nach Repelen gilt genauso, Altkreis Moers und jetzt
Kreis Wesel. Die Moerser waren nicht zufrieden mit
dem Autokennzeichen „WES“ für den Kreis Wesel
Reklame zu fahren. Seit einiger Zeit kann man
wieder dem Autokennzeichen „MO“ begegnen. Es
sind Ausnahmeregelungen vereinbart worden.
Nun unser Beginn mit der Fahrt nach Repelen. Auf
der B 57 fahrend sind wir in Rheinkamp nach rechts
abgebogen. Der Weg führte dann nach einigen
Ampeln in das Zentrum von Repelen. Die Kirche
haben wir links vorbeifahrend passiert. Nach einer
kurzen Strecke erreichten wir auf der linken Seite den
Jungbornpark, gegründet vom Pfarrer Felke. Im
Jahr1894 kam Pfarrer Felke aus Sobernheim im
Hunsrück nach Repelen. Pfälzer in Pfalzdorf und in
Louisendorf, haben Verwandte in Sobernheim. 1896
hat Pfarrer Felke neben seinem Kirchendienst einen
homöopatischen Verein gegründet. Hunderte kranke
Menschen
wollten
von
Pfarrer
Felke
mit
Naturheilmitteln geheilt werden. Der Jungbornpark
wurde immer weiter berühmt. Frische Luft und
Heilerde in Form von Lehm und Massage in freier
Umgebung machte es erforderlich, das man im Park
Sichtwände für die Trennung Männer und Frauen
bauen mußte. Es sollte von draußen keiner Einblick
haben. Die Felke-Kur wurde in kurzer Zeit
weltbekannt. Es kamen Kurgäste aus Amerika,
Holland, Belgien, Russland, Italien unsw. Pfarrer
Felke hat den Namen „Lehmpastor“ bekommen.
1912 hat Pastor Felke sein Amt als Pastor
niedergelegt, mit Verzicht auf Pensionsansprüche. Er
wollte sich ausschließlich nur noch den Kranken
widmen. 1914 wurde. das Hotel Jungborn in Betrieb
genommen. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges kam
der Kurbetrieb zum Erliegen. Die Kurgäste sind
abgereist. Das Hotel wurde Lazarett. Ein Militärarzt
hat zurückgebliebene Kranke weiter versorgt. Ein
Nachfolger für Pastor Felke war der Pastor Sohnius.
Pastor Felke ist nach Sobernheim zurück gegangen.
In Abständen von 14 Tagen besuchte Pastor Felke
seine Patienten in Repelen. Bis zu seinem Tode
1926 behielt Repelen zu seinem Namen noch den
Zusatz als Kurort. Wir haben nicht gewußt, daß
Repelen so eine alte Berühmtheit „Kurort“ besessen
hat.
Im Jungbornpark ist ein kleines Felkemuseum erstellt
worden. Es lohnt sich einen Sonntagsausflug privat
nach Repelen zu starten. Man sollte diesen Ausflug
an einem warmen Tag starten, dann kann man mit
nackten Füßen ein Lehmbad genießen.
Vom Felke Museum sind wir zur Dorfkirche von
Repelen zurück gefahren. Auch diese Kirche hat eine
lange alte Geschichte. Im Jahr ca. 1160 entstand
eine dreischiffige Pfeilerbasilika. Im Jahr 1450 erhielt
die Kirche einen Anbau der einen schönen Chorraum
in der heutigen Form noch darstellt.
1560 bekannte sich die damalige Gemeinde unter
dem Priester A.Steurs öffentlich zur Reformation, und
die Kirche war von da an sofort „evangelisch“.
1586 brachen die Spanier hier am Niederrhein ein
und vernichteten alle Kirchenunterlagen. Die Glocken
wurden geraubt, der Pfarrer wurde vertrieben.
1636 hatten die wieder vorhanden Glocken einen
schlechten Klang. Man beauftragte in Rheinberg
einen Glockengießer diese Glocken einzuschmelzen
und daraus neue Glocken zu gießen. Es wurde
vereinbart, nur die Glocken zu bezahlen, wenn die
Arbeit zur Zufriedenheit ausfiel.
Von 1700 bis 1915 wurde viel an der Kirche
verbessert und gearbeitet. 1915 bekam die Kirche
elektrischen Strom. Es gab Licht, die Orgel bekam
einen Motor, der Blasebalg und die Glocken erhielten
auch Motoren zum Antrieb. Die langen Seile zum
Läuten waren hinfällig.
1942 wurde die große Glocke aus dem Jahr 1638 auf
allerhöchstem Befehl demontiert. Man wollte diese
einschmelzen. Der Krieg war bedürftig. Bei
Kriegsende wurde die Glocke in Thüringen wieder
Brückenschlag 2014, 2015, 1
Kirche und Leben
25
gefunden. Erst 1950 hat man es geschafft, die
Glocke aus der Zone heraus zu bekommen.
Die Führung die wir in der Repelener Kirche erlebt
haben, war sehr interessant und hervorragend.
1972 bekam die Kirche Fußbodenheizung. 1976
wurden Glasfenster eingebaut. Eine Künstlerin mit
dem Namen Gisela Dreher, hat mit einem Rosenbild
das Sinnbild für Jesus Christus dargestellt.
Unser Speiselokal war die Gaststätte Bucksteeg in
Schneppenbaum.
1995 Dachstuhlsanierung bis zur Turmspitze mit
neuem Wetterhahn. Der Alte Wetterhahn empfängt
die Kirchgänger im Eingang.
2001 Innensanierung mit computergesteuerter
Beleuchtungsanlage und Sprechanlage.
2010 konnte im Turm der Kirche ein Museum Platz
finden und wird liebevoll als Turmmuseum gepflegt.
Das war ein interessanter Lebenslauf einer Kirche
von 1160 – 2010. Wir haben eine Kirche in
Louisendorf die viel jünger ist. Was tun wir für unsere
Kirche, damit ein langes Leben ermöglicht wird?
Revelen. Ansichten
Brückenschlag 2014, 2015, 1
Wir waren wie immer gut zufrieden.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
xxxxxxxxxxxxxx
mitgefahren sind 58 Personen
Organisator Pfr. Bender
Manfred an Haack Presbyter i.R
Foto Privat
26
Kirche und Leben
Neuer Eingangsbereich
Fotos: Marlies Thomas
Oben rechts und links:
Reparatur der Stufen und Pflasterung vor der
Elisabethkirche
Mitte und unten:
Neue Rahmen für Teppiche im Eingangsbereich
rückenschlag 2014, 2015, 1
Kirche und Leben
„Heiliger Johannes der Täufer“
die neue katholische Pfarrei in Bedburg-Hau
Die beiden Pfarrgemeinden in Bedburg-Hau, St. Antonius und St. Peter, fusionierten.
Dies wurde am Sonntag, 2. November, ab 9.30 Uhr, mit einem Festgottesdienst in der
St. Markus Kirche am Klosterplatz, der neuen Pfarrkirche, gefeiert.
Als offizielle Vertreterin der ev. Kirchengemeinde Moyland
durfte ich teilnehmen. Ich bin mit gemischten Gefühlen hingegangen und war schließlich angenehm überrascht. In einem
eindrucksvollen, lebendigen Festgottesdienst unter Leitung des
Xantener Regionalbischofs Wilfried Theising brachten sich u.a.
die ehemals früheren selbständigen Gemeinden St. Antonius
Hau, St. Markus Bedburg, St. Martinus Qualburg, St. Peter
Huisberden, St. Stephanus Hasselt und St. Vincentius Till mit
ihren Wünschen und Erwartungen ein. Musikalisch wurde die
Messe vom Halleluja-Chor und den Chören St. Antonius, St.
Stephanus und St. Vincentius gestaltet.
Die Fusion war gut vorbereitet, ein Fusionsausschuss sowie
die einzelnen Gemeindegruppen hatten an der Gestaltung der
Großgemeinde mitgewirkt, so dass die Gemeindeglieder davon ausgehen, dass das, was jetzt besteht, bestehen bleibt.
Beide Gemeinden hatten schon seit mehr als drei Jahren vieles gemeinsam, so zum Beispiel das Seelsorgeteam (Leitung
Dechant Jürgen Lürwer, Pfarrer Theo Kröll und den Pastoralreferenten Brigitte Peerenboom, Andrea Scheerer und Walter
Blenker - letztere für den Bereich der Rheinischen Kliniken),
Gremientreffen und abgestimmte Gottesdienstzeiten. 8 500
Katholiken zählt die neue Gemeinde.
Im Anschluss an den Festgottesdienst (nach ca. 1 ¾ sehr
kurzweiligen Stunden!!!) waren alle Pfarrangehörigen zum
Empfang und zum Imbiss in den Ratssaal der Gemeinde Bedburg-Hau, Rathausplatz 1, eingeladen. Dort konnte ich die
Segenswünsche unserer Kirchengemeinde übermitteln und
mit dem Einen oder der Anderen über Gott und die Welt plaudern. Auch hier war die Stimmung optimistisch.
Unser Segenswunsch, aus dem Psalm 121, an die Gemeinde
Hl. Johannes der Täufer:
„Auf all deinen Wegen
wird er dich beschützen,
vom Anfang bis zum Ende,
jetzt und in aller Zukunft!“
B. Purschke-Heinz
Presbyterin
Brückenschlag 2014, 2015, 1
Frauenfrühstück Louisendorf
T
E
R
M
I
N
E
Gottesdienste Elisabethkirche
Immer mittwochs 9.00 Uhr
So 9.30 Uhr
03.12.14
Außer am letzten So des Monats.
07.01.15
Stattdessen Abendgottesdienst
04.02.15
Sa 18.30 Uhr
Am Sa, 27.12.14 Gottesdienst mit Abendmahl
Altenstube Louisendorf
Besondere Gottesdienste
Immer mittwochs 14.30 Uhr
30.11.14, 9.30 Uhr Familiengottesdienst
zum 1. Advent
24.12.14, 18.00 Uhr Kinderweihnachtsfeier
17.12.14
21.01.15
25.12.14, 9.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
18.02.15
26.12.14 kein Gottesdienst
31.12.14, 18.30 Uhr Abendgottesdienst
zum Jahresausklang
Kanzeltausch
Louisendorf/ Moyland
28. 12.14 Kanzeltausch mit Pfr. Hagen
Frauennachmittag Moyland
Immer montags 15.00 Uhr
08.12.14
Gottesdienste Schlosskirche
12.01.15
So 10.30 Uhr
09.02.15
Besondere Gottesdienste
30.11.14 Familiengottesdienst zum 1. Advent
OFK Moyland
Meistens donnerstags einmal im
Monat
24.12.14, 16.30 Uhr Kinderweihnachtsfeier
22.00 Uhr Christmette
25.12.14, 10.20 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
mit Gemeinschaftskelch
Termine für 2015 standen bei
Redaktionsschluss noch nicht
fest
26.12.14 Kein Gottesdienst
1.1.15, 15.00 Uhr Neujahrsgottesdienst
mit anschließendem
Empfang in der Schlosskirche
Kirchenkaffee
jeden letzten Sonntag im Monat
in der Schlosskirche
Altenweihnachtsfeier
7.12.14, 15.00 Uhr
Offene Weihnachtsmarktkirche
Von Mi, 10.12. bis So 14.12.2014
Forum
29
Neujahrsempfang
in der Moyländer Schlosskirche
Silvester mit Familie und Freunden feiern, eine gute
Tradition. Bis in den nächsten Morgen hinein zusammen
sitzen, die Stimmung ist gut, man hat sich länger nicht
gesehen und hat sich viel zu erzählen. Noch einen
Kaffee trinken, dazu gibt es selbst gebackene Krapfen
… es ist einfach nur schön! Dann irgendwann schleicht
sich die Müdigkeit an. Ein Blick auf die Uhr: „Oh, 3 Uhr
schon!“ Nun wird es aber Zeit, ich muss nach Hause, ich
habe morgen um 10.30 Uhr Dienst in der Kirche.
Unverständnis bei den anderen… „du und deine Kirche!“
Das soll jetzt anders werden. Nicht nur Prebyterinnen
haben Schwierigkeiten, am Neujahrmorgen „so früh“
aufzustehen, denn der 10.30 Uhr- Gottesdienst ist nicht
gerade gut besucht. So hat das Moyländer Presbyterium
beschlossen, den Neujahrsgottesdienst auf 15 Uhr am
Nachmittag zu verlegen und anschließend zum
Empfang in der Schlosskirche einzuladen.
Also, liebe Leserinnen und Leser, kommen Sie in die
Schlosskirche. Begrüßen Sie mit uns das neue Jahr,
zuerst im Gottesdienst, anschießend im informellen
Austausch. Wir freuen uns auf viele Besucher.
Gut gerutscht?
Ich wünsche einen „ Guten Rutsch“ sagt man zum
Silvestertag. Aber was bedeutet es eigentlich? Irgendein guter Wunsch scheint es ja zu sein. Aber wa-rum
soll man ausrutschen? Mit rutschen hat dieser Spruch
aber eigentlich überhaupt nichts zu tun! In Wahrheit
geht der „ gute Rutsch“ nämlich auf den hebräischen
Satz „ Rosch ha schana“ , den Kopf des Jahres, also
das Neujahr zurück. Durch herumziehende Gaukler
und Reisende wurde dieser Satz in die deutsche
Sprache eingebracht. Wahrscheinlich hatte irgendwann jemand ein Wort nicht ganz verstanden – so
ähnlich wie bei der „ Stillen Post“ und über Jahrhunderte wurde dann aus „ Rosch“ eben „ Rutsch.
Man wünscht also einfach auf Hebräisch einen Neuen
Kopf“ oder ein „ Neues Jahr - “ hoffentlich auch ein
gutes.
Christian Badel Gemeindebrief, 2009, 01
Neujahrsgottesdienst
1. Januar 2015
15.00 Uhr
Zum Neuen Jahr
Ein neues Jahr, noch fast leer der Kalender.
So viele Chancen. So viele Unwägbarkeiten.
Du, Gott, hältst jeden Tag in der Hand.
anschließend
Du gehst mit mir durch die Zeit.
Neujahrsempfang
in der Schlosskirche
Segne mich und
lass mich zum Segen werden.
Tina Wilms, Gemeindebrief 2011, 1
32 Kontakt, Hilfe, Beratung
Diakonie im Ev. Kirchenkreis Kleve
engagiert sich in vielen sozialen Bereichen.
Ansprechpartner in unserer Nähe sehen Sie auf
der Seite gegenüber. Ihr Sitz ist im Haus der
Diakonie in Goch. Sie ist in folgende Fachbereiche gegliedert:
1: Pflege (Sozialstation, Tagespflege, Seniorenwohnungen, Seniorenzentrum)
2: Betreutes Wohnen (Betreutes Wohnen für
Menschen mit Behinderung, psychischen oder
Suchtproblemen (BeWo)
Wer oder was ist die Diakonie?
„Diakonie“ ist griechisch und bedeutet dienen
und deuten. Innere Mission. Auftrag von Jesus.
Kirche für andere. Organisation von Hilfe.
Nächstenliebe in Aktion. Ich und Du. Erleben
Gottes Barmherzigkeit. (nach Reinhard Ellsel zum
Monatsspruch Mai 2013: Öffne deinen Mund für den
Stummen, für das Recht aller Schwachen! Sprüche 31,8)
Als Vater der Diakonie als Organisation gilt der
Hamburger Pastor Johann Hinrich Wichern
(1803 – 1881), der selbst aus armen
Verhältnissen kommend, sich im „Rauhen
Haus“,
einem
alten
Bauernhaus,
der
Jugendlichen
annahm,
die
durch
alle
gesellschaftlichen Raster gefallen waren. Ehe
man mit diesen Menschen, so Wicherns
Grundsatz, über Moral und Religion reden
könne, müsse man sich als Christ um die
Befriedigung ihrer elementaren Bedürfnisse
kümmern.
Wichern gab den Gestrandeten eine neue
Chance und diese ergriffen diese Chance. Sie
begannen Werkstätten und Gemeinschaftshäuser zu bauen, Handwerker und Lehrer stießen
zu der kleinen Truppe. Die Ausbildung hier im
„Rauhen Haus“ genoss bald einen so guten
Ruf, dass die jungen Leute von Hamburger
Betrieben gern übernommen und Wicherns
Brüder“ vielerorts als Erzieher, Heimleiter,
Volksmissionare angefordert wurden. Mit gutem
Beispiel vorangehend machte Wichern den
Gemeinden ihre soziale Verpflichtung bewusst.
(Christian Feldmann, Gemeindebrief, 063_3903)
3: Soziale Dienste (Suchtberatung/Suchtvorbeugung, Sozialberatung, Wohnungslosenberatung, Pädagogigogische Übermittagbetreuung, Flüchtlingsberatung
4.: Betreuungsverein der Diakonie (Begleitung ehrenamtlicher Betreuer/-innen)
Über die Finanzierung der Diakonie werden wir
im nächsten „Brückenschlag“ genauer berichten. Hier nur so viel: Da nur ein Teil der
aufgeführten Dienste sich refinanziert, z.B. über
Pflegesätze, zahlen die Gemeinden des Kreises jedes Jahr eine Diakonieumlage.
Diakonie in Bedburg-Hau?
Wie man aus der Auflistung ersehen kann, sind
die Dienste nur an bestimmten Orten, z.B.
Goch oder Kleve angesiedelt.
Wir sammeln aber fast jeden Sonntag im
Gottesdienst für die Diakonie in unserer Gemeinde. Wir können natürlich nicht einmal einen einzigen dieser Dienste vorhalten. So hat
das Presbyterium Moyland beschlossen, sich
diakonisch (= dienend und helfend) dort zu
betätigen, wo bereits in Bedburg-Hau Bedürftigen geholfen wird. Das sind


der FAIR-teiler und
der Ausländer-Initiativ-Kreis.
Weiter helfen wir bei Bedarf Notleidenen z.B.
Grundschulkindern, dass sie eine warme
Malzeit bekommen.
Jeder Notleidende kann sich also auch direkt
an unsere Kirchengemeinde wenden.
Barbara Purschke-Heinz, Presbyterin
Kontakt, Hilfe, Beratung
TelefonSeelsorge
Rund um die Uhr erreichbar!
Tel. 0800 111 0 111 oder - 111 0 222
Auch im Internet als Mail oder Chat,
unter: www.seelsorge-niederrhein.de
Hafen der Hoffnung e.V.
Geschäftsstelle
Diakonie im Kirchenkreis Kleve e.V.
Haus der Diakonie
Brückenstraße 4, 47574 Goch
Tel. 02823 / 93 02-0
info@diakonie-kkkleve.de; www.diakonie-kkkleve.de
Geschäftsführung
Pfarrer Joachim Wolff
Tel. 02823 / 93 02-0; wolff@diakonie-kkkleve.de
Verein zur Förderung der Aussiedler im Kreis Kleve
Tel. 02821/ 582002
Ev. Beratungsstelle
für
Familien-,
Lebensfragen
Ehe-,
Partnerschafts-
und
Schwangerschaftskonfliktberatung
Tel. 02841/9 98 26 00
Fachbereich 1: Pflege
Diakonie-Sozialstation und
Hausbetreuungsservice
Haus der Diakonie, Brückenstraße 4, 47574 Goch
Ltg: Malcolm Lichtenberger, Tel.: 02823 / 93 02-0
Tagespflege
Haus der Diakonie, Brückenstraße 4, 47574 Goch
Ltg: Angelika Jacobs, Tel.: 02823 / 93 02-28
Seniorenwohnungen
Ev. Seniorenzentrum, Parkstraße 8, 47574 Goch
Seniorengerechte Wohnungen,
Brückenstraße 4, 47574 Goch
Jörg Schlonsok, 02823 / 93 02-16
Sozialberatung Kleve
Feldmannstege 1, 47533 Kleve
(bis voraussichtlich Ende November,
dann Stechbahn 33), di+fr 9:00-12:30 Uhr
Monika Köster, Tel. 02821 / 24 492
Ansprechpartner
für homosexuelle Menschen und ihre Angehörigen
Dieter Schütte
Tel. 0281/156 – 41 oder – 43
Betreuungsverein
Koordination: Albert Büsen
buesen@diakonie-kkkleve.de
Telefon: 02823 / 93 02-0
Begleitung Ehrenamtlicher
Helma Bertgen, Theo Peters, Christof Sieben
info@diakonie-kkkleve.de
Telefon: 02823 / 93 02-0
Evangelische Stiftung Kleve
Alten- und Pflegeheim
Evangelische Stiftung Kleve gegründet 1853
Kolpingstraße 12 (Navi-Eingabe)
Hagsche Straße 83/85, 47533 Kleve
Tel. 02821 8966-0; info@ev-stiftung.de; www.ev-stiftung.de
FAIR-teiler
Basisberatung und Lebensmittelverteilung für Menschen in
Schwierigkeiten
Pfarrheim St. Markus, Klosterplatz 7, Bedburg-Hau-Schneppenbaum
Öffnungszeiten: Di 10 bis 12 Uhr und DO 17 bis 19 Uhr
Info: Brigitte Perenboom 02821/977872; Norbert Gerding, 02821/720916;
Barbara Purschke-Heinz, 02821/60764
Bankverbindung: IBAN DE88 3246 0422 0203 3780 17, BIC GENODED1KLL
Unsere Kirchengemeinden
Evangelische Kirchengemeinde
Moyländer Allee 8, 47551 Bedburg-Hau, Tel. 02824/2221
Fax: (02824-999831) * E-Mail: eKMoyland@t-online.de
E-Mail/Gemeindebrief: purschkeheinz@schlosskirche-moyland.de
Pfarrer
Klaus Bender
Mühlenstraße 6, 47551 Bedburg-Hau
02824/2221
02821/60270
Gemeindebüro
Brigitte Kruse (Mo 13:30h - 17:30h.
02824/2221
Organist
Günter Minor
02824/3014
Evangelisches Gemeindehaus Moyland
Louisendorf
Elisabethkirche Louisendorf
Der Küsterdienst
wird ehrenamtlich vom Ehepaar Marlies
und Helmut Thomas ausgeübt.
02824/3462
Kirchmeister
Helmut Thomas, Imigstraße 58
02824/3462
Presbyterinnen/
Presbyter
Inge Frericks……………………………
Eveline Hans……………………………
Rainer Schiemann..……………………
Roland Unkrig…………………………..
Hans Westerhoff…………..…………..
Karin Wilhelm ………………………….
02824/962270
02824/5474
02824/8498
02824/4981
02824/4475
02821/6308
Förderverein
Elisabethkirche
1. Vors.: Pfr. Klaus Bender
Ziel: Spenden einnehmen
für den Erhalt der Elisabethkirche
02824/2221
02821/60270
Moyland
Der Küsterdienst
wird von ehrenamtlichen Helfer/innen ausgeübt.
Auskunft erteilen: Pfr. Bender, der Kirchmeister oder die
PresbyterInnen.
Kirchmeister
Hans van de Loo
Presbyterinnen/
Presbyter
Heinz-Werner Eberhard......................... 02821/69624
Dagmar Eller……………………………. 01724947204
Andrea Lauff...…………………………. 02821/60989
Martin Plessow …………………...…… 0172 2534 681
Barbara Purschke-Heinz …………….. 02821/60764
Förderverein
Schlosskirche
1. Vors.: Barbara Purschke-Heinz
Ziel: Spenden einnehmen
für den Erhalt der Schlosskirche
Evangelische Schlosskirche zu Moyland
Angebote:
Konfirmandenarbeit inkl. Elternarbeit, Aktivitäten für Kinder, Männer und Frauen
sowie für Senioren
Projekte:
Öffentlichkeitsarbeit, Besinnungsgarten
Mitwirkung/Unterstützung:
0160 02821/69624
02821/60764
FAIR-teiler, Ausländerinitiativkreis, Fachausschuss „Psychiatrie“
Bankverbindungen:
Ev. Kirchengemeinde Moyland und Ev. Kirchengemeinde Louisendorf IBAN: DE49 3206 1384 0002 2330 10 *
Förderverein Schlosskirche IBAN DE07 3206 1384 0001 9090 10* Förderverein Elisabethkirche, Kto Nr. 230 433 1014
Alle Konten sind bei der Volksbank an der Niers (BLZ 320 613 84).
Damit Ihre Spende die richtige Verwendung erfährt, bitte immer den Verwendungszweck angeben! Danke.
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Seele and Geist
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