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Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Lorsch

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Gemeindebrief
der
Evangelischen
Kirchengemeinde Lorsch
Nr. 113
Dezember 2014 / Januar 2015
Geistliches Wort
Liebe Leserin, lieber Leser,
zu Beginn der Adventszeit grüße ich Sie
und Euch herzlich mit den vier Kerzen
auf dem Kranz unseres Titelbildes und
mit den vier biblischen Versen der vier
Adventssonntage. Sie können uns
vielleicht, wo so manche Tür verschlossen ist, ein Fenster öffnen und zu
vier Wegweisern auf dem Weg zum Fest
werden.
Siehe, dein König kommt zu dir,
ein Gerechter und ein Helfer.“
Sacharja 9,9
Wen oder was erwartest du zu
Weihnachten? Deinen König? Welcher
König ist gerecht und hilft dir? Lass mich
die Frage anders stellen: Was beherrscht
dich in diesen Tagen? Die Suche nach
Geschenken. Es allen recht machen zu
müssen oder diese freudlose Gleichgültigkeit? Die ernste Sorge, dass das Geld
nicht reicht? Die Angst um den Arbeitsplatz? Der Stress bei der Arbeit? Die Einsamkeit in den dunklen Tagen? …
Das Bibelwort will uns ermutigen, offen
zu sein in unserem alltäglichen Leben,
den Königsweg für uns zu entdecken.
Bereit zu sein für Gottes Ankunft, für
seine verwandelnde Kraft des Trostes,
der Gerechtigkeit. Ist es zu schwer, Gott
ankommen zu lassen? - Siehe, dein König
kommt zu dir.
Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung
naht.“ Lukas 21,28.
Lass dich nicht knechten und niedermachen. Erhebe deine Augen, deinen
Kopf, die Erlösung naht. Wovon brauchen wir Erlösung? Von Schuld oder
Schuldgefühlen vielleicht, die uns plagen? Von der Sucht nach dem Immermehr-haben-Wollen? Von Bindungen, die
nicht gut tun? Von der Diktatur des Konsums in dieser Zeit? Eine Erlösung von
3
der zweifelhaften Sinnlosigkeit? Was
bindet mich, um so zu leben, wie ich es
mir wünsche und wie es für mich gut
wäre? Es ist viel mehr möglich, weil sich
unsere Erlösung naht.
„Bereitet dem Herrn den Weg;
denn siehe, der Herr kommt gewaltig.“ Jesaja 40,3.10.
Endlich das Ende der Gefangenschaft,
des Exils, in dem sich zur Zeit des Propheten Jesaja das Volk Gottes befand. - Bist
du bereit für die Befreiung? Bereit für
eine neue Zukunft, bereit, dich loseisen
zu lassen von Dingen, die dich einengen,
von liebgewordenen schlechten Gewohnheiten und von Ideologien und Vorstellungen, die dir und anderen Unrecht
tun? Bist du bereit, einmal von dir abzusehen und dem den Weg zu ebnen, der
von Feindesliebe predigt, sie auch lebt
und barmherzig ist? - Menschen sehnen
sich nach diesem Weg der Barmherzigkeit und der Versöhnung: Gefangene,
Flüchtlinge, Einsame, Hungernde und
Dürstende.
„Freuet euch in dem Herrn
allewege, und abermals sage
ich: Freut euch! der Herr ist
nahe!“ Philipper 4,4.5b.
Es gibt einen echten Grund der Freude.
Vielleicht stärkt sich von Sonntag zu
Sonntag unsere vorsichtige Ahnung und
wird zur glaubenden Gewissheit, dass
dieser Herr nahe ist. Und wir können es
glauben: Gott kam uns in Jesus ganz nahe. Kein ferner Gott. Im Alltag können
wir Gottes Spuren finden und im Feiern
des neu geborenen Lebens.
So wünsche ich Ihnen eine gesegnete
Adventszeit, frohe Weihnachtstage und
dann einen hoffnungsvollen Jahresbeginn,
Ihr Pfarrer
4
Berichte:
Bibelwoche
Mitarbeiterabend
Küsterwechsel
Ökumenischer Novembervortrag
Verabschiedung Internationaler Treff
Dienstjubiläum Uschi Adrian
Vorträge im Ev. Forum Darmstadt
Vortrag Hospizbewegung
Begrüßungsgottesdienst Kindergarten
Neue Flüchtlinge aus Eritrea
Freud und Leid
Ewigkeitssonntag
Eine freudige Nachricht
Interview mit Kirchenvorsteher Stefan Rothfritz
Dekanatsresolution zur Flüchtlingsfrage
Pflanzen der Bibel
Inhaltsverzeichnis
Seite
5
6
7
8/9
10
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12/13
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22/23
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Termine:
Gottesdienste, allg.
Adventsgottesdienste / Besondere Veranstaltungen
Weihnachts-, Silvester-, Neujahrsgottesdienste
Einladung zum Lichterklang / Gottesdienst im Stile Taizé
Büchertisch im Advent
Vorweihnachtlicher Singgottesdienst mit Spatzenchor
Wunschbaumaktion
Adventsmusik Kinder– u. Jugendchor
Proben zum neuen Musical
Gemeindeversammlung
KiGa-Notgruppe
Ökumenische Glaubensgespräche 50+
Gemeindeausflug
Einladung Wochenende für Frauen
Konfis backen Brot
Selbst gemachte Geschenk-Idee
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IMPRESSUM
Herausgeber: Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Lorsch
Redaktion: R. Keller, F. Loseries, A. Kliba, U. Voll, I. Schubert-Roß,
H. Steinhäuser, S.R. Schmidt
Fotos:
A. Parzinger, R. Keller, U. Voll, I. Schubert-Roß, S.R. Schmidt
F. Loseries, Stefan Poeplau, H. Steinhäuser
E-Mail:
gemeindebrief@evkirchelorsch.de
Druck:
Gemeindebriefdruckerei, 29293 Groß Oesingen
Aus der Gemeinde
5
Kinderbibelwoche hat allen Spaß gemacht
Auch in diesem Jahr hatte die evangelische Kirchengemeinde zu einer
Kinderbibelwoche während der
Herbstferien eingeladen. Unter Leitung von Pfarrerin Uta Voll gestaltete
sich die gut besuchte Veranstaltung
für alle Teilnehmer zu einem bunten
Erlebnis.
Unter dem Motto „Farben sind das
Kleid Gottes“ wurde ein unkonventioneller Weg gegangen: Gott in Farben zu begegnen.
Der Mittwoch war der grüne
Tag. Das Thema Schöpfung und Bewahrung der Natur wurde behandelt.
Es wurde gebastelt und geknetet und
in einem großen Kasten ein
"Paradies" erschaffen. Am Nachmittag wurden im Museumszentrum
unter Anleitung der Museumspädagogik Kräutersalben hergestellt.
Am gelben Tag hieß das Thema
Licht und Wandlung. In der Zachäusgeschichte kletterte der kleine Zöllner erneut auf seinen Baum und fand
ein helleres Leben. Am Vormittag ging es auf eine wilde Rallye
durch Lorsch bei der u.a. gelbe Dinge
gesucht werden mussten.
Am roten Tag standen mit der Farbe rot Wärme und Liebe im Mittelpunkt und die Geschichte von der
Frau, die Jesus salbte. Es entstanden
rote große Papierblüten, die sonntags den Altarraum schmückten. Der
Nachmittag stand
im Zeichen der Kalligraphie. Dank an
die Mitarbeiterinnen des Museumszentrums!
Grün, gelb, rot und
blau - am Sonntag
gab es einen fröhlichen und bunten
Familiengottesdienst als Abschluss
mit dem diesjährigen Hit: "Komm,
ich zeig dir was von
Gott!"
Pfarrerin Uta Voll dankte allen Helfern, insbesondere Gabi Vinzenz, Marion Glanzner, den beiden Köchen
Sophie Roß und Martin Reimers, den
Jugendlichen der Gemeinde, die bei
der Betreuung mitgeholfen hatten.
Anneliese Parzinger
6
Aus der Gemeinde
Zwiebelkuchen und neuer Wein
als Mitarbeiter-Dankeschön
Die Mitarbeitenden unserer Gemeinde waren in diesem goldenen
Herbst am Erntedank-Sonntag einge-
laden zu einem gemeinsamen Abendessen mit Zwiebelkuchen und neuem
Wein. Dies sollte Ihnen ein schmackhaftes Zeichen des Dankeschöns für
Ihr Engagement im vergangenen
Jahr sein. Erfreulich viele kamen am
Abend, obwohl wir am
Morgen schon mit einer
großen Gemeinde den
Erntedankgottesdienst
gefeiert hatten und im
Anschluss beim traditionellen Suppenessen zusammensaßen. Es ist
schön, wenn wir uns bei
den vielfältigen Gelegenheiten unseres Gemeindelebens Zeit nehmen,
Gemeinschaft zu pfle-
gen, miteinander zu essen und zu
trinken, einander in Dankbarkeit begegnen. So wollen wir auch an dieser
Stelle nochmals
allen Mitarbeitenden,
auch
denen, die an
diesem geselligen Abend nicht
dabei sein konnten,
unseren
Dank zum Ausdruck bringen!
Ein
weiteres
Dankeschön gilt
allen Mitarbeitenden in der
Ermäßigung des Gemeindeausfluges
nach Frankfurt in das Bibelhaus und
in den Palmengarten, zu dem die
ganze Gemeinde eingeladen ist (vgl.
S. 31).
Aus der Gemeinde
7
Verabschiedung von Küster Ernst Mohr —
Begrüßung der neuen Küsterin Sophie Roß
Im Gottesdienst am 9. November
2014 wurde Küster Ernst Mohr aus
seinem Küster– und Hausmeisterdienst verabschiedet. Pfarrer Renatus Keller würdigte seinen beispielhaften Dienst für unsere Gemeinde
und diese dankte ihm mit donnerndem Applaus.
Drei Jahre war er unser Küster,
man sagt: Noch länger bleiben müsst` er.
Schon als du warst noch jung an Jahren,
sah man zum Wingertsberg dich fahren.
Die Jugendgruppe voller Freud,
die prägt Ernst Mohr ja noch bis heut.
Refr.: Lieber Ernst, Dank sei dir,
Gottes Segen wünschen wir…..
3. Du bist kein Freund von großen Worten,
doch bist du da an allen Orten.
Mit Hammer, Säge und Verstand,
legst überall an Du deine Hand.
4. Frühmorgens, wenn der Hahn noch
kräht,
der Ernst schon in der Kirche steht.
Die Heizung bleibt nicht länger kalt,
die Glocke durch den Sonntag schallt.
Gesangbuch, Liedblatt oder Kerzen,
verteilt er gern von ganzem Herzen.
Für jeden noch ein nettes Wort,
so wird die Kirch ein lieber Ort…..
Anschließend übergab Pfarrerin Uta
Voll den „Küsterstab“ an Sophie Roß,
die den Dienst neben ihrem Theologiestudium fortan in unsere Gemeinde leisten wird.
Nach dem Gottesdienst gab es für
beide einen Empfang, bei dem Uta
Voll mit der Gitarre eine amüsante
Ballade zum Abschied von Ernst
Mohr vortrug und die Anwesenden
den Refrain sangen.
Hier ein Auszug:
1. Ich möchte es euch nicht verhehlen,
Ernst Mohr wird uns als Küster fehlen.
8
Ökumenischer Novembervortrag
Kirche darf sich nicht an die eigenen Sicherheiten
klammern — Ökumenischer Novembervortrag mit
Michael Sievernich (Sankt. Georgen)
Der in Frankfurt lehrende
Professor,
der den heutigen Papst
schon
seit
1985 als befreundeten
Jesuitentheologen
und
späteren Erzbischof von Buenos
Aires persönlich kennt, begann seinen Lorscher Novembervortrag mit
einem Wort von Alfred Delp, der in
Hüttenfeld und Lampertheim wirkte,
bevor die Nazis ihn ermordeten:
„Wenn die Kirchen der Menschheit
noch einmal das Bild einer zankenden
Christenheit zumuten, sind sie abgeschrieben“. Durch den ungeteilten
Christus wird uns „vieles besser gelingen, als unseren streitenden Vorfahren und Zeitgenossen gelang“.
Als der argentinische Kardinal Bergoglio am 13. März 2013 zum Nachfolger Benedikts XVI. gewählt wurde,
bedeutete dies das Ende des Eurozentrismus der römisch-katholischen
Kirche: Er war der erste lateinamerikanische Papst und Angehöriger des
Jesuitenordens, den die Päpste im 17.
Jahrhundert sogar einmal verboten
hatten. Der von ihm gewählte Name
„Franciskus“, von dem man weltweit
den „Sonnengesang“ kennt, ließ eine
neue päpstliche Praxis erwarten. Als
ein Laboratorium der Moderne entwickelten die Lateinamerikaner eine
Theologie der Befreiung, in der die
katholische „Option für die Armen“
einen betont sozialen und politischen
Charakter trug. Schon sein erstes
päpstliches Schreiben „Evangelii gaudium“ (Die Freude des Evangeliums)
ließ einen neuen Ton erkennen. Hatte
der deutsche Papst Benedikt XVI. vor
allem das Programm „Glaube und
Vernunft“ großgeschrieben, so geht
es seinem Nachfolger um „Glaube
und Gerechtigkeit“. Ihm vor Augen
steht eine Kirche im „Zustand permanenter Mission“, die an die Randzonen des Lebens hinausgeht und gerade dort das Evangelium den Menschen nahe bringt. Auch wenn ihr
dadurch das Bild einer „verbeulten,
verletzten und beschmutzten Kirche“ droht, wäre sie ihm lieber als
eine, die sich an ihre eigenen Sicherheiten klammere und als selbsternannter Hüterin der Orthodoxie die
Energie, die für die Evangelisierung
nötig hätte, im Kontrollieren verbrauchte.
Papst Franciskus spricht gern von
einem neuen „Stil“ der Kirche. Schon
das Zweite Vatikanische Konzil wollte
nicht mehr auf dogmatische Festlegungen bauen. Es fragte „pastoral“,
weil Kirche „keine Zollstation“ sei,
Ökumenischer Novembervortrag
sondern „das offene Vaterhaus, wo
Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben“.
Die vielen Gesichter des Volkes
Gottes seien nicht als Bedrohung,
sondern als Chance für eine bunte
Bezeugung des Evangeliums wahrzunehmen. Dass dies auch ökumenisch
von Bedeutung sei, konnte Sievernich in dem anschließenden, von
evangelischen Teilnehmern geführten Gespräch noch deutlicher machen. Ihre Sorge, dass die von Benedikt XVI angestoßene Versöhnung
mit den radikal-konservativen Piusbrüdern, die das Zweite Vatikanischen Konzil als Abfall der Kirche von
ihrem Glauben ablehnen, auf Zurückdrängung des Konzils hinaus laufe,
wollte Sievernich nicht teilen. Der Stil
von Papst Franziskus baue auf den
Geist des Konzils, zu dem auch heilsame Dezentralisierung gehöre und ein
kollegialer Führungsstill der lokalen
Bischofskonferenzen mit stärkeren
Kompetenzen, auch wenn der neue
Papst damit in der Kurie nicht nur
Freude bereite.
Die Außerordentliche Bischofssynode in Rom Oktober 2014 zu Fragen
rund um die Familie entsprach auch
seiner Forderung nach einem neuen
Bischofstyp, der nicht nur auf die
Treue zu Rom und deshalb bloß auf
Formales achtet, sondern echte Beratungen sucht. Dass auch das von der
EKD geplante Reformationsjubiläum
2017 nicht zur reinen Jubelveranstaltung wird, würde von dem Referen-
9
ten gern zugegeben.
Die Geißelung einer „Wirtschaft
der Ausschließung“ und einer
„Globalisierung der Gleichgültigkeit“
durch den neuen Papst wurde von
politischen Kreisen kritisiert. Franziskus hat jedoch nicht pauschal geurteilt, sondern, dass „diese Wirtschaft
tötet“, was er z.B. im Umgang der EU
mit Flüchtlingen angeprangert hat.
Konkrete Voraussagen über eine
Zulassung der wiederverheirateten
Geschiedenen zur Eucharistie wollte
Sievernich nicht wagen. Er ist aber
überzeugt, dass seine Kirche im Geist
des missionarischen Aufbruchs von
„Evangelii gaudium“ weiter gehe.
Einen christlichen Konsens formuliert
Franciskus so: „Im Herzen Gottes
gibt es einen bevorzugten Platz für
die Armen, dass er selber arm wurde
(2. Kor. 8, 9).“
Walter Schöpsdau
© Birgit Seuffert
10
Aus der Gemeinde
Abschied vom Internationalen Treff
Beim Gottesdienst zum Volkstrauertag und dem anschließenden Beisammensein im MLH feierte der Internationale Treff Lorsch seinen Abschied.
Ja: Feierte! Denn zwar ist die Traurigkeit groß, dass die monatlichen
Treffen nicht mehr stattfinden, doch
überwiegt die Achtung und der Dank
für über 21 Jahre geleistete Arbeit.
Auszüge aus dem Grußwort von Pfrn. Uta Voll:
Vielen Dank dem Internationalen Treff! In über 21 Jahren waren Sie Anlaufstelle,
Informationsquelle
und
Ausdruck für die kulturelle
Vielfalt unserer Stadt. Dass
Sie dabei permanent an
Grenzen gestoßen sind,
immer wieder gegen Mauern in den Köpfen angerannt sind durch fundierte
Information, sich nicht haben entmutigen lassen,
erfordert tiefen Respekt.
Nun hören Sie auf. Ihre Verbundenheit wird bleiben. Doch die Arbeit
geht auch weiter. Jeder und jede einzelne von uns braucht Aufmerksamkeit für Menschen, die zu uns kommen, oft mit schweren Erlebnissen
im Rücken, seelisch verletzt. Der Helferkreis für die Flüchtlinge setzt vielleicht ein Stückweit Ihre Arbeit fort.
Er wächst auf dem Acker, den Sie
gepflügt haben und in vielen kleinen
Schritten zur Veränderung der Gesellschaft beigetragen haben.
Der Dank der Gemeinde gilt vor allem
Hildegard Schöpsdau, die ja schon
vor 1993, dem Gründungsjahr, sehr
engagiert und segensreich in unserer
Kirchengemeinde wirkte, vor allem
als Chorleiterin des Kirchenchors.
Liebe Hildegard, dieses alte Wort se-
gensreich will ich einmal gebrauchen,
weil du so viele Spuren gelegt hast,
die bis heute wirken. Das bedeutet ja
Segen: dass etwas wächst und gedeiht (auch ohne dass man es
merkt!). Dir also vor allem herzlichen
Dank, aber auch Frau Hofmann, die
an deiner Seite den Kreis geleitet hat,
und allen, die den Treff mit Leben
gefüllt haben.
Aus der Gemeinde
11
Dienstjubiläum von Uschi Adrian
Unsere Sekretärin im Gemeindebü- retärin ist kaum vorstellbar ohne ihre
ro, Uschi Adrian, feiert ihr 20-jähriges liebe Kollegin Renate Mohr. „Wir pasDienstjubiläum. Wir freuen uns sehr, sen gut zusammen“ – sagen beide
dass wir sie in ihrer freundlichen und zueinander. Und das merkt man
kompetenten Art als unsere Gemein- auch, wenn man montags ins Büro
desekretärin haben. Menschen kom- kommt. Dann sind nämlich beide da.
men gerne zu ihr ins Büro, um etwas So freuen wir uns über die bisherige
nachzufragen
oder Hilfe zu bekommen,
vielleicht um ein
Schwätzchen
mit ihr zu halten
oder auch nur
etwas abzugeben. Jedem und
jeder wird unkompliziert und
direkt geholfen.
Durch
unsere
Sekretärin
begegnen
Menschen hier an
diesem „DrehV.l.n.r.: Uschi Adrian, Renate Mohr
und Angelpunkt
unserer Gemeinde“ einem freundli- gute Zusammenarbeit unserer Sekrechen Gesicht unserer einladenden tärinnen und besonders darüber,
Kirchengemeinde.
dass Renate Mohr trotz ihrer Trauer
„Ich arbeite gerne hier im Büro,“ um ihren Mann Edi noch nicht, wie
sagt sie, „auch wenn es eigentlich ursprünglich geplant, in den Ruheimmer viel zu tun gibt. Noch lieber, stand geht. „Ich fühle mich rüstig
seit unser Gemeindebüro so schön genug und ich werde gebraucht für
gestaltet wurde. - Hier fühle ich mich diese Aufgabe und das tut mir gut.“
wohl!“
Herzlichen Dank unserem Sekretärinnen-Team, Renate Mohr und Uschi
Renate Mohr bleibt uns im Büro
Adrian, den guten Seelen im Büro
erhalten.
Die Arbeit unserer bewährten Sek- unserer Gemeinde!
12
Vortragsreihe des Ev. Forums Darmstadt
Wie politisch ist Kirche in Deutschland?
Im Rahmen der Vortragsreihe
„Gutes Leben“ des Ev. Forums Darmstadt referierte Prof. Dr. F. Segbers
am 23.9.2014 im Offenen Haus in der
Rheinstraße in DA.
Muss Kirche angesichts der massiven Bedrohung und Zerstörung der
Schöpfung, der erheblichen sozialen
Ungerechtigkeit und der Verelendung vieler Menschen nicht politisch
aktiver werden ?
Es ging einmal um die aufrüttelnden Papstworte aus seinem Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“:
„Diese Wirtschaft tötet.“ Und: Das
herrschende ökonomische System
sei “in der Wurzel ungerecht”.
Und um das Missionspapier des
internationalen ÖRK-Treffens in Ko-
rea: "Menschliche Gier trägt zu …
Klimawandel bei. Wie sollen wir uns
Erlösung vorstellen, wenn … die Erde
für immer schwer geschädigt wird?"
Die deutsche Ökumenische Sozialinitiative „Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft“
setzte dies um – in abgeschwächter
Form.
Auch das Publikum mahnte, die
Kirchen müssten politischer werden
– von oben, wie von unten.
Christen müssen handeln, wenn
Gottes Schöpfung zerstört wird,
wenn soziale Ungerechtigkeit immer
weiter steigt und auch faire Verhältnisse in Form demokratischer Rechtsstaaten massiv bedroht sind.
So auch hier: Vortrag am 2.10.2014
Schaden die Freihandelsabkommen der Demokratie?
Die Freihandelsabkommen CETA
(EU / Kanada) und TTIP (EU / USA)
sollen den Handel erleichtern, durch
Abbau
„nichttarifärer
Handelshemmnisse“.
Sie atmen jedoch den Geist des
Neoliberalismus. Sie dienen den Stärkeren, den Konzernen, schaden aber
den Schwächeren und dem Mittelstand, der bei uns die meisten Arbeitsplätze schafft.
Das Europäische Vorsorgeprinzip:
„Es darf nur in den Handel, was nachweislich unschädlich ist“, gilt den
USA als Handelshemmnis – wie Umwelt-, Gesundheits-, Arbeits-, Ver-
braucherschutz und Sozialstandards
(Genmais, Chlorhühnchen, Mindestlohn ...).
Vortragsreihe des Ev. Forums Darmstadt
Offizielle Studien erwarten in 10
Jahren ca. 0,5 % Mehrwachstum, und
ein Mehreinkommen von ca. 500
€/Jahr pro Familie. Das Beispiel
NAFTA (USA, Kanada,
Mexico)
zeigt jedoch, dass
der hoch subventionierte US-GenMais die mexikanische Landwirtschaft verdrängt
und in Mexico
Millionen Arbeitsplätze vernichtet hat.
Hohe Risiken von CETA und TTIP
liegen auch im Investorenschutz:
US- / kanadische Unternehmen
dürfen EU-Staaten auf Schadenersatz verklagen, wenn sie glauben,
dass der Staat z.B. durch Umweltauflagen oder strengeren Gesundheitsschutz ihre Gewinnerwartungen
schmälert. Zahlen müssen die Staaten – also wir Steuerzahler.
Entschieden wird über die oft
sehr hohen Schadenersatzforderungen (z.B. 200 Mio € … 4 Mrd €) nicht
vor ordentlichen Gerichten.
Schiedsgerichte aus 3 Privat-Anwälten (je 1 für den verklagten Staat
und das klagende Unternehmen, 1 als
Richter) entscheiden geheim und
endgültig – ohne Möglichkeit zur
Berufung oder Revision.
Unsere EU-Länder müssen also
bei schärferen Umwelt- oder Ver-
13
braucherschutzgesetzen mit Klagen
von US- / kanadischen Konzernen
rechnen. So werden unsere Demokratie und unser Rechtsstaat beschädigt.
In TTIP müssen sogar per
„Regulatorischer Kooperation“ die
EU-Staaten von Anfang an die USA
und ihre Konzerne in die Erarbeitung
neuer Gesetze einbinden – bevor unsere gewählten Parlamente davon
erfahren.
Auch dies hebelt Demokratie aus.
Daher sei Widerstand notwendig.
Hinweis: Auf unserer KirchenHompage unter „Kirche für die
Welt“ / „Schadet das Freihandelsabkommen….“ finden Sie Links zu Unterschriftensammlungen im Internet,
wenn Sie sich beteiligen möchten.
S. R. Schmidt
14
Aus der Gemeinde
Die Würde des Menschen ist unantastbar
Informationsnachmittag zur Hospizbewegung beim
Seniorenclub Abendsonne
Am 1. September begrüßten Heidrun Gunkel und Gisela Kober die beiden ehrenamtlichen Kräfte des Hospizvereins Bensheim Beate Klein und
Lebens soll ihnen Hilfe angeboten
und versucht werden, ihre letzten
Wünsche zu erfüllen.
Geschultes Pflegepersonal „ummantelt“ (Pallium - der Mantel,
Palliativmedizin) den Patienten und lindert seine Schmerzen. Der Mensch steht immer
im Mittelpunkt.
Nicht alle Menschen können
im Bensheimer Hospiz aufgenommen werden, es stehen
nur 10 Betten zur Verfügung.
Man kann aber auch die Menschen zu Hause pflegen. FachBeate Klein, Günter Prolingheuer, Heidrun Gunkel
kundig ausgebildete ehren(v.l.n.r.)
Foto: Norbert Weinbach
amtliche Kräfte stehen zur
Günter Prolingheuer beim Senioren- Unterstützung bereit.
club Abendsonne.
Wichtig ist, dass Sterbende im Kreis
Was bedeutet Hospiz? Wörtlich der Familie Abschied nehmen kön„Herberge“, dem Sinne nach „Ein- nen. Leider hat nicht jeder ältere
richtung zur Sterbebegleitung“, Frau Mensch eine Familie.
Klein/Herr Prolingheuer: „Hospiz ist
Das Hospiz kümmert sich auch nach
eine Bewegung, die im Kopf stattfin- dem Tod eines Menschen um die
det, die zeigt, wie man mit gebrechli- trauernden Angehörigen.
chen und dem Tode naher Menschen
Notwendig für eine Einweisung in
umgehen sollte.“
das Hospiz ist eine Verordnung des
Viele der Zuhörer kennen die Einrich- Hausarztes.
tung in Bensheim vom Hörensagen,
Der interessante Vortrag wurde mit
von Verwandten und Bekannten. Kaffee und Kuchen beendet.
Herr Prolingheuer und Frau Klein erHeidrun Gunkel bedankte sich bei
klärten, dass Menschen, die dem To- den Referenten mit einem Weinpräde nahe sind, zum Sterben mit Wür- sent.
Heidrun Gunkel
de begleitet werden. Am Ende ihres
Aus der Gemeinde
15
Begrüßungsgottesdienst für die neuen Kindergartenkinder
Am Sonntag,
den 28. September um 14.00
Uhr trafen sich
Familien
des
evangelischen
Kindergartens,
um die neuen
Kindergartenkinder in einem
feierlichen Gottesdienst
mit
Herrn
Pfarrer
Keller zu begrüßen.
Im Vorfeld hatten die älteren
Kinder mit den Erzieherinnen überlegt, was den neuen Kindern hilft, gut
im Kindergarten anzukommen. Aus
einer Schatztruhe zogen die Erzieherinnen Gegenstände: Hausschuhe
standen für Dazu- gehören, ein Kompass für Sich zurechtfinden etc. Pfarrer Keller zeigte anschließend das
Bild eines Engels, um zu verdeutlichen, dass Gott die Kinder auf ihrem
neuen Weg zum Kindergartenkind
behütet .
Mit dem Begrüßungslied „Gott hat
alle Kinder lieb“ wurden alle anwesenden neuen Kindergartenkinder
namentlich genannt. Auch die neue
Praktikantin Julia Wenzel wurde willkommen geheißen.
Im Anschluss an den Gottesdienst
trafen sich Kinder und Erwachsene
zum fröhlichen Drachensteigen auf
der Wiese. Schönes Spätsommerwetter ließ zwar nicht alle Drachen
in die Lüfte steigen, ermöglichte aber
doch das eine oder andere Gespräch
unter den Eltern und ein fröhliches
Beisammensein.
Gaby Virnkaes
Aus der Gemeinde
16
Neue Flüchtlinge aus Eritrea begrüßt
Lorsch wurden noch weitere
Flüchtlinge zugeteilt.
Im Anschluss an den Erntedankgottesdienst fand ein Empfang für die
neu angekommenen Eritreer im Martin- Luther-Haus statt. Etwas verlo-
ren wirkten die sieben jungen Männer und eine junge Frau angesichts
der vielen hellhäutigen Menschen
um sie herum, mit einem für sie fremden Zungenschlag. Und von den Reden haben sie auch nichts verstanden. Aber umso mehr wurde bei den
Lorscher Bürgern um Verständnis
und Hilfe geworben. Dies verdeutlichte der erste Stadtrat Klaus
Schwab, der in Vertretung von Bürgermeister Schönung die Gäste begrüßte.
Bereits mit dem Zuzug der ersten
Asylsuchenden bildete sich in Lorsch
der „Helferkreis Flüchtlinge“ aus der
katholischen und evangelischen Kirchengemeinde, der Pfarrcaritas und
vielen Ehrenamtlichen, die durch das
Flüchtlingsamt des Kreises Bergstraße beraten werden. Eine große Unterstützung sei Asta Walter, die seit
20 Jahren in Lorsch lebt und insbesondere bei sprachlichen Barrieren
Hilfe leiste.
Frau Müller
vom Helferkreis erläuterte, warum die
überwiegend
jungen Männer aus ihrer
Heimat Eritrea fliehen.
Sie und auch
die
Frauen
werden
in
dem seit Jahren von Bürgerkriegen geschüttelten
Land ab 18 Jahren zu unbefristetem
Militärdienst gezwungen. Wer sich
verweigert, dem drohen drastische
Strafen. Deshalb könnten die jungen
Menschen nichts lernen und auch
keine Familie gründen. Für die Frauen
sei die Flucht durch das Land und
über das Mittelmeer aber weitaus
gefährlicher als für die Männer, deshalb wagten das meistens auch nur
die jungen Männer.
Pfarrer Renatus Keller stellte die
Flüchtlinge namentlich vor und überreichte jedem eine Sonnenblume mit
einem Willkommensgruß, der in der
Heimatsprache geschrieben war.
Anneliese Parzinger
Gottesdienste und Veranstaltungen
17
Gottesdienste
Gemeindegottesdienst, jeden Sonntag um 10 Uhr
Kindergottesdienst ebenfalls um 10 Uhr nach Vorankündigung
Regelmäßige Veranstaltungen
Montag
14.30 Uhr Seniorenclub Abendsonne (2 x im Monat)
20.00 Uhr Kirchenchorprobe im Martin-Luther-Haus
Dienstag
16.30 Uhr
Konfirmandenunterricht (vierzehntägig)
Mittwoch
15.30 Uhr
16.30 Uhr
17.15 Uhr
18.00 Uhr
20.00 Uhr
Frauenkaffeerunde im MLH
Vorchor (1.-3. Klasse)
Kinder und Jugendchor ab 4. Klasse
Ökumenisches Abendgebet im Kloster Lorsch
Instrumentalkreis
Donnerstag 16.30 Uhr
17.30 Uhr
18.30 Uhr
19.00 Uhr
19.30 Uhr
19.30 Uhr
Lorscher Spatzen-Chor
Teenie-Treff im MLH
Jugendchor im MLH (vierzehntägig)
Jugendgruppe „Fishermen‘s friend“
Gesprächskreis „Glaube hat Gründe“ im MLH
(i. d. R. am 4. Do. im Monat)
Handarbeitskreis (2.+ 4. Do. im Monat)
Freitag
16.00 Uhr
Gottesdienst im Johanniterhaus (3. Fr. im Monat)
Sonntag
19.00 Uhr
Ökumen. Taizé-Gottesdienst (letzter So. im Monat,
Ev. oder Kath. Kirche)
Die Gruppe „Auszeit“ trifft sich immer jeweils am 8. eines Monats.
Der nächste Termin ist allerdings erst im Februar
18
Gottesdienste und Veranstaltungen
Adventsgottesdienste
30.11.
1. Advent
10.00 Uhr Gottesdienst/Abendmahl (Keller)
07.12.
2. Advent
10.00 Uhr Gottesdienst/Abendmahl (Keller
14.12.
3. Advent
10.00 Uhr Gottesdienst/Taufen (Voll)
21.12.
4. Advent
10.00 Uhr Gottesdienst (Keller) mit
Spatzenchor
Besondere Veranstaltungen im Advent
16.30 Uhr
Adventsmusik d. Kinderchöre i. d. Ev. Kirche
03.12.
17.30Uhr
Adventsgottesdienst d. Ev. Kindergartens
in der Ev. Kirche
07.12.
14.00 Uhr
Senioren-Adventsnachmittag
11.12.
19.00 Uhr
Lichterklang
20.12.
15.00 Uhr
„Wunschbaum Café“ im Martin-Luther-Haus
Foto: Lotz /gemeindebrief.de
30.11.
Gottesdienste
19
Weihnachts, Silvester- und Neujahrs- Gottesdienste
der Evangelischen Kirchengemeinde Lorsch
24.12.14
14.30 Uhr
Weihnachtsgottesdienst für Familien mit
Kleinkindern (Voll)
16.00 Uhr
Familiengottesdienst mit Krippenspiel der Konfirmanden (Keller)
18.00 Uhr
Christabend-Gottesdienst (Keller)
22.00 Uhr
Christnacht-Gottesdienst (Voll)
25.12.14
10.00 Uhr
Gottesdienst zum 1. Weihnachtsfeiertag mit Hl.
Abendmahl (Keller)
26.12.14
10.00 Uhr
Gottesdienst zum 2. Weihnachtsfeiertag mit Hl.
Taufe (Voll)
31.12.14
18.00 Uhr
Gottesdienst zum Altjahresabend (Voll)
01.01.15
19.00 Uhr
Gottesdienst zum Neuen Jahr im Stile von Taizé
(Keller)
20
Taufen
Freud und Leid
Die Heilige Taufe empfingen
Im Juni:
Im September:
Im Oktober:
Im November:
Getraut wurden
Im August:
Im September:
Bestattet wurden
Im August:
Im September:
Im Oktober:
Im November:
Lea R.
Henri S.
John K.
Elea E.
Lukas L.
Felix L.
Nicole L.
Isabella S.
Susanne F.
Clement F.
Dave P.
Selina P.
Maxim B.
Kevin F. und Cindy W.
Jochen G. und Kirsten H.
Christoph M. und Annette S.
Mulugeta G. und Judith S.
Paul H. und Waltraud Z.
Jürgen H.
Edi M.
Karl K.
Michael F.
Katharina S.
Philipp K.
Werner B.
Freut euch mit den Fröhlichen und weint
mit den Weinenden.
Römer 12,15
21
Ewigkeitssonntag
Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will
euch wieder sehn, und euer Herz soll
sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
epd bild / Gemiendebrief.de
Johannes 16,22
Margarete Schiffel geb. Schuster
Helga Ehrmann geb. Müller
Marianne Hermine Anna Stade geb. Frank
Monika Schlapp geb. Trumpfheller
Frank Matthes
Anneliese Eberlein geb. Degenhardt
Uwe Zmuda
Erika Maruschke geb. Ciarzynski
Maria Anna Elisabeth Arnold geb.Büscher
Karl Jöst
Herbert Möhrke
Ingeborg Schneider geb. Holl
Dieter Haase
Rosa Knieling geb. Lerch
Dagmar Gunhild Heide Freund geb. Brümmer
Karl Pfeiffer
Martha Marie Rettig geb. Knieling
Hildegard Schlenk geb. Maier
Michael Alfred Hirsch
Werner Büttner
Helmut Brodmerkel
Jürgen Rudolf Willi Hess
Karl Adam Krämer
Elisabeth Groos geb. Wagner
Katharina Kehl geb. Strott
Michael Femmig
Philipp Jakob Knaup
Anna Renate Böhm geb. Knapp
Werner Backhaus
Die Evangelische Kirchengemeinde Lorsch gedachte am Ewigkeitssonntag,
dem 23.11.2014, der Verstorbenen im Kirchenjahr 2013 / 2014.
22
Eine freudige Nachricht
von Dörte Vollmer
Tatsächlich, wir sangen das Lied!
Das war meine große Stunde! Ich hatte geübt. Auf dem Schulweg und
abends im Bett. Ich wollte lückenlos
jedes Wort mitsingen können, und
zwar bis zum Ende. Auch dann noch,
wenn das Tempo sich steigerte, zungenbrecherisch, und Ulli an der Gitarre alles gab. Ich wollte dabei sein,
wenn die frohe Botschaft ihren Lauf
um die Welt begann.
Ich sang. Beseelt von dem Gefühl,
bei einer wirklich großen Sache dabei
zu sein, quasi am Puls der Zeit, der
wunderbarer Weise gerade dort
schlug, wo ihn ganz bestimmt niemand vermutet hätte: In unserem
Kindergottesdienst in einem Ruhrgebiets-Vorort. Ich sang, was meine
Stimme hergab, vom ersten bis zum
letzten Ton:
Eine freudige Nachricht breitet
sich aus, man erzählt sie weiter von
Haus zu Haus: Auf den Höfen, auf den
Gassen, auf den Plätzen, durch die
Straßen – läuft in Windeseile sie in alle
Welt hinaus. Eine freudige Nachricht
breitet sich aus.
Und ich war dabei!
Auf dem Heimweg wartete ich auf
ein Zeichen. Etwas musste sich verändert haben. So, wie wir gesungen
hatten, musste die freudige Nachricht schon vor mir durch die sonntäglich stille Siedlung gelaufen sein.
Erna Kowalski unterhielt sich, auf ein
Kissen gelehnt, quer über die Straße.
Wie immer ging es um Erwin, ihren
Mann. Aber Atze von der Bude, an
der ich die Hälfte meiner Kollekte
gegen zwei Lakritze eingetauscht
hatte, der musste es wissen. Er wusste immer alles. „Na, Mädel, haste‘n
gutes Wort für mich eingelegt? Is ja
nich so mein Ding mit dem Glauben…“ Er zwinkerte mir zu. Fehlanzeige. War die freudige Nachricht am
Ende doch langsamer als ich? Schwer
vorstellbar. Ganz sicher hatte sie meine Eltern schon erreicht.
„Weißt du‘s schon?“, begrüßte
mich meine Mutter. Ja, ja, jaaaa!
„Natürlich weiß ich‘s schon, ich war
doch dabei!“ „Prima, wir fahren
gleich los.“ Im Auto war ich still. Ausnahmsweise. Gleich würden wir mit
Oma in einem dunkel getäfelten Restaurant mit Jagdmotiven an der
Wand sitzen, Schnitzel mit Pommes
essen, über Schule und Gesundheit
reden. Das Gefühl, bei etwas ganz
Großem dabei zu sein, verblasste mit
jedem Kilometer, den wir fuhren.
35 Jahre später. Atze gibt‘s nicht
mehr. Seine Bude schon. Manchmal,
wenn ich in der Gegend bin, schaue
ich vorbei. Kaufe Lakritze und lese
die Schlagzeilen im Zeitungsständer.
Nachrichten, die sich in Windeseile
ausbreiten. In den Höfen, auf den
Gassen, auf den Plätzen, durch die
Straßen…
„Weißt du‘s schon?“, begrüßen
mich meine Eltern, „Erna Kowalski
23
Ist gestorben. Über neunzig.“
Später im Auto muss ich an das Lied
denken. Daran, wie sicher ich damals
war, dass die freudige Nachricht ihren Weg gemacht haben würde,
noch bevor ich wieder zu Hause war.
Und plötzlich habe ich Sehnsucht
nach diesem Gefühl, bei etwas ganz
Großem dabei zu sein und nach dem
Vertrauen, das mich als Kind nach
einem Zeichen der Veränderung auf
dem Heimweg suchen ließ. Nach Atze, für den ich jeden Sonntag ein gutes Wort eingelegt habe. Eines Tages
hat er mir meine gesammelte Kollekte zurückgegeben und gesagt: „Hier,
Mädel, mach wat Gutes daraus!“
Grafik: GEP / gemeindebrief.de
Glaube war nicht sein Ding. Aber seine Bude lag an meinem Weg. Auch
an meinem Glaubensweg. „Na, Mädel, haste‘n gutes Wort für mich eingelegt?“ – Sonntag für Sonntag, Jahr
für Jahr. So treu! Und auf einmal bin
ich mir ganz sicher: Die freudige
Nachricht ist bei ihm angekommen!
„Weißt du‘s schon?“, frage ich Atze
und sehe sein Zwinkern.
Dörte Vollmer (42) ist evangelische Theologin. Sie arbeitet in der
Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung
Eben-Ezer in Lemgo und ist außerdem eine gute Freundin von Hildegard und Walter Schöpsdau.
24
Aus der Gemeinde
Einladung zum
Lichterklang
Musik – Meditation – Kerzenschein im Advent
Donnerstag, 11. Dezember, 19.00 Uhr
Evangelische Kirche
Mitwirkende:
Instrumentalkreis (Leitung: Margarethe Umlauf)
Monika Volk, Gesang
Alexander Knauf, Orgel
Lesungen: Pfarrerin Uta Voll
Im Anschluss an den Lichterklang laden wir wieder
ein zu einem Glas heißen Punsch mit Klosterblick.
Einladung zum
Ökumenischen Neujahrsgottesdienst
im Stile von Taizé
Neujahr,
1. Januar
2015,
19.00 Uhr
in unserer
Kirche
Aus der Gemeinde
25
Büchertisch im Advent
Auch in diesem Jahr wird
wieder ein Büchertisch an
folgenden Adventssonntagen angeboten:
1. Advent am 30. November
2. Advent am 07. Dezember
und
3. Advent am 14. Dezember.
Nach den Gottesdiensten
werden Losungen, Tageslesen, Kalender und Karten
Bild: Paul Georg Meister / pixelio.de
mit christlichem Inhalten
angeboten. Bestellungen aus dem ausliegenden Katalog werden gerne angenommen und soweit möglich noch bis kurz vor Weihnachten ausgeliefert.
Die Aufwandsentschädigung kommt unserer Gemeinde für die Neugestaltung des Martin-Luther-Haus zugute.
Vorweihnachtlicher Singgottesdienst mit Spatzenchor
Im
Gottesdienst
am 4. Advent, am 21.
Dez., also kurz vor
dem Heiligabend, wollen wir das Weihnachtsfest herbeisingen. In diesem Gottesdienst werden uns u.
a. die Kinder unseres
Lorscher
Spatzenchores zum adventlichen Singen animieren. Gemeinsam singen wir dann vorweihnachtliche Lieder (Lieblingslieder dürfen gewünscht werden), hören auf ausgewählte Worte der Bibel, nehmen uns
Zeit zum Gebet und zu einer Meditation und bereiten uns so auf die
Weihnachtsfreude vor. – Herzliche
Einladung für Jung und Alt!
26
Aus der Gemeinde
Wunschbaumaktion
Für manche Menschen, die jeden
Euro zweimal umdrehen müssen,
kann es schon zum großen Problem
werden, wenn plötzlich der Staubsauger kaputt geht. Als letztes Jahr
der Wunsch nach einem Staubsauger
im „Wunschkasten“ lag, konnte zumindest ein Zuschuss gewährt werden und Erleichterung verschaffen.
Im Advent wird wieder die Aktion
„Wunschbaum“ gestartet. Bereits im
vierten Jahr wird sie von der Ökumenischen Sozial-Arbeitsgemeinschaft
organisiert. In der Zeit vom 1. bis zum
12. Dezember wird ein Christbaum
im Stadthaus aufgestellt, wo bedürftige Lorscher Mitbürger Wünsche
aufschreiben können.
Die Arbeitsgemeinschaft bemüht
sich dann, passende Wunsch-Erfüller
zu finden. Ganz besonderen Wert
legen wir auch auf die Erfüllung von
„ideellen“ Wünschen, also solchen,
die nicht mit Geld zu bezahlen sind,
z.B. Besuche von älteren Mitbürgern
oder Briefe zu Weihnachten oder
eine gemeinsame Unternehmung.
Letztes Jahr kamen viele Wünsche
aus dem Johanniterhaus, und es
ergaben sich einige nette vorweihnachtliche Begegnungen.
Wer Wünsche erfüllen will, kann
sich an das Pfarramt wenden oder
sich auf eine Liste eintragen, die im
Stadthaus ausliegt.
Zum Abschluss sind Wünschende
und Wunsch-Erfüller zu einem ge-
meinsamen Kaffeetrinken am 20. Dezember um 15.00 Uhr im MartinLuther-Haus eingeladen.
Machen Sie mit – als Helfer, als
Wunscherfüller oder pflücken Sie
einen Stern vom Baum und füllen
einen Wunschzettel aus!
epd bild / Gemeindebrief.de
27
Aus der Gemeinde
Adventsmusik
zum
Weihnachtsmarkt
Gestaltet vom VorChor und FünferChor
Leitung: Elisabeth Hofmann
Klavier: Alexander Knauf
Sonntag, 30. November 2014, 16.30 Uhr,
Ev. Kirche Lorsch
Bereits um 15.00 Uhr singen die Kinder auf dem Weihnachtsmarkt.
Der Kinder- u. Jugendchor führt wieder ein Musical auf.
Aufführung im Mai/Juni 2015
im Paulusheim
Wer macht mit??
Probenbeginn am Mittwoch, den 14. Januar 2015,
16.30 – 17.15 Uhr, 1.-4.Klasse und 17.30 - 18.30 Uhr ab Klasse 5 im MartinLuther-Haus!
Leitung: Elisabeth Hofmann
28
Kirchenvorstand
Gemeindeversammlung am Sonntag, den 18. Januar
2015 im Anschluss an den Gottesdienst.
Auch in unserer Gemeinde wird
wieder ein neuer Kirchenvorstand
gewählt, und zwar am 26. April 2015.
Dieses wichtige Gremium, bestehend
aus 12 Kirchenvorstehern und Kirchenvorsteherinnen und den beiden
Pfarrern, ist für die Leitung unserer
Gemeinde verantwortlich.
In dieser Gemeindeversammlung
werden sich die Kandidatinnen und
Kandidaten, die vom Benennungsausschuss angesprochen wurden,
vorstellen.
Es ist eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe, die von
jedem getauften und konfirmierten
Gemeindeglied wahrgenommen werden kann. Wir, der amtierende Kirchenvorstand (KV), freuen uns sehr,
wenn sich noch weitere Interessierte
für die Mitarbeit im künftigen KV bei
uns melden - wir suchen noch weitere Kandidaten und Kandidatinnen.
Die Arbeit ist vielfältig und umfasst die Mitgestaltung unserer Gottesdienste genauso wie Personalfragen, Bauangelegenheiten, Internetauftritt, Aktivitäten in der Gemeinde
und die immer wieder neu gestellten
Fragen, welchen Weg geht unsere
Gemeinde, wie können wir einladende Gemeinde sein, welche Aufgaben
stellen sich uns als christliche Gemeinde. In allem sind wir getragen
und gehalten durch den Bruder und
Herrn unserer Gemeinde, Jesus Christus. So gehört auch zu jeder Sitzung
ein geistlicher Impuls.
Also sagen Sie nicht, das kann ich
nicht, dazu bin ich nicht fähig.
Sie sind herzlich eingeladen, sich
auf die Arbeit in der Gemeinde einzulassen, denn wir sind davon überzeugt: Welche Jesus beruft, die befähigt er auch.
Martin Reimers
Vors. des Kirchenvorstandes
29
Kirchenvorstand
„Kirche von unten“ — Interview mit Kirchenvorstand
Stefan Rothfritz
49 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Arzt
Wie kam es dazu, für den letzten Kirchenvorstandl zu kandidieren?
Stefan Rothfritz: Wir waren erst vor
relativ kurzer Zeit nach Lorsch gezogen
und noch dabei, uns neu zu orientieren.
Meine Frau war bereits in der katholischen Gemeinde engagiert. Im Anschluss
an einen Gottesdienst wurde ich aus meiner Sicht überraschend von Pfarrerin
Hennings auf eine Kandidatur angesprochen. Nach intensiver Überlegung sah ich
in der Tätigkeit im Kirchenvorstand eine
Gelegenheit, kirchliches / soziales Engagement und persönliche Entwicklung zu
kombinieren.
Was ist der Reiz der Arbeit im Kirchenvorstand?
Sefan Rothfritz: Sicherlich gibt es bei
den Kirchenvorstandssitzungen auch
zahlreiche Formalien abzuarbeiten, wie
z.B. Personal- oder Finanzentscheidungen. Darüber hinaus kann man jedoch
auch aktiv das Gemeindeleben mitgestalten im Sinne einer einladenden und die
Menschen unterstützenden Gemeinde.
Neben den Gruppen und Kreisen, in de-
nen sich viele Menschen engagieren,
können die „Kirchenvorständler“ gemeinsam mit den Pfarrern und anderen
Gemeindemitgliedern die christliche Botschaft in Kirchen- und Wohngemeinde
praktisch erlebbar machen. Nicht zuletzt
bringen vielfältige Kontakte und sichtbare Erfolge der gemeinsamen Tätigkeit
persönliche Freude und Zufriedenheit
auch außerhalb von Beruf und Familie.
Die Arbeit des Kirchenvorstandes ist weiterhin ein wichtiger Ausdruck des evangelischen Prinzips der „Kirche von unten“. Gewählt von der Gemeinde gestalten die Kirchenvorsteher ganz wesentlich die evangelische Kirche. Angefangen
von der Suche nach einer geeigneten
Pfarrerin/ einem geeigneten Pfarrer über
die Finanzkontrolle bis hin zur Entsendung von Vertretern in die Synoden und
vieles mehr, spielt der Kirchenvorstand
eine wesentliche Rolle in einer von den
Gläubigen selbst bestimmten Kirche.
Was unterscheidet die Tätigkeit im Kirchenvorstand von anderem, nichtkirchlichem Engagement?
Sefan Rothfritz: Besonders eindrücklich
finde ich in den Jahren meiner bisherigen
Zeit im Kirchenvorstand das geschwisterliche Miteinander. Jeder kann sich nach
seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten
einbringen. Während die einen sich über
die Maßen engagieren, dürfen die anderen ohne schlechtes Gewissen die Arbeit
auf den Rahmen ihrer persönlichen Situation begrenzen. Gemeinsam wird ganz
bewusst auf mögliche Überforderungen
Einzelner geachtet. Im christlichen Miteinander entwickelt sich ein Team, mit
dem man viel erreichen kann.
30
Aus der Gemeinde
KiGa-Notgruppe bei uns zu Gast
Bürgermeister Christian Schönung ist
vor einiger Zeit an unsere Kirchengemeinde mit der dringenden Bitte herangetreten, ab dem 1. Febr. 2015 eine
„Notgruppe“
für
KindergartenKinder in unserem Gemeindehaus
anzubieten. Und zwar für etwa 15
Kinder, die 3 Jahre alt sind und noch
keinen Platz in einem Lorscher Kindergarten erhalten haben.
Der Kirchenvorstand hat dann nach
eingehender Beratung mit der Leiterin unseres Kindergartens Frau Gaby
Virnkaes und deren Team in seiner
Novembersitzung zum Wohl der Kin-
Wegbereitung
der und ihrer Eltern entschieden, diese Notgruppe in Trägerschaft unserer
Kirchengemeinde in unserem Gemeindehaus anzubieten. D. h. für uns
als Kirchengemeinde, dass wir ab
dem 1. Febr. bis zur Sommerpause
2015, immer vormittags von 7:30 Uhr
bis 14 Uhr, rund 15 Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen bei uns
im Glasanbau unseres Gemeindehaues zu Gast haben.
Die Kinder sind für diese Zeit dann
bestens bei uns aufgehoben, wie
Frau Frey vom Kreisjugendamt bemerkte.
Hans-Dieter Hüsch zu Jesaja 40
Es ruft eine Stimme durch die dunklen Zeiten,
durch die Wüsten unserer Tage,
durch die Trauer unserer Seelen,
es ruft eine Stimme in unserer Ohnmacht und Hilflosigkeit.
Sie ruft:
Bereitet dem Herrn den Weg,
räumt eure Steine, eure Hindernisse,
eure Bedenken aus dem Weg.
Wo alles verbrannte von der sengenden Sonne des Zweifels,
wo alles verdorrte vom Salz eurer
Tränen,
macht eine ebene Bahn unserem
Gott. Alle Täler, in die du fährst,
alle Schluchten, in die du stürzt,
alle Untiefen in dir
sollen überbrückt werden,
du wirst die Tiefen überwinden.
Denn über der zerrütteten Erde,
so steht es geschrieben,
geht Gottes Herrlichkeit auf.
Sie strahlt über den Menschen,
und alles, was lebt,
wird sie sehen;
denn so hat es Gottes Mund
zu uns geredet.
Aus der Gemeinde
31
Ökumenische Glaubensgespräche 50+
Schon seit 11 Jahren kommen an der Bergstraße interessierte Menschen jeweils am 2.
Donnerstag von 10:00 Uhr – 12:00 Uhr im Monat zusammen, um sich rund um das Leben und den Glauben an Jesus Christus auszutauschen
Sie sind auch eingeladen und herzlich willkommen!
Weitere Treffpunkte jeweils 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr:
11. Dez., in Heppenheim, Pfarrzentrum Erscheinung des Herrn, Mozartstr. 29
Thema: "Es werde Licht - Dunkelheit zerbricht!"
8. Januar 2015, in Lorsch "Paulusheim"
12. Februar, in Bensheim "St. Georg"
Das Leitungsteam der Ökumenischen Glaubensgespräche 50+
Gemeindeausflug
Wir laden ein zu unserem Gemeindeausflug ins Bibelhaus in Frankfurt
und dem Besuch des Palmengartens.
Kosten: 20€ / Mitarbeitende 15€,
Kaffeetrinken inklusive.
Am Sa., 7. Febr. 2015,
Abfahrt: 13 Uhr am Karolingerplatz
Rückkehr: ca. 20 Uhr
Herzliche Einladung an Jung und Alt!
Palmenhaus im Palmengarten
32
Aus der Gemeinde
Einladung zu einem
Wochenende für Frauen
13. – 15. Februar 2015
Ort: Kloster Höchst
Das Kloster Höchst ist ein zwischen
1177 und 1244 gegründetes Kloster
von Augustinerinnen mitten im schönen Odenwald, das zu Ruhe und Meditation, zu Begegnung und Kreativität einlädt.
An diesem Wochenende wollen wir
über das Thema
„Wege
Lebenswege
Gottes Wege“
Die Evangelischen Kirchengemeinden
Lorsch, Einhausen und Schwanheim
laden Frauen jeden Alters zu einem
gemeinsamen Wochenende
in das „Kloster Höchst“ ein, ein
ehemaliges Kloster, das nun als kirchliches Tagungshaus geführt wird.
nachdenken und uns austauschen,
Gottesdienst feiern, unterwegs sein,
gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen und zur Ruhe kommen.
Das Programm ist abwechslungsreich, aber nicht zu voll!
Kosten: 120 Euro
Anmeldeformulare und weiter Informationen beim Gemeindebüro (Tel.:
589333) oder bei Pfarrerin Uta Voll
(utavoll@gmail.com).
Aus der Gemeinde
33
Konfis backen Brot
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aller Landeskirchen der
Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD) sind eingeladen, Brote zugunsten von Kinder- und Jugendbildungsprojekten in Bogotá (Kolumbien/
Lateinamerika), in Dhaka (Bangladesch/Asien) und Kumasi (Ghana/
Afrika) zu backen.
Und unsere Lorscher Konfis sind
dabei!
Bäckerei Drayß und Bäckermeister Friedel Drayß persönlich hat sich
gerne bereiterklärt, seine Backstube
für unsere 28 Konfirmanden und
Konfirmandinnen samt Teamern am
Samstag vor dem ersten Advent zu
öffnen, um knusprige Brote zu ba-
cken. Die werden dann am 1. Adventssonntag nach dem Gottesdienst zu einem guten Zweck verkauft.
Unsere Konfis engagieren sich
gemeinsam
mit zahlreichen
Konfirmanden
in ganz
Deutschland
für Kinder und
Jugendliche in
der Einen Welt
– und wir können dabei mithelfen. - Ist das
nicht ein schönes Zeichen?
Selbst gemachte Geschenk-Idee
Die Jugendgruppe Fishermen’s Friend hat für die kalten Tage Handwärmer in
Form von Dinkelkern-Kissen selbst gemacht. Man kann diese aufheizen
(Mikrowelle oder Backofen) und in die Hosentasche oder den Mantel stecken, um
sich die Hände daran zu wärmen.
Am 4. Adventssonntag werden die Jugendlichen im Anschluss an den Gottesdienst ihre
kleinen praktischen Kunstwerke verkaufen,
um den Gemeindegliedern eine erwärmende Freude zu machen, und zugleich, um
ihre Gruppenkasse mit dem Erlös etwas
aufzubessern.
Wer also noch eine kleine Geschenkidee
braucht, ist hiermit bestens bedient!
Die Jugendgruppe Fishermen’s Friend
Aus der Gemeinde
34
Flüchtlinge brauchen unsere Hilfe
„Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.“ (Matthäus 25,35)
Bei der Tagung der Synode des
Dekanats Bergstraße in Lorsch wurde eine Resolution ohne Gegenstimme verabschiedet:
Das Mittelmeer hat sich zu einem
Massengrab für Flüchtlinge entwickelt. Die tragischen Unfälle mit völlig überfüllten Booten haben auf
schmerzliche Art vor Augen geführt,
dass viele Flüchtlinge immense Risiken für Leib und Leben auf sich nehmen, um ihre Heimat zu verlassen.
Diejenigen, die es bis nach Deutschland schaffen, haben in der Regel eine lange Leidenszeit hinter sich – oft
mit traumatischen Folgen. Die Synode spricht sich deshalb dafür aus, mit
den Flüchtlingen in Kontakt zu treten, mit ihnen zu reden, ihnen zuzuhören und ein öffentliches Zeichen zu
setzen, dass uns ihr Schicksal nicht
gleichgültig ist.
Die Evangelische Kirche ist bereit,
hier weiterhin gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Synode ermutigt deshalb die Kirchengemeinden, die ehrenamtlich tätigen
Flüchtlingsinitiativen weiter zu unterstützen und die Gründung neuer Helferkreise zu fördern. Die Synode appelliert an die Kirchengemeinden, wo
immer möglich, Flüchtlinge einzuladen - zu Gottesdiensten, Gemeindefesten oder anderen Veranstaltungen. Zugleich bittet die Synode, zu
prüfen, ob kircheneigene Gebäude
für Flüchtlinge als Unterkünfte bereitgestellt werden können.
Das Jesus-Wort aus dem Matthäus
Evangelium erinnert daran, dass
Christinnen und Christen aufgerufen
sind, sich an die Seite der Flüchtlinge,
der Schwachen und Bedrängten zu
stellen. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen – sei es durch soziale
Projekte zur Integration von Flüchtlingen, durch Erteilung von DeutschUnterricht, durch Unterstützung bei
Behördengängen, durch Kleider- und
andere Sachspenden, durch Hilfestellung bei der Bewältigung des Alltags,
durch persönliche Begegnung mit
Freundlichkeit, einem Lächeln und
einem offenen Ohr oder in Einzelfällen auch durch Gewährung von Kirchenasyl. Wir treten dafür ein, dass
jeder Mensch unabhängig von seiner
Herkunft in Würde leben kann.
Lorsch, 10. Oktober 2014
Pflanzen der Bibel
35
DIE MYRTE - Heil-, Duft-, Gewürz- und Brautpflanze
„Ziehet hinaus ins Gebirge und holet Zweige vom edlen und vom wilden
Ölbaum, von Myrten, Palmen und anderen dicht belaubten Bäumen, dass
man Laubhütten mache, wie geschrieben steht.“ (Nehemia 8,15)
„Ich setze Zedern in die Wüste,
Akazien, Myrten und Ölbäume; ich
pflanze Zypressen in der Steppe, Platanen und Buchsbäume dazu.“ (Jesaja
41, 19)
in den Monaten Juni bis Oktober.
Sowohl Blüten als auch Blätter verströmen einen köstlichen Duft. Bläulich oder weiß schimmern die Früchte.
Im antiken Griechenland galt die
Myrte als Sinnbild für Schönheit, Liebe und Jugend. Sie war das Hochzeitsymbol.
Einer Sage nach, wurde Aphrodite
aus dem Meer geboren und versteckte sich in einem Myrtengebüsch.
Adonis erlöste sie daraus. Beide
schmückten sich mit Myrtenkränzen.
Myrtenzweige werden zum Laubhüttenfest in den Erntestrauß gebunden.
Nach dem Lorscher Arzneibuch
wurden besonders die Beerenfrüchte
verwendet. Aus ihnen wurde das
sehr wertvolle Öl gewonnen und arzneilich verwendet, z.B. bei Hautschuppen und gegen Haarausfall. Zur
Behandlung von Zahnfleischerkrankungen und Mundfäule wurde aus
Myrtenfrüchten, Pfefferkörnern und
Honig eine Arznei hergestellt.
Heute noch werden zu Festen
Myrtenkränze geflochten, denn
ganzjährig duftet und glänzt ihr Laub.
Im Gartenbau wird die Zierpflanze
gern für Umzäunungen verwendet,
weil ihre Zweige dicht verästelt sind.
Die Myrte ist ein immergrüner
Strauch oder Baum. Israel und der
Mittelmeerraum sind ihre Heimat.
Die weiße Blütenpracht entfaltet sie
Elfi Steinhäuser
Aquarell von R. Piesbergen © GemeindebriefDruckerei.de
Jahreslosung 2015
KONTAKT
Ev. Kirche:
Nibelungenstr. 23
Martin-Luther-Haus: Wingertsbergstr. 23
Gemeindebüro:
Ursula Adrian, Wingertsgasse 3
Tel. 589 333
Mo, Mi, Do 9-12 Uhr / Mi 15-18 Uhr
Fax: 589 335
Pfarrer:
Renatus Keller, Karlstraße 24, 64653 Lorsch Tel. 8699640
Pfarrerin:
Uta Voll, Konrad-Adenauer-Str. 27b,
64625 Bensheim
Tel. 707460
Küsterin:
Sophie Roß
Tel. 53093
Organisten:
Alexander Knauf
Tel. 06206-961605
Monika Volk
Tel. 587324
Chorleitung:
Elisabeth Hofmann
Tel. 06321-921657
Gabriele Morweiser
Tel. 51145
Christel Langlotz
Tel. 54277
Ev. Kindergarten:
Gaby Virnkaes, Biengartenstr. 36
Tel. 51343
eMail-Adresse:
evkirchelorsch@ekhn.de
Home-Page:
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Spendenkonto:
Kt.Nr.: 2012193 Sparkasse Bensheim BLZ: 50950068
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