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der MPZ Newsletter Dezember 2014 - Bayern

EinbettenHerunterladen
Neues vom Museumspädagogischen Zentrum
der MPZ Newsletter
Dezember 2014
Aktuelles
Lehrerfortbildungen
Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
Freizeit im Museum
Neue Ausstellungen im Dezember
Laufende Sonderausstellungen in München
Meldungen aus den Museen
Das komplette Angebot auf www.mpz.bayern.de:
Veröffentlichungen
Schule und Museum
Kindertagesstätten
und Museum
Freizeit
und Museum
MPZ Aktuell
Inhalt Aktuelles
MPZ-Angebote zur Sonderausstellung
August Macke und Franz Marc im Kunstbau
28.01.2015 - 03.05.2015
Neu in Landshut: Wunder kann man hören
Mit dem Audio-Guide durch die Kunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz
Freizeit im Museum
Das MPZ-Programm für 2015 ist online
Neue Ausstellung zum zum Thema
"100 Jahre Erster Weltkrieg in Bayern"
Bayerische Museumsakademie
Terminvorschau Januar
August Macke und Franz Marc im Kunstbau
28.01.2015 - 03.05.2015
Ab sofort buchbar
Anlässlich des 100. Todestages von August Macke widmen das Kunstmuseum
Bonn und das Lenbachhaus München der viel zu kurzen Künstlerfreundschaft von
August Macke (1887 – 1914) und Franz Marc (1880 – 1916) eine Sonderausstellung.
Derzeit noch in Bonn, wird die Ausstellung vom 28.01.2015 bis zum 03.05.2015
im Kunstbau des Lenbachhauses im U-Bahn-Zwischengeschoss Königsplatz zu
sehen sein. Die Gruppentermine während der normalen Öffnungszeit sind längst
ausgebucht. Speziell für Schulklassen und Gruppen aus Kindertagesstätten gibt
es jedoch Sonderöffnungszeiten: Dienstags bis freitags jeweils von 8.30 bis 10.00
Uhr. Ab sofort können MPZ-Führungen in diesem Zeitfenster gebucht werden,
der Start ist jeweils um 8.30 oder 9.00 Uhr möglich. Die Führungen eignen sich
für Schulklassen aller Jahrgangsstufen sowie für Kita-Kinder ab 5 Jahren, sie
dauern 60 oder 90 Minuten – ein vertiefender Praxisteil ist leider nicht möglich. Je
nach Zielgruppe werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und altersgerechte
Methoden angewandt. Weitere Hinweise finden Sie bei den jeweiligen
Veranstaltungen.
Abbildung oben:
Detail aus: August Macke:
Zoologischer Garten 1, 1912
Städtische Galerie im Lenbachhaus
und Kunstbau, München
Abbildung unten:
Franz Marc: Hocken im Schnee, 1911
Öl auf Leinwand, Kochel am See,
Franz Marc Museum
(Bayerische Staatsgemäldesammlungen)
Tipp: Von Januar bis Mitte Mai 2015 sind die Werke von Franz Marc oder August
Macke aus der Sammlung des Lenbachhauses ausschließlich im Kunstbau zu sehen.
Die bewährten Themen „Grüne Nasen, gelbe Kühe und der Blaue Reiter“ sowie
„Von gelben Kühen und blauen Pferden“ bleiben aber dennoch buchbar – ohne
den Besuch der entsprechenden Werke von Franz Marc oder August Macke freilich.
Bei beiden Veranstaltungen ist ein Praxisteil im Studio des Lenbachhauses möglich.
Franz Marc: Zwei Rehe im Schilf, 1909
Öl auf Leinwand, 89 x 79
Kochel am See, Franz Marc Museum
(Bayerische Staatsgemäldesammlungen)
Neu in Landshut: Wunder kann man hören
Mit dem Audio-Guide durch die Kunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz
Abbildung oben:
Trinkspiel mit Automat vom Audio Nr. 3
© Bayerisches Nationalmuseum
Abbildung unten:
Das Multimedia-Team beim Interview
in den Restaurierungswerkstätten des
Bayerischen Nationalmuseums
© Bayerisches Nationalmuseum München
Hinter der Fassade der Burg Trausnitz in Landshut verstecken sich erstaunliche Geschichten über Exotisches, Wundersames und Wissenschaftliches aus aller Welt. Zehn Schülerinnen und Schüler des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut haben gemeinsam
mit ihrer Lehrerin StRin Yvonne Loeken unter Anleitung von Kulturcoach Stephanie Gilles
M.A. sowie von Mediencoach und BR- Journalistin Dr. Agnieszka Schneider zwölf dieser
Geschichten hörbar gemacht.
Entstanden ist eine bunte Vielfalt von informativen Beiträgen: Wissenswertes und Kurioses über die ersten Landkarten von Bayern, witzige Hörspiele über das höfische Partyleben oder die Ankunft zweier ausgewachsener Krokodile auf der Burg sowie aufschlussreiche Interviews zur Glasherstellung oder zu dem rätselhaften anatomischen Modell einer
Schwangeren. Alle Geschichten ranken sich um die bayerischen Herzöge, vor allem um
Herzog Wilhelm V. und Renata von Lothringen. Sie verbrachten von 1568 bis 1579 ihre
Erbprinzenzeit auf der Burg Trausnitz und richteten dort eine Kunst- und Wunderkammer ein.
Die Audioguides wurden von den Schülerinnen und Schülern eingesprochen. Der Synchronsprecher Nicolas Böll verlieh einigen Figuren in den ambitionierten Hörspielen seine
Stimme. Der Multimedia Guide entstand im Rahmen des Projekts „Bayern hören. Audioguides multimedial“ der Stiftung Zuhören in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk.
Er ist Teil der kostenlosen App „Bayern hören“ der Stiftung Zuhören. Die App können Sie
hier herunterladen.
Übrigens: Wer die Kunst- und Wunderkammer in einer interaktiven Führung mit angeschlossenem Workshop erleben will, kann das umfangreiche Programm für Grundund weiterführende Schulen nutzen. Die Rundgänge bringen den Schülern auf unterhaltsame Weise Lehrplanrelevantes aus den Fachbereichen Geschichte, Biologie,
Physik, Geographie, Deutsch, Latein und Kunst nahe. Nähere Informationen dazu
finden Sie hier.
Michael Strobel, Designposition München unter Verwendung folgenden
Motivs "Porträt Wilhelms V." von Christoph Schwarz (?), München 1578
© Bayerisches Nationalmuseum
Freizeit im Museum
Das MPZ-Programm für 2015 ist online
Ob Marionetten, Pflanzen oder schillernde Kunst – es gibt viel zu entdecken in den Münchner Museen. Die Angebote richten sich an Familien an den Wochenenden, für Kinder und
Jugendliche in den Ferien oder an Geburtstagskinder und ihre Freunde. Zudem bietet der
Freundeskreis des MPZ drei Termine für Erwachsene an. In Kooperation mit dem Münchner Ferienpass geht es an ein, drei oder fünf Tagen in fast allen Ferien in die verschiedensten Museen. Werkstattgeheimnisse werden gelüftet, Farbwelten erkundet, Mode genauer
unter die Lupe genommen … Die Familienveranstaltungen locken in den Botanischen Garten, in eine Münchner Wagenburg, in die Burg Grünwald und viele andere Museen.Kinder
und Jugendliche können mit ihren Freunden Geburtstage im Museum feiern, in manchen
Museen kann dazu auch Kuchen oder eine Brotzeit mitgebracht werden. Die Palette ist
breit. Bitte beachten Sie jeweils Altersgrenzen und Anmeldefristen. Genauere Hinweise
finden Sie jeweils bei den einzelnen Veranstaltungen.
Das neue MPZ-Programm Freizeit im Museum finden Sie auf der Website des MPZ.
Ankündigungen zum Thema "100 Jahre Erster Weltkrieg in Bayern"
Neue Ausstellung im Dezember
Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim: Bis 23.02.2015
Im Schatten des Ersten Weltkriegs. Der Udet-Flugzeugbau in München
Der Flugzeugbau in Deutschland litt nach dem Ersten Weltkrieg unter einschneidenden Restriktionen der Alliierten. Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags
bestand zeitweise ein absolutes Bauverbot. Trotz der widrigen Umstände wurde
1921 beim Udet-Flugzeugbau in München mit dem Bau von Sportflugzeugen begonnen, die bei Flugwettbewerben vorderste Plätze belegten. Auch Wasserflugzeuge
und Verkehrsflugzeuge wurden gebaut. Das bekannteste Modell jedoch war 1925 der
Doppeldecker U 12 „Flamingo“. Er wurde das Standardschulflugzeug der Deutschen
Verkehrsfliegerschule (DVS) in Schleißheim und auch im Ausland in Lizenz hergestellt.
Der Udet-Flugzeugbau bestand bis 1926 und ging danach in den Bayerischen Flugzeugwerken in Augsburg auf. Diese Ausstellung des Werftvereins und der Bayerischen Flugzeughistoriker erzählt die Firmengeschichte und beschreibt die Flugzeugtypen des Udet-Flugzeugbaus. Sie verdeutlicht den langen Schatten, den der Erste
Weltkrieg auf Deutschland geworfen hat. Die Person Ernst Udet (Mitbegründer und
Namensgeber der Firma) ist nicht Gegenstand der Ausstellung.
zum Museum
Bayerische Museumsakademie
Terminvorschau Januar
23.01.2015, 9.30 – 17.00 Uhr:
Studientag Museumspädagogik: Objekte erzählen – Methoden
vermitteln
In Kooperation des Instituts für Museologie der Universität Würzburg
mit dem Museumspädagogischen Zentrum München (MPZ) findet im
Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg und der Staatsgalerie / Residenz Würzburg eine ganztägige Einführungsveranstaltung
in die museumspädagogische Praxis statt. Ziel ist es, verschiedene
Ansätze und Möglichkeiten der Vermittlungspraxis kennenzulernen und
zu erproben. Zwei parallele Workshops zur Konzeption von zielgruppenorientierten Führungen in der Antikensammlung des Martin von
Wagner Museums und der Staatsgalerie in den Räumen der Residenz
führen hierzu vor die Originale. So vielfältig die Museumsgattungen, so
vielfältig sind auch die Vermittlungsmethoden, die didaktischen Materialien und kreativen Praxiselemente, die anhand der archäologischen und
kunsthistorischen Sammlungen vorgestellt und diskutiert werden.
Abbildung oben:
Außenansicht der Residenz Würzburg
Ort: Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg
Residenzplatz 2a, 97070 Würzburg
Zeit: 23.01.2015, 9.30 – 17.00 Uhr
Teilnahmegebühr: Kostenfrei
Das Martin von Wagner
zur Onlinebuchung
Museum finden
Sie diesen Monat in
Museum vorgestellt.
Blick in Raum D des Martin von Wagner Museums: Griechische Keramik der Archaik (6. Jh. v. Chr).
Inhalt Schule und Museum
Lehrerfortbildungen im Januar 2015 – Teil 1
MPZ-Lehrerfortbildung
Als die Steine sprechen lernten – die bahnbrechende Erfindung der Lithografie.
Eine theoretisch-praktische Einführung
MPZ-Lehrerfortbildung
Woraus wird Kunst gemacht?
MPZ-Lehrerfortbildung
Sitzen, Liegen, Schaukeln, Wippen – ein
Thema für die Grundschule in der Neuen
Sammlung
MPZ-Lehrerfortbildung
Menschen, Tiere, Dinge, Räume, ...
Für Lehrkräfte aller Schularten
Montag, 12.01.2015, 14.30 – 16.30 Uhr
Künstlerhaus München
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Mittwoch, 14.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Design
Für Lehrkräfte aller Schularten
Mittwoch, 21.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Kunst
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Donnerstag, 22.01.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
Alte Pinakothek
MPZ-Lehrerfortbildung
"Typisch München!" – Münchner Stadtgeschichte im Wandel der Epochen
Für Lehrkräfte an Grundschulen, Mittelschulen,
Realschulen, Gymnasien und Beruflichen Schulen
Donnerstag, 22.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
MPZ-Lehrerfortbildung
Alte Meister inspirieren!
Für Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien oder Beruflichen Schulen
Dienstag, 27.01.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
Alte Pinakothek
MPZ-Lehrerfortbildungen – Teil 2
Inhalt Schule und Museum
Lehrerfortbildungen im Januar 2015 – Teil 2
MPZ-Lehrerfortbildung
Museumsbesuche für die Technikgruppen
der Mittelschulen
Für Lehrkräfte an Mittelschulen, Jgst. 8 bis 10
Donnerstag, 29.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Design
MPZ-Lehrerfortbildung
Als die Steine sprechen lernten – die bahnbrechende Erfindung der Lithografie.
Eine theoretisch-praktische Einführung
Für Lehrkräfte aller Schularten
Montag, 12.01.2015, 14.30 – 16.30 Uhr
Künstlerhaus München
zur Onlinebuchung
Münchner Künstlerhaus
Lenbachplatz 8
80333 München
http://www.kuenstlerhaus-muc.de/
Verkehrsanbindung:
U4/U5: Karlsplatz
Tram 19: Lenbachplatz
Das traditionelle Druckverfahren der Lithografie wird oft als Königin
der Drucktechniken bezeichnet. Seit der Entdeckung des Flachdruckverfahrens durch Alois Senefelder im Jahr 1798 faszinierten Künstler
die unmittelbare Handhabung (Druckformen werden direkt auf den
Stein gezeichnet und gemalt) und die vielschichtigen technischen
Ausdrucksformen, die diese Technik bietet. Werkstattleiter Tom Kristen führt theoretisch und praktisch den Steindruck vor und erklärt,
wie sich dieses Verfahren bis zum modernen Offsetdruck entwickelt
hat und warum auch heute noch die Lithografie im Schaffen vieler
zeitgenössischer Künstler eine wichtige Rolle spielt.
MPZ-Lehrerfortbildung
Sitzen, Liegen, Schaukeln, Wippen – ein Thema für die Grundschule in der Neuen Sammlung
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Mittwoch, 14.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Design
zur Onlinebuchung
Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
Aus welchen Materialien kann man Stühle bauen? Muss ein Stuhl
vier Beine haben? Was ist der Unterschied zwischen Schaukeln und
Wippen? Und auf welche Ideen kommen Designer bei der Gestaltung von Möbeln? Begleitend helfen einfache Modellbaumaterialien,
den Zusammenhang zwischen Material und Formgebung nachzuvollziehen, und regen an, eigene Ideen zum Sitzen, Liegen, Schaukeln, Wippen zu entwickeln. Auf diese Weise können Aspekte des
Themenbereichs Technik und Kultur mit Grundschülern in der Neuen
Sammlung anschaulich behandelt werden.
MPZ-Lehrerfortbildung
Woraus wird Kunst gemacht?
Für Lehrkräfte aller Schularten
Mittwoch, 21.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Kunst
zur Onlinebuchung
Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
Kann man denn aus einfachen Wollfäden oder aus Autoschrott,
Neonröhren, Steinen oder Holzkästen Kunstwerke bauen? In der
Pinakothek der Moderne gibt es viel Überraschendes zu entdecken,
wenn wir uns auf die Suche nach den unterschiedlichen Materialien
in der modernen Kunst begeben. Es gibt heute kaum ein Material,
das nicht bei der Gestaltung von Kunstwerken Verwendung findet.
An ausgewählten Werken der Pinakothek der Moderne versuchen
wir, die zugrunde liegenden künstlerischen Absichten zu entschlüsseln. Zudem werden Möglichkeiten der Vermittlung und praktischen
Arbeit mit Schülerinnen und Schülern der Primär- und Sekundarstufe I vorgestellt.
MPZ-Lehrerfortbildung
Menschen, Tiere, Dinge, Räume, ...
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Donnerstag, 22.01.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
Alte Pinakothek
Alte Pinakothek
Barer Straße 27
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Dienstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
Zahllose Details auf den Gemälden der Alten Meister legen es nahe,
im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts ins Museum zu gehen.
Die Veranstaltung will die vielfältigen Anknüpfungspunkte aufzeigen,
wobei auch Bezüge zum Deutsch-, Religions- oder Kunstunterricht
deutlich werden. Gleichzeitig will sie zur Auseinandersetzung mit
der faszinierenden Malerei längst vergangener Zeiten anregen. Kindgerechte Methoden und MPZ-Materialien werden vorgestellt.
In Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt der Landeshauptstadt
München. Anmeldung erforderlich bis zum 12.01.2015 ausschließlich
über FIBS.
MPZ-Lehrerfortbildung
"Typisch München!" – Münchner Stadtgeschichte im Wandel der Epochen
Für Lehrkräfte an Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und Beruflichen Schulen
Donnerstag, 22.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
zur Onlinebuchung
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2 33-2 23 70
www.muenchner-stadtmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U1 / U2 / U3 / U6: Sendlinger Tor
U3 / U6: Marienplatz
alle S: Marienplatz
In der stadthistorischen Abteilung des Münchner Stadtmuseums
bietet die Ausstellung "Typisch München!" einen hervorragenden
Überblick über die Münchner Stadtgeschichte und -kultur im Wandel
der Epochen. Die Fortbildung stellt anhand des reichen Museumsbestands die vielfältigen historischen, gesellschaftlichen, kulturellen,
politischen und wirtschaftlichen Entwicklungslinien Münchens vor.
Mit dem Mittelalter beginnend, reicht der Bogen über den Ausbau
zur Residenzstadt und die Entstehung der Großstadt im 19. Jahrhundert bis in unsere Zeit. Zu erkunden gilt es dabei die "typisch
münchnerischen" Aspekte. Die Ausstellung ist als stadthistorischer
Überblick konzipiert, dessen Teilaspekte sich für Unterrichtsexkursionen anbieten.
Das Münchner Stadtmuseum aus der Perspektive vom St.-Jakobs-Platz (Ausschnitt)
© Münchner Stadtmuseum
MPZ-Lehrerfortbildung
Alte Meister inspirieren!
Für Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien oder Beruflichen Schulen
Dienstag, 27.01.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
Alte Pinakothek
zur Onlinebuchung
Alte Pinakothek
Barer Straße 27
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Dienstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
Geometrische Grundformen und Symmetrien erkennen, sich im
Raum orientieren, Raum gestalten – die Beschäftigung mit Architektur verbindet die Fächer Kunst und Mathematik mit dem Heimatund Sachunterricht. Die Veranstaltung setzt sich mit Fragen ausein­
ander, wie Grundschulkinder bei einem Museumsbesuch lernen,
Pläne zu lesen, wie Entwürfe entstehen, wie Bauwerke konstruiert
sind, welche Materialien im Modellbau Verwendung finden, in
welchen Formen Architektur vorkommen kann, wie sie gelesen oder
erlebt werden kann.
MPZ-Lehrerfortbildung
Museumsbesuche für die Technikgruppen der Mittelschulen
Für Lehrkräfte an Mittelschulen, Jgst. 8 bis 10
Donnerstag, 29.01.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Design
Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
Die Designsammlung in der Pinakothek der Moderne bietet die
Möglichkeit, mit Schülerinnen und Schülern der 8. bis 10. Jahrgangsstufen die Projektprüfung Technik anschaulich vorzubereiten. Die
Fortbildung stellt ein Unterrichtsangebot des MPZs in der Neuen
Sammlung vor, das zwei aufeinander aufbauende Museumsbesuche
vorsieht. Am Beispiel Möbeldesign und dem Schwerpunktthema
Sitzmöbel stehen zunächst die verwendeten Materialien und die
Herstellungstechniken der Möbel im Vordergrund. Im MPZ-Atelier
entwickeln die Schülerinnen und Schüler ausgehend von unterschiedlichen Materialien eigene Ideen für Sitzmöbel. Ein zweiter
Museumsbesuch führt die Auseinandersetzung mit dem Thema
weiter, wenn sich die Technikgruppen mit Formgebung und Funktion
der Sitzmöbel beschäftigen. Zeichnerische Übungen im Museum
eignen sich dafür, das Beobachtete und Besprochene zu vertiefen.
Die Veranstaltung möchte dieses Konzept zur Diskussion stellen und
darüber hinaus zum Erfahrungsaustausch einladen.
In Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt der Landeshauptstadt
München. Anmeldung erforderlich. Ausschließlich über FIBS.
Inhalt Kindertagesstätten und Museum
Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
im Januar
MPZ-Fortbildung für pädagogisches
Fachpersonal
Sonne, Mond und Sterne
Deutsches Museum
Montag, 26.01.2015 14.00 – 16.30 Uhr
MPZ-Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
Sonne, Mond und Sterne
Montag, 26.01.2015 14.00 – 16.30 Uhr
Deutsches Museum
zur Onlinebuchung
Deutsches Museum
Museumsinsel 1
80538 München
www.deutsches-museum.de
Öffnungszeiten:
Täglich 9.00 – 17.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Alle S-Bahnen (Haltestelle Isartor)
U1/U2: Fraunhoferstraße
Bus 132: Boschbrücke
Tram 16: Deutsches Museum
Tram 18: Isartor
Auch kleine Kinder sind bereits von den Gestirnen fasziniert. Sie
möchten vieles wissen, wie zum Beispiel: Warum gibt es Tag und
Nacht? Gibt es den Mann im Mond? Warum "bewegt" sich die
Sonne über den Himmel? Gibt es außer der Erde noch andere
Planeten? Leben dort auch Menschen und Tiere? In der Astronomie-Ausstellung machen wir uns auf die Suche nach Antworten
auf diese Fragen.
Inhalt Freizeit im Museum
Freizeitveranstaltungen bis 17.01.2015
MPZ-Familienaktion
Eine Karawane aus dem Morgenland
Für Familien mit Schulkindern ab 6 Jahren
Ausschließlich für Inhaber des Münchner Familienpasses
Sonntag, 04.01.2015, 13.30 – 16.30 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
MPZ-Familienaktion
Tropische Schmetterlinge im Botanischen
Garten München-Nymphenburg
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Samstag, 17.01.2015, 10.00 – 13.00 Uhr
Botanischer Garten München-Nymphenburg
MPZ-Familienaktion
Römer in Bayern
Für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren
Sonntag, 18.01.2015, 15.00 – 17.00 Uhr
Archäologische Staatssammlung
MPZ-Familienaktion
Eine Karawane aus dem Morgenland
Für Familien mit Schulkindern ab 6 Jahren
Ausschließlich für Inhaber des Münchner Familienpasses
Sonntag, 04.01.2015, 13.30 – 16.30 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
Auf einer Entdeckungsreise durch das Museum und die weltberühmte Krippensammlung lernen wir die drei Weisen aus dem
Morgenland kennen. Wir erfahren, weshalb sie sich auf ihre
Reise machten, warum sie einem Stern folgten und was es mit
Gold, Weihrauch und Myrrhe auf sich hat. Anschließend basteln
wir in der Museumswerkstatt unsere eigene Krippenfigur.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum
Teilnahmegebühr: EUR 3,00 pro Kind, mit Familienpass EUR 2,50
Erwachsene zahlen den Sonntagseintritt ins Museum (derzeit
EUR 1,00)
Material: EUR 3,00 pro Krippenfigur
Keine Anmeldung erforderlich
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
MPZ-Familienaktion
Tropische Schmetterlinge im Botanischen Garten München-Nymphenburg
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Samstag, 17.01.2015, 10.00 – 13.00 Uhr
Botanischer Garten München-Nymphenburg
Unvergesslich bleibt jedem Besucher der faszinierende Anblick
der frei fliegenden tropischen Schmetterlinge im Wasserpflanzenhaus des Botanischen Gartens München-Nymphenburg. Bei
einer Führung lernen Kinder und Eltern den Lebenslauf eines
Schmetterlings kennen: angefangen vom Ei über die Raupe mit
ihren speziellen Futterpflanzen bis zur Puppe und dem fertigen
Schmetterling. Im Anschluss können die Kinder mit verschiedenen Techniken Schmetterlinge gestalten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Botanischen Garten
München-Nymphenburg
Teilnahmegebühr: EUR 2,00 pro Kind
Erwachsene zahlen Eintritt in den Botanischen Garten
Material: EUR 2,00 bis 5,00, je nach Verbrauch
Teilnehmerzahl begrenzt – Anmeldung erforderlich bis 14.01.2015
beim Botanischen Garten München-Nymphenburg unter
Tel. 0 89 / 1 78 61-3 10
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
MPZ-Familienaktion
Römer in Bayern
Für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren
Sonntag, 18.01.2015, 15.00 – 17.00 Uhr
Archäologische Staatssammlung
Wir begeben uns im Museum auf die Spuren der alten Römer.
Vor 2000 Jahren war auch im Süden Bayerns römische Lebensart
angesagt. Wir sehen, was und wie damals hier gegessen wurde
oder welche Kleidung modern war, und erfahren, warum man
beim römischen Knobeln kopfrechnen muss ...
Archäologische Staatssammlung
Lerchenfeldstraße 2
80538 München
http://www.archaeologie-bayern.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
9.30 – 17.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 18: Nationalmuseum /
Haus der Kunst
Bus 100 (Museenlinie):
Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Teilnahmegebühr: EUR 2,50 pro Kind
Erwachsene zahlen den Sonntagseintritt ins Museum (derzeit
EUR 1,00)
Materialgeld: EUR 1,00 bis 5,00, je nach Werkstück
Keine Anmeldung erforderlich.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Neue Ausstellungen im Dezember 2014
München
Bayernweit
...
Neue Ausstellungen im Dezember 2014
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München
Olya Mykhailiuk, „Went away“ aus der Serie Shredding Maps
galerieGEDOKmuc
bis 20.12.2014
Olya Mykhailiuks Ausstellung beschäftigt sich mit der Reaktion der Bevölkerung im stark umkämpften Donezk-Becken. Aus Äußerungen, Fotos
und anderem Bildmaterial rekonstruiert sie die Leere, die durch die plötzliche Flucht der Menschen nach den ersten Bombardierungen in den
Städten entstand. Dieses taube Gefühl der Leere, die nicht mehr erschrecken kann, entspricht der Fassungslosigkeit und Ohnmacht der von einem
aufgezwungenen Krieg aus ihrem Leben vertriebenen ukrainischen Bevölkerung.
Olya Mykhailiuk
zum Museum
Jahresausstellung der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK)
Kunstpavillon im alten Botanischen Garten
bis 21.12.2014
Sergio Digitalino: Stuhl verdreht
Die Ausstellungen der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di (VBK) sind fester jährlicher Bestandteil des Kunstpavillons
München. Die Arbeiten umfassen ein Spektrum von kritisch künstlerischer Reflexion politischer Ereignisse im Jahr 2014 bis zum fantasievollen Ausdruck alltäglicher Schönheit und reichhaltiger Gefühlswelt. Mit Malerei, Grafik, Installation, Skulptur, Medienkunst und Aktion
zeigen Mitglieder der VBK ihre Positionen zum Zeitgeschehen. Das Jahr 2014 zeigt sich aus deren Sicht sehr fragil für den Frieden in weiten
Teilen der Welt, Europas und des Nahen Ostens. Ihre künstlerische Arbeit sucht die Auseinandersetzung mit diesem Thema ebenso wie
nach Lösungen für die Sicherung menschlicher Existenzen vor Gefährdungen durch alltägliche Gewalt, Ausbeutung, Elend, Vertreibung,
Ausgrenzung und Abschiebung. Es werden auch die schönen und erhebenden Momente menschlicher Solidarität, friedlicher Auseinandersetzung und Lösung von Konflikten sowie eines klaren Bewusstseins für den gesellschaftlichen Wandel gesehen und gezeigt. Die Ausstellenden verbindet ihre demokratische Grundhaltung für Solidarität mit abhängig Arbeitenden, Erwerbslosen und Menschen in prekären
Verhältnissen. Sie stehen mit ihren Mitteln gegen Ausbeutung, Krieg, Unterdrückung und jedwede Art von Rassismus und nationalistischen
Umtrieben bis hin zu brutaler Gewalt.
zum Museum
München
Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Transportieren, Telegraphieren, Telefonieren - Pionierleistungen der bayerischen Staatspost
Bayerisches Haupstaatsarchiv
bis 30.12.2014
bis zum 30. Dezember 2014 zeigt das Bayerische Hauptstaatsarchiv die kleine Ausstellung "Transportieren, Telegraphieren, Telefonieren - Pionierleistungen der bayerischen Staatspost". Die Ausstellung erinnert an die zwischen 1808 und 1920 eigenständige bayerische Staatspost und deren
Leistungen beim Ausbau einer modernen Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur.
zum Museum
Das Museum Erding – zu Gast im Infopoint
Infopoint
Museen & Schlösser in Bayern
bis 17.01.2015
Das 2010 in einem neuen Gebäude eröffnete Museum Erding stellt die Weihnachtspräsentation im Infopoint und hat hierfür zahlreiche Objekte
aus seinen vielfältigen Sammlungsbereichen mitgebracht – darunter: Tongefäße der Hallstattzeit (Erding-Feldham, 600 v. Chr.), eine Votivtafel
aus dem Jahr 1705 zur Wallfahrt Heilig Blut – der einst bedeutendsten Christus-Wallfahrt im Bistum Freising, eine bronzene Glocke (um 1900
gegossen) sowie einen Maßkrug aus Steingut, der für die Bierstadt Erding steht. Das Museum hat im Neubau seine Dauerausstellungen über
die Glockengießerei und die Loderer und dokumentiert auch bedeutende Erdinger Unternehmen. Im Herbst 2013 konnten im Erdgeschoss die
Abteilungen Archäologie und Stadt.Entwicklung neu eröffnet werden – ganz aktuell kamen im Oktober 2014 die neu konzipierten Themenbereiche Alltagsleben und Volksfrömmigkeit dazu. Es gibt also zahlreiche Gründe, das Museum Erding aufzusuchen. Einen ersten Eindruck gewinnen
die Besucher im Alten Hof!
zum Museum
Neue Ausstellungen im Dezember 2014
München
Willkommen im Anthropozän.
Unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde
Deutsches Museum
bis 31.01.2016
Ob Landwirtschaft, Handel, Verkehr oder Industrie: Seit es die Menschen gibt, haben sie die Erde geprägt und verändert. Insbesondere seit der
Industrialisierung hinterlassen wir einen unverwechselbaren und oft unwiderruflichen Fingerabdruck auf der Erde. Dieser ist inzwischen so stark, dass
Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutieren, ob sich die vom Menschen initiierten Veränderungen in geologischer Form niederschlagen und so
langfristig sind, dass wir bereits in einem neuen Erdzeitalter leben. Die Ausstellung, die als gemeinsames Projekt mit dem Rachel Carson Center for
Environment and Society entstanden ist, erklärt den Begriff und das Konzept des Anthropozäns anhand ausgewählter Themen wie Natur, Urbanität,
Evolution oder des Verhältnises zwischen Mensch und Maschine. Sie visualisiert Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses Menschenzeitalters und
vereint Technik, Naturwissenschaft und Naturkunde mit Kunst und Medien. Neben historischen Exponaten aus den Sammlungen des Museums und
aktuellen Projekten zur Nachhaltigkeit bietet die Ausstellung auch viele Medienstationen – darunter Scribble-Comics zu Phänomenen des Anthropozäns – sowie Projekte unterschiedlicher Künstler, die uns die verschwimmenden Grenzen zwischen Natur und Kultur vor Augen führen. Auch die Architektur der 1400 qm umfassenden Ausstellung ist eindrucksvoll: Neben einem großen Objektregal zur Geschichte der Industrialisierung mit Dampfmaschine, Traktor und einem Satelliten können die Besucher auf einer großen Blumenlandschaft verweilen und sich an deren Gestaltung aktiv beteiligen.
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Mit Leib und Seele
Münchner Rokoko von Asam bis Günther
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
12.12.2014 – 12.04.2015
Mit dem Münchner Rokoko entwickelte sich im 18. Jahrhundert eine einmalige Blütezeit bayerischer Kunst, die auch in internationaler Perspektive beispiellos ist. In den Kunstwerken trifft heiliger Ernst auf irdische, spielerische Leichtigkeit. Ihre außergewöhnliche Ästhetik lebt von einer bis
dahin nicht da gewesenen Lebensnähe, ihrer raffinierten Eleganz und von höchster handwerklicher Qualität. Es ist der gemeinsamen Konzeption
und Realisierung mit dem Diözesanmuseum Freising zu verdanken, dass erstmals seit 30 Jahren eine solch umfassende Schau zum Rokoko
stattfinden kann. Die Ausstellung präsentiert zahlreiche herausragende Künstler, die zwischen 1720 und 1770 in München ansässig waren und das
Rokoko maßgeblich prägten. So etwa die Brüder Cosmas Damian Asam (1686–1739) und Egid Quirin Asam (1692–1750) sowie Johann Baptist
Straub (1704–1784), Franz Anton Bustelli (gest. 1763) und Ignaz Günther (1725–1775). Gezeigt werden rund 160 ihrer Meisterwerke, darunter vor
allem Holzskulpturen und andere plastische Bildwerke aus Stuck, Ton, Porzellan und Silber, aber auch Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafik. Den
Auftakt der Schau bildet das barocke Gesamtkunstwerk – die Einheit von Architektur, Malerei, Stuck und Skulptur. Ihm folgt ein chronologischer
Durchgang durch die Entwicklung des Münchner Rokoko: vom Gründervater Straub, über den Höhepunkt mit Günthers monumentalen Figuren, bis
hin zu Anton Boos (1733–1810), dessen beruhigte Werke bereits auf den Klassizismus vorausweisen.
Johann Baptist Straub: Erzengel Raphael, um
1767, Pfarrkirche St. Michael, München-Berg
am Laim, © Diözesanmuseum Freising, Foto:
Thomas Dashuber
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
München
Terry Winters. Das druckgrafische Werk 1999 – 2014
Pinakothek der Moderne
18.12.2014 – 01.03.2015
Terry Winters: Dublin 1, 2009
Photopolymerdruck,
© Terry Winters, New York
Seit über dreißig Jahren hat der Maler und Zeichner Terry Winters (* 1949 in New York) auch als einer der erfindungsreichsten und produktivsten
Meister seiner Generation auf dem Feld der druckgrafischen Künste zu gelten. Die Vorstellung dieses peintre-graveur war seit Anbeginn intensiv
vom Nachdenken über Räume und Systeme jenseits des Sichtbaren geprägt. In sämtlichen von ihm beherrschten Gattungen war Terry Winters
schon immer auf der Suche nach einer Metaphysik verborgener Wirkkräfte und Energien, die auch den schöpferischen Prozess transzendieren.
Die spezifische Herausforderung, welche die Druckgrafik für Winters bis heute bedeutet, gründet in der engen Verbindung von zu respektierenden Zwängen, die in der Natur des Mediums wurzeln und zugleich in den unerwarteten Freiheiten, die es immer von Neuem provoziert. Es ist
nicht nur die enge Interaktion zwischen Zeichnung und Malerei, die das Werk von Winters belebt, sondern seit Jahrzehnten auch diejenige
zwischen der Malerei und der Druckgrafik, die als gleichwertige Kraft dieses Werk in einem Maß inspiriert, dass der Künstler zurecht von "cross
breeding" zwischen beiden Gattungen sprechen konnte. Das auf Winters vor Jahren gemünzte Postulat als Zeichner "invent, test, and play" trifft
wie eine Anleitung auch den Kern seines experimentellen Umgangs mit der Druckgrafik. Gemessen an den Usancen des klassischen peintregraveur bezieht Terry Winters seine Metamorphosen nicht aus dem Vorgang des Überarbeitens von Platten im Sinne mannigfacher Zustandsdrucke, sondern im spielerischen Erproben von Mechanismen, die Maßstäbe und Muster ambivalent machen und neue Bilder hervorbringen, welche
Assoziationen möglichst vieldeutig lassen.
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BBK-Mitglieder stellen aus
Galerie der Künstler, BBK - Berufsverband bildender Künstler München und Oberbayern e.V.
bis 04.01.2015
In der traditionsreichen Weihnachtsausstellung zeigen die Mitglieder des Berufsverbandes Bildender Künstler München und Oberbayern e.V. die
breite Palette ihrer künstlerischen Arbeiten.
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Der Gabentisch 2014
Weihnachtsaktion der Altaugsburggesellschaft
Maximilianmuseum, Augsburg
bis 14.12.2014
Der alljährliche Gabentisch der Altaugsburggesellschaft ist eine ganz besondere Benefiz-Aktion zugunsten der Erhaltung, Aufarbeitung und
Unterstützung Augsburger Kulturdenkmale, Museen und anderer kultureller Projekte. Er bietet allen Liebhabern von Kostbarkeiten, Antiquitäten
und Kuriositäten eine Fülle von Gaben, mit deren Kauf man zugleich zu einem guten Zweck beiträgt. Vielleicht verbirgt sich hier sogar das lang
gesuchte originelle Geschenk oder da ein Kleinod, das man sich selber gönnen möchte. Sie finden den Gabentisch in diesem Jahr wieder
im Augsburger Maximilianmuseum, dessen Lage unweit des Christkindlesmarktes zu einem vorweihnachtlichen Bummel im behaglichen
Ambiente einlädt. Die Organisatoren freuen sich über jeden, der zu einem reich gedeckten Gabentisch beitragen möchte. Vielleicht liegt
schlummernd und vergessen auch in Ihrem Keller oder Dachboden noch die eine oder andere Kostbarkeit versteckt, die Sie zum Gabentisch
beisteuern möchten.
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Kunst & Handwerk. Der Markt für schöne Dinge
Weihnachtsverkaufsausstellung
Stadtmuseum Fembohaus, Nürnberg
bis 14.12.2014
In einzigartiger Museumsatmosphäre bieten Kunsthandwerker Objekte aus den Materialien Textil, Papier, Glas, Metall, Holz, Keramik und
Porzellan an. Jedes Exponat ist ein Unikat und daher ein einmaliges Geschenk auf dem weihnachtlichen Gabentisch. In dem einzigen in
Nürnberg erhaltenen Renaissance-Bürgerhaus kann der Besucher zudem durch 950 Jahre Stadtgeschichte reisen.
Barocker Stuck des 17. Jahrhundert trifft
zeitgenössisches Kunsthandwerk.
Foto: Erich Malter
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Japanische Impressionen von Curd Lessig
Siebold-Museum, Würzburg
bis 03.01.2015
Anlässlich des 90. Geburtstages (22.11.) des bekannten Würzburger Malers und Zeichners Curd Lessig zeigt das Museum neben der laufenden Sonderausstellung eine Auswahl seiner „Japanischen Impressionen“, die er großzügigerweise vor Jahren dem Siebold-Museum
vermacht hat. Ergänzend zu den bisherigen Jubiläumsausstellungen an anderen Orten – werden diese etwas weniger bekannten Werke im
Siebold-Museum präsentiert.
Foto: Markus Mauritz
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Hermann Bigelmayr – Die Grenzen des Wachstums
Museum für bildende Kunst im Landkreis Neu-Ulm, Nersingen
bis 01.02.2015
Hermann Bigelmayr ist bekannt für seine aufsehenerregenden Projekte mit Großplastiken im Außenraum. In ihm findet eine Gegenwart des
ungebremsten Wachstumdenkens und ewig glückbringender Prosperität einen Deuter. Impulsgeber seiner Arbeit ist seit längerer Zeit der 1969
herausgegebene Bericht des "Club of Rome" zur Lage der Menschheit. Er trägt den Titel "Die Grenzen des Wachstums".
Hermann Bigelmayr: Weizenkörner,
Spreuschalen
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Die Welt im Kleinen. Spielzeug aus dem Erzgebirge
Bauernhofmuseum Jexhof, Schöngeising
bis 01.02.2015
Puppen und Tiere, Engel und Räuchermann, Häuser und Bergmänner: Spielzeuge lassen eine Welt im Kleinen entstehen. Trotz großer
Fertigungszahlen des Exportschlagers aus dem Erzgebirge blieb die individuelle Note der Handarbeiter erkennbar. Es gleicht kein Objekt dem
anderen. Seit über 40 Jahren sammelt der gebürtige Berliner Norbert Kutta (Garching) auf seinen volkskundlichen Exkursionen und bei der
Mitarbeit an der Sammlung Weinhold Miniaturen und Spielsachen aus Holz. Aus seinem reichhaltigen Schatz wird eine besondere Auswahl
gezeigt.
Außenansicht des Museums
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Fatschenkinder aus dem 19. bis 20. Jahrhundert
Prager Jesulein, wertvolle Krippenfiguren und Weihnachtsschmuck
Klostermuseum Ursberg
bis 02.02.2015
Fatschenkinder sind Christkinder, die aus Wachs gegossen sind und deren Leib mit Binden – lateinisch "fascia" – eingewickelt ist. Wertvolle
Brokat- oder Seidenstoffe, mit Spitzen verziert, kommen dabei zur Verwendung. Meist waren es Frauenklöster, die Christkinder herstellten,
fatschten und verkauften oder verschenkten. Seit dem 17. Jahrhundert war es üblich, die Fatschenkinder als "schöne Klosterarbeiten" zu gestalten. Aus Perlen, Silberdraht und Schmucksteinen wurden filigrane Verzierungen gefertigt. Um die geschmückten Christkinder zu schützen,
verwahrte man sie oft in Glasschreinen.
Wertvoll verziertes Fatschenkind
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Im Schatten des Ersten Weltkriegs. Der Udet-Flugzeugbau in München
Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim
bis 23.02.2015
Der Flugzeugbau in Deutschland litt nach dem Ersten Weltkrieg unter einschneidenden Restriktionen der Alliierten. Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags bestand zeitweise ein absolutes Bauverbot. Trotz der widrigen Umstände wurde 1921 beim Udet-Flugzeugbau
in München mit dem Bau von Sportflugzeugen begonnen, die bei Flugwettbewerben vorderste Plätze belegten. Auch Wasserflugzeuge und Verkehrsflugzeuge wurden gebaut. Das bekannteste Modell jedoch war 1925 der Doppeldecker U 12 „Flamingo“. Er wurde das
Standardschulflugzeug der Deutschen Verkehrsfliegerschule (DVS) in Schleißheim und auch im Ausland in Lizenz hergestellt. Der UdetFlugzeugbau bestand bis 1926 und ging danach in den Bayerischen Flugzeugwerken in Augsburg auf. Diese Sonderausstellung des Werftvereins und der Bayerischen Flugzeughistoriker erzählt die Firmengeschichte und beschreibt die Flugzeugtypen des Udet-Flugzeugbaus.
Sie verdeutlicht den langen Schatten, den der Erste Weltkrieg auf Deutschland geworfen hat. Die Person Ernst Udet (Mitbegründer und
Namensgeber der Firma) ist nicht Gegenstand der Ausstellung.
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Chanukka – Das jüdische Lichterfest
Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
bis 01.03.2015
Chanukka erinnert an den erfolgreichen Freiheitskampf der Makkabäer gegen die Unterdrückung durch die Seleukiden vor mehr als 2000
Jahren und an das anschließende Lichtwunder, das sich bei der Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels ereignet haben soll. Die
Ausstellung führt in die historischen Ursprünge des jüdischen Lichterfests ein, erläutert seine Bräuche und stellt verschiedene ChanukkaLeuchter aus Vergangenheit und Gegenwart vor.
Chanukka-Leuchter
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Puppenwelt & Spielzeugzauber
Kleine Welten im Heimathaus Sonthofen
Heimathaus Sonthofen
bis 08.03.2015
Was Kinderherzen höher schlagen ließ und Mädchen und Buben sich unter dem Weihnachtsbaum wünschten, zeigt diese Ausstellung. Puppenstube, Teddybär, Eisenbahn, Baukasten und vieles mehr – eine breit gefächerte Palette unterschiedlicher Spielzeuge nimmt den Besucher
mit auf eine Reise in die Spielwelt der Vergangenheit. Indianer und Soldaten aus Elastolin bilden einen historischen Gegenpol zum digitalen
Spielalltag von heute. Die gezeigten Exponate umfassen die Zeit von der Jahrhundertwende 1900 bis in die 1950er Jahre und stammen aus
den Beständen des Heimathauses sowie von einigen privaten Sammlern. Einen Bogen in die Gegenwart spannen die reizenden und frechen
Textilfiguren von Gabi Lipp aus Bad Hindelang. Die ausgestellten Spielzeuge sind historische Originale und teilweise begehrte und teure
Sammlerstücke. Für den einen oder anderen Museumsbesucher sind sie aber vor allem Erinnerungen an eigene Kindheitstage, an Schaukelpferd und Puppenküche, an Rennauto und „Mecki“. So verspricht die Ausstellung „Puppenwelt und Spielzeugzauber“ Unterhaltung und
Vergnügen für Jung und Alt.
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Lichten
Licht-Text- Rauminstallationen von Georg Trenz und Detlef Hartung
Museum Fürstenfeldbruck
bis 22.03.2015
Die Lichtarbeiten des Eichenauer Künstlers Georg Trenz sind im Landkreis Fürstenfeldbruck seit vielen Jahren bekannt. 1995 entwickelte er
in der Kulturwerkstatt "Haus 10" seine erste Gesamtraumprojektion. Seit über 10 Jahren begleiten seine Arbeiten die Brucker Kulturnacht.
1998 entstand die erste Gemeinschaftsarbeit des Künstlerteams Detlef Hartung und Georg Trenz. Beide lernten sich während ihres Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in München kennen. In den 15 Jahren ihrer Zusammenarbeit entwickelten sie national und
international große und komplexe Licht-Text-Installationen im Innen- und Außenraum. Beispielsweise in Danzig oder Johannisburg, für das
Kaiser-Wilhelm Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz, den Loreleyfelsen im Mittelrheintal oder die Altstadt in Jerusalem. Ihre Arbeiten
beziehen sich konzeptuell stets auf den Ort und den Anlass der meist temporären Projektionen. Für das Kunsthaus Fürstenfeld entwickeln
sie eine eigene ortsspezifische Arbeit und geben einen Überblick über ihr Schaffen.
Loreley, 2009
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Die älteste Taschenuhr der Welt? Der Henlein-Uhrenstreit
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
bis 12.04.2015
Ist sie's oder ist sie's nicht – die älteste erhaltene Taschenuhr der Welt, mit der man seit 1510 erstmals die Zeit überall mit hinnehmen konnte?
Rund um die dosenförmige Sackuhr mit der Signatur des Nürnberger Feinmechanikers Peter Henlein tobt seit Jahrzehnten ein Streit über
Echtheit und Fälschung – und um den Ruhm der technischen Pionierleistung. Andere Uhren machen der Henlein-Uhr den Rang streitig,
Henlein selbst wird mal als Künstleringenieur verklärt, mal als überschätzter Handwerker entzaubert. Die Ausstellung bringt die sieben ältesten
erhaltenen Taschenuhren in einer gemeinsamen Schau zusammen. Sie erläutert die technischen Kniffe, mittels deren Henlein und seine
Zeitgenossen die Uhrentechnik epochal verbesserten. Und sie führt vor Augen, dass schon vor 500 Jahren das Statussymbol Uhr weit mehr als
ein Alltagsgerät gewesen ist.
Henlein Taschenuhr
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"Hilf und Zuflucht" – Die restaurierten Votivbilder und das Kuppelmodell
der St. Nikolauskirche
zu Gast im Schloßmuseum Murnau
Schloßmuseum Murnau
11.12.2014 – 22.02.2015
Seit Anfang des Jahres 2014 wird die St. Nikolauskirche in Murnau Dank einer umfangreichen Spendenaktion restauriert. Das Schloßmuseum
Murnau nimmt dies zum Anlass, in der Ausstellung "Hilf und Zuflucht" die frisch restaurierten Votivbilder für die Besucher in nächster Nähe zu
präsentieren. Aus der Vielfalt der Votivbilder suchten Wassily Kandinsky und Franz Marc fünf Werke aus, die im Almanach "Der Blaue Reiter" 1912
abgebildet wurden. Im Zentrum der Ausstellung steht ebenfalls das 2009 auf dem Dachboden der Kirche gefundene Kuppelmodell von Waldemar
Kolmsperger d. Ä. (1852–1943), das bis zur Eröffnung der Ausstellung im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege restauriert wurde. Gleichzeitig werden zwei der sieben Skizzen zu einzelnen Figurengruppen gezeigt, die als Vorstudien für die Ausmalung der Kuppel angefertigt wurden.
Kuppelmodell von Waldemar Kolmsperger
d. Ä. (1852–1943) aus der Pfarrkirche St.
Nikolaus, Murnau, "Jüngstes Gericht", 1893
(Ausschnitt), © Bayerisches Landesamt für
Denkmalpflege / Foto: Forstner 2012
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Schaufenster 10: Ludwig Meidner
Propheten, Büßer, Betende
Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
11.12.2014 – 08.03.2015
Ludwig Meidner (1884–1966) war in einer jüdischen, allerdings nicht religiös geprägten Familie aufgewachsen. Unter dem Eindruck des Ersten
Weltkriegs wandte er sich der Religion zu. Seine intensive Auseinandersetzung mit Propheten, Büßern, Betenden und Sibyllen setzte 1915/16 ein
und sollte bis zu seinem Lebensende anhalten. Zur Leitfigur wurde der alttestamentarische Prophet, ein von Gott berufener Seher und Mahner, der
das vom rechten Glauben abgefallene Volk zur Umkehr aufruft. Unter den Künstlern des Expressionismus war der Prophet eine beliebte Gestalt, für
Meidner wurde er eine Art Alter Ego. In seinen "Apokalyptischen Landschaften" hatte er mit fast schon visionärer Voraussicht vor kommendem
Unheil gewarnt. Die Zeichnungen entstanden vor 1914, die darin enthaltenen Befürchtungen sollten sich mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs auf
traurige Weise bewahrheiten.
Ludwig Meidner, Selbstbildnis im Tallith
(Ausschnitt), 1918, Kunstforum Ostdeutsche
Galerie Regensburg, © Ludwig-MeidnerArchiv, Jüdisches Museum Frankfurt am Main
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„Von Abgründen, Geistern und Zwergen – Kunstwerke aus der Sammlung“
Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld
12.12.2014 – 07.01.2015
Über die Weihnachtszeit präsentiert die Schwäbische Galerie Bilder aus eigenen Beständen. Das Erdgeschoss ist Werken von Edeltraud
Abel (1924–1994) gewidmet: Ihren Monotypien und Gouachen liegen oftmals Erzählungen oder Liedtexte zugrunde. Im Obergeschoss sind
Neuerwerbungen aus den letzten Jahren ausgestellt, Gemälde und Fotografien namhafter zeitgenössischer Künstler/-innen aus Schwaben.
Vertreten sind unter anderem Arbeiten von Georg Bernhard, Franz Hitzler, Adi Hoesle, Karen Irmer, Christopher Kochs, Harry Meyer,
Monika Schultes und Klaus Zöttl. Das Spektrum der Motive reicht von zerklüfteten Landschaften über teils stark expressive figürliche
Darstellungen bis hin zu abstrakten Kompositionen
Tina Burkhardt
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Jubiläumsausstellung – 60 Jahre Bezirk Schwaben
Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld
12.12.2014 – 07.01.2015
Eine bayerische Besonderheit sind die Bezirke: Sie bilden eine dritte kommunale Ebene, und ihr politisches Leitungsorgan, der Bezirkstag, wird
direkt gewählt. Der Grundstein dafür wurde 1953 gelegt, als die Bayerische Bezirksordnung in Kraft trat. Damit wurden die Bezirke als wichtige
Ebene der Selbstverwaltung und der demokratischen Mitbestimmung – anknüpfend an die innerbayerische Entwicklung seit 1818 – wieder ins
Leben gerufen. Jetzt, rund 60 Jahre später, zeigt sich, wie wichtig diese Entscheidung war: Die Bezirke sind starke Partner ihrer Bürgerinnen und
Bürger im Sozialwesen, der Gesundheitsversorgung und der regionalen Kultur- und Heimatpflege. Der Bezirk Schwaben macht mit dieser Ausstellung auf die Bedeutung der modernen Bezirke und Aufgaben in unserer Heimat Bayern aufmerksam.
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Oh Seok Kwon: Spiegel Blick
Neue Galerie im Höhmannhaus, Augsburg
12.12.2014 – 01.03.2015
Der südkoreanische Künstler Oh Seok Kwon verknüpft in seinen Arbeiten aktuelle Fragen der Globalität mit solchen von Regionalität und
eigener Herkunft. Im Kontext oft autobiografischer Bezüge entwirft er skulpturale Objekte, die er in Verbindung mit filmischen Sequenzen
und Fotografie in seine raumbezogenen Interventionen integriert. Kwons Arbeiten entfalten eine geheimnisvoll-erzählerische Bildsprache, die
kulturenübergreifend berührt. Für seine Ausstellung in der Neuen Galerie im Höhmannhaus ist eine eigene, temporäre Arbeit entstanden.
Oh Seok Kwon, "Hinterhof", 2014
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
One Station – Poesie der Bahnhöfe
DB Museum Nürnberg
12.12.2014 – 31.05.2015
Der Fotokünstler Christian Höhn ist für seine beeindruckenden Arbeiten über „Megacities“ bekannt: Großformatige, hyperrealistisch anmutende
Bilder, die Monumentalität, aber auch Anonymität und Entfremdung der Menschen in den Mega-Metropolen von Mexico City bis Shanghai vermitteln. Für das DB Museum macht sich Höhn auf die Reise in fünf Kontinente, wo er Bahnhofsbauten porträtiert, die an legendären Strecken
liegen oder Schauplätze der Weltliteratur abgegeben haben: In St. Petersburg und New York, in Mumbai und Beijing, aber auch am Matterhorn
und im australischen Outback. Eine beeindruckende Reise durch Raum und Zeit, durch Mythen und Geschichten, die in dieser Zusammenstellung wohl einmalig in der Welt sein dürfte.
Christian Höhn
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Perron-Kunstpreis in Porzellan 2014
Porzellanikon, Selb
13.12.2014 – 25.01.2015
Das Museum präsentiert eine Ausstellung mit mehr als 50 Objekten von 21 Künstlerinnen und Künstlern. Diese Porzellanobjekte zeigen, wie
unterschiedlich Künstler an das Material Porzellan herangehen und welche Wege sie beschreiten. In Abständen von zwei beziehungsweise drei
Jahren wurde der nach der Frankenthaler Künstlerfamilie Perron benannte Kunstpreis bereits zum fünften Mal in der Sparte Porzellan ausgeschrieben. Der mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Kunstpreis ist Deutschlands einziger Porzellanpreis. Für den diesjährigen Wettbewerb haben sich 51
Künstler und Künstlerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien, Tschechien sowie Korea mit insgesamt 132 Arbeiten beteiligt. Von den
Juroren wurden 57 Arbeiten von 21 Künstlern ausgewählt. Die Jury hat entschieden, den mit 4.500 Euro dotierten Kunstpreis an die Heilbronnerin
Martina Sigmund-Servetti zu verleihen. Die beiden Förderpreise mit jeweils 1.500 Euro dotiert, gehen an Linda Prüfer aus Halle/Saale und an die
Tschechin Nela Trésková. Als Zeichen aktiver Künstlerförderung und mit dem Willen, dem kulturellen Leben Impulse zu geben, vergibt die Stadt
Frankenthal (Pfalz) seit 1981 den Perron-Kunstpreis im Wechsel für Grafik, Malerei, Plastik und Porzellan.
Kunstpreisträgerin Martina Sigmund-Servetti,
© Stadt Frankenthal, Foto: Bernhard Sunnick
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Bayernweit
Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Controlled Collisions
Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer
13.12.2014 – 31.01.2015
Zum ersten Mal wird das Ehepaar Kut/Kuhn gemeinsam eine Ausstellung bestreiten. Die im wahrsten Sinne vielschichtigen und vielfältigen
Arbeiten von Aldona Kut, die in Krakau und Nürnberg Modedesign, Malerei, Bildhauerei und Architektur studiert hat, treffen auf Objekte des
Alltags, die Sebastian Kuhn einer Dekonstruktion und Neugestaltung unterzieht. Erinnerungen und Alltagserfahrungen des Rezipienten werden „mit verarbeitet“ und ergeben mit Objekten und Materialien einen neuen Bedeutungsparcours.
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Pâte de Verre – Vom Jugendstil zum Studioglas
Glasmuseum Frauenau
13.12.2014 – 01.03.2015
Pâte de Verre ist eine besondere und äußerst fragile Technik der künstlerischen Glasverarbeitung. Die Zusammensetzung des Gemenges
aus Glaspulver oder –splittern, Bindemitteln und färbenden Metalloxyden ist als modellierende Technik schon seit der Antike bekannt. Zur
Zeit des Jugendstils und im Art Déco erlangte sie eine ungeahnte Blüte, die vor allem in Frankreich großartige Leistungen hervorbrachte. In
den 1980er Jahren wurde diese besondere Kunst der Bildhauerei mit Glas erneut in Frankreich und vor allem auch in Großbritannien in der
jungen Studioglasbewegung neu entdeckt und weiterentwickelt. Ein besonderer Reiz dieser Technik liegt darin, dass die Kunstwerke – meist
sind es Schalen, Vasen, abstrakte Objekte, aber auch Skulpturen und Installationen – nicht sofort als Arbeiten aus Glas zu erkennen sind, und
ihre Materialbeschaffenheit zunächst rätselhaft bleibt. Die Ausstellung demonstriert die Entwicklung von Pâte de Verre im 20. Jahrhundert.
Die Bandbreite reicht von kostbaren Skulpturen des Jugendstils und Art Déco bis hin zu den jüngsten Kreationen der Studioglasbewegung
aus ganz Europa, Ägypten und Japan. Zu sehen sind 50 Objekte von über 30 internationalen Künstlern. Eine umfangreiche moderne Auswahl
wird der historisch aufbereiteten Dokumentation gegenübergestellt, unterlegt mit ausgewählten Beispielen. Die Ausstellung wurde von den
Kunstsammlungen der Veste Coburg (Europäisches Museum für Modernes Glas) konzipiert und mit Beständen des Glasmuseums Frauenau
sowie ausgewählten Leihgaben von Künstlern ergänzt. Eine Serie von originalen Modellen und Gussformen erläutert anschaulich diese komplexe Technik, die in der Glaskunst einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt.
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Bayernweit
Designobjekte aus Kunststoff
Die Koelsch Collection
Kunsthaus Kaufbeuren
13.12.2014 – 08.03.2015
Fernseher "Videosphere 3240"; Design Ryuzo
Fujita, 1971; Produktion JVC – NIVICO Victor
Co., Yokohama, Japan, 1974; ABS
Koelsch Collection
Aus der weltweit größten privaten Sammlung werden nahezu 300 außerordentlich schöne und seltene Objekte des Kunststoffdesigns
präsentiert. Ob Luxus- oder Alltagsgegenstände – durch die besondere Formbarkeit des Materials sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
So lässt sich die Geschichte der Materialien – Zelluloid, Galalith, Bakelit – an den Veteranen des Haushalts, wie Mixer, Geschirr, Fernseher,
Staubsauger, Lautsprecher und Telefon nachvollziehen. Accessoires für die feine Dame wie aufwendig gearbeitete französische Kämme,
fantasievolle Gürtelschnallen, transparente Taschen aus Florida, kunstvoll verzierte Zigarettenetuis und Fächer lassen die Herzen aller Designfreunde höher schlagen. Ein Highlight der Ausstellung bilden 90 Kunststoffradios aus aller Herren Länder, die eine über 80-jährige Design- und Kulturgeschichte widerspiegeln. Die Morphologie der Objekte veranschaulicht nicht nur all die wechselnden Stilperioden, sondern
auch den spezifischen Charakter eines jeden Landes. Die Sammlung des Essener Architekten Hans Ulrich Kölsch und seiner Frau basiert
auf einer über 40-jährigen Sammelleidenschaft, die eine einzigartige Archäologie des 20. Jahrhunderts und seiner Sozialästhetik begründet
hat und zeigt, wie sehr unsere Alltagskultur immer auch ein Spiegel der jeweiligen Zeit mit ihren Ereignissen ist.
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Geliebte Tyrannin
Mode in Bildern des 19. Jahrhunderts
Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
14.12.2014 – 08.03.2015
„Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode“ – zu diesem Schluss mag man kommen, wenn man sich mit der Mode des 19. Jahrhunderts
beschäftigt. Sie brachte ästhetische Besonderheiten wie Chemisenkleid, Schutenhut, Hammelkeulenärmel oder Humpelrock hervor, aber auch
größte Kunstfertigkeit, Raffinesse und Eleganz. Sie spiegelte gesellschaftliche Entwicklungen, erfreute und knechtete ihre Sympathisanten.
Sie fand bedingungslose Opfer und gnadenlose Feinde, beschäftigte Repräsentanten der Philosophen, Wirtschaft, Politik, Medizin und Kunst.
Eintagsfliegen, Dauerbrenner und Revivals gab es damals wie heute. Die Ausstellung befasst sich mit der Mode vom Ende des 18. Jahrhunderts
bis zum Ersten Weltkrieg, gesehen durch die Künstler der Zeit. Zeichnungen und Druckgrafiken, begleitet von Schriften über Modephilosophie,
Modezeitschriften und historischen Dokumenten, werden einen Einblick in die Entwicklungen dieses Zeitraumes geben, von den Veränderungen
nach der Französischen Revolution, über die Jahre des Biedermeier, bis zu Gründerjahren und Belle Epoque. Die Mode des deutschsprachigen
Raumes steht im Zentrum der Präsentation, doch zeichnen sich in ihr auch internationale Tendenzen ab – etwa der Einfluss Frankreichs auf die
Damen- und der Einfluss Englands auf die Herrenmode oder der europäische Siegeszug der Warenhäuser und der Konfektionskleidung nach
1850. Darüber hinaus treten in verschiedenen Werken deutlich die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf die Mode vor Augen, so der
Wunsch nach öffentlicher politischer Stellungnahme in Form einer „teutschen Nationalkleidung“ um 1815 oder auch die wachsende Teilnahme der
Frauen am Arbeits- und Großstadtleben, die in praktischen, bewegungsfreundlichen Bluse-Rock-Kombinationen Ausdruck findet.
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Bayernweit
Neue Ausstellungen im Dezember 2014
"Alles Neu "
Erwerbungen für die Kunstsammlung Markt Prien 1995-2015
Galerie im Alten Rathaus, Prien
19.12.2014 - 08.02.2015
Die Marktgemeinde Prien besitzt eine große Anzahl von Arbeiten der Chiemseemaler sowie größere Bestände aus den Nachlässen von
Theodor von Hötzendorff, Fritz Halberg-Krauss oder der Bildhauerin Marianne Lüdicke. Die wichtigsten Stücke gehen auf die Gründung
des Priener Museums 1913 zurück. Seit 2012 wird eine Auswahl der Sammlung in der Historischen Galerie der Chiemseemaler wieder im
Heimatmuseum Prien gezeigt. In den letzten 20 Jahren sind eine Vielzahl von Werken als Kauf oder als Stiftung in die Sammlung gelangt. Der
Markt Prien zeigt einen Überblick über die herausragendsten Stücke nun in der Ausstellung "Alles Neu".
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Spessartglas aus aller Welt – 125 Jahre Lohrer Glasfabrik
Spessartmuseum, Lohr
19.12.2014 - 27.09.2015
Wussten Sie schon, dass Maggi-Würze, manche Frankenweine und leckere Lebensmittel, ebenso wie Arzneimittel und wohlduftende
Schönheitsprodukte in Glas aus Lohr angeboten werden? Dies und noch viel mehr können Sie in der Ausstellung im Spessartmuseum
erfahren. In deren Mittelpunkt stehen Erzeugnisse der 1890 in Lohr a. Main gegründeten „Spessarter Hohlglas-Hüttenwerke Woehrnitz &
Cie.“, heute firmierend unter dem Namen „Gerresheimer Lohr GmbH“. Ihre Produktpalette reicht von Einmachgläsern über Apotheken- und
Getränkeflaschen bis hin zu weltbekannten und ausgefallenen Sonderformen. Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte des Unternehmens ebenso, wie mit der modernen Glasproduktion und den kulturhistorischen Hintergründen.
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Neue Ausstellungen im Dezember 2014
Walter Mauder
Freilichtmuseum Finsterau
25.12.2014 - 05.04.2015
Der in Zwiesel geborene Künstler Walter Mauder (1913 – 1999) studierte von 1932 bis 1936 an der Münchener Akademie für angewandte
Kunst in der Klasse für Wandmalerei. Danach kehrte er in seine Heimat zurück, wo er unter anderem die von seinem Vater überlieferte
Kunstfertigkeit des Freihand-Glasmachens wiederbelebte. 1944 (nach Kriegsdienst und Kriegsverletzung) lehrte er an der Glasfachschule
Zwiesel. 1947 zählte Walter Mauder zu den Begründern der Künstlervereinigung Donau-Wald-Gruppe, die in zahlreichen Ausstellungen in
ganz Europa zur Beachtung der Kunst dieses ländlich geprägten Raums beitrug. In der Wandmalerei war Mauder den bewährten handwerklichen Verfahren und einer verhaltenen Moderne verpflichtet. Wegen ihrer hohen technischen und künstlerischen Qualität sind viele seiner
Werke im öffentlichen Raum in Deggendorf, Passau, Regen, Straubing, Zwiesel und anderen Städten bis heute erhalten. Mauder hinterließ
ein ebenso spannungs- wie abwechslungsreiches Werk, das ihn weit über die Region hinaus bekannt machte. Die Kulturlandschaft des
Bayerischen Waldes und dessen Menschen waren sein zentrales Thema. Seine Gemälde in Acryl und Tempera, außerdem seine Zeichnungen und – ganz seiner Herkunftsregion verpflichtet – Hinterglasbilder sind in vielen privaten Sammlungen vertreten.
zum Museum
Meldungen aus den Museen im Dezember 2014
Museum vorgestellt
Martin von Wagner Museum Würzburg
Paläontologisches Museum München
Fossil des Monats Dezember:
Riesenwasserwanze
Bayerisches Nationalmuseum
Kunstwerk des Monats Dezember:
Eine portugiesische Krippe
aus dem 18. Jahrhundert
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Objekt des Monats Dezember:
Geschlossener Visierhelm
Deutschland, um 1530
Museum vorgestellt
Martin von Wagner Museum Würzburg
Martin von Wagner-Museum der
Universität Würzburg
Residenzplatz 2, Tor A
97070 Würzburg
Tel.:
+ 49 (0) 93131-82282 (Ältere Abteilung),
+ 49 (0) 93131-82283 (Neuere Abteilung)
http://www.museum.uni-wuerzburg.de/
Öffnungszeiten:
Gemäldegalerie:
Dienstag bis Samstag 10.00–13.30 Uhr
Antikensammlung:
Dienstag bis Samstag 13.30–17.00 Uhr
Sonntagvormittags wechselnd zwischen
Antikensammlung und Gemäldegalerie
geöffnet. Nähere Angaben hier.
Sonderausstellungen teilweise mit
abweichenden Öffnungszeiten
Abbildung oben:
Pieter Claesz, Stilleben mit großem Römer,
um 1640
Abbildung unten:
Griechische Brygosschale (Detail),
um 480 v. Chr.
Fotos:
Martin von Wagner Museum, Würzburg
Von Anfang an war das Martin von Wagner-Museum mit der archäologischen und kunsthistorischen Lehre an der Universität Würzburg auf das Engste verknüpft. Die Geburtsstunde der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der bildenden Kunst schlug dort, als Professor Bonaventura Andres für das Sommersemester 1790 eine Vorlesung über Lessings
Laokoon ankündigte. Seit 1815 hielt Professor Franz Joseph Fröhlich kunsthistorische Vorlesungen, im Wintersemester 1816/17 sogar verbunden mit einer „kritischen Betrachtung
vorhandener Kunstwerke“. 1832 erhielt die universitäre Bildersammlung, die Fröhlich nach
und nach zusammentrug, den Namen „Ästhetisches Attribut“; dies war der Grundstock
des universitären Kunstmuseums, das sich damals im Obergeschoss der Alten Universität
befand. 1862 gelangte auch Fröhlichs private Sammlung per testamentarischer Verfügung
in den Besitz der Universität.
Wenige Jahre zuvor hatte sie eine noch größere Schenkung erhalten: 1857 stiftete ihr der
deutschrömische Maler und Bildhauer Johann Martin von Wagner, ein gebürtiger Würzburger, seine antike und moderne Werke umfassende Kunstsammlung, die er sich neben
seiner Tätigkeit als Kunstagent des bayerischen Königs in Rom aufgebaut hatte. Nun gingen so bedeutende Werke wie der Kentaurenkopf vom Parthenon oder die Madonna des
Maestro del Bambino Vispo in die Bestände des „Ästhetischen Attributs“ ein, daneben
Tausende wertvolle Handzeichnungen und Kupferstiche vor allem italienischer Meister der
Renaissance und des Barocks. Damit war der Italien-Schwerpunkt der neueren Abteilung
vorgezeichnet. Der Kunstbesitz Fröhlichs, der vorwiegend holländische Meister des 17.
und 18. Jahrhunderts umfasste, rundete den Überblick über die europäische Kunstgeschichte weiter ab. Später kamen auch deutsche Renaissance und Romantik sowie die
Schnitzkunst des Mittelalters als weitere Schwerpunkte hinzu. Seit 1963 ist das Museum
im Südflügel der Residenz untergebracht. Die Säle der Gemäldegalerie werden in den
kommenden Jahren einer durchgreifenden Modernisierung unterzogen.
Nähere Informationen zur Ausstellung
Tilman Riemenschneider, Madonna (Detail), um 1500
Foto: Martin von Wagner Museum, Würzburg
Museum vorgestellt
Martin von Wagner Museum Würzburg
Martin von Wagner-Museum der
Universität Würzburg
Residenzplatz 2, Tor A
97070 Würzburg
Tel.:
+ 49 (0) 93131-82282 (Ältere Abteilung),
+ 49 (0) 93131-82283 (Neuere Abteilung)
http://www.museum.uni-wuerzburg.de/
Öffnungszeiten:
Gemäldegalerie:
Dienstag bis Samstag 10.00–13.30 Uhr
Antikensammlung:
Dienstag bis Samstag 13.30–17.00 Uhr
Sonntagvormittags wechselnd zwischen
Antikensammlung und Gemäldegalerie
geöffnet. Nähere Angaben hier.
Sonderausstellungen teilweise mit
abweichenden Öffnungszeiten
Abbildung oben:
Würzburger Schauspielerscherbe,
um 350/340 v. Chr
Abbildung unten:
Griechisches Tongefäß mit dem Athener
Tyrannenmord des Hipparch,
um 470 v. Chr.
Fotos:
Martin von Wagner Museum, Würzburg
Das Museum besteht aus zwei Abteilungen. Die Ältere Abteilung umfasst die Antikensammlung, die Neuere Abteilung gliedert sich in Gemäldegalerie und Graphische Sammlung. An hochrangigen Kunstwerke aus allen Epochen (Alt-Ägypten, griechische, etruskische und römische Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassizismus, Moderne) kann
die Geschichte des menschlichen Geistes von den frühen Hochkulturen bis an die Schwelle
der Gegenwart durchschritten werden.
Die Antikensammlung ist vor allem auf Keramik (1500 v. Chr. – 300 n. Chr.) ausgerichtet,
den Schwerpunkt bilden griechische Vasen. Tonfiguren, Gläser und Steinplastik schließen
sich an; zu den berühmten Stücken zählen die griechische Schauspielerscherbe und der römische Jahreszeitenaltar. 1989 gelangten 2500 Objekte aus der Privatsammlung Kiseleff in
das Museum, die ägyptische Kleinkunst in reicher Auswahl beisteuern und den griechischen
Bestand erweitern. Besonders beeindruckend sind die ägyptischen Mumienporträts. Eine
Rarität stellen die vielen gut erhaltenen koptischen Stoffe des 5. bis 8. Jahrhunderts dar.
In der Gemäldegalerie werden vor allem deutsche, niederländische und italienische Gemälde gezeigt. Berühmte Namen sind Gherardo Starnina, Hans Leonhard Schäufelein, Luca
Cambiaso, Bartholomäus Spranger, Pieter Claesz, Jacob Jordaens, Luca Giordano, Gaspare
Vanvitelli, Alessandro Magnasco, Januarius Zick, Giovanni Antonio Pellegrini, Matthäus
Günther, Francesco Guardi, Giovanni Battista Tiepolo, Friedrich Overbeck, Carl Rottmann,
Johann Wilhelm Schirmer, Max Liebermann, Willy Jaeckel, Hans Purrmann und zahlreiche
andere mehr. Unter den in die Gemäldegalerie integrierten Skulpturen ragen die spätmittelalterlichen Werke Tilman Riemenschneiders und seiner Schule hervor, aber auch Alabasterstatuen der deutschen Spätrenaissance oder expressionistische Tier- und Porträtplastik.
Die Graphische Sammlung besitzt trotz Kriegsverlusten ca. 16.000 Handzeichnungen und
14.000 Blatt Druckgraphik. Besonders wertvoll sind die Zeichnungen Federico Baroccis.
Auch der römische Hochbarock ist mit großen und größten Namen vertreten.
Zu den Angeboten für Besucher
Hans Leonhard Schäufelein, Sixtus Oelhafen, 1503
Foto: Martin von Wagner Museum, Würzburg
Museum vorgestellt
Martin von Wagner Museum Würzburg
Angebote für Besucher
Martin von Wagner-Museum der
Universität Würzburg
Residenzplatz 2, Tor A
97070 Würzburg
Tel.:
+ 49 (0) 93131-82282 (Ältere Abteilung),
+ 49 (0) 93131-82283 (Neuere Abteilung)
http://www.museum.uni-wuerzburg.de/
Öffnungszeiten:
Gemäldegalerie:
Dienstag bis Samstag 10.00–13.30 Uhr
Antikensammlung:
Dienstag bis Samstag 13.30–17.00 Uhr
Sonntagvormittags wechselnd zwischen
Antikensammlung und Gemäldegalerie
geöffnet. Nähere Angaben hier.
Sonderausstellungen teilweise mit
abweichenden Öffnungszeiten
Abbildung oben:
Federico Barocci, Kopf- und Handstudie,
1603–07
Abbildung unten:
Grotesker Mann streckt Zunge heraus,
1. Jh. v./1. Jh. n. Chr.
Fotos:
Martin von Wagner Museum, Würzburg
Das Martin von Wagner Museum in Würzburg ist eines der bedeutendsten Universitätsmuseen Europas. Seine Bestände antiker und nachantiker Kunst bilden – in hoher und
höchster Qualität – zusammengenommen sechs Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte ab. Vergleichbar universal ausgerichtete Sammlungen sind in Deutschland und Mittel­
europa so gut wie gar nicht zu finden.
Trotz der Anbindung an die Universität Würzburg stehen die hochkarätigen Sammlungen
keineswegs nur Studenten, sondern allen Besuchern offen.
Außerdem hat die Museumsinitiative des Martin-von-Wagner-Museums verschiedene
Programme für Erwachsene entwickelt. Jeweils abwechselnd in der A
­ ntikensammlung
bzw. in der Gemäldegalerie bieten Fachstudenten der Universität Würzburg in der Regel
am dritten und vierten Sonntag eines Monats Führungen und Vorträge zu verschiedenen
spannenden Themen an.
Die Veranstaltungen beginnen üblicherweise um 11.00 Uhr und dauern etwa eine Stunde.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Regelmäßig lädt die Museumsinitiative auch Kinder zu speziellen Führungen und Sonderveranstaltungen in die Antikensammlung und die Gemäldegalerie ein.
An Kindertagen gibt es zudem die Möglichkeit, durch Wettkämpfe, "Ausgrabungen", Verkleiden, Basteln, Stadtrallye und Hieroglyphenschreiben sowohl Antike bzw. Archäologie
als die Kunstgeschichte spielerisch zu entdecken. Nähere Informationen dazu finden Sie
hier.
Für Kinder, die in Begleitung oder allein durch die Gemäldegalerie streifen wollen, entwickelt Petra Maidt von der Universität Würzburg zurzeit mit ihrem Seminar in Zusammenarbeit mit dem Museumspädagogischen Zentrum ein Entdecker-Heft, das im ersten Quartal
2015 erscheinen wird.
Kykladisches Idol, um 2700–2500 v. Chr.
Foto: Martin von Wagner Museum, Würzburg
Paläontologisches Museum München
Fossil des Monats Dezember:
Riesenwasserwanze
Paläontologisches Museum München
Richard-Wagner-Straße 10
80333 München
www.palmuc.de
Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag
8.00 – 16.00 Uhr
Freitag
8.00 – 14.00 Uhr
Erster Sonntag im Monat
10.00 – 16.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U 2 / 8: Königsplatz
U1: Stiglmaierplatz
Bus 100 (Museenlinie): Lenbachhaus
Insekten sind die erfolgreichsten Lebewesen auf der Erde. Sie sind mit mehreren Millionen
Arten die mit Abstand vielfältigste und neben den Fadenwürmern und Ruderfußkrebsen
auch die individuenreichste Tiergruppe – drei Viertel aller Lebewesen sind Insekten. Sie
besiedeln nahezu alle Lebensräume. Die meisten Insekten leben auf der festen Landoberfläche, einige Gruppen kommen auch im Süßwasser vor, wie zum Beispiel die Wasserwanzen und Wasserkäfer sowie die Larven der Eintagsfliegen und Libellen. Nur wenige Insektenarten leben im Brackwasser oder am Spülsaum der Meere, und nur eine einzige kleine
Untergruppe der Wanzen erschloss auch die offene Meeresoberfläche als Lebensraum.
Wasserwanzen, insbesondere Riesenwasserwanzen (Belostomatidae), leben in Seen
und Tümpeln, verlassen aber das Wasser von Zeit zu Zeit. Sie sind in der Regel auch gute
Flieger. Die aquatische Lebensweise begünstigt grundsätzlich die fossilen Erhaltungsmöglichkeiten von Wasserwanzen. Die Riesenwasserwanze Scarabaeides deperditus aus dem
Oberjura der Fränkischen Alb stammt aus den Solnhofener Plattenkalken, die ehemalige
Lagunen (Wannen) in einem großen Archipel mit Korallen- und Schwammriffen am Nordrand des Urmittelmeeres, der Tethys, repräsentieren. Der sehr feinkörnige Kalkschlamm,
der sich am Boden der Wannen absetzte war ein ideales Medium für die Einbettung selbst
zarter filigraner Tier- und Pflanzenreste. Der eigentliche Lebensraum von Scarabaeides
deperditus waren Süßwassertümpel. Starke ablandige Winde bzw. Stürme sorgten offenbar dafür, dass die Riesenwasserwanzen an die Meeresküste in die Solnhofener Wannen
verweht wurden. Scarabaeides ist mit bis zu 5 cm Körperlänge die größte Wasserwanze in
den Solnhofener Plattenkalken. Charakteristisches Merkmal ist das dreieckige Feld (Scutellum oder „Schildchen“), welches hinter dem Halsschild als zwischen den Flügeldecken
eingeschobener Keil sichtbar ist. Scarabaeides lebte räuberisch und ernährte sich vermutlich von Beutetieren bis zur Größe eines kleinen Fisches. Vergleichbare Formen mit bis zu
11 cm Länge gibt es heute noch in Brasilien und anderen tropischen Regionen.
Riesenwasserwanze
Scarabaeides deperditus Germar, 1839
Oberjura (ca. 150 Millionen Jahre)
Solnhofen-Formation
Solnhofen, Fränkische Alb
Länge des Fossils: 5 cm
SNSB-BSPG 2013 I 18
Bayerisches Nationalmuseum
Kunstwerk des Monats Dezember:
Eine portugiesische Krippe aus dem 18. Jahrhundert
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
www.bayerisches-nationalmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 18: Nationalmuseum /
Haus der Kunst
Bus 100 (Museenlinie):
Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Die künstlerische Herstellung von Krippen in Portugal erfuhr in der zweiten Hälfte des
18. Jahrhunderts durch den Zuzug italienischer Bildhauer wesentliche Impulse. Besondere
Lieblichkeit und Innigkeit sind das eine Merkmal portugiesischer Krippen, eine außergewöhnlich verfeinerte Bemalung das andere. Die Sammlung wird mit der „Geburt Christi“
eines der führenden Meister Portugals um ein Spitzenwerk aus einer bislang nicht vertretenen Tradition ergänzt.
Ausgestellt in der Krippensammlung
Öffentliche Führung: Donnerstag, 18.12.2014, 18.00 Uhr
Foto: Krippe aus Terrakotta
Portugal, 2. Hälfte 18. Jahrhundert
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Objekt des Monats Dezember:
Geschlossener Visierhelm
Deutschland, um 1530
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Neues Schloss
Paradeplatz 4
85049 Ingolstadt
Tel.: +49 (0) 8 41 / 93 77-0
www.armeemuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag
9.00 - 17.30 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage
10.00 - 17.30 Uhr
Gerade der Kopf war und ist seit jeher im Kampf ein besonders zu schützender Körperteil.
Aus diesem Grund finden sich seit Jahrtausenden die unterschiedlichsten Kopfschutze.
Die Entwicklung verschiedener Helmformen führte im 15. und 16. Jahrhundert schließlich
zum geschlossenen Visierhelm. Dieser schützte neben der Schädelkalotte (wie in früheren
Jahrhunderten) durch Hinzufügen von Elementen wie Visier, Nackenschutz, Helmbart etc.
auch das Gesicht, den Nacken und den Hals. Erkauft wurde dieser Schutz jedoch durch
ein eingeschränktes Sichtfeld und einer Behinderung der Beweglichkeit. Die Plattnerkunst
dieser Zeit brachte wahre Meisterwerke hervor, die in der handwerklichen Ausfertigung,
aber auch in der künstlerischen Gestaltung einmalige Zeugnisse dieser Zeit darstellen. Die
Stärke des Stahls musste so gering wie möglich ausfallen, um das Gewicht niedrig zu halten, gleichzeitig wurde er stark genug ausgeformt, um Schwerthieben und Lanzenstößen
widerstehen zu können. So dienen viele vermeintliche Zierelemente auch der Stabilität des
Objektes, wie z. B. das „gefaltete“ Visier dieses Stückes sowohl Zierde als auch Verstärkung
ist. Aufklappbare Visiere dienten neben der besseren Luftzufuhr auch der Kommunikation und wurden in der Regel nur unmittelbar vor und während des Kampfes geschlossen
gehalten. Der Halsabschluss und der so genannte drei mal geschobene (also aus drei Teilen
bestehende) Nackenschutz fügten sich nahezu nahtlos an den darunter getragenen Kragen
an, sodass Schlag- und Stichwaffen nicht unter die Panzerung dringen konnten. Im Inneren
trug man eine gepolsterte Haube, die an den außen sichtbaren Nieten befestigt wurde. Von
diesen Hauben sind weltweit nur wenige Exemplare erhalten. Diese Polsterungen dienten
dazu, die Wucht von Hieben, die über die Helmglocke auf den Schädel des Trägers einwirkten, zu dämpfen, damit dieser nicht einen Schädelbasisbruch oder zumindest eine schwere
Gehirnerschütterung erlitt. Dieses und andere Stücke sind normalerweise in der Dauerausstellung im Neuen Schloss zu sehen, die jedoch derzeit aufgrund von Baumaßnahmen nicht
zu besichtigen ist (Inv. Nr. A 382).
Geschlossener Visierhelm
Deutschland, um 1530, Inv. Nr. A 382
© Bayerisches Armeemuseum
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