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Ligandenfreie Laser-generierte Nano- partikel für - ResearchGate

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BERTHOLD LEIBINGER
INNOVATIONSPREIS
Nominierte Arbeit
Ligandenfreie Laser-generierte Nanopartikel für Biomedizin und Katalyse
Stephan Barcikowski, Philipp Wagener, Universität Duisburg-Essen
Niko Bärsch, Particular GmbH, Hannover
Das Potential funktionalisierter Nanopartikel mit ihren besonderen
Eigenschaften ist noch nicht vollständig ausgeschöpft, da es an Methoden mangelt, ihre einzigartigen Funktionen in Materialien und Produkte
zu integrieren. Das Verfahren des gepulsten Laserabtrags in Flüssigkeiten ermöglicht die Herstellung von hochreinen Nanopartikeln, die als
vielseitige Bausteine für neuartige Nanomaterialien eingesetzt werden
können. Diese ligandenfreien Nanopartikel lassen sich auf einfache
Weise mit Katalysatorenträgern oder funktionalisierten Biomolekülen
hybridisieren und somit in einem weiten Feld von Anwendungen wie in
der Biomedizin oder Katalyse einsetzen.
Produkten ihren Einsatz finden. Als alternative Methode für die Nanopartikelsynthese
haben mehrere Forschergruppen die Laserablation in Flüssigkeiten für die Herstellung
von ligandenfreien Nanopartikel-Dispersionen vorgeschlagen, die einige entscheidenden Nachteile etablierter Syntheseverfahren
umgeht [2-5]. Die bewährte Vorgehensweise bei der Synthese von Nanopartikeln ohne
Liganden basiert auf physikalischer Laserablation von festem Material in einer flüssigen
Umgebung (Bild 1). Dieser Ansatz ermöglicht eine einfache und rasche Herstellung
von Katalysatormaterialien, Bio-Markern
aus Goldpartikeln (z.B. als Marker in der
biologischen Bildgebung) sowie weiterem
partikelbasierten
Nanomaterial, ohne
auf den Einsatz von
Precursor-Materialien oder konservierenden Stoffen
angewiesen zu sein.
Mittels gepulster
Laserablation kann
100% reines Nanomaterial direkt in
einer
wässrigen
oder organischen
Lösung hergestellt
werden. Das Ausgangsmaterial für
die Ablation können
Metallbleche oder
Bild 1: Darstellung einer Draht-Ablation in fließender Flüs- -drähte aus Platin,
sigkeit [2]. Rechts und unten: Skizze sowie Fotos der Syn- Palladium, Gold, Silthese von ligandenfreien Goldnanopartikeln durch Laserab- ber oder beliebigen
lation aus solidem Gold in Wasser [6]
anderen Materialien
Metallische Nanopartikel spielen eine
wesentliche Rolle in den aufstrebenden
Nanotechnologie-Märkten wie der Biotechnologie und der Energiewandlung, in denen
sie 2010 schon ein Marktvolumen von
300 Mrd. € erreichten [1]. Ihre Anwendungen machen sich verschiedene Effekte auf
der Nanoebene zu Nutze, darunter ihr katalytisches Verhalten, optische Absorption
oder Streuung, antibakterielle Eigenschaften, ihre Eignung für die biologische Bildgebung, ihre elektrische und thermische Leitfähigkeit in Verbundmaterialien – und insbesondere ihre Bindungsfähigkeit an umgebende Medien und Moleküle führt dazu,
dass Nanopartikel in Anwendungen und
34 BioPhotonik 2/2013
sein, sowie auch Legierungen. Kurze Laserpulse im Sichtbaren oder nahen Infrarot
werden dazu im Medium fokussiert. Die
benötigte Laserfluenz für die Ablation wird
unmittelbar auf der Oberfläche des Ausgangsmaterials erzeugt. Dadurch entsteht
eine Kavitationsblase, in der sich die Nanopartikel bilden und nach deren Zerfall in
die flüssige Umgebung freigesetzt werden
[2,7]. In Bezug auf biomedizinische Anwendungen konnte gezeigt werden, dass die
Partikel langzeitstabil in Albuminlösung
und sogar in Zellkulturmedien sind [8] und
somit Zugang zu 100% reinem Nanopartikel-Referenzmaterial gewährt, das sich für
Tests auf biologische Reaktionen ohne die
Gefahr von Quereffekten eignet.
Im Folgenden werden Beispiele präsentiert,
welche die einzigartigen Eigenschaften
ligandenfreier kolloidaler Nanopartikel in
den Bereichen Biomedizin und Katalyse
demonstrieren. Wie in Bild 2 skizziert,
werden für Katalyseanwendungen reine
(ligandenfreie) Nanopartikel (z.B. aus Platin,
Palladium, Rhodium) auf anorganischen
Trägern wie Titanoxide (TiOx) oder Zinkoxid
(ZnO) als katalytische Zentren immobilisiert. In der Biomedizin hingegen dient die
reine Nanopartikeloberfläche als Träger für
funktionalisierte Biomoleküle, die aufgrund
der Affinität von weichen Lewis-Säuren
zu Gold (z.B. Disulfid-Brücken in Peptiden
oder Thiol-Linker-terminierte DNA) an der
Partikeloberfläche haften.
Katalyse: Nanopartikel als
getragene Bausteine
Lasergenerierte Nanopartikel können in
einer großen Materialvielfalt und hoher
Reinheit bereitgestellt werden – zwei
Bild 2: Links: Kolloidale Nanopartikel
auf anorganischen Trägern. Rechts:
Direkte Konjugation von Biomolekülen
auf Goldnanopartikeln ohne Ligandenaustausch
Analysetechnik
Biomedizin: Nanopartikel als
auf die Affinität von
Nanopartikeln zu
Träger-Bausteine
Trägeroberflächen
aus (Bild 3). AußerEine steigende Anzahl biotechnologischer
dem wird die AktiAnwendungen wird mit Goldnanopartivität dieser Matekeln umgesetzt, die dauerhaft (ohne ausrialien nicht durch
zubleichen) sowohl mit Licht- als auch
die Blockierung der
Elektronenmikroskopie visualisiert werden
katalytischen Zenkönnen. Außerdem ist Gold als biologisch
tren mit Liganden
inert bekannt – ein wichtiger Aspekt beim
geschwächt. Erste
Einsatz in vielen biologischen und mediziStudien zur Katalynischen Bereichen. Diese Eigenschaft kann
se mittels ligandenals Vorteil genutzt werden, indem eine
freier
Nanopartikel
Konjugation der Partikel mit Biomolekülen
Bild 3: Mechanismus der ligandenabhängigen Nanopartierfolgt, ermöglicht durch die chemische
keladsorption [8]. Ligandenfreie Kolloide sowie eine geringe offenbarten eine
Affinität von Gold zu Thiol-Gruppen: BioLigandenbeschichtung ermöglichen eine effiziente Adsorp- deutliche Steigerung
der
katalytimoleküle wie Peptide, Oligonukleotide oder
tion. Hochbeschichtete Nanopartikel sind sterisch gehindert
Antikörper können an einer Goldoberfläund absorbieren schlecht
(Bild: ACS, [10]) schen Aktivität im
Vergleich zu cheche über eine kovalente Thiolbindung mit
misch synthetisieroder ohne Abstandsmoleküle anhaften. In
ten Nanopartikeln mit Ligandenrückstänbeiden Fällen muss die Goldoberfläche für
Aspekte, die diese Synthesetechnik zur Entden [9].
die Moleküle direkt zugänglich sein oder
wicklung von Nanopartikelkatalysatoren
Daneben war die Abscheidungseffizienz
ein Ligandenaustausch stattfinden (Substigeradezu prädestiniert [2]. Die Material(Adsorptionsrate auf dem Trägermatetution der auf der Oberfläche vorhandenen
reinheit führt zu einer signifikanten Steigerial) von lasergenerierten Nanopartikeln
Liganden mit Molekülen höherer Affinirung der Sorptionseffizienz des Partikels.
um das 20-fache
Darüber hinaus werden bei einem liganhöher als die von
denfreien heterogenen Katalysator keine
z i t r a t s t a b i l i s i e rzusätzlichen Reinigungsschritte benötigt.
ten Nanopartikeln
Übliche Reinigungsmethoden umfassen
[10]. In einer vereine thermische Behandlung (Kalzination),
gleichenden Studie
die dafür bekannt ist, die Nanopartikelgröwurde die Adsorpße zu verändern, das Sintern von Nanopartion von Nanopartikeln auf der Oberfläche des Trägers hertikeln mit und ohne
vorzurufen und die katalytische Aktivität
Zitrat an chemisch Bild 5: Übertragbarkeit der Adsorptionsmethode [9]: Komdes Nanopartikels zu verringern.
inerte Mikroparti- bination aus Adsorbat (ligandenfreie Nanopartikel aus Ag,
Aufgrund von Oberflächendefekten, die
kel-Träger unter- Au, Pt) und Adsorber (TiO2, Ca3(PO4)2 und BaSO4): REMdurch hohe Temperaturen und Druck wähsucht. Im Fall von Aufnahmen und Probenbilder
rend der Laserablation entstehen, wei(Bild: ACS, [10])
Silbernanopartikeln
sen lasergenerierte Partikel eine elektriwar die Adsorptionseffizienz sehr stark
sche Oberflächenladung auf, die zu einer
tät). Goldnanopartikel mit der geringstvon der Konzentration der Zitrat-Liganden
elektrostatischen Stabilisierung ohne den
möglichen Ligandenbedeckung entsteht
abhängig, die während der Laserablation
Einsatz von Liganden führt. Das Fehlen
durch Laserablation während des eigenthinzugefügt wurden. Eine Zitratkonzentraeiner Ligandenschicht wirkt sich positiv
lichen Herstellungsprozesses. Mit hybriden
tion von 50 μmol/l und darüber, die einer
Prozesskammern, die Laserablation und
Oberflächenbedeckung der Nanopartikel
Konjugation kombinieren, kann sauberes
von ca. 50% und höher entspricht, führte
Nanogold höchst effizient mit funktionazu elektrosterischer Abstoßung auf der
lisierten Molekülen konjugiert werden, da
Oberfläche des Nanopartikels. Die AdsorpMoleküle an freien Goldoberflächen am
tion an die Mikropartikel wurde dadurch
effizientesten anhaften.
verhindert, was zu einer Ausfällung von
Verglichen mit chemisch synthetisierten
Silber führte (Bild 4, oben: alle Proben
Materialien überzeugen lasergenerierte
enthalten dieselbe Nanopartikel-MassenKonjugate durch ihre hohe Ausbeute [11]
konzentration). Somit ließ sich zeigen,
und niedriger Toxizität [12]. Damit lässt
dass die Nanopartikel-Adsorption nahesich ein breiteres Anwendungsspektrum
zu vollständig unterdrückt ist, wenn die
erschließen [2]. Ihre Oberflächenbedeckung
Ligandenkonzentration auf der Partikelmit biofunktionalisierten Liganden ist bis zu
oberfläche einen bestimmten Schwellwert
5-mal höher als die von chemisch synthetiüberschreitet. Dieses Prinzip der Nanosiertem Nanogold (Bild 6) [13]. Im Fall von
partikel-Adsorption auf Trägermaterialien
Bild 4: Adsorptionseffizienz und LiganAntikörpern, DNA oder Aptameren [11,14]
wurde anhand zahlreicher Kombinationen
denbedeckungsgrad reiner Nanopartiprofitieren Anwendungen besonders von
aus lasergenerierten Metall-Nanopartikel
kel als Funktion der Ligandenkonzender hohen Spezifität, die durch eine höhere
(Silber, Gold, Platin) und Mikropartikeltration. Oben: Adsorptionsproben mit
Ligandenbesetzungsdichte erreicht wird.
Trägern (Titandioxid, Calciumphosphat,
steigender Ligandenkonzentration
Die Verwendung eines Aptamers für die
Bariumsulfat) demonstriert (Bild 5).
(Bild: ACS, [10])
Goldnanopartikel-Funktionalisierung, das
BioPhotonik 2/2013
35
Analysetechnik
ten Proben mit reinen Goldnanopartikeln
typischerweise katund rechts die Proben mit Gold-Penetratinionisch bei neutraKonjugaten.
lem pH-Wert sowie
Somit weisen Biokonjugate basierend auf
stark geladen sind,
ligandenfreien Nanogold-Bausteinen verist die Pufferung bei
glichen mit Nanopartikeln, die teilweiden erforderlichen
se durch chemische Rückstände blockiert
pH-Werten wähwerden, drei entscheidende Vorteile für
rend der Konjugatibiologische Anwendungen auf: eine effizion äußerst wichtig.
ente Bindung an Biomoleküle (höhere AusBeispielsweise ließ
beute), eine hohe Ligandendichte (Selektisich eine deutlich
vität) und ein geringer Reinigungsaufwand
verbesserte Kon(keine störenden chemischen Rückstände).
jugationseffizienz
in Verbindung mit
dem CPP Penetratin
Ausblick
Bild 6: Besetzungsdichte (maximale Oberflächenbedeckung) bei hohen pH-Werauf ligandenfreien und zitratblockierten Goldnanopartikeln. ten beobachten.
Nicht nur die Oberfläche des NanopartikelDie reine Nanopartikeloberfläche trägt erheblich mehr Bio- Dieser Effekt konnBausteins kann auf den optimalen Einsatz
moleküle (hier: Thiol-terminiertes Oligonukleotid)
te der koordinain den Lebenswissenschaften abgestimmt
tiven Bindung der
werden, sondern auch der Nanopartikel
Sulfidgruppe des
selbst. Wie in der Makrowelt ist die MethoPenetratins an den
de der Legierung, in diesem Fall der NanoGoldnanopartikel
Legierung, die erste Wahl zur Vereinigung
bei erhöhtem pHzweier Eigenschaften in einem Material.
Wert zugeordnet
Als Beispiel wurden Eisen-Nickel-legierte
werden.
Nanopartikel in einer organischen FlüsEine einfache biosigkeit synthetisiert und mit einem Polylogische
Studie
mer vermischt (Bild 9, links). Während das
Bild 7: Immunohistochemischer Färbung von Prostatakrebs- demonstrierte die
Lösungsmittel entfernt wurde, ließen sich
gewebe durch lasergenerierte Goldnanopartikel, funktiona- erfolgreiche Aufdie im Polymer eingebetteten Nanopartikel
lisiert mit einem anti-PSMA Aptamer, rechts: Negativprobe
nahme von Goldmit einem angelegten magnetischen Feld
(Bild: BioMed Central, [11]) Penetratin-Biokonausrichten. Das Resultat war eine Filamentjugaten: innerhalb
bildung der magnetischen Nanopartikel,
von 2 Stunden wurunterstützt durch die Eigenschaften dieser
den bis zu 100% der koinkubierten Zellen
weichmagnetischen Legierung [15].
gegen ein prostataspezifisches Membranmit Goldnanopartikeln beladen. Bild 8 zeigt
Ein weiteres Beispiel sind plasmonische
Antigen (PSMA) gerichtet ist, bestätigt
die konfokalen Laserrastermikroskopie-AufLegierungen, die für oberflächenverstärkte
diese Einschätzung [11]: die Konjugationsnahmen (LSCM) (rote Punkte sind GoldnaRaman-Streuung (surface-enhanced raman
effizienz ist höher, wenn die Aptamere an
nopartikel bei Anregung mit 543 nm) sowie
scattering, SERS) oder für die Bildgebung
ligandenfreie Goldnanopartikel gebunden
Transmissionselektronenmikroskopie-Aufeingesetzt werden können, mittels Partikel,
werden. Dies ist besonders relevant, wenn
nahmen (TEM) immortalisierter Endotheldie über optische Resonanzen im sichtbadurch die hohe Konjugationsausbeute wertzellen vom Rind (GM7373). Links sind die
ren Spektralbereich verfügen. Durch Anpasvolles Material wie im Falle von Aptameren
Negativproben, in der Mitte die koinkubiersung des Gold/Silber-Materialverhältnisses
gespart werden kann. Der Funktionstest
in Nanopartikeln
in Bild 7, links, zeigt die Detektion und
aus einer GoldMarkierung von PSMA-positiven Strukturen
Silber-Legierung,
in Prostatakrebsgewebe mittels immunokann das Absorphistochemischer Färbung durch lasergenetionsmaximum frei
rierte Goldnanopartikel, funktionalisiert mit
zwischen 405 nm
einem anti-PSMA Aptamer. Es zeigt sich,
und 540 nm abgedass die ligandenbeschichteten Goldkonstimmt
werden
jugate Prostatakrebsgewebe genauso gut
[16] (Bild 9, Mitte).
hervorheben, wie konventionelle fluoroAußerdem bietet
phormarkierte Proben. Verglichen wurde
die Goldlegierung
mit einer negativen Kontrollprobe aus
neben einem deutungefärbtem Gewebe nach der Inkubation
lich verbesserten
mit lasergenerierten Goldnanopartikeln, die
Schutz des Silmit einem anti-Streptavidin Aptamer funkber nanopartikels
tionalisiert wurden (Bild 7, rechts).
gegenüber OxidatiDie Konjugation ligandenfreier Goldnaon und Zerfall eine
nopartikel mit kurzen zellpenetrierenden
vereinfachte LagePeptiden (cell-penetrating peptides, CPP)
Bild 8: Anwendung von zitratfreien lasergenerierten Gold- rung und Verarerlaubt das schnelle Design von zellpenanopartikeln mit und ohne Biokonjugation des zellpenet- beitung sowie eine
netrierenden Nanomarkern für die intrierenden Peptids Penetratin
(Bild: ACS, [14]) Unterdrückung der
razelluläre Biobildgebung [14]. Da CPPs
36 BioPhotonik 2/2013
Analysetechnik
für Anwendungen
in Bereichen wie
der Katalyse oder
der Biotechnologie. Darüber hinaus
werden bei der Herstellung keine chemischen PrecursorMaterialien oder
zusätzliche oberflächenaktive Stoffe
eingesetzt.
Die entstandenen
Nanopartikel zeichnen sich durch ihre
Bild 9: Links: Magnetische Nanopartikel aus einer FeNi- Reinheit und ihre
Legierung mit Elementanalysedaten (EDX) und TEM-Auf- Materialvielfalt aus
nahme. Mitte: Plasmonische Nanopartikel aus AgAu mit und haben bereits
abstimmbarer Resonanzwellenlänge. Inset: Linearer Fit der den Beweis gelieNanopartikelkomposition als Funktion der Resonanzpo- fert, dass sie sich
sition. Rechts: HR-TEM-Aufnahme, welche die Verteilung als Bausteine für
des Pt- und Ir-Gehalts im Nanopartikel darstellt. Darunter v e r s c h i e d e n s t e
PtIr-Nanopartikel, die auf einer PtIr-Elektrode abgeschieden Anwendungsfelder
in der Nanotechnowurden
logie eignen.
Übersetzung: M. Gerlach
Silberionenfreisetzung (mögliche Toxizitätsprobleme werden damit verringert).
Literaturhinweise:
Ein drittes Beispiel ist Platin: dieses Edelmetall lässt sich auch mit mischbaren Elementen
[1] Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF): Nano.DE-Report 2011. Bonn, Berlin, 2011
legieren, indem entsprechende Ausgangsle[2] S. Barcikowski, G. Compagnini, Advanced nanogierungen für die Laserablation verwendet
particle generation and excitation by lasers in
werden. Zusätzlich zur Gold-Legierung von
liquids, Phys. Chem. Chem. Phys. 2013, 15, S. 3022
[3] H.B. Zeng, X.W. Du, S.C. Singh et al., NanomaPlatin, die für die Katalyse relevant ist,
terials via Laser Ablation/Irradiation in Liquid: A
wird die Legierung mit Iridium häufig für
Review, Adv. Funct. Mater., 2012, 22, S. 1333S
Platin-Elektroden eingesetzt. Da die Partikel
[4] S. Barcikowski, F. Devesa, K. Moldenhauer, Impact
aus der Laserablation ständig eine Ladung
and structure of literature on nanoparticle generation by laser ablation in liquids, J. Nanoparticle
aufweisen, können diese mittels ElektroabResearch, 2009, 11, S. 1883
scheidung z.B. auf Platin-Iridium-Elektroden
[5] C. Uboldi, D. Bonacchi, G. Lorenzi et al., Gold
aufgebracht werden [17] (Bild 9, rechts).
nanoparticles induce cytotoxicity in the alveolar
type-II cell lines A549 and NCIH441, Part Fibre
Folglich lässt sich die Oberflächentopografie
Toxicol., 2009, 6:18
der Elektrode auf Nanoebene dreidimensi[6] P. Wagener, S. Barcikowski, N. Bärsch, Fabrication
onal modifizieren, indem Nanopartikel mit
of nanoparticles and nanomaterials using laser
identischer Materialkomposition abgeschieablation in liquids, Photonik international, 2011,
S.20
den werden. Die chemische Modifikation
[7] S. Ibrahimkutty, P. Wagener, A. Menzel, A. Plech, S.
der Substratoberfläche wird daher vermieBarcikowski, Nanoparticle formation in a cavitation
den (auch der Einsatz zusätzlicher chemibubble after pulsed laser ablation in liquid studied
with high time resolution small angle x-ray scatterscher Elemente, die möglicherweise Korrosiing, Appl. Phys. Lett. 2012, 101, S. 103104
on verursachen) [17].
[13] S. Petersen, S. Barcikowski, Conjugation Efficiency
of Laser-Based Bioconjugation of Gold Nanoparticles with Nucleic Acids, J. Phys. Chem. C, 2009,
113, S. 19830–19835
[14] S. Petersen, A. Barchanski, U. Taylor et al.,
Penetratin-Conjugated Gold Nanoparticles −
Design of Cell-Penetrating Nanomarkers by Femtosecond Laser Ablation, J. Phys. Chem. C, 2011,
115, S. 5152
[15] J. Jakobi, S. Petersen, A. Menendez-Manjon et al.,
Magnetic Alloy Nanoparticles from Laser Ablation
in Cyclopentanone and Their Embedding into a
Photoresist, Langmuir, 2010, 26, 10, S. 6892
[16] A. Menendez-Manjon, A. Schwenke, T. Steinke
et al., Ligand-free gold–silver nanoparticle alloy
polymer composites generated by picosecond laser
ablation in liquid monomer, Appl. Phys. A, 2013,
110, 343
[17] J. Jakobi, A. Menendez-Manjon, V. Chakravadhanula et al., Stoichiometry of alloy nanoparticles from laser ablation of PtIr in acetone and
their electrophoretic deposition on PtIr electrodes,
Nanotechnology, 2011, 22, S. 145601
Fazit
Dr.-Ing. Niko Bärsch
Particular GmbH
CEO
Industriestr. 1
D-30855 Langenhagen
Tel. 0511/51935079
Fax 0511/76358462
eMail:
baersch@particular.eu
Internet: www.particular.eu
Die Verfügbarkeit von Nanopartikeln ohne
Liganden bietet neue Möglichkeiten in
der Nanotechnologie, sogar für „etablierte“ Materialien wie Platin, Palladium,
Gold oder Silber. Außerdem bietet die
Laserablation von Legierungen den Zugang
zu homogen legierten Nanopartikeln wie
PtIr, FeNi oder AuAg mit exakt definierter
Zusammensetzung. Die Oberflächen von
ligandenfreien Nanopartikeln können mit
unterstützenden Trägern oder funktionalisierten Molekülen verbunden werden.
Damit werden die Partikel zu „Bausteinen“
[8] S. Petersen and S. Barcikowski, In Situ Bioconjugation: Single Step Approach to Tailored Nanoparticle-Bioconjugates by Ultrashort Pulsed Laser
Ablation, Adv. Funct. Mater., 2009, 19, S. 1167
[9] J. Zhang, G. Chen, M. Chaker et al., Gold
nanoparticle decorated ceria nanotubes with significantly high catalytic activity for the reduction
of nitrophenol and mechanism study, Appl. Cat.
B: Environmental, 2013, 132-133, S. 107
[10] P. Wagener, A. Schwenke, S. Barcikowski, How
Citrate Ligands Affect Nanoparticle Adsorption
to Microparticle Supports, Langmuir, 2012, 28, S.
6132
[11] J.G. Walter, S. Petersen, F. Stahl et al., Laser
ablation-based one-step generation and bio-functionalization of gold nanoparticles conjugated
with aptamers, J. Nanobiotechnology, 2010, 8:21
[12] W. Qian, M. Murakami, Y. Ichikawa et al., Highly
Efficient and Controllable PEGylation of Gold Nanoparticles Prepared by Femtosecond Laser Ablation
in Water, J. Phys. Chem. C, 2011, 115, S. 23293
Ansprechpartner:
Prof. Stephan Barcikowski
Universität Duisburg-Essen
Technische Chemie I
und Center for NanoIntegration Duisburg-Essen
(CENIDE)
Universitätsstr. 7
D-45141 Essen
Tel. 0201/183-3150
Fax 0201/183-3049
eMail: Stephan.barcikowski@uni-due.de
Internet: www.uni-due.de/barcikowski
Dr. Philipp Wagener
Universität Duisburg-Essen
NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ),
Technische Chemie I
und Center for NanoIntegration Duisburg-Essen
(CENIDE)
Carl-Benz-Str. 199
D-47057 Duisburg
Tel. 0203/379-8116
Fax 0201/183-3049
eMail: philipp.wagener@uni-due.de
Internet: www.uni-due.de/barcikowski
www.biophotonik.de
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