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CERAD-NP-Testbatterie: Alters-, geschlechts- und - ResearchGate

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Originalarbeiten
Z Gerontol Geriat 2009 · 42:372–384
DOI 10.1007/s00391-009-0031-y
Eingegangen: 15. September 2008
Akzeptiert: 23. Dezember 2008
Online publiziert: 30. Juli 2009
© Springer-Verlag 2009
T. Luck1 · S.G. Riedel-Heller1 · B. Wiese2 · J. Stein1, 3 · S. Weyerer4 · J. Werle4 ·
H. Kaduszkiewicz5 · M. Wagner6 · E. Mösch7 · T. Zimmermann5 · W. Maier6 ·
H. Bickel7 · H. van den Bussche5 · F. Jessen6 · A. Fuchs8 · M. Pentzek8 · für die AgeCoDe Study Group
1 Abteilung Public Health, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Universität Leipzig
2 Institut für Biometrie, Medizinische Hochschule Hannover
3 Institut für Psychologie II, Universität Leipzig
4 Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
5 Institut für Allgemeinmedizin, Zentrum für Psychosoziale Medizin,
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
6 Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Bonn
7 Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Technische Universität München, Klinikum Rechts der Isar, München
8 Abteilung für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf
CERAD-NP-Testbatterie: Alters-,
geschlechts- und bildungsspezifische Normen
ausgewählter Subtests
Ergebnisse der German Study on Ageing, Cognition
and Dementia in Primary Care Patients (AgeCoDe)
Für eine möglichst effektive Beratung und
Behandlung von Demenzpatienten sowie eine optimale Vorbereitung und Unterstützung der Angehörigen ist eine zuverlässige Früherkennung der sich entwickelnden demenziellen Erkrankung
unerlässlich. Eine besondere Bedeutung
kommt hierbei der Identifikation von
Gedächtnisdefiziten zu, die typischerweise die ersten Anzeichen einer AlzheimerDemenz (AD) darstellen [15]. Für die Diagnose der Gedächtnisdefizite im Sinne
einer Abgrenzung zur normalen, altersgerechten Leistung ist der Einsatz neuropsychologischer Testverfahren unerlässlich [19].
Mit der vom Consortium to Establish a Registry for Alzheimers‘ Disease
(CERAD) entwickelten neuropsychologischen Testbatterie (CERAD-NP-Testbatterie) liegen gut etablierte Verfahren
zur neuropsychologischen Diagnostik einer Demenz vor [1, 7, 20]. Die CERAD-
372 | NP-Testbatterie beinhaltet insgesamt acht
Subtests, die Leistungen in kognitiven Bereichen wiedergeben, die typischerweise
im Verlauf einer AD beeinträchtigt sind.
Der Bedeutung von Gedächtnisdefiziten
für die Diagnose einer sich entwickelnden demenziellen Erkrankung entsprechend, bilden die meisten Subtests Leistungen im Gedächtnisbereich ab. Einen
ausführlichen Überblick über die Subtests gibt . Tab. 1. Ursprünglich in den
USA entwickelt, wurde die CERAD-NPTestbatterie mittlerweile in mehrere Sprachen übersetzt und für verschiedene Länder und Populationen normiert [3]. Die
deutschsprachige Übersetzung erfolgte
an der Memory Clinic Basel [23] und
wird auf der Homepage der Einrichtung
(www.memoryclinic.ch) Fachpersonal
kostenlos zur Verfügung gestellt. Aebi [1]
konnte in einer multizentrischen Validierungsstudie zeigen, dass die deutschsprachige Version der CERAD-NP-Testbatte-
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009
rie sehr gut zwischen gesunden, demenzfreien Personen und leicht dementen Alzheimer-Patienten trennen kann. Satzger et
al. [20] erstellten auf der Basis einer amerikanischen Normierungsstudie [25] sowie eines Teils der Baseler Normstichprobe ein Profilblatt für die CERAD-NPTestbatterie, das eine schnelle Beurteilung (im Normbereich, unter- oder überdurchschnittlich) erzielter Testleistungen
erlaubt. Anders als beispielsweise bei den
Baseler Normen erfolgte hierbei keine geschlechts-, alters- und bildungsabhängige
Weitere Mitglieder der AgeCoDe Study Group
sind: Heinz-Harald Abholz, Matthias C. Angermeyer, Cadja Bachmann, Wolfgang Blank, Mirjam Colditz, Moritz Daerr, Sandra EifflaenderGorfer, Marion Eisele, Franziska Haller, Sven
Heinrich, Teresa Kaufeler, Hans-Helmut König,
Melanie Luppa, Manfred Mayer, Julia Olbrich,
Heinz-Peter Romberg, Anja Rudolph, Melanie
Sauder, Sandra Schmitz, Britta Schürmann, Dagmar Weeg und Anja Wollny
Zusammenfassung · Abstract
Differenzierung, sondern es wird eine generelle Gültigkeit für den Altersbereich
70–85 Jahre angenommen.
Die Anwendbarkeit neuropsychologischer Tests wie der CERAD-NP-Testbatterie setzt das Vorhandensein zuverlässiger Normdaten voraus. Hierbei müssen
soziodemographische Faktoren wie Alter, Geschlecht und Bildung der Probanden berücksichtigt werden [3, 10, 25]. Betrachtet man den Faktor Alter, so liegen
bei neuropsychologischen Tests für die
höheren Altersgruppen jedoch meistens
keine oder nur an kleinen Stichproben
ermittelte Normwerte vor. Des Weiteren
muss berücksichtigt werden, dass Normwerte, die an einer bestimmten Population erhoben wurden, nicht ohne Weiteres
auf Probanden einer anderen Population
angewandt werden können. So lässt sich
beispielsweise die den Normwerten zugrunde liegende Einteilung der Bildungsgrade oftmals nur ungenügend auf ein anderes spezifisches Bildungssystem übertragen.
Für die deutschsprachige CERAD-NPTestbatterie mit den acht beschriebenen
Subtests (. Tab. 1) liegen bisher ausschließlich Normwerte vor, die an 1100
Schweizern im Durchschnittsalter von
68,7 Jahren (SD=7,8; Spannweite=49–92)
ermittelt wurden (http://www.memoryclinic.ch). Ziel dieser Arbeit ist es, alters- bildungs- und geschlechtsspezifische Normwerte für die CERAD-Subtests Verbale
Flüssigkeit, Wortliste Gedächtnis, Wortliste Abrufen und Wortliste Wiedererkennen
sowie den Wortliste-Savings-Score an einer Stichprobe von 2891 älteren nichtdementen Hausarztpatienten aus Deutschland zu ermitteln. Das Mindestalter dieser Patienten betrug 75 Jahre. Somit liegt
der Fokus der Arbeit auf der Berechnung
von zuverlässigen Normwerten speziell
für den höheren Altersbereich, in dem
aufgrund hoher Prävalenzraten demenzieller Erkrankungen [4] eine entsprechende Früherkennung eine besondere
Relevanz hat. Zur praktischen Anwendbarkeit der Normen sollte die Einteilung
der Bildungsgrade hierbei auf Grundlage
der international anerkannten newCASMIN-Klassifikation [6] erfolgen.
Z Gerontol Geriat 2009 · 42:372–384 DOI 10.1007/s00391-009-0031-y
© Springer-Verlag 2009
T. Luck · S.G. Riedel-Heller · B. Wiese · J. Stein · S. Weyerer · J. Werle · H. Kaduszkiewicz ·
M. Wagner · E. Mösch · T. Zimmermann · W. Maier · H. Bickel · H. van den Bussche · F. Jessen ·
A. Fuchs · M. Pentzek · für die AgeCoDe Study Group
CERAD-NP-Testbatterie: Alters-, geschlechts- und
bildungsspezifische Normen ausgewählter Subtests.
Ergebnisse der German Study on Ageing, Cognition
and Dementia in Primary Care Patients (AgeCoDe)
Zusammenfassung
Mit der CERAD-NP-Testbatterie liegen gut
etablierte Verfahren zur neuropsychologischen Diagnostik charakteristischer kognitiver Defizite einer Demenz vom Alzheimer-Typ vor. Die Anwendbarkeit neuropsychologischer Verfahren setzt das Vorhandensein zuverlässiger Normwerte für die zugrunde liegende Population unter Berücksichtigung soziodemographischer Faktoren wie
Alter, Bildung und Geschlecht voraus. In der
vorliegenden Arbeit wurden alters- bildungsund geschlechtsspezifische Normwerte (Prozentränge und T-Werte bzw. Perzentile) für
die Subtests Verbale Flüssigkeit, Wortliste
Gedächtnis, Wortliste Abrufen und ­Wortliste
Wiedererkennen sowie den Wortliste-Savings-Score der CERAD-NP-Testbatterie an
einer Stichprobe von 2891 älteren (75 Jahre und darüber) nichtdementen Hausarztpatienten aus Deutschland ermittelt. Die Probanden hatten ein Durchschnittsalter von
80,2 Jahren (SD=3,6); somit bietet dieser Beitrag zuverlässige Normwerte für die neuropsychologische Demenzdiagnostik in den höheren Altersgruppen an.
Schlüsselwörter
CERAD · CERAD-NP-Testbatterie ·
Neuropsychologische Diagnostik · Normen ·
Alzheimerdemenz
CERAD-NP battery: Age-, gender- and education-specific reference
values for selected subtests. Results of the German Study on Ageing,
Cognition and Dementia in Primary Care Patients (AgeCoDe)
Abstract
The CERAD-NP battery represents well-established tests for the neuropsychological diagnosis of characteristic cognitive deficits in Alz­
heimer’s dementia. However, the use of neuropsychological tests requires reliable standard values for the population under consideration, taking sociodemographic characteristics like age, education and gender into account. This report presents age-, education- and gender-specific reference values for
the subtests verbal fluency, word list memory, word list recall and word list recognition
as well as the word list savings score of the
CERAD-NP battery. The study sample consists
of 2891 general practitioners’ patients from
Germany aged 75 years and older. The study
participants had a mean age of 80.2 years
(SD=3.6); thus, this report provides reliable
reference values for the neuropsychological
diagnosis of dementia in older age groups.
Keywords
CERAD · CERAD-NP battery ·
Neuropsychological assessment · Norms ·
Alzheimer’s dementia
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009 | 373
Originalarbeiten
Tab. 1 Beschreibung der Subtests der CERAD-NP-Testbatterie
Subtest
1. Verbale Flüssigkeit, Kategorie „Tiere“
[12]
2. Modifizierter Boston Naming Test [13]
3. Mini-Mental-Status-Test [9]
Kognitiver Bereich
Verbale Produktionsfähigkeit
Exekutive Funktionen
Kognitive Flexibilität
Semantisches Gedächtnis
Wortfindung und -benennung
Visuelle Wahrnehmung
Allgemeines kognitives Funktionsniveau
(Screening)
4. Wortliste Gedächtnis [2, 18]
Verbales Gedächtnis (unmittelbare Merkund Lernfähigkeit von neuen, nicht assoziierten verbalen Informationen)
5. Konstruktive Praxis [18]
Visuokonstruktive Fähigkeiten
6. Wortliste Abrufen
Verbales Gedächtnis (verzögerte Verbale
Merkfähigkeit, freie Reproduktion)
Verbales Gedächtnis (verzögerte Verbale
Merkfähigkeit, Rekognition, Abruf- vs.
­Speicherdefizite)
7. Wortliste Wiedererkennen [17]
8. Konstruktive Praxis Abrufen
Nonverbales Gedächtnis (verzögerte figurale Merkfähigkeit, freie Reproduktion)
Aufgabe des Probanden
Aufzählung von so vielen verschiedenen Tieren wie möglich
innerhalb einer Minute
Maximale Punktzahl: unbegrenzt
Richtige Benennung von 15 Strichzeichnungen
Maximale Punktzahl: 15
Beantwortung bzw. Bearbeitung von 30 Fragen und Aufgaben aus verschiedenen kognitiven Bereichen (Orientierung,
­Gedächtnis, Sprache, konstruktive Praxis etc.)
Maximale Punktzahl: 30
Lautes Vorlesen von 10 gedruckten Wörtern mit anschließender
freier Reproduktion
Drei Durchgänge mit den gleichen Wörtern, jedoch jeweils in
unterschiedlicher Reihenfolge
Maximale Punktzahl: pro Durchgang 10, alle Durchgänge 30
Genaues Abzeichnen von vier Figuren mit steigender Komplexität (Kreis, Rhombus, zwei sich überschneidende Rechtecke,
Würfel)
Maximale Punktzahl: 11
Freie Reproduktion der in Aufgabe 4 gelernten 10 Wörter
Maximale Punktzahl: 10
Unterscheidung der 10 Wörter aus Aufgabe 4 von 10 Distraktoren
Maximale Punktzahl: 20 (10 richtig wiedererkannte und 10 richtig zurückgewiesene Wörter)
Zeichnen der zuvor abgezeichneten Figuren (Aufgabe 5) aus
dem Gedächtnis
Maximale Punktzahl: 11
Tab. 2 Soziodemographische Charakteristika der Normierungsstichprobe (n=2891)
Charakteristika
Alter (Jahre)
Altersgruppen (Jahre)
Geschlecht
Bildungsgrada
M=80,2
SD=3,6
Spannweite=75–98
75–80
81–84
85+
Weiblich
Männlich
Niedrig
Mittel
Hoch
n
2891
%
100,0
1549
1068
274
1938
953
1815
782
294
53,6
36,9
9,5
67,0
33,0
62,8
27,0
10,2
aEinteilung nach der newCASMIN-Bildungsklassifikation [6]. Niedrig: ohne Schulabschluss mit beruflichem
Praktikum, Haupt-/Volksschulabschluss, Haupt/Volksschulabschluss mit Abschluss einer Lehr/-Anlernausbildung
oder Meister-/Technikerausbildung; mittel: Realschulabschluss, Realschulabschluss mit Abschluss einer Lehr-/
Anlernausbildung oder Meister-/Technikerausbildung, Fachhochschul-/Hochschulreife, Fachhochschul-/Hochschulreife mit Abschluss einer Lehr-/Anlernausbildung oder Meister-/Technikerausbildung; hoch: Fachhochschule/Ingenieurschule, Hochschule.
M Mittelwert, SD Standardabweichung.
Methoden
Stichprobe
Die Daten für die Normierung wurden im
Rahmen der Baseline-Erhebung (01/2003
bis 11/2004) einer vom Kompetenznetz
Demenzen (KND) initiierten prospekti-
374 | ven, multizentrischen Studie – der German Study on Ageing, Cognition and Dementia in Primary Care Patients (AgeCoDe) – erhoben. Die Rekrutierung der
Studienteilnehmer erfolgte in den sechs
Studienzentren: Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, Mannheim und München.
In den Studienzentren wurden hierfür
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009
insgesamt 138 Hausarztpraxen als Kooperationspartner gewonnen. In jeder der
Hausarztpraxen wurden alle Patienten ab
einem Alter von 75 Jahren ohne demenzielle Erkrankung, die in den vorangegangenen zwölf Monaten mindestens einmal
ihren Hausarzt konsultiert hatten, ermittelt. Ausgeschlossen wurden Patienten,
F
die keine regulären Praxispatienten
waren,
F
die in Alten- und Pflegeheimen
wohnten oder nur im Rahmen von
Hausbesuchen vom behandelnden
Hausarzt gesehen wurden,
F
bei denen aufgrund einer schweren
Erkrankung nicht zu erwarten war,
dass sie drei Monate überleben würden,
F
die nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten,
F
die taub oder blind waren und
F
die nicht einwilligungsfähig waren.
Einen ausführlichen Überblick über die
Stichprobenausschöpfung gibt . Abb. 1.
Von den 10.850 Patienten, welche die
Voraussetzungen für eine Studienteilnah-
AUSWAHLGESAMTHEIT ALLER
PATIENTEN IN DEN
HAUSARZTPRAXEN
(≥75 Jahre, ohne Demenz)
AUSGESCHLOSSENE PATIENTEN
N = 11.851
N = 22.701
POTENZIELLE
STUDIENTEILNEHMER
N =10.850
RANDOMISIERTE
STICHPROBE
Keine regulären Praxispatienten
Patienten aus Haus- und Heimbesuchen
Verstorben
Nicht einwilligungsfähig
Schwere Erkrankung
Taub oder blind
Mangelnde Deutschkenntnisse
Andere Gründe
Undokumentierte Gründe
4.792
2.477
2.075
1.107
326
245
226
345
258
NICHT AN DER STUDIE TEILNEHMEND
N = 3.292
N = 6.619
Kontaktaufnahme nicht möglich
Verweigerung der Studienteilnahme
1.517
1.775
STUDIENTEILNEHMER
N = 3.327
AUSGESCHLOSSENE STUDIENTEILNEHMER
N = 436
NORMIERUNGSSTICHPROBE
N = 2.891
Abb. 1 7 Stichprobenausschöpfung
me erfüllten, wurden 6619 als randomisierte Stichprobe gezogen und schriftlich
um Teilnahme an der Studie gebeten. Von
den angeschriebenen Patienten reagierten
1517 (22,9%) nicht auf die schriftliche Einladung. Zusätzlich verweigerten 1775 Patienten (26,8%) die Teilnahme an der Studie. Somit konnten 3327 Patienten (50,3%)
endgültig zur Baseline klinisch interviewt
werden. Insgesamt basiert die Normierung auf den Daten von 2891 (86,9%) der
3327 interviewten Probanden (. Abb. 1).
Die Daten der anderen 436 (13,1%) Probanden mussten ausgeschlossen werden,
da 41 (1,2%) als dement klassifiziert wurden, 39 (1,2%) jünger als die geforderten
75 Jahre waren, 29 (0,9%) nur unvollständige Untersuchungsergebnisse aufwiesen, 46 (1,4%) eine andere Mutterspra-
Diagnose einer Demenz
Alter < 75 Jahre
Unvollständige Untersuchungsergebnisse
Deutsch nicht als Muttersprache
Erkrankungen mit starkem Einfluss auf
die kognitive Testleistung *
41
39
29
46
281
* Debilität, Morbus Parkinson, Insult, Hirntumor, hirnorganisches
Psychosyndrom, neurologische Ausfälle, Psychosen/Depression,
schädlicher Alkoholkonsum/Alkoholabhhängigkeit
che als Deutsch hatten und 281 (8,4%) Erkrankungen mit starkem Einfluss auf die
kognitive Leistung aufwiesen (Debilität, Morbus Parkinson, Insult, Hirntumor,
hirnorganisches Psychosyndrom etc.).
Leichte kognitive Beeinträchtigungen
­ohne direkten Bezug zu einer der Erkrankungen, welche die kognitive Testleistung
stark beeinflussen können, stellten hingegen kein Ausschlusskriterium dar, um ein
möglichst breites Spektrum an kognitiven
Leistungen in den ermittelten Normwerten abzubilden.
Die soziodemographischen Merkmale der Normierungsstichprobe sind in
. Tab. 2 zusammengefasst. Unterschiede
zwischen den 2891 Probanden der Normierungsstichprobe und den 436 von
der Normierung ausgeschlossenen Pro-
banden bestehen weder im Alter (MannWhitney-U=547208,500; p=0,133) noch
in der Bildung (χ2=4,338; df=2; p=0,114).
Allerdings ist der Anteil an Männern unter den von der Normierung ausgeschlossenen Probanden mit 45,0% signifikant
höher als unter den Probanden der Normierungsstichprobe (33,0%; χ2=24,090;
df=1; p=0,000). Der höhere Anteil an ausgeschlossenen Männern ist insbesondere
auf die höhere Anzahl an Erkrankungen
zurückzuführen, die mit kognitiven Defiziten einhergehen. So wurden Männer
beispielsweise signifikant häufiger wegen
Der Vergleich erfolgte hier mit den 397 der
436 von der Normierung ausgeschlossenen Probanden, die wie die Probanden der Normierungsstichprobe mindestens 75 Jahre alt waren.
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niedrig (n=314)
T
PR
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34
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Bildungsgrad
0
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hoch (n=51)
PR
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niedrig (n=606)
PR
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1
2
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niedrig (n=675)
PR
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2
3
5
8
mittel (n=287)
PR
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3
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8
Bildungsgrad
Bildungsgrad
hoch (n=50)
PR
T
2
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2
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3
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75–79 Jahre
75–79 Jahre
mittel (n=269)
PR
1
1
1
3
Männer
80+ Jahre
Frauen
CERAD-Subtest
Verbale Flüssig­
keit: Anzahl genannter Tiere
Tab. 3 Alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normierung des CERAD-Subtests Verbale Flüssigkeit (n=2891)
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mittel (n=124)
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hoch
(n=117)
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niedrig
(n=220)
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(n=102)
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2
29
3
31
5
34
9
12
17
20
25
29
32
37
50
59
64
74
76
80
87
89
97
98
99
99
37
38
40
42
43
44
45
47
50
52
54
56
57
58
61
62
69
71
73
73
hoch
(n=76)
PR T
1
27
1
27
2
29
2
29
3
31
4
32
5
34
Originalarbeiten
hoch
(n=76)
PR T
99
73
100 >75
100 >75
100 >75
21,4
5,5
7–36
−0,16
−0,01
T
>75
mittel
(n=102)
PR T
97
69
99
73
99
73
99
73
99
73
100 >75
100 >75
100 >75
20,3
5,9
9–40
0,78
0,60
Bildungsgrad
niedrig
(n=220)
PR
100
18,3
4,8
5–33
0,08
0,20
niedrig (n=314)
T
PR
>75
100
100
100
19,6
5,0
7–35
0,22
−0,10
Bildungsgrad
Bildungsgrad
niedrig mittel hoch (n=675)
(n=269)
(n=50)
PR
T
PR
T
PR
T
33
99
73
97
69 94
66
34
100
>75 98
71 96
68
35
100
>75 99
73 98
71
36
99
73 98
71
37
100
>75 99
73
38
100
>75 100
>75
39
100
>75 100
>75
40
100
>75 41
100
>75 42
100
>75 43
100
>75 M
18,9
21,8
23,8
SD
4,9
5,7
6,0
Range
1–35
7–43
9–39
Schiefe
0,29
0,43
0,26
Kurtosis
0,52
0,19
−0,11
PR Prozentrang, T T-Wert, M Mittelwert, SD Standardabweichung.
niedrig (n=606)
PR
100
100
100
17,7
4,7
4–35
0,33
0,20
T
>75
>75
>75
mittel (n=287)
PR
99
99
99
100
100
20,3
5,7
7–37
0,21
−0,16
T
73
73
73
>75
>75
hoch (n=51)
PR
100
20,9
5,7
11–33
0,23
−0,33
75–79 Jahre
75–79 Jahre
Bildungsgrad
mittel (n=124)
T
PR
T
>75 96
68
>75 98
71
>75 98
71
99
73
99
73
99
73
100 >75
22,1
6,0
10–39
0,30
−0,18
hoch
(n=117)
PR
T
97
69
98
71
98
71
99
73
99
73
100
>75
100
>75
22,1
5,9
10–39
0,32
−0,25
80+ Jahre
Männer
80+ Jahre
Frauen
CERAD-Subtest
Verbale Flüssig­
keit: Anzahl genannter Tiere
Tab. 3 Alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normierung des CERAD-Subtests Verbale Flüssigkeit (n=2891)
eines Insults (χ2=20,971; df=1; p=0,000)
oder eines schädlichen Alkoholkonsums
bzw. einer Alkoholabhängigkeit (χ2=4,322;
df=1; p=0,038) ausgeschlossen als Frauen.
Datenerhebung
Die Daten wurden in Form von strukturierten klinischen Interviews durch geschulte Ärzte und Psychologen in der
häuslichen Umgebung der Probanden erhoben. Hierbei erfolgte neben der Durchführung des Strukturierten Interviews
für die Diagnose einer Demenz vom Alzheimer-Typ, der Multiinfarkt- (oder vaskulären) Demenz und Demenzen anderer Ätiologie nach DSM-III-R, DSM-IV
und ICD-10 (SIDAM) [26] und der Erhebung von soziodemographischen Merkmalen und möglichen Risikofaktoren für
Demenzen und leichte kognitive Beeinträchtigungen auch die kognitive Testung
in den CERAD-Bereichen Verbale Flüssigkeit, Wortliste Gedächtnis, ­Wortliste Abrufen und Wortliste Wiedererkennen. Aufgrund des inhaltlich und zeitlich erheblichen Umfangs der klinischen Interviews musste auf die Durchführung weiterer Subtests der CERAD-NP-Testbatterie verzichtet werden. Entsprechend beschränkt sich die Normierung in der vorliegenden Arbeit ausschließlich auf die genannten Subtests. Um den für eine korrekte Testung im Subtest Wortliste Abrufen notwendigen zeitlichen Abstand zwischen den Subtests Wortliste Gedächtnis
und Wortliste Abrufen zu gewährleisten,
in dem bei einer vollständigen Durchführung der CERAD-NP-Testbatterie
regulär der Subtest Konstruktive Praxis
vorgenommen wird, wurden in der vorliegenden Untersuchung für einen definierten Zeitraum von 10 Minuten entsprechend andere Teilbereiche des klinischen Interviews erhoben.
Die Diagnose einer Demenz erfolgte in
der vorliegenden Studie nach den ­SIDAMAlgorithmen für die DSM-IV-Kriterien.
Eine mögliche depressive Symptomatik
wurde mithilfe der deutschen Kurzversion der Geriatrischen Depressionsskala
(GDS) [11] überprüft. Informationen über
Vorerkrankungen der Probanden wurden
anhand eines vom behandelnden Hausarzt ausgefüllten Fragebogens gewonnen.
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009 | 377
Originalarbeiten
Tab. 4 Alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normierung des CERAD-Subtests Wortliste Gedächtnis (n=2891)
CERADSubtest
­Wortliste
Gedächtnis:
Anzahl
erinnerter
Begriffe
Frauen
Männer
PR
T
PR
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
1
1
1
2
3
5
7
11
16
21
27
27
27
29
31
34
35
38
40
42
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
29
39
49
59
69
78
87
92
96
99
100
44
47
50
52
55
58
61
64
68
73
>75
75–79 Jahre
80+ Jahre
75–79 Jahre
80+ Jahre
Bildungsgrad
Bildungsgrad
Bildungsgrad
Bildungsgrad
niedrig
(n=675)
mittel
(n=269)
hoch
(n=50)
niedrig
(n=606)
mittel
(n=287)
hoch
(n=51)
niedrig
(n=314)
mittel
(n=124)
hoch
(n=117)
niedrig
(n=220)
mittel
(n=102)
hoch
(n=76)
T
PR
T
PR
T
PR
T
PR
T
PR
T
PR
T
PR
T
PR
T
PR
T
PR
T
1
2
3
5
8
10
14
27
29
31
34
36
37
39
2
7
12
29
35
38
1
2
3
5
7
11
15
21
30
38
27
29
31
34
35
38
40
42
45
47
1
2
3
5
8
11
16
24
27
29
31
34
36
38
40
43
2
4
6
10
16
20
29
32
34
37
40
42
1
1
1
1
1
2
4
6
10
12
16
25
32
27
27
27
27
27
29
32
34
37
38
40
43
45
1
1
2
2
2
5
7
11
21
28
27
27
29
29
29
34
35
38
42
44
1
2
5
9
15
18
27
29
34
37
40
41
1
1
1
3
4
6
10
16
22
29
39
49
27
27
27
31
32
34
37
40
42
44
47
50
1
1
2
2
3
4
11
16
20
28
32
27
27
29
29
31
32
38
40
42
44
45
3
4
9
13
17
24
28
31
32
37
39
40
43
44
19
30
39
49
60
74
83
88
92
96
99
41
45
47
50
53
56
60
62
64
68
73
14
16
20
28
36
52
68
82
92
95
98
39
40
42
44
46
51
55
59
64
66
71
49
57
67
75
81
87
91
96
99
100
100
50
52
54
57
59
61
63
68
73
>75
>75
34
42
50
59
68
80
88
93
97
98
99
46
48
50
52
55
58
62
65
69
71
73
24
29
35
45
57
71
78
86
92
95
98
43
44
46
49
52
56
58
61
64
66
71
42
54
67
75
84
91
95
97
99
99
100
48
51
54
57
60
63
66
69
73
73
>75
36
48
60
71
77
83
90
96
98
99
100
46
49
53
56
57
60
63
68
71
73
>75
25
36
48
60
75
82
89
93
98
99
100
43
46
49
53
57
59
62
65
71
73
>75
60
70
81
87
91
95
96
97
99
100
53
55
59
61
63
66
68
69
73
>75
36
53
66
74
78
86
94
98
99
99
99
46
51
54
56
58
61
66
71
73
73
73
36
51
55
68
79
89
93
95
97
99
100
46
50
51
55
58
62
65
66
69
73
>75
28
100 >75 100 >75 100 >75
29
100 >75 100 >75
30
100 >75
M
19,4
20,3
21,9
17,7
SD
3,8
3,7
3,2
4,1
Range
5–27
8–29
14–28
5–30
Schiefe
−0,46
−0,40
−0,54
−0,15
Kurtosis
0,21
0,20
−0,03
−0,21
PR Prozentrang, T T-Wert, M Mittelwert, SD Standardabweichung.
Normierung
Die Normierung wurde für die Ergebnisse in den CERAD-Subtests Verbale
Flüssigkeit, Wortliste Gedächtnis (alle drei
Durchgänge zusammen), Wortliste Abrufen und Wortliste Wiedererkennen durchgeführt. Zusätzlich wurden Normen für
­einen Wortliste-Savings-Score [1] berechWortliste-Savings-Score =
net. Dieser stellt einen Indikator für das
378 | 99 73
100 >75
19,2
3,8
9–29
−0,23
−0,26
99 73
100 >75
20,4
4,1
11–29
−0,30
−0,27
17,9
3,8
1–27
−0,57
1,06
18,6
3,7
7–27
−0,23
0,12
Verhältnis von unmittelbarer zu verzögerter verbaler Behaltensleistung dar, dem
gute Eigenschaften bezüglich der Abgrenzung von Gesunden und dementen Patienten zugeordnet werden [25]. Der Wortliste-Savings-Score wird folgendermaßen
ermittelt:
19,5
3,3
11–27
−0,23
−0,26
16,4
3,9
2–26
−0,23
0,52
100 >75
100 >75
18,0
4,0
6–29
−0,30
0,17
18,4
3,8
10–27
−0,21
−0,34
Die Normierung erfolgte alters-, bildungsund geschlechtsspezifisch. Der potenzielle Einfluss von Alter, Bildung und Geschlecht auf die Ergebnisse in den ­CERADSubtests sowie auf den ermittelten Wortliste-Savings-Score wurde anhand von Kovarianzanalysen ermittelt. Den Analysen
Wortliste Abrufen Richtige
·100 (in
% )Signifikanzniveau von α=0,05
wurde
ein
Wortliste-Savings-Score = Wortliste
Ged¨
achtnis 3. Durchgang Richtige
zugrunde gelegt.
Wortliste Abrufen Richtige ·100 (in % )
Wortliste Ged¨
achtnis 3. Durchgang Richtige
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009
Als Normen für die Testwerte in den
CERAD-Subtests wurden ­Prozentränge
und T-Werte berechnet. Der Prozentrang
ist ein Maß für die relative Position eines
Probanden auf der Rangreihe der Bezugsgruppe bzw. gibt die Rangposition eines
Probanden in einer Bezugsstichprobe
an. Für jede Person kann ermittelt werden, wie viel Prozent aller Personen einer
Normpopulation einen größeren oder einen gleichen bzw. einen kleineren Wert erhalten haben. Prozentränge können Werte
von 0 bis 100 einnehmen, der statistische
Mittelwert beträgt 50. Prozentränge zwischen 16 und 84 werden üblicherweise als
im durchschnittlichen, Prozentränge kleiner als 16 als im unterdurchschnittlichen
und Prozentränge größer als 84 als im
überdurchschnittlichen Bereich liegend
bezeichnet. Prozentrangnormen können
auch für nichtnormale Verteilungen bestimmt werden, da sie nicht auf einer linearen, sondern einer Flächentransformation der Rohwertverteilung basieren. Prozentränge von nicht besetzten Testwerten
wurden in der vorliegenden Arbeit nach
der Formel
PRi = PR < + [( TWi - TW < ) / ( TW > - TW < )]
· ( PR > - PR < )
interpoliert, wobei PRi den gesuchten
Prozentrang des nicht besetzten Testwertes, TWi den nicht besetzten Testwert,
TW< den nächstkleineren und TW> den
nächstgrößeren Testwert darstellt, PR<
und PR> bezeichnen die Prozentränge
des nächstkleineren bzw. des nächstgrößeren Testwertes.
Ausgehend von den Prozenträngen
wurden die T-Werte ermittelt [14]. Die
T-Wert-Skala stellt eine der bekanntesten und gebräuchlichsten Skalen zur Darstellung von Normwerten dar. Sie hat einen Mittelwert von 50 und eine Standardabweichung von 10. T-Werte zwischen
40 und 60 werden üblicherweise als im
durchschnittlichen, T-Werte kleiner als
40 als im unterdurchschnittlichen und
T-Werte größer als 60 als im überdurchschnittlichen Bereich liegend bezeichnet.
Anders als die Testwerte in den ­CERADSubtests stellt der ermittelte Wortliste-Savings-Score ein prozentuales, nicht ganzzahliges Maß mit vielen möglichen Ausprägungen dar. Alternativ zu Prozenträngen und T-Werten wurden hier Perzentile
(5, 10, 20, 25, 30, 40, 50, 60, 70, 75, 80, 90
und 95%) als Normwerte ermittelt.
Ergebnisse
Einen Überblick über die ermittelten alters-, geschlechts- und bildungsspezifischen Normen für die durchgeführten CERAD-Subtests sowie für den berechneten Wortliste-Savings-Score geben
. Tab. 3, 4, 5, 6 und 7. Hinsichtlich des
Wortliste-Savings-Scores ist zu beachten,
dass einige Probanden im CERAD-Subtest Wortliste Abrufen mehr Wörter reproduzieren konnten als im dritten Durchgang des CERAD-Subtests Wortliste Gedächtnis, sodass bei diesen Probanden
der Wortliste-Savings-Score über 100% lag
(. Tab. 7).
Betrachtet man die einzelnen alters-,
bildungs- und geschlechtsspezifischen
Gruppen, so zeigen sich rein deskriptiv für den Wortliste-Savings-Score und
für alle CERAD-Subtests höhere durchschnittlich erzielte Werte bei niedrigerem
Alter und ansteigendem Bildungsgrad.
Geschlechterunterschiede in den ermittelten Normwerten zeigen sich rein des­
kriptiv ebenfalls im Wortliste-SavingsScore und in allen CERAD-Subtests. Während in den Subtests Wortliste Gedächtnis, Wortliste Abrufen, Wortliste Wiedererkennen und im Wortliste-Savings-Score
(. Tab. 4, 5, 6 und 7) Frauen in den vergleichbaren Alters- und Bildungsgruppen höhere Durchschnittswerte als die
Männer erzielten, konnten umgekehrt
die Männer im Subtest Verbale Flüssigkeit
(. Tab. 3) durchschnittlich mehr Tiere
benennen als die Frauen (mit Ausnahme
der Gruppe im Alter von 75–79 Jahren mit
hoher Bildung).
Inferenzstatistisch konnte für alle beobachteten alters-, bildungs- und geschlechtsspezifischen Unterschiede in
den CERAD-Subtests und im WortlisteSavings-Score Signifikanz nachgewiesen
werden (. Tab. 8).
Verglichen mit den Verteilungen der
ermittelten Ergebnisse in den Subtests
Verbale Flüssigkeit, Wortliste Gedächtnis
und Wortliste Abrufen und im ­WortlisteSavings-Score wiesen die Verteilungen
der alters-, bildungs- und geschlechtsspezifischen Ergebnisse im Subtest Wortliste
Wiedererkennen eine stark negative Schie-
fe auf. So zeigten sich für die Wortliste Wiedererkennen in den alters-, bildungs- und
geschlechtsspezifischen Gruppen Durchschnittswerte von 18,4 (männlich, Alter
≥80 Jahre, niedrige/mittlere Bildung) bis
19,5 (weiblich, Alter 75–79 Jahre, hohe Bildung) von möglichen 20 richtig wiedererkannten und zurückgewiesenen Wörtern (. Tab. 6). Entsprechend waren hier
teilweise sogar schon zwei (weiblich, Alter 75–79 Jahre, hohe Bildung) insgesamt
nicht richtig wiedererkannte und zurückgewiesene Wörter bereits mit unterdurchschnittlichen Normwerten (Prozentrang
<16, T-Wert <40) verbunden.
Vergleich mit bisherigen Normen
der CERAD-NP-Testbatterie
Anhand von acht Musterfällen (je ein
Mann und eine Frau mit hoher Bildung
bzw. geringer Bildung im Alter von 75
bzw. 85 Jahren) wurde stichprobenartig verglichen, wie deren Leistungen vor
dem Hintergrund unterschiedlicher derzeit verfügbarer Normen der CERAD-NPTestbatterie (Baseler Normwerte, Profilblatt von Satzger et al. [20]) bewertet werden würden. Hierbei beschränkte man
sich auf die Parameter Verbale Flüssigkeit,
Wortliste Gedächtnis und Wortliste Abrufen und es wurden Leistungen angenommen, die bei Verwendung der hier vorgestellten Normen jeweils leicht oberhalb
des sicher unauffälligen Bereichs (T>40)
lagen. Im Bereich der Verbalen Flüssigkeit
waren die Unterschiede in der Bewertung
eher gering. Lediglich für höher gebildete Frauen wurden mit den Baseler Normen Leistungen bereits als auffällig eingestuft, die mit den vorliegenden Normen
noch als durchschnittlich angesehen wurden. Bei den Gedächtnisparametern wurden Leistungen, die mit den vorliegenden
Normwerten als unauffällig bewertet wurden, bei Anwendung der Baseler Normen
bzw. des Profilblatts von Satzger et al. [20]
teilweise sogar als deutlich auffällig (mehr
als 1,5 Standardabweichungen unter dem
Mittelwert der Standardwerte) eingestuft.
Diskussion
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, erstmalig alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normwerte mehrerer CERAD-
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009 | 379
Originalarbeiten
Tab. 5 Alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normierung des CERAD-Subtests Wortliste Abrufen (n=2891)
CERADSubtest
Wortliste
Abrufen:
Anzahl
erinnerter
Begriffe
Frauen
Männer
niedrig
(n=675)
PR T
mittel
(n=269)
PR T
hoch
(n=50)
PR T
niedrig
(n=606)
PR T
mittel
(n=287)
PR T
hoch
(n=51)
PR T
niedrig
(n=314)
PR T
0
1
27
1
27
3
31
3
31
4
32
4
32
2
29
3
31
1
27
1
4
32
2
29
7
35
7
35
8
36
7
35
7
35
2
29
7
35
5
34
3
2
7
35
5
34
14
39
11
38
10
37
13
3
13
39
12
38
4
32
27
44
19
41
12
38
21
4
25
43
20
42
15
40
41
48
30
45
16
40
43
5
41
48
34
46
26
44
58
52
44
48
33
46
62
6
58
52
52
51
38
47
75
57
61
53
57
52
78
7
75
57
71
56
66
54
86
61
79
58
73
56
89
8
89
62
89
62
76
57
94
66
90
63
80
58
95
9
98
71
96
68
86
61
98
71
97
69
90
63
98
10
100 >75 100 >75 100 >75
75–79 Jahre
80+ Jahre
75–79 Jahre
Bildungsgrad
Bildungsgrad
Bildungsgrad
100 >75 100 >75 100 >75
M
5,9
6,2
7,0
5,0
5,6
SD
2,2
2,1
1,9
2,3
2,4
Range
0–10
0–10
3–10
0–10
0–10
Schiefe
–0,42
–0,47
0,04
–0,05
–0,42
Kurtosis
–0,16
–0,02
–0,61
–0,40
–0,28
PR Prozentrang, T T-Wert, M Mittelwert, SD Standardabweichung.
Subtests an einer großen Stichprobe von
älteren nichtdementen Menschen aus
Deutschland zu ermitteln. Basierend auf
der Stichprobengröße (n=2981) wie auch
dem hohen Alter der Probanden (≥75 Jahre; M=80,2; SD=3,6) lag der Fokus dieser
Arbeit hierbei insbesondere auf der Berechnung zuverlässiger Normwerte speziell für die höheren Altersgruppen. Mit der
Verwendung der Bildungsklassifikation
newCASMIN nach Brauns u. Steinmann
[6] erfolgte eine eindeutige und auch für
die Anwendung der Normen in der Praxis nachvollziehbare Zuordnung von Personen zu Bildungsgraden.
Den Ergebnissen früherer Studien [3,
10, 25] entsprechend, unterstreicht die
vorliegende Arbeit die Notwendigkeit
der Berücksichtigung der soziodemographischen Faktoren Alter, Bildung und Geschlecht bei der Normierung von CERADSubtests. So zeigten sich in dieser Arbeit
für alle Subtests signifikant höhere Durchschnittsergebnisse bei einem höheren Bildungsgrad. Zudem konnten Probanden
mit niedrigerem Alter in allen Subtests signifikant bessere Ergebnisse erzielen. Abweichend von den Studien von Beeri et al.
[3] sowie Welsh et al. [25], jedoch konsistent mit den Ergebnissen von Fillenbaum
380 | 6,2
2,5
0–10
–0,63
0,44
100
4,9
2,2
0–10
–0,07
–0,01
80+ Jahre
Bildungsgrad
mittel
(n=124)
PR T
niedrig
(n=220)
PR T
mittel
(n=102)
PR T
hoch
(n=76)
PR T
31
39 10 37 5
34
16 40
11 38 12 38
42 17 40 13 39
33 46
23 43 17 40
48 33 46 34 46
54 51
44 48 36 46
53 49 50 46 49
70 55
63 53 49 50
58 70 55 61 53
82 59
81 59 70 55
62 88 62 72 56
92 64
92 64 80 58
66 94 66 90 63
99 73
98 71 87 61
71 98 71 95 66
100 >75 99 73 95 66
>75 100 >75 100 >75 100 >75 100 >75 100 >75
5,3
2,1
0–10
–0,37
0,07
et al. [8] und Ganguli et al. [10] zeigte sich
der Einfluss des Alters auch für den Subtest Verbale Flüssigkeit. Die Annahme von
Welsh et al. [25], dass die verbale Flüssigkeit ab einem bestimmten Alter nur noch
geringfügigen altersbezogenen Veränderungen unterliegt, kann mit der vorliegenden Untersuchung somit nicht bestätigt werden. Zusätzlich zum Alter ließ sich
auch für das Geschlecht ein signifikanter
Einfluss auf die Ergebnisse in allen Subtests nachweisen. Entsprechend den Ergebnissen von Ganguli et al. [10] zeigten
Frauen hierbei bessere Resultate in den
verbalen Gedächtnisleistungen der Subtests Wortliste Gedächtnis, Wortliste Abrufen, Wortliste Wiedererkennen und im
Wortliste-Savings-Score, jedoch nicht im
Subtest Verbale Flüssigkeit. Während in
den Studien von Ganguli et al. [10] sowie
Beeri et al. [3] Männer und Frauen zumindest vergleichbare Ergebnisse im Subtest
Verbale Flüssigkeit erreichten, konnten
in der vorliegenden Studie die Männer
durchschnittlich signifikant mehr Tiere
benennen. Vergleichbare Resultate liegen
auch aus der Studie von Stewart et al. [22]
vor, in der Frauen auch in weiteren, nicht
auf das Gedächtnis bezogenen kognitiven Tests (Uhrzeichentest, Boston Na-
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009
hoch
(n=117)
PR T
5,8
2,2
1–10
0,04
–0,79
4,4
2,0
0–9
0,06
–0,48
4,8
1,9
0–10
–0,03
–0,06
5,5
2,3
1–10
0,12
–0,56
ming Test, Trail Making Test A) signifikant niedrigere Testergebnisse erzielten.
Die Ergebnisse in der Wortliste Wiedererkennen waren in der vorliegenden Studie, den Ergebnissen früherer Studien entsprechend [3, 20], mit sehr starken Deckeneffekten verbunden. Wenngleich gezeigt
werden konnte, dass auch die Ergebnisse
im Subtest Wortliste Wiedererkennen trotz
Deckeneffekten zwischen Gesunden und
leicht dementen Patienten trennen können [20], liegen mit der Verbalen Flüssigkeit und der Wortliste Abrufen CERADSubtests vor, die sich als besonders sensitiv in der Diagnostik leichter kognitiver
Beeinträchtigungen und/oder leichter Demenzformen erwiesen haben [21, 24] und
für diesen Zweck auch entsprechend höher gewichtet werden sollten. Zusätzlich
sprechen Welsh et al. [25] auch dem ermittelten Wortliste-Savings-Score gute Eigenschaften bezüglich der Abgrenzung
von Gesunden und dementen Patienten
zu. Da der Savings-Score ein relatives Maß
aus den Ergebnissen der Wortliste Abrufen
und des dritten Durchgangs der Wortliste
Gedächtnis darstellt, sollten bei der Interpretation der Ergebnisse jedoch auch die
Absolutwerte in diesen beiden Subtests
berücksichtigt werden. So ist ein Savings-
Tab. 6 Alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normierung des CERAD-Subtests Wortliste Wiedererkennen (n=2891)
CERADScore Wort­
liste Wieder­
erkennena
Frauen
Männer
75–79 Jahre
80+ Jahre
75–79 Jahre
Bildungsgrad
Bildungsgrad
Bildungsgrad
niedrig
mittel
hoch
niedrig
(n=675)
(n=269) (n=50)
(n=606)
PR T
PR T
PR T
PR T
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
1
27
1
27
12
1
27
1
27 1
27
13
1
27
2
29 3
31
14
2
29
3
31 6
34
15
4
32
4
32 9
37
16
7
35
6
34 2
29 13 39
17
14 39
10 37 4
32 21 42
18
28 44
21 42 10 37 37 47
19
48 49
41 48 32 45 62 53
20
100 >75 100 >75 100 >75 100 >75
M
18,9
19,1
19,5
18,5
SD
1,6
1,5
0,9
1,9
Range
7–20
12–20
16–20
10–20
Schiefe
−2,40
−2,56
−2,25
−1,74
Kurtosis
9,03
7,56
5,65
3,33
aAnzahl richtig wiedererkannter und zurückgewiesener Wörter.
PR Prozentrang, T T-Wert, M Mittelwert, SD Standardabweichung.
Score von 100%, bei dem alle 10 Wörter im
dritten Durchgang Wortliste Gedächtnis
und anschließend in der Wortliste Abrufen richtig reproduziert wurden, höher zu
gewichten als ein Savings-Score von 100%,
bei dem lediglich ein Wort in beiden Subtests richtig reproduziert wurde.
Die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse der vorliegenden Studie unterliegt einigen Einschränkungen. So wurden
die Normen nicht an einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe, sondern an
einer Stichprobe von Hausarztpatienten
ermittelt. Allerdings konnten Linden et
al. [16] in der Berliner Altersstudie zeigen, dass sich die überwiegende Mehrheit der alten Bevölkerung auch in regelmäßiger hausärztlicher Behandlung (93%
bei den über 70-Jährigen) befindet. Zudem verweigerten 1775 (26,8%) der 6619
mittel
(n=287)
PR T
1
27
1
27
2
29
5
34
8
36
17 40
33 46
53 51
100 >75
18,8
1,6
10–20
−1,76
4,19
hoch
(n=51)
PR T
2
29
10
37
24
43
49
50
100 >75
19,2
1,1
16–20
−1,15
0,51
niedrig
(n=314)
PR T
1
27
1
27
2
29
2
29
5
34
11 38
19 41
32 45
59 52
100 >75
18,7
1,7
9–20
−2,00
5,62
80+ Jahre
Bildungsgrad
mittel
(n=124)
PR T
2
29
3
31
8
36
18 41
35 46
56 52
100 >75
18,8
1,4
14–20
−1,20
1,04
angeschriebenen Hausarztpatienten explizit die Teilnahme an der Studie und 1517
(22,9%) reagierten nicht auf die Anfrage
(. Abb. 1). Ein Nonresponder-Bias kann
deswegen nicht ausgeschlossen werden.
Insgesamt weist die Normierung an
der untersuchten Population eine hohe externe Validität auf, da hier im Vergleich zu anderen Normierungsstichproben [1, 5] ältere Menschen mit einer großen Bandbreite somatischer Beschwerden
einbezogen wurden, wie man sie auch in
der Allgemeinbevölkerung findet. Ausgeschlossen wurden lediglich Probanden mit Demenzen und anderen Erkrankungen mit starkem Einfluss auf die kognitive Leistung, wie beispielsweise einem
Hirntumor oder einer Debilität. Man bewegt sich bei der Definition einer Stichprobe für die Normierung kognitiver
hoch
(n=117)
PR T
1
27
2
29
8
36
20 42
48 49
100 >75
19,2
1,0
15–20
−1,48
2,24
niedrig
(n=220)
PR T
2
29
5
34
10 37
16 40
25 43
41 48
64 54
100 >75
18,4
1,8
12–20
−1,24
0,91
mittel
(n=102)
PR T
1
27
1
27
2
29
2
29
2
29
3
31
3
31
4
32
8
36
16 40
24 43
37 47
62 53
100 >75
18,4
2,2
7–20
−2,45
8,65
hoch
(n=76)
PR T
1
27
4
32
8
36
18
41
37
47
51
50
100 >75
18,8
1,5
14–20
−1,17
0,81
Tests insbesondere für den höheren Altersbereich generell im Spannungsfeld
zwischen dem Ziel einer möglichst erschöpfenden, bevölkerungsrepräsentativen Darstellung der kognitiven Leistungen mit dem Ausschluss nur weniger oder
keiner Personen und dem Ziel, durch definierte Ausschlusskriterien Normen für
eine möglichst homogene und „gesunde“ Population zu erstellen, die dann eine klare Diagnostik auffälliger kognitiver
Leistungen auch von bestimmten Krankheitskohorten erlauben. Mit den beschriebenen Ein- und Ausschlusskriterien wurde in der vorliegenden Studie ein Kompromiss angestrebt.
Der Vergleich der hier dargestellten mit
den Baseler Normen und dem Profilblatt
von Satzger et al. [20] zeigt einige Diskrepanzen, vor allem im Bereich der Bewer-
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009 | 381
Originalarbeiten
Tab. 7 Alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normierung des CERAD-Scores Wortliste Savings (n=2890)a
RADScore
Wort liste
Savings:
Perzentile
Frauen
Männer
75-79 Jahre
80+ Jahre
75–79 Jahre
80+ Jahre
Bildungsgrad
Bildungsgrad
Bildungsgrad
Bildungsgrad
niedrig
mittel
hoch
niedrig
mittel
hoch
niedrig
mittel
hoch
niedrig
mittel
hoch
(n=674)a (n=269)
(n=50)
(n=606)
(n=287) (n=51)
(n=314) (n=124)
(n=117)
(n=220)
(n=102) (n=76)
%
%
%
%
%
%
%
%
%
%
%
%
5
33
33
47
17
17
12
19
17
37
17
21
29
10
44
40
56
29
33
35
31
43
44
29
37
40
20
57
56
62
44
50
56
50
50
53
43
50
52
25
62
60
66
50
57
60
50
56
57
50
50
57
30
67
67
70
56
60
62
56
59
64
50
56
60
40
71
71
76
62
67
71
62
67
67
57
57
67
50
75
78
78
70
75
75
67
75
75
67
67
75
60
80
80
87
75
78
81
71
78
80
71
74
80
70
87
87
89
80
86
87
78
86
87
80
78
85
75
89
89
90
86
87
90
83
87
89
83
80
87
80
89
89
90
87
89
100
86
87
90
86
84
89
90
100
100
100
100
100
109
100
100
100
89
90
103b
2
b
95
100
100
100
100
100
113
100
100
113
100
100
113b
M
73,3
73,9
78,5
65,8
69,8
73,6
66,1
70,4
73,9
63,9
66,1
72,2
SD
22,0
22,5
17,1
25,2
25,5
26,8
25,4
24,4
22,7
25,3
22,7
23,7
Rangeb
0,0–133,3 0,0–133,3 37,5–111,1 0,0–125,0 0,0–125,0 0,0–114,3 0,0–143,0 0,0–140,0 14,3–125,0 0,0–133,3 0,0–133,3 12,5–128,6
Schiefe
−0,82
−0,55
−0,44
−0,59
−0,77
−0,83
−0,39
−0,60
−0,10
−0,31
−0,06
−0,05
Kurtosis
0,98
0,66
−0,32
0,13
0,53
0,87
0,64
1,21
−0,01
0,08
0,76
−0,10
aEine Probandin hatte im dritten Durchgang von Wortliste Gedächtnis keines der 10 Wörter reproduziert, sodass für diese Probandin auch kein Score der Wortliste
­Savings ermittelt werden konnte.
bEinige Probanden konnten im CERAD-Subtest Wortliste Abrufen mehr Wörter reproduzieren als im dritten Durchgang des CERAD-Subtests Wortliste Gedächtnis, sodass bei diesen Probanden der Wortliste-Savings-Score über 100% lag. M Mittelwert, SD Standardabweichung.
Tab. 8 Kovarianzanalysen zum Einfluss von Alter, Bildung und Geschlecht auf die Ergebnisse in den CERAD-Subtests sowie auf den ermittelten Wortliste-Savings-Score
CERAD-Subtest/ -Score
Verbale Flüssigkeit
Wortliste Gedächtnis
Wortliste Abrufen
Wortliste Wieder­
erkennen
Wortliste-SavingsScore
Ergebnisse der Kovarianzanalysen
Einfluss­
Quadratdf
faktoren
summe vom
Typ III
Geschlecht
111,440
1
Bildung
5360,912
2
Alter
1719,285
1
Geschlecht
1350,821
1
Bildung
1552,121
2
Alter
1893,513
1
Geschlecht
404,160
1
Bildung
319,848
2
Alter
515,099
1
Geschlecht
41,093
1
Bildung
86,121
2
Alter
138,350
1
Geschlecht
11746,995
1
Bildung
14299,042
2
Alter
30007,285
1
*<0,05, **<0,001.
df Freiheitsgrade, F Prüfgröße.
382 | Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009
Mittel der
Quadrate
F
Signifikanz
111,440
2680,456
1719,285
1350,821
776,060
1893,513
404,160
159,924
515,099
41,093
43,060
138,350
11746,995
7149,521
30007,285
4,128
99,283
63,682
91,767
52,721
128,635
84,952
33,615
108,270
15,075
15,797
50,755
20,626
12,554
52,689
,042*
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
,000**
tung von Gedächtnisleistungen. Ein wichtiger Grund hierfür dürfte in der Altersverteilung der jeweiligen Normstichproben liegen. Sowohl die amerikanischen
Normen [25], die dem Profilblatt von Satzger et al. [20] zugrunde liegen, als auch die
Baseler Normen basieren auf Stichproben,
die im Mittel weniger als 70 Jahre alt waren und die im Altersbereich ab 80 Jahren nur wenige Dutzend Fälle enthielten. Ferner ist die Gewinnung der Normstichproben zu berücksichtigen: In der
amerikanischen Studie waren dies je zur
Hälfte Ehepartner von Patienten, die einer Gedächtnisambulanz vorgestellt wurden, und sonstige Freiwillige; die Baseler Normen basieren überwiegend auf
freiwilligen Teilnehmern einer umfangreichen Longitudinalstudie – in allen Fällen kann man von einer stärkeren Selbstselektion in Richtung Motivation und Gesundheit ausgehen als in der hier dargestellten Stichprobe von Hausarztpatienten.
Es ist daher wahrscheinlich, dass die bisher im deutschen Sprachraum verwendeten Normen der CERAD-NP-Testbatte-
rie für den Altersbereich ab 75 Jahre eher
„zu streng“ sind und dass die hier neu vorgestellten Normwerte das Spektrum des
Leistungsvermögens im höheren Lebensalter gerade im Bereich des verbalen Gedächtnis valider repräsentieren. Die Baseler Normen sind, weil sie für die gesamte
CERAD-NP-Testbatterie sowie für ergänzende Verfahren vorliegen und komfortabel über das Internet zugänglich sind, sicher weiterhin eine wertvolle Ressource
für den klinischen Neuropsychologen im
Bereich der Früherkennung von Demenzerkrankungen. Bei Personen über 75 Jahre sollte aber ein Abgleich mit den in diesem Beitrag enthaltenen Normen vorgenommen werden, um die Ergebnisse klinisch gewichten zu können.
Fazit
Mit der vorliegenden Arbeit werden erstmalig Normwerte diagnostisch zentraler
Subtests der CERAD-NP-Testbatterie speziell für Deutschland mit den Vorzügen
der Alters-, Geschlechts- und Bildungsspezifität, der großen Stichprobe und des
Fokus auf höhere Altersgruppen vorgelegt. Das Vorhandensein in solcher Weise erarbeiteter Normen ist umso notwendiger, da mit der CERAD-NP-Testbatterie
ein etabliertes Instrument zur neuropsychologischen Diagnostik von Demenzerkrankungen vorliegt, das eines der Standardinstrumente in deutschen Gedächtnissprechstunden ist. Entsprechend ist
auch eine Normierung der Subtests wünschenswert, die in dieser Studie nicht berücksichtigt werden konnten. Die Ergebnisse dieser Studie – insbesondere zum
Subtest Wortliste Wiedererkennen – sprechen allerdings auch dafür, eine Gewichtung der Subtests bezüglich der Leistung
in der Früherkennung demenzieller Erkrankungen bzw. eine Weiterentwicklung
der CERAD-NP-Testbatterie insgesamt
voranzutreiben. Welche Cut-off-­Werte
für die Identifikation von Risikogruppen
für eine spätere Demenz diagnostisch optimal sind, ist Gegenstand der fortlaufenden Nachbeobachtung der hier beschriebenen Stichprobe im Rahmen des
Kompetenznetzes Demenzen.
Kernaussagen
F
Die CERAD-NP-Testbatterie stellt ein
gut etabliertes Verfahren zur neuro­
psychologischen Diagnostik einer
Demenz dar.
F
Die Anwendbarkeit neuropsychologischer Verfahren setzt das Vorhandensein zuverlässiger Normwerte für
die zugrunde liegende Population unter Berücksichtigung soziodemographischer Faktoren wie Alter, Bildung
und Geschlecht voraus.
F
Mit dieser Arbeit liegen erstmalig alters-, bildungs- und geschlechtsspezifische Normwerte mehrerer
CERAD-Subtests vor, die an einer
großen Stichprobe von älteren nichtdementen Menschen aus Deutschland ermittelt wurden.
F
Für die ermittelten kognitiven Leistungen der älteren nichtdementen
Menschen im CERAD-Subtest Wortliste Wiedererkennen zeigen sich
­starke Deckeneffekte. Entsprechend
sollte dieser Subtest für eine Früherkennung demenzieller Erkrankungen
weniger stark berücksichtigt werden
als beispielsweise die Subtests Verbale
Flüssigkeit und Wortliste Abrufen oder
der ermittelte Wortliste-Savings-Score.
F
Die vorliegenden Normwerte liefern
die Möglichkeit einer realitätsnahen
Einschätzung der kognitiven Leistungen einer älteren Person im Vergleich
zu einer nichtdementen Referenz­
population. Anders als in früheren
Studien stellten viele Erkrankungen
für die zugrunde liegende Normierungsstichprobe kein Ausschluss­
kriterium dar. Für eine klinische Beurteilung von Testergebnissen in der
CERAD-NP-Testbatterie sollten die
ermittelten Normwerte entsprechend
ergänzend mit berücksichtigt werden.
Korrespondenzadresse
T. Luck
Abteilung Public Health,
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie,
Universität Leipzig,
Semmelweisstraße 10, 04103 Leipzig
tobias.luck@medizin.uni-leipzig.de
durchgeführt und wurde vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Förderkennzeichen KND: 01GI0102, 01GI0420, 01GI0422,
01GI0423, 01GI0429, 01GI0431, 01GI0433, 01GI0434),
Förderkennzeichen KNDD: O1GI0710, 01GI0711,
01GI0712, 01GI0713, 01GI0714, 01GI0715, 01GI0716).
Weiterhin danken wir allen an der Studie teilnehmenden Patienten und ihren Hausärzten für die gute
Zusammenarbeit:
Hamburg: Gundula Bormann, Winfried ­Bouché, ­Doris
Fischer-Radizi, Michael Funke, Heike ­Gatermann,
Wolfgang Herzog, Petra Hütter, Stefanie ­Kavka­Ziegenhagen, Günther Klötzl, Bernd-Uwe Krug,
­Dietrich Lau, Ursula Linn, Andrea Moritz, Karl-­Christian
Münter, Detlef Niemann, Klaus Richard-Klein, ­Walter
Schreiber, Ursula Schröder-Höch, Gerhard Schulze,
Klaus Stelter, Carl-Otto Stolzenbach, Ljudmila Titova,
Klaus Weidner, Otto-Peter Witt, Eckehard Zeigert;
Mannheim: Gerhard Arnold, Veit-Harold ­Bauer,
Werner Besnier, Hanna Böttcher-Schmidt, ­Hartmut
­Grella, ­Gernot Kunzendorf, Ingrid Ludwig, ­Manfred
Mayer, Hubert Mühlig, Arnt Müller, Adolf Noky, ­Helmut
­Perleberg, Carsten Rieder, Michael Rosen, Georg
Scheer, Michael Schilp, Matthias Schneider, Jürgen
Wachter, Brigitte Weingärtner, Hans-Georg Willhauck;
Bonn: Jörg Eimers-Kleene, Klaus Fischer, Maria ­GoebelSchlatholt, Peter Gülle, Wolf-Dietrich Honig, Hans
­Jürgen Kaschell, Hanna Liese, Manfred Marx, ­Eberhard
Prechtel, Heinz-Peter Romberg, Heribert ­Schützendorf,
Annemarie Straimer, Martin Tschoke, Karl-Michael
Werner;
Halstenbek: Herrmut Mayen;
Königswinter: Theodor Alfen;
Bad Honnef: Klaus Weckbecker;
Niederkassel: Inge Bürfent;
Alfter-Oedekoven: Johann von Aswege;
Erfstadt-Liblar: Arndt Uhlenbrock;
Windeck-Herchen: Wolf-Rüdiger Weisbach;
Leipzig: Martina Amm, Heinz-Michael Assmann, Horst
Bauer, Barbara Bräutigam, Jochen Ebert, ­Angelika
Gabriel, Eva Hager, Gunter Kässner, Ina Lipp, ­Thomas
Lipp, Ute Mühlmann, Gabi Müller, Thomas ­Paschke,
Gabriele Rauchmaul, Ina Schmalbruch, Holger
Schmidt, Hans-Christian Taut, Ute Voß, Bettina Winkler,
Sabine Ziehbold;
München: Eugen Allwein, Guntram Bloß, Peter Dick,
Johann Eiber, Lutz-Ingo Fischer, Peter Friedrich, ­Helga
Herbst, Andreas Hofmann, Günther ­Holthausen, KarlFriedrich Holtz, Ulf Kahmann, Elke Kirchner, Hans
­Georg Kirchner, Luitpold Knauer, Andreas ­Koeppel,
Heinz Koschine, Walter Krebs, Franz Kreuzer, Karl
­Ludwig Maier, Christoph Mohr, Elmar Schmid, Gabriel
Schmidt, Johann Thaller;
Haar: Richard Ellersdorfer, Michael Speth;
Düsseldorf: Angela Ackermann, Pauline Berger,
­Florinela Cupsa, Barbara Damanakis, Klaus-­Wolfgang
Ebeling, Tim Oliver Flettner, Michael Frenkel, ­Friederike
Ganßauge, Kurt Gillhausen, Hans-­Christian ­Heede,
Uwe Hellmessen, Benjamin Hodgson, ­Bernhard
­Hoff, Helga Hümmerich, Boguslaw-Marian ­Korman,
­Dieter Lüttringhaus, Dirk Matzies, Vladimir ­Miasnikov,
­Wolfgang Josef Peters, Birgitt Richter-Polynice,
­Gerhard Erich Richard Schiller, Ulrich Schott, ­Andre
Schumacher, Harald Siegmund, Winfried Thraen,
­Roland Matthias Unkelbach, Clemens Wirtz.
Interessenkonflikt. Der korrespondierende Autor
gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Danksagung. Diese Untersuchung wurde im Rahmen des Kompetenznetzes Demenzen (KND) und des
Kompetenznetzes Degenerative Demenzen (KNDD)
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009 | 383
Originalarbeiten
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384 | Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5 · 2009
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