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Der Moskwa Fluss - Where.Ru

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Reiseführer
Der Moskwa Fluss
Seiten der Geschichte
Uferstraßen
Brücken
Ausflugsfahrten
und Kreuzfahrten
Fluss Tour
Kiewski-Bahnhof —
Nowospasski-Brücke
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Der Moskwa Fluss
Seiten der Geschichte
Laut den Archäologen entstanden die
ersten Siedlungen am Ufer der Moskwa
schon während des Bronze- und des
Eisenzeitalters. Ausführliche Informationen dazu findet man, beispielsweise, im Staatlichen Freilichtmuseum
„Kolomenskoje“, in der Ausstellung
„Meilensteine in der Geschichte von
Kolomenskoje“, die das Leben und den
Alltag unserer Vorfahren umfassend
behandelt.
Im 8. Jahrhundert entstanden hier
die ersten slawischen Siedlungen.
Die Wjatitschen wählten die Ufer der
Moskwa und ihrer Nebenflüsse Neglinnaja, Jausa, Gorodjanka und anderer
2
Flüsse zum Leben aus. Und seit dem
12. Jahrhundert verbinden wir ihre
Geschichte mit dem Leben der hier
gegründeten Stadt.
Der Fluss Moskwa und sein Nebenfluss
Neglinnaja beschützten den Kreml vor
Feinden, und als die alte Festung ihre
Verteidigungsfunktion verlor, wurde die
Neglinka im großen Arbeitsaufwand
unter Tage „versteckt“.
Doch die Moskwa war nicht nur eine
Beschützerin und Ernährerin, es gab
auch Zeiten, in denen sie den Anwohnern Leid und Zerstörung brachte.
Ihre Launigkeit, die sich insbesondere
während der saisonalen Schwankungen
des Wasserspiegels oder bei heftigen
Regenfällen zeigte, führte zu starken
Überschwemmungen.
Reiseführer
Um die Elemente im Schach zu halten,
wurde in den Jahren 1783—1786 der
Wasserumleitungskanal angelegt, der
nicht nur die aquatische, sondern
auch die Landgeografie der Hauptstadt
änderte. Nun bilden der Fluss und der
Kanal die Insel Baltschug. Interessanterweise ist es auf der Insel immer
etwas wärmer als in ganz Moskau.
Doch auch durch den Bau des Kanals
konnte die Moskwa nicht gänzlich
gebändigt werden, Jahr für Jahr
überflutete der Fluss die Ufer wie im
19. so auch zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Zum letzten Mal wurde die
Stadt im Jahre 1931 überschwemmt.
Den größten Schaden richtete das
Hochwasser von 1908 an. Damals
wurde ein Fünftel der gesamten
Stadtfläche vom Wasser bedeckt. Der
Flusspegel stieg um neun Meter!
Straßen, untere Stockwerke der
Häuser — alles stand unter Wasser.
Die Moskauer mussten sich auf Dächer
retten.
Letztendlich konnten diese Unwetterschäden erst durch den Bau des
Moskau-Kanals, der in 1937 eröffnet
wurde, vermieden werden. Nun wird
der Fluss von Schleusen und Staubecken im Zaum gehalten, sie regulieren
den Wasserpegel und lassen diesen
nicht zu hoch steigen.
Dank der Flüsse und Kanäle sowie der gut
entwickelten Flussschifffahrt wird Moskau
als der „Hafen der fünf Meere“ genannt:
Weißes Meer, die Ostsee, Kaspisches,
Asowsches und Schwarzes Meer.
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Der Moskwa Fluss
Uferstraßen
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Reiseführer
1
Der Moskwa-Fluss hat zurzeit 37
Uferstraßen, und wenn man die Uferstraßen des Wasserumleitungskanals,
der Jausa und anderer Gewässer dazu
zählt, die sich innerhalb der Stadtgrenzen befinden, ergibt sich eine beeindruckend lange Liste. Die Auswahl
eines Orts zum Spazierengehen hängt
von Ihren Vorlieben ab. Wir möchten
hier über die fünf beliebtesten Uferstraßen der Hauptstadt erzählen.
1
Von der Kremlewskaja-Uferstraße
und am gegenüberliegenden Ufer
der Moskwa gelegenen SofijskajaUferstraße hat man die schönste
Aussicht auf den Kreml. Hier kann man
bei jedem Wetter und zu jeder Zeit
wunderschöne Fotos machen — die
klassische Ansicht kann durch nichts
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Der Moskwa Fluss
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vermiesen werden. Der Nachteil eines
solchen Spaziergangs ist die starke
Luftverschmutzung aufgrund der hohen
Verkehrsdichte.
2 Puschkinskaja-Uferstraße. Eine
der angenehmsten und romantischsten
Uferstraßen von Moskau trägt den
Namen des großen russischen Dichters.
Sie geht entlang des Gorki-Parks und
des Neskutschny-Gartens. Diese beiden
Orte haben sich als tolle Erholungsorte
für Menschen aller Altersgruppen und
Interessen erwiesen. Hier gibt es sowohl Unterhaltung als auch lauschige
ruhige Plätzchen. An der Uferstraße
6
sehen Sie zwei Pavillons aus weißem
Stein, die vom Architekten M. Kasakow
entworfen wurden, schöne Treppen,
die zum Wasser hinabführen, bequeme
Bänke und vieles andere.
Dort, wo sich die Titow-Passage zum
Fluss hinabsenkt, findet man gleich
mehrere Sehenswürdigkeiten. Vom Gorki-Park aus sind die Puschkin-Brücke
und der Olivkovy-Strand mit Strandliegen und Sonnenschirmen zu finden.
Leider darf man hier nicht baden, aber
träumen ist ja nicht verboten. Und an
der Seite des Neskutschny-Gartens gibt
es Diskoparties unter freiem Himmel.
Nebenan können Sie das berühmte
Seleny-Theater sowie eine Anlegestelle
für Ausflugsschiffe sehen.
3 Die Worobjewskaja-Uferstraße
gehört zum Naturschutzgebiet Sperlingsberge. Dieser Ort zieht in erster
Linie all diejenigen an, die eine ruhige
Ecke zum Nachdenken oder entspannte
Gespräche mit Freunden suchen. Denn
Reiseführer
4
die Sperlingsberge gingen in die Geschichte als der Ort ein, wo Menschen
wichtige und ernste Entscheidungen
trafen, während sie auf Moskau niederblickten. Darum können Sie zunächst
das wunderbare Fluss- und Stadtpanorama von der Aussichtplattform aus
genießen und später zur Uferstraße
zurückkehren.
4 Die Uferstraße in Kolomenskoje.
Der Naturschutzpark Kolomenskoje
ist für seine zahlreichen Sehenswürdigkeiten bekannt. Einen besonderen
Charme verleiht diesem Ort sein einzigartiges Relief, dank welchem man
sowohl direkt am Wasser spazieren gehen als auch die Aussicht auf den Fluss
von oben genießen kann, denn von
hier aus sind die Schleusen zu sehen.
Außerdem legt von der Anlegestelle
Kolomenskoje regelmäßig ein Flussschiff ab, der allen Interessierten einen
kleinen Flugausflug anbietet.
5. Taras-Schewtschenko-Uferstraße.
5
Diesen Ort sollten Liebhaber alles
Neuen und Ungewöhnlichen besuchen,
denn von hier aus ist der Komplex der
neuen Hochhäuser Moskau-City gut zu
sehen. Hier sieht man viele Fotografen, denn für sie ist so eine Aussicht, insbesondere in der abendlichen
Beleuchtung, ein schönes Geschenk.
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Der Moskwa Fluss
Brücken
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Reiseführer
1
Wenn es in der Stadt einen Fluss gibt,
so werden die Brücken, die darüber
führen, schon bald zu städtischen
Sehenswürdigkeiten. Was gibt es
über die interessantesten Brücken
in Moskau zu erzählen?
1 Die Bolschoi-Kamenny-Brücke.
Diese Brücke gilt als die wichtigste
Brücke der Stadt. Und obwohl sie erst
in 1938 erbaut wurde, gab es, wie man
annimmt, schon seit Beginn der Stadt
Moskau eine Überfahrt ungefähr an
dieser Stelle über den Fluss. Genau von
hier aus hat man die „klassischste“
Aussicht auf den Kreml. Es gibt
eine Szene in der Fernsehserie „Der
Treffpunkt darf nicht geändert werden“
(Mesto vstretschi ismenit’ nel’sja),
als Zscheglow und Scharapow einen
Frontsoldaten treffen, der sich darüber
beklagt, dass er zwar die Hauptstädte
europäischer Länder gesehen hat, aber
nie in Moskau war. Und in der Serie
bewundert er den Kreml genau von
dieser Brücke aus.
2
Doch seit kurzem hat die BolschoiKamenny-Brücke einen würdigen
Konkurrenten — 2 die Patriarchenbrücke. In 2004 erbaut, hat diese
Brücke bereits eine verdiente Bekanntheit erlangt. Von hier aus hat man
auch eine gute Aussicht auf den Kreml,
und da es eine Fußgängerbrücke ist,
gestalten sich die Spaziergänge hier
mehr als angenehm. Darüber hinaus
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Der Moskwa Fluss
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führt sie zu einer der wichtigsten
Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt —
zu der Christ-Erlöser-Kathedrale. Genau
hier, auf dieser Brücke, hat Dmitry
Medwedew seine Neujahrsansprache
aufgezeichnet.
3 Die Luschkow-Brücke über
den Wasserumleitungskanal. Dies
ist auch eine relativ neue Brücke,
die in 1994 erbaut wurde, die aber
jetzt schon zu den bekanntesten
der Stadt gehört, da Neuvermählte
und Verliebte ihre symbolischen
Vorhängeschlösser hier aufhängen
dürfen. Die Tradition, eine Beziehung
mithilfe eines Vorhängeschlosses, das
am Brückengelände befestigt wird,
„festzumachen“, ist noch nicht so
alt, doch sie hat bei jungen Leuten in
aller Welt schnell Gefallen gefunden.
Dieser modische Trend hat auch in
Moskau längst Einzug gehalten. Die
Mitarbeiter des Brückendienstes haben
unermüdlich Schlösser entfernt, doch
es tauchten immer mehr neue auf.
Schlussendlich hat man sich auf einen
Kompromiss geeinigt. Auf der Brücke
wurde eine spezielle Baumkonstruktion
für die Liebesschlösser „gepflanzt“. Die
Allee der Metallbäume hat mittlerweile
die Brücke überquert und setzt sich auf
der Uferstraße fort. Auf dieser kleinen
Brücke gibt es auch eine weitere
Sehenswürdigkeit — die Bank der
Versöhnung. Die Sitzfläche vertieft sich
zur Mitte hin, so dass zwei Menschen,
egal wie weit sie sich voneinander
entfernt hinsetzen, sich trotzdem bald
nebeneinander wiederfinden — in der
Mitte der Bank.
Reiseführer
5
4
Die Borodinski-Brücke über den
Moskwa-Fluss. Diese Brücke ist ein Teil
der historischen Straße nach Smolensk,
darum gab es hier schon seit jeher
eine Flussüberfahrt. Früher hieß die
Brücke Dorogomilowski Most, da sie
sich in der Nähe des Dorogomilowski
Tors befindet. Zum 25. Jubiläum
des Sieges über die Napoleonarmee
hat man die Brücke in Borodinski
Most umbenannt. An die Ereignisse
des Russlandfeldzuges von 1812
erinnert auch die Ausgestaltung der
Brücke: die militärischen Attribute,
Symbole des Triumphs sowie die
Denkmalbeschriftung.
5 Die Bagration-Brücke, eine
Handels- und Fußgängerbrücke
über den Moskwa-Fluss, wurde in
1997 eröffnet. Sie bekam ihren
Namen zu Ehren von P.I. Bagration,
eines Generals und Helden des
Vaterländischen Krieges von 1812.
6
Diese Brücke ist ein Teil des MoskwaCity-Komplexes, darauf sind offene
Aussichtsplattformen und kleine
Geschäfte zu finden.
6 Die Puschkin-Brücke über den
Moskwa-Fluss. Diese Fußgängerbrücke,
die in 2000 gebaut wurde, verbindet
die Puschkin-Uferstraße mit der
Frunsenskaja-Uferstraße. So wie
auch die Bagration-Brücke ist sie
ein beliebter Ort für Fotografen und
Neuvermählte.
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Der Moskwa Fluss
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Die Krymski-Brücke über den
Moskwa-Fluss. Diese wunderbare
Brücke, eröffnet in 1938, ist
nicht von ungefähr eine Moskauer
Sehenswürdigkeit. Es handelt sich
um eine Hängebrücke, und solche
Konstruktionen sind ziemlich selten
zu finden. Von der Krymski-Brücke hat
man eine interessante Aussicht und in
Filmen wird sie gern als ein Symbol der
Hauptstadt gezeigt.
8 Die Zschiwopisny-Brücke über
den Moskwa-Fluss. Wenn man sich
diese Brücke von oben, auf der
Karte anschaut, so verwundert es
schon, dass sie nicht über den Fluss
führt, sondern etwas entlang des
Moskwaufers verläuft, so dass die
Brücke das andere Ufer nicht in einem
geraden Winkel, wie gewöhnlich,
erreicht, sondern in einem spitzen
Winkel. Diese ungewohnliche Aufgabe
erforderte eine spezielle Lösung. So
entstand in Moskau eine Mastenbrücke
Reiseführer
9
namens Zschiwopisny Most, deren
Pfeiler wie ein Bogen aussieht. Nach
Plänen der Architekten ist oberhalb
des Bogens eine Aussichtsplattform
geplant. Dieses Projekt befindet sich
noch im Umsetzungsstadium.
Das 9 Aquädukt in Rostokino
über die Jausa. Diese wunderbare
Konstruktion wird auch die
Millionny-Brücke gennant, denn die
Baukosten beliefen sich auf eine
nicht geringe Summe. Doch der
Bau hatte ein wichtiges Ziel, das
Anlegen einer Wasserleitung, die in
1804 in Betrieb genommen wurde.
Der Bau des Aquädukts begann
allerdings viel früher, schon Ende
des 18. Jahrhunderts. Heutzutage
erfüllt dieser „Urgroßvater“ der
Wasserleitungsanlagen nicht mehr
seine direkten Pflichten, erfreut
aber das Auge und zeigt, wie die
Technologien der Vergangenheit
ausgesehen haben.
10 Die Luschniki-Metrobrücke über
den Moskwa-Fluss. Diese Brücke hat
eine einzigartige Konstruktion, denn
in ihrem Inneren befindet sich eine
Metrostation und obenauf führt eine
Autostraße. Doch das ist noch nicht
alles, auf der Brücke gibt es auch
einen Fußgängerabschnitt, der eine
tolle Möglichkeit für einen netten
Spaziergang bietet.
Dies ist längst nicht die vollständige
Liste der interessanten Brücken
in Moskau. Vergessen Sie nicht
die kleinen Fußgängerbrücken
über den Jausa-Fluss und den
Wasserumleitungskanal, Brücken in
Parks, beispielsweise in Zarizyno
oder im Serebrjany Bor. Es gibt
Brücken über Flüsse, die mittlerweile
in unterirdischen Rohren fließen,
Straßenüberführungen über große
Straßen und es gibt sogar eine ganze
Straße, die Kusnezki Most heißt.
13
Der Moskwa Fluss
Ausflugsfahrten
und Kreuzfahrten
14
Reiseführer
Eine Ausflugsfahrt auf einem komfortablen Schiff ist ein Vergnügen, das
man schwerlich ablehnen kann. Sie
gehen an Bord, machen es sich auf
dem offenen Deck bequem oder bleiben im verglasten Innenraum, von wo
aus man alle Schönheiten von Moskau
gut im Blick hat, und beginnen Ihren
Spaziergang auf dem Fluss. Von hier
aus hat man eine ganz andere Aussicht
auf die Stadt und selbst die, die sich
in Moskau gut auskennen, werden die
Hauptstadt von einem ganz neuen
Blickwinkel erleben.
Im Stadtzentrum gibt es sieben Anlegestellen am Moskwa-Fluss und eine
Anlegestelle am Wasserumleitungskanal. Um eine Ausflugfahrt zu machen,
kommt man einfach an eine der Anlegestellen und entscheidet sich für
eine Route.
Alle Anlegestellen befinden sich in der
Nähe von Brücken, Metrostationen und
historischen Sehenswürdigkeiten. Die
längste Route geht vom Kiewer Bahnhof bis zur Nowospasski-Brücke.
Regelmäßige Ausflugsfahrten auf
dem Moskwa-Fluss kann man in der
Zeit vom April bis Oktober mit den
Ausflugsschiffen der “Stolitschnaja
Sudochodnaja Kompanija” oder alljährlich mit den Eisbrecherschiffen
der “Radisson Royal”-Flottille machen.
Die Stolitschnaja Sudochodnaja Kompanija existiert seit 1933. Ihre “Flusstrams” befahren die Route im Stadtzentrum in Abständen von 20 Minuten. Gewöhnlich verfügen sie über
zwei Decks: das obere Deck ist offen
und das untere Deck ist verglast. Auf
den Schiffen gibt es Bars, wo man
Essen und Getränke kaufen kann.
Wenn Sie von Bord gehen möchten,
15
Der Moskwa Fluss
um die Sehenswürdigkeiten aus der
Nähe zu bewundern, die Ihnen auf
Ihrem Weg mehr als oft begegnen werden, so empfiehlt es sich, eine Tageskarte zu kaufen. Mit so einer Fahrkarte
kann der Passagier unbegrenzt oft absteigen und wieder an Bord der Schiffe
der Gesellschaft gehen.
Eine Neuheit dieser Saison ist das Ausflugsschiff “Stolitschny”. Seine Besonderheit besteht darin, dass es auch den
Wasserumleitungskanal abfahren kann.
Und die Panoramaverglasung zusammen
mit dem Audioguide-System sorgen
dafür, dass Sie nichts Interessantes
mehr verpassen. Denn die Route “Die
Goldene Insel”, die an der Anlegestelle
“Luschkow-Brücke” beginnt, beinhaltet
eine Spazierfahrt über den Wasserumleitungskanal mit Zugang zum MoskwaFluss, und bietet Ihnen einen wunderbaren Ausblick auf die wichtigsten
Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt: die
Christus-Erlöser-Kathedrale, den Kreml,
die Basilius-Kathedrale und viele andere.
Unter den regulären Ausflugsrouten ist
auch die Strecke Kolomenskoje-Marjino
bemerkenswert, die Sie mit den interessanten Orten im Süden von Moskau
bekannt macht.
Und von der Anlegestelle “Klenovy-Boulevard” legen Exkursionen zum NikoloUgreschski-Kloster ab. Die Tickets können im Voraus erworben werden, oder
aber auch am Ausflugstag — die Exkursionen starten samstags und sonntags
jeweils um 10 Uhr morgens.
Vom Severny Retschnoi Woksal (nördli-
16
cher Flusshafen) aus finden regelmäßig
Ausflüge zur Freudenbucht (“Buchta
Radosti”) und zum Chimki-Stausee
statt. Darunter auch auf den berühmten Schnellschiffen “Raketa”.
Informationen zum Fahrplan oder den
Reiserouten bekommen Sie auf der
Website der Stolitschnaja Sudochodnaja Kompanija: www.cck-ship.ru, dort
können Sie auch Ausflugstickets erwerben. Sie können sich auch über die
Hotline der Gesellschaft informieren:
+7 (495) 225-60-70,
+7 (495) 225-60-70.
Eine angenehme Nachricht für alle
Liebhaber von Ausflugsfahrten kommt
von der “Radisson Royal” Flottille. Nun
muss man nicht mehr auf den Beginn
des Frühlings warten, um einen Flussausflug zu unternehmen.
Das ganze Jahr über finden regelmäßige Passagierfahrten statt, es gibt ein
Restaurantmenü, Audio-Exkursionen,
kostenlosen Internetzugang, Ausrüstung für Menschen mit Behinderungen
und vieles mehr.
Informationen zu den Reiserouten,
Menüs, dem Erwerb von Tickets und
Gutscheinen (mit offenem Datum) der
“Radisson Royal”-Flottille bekommen
Sie auf der Website www.radissoncruise.ru oder unter der Nummer:
+7 (495) 228-55-55.
Für diejenigen, die mehr sehen wollen,
gibt es Flusskreuzfahrten, die längere
Ausflüge auch in andere russischen
Städte anbieten. Es gibt zwar von
Reiseführer
Moskau aus keine regelmäßigen innerstädtischen Verbindungen, doch viele
Gesellschaften bieten eigene Flusskreuzfahrten an.
Tickets für solche Ausflüge können in
den Filialen von “Mosturflot” (Leningradskoje sch. 59.
Tel.: +7(495) 22-17-222,
+7(499) 65-29-444.
www.mosturflot.ru), “Wodochod”
(Leningradskoje sch. 57/1.
Tel.: +7(495) 730-58-85. www.vodohod.com) oder in den Reisebüros erworben werden.
Nicht wegzudenken aus dem kulturellen Leben eines jeden Russen oder
eines Touristen, der über genügend
Zeit verfügt, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes sehen
will, ist eine Reise zum Goldenen Ring
von Russland — zu den altrussischen
Städten, die über Jahrhunderte hinweg
ihre Identität beibehalten haben.
Es werden auch Kreuzfahrten in andere
russische Städte angeboten, beispielsweise nach Nischni Nowgorod, Astrachan, Kostroma, Samara, Rostow-naDonu, Asow, Kasan und viele andere.
Interessant und bequem sind auch
Ausflugsfahrten an den Wochenenden.
In der Regel führen sie zu den altertümlichen Städten von Russland wie
Uglitsch, Twer, Myschkin und beinhalten interessante Exkursionen. Auch
Sankt Petersburg ist ein beliebtes Ziel.
Diese Reisen sehen den Besuch alter
Städte und solch interessanter Orte
vor, wie die Inseln Kischi und Walaam
oder das Solowezki-Kloster.
Die Ausflugsschiffe legen von den
Flusshäfen “Severny Retschnoi Woksal”
bzw. “Juschny Retschnoi Woksal” ab.
Severny Retschnoi Woksal
Leningradskoje sch. 51, Gebäude 2.
Metrostation „Retschnoi Woksal“
Juschny Retschnoi Woksal
Prospekt Andropowa, 11, k. 2
Metrostation „Kolomenskaja“
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Der Moskwa Fluss
Fluss Tour
Kiewskaja –
Nowospasski-Brücke
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Reiseführer
Aus der großen Vielfalt der Ausflugsgreisen haben wir eine Route ausgewählt, die die wichtigsten Sehenswürdigkeit der Hauptstadt passiert. Also,
es geht los von der Anlegestelle 1
„Kiewer Bahnhof“. Schauen Sie sich
sehen Sie das Gebäude des Kiewer
Bahnhofs und gerade aus vor Ihnen
liegt die Fußgängerbrücke Bogdan
Chmelnyzki.
Das Flussschiff bewegt sich vorwärts
und bald schon sehen Sie auf der
5
2
3
um. Hinter Ihnen befindet sich
2 die Borodinski-Brücke — ein
wunderbares Denkmal für den Sieg
über die Armee Napoleons, 3 das
„Weiße Haus“, der Regierungssitz der
Russischen Föderation, und eines der
Stalinschen Hochhäuser — 4 das
Hotel „Ukraina“. Auf der rechten Seite
linken Seite 5 das NowodewitschiKloster. Rechts kommt ein Hochhaus
in Sicht — das Gebäude 6 der Moskauer Staatsuniversität. Wenn Sie sich
nun umdrehen, sehen Sie die sich im
Bau befindenden Gebäude des Handelszentrums 7 Moskwa-City und den
Mosfilm-Tower.
19
Der Moskwa Fluss
6
20
Reiseführer
9
Sie passieren das Gebäude der Moskauer Staatsuniversität und das LuschnikiStadion und schon kommt der erste
Halt — die Sperlingsberge. Hier befindet sich ein tolles Naturschutzgebiet.
Auch können Sie hier die einzigartige
8 Luschniki-Metrobrücke besichtigen.
Vor Ihnen liegt 9 das Präsidium­
sgebäude der Russischen Akademie
der Wissenschaften, das man gut an
der originellen Goldkonstruktion erkennen kann, die von Moskauern gern als
„Hirn aus Gold“ bezeichnet wird.
Sie fahren unter der Brücke hindurch
und sehen die nächste Anlegestelle —
die Frunsenskaja-Uferstraße. Rechts
kann man schon den Neskutschny-Garten sowie die Anlegestelle 10 GorkiPark erkennen. Hier ist immer viel los.
Wenn Sie Zeit haben, können Sie hier
an Land gehen und einen Spaziergang
im modernisierten, wohlgeordneten
Park machen.
Nach dieser Anlegestelle passieren
Sie 11 die Puschkin-Brücke und
12
sehen bald die schöne farbenfrohe
12 Kirche des Heiligen Nikolaus zu
Chamowniki. Sie wurde Ende des 17.
Jahrhunderts im in Moskau recht beliebten Stil des „russkoje usorotschje“
(Russische Muster) erbaut. Übrigens
heißt der Stadtteil Chamowniki so
nicht, weil hier unkultivierte Menschen
(„chamy“) lebten. In alten Zeiten
nannte man so Weber, und ihr Beruf
gab dem Stadtteil diesen Namen. Solche Orte mit Handwerksbezeichnungen
gibt es viele in Moskau — Tekstilschiki, Koschewniki, Petschatniki etc.
Vor Ihnen liegt eine der berühmtesten
Brücken Moskaus — 13 die KrymskiBrücke und vor ihr die Anlegestelle
mit demselben Namen. Wenn Sie hier
das Schiff verlassen und über die
Brücke gehen, kommen Sie zum Zentralen Kunsthaus, einem Ableger der
Tretjakow-Galerie am Krymski Wal und
zum Kunstpark Muzeon.
Genau vor Ihnen liegt das meist kritisierte Denkmal Moskaus —
21
Der Moskwa Fluss
14
15
16
14 das Peter I.-Denkmal. Links
sehen Sie schon die goldenen Kuppeln
der Christ-Erlöser-Kathedrale. Aber
achten Sie auf die beiden Gebäude, die
etwas früher vor Ihnen auftauchen.
Das erste 15 Haus (PretschistenskajaUferstraße 29), ein Gebäude aus roten
Ziegeln, das wie ein Terem aussieht,
wurde in 1901 nach den Zeichnungen
des berühmten russischen Künstlers
W.M. Wasnezow gebaut. Während des
Zweiten Weltkrieges war hier der Stab
der Normandija-Neman-Staffel stationiert, heute ist es die Residenz des
22
französischen Botschafters, was an der
französischen und der europäischen
Fahnen zu erkennen ist.
Etwas weiter befindet sich noch ein
Gebäude (Kursowoi-Gasse 1), das zwei
scheinbar unvereinbare architektonische Richtungen in sich vereint: die
Moderne und den neorussischen Stil.
Und doch sieht das Gebäude überraschend harmonisch und sehr schön aus.
Sie sehen die majestätische 16
Christ-Erlöser-Kathedrale bzw. die
Christi-Geburt-Kirche. Das aktuelle Gebäude wurde in den Jahren
1994—1997 an der Stelle der Kathedrale errichtet, die in 1937 von den
Sowjets zerstört wurde. Die ursprüngliche Kirche wurde zu Ehren des Siegs
über die Napoleonarmee errichtet, der
Bau dauerte fast 44 Jahre. Heutzutage
finden hier die wichtigsten Feiertagsmessen statt.
Reiseführer
19
Nach rechts geht der Wasserumleitungskanal ab, Sie aber setzen Ihre
Reise auf dem Moskwa-Fluss fort. Die
nächste Anlegestelle ist das EstradaTheater, das sich hinter der Patriarchenbrücke befindet.
Zwischen den beiden Großen
Brücken — der Kamenny- und der
Samoskworezki-Brücke sehen Sie 17
das Kreml-Panorama. Die altertümlichen Mauern und Türme, die glänzenden Kuppeln, der golden funkelnde
Große Kremlpalast — dieses Panorama ist das Symbol von Moskau und
Russland. Direkt hinter dem Eckturm
Moskworezkaja werden Sie den Roten
Platz erblicken.
Etwas weiter stehen sich praktisch
gegenüber zwei architektonische
Denkmäler. Links ist 18 das Gebäude
des Kaiserlichen Erziehungshauses
(Findlingshaus), das in 1764 erbaut
18
und bis 1960 immer wieder umgebaut
wurde, rechts steht 19 die Kirche
des Heiligen Nikolaus zu Sajaizki. Ihr
Name gibt den Toponomastik-Experten
schon lange Rätsel auf. Es stimmt,
dass der Ural-Fluss früher Jaik genannt
wurde, und offensichtlich ist auch,
dass Sajaizki „hinter dem Jaik-Fluss
befindlich“ bedeutet. Doch wo ist die
Verbindung zwischen Ural und dem
Samoskworetschje? Eine mögliche Erklärung ist, dass hier früher Menschen
lebten, die aus der Uralgegend stammten. Die Kirche wurde 1749—1759 im
Barockstil erbaut.
23
Der Moskwa Fluss
Sie passieren nun die Bolschoi-Ustjinski-Brücke. Beachten Sie, dass sich
links von der Moskwa ein kleiner Fluss
„abzweigt“, die Jausa. Auf der linken
Seite befindet sich ein Hochhaus aus
den Stalinzeiten — 20 das Hochhaus
an der Kotelnitscheskaja-Uferstraße.
Zu verschiedenen Zeiten lebten hier
viele berühmte Personen, wie die
Schauspielerin Faina Ranewskaja, die
Ballerina Galina Ulanowa, der Regisseur Juri Ljubimow und viele andere.
Hier macht das Ausflugsschiff den
vorletzten Halt.
20
24
Rechts sehen Sie bald noch ein
schönes Gebäude mit Säulen, 21 das
Gebäude des Neuen Kriegskomissariats
(eine Einrichtung zur Versorgung der
Armee). Das Haus wurde in 1776—
1780 gebaut.
Und hinter der Bolschoi-Kransnocholmski-Brücke zeigt sich ein gläsernes
Gebäude, auf dessen Dach ein Musikschlüssel zu sehen ist.
Dies ist 22 das Internationale Haus
der Musik von Moskau.
Die letzte Haltestelle dieser Route ist die Nowospasski-Brücke. Sie
heißt so wegen des benachbarten
23 Nowospasski-Klosters. Wenn Sie
beschließen, dieses zu besichtigen,
vergessen Sie nicht, nebenan befindet sich noch ein architektonisches
Ensemble, 24 Krutizy.
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