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das geheimnis des fischmanns - GIMA Tec GmbH

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technik
da s geh ei mni s
de s fi sch manns
Früher gab es in jedem Ort einen Laden,
heute kommen Händler mit ihren
Marktfahrzeugen vorbei – so wie
Fischhändler Heiko Malingriaux.
/NEXT hat ihn auf seiner Tour durch
Hessen begleitet und erfahren,
warum die neuen Akkus
sein Geschäft besser machen
Fotos Ramon Haindl (3), gallery stock, Olaf Tamm/Agentur Focus
TE X T: magdalena ulrich
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In Kleinstädten wie Eschwege bieten Wochenmärkte eine
gute Gelegenheit, frischen Fisch zu kaufen. Der Ort liegt auch
auf der „Klingeltour“-Route von Fischhändler Heiko Malingriaux.
/Next Herbst_Winter 2014
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technik
Fotos Ramon Haindl, Visum creative, laif
H
eilbutt, Rotbarsch oder Kabeljau – die
Kühltheke im Marktwagen von Fischhändler Heiko Malingriaux ist gut gefüllt.
„Heute habe ich auch frischen Zander im Angebot!“, preist der Markthändler mit norddeutschem Dialekt an. Jeden Montagmorgen belädt
Malingriaux seinen Marktwagen auf dem Fischmarkt in Bremerhaven und macht sich auf den
Weg auf seine Verkaufstour nach Hessen. „Frischer Fisch aus dem Norden – das mögen die
Leute“, erzählt er, „und die Konkurrenz auf den
Wochenmärkten ist in Hessen nicht so groß.“
Den ganzen Tag über ist Malingriaux mit
seinem Wagen unterwegs. „Die Räder fühlen
sich manchmal an wie meine Beine“, lacht der
50-jährige, „so sehr bin ich mit meinem Wagen
verbunden.“ Er ist Fischhändler mit Leib und
Seele und hat sich auch an Fischgerichten noch
nicht satt gegessen. Zur Mittagspause wärmt er
sich eine Portion in einem Miniaturofen hinter
seiner Theke. „Dazu ein schöner Salat“, sagt er,
„lecker!“ Für den kleinen Ofen und die Beleuchtung im Wagen braucht er ebenso eine verläss­
liche Stromversorgung wie für das Kühlen der
Ware. „Auf den Wochenmärkten können wir die
Wagen meist ans Stromnetz anschließen, aber
auf den Klingeltouren sind wir auf unsere Akkus
angewiesen.“
Die „Klingeltour“ – damit ist die Verkaufs­
tour durch Dörfer und Städtchen gemeint, dazu
gehört auch das Parken vor Supermärkten, die
selbst keinen Frischfisch im Sortiment haben.
Hier verbringt Malingriaux ein bis zwei Stunden.
Vor anderthalb Jahren hat sich Malingriaux
einen neuen Marktwagen mit einem Lithium-­
Ionen-Akku anfertigen lassen, dem derzeit innovativsten Stromspeicher für Fahrzeuge. Die Akkus haben sich für den Einsatz in Handys und
Notebooks bewährt, und auch Elektroautos
werden damit betrieben. Für Malingriaux ist es
sein drittes Fahrzeug, seit er sich vor 24 Jahren
» mit dem
lei c hteren akk u
kann i c h mehr
ware laden. «
H e i ko M A l i n g r i a u x , F i s c hh ä n d l e r
Immer recht freundlich!
Ohne mobile Händler wäre das Angebot
in Dörfern und Kleinstädten mager.
5 6 h e r b s t _ w i n t e r 2 0 1 4 / N e x t
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Fische mögen es kühl. Auf Marktplätzen ohne
Stromanschluss sind innovative Energiespeicher
wie der Lithium-Ionen-Akku sehr nützlich.
vergangenen anderthalb Jahren hat den Fischhändler bereits überzeugt: „Die Technik ist super. Ich bin total zufrieden!“ Ob der Akku tatsächlich zehn Jahre lang hält, wird sich erst in
der Anwendung zeigen. Aber auch bis dahin bedeutet die Lithium-Ionen-Technik für den Markthändler mehr Geld in der Kasse. „Mein Wagen
mit seinem mobilen Fischhandel selbstständig hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tongemacht hat. Die Manufaktur GIMA-tec in nen, das schöpfe ich meist voll aus“, erklärt er.
­Sottrum hat den neuen Wagen gebaut – ganz „Mit dem leichteren Akku habe ich eine höhere
nach den Bedürfnissen des Fischhändlers, denn Zuladung von insgesamt 900 Kilo. Jedes eingenach so vielen Jahren Berufserfahrung weiß er sparte Kilo bedeutet für mich mehr Ware und
inzwischen genau, was er an welcher Stelle in somit auch mehr Umsatz.“
seinem Wagen braucht.
Abends nach seiner Tour kommt Malin­
„Für die Marktfahrzeuge sind Lithium-­ griaux in seiner Zweitwohnung in Hessen an.
Ionen-Akkus deutlich besser geeignet als die Hier schließt er den Wagen an das Stromnetz
­a lten Gel-Akkus“, erklärt GIMA-tec-Geschäfts­ an. „In einer Stunde ist der Akku geladen, die
führer Amir Mehdi Gharagozlou, „sie sind leich- alte Batterie musste ich acht Stunden ans Netz
ter, kleiner und viel schneller aufgeladen.“ hängen.“ So ist er deutlich flexibler, und auch
120 Kilo bringt ein Gel-Akku auf die Waage. am Ende seiner Arbeitswoche profitiert er von
Beim Li­thium-Ionen-Akku sind es nur noch 27 Ki- der neuen Technik: „Mein Wagen ist jetzt viel
lo. „Außerdem ist der Memory-Effekt bedeutend spritziger“, verrät er. Dank des geringeren Gegeringer“, so Gharagozlou, „Gel-Akkus kann wichts geht so auch die Rückfahrt über die
man 800- bis 1000-mal aufladen, Lithium-Ionen- Auto­bahn zurück in den Norden schneller.
Akkus dagegen haben 4000 bis 5000 Lade­
zyklen.“ So muss die alte Akku-Generation nach
zweieinhalb Jahren ausgetauscht werden, die
neue Technik soll bis zu zehn Jahre halten.
Trotzdem sind die Akkus vielen Kunden einfach zu teuer. Dreimal so viel wie ein Gel-Akku
kostet die Lithium-Ionen-Technik. „Das ist zunächst eine Investition, aber durch die höhere
Lebensdauer und das geringere Gewicht rechnet
sie sich mit der Zeit“, sagt Gharagozlou von
­GIMA-tec. Mit Malingriaux hat er einen Kunden,
der Mut zu neuer Technik und langfristigen Investitionen hat. Der tägliche Praxistest in den
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