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Ernst T. - BMWi

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Sehr geehrte Damen und Herren,
beigefügt erhalten Sie meine Stellungnahme einschließlich Begleitbrief mit der Bitte um Aufnahme in das Konsultationsverfahren.
Da der zur Diskussion gestellte Vorschlag zur Einführung eines physikalischen Flexibilitätsmaßstabes das Thema grundlegend angeht - und bisherige Kurzvorschläge wohl nicht
ausführlich genug waren - sind die Ausführungen etwas umfangreicher.
Aber schon die erste Energiewende brachte mit der breiten Anwendung des Geschwindigkeitsmaßstabes die Grundlage der heutigen Mobilitätswirtschaft.
mfg
Ernst T.
C:\Users\jwolf\Desktop\141214 Ernst T.docx Zuletzt gedruckt 15.12.2014 17:28:00
Seite 1
Dipl.-Ing. Ernst Träbing, Beratung für sozialverträgliche Energienutzung
34596 Bad Zwesten, Mühlenweg 3, KurHessen, Tel.: 06693/581 Fax: 06693/8748 email: Ernst.Traebing@t-online.de
Bundesministerium für Wirtschaft
Berlin
gruenbuch-strommarkt@bmwi.bund.de
Grünbuch - Öffentliche Konsultation: „BadZwesten-EnergiemarktDesign“
14.12.14
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Vorlage des Grünbuches wird begrüßt und die Chance der öffentlichen Konsultation genutzt.
Mit der Veröffentlichung meiner Stellungnahme bin ich einverstanden.
Es geht darum, die von der IEA (Plattform Strommarkt vom 16.7.14) aufgezeigten internationalen
Ansätze zu Variabilität, Echtzeit- und räumlich hoch aufgelöster Energiewertung hier schnell zu realisieren, um in Deutschland die EE-Innovationskraft wieder zurück zu gewinnen.
Da die bisher vorliegenden Stellungnahmen kaum auf einzelne Kapitel des Grünbuches konkret Bezug
nehmen, habe ich diesen Teil ebenfalls zurück gestellt und werde ihn nachreichen.
Heute ist die Beschreibung des „BadZwesten-EnergiemarktDesign“- kurz“BE“- beigefügt. Zumal einige Stellungnahmen die gleiche Zielrichtung haben und die Erörterung konkreter Details wünschenswert
ist.
Der unkonventionelle BE-Lösungsansatz beruht auf langjähriger Erfahrung in einer Art „energiepolitischem Freiluftlabor“. Der physikalische Flexibilitätsmaßstab bietet allen Netznutzern den Schlüssel
zum kosteneffizienten, technologieneutralen Wettbewerb der vorhandenen Flexibilitätsoptionen.
Die praktische Nutzung scheiterte bisher jedoch an festgefügten deutschen Fachwelt-Vorurteilen der
fortwirkenden Fossil-Energie-Struktur- und Funktionsgliederungen. Genau zu deren Überwindung geben einige der bereits veröffentlichten Stellungnahmen nun Hoffnung (z.B. Dr. Franz Hein) .
Die Entfesselung der Energiewende kann die Lähmung unserer volkswirtschaftlichen Innovationskraft stoppen. Seit kurzer Zeit sind die technischen Lösungsansätze hinter dem „BadZwestenEnergiemarktDesign“ global zugänglich. Insbesondere von fernöstlichen Wettbewerbern dürfen wir
keine Nachsicht gegenüber der Lähmungswirkung deutscher Hinhalte-, und Zentralmarktmentalität
erwarten.
Darum werden zum Technologieeinstieg sofortige Modellumsetzungen und zur Breitenmotivation
aktivierende Flexibilitäts-Wettbewerbe vorgeschlagen. Schon in der ersten Energiewende kam es durch
die Rennen der „Benzinkutschen“ über Autobegeisterung zur heutigen Mobilitätswirtschaft.
Wir können den Umfang des Strukturwandels dieser Energiewende noch nicht absehen, aber Erfolge im
Wettbewerb um den niedrigsten Durchschnittspreis können Innovationskräfte der künftigen Flexibilisierungswirtschaft freisetzen und ebenso entfesseln wie einst die Mobilitätswirtschaft.
Mit freundlichen Grüßen
Ernst Träbing
Anlage: „BadZwesten-EnergiemarktDesign“
Einladungshinweis zu aktueller Information und Anmeldung
siehe Abschnitt BE-6 Motivation
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Seite 2
Dipl.-Ing. Ernst Träbing, Beratung für sozialverträgliche Energienutzung
34596 Bad Zwesten, Mühlenweg 3, KurHessen, Tel.: 06693/581 Fax: 06693/8748 email: Ernst.Traebing@t-online.de
„BadZwesten-EnergiemarktDesign“, kurz „BE“.
(Dezentrale Echtzeit-Netzstabilisierung über physikalisches Bonus-Malus-System mit
Flexibilitätsmaßstab für Werteinheiten (We) zur Summierung im Abrechnungszeitraum)
Gliederung „BE“
BE-1 Zielsetzung: Chancengleichheit durch Verursacherprinzip
1.1 Übergang von „Energieversorgung“ zu Deckung des Energiebedarfs
1.2 Effizienzverbesserung und Stärkung dezentraler Eigendynamik
1.3 Vorrang der Physik vor Administration
1.4 Verursacherprinzip bei Netzstabilisierung
1.5 Ermöglichung der Echtzeit-Stabilisierung
1.6 Dezentrale Flexibilisierung
1.7 Erhöhung der Akzeptanz der EE-Anlagen durch Verursacherprinzip
1.8 Verursacherprinzip der Elektrizitäts-Transportkosten durch Aufteilung zwischen Erzeuger und Verbraucher
1.9 Verursacherprinzip der spannungsbezogenen Elektrizitäts-Transportkosten,
1.10 Verursacherprinzip der entfernungsbezogenen Elektrizitäts-Transportkosten,
1.11 Dezentrale Energiebewertung mit Echtzeit-Dynamik
1.12 Transparente Echtzeit-Information für alle Netznutzer
BE-2 Physik-Vorrang, Abgrenzung des Echtzeit-Wertes vom Preis
2.1 Herausforderung
2.2 Vorrang der Echtzeit-Umsetzung vor Planung, Fehlplanung und Manipulation
2.3 Trennung der Abrechnung der Netznutzung in Transport und Netzstabilisierung
2.4 Aufgabenstellung und physikalische Wertung
2.5 Physikalische Wertung der Netzstabilisierung mit Werteinheiten (We)
2.6 Praktische Wirkung: Effizienz und bessere Netzstabilität durch Verursacherprinzip
2.7 Sollwertabweichungen, Wertlinie und Zeitabschnitte der Echtzeiterfassung
2.8 Wirkung der physikalischen Wertung als Flexibilitätsmaßstab
2.9 Verbesserung gegenüber zentraler Netzstabilisierung
2.10 Kennzahl der Flexibilität Fx
BE-3 Abgrenzung der Funktionen
3.1 Umstellung von Funktionen erfordert neue Definitionen
3.2 Preisvereinbarungen zu Energiemenge und –transport (€/kWh)
3.3 Transport-Übergabe und –Durchführung (€/We)
3.4 Strukturvariation der Netznutzung
3.5 Funktionen
3.6 Mess- und Erfassungstechnik sowie Umrüstungsaufwand
BE-4 Struktur der Akteure, Geschäftsmodelle und Risiken
4.1 Akteure
4.2 Geschäftsmodelle
4.3 Risiken
BE-5 Überleitung
5.1 Unverzüglicher Start und schrittweise Überleitung
5.2 Konstruktion der Geräte zur modellhaften Erprobung
5.3 Die Einzelelemente der erforderlichen Technik stehen zur Verfügung
5.4 Feldversuche erfordern Beseitigung administrativer Hindernisse
5.5 Schrittweise Einführung mit Übergang von Freiwilligkeit zur Allgemeingültiigkeit
5.6 Flankierende Dynamisierung durch Dezentralisierung
5.7 Übergang zur Chancengleichheit
BE-6 Motivation
6.1 Motivation im Zuge der Erprobung
6.2 Energiewende entfesseln mit Flexibilitäts-Maßstab und Flexibilitäts-Wettbewerben
6.3 BE-Wettbewerb ermöglicht den Sofort-Start der Energiewende-Entfesselung
6.4 Ablösung der Neidhetze durch Gemeinschaften hilft bei Energiewende-Entfesselung
6.5 Einladung zu Treffen für Flexibilitäts-Wettbewerb
BE-7 Volkswirtschaftliche Wirkung
7.1 Riesige Chancen für Deutschland
7.2 Innovationskraft vorbehaltlos nutzen
7.3 Absehbarer nationaler Strukturwandel
7.4 Hinweise zu internationalen Auswirkungen der Energiewende
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BE-1 Zielsetzung: Chancengleichheit durch Verursacherprinzip
1.1 Übergang von „Energieversorgung“ zur „Deckung des Energiebedarfs“ mit weitgehender dezentraler
Chancengleichheit zwischen Erzeugern, Netzbetreibern und Verbraucher, anstelle Zentralisierung.
1.2 Effizienzverbesserung und Stärkung dezentraler Eigendynamik durch Struktur- und Funktions-Wandel.
1.3 Vorrang der Physik vor Administration zur Chancengleichheit durch Anwendung des Verursacherprinzips. Minimierung von Monopolfunktionen in Technik und Markt. Vorrang der physikalischen Bewertung
der Netzstabilisierung vor flächendeckend starren Energiemengenpreisen.
1.4 Verursacherprinzip bei Netzstabilisierung, anstelle des bisherigen Netzbetreiber-Monopols ohne verursachergerechte Kostenzuordnung.
1.5 Ermöglichung der Echtzeit-Stabilisierung, anstelle des bisherigen Zwanges zum zentralen Planungsvorlauf für die Beauftragung von Großanbietern durch die Netzbetreiber. Ermöglichung der unmittelbaren Mitwirkung aller Netznutzer (Einspeiser und Verbraucher).
1.6 Dezentrale Flexibilisierung, anstelle der bisherigen Begünstigung der Unflexibilität (Betriebsoptimum der
Dampfkesseltechnik) in gesetzlichen und technischen Regelwerken sowie Preisbildungsregeln. Mitwirkungsmöglichkeit aller Netznutzer, anstelle des bisherigen Netzbetreiber-Monopols bei Netzstabilisierung.
1.7 Erhöhung der Akzeptanz der EE-Anlagen durch Anwendung des Verursacherprinzips bei Vorteilen der
Anlagennähe, anstelle der bisher wie Verbote wirkenden Regeln und Praktiken.
1.8 Verursacherprinzip der Elektrizitäts-Transportkosten durch Aufteilung zwischen Erzeuger und Verbraucher, statt alleiniger Belastung der Verbraucher.
1.9 Verursacherprinzip der spannungsbezogenen Elektrizitäts-Transportkosten mit Abrechnung real genutzter Spannungsebenen, statt bisher weitgehend nutzungsunabhängig von oben nach unten.
1.10
Verursacherprinzip der entfernungsbezogenen Elektrizitäts-Transportkosten, anstelle des bisherigen Verbotes der Berücksichtigung der Entfernung. Zumal die Bau- und Unterhaltungskosten sowie die Energieverluste mit der Entfernung zunehmen.
1.11
Dezentrale Energiebewertung mit Echtzeit-Dynamik zur Einbeziehung aller Netznutzer, anstelle des
Vorranges der Zentralbörse über die Höchstspannungsebene. Das Netz als dezentralen Marktplatz der Flexibilität zur Netzstabilisierung nutzen.
1.12
Transparente Echtzeit-Information für alle Netznutzer mit Ermöglichung der begeisternden Energiewende-Aktivierung (z.B. Flexibilitätswettbewerb: Billig-Energie für ALLE!)
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BE-2 Physik-Vorrang, Abgrenzung des Echtzeit-Wertes vom Preis
2.1 Herausforderung
Zunächst erscheint die Deckung des Elektrizitätsbedarfes
lediglich als physikalische Aufgabe, die
 im Rahmen des politisch vorgegebenen Gesetzgebungsverfahrens
 zur finanziellen Umsetzung
 administrativ zu planen und
 in bewährten Marktstrukturen
 technisch zu erledigen ist.
Die eigentlich besondere Herausforderung besteht jedoch in der Unterordnung der politischen Wünsche und des Machtstrebens unter naturgesetzliche Gesetze (Physik) und die Nutzung menschlicher
Begierden zur dezentralen Optimierung (fairer Wettbewerb) für das Gemeinwohl:
 Vorrang der Physik vor Politik,
 Messen statt Mauscheln
 Verursacherprinzip und klare Strukturen der Funktionen statt Manipulation,
 Effizienz statt pauschaler, verzerrender Kostenüberwälzung,
 Vorrang der Echtzeit-Umsetzung durch Trennung und Beseitigung von Planungsansprüchen,
 Dezentrale Optimierung durch Reduzierung von Zentralisierungsbegierden,
 Reformations-Mut mit Dezentralisierung gegen die Gleichschaltungsideologie (aus 1935),
 Unterscheidung von physikalischem Wert und kalkulatorischen Preisen,
 Minimierung von Monopolen durch fairen Wettbewerb,
 Stärkung der nationalen Innovationskraft gegenüber transnationaler Trägheit und deren Manipulationsansprüchen.
2.2 Vorrang der Echtzeit-Umsetzung vor Planung, Fehlplanung und Manipulation
Der physikalische Echtzeit-Ausgleich zwischen Erzeugung, Transport und Verwendung (Elektrizitätsnutzung)
erfordert effiziente Strukturen, Funktionsabgrenzungen und phys. Mess- und Erfassungstechnik.
Die Herausforderung besteht in der Nutzung der physikalischen Gesetze und des Verursacherprinzips (Überwindung der Lobbypolitik und insbesondere der „Dampfkessel- und Kupferplatten-Ideologie“).
Der transparente, faire Wettbewerb erschließt volkswirtschaftliche Kosteneffizienz.
2.3 Trennung der Abrechnung der Netznutzung in Transport und Netzstabilisierung
Bisher erfolgt die Abrechnung der Elektrizität nach Energiemenge (€/Wh) und eventuell bei größeren Mengen
mit zusätzlicher Berücksichtigung der Einhaltung der Leistungsgrenzen (€/W). Eingeschlossen sind ohne besondere Darstellung der Transport durch das Netz einschließlich des Aufwandes zur Aufrechterhaltung der
Netzstabilität.
Die Einführung der Chancengleichheit und des Verursacherprinzips erfordert eine Trennung in
 Energiemenge (€/Wh) ohne Transport und Netzstabilisierung
 Transport (€/Wh) unter Berücksichtigung von
o Entfernung (m) und
o tatsächlichen Wechseln der Spannungsebenen (V).
 Netzstabilisierung (Wh/We) am individuell genutzten Anschlusspunkt (Grenze der Wirtschaftseinheiten).
2.4 Aufgabenstellung und physikalische Wertung
Die physikalische Aufgabenstellung ist die Echtzeit-Optimierung
 der Bereitstellung der Elektrizitätserzeugung,
 des Transportes und
 der Elektrizitätsnutzung.
Der Transport
erfolgt in engen Grenzen der physikalischen Netzstabilität der Netzzustandsdaten (Spannung, Frequenz).
Die Preisbildung erfolgt verursachergerecht unter Berücksichtigung von Entfernung und Umspannung.
Von den Sollwerten (Spannung, Frequenz) der Netzzustandsdaten
darf bis zu definierten Toleranzgrenzen abgewichen werden (Sollwertabweichungen). Die Spannungsabweichungen können kleinräumig sein, aber die Frequenzabweichungen sind großräumig. (Vergleichbar der Meeresoberfläche: Kleinräumig durch Wellenbildung und großflächig bei Ebbe oder Flut).
Der Echtzeit-Ausgleich zwischen Elektrizitäts-Bereitstellung und -Nutzung
entscheidet über die Netzstabilität.
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Die physikalischen Wertungen erfolgen in Abhängigkeit davon,
ob und in welchem Umfang die Netzstabilität verbessert oder verschlechtert wird.
Die physikalische Wertung ist unabhängig davon, ob die Netznutzung gleichförmig (stetig bzw. unflexibel)
oder schwankend erfolgt. Sie ist auch unabhängig von der ökonomischen Betrachtung der Preisbildung (z.B.
Herstellungskosten, Mindestvergütungen, öffentliche Abgaben usw.)
Ort der physikalischen Wertung sind die Grenzen der Wirtschaftseinheiten,
also der Übergabeort zwischen Netzbetreibern. Das sind die Netzanschlusspunkte der Netznutzer für Einspeisung oder Bezug. Dort werden bisher bereits die Energiemengen (Wh) (Stromzähler) und evtl. Leistungen
(W) erfasst und gespeichert.
2.5 Physikalische Wertung der Netzstabilisierung mit Werteinheiten (We)







Für die physikalische Wertung gelten Werteinheiten (We).
Die Energiemengen (Wh) werden in Echtzeit für beliebig kurze Zeitabschnitte (z.B. Sekunden bis Minuten)
gemessen. Aus der Kurzzeit-Energiemenge werden die Werteinheiten (We) unter Verknüpfung mit der gleichzeitig ermittelten standardisierten Sollwertabweichung berechnet und für den Abrechnungszeitraum summiert.
Bei Einhaltung des Sollwertes der Netzzustandsdaten sind die Werteinheiten (We) mit der Energiemenge
(Wh) identisch: z.B. Eine We entspricht der Energiemenge von einer Wh; 1 We = 1 Wh.
Ab der oberen Toleranzgrenze muss die Erzeugung abgeregelt, also die Energie vernichtet werden. Die
Energie dieses Netzzustandes ist wertlos und wird entsprechend gewertet: 1 Wh = 0 We (oder z.B. 0,1 We).
Jenseits der oberen Toleranzgrenze sind auch negative Wertungen definierbar.
Bei Unterschreitung der unteren Toleranzgrenze kann der Energiebedarf nicht gedeckt werden. Der Wert
steigt somit sehr hoch. Beispiel 1 Wh = 2 We (oder z.B. 10 We je nach gewählter Definition).
Die Zwischen-Werte werden zweckmäßig definiert.
Beispiel: Bei linearer Einschaltung der Zwischen-Werte (lineare Wertlinie) und
Netzzustandsdaten auf der Mitte zwischen Sollwert und oberer Toleranzgrenze beträgt 1 Wh = 0,5 We.
2.6 Praktische Wirkung: Effizienz und bessere Netzstabilität durch Verursacherprinzip


Die physikalische Werteinheit (We) wirkt im Gesamtverfahren als physikalisches Bonus-Malus-System. Die
Veränderungen der Netzstabilität werden den Verursachern direkt mit Kostenanreiz zugeordnet.
Technisch wird in jedem Teilnetz durch die dezentrale Einbeziehung der Spannung eine bessere Netzstabilität erreicht, als die bisherigen Verfahren realisieren.
2.7 Sollwertabweichungen, Wertlinie und Zeitabschnitte der Echtzeiterfassung





Die physikalischen Sollwertabweichungen (V, Hz) werden unter Bezug auf die jeweiligen Sollwerte sowie
die Definition der oberen und unteren Toleranzgrenzen standardisiert.
Die gemeinsame Berücksichtigung unterschiedlicher, standardisierter Sollwertabweichungen bei
Spannung und Frequenz kann z.B. so getroffen werden, dass jeweils die größere standardisierte Sollwertabweichung als gemeinsame standardisierte Sollwertabweichung zur Anwendung kommt.
Die Wertlinie kann übergeordnet vorgegeben oder von den Vertragspartnern vereinbart werden. Die Wertlinie muss nicht linear, sondern kann abweichend definiert werden. (z.B. Minimierung des Takt-Risikos)
Die Wertlinie bestimmt die Ermittlung und Art der gemeinsamen Berücksichtigung der SollwertAbweichungen im Verhältnis der Werteinheiten (We) zur Energiemenge (Wh).
Die Dauer der Zeitabschnitte der Echtzeiterfassung (s bis min) kann übergeordnet vorgegeben oder von
den Vertragspartnern vereinbart werden.
2.8 Wirkung der physikalischen Wertung als Flexibilitätsmaßstab

Die physikalische Werteinheit erfasst als Flexibilitätsmaßstab die Verbesserung oder Verschlechterung der Netzstabilität individuell und kontinuierlich für jeden Netznutzer.
(Der Flexibilitätsmaßstab steht im Gegensatz zur bisher selbstverständlichen Begünstigung der Unflexibilität, die sich in der Fixierung auf
möglichst konstante Leistung (W) und deren finanzielle Besserstellung ausdrückt.
Die „Bandleistung“ dient nicht dem Ausgleich von Sollwertabweichungen, sondern erhält sie!)





Die physikalische Wertung ist unabhängig von den Kosten des Netzbetreibers zur Netzstabilisierung
und deren Relationen. Sie ist auch unabhängig von anderen Preisbestandteilen wie Grundgebühren und fiskalischen Belastungen.
Die Unabhängigkeit der Werteinheit bewirkt über große Spannweite starke Anreize zur flexiblen Anpassung des individuellen Nutzerverhaltens an die Erfordernisse der Netzstabilisierung.
Die Anreize für das individuelle Nutzerverhalten wirken für Einspeisung und Bezug verursachergerecht.
Das als physikalisches Bonus-Malus-System wirkende Bewertungssystem schafft die Voraussetzung zur
verursachergerechten Funktions- und Kostenzuordnung.
Der Flexibilitätsmaßstab ermöglicht Chancengleichheit der Netznutzung zwischen Erzeugern und Nutzern der Elektrizität in unflexiblen (z.B. Atomenergie-, Sonnen-, Wind- und Kohlekraftwerken) und flexiblen Erzeugern (z.B. Erd- und Biogas-Anlagen, Erd- und Pflanzenöl-BHKW). Ebenso für unterschiedlichste
Elektrizitätsnutzer, die unflexibel (z.B. Beleuchtungs- und Informationstechnik) oder flexibel (z.B. Wärme,
Kälte, Mobilität) einsetzbar sein können.
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2.9 Verbesserung gegenüber zentraler Netzstabilisierung
Die dezentrale Echtzeit-Netzstabilisierung an jedem Netzanschlusspunkt wirkt räumlich und zeitlich variabel.
Sie differenziert und wirkt auch innerhalb von Netzbereichen, deren Sollwertabweichungen bisher vereinfachend
hingenommen wurden. Z.B. Spannungsabfall oder Spannungsspitzen am Leitungsende.
2.10 Kennzahl der Flexibilität Fx
Die Flexibilität wird für kurze Zeitabschnitte ermittelt und für den Abrechnungszeitraum summiert.
Die Qualität der Flexibilität eines längeren Zeitraumes kann als Kennzahl ausgedrückt werden:
Flexibilität Fx =
Energiemenge (Wh)
Werteinheiten (We)
Bei Definition der Vorzeichen entsprechend dem Energiefluss (+ bei Energiebezug und – bei Einspeisung) gilt Fx
gleichermaßen für die Beurteilung von Einspeisung und Bezug.
Fx ist bei durchschnittlicher Einhaltung der Netzstabilität 1, bei Verbesserung der Netzstabilität >1 und
bei Verschlechterung <1.
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BE-3 Definition der Funktionen, Abgrenzungen und Messtechnik
3.1 Die Umstellung von Funktionen erfordert neue Definitionen
Die Umstellung auf Chancengleichheit, Verursacherprinzip und Echtzeiterfassung erfordert die veränderte Definition der Funktionen, Abgrenzung und Messtechnik. Das gilt besonders für den Vorrang der Echtzeitbewertung der
Beeinflussung der Netzstabilisierung und für deren Trennung vom Energiemengenpreis.
3.2 Preisvereinbarungen zu Energiemenge und –transport (€/Wh)



Preise der Elektrizitätsmenge (€/Wh) und der Transprtpreise gelten unter der Voraussetzung durchschnittlich neutraler Flexibilität.
Die Transportpreise (€/Wh) werden differenziert unter Einbeziehung der Entfernung und des real genutzten Wechsels der Spannungsebenen.
Die Preisvereinbarungen werden zwischen Erzeuger und Nutzer der Elektrizität frei oder im Börsenhandel
vereinbart. Sie gelten für einen Abrechnungszeitraum (a) und die voraussichtliche Energiemenge (Wh/a).
3.3 Transport-Übergabe und –Durchführung (€/We)
Die Transport-Übergabe und -Durchführung erfolgt auf Basis von Werteinheiten (We), unter Einbeziehung der
Verbesserung oder Verschlechterung der Netzstabilität an der jeweiligen Grenze der Wirtschaftseinheit.
Sie werden zwischen Netzbetreiber und Netznutzer für den Abrechnungszeitraum vereinbart und am jeweiligen Netzanschlusspunkt (Stromzählerstandort) gemessen und erfasst.
Sofern es keine übergeordnete oder einvernehmlich mit den Handelspartnern getroffene Regelung
 zur Wertung der Sollwertabweichungen (Wertlinie),
 zur Dauer der Echtzeiterfassungen und
 zur Wahl der Messdienstleister
gibt, wird sie zwischen Netzbetreiber und Netznutzer getroffen.
3.4 Strukturvariation der Netznutzung
Jeder Netznutzer hat über die Anwendung der Werteinheiten (We) einen wirtschaftlichen Anreiz zur Minimierung
der Sollwertabweichung der Netzzustandsdaten. Das trägt zur Stabilisierung des Netzes bei, ohne den Netzbetreiber zu Eingriffen in die individuelle Energienutzung zu berechtigen.
Eigentlich soll der Netznutzer innerhalb des Abrechnungszeitraumes völlig frei wählen können, wann er wie viel der
vereinbarten Jahresmenge einspeist bzw. aus dem Netz bezieht.
Jede Begrenzung bedeutet im Umkehrschluss eine Beschränkung der eigentlich wünschenswerten Flexibilität. Trotzdem kann es - insbesondere während der Erprobungs- und Einführungsphase – zweckmäßig erscheinen, die Variation der Leistung (W) zu begrenzen (z.B. auf 50% des Durchschnittswertes des vereinbarten Abrechnungszeitraumes.
3.5 Funktionen



Es wird mindestens zwischen den Funktionen Netzbetreiber, Netznutzer (Erzeuger und/oder Verbraucher
jeweils einschließlich evtl. Speicherbetrieb) und Messdienst unterschieden.
Ergänzend wird es eine Vielzahl von ergänzenden Diensten geben. Die häufigste wird auch weiterhin der
Stromhandel sein.
Die Sonderform der Eigenenergienutzung zeigt die geringste Abhängigkeit von Wertschwankungen (€/We),
da sie die Netzstabilität nicht beeinflusst. Sie ist im Netzverbund nur im Umfang der Energiemengen beteiligt,
in denen Eigenerzeugung und Eigenverbrauch voneinander abweichen.
3.6 Mess- und Erfassungstechnik sowie Umrüstungsaufwand



Es ist kein Austausch der Messtechnik erforderlich. Es genügt die Ergänzung der vorhandenen Messtechnik
(Stromzähler) durch Zusatzgeräte.
Ebenso genügt innerhalb der Wirtschaftseinheiten zur Verbesserung der Flexibilität der Einsatz von Zusatzgeräten (oft spezielle, programmierbare Zwischenstecker, ähnlich erweiterten Zeitschaltuhren). Der zur Ausschöpfung der Smart-Meter-Technologie erforderliche Austausch der Nutzungsgeräte ist nicht erforderlich.
Das ermöglicht eine wesentliche Beschleunigung und Verbilligung der Flexibilisierung.
Es ist auch nicht erforderlich, zusätzliche Informationswege außerhalb der jeweiligen Wirtschaftseinheit zu
installieren und zu nutzen. Damit werden zugleich Datenschutzprobleme und –risiken vermieden.
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BE-4 Struktur der Akteure, Geschäftsmodelle und Risiken
4.1 Akteure
Ergänzend zu Netzbetreiber, Netznutzer und Messdienst kommen für vielfältige zusätzliche Aufgaben alte
und neue Anbieter aus Produktion und Dienstleistung in Betracht.
4.2 Geschäftsmodelle


Da diese Energiewende ähnlich grundlegende Veränderungen wie die erste Energiewende bringen wird, ist
die Fülle und Vielfalt der künftigen Geschäftsmodelle noch nicht absehbar.
Zunächst beginnt sie mit Flexibilisierungs-Beratung, geht über Entwicklung, Produktion und Verkauf sowie
Vermietungs- bis Contracting-Angeboten von Flexibilisierungs-Geräten, bis zu Dienstleistern zur versicherungsartigen Risikobegrenzung und Kostendämpfung.
4.3 Risiken




Durch die weitgehende Umstellung von bürokratischen Förder- und Abrechnungsregeln auf physikalische
Maßstäbe und Anreize können zunächst Risiken durch Fehleinschätzung der physikalischen Wirkungen entstehen. Die schrittweise Minderung der bisherigen Probleme bürokratischer Förderung mit kontinuierlichen
Änderungen werden jedoch weit größere Vorteile bringen.
Das Risiko künstlicher Verknappung (Preisabsprachen) in Zeiten geringer PV- und Windproduktion ist zwar
gegeben, aber nicht nur strafrechtlich zugänglich, sondern wird gerade durch den wachsenden Flexibilitätsmarkt abgefangen.
Die marktwirtschaftliche Bereinigung löst diese Probleme kontinuierlich und verbessert die Chancen technologischer Qualität.
Die häufig geäußerte Forderung, der vorauseilenden Unterordnung unter die Interessen der europäischen
Nachbarstaaten ist gefährlich, denn sie verhindert die Schrittmacherfunktion der deutschen Energiewende.
Stattdessen droht Lähmung durch die Unterordnung unter fremde Atom- und Kohleinteressen.
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BE-5 Überleitung
5.1 Unverzüglicher Start und schrittweise Überleitung
Für die internationale Energiewende-Schrittmacherfunktion Deutschlands ist die unverzügliche Erprobung,
schrittweise Einführung und Umstellung auf den Flexibilitätsmaßstab unerlässlich.
5.2 Konstruktion der Geräte zur modellhaften Erprobung
Die Erprobung erfordert keinen grundlegenden Forschungsaufwand, sondern praktische Herangehensweise. Es
kann ab sofort mit der Konstruktion der Geräte begonnen werden und damit die modellhafte Erprobung beginnen.
5.3 Die Einzel-Elemente der erforderlichen Technik stehen zur Verfügung.
Es gibt Stromkostenmessgeräte für Haushalte in denen ist kombiniert:
 Messung der Energiemenge (kWh),
 Messung der Zeit (h),
 Messung der Spannung (V),
 Messung der Frequenz (Hz),
 Auswertung zu Energiekosten,
 Digitalanzeigen (alles zusammen aus Serienproduktion für ca. 10 €)
 Zusätzlich sind zu kombinieren: Zwischenstecker mit Schalter und Zeitschaltuhr.
Die Veränderung der Elemente-Kombination bereitet keine grundlegenden technischen Probleme.
5.4 Feldversuche erfordern Beseitigung administrativer Hindernisse
Für den Start von Feldversuchen können unterschiedliche Netznutzer vom Haushalt, über Gewerbe und Verwaltungen bis zur Industrie eingeladen und ausgewählt werden.
Vorraussetzung der praktischen Anreizwirkung ist die Zulassung der Variation über Werteinheiten (We) in Verbindung mit der bisherigen Definition öffentlicher Abgaben auf die Energiemenge (Wh).
5.5 Schrittweise Einführung mit Übergang von Freiwilligkeit zur Allgemeingültigkeit
Die schrittweise Einführung kann auf freiwilliger Basis erfolgen und mit Anreizen unterstützt werden.
Beispielsweise kann den Elektrizitätserzeugern als Anreiz zur freiwilligen Beteiligung angeboten, die Mindestvergütungen wie vor dem 1.8.14 anzuwenden.
Das würde z.B. bei PV-Investoren die Veränderung der Planungsstrategie anregen. Während die Vergütungsabsenkung vom 1.8.14 eine Verschärfung der Mengenmaximierung und damit Verschärfung des Problems der Mittags-Spitzen-Abregelung bewirkt hat, würde die Anwendung des Flexibilitätsmaßstabes eine bedarfs- und nachfrageorientierte Planung auf Ost- und Westdächern anregen.
Schon zu Beginn der Einführung ist begleitende Informations- und Motivationsarbeit mit Anreizen wünschenswert.
In weiteren Schritten kann den Stromanbietern und Netzbetreibern aufgegeben werden, gestaffelte Anteile ihrer
Kunden für die Einführung zu gewinnen. Z.B.
 im ersten Quartal 1% der Kundenzahl oder Energiemenge.
 Im zweiten Quartal 5% der Kundenzahl und der Energiemenge,
 Im dritten Quartal 10%, im vierten Quartal 20%
 usw..
5.6 Flankierende Dynamisierung durch Dezentralisierung
Da zusätzlich zur Flexibilisierung auch die Dezentralisierung eine Kern-Notwendigkeit ist, sollte der möglichst
weitgehende Ausgleich im Teilnetz jeder Spannungsebene durch Anreize erleichtert werden. Evtl. ist zur Verbesserung der Motivation die Zusammenarbeit örtlicher Gemeinschaften (z.B. zur Speicherung) durch Absenkung der
herkömmlichen Hürden zu erleichtern.
5.7 Übergang zur Chancengleichheit
Auch die langfristigen Lieferverträge bzw. Angebote und Vertragsabschlüsse können auf die Einbeziehung des
Flexibilitätsmarktes umgestellt werden. Das gilt zumindest für alle ab 1.1.15 abgeschlossenen Vereinbarungen,
da durch das Konsultationsverfahren den Marktakteuren die Zweckmäßigkeit des Flexibilitätsmaßstabes bekannt
wird und sie sich darauf einstellen können.
Zur Absenkung der EEG-Umlage kann eine an den Folgeschäden und –risiken ausgerichtete Abgabe auf Umweltbelastungen (Klimabelastung, Endlagerkosten) erhoben und auf den Rechnungen ausgewiesen werden.
Notfalls kann eine kundenbezogene Abgabe für vorausgegangene Schadensverursachung eingeführt werden.
Denn seit Einführung der Unterscheidung der Energiearten auf der Jahresabrechnung sind die individuellen Mengen nachvollziehbar.
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BE-6 Motivation
6.1 Motivation im Zuge der Erprobung
Schon die Erstellung der Elemente-Kombination kann als offener Wettbewerb unter Einbeziehung von technischen Ausbildungsstätten erfolgen.
6.2 Energiewende entfesseln mit Flexibilitäts-Maßstab und Flexibilitäts-Wettbewerben
Die Kostenvorteile dieser Energiewende können über den Flexibilitäts-Maßstab und Flexibilitäts-Wettbewerbe
verdeutlicht werden. Die Menschen können über transparente Erfolge zur Aufbruchstimmung begeistert werden.
Während der ersten Energiewende brachten Autorennen die Aufbruchstimmung zur heutigen Massenmobilität und Mobilitätswirtschaft. Die Menschen konnten nicht die Unterschiede der Motorentechnik (Gemisch-Verdichtung, Übersetzung, Metallfestigkeit
usw.) oder des Fahrzeugbaues (Form, Radgröße usw.) oder die tatsächlichen Fahrerqualitäten beurteilen, aber die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit war an der Ziellinie eindeutig feststellbar. In dieser Energiewende entscheidet Flexibilität über die künftige
Weltmarktführung des Zukunftsmarktes der Erneuerbaren Energie. Die höchste Flexibilität Fx ist zwar entscheidend, aber dazu fehlt
bisher den Menschen ebenso das Verständnis wie einst für Treibstoffzusammensetzung, Motorentechnik und Fahrzeugbau.
Allgemeinverständlich - wie die Ziellinie eines Autorennens - ist der niedrigste Kilowattstundenpreis in den verschiedenen Wettbewerbs-Klassen der Haushalte, des Gewerbes und der Verwaltungen.
Unter einfachen Begriffen wie „Energiewende-Wettbewerb“ oder „Billig-Energie-Wettbewerb“ findet die Flexibilität
Aufmerksamkeit und schafft Begeisterung zur Entfesselung der Energiewende und Flexibilitätswirtschaft.
6.3 BE-Wettbewerb ermöglicht den Sofort-Start zur Energiewende-Entfesselung
Mit dem ersten Flexibilitäts-Wettbewerb müssen wir nicht warten, bis die Einführung und Nutzung des Flexibilitäts-Maßstabes den undurchsichtigen Lobby-Dschungel bis ins Bundesgesetzblatt überwunden hat.
Die Wegbereiter der Energiewende praktizieren schon längst Flexibilitäts-Wettbewerbe. Unbewusst überall in
Deutschland. Jeder Eigen-Energienutzer verhält sich schon jetzt wie ein Teilnehmer am Flexibilitätswettbewerb.
Schon jetzt können alle Eigen-Nutzer die Senkung ihres Durchschnitts-Kilowattstundenpreis beweisen und präsentieren. Z.B. mit einem Balkendiagramm.
10
15
20 Ct/kWh
25
30
Der BE-Wettbewerb zeigt die Kostenvorteile dezentraler Energiebedarfsdeckung: Sieger sind die flexibelsten Nutzer der erneuerbaren Energie mit den niedrigsten Kosten der Eigenbedarfsdeckung (blau) in Ct/kWh.
Zweifelsfreie Grundlage sind die Abrechnungen für Einspeisevergütung (grün) und Restbezug (rot).
6.4 Ablösung der Neidhetze durch Gemeinschaften hilft bei Energiewende-Entfesselung
Die bisherige – auch in Medien verbreitete – Neidhetze kann durch den sportlichen Wettbewerb lokaler Gemeinschaften abgelöst werden.
Besonders bei Wohneigentum ist die Bildung von Eigenerzeuger-Gemeinschaften nicht nur möglich, sondern im
volkswirtschaftlichen Interesse wünschenswert.
Der gemeinsame Betrieb von Speichern, PV- und KWK-Anlagen wird durch die Nutzung größerer Einheiten
volkswirtschaftlich effizienter.
Die öffentlichen Haushalte können bei Überquerung öffentlicher Flächen durch eine Konzessionsausgleichsabgabe schadlos gestellt werden. Der Staat profitiert durch frühere Einnahme der MW-Steuer auf die Investition und
die behördlichen Verwaltungskosten können gesenkt werden.
Durch Flexibilitäts-Wettbewerbe kann die Energiewende vom Anschein des Kostentreibers entlastet und Kostensenkungsbegeisterung ausgelöst werden, wie sie einst mit Automobilrennen der heutigen Mobilitätswirtschaft den
Weg bereitete.
6.5 Einladung zu Treffen für Flexibilitäts-Wettbewerb
Entsprechend der Notwendigkeit der Dezentralisierung findet am Montag, 29.12.2014 von 10.00 bis
ca. 16.00 Uhr ein Treffen in Bad Zwesten-Niederurff, Lokal Ratskeller statt. Veranstalter ist der Verein
„Bad Zwestener Energie-Gemeinschaft e.V.“ Es wird um Anmeldung gebeten an: ernst.traebing@tonline.de. Der Teilnahmebetrag 5 €, wird auf Verzehr angerechnet.
Der Veranstaltungsort liegt im Tal der sieben Zwerge der märchenhaften GrimmHeimat KurHessen. Dort fand schon vor 25
Jahren – noch vor dem Mauerfall 1989 – ein Ökoenergie-Treffen statt. Damals war Heino Kirchhof mit einer Schülergruppe
und einem halben Dutzend Eigenbau-Elektromobilen über 50 km aus Kassel nach Zwesten angereist, um während der Veranstaltung ihre Akkus zur Heimfahrt wieder mit Öko-Energie aufzuladen. Das Prädikat „Bad“ wurde 1992 verliehen.
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BE-7 Volkswirtschaftliche Wirkung
7.1 Riesige Chancen für Deutschland
Deutschland hat durch die Schrittmacherfunktion der Energiewende unabsehbare Chancen, denn das FossilZeitalter wird vermutlich nur ein Wimpernschlag der Menschheitsgeschichte sein.
Das Ausmaß der technischen, strukturellen und gesellschaftlichen Veränderungen ist ebenso schwer zu
erkennen, wie vor zweihundert Jahren zu Beginn der ersten Energiewende und wird noch häufig unterschätzt. Es bietet ebenso große Chancen oder auch Fehleinschätzungs-Risiken, bis hin zur Verlagerung globaler
Schwerpunkte und Weltkriege.
7.2 Innovationskraft vorbehaltlos nutzen
Der volkswirtschaftliche Erfolg wird entscheidend von der frühzeitigen Erkennung und schnellen Nutzung der physikalischen und organisatorisch-wirtschaftlichen Möglichkeiten bestimmt.
Eine Besonderheit liegt in der zunehmenden Schlüsselfunktion der Elektrizität, um die sich künftig die
anderen Energieformen gruppieren. Die Elektrizität wird zu einer Art Energie-Währung, deren Wert wegen
minimaler direkter Speichermöglichkeiten schnell wechselt und großen Strukturwandel erzwingt.
Bei der Abschaffung der Zentral-, Bezugsscheinwirtschaft fehlten Ludwig Erhard die heutigen technischen Möglichkeiten und er musste die alten Strukturen der Energiewirtschaft belassen. Die zwischenzeitlichen Veränderungen haben wesentliche Bausteine aus der 1938 erfolgten Gleichschaltung der Energiewirtschaft beibehalten.
Es liegt an den Besonderheiten der Elektrizität (Weitestgehende Verbreitung, Verfügbarkeit und Nutzung, aber
Unsichtbarkeit und furchterregend), dass die oft irreführend vereinfachende Darstellung von den Menschen nur
unzureichend verstanden wird. Die Organisationsstrukturen können wie Glaubensgemeinschaften missbräuchlich
manipulierend wirken. Das kann überfällige Innovationen blockieren oder ungeheure Fehlsteuerungen verursachen, wie wir bei der Erhaltung der Steinkohleförderung und dem zwischenzeitlichen Irrweg in die Atomwirtschaft
erlebt haben und teuer bezahlen müssen.
Die überfällige, vorbehaltlose Entfesselung der Energiewende-Innovationskraft mit Durchsetzung von
Chancengleichheit, Verursacherprinzip und Dezentralisierung ist eine aktuell entscheidende volkswirtschaftliche Herausforderung.
7.3 Absehbarer nationaler Strukturwandel
Gemäß den Erfahrungen der ersten Energiewende erfolgt eine Verlagerung der Wertschöpfung zu den Energiequellen (einst Stahlverhüttung und –veredlung zur Kohleförderung). Aktuell erfordert künftige Effizienz die
Dezentralisierung zu den künftigen Schwerpunkt-Energien Sonne und Wind.
Leider gab es zu wichtigen Entscheidungen der jüngsten Zeit keinen Hinweis, warum Grundstrukturen der
NS-Zeit beibehalten werden, obwohl sie damals die gewollte Zerschlagung dezentraler Strukturen (insbesondere mittlere und kleine Wasserkraft) bewirkt haben und aktuell den Ruin dezentraler Strukturen im PV- und Windbereich bewirken.
Sobald auf die Diskriminierung der Dezentralisierung verzichtet wird, werden Arbeitsplätze und Wohnraumbedarf in bisher strukturschwachen Regionen entstehen und den Mieten- und Betonboom der Ballungszentren dämpfen.
Die solarbedingte tageszeitliche Erhöhung des Energieangebotes wird kostensenkend wirken und die Anreize zur
Zahlung von Nachtschichtzuschlägen dämpfen. Die Minderung der Nachtschichtproduktion wird zur Erhöhung der Lebensqualität und den sozialen Vorteilen der Energiewende gehören.
Sobald die Umweltbelastungen und –risiken verursachergerecht den Erzeugungsarten zugeordnet werden, können die Mindestvergütungen neuer Anlagen der erneuerbaren Energie ohne die bisherigen Branchengefährdung
oder –zerschlagung erfolgen.
Sobald die Bindung der öffentlichen Abgaben von der Energiemenge (kWh) auf die Berücksichtigung des physikalischen Wertes (Werteinheit We) umgestellt wird, entfällt die Anlagenabregelung bei Erzeugungsspitzen und
bewirkt volkswirtschaftliche Effizienzverbesserung durch „billig nutzen statt teuer vernichten!“
Die zur Nutzung der fluktuierenden Stromerzeugung unerlässliche Flexibilisierung eröffnet für neue Produkte und Dienstleistungen explodierendes Branchenwachstum.
7.4 Hinweise zu internationalen Auswirkungen der Energiewende
Die vorherrschenden Argumentation zur Unterordnung unter bestehende, europäische Rechtsnormen behindert
die Energiewende durch Erhaltung des Vorranges der Atomwirtschafts-Unflexibilitätsansprüche.
Die wirtschaftlich kränkelnden Südländer von Griechenland über Kreta, Italien, Spanien bis Portugal werden durch die Strukturen und Ideologien der EU-Kohle- und Atom-Glaubensgemeinschaft zusätzlich gelähmt. Stattdessen könnte die Sonne der Südländer die europäische Arbeitsteilung stärken und effizienten Strukturwandel erleichtern. Deutsche Investitionen und Kooperationen innerhalb der EU sollten Vorrang haben vor dem Innovationstransfer in fernöstliche Weltregionen.
Die zügige Ausweitung der Energiewende kann die Importabhängigkeit der EU mindern. Mittelfristig bietet
ein eurasischer Stromtrassen-Fernverbund von Portugal über Deutschland, Polen und Rusland bis Wladiwostok über die „Verbreiterung der Tageslichtspitze“ allen Beteiligten wirtschaftliche Kooperationsvorteile und kann zugleich die Probleme der gegenwärtigen Energie-Erpressbarkeit mindern oder beseitigen.
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