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Kapitalmarkt Kompakt

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Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 47 - 51. Woche 2014
Ein Service Ihrer Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Landesbank
AKTIEN EUROLAND
DAX
9.595
-4,88%*
16.374
-4,71%*
TecDAX
1.331
-3,48%*
EuroStoxx50
3.067
-6,41%*
MDAX
* Veränderung ggü. Vorwoche
Quelle: Thomson Reuters
AKTIEN INTERNATIONAL
MSCI World
1.675
-3,65%*
Dow Jones
17.281
-3,78%*
Nikkei 225
17.372
-3,06%*
* Veränderung ggü. Vorwoche
Quelle: Thomson Reuters
Nachdem in der Vorwoche noch große Freude über das Erreichen neuer
Höchststände der führenden Aktienindizes in Europa herrschte, ist die
Stimmung inzwischen gekippt. Vor allem gegen Ende der vergangenen Woche gerieten die Kurse massiv unter Druck. Dies lag hauptsächlich an der
beschleunigten Talfahrt des Ölpreises. Die Notierungen des „Schwarzen
Goldes“ folgen derzeit zwar nicht ausschließlich fundamentalen Einflussfaktoren, ihr nun schon seit Monaten anhaltender deutlicher Rückgang spiegelt aber auch die weltweite konjunkturelle Schwäche wider, und das belastet die Aktienkurse. Allerdings verbessern sich mit den günstigeren Ölpreisen wegen der damit verbundenen Kaufkraftzuwächse die wirtschaftlichen
Aussichten für die auf Ölimporte angewiesenen Länder, und das sollte wiederum die Börsenkurse stützen. Als Belastungsfaktor für die Märkte erwies
sich zuletzt die Ankündigung, am 17. Dezember vorgezogene Präsidentschaftswahlen in Griechenland abzuhalten. Das Risiko, dass dies zu instabilen politischen Verhältnissen in Hellas führen könnte, ließ Sorgen vor einem
Wiederaufflammen der Euro-/Staatsschuldenkrise aufkommen. Gleichzeitig
war nach dem neuerlichen Übertreffen der 10.000er-Marke im DAX die Neigung vieler Marktteilnehmer, durch Verkäufe ihre erzielten Kursgewinne zu
sichern, recht ausgeprägt. Zudem hält sich die Kaufbereitschaft so kurz vor
dem Jahreswechsel in Grenzen. Die wenigen verbleibenden Handelstage
des Börsenjahres 2014 dürften zunehmend im Zeichen von Jahresenddispositionen stehen.
Die Anleger können auf ein bewegtes Jahr 2014 zurückblicken, in dem es
sehr darauf ankam, in den Aufschwungphasen investiert zu sein, sich aber
auch rechtzeitig wieder von Aktien zu trennen. Denn insgesamt haben sich
die führenden Indizes trotz starker Schwankungen auf Jahressicht kaum
von der Stelle bewegt. Für 2015 sind die Perspektiven für Kursgewinne mit
Aktien angesichts der jüngsten konjunkturellen Lichtblicke, der Aussicht auf
weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der EZB und der fehlenden
Anlagealternativen wieder besser. Voraussetzung ist aber, dass es bei den
zahlreichen geopolitischen Krisenherden zu keiner Eskalation kommt.
Die Geldpolitik der Fed ist weiterhin im Fokus der US-Aktienmärkte. Nach
den zuletzt erfreulichen Entwicklungen bei den jüngst gemeldeten USKonjunkturdaten – vor allem die Arbeitsmarktzahlen und die Angaben zu
den Einzelhandelsumsätzen konnten im Berichtsmonat November überzeugen – ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Notenbanker den Hinweis auf
niedrige Zinsen für eine „beträchtliche Zeit“ im FOMC-Statement bereits am
aktuellen Rand streichen wollen, um eine erste Leitzinsanhebung in 2015
noch im Dezember 2014 vorzubereiten. Wir bleiben bei unserer Auffassung,
dass die notwendige vorsichtige Normalisierung der Fed-Geldpolitik, welche die Kurse sicherlich kurzfristig belasten kann, natürlich eine Folge der
Stärke der US-Volkswirtschaft ist – und daher perspektivisch nicht schlecht
für die Asset-Klasse Aktien sein muss.
Anhaltende Konjunktursorgen in Bezug auf China – aus Kreisen der Zentralbank war zu vernehmen, dass die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft in
2015 womöglich nur noch um 7,1% wachsen dürfte – sowie die politischen
Ereignisse in Tokio haben die Börsen in Asien zum Wochenauftakt spürbar
im Griff. Doch auch der extrem niedrige Rohölpreis sorgt für reichlich Mollstimmung. Stark betroffen ist die Börse in Bangkok. Auch wenn die rückläufigen Notierungen – sowohl bei der Nordseemarke Brent als auch beim WTI
– von den Marktteilnehmern durchaus als Konjunkturstütze angesehen
werden, setzt sich auch in den Emerging Markets in Asien immer stärker die
Sichtweise durch, dass der Preisverfall als Spiegelbild der schwachen Wirtschaftsaktivität zu interpretieren ist.
Wir bitten um Beachtung der besonderen Hinweise auf der letzten Seite.
Seite 1
Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 47 - 51. Woche 2014
Ein Service Ihrer Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Landesbank
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Ø-Rendite
Öffentl.
Anl.
0,55%
(0,64%)*
* Wert Vorwoche
Quelle: Deutsche Bundesbank
Viel bedeutsamer als all die anstehenden Konjunkturdaten dieser Woche
sollten die Ergebnisse der FOMC-Sitzung am Mittwochabend sein. Eine hohe Marktrelevanz können neben dem Statement auch die Projektionen und
die Äußerungen von Janet Yellen auf der anschließenden Pressekonferenz
haben. Hierbei wird es vor allem darauf ankommen, ob die US-Notenbanker
den um-strittenen Halbsatz „Niedrigzinsen für eine beträchtliche Zeit“ aus
dem State-ment streichen und die Konjunkturaussichten nochmals positiver bewerten. Die letzten Daten aus den USA zum Arbeitsmarkt und zu den
Einzelhandelsumsätzen haben die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren
Schritt hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik erhöht. Unser Szenario
einer zu erwartenden Zinsanhebung im Juni würde damit eine (weitere)
Bestätigung erfahren.
Der Bund Future erklomm zum Ende der vergangenen Woche ein neues
Allzeit-Hoch bei 154,80. Die gesamte Woche war von einem sehr dynamischen Aufwärtstrend gekennzeichnet, der das Rentenbarometer um über
200 BP von 152,72 am Montag auf 154,73 per Handelsschluss Freitag hievte. Für diese Woche erwarten wir zunächst eine Seitwärtskonsolidierung im
aktuellen März-Kontrakt des Bund Futures. In dieser nun letzten vollen
Handelswoche des Jahres dürfte die Liquidität des Marktes zusehends
nachlassen, was zu wenig aussagekräftigen Handelsaktionen führen kann.
Die zehnjährigen Bunds haben sich bei einer Rendite von 0,624% aus der
Woche verabschiedet. Zweijährige deutsche Papiere rentieren bei -0,045%.
Der deutsche 10Y2Y-Spread hat bei 67 BP ein neues Jahrestief erreicht.
Fitch hat am Freitag das Rating Frankreichs auf AA von AA+ herabgestuft.
Der Ausblick ist stabil. Französische 10J- Papiere notieren davon unbeeindruckt bei 0,89%. Als Begründung gab die Ratingagentur vor allem die
Entwicklung der französischen Schuldendynamik an. Anleihen der europäischen Peripherie haben sich zum Ende der Woche stabilisiert, nachdem es
im Nachgang zum Erreichen der Rendite-Allzeit-Tiefs zunächst zu einer
moderaten Korrekturbewegung kam. Die portugiesische Zehnjahresrendite
lag am Freitag bei 2,94%, die entsprechende spanische um 1,87% und die
italienische Rendite bei 2,06%. Der Primärmarkt für europäische Staatsanleihen hat sich für dieses Jahr grundsätzlich verabschiedet. Nur Spanien
plant diese Woche noch ein Angebot.
Anleihe
Rendite in %
Bund 2 Jahre
-0,04
Bund 5 Jahre
0,07
Bund 10 Jahre
0,63
Quelle: Thomson Reuters, Stand 12.12.2014
INVESTMENTFONDS
Eine besonders bequeme Anlageform sind Investmentfonds. Wir halten
zahlreiche Angebote bereit, die sich auch für die Anlage kleinerer Beträge
und zu Diversifikationszwecken eignen. Die nachfolgende Auswahl gibt nur
einen kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt der Möglichkeiten.
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(Aktien weltweit)
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Opportunities (Mischfonds)
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(globale Renten)
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Wir wünschen unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches
Jahr 2015. Die erste Ausgabe im neuen Jahr erscheint am 05.01.2015.
ZU ALLEN FRAGEN DER KAPITALANLAGE
BERÄT SIE IHRE SPARKASSE
Redaktionsschluss: 15.12.2014. Die Marktvergleiche beziehen sich auf den Zeitraum vom
05.12.2014 bis 12.12.2014.
Wir bitten um Beachtung der besonderen Hinweise auf der letzten Seite.
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Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 47 - 51. Woche 2014
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Wichtige Hinweise
Die vorstehende Studie ist erstellt worden von der NORDDEUTSCHEN LANDESBANK GIROZENTRALE („NORD/LB“). Die NORD/LB untersteht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Soweit Ihnen diese Studie durch Ihre Sparkasse oder Landesbank überreicht worden ist, unterliegt auch diese Sparkasse oder Landesbank der Aufsicht der BaFin. Eine Überprüfung oder Billigung
dieser Studie oder der hierin beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grundsätzlich
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Werturteile unseres Hauses dar, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit keinerlei Gewähr übernommen werden kann. Die vorstehenden Angaben beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Studie. Eine Garantie für die Aktualität und
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die nur öffentlich zugängliche Informationen verwenden dürfen. Die Compliance-Stelle ist auch in den Prozess zur Erstellung einer
Finanzanalyse eingebunden. Sollten hierbei Umstände oder Beziehungen bekannt sein, die die Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse beeinträchtigen könnten, werden sie von der Compliance-Stelle zusammengeführt und nach Beendigung der Analysetätigkeit
zugesteuert. Eine nachträgliche Änderung einer Finanzanalyse kommt nur nach Einbindung der Compliance-Stelle in Betracht, wenn
sichergestellt ist, dass die Kenntnis dieser Interessenkonflikte das Ergebnis der Studie nicht beeinflusst. Darüber hinaus kontrolliert
Compliance täglich die Transaktionen der Bank und ihrer Mitarbeiter in Finanzinstrumenten. Mit Ausnahme der sog. Technischen Analysten enthalten sich die Finanzanalysten der NORD/LB in Transaktionen, die sich auf die von ihnen betreuten Werte beziehen. Zudem
sind alle Finanzanalysten der NORD/LB verpflichtet, der Compliance-Stelle ihre Mitarbeitergeschäfte in Finanzinstrumenten vollumfänglich offen zu legen. Durch die internen Kontrollmaßnahmen sollen die organisatorischen Vorkehrungen auf ihre Wirksamkeit hin
überprüft und ein eventuell unsachgemäßer Umgang mit einem Informationsvorsprung präventiv vermieden bzw. zeitnah aufgedeckt
werden.
Redaktionsschluss: 15. Dezember 2014
Redaktion: NORD/LB Hannover, Research, Thorsten Strauß
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