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BRIEF AUS DEM
Kapitel
Mit mmen
ra
g
o
r
p
e
s
Rei
2013
32. Jahrgang
Nr. 1
Erste Hilfe für unsere Küche
Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen in Küche, Keller und Rübezahlstube
von HAUS SCHLESIEN
vom Service wie immer mit allem ausgestattet, so dass es den Gästen an nichts
fehlte. Die Kaffeeküche wurde für diese
Tage zum kleinen Küchenersatz umfunktioniert, und während die Gäste im schön
hergerichteten Saal Irmler frühstückten,
ging es in der Küche und der Rübezahlstube hoch her.
Der Präsident des Vereins HAUS
SCHLESIEN, Reinhard Blaschke, organisierte Anfang Februar die durch Wasserschäden im Keller und im Magazin
notwendig gewordenen Reparatur- und
Instandsetzungsmaßnahmen in Küche,
Rübezahlstube und Keller. Dafür wurde vom 6.-8. Februar die Rübezahlstube
geschlossen. Unsere Übernachtungsgäste mussten in dieser Zeit trotzdem nicht
ohne Frühstück in den Tag starten. Das
Frühstücksbuffet wurde im Saal Irmler
Treiben in den Gastronomiebereichen
des Hauses. Die Rübezahlstube sah am
Vormittag bereits aus wie ein Projekt
des Künstlerehepaars Christo und Jeanne
Claude. Alles wurde für die Malerarbeiten feinsäuberlich verhüllt. Auch die edlen Messinglampen wurden jede einzeln
eingepackt.
Am Mittwochnachmittag ab 15 Uhr waren die Rübezahlstube und die Küche
komplett leer geräumt worden. Sämtliche
Küchenmöbel fanden sich im Eichendorffsaal wieder, während Töpfe, Geschirr und Küchengeräte sowie die Einrichtung aus der Rübezahlstube im Saal
Menzel und Saal Wohlau untergebracht
worden waren.
Am Donnerstag zeugten schon im Innenhof die Fahrzeuge der Firmen Kanalreinigung Blix, Isotherm Bautenschutz
GmbH, Benzing GmbH, Bausanierung
Maciej Szcepanski und natürlich der Firma Elektrotechnik Blaschke vom regen
Erklärung des Vorstands des Vereins HAUS SCHLESIEN e.V.
In der Ausgabe Nr. 4/2010, S. 17, des „Brief aus dem HAUS SCHLESIEN“ hat der Vorstand des Vereins HAUS SCHLESIEN einen Nachruf auf Hans-Joachim Ilgner veröffentlicht. Die mit dem Nachruf erfolgte Würdigung eines schlesischen
Landsmanns, dessen verfassungsfeindliches Wirken dem Vorstand bekannt war, war ein schwerwiegender Verstoß gegen
die gebotene politische Sensibilität einer öffentlich wahrnehmbaren und grenzüberschreitend tätigen Institution. Der Vorstand räumt diesen Fehler ein und distanziert sich von seiner damaligen Entscheidung.
Gerade deshalb sieht der Vorstand des Vereins HAUS SCHLESIEN Grund dazu, unmissverständlich zu erklären, dass der
oberste Maßstab für seine Tätigkeit die Orientierung an der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unseres Landes
ist. Wesentliches Ziel ist auch in Zukunft die Verständigung und Versöhnung mit unseren polnischen Nachbarn in Schlesien.
Dies schließt jede Form von antipolnischen Ressentiments sowie jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Rechtfertigung der NS-Herrschaft und ihrer Verbrechen aus.
1
Renovierung
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
maßnahmen durchgeführt werden. Die
Hauptverteilung für den Strom in der Küche wurde auf Sicherheit überprüft und
die Batterieanlage für die Notbeleuchtung, die vorschriftsmäßig vorhanden
sein muss, wurde ebenfalls eingehend
untersucht.
Vom Gastraum ging es in die Küche, die
einen ganz ungewohnten Anblick bot.
Bis auf den Herd, den Konvektomat und
die Spülmaschine war sie vollkommen
leer. Dafür füllten die Handwerker mit
ihren Geräten den Raum schnell an. Die
Abflüsse wurden gereinigt und undichte
Rohre ausgetauscht. Durchlässige alte
Die Firma Benzing installierte die neue
Wasseraufbereitungsanlage.
Warum machen wir so aufwändige Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten?
Nicht nur, dass wir den behördlichen
Auflagen Genüge tun, sondern weil
wir die Hoffnung haben, dass HAUS
SCHLESIEN weiterhin als Kultur- und
Begegnungsstätte Bestand hat und auch
in Zukunft auf seine Gäste einen guten
Eindruck macht! Aber unsere ganzen Bemühungen und Aufwendungen für den
Erhalt unseres Hauses sind, wie jeder
nachvollziehen kann, mit Geld verbunden. Mit dieser Dokumentation möchten
wir Sie alle über unsere Arbeit und Sorgen informieren und auf dem Laufenden
halten.
Bitte betrachten Sie es nicht als erneutes
Angehen um finanzielle Unterstützung,
aber wir möchten doch alle, dass das
Haus auch in Zukunft nicht an Ansehen
und Ruf verliert und jeder Besucher gerne das HAUS SCHLESIEN zum Essen
und Übernachten weiterempfehlen kann.
Grundreinigung der Abflussreinigung durch
die Firma Blix.
Fugen der Bodenfliesen wurden nach
aufwändiger Reinigung ebenfalls erneuert. Diese Maßnahmen sollen künftig
Wasserschäden in den Umkleide- und
Lagerräumen sowie im Magazin des Dokumentations- und Informationszentrums
verhindern. Ein Blick von der Küche in
den Eichendorffsaal zeigte das Serviceund Küchenpersonal beim Reinigen der
Küchenausstattung. Die Chance einer
Grundreinigung der Schränke und Geräte, auch an sonst unzugänglichen Stellen,
musste schließlich genutzt werden.
Die Warmwasseraufbereitungsanlage im Keller
muss regelmäßig gewartet werden.
Marion Orth von unserem Serviceteam
bei der Reinigung.
Auch im Keller wurde gewartet und
erneuert. Eine neue Wasseraufbereitungsanlage wurde installiert, damit das
Brauchwasser wieder zuverlässig die entsprechende Güte besitzt. Die alte Anlage
war verkalkt und defekt. An der Warmwasseraufbereitungsanlage für die Küche mussten ebenfalls Instandhaltungs2
Hauptverteilung Strom im
Elektrotechnischen Betriebsraum.
Schalt - und Steuerzentrale unserer aufwändigen
Be- und Entlüftungsanlage für die Küche und die
Ausstellungsräume.
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Renovierung
Paul Dohmen von der Firma Blaschke bei den Ausfugarbeiten.
Auch unser Service- und Küchenpersonal war mit im Einsatz.
Neue Leisten sichern bereits seit 2012 den Weg unserer Mitarbeiter
zu den Lagerräumen.
Feuchtigkeitsschäden, die uns große Sorgen gemacht haben.
3
Geschäftsführer
Bericht des Geschäftsführers
Liebe verehrte Mitglieder, Freunde und
Förderer unseres HAUS SCHLESIEN,
nach dem Ende des Jahres 2012 gilt es
für unser Haus, den Mitgliedern und auch
dem Finanzamt gegenüber Rechenschaft
abzulegen. Alles in Allem bin ich mit
dem Ergebnis des vergangenen Jahres
nicht zufrieden. Der Umsatz im Gastronomiebereich ist geringer geworden
und die getroffenen Maßnahmen haben
nicht so schnell gewirkt. Ob wir weitere Schritte ergreifen müssen, werden die
nächsten Monate zeigen. Die Übernachtungszahlen der ersten beiden Monate
sind immerhin zufriedenstellend; im
Bereich des Restaurants werden wir uns
besonders anstrengen müssen, um auch
gegen widrige Umstände – wie zuletzt
die Grippewelle – unsere Gäste zufrieden
zu stellen. Bitte tragen auch Sie mit dazu
bei, dass der Gastronomiebereich in 2013
gut frequentiert wird. Hier ist Ihr positives Wort unsere beste Werbung.
Bis April 2013 können wir fünf Gruppen
polnischer Studenten im Haus willkommen heißen. Dies sind dann insgesamt
etwa 125 junge Leute, die jeweils eine
Woche lang das Haus mit seinen vielen
Facetten kennenlernen. Sie erfahren nicht
nur viel über die schlesische Geschichte,
sondern sie begegnen den demokratischen Strukturen unseres Landes und
dem Prozess der europäischen Einigung.
Auf dem letztgenannten Gebiet arbeiten
wir eng mit dem Centrum für angewandte
Politikforschung in München zusammen.
Die Seminare werden gefördert durch das
Bundesministerium des Innern und von
dort sehr eng begleitet und verfolgt. Bei
ihren Hospitationen erleben die Vertreter
des BMI mit, wie HAUS SCHLESIEN
4
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
seine grenzüberschreitenden Aufgaben fenstreich, gestaltet vom Tambourcorps
in der praktischen Arbeit erfolgreich um- Thomasberg zusammen mit den Bergsetzt.
klängen aus Heisterbacherrott und der
Ehrengarde der Stadt Bonn.
Ein weiteres Projekt, das wir mit Unterstützung des Bundesministeriums des Am Sonntag, dem 21. April, sind alle MitInnern angehen, ist der Besuch von Regi- glieder des Vereins HAUS SCHLESIEN
onal- und Lokalpolitikern aus Schlesien e.V. zur Wahrnehmung ihrer Mitgliedsim HAUS SCHLESIEN. Dabei steht der rechte und -pflichten aufgerufen. Die
Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Mitgliederversammlung muss über die
hiesigen Politikern im Vordergrund. Ter- Besetzung aller Vorstandsämter entscheimine sind bereits fixiert und wir warten den, damit Sie Ihr HAUS SCHLESIEN
zur Zeit auf die Zusagen der polnischen für die nächsten drei Jahre wiederum
Politiker.
gut geführt wissen. Am vorhergehenden Abend wird wie immer im EichenAuch 2013 bieten wir wiederum drei in- dorffsaal ein Konzert stattfinden, das unformative und abwechslungsreiche Rei- ser Herr Prof. Linke gestalten wird.
sen nach Schlesien an. Die erste Reise Kommen Sie also zur Mitgliederverorientiert sich an unserer Ausstellung sammlung am 21.04.2013 um 10.00 Uhr!
„Revolution, Reform oder Restauration“.
Die zweite Reise im Spätsommer wird Bitte unterstützen Sie auch weiterhin Ihr
den Teilnehmern schlesische Schlösser, Haus mit Ihren Spenden und versuchen
Burgen und Herrenhäuser näher bringen, Sie, Ihre Kinder und Enkel für unsere Arvon denen viele bereits aufwändig und beit und unser Engagement für Schlesieindrucksvoll restauriert worden sind. en zu begeistern, damit es auch in vielen
Nähere Informationen erhalten Sie bei Jahren noch heißt: HAUS SCHLESIEN
Frau Sabine Beringer (02244/886215).
steht für die Völkerverständigung und
erfreut immer wieder viele Besucher mit
Wenn Sie diesen Brief in Händen halten, dem Charme des Hauses und der vielen
hat unser Dokumentations- und Informa- besonderen Ausstellungen.
tionszentrum bereits wichtige Vorhaben
für das Jahr 2013 auf den Weg gebracht. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien
Die Eröffnung der Ausstellung über die ein frohes Osterfest und hoffe, Sie bei
„Befreiungskriege“ und die Vorstel- unserer Mitgliederversammlung im April
lung des Buches „Jeder zweite Berliner. 2013 gesund und wohlbehalten zu sehen.
Schlesische Spuren an der Spree“ wurden Bis dahin verbleibe ich mit den besten
jeweils in sehr origineller Form musika- Wünschen
lisch begleitet. Empfehlen möchte ich
Ihnen einen Besuch zum Abschluss der Ihr
Ausstellung „Revolution, Reform oder
Restauration“ am 26. Juni um 21.00
Uhr im Innenhof mit dem großen Zap-
Von Erzbischof Alfons Nossol erhielt Präsident Blaschke
kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe ein eigenhändiges
Schreiben, in dem es unter anderem heißt:
„Lieber Reinhard,
ich möchte Dir freudvoll zum ‚Bundesverdienstkreuz am Bande‘
gratulieren. Das hast Du zweifellos höchst verdient. Ein Beweis,
dass Haus Schlesien unter Deiner Leitung gut gedeiht.“
Der um die deutsch-polnische Aussöhnung so außerordentlich verdiente emeritierte Erzbischof von Oppeln schließt sich damit den
Glückwünschen an, die Reinhard Blaschke, Ehrenbürger der schlesischen Stadt Jauer, in den vergangenen Wochen von zahlreichen
deutschen und polnischen Landräten, Bürgermeistern und Vertretern gesellschaftlicher und kultureller Einrichtungen erreichten.
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Mitgliederversammlung
Mitteilung des Präsidenten an die Mitglieder des Vereins HAUS SCHLESIEN e.V.
Die ergänzte Tagesordnung für die Mitgliederversammlung des Vereins HAUS SCHLESIEN e.V.
am 21. April 2013 wird allen Mitgliedern hiermit fristgerecht gemäß § 7, Absatz 3, Satz 2, unserer
Satzung zur Kenntnis gebracht.
TAGESORDNUNG
für die Mitgliederversammlung des Vereins HAUS SCHLESIEN
am Sonntag, 21. April 2013
Beginn: 10.00 Uhr im Eichendorff-Saal, Ende ca. 16.00 Uhr
1. Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und
der Beschlussfähigkeit
Totengedenken
2. Wahl des Versammlungsleiters
3. Bestimmung der Mandatsprüfer
4. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 29. April 2012
5.
Berichte des Vorstandes
a) Bericht des Präsidenten
b) Bericht des Geschäftsführers
c) Bericht des Schatzmeisters
d) Bericht weiterer Vorstandsmitglieder
e) Erklärung des Vorstands (s. S. 1 dieser Ausgabe des „Brief aus dem HAUS SCHLESIEN“)
6. Bericht der Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums für schlesische Landeskunde
- Mittagspause von 13.00 bis 14.00 Uhr -
7. Aussprache zu Punkt 5
8.Rechnungsprüfungsbericht
9. Aussprache zu Punkt 8
11.
10. Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2012
10.Behandlung der Anträge an die Mitgliederversammlung
11.
12. Neuwahlen des Vorstandes
13.Aussprache über sonstige Themen
14.Ausblick auf die Jahre 2013/2014, Schlussworte
5
Ausstellung
Von Gardeuniformen und
Landwehrmännern...
Am 24. Februar 2013 erbebte der Eichendorffsaal bei den Klängen von Marschmusik. Zur Eröffnungsveranstaltung der
Ausstellung „Revolution, Reform oder
Restauration. Die Befreiungskriege und
ihre Rolle in der deutschen Geschichtsschreibung“ war das Tambourcorps Thomasberg unter der Leitung von René
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Rund 90 Besucher hatten sich nicht vom
Schnee abhalten lassen, der das Siebengebirge unter einer weißen Decke verhüllte, und waren ins HAUS SCHLESIEN gekommen. Darunter auch der
Stellvertretende Bürgermeister der Stadt
Königswinter, Sokratis Theodoridis, der
Leiter des Oberschlesischen Landesmuseums, Dr. Stephan Kaiser, und, extra
aus Brüssel angereist, Frau Annette Niemeyer. Dass sie zum Gelingen der Ausstellung mit der Stiftung einiger Objekte
die Statik der Tragkonstruktion berechnet
und die Bauleitung innegehabt.
In ihrem Bild-Vortrag zeichnete die Kuratorin Silke Findeisen die Ereignisse,
die zu den Befreiungskriegen führten,
und die Folgen, beispielsweise auch für
die Entwicklung unserer Nationalfarben,
mit eindrucksvollem Bildmaterial nach.
Für viele Besucher überraschend war der
Hinweis auf die Veränderungen, denen
die Darstellung dieser historischen Ereignisse in den Schulbüchern im Laufe der
Zeit unterlag. Waren den Befreiungskriegen vor 100 Jahren noch mehrere Seiten
gewidmet, schrumpfte die Behandlung
später immer mehr zusammen, in aktuellen Geschichtsbüchern der Mittelstufe
sogar auf nur wenige Zeilen. Eine Veränderung, die den Informationswert von
Ausstellungen wie dieser nur noch deutlicher werden lässt.
Beim Besuch des Ausstellungssaals erwartete die Gäste ein weiteres Highlight.
Zwischen den Objekten und Texten standen ein schlesischer Landwehrmann und
ein Freiwilliger Jäger in Uniform und berichteten aus dem Alltagsleben der Soldaten in den Befreiungskriegen. Klaus
Hinner und Ingrid Leonhard aus Pfalzfeld
beschäftigen sich bereits seit vielen Jahren unter sozialgeschichtlichen Aspekten
mit dem Thema der Befreiungskriege.
Das Tambourcorps Thomasberg, gegründet 1922 von Josef Büsgen.
Willwerts angetreten und sorgte für eine
dem Thema der Befreiungskriege entsprechende musikalische Umrahmung.
„Da HAUS SCHLESIEN ja nun im
Rheinland liegt, hatten wir – quasi mit einem Augenzwinkern – gedacht, dass wir
dieses sehr ernste und immer wieder auch
kontrovers gesehene Thema ein wenig in
rheinischer Manier auflockern wollen“,
so Nicola Remig, die Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums
für schlesische Landeskunde.
Die Militärpersiflagen des rheinischen
Karnevals haben ihren Ursprung in der
Napoleonischen Besatzungszeit. „Die
Rheinländer imitierten ironisch das französische und das damals unbeliebte
preußische Militär, indem man karnevalistische ‚Garden‘ aufstellte und sie mit
imitierten Uniformen ausstattete.“ Das
Tambourcorps Thomasberg in Gardeuniformen, die denen des preußischen
Regiments von Vittinghoff-Frankenstein
nachempfunden sind, spielte gleich zu Beginn Beethovens Marsch Nr. 1. Dieser war
1813 nach Johann Ludwig Graf Yorck von
Wartenburg benannt worden, der 1812 die
Konvention von Tauroggen unterzeichnet
hatte, ein Akt, der als Beginn der Befreiungskriege gegen Napoleon gilt.
6
aus dem Nachlass ihres Großvaters an
das HAUS SCHLESIEN beigetragen hat,
verdient besonderen Dank. Denn Dr. Ing.
Günther Trauer (1878-1956), der spätere
Stadtbauinspektor von Breslau, hat für
den Bau der 1913 eingeweihten Jahrhunderthalle - damals die größte Stahlbetonkuppel der Welt, heute Weltkulturerbe -
Die Tatsache, dass es einen Landwehrmann Hinner tatsächlich gegeben hat, gab
Klaus Hinner den Anstoß, auf den Spuren
seines Vorfahren zu forschen. Die dabei
gewonnenen Erkenntnisse vermittelt das
Ehepaar auf eine sehr anschauliche Weise, bei der man auch ruhig einmal etwas
anfassen darf und ausprobieren kann.
Ausstellungsbesucher vor einem Gemälde zu Blüchers Rheinübergang bei Kaub.
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Ausstellung
Das Prinzip der „living history“ funktionierte hervorragend, denn der Landwehrmann und der Freiwillige Jäger waren
ununterbrochen von wissbegierigen und
neugierigen Besuchern umringt.
Aber auch die vielfältigen Exponate
zogen das Interesse der Besucher auf
sich. Herausragend hier die dramatisch
überhöhte Szene der „Schlacht an der
Katzbach“ von Eduard Kaempffer (18591926), dem langjährigen Professor der
Breslauer Kunstakademie. Das Gemälde
ist für die Dauer der Sonderausstellung
ins HAUS SCHLESIEN zurückgekehrt.
Noch bis zum 30. Juni können die Besucher dieses und andere interessante Zeugnisse der Befreiungskriege und ihrer Rezeptionsgeschichte erleben.
Bernadett Fischer
Krystyna Gambka, Praktikantin im Dokumentations- und Informationszentrum für schlesische
Landeskunde, ließ sich die mitgebrachten Utensilien, die ein Soldat bei sich trug, vom
Landwehrmann Hinner genau erklären.
Begleitprogramm
50.000 Mann und 15.000 Pferde.
Auf den Spuren des legendären Rheinübergangs Blüchers bei Kaub in der Neujahrsnacht 1813/14
Exkursion nach Kaub/Pfalzgrafenstein in Kooperation mit der VHS Siebengebirge unter Leitung von Dr. Inge Steinsträßer
am
Samstag, 20. April von 8.30 bis 19.00 Uhr.
Das Städtchen Kaub am Mittelrhein wurde in der Neujahrsnacht 1813/14 zum Schauplatz eines historisch bedeutsamen Ereignisses. Der preußische Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819), wegen seiner offensiven Truppenführung „Marschall Vorwärts“ genannt, setzte mit der Schlesischen Armee über den Rhein.
Am Vormittag wird neben dem Besuch des Blüchermuseums ein Stadtrundgang in Kaub angeboten und am Nachmittag zum
Pfalzgrafenstein übergesetzt, eigene Führung durch die Exkursionsleiterin. Mittagspause und Schlussrast in Kaub. Abfahrt Bonn-Beuel Bahnhof, 8.33 Uhr, Ankunft in Kaub 10.35 Uhr. Rückkehr nach Königswinter, bzw. Bonn-Beuel ca. 19.00
- 20.00 Uhr.
- Anmeldungen und Informationen über die VHS Siebengebirge unter Telefon 02244 889 327 oder www.vhs-koenigswinter.de
- Entgelt inkl. aller Fahrt- und Eintrittskosten 45,00 €.
Kampf um den Rhein - Das Ende der napoleonischen Ära und der ‚Landsturm vom Siebengebirge‘
Bild-Vortrag von Elmar Scheuren
am Sonntag, 28. April um 15 Uhr.
Mit der Völkerschlacht bei Leipzig und dem dortigen Sieg der alliierten Truppen erreichten die „Befreiungskriege“ im Oktober
1813 einen vorläufigen Höhepunkt. Mit dem folgenden Rückzug der napoleonischen Armee kam der Rhein ins Spiel: Nicht nur
strategisch als neuralgische Linie mitten in Europa, sondern auch publizistisch als Strom von hoher Symbolkraft stand er bald im
Zentrum des Interesses. Vor diesem Hintergrund erlangte die regionale Bürgerwehr des „Landsturms vom Siebengebirge“ sogar
überregionale Aufmerksamkeit. Auch nach dem Ende der französischen Herrschaft spielte sie noch eine bemerkenswerte Rolle
in der Konsolidierung einer neuen deutschen Nationalbewegung. Der Vortrag von Elmar Scheuren, Leiter des Siebengebirgsmuseums in Königswinter, gibt zugleich einen Ausblick auf die für den Herbst im Siebengebirgsmuseum geplante Ausstellung
zu diesem Thema.
August Neidhardt von Gneisenau – preußischer Heeresreformer und Befreier Schlesiens
Bild-Vortrag von Dr. Thomas Lindner am
Sonntag, 26. Mai um 15 Uhr.
Dr. Thomas Lindner, Historiker und Referatsleiter beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, stellt August Neidhardt
von Gneisenau als herausragenden Protagonisten der preußischen Heeresreformen in der Zeit zwischen 1807 und 1813 vor. Als
Generalstabschef der Schlesischen Armee an der Seite des Feldmarschalls Blücher hatte er zudem an der Befreiung Deutschlands
von der Napoleonischen Herrschaft und dessen endgültiger militärischer Niederlage bei Waterloo/Belle Alliance im Juni 1815
maßgeblichen Anteil. Dabei kennzeichnete ein klarer Wertebezug Gneisenaus Tätigkeit und seine publizistischen Aktivitäten.
Freiheit, Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und Selbstbestimmung des Individuums waren feste Größen seines Denkens und
Handelns. In diesem Wertebezug liegt vielleicht die engste Verbindung mit seinem Ururenkel, Oberst Claus Schenk Graf von
Stauffenberg.
7
Ausstellung
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Für, mit und gegen Napoleon
Schlesien 1806 - 1815
Neben der nun eröffneten Ausstellung „Revolution, Reform oder Restauration. Die Befreiungskriege in der deutschen Geschichtsschreibung“, die HAUS SCHLESIEN in
Königswinter zeigt, entsteht für das Kloster
Leubus eine zweite Ausstellung, die sich mit
den Kriegen gegen Napoleon und der wirtschaftlichen und politischen Lage Schlesiens zu dieser Zeit befasst. Die Ausstellung
unter dem Titel „Mit, für und gegen Napoleon. Schlesien 1806 - 1815“ wird dort am
11. Mai um 15 Uhr eröffnet. HAUS
SCHLESIEN konnte für dieses Vorhaben
das Archäologisch-historische Museum in
Glogau als Kooperationspartner gewinnen.
Die ab 1792 in der Folge der Französischen Revolution geführten Kriege
bedeuteten nicht das Ende der absoluten Fürstenherrschaft in Europa und die
Durchsetzung von „Freiheit, Gleichheit,
Brüderlichkeit“, sondern führten zur Unterwerfung nahezu ganz Mitteleuropas
durch Napoleon. Der erfolgreiche Feldherr veränderte nach seinen Vorstellungen das Staatengefüge des alten Europas
und beherrschte weite Teile des Kontinents. Preußen, das lange Zeit neutral
geblieben war, erklärte schließlich 1806
Frankreich den Krieg – mit verheerenden Folgen. In der Doppelschlacht von
Jena und Auerstedt wurde die preußische
Armee von den Franzosen vernichtend
geschlagen. Die mit Napoleon verbündeten Truppen drangen auch in Schlesien ein und eroberten binnen kurzer Zeit
die Festungen Glogau, Breslau, Brieg
und Schweidnitz. Friedrich Wilhelm III.
beugte sich schließlich 1807 im Frieden
von Tilsit dem harten Friedensdiktat Napoleons. Preußen verlor dadurch alle Gebiete westlich der Elbe sowie Süd- und
Nordostpreußen.
Nachdem Schlesien seinen Anteil an den
Kriegsschulden bezahlt hatte, zogen sich
die Franzosen 1808 aus der Provinz zurück.
Einzig die Festung Glogau blieb bis 1814
besetzt. Dennoch litt Schlesien unter der
Macht Napoleons: Die hohen Kontributionszahlungen und die Kontinentalsperre belasteten die Wirtschaft, als Durchzugsgebiet
für die napoleonischen Truppen mussten
Verpflegung und Quartier gestellt werden.
Die von Freiherr vom Stein und Freiherr von
Hardenberg auf den Weg gebrachten Reformen stießen insbesondere beim schlesischen
Adel zunächst auf starken Widerstand und
kamen nur zögerlich in Gang.
Freiwillige vor König Friedrich Wilhelm III. zu Breslau im März 1813.
Kolorierte Lithographie von G. Bleibtreu. Sammlung Bolko Peltner.
gen Napoleon formieren. Um sich dem
Zugriff der Franzosen zu entziehen, hatte
König Friedrich Wilhelm III. bereits am
22. Januar 1813 seinen Regierungssitz
von Berlin nach Breslau verlegt. Wenig
später erfolgten der Appell zur Bildung
freiwilliger Jägereinheiten und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht.
Ende Februar schließlich unterzeichnete
der preußische König den Bündnisvertrag mit Russland. Der Aufruf „An mein
Volk“, der am 20. März ebenso wie der
Aufruf „An mein Kriegsheer“ und die
Bekanntgabe der Stiftung des Eisernen
Kreuzes in der „Schlesischen privilegirten Zeitung“ erschien, fand großen Widerhall in der Bevölkerung. Eine große
Zahl Freiwilliger schloss sich den Freikorps an. Major Ludwig Adolf Wilhelm
von Lützow (1782 – 1834) gründete 1813
in Breslau das Lützowsche Freikorps, die
nachmals berühmten „Lützower Jäger“,
denen sich viele Studenten und bekannte Persönlichkeiten wie Joseph Freiherr
von Eichendorff und Theodor Körner anschlossen. In allen Bevölkerungskreisen
zeigte sich zudem eine überwältigende
Spendenbereitschaft.
Nach dem wenig erfolgreichen Frühjahrsfeldzug zog sich die preußische Armee nach Schlesien zurück. In Pläswitz
wurde im Juni 1813 ein Waffenstillstand
vereinbart, in dessen Verlauf sich Österreich, Großbritannien und Schweden der
antinapoleonischen Koalition anschlossen. Die vereinbarte Demarkationslinie
verlief quer durch Niederschlesien. Nach
Beendigung der Waffenruhe, die Napoleon später als großen taktischen Fehler
bezeichnete, kam es im August 1813 in
Niederschlesien zu den ersten heftigen
Gefechten. Die berühmte Schlacht an der
Katzbach brachte einen Erfolg für die
Da Schlesien mit Ausnahme von Glogau schlesische Armee. Daraufhin zogen sich
von der französischen Besatzung frei die napoleonischen Truppen, verfolgt
war, konnte sich hier der Widerstand ge- von den Gegnern, in Richtung Sachsen
8
zurück, wo sie sich in der Völkerschlacht
bei Leipzig geschlagen geben mussten.
Am 1. Januar 1814 überquerte Blücher
mit seiner Truppe bei Kaub den Rhein
und verfolgte die französische Armee
bis nach Frankreich. Napoleon wurde
schließlich auf die Insel Elba verbannt
und die Alliierten schlossen mit König
Ludwig XVIII. den 1. Pariser Frieden.
Nach seiner Rückkehr im März 1815
konnte Napoleon die Macht nicht wiedererlangen. Mit der Niederlage in der
Schlacht bei Waterloo war Europa endgültig von der französischen Vorherrschaft befreit.
Nach dem Sturz Napoleons 1814 setzten
sich die Vertreter der europäischen Staaten in Wien zusammen, um über die Neuordnung Europas zu verhandeln und das
Gleichgewicht der europäischen Mächte
wieder herzustellen. Die Schlussakte des
Wiener Kongresses sah eine weitgehende
Wiederherstellung der vorrevolutionären
Verhältnisse vor. Die erhoffte Freiheit
des Volkes und die Realisierung eines
deutschen Nationalstaates blieb aus.
Die zweisprachige Ausstellung, die die
Sommermonate über in Leubus zu sehen
sein wird, entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen in Glogau. Beginnend mit der Besetzung Schlesiens
durch die napoleonischen Truppen 1806,
über die Belastungen durch die Niederlage Preußens gegen Napoleon und die
Reformbemühungen bis hin zur deutschen Erhebung wird hier die Situation
in Schlesien dargestellt. Auch der Wiener
Kongress, die dort beschlossene Neuordnung Europas und die Folgen werden
behandelt. Ausstellungsort und Kooperationspartner legen es nahe, in die Darstellung der damaligen Ereignisse auch die
polnische Perspektive einzubeziehen.
Silke Findeisen
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Reise
Reise „Auf den Spuren der Befreiungskriege“ vom 8. bis 14. Mai 2013
Im Jahr 2013 jährt sich zum 200. Mal der Beginn der Befreiungskriege gegen Napoleons Vorherrschaft in Europa. In
der Geschichte der Befreiungskriege fällt Schlesien eine besondere Rolle zu. Nachdem der preußische König Friedrich
Wilhelm III. sich Anfang des Jahres 1813 aus Sicherheitsgründen von Berlin in das neutrale Breslau zurückgezogen
hatte, erfolgte von hier aus die Mobilmachung und die Kriegserklärung an Frankreich. Von Breslau aus erließ der König
den berühmten Aufruf „An mein Volk“. Große Bedeutung kam auch der Schlesischen Armee unter der Führung des
Generalfeldmarschalls Blücher zu, die im August 1813 die Schlacht an der Katzbach für sich entscheiden konnte und
anschließend über Bautzen bis nahe Leipzig vordrang, wo sie gemeinsam mit den anderen Koalitionsheeren Napoleon
in der Völkerschlacht bei Leipzig schlug.
Unsere Bildungsreise soll auf den Spuren der Ereignisse des Jahres 1813 durch Niederschlesien führen. Neben Breslau mit dem Königsschloss und der Jahrhunderthalle, die anläßlich der Jubiläumsfeiern im Jahre 1913 errichtet wurde,
werden auch die Städte Goldberg und Löwenberg besucht, die mehrfach auch Schauplatz von Gefechten waren. Ein
weiteres Reiseziel ist die einstige Festungsstadt Glogau, die bis 1814 von den Franzosen besetzt war. Die Eröffnung der
Ausstellung über die Ereignisse der Jahre 1806 bis 1815 in Schlesien, die HAUS SCHLESIEN im Kloster Leubus präsentieren wird, ist Teil des Programms. Auf der Rückfahrt wird noch in Leipzig Station gemacht, um das ebenfalls 1913
erbaute Völkerschlachtdenkmal zu besichtigen.
Mittwoch, 08.05.2013 - ANREISE 16.00 Uhr
17.00 Uhr 18.30 Uhr
Anreise im HAUS SCHLESIEN
Führung durch die Sonderausstellung „Revolution, Reform oder Restauration.
Die Befreiungskriege und ihre Rolle in der deutschen Geschichtsschreibung“
Abendessen und
Übernachtung im HAUS SCHLESIEN
Donnerstag, 09.05.2013- LIEGNITZ 08.00 Uhr Abfahrt nach Liegnitz
Abendessen und Übernachtung in Liegnitz
Freitag, 10.05.2013
- GOLDBERG, KATZBACH, LÖWENBERG 09.00 Uhr
Stadtführung Goldberg und Umgebung
Weiterfahrt nach Löwenberg
19.00 Uhr
Abendessen und Übernachtung in Liegnitz
Samstag, 11.05.2013 - GLOGAU, LEUBUS 08.00 Uhr
Abfahrt nach Glogau
09.30 Uhr
Stadtführung Glogau
12.30 Uhr Kleines Mittagessen in Leubus
14.00 Uhr
Teilnahme an der Eröffnung der Ausstellung „Mit, für und gegen Napoleon –
Schlesien in den Jahren 1806 bis 1815“im Kloster Leubus
19.00 Uhr
Abendessen und Übernachtung in Liegnitz
Sonntag, 12.05.2013 - KRIEBLOWITZ, BRESLAU 08.00 Uhr
Fahrt über Schloss Blüchersruh mit Besuch des Blücherdenkmals nach Breslau
15.00 Uhr
Führung durch das Breslauer Stadtschloss, Ort des „Aufruf an mein Volk“
von König Friedrich Wilhelm III.
Besichtigung der Ausstellung zur Stadtgeschichte und der historischen Räume
19.00 Uhr
Abendessen und Übernachtung in Breslau
Montag, 13.05.2013
- LEIPZIG 08.30 Uhr
Abfahrt nach Leipzig
15.00 Uhr
Stadtführung Leipzig
19.00 Uhr
Abendessen und Übernachtung in Leipzig
Dienstag, 14.05.2013 - RÜCKFAHRT Besichtigung des Völkerschlachtdenkmals und des Napoleonsteins
gegen 19.00 Uhr Ankunft in Königswinter
9
Reise
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Reise „Burgen und Schlösser in Schlesien“ vom 25. bis 31. August 2013
Sonntag, 25.08.2013
- ANREISE 16.00 Uhr
Anreise im HAUS SCHLESIEN
17.00 Uhr Führung durch die Dauerausstellung von HAUS SCHLESIEN
18.30 Uhr
Abendessen und Übernachtung im HAUS SCHLESIEN
Montag, 26.08.2013
- GÖRLITZ 08.00 Uhr Abfahrt nach Görlitz
17.30 Uhr Stadtführung Görlitz
19.00 Uhr
Abendessen und Übernachtung im Schloss Braunau
Dienstag, 27.08.2013 - WERNERSDORF, LOMNITZ 10.00 Uhr
Besuch im Schloss Wernersdorf
12.30 Uhr
Mittagessen im Restaurant von Schloss Lomnitz
14.30 Uhr
Führung durch großes Schloss und Gutshof
19.00 Uhr
Abendessen und Übernachtung im Schloss Wernersdorf
Mittwoch, 28.08.2013 - BOLKENHAIN, ERDMANNSDORF 10.00 Uhr
Besichtigung des historischen Wohnturms in Boberröhrsdorf
Anschl.
Besichtigung der Burg Bolkenhain und Umgebung
Abendessen und Übernachtung im Schloss Wernersdorf
Donnerstag, 29.08.2013- FÜRSTENSTEIN, KREISAU 10.00 Uhr
Besichtigung von Schloss Fürstenstein
Anschl.
Schloss und Stiftung Kreisau
Anschl.
Weiterfahrt nach Breslau
Abendessen und Übernachtung in Breslau
Freitag, 30.08.2013
- BRESLAU 09.00 Uhr
Besichtigung des Stadtschlosses
Anschl.
Nachmittag zur freien Verfügung
Abendessen und Übernachtung in Breslau
Samstag, 31.08.2013
- RÜCKFAHRT ca. 19.00 Uhr Ankunft in Königswinter
Reise „Kulturland Schlesien“ vom 22. bis 29. September 2013
Sonntag, 22.09.2013
Anreise ins HAUS SCHLESIEN, Einführung und Abendessen
Montag, 23.09.2013
Fahrt nach Görlitz,Stadtführung, Abendessen und Übernachtung in Görlitz
Dienstag, 24.09.2013 Hirschberg, Hirschberger Tal, Agnetendorf, Erdamannsdorf – Zillertal, Lomnitz, Schildau,
Krummhübel,
Übernachtung und Abendessen in Bad Warmbrunn
Mittwoch, 25.09.2013 Miniaturenpark, Kloster Grüssau, Schweidnitz, Schloß Fürstenstein, Übernachtung und
Abendessen in Bad Salzbrunn
Donnerstag, 26.09.2013 Fahrt am Zobten vorbei nach Frankenstein, Kamenz, Heinrichau, Breslau,
Übernachtung und Abendessen in Breslau
Freitag, 27.09.2013
Breslau, Stadtführung: Rathaus, Aula Leopoldina, Dominsel, Oderfahrt,
Übernachtung und Abendessen in Breslau
Samstag, 28.09.2013
Kloster Trebnitz, Leubus, Wahlstatt, Liegnitz, Übernachtung Liegnitz
Sonntag 29.09.2013Rückreise
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Burg Zobten
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Reise
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1.) Sind Sie Mitglied im Verein HAUS SCHLESIEN?
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Veranstaltungen
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Der Veranstaltungskalender ab April bis September 2013
Bis 30.06.13
Sonderausstellung „Revolution, Reform oder Restauration. Die Befreiungskriege
und ihre Rolle in der deutschen Geschichtsschreibung“. (Großer Ausstellungsraum).
Bis 02.06. Sonderausstellung „Kapellenwanderweg“ Illustrationen von Bruno Stephan
(Eichendorffsaal).
20.03. 18 h Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Revolution, Reform oder
Restauration“ in Kooperation mit der VHS Siebengebirge, Eintritt inkl. Führung 5 €,
Anmeldung über die VHS Siebengebirge unter Telefon 02244 889 327 oder
www.vhs-koenigswinter.de.
21.03. 14.30 h Öffentliche Führung „Schlesische Dreiviertelstunde“, Thema: Von Küche und
Tafel in Schlesien. Bunzlauer Keramik, Fayencen und Porzellane.
24.03. – 30.03. Seminar „Schlesische Begegnungen“ mit der Fachhochschule Hirschberg.
24.03. 12-14.30 h SONNTAGS-FAMILIENBUFFET 23,90 €
26.03. 14:30-16 h Kinderprogramm „Tischlein deck dich“ in den Osterferien, Entgelt 5,00 €
31.03. 12-14.30 h OSTERBUFFET 29,90 €
01.04. 12-14.30 h OSTERBUFFET 29,90 €
04.04. 18-22 h
07.04. 12-14.30 h SONNTAGS-FAMILIENBUFFET 23,90 €
GRILLBUFFET in der Rübezahlstube, 14,90 €
07.04. – 14.04. Seminar „Schlesische Begegnungen“ mit der Fachhochschule Ratibor.
12.04. 14-17 h Wanderung auf dem Kapellenwanderweg von der Nikolauskapelle nach Vinxel und
zurück. Treffpunkt: Innenhof von HAUS SCHLESIEN.
12.04. 17 h Vernissage „Kapellenwanderweg. Illustrationen von Bruno Stephan“ (Eichendorffsaal). Die musikalische Untermalung wird gestaltet durch den Männerchor
Quirrenbach unter Leitung von Pavel Brochin.
14.04 12-14.30 h SONNTAGS-FAMILIENBUFFET 23,90 €
14.04. – 18.04. Seminar für Landräte und Bürgermeister aus Schlesien im HAUS SCHLESIEN.
18.04. 14.30 h Öffentliche Führung „Schlesische Dreiviertelstunde“, Thema: „Revolution,
Reform oder Restauration. Die Befreiungskriege und ihre Rolle in der deutschen
Geschichtsschreibung“.
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20.04. 8.30-19 h Exkursion nach Kaub/Pfalzgrafenstein im Rahmen der Sonderausstellung zu den
Befreiungskriegen in Kooperation mit der VHS Siebengebirge, Leitung: Dr. Inge
Steinsträßer. Anmeldung bei der VHS Siebengebirge, Tel. 02244 889 327,
www.vhs-siebengebirge.de. Entgelt inkl. aller Fahrt- und Eintrittskosten 45,00 €.
20.04. 19.30 h Konzert vor der Mitgliederversammlung unter Leitung von Prof. Dr. Linke,
Entgelt 5,00 €.
21.04. 10-16 h Mitgliederversammlung des Verein HAUS SCHLESIEN e.V.
28.04. 12-14.30 h SONNTAGS-FAMILIENBUFFET 23,90 €
28.04. 15 h Bild-Vortrag von Elmar Scheuren, Leiter des Siebengebirgsmuseums in
Königswinter, „Kampf um den Rhein – Das Ende der napoleonischen Ära und der Landsturm vom Siebengebirge“.
02.05. 18-22 h GRILLBUFFET in der Rübezahlstube, 14,90 €
05.05 12-14.30 h SONNTAGS-FAMILIENBUFFET 23,90 €
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Veranstaltungen
08.05.-14.05. Bildungsreise „Auf den Spuren der Befreiungskriege“ (s. S. 9)
11.05. 14 h Eröffnung der Sonderausstellung „Mit, für und gegen Napoleon – Schlesien in den
Jahren 1806 - 1815“ im Kloster Leubus/Klasztor Lubiąż.
12.05. Internationaler Museumstag, Freier Eintritt in die Ausstellungen.
12.05. 12-14.30 h MUTTERTAGSBUFFET 29,90 €
16.05. 14:30 h Öffentliche Führung „Schlesische Dreiviertelstunde“, Thema: Kunstvolle
Transparenz. Führung durch die Gläsersammlung.
19.05. 12-14.30 h PFINGSTBUFFET 29,90 €
20.05. 26.05. 12-14.30 h PFINGSTBUFFET 29,90 €
9-12 h SEKT-FRÜHSTÜCK AUF DER SONNENTERRASSE 13,50 €
26.05. 15 h Bild-Vortrag von Dr. Thomas Lindner „August Neidhardt von Gneisenau –
preußischer Heeresreformer und Befreier Schlesiens“.
01.06.-02.06. Weinseminar (s. S. 21)
06.06. GRILLBUFFET in der Rübezahlstube, 14,90 €
18-22 h 20.06. 14:30 Öffentliche Führung „Schlesische Dreiviertelstunde“, Thema: Revolution, Reform
oder Restauration. Die Befreiungskriege und ihre Rolle in der deutschen
Geschichtsschreibung.
23.06. 9-12 h SEKT-FRÜHSTÜCK AUF DER SONNENTERRASSE 13,50 €
26.06. 21 h Großer Zapfenstreich im Innenhof von HAUS SCHLESIEN mit dem Tambourcorps
Thomasberg, den Bergklängen, und der Ehrengarde der Stadt Bonn.
04.07. GRILLBUFFET in der Rübezahlstube, 14,90 €
18-22 h 07.07. 15 h Eröffnung der neuen Sonderausstellung mit Skulpturen des Breslauer Künstlers
Stanisław Wysocki, Träger des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen.
18.07. 14:30 Öffentliche Führung „Schlesische Dreiviertelstunde“, Thema: Geschichten und
Sagen aus Schlesien.
21.07. 11 h Klaviermatinée mit der Konzertpianistin Junko Shioda, gefördert von Dr. Gerhard
Blaschke. Eintritt 15 €, Schüler, Studenten und Auszubildende 10 €, Tageskasse 18 €.
28.07. 9-12 h SEKT-FRÜHSTÜCK AUF DER SONNENTERRASSE 13,50 €
01.08 18-22 h
GRILLBUFFET in der Rübezahlstube, 14,90 €
11.08. 10-18 h Sommer- und Stiftungsfest im Innenhof von HAUS SCHLESIEN
15.08. 14:30 Öffentliche Führung „Schlesische Dreiviertelstunde“, Thema: Eckdaten der
schlesischen Geschichte. Von der Hl. Hedwig bis zur Flucht und Vertreibung.
25.08. SEKT-FRÜHSTÜCK AUF DER SONNENTERRASSE 13,50 €
9-12 h 25.08.-31.08. Bildungsreise „Burgen und Schlösser in Schlesien“ (s. S. 10)
05.09. 18-22 h GRILLBUFFET in der Rübezahlstube, 14,90 €
22.09. 9-12 h SEKT-FRÜHSTÜCK AUF DER SONNENTERRASSE 13,50 €
Bei Buffets gilt folgende Ermäßigung für unsere jungen Gäste: Kinder bis 6 J. frei, bis 12 J. 50 %.
Tischreservierungen unter 02244/886-0 oder 886-261
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Mitglieder
Ein herzliches Willkommen
unseren neuen Mitgliedern
Friedhelm Bache, Karl Kuschick, Hilmar
Hartmann, Ilse Lipka-Hartmann, Regina
Seifert, Ilse Sindermann Westphal
Geworben durch
Sigrid Seibt, Dr. Joachim Sobotta, Heinz
Stirken, Ilse Lipka-Hartmann
Mit den Angehörigen trauern
wir um
Gabriele Abicht, Karin von Garmissen,
Heidrun Jonas, Martin Regan, Marga
Riedl, Dr. Wilfried Stahr, Prof. Dr. Reinhard Schober
Runde Geburtstage im April
Rosemarie Franke, Magda Kirchniawy,
Dr. Werner Meisel, Dr. Peter Negwer,
Hans Georg Nüssel, Georg Schwedler,
Helga Wüst, Dr. Wolfgang Zahn
Runde Geburtstage im Mai
Stanislaus von Korn, Peter Reinsch,
Heinz Stirken, Heinz-Dieter Vogts
Runde Geburtstage im Juni
Vera Franz, Dieter Kalyta, Dagmar Neumann, Gisela Scholl-Wegner, Maria Sedler, Susanne Steuer
Reguläre Spenderliste vom
17. November 2012 bis zum
25. Februar 2013
Christa Angele, Erwin Ansorge, Dr. Ingolf Au, Dr. Günter Bappert, Almut
Bartsch, Margarita Bartsch, Dr. Jürgen
Baudach, Aribert Beck, Prof. Dr. Ulrich
Becker, Johannes Beier, Claus von Berlin, Prof. Dr. Dr. Horst-Tilo und Helga
Beyer, Manfred Birgmeier, Elektrotechnik Blaschke, Dr. Christian Blezinger,
Dr. Rainer Bocklage, Ingeburg Böger, Dr.
Ludwig Borucki, Magdalene Botschek,
Siegfried Brauer, Hans-Georg Bräuer, Dr.
Eckart von Braun, Dipl.-Chem. Dr. HansGeorg Bremer, Bridgeclub am Oelberg,
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BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Krista Buchholz, Christa Buder, Inge Bülow, Ingo Casper, Ilse Conrad, Dietlinde
Cunow, Anneliese Dewein, Dr. Manfred
Ditsche, Dieter Dominik, Brigitte Dönch,
VR-Bank EG Dormagen, Ruth Drescher,
Artur Dressler, Dr. Rudolf Elsner, Theodor und Erna Elsner-Stiftung, Herbert
Engler, Margot Ernst, Hannelore Fechner, Ilse Fechner, Ingeborg Fehling, Inge
Folgner, Johanna Franke, Joachim Philipp Franz, Eckehard Frenzel, Prof. Dr.
Herbert Frey, Carl-Heinz Freytag, Dr.
Albrecht und Gisela Friesecke, Werner
Frischling, Dr. Hans Jürgen und Gisela
Fuchs, Adolf Fugger, Peter Galas, Vera
Gärtner, Irmingard Gattner, Dr. Werner
Giersch, Hans Ulrich Glimpel, Hanna
Gloege, Ingeborg Grabitzke, Franz Grieger, Erhard Grohs, Peter Großpietsch,
Ursula Gruber, Ruth Gruettner, Edith
Gulba, Hubert Gürtler, Irene Güttler,
Christel Hammer, Franz Hampel, Hildegard Hanke, Wilhelm Hansel, Karin Hartwig, Christine Hasler, Christa Hecker,
Nils Heerde, Dr. Hedwig Heider-Heil,
Dr. Elmar Heinen, Wolfgang Hellmich,
Albrecht Helmts, Diethard u. Hilde Hempel, Ursula Hennecke, Dr. Fides Hennig,
Dietrich Herrnleben, Ludwig Hersel, Elisabeth Hertrich, Maria Hetzel, Dipl.-Ing.
Bodo Hetzke, Dipl.-Ing. Burckhard Peter Hinke, Karl Hoffmann, Klaus Höhn,
Elisabeth Hoppe, Rhoda Irwin Houston,
Helmut Hülser, Margot Igel, Anne Jaafari-Erler, Johannes Jaschik, Ingeburg Jaster, Heimatgruppe Jauer Stadt und Land,
Karl Joest, Eberhard und Gertrud Kaczor,
Wilhelm u. Ursula Kahl, Bernhard Kaser, Sigrid Keller, Dr. Dietmar u. Kathrin Kendziur, Charlotte Kern, Dorothea
Kern, Rüdiger Kern, Benedicta und Herrn
Constantin v. Kessel, Christiane von Kessel, Peter-Karl Kiefer, Joachim Kleinert,
Georg von Klitzing, Klaus-Christoph
Knorn, Lieselotte Knüpfer, Herbert Kober, Maria Kober, Klaus-Ulrich Koch,
Dr. Ludwig Koch, Rose-Maria Koch, Josef Kögel, Ursula Koppe, Hans-D. u. Marianne Kotter, Eckehard Kramer, Otfried
Kramer, Herbert Krämer, Herbert Krämer, Friedhelm Krause, Hildegard Kriegel-Schneider, Gisela Krusch, Reinhard
Krzok, Ilse Küke, Otto u. Ilse Kullmann,
Max Wolfgang Kunze, Hubert Kurras,
Abt Dr. Adalbert Kurzeja, Anne Kuschel, Norbert und Johanna Kutz, Lucia
Leidert, Dr. Rainer Lemor, Maria Lenart, Ruth Lenz, Heimatgruppe LiegnitzLüben, Prof. Dr. Heinrich Liehr, Paul
u. Gerda Lindner, Günter Lübeck, Elke
Lüdeke, Christa Maiwald, Ilse Majunke,
Günter Margane, S.E. Joachim Kardinal
Meisner Erzbischof von Köln, Dr. Gisa
Meyberg, Eike-Rolf u. Hartlind Michael,
Waltraud Möder, Dieter Mohaupt, Gunther Molle, Dr. Bernhard u. Dietlinde
Mönch, Inge Mordelt, Marianne Mosler,
Liane Mühl, Edeltraud Müller, Prof. Dr.
Hans H. Müller-Slany, Eberhard Musick,
Hartmut Müßigbrodt, Dr. Eva Neuber,
Hartmut Neuendorf, Gerhard Nickolaus,
Hans Joachim Nitschke, Wolfgang Obst,
Joachim Pabsch, Annette Paffrath, Ruth
Pahl, Klaus Pansegrau, Kristina Papesch,
Heinz Paul, Gisela Peplinski, Dorfgemeinschaft Piltsch, Dr. Doris Pinkwart,
Josef Plahl für den BdV Limburg-Weilburg, Edith Pohl, Ernst Pohlmann, Dr.
Udo Poseck, Wolfgang Prahl, Jürgen
Pralle, Annaluise u. Joachim Preuß, Dr.
Friedrich Preuss-Neudorf, Karl-Heinz
und Helga Pusch, Renate Radke, Günther Rapp, Dipl.-Ing. Christoph Regel,
Dr. Günther Reichert, Hilde Reis, Eleonore Remmert, Barbara Renner, Johannes Ressel, Hiltraud Rieger, Horst Ritter,
Elise Rollwagen, Dr. Günter Rose, Gisela v. Rosenberg, Günter Rothe, Winfried
Rothe, Maria Rottau, Andreas Sabarth,
Georg Sandmann, Martin Sauer, Prof.
Dr. Helmut Sauer, Theodor Schaal, Detlev Schäkel, Ilse Scheiner, Annemarie
Scheinert,MinR Thomas Scherer, Georg
Schindler, Prof. Dr. Winfried Schirotzek,
Hertha Schischewski, Dorothea Schittko,
Albrecht von Schlabrendorf, Schlesischer Adel - f.ro GmbH, Sigrid Schmelzer, Ruth Schmid, Elisabeth Schmidt,
Wilfried Schmidt, Charlotte Schneider,
Dr. Gerd-Dieter Schoen, Prinzessin Marie von Schoenaich-Carolath, Anneliese
Scholz, Dr. Dietmar u. Ingeborg Scholz,
Reinhard Scholz, Renate Scholz, Richard
Scholz, Siegfried u. Doris Schramm,
Hanna Schroeter, Dr. Werner und Dorothea Schulz, Georg Schwedler, Erwin
Freiherr von Seherr-Thoss, Werner Seidel, Herta Severa, Helmut Siegert, Werner
Simon, Horst und Käthe Sobotta, Elfriede Söhnel, Ilona u. Winfried SongalamaBungter, Leonhard und Hedwig Späte,
Hans-Dieter Sperling, Erwin Stanowsky, Dr. Johannes Steinert, Werner Steinert, Dr. Eike und Marlene Steinkamm,
Stiftung Schlesischer Kulturbesitz, Dora
Stiller, Gerda Stock, Ilse Störmer, Ursula Stremming, Dr. Werner Stumpfe, Ilse
Supper, Ellenore Surek, Werner Taubitz,
Ruth Timm, Ruth Trispel, Walter Tröger,
Eckehard Tschacher für den Bund der
Vertriebenen Bielefeld, Margund Tschiedert-Petzsch, Roswitha Tschirner, Helga
Vogt, Heinz-Dieter Vogts, Irene Voigtländer-Tetzner, Dr. Maria Vorneweg,
Ilse Wagner, Waltraud Wahner, Dr. KarlWilhelm Wedel, Karl Wehner, Rosemarie Weigel, Herta Weikert, Helga Weinhold, Sieglinde Weiss, Anni u. Reinhard
Wende, Marianne Wichmann, Bernhard
Wiechulla, Bernhard Wieczorek für die
Oppelner Heimatstube, Barbara Winde,
Helmut Hans Winter, Ilse Witte, Werner
Wittig, Pastor i.R. Werner Krutscher für
die Wohlau Steinau Heimatkreisgruppe,
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Johannes Woischnik, Dr. Ing. Hans-Jürgen Woite, Otto Wolf, Altbischof Klaus
Wollenweber, Karlernst Wollny, Luzie
Wollny, Gerda Zeuner, Reinhard Ziegler,
Dr. Rainer Zoller
Sonderspendenliste vom
17. November 2012 bis zum
25. Februar 2013
Hansjürgen Betz, Wolfgang und Elfriede Blümel, Dr. Hans Dieter Bretzinger,
Günter Elze, Dr. Hans-Christoph Lindeiner, Werner Maiwald, Landsmannschaft
Schlesien Kreisgruppe Neuss, Wilhelm
Scholz
Mitglieder
Nach 35 verdienstvollen Jahren an der Spitze der Kreisgruppe
Neuss der Landsmannschaft Schlesien hat unser Mitglied Theo
Jantosch in der Jahreshauptversammlung jetzt sein Amt an Dr.
Horst Stephan übergeben. Der neue Vorsitzende, der ebenfalls
Mitglied im Verein HAUS SCHLESIEN ist, stammt aus Schlegel
im Kreis Neurode, Grafschaft Glatz. Da sein Vater Bergmann war,
durfte die Familie erst 1957 Schlesien verlassen. Dass Dr. Stephan
der polnischen Sprache mächtig ist, bewährt sich bei den zahlreichen Schlesien-Reisen der Kreisgruppe Neuss immer wieder.
Bitte unterstützen Sie unsere
Kultur- und Bildungsarbeit mit
einer Spende.
Unser Spendenkonto:
Volksbank Bonn/Rhein-Sieg
BLZ 380 60186
Kto.-Nr. 260 1318 019
Mitgliedsbeiträge
Prof. Dr. Norbert Linke aus Steinau/Oder feierte am 05.03.2013 seinen 80. Geburtstag.
Hierzu gratulierten der Geschäftsführer Heinz Stirken und seine Ehefrau Rosemarie Stirken.
Auch in diesem Jahr wird das Konzert vor der Mitgliederversammlung von Prof. Linke geleitet.
Mit den Glückwünschen verbinden wir die Hoffnung, dass Prof. Linke noch viele Jahre für
HAUS SCHLESIEN musikalisch wirken kann.
Zum 90. Geburtstag unserer dienstältesten Ehrenamtlichen
Dorothea Fiedel gratulieren Vorstand und Mitarbeiter des HAUS
SCHLESIEN ganz herzlich und wünschen für das neue Lebensjahrzehnt alles, alles Gute.
Dieser besondere Geburtstag ist auch ein Anlass, Frau Fiedel, die
von Anfang an tatkräftig an der Entwicklung
von HAUS SCHLESIEN mitgewirkt hat,
von ganzem Herzen Dank zu sagen für ihren
jahrzehntelangen, immer noch unermüdlichen Einsatz insbesondere in der Besucherbetreuung und für ihren sachkundigen Rat in
vielerlei Fachfragen zu schlesischen Traditionen und Textilien. Wir hoffen, dass sie uns in
ihrer liebenswürdigen und kompetenten Art
noch lange unterstützen kann!
Mit dem Schwinden der Erlebnisgeneration wird der
Mitgliederbestand des Vereins
kleiner, ohne dass die Aufgaben, die er erfüllt, an Bedeutung verlieren.
Die materielle Unterstützung
dieser Arbeit durch den seit
2002 geltenden Jahresbeitrag
von 60 € (Ehepaare 96 €, korporative Mitglieder 120 €)
ist unverzichtbar und für die
allermeisten Mitglieder selbstverständlich. Ihnen gegenüber
handeln Einzelpersonen und
Gruppen unsolidarisch, wenn
sie sich dieser Pflicht entziehen.
In den letzten Monaten musste
Präsident Reinhard Blaschke
mit intensiver Überzeugungsarbeit dafür sorgen, dass die
Beitragsrückstände auf einen
derzeit noch knapp vierstelligen Betrag reduziert worden
sind. Säumige Beitragszahler
müssen einsehen, dass es für
die dafür aufgewandte Energie und Zeit bessere Zwecke
gibt, und ihre freiwillig übernommene Pflicht regelmäßig
erfüllen.
AT
15
Rückblick
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Wie es anfing, wie es weiterging...
Dokumente und Bilder aus der
Ich empfehle, das Verzeichnis bei unserer
Geschichte von HAUS SCHLESIEN jetzt anlaufenden Werbung einzusetzen.
(17. Folge)
…
Zusammengestellt von
Dr. Albrecht Tyrell
Im fünften Jahr seiner Bemühungen um
die Gründung eines schlesischen Begegnungs- und Kulturzentrums (s. Folge 1-4)
und nach mehr als einem Jahr der Verhandlungen mit der Stadt Königswinter
(s. Folge 5-8) erwarb der Verein Haus
Schlesien am 22. Juni 1978 den Fronhof
in Heisterbacherrott. Nach der Feier zum
Beginn der Umbau- und Eröffnungsarbeiten am 15. Oktober (s. Folgen 12 und 14)
wurde mit der Sanierung des Hauptgebäudes begonnen Gleichzeitig wurde die
Spendenwerbung intensiviert (Folge 16).
Prof. Dr.Otto Klöden, Reutlingen, an R. Müller-Kox, 17.1.1979
Die Leiterin der Reutlinger Sing- und
Spielschar, Fr. Dr. Drechsler, sprach mich
mit der Bitte an, ein Anliegen der Reutlinger Spielschargruppe beim Vorstand
der hiesigen Ldsm. Schles.-Ortsgruppe
zu unterstützen, dass nämlich diese Jugendgruppe an einem Wochenende
nach Heisterbacherrott fährt, um dort
im „Haus Schlesien“ Aufräumungs- und
Säuberungsarbeiten durchzuführen. Sie
wollen nicht hinter anderen Gruppen zurückstehen.
…
Dr. W. Schneider an Kurt Lo- R. Müller-Kox an Prof. Klöden, der helfen. In unserer Gruppe sind auch
renz, Freiburg/Br., 6.12.1978
handwerklich Begabte, die z.B. Zäune
24.1.1979
Ich beeile mich, Ihnen mitzuteilen, dass
im September 1977, meines Wissens am
23., eine Partie Möbel gemäß Aufstellung von unserem schlesischen Landsmann, Herrn Schmidt, bei Herrn Dr. Habelt eingetroffen und von ihm eingelagert
worden sind.
1 Markenklavier mit größerer Partie
wertvoller Noten,
1 Farbfernsehgerät,
1 gr. Teppich,
1 antike Eichenvitrine und Eichenstühle,
2 Bilder,
1 antiker Leuchter,
1 Tischuhr,
1 Eichenschreibtisch mit Spezialfächern,
1 Polsterbank und 2 Polstersessel, sehr
gut erhalten.
Ich bedanke mich für Ihre vielfältige
Mühe.
…
Dr. W. Schneider an R. MüllerKox, 3.1.1979
Von Herrn Walter Greiff erhalte ich das
beiliegende Adressenverzeichnis der
Trebnitzer „Penne“ (vom 1.5.75) mit
schätzungsweise 500 Anschriften ehemaliger Schlesier. Walter Greiff schickte
mir dieses unter dem Eindruck unserer
letzten bebilderten Werbedokumentation.
16
… Ich teilte ihr [Dr. Drechsler] mit, dass
die Brückenberger Trachtengruppe Offenbach die Kosten selbst übernommen
hat. Ich habe auch darauf hingewiesen,
dass es nicht erwünscht ist, eine gesamte
Gruppe dorthin zum Einsatz zu bringen,
weil nur maximal 8-10 Personen eingesetzt werden können. … Die Offenbacher
Gruppe ist ebenfalls mit zwei PKW´s
gekommen. Sie hat sich auch selbst verpflegt.
…
Allerdings erspart die Arbeit, die etwa
von einem Sonnabendmittag bis Sonntagmittag von einer achtköpfigen Gruppe geleistet wird, dem Haus Schlesien
immense Kosten. An Arbeit zu leisten
wäre: Abreißen der Tapeten, Ausräumen
des Kellers, Abbau der Heizungsanlage,
Abschlagen des Innenputzes (soweit er
locker ist) sowie des Außenputzes etc.
Ich habe mit dem Architekten einen entsprechenden Katalog zusammengestellt
und wir können von Fall zu Fall entscheiden, wann eine Gruppe kommen
kann. Selbstverständlich würden die Arbeiten unter unserer Aufsicht erfolgen.
Wenn das Wetter es zulässt, wollen wir,
die Brückenberger Trachtengruppe Bonn,
auch mitten in der Woche nach Heisterbacherrott fahren und dort arbeiten und, wie
bereits gesagt, wird auch die Brückenberger Trachtengruppe Offenbach wie-
reparieren können und was so anfällt.
Ich glaube, wir müssen, was die Landesgruppen angeht, darauf hinweisen, dass
wir in allererster Linie Schlesier sind.
…
Die Fertigstellung des Hauses Schlesien
oder, bescheidener ausgedrückt, die Fertigstellung und Funktionsfähigkeit der
ersten drei Gebäude bedeutet für mich
die Krönung meiner Arbeit als Bundesgeschäftsführer, weil ich dann das Rentenalter erreiche. Ich hoffe, es findet sich
ein geeigneter Nachfolger. Hier sollte
sich der Vorstand rechtzeitig Gedanken
machen.
…
Aus der Einladung des Vorsitzenden Dr. W. Schneider zur
Vorstandssitzung am 30. März,
14.2.1979
…
Damit wir nicht nur Erfolge verbuchen,
sondern auch besorgte Fragen zur Kenntnis nehmen, übersende ich Abschrift
des Schreibens eines alten schlesischen
Freundes, Prof. Dr. Raupach [1903-1997;
1970-1976 Präsident der Bayerischen
Akademie der Wissenschaften], der sich
von Amts wegen und persönlich immer
um die schlesischen Dinge sehr gekümmert hat. Vor Jahr und Tag hat er schon
einmal Bedenken geäußert. Wir haben sie
nicht unterdrückt, sondern als Mahnung
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
aufgefasst. Wir sollten auch diesmal, das unmöglich, ohne erheblichen Personalaufwäre mein Rat, genauso verfahren.
wand eine für produktive Verwendung hinreichende Bibliothek dort zu konzentrieren.
Ich erinnere daran, dass wir bis Ende des Der Text unter „Bildungsstätte“ verspricht
Jahres noch große Ziele zu erreichen ge- viel mehr, als was in einem bescheidenen
denken. Unsere Sitzung am Ende des 1. Haus auch nur im bescheidensten Maße wird
Quartals muss uns einen großen Schritt gemacht werden können. Der Abschnitt
weiterbringen. Ich bitte sehr um intensive enthält – verzeihe den Ausdruck – patheVorbereitungsarbeit, ein jeder an seinem tische Phrasen, das Problem einer WiederTeil.
gewinnung Schlesiens liegt wo anders, ver…
mutlich ein Jahrhundertewerk, für das wir
großen Verlierer vielleicht nur noch Ideen
Aus dem Brief von Prof. Dr. beitragen können, die über bloße RückerHans Raupach an Dr. W. Schnei- innerungen weit hinaus gehen müssten.
der, 31.1.1979
Alles in Allem: Der Text mag die Gefühle
von alten Leutchen (wozu ich mich nehme)
noch ansprechen, aber er enthält nicht eiAuf dem Weg über das OEI [Osteuropa- nen Gedanken, der auch meine Kinder vom
Institut München] erhielt ich erst ver- Stuhle reißen könnte. Stellt doch ein weispätet Deinen Bericht über das Haus terweisendes Komitee hin, das ein wirkliSchlesien. Ich gratuliere zum Zustan- ches Programm zustande brächte. Nicht gedekommen des so energisch verfolg- rade als Mitglied eines solchen – vielleicht
ten Projekts. Zur aktiven Förderung könnte ich etwas mit raten können.
kann ich mich noch nicht entscheiden.
Zu den Gründen: Bei aller Liebe zum Aus dem Brief von Prof. Dr.
schlesischen Erbe vermag ich nicht mir Hans Raupach an Dr. W. Schneivorzustellen, dass es an einer Stelle, gleich- der, 4.4.1979
sam in Reinkultur, erhalten und gepflegt
werden kann. Wer Literatur, Karten, Noten p.p. sucht, wird das z.B. in Marburg Zu meinem Bedauern habe ich es nicht
[Herder-Institut für historische Ostmittel- mehr geschafft, Dir die gewünschten Beeuropaforschung] finden. Es erscheint mir merkungen zum 30.3. zukommen zu las-
Rückblick
sen. Es hätte ja auch ein Memorandum
sein müssen. Kommt es vielleicht auch
später zurecht.
Meine Stichworte:
Schlesien nicht nur Objekt des Gedenkens an eine verlorene Heimat, vielmehr
der europäischen Geistesgeschichte.
Auf dieser Basis alle Ansätze zur Pflege
dieser Geschichte – auch bei den Polen –
sichtbar machen, nicht in Anhäufung von
Büchern und dergleichen, was nicht im
Entferntesten zur Vollständigkeit führt,
sondern Schaltstelle, Koordinierungsbemühungen und dergleichen zumindest
von Wissen über was es alles schon gibt
oder oder geben sollte.
Auch Nachlässe sammeln. Aber wer soll
das lebendig halten? Personalkosten für
aktive Archivkraft (vgl. unsere Erfahrungen).
Hat schon irgendwo eine Tagung zu dem
Thema Schlesien stattgefunden? Wo sind
wissenschaftliche Nachwuchsspieler auf
dem Feld?
Aber vielleicht habt Ihr mehr eine Stätte der Begegnung und Beherbergung im
Auge, wie sie im politischen Raum Bonn
angebracht sein könnte. Non lo so.
…
Alles muss raus! Das Haus Glatz 1979 bei den Umbauarbeiten.
17
Schlesien aktuell
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
lebnisgeneration versteht unter Schlesien stimmung 1921 an Polen fiel) bestehenSchlesier = Schlesier?
Zum offiziellen Ergebnis der den Bereich zwischen Görlitz im Westen de Bewegung an; sie hat bei den letzten
und Kattowitz im Osten sowie Grünberg Wahlen in der Wojewodschaft Schlesien
Volksbefragung in Polen
Seit dem 29. Januar d.J. liegen die offiziellen Ergebnisse der Volksbefragung
in Polen im Jahre 2011 vor. In dieser
Volksbefragung war es erstmals in der
Geschichte Polens möglich, dass sich
die Einwohner einer Ethnie, Nationalität oder regionalen Gruppe zuordnen
konnten. Insgesamt haben 36.522.000
Personen = 94,83 % ausschließlich die
polnische Nationalität. 917.000 Personen
= 2,26% haben sowohl die polnische als
auch eine nichtpolnische, 597.000 Personen = 1,55% haben ausschließlich eine
nichtpolnische Zugehörigkeit angegeben. Doppelnennungen waren möglich.
521.000 Personen = 1,35% haben keine
Angaben gemacht. Die Zahl der Personen, die sich zur deutschen Nationalität
bekennt, ist gegenüber der letzten Befragung im Jahre 2002 (damals 153.000) mit
jetzt 148.000 in etwa stabil geblieben.
45.000 haben ausschließlich die deutsche
und 64.000 sowohl die deutsche als die
polnische Nationalität genannt.
Für eine gewisse Verwirrung, besonders
unter den Schlesiern der Erlebnisgeneration, sorgte die in der Statistik auftauchende große Zahl der Personen, die
sich als Schlesier bezeichneten: 847.000!
Dazu ist es wichtig zu wissen, dass die
Begriffe Schlesien, Schlesier und Schlesisch in Polen eine ganz andere Bedeutung haben als in Deutschland. Die Er-
in Norden und dem Riesengebirge und
der Grafschaft Glatz im Süden und unterscheidet nur zwischen Nieder- und Oberschlesien. Schlesier sind Menschen, die
aus Schlesien stammen, und unter Schlesisch wird vor allem die Mundart Karl
von Holteis und Gerhart Hauptmanns
verstanden.
Ganz anders in Polen. Unter Schlesien
versteht man hauptsächlich das oberschlesische Industriegebiet zwischen
Gleiwitz im Westen und Kattowitz im
Osten sowie Tarnowitz im Norden und
Rybnik im Süden. Zusätzlich wird noch
zwischen dem Teschener Schlesien, dem
Oppelner Schlesien und Niederschlesien
unterschieden. Schlesier sind also Menschen, die hauptsächlich das Industriegebiet bewohnen und schlesisch sprechen; dabei wird unter Schlesisch das
sog. „Wasserpolnisch“ verstanden. Diese
Personengruppe ist nun in den letzten 15
Jahren erstaunlich gewachsen: 847.000
Personen haben sich diesmal als Schlesier bezeichnet (im Jahre 2002 waren es
nur 173.00), wobei 376.000 Personen
sich ausschließlich als Schlesier bezeichnen, 431.000 dagegen sowohl als Schlesier als auch als Polen. Politisch vertreten wird diese Gruppierung durch die
Bewegung für die Autonomie Schlesiens
(Ruch Autonomii Śląska). Diese knüpft
hauptsächlich an die bereits in den Jahren
1920 bis 1939 in Ost-Oberschlesien (dem
Bereich Oberschlesiens, der nach der Ab-
(vormals Kattowitz) drei Sitze errungen
und regiert dort gemeinsam mit der Bürgerplattform (PO).
Um den Überblick zu vervollständigen,
sei noch angemerkt, dass sich 16.000
Personen ausschließlich als Kaschuben
bezeichnet haben und 216.000 Personen
sowohl als Kaschuben als auch als Polen.
Größere Personengruppen, die sich als
nichtpolnisch deklarieren, sind die Ukrainer mit 51.000 und die Weißrussen mit
47.000 Personen.
Die Gruppen, die sich als nichtpolnisch
ansehen, stellen in 181 Gemeinden, verteilt auf 8 Wojewodschaften, mindestens
10% der Bevölkerung. Die meisten dieser Gemeinden befinden sich auf dem
Gebiet der Wojewodschaft Schlesien
(vormals Kattowitz) mit 76, gefolgt von
Pommern mit 41 sowie Oppeln mit 36
Gemeinden. Nach dem polnischen Minderheitengesetz dürfen in Gemeinden
und einzelnen Ortschaften, die von Minderheiten bewohnt werden, zweisprachige Ortsschilder aufgestellt werden. Das
erste deutsch-polnische Ortsschild wurde
am 4. September 2008 in Lubowitz, Gemeinde Rudnik, Landkreis Ratibor, in der
Wojewodschaft Schlesien aufgestellt.
Adrian Sobek
(Quelle: Główny Urząd Statystyczny,
29. Januar 2013)
Buchvorstellung
In Zusammenarbeit mit dem Kulturforum östliches Europa, Potsdam, fand am 26.2.2013 im Eichendorffsaal eine gut besuchte Buchvorstellung der neuen
Publikation von Frau Dr. Roswitha Schieb statt. Die schwungvolle musikalische Umrahmung ihres Vortrags übernahm das Salon-Orchester Petersberg.
18
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Ausstellung
„…die Mutter aller andern
Schlesischen Land-Charten“ zu
Besuch in Schweidnitz
Vom 9. März bis zum 21. April 2013 ist die
Ausstellung über die erste Schlesienkarte
im Museum der ehemaligen Kaufmannschaft in Schweidnitz zu sehen. Rund zwei
Jahrhunderte war das von Martin Helwig
geschaffene, handwerklich und ästhetisch
herausragende Kartenwerk die Vorlage für
alle nachfolgenden schlesischen Landkarten, so dass sie zu Recht als „die Mutter
aller andern Schlesischen Land-Charten“
bezeichnet wird. Die von dem Landkartenexperten Manfred Spata kuratierte Ausstellung war bereits 2011 im HAUS SCHLESIEN zu sehen. Sie stellt Leben und Werk
Martin Helwigs dar und präsentiert außerdem einige der später entstandenen schlesischen Landkarten, denen sie als Vorbild
diente.
Mit den Vorbereitungen für seine Schlesienkarte begann Martin Helwig 1559; drei
Jahre benötigte er für die Bereisung Schlesiens, die messtechnischen Beobachtungen
und Berechnungen. Ohne die finanzielle
Förderung des Breslauer Ratsherren, Nikolaus Rehdinger hätte er dieses zeitraubende
und kostspielige Vorhaben nicht beenden
können. Der Kartenentwurf wurde von
dem Breslauer H. Kron in Holz geschnitten und 1561 schließlich bei dem Buchdrucker Johannes Creutziger in Neisse
gedruckt. Der Holzschnitt wurde mit solch
hoher Fertigkeit ausgeführt, dass er an die
Qualität eines Kupferstiches heranreicht.
Helwig hat seine Karte bewusst nach Süden orientiert, die Oder fließt somit von
oben nach unten. In der unteren rechten
Kartenecke ist ein Längenmaßstab von 20
„gemeinen Landmeilen“ eingezeichnet,
was einem Verhältnis von etwa 1:546 000
entspricht. Insgesamt erschienen bis 1889
elf Auflagen der Karte und über mehr als
Eröffnung der Landkartenausstellung von HAUS SCHLESIEN und Manfred Spata im Museum des Alten
´
Kaufmannsstandes/Muzeum Dawnego Kupiectwa im historischen Rathaus zu Schweidnitz/Swidnica.
V.l.n.r.: Dolmetscher Edward Borowski, Manfred Spata, Museumsdirektor Wiesław Rośkowicz,
Kurator Dobiesław Karst.
ein Jahrhundert bildete sie die Grundlage
für alle weiteren kartographischen Darstellungen von Schlesien.
Das 1967 gegründete Museum der ehemaligen Kaufmannschaft in Schweidnitz,
direkt am Ring gelegen, beherbergt eine
umfangreiche Sammlung von Dokumenten
und Objekten, die die Handelsgeschichte
betreffen. Hierzu gehören Waagen, Maße
und Gewichte, historische Produkte und
ganze Ladeneinrichtungen des letzten
Jahrhunderts. Daneben wird in mehreren
Räumen mit zahlreichen Exponaten die
Schweidnitzer Stadtgeschichte dargestellt.
Zu ihr gehört in gewisser Weise aufgrund
der Lebensstationen ihres Kartographen
auch die Schlesienkarte. An der bereits
1284 erstmalig erwähnten Lateinschule in
Schweidnitz war der 1516 in Neisse geborene Martin Helwig als Lehrer tätig. Acht
Jahre unterrichtete er hier, bevor er 1552
aus Glaubensgründen an die Breslauer Maria-Magdalena-Schule wechselte.
Die Ausstellung wurde am 8. März in Anwesenheit des Ausstellungskurators Manfred Spata feierlich eröffnet. Rund 60 Gäste
folgten interessiert den Ausführungen Spatas über Leben und Werk Martin Helwigs.
Neuzugänge in der Kartensammlung
von HAUS SCHLESIEN
Neben den zahlreichen Leihgaben des Kurators sind es die Schätze aus der inzwischen
sehr umfangreichen eigenen Kartensammlung des Hauses, die nun in Schweidnitz
präsentiert werden. Für unsere eigene Arbeit sind diese vielfältigen Bestände ebenso
hilfreich wie für die Benutzer vor Ort oder
Kollegen aus anderen Institutionen. Durch
zahlreiche Stiftungen und Nachlässe befinden sich in der Sammlung inzwischen auch
viele interessante Einzelstücke.
So erhielt HAUS SCHLESIEN in diesem
Winter eine Schenkung von zwei sehr seltenen alten Karten eines niederschlesischen
Gutsbezirks. Die Karten sind handgezeichnet und koloriert; sie zeigen den typischen
Besitz eines Rittergutes mit seinen verschiedenen Liegenschaften und Nutzungen wie Acker, Wiese, Wald, Garten und
Hof. Leider ist das auf Leinen aufgezogene
Kartenpapier in schlechtem Erhaltungszustand und bedarf einer fachmännischen
Restauration. Da diese Behandlung sehr
kostenintensiv ist, bitten wir die Freunde
des Hauses und der Kartographie um eine
Spende (Volksbank Bonn-Rhein-Sieg,
BLZ 38060186, Kontonr.: 261318019,
Stichwort: Kartenrestaurierung), um
diese seltenen Stücke erhalten zu können.
Silke Findeisen / Manfred Spata
19
Gastronomie
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Ostern
Osterbuffet
Hummervariationen
Salate der Saison mit zweierlei Dressings
Eier mit Senfcreme
Möhren-Spinatsalat
Apfelsinensalat
Fischvariationen von Lachs und Kräuterfischen
Geflügel-Spargelsalat
Roastbeef-Cocktail
Paprika-Fetakäsesalat

Lauchcremesuppe
Wachtelessenz

Fasan auf Weinsauerkraut
Kaninchenkeule mit Sahnesauce
Zander im Speckmantel
Savoyardkartoffeln
Bandnudeln in Rahmsauce
Gemüse der Saison
Safranreis

Pfirsich-Quarkcreme
Walnussmousse mit Orangen
Zitronentarte
Bunte Obstplatte
Preis 29,90 € pro Person
Muttertag
20
Pfingsten
Muttertagsbuffet
Pfingstbuffet
Spargel kalt mariniert mit gekochtem Schinken
Gegrilltes Gemüse mit Basilikumsauce
Rindercarpaccio auf Rucola mit Parmesan
Nudelsalat nach Bretonischer Art
Rosa gebratene Rinderhüfte mit Remoulade
Bunter Gemüsesalat mit Schafskäse
Gepökelte Rinderzunge auf Apfel-Lauchsalat

Spargelcremesüppchen
Rinderconsommé mit Flädle

Gebratene Hähnchenbrust auf Spargelragout
Gegrillter Lachs in Wermuthsauce
Ragout vom Wild mit Pilzen
Spargelgemüse
Bunter Gemüsereis
Butterspätzle

Orangencreme mit Karamell
Zitronengras Panna Cotta
Bisquitroulade mit fruchtiger Füllung
Mariniertes Frühlingsgemüse
Trilogie vom geräucherten Fisch
Spargelsalat mit Schinken und Rucola
Bunter Linsensalat mit Hähnchenbrust
Tomaten-Mozzarella-Spieß
Waldorfsalat mit Äpfeln und Walnüssen

Spargelcremesüppchen mit Shrimps
Geflügelbouillon mit Gemüse

Kalbsröllchen mit getrockneten Tomaten
und Ziegenfrischkäse
Schweinebraten nach Hohenzollern-Art
Pochiertes Lachsfilet auf Spinat mit Pinienkernen
Rosmarinkartoffeln
Bandnudeln
Gemüse vom Bonner Buttermarkt

Erdbeermousse mit Minze
Joghurtterrine mit Himbeersauce
Rote Grütze mit Vanillesauce
Preis 29,90 € pro Person
Preis 29,90 pro Person
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Gastronomie
WEIN-LESE-REISE
Sekt-Frühstück auf der Sonnenterrasse
Literarisches Wochenendseminar am 1. und 2. Juni 2013
im HAUS SCHLESIEN
Liebe Gäste,
zum Sekt-Frühstück auf der Sonnenterrasse
begrüßen wir Sie in diesem Jahr an folgenden Sonntagen:
26. Mai 2013,
23. Juni 2013,
28. Juli 2013,
25. August 2013,
22. September 2013
jeweils von 09:00 bis 12:00 Uhr
Leitung: PD Dr. Jürgen Nelles und
Annette Lütke Volksbeck, Dipl. Rom.
Wein spielt nicht nur im Leben vieler LeserInnen eine große
Rolle, sondern auch in der Literatur. Welche verschiedenartigen Bedeutungen Wein in literarischen Werken erhält, soll
in einer poetischen Wein-Lese-Reise erkundet und durch
den Genuss ausgewählter Weine ‘überprüft’ werden. Nach
einem einführenden Vortrag, der – in Wort und Bild – einen
Überblick über „Wein in der Literatur“ vermittelt, werden
poetische Texte vorgetragen, in denen ‘ein guter Tropfen’,
‘begnadete Trinker’ und ‘weinselige Stimmungslagen’ besungen werden. Ein mehrgängiges mediterranes Menu und
eine Weinprobe mit der südfranzösischen Winzerin Fanny Tisseyre runden die durch Bildimpressionen illustrierte
Wein-Lese-Reise am Samstagabend ab.
Gönnen Sie sich den Luxus eines gedeckten Tisches für
sich, Ihre Familie und Ihre Freunde.
Preis: 13,50 € pro Person; Kinder bis 6 Jahre sind unsere
Gäste, Kinder bis 12 Jahre 6,50 €.
Ihre Reservierung nehmen wir gerne entgegen!
Tel.: 02244-886-0, Fax: 02244-886-100
E-Mail: info@hausschlesien.de
Am Sonntagvormittag beleuchtet Nicola Remig in einer Führung durch die aktuelle Ausstellung im HAUS
SCHLESIEN das besondere deutsch-französische Verhältnis
seit dem 19. Jahrhundert. Die facettenreichen Beziehungen
zwischen „Wein und Kunst“ veranschaulicht anschließend
ein bebilderter Vortrag, bevor eine ‘poetische Nachlese’ das
literarische Weinseminar abschließt.
Teilnahmegebühr: 130,- € (inkl. Mahlzeiten, Softgetränken
und frz. Weinprobe sowie Führung); zusätzlich mit Übernachtung u. Frühstücksbuffet: 175,- € (begrenzte Teilnehmerzahl!).
Anmeldungen und Anfragen telefonisch oder schriftlich
(auch per E-Mail) bei:
PD Dr. Jürgen Nelles, 53119 Bonn, Alemannenweg 17,
E-Mail: JuergenNelles@gmx.de
Tel.: 0228 / 693 692.
Grillbuffet
Schlesische Rezepte
Liebe Gäste,
Viele sagen: wo bleibt im HAUS SCHLESIEN die schlesische Küche?
Aus diesem Grunde ergeht eine Bitte an alle, die bewährte
Rezepte für schlesische Speisen haben.
Bitte teilen Sie uns diese mit, damit wir sie ausprobieren
können. Was davon zu realisieren ist, wollen wir in unsere
Speisekarte aufnehmen.
Vielen Dank für Ihr Mittun!!
an jedem ersten Donnerstag des Monats bieten wir ab
18:00 Uhr in der Rübezahlstube einen gemütlichen Grillabend mit Buffet.
Preis 14,90 € pro Person. Kinder bis 6 Jahre sind unsere
Gäste, Kinder bis 12 Jahre 6,50 €.
Ihre Reservierung nehmen wir gerne unter der Telefonnummer 0 22 44 886 261 entgegen.
21
Geschichte
Joseph Wilpert und
Carl Ulitzka
Preußisch Mähren, dieses kleine Stückchen Oberschlesiens, brachte einige
Persönlichkeiten hervor, deren Bekanntheitsgrad weit über die Grenzen Schlesiens hinausging.
Dazu gehören drei katholische Geistliche: Joseph Wilpert, Carl Ulitzka und Joseph Martin Nathan, der in der nächsten
Ausgabe vorgestellt werden soll.
Josef Wilpert wurde am 22. August 1857
in Eiglau geboren. Nach der Schulzeit
auf dem Gymnasium in Leobschütz studierte er ab 1880 Theologie in Innsbruck
mit der anschließender Priesterweihe
am 2. Juli 1883. Im Gegensatz zu seinen
Zeitgenossen Nathan und Ulitzka, die das
ganze Leben ihrer Heimat Oberschlesien
verbunden blieben und auch dort wirkten, ging Wilpert nach Rom, wo er im
Oktober 1884 Kaplan am Campo Santo
Teutonico wurde und sein Studium der
Archäologie begann. Rom blieb bis zu
seinem Tode seine Heimat, die er nur zur
Forschungsreisen verließ. 1891 wurde
Wilpert der Ehrentitel eines päpstlichen
Geheimkämmerers verliehen, 1892 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Königlichen Akademie (erst ab 1902 wieder
Universität) in Münster/W. und 1903 das
Joseph von Eichendorff –
ein schlesischer Revolutionsromantiker?
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Amt eines Apostolischen Pronotars. Den
Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen
Tätigkeit bildete die Erforschung der
frühchristlichen Begräbnisstätten, der
Katakomben. Nach langjährigen Forschungen veröffentlichte Wilpert im Jahre 1903 zwei Foliobände mit Abbildungen, denen 1916 weitere folgten. Wilpert
gilt damit als Wegbereiter der christlichen
Katakomben- und Sarkophag-Forschung.
Er starb am 10. März 1944 in Rom. Am
11. Mai 2004 wurde anlässlich des 60sten
Todestages mit einem feierlichen Gottesdienstes in Anwesenheit des Olmützer
Bischofs Josef Hradlicek, des Oppelner
Weihbischofs Jan Kopiec sowie des örtlichen Pfarrers Zygfryd Pyka eine Gedenktafel des Bildhauers Adolf Panitz an der
Eiglauer Dorfkirche enthüllt.
Während Joseph Wilpert sein Leben der
Wissenschaft, vornehmlich der christlichen Archäologie widmete, stand bei
Carl Ulitzka der Einsatz für die Menschen ungeachtet ihrer Nationalität und
Sprache im Vordergrund. Durch seinen
selbstlosen Einsatz für die Menschen seiner Heimat musste er viel Leid ertragen.
Carl Ulitzka wurde am 24. September
1873 in Jernau, heute einem Stadtteil von
Bauerwitz, geboren. Nach dem Besuch
des Gymnasiums in Ratibor studierte
er Theologie in Breslau und Graz und
wurde durch Kardinal Kopp am 21. Juni
1897 in Breslau zum Priester geweiht.
Eichendorff, PD Dr. Jürgen Nelles und
zog die Zuhörer mit Wort und Bild zu Leben und Werk des schlesischen Dichters
in seinen Bann. Die gut besuchte Veranstaltung fand in bewährter ZusammenDiese Frage stellte am 10. März 2013, arbeit mit der VHS Siebengebirge statt.
dem 225. Geburtstag des Freiherrn von Nach dem Vortrag waren die Besucher
Es folgten Kaplans- und Pfarrstellen in
Kreuzburg/OS und Bernau bei Berlin.
Von 1910 an war er Pfarrer an der St. Nikolauskirche in Ratibor-Altendorf. Wie
Joseph Nathan, dem er zeitlebens freundschaftlich verbunden war, engagierte
sich Ulitzka politisch. Von 1920 bis 1933
wirkte er als Zentrumsabgeordneter im
Berliner Reichstag. Während der drei
polnischen Aufstände und des Abstimmungskampfes in Oberschlesien in den
Jahren 1919 bis 1921 war Ulitzka der bekannteste Vertreter des Kampfes für das
Deutschtum in Schlesien und damit der
Gegenspieler von Wojciech Korfanty.
Sein weiteres Leben verlief tragisch. Im
Jahre 1939 wurde Carl Ulitzka von den
Nationalsozialisten aus Oberschlesien
ausgewiesen, da er sich für den Gebrauch
der polnischen Sprache eingesetzt hat. Er
wurde Krankenhausseelsorger in Berlin,
dort im Oktober 1944 verhaftet und in
das Konzentrationslager Dachau eingewiesen. Nach Kriegsende ging Ulitzka im
August 1945 wieder nach Ratibor, musste die Stadt aber nach nur einer Woche
nach massiven Morddrohungen von polnischer Seite wieder verlassen. Zurück in
Berlin wirkte er bis zu seinem Tode am
12. Oktober 1953 wieder als Krankenhausseelsorger.
Adrian Sobek
zu einer kurzen Führung durch die Sonderausstellung „Revolution, Reform oder
Restauration“ mit der Kuratorin Silke
Findeisen eingeladen.
Richtigstellung
Zu dem Reisebericht „Breslau im Herbst“
von Manfred Richter aus der letzten
Ausgabe des Briefes aus dem HAUS
SCHLESIEN erreichte uns folgende
Richtigstellung:
Bei der Mitreisenden, die bei dieser
Reise im Stadtzentrum in der Ohlauer
Straße 16 die frühere Firma ihres Vaters wiederfand, handelt es sich um Frau
Sibylle Baumgarth aus Darmstadt. Die
Firma ihres Vaters war die „Fa. Walter
Grundmann. Großhandlung für Papier
und Schreibwaren.“
Da vielen Breslauern dieses Geschäft
noch bekannt ist, kommen wir gerne
ihrer Bitte nach und stellen den Zusammenhang zwischen ihrem Namen und der
Firma des Vaters her.
22
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
Seminar
„Ein großartiger Gedankenaustausch“
Im Februar waren wieder drei polnische
Studentengruppen von verschiedenen
Germanistikfakultäten zu einwöchigen
Seminaren im HAUS SCHLESIEN zu
Gast. Diesmal von den Lehrerkollegien
Breslau und Oppeln und von der Universität Grünberg. Im März und April
kommen zwei weitere Gruppen von den
Fachhochschulen Hirschberg und Ratibor hier ins Siebengebirge. Ermöglicht
werden diese „Schlesischen Begegnungen“ durch die Förderung des Bundesministeriums des Innern.
Die Studierenden der Universität Grünberg bei einem Vortrag im HAUS SCHLESIEN.
Auch das Haus der Geschichte in Bonn war fester
Bestandteil des Programms.
Die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe beim
Europa-Planspiel.
Besuch in der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn.
Wir brauchen Hilfe!
Für vielfältige Aufgaben in unserem Haus, auch für
handwerkliche Arbeiten, suchen wir ehrenamtliche
Mitarbeiter/innen aus der näheren Umgebung.
Klaus Mandl, der die Gruppen während
der gesamten Zeit des Seminars begleitete, beschreibt das Ziel als „Verständigung
untereinander“. Die Studierenden bearbeiten in Kleingruppen unterschiedliche
Themen, deren Ergebnisse am Ende der
Woche in Form von Vorträgen, Filmen,
Schauspiel o.ä. präsentiert werden. Bei
Exkursionen in die Region lernen sie das
Adenauer-Haus, das Haus der Geschichte, die Bundeszentrale für politische Bildung, das Oberschlesische Landesmuseum, Sehenswürdigkeiten in Bonn und
Köln und vieles mehr kennen und besuchen auch das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen. Daneben gibt es Gespräche mit Zeitzeugen,
welche die Flucht und Vertreibung nach
dem Zweiten Weltkrieg miterlebt haben.
„Hier findet ein großartiger Gedankenaustausch statt. Das ist erlebte Geschichte“, sagt Klaus Mandl über das Projekt.
Auch dieses Mal waren die beiden Mitarbeiterinnen der Forschungsgruppe Jugend und Europa des Centrums für angewandte Politikforschung an der LMU
München, Dr. Doerthe Winter-Berke
und Eva Feldmann-Wojtachnia, mit von
der Partie und leiteten am 27. Februar
das Planspiel zur Europapolitik, zu dem
auch Studierende deutscher Universitäten eingeladen waren. Das Planspiel
soll komplexe Themen und Strukturen
der Europäischen Union vermitteln. Die
Studierenden übernahmen vor dem Hintergrund einer fiktiven Ausgangslage
– die Forderung nach einem EU-weiten
Killerspiel-Verbot – für die Dauer des
Planspieles Rollen von Akteuren und
befanden sich dadurch mitten im politischen Geschehen. Die Studierenden erfuhren aus der Innenansicht, wie solche
Richtlinien entstehen können und in welchem Handlungsrahmen man sich dabei
bewegt. Das Fazit einer der Arbeitsgruppen war: „Europa kann ohne Werte nicht
funktionieren“.
Bernadett Fischer
23
Zu guter Letzt
BRIEF AUS DEM HAUS SCHLESIEN – NR.1 / 2013
So finden Sie uns:
BRIEF AUS DEM
HAUS SCHLESIEN
Herausgeber:
HAUS SCHLESIEN
–Deutsches Kultur- und
Bildungszentrum e. V. –
Dollendorfer Str. 412
53639 Königswinter
Tel.: (02244) 886-0
Fax: (02244) 886-100 [Rezeption]
(02244) 886-200 [Sekretariat]
(02244) 886-230
[Dokumentationszentrum]
E-mail: info@hausschlesien.de
www.hausschlesien.de
Unsere Öffnungszeiten:
Rübezahlstube:
Di.-So.
07.30 –23.00 Uhr
Ausstellungen:
Di. – Fr.
10.00 – 12.00 Uhr
und 13.00 – 17.00 Uhr
Sa., So. und
Feiertage
11.00 – 18.00 Uhr
V.i.S.d.P.R.: Heinz Stirken
Redaktion: Nicola Remig
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Sabine Beringer
Reinhard Blaschke
Silke Findeisen
Bernadett Fischer
Sydonia Morcinek
Dr. Jürgen Nelles
Olga Rembe
Nicola Remig
Adrian Sobek
Manfred Spata
Heinz Stirken
Dr. Albrecht Tyrell
Bankverbindungen:
Volksbank Bonn Rhein-Sieg e.G.
Konto-Nr. 2601 318 019
BLZ 380 601 86
Konto Sonderspenden zur
Schuldentilgung:
VR-Bank Dormagen
Konto-Nr. 2603842017
BLZ 30560548
Druck:
Siebengebirgsdruck GmbH & Co. KG,
Bad Honnef
Auflage: 4000 Exemplare
Hinweis: Der nächste Brief aus dem HAUS SCHLESIEN
wird im Juni 2013 erscheinen.
24
Nachdruck erlaubt, Belegexemplar
erbeten!
Namentlich gekennzeichnete Beiträge
geben nicht unbedingt die Meinung der
Redaktion wieder.
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Seele and Geist
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