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5. Semester - Evangelische Hochschule Freiburg

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Vorlesungsverzeichnis
Wintersemester 2014/15 - 5. Semester
BA-Studiengänge
Soziale Arbeit und Religionspädagogik/Gemeindediakonie
www.eh-freiburg.de
Staatlich anerkannte Hochschule
der Evangelischen Landeskirche in Baden
Vorbemerkungen zu den Lehrveranstaltungen
Seite 2
Vorbemerkungen zu den Lehrveranstaltungen
Die Lehrveranstaltungen sind in der Regel als Doppelstunden angelegt. Sie beginnen c. t. (=
cum tempore), soweit bei vollen Stunden nichts anderes angegeben ist. Ist der Beginn auf halbe
Stunden angesetzt (z. B. 13.30 Uhr), so beginnen die Veranstaltungen pünktlich (= s. t., sine
tempore). Ist der Beginn einer Veranstaltung und/oder das Ende auf die volle Stunde angesetzt
(z. B. 9.00 Uhr oder 17.00 Uhr), so beginnt die Veranstaltung auch pünktlich zur vollen Stunde
bzw. endet zur vollen Stunde. Dies ist vor allem bei vielen ganztags stattfindenden
Blockveranstaltungen der Fall.
Stundenplanänderungen werden durch Aushang bekannt gegeben. Ein regelmäßiger Blick auf
die Wand mit den Aushängen wird dringend empfohlen.
Die Raumbelegung entnehmen Sie den Aushängen an der grauen Stundenplantafel im
Erdgeschoss links vom Treppenaufgang. Bitte beachten Sie, dass es durchaus vorkommen
kann, dass eine Veranstaltung nicht regelmäßig im selben Raum stattfindet. Das kann sich
ggf. von Woche zu Woche oder - bei Blockveranstaltungen - von Tag zu Tag ändern.
Wenn Sie die Veranstaltungen wählen, beachten Sie bitte die gesondert ausgewiesenen
Zusatzangebote. Einige Veranstaltungen sind Teile von Kooperationsvereinbarungen mit
anderen Einrichtungen, z. B. mit solchen Einrichtungen, die Weiterbildungen anbieten.
Veranstaltungen der Evangelischen Hochschule Freiburg können dabei in einer ausgewiesenen
Form angerechnet werden.
Zum Belegungsverfahren SA und RP:

Das Belegungsverfahren findet ab dem 2. Semester als online-Belegung statt. Die
Studierenden werden per Mail über die Modalitäten informiert.

Die Belegung der Erstsemester findet im Rahmen der Einführungswoche statt. Bitte Programm
der Einführungswoche beachten.
Bitte beachten bitte die folgenden Hinweise zum Vor-Ort-Belegungsverfahren sinngemäß gelten diese auch für das Online-Verfahren.
 Veranstaltungen dürfen nicht überbelegt werden. Die Studierenden verteilen sich
jeweils so auf die einzelnen Veranstaltungen, dass keine Veranstaltung überbelegt ist.
Erst dann erfolgt der Eintrag in die jeweiligen Listen. Wenn sich die Gruppen nicht einigen
können, gibt es ein Losverfahren.
 Mütter bzw. Väter, die für die Erziehung eines Kindes unter 18 Jahren zuständig sind,
erhalten im Rahmen des Belegungsverfahrens die Möglichkeit, ihren Stundenplan so zu
gestalten, dass er möglichst kompatibel ist mit den jeweiligen Kinderbetreuungszeiten.
Bei zeitgleichen Veranstaltungen besteht kein Anspruch auf eine bestimmte
Veranstaltung, sondern nur auf den jeweiligen Termin. Dasselbe gilt für die
Studierenden im Brückenmodul MA BEK.
Studierende der Ergänzungsstudiengänge 7+3 sowie Studierende mit Handicap,
wenn diese aufgrund Ihres Handicaps nicht am Belegungsverfahren teilnehmen können,
dürfen ihre Lehrveranstaltungen vorab belegen, soweit nicht ohnehin Online-Belegung
vorgesehen ist. Bitte melden Sie sich bis zum 15 März (für SomSem) bzw. bis zum 20.
Sept. (für WinSem) direkt an Frau Arnold (Raum 121b bzw. arnold@eh-freiburg.de).
Vorbemerkungen zu den Lehrveranstaltungen
Seite 3
 Umbelegungen sind nur dort möglich, wo Plätze frei sind und müssen in jedem Fall mit
Frau Arnold (Raum 121b) abgesprochen werden.
 Bitte beachten Sie unbedingt, dass Sie Blockveranstaltungen nur dann belegen dürfen,
wenn Sie an allen Terminen teilnehmen können. Wer bei einer dreitägigen
Blockveranstaltung an einem Termin nicht teilnehmen kann, hat von vornherein ein Drittel
der Veranstaltung versäumt; eine Ersatzleistung ist in diesem Fall nur eingeschränkt
möglich.
 Wer trotz Listenplatz in der jeweils ersten Lehrveranstaltung nicht anwesend ist, verwirkt
seinen Platz. Wer aus triftigem Grund nicht anwesend sein kann, muss sich vor der
Veranstaltung beim entsprechenden Dozierenden entschuldigen.
 Sprachkurse bzw. Zusatzveranstaltungen werden direkt in der ersten Sitzung bzw. ggf.
im Rahmen des Vorbesprechungstermins belegt.
Wichtiger Hinweis:
In Notfällen können Sie auch Mitstudierende bitten, Sie während des Vor-Ort-Belegungsverfahrens in die jeweiligen Listen einzutragen. Beachten Sie aber, dass dieses Verfahren
wirklich auf Notfälle beschränkt sein sollte, da in der Regel schon die eigene Belegung eine
Herausforderung ist. Belegungen für andere führen häufig dazu, dass „ungünstige“
Veranstaltungen oder Termine in Kauf genommen werden müssen.
Sie sollten also im eigenen Interesse wenn irgend möglich selbst anwesend sein!
Soziale Arbeit
Seite 4
Soziale Arbeit
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
SWS
Leistungsnachweise*
Alltagsbezug und Lebensweltorientierung
5-3.3
5-3.3.1 Multiperspektivisches
1 ZI
PL: besonderes
Alltagsbewältigung in
Verständnis von Bewältigung
Verfahren
der Lebenswelt I
(Portfolio) (LüP)
5-3.3.2 Psychosoziale
2S
(psychosoziale
Problemlagen (WP)
Perspektive):
5-3.3.3 Arbeitsformen mit
3Ü
Bewältigungsaufgaben Einzelnen (WP)
und -formen
Schlüsselqualifikationen und deren Vertiefung
5-4.4a
5-4.4a.1 Handlungskompetenz 2 S
PL: Referat
Das Eigene und das
in interkultureller,
(wahlweise in
Andere (Diversity) II:
geschlechtssensibler Sozialer
5-4.4a-1 oder in
Wissen und
Arbeit (WP)
5-4.4a.2)
Kommunikation
5-4.4a.2 Vertiefende
2S
Wissensbereiche (WP)
5-4.4b
5-4.4b ÄKK 2 (WP)
2S
PL:
Ästhetische, kulturelle
Kurstypische
und kommunikative
Arbeit
Kompetenz II
Handeln in Organisationen der Sozialen Arbeit
5-5.2
5-5.2.1 Sozialethik
2 ZI+Ü
PL: Klausur
Ressourcen(120 Min.)
5-5.2.2 Diakonie: Ziele, Motive, 2 S
erschließung im
Selbstverständnis und
sozialen Staat
Konfliktfelder diakonischen
Handelns
Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit
5-6.4
5-6.4.1 Projekt (WP)
3 Pro
PVL: Bericht
Projekt
(LüP)
5-6.4.2 Coaching
0,7 ZI
Forschungsmethoden (WP)
*PL = Prüfungsleistung, benotet; PVL = Prüfungsvorleistung, unbenotet
Religionspädagogik/Gemeindediakonie
Seite 5
Religionspädagogik/Gemeindediakonie
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
SWS
Leistungsnachweise*
Alltagsbezug und Lebensweltorientierung
5-1.3
5-1.3.1 Pastoraltheologie
2S
Teilnahme,
Entwicklung
kein Leistungsprofessioneller Identität
nachweis
5-3.2
5-3.2.1 Multiperspektivisches
1 ZI
PL: besonderes
Alltagsbewältigung in Verständnis von Bewältigung
Verfahren
der Lebenswelt I
(Portfolio) (LüP)
5-3.2.2 Psychosoziale
2S
(psychosoziale
Problemlagen (WP)
Perspektive):
5-3.2.3 Arbeitsformen mit
3Ü
Bewältigungsaufgaben Einzelnen (WP)
und -formen
Handeln in Organisationen in Kirche und Diakonie
5-5.1
5-5.1.1 Sozialethik
2 ZI+Ü
PL: Klausur
Erschließung
(LüP)
5-5.1.2 Diakonie: Ziele, Motive,
2S
sozialethischer und
(120 Min.)
Selbstverständnis und
diakonischer HandKonfliktfelder diakonischen
lungsperspektiven
Handelns
Professionelles Handeln in Religionspädagogik/Gemeindediakonie
5-6.3 Handlungsfelder 5-6.3.1 Schwerpunkt
2x2S
PL: Hausarbeit
Religionspädagogik/
(LüP)
5-6.3.2 Fallseminar
2S
Gemeindediakonie II
5-6.4 Praxis
5-6.4.1 Schulpädagogik I
2Ü
PL: Lehrprobe
schulischer
(LüP)
5-6.4.2
Schulpraktikum
I
2
Ü
Religionspädagogik
*PL = Prüfungsleistung, benotet; PVL = Prüfungsvorleistung, unbenotet
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 6
Zum Belegungsverfahren der einzelnen Veranstaltungen beachten Sie bitte
unbedingt die Seiten 1 und 2!
Modul 5-1.3 RP
Entwicklung professioneller Identität
RP
Modulkoordination: Lammer
2 SWS - 2 CP
5-1.3.1 Pastoraltheologie
Lammer/Lienhard
2 SWS – Selbststudium: 30 Stunden
Block*
*Blocktermine: Fr/Sa., 21./22. Nov. und Fr./Sa., 23./24. Jan., jeweils Fr., 15.30 bis 20.30 bzw.
17.00 bis 21.00 Uhr sowie Sa., 9.00 bis 17.00 Uhr bzw. 9.00 bis 18.30 Uhr.
Das Seminar findet als gemeinsame Veranstaltung mit Studierenden der Evangelischtheologischen Fakultät der Universität Heidelberg und ihrem Dozenten Prof. Dr. Fritz
Lienhard statt. Veranstaltungsorte sind an einem Wochenende Freiburg und am anderen
Heidelberg. Genauere Informationen folgen.
Die Studierenden sollen handlungsleitende Kompetenzen erwerben, indem sie lernen, Grundelemente von Theorie und Praxis der Pastoraltheologie zu verstehen. Durch die Zusammenführung
der verschiedenen Studiengruppen sollen die Rollen und Aufgaben der angestrebten kirchlichen
Berufe interdisziplinär in den Blick genommen werden. Die Studierenden sollen einander kennen
lernen und die künftige Dienstgemeinschaft soll vorbereitet werden. Inhaltlich werden Perspektiven
aus verschiedenen Fächern der praktischen Theologie eingebracht.
Modul 5-3.2 RP bzw. 5-3.3 SA
Alltagsbewältigung in der Lebenswelt I
Modulkoordination: Allwinn
6 SWS - 9 CP
SA/
RP
+
Brückenmodul
BEK
Der Titel des Moduls weist darauf hin, dass aus den Perspektiven Sozialer Arbeit und
Religionspädagogik/Gemeindediakonie Probleme von Menschen nicht ohne den Bezug auf ihre
Entstehung, Auswirkungen und/oder Bewältigung im Alltag dieser Menschen in ihrer Lebenswelt
betrachtet werden können.
Alltagsbewältigung in der Lebenswelt kann aus zwei sich ergänzenden Perspektiven betrachtet
werden: Die psychosoziale Perspektive fokussiert psychosoziale Probleme als Probleme von
Individuen und sucht nach passenden psychosozialen Antworten (Arbeitsformen mit Einzelnen). Die
sozialstrukturelle Perspektive sieht Probleme als sozialstrukturell bedingte soziale Probleme und setzt
in ihren Arbeitsformen dort an.
Im Modul "Alltagsbewältigung in der Lebenswelt I" nehmen wir die psychosoziale Perspektive ein,
in "Alltagsbewältigung in der Lebenswelt II" (kommt im Sommersemester) die sozialstrukturelle.
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 7
In diesen Modul sollen die Studierenden
- die Verzahnung und Dynamik persönlicher und sozialstruktureller Bedingungen bei der
Entstehung und Bewältigung sozialer Probleme verstehen und denken lernen,
-
innere Dynamiken in ihrem sozialen Kontext verstehen können,
-
einen interdisziplinären Überblick über psychosoziale Erklärungen von Problemlagen und
über Paradigmen ihrer Bewältigung erwerben,
-
einen Überblick über Handlungsmethoden der direkten Arbeit mit individuellen und
kollektiven AdressatInnen der Sozialen Arbeit erwerben
-
exemplarisch eine Arbeitsform zur Problem- und Ressourcenerfassung im Hinblick auf
Individuen kennen lernen und einüben.
Diese Ziele werden in drei Lehrveranstaltungen verfolgt, welche sie in unterschiedlicher
Schwerpunktsetzung verfolgen:
1) einer Vorlesung "Multiperspektivisches Verständnis von Bewältigung" (1 SWS)
2) Einem Wahlpflichtbereich (WP) "Psychosoziale Problemlagen" (2 SWS).
3) Einem weiteren WP "Arbeitsformen mit Einzelnen" (3 SWS).
Der lehrveranstaltungsübergreifende Leistungsnachweis "Portfolio" (in der SPO: bV = besonderes
Verfahren) soll den Lernprozess in allen drei Lehrveranstaltungen integrieren. Ein Portfolio besteht
aus mehreren aufeinander bezogenen Teilaufgaben und einer synoptischen Lernreflexion.
5-3.2.1 RP bzw. 5-3.3.1 SA+ Brückenmodul BEK
Multiperspektivisches Verständnis von Bewältigung
Zentraler Allwinn, Hoffmann
Input
1 SWS – Selbststudium: 75 Stunden
Di
14 - 15
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 8
5-3.2.2 RP bzw. 5-3.3.2 SA+ Brückenmodul BEK
Psychosoziale Problemlagen
A Sexueller Missbrauch in
Meßmer
der Kindheit
B Trauer, Sterben und Tod
Pfeifer-Schaupp
in der Sozialen Arbeit
C Bewältigung von
Dietz
Autonomieverlust im Alter
D Bewältigung im Kontext
der Kinder- und
Jugendhilfe
E Jugendliche mit
Migrationshintergrund
aus islamisch geprägten
Ländern
F Bildungsbenachteiligte
Kinder und Jugendliche
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Block*
Block*
Mo
11 - 13
Merz
Mo
11 - 13
Mohamed
Mo
11 - 13
Rausch
Di
11 - 13
Teilnehmergrenzen: Max. 18 TN zzgl. max. 2 Brückenmodul; Gruppe B insges. max. 20 TN
A Individuelle Erfahrung und gesellschaftliches Problem - Sexueller Missbrauch
in der Kindheit
L. Meßmer
*Blocktermine: Fr., 9. Jan., 9.00 bis 13.00 Uhr, Fr./Sa., 16./17. Jan. sowie Fr., 23. Jan.,
jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr
Sexueller Missbrauch in der Kindheit kann langfristige Folgen für die Opfer haben. Ob und
wie Mädchen und Jungen in die Missbrauchsdynamik verwickelt und damit zum Opfer
sexueller Übergriffe werden können und wie sie die entstandenen psychischen und
psychosozialen Belastungen verarbeiten können, hängt nicht nur von den persönlichen
Möglichkeiten ab.
Im Seminar soll die Verzahnung zwischen Individuellem und Gesellschaftlichem in Bezug
auf das Thema sexueller Missbrauch aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden
Neben historischen Aspekten werden Präventionskonzepte, therapeutische, rechtliche und
politische Rahmenbedingungen beleuchtet und die Frage: Wo kann Soziale Arbeit ansetzen
und welche Aufgaben kann sie im Zusammenhang mit dem Thema sexueller Missbrauch
wahrnehmen, diskutiert. Denn ist eine Herausforderung an uns Erwachsenen und an die
Gesellschaft, dafür Sorge zu tragen, dass die betroffenen Mädchen und Jungen sich in ihrem
Alltag Hilfe holen und auf kompetente Ansprechpartner treffen können, bzw. Bedingungen
zu schaffen, die sexuellen Missbrauch verhindern helfen.
B Der Tod ist ein Teil des Lebens: Trauer, Sterben und Tod in der Sozialen
Arbeit
U. Pfeifer-Schaupp
*Einführung und Absprachen: Dienstag 14. Okt. von 13.00 (s.t!) bis 14.00 Uhr.
(Teilnahme verbindlich!). Blockveranstaltungen: Fr., 24. Okt. sowie Fr./Sa., 14./15.
Nov., jeweils 9.00 bis 17.00. Wir beginnen jeweils s.t.!
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 9
Schwere Krankheit, Trauer und Sterben wirken emotional stark belastend und sind eine der
schwierigsten Herausforderungen sowohl in unserem eigenen Leben als auch im Leben von
Klientinnen und Klienten. Als soziale Fachkräfte fühlen wir uns leicht überfordert bei diesem
Thema: Es „verschlägt uns die Sprache“. Wir finden keine Worte und wissen nicht, was wir
tun können. Fragestellungen des Seminars sind insbesondere: Wie gehe ich persönlich mit
Sterben und Tod und dem Verlust von Freunden und Angehörigen um? Wie kann ich eigene
Belastungen von Verlusterfahrungen bewältigen? Wie kann ich KlientInnen sinnvoll bei
diesen Prozessen unterstützen? Welche selbstreflexiven Kompetenzen braucht es, um sich
auf die Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und Trauernden im „normalen“
Sozialarbeitsalltag vorzubereiten? Zu den Inhalten gehört u.a. eine Lebens- und
Sterbemeditation und ein Besuch in einem Beerdigungsinstitut. Die Bereitschaft zur
themenbezogenen Selbsterfahrung ist Voraussetzung für die Teilnahme..
Literatur: Student, J.-Christoph / Mühlum, Albert / Student, Ute, Soziale Arbeit in Hospiz
und Palliative Care. 2. Auflage, München: UTB, 2007
C Bewältigung von Autonomieverlust im Alter
B. Dietz
Wie wichtig uns unsere persönliche Autonomie ist, erfahren wir erst dann richtig, wenn wir
sie verlieren oder eingeschränkt sehen. Was macht indes Autonomie im Alter aus, was den
Verlust, was den Umgang mit dem Verlust? Und: Der Verlust unserer eigenen Autonomie ist
immer auch zugleich der Autonomieverlust für Menschen, die uns umgeben und helfen. Was
also schränkt nicht nur ältere Menschen, sondern auch deren Angehörige ein und welche
Ansätze zur Bewältigung bieten sich? Dieses Seminar schließt gerontologisch an das Thema
Alterskrisen im Lebensphasenmodul an und ist zentral im Rahmen des ISAGZusatzangebots.
D Bewältigung im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe
J. Merz
Bewältigung von Problemlagen ist ständiger Gegenstand und expliziter Fokus der Kinderund Jugendhilfe. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) akzentuiert die Bewältigung
von individuellen Problemlagen, weg von einer ordnungsrechtlich geprägten Jugendfürsorge
hin zu einer die Erziehungstätigkeit der Familie unterstützenden modernen Sozialleistung. Im
Rahmen der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden die bereits im Grundstudium
angeeigneten rechtlichen Rahmenbedingungen mit den individuellen Problemlagen der
Adressatinnen und Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe verknüpfen. Es geht daher
weniger um die Arbeitsformen mit Einzelnen (Handlungsfelder), als vielmehr um die Analyse
von Problemlagen und Bewältigungsprozessen von Kindern und Jugendlichen sowie
Erwachsenen im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe: d.h. exemplarisch junger Elternschaft,
sexuellem Missbrauch, häuslicher Gewalt, Kinder und Jugendliche von psychisch- oder
suchterkrankten Eltern, Trennung und Scheidung und den plakativ formulierten und als
Begriff diskussionswürdigen „Multi-Problem-Familien“.
E Jugendliche mit Migrationshintergrund aus islamisch geprägten Ländern
I. Mohamed
Die Lebensphase Adoleszenz ist geprägt von der Dynamik psychosozialer Veränderungen
und der Bewältigung von altersspezifischen Entwicklungsaufgaben. Doch was bedeutet das
für Jugendliche mit Migrationshintergrund aus islamisch geprägten Ländern? Müssen diese im
Sinne einer „doppelten Adoleszenz“ Extraleistungen erbringen, um diesen Lebensabschnitt
erfolgreich zu bewältigen? Und welche Rolle spielt hierbei das Erleben von Alltagsrassismus
und institutioneller Diskriminierung? Welches Bild wird in den Medien von dieser Zielgruppe
gezeichnet? Diesen und weiteren Fragen wollen wir uns in dem Seminar widmen, um ein
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 10
besseres Verständnis für Individuen dieser Zielgruppe zu erwerben und um im
gesellschaftlichen Diskurs über Integration fundiert Stellung beziehen zu können.
F Bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche
G. Rausch
Probleme in der Schule und beim Übergang in den Beruf bzw. in die Erwerbstätigkeit haben
oftmals nachhaltige Konsequenzen für die gesellschaftliche Inklusion auf den weiteren
Lebensweg. Nicht wenige scheitern, viele fühlen sich abgehängt, überfordert und fehl am
Platz. Es besteht Schulpflicht. Doch Schulmüdigkeit, Schulversagen, Schulangst,
Schulphobie, Schulschwänzen usw. sind längst vertraute Stichworte, die auf einen großen
Problemkreis in der Alltagsbewältigung junger Menschen hinweisen. Was sich auf der
gesellschaftlichen Ebene mit dem Begriff der „Bildungsbenachteiligung“ sozialstrukturell gut
skizzieren lässt, findet auf der psychosozialen Ebene die unterschiedlichsten Ausprägungen
im Lebensgefühl, in der Lebenswelt und schlichtweg bei der Bewältigung des Alltäglichen
ihren Niederschlag. Wie gehen die Kids und Jugendlichen sowie deren Eltern damit um?
Welche Alternativen und Unterstützungsangebote haben sie? Was kann Soziale Arbeit hier
konkret leisten? Solchen und ähnlichen Überlegungen wird im Seminar nachgegangen. Es
besteht auch die Möglichkeit, ein ganz aktuelles Forschungsprojekt, das sich mit diesen
Fragen beschäftigt zu begleiten.
5-3.2.3 RP bzw. 5-3.3.3 SA+ Brückenmodul BEK
Arbeitsformen mit Einzelnen
A Behördliche Sozialarbeit
Elsner
Block*
B Case Management in der
Golly
Block*
Suchthilfe
nicht RP C Ver- und Überschuldung
Wagner
Block*
nicht RP D Motivational Interviewing
Stallwitz
Block*
E Sexueller Missbrauch –
Stumpe-Blasel
Block*
Beratung und Begleitung
F Bewältigung von Verlust
Lammer
Block*
und
Veränderungsprozessen
3 SWS – Selbststudium: 45 Stunden
Teilnehmergrenzen: Max. 21 TN zzgl. max. 2 TN Brückenmodul
Aufgrund der Überschneidung mit dem Pflichtangebot Pastoraltheologie können die RPStudierenden leider nur Arbeitsformen A, B oder F belegen, dies aber mit Priorität.
A Behördliche Sozialarbeit
M. Elsner
*Blocktermine: Sa., 18. Okt., Fr.,/Sa., 7./8. Nov. sowie Fr./Sa., 5./6. Dez., jeweils
9.00 bis 16.00 Uhr
Im Seminar "Behördliche Sozialarbeit" werden Grundlagen über den Aufbau einer
Amtsstruktur vermittelt sowie die sich draus ergebenden Verwaltungsabläufe vorgestellt
(Organigramm, Teambesprechungen, Kollegiale Beratung, Berichtswesen usw.). Anhand von
Fallbeispielen, durch Vortrag und in Gruppenarbeit lernen die Studierenden die
unterschiedlichen Arbeitsfelder behördlicher Sozialarbeit mit Kindern, Jugendlichen,
Erwachsenen, Familien und Senioren kennen. Besonderer Wert gelegt wird in diesem
Seminar auf den Praxistransfer zurück in die Lehre. Die Studierenden werden lernen, die
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 11
Einleitung (psychosoziale Diagnose, Prüfung der Leistungsvoraussetzungen, Verfahren,
Teamentscheidungen) und die Steuerung (Hilfeplanverfahren) erforderlicher Hilfen
durchzuführen. Themenvorschläge der Studierenden zur konkreten Schwerpunktsetzung des
Seminars sind willkommen. Entlang dieser Schwerpunktsetzung zu Beginn des Seminars
werden bspw. Themenblöcke vertieft zum Schutzauftrag (§ 8a SGB VIII), zur Mitwirkung im
familiengerichtlichen Verfahren (§ 50 SGB VIII), zur Trennungs-, Scheidungs- und
Umgangsberatung (§§ 17 und 18 Abs. 3 SGB VIII), Mitwirkung im jugendgerichtlichen
Verfahren (§ 52 SGB VIII), Hilfe zur Erziehung (§27ff SGB VIII), Eingliederungshilfe (§35a
SGB VIII und § 53ff SGB XII), Hilfeplansteuerung (§ 36 SGB VIII), Frühe Hilfen,
Gemeindepsychiatrie/SpDi. Über diese Auswahl hinaus sind auch andere relevante und/oder
aktuelle Schwerpunkte aus Jugend- und Sozialhilfe möglich.
Die Studierenden werden am Ende des Seminars Einblick genommen haben in die o.g.
Aufgaben und Arbeitsfelder und werden deren Umsetzung und Abgrenzungen voneinander
beherrschen. Die Studierenden werden sich im Klaren sein über ihre Rolle in einer
Sozialbehörde, als Hilfedienstleister und als Kooperationspartner mit anderen Institutionen.
Für die Fallarbeit ist es erforderlich, zu jedem Seminartermin die Gesetzessammlung
mitzubringen.
B Case Management in der Suchthilfe
L. Golly
*Blocktermine: Sa., 18. Okt., Fr./Sa., 24./25. Okt., Sa., 15. Nov., jeweils von 9.00-17.00
Uhr sowie und Sa., 6. Dez., 9.00 bis 13.00 Uhr
Case Management ist in der Suchthilfe ein relativ neues Arbeitsfeld. Viele Beratungsstellen in
Deutschland betonen, nach dem „Case Management-Prinzip“ zu arbeiten. Ist Case
Management eine bestimmte Art der Einzelfallhilfe oder ein komplett neuer Arbeitsansatz?
Was macht Case Management aus?
Das Seminar dient dazu aufzuzeigen, dass der Ansatz keinesfalls trocken oder theoretisch ist.
Ziel der Veranstaltung ist es, innerhalb des Case Management-Ablaufs praktische Methoden
zu erlernen, welche auch auf andere Arbeitsgebiete umgesetzt werden können. Der Einsatz
dieser Methoden wird dann an praktischen Fallbeispielen geübt.
Der Dozent arbeitet selbst als Case Manager in einer Institution der Suchthilfe in der
Schweiz.
Einführende Literatur:
- Wendt, Wolf Rainer: Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen, Freiburg
2001
- Kleve, Heiko u.a.: Systemisches Case Management, Heidelberg 2008
- Neuffer Manfred: Case Management, Weinheim und München 2005
- Schmid, Martin u.a.: Motivational Case Management, Heidelberg 2012
- Weber-Halter, Edith: Praxishandbuch Case Management, Bern 2011
C Hilfen zur Alltagsbewältigung bei Ver- und Überschuldung
T. Wagner
*Blocktermine: Fr., 24. Okt., 14. Nov., 5. Dez., 9. und 23. Jan., jeweils 9 bis 16 Uhr
Die Lebenslage vieler Klientinnen und Klienten der Sozialen Arbeit ist durch Verschuldung
massiv geprägt bzw. beeinträchtigt. Die Auseinandersetzung mit Verschuldung bedeutet,
nicht nur den einzelnen Betroffenen mit seinen verschuldungsbedingt reduzierten
Gestaltungsspielräumen zu betrachten. Es geht vielmehr auch um die Auseinandersetzung
mit der Widersprüchlichkeit gesellschaftlich erwünschter Verschuldung einerseits und die
Folgen individualisierter Risiken von Zahlungsverpflichtungen andererseits.
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 12
Das Seminar ist in drei Themenschwerpunkte gegliedert: (1) Die Lebenssituation ver- oder
überschuldeter Menschen, (2) rechtliche und administrative Aspekte zur Verschuldung,
Zwangsvollstreckung und Entschuldung sowie (3) Beratungsansätze im Rahmen der Sozialen
Arbeit.
D Motivational Interviewing
A. Stallwitz
*Blocktermine: Fr./Sa., 17./18. Okt., Fr., 9.00 bis 17.00 Uhr und Sa., 10.00 bis 14.00
Uhr; Fr., 7. Nov., 9.00 bis 17.00 sowie 21. Nov. und Fr., 12. Dez., jeweils 10.00 bis 18.00
Uhr
Motivational Interviewing (MI) stellt ein direktives, klientenzentriertes Beratungskonzept zur
Entwicklung von Veränderungsbereitschaft bei gesundheitsgefährdendem Verhalten (z.B.
Suchtmittelkonsum) dar. Theoretisch basiert die Gesprächsmethode auf der humanistischen
und Verhaltenspsychologie. Das humanistische Menschenbild und die damit verbundene
Haltung der umfassenden Empathie, welche auf die Stärkung des Selbstbildes und der
Selbstwirksamkeit des Klienten abzielt, stehen hier im Zentrum.
Die theoretisch vermittelten Elemente des MI werden jeweils durch Übungen in die Praxis
transferiert und persönlich erfahrbar gemacht. Gemeinsam werden die grundlegenden
Beratungsstrategien des MI, wie offen fragen, aktiv zuhören, bestätigen, zusammenfassen und
selbstmotivierende Aussagen des Klienten anstoßen, erarbeitet. Zudem wird der konkrete
Umgang mit „Beratungsfallen“ sowie mit Widerstand von Klientenseite erprobt.
Systematisch werden so wesentlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Durchführung von
Beratungsgesprächen aufgebaut, die schließlich in Rollenspielen (in Kleingruppen)
angewendet und geübt werden. Die Bereitschaft zum selbstreflexivem Lernen und
praxisorientierten Üben wird bei dieser Veranstaltung vorausgesetzt.
Literaturempfehlungen:
- Hoyer, J. (2003). Stadien der Veränderung: Modell, Anwendungsbewährung und
Perspektiven im Suchtbereich. Suchttherapie, 4, 140-145.
- Körkel, J. und Veltrup, C. (2003). Motivational Interviewing: Eine Übersicht.
Suchttherapie, 4, 115-124. (herunterzuladen unter: http://www.thiemeconnect.com/ejournals/ pdf/suchttherapie/doi/10.1055/s-2003-42230.pdf)
- Miller, W.R. & Rollnick, S. (2009). Motivierende Gesprächsführung. Freiburg:
Lambertus.
Weitere Literaturangaben im Seminar.
E Sexueller Missbrauch – Beratung und Begleitung
D. Stumpe-Blasel
*Blocktermine: Fr., 17. Okt., Fr., 7./ 8. Nov., Fr., 12. Dez. und Fr., 16. Jan., jeweils
9.00 bis 16.00 Uhr
Wer im Hilfesystem Kontakt hat mit Mädchen, Jungen, Jugendlichen oder Erwachsenen, die
sexuellen Missbrauch erfahren mussten, ist oft selbst ambivalenten Gefühlen und starken
Emotionen ausgesetzt. Anhand dieser Thematik - der Missbrauchsdynamik - lassen sich
Auswirkungen auf den Umgang mit dem Problem sexuellen Missbrauch aufzeigen. Die
Beratungsarbeit wird immer auch die psychosomatischen Faktoren, die in Fällen sexueller
Gewalt im Hilfesystem virulent sind, mit einbeziehen.
Durch die Auseinandersetzung mit Fällen aus der Praxis, Selbstreflexion und das Üben von
Beratungsgespräche erhalten die Studierenden Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit
Betroffenen, Bezugspersonen, Institutionen und bei einer Missbrauchsvermtung.
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 13
Falls sich Betroffene für das Seminar entscheiden möchten, empfehle ich ein Vorgespräch mit
mir. Kontakt: Dagi.Stumpe@t-online.de
Überbegriffe sind: sexueller Missbrauch, sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen,
Missbrauch in Institutionen, Traumaarbeit
F Bewältigung von Verlust- und Veränderungsprozessen
K. Lammer
*Blocktermine: Do./Fr./Sa., 4. bis 6. Dez., Do. 16.00 bis 20 Uhr, Fr., 10.00 bis 18 Uhr
und Sa., 9.00 bis 17.00 Uhr sowie Di, 16. Dez., 13 und 27. Jan., jeweils 15.15 bis 20.00
Uhr. RP-Studierende klären bitte die einmalige Überschneidung mit Schulpädagogik
am Donnerstag direkt mit Frau Lammer und Herrn Schwendemann.
In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit der Bewältigung von Verlust und
Veränderung am Beispiel des Umgangs mit Sterben, Tod und Trauer. Sie lernen verschiedene
psychologische Ansätze der theoretischen und empirischen Trauer- und Copingforschung
sowie verschiedene Konzepte der beratenden Begleitung kennen.
Modul 5-4.4a SA
Das Eigene und das Andere (Diversity) II: Wissen und
Kommunikation
SA
Modulkoordination: Steinhilber
4 SWS - 6 CP
Dieses Modul baut insbesondere auf das in den Modulen Vielfalt, Diversity I und das in den
Handlungsfeldmodulen erworbene Wissen auf und will dieses zum einen vertiefen, zum Beispiel
hinsichtlich der Schnittpunkte - Intersektionen - einzelner Heterogenitäts-Dimensionen wie etwa
Gender und Ethnizität. Dabei gilt es, Normalitätskonzepte zu problematisieren und
Machtverhältnisse zu thematisieren. Die Studierenden sollen ein vertieftes intellektuelles,
wissensbasiertes Verständnis von Diversity entwickeln.
Zum zweiten geht es um den Erwerb von Handlungskompetenzen im Umgang mit Vielfalt, in
interkultureller und geschlechtssensibler Pädagogik und Sozialer Arbeit, zum Beispiel um
interkulturelle Dialoge und Gender Mainstreaming. Die Studierenden sollen befähigt werden,
gleichberechtigte Begegnungen zu gestalten, die auf Anerkennung von Differenz zielen, und die
gesellschaftliche Beteiligung fördern.
Die Studierenden wählen aus den Bereichen „Vertieftes Wissen“ und „Handlungskompetenz“ jeweils
eine Lehrveranstaltung.
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 14
5-4.4.a.1 SA
Handlungskompetenz in interkultureller, geschlechtsspezifischer Sozialer Arbeit
A Trauma und Diversity
Hoffmann, Heiko
B Buddhistische
Pfeifer-Schaupp
Psychologie
C Sexualität, Geschlecht
Wehner
und Familie
D Diversitätssensible
Schuhmacher
Soziale Arbeit mit alten
Menschen
E Interkulturelle
Shenavari
Kompetenz
F Interkulturelle Öffnung
Toth
G Erinnerungslernen und
Schwendemann u. a.
Menschenrechtsbildung
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Teilnehmergrenzen: max. 17 TN; Veranstaltung G: 5 Plätze für SA
Mo
Di
9 - 11*
9 - 11
Do
11 - 13
Di
11 - 13
Block*
Block*
Block*
A „Diversity-Brillen“ für die Arbeit mit Traumatisierten
Heiko Hoffmann
*Am 13. Oktober beginnt die Veranstaltung wegen des Semestereröffnungsgottesdienstes erst um 10.00 Uhr.
Arbeit mit Traumatisierten in einer pluralen Welt erfordert Kompetenz im Umgang mit
Vielheit. In dieser Lehrveranstaltung werden wir kulturkompetente Konzepte der Arbeit mit
Traumatisierten betrachten. Da einige Quellen in englischer Sprache verfasst sind, ist es
erforderlich, dass die Teilnehmer/innen bereit und in der Lage sind, englischsprachige Texte
zu lesen.
B Buddhistische Psychologie und Systemisches Arbeiten mit der Inneren
Familie
U. Pfeifer-Schaupp
IFS – Internal Family-Systems-Therapy - wurde Anfang der 1980er Jahre von Richard
Schwartz in den USA entwickelt. Dabei geht es um die systemische Arbeit mit
Persönlichkeitsanteilen. Tom Holmes hat diesen Ansatz weiterentwickelt und insbesondere
durch Elemente der Buddhistischen Psychologie angereichert. Wir werden im ersten Teil des
Seminars das IFS-Modell und seine Bedeutung für den hilfreichen Umgang mit unserer
inneren „Diversity“ näher kennenlernen. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns etwas näher
mit ausgewählten Aspekten der buddhistischen Psychologie, die helfen können, unser
Verständnis des menschlichen Geistes zu vertiefen. Der Buddhismus ist von seinem
Ursprung her eine angewandte Wissenschaft des Geistes. Das betonen buddhistische Lehrer
wie der Dalai Lama, Jack Kornfield oder Thich Nhat Hanh immer wieder. Buddhistische
Psychologie übt einen zunehmenden Einfluss auf „westliches“ Denken, insbesondere auf
Psychologie, Psychotherapie und Gesundheitsförderung aus. V.a. achtsamkeitsbasierte
Therapieverfahren (MBSR, MBCT, DBT, ACT, MBRP usw.) integrieren Meditationsübungen, deren Wurzeln (auch) in der buddhistischen Psychologie liegen.
Ziel des Seminars ist es, wesentliche Elemente des IFS-Ansatzes und der buddhistischen
Psychologie praxisorientiert kennenzulernen und Anwendungsmöglichkeiten in der Sozialen
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
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Arbeit aufzuzeigen. Deshalb ist die Bereitschaft zur themenbezogenen Selbsterfahrung und
zur Teilnahme an praktischen (Meditations)Übungen Teilnahmevoraussetzung
Basisliteratur: Tom Holmes. Reisen in die Innenwelt. Systemische Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen. München: Kösel, 2013
Ergänzung und Vertiefung: Thich Nhat Hanh, Körper und Geist in Harmonie. Die Heilkraft
buddhistischer Psychologie. Goldmann 2013
C Sexualität, Geschlecht und Familie
N. Wehner
Die im Alltag gebräuchlichen Unterscheidungsmerkmale für Menschen wie Frau – Mann –
Transsexuell / heterosexuell – homosexuell – bisexuell / bildungsfern – bildungsnah, aber auch
Mutter – Vater erzeugen in ihrer Wechselwirkung spezifische Formen von Inklusion und
Exklusion, von Macht und Diskriminierung, die die Gesellschaft strukturieren und auch die
Praxen Sozialer Arbeit. Ziel des Seminars ist die Aneignung elementarer Gender- bzw.
Queerkompetenz. Das bedeutet soziale Ungleichheit(en) sowie Interventionen Sozialer Arbeit
mit dem kritischen Fokus auf Geschlecht und Sexualität wie auch weitere Differenzkategorien
analysieren und daraus professionelles Handeln entwickeln zu können. Das Seminar gibt
zunächst eine (nicht nur theoretische) Einführung in die Grundlagen der sozialen Konstruktion
von Gender und Sexualität sowie der Queertheory. Exemplarisch werden darauf aufbauend –
in Absprache mit den Studierenden - Praxisfelder und/oder Themen Sozialer Arbeit, wie
beispielsweise Sexualpädagogik, Gender Mainstreaming, geschlechtsspezifische Jugend- und
Familienarbeit usw. „gegendert“ und „verqueert“.
D Diversitätssensible Soziale Arbeit mit alten Menschen
B. Schuhmacher
Die Lebensphase „Alter“ bringt eine Reihe struktureller Veränderungen mit sich, die sich zu
einer typischen Lebenslage formen. Gleichzeitig ist eine große Vielfalt an unterschiedlichen
materiellen, gesundheitlichen oder sozialen Lebensbedingungen mit dem Alter verknüpft. Sie
bilden Konstellationen, die der besonderen Beachtung bedürfen, um Benachteiligungen zu
verhindern und Teilhabe zu sichern. Es gilt, jenseits der gängigen Bilder vom Altern,
Anerkennung zu schaffen für differente Lebenslagen im Alter.
Im Seminar sollen exemplarisch Schnittpunkte bearbeitet werden, u. a. von Alter zu Migration,
zu psychischen Erkrankungen, zu Behinderung und zu Suchterkrankungen. Zunächst werden
wir uns über die jeweilige Lebenslage, ihre Probleme, Chancen und Ressourcen informieren,
um dann Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit kennen zu lernen.
Dabei spielen sowohl stationäre als auch ambulante und sozialraumorientierte Ansätze eine
Rolle.
Für einen Teil der Sitzungen werden Referate vergeben. Auf Basis der Lektüre von Texten
(Literaturliste zu Beginn des Seminars) werden aktuelle Forschungsergebnisse und die
unterschiedlichen Zugänge diskutiert.
E Interkulturelle Kompetenz
R. Shenavari
*Blocktermine: Fr., 14. und Fr./Sa., 28./29. Nov., jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Zu den Grundanforderungen an beruflichem Handeln gehören in immer stärkerem Ausmaß
interkulturelle Kompetenzen und interdisziplinäre Ansätze. Sie stellen eine Schlüsselqualifikation für Menschen, die in der Einwanderungsgesellschaft leben und arbeiten.
Im Rahmen des Interkulturellen Lernens ist die Entwicklung von gleichermaßen Empathie
als auch von Ambiguitätstoleranz von essentieller Bedeutung. Es ist nicht selbstverständlich,
dass man im Umgang mit anderen Menschen Unsicherheit, Unwissen, Fremdheit oder
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 16
Mehrdeutigkeiten aushalten kann, ohne sich entweder zurückzuziehen oder eine eigene oftmals nicht adäquate – Wahrnehmung und Interpretation des Nichtverstandenen
vorzunehmen. Die Seminarteilnehmer sollen befähigt werden, eine Begegnung mit
MigrantInnen - hinsichtlich der Kommunikation, Sprache, Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit - bewusst gestalten zu können.
Empfohlene Literatur: Auernheimer, G. (Hrsg.) (2002): Interkulturelle Kompetenz und
pädagogische Professionalität, Opladen
F Interkulturelle Öffnung
B. Toth
*Blocktermine: Sa., 13. Dez., Fr., 9. und 16. Jan, jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr
Für soziale Dienste und Organisationen stellt es eine große Herausforderung dar, mit Vielfalt
konstruktiv umzugehen. Die Interkulturelle Öffnung sozialer Dienste zielt auf öffentliche
Betriebe und Verwaltungen, deren Mitarbeiter einen diskriminierungsfreien Umgang mit
Kunden sowie Kollegen mit Migrationshintergrund unter Berücksichtigung und Akzeptanz
unterschiedlicher kultureller Vorstellungen pflegen. In diesem Modul werden die Studierenden für den Umgang mit kultureller Vielfalt sensibilisiert, Grundlagen interkultureller
Kompetenz vermittelt und Maßnahmen zur interkulturellen Kundenorientierung in NonProfit-Organisationen erarbeitet. In Studium und Berufsleben erfolgt die Zusammenarbeit
häufig in interdisziplinären, multikulturellen Projektgruppen. Projektmanagement erfordert
hier eine interkulturelle Perspektive, da sich unterschiedliche Kulturen in der
Projektorganisation widerspiegeln. Die Studierenden lernen Grundlagen des Interkulturellen
Projektmanagements kennen und ziehen eine Zwischenbilanz zum aktuellen Stand ihres
eigenen Projektes. Die Studierenden können sich so insbesondere auf Tätigkeiten in
multikulturellen Projekten in Non-Profit-Organisationen vorbereiten.
Zu erbringende Leistungen: Aktive Teilnahme an allen Veranstaltungsterminen, Bereitschaft
zur Selbstreflexion, Bearbeitung von Texten und Fallstudien, Zwischenbilanz zum eigenen
Projekt und Bereitschaft zur Präsentation der Zwischenbilanz. Die Lehrveranstaltung eignet
sich nicht für schriftliche Ausarbeitungen. Der Leistungsnachweis muss ggf. in 5-4.4.a.2
Vertiefende Wissensbereiche erbracht werden, siehe Seite 17.
G Erinnerungslernen und Menschenrechtsbildung
S. Allwinn, T. Häfner, J. Roloff, W. Schwendemann
Termine: Sa., 25. Okt., 29. Nov., 13. Dez. und 17. Jan., jeweils 9-15 Uhr. Dazu
kommen voraussichtlich noch zwei halbe Tage nach Absprache.
Im Seminar wird der Zusammenhang zwischen der Erinnerung an Auschwitz und der
Sensibilisierung für Menschenrechte heutzutage bedacht werden. Aufgenommen aus den
früheren Veranstaltungen werden Ergebnisse der Erziehung über und nach Auschwitz; diese
werden verbunden mit einer Theorie und Praxis subjektorientierter Bildung. Eine Referatsund Literaturliste wird zu Beginn des Seminars verteilt. Das Seminar findet 4 x im Semester
samstags statt.
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 17
5-4.4.a.2 SA
Vertiefende Wissensbereiche
A Soziale Arbeit im
europäischen und
internationalen Vergleich
B Klasse als Kategorie
sozialer Ungleichheit
C „Fremde“ Frauen und
(Trans)Migration
D Männlichkeit
Breuer
Mo
9 - 11
Toens
Di
11 - 13
Steinhilber
Di
9 - 11
Lenz
E Islam und Christentum
Schwendemann/
Shuaib
6 x Do
14.00 - 18.00*
Mi
11.00 - 12.30
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Teilnehmergrenzen: max. 21 TN
A Soziale Arbeit im europäischen und internationalen Vergleich – Social Work in
a European and International Perspective
M. Breuer
Wir leben im Zeitalter der Globalisierung, des zusammen wachsenden Europas und
zunehmend grenzüberschreitender beruflicher Mobilität. Umso wichtiger werden Kenntnisse
über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ausbildung für Soziale Arbeit und ihre Praxis
in verschiedenen Ländern. Berufsbezeichnungen, Ausbildungsgänge und nicht zuletzt auch
das konkrete Tun und berufliche Selbstverständnis unterscheiden sich von Land zu Land in
erheblichem Ausmaß.
Wir wollen diese komplexe Realität anhand ausgewählter internationaler – vor allem
europäischer – Beispiele erfassen und analytisch ordnen. Wir werden Ähnlichkeiten und
Unterschiede Sozialer Arbeit und ihrer Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern
betrachten, danach fragen, woher diese kommen, und welche Auswirkungen sie auf
persönliche, nationale und internationale Verständigungsprozesse sowie auf
Arbeitsmöglichkeiten in anderen Ländern haben.
Some of our teaching material will be in English, and a number of our guest lecturers invited
from partner universities abroad will also use English to communicate in the classroom.
Participants in this seminar should therefore be able to contribute actively to lively
discussions in English. Written assignments (PL) may still be submitted in German.
B Klasse als Kategorie sozialer Ungleichheit
K. Toens
Der Begriff der “Klasse“ als Strukturkategorie sozialer Ungleichheit gewinnt derzeit wieder an
Bedeutung. Aufschlussreich sind diesbezüglich u. a. aktuelle Studien, die im Umfeld des
Konfliktforschers Wilhelm Heitmeyer entstanden sind. Aus ihnen geht beispielsweise hervor,
dass etwa 75 Prozent der Bürger/innen bei einer spürbaren Bedrohung des eigenen
Lebensstandards die Solidarität mit den Schwachen aufkündigen. In dem Seminar sollen die
Ursachen und Folgen dieser “Entsolidarisierungsbereitschaft“ auf ihre möglichen Wechselwirkungen mit weiteren Kategorien der sozialen Ungleichheit (Geschlecht, Rasse, Ethnizität)
hinterfragt werden (Stichwort Intersektionalität).
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 18
C „Fremde“ Frauen und (Trans)Migration
Steinhilber
In diesem Seminar werden wir uns mit der Konstruktion der „fremden“ Frau und der
wechselseitig sich verstärkenden Essentialisierung ethnischer Differenz und Geschlechterdifferenz befassen. Die Heterogenitätsdimensionen Gender und Ethnie werden aus der
Perspektive der Intersektionalität betrachtet. Zudem werden uns Migrationstheorien und die
Entstehung transnationaler sozialer Räume beschäftigen.
Die weitere inhaltliche Auseinandersetzung dient den Themen: Transnationale Familien,
Heiratsmigration und „arrangierte“ Ehen, transnationale Mutterschaft und die „neuen
Dienstmädchen“ (Helma Lutz) in Haushalt und Pflege in Zeiten der Globalisierung.
Verpflichtend für die Studentinnen in diesem Seminar ist die Teilnahme an der Tagung:
"Pflege und Migration" am Freitag, 18. Oktober von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr. Die Tagung
wird u.a. von der EH und KH verantwortet und organisiert und findet an der KH statt.
Dieses Seminar ist besonders für weibliche Studierende empfohlen
D Männlichkeitsforschung konkret. Verletzbarkeit und Männlichkeit: Gewalt an
Jungen und Männern
H.-J. Lenz
*Termine: Do., 16. und 30. Okt. Do., 13. und 27. Nov. sowie Do., 4. und 18. Dez.,
jeweils Beginn pünktlich um 14.00 und Ende pünktlich um 18.00 Uhr.
Gewalt an Männern ist ein bekanntes, aber weitgehend „unsichtbares“ Phänomen. Männern
und Frauen wird ein unterschiedliches Verletzungspotential zugestanden. In den gängigen
Geschlechterkonstruktionen werden Frauen als verletzbarer empfunden. Männer erhalten
meistens erst Aufmerksamkeit, wenn sie sich auffällig („verhaltenskreativ“) verhalten
und/oder als Gewalttäter in Erscheinung treten. Die Verletzbarkeit von Männern und ihre
Not bleiben häufig verdeckt und werden auch in der Sozialen Arbeit (noch) nicht
angemessen wahrgenommen.
Die Lehrveranstaltung bietet exemplarisch für Männlichkeitsforschung unter einer
geschlechtersensiblen Perspektive die Gelegenheit, sich mit der verletzbaren Seite von Jungen
und Männern und den gegen sie gerichteten verschiedenen Gewaltformen in ihren
spezifischen Ausprägungen auseinanderzusetzen. Damit soll eine neue Sichtweise für die
Soziale Arbeit eröffnet werden, die männliche Verletzbarkeit nicht länger leugnet, das
Schutzbedürfnis von Männern ernst nimmt, bereit ist, Gewalt an ihnen als soziales Problem
wahrzunehmen und professionelle Handlungsweisen für die Betroffenen zu entwickeln.
Diese Veranstaltung wird besonders männlichen Studierenden empfohlen!
E Islam und Christentum
W. Schwendemann, A. Shuaib
In dieser Veranstaltung sollen die Studierenden eine Einführung in grundlegende Lehren der
beiden Weltreligionen erhalten (z.B. Koran /Bibel, Beziehung zum biblischen Erzvater
Abraham, Mohammed/Jesus, islamische/christliche Botschaft, Säulen des Islam/Basis des
Christentums, politischer Fundamentalismus in der Religion, Rolle der Frauen in den
Religionen, u. v. m.); zudem werden die großen Gemeinsamkeiten der beiden Religionsgemeinschaften und die Möglichkeiten des islamisch-christlichen Dialogs ausgelotet. Eine
Literaturliste wird zu Beginn des Semesters ausgehändigt.
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 19
Modul 5-4.4b SA
Ästhetische, kulturelle und kommunikative Kompetenz II
SA/
RP
Modul 7-5.3.3 RP
Ästhetische, kulturelle und kommunikative Kompetenz I
Modulkoordination: Lohmiller
2 SWS - 3 CP
In diesem Modul können die Studierenden aus einem Pool von Veranstaltungen zum Bereich
Ästhetik, Kultur und Kommunikation wählen.
5-4.4b SA ÄKK II bzw.
7-5.3.3 RP ÄKK I
A Fotografie
Wiesinger
Block*
B Rituelle Naturarbeit
Rutkowski/Rutkowski Block*
C Social Rhythms
Kirsch
Block*
D Trauerbewältigung in der
Deppermann
Block*
Kinderliteratur
Wer eine der folgenden zweisemestrigen Zusatzqualifikationen belegt, kann keine weitere
Veranstaltung in ÄKK belegen, da die Zusatzqualifikationen für ÄKK anerkannt werden.
Kunstpädagogik
Lohmiller
SPOSA
Hoffmann
Erlebnispädagogik
Zwerger
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Teilnehmergrenzen: max. 16 TN ; bei Bedarf Gruppe C und D ggf. max. 20 TN
Bitte beachten Sie, dass RP-Studierende diese Veranstaltung erst im 7. Sem.
belegen.
Im 5. Sem. RP sind keine ÄKK-Veranstaltungen vorgesehen!
A Fotografie s/w Dunkelkammer
T. Wiesinger
*Blocktermine: Fr./Sa., 16./17. Jan. und Fr., 23. Jan., jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Die Studierenden arbeiten mit analoger Fotografie im hausinternen Fotolabor.
B Einführung in Rituelle Naturarbeit
M. Rutkowski; R. Rutkowski
*Blocktermin: Fr., bis So., 28. bis 30. Nov. ; verbindliche Vorbesprechung: siehe
Aushang
Rituale sind mit Bedeutung gefüllte Handlungen. Rituelle Handlungen haben das Potential,
als Form inneren Ausdrucks, Reflexion oder Klärungsverfahren wirksam zu werden. Sie
helfen u. a. bei Krisenbewältigung, Burn-Out-Prävention und zur Selbstbetrachtung. Der von
dem Psychotherapeutenehepaar Steven Foster und Meredith Little konzipierte kulturübergreifende Ansatz des Visionssuche-Ritus‘ ist ein solches Klärungsverfahren. Menschen
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 20
begeben sich hier für vier Tage alleine und fastend in die Natur um in Krisen und Umbruchsituationen Orientierung zu finden. Kürzere Elemente aus dem Visionssuchekontext
bezeichnen wir als Rituelle Naturarbeit. Die Rituelle Naturarbeit bewegt sich in einem
Grenzbereich zwischen Seelsorge, spiritueller Suchbewegung und Psychotherapie. Kernelemente dieser Arbeit sind die Verwendung von Naturaufgaben sowie eine ritualisierte
Form achtsamer Gesprächsgestaltung.
In unserem Blockseminar werden wir praktische Einblicke in diese Arbeit geben und mit
Hilfe dieses Ansatzes einen Raum zur Selbsterfahrung öffnen. Ziel der Veranstaltung ist, das
Potential von Ritualen als Werkzeug in helfenden Berufen kennen zu lernen und an sich
selbst zu erfahren. Hilfreiche Theoriemodelle, Tipps zur professionellen Verwendung von
Ritualen und fachlicher Austausch runden die Veranstaltung ab.
Wichtige Hinweise: Bereitschaft zur Selbsterfahrung und Auseinandersetzung mit persönlichen Fragen sind Voraussetzung für ein Gelingen der Veranstaltung, da dieser Ansatz
anders nicht angemessen vermittelt werden kann. Die Blockveranstaltung findet räumlich
außerhalb der EH statt, wodurch geringfügige Unterkunfts- und Verpflegungskosten anfallen.
Der kursspezifische Leistungsnachweis wird voraussichtlich aus einer schriftlichen
Prüfungsleistung bestehen.
Fragen im Vorfeld bitte bei der Vorbesprechung (siehe Aushang) oder gerne per Telefon
oder E-Mail unter 07664 - 96 24 22 bzw. info@snaketeam.org.
C Social Rhythms
H. Kirsch
*Blocktermine: Fr., 5. Dez., und Fr./Sa., 12./13. Dez. , jeweils 9.00 - 17.00 Uhr;
Beginn in Raum 12
Rhythmen, Lieder und Tänze wirkten in allen traditionellen Kulturen als effektive
Instrumente sozialer Integration. In Afrika und Brasilien sind sie noch heute weit verbreitet.
Moderne, technisierte Gesellschaftsformen beginnen heute wieder, Kunst und Kultur als
wichtige soziale Faktoren zu schätzen. Das Angebot führt Sie praktisch und theoretisch ein in
die Anwendung und Umsetzung von Rhythmus als Instrument sozialer Integration. Mit
Händen & Füßen, mit Körper & Stimme, mit Trommeln, Glocken & Rasseln lassen wir
Rhythmen entstehen und bilden Gemeinschaft.
Bitte kommen Sie in bequemer Kleidung und bringen Sie leichte Gymnastikschuhe oder
dicke Socken mit. Für die vom Kursleiter zur Verfügung gestellten Trommelbau-Materialien
und Instrumente wird zu Beginn des Kurses eine Leihgebühr von 18 Euro erhoben.
D Trauerbewältigung in der Kinderliteratur
H. Deppermann
*Blocktermine: Fr., 31. Okt und Fr./Sa., 21./22. Nov., jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Die Studierenden lernen, wie trauernde Kinder durch Einbeziehung von Kinderbüchern bei
der Trauerbewältigung unterstützt werden können. Bilderbücher für Vorschulkinder sowie
Kinderromane für ältere Leser werden dabei ebenso besprochen wie Film-Ausschnitte (u. a.
„Mondscheinkinder“ zum Thema Trost-Phantasien als Möglichkeit, Belastungen des
Familienschicksals eines an Krebs erkrankten Geschwisterkindes zu begegnen) Den
Studierenden wird zunächst Grundwissen zu entwicklungspsychologischen Aspekten vermittelt (kindliche Todesvorstellungen und Trauerreaktionen in verschiedenen Entwicklungsphasen) Darauf basierend sollen in praktischen Übungen in Kleingruppenarbeit
folgende Kompetenzen erworben werden: Sicherheit in der Beurteilung von altersadäquater
Bild- und Text-Gestaltung und kreativer Einsatzmöglichkeiten von Kinderliteratur bei
Zielgruppen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Verlusterlebnisse. Erfahrungen
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 21
aus einer Kindertrauergruppe werden herangezogen, um Praxis Anregungen zur Gestaltung
einer eigenen Gruppe zu vermitteln.
Modul 5-5.2 SA
Ressourcenerschließung im sozialen Staat bzw.
SA/
RP
5-5.1 RP
Erschließung sozialethischer und diakonischer
Handlungsperspektiven
Modulkoordination: Kirchhoff
SA: 9 SWS - 6 CP
RP: 4 SWS - 6 CP
Die Studierenden lernen Ethik als wissenschaftliche Disziplin kennen und unterscheiden sie von
Grundlagen alltäglicher Entscheidungsprozesse. Sie können am Ende der Vorlesung verschiedene
Ethiktypen und Wege der Urteilsfindung analysieren und entwickeln exemplarisch reflektierte eigene
ethische Urteile.
Gegenstände des Seminars sind der diakonische Teil der Geschichte sozialen Handelns in
Deutschland in Grundzügen und Schwerpunkten, aktuelle Herausforderungen einer Verhältnisbestimmung von Kirche und ihrer Diakonie sowie theologische Begründungen diakonischen
Handelns in gemeindlichen und nicht gemeindlichen Kontexten. Die Studierenden lernen
Grundprinzipien diakonischer Organisationen kennen, die europaweit bzw. weltweit arbeiten. Sie
nehmen Kirchengemeinden und (diakonische) Einrichtungen als Akteure im Sozialraum wahr und
ziehen berufstypische Konsequenzen für das eigene professionelle Handeln.
5-5.2.1 SA bzw. 5-5.1.1 RP
Sozialethik
Zentraler Input
Übungen A+B*
C+D*
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Teilnehmergrenzen: max. 32 TN pro Gruppe
Marquard
Kunath
Schwendemann
Di
Mi
Mo
15 - 17
16 - 18
9 - 11
*Der ZI findet nur bis Weihnachten zweistündig statt. am 16. Dez. findet kein ZI statt,
stattdessen Vorbesprechung Diakonie Gruppe E.
*Die Übungsgruppe A beginnt am 5. Nov., Gruppe B beginnt am 12. Nov. Die jeweils
ausgefallene Sitzung wird nachgeholt.
*Die Übungsgruppe C beginnt in der zweiten Semesterwoche, also am 20. Oktober; Gruppe
D beginnt am 27. Oktober.
Evangelische Sozialethik fragt nach der Güte menschlichen Lebens, das nicht auf Eigenschaften
basiert, sondern auf zugesprochene Würde hin in Freiheit verantwortet wird. Der Ethik-Kurs klärt
Grundbegriffe der Ethik und befasst sich mit Fragen des Lebensbeginns und des Lebensendes sowie
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 22
mit Fragen zu Gesundheit und Krankheit. Grundlage des Kurses: Reiner Marquard, Ethik in der
Medizin. Einführung in die evangelische Sozialethik, Stuttgart 2007.
5-5.2.2 SA bzw. 5-5.1.2 RP
Diakonie: Ziele, Motive, Selbstverständnis und Konfliktfelder diakonischen Handelns
für alle RP
A Stöbener
Mi
B
C
D
E
F
8.00 - 10.10*
Do
9 - 11
Do
11 - 13
Di
9 - 11
Block*
Mi
10.20 - 12.30*
Hoffmann, Holger
Hoffmann, Holger
Toens
Reutemann
Stöbener
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Teilnehmergrenzen: Gruppe A bis E: Max. 21 TN
*Die Gruppen A bis E sind nur für SA; es gibt keine thematische Unterscheidung. Gruppe F
ist ausschließlich für alle RP, muss daher nicht belegt werden.
*Die Gruppen A und F finden nur 10x statt, und zwar zu folgenden Terminen: 15., 22. und
29.Okt., 12. und 19.Nov., 3., 10. und 17. Dez., 14. und 28. Jan.
*Blocktermine Gruppe E: Fr./Sa., 9./10. Jan. und Fr., 16. Jan., jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr.
Verpflichtende Vorbesprechung: Di., 16. Dez., 15.15 bis 16.45 Uhr. Dieser Termin ist von der
Zeit her parallel zum ZI Sozialethik, aber an diesem Tag findet der ZI nicht statt.
Modul 5-6.3 RP
Handlungsfelder Religionspädagogik/Gemeindediakonie II
nur
RP
Modulkoordination: Schwendemann
6 SWS - 9 CP
Studierende vollziehen Handlungsprozesse der Religionspädagogik/Gemeindediakonie exemplarisch
nach und erwerben darauf bezogen Feldkompetenz und Handlungswissen. Sie lernen
wissenschaftlich fundiert zu handeln und ihr Handeln zu reflektieren.
Im Einzelnen bedeutet dies
- die Elemente allgemeiner Handlungs- und Professionstheorien zu reflektieren,
- über spezielle Handlungstheorien/-methoden für spezielle Handlungsfelder zu verfügen,
- feld- bzw. zielgruppenbezogen theoretisches Wissen zur reflektierten Wahrnehmung und
Analyse heranziehen zu können,
- Handlungsoptionen kennen und reflektiert auswählen zu können,
- eigenes Handeln reflektieren und evaluieren zu können,
- Visionen und neue Handlungsformen entwickeln und erproben zu können,
- über Feldkompetenz zu verfügen: relevante Wissensbereiche, inklusive rechtlicher
Grundlagen und soziostruktureller Rahmenbedingungen und Handlungsformen erarbeitet
zu haben,
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
-
Seite 23
fallbezogen arbeiten zu können, d.h. wissenschaftliche Erkenntnisse auf den konkreten Fall
anwenden zu können.
5-6.3.1 RP
Leben, Lernen und Glauben in Gemeinde und Schule
4 SWS – Selbststudium: 120 Stunden
Das Handlungsfeld besteht aus folgenden zwei Schwerpunktseminaren - beide Teile
müssen besucht werden:
5-6.3.1a Pflicht-Schwerpunkt schulische Religionspädagogik und theologische
Bildungstheorie
Schwendemann/Howoldt
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Mi
14 - 16
Im Schwerpunktseminar Schule wird die Bandbreite schulischer Religionspädagogik vorgestellt;
hierzu zählen die verschiedenen Modelle bis hin zum performativen Religionsunterricht der
Gegenwart. Aber auch rechtliche und methodische Problemkonstellationen werden lösungsbezogen
erarbeitet.
5-6.3.1b Pflicht-Schwerpunkt gemeindliche Religionspädagogik: Kinder- und
Jugendarbeit
Oesselmann/Renz
Mi
8 - 10
zzgl. Block*
2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
*Mittwochstermin (Oesselmann): Beginn in der ersten Semesterwoche, letzte Sitzung am 12.
Nov.; Blocktermin (Renz): Fr./Sa., 28./29. Nov., jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Im Schwerpunktseminar Gemeinde steht im Mittelpunkt das konzeptionelle Planen gemeindepädagogischen Handelns bezogen auf den Bereich der Jugendarbeit im Schnittfeld mit Schule und
Stadtteilmilieu.
5-6.3.2 RP
Fallseminar„Religionspädagogische Psychologie“
Schwendemann/J. Rausch
Fallseminar: 2 SWS – Selbststudium: 60 Stunden
Do
Das Seminar bietet die Einführung in religionspädagogisch-psychologisches Denken an.
16 - 18
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 24
Modul 5-6.4 SA
Projekt
nur SA
+ Zusatzqualifikation
Modulkoordination: Pfeifer-Schaupp
3,7 SWS - 6 CP
5-6.4.1/5-6.4.2 SA
Projekt und Coaching
A
B
Erlebnispädagogik
SPOSA
C
D
Kunstpädagogik
Diskriminierung am Fachbereich
Soziale Arbeit an der EH?
E Persönliches Budget für Menschen mit
Behinderung
F
Gemeinsinn in der offenen
Drogenszene Freiburgs: praktische
Nutzbarkeit in Intervention und Politik
G Regionale Lösungsansätze für globale
Fragestellungen - Suffizienz
in Theorie und Praxis
H
Lebenslagenforschung - Wie erleben
Menschen mit geringem Einkommen
die Mietensituation in Freiburg?
I
Mit anderen Augen - bir baska gözle through other eyes. Ein deutschtürkisches Begegenungsprojekt
J
Soziale Arbeit und Journalismus: Wie
werden soziale Themen öffentlich
gemacht?
3,7 SWS – Selbststudium: 165 Stunden
Zwerger Mo
14 - 17
Hoffmann voraussichtlich
Mo
13 - 15
Lohmiller Mo
14 - 17
Allwinn Mo
14 - 17
Klie/Bruker/ Mo
Theda
Stallwitz Mo
14 - 17
Oesselmann/ Mo
Pfeifer-Schaupp/
Reiner
Rausch Mo
14 - 17
Steinhilber Mo
14 - 17
Dietz/Helfferich/ Mo
Lohmiller/Toens/
Sommer
14 - 17
14 - 17
14 - 17
TN-Obergrenze: 12 TN
Die Belegung ist am Ende des Sommersemesters erfolgt. Bei den Angeboten A, B und C
handelt es sich um die Zusatzqualifikation, die im 5. Sem. beginnt. Wer eine dieser
Zusatzqualifikationen belegt hat, kann kein weiteres Projekt belegen.
Projektmanagement
Rausch
Teilnehmergrenzen: Max. 30 TN
Block*
Lehrveranstaltungen im 5. Semester
Seite 25
Verpflichtende Zusatzveranstaltung für alle Projekte die unter 5-6.4.1/5-6.4.2 SA
aufgeführt sind, also auch für die Zusatzqualifikationen, ebenso für 7+3-Studierende, die
ein Projekt belegt haben.
*Blocktermine in der Einführungswoche:
A: Mo., 6. Okt., 9.00 bis 17.00 Uhr und Di., 7. Okt., 9.00 bis 13.00 Uhr
B: Di., 7. Okt., 14.00 bis 18.00 Uhr und Mi., 8. Okt., 9.00 bis 17.00 Uhr
C: Do., 9. Okt., 9.00 bis 17.00 Uhr und Fr., 10. Okt., 9.00 bis 13.00 Uhr
D: Fr., 10. Okt., 14.00 bis 18.00 Uhr und Sa., 11. Okt., 9.00 bis 17.00 Uhr
Modul 5-6.4 RP
Praxis schulischer Religionspädagogik
nur
RP
Modulkoordination: Schwendemann
4 SWS - 6 CP
Ziele:
Die Studierenden erwerben didaktische, methodische und kommunikative Grundkompetenzen für
den schulischen Unterricht in der Grundschule und der Sekundarstufe I und können Unterricht
planen und gestalten. Dies umfasst insbesondere:
- sich entwicklungspsychologische und religionsdidaktische Kenntnisse anzueignen
- die geforderten Bildungsstandards der verschiedenen Schularten zu kennen und unterrichtlich
umsetzen zu können
- unterrichtliche Grundprobleme und schulartenspezifische Problemstellungen zu erkennen,
professionell angehen und lösen zu können.
Durchführung:
Die Studierenden absolvieren in bestimmten Schulen ihr Schulpraktikum (eine Klasse pro Woche
mit 2 Unterrichtsstunden, dienstags und donnerstags zwischen 8-13 Uhr) unter Anleitung von
MentorInnen und besuchen dazu eine verpflichtende Lehrveranstaltung an der Fachhochschule.
Die Studierenden werden im Lauf des Studienhalbjahres zweimal besucht (Beratungsbesuch und
Lehrprobe). Die Lehrprobe umfasst eine schriftliche Ausarbeitung und eine Prüfungsstunde und
entspricht damit einer Modulprüfung. Das Praktikum fängt mit Wiederbeginn der Schule nach
den Sommerferien an.
5-6.4.1 RP
Schulpädagogik
Schwendemann/Ziegler
2 SWS – Selbststudium: 30 Stunden
Do
14 - 16
5-6.4.2 RP
Schulpraktikum I
Di
jeweils zwischen 8 - 13
2 SWS – Selbststudium: 90 Stunden
Do
jeweils zwischen 8 - 13
 Bitte beachten Sie auch die semester- und studiengangsübergreifenden Zusatzangebote
auf der Website.
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Kunst und Fotos
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