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Bilder des Monats - Großgemeinde Sankt Kilian

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9. Ausgabe 2014
20.12.14
Bilder des Monats
Diamantene Hochzeit - 12.11.14
Traude und Klaus Hartung, OT Altendambach
mit Landrat Thomas Müller und
OT-Bgm. Karola Kortum
Goldene Hochzeit - 14.11.14
Dr. Hans-Georg und Doris Franz, OT Altendambach
mit OT-Bgm. Karola Kortum und OT-Ratsmitglied
Rüdiger Staudigel
Vorlesestunde im Kindergarten Erlau
mit dem CDU-Landtagsabgeordneten
Henry Worm und Bgm. André Henneberg
Hofadvent in Erlau am 6.12.14
Veranstaltungen der Gemeinde St. Kilian Januar 2015
Fr. 02.01.15 Beginn 16 Uhr
„Laffnäujohr“ - Umtrunk in der
Heimatstube Breitenbach
Sa 10.01.15
Weihnachtsbaumverbrennung am Feuerwehrgerätehaus Erlau
Sa 31.01.15 Beginn 19Uhr
Neujahrskonzert
der Blaskapelle Breitenbach im Saal
des Landagsthof „Zum Adlersberg“
Einlass ab 18 Uhr
Jeden Sonntag, Beginn 10.30 Uhr
Evangelischer Gottesdienst,
Kirche St. Kilian
9. Ausgabe 2014
20.12.2014
Seite 2
Liebe Mitbürgerinnen und
Mitbürger,
nur noch wenige Tage trennen uns
vom Jahreswechsel 2014/2015.
Deshalb möchte ich einige Worte des
Rückblicks und auch einen Ausblick
auf 2015 an Sie richten.
Auch in diesem Jahr wurde baulich
einiges in der Gemeinde geschafft.
Auf dem Adlersberg wurde mit der Reparatur des Turmes der
2. Bauabschnitt fertiggestellt.
Diese Maßnahme wurde, wie bereits die im letzten Jahr,
durch die RAG gefördert. Es wurden ca. 75.000 € investiert.
Ein Teil des Hüttenweges in Erlau wurde grundhaft ausgebaut. Hier wurde vom ZWAS der Kanal im Trennsystem verlegt. Die Investitionen der Gemeinde belaufen sich hier auf
ca. 240.000,00 €.
Für die Brücke am alten Kino in Erlau haben wir in diesem
Jahr eine Fördermittelzusage des Straßenbauamtes Südwestthüringen erhalten. Somit konnten wir diese Maßnahme, die
für 2015 ohne Förderung vorgesehen war, vorziehen.
Von den Gesamtkosten von ca. 220.000,00 € erhalten wir
133.000,00 € Fördermittel.
Die Baumaßnahme kann voraussichtlich im zeitigen Frühjahr
2015 abgeschlossen werden.
In Breitenbach wurde die Straße An der Eller instandgesetzt.
Ebenso ein Teilstück Langergrund.
In diesem Jahr ist die Gemeinde in die Dorferneuerung gestartet. Der Dorferneuerungsbeirat hat sich konstituiert. Hier
sind vielfältige Ideen zur Durchführung verschiedener Maßnahmen in allen Ortsteilen entwickelt worden.
Start wird im nächsten Jahr mit drei „kleinen“ Vorhaben sein.
Beantragt wurden der Neubau von Kinderspielplätzen in
Hirschbach und Breitenbach sowie die Gestaltung des „Dreiecks“ in St. Kilian und die Anlage eines Gehweges in der
Kilianstraße.
Der Zuspruch von privaten Antragstellern ist sehr groß.
Leider können nicht alle Projekte in 2015 gefördert werden,
da die Mittel in den Fördertöpfen begrenzt sind.
Im nächsten Jahr startet der letzte Bauabschnitt mit der Gestaltung der Außenanlagen auf dem Adlersberg. Die Maßnahmen zur Dorferneuerung sollen realisiert werden und der
Ölmühlenweg in St. Kilian soll instandgesetzt werden.
Bewegt hat alle sicherlich das Thema Straßenausbaubeiträge.
Der Erlass dieser Satzung wurde vom Land gefordert und war
unausweichlich. Der Start erfolgte mit Versand der Infobriefe
durch die Verwaltung. Der Gemeinderat wird im neuen Jahr
eine Beitragssatzung beschließen.
Die Bescheide für die Jahre 1991 bis 2011, 2012 und 2013
werden im ersten Quartal verschickt.
Gern wollen wir in den nächsten Jahren alle gewünschten
Projekte angehen und verwirklichen.
Allerdings ist die Finanzausstattung der Gemeinden durch
das Land schon längst nicht mehr auskömmlich. Die Mittel
aus dem Finanzausgleich werden weniger.
Dies geht auch an unserer Gemeinde nicht spurlos vorbei.
Es wird immer schwieriger, einen ausgeglichenen Haushalt
aufzustellen. Sinkende Schlüsselzuweisungen und steigende
Kreisumlage lassen kaum noch Spielräume.
Aber wenn die Versprechen der neuen Landesregierung nicht
nur leere Worthülsen sind und die Bekenntnisse aus dem rotrot-grünen Koalitionsvertrag umgesetzt werden, könnte es in
den nächsten Jahren etwas besser aussehen.
Wir dürfen darauf gespannt sein….
Festliche und gesellschaftliche Höhepunkte gab es ebenfalls
in allen Ortsteilen, wie die jährlichen Sommerfeste, die Osterfeuer und Sonnenwendfeuer, die monatlichen Seniorennachmittage und Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte sowie
die Tage der offenen Türen der Freiwilligen Feuerwehren.
Nicht zuletzt möchte ich Danke! sagen.
Mein Dank gilt allen Mitarbeitern, Gemeinderäten und Ortsteilbürgermeistern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Besonderer Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, die das kulturelle Leben in den Ortsteilen durch zahlreiche Aktivitäten abwechslungsreich und maßgeblich gestalten und auch denjenigen, die öffentliche Flächen pflegen,
mähen und in Ordnung halten.
Ebenso danke ich den Mitgliedern unserer freiwilligen Feuerwehren für ihre Einsatzbereitschaft.
Lassen Sie uns die besinnliche Weihnachtszeit nutzen, um
zur Ruhe zu kommen und die besinnliche Zeit zu genießen.
Ihnen allen wünsche ich im Kreise Ihrer Familie von ganzem
Herzen ein friedliches
und besinnliches
Weihnachtsfest und ein
erfolgreiches Jahr 2015.
Ihr Bürgermeister
André Henneberg
9. Ausgabe 2014
20.12.2014
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Beschlüsse der 5. öffentlichen Gemeinderatssitzung
am 25.11.14
Nr.: SK 21/05/14
Beschlussgegenstand: Waldbewirtschaftungsplan 2015
Beschluss: Der Gemeinderat beschließt auf der Grundlage der §§ 20 und 33 des Thüringer Waldgesetzes den
Waldbewirtschaftungsplan 2015, laut Anlage.
gez. André HennebergDienstsiegel
Bürgermeister
Nr.: SK 22/05/14
Beschlussgegenstand: Antrag auf Neubau Antennenträger
Beschluss: Der Gemeinderat beschließt, das gemeindliche Einvernehmen zum Antrag der DFMG, Herr Steffen
Zahn, Querstraße 1-11, 04103 Leipzig, in Erlau Flur 5,
Flurstück 13 zur Aufstellung eines Antennenträgers –
Stahlgittermast 20 m mit Technikstellfläche, zu erteilen.
Aus planungsrechtlicher Sicht bestehen keine Bedenken.
gez. André HennebergDienstsiegel
Bürgermeister
Nr. : SK 23/05/14
Beschlussgegenstand: Vorbereitung eines neuen Konzessionsvertrages zur Nutzung öffentlicher Verkehrswege
für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen für die
allgemeine Gasversorgung im Gebiet der Gemeinde
St. Kilian
Beschluss: Der Gemeinderat der Gemeinde St. Kilan
beschließt, dass der Bürgermeister ermächtigt und beauftragt wird, einen neuen Konzessionsvertrag über die
Nutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung
und den Betrieb von Leitungen für die allgemeine Versorgung mit Gas, im Sinne des § 46 Abs. 2 Satz 1 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), für das Gebiet der Gemeinde
St. Kilian vorzubereiten.
gez. André HennebergDienstsiegel
Bürgermeister
Nr.: SK 24/05/14
Beschlussgegenstand: Verkauf Grundstücke in St. Kilian
Beschluss: Der Gemeinderat beschließt den Verkauf von
Grundstücken in St. Kilian.
Alle Notar- und Verwaltungskosten tragen die Erwerber.
gez. André HennebergDienstsiegel
Bürgermeister
Informationen des Bürgermeisters
Wir bitten um Beachtung, dass in der Wintersaison
2014/2015 kein Winterdienst auf der Ziegenrückerstraße
durchgeführt wird.
Im letzten Amtsblatt hatte sich ein Fehler eingeschlichen.
Für die veröffentlichten Satzungen gilt als Bekanntma-
chungsdatum der 22.11.2014 (siehe Deckblatt), nicht wie
auf den Folgeseiten der 20.11.2014.
Dies trifft nicht für die Gestaltungssatzung zu, diese wird
hiermit neu veröffentlicht.
Wir bitten um Beachtung.
gez. André Henneberg
Satzung der Gemeinde St. Kilian über die
Gestaltung baulicher Anlagen sowie die Gestaltung
unbebauter Flächen bebauter Grundstücke und Werbeanlagen vom 15.09.2014
Präambel / Grundsätze der Gestaltung
Die Gestaltungssatzung verfolgt das Ziel, den typischen
Charakter der einzelnen Ortsteile der Gemeinde St. Kilian sowie die Eigenart und regionale Bautypik der Orte
im Kontext zu Natur und Landschaft zu erhalten und zu
entwickeln.
Bei allen Ortsteilen handelt es sich um Straßendörfer sowohl mit giebel- als auch mit traufständigen Hauptgebäuden. Die Mehrzahl der Haupt- und Nebengebäude hat als
Dachform das Satteldach mit roter Ziegeleindeckung.
Die Gebäude sind verputzt, verschiefert oder mit Holz
verkleidet. Teilweise ist die fränkische Fachwerkbauweise
noch vorhanden und sichtbar..
Die Satzung soll dazu dienen, die potenziellen Entwicklungsschwerpunkte Wohnen und Tourismus innerhalb der
Ortsteile zu fördern.
Dabei spielt der Ortskern eine übergeordnete Rolle. Der
Ortskern wurde im Vorfeld der Dorfentwicklungsplanung
in Abstimmung mit dem Amt für Landentwicklung und
Flurneuordnung Meiningen festgelegt. Die Abgrenzung
erfolgte nach Beurteilung des Gebäudebestandes unter
dem Blickwinkel Baualter und Ortsbildprägung.
Ziel der Satzung ist es, bauliche Anlagen und Werbeanlagen so zu errichten, anzubringen, zu ändern und zu unterhalten, dass sie sich nach Form, Maßstab, Gliederung, Material und Farbe entsprechend dem historischen Charakter,
der künstlerischen Eigenart und der baulichen Bedeutung
dem Orts-, Straßen- und Landschaftsbild anpassen.
Hierbei sind sowohl bei Sanierungen, Umbauten, Erweiterungen als auch bei Neubauten die historisch gegebene
Lage eines bestehenden oder ehemals vorhandenen Gebäudes, dessen Firstrichtung und Dachneigung zu erhalten bzw. aufzunehmen, soweit eine veränderte Gestaltung
nicht aus Gründen der Ortsbildpflege geboten ist. Die benachbarte Bebauung ist in die Gestaltungs-überlegungen
mit einzubeziehen.
Die nachfolgende Satzung soll allen Bürgern, Planern und
für den Ort Verantwortlichen eine Hilfe geben, die Dorfgestalt in ihrer Typik zu erhalten sowie bei Neubauten und
Umgestaltungen das Ortsbild zu wahren und im historischen Bezug weiter zu entwickeln.
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Präambel
Aufgrund des § 19 Abs. 1 der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO) vom 16.08.1993 (GVBl. S. 501) in der
derzeit gültigen Fassung und des § 88 der Thüringer Bauordnung in der Fassung vom 13.03.2014
(GVBl. S 49) beschließt die Gemeinde St. Kilian in ihrer
Sitzung vom 15.09.2014 folgende Satzung.
Gliederung:
§ 1 Inhalt
§ 2 Räumlicher Geltungsbereich
§ 3 Sachlicher Geltungsbereich und Genehmigungspflicht
§ 4 Dachgestaltung
4.1. Dachform und Dachneigung
4.2. Dacheindeckung
4.3. Dachaufbauten, Dachöffnungen, Dacheinschnitte
4.4. Dachüberstand
§ 5 Fassadengestaltung
5.1. Putzart
5.2. Verkleidung
5.3. Fassadenfarbgebung
5.4. Natursteinwände/Natursteinsockel
§ 6 Fenster, Türen, Tore, Bekleidungen
6.1. Formate
6.2. Fenstereinteilung
6.3. Farbgebung
6.4. Material
6.5. Rollläden/Klappläden/Schiebeläden
§ 7 Antennenanlagen, Solar-und Photovoltaikanlage,
Windräder
§ 8 Werbeanlagen
8.1. Ort und Art der Anbringung
8.2. Art der Werbeanlage
8.3. Größe der Werbeanlage
8.4. Werbeausleger
8.5. Leuchtreklame, Beleuchtung
8.6. Schaukästen, Warenautomaten
§ 9 Unbebaute Flächen bebauter Grundstücke
9.1. Freiflächen
9.2. Freitreppen
9.3. Einfriedungen
§ 10 Begründung
§ 11 Außenbereich/Hofflächen
§ 12 Abweichungen
§ 13 Inkrafttreten
§ 1 Inhalt
Bestandteile der Satzung sind die nachfolgenden textlichen Festsetzungen incl. des Übersichtsplanes mit Herausstellung der Ortskerne. (Anhang)
§ 2 Räumlicher Geltungsbereich
Die Vorschriften dieser Satzung gelten für die gesamte bebaute Ortslage in den Ortsteilen Altendambach, Breiten-
bach, Erlau, Hirschbach und St .Kilian. Für die Ortskerne
gelten besondere, im Textteil beschriebene, Vorschriften.
Die Abgrenzung der Ortskerne ist im Anhang ersichtlich.
§ 3 Sachlicher Geltungsbereich
Diese Satzung gilt für alle Grundstücke, Gebäude, bauliche Anlagen, Werbeanlagen, Warenautomaten und sonstige Anlagen, für die die Festsetzungen in dieser Satzung
getroffen sind.
Diese Satzung gilt für alle nach ThürBO genehmigungspflichtigen und auch für alle verfahrensfreien Vorhaben.
Für die verfahrensfreien Vorhaben ist bei Abweichungen
gem. §66 Abs 2 und 3 ThürBO ein schriftlicher Antrag an
die Gemeinde zu stellen.
Abweichende Anforderungen aufgrund der Bestimmungen
des Denkmalschutzgesetzes in der jeweils geltenden Fassung bleiben von dieser Satzung unberührt. Insbesondere
wird die Erlaubnispflicht nicht ersetzt.
Abweichende Anforderungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen wie Brandschutz, Bauordnung, Antrag auf
Förderung usw. bleiben von dieser Satzung unberührt.
§ 4 Dachgestaltung
4.1. Dachform und Dachneigung
Bei Hauptgebäuden sind geneigte Dächer mit einer Dachneigung ab 35°, sowie Walmdächer zulässig.
Diese sind in symmetrischer Dachform auszuführen. Die
Symmetrie bezieht sich auf die Neigungswinkel und Ortganglängen.
Flachdächer für freistehende Garagen und Nebengebäude
sind zulässig.
4.2. Dacheindeckung
Für die Dacheindeckung im Ortskern sind Tondachziegel
in ortstypischer Form und Farbe (Rottöne) zu verwenden.
Glasierte oder hochglänzende Oberflächen sind unzulässig.
Bitumen- oder Bahneindeckungen, Wellplatten, Bleche
aus großformatigen Tafeln oder Kunststoffeindeckungen
ab einer bebauten Fläche von 40 m² sind unzulässig.
Bei Wintergärten sind verglaste Dachflächen zulässig.
Für Nebenbauten und Dacheindeckungen, die außerhalb
der Ortskerne liegen, sind Anthrazittöne erlaubt.
4.3. Dachaufbauten, Dachöffnungen, Dacheinschnitte
Die Gesamtbreite aller Gauben darf maximal 1/3 der
Dachlänge betragen.
Der Abstand der Gauben untereinander muss mindestens
die 1,5-fache Breite einer Einzelgaube besitzen.
Der Gaubenabstand zum Ortgang muss mindestens 1,50
m betragen.
Der Abstand zwischen First oder Gaube und Traufe muss
mindestens 1/5 der Schenkellänge des Daches betragen.
4.4. Dachfenster
Ihre Größe darf maximal 0,90 m zu 1,20 m nicht überschreiten. Sie müssen sich in Proportion, Anordnung und
Farbgebung in die Gesamtstruktur von Dach und Gebäude
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einfügen.
4.5. Dachüberstand
Der Dachüberstand am Ortgang/Traufgang ist ortstypisch
zu gestalten. Als ortstypisch werden 1 bis 2 Dachziegelbreiten angesehen.
4.6. Ausstattung im Bereich der Dächer
Schornsteine sind als Sichtmauerwerk auszubilden. Eine
Verkleidung mit Schiefer oder kleingliedrigen, schieferähnlichen Material, sowie Verblechung ist zulässig.
Rinnen und Rohre an Hauptgebäuden sind in Kupfer oder
Zink zu fertigen. Dies gilt auch für Nebengebäude, wenn
dort Rinnen und Rohre vom öffentlichen Verkehrsraum
einsehbar sind.
§ 5 Fassadengestaltung
5.1. Putzart
Für Putzfassaden sind mineralische Putze glatt ausgerieben oder fein strukturierter Putz mit einer Körnung von
max. 2 mm zulässig.
5.2. Verkleidung
Für die Verkleidung von Fassaden ist der Einsatz folgender Materialien zulässig:
Putz, Sichtfachwerk, mit Naturschiefer oder in Form, Farbe und Zuschnitt entsprechendem Kunstschiefer, mit Holz
als Deckel-, Leisten- oder Stülpschalung ausgeführt.
5.3. Fassadenfarbgebung
Die Fassadenfarbgebung soll in Pastellfarben oder gedeckten Farben erfolgen, bei Sichtfachwerk in Anlehnung
an die historische Farbfassung.
Unzulässig sind:
• Reinweiße Farbgebungen;
• Neonfarben;
• Farbig imitiertes Fachwerk auf Massivwänden.
5.4. Natursteine/Natursteinsockel
Bei Putzfassade ist der Sockel farblich abzusetzen.
§ 6 Fenster, Türen, Tore, Bekleidungen
6.1. Formate
Fenster, die vom öffentlichen Verkehrsraum einsehbar
sind, müssen in Größe, Maßverhältnis und Gestaltung
dem Charakter des Gebäudes sowie dem Straßen- und
Ortsbild angepasst sein.
Diese Fenster sind als stehende Formate auszubilden. Andere Formate sind nur zulässig, wenn durch eine andersartige feststehende senkrechte Unterteilung gesichert ist,
dass Öffnungen nur in Form von stehenden Rechtecken
wahrnehmbar sind.
6.3. Farbgebung
Für die Farbgebung sind Weiß- oder Gelb- oder Braunoder Graublau- oder Grüntönen zulässig.
6.4. Material
Für die Glasflächen ist die Verwendung von Klarglas zulässig.
Die Verwendung von Wölbglas und getönten bzw. verspiegelten Gläsern ist unzulässig. Sonnenschutzglas ist
hiervon ausgenommen. Glasbausteine sind in vom öffentlichen Verkehrsraum einsehbaren Bereichen unzulässig.
6.5. Rollläden/Klappläden/Schiebeläden
Der Einbau von Rollläden ist unter Beibehaltung der ursprünglichen Fensterhöhe in die Fassade zulässig.
In den Ortskernen sind Vorbaurollläden unzulässig.
§ 7 Antennenanlagen, Photovoltaikanlagen, Solaranlage, Windräder
Die Anbringung von Satellitenantennen hat an der straßenabgewandten Seite zu erfolgen.
Sie dürfen den Dachfirst nicht überragen.
Windräder in der Ortslage dürfen eine maximale Rotorhöhe von 10 m aufweisen und dürfen vom öffentlichen
Verkehrsraum nicht sichtbar sein.
In den Ortskernen hat die Anbringung von Solar- und Photovoltaikanlagen an der straßenabgewandten Seite zu erfolgen.
Die Errichtung von freistehenden Solar- oder Photovoltaikanlagen (z.B. an Masten oder auf Stützen) ist unzulässig.
§ 8 Werbeanlagen
Die nachfolgenden Regelungen gelten außerhalb von festgesetzten oder faktischen Gewerbegebieten.
8.1. Ort und Art der Anbringung
Werbeanlagen sind nur im Erdgeschoßbereich zulässig.
Ausnahmsweise können Werbeanlagen bis maximal unterhalb der Fensterbrüstung des 1. Obergeschosses zugelassen werden.
Der Befestigung dienende Konstruktionsteile sind verdeckt anzubringen.
Werbeanlagen sind nicht zulässig an Fensterläden, Balkonen und Erkern
8.2. Art der Werbeanlage
- Allgemeines:
An der Fassade eines Gebäudes ist von der dort ansässigen
Firma nur eine Werbeanlage zulässig.
Ein zusätzlicher Ausleger ist zulässig.
Mehrere Werbeanlagen an der Fassade sind in der Größe
einander anzugleichen.
Werbeanlagen an einem Gebäude für mehr als zwei Nutzer sind nur auf der Grundlage eines Gesamtgestaltungskonzeptes für die Werbung am Gebäude zulässig.
-Anbringung:
Werbeanlagen sind in Form von Schildern oder Zeichen
flach auf der Fassade aufzubringen, rechtwinklig zur Fassade als Ausleger vorzusehen oder als freistehende Anlage
zulässig.
Bei Einzelbuchstaben ist nur eine vertikale und/oder horizontale Reihung der Buchstaben zulässig.
8.3. Größe der Werbeanlage
Die Höhe der Werbeanlage darf beim liegenden Rechteckformat maximal 60 cm betragen, die horizontale Abwicklung darf nicht länger als 2/3 der Gebäudefront sein.
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Die vertikale Werbeanlage darf maximal 2/3 der Höhe
zwischen Geländeoberfläche und Brüstungshöhe im 1.
Obergeschoss betragen. Die Höhe von Einzelbuchstaben
ist ebenfalls auf 60 cm begrenzt.
Ein Abstand zu den Gebäudeecken von jeweils 1 m ist
einzuhalten. Bei Gebäuden kleiner oder gleich 5 m Fassadenbreite ist ein seitlicher Abstand von mindestens 0,5 m
einzuhalten.
Freistehende Werbeanlagen sind mit einer max. Fläche
von 1 m² und einer maximalen Gesamthöhe der Anlage
von 4,5 m zulässig. 8.4. Werbeausleger
Ausladungen/Auskragungen dürfen bis zu 1 m vor die
straßenseitige
Fassadenfläche vortreten. Von der Fahrbahnkante müssen
sie einen Mindestabstand von 0,7 m einhalten.
8.5. Leuchtreklame, Beleuchtung
Anlagen mit wechselndem und bewegtem Licht sind unzulässig.
Das Anbringen von Leuchtschildern und –schriften, Lichtbändern und Lichtschläuchen ist unzulässig.
Indirekt beleuchtete Einzelbuchstaben sind zulässig.
Die Beleuchtung von Auslegern und sonstigen Werbeanlagen ist zulässig. Dabei sind Punktstrahler oder verdeckte
Lichtleisten, auf die Werbeanlagenbreite bezogen, zu verwenden.
Die Beleuchtung der Werbeanlage muss blendfrei sein.
8.6. Schaukästen, Warenautomaten
Schaukästen sind an den Außenwänden der Gebäude anzubringen, die als Stätte der Leistungen anzusehen sind.
Schaukästen und Warenautomaten dürfen nicht mehr als
10 cm über die
Fassadenfläche auskragen. Als eigenständige Anlage dürfen sie eine Fläche von 1 m² nicht überschreiten.
wurzler (z.B. Fichte) sind nicht zulässig.
§ 9 Unbebaute Flächen bebauter Grundstücke
9.1. Freiflächen
Eine Vollversiegelung von Grundstücken ist unzulässig.
Geschlossene Beton- und Asphaltflächen sind unzulässig.
Nicht befestigte Freiflächen bebauter Grundstücke sind zu
begrünen.
9.2. Freitreppen
Zulässig ist die Verwendung von Natur- und Werksteinen
in gedeckten Grau-, Braun- und Gelbtönen.
9.3. Einfriedungen
Als Einfriedung sind Zäune als senkrechte Holz-und Lattenzäune erlaubt. Geschmiedete oder senkrecht stehende
Metallzäune sind zulässig.
Maschendrahtzäune an der Straßenseite sind in der Ortslage unzulässig
Einfriedungen sollen eine Mindesthöhe von 1,20 m aufweisen.
„Lebende Zäune“ sind zulässig. Es sind regionaltypische
Pflanzen zu verwenden. Die zulässige Höhe für Einfriedungen lt. ThürBO darf nicht überschritten werden. Flach-
St. Kilian, den 31.10.2014
André Henneberg, Bürgermeister
§ 10 Begrünung
Für die Begrünung der vom öffentlichen Raum einsehbaren Bereiche sind regionaltypische Pflanzenarten zu
verwenden.
§ 11 Außenbereich/Hofflächen
Bei der Neugestaltung von Flächen ist Natursteinpflaster
oder Werkstein in Grau-, Braun- und Gelbtönen einzusetzen.
§ 12 Abweichungen, Ausnahmen und Befreiungen
Ausnahmen von den Vorschriften dieser Satzung kann für
baugenehmigungspflichtige Vorhaben die Baugenehmigungsbehörde im Einvernehmen mit der Gemeinde nur
gewähren, wenn die Ziele dieser Satzung nicht entgegenstehen.
Von den Vorschriften dieser Satzung kann die Baugenehmigungsbehörde im Einvernehmen mit der Gemeinde
Befreiungen gewähren, wenn die Durchführung der Vorschrift im Einzelfall zu einer unbilligen Härte führen würde und die Abweichungen den Zielen dieser Satzung nicht
entgegenstehen.
Weitere Ausnahmen sind dann zulässig, wenn seitens der
zuständigen Denkmalschutzbehörde bei Maßnahmen an
oder in der Nähe von Kulturdenkmalen entsprechende
Auflagen erteilt werden.
Über Anträge auf Abweichungen für verfahrensfreie Vorhaben entscheidet die Gemeinde.
§ 13 Inkrafttreten
Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung
in Kraft,
Siegel
Die vorstehende Gestaltungssatzung wird hiermit öffentlich bekannt gemacht.
Das Landratsamt Hildburghausen hat mit Schreiben vom
30.10.2014 den Eingang der Gestaltungssatzung gemäß
§ 21 Abs. 3 der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO)
in der derzeit gültigen Fassung von der Rechtsaufsichtsbehörde bestätigt.Die Gestaltungssatzung liegt in der Zeit
vom 05.01.2015 bis 16.01.2015 im Rathaus der Stadt
Schleusingen, Bauamt, Markt 9, 98553 Schleusingen und
im Rathaus der Gemeinde St. Kilian, Bürgerbüro, OT
Hirschbach, Dambachweg 1, 98553 St. Kilian während
der allgemeinen Öffnungszeiten aus.
St. Kilian, den 31.10.2014
gez. André Henneberg, Bürgermeister
Siegel
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Seite 12
Nachruf
Für uns alle unfassbar verstarb am 04. November 2014 unserer Feuerwehrkamerad
Gerald Kraußer
Wir nehmen Abschied von einem aktiven Kameraden, der sich mit hoher Einsatzbereitschaft in unserer Feuerwehr und ganz
besonders als Jugendfeuerwehrwart engagierte. Wir verlieren einen zuverlässigen Feuerwehrkameraden.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.
Freiwillige Feuerwehr, Jugendfeuerwehr und Feuerwehrverein Breitenbach
Die jüngsten Erdenbürger in der Großgemeinde St. Kilian
20.09.2014 Lana-Lya Meisch, OT Erlau
30.09.2014 Lena Janine Meißner, OT Altendambach
08.10.2014 Tim Frischmuth, OT St. Kilian
03.11.2014 Kiara Franz, OT Erlau
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag
übermittelt die Gemeinde St. Kilian allen Jubilaren des Monats Januar 2014
65. Geburtstag
75. Geburtstag
10.01. Axel Florschütz
OT Erlau
29.01. Siegfried Brock
OT Erlau
23.01. Undine Neumann
OT Breitenbach
80. Geburtstag
70. Geburtstag
02.01. Ruth Brock OT Erlau
08.01. Norbert Schöder OT Erlau
28.01. Helga Fabig OT Breitenbach
18.01. Karl-Heinz Pierson
OT Altendambach
60. Hochzeitstag
23.01. Hans-Jochaim Schneider OT Erlau
08.01. Erika und Siegfried Knoll OT Breitenbach
25.01. Horst Gerlach
OT Erlau
65. Hochzeitstag
28.01. Irma und Herbert Kummer OT Breitenbach
IMPRESSUM:
Amtsblatt der Großgemeinde St. Kilian
Einzelbezug:
Herausgeber:
Redaktion:
Martina Mühlan
Gemeinde St. Kilian
TEL: 03681 / 45 76-0
Dambachweg 1, 98553 Hirschbach
buergerbuero@sankt-kilian.de
TEL: 03681 / 45 76-0
Großgemeinde St. Kilian, Dambachweg 1, 98553 Hirschbach, Preis: 1,- EUR
www.sankt-kilian.de
Layout, Satz, Grafik
Lützelberger print & werbung UGh
98553 Schleusingen, Vogelhofstr. 9,
TEL / FAX: 036841 / 4 27 03
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