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Leseprobe zum Titel: Hamburger Abendblatt (20.12 - Die Onleihe

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Sonnabend/Sonntag, 20./21. Dezember 2014
WOHNEN&LEBEN
in Kooperation mit
49
Hamburger Abendblatt
... IMMOBILIEN . MIETE . DESIGN . BAUEN . ARCHITEKTUR ...
Garderoben Designer entdecken den Flur für sich und überraschen mit schlichten und originellen Entwürfen Seite 51
Online Mehr zu den Themen Immobilien, Einrichten und Architektur Abendblatt.de/wohnen/ratgeber
Eine Kirche wird zum Wohnhaus
URTE I LE
Wann Richter von
Fahrlässigkeit sprechen
:: Mieter können bei grober Fahrlässigkeit den Schutz ihrer Hausratsversicherung verlieren. Darauf weist der
Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmer hin. Im konkreten Fall hatte
ein Mieter mit seiner Frau die Wohnung
für circa 15 Minuten verlassen, ohne zuvor die am Adventskranz brennenden
Kerzen zu löschen (Hanseatisches
Oberlandesgericht, Az. 5 U 231/92). Das
Landgericht Frankfurt spricht wiederum von leichter Fahrlässigkeit, wenn
Kinder in der Nähe eines aufgestellten
Weihnachtsbaumes mit Wunderkerzen
nicht zureichend beaufsichtigt werden
(Az. 2-11 S 283/04). (HA)
Architekt Stefan Grattolf baut liebevoll den in den 1960er-Jahren errichteten Sakralbau in Wilhelmsburg für sich und seine Freundin um
Stefan Grattolf
im früheren
Gemeindesaal der
neuapostolischen
Kirche. Ihn baut
er gerade für
Wohnzwecke um
Fotos:
Marcelo Hernandez
A N ETT E BET HU N E
:: Ganz kurz stand die Frage im
Raum, ob die Kirche in der wenig befahrenen Seitenstraße in Wilhelmsburg
abgerissen werden soll. Ein Bauträger
wollte auf dem Grundstück anschließend Reihenhäuser errichten. Auch ein
Kindergarten meldete zeitweise Interesse an. Zum Schluss aber blieb Stefan
Grattolf als einziger Kaufinteressent
übrig. Der 43-jährige Architekt, aufgewachsen im Stadtteil, überraschte die
zuständige Behörde und den Gemeindevorstand mit der Idee, die einstige
neuapostolische Kirche für Wohnzwecke umzubauen.
Die Idee entwickelte sofort ihren
eigenen Charme – auch bei den direkten Nachbarn, die von den Umbaumaßnahmen in dem sakralen Bau seither
nur wenig mitbekommen. Denn die Außenhaut bleibt bei der Mitte der 1960erJahre errichteten Kirche bzw. dem Gemeindehaus weitgehend unangetastet.
„Seit meinem Studium der Architektur war ich auf der Suche nach einer
Immobilie, die mich vor besondere Herausforderungen stellt“, erzählt der
freischaffende Architekt, der in den vergangenen Jahren viele größere Sanierungsvorhaben in der Hamburger Innenstadt – viele davon mit Bezug zum
Denkmalschutz – begleitet hat.
HE I ZE N
Seit dem Studium war der
Architekt auf der Suche nach
einer besonderen Immobilie.
Unter Zeitdruck will er sich bei diesem Projekt, das er zu eigenen Zwecken
umbaut und für das der Startschuss mit
der Unterzeichnung des Kaufvertrages
vor genau einem Jahr – kurz vor dem
Weihnachtsfest 2013 – fiel, nicht setzen.
Auch wenn er mit seiner Freundin zurzeit auf 64 Quadratmetern zur Miete in
der Hamburger Altstadt wohnt. „Uns
beiden macht es Freude, in diesem Gebäude zu werkeln und Ideen für unsere
gemeinsame Zukunft zu entwickeln.“
Die nahezu kindliche Freude, „seinen eigenen Stefansdom“, wie Freunde
scherzhaft manchmal das Projekt nennen, in aller Sorgfalt zu entwickeln,
kann er dabei nicht verhehlen. „Manchmal haben wir nur ein paar Stunden
Zeit in der Woche, manchmal das ganze
Wochenende.“ Ein kleiner runder Gartentisch mit dazu passenden Stühlen
dient beiden dann als Platz für Kaffeepausen zwischendurch.
Gleichwohl lässt sich jetzt schon
erahnen, wie sich das Wohnen auf der
Fläche – insgesamt sind es 280 Quadratmeter – abspielen wird: Den Mittelpunkt bildet nach wie vor der gut 157
Quadratmeter große Saal mit einer Höhe in der Spitze von 9,50 Metern. An seinem hinteren Ende, dort, wo einst der
Altar auf einem Podest gestanden hat,
ist noch in Umrissen das Kreuz an der
Wand zu erahnen. „Hier werden wir einen Kamin bauen und das Wohnzimmer errichten“, verrät der Architekt.
Auch weil die Decke wegen des Podests
hier nicht so hoch ist.
Für die richtige Beleuchtung ist
auch schon gesorgt: Die von der holzgetäfelten Decke wie Ballons herabhängenden Kirchenlampen bestückte Grattolf in Eigenarbeit mit neuen Fassun-
Den Kubus mit Platz für die Küche und den Arbeitsbereich darüber will der Bauherr
im früheren Gemeindesaal nachträglich integrieren Visualisierung: S. Grattolf
gen, sodass sie jetzt gedimmt werden
können und für LED-Leuchten geeignet sind. Ansonsten braucht es noch ein
wenig Fantasie, um sich alles Weitere
vorzustellen. Aber Grattolf kann als Architekt seine Vorstellungen ja anhand
von Visualisierungen darstellen. Die
zeigen einen freistehenden Kubus, der
im gut 157 Quadratmeter großen „Saal“
Platz für eine Küche vorsieht und auf
der Etage darüber einen Arbeitsbereich. Die Treppe dorthin will er versteckt hinter dem Kubus planen. Auch
sollen noch zwei größere Fenster in das
trapezförmige Dach eingebaut werden,
um diesen Bereich zusätzlich zu beleuchten. „Ansonsten wird man von
hier aus direkten Blick auf die schönen
Kirchenfenster haben.“ Man merkt
dem Architekten den Respekt im Um-
Leuchten wie Ballons im künftigen
Wohnbereich. Sie sind jetzt dimmbar
Das äußere Erscheinungsbild der neuapostolischen Kirche bleibt erhalten
gang mit dem baulichen Erbe an. Nicht
nur hat er ein Fotoalbum, in dem der
Bau der Kirche und erste schöne Feiern
der Gemeinde festgehalten wurden,
neu einscannen und binden lassen.
Nachhaltig ist auch sein Umgang mit
den Materialien, die er im Querriegel
des Sakralbaus vorfand.
Die Garderoben und Stuhlbänke,
die hier früher standen, sollen auch
nach dem Umbau dort wieder zum Einsatz kommen. „Möglicherweise lassen
wir die Stühle noch polstern“, sagt der
Bauherr. Zwischengelagert werden sie
jetzt erst einmal auf dem Podest im
künftigen „Kaminzimmer“. Gemeindevorsteher Manfred Frömming „freut
dies alles ungemein“. Der 62-Jährige
hat sich unlängst selbst einen Eindruck
von den Umbaumaßnahmen verschafft.
13 Jahre lang hat er hier zusammen
mit der gut 50-köpfigen Gemeinde Gottesdienste gefeiert. 2012 fiel dann die
Entscheidung, sich mit der Gemeinde
in Harburg zusammenzutun – „weil
dies für die Zukunft Sinn macht“, sagt
Frömming. Seitdem war die weitere
Nutzung des Sakralbaus ungewiss.
Nunmehr ist klar: Die Sakristei, die
Frömming lange Zeit als Raum diente,
um sich auf Gottesdienste vorzubereiten, wird schon bald als Gäste- oder späteres Kinderzimmer dienen. Schon
jetzt erkennbar ist das Bad en suite, das
diesen Bereich ebenso komplettieren
soll wie im gegenüberliegenden Flügel,
wo bereits mit Leichtbauwänden das
Schlafzimmer der Bauherren mit Ankleide in Ansätzen zu sehen ist. In beiden Flügeln sollen Holzdielen für
wohnliches Ambiente in den Räumen
sorgen. Nicht antasten will Grattolf indessen die großen hellen Fliesen, die
seit der Sanierung der Kirche im Jahr
1994 im Entree zu sehen sind. Sie werden während der Ausbauarbeiten durch
Platten und Decken geschützt.
Im früheren Gemeindesaal selbst
wird eine Fußbodenheizung verlegt, darüber ein Boden in Betonoptik. „Vielleicht lassen wir ihn leicht weiß einschlemmen“, sagt der Bauherr. Das kontrastiere gut zu den neu eingebrachten
Fenstern mit der dunklen Aluminiumrahmung. Sie nehmen die Form des Daches auf und öffnen den Raum zum Garten hin, der hier irgendwann mal mit
Obstbäumen und viel Grün entstehen
soll. Noch ist hier allerdings nur der mit
Betonsteinen gepflasterte Parkplatz zu
sehen.
Die Wände mit ihrer leicht groben
Struktur will Grattolf innen so belassen
und nur neu überstreichen. „Ich kann
mir gut vorstellen, dass sie Einfluss haben auf die Akustik des Raumes und den
Halleffekt ein wenig abmildern.“ Ein
wichtiges Detail, denn auch wenn vieles
noch offen ist: „Wir werden den 157 m2
großen Wohnbereich wohl eher modern
und minimalistisch möblieren“, verrät
der Bauherr. Eines steht für ihn und seine Freundin aber schon fest: Auch dieses Weihnachten wird eine kleine Tanne den früheren Gemeindesaal mit vielen Lichtern und bunten Kugeln zieren.
Austauschpflicht für
veraltete Anlagen
:: Ab dem 1. Januar 2015 dürfen veraltete Heizkessel, die vor 1985 installiert wurden, nicht mehr betrieben werden. So schreibt es die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) vor, um zu
verhindern, dass ineffiziente Heizgeräte das Klima über Gebühr belasten.
Hausbesitzer, die sich unsicher sind, ob
sie betroffen sind oder ob für sie eine
Ausnahme gilt, erkundigen sich am besten bei einem Fachhandwerker. (HA)
V E RTR I E BSSTA RT
Heimfeld-Terrassen mit
113 Mietwohnungen
::
In Heimfeld wurde mit dem Bau
von 113 Mietwohnungen mit Flächen
zwischen 54 und 136 m2 und 23 Stadthäusern begonnen. Sie bieten bis zu 128
m2 und sollen ebenfalls vermietet werden. Alle Einheiten sollen bis Mitte
2015 bezugsfertig sein und liegen in der
Nähe der S-Bahn-Station Heimfeld. Interessenten erfahren dazu mehr unter
www.heimfeld-terrassen.de (HA)
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10 Jahre 15 Jahre
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2,13
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2,15
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2,03
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2,06
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2,17
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Angaben ohne Gewähr. Schätzkosten und Bereitstellungszinsen werden bei der Berechnung des Effektivzinses nicht
berücksichtigt. Die Konditionen gelten für eine Beleihung bis
zu 80 Prozent. Ein ständig aktualisierter Vergleich ist für
5 Euro als Download unter www.vzhh.de verfügbar oder
direkt bei der Verbraucherzentrale, Kirchenallee 22,
20099 Hamburg, abzuholen. Stand: 16.12.2014
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Effektivzins
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Zinsbindung (Jahre)
10
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2,48
2,03
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Energetischer Zustand der Immobilie wird wichtiger. Energieausweis dient kaum zur Orientierung
::
Die Bedeutung der Energiebilanz
als Entscheidungskriterium beim Kauf
einer Immobilie steigt. Das zeigt eine
Studie von ImmobilienScout24 und Interhyp, für die insgesamt 1828 Kaufinteressenten im November 2014 befragt
wurden. Danach steht für Frauen und
Eigennutzer das Thema Energieeffizienz ganz weit oben auf der Agenda.
Mehr als die Hälfte der befragten
Kaufinteressenten rechnet nach dem
Immobilienkauf mit Investitionen für
die energetische Sanierung ihres Objektes. Die Kosten dafür werden von vielen
mit höchstens 30.000 Euro angesetzt.
Eine fachmännische Sanierung kann je-
doch teurer sein, wie eine InterhypAuswertung zeigt: „2014 lag die durchschnittliche Höhe für Umbau- und Modernisierungsdarlehen bei rund 95.000
Euro“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender des Kreditvermittlers.
Den Energieausweis, der eigentlich
zur Orientierung dienen sollte, empfinden drei Viertel der Befragten als gar
nicht oder nur teilweise nützlich. Mehr
als jeder Zweite bemängelt die Tatsache, dass der Ausweis zwar über den
Energieverbrauch des Objektes informiere, aber nicht über den energetischen Zustand. Rund 75 Prozent der
Studienteilnehmer gaben an, dass für
sie in puncto Energieeffizienz vor allem
eine moderne Heizungsanlage und
Fenster mit doppelter Verglasung entscheidend seien.
Bereits 2013 zählten diese Faktoren
zu den wichtigsten Kriterien in Bezug
auf den energetischen Zustand des
Kaufobjektes. Mehr als die Hälfte der
Befragten antwortete außerdem, dass
auch die Dämmung des Daches (58 Prozent) und der Außenwand (53 Prozent)
für sie von Bedeutung sei. Das Vorhandensein von Solarthermie- oder Fotovoltaikanlagen sowie eine adäquate
Kellerdeckendämmung sind für weniger als zehn Prozent relevant. (HA)
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