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Deutsches Ärzteblatt 1991: A-2950

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DEUTSCHES
ÄRZTEBLATT
Selman Uranüs: Die Milz
und ihre aktuelle Chirurgie,
W. Zuckschwerdt Verlag,
München/Bern/Wien/San
Francisco, 1991, IX, 86 Seiten, 66 teils farbige Abbildungen, 13 Tabellen, gebunden,
68 DM
Über Jahrhunderte hinweg wurde die Milz als „Organum plenum mysterü" bezeichnet. Bis in die heutige
Zeit hinein resultiert daraus
eine inzwischen sehr umstrittene, weil häufig ausgesprochen unkritische Indikationsstellung zur Splenektomie aus
posttraumatischer, onkologischer, rein operativ-technischer oder diagnostisch-therapeutischer Konsequenz.
Häufigster Ausgangspunkt
zur Splenektomie ist die traumatisch bedingte Milzruptur
vor dem Hintergrund ständig
steigender Unfallzahlen, wobei die Milzruptur mit 60 Prozent Verletzungshäufigkeit
bei den stumpfen und penetrierenden Abdominalverletzungen an der Spitze liegt.
Auf der Basis anatomischer,
physiologischer und moderner diagnostischer Grundlagen werden vom Autor eigene, tierexperimentell und
praktisch untermauerte Erfahrungen mit organerhaltenden Methoden bei Milzrupturen der Schweregrade I—IV
beschrieben. Das Spektrum
reicht von der konventionellen Parenchymnaht über Klebe- und Koagulationstechniken bis hin zur Splenorrhaphie mit resorbierbaren Kornpressionsnetzen. Nur bei
schwersten Milzzerreißungen
bleibt als Ultima ratio die
Teilresektion oder die Splenektomie. Die Versuche zur
heterologen Autotransplantation finden kritische Beachtung. Die Monographie erlaubt, auch im Hinblick auf
ausgezeichnete Abbildungen,
ein 271 Zitate umfassendes
Literaturverzeichnis und ein
gut gegliedertes Register, eine schnelle und gründliche
Auseinandersetzung mit der
Problematik.
Andreas Dehne,
Dresden
Dietrich von Engelhardt: Medizin in der Literatur der Neuzeit, I. Darstel-
lung und Deutung, Guido
Pressler Verlag, Hürtgenwald, 1991, XII, 435 Seiten,
Ganzleinen, 220 DM
Obwohl die Geschichte
der beste Zugang zu den meisten Problemen unserer Gegenwart ist, beschäftigen sich
nur wenige Ärzte mit Literaturgeschichte, und dies schon
von ihren Tagen als Medizinstudenten ab. Allenfalls Fir-
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Nr. 000 148 6942 (BLZ 600 906 09)
Postgiroamt Stuttgart, Nr. 41533-701 (BLZ 600 100 70)
Eine Spendenquittung wird zugesandt.
HB-Stiftung „Ärzte helfen Ärzten"
Albstadtweg 11, 7000 Stuttgart 80
Postfach 81 01 70
A-2950 (120) Dt. Ärztebl. 88, Heft 36, 5. September 1991
BUCHBESPRECHUNGEN
men und Verlage pflegen ihre
Weihnachtsgeschenke mit
Bildern aus der mittelalterlichen Medizin zu schmücken.
In dem Buch von Dietrich von
Engelhardt gelegentlich zu lesen, ist auch für den heutigen
Arzt ein Gewinn in jeder Hinsicht. Die Art der Darstellung
kann als vorzüglich bezeichnet werden. Sie beginnt mit
allgemeinen Perspektiven
über den Kranken und seine
Krankheit, verschiedene maßgebliche Krankheitsgruppen
oder Erkrankungen und führt
bis in den sozialen Kontext
sowie die Diätetik. Zeitlich
beginnt von Engelhardt etwa
bei Dickens und Balzac, so
daß alle modernen Schriftsteller einschließlich der Verfasser medizinischer Lehrgedichte erfaßt sind. Literaturnachweise, Sach- und Personenverzeichnisse sind vorbildlich. Dieses Buch kann als
eigenes Lesebuch ebenso
empfohlen werden wie als
Geschenk. Gerade auch für
das Geschenk ist die schöne
Aufmachung in einem Leinenband vorteilhaft.
Rudolf Gross,
Köln
W. F. Jungi, H.-J. Senn
(Hrsg.): Krebs und Alternativmedizin II, Springer-Ver-
lag, Berlin, 1990, XIII, 332
Seiten 56 Abbildungen, 26
Tabellen, broschiert, 48 DM
Senn und Jungi kommt
das Verdienst zu, in St. Gallen auch beim zweiten Symposium wiederum konventionelle und (sogar bevorzugt)
nicht orthodoxe Tumorbehandlungen gleichberechtigt
zu Wort kommen zu lassen.
Wir hatten darüber im Deutschen Ärzteblatt ausführlich
berichtet. Der jetzt erschienene Berichtsband bestätigt die
seinerzeit vorgetragene Meinung, daß „im Ernstfall" homöopathische, anthroposophische und phytotherapeutisehe Mittel nicht das erreichen, was manche von ihnen
erwarten. Sie zeigen aber auf
der anderen Seite die Bedeutung vermehrter Eigenverantwortung, pflegerischer Maßnahmen, psychotherapeutischer Aspekte bis hin zu den
rechtlichen Grenzen ärztlicher Therapiefreiheit. Ein
sehr lesenswertes Buch besonders für diejenigen, die
bei bestimmten Patienten generell eingreifende Maßnahmen durch „Stahl, Strahl oder
Chemie" nicht oder nicht
mehr für indiziert halten.
Wolfgang Sorg, Köln
Niels Mygind: Grundriß
der Allergologie, Übersetzt
von Margret Schnitzler, Dr.
Dietrich Steinkopff Verlag,
Darmstadt, XII, 374 Seiten,
217 Abbildungen, 51 Tabellen, kartoniert, 68 DM
Erkrankungen auf allergischer Basis sind in stetigem
Zunehmen begriffen. Die
Gründe hierfür sind bekannt.
Vor allem sind Umwelteinflüsse und mangelnde Resistenz neben anderen Faktoren in erster Linie als Ursache
verantwortlich.
Es gibt kaum ein ärztliches
Fachgebiet, in dem nicht Allergieprobleme an der Tagesordnung wären. Das Gebiet
der Allergologie ist im Laufe
der jüngsten Jahre zu einem
Komplex herangewachsen,
der nur mehr schwer überschaubar erscheint. Es ist daher um so wichtiger, daß sich
jeder praktisch tätige Arzt
gründliche Kenntnisse auf
diesem Gebiet aneignet, um
eine effektive Patientenbetreuung durchführen zu können.
Das vorliegende Buch
kommt in hohem Maße diesen Anforderungen entgegen.
In übersichtlicher und textlich klarer Form gibt, es einen
praxisorientierten Überblick
über Diagnostik und Therapie allergischer Erkrankungen. In anschaulicher Weise
wird das unbedingt notwendige Grundlagenwissen der Immunologie und Allergologie
unter Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vermittelt. Instruktive Abbildungen und
zahlreiche Literaturhinweise
bereichern das Buch, das für
den Praktiker wie Kliniker
wertvolles Informationsgut
enthält.
Hellmut Schrüffer,
Augsburg
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Seele and Geist
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