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Foto: B. Landwehr
Foto:B. Landwehr
Titelfoto: Jahreshauptversammlung des DAFV in Berlin
Foto:D. Grunzig
Jahreshauptversammlung des DAFV Seite 8-9
Foto: privat
Titelfoto: Jugendangeln in Börgerende
Weitere Themen
Seite 10-11
Effektivität von
Aalbesatzmaßnahmen
Seite 14-15
Nachlese Casting 2014
Seite 25
Seite 17
Petition und Winterlagerregelung
Seite 18-20
BundesjugendMeeresfischertage
Seite 22-23
Neuer RAV gegründet
Seite 24
Seite 9
Gewässeruntersuchung
2014
Restaurierung
Penkuner See Herbstfischen vor Börgerende
Seite 5-7
Foto: D. Grunzig
Neue Sekretärin
Seite 12
Foto: T. Wichmann
Verbandsausschusssitzung
Fische des Jahres 2014
Seite 23
Editorial
angeln in Mecklenburg-Vorpommern
erscheint vierteljährlich und ist unentgeltlich
Auflage: 30.000
3 Ausgaben finanziert durch LAV M-V e.V.,
1 Ausgabe gefördert aus der Fischereiabgabe M-V
Herausgeber:
Landesanglerverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Siedlung 18a, 19065 Görslow
V.i.S.d.P.: Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski, Präsident
Tel.: 0 38 60 - 5 60 30 Fax.: 0 38 60 - 56 03 29
E-Mail: lav-mv@t-online.de
Internet: www.lav-mv.de
Redaktion:
Thorsten Wichmann
(LAV-Vizepräsident für Umwelt
und Naturschutz, Vorsitz)
Axel Pipping (LAV-Geschäftsführer)
Andreas Schlüter
(Öffentlichkeits- und Naturschutzreferent
des LFV M-V e.V.)
Carsten Kühn
(LFA M-V, Institut für Fischerei)
Ulrich Paetsch
(Binnenfischereiverband M-V)
Norbert Kahlfuss
(Kutter- und Küstenfischereiverband M-V)
Jörg Hiller (LMS Agrarberatung)
Holger Schmietendorf
(Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt
und Verbraucherschutz M-V)
Anschrift: siehe Herausgeber
Beiträge mit Namen oder Initialen des Ver­­fassers geben nicht unbedingt die Meinung
der Redaktion wieder.
Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte,
denen kein Rückporto beiliegt, besteht
kein Anspruch auf Rücksendung.
Die Re­­daktion behält sich vor, Leserbriefe zu
veröffentlichen. Ein Anspruch darauf besteht
nicht.
Satz und Druck:
Druckerei A. C. Froh
Inh. Thomas Leppin
Große Burgstraße 19
19395 Plau am See
Tel.: 03 87 35 - 4 64 00
Fax.: 03 87 35 - 4 64 01
E-Mail: info@druckerei-froh.de
Vorbehalt aller Rechte:
Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit
schriftlicher Genehmigung der Redaktion.
© 2014 by Landesanglerverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Liebe Anglerinnen
und liebe Angler,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und
doch gibt es noch Ereignisse, über
die es sich lohnt zu berichten. Am
15.11.2014 bin ich als Delegierter
zur Hauptversammlung des Deutschen Angelfischer Verbandes mit
gemischten Gefühlen nach Berlin
gefahren, da mir bekannt war, dass
trotz der schwierigen Finanzsituation unseres Dachverbandes einige Landesverbände nicht ihrer satzungsmäßigen Pflicht zur Zahlung
ihrer Beiträge nachgekommen waren und der Vizepräsident Dr. Meinel aus dem Präsidium ausgeschieden war. Auch die sehr zögerliche
Haltung des DAFV-Präsidiums, die
von mehreren Landesverbänden angebotene Hilfe zur aktiven Mitgestaltung des DAFV anzunehmen, ihn
zu einem potenten und schlagkräftigen Verband zu entwickeln, ist wenig verständlich. Niemand hat erwartet, dass dieser Prozess leicht und
einfach ist. Jeder der weiß, wieviel
Kleinarbeit und Überzeugungskraft
erforderlich ist, die organisierte deutsche Angelfischerei zu einigen und
auf einem soliden Fundament nach
außen und innen zu präsentieren
und konsequent zu vertreten, muss
seine persönliche Bereitschaft darauf ausrichten. In unserem Landesverband führen wir schon seit zwei
Jahren eine Meinungsbildung zur Finanzierung des DAFV. Anhand der
zu erwartenden bzw. erforderlichen
Ziele des DAFV sind wir der Auffassung, dass eine Beitragssteigerung
von zwei Euro ein nachhaltiges finanzielles Fundament darstellen
würde. In anderen Landesverbänden ist man der Meinung, eine Beitragserhöhung über einen Euro hinaus würden sie ihren Mitgliedern
nicht vermitteln können. In diesem
Zusammenhang stellt sich mir die
Frage, was ist uns unsere Interessenvertretung in Berlin und Brüssel
wert, wenn die kleingeistigen Krämerseelen die Finanzpolitik unseres
Verbandes bestimmen? Dort wo in
zunehmendem Maße die Fischereipolitik Europas bestimmt wird, wo
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
die Entscheidungen fallen, ob unsere Kinder und Enkel in Zukunft noch
angeln dürfen, müssen wir schlagkräftig sein. Unsere Präsenz auf der
Grünen Woche muss als Kommunikationspunkt mit der Politik wieder in den Fokus rücken. Unsere
inneren Strukturen sind zu reformieren. Unsere Öffentlichkeitsarbeit ist überzeugender und breiter
zu gestalten. All das muss solide
finanziert werden und zwar jetzt
und in angemessener Höhe. Auf der
Heimfahrt bin ich zu der Erkenntnis
gekommen, dass sich die Fahrt nach
Berlin doch gelohnt hat. Alle säumigen Landesverbände kommen ihrer
Beitragspflicht nach und werden bei
ihren Mitgliedern um die notwendige Beitragserhöhung werben, auch
wenn sie im ersten Schritt nur einen
Euro betragen soll. Bei allen Beiträgen zur Festigung des Zusammenhalts gab es kräftigen Beifall, der
mich in meiner Auffassung bestärkt
hat, dass wir auf einem guten Weg
sind, der aber noch Zeit braucht.
Mit der Annahme des Beschlussantrages des LAV M-V e.V. dem Präsidium zu empfehlen, durch Einsatz
einer Finanzausschuss den Weg zu
einer stabilen finanziellen Grundlage des DAFV zu verkürzen, wurde mit Mehrheit angenommen. Ich
wünsche dem DAFV und seinem
Präsidium in seinen Entscheidungen eine glückliche Hand, die Nutzung der Bereitschaft derer, denen
der DAFV am Herzen liegt, und immer einen kühlen Kopf.
Allen unseren Mitgliedern im Landesanglerverband und ihren Angehörigen wünsche ich schöne Feiertage, alles Gute für das neue Jahr
und Petri Heil!
Werner Promer
Vizepräsident für Gewässerwirtschaft
3
Verband
„Wir reden und streiten nicht mehr“
Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt lädt zur ersten Gewässerschau
Tollense-Landwirte sind zufrieden mit der Infoveranstaltung
von Claudia Schalla, Presse- und Öffentlichkeitsreferentin des Landesbauernverbandes M-V e.V
Das Hochwasser an der Tollense 2011 hat verheerende Auswirkungen auf landwirtschaftliche Nutzflächen gehabt.
4
zusätzliche Pegelmessstellen installiert – das STALU muss versuchen,
die Tollense so in den Griff zu bekommen, dass alle mit dem Fluss
auskommen können: Landwirtschaft,
Naturschutz und Tourismus. Keine
leichte Aufgabe, verdeutlicht Sibylle
Eingel vom STALU. Fast das gesamte Flusstal ist FFH- und Landschaftsschutzgebiet. Doch die Wasserexperten konnten Kompromisse mit dem
Naturschutz aushandeln. So ist die
Sohlkrautung bereits einen Monat vor
dem gesetzlichen Termin am 15. Juli
eines Jahres möglich. Die zweimalige Entkrautung pro Jahr lässt das Wasser besser abfließen. Die teuren Maßnahmen reichen jedoch nicht aus.
Hydraulische Berechnungen haben
ergeben, dass dem Fluss 380 000 Kubikmeter Sediment entnommen werden müssen, so STALU-Mitarbeiter
Lutz Flemming. An den größten Engstellen soll die Entnahme erfolgen,
um die Fließeigenschaften zu verbessern. Die Arbeiten seien am Oberlauf bereits abgeschlossen. Hier habe
sich gezeigt, dass aufgrund der grö-
Foto: Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt
tung, schreiben Briefe ans Ministerium und fordern Abhilfe.
Diese Erinnerungen kommen unweigerlich auf, wenn im Rathaussaal in
Altentreptow Fotos vom Hochwasser
2011 an die Wand geworfen werden.
Das Staatliche Amt für Landwirtschaft
und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (STALU), als verantwortliche
Behörde für Gewässer erster Ordnung, hat die Landwirte, die im Tollensetal wirtschaften, eingeladen zur
ersten Gewässerschau. „Wir wollen
zeigen, was wir seit 2011 gemacht
haben und was wir künftig machen
werden“, sagt der stellvertretende
Amtsleiter Bodo Heise.
Seit jeher ist die Tollense ein Problem
für die Landwirte. Die Experten vom
STALU sprechen von einer geringen
Leistungsfähigkeit. Deshalb musste
in den vergangenen 20 Jahren investiert werden: 7,2 Millionen Euro. Allein für Sohlkrautung und Böschungsmahd sind in den letzten zehn Jahren
knapp 2,6 Millionen Euro ausgegeben worden. Des Weiteren wurden
neue Wehre gebaut, Durchlauf- und
Foto: Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt
Der Sommer 2011 ist außergewöhnlich. Es regnet und regnet. 23 Kubikmeter Wasser pro Sekunde rauschen durch die Tollense. Zu viel. Der
Fluss zwischen Neubrandenburg und
Demmin tritt weit über seine Ufer.
Wer auf der Bundesstraße 96 unterwegs ist, hat den Eindruck durch ein
weites Meer zu fahren. Wo sich links
und rechts der Straße Wiesen erstrecken, ist nur noch Wasser. Dieses extreme Hochwasser ist ein Fiasko für
die Landwirte im Tollensetal. Das
Grünland von Hans-Jürgen Rienitz,
ganze 400 Hektar, steht komplett unter Wasser. Auf Grünfutter ist er zum
Glück nicht mehr angewiesen. Seine
Kühe hat er abgeschafft, weil seine
Wiesen in den vergangenen Jahren
immer wieder überschwemmt wurden und er Probleme bekam mit einer gefährlichen Krankheit: Botulismus. Der Sommer 2011 bringt das
Fass zum Überlaufen. Die Landwirte sind wütend auf die Behörden. Es
wird gestritten. Bauern und Berufsstand kritisieren die aus ihrer Sicht
unzureichende Gewässerunterhal-
Nach dem Hochwasser 2011 wurde an der Tollense investiert,
wie hier in Tückhude.
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Verband
ßeren Wassertiefe das Wachstum von
Pflanzen im Fluss gehemmt wird. Es
folgen weitere Abschnitte: Altentreptow bis Mühlenhagen und Tückhude
bis Klempenow. Das Sediment könne
nach der Untersuchung im Labor auf
Unbedenklichkeit auf niedrig gelegene landwirtschaftliche Flächen aufgebracht werden, so Lutz Flemming.
Davon profitieren beide Seiten und es
wird schnell klar: Das Amt kann die
zur Verfügung stehenden, finanziellen Mittel für die weitere Tollensesanierung einsetzen und spart die teure
Schlammentsorgung. Und die Niedermoorflächen entlang des Flusses
werden um einige Zentimeter angehoben. Trotz der guten Nachrichten
meint Hans-Dieter Lindemann vom
Wasser- und Bodenverband „Untere Tollense/Mittlere Peene“ sei das
Problem auf lange Sicht nicht in den
Griff zu kriegen. Er spricht die Moorsackungen an. Aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung trocknet
der Moorboden aus und sackt zusammen. Damit steigt die Gefahr
von Überflutungen. Das Problem
dürfe nicht ausgeblendet werden,
die Landwirte bräuchten Perspektiven, so Lindemann. „Dann muss der
Staat alle Flächen aufkaufen“, meint
Landwirt Rienitz dazu. Zwei Stunden
wird geredet und diskutiert. „Wir sind
einen Schritt weiter“, zieht Hans-Jürgen Rienitz sein Fazit, es sei mittler-
weile viel passiert an der Tollense
und „wir reden drüber und streiten
uns nicht mehr“. Auch Hilke Willma vom Gut Bartow ist beruhigt. Sie
hatte durch Mund-zu-Mund-Propaganda gehört, dass das STALU den
Fluss zu Zwecken des Naturschutzes
anstaue. Nach Hause geht sie nun
mit der Versicherung, dass es solche
Stauziele nicht gebe, dass das Amt
aber auch gezwungen ist, Entscheidungen zum Wohle aller zu treffen.
„Ich fand es sehr gut“, sagt die Landwirtin, „das hätte schon viel eher passieren sollen“. Ein Angebot vom STALU steht auch: Alle zwei bis drei Jahre
soll es nun eine Gewässerschau Tollense geben.
Verbandsausschusssitzung vom 11. 10. 2014
von Axel Pipping
Am 11. 10. 2014 tagte der Finanzausschuss des LAV M-V e.V. in Güstrow. So wie jedes Jahr waren auch die
Schatzmeister der Regionalen Anglerverbände zu dieser Sitzung eingeladen. Aus dem Protokoll der Sitzung
vom 8. 3. 2014 wurde zu folgenden
Themen nochmals Stellung bezogen:
1.Ermäßigte Pachtgebühren für
Flächen des Bundes im Verwaltungsbereich des Wasser- und
Schifffahrtsamtes Stralsund
Dieser Sachverhalt ist immer
noch nicht geklärt. Der LAV M-V
e.V. setzt sich intensiv dafür ein,
dass die Gemeinnützigkeit eines Vereins ausreichen muss,
um diese Ermäßigung zu erhalten. Dies wurde noch einmal auf
einer Beratung mit dem Staatssekretär, Herr Dr. Sanftleben, am
10.10.2014 im LU besprochen.
2. Probleme zu den Pachtgewässern
in Dömitz
Die Stadt Dömitz hat die sich
im Eigentum der Stadt befindlichen Gewässer nicht weiter an den LAV M-V e.V., son-
dern an den Angelverein „Früh
auf“ Dömitz e.V. verpachtet. Der
LAV M-V e.V. hat daraufhin mit
dem Angelverein einen Unterpachtvertrag zur weiteren Nutzung abgeschlossen. Ausgenommen hiervon ist die Schmölener
Brack. Der Angelverein hatte seine Mitgliedschaft im LAV M-V
e.V. zum 31.12.2014 gekündigt.
Die Vereinbarung zu den Pachtgewässern des AV Dömitz bleibt
auch bei Austritt bestehen.
Im Anschluss wurde die Situation in
unserem Bundesverband DAFV behandelt.
Zu den Aufgaben eines Dachverbandes hat sich die Präsidentin des
DAFV, Fr. Dr. Happach-Kasan, in der
Ausgabe 3/2014 „angeln in Mecklenburg-Vorpommern“ geäußert.
Da in der aktuellen Ausgabe intensiv über die Jahreshauptversammlung
des DAFV berichtet wird, soll auf das
Thema in diesem Artikel nicht weiter
eingegangen werden.
Weiter wurde über folgende Sachverhalte informiert:
1. Öffentlichkeitsarbeit im LAV M-V
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
e.V.
Im Präsidium wurde beschlossen, ab dem 01.01.2015 einen
hauptamtlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit einzustellen.
2. Am 20.10.2015 wird die Jubiläumsveranstaltung „25 Jahre LAV
M-V e.V.“ in der Orangerie des
Schweriner Schlosses stattfinden.
Hierzu wird eine Sonderausgabe
unserer Verbandszeitschrift „angeln in Mecklenburg-Vorpommern“ erscheinen.
3. Schulungsveranstaltung für Kassierer
Die angekündigte Schulungsveranstaltung für die Kassierer der
Regionalen Anglerverbände findet am 08.11.2014 im Landhaus
Bondzio in Langen Brütz, unweit
von Görslow gelegen, statt. Eine
entsprechende Einladung wurde vor der Verbandsausschusssitzung ausgehändigt.
Die Referentin für Fischereiaufsicht,
Liane Janssen, informiert, dass bis
jetzt nur eine sehr geringe Resonanz
5
Verband
für die Abrechnung der zusätzlichen
Fahrkosten in Höhe von 0,20 Euro je
Kilometer bei den Fischereiaufsehern
besteht. Es sollte zeitnah abgerechnet werden. Problematisch gestaltet
sich momentan die Neuverpflichtung ehemaliger Fischereiaufseher.
Obwohl sie bereits einmal Fischereiaufseher gewesen sind, sollten sie
sich erneut einer Prüfung unterziehen. Liane Janssen will dies zeitnah
mit dem LALLF klären.
gelberechtigungen soll, wie bisher,
in den Verbänden und Vereinen verbleiben, um neue Mitglieder entsprechend ausstatten zu können. Hierfür
müssen die Modalitäten noch geklärt
werden.
Im wichtigsten Tagesordnungspunkt
der Versammlung wurden geplante
Satzungsänderungen im LAV M-V
e. V. behandelt.
Die Satzungsänderungen sehen zum
einen nicht mehr den Beschluss eines Haushaltsplanes durch die Landesdelegiertenkonferenz (LDK) vor;
diese soll künftig nur noch über die
Höhe der Beiträge sowie die Preise
der Jahresangelberechtigungen entscheiden.
Für die interne Arbeit des Präsidiums
wird auf dieser Basis ein Finanzplan
als Richtlinie der Mittelverwendung
erstellt. Zur Rechenschaftslegung
über die Verwendung der finanziellen Mittel wird der LDK der Jahresabschluss (Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung incl. Erläuterungen)
vorgelegt.
Auf der nächsten Verbandsausschusssitzung im März 2015 soll die neue
Abrechnungsvariante der bisherigen
am Beispiel des Jahres 2014 gegenüber gestellt werden, um besser erklären zu können, worin die Vorteile
in der vorgeschlagenen Änderungen
liegen.
Die Diskussion zu diesem Punkt der
Satzungsänderung war nur wenig ergiebig.
Die ablehnenden Argumente wurden wie folgt formuliert:
- Die meisten Vereine haben den Abrechnungstermin entsprechend der
alten Satzungsfassung in ihre eigenen Vereinssatzungen als Zahlungsziel aufgenommen und müssten
so die Satzungen ändern, was viel
Mühe, Zeit und Geld kosten würde.
- Über 40 % der Mitglieder bezahlen
ihre Beiträge im alten Jahr, der Rest
im neuen Jahr. Hier müsste ein Umdenken stattfinden, was sich nicht
kurzfristig umsetzen lässt.
- Da die Fischereiabgabemarken in
vielen Vereinen mit den Beitragsmarken und Jahresangelberechtigungen ausgegeben werden,
müssten diese auch frühzeitig zur
Verfügung gestellt werden.
- Die meisten Vereine haben ihre
Jahreshauptversammlungen in
den Monaten Januar bis März, hier
müsste auch die Satzung geändert
werden.
- Für neue Mitglieder und Nachzügler müssen ausreichend Beitragsmarken und Jahresangelberechtigungen in den Verbänden und
Vereinen verbleiben dürfen. Hier
müssen klare Festlegungen getroffen werden.
- Soziale Aspekte der Mitglieder (erhöhte Ausgaben zu Weihnachten,
Fälligkeit von Versicherungsprämien zum Jahreswechsel) lassen den
Zahlungstermin 15.01. als sehr unglücklich erscheinen.
Als weitere Änderung soll der satzungsmäßige Abrechnungstermin
für Beitrag und Jahresangelberechtigungen geändert werden. Vorgesehener Abrechnungstermin wäre
in Zukunft der 15.01. des jeweiligen Jahres. Um die Mitglieder des
Verbandes auf diese neue Situation
einzustellen, ist eine Übergangsfrist
von 1 bis 2 Jahren geplant. Eine Restmenge von Beitragsmarken und An-
6
In der Aussprache zu diesem Tagesordnungspunkt wurden überwiegend
ablehnende Wortmeldungen zur Änderung des Abrechnungstermins auf
den 15.01. gegeben.
Argumente für eine Änderung des
Abrechnungstermins wurden wie
folgt formuliert:
- Zahlungstermin 15.01. ist überhaupt kein Problem, nur 100 %
Abrechnung lassen sich nicht realisieren, da ausreichend Beitragsmarken und Jahresangelberechtigungen für Neuaufnahmen und
Nachzügler verbleiben müssen.
- Überall muss man in Vorkasse gehen, nur im LAV M-V e.V. wird alles sehr locker gehandhabt, wenn
Karten und Beitragsmarken früher
geliefert werden, ist der Abrechnungstermin 15.01. mit bestimmtem Restbestand ins Jahr, realisierbar.
- Der LAV M-V e.V. hat hohe Kosten
zum Jahresanfang. Versicherungsbeiträge, Vereinbarungen mit der
Berufsfischerei und Pachten müssen zum Jahresanfang bezahlt werden. Wenn der Verband keine Liquiditätsreserve mehr hätte, wäre
dies nicht zu finanzieren.
Vorschläge aus dem Verbandsausschuss:
- Es sollten wieder 90 % aus Erlösen
für Beitrag und Jahresangelberechtigungen im März an den LAV M-V
e.V. abgerechnet werden.
- Im KAV Mecklenburg-Nordwest
wird den Vereinen das Zahlungsziel schriftlich mitgeteilt, entsprechend teilen die Mitgliedsvereine
ihren Mitgliedern ihr Zahlungsziel
mit. So konnte innerhalb von 2 Jahren eine zielorientierte Finanzabrechnung erfolgen, was kurzfristig
auch im Landesverband umsetzbar wäre.
Im Anschluss wurde die Zahlungsmoral der Regionalen Anglerverbände und Angelvereine entsprechend
der satzungsmäßigen Zahlungstermine behandelt.
6 regionale Anglerverbände und 19
kreisfreie Vereine haben den satzungsmäßigen Termin 15.03. bei
ihrer Abrechnung von Beitrag und
Jahresangelberechtigungen nicht eingehalten. Alle säumigen Zahler wurden aufgefordert, entsprechend der
Satzung 30 Euro Säumniszuschlag zu
zahlen. Viele Kassierer beschwerten
sich beim LAV M-V e.V., dass keine Mahnungen im Vorfeld versendet
wurden. Das Präsidium spricht sich
dafür aus, dass diesen Zahlungssäu-
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Verband
migen noch einmal der Säumniszuschlag erlassen wird. Diejenigen, die
den Säumniszuschlag bereits gezahlt
haben, bekommen den Betrag zurückerstattet. Im nächsten Jahr sollen nach der Fälligkeit noch einmal
schriftliche Mahnungen verschickt
werden. Wer auf diese Mahnung
nicht reagiert, muss die vollen Säumniszuschläge entsprechend der Satzung entrichten.
Im letzten Tagesordnungspunkt wurde nochmals über den Beitragsanteil
in Höhe von 4 EUR, der bekanntlich gegenwärtig von den Regionalen
Anglerverbänden und kreisfreien Vereinen zur Aktivierung ihrer Jugendarbeit einbehalten werden darf, gesprochen. Neben der gegenwärtig
praktizierten Variante wurden 2 weitere Vorschläge diskutiert.
a) Kinder und Jugendliche müssen
nur den Beitrag für den Dachverband bezahlen und sind sonst
beim LAV M-V e. V. beitragsfrei. Dafür erheben die Verbände und Vereine einen Beitragsanteil nach eigenem Ermessen (z.B.
in Höhe von 4 Euro). In diesem
Fall ist keine Rechenschaft über
die Verwendung der Mittel gegenüber dem LAV M-V e. V. erforderlich.
b) Eine weitere Variante wäre, den
auf der LDK 2014 diskutieren
Vorschlag des Präsidiums neu
zu überdenken. Darin war fol-
gendes vorgeschlagen worden:
Der LAV M-V e.V. zieht den Beitrag wieder komplett ein und
bildet einen Fonds für Kinderund Jugendarbeit. Aus diesem
können dann per Antrag die
Mittel für Kinder- und Jugendarbeit für die Vereine und Verbände abgerufen werden. Dies
hat den Vorteil, dass wirklich
nur die Verbände und Vereine
finanzielle Mittel erhalten, die
auch tatsächlich Kinder- und Jugendarbeit leisten.
Alle Vorsitzenden der Regionalen Anglerverbände wurden gebeten, ihre Meinung hierzu der
Geschäftsstelle des LAV M-V e. V.
bis zum 31. 12. 2014 mitzuteilen.
Informationsveranstaltung der kreisfreien
Mitgliedsvereine im LAV M-V e. V.
von Axel Pipping
Am 18. 10. 2014 fand die Informationsveranstaltung der kreisfreien Mitgliedsvereine im LAV M-V e.V. in
Güstrow statt.
Von den 90 geladenen Vereinsvorsitzenden nahmen leider nur die Hälfte an der Veranstaltung teil. In der
Tagesordnung war die Veranstaltung
identisch mit der vorhergegangenen
Verbandsausschusssitzung. Da Hans
Köhler, Vorsitzender des kreisfreien
Vereins ASF „Früh auf“ Dömitz e. V.
als momentan amtierender Vertreter
der kreisfreien Vereine im Verbandsausschuss, zum Jahresende die Mitgliedschaft auf Grund der momentan
nicht verlängerten Vereinbarung mit
der BiMES Binnenfischerei GmbH gekündigt hatte, musste ein neuer Vertreter aus den Reihen der kreisfreien
Mitgliedsvereine für den Verbandsausschuss gewählt werden. Satzungs-
gemäß werden die kreisfreien Vereine
durch 2 Personen im Verbandsausschuss vertreten. Harald Stypmann,
Vorsitzender des AV „An der Recknitz“ Marlow, übernahm diese Tätigkeit und wurde einstimmig in dieser
bestätigt. Weiter wurden die Delegierten für die Landesdelegiertenkonferenz des LAV M-V e.V. gewählt.
Nach einer regen Diskussion endete
die Versammlung gegen 12.00 Uhr.
Schulungsveranstaltung für die Schatzmeister
der Regionalen Anglerverbände im LAV M-V e. V.
von Axel Pipping
Am 8. 11. 2014 fand die erste Schulungsveranstaltung für die Schatzmeister der Regionalen Anglerverbände im Landhaus Bondzio in
Langen Brütz bei Görslow statt. Auf
dieser Veranstaltung referierte unser
Steuerberater, Herr Dr. Höftmann,
zur Gemeinnützigkeit, Jahresabrechnung und Gemeinnützigkeitserklärung. Im Anschluss wurden interne
Probleme behandelt und eine Aussprache durchgeführt. Die Teilneh-
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
mer bescheinigten eine gute und sehr
interessante Veranstaltung. Im nächsten Jahr soll es eine Fortsetzung geben. Vielen Dank an unseren Steuerberater, Herrn Dr. Höftmann!
7
Verband
Jahreshauptversammlung des DAFV in Berlin
von Prof. Dr. Brillowski
Der Nachmittag war dem internen
Teil der Jahreshauptversammlung
vorbehalten.
8
Nach Abarbeitung der üblichen Formalia erstattete die Präsidentin, Frau
Dr. Happach-Kasan ihren Bericht. Als
erste Erfolge des DAFV hob sie darin hervor:
- die Initiative zur Einrichtung einer interfraktionellen Arbeitsgruppe
„Freizeitfischerei“ des Europa-Parlaments; die Entscheidung über das Zustandekommen wird Ende November erwartet
- die intensive Sacharbeit der AG
„Wasserrahmenrichtlinie“ innerhalb
des DAFV, insbesondere ausgerichtet
auf die negativen Folgen der Kleinen
Wasserkraft.
Die weitere erfolgreiche Arbeit des
Dachverbandes wird vor allem gefährdet durch die angespannte Finanzsituation, 2014 zusätzlich verschärft durch die Haltung des LSFV
Niedersachsen, der die Zahlung ausstehender Beitragsanteile an Bedingungen geknüpft hat.
Die Präsidentin bedauerte weiterhin den Rücktritt des Vizepräsidenten für Forschung und Wissenschaft,
Natur- und Umweltschutz Dr. Thomas Meinelt. Ein Nachfolger soll um-
gehend durch das Präsidium kooptiert werden.
Nach der Präsidentin berichtete der
Vizepräsident für Finanzen Bernhard
Pieper. Er appellierte angesichts der
Finanzlage des Verbandes an die Delegierten, dem Antrag des Präsidiums
auf Zahlung einer freiwilligen Umlage durch die Landesverbände im Jahr
2015 zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit des DAFV zuzustimmen.
Hauptthema der anschließenden
Aussprache war die Haltung des
LSFV Niedersachsen zur Entrichtung
des Mitgliedsbeitrages, in deren Ergebnis der Landesverband zusicherte, den ausstehenden Betrag bis zum
Jahresende zu begleichen.
Der weitere Verlauf der Tagung wurde von der Behandlung von Anträgen geprägt.
Zu behandeln waren anfangs sieben
Anträge des Präsidiums, darunter der
Antrag auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrags um 1,-€ pro Mitglied ab
2016. Die Entscheidung zu diesem
Antrag wurde bis zur Jahreshauptversammlung 2015 ausgesetzt, um den
Foto: LAV M-V e.V.
Die Jahreshauptversammlung des
Deutschen Angelfischerverbandes
fand am 15.11.2014 in Berlin statt.
Unser Landesverband hat mit sieben
Delegierten daran teilgenommen.
Der öffentliche Teil der Veranstaltung
am Vormittag wurde mit den Grußworten der Gäste eingeleitet. Insgesamt acht Persönlichkeiten, darunter Vertreter des Europa-Parlaments,
des Bundestages und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, der Präsident des Deutschen Fischereiverbandes sowie die
Präsidenten der beiden europäischen
Anglerverbände EAA und EAF ergriffen das Wort.
Alle betonten die Notwendigkeit einer geeinten, starken Vertretung der
Angler auf nationaler und internationaler Ebene; sie würdigten die Leistungen der Angler auf dem Gebiet
des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes, insbesondere die umfangreichen
Bemühungen zur Erhaltung des europäischen Aals sowie für die Verbesserung des Zustandes der Gewässer.
Den Grußworten folgten drei Fachvorträge durch Vertreter des BUND
und des Bundesamtes für Naturschutz
sowie einer Mitarbeiterin eines Ingenieurbüros, das für die Entwicklung
und Errichtung von Fischaufstiegsund Fischabstiegsanlagen spezialisiert ist.
Die Vorträge orientierten alle auf einen Aufgabenschwerpunkt in der Arbeit des DAFV, die Durchgängigkeit
von Fließgewässern. Sie waren inhaltlich alle sehr interessant, jedoch
zum Teil stark mit Details überfrachtet. Der Zuhörer wurde hinsichtlich
seiner Aufnahmefähigkeit überfordert, wodurch die angestrebten Ziele gelitten haben.
Blick auf die Delegierten aus M-V
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Verband
Davon wurden zwei Anträge zurückgezogen, drei weitere waren im
Ergebnis der Behandlung vorangegangener Anträge gegenstandslos geworden.
Bestätigt wurden die Empfehlung
zur Berufung eines Finanzausschusses sowie die Übertragung der Rechte aus der Mitgliedschaft des DAFV
in der CIPS auf zwei Spezialverbände, nicht bestätigt wurde der Antrag
Bestätigt wurden die Zahlung einer
freiwilligen Umlage 2015, die Leitsätze des DAFV, die Empfehlungen
zum Gemeinschaftsfischen, der Auftrag zur Änderung der Geschäfts- und
Wahlordnung. Nicht bestätigt wurde die Kündigung der Mitgliedschaft
im DOSB.
Der Versammlung lagen ferner acht
Anträge von Landesverbänden vor.
auf Ausschluss des Referenten für Fischen aus dem Präsidium.
- Der Haushaltsplan 2015 wurde bestätigt.
- Zum „Fisch des Jahres 2015“ wurde der Huchen ausgewählt.
- Termin der nächsten Jahreshauptversammlung des DAFV ist der
10.10.2015.
Foto: B. Landwehr
Landesverbänden die Möglichkeit
zu geben, die Auseinandersetzung
für seine erfolgreiche Umsetzung zu
führen. Ein detaillierter Vorschlag des
Präsidiums zur Verwendung der mit
der Beitragserhöhung angestrebten
Mehreinnahmen soll den Landesverbänden zeitnah zugeleitet werden.
Die Entscheidungen zu weiteren Anträgen des Präsidiums stellen sich wie
folgt dar:
Im Verlauf der Jahreshauptversammlung wurden neben denen zu Anträgen folgende Beschlüsse gefasst:
- Der zwischenzeitlich kooptierte Referent für Meeresfischen, Karl Dettmar, wurde durch Wahl in seiner
Funktion bestätigt.
Abschließend sei mir angesichts der
Eindrücke des Verlaufs und der Ergebnisse der Jahreshauptversammlung eine persönliche Einschätzung
der gegenwärtigen Situation im
DAFV gestattet:
Die Leistungen des Verbandes im Sinne der Interessenvertretung seiner
Mitglieder auf der Ebene der Bundesrepublik und auf Europaebene zeigen
Fortschritte. Sie sind jedoch das Ergebnis der Arbeit einzelner Personen
der Verbandsführung sowie engagierter Gruppierungen im Verband über
Landesverbandsgrenzen hinweg.
Nach wie vor ist der dringend erforderliche Schulterschluss sowohl im
Präsidium als auch zwischen den
Mitgliedsverbänden des DAFV immer noch belastet durch das Erbe der
beiden ehemaligen Verbände DAV
und VDSF.
Dieser Zustand muss im Interesse
Aller immer wieder beteuerten Notwendigkeit eines starken Verbandes
überwunden werden, und mit etwas
Vernunft und gutem Willen ist das
auch möglich.
Neue Sekretärin vorgestellt
Foto: A. Schlüter
von Andreas Schlüter
Seit dem 01. November 2014 verstärkt die 47jährige Simone Mehlhorn aus Wismar als Sekretärin das
Team des LAV M-V e.V.
Sie ist verheiratet und hat eine 19-jährige Tochter.
In ihrer Freizeit ist sie sportlich aktiv und kocht gerne, natürlich auch
Fischgerichte.
In den letzten 12 Jahren war sie in einem Großunternehmen in Hamburg
tätig, und ist froh, wieder in M-V arbeiten zu können.“
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Als staatlich geprüfte Sekretärin will
sie sich mit ihrer fachlichen Qualifikation, ihrer Flexibilität und ihrem
organisatorischen Geschick aktiv in
die administrative Arbeit einbringen
und die Geschäftsstelle in Görslow
mit ganzer Kraft unterstützen.
Sie ist offen für die Belange aller
Verbandsmitglieder und Mitarbeiter und freut sich auf die neue Tätigkeit im LAV M-V e.V.
9
Gewässerwirtschaft
Gewässerbewirtschaftung des LAV M-V e.V. im
Jahr 2014
von Wilhelm Stecker
Herbstbesatz
Den Kreis-, Regional- und Gebietsanglerverbänden kann auch in
diesem Jahr eine vorbildliche und termingerechte Besatzdurchführung bescheinigt werden.
Als Satzfischlieferbetriebe waren u.a.
Lewitz-Fisch Neuhof, die MüritzPlau GmbH, die BIMES GmbH, der
Fischereihof Bützow, Walter Pietzak, Fischzucht Frischke & Sohn Sternberg, und die Unternehmen Fischerei
Raden, Uwe Siekierkowski, Fischerei
Werner Loch sowie Fischerei am Parumer See Andreas Böckenheuer eigebunden.
Die vereinbarten Fischarten und Mengen wurden von den beteiligten Unternehmen in guter Qualität geliefert.
Der Zanderbesatz ist am 24.10.2014
in guter Qualität abgeschlossen worden. Es kam, dank der sehr guten Zusammenarbeit zwischen den Lieferunternehmen und dem LAV M-V e.V.
einerseits und zwischen den Unter-
nehmen und den Kreisvereinen mit
ihren Vereinen andererseits, zu keinerlei Problemen.
Bei allen anderen Fischarten ist der
Erfüllungsstand der abgeschlossenen
Lieferverträge sehr gut. Voraussichtlich sind bereits Ende November alle
Besatzmaßnahmen abgeschlossen.
Wir halten daran fest, bis zum
15.12.2014 alle Satzfischtransporte planmäßig abzuschließen.
Regulärer Besatz nach Fischarten
Art
Stück/kg
S2
915kg
SL
350kg
HL
150 kg
H1
4.290 Stück
Auch an dieser Stelle sei nochmals
allen Fischereiunternehmen und den
zahlreichen Helfern vor Ort für ihre
gute Arbeit und hohe Einsatzbereitschaft, besonders bei kurzfristigen
Lieferterminen gedankt. Das ist wie
in jedem Jahr eine logistische Meisterleistung. Dafür sagen wir allen Beteiligten herzlichen Dank.
Z2
4.605 Stück
SK3
6.940 kg
Kar
50 kg
K3
15.950kg
Ba
200kg
Geplante Fischarten und Mengen
Herbstbesatz 2014: p.A. ca. 99%
Besatz erfolgt.
Plö/WF
30 kg
AV
513kg
Gewässeruntersuchungen im Jahr 2014 an
Gewässern des LAV M-V e.V
von Marko Röse
In diesem Jahr führte der Landesanglerverband Mecklenburg – Vorpommern e.V. an 28 Gewässern, die
vom LAV M-V e.V. gepachtet sind,
Fischbestandskontrollen durch. Davon waren 24 Stillgewässer und 4
Fließgewässer. Ein guter bis sehr guter Fischbestand zeigte sich in 23 der
untersuchten stehenden Gewässer,
darunter waren drei Gewässer, in denen sich laut Aussage der örtlichen
10
Angler ein sehr geringer Fischbestand
befinden sollte. Dies zeigt, wie wichtig es ist, auch einmal mit anderen
Methoden nach dem Fischbestand
in einem Gewässer zu schauen. Die
untersuchten Seen hatten eine Größe von 0,5 bis 105,57 Hektar, wobei
zwei Drittel der Seen im Bereich von
einem bis sechs Hektar lagen.
In einem Gewässer kam es anscheinend in den vergangenen Jahren zu
teilweisen Ausstickungsereignissen.
In diesen Gewässern konnten nur
noch große Bestände an Moderlieschen, Giebeln, Karauschen sowie
vereinzelten Karpfen nachgewiesen
werden.
Ein See hatte eine sehr geringe Leitfähigkeit, was zu einem nicht repräsentativen Fangergebnis führte.
In den Fließgewässern zeigte sich ein
guter Fischbestand, nicht nur auf die
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Gewässerwirtschaft
1
101 Wolfshagener See
2
5
6
7
276 Wotrumer See
112 Schloßseen Penkun
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
5009
3722
3480
3653
3482
Radegast
3641
3517
3518
3519
3992
3122
3560
5004
Wasserturm
Badeanstalt
Laaker Kuhle
Große Kuhle
Koppelteich
Stau am Graben
Badeteich II
Gärtnerteiche
5007 Rögnitz
3793
847
375
3061
3060
1308
3628
638
Mühlenteich
Badekanal
Stadtkuhle Jarmen
Recknitz
Stör-u.MEW MüritzElde-Wasserstrasse
Loofsee
Gr. Steeder See
Meyersloch
Karpfenteich
Dorfteich in Bliesekow
Schiffswiesen
Großer Glasower See
285 Schillersee
3872 Tongruben Luckow
3614 Altwiegshagener See
Summe Artnachweise
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1
1 1
1 1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1 1 1 1 1 1 1 1 1
1 1 1 1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1 1
1
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1
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1 1
1
1
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1 1 1
1 1
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1
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1 1
1 1 1 1
1 1 1
1 1 1 1
1
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1
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1 1
1 1
1
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1 1
1 1 1
1
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1
1 1
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1
1
1
1
1
1
1
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1 1
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1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 1 1
1 1 1 1
1 1
1 1 1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1 1
1
1
23 4
1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
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1
1 1 1
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1 1
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1
1 1
1 1
1 1
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1
1 1
1 1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1
2 27 3 26 4 2 1 3 4 20 2 27 18 13 8 2 1 9 27 1
30
ise
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern
e.V.
25
20
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
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1
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1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1 20 1 24
1
10
1
12
1 1 1 1 17
18
10
8
10
10
1
16
8
8
9
1
11
10
1
11
1
17
1
14
1
1
1
2
Summe Artnachweise
Zander
Zope
Silberkarpfen
Steinbeißer
Ukelei
Wels
Schmerle
Schleie
Schlammpeitzger
Rotfeder
Rapfen
Quappe
Plötze
ten- und arbeitsintensiv und es muss
eine Erreichbarkeit mit der schweren Technik vorausgesetzt sein. Daher ist diese Art der Bestandsermittlung nicht für alle Gewässer geeignet.
In diesem Jahr wurden an fünf Seen
mit einer durchschnittlichen Fläche
von 35 ha Zugnetzbefischungen
durchgeführt.
Die Gewässeruntersuchungen werden vom LAV M-V e.V. durchgeführt,
um einen Einblick in die vorkommenden Fischarten, deren Altersstruktur
und ihre selbstständige Reproduktion
zu bekommen. An Hand der gesammelten Ergebnisse aus den verschiedenen Untersuchungsmethoden werden dann mit den Gewässerwarten
Absprachen über die Bewirtschaftungsmöglichkeiten und die weitere Besatzplanung getroffen.
Denn: Erfolgreicher, ökonomisch wie
ökologisch vertretbarer Fischbesatz
setzt eine überlegte Planung voraus.
Moderlieschen
Kaulbarsch
Marmorkarpfen
Meerforelle
Karpfen
Karausche
Hecht
Hasel
Güster
Döbel
Dreist. Stichling
Elritze
Giebel
Gründling
Blei
Bitterling
mer die erste Wahl bei Bestandskontrollen. Diese Fangmethode eignet
sich aber nur für die flachen Uferzonen bis maximal 1,5 m. Auf Grund
dieser Einschränkung ist es erforderlich, die verschiedenen Fangmethoden zu kombinieren, um einen besseren Einblick in den Fischbestand
zubekommen.
Wenn es erforderlich ist, wird auch
eine chemische Gewässeranalyse,
bei der je nach Bedarf verschiedene
Parameter untersucht werden, durchgeführt.
Eine weitere Methode ist die Zugnetzfischerei. Damit lässt sich vor
allem in größeren Seen der Fischbestand besser ermitteln. Diese Art
der Bestandsermittlung wird aber
nicht vom LAV M-V e.V. durchgeführt sondern von einem beauftragten
Fischereiunternehmen mit der entsprechenden Technik. Allerdings ist
die Zugnetzfischerei immer sehr kos-
Barsch
Bachforelle
Aland
Aal
Menge sondern auch auf die Artenvielfalt bezogen. In allen untersuchten Fließgewässern konnten mehr als
15 Fischarten nachgewiesen werden.
Bei 2 Stillgewässern steht die Bestandskontrolle noch aus.
Die Methoden, mit denen der LAV
M-V e.V. solche Untersuchungen
durchführt, sind unter anderem die
Elektrofischerei und die Stellnetzfischerei. Es kommen Stellnetze mit
verschiedenen Maschenweiten von
38-110 mm zum Einsatz. Die Länge
richtet sich dabei nach der Gewässergröße. Die Stellnetze bleiben circa 3 Stunden im Gewässer stehen.
Dieser Zeitraum ist ein Kompromiss
zwischen Mortalität und Fangerfolg,
weil die gefangenen Fische nach dem
Fang möglichst unverletzt zurück gesetzt werden sollen.
Die Elektrofischerei ist die schonendste Fangmethode, die uns zur
Verfügung steht. Darum ist sie im-
1
1
12
7
9
10
6
4
8
12
12
10
9
2 7 6 2 5 1
11
Angeln
Endspurt „Fisch des Jahres 2014“
von Andreas Schlüter
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und
es sind eine ganze Reihe guter Fänge verschiedenster Fischarten in den
Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns getätigt worden. Trotz des Fehlens von Meldungen bei den Arten
Köhler, Schellfisch, Quappe, Steinbutt, Scholle und Wels sind es schon
wieder 36 Arten, die in diesem Jahr
gefangen wurden. Da der Endstand
erst im Januar 2015 feststeht, sind
noch bis Ende 2014 Meldungen von
kapitalen Fischfängen möglich. Diese bitte an die Ostseezeitung (volker.penne@ostsee-zeitung.de), den
Angelfachmarkt „Rod’s World“ (rostock@rodsworld.de) oder den LAV
M-V e.V. (lav-mv@t-online.de) sen-
den. Dabei bitte Angaben zu Fischart, Gewicht, Länge, Fangtag, -ort,
Fänger (mit Angabe von Adresse, Telefon, E-Mail) machen sowie – wenn
möglich – ein Foto anhängen.
Zum Endspurt wünschen wir nochmals Petri Heil!
Größte Fische 2014
Fischart
Aal
Aalmutter
Aland
Bachforelle
Bachsaibling
Barsch
Blei
Döbel
Dorsch
Flunder
Giebel
Gründling
Güster
Hecht
Hering
Hornhecht
Karausche
Karpfen
Kaulbarsch
Makrele
Marmorkarpfen
Meeräsche
Meerforelle
Plötze
Rapfen
Regenbogenforelle
Rotfeder
Sandaal
Schleie
Schwarzmundgrundel
Seehase
Seeskorpion
Ukelei
Wittling
Zander
Zwergwels
12
Gewicht (kg)
2,400
0,210
2,620
1,840
0,400
2,010
3,000
1,900
19,800
1,113
1,895
0,039
0,470
18,200
0,350
0,890
1,080
22,300
0,190
1,215
18,800
4,300
5,549
1,030
5,540
0,740
1,210
0,025
2,710
0,243
0,826
0,415
0,068
0,780
6,500
0,609
Länge (cm)
96,5
35,0
55,0
54,0
35,0
48,5
62,0
51,0
102,0
49,0
42,0
15,5
33,0
125,0
34,0
78,5
38,0
103,0
23,0
42,0
103,0
66,0
79,0
40,0
84,0
36,0
46,0
22,0
54,0
24,0
30,0
32,0
18,0
45,0
82,0
32,0
Fänger
Sebastian Kuhlmann
Peter Vick
Jörg Gruse
Wilfried Redmer
Steven Vökler
Hans Schaubach
Steven Vökler
Steven Vökler
Rene Dynio
Udo Klopp
Michael Gruse
Jana Thewes
Peter Vick
Wolfram Walter
Peter Vick
Manfred Eske
Uwe Senger
Udo Termer
Hartmut Krüger
Günther Klotz
Imre Gdanitz
Jörg Bönigk
Larissa Jung
Jörg Gruse
Michael Klein
Stephan Schulmann
Yann-Bennett Schmekel
Victoria Reich
Christian Friel
Gerhard Zielke
Karl-Friedrich Kuhlmann
Arno Totzek
Patrick Sachse
Jörg Bade
Felix Jörß
Ben-Dietrich Rinow
Datum
19.09.2014
30.03.2014
05.07.2014
07.09.2014
01.05.2014
08.05.2014
10.03.2014
21.04.2014
29.09.2014
18.10.2014
22.03.2014
27.09.2014
14.06.2014
24.02.2014
23.03.2014
23.04.2014
17.07.2014
12.06.2014
10.10.2014
28.08.2014
19.07.2014
03.10.2014
01.02.2014
16.08.2014
02.06.2014
11.10.2014
20.08.2014
24.05.2014
20.08.2014
14.11.2014
22.04.2014
06.06.2014
06.06.2014
26.06.2014
15.03.2014
21.05.2014
Fangort
Kummerower See
Ostsee
Unterwarnow
Stepenitz
Bach ohne Kennung
Ostsee
Unterwarnow
Recknitz
Ostsee
Ostsee
Warnow
Elbe
Peene
Peenestrom
Ostsee
Strelasund
Hohenfelde
Sternberger See
Schmollensee
Ostsee
Lankower See
Ostsee
Unterwarnow
Sternberger See
Kummerower See
Riekdaler Wiesen
Neumühler See
Ostsee
Hilkensee
Ostsee
Ostsee
Ostsee
Oberwarnow
Ostsee
Elbe
Schlossteich Behrenwalde
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Naturschutz
Rathenower Schüler schicken junge Störe auf
die Reise
von Marcel Weichenhan, Redaktion des „Märkischen Anglers“
Für den Deutschen Angelfischerverband waren die Präsidentin Dr.
Christel Happach-Kasan sowie der
Bundesgeschäftsführer Philipp Freudenberg vor Ort. Zusammen mit der
Europaabgeordneten Susanne Melior (Umweltausschuss) begleiteten sie
den Stör-Besatz. Für den LAVB war
Vizepräsident Dr. Klaus Piesker anwesend, der sein Interesse für das gesamte Stör-Projekt nicht zuletzt mit
der Organisation der Ausstellung
„Faszinarium Stör“ unter Beweis ge-
Foto: M. Weichenhan
Die Gesellschaft zur Rettung des
Störs unter der Federführung von Dr.
Jörn Gessner hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Fischart wieder heimisch
zu machen. In einem gemeinsamen
Positionspapier haben sich Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt kürzlich gegenüber dem Bund
zu ihrer Verantwortung für den Europäischen Stör bekannt. Der Stör hat
die Dinosaurier überlebt, doch den
Menschen hätte er fast nicht überlebt.
stellt hat. Der Landesanglerverband
Brandenburg unterstützt seit Jahren
Wiederansiedlungsprojekte von ausgestorbenen Fischarten; ob Lachs,
Meerforelle oder jetzt den Stör. Wir
Angler sind Naturschützer und arbeiten intensiv mit den Fischereiverbänden und wissenschaftlichen Instituten zusammen, denn wir verfolgen
ein gemeinsames Ziel; den Erhalt unserer heimischen Fischfauna.
Für die Kinder war es ein großes Erlebnis.
Foto: M. Weichenhan
„Der Stör ist ein Erfolgsmodell der
Evolution und wirkt wie ein lebendes Fossil. Seine Vorfahren teilten
sich schon vor 200 Millionen Jahren
die Erde mit den Sauriern. Mit bis
zu 5,4 Metern Länge und einem Gewicht bis 800 Kilogramm war der Europäische Stör der größte Fisch in unseren heimischen Gewässern. Havel
und Spree zählten vor rund 150 Jahren noch zu seinem natürlichen Verbreitungsgebiet. Hier befanden sich
Laichgründe und damit das ,Schlafzimmer‘, in dem aus der Nordsee
kommende Störe für Nachwuchs
sorgten. Noch im Jahr 1868 wurde
an der Kurfürstenbrücke in Berlin ein
Stör mit mehr als zwei Metern Körperlänge gefangen. (…) Danach verschwanden die sanften Riesen. Was-
serverschmutzung, Gewässerausbau
und Stauwehre versperrten den Weg
in ihr ,Schlafzimmer‘. Heute gilt der
Atlantische Stör in Deutschland als
ausgestorben. Aber das soll nicht so
bleiben! (…)“
Ein junger Stör wird in die Freiheit entlassen.
Foto: M. Weichenhan
Am 17. Oktober 2014 setzten ca. 150
Schüler von Rathenower Grundschulen im Rahmen des Wiederansiedlungsprojektes kleine Störe in die
Havel ein. Vertreter der Gesellschaft
zur Rettung des Störs, das Wiederansiedlungsprojekt begleitende Wissenschaftler, Vertreter des Deutschen
Angelfischerverbandes und des Landesfischereiverbandes Brandenburg/
Berlin (LFV) waren ebenfalls dabei. In
der Pressemitteilung des LFV heißt es:
Lars Dettmann und Dr. Christel Happach-Kasan
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
13
Naturschutz
Die Effektivität von Aalbesatzmaßnahmen in
fischereilich genutzten Gewässern
Vorstellung eines gemeinsamen Forschungsprojektes des LAV M-V e.V. und des
Instituts für Fischerei der LFA MV, von Malte Dorow und Marko Röse
Einleitung
Seit dem Jahr 2009 werden im Bereich des Landes Mecklenburg-Vorpommern (MV) umfangreiche Aalbesatzmaßnahmen durchgeführt.
Vor dem Hintergrund der Umsetzung der Europäischen Aalverordnung stellen die gegenwärtigen Besatzmaßnahmen eine wichtige Säule
des Aalmanagements auf Landesebene dar. Mit dem flächendeckenden
Ausbringen von juvenilen Aalen sollen dem Rekrutierungsdefizit im Binnenbereich entgegengewirkt und individuenreiche Jahrgänge aufgebaut
werden, die letztlich zu einer gesteigerten Blankaalabwanderung führen
sollen. Gleichzeitig wird mit den Besatzmaßnahmen sichergestellt, dass
der Aal flächendeckend in MV erhalten und eine fischereiliche Nutzung durch die Berufs- und Angelfischerei sichergestellt bleibt. Unter
den gegenwärtigen Rahmenbedingungen wird der Aalbesatz durch
Mittel des Landes MV und der EU
sowie einen Eigenanteil der Fischereibetriebe sowie dem Landesanglerverband finanziert. Angesichts der
aktuellen Bestandssituation des Aals
sollten die Fischereibetriebe und die
Anglerschaft im Land bestrebt sein,
die verfügbaren Satzaale optimal zu
verwenden, um den oben genannten Zielen bestmöglich Rechnung
zu tragen. Ausgehend von den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entscheiden das gewählte Besatzmaterial (Glasaale, vorgestreckte
Aale, Farmaale), die realisierte Besatzdichte und die Gewässereigenschaften über den Besatzerfolg.
In den Jahren 2009 bis 2014 wurden fast ausnahmslos vorgestreckte
Aale als Besatzmaterial in die Gewässer des LAV MV ausgebracht, so
dass der Effekt des Besatzmaterials
14
auf die ausgebildeten Gelbaalbestände ausgeschlossen werden kann.
Diese Ausgangssituation ermöglicht
die Untersuchung des Einflusses der
Besatzdichte und der Gewässereigenschaften auf die Entwicklung
der Gelbaaldichten. Grundsätzlich
ist davon auszugehen, dass für ein
einzelnes Gewässer eine maximale
Aufnahmekapazität besteht. Ein Besatz über diesem Schwellenwert, der
durch die Gewässereigenschaften
bestimmt ist, führt zu keiner weiteren Steigerung der Aalbestandsdichte. Innerhalb eines wissenschaftlichen Projekts des LAV M-V e.V. in
Zusammenarbeit mit dem Institut für
Fischerei der LFA MV soll versucht
werden, die Aufnahmekapazität der
verbandseigenen Gewässer für den
Besatz mit vorgestreckten Aalen zu
bestimmen.
Methode
Die Besatzstatistik des LAV M-V e.V.
zeigt auf, dass die realisierten Besatzdichten pro Hektar im Zeitraum von
2009 bis 2013 erheblich variieren.
Zur Bestimmung der Aufnahmekapazität wurden die Seen mit kontinuierlichem Aalbesatz zunächst in
drei Besatzklassen (hohe, mittlere,
und geringe Aalbesatzdichte) eingeteilt. In einem nächsten Schritt wurde
versucht, für die Seen mit bekannter
Besatzhistorie Angaben zu den Gewässereigenschaften zusammenzustellen. Für die Beprobung im Jahr
2014 wurden dann 30 Gewässer für
eine standardisierte Befischung mittels Elektrofischerei ausgewählt. In
den ausgewählten Gewässern wurde der Uferbereich bis zu einer Tiefe von 1,5 m vom Boot aus einmalig befischt. Die befischte Uferstrecke
wurde dabei aufgenommen. Der Aalfang wurde eingehend dokumentiert
(Länge, Masse, Entwicklungsstadium). Nach dem Vermessen wurden
die Aale wieder ins Gewässer entlassen. Ausgehend von der Länge der
befischten Uferstrecke und der Gesamtzahl der gefangenen Gelbaale
wurde die Anzahl der Aale pro 100 m
Befischungsstrecke berechnet, die
als Indikator für die ausgebildete
Gelbaaldichte in einem See herangezogen werden kann.
Ergebnisse
Im Zuge der Beprobungen im Jahr
2014 wurden 29 Seen gemeinsam
durch den LAV MV und das Institut für Fischerei elektrisch befischt.
Die Beprobung 2014 wurde genutzt,
um die Fängigkeit von einem motorbetriebenen und akkubetriebenen
Elektrofischereigerät zu vergleichen.
Basierend auf den realisierten Aalfängen zeigte sich, dass das motorbetriebene Gerät eine höhere Fängigkeit besaß, so dass die Fänge, die mit
beiden Geräten erzielt wurden, nicht
vergleichbar sind. Insgesamt wurden
236 Aale gefangen, wobei ein Großteil (95%) der Aale dem Gelbaalstadium zugeordnet wurde. Bei einem
Längenspektrum von 15 bis 80 cm
betrug die mittlere Länge der gefangenen Aale rund 34 cm. Erwartungsgemäß waren die Längenklassen 1524 cm, 25-34 cm und 35-44 cm am
häufigsten vertreten (Fig. 1). Die dominierenden Längenklassen entsprachen in etwa den Besatzjahrgängen
2009 bis 2014, so dass sich die jährlichen Besatzmaßnahmen in der Verteilung der Längenklassen widerspiegeln.
Zur Analyse der ausgebildeten
Gelbaaldichte in Abhängigkeit des
Besatzumfanges wurden nur die mit
dem motorbetriebenen Elektrofischereigerät befischten Seen berück-
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Naturschutz
eine Erhöhung des Aalbesatzes nicht
gesteigert werden kann.
Prozentuale Verteilung der Längenklassen der gefangenen Gelbaale
sichtigt. Die mittlere Gelbaaldichte
betrug 3,3 Gelbaale pro 100 m Befischungsstrecke, wobei eine Spannweite von 1 bis 10 Aalen pro 100 m
beobachtet wurde. In einer ersten
Analyse zeigte sich, dass kein Zusam-
menhang zwischen Anzahl besetzter Aale (Stück/ha) und beobachteter
Gelbaaldichte besteht. Dies deutet
darauf hin, dass die Aaldichte in einem Gewässer durch die Gewässereigenschaften limitiert ist und durch
Ausblick
Die Befischungsergebnisse aus dem
Jahr 2014 zeigen, dass die gewählte Methode grundsätzlich für die
Bestimmung der Aufnahmekapazität geeignet ist. Um die vorläufigen
Ergebnisse jedoch auf eine sichere
Datenbasis zu stellen, soll die Beprobung verbandseigener Gewässer
im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit
dem Institut für Fischerei fortgesetzt
werden. Nach Abschluss der Beprobungen sollen anschließend die Aufnahmekapazität der Gewässer für
den Besatz mit vorgestreckten Aalen
bestimmt und ggf. die Besatzempfehlungen des Landesanglerverbandes für die verbandseigenen Gewässer angepasst werden.
Der LAV MV e.V. und das Institut für
Fischerei möchten sich an dieser Stelle für die Unterstützung bei der Befischung der Gewässer im Jahr 2014
bei den betreffenden Vereinen bedanken.
Neuer Fischpass für die Uecker
von Mario Voigt
Viele Torgelower werden sich derzeit fragen, was die Großbaustelle
an der alten Schleuse direkt in der
Stadt zu bedeuten hat. Dort wird
auf Grund der langjährigen Initiative des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. und des
Regionalen Anglerverbandes Ueckermünde e.V. für die Fischfauna
ein Raugerinne-Beckenpass errichtet. Bereits 1999 haben wir mehrere Institutionen sowie die regionalen Anglerverbände und –vereine
zu einer Gewässerbegehung an der
Uecker eingeladen. Wir teilten dem
StAUN Ueckermünde damals mit,
dass die Durchgängigkeit der Uecker am Wehrstandort in Torgelow
für die gesamte Gewässerfauna von
ausschlaggebender Bedeutung sei.
Alle neu errichteten Fischaufstiegsanlagen, Gewässeraltarmanschlüsse
und Renaturierungen im Oberlauf
des Fließgewässers, die oberhalb dieser Anlage liegen, hängen von ihrer
Funktion ab.
Wir betrachteten das Wehr, das bereits nach 16 km die Durchgängigkeit des Gewässers von der Ostsee
her unterbricht, als ein grundlegendes Problem für die Wanderung von
Fischen und Wirbellosen. Der Ueckerabschnitt in Torgelow war zweifellos der Schwerpunkt, hier teilt sich
der Fluss in zwei Gewässerarme. Nur
der Altarm war damals für einen kleinen Teil der Fischfauna durch die viel
zu geringe Lockströmung auffindbar
und wurde durchwandert. Vor dem
Wehr hingegen versammelten sich
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
zeitweise tausende Fische aller Arten
auf ihrer stromaufwärts gerichteten
Wanderung. Dieses Wanderungshindernis war selbst für schwimmstarke
Meerforellen unüberwindbar.
Anlässlich einer Vorplanung von einem Ingenieurbüro im Juni 2006 wurden Pläne, eine ökologische Durchgängigkeit am Wehr zu schaffen,
konkreter. Die Planer favorisierten
seinerzeit einen Borstenfischpass in
der alten Schleusenkammer als Vorzugsvariante. Wir lehnten diese Variante wegen ihrer vielen Nachteile
entschieden ab und sprachen uns für
eine umfassende Umbaulösung aus.
Dies konnte aus unserer Sicht nur ein
dem Fließgewässer angepasster und
entsprechend dimensionierter Beckenpass sein. Nach einem erneuten
15
Naturschutz
Foto: O. Tott
Ortstermin im März 2008 wurden die
Planungen zum Bau eines Borstenfischpasses vom zuständigen Ministerium gestoppt und eine umfassende
Studie zum Umbau der Wehranlage in Auftrag gegeben. Diese Studie kam im Dezember 2008 zum
Ergebnis, dass der Altarm im Querschnitt soweit vergrößert wird, dass
in ihm ein Raugerinne-Beckenpass
mit ausgeprägter Lockströmung entstehen soll. Außerdem sollte der Auslauf des Fischpasses so nah wie möglich in das Unterwasser des Wehres
Torgelow gelegt werden. Der Landesanglerverband M-V e.V. nahm diese
Studie erfreut zur Kenntnis und erstritt in den folgenden Planungsphasen noch einige kleine Verbesserungen zu Gunsten der Wanderfische. Es
folgte die abschließende Plangenehmigung im Jahr 2013.
rissen und wird durch eine Brücke ersetzt, damit kann zukünftig wesentlich mehr Wasser durch den Altarm
fließen. Durch den höheren Wasserdurchfluss wird sich eine stärkere
Lockströmung ausbilden. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass diese Strömung von den Fischen besser
wahrgenommen wird und sie somit
den „Einstieg“ in den Fischpass leichter auffinden können.
2.46
106/ 4
2.44
Birke
-0.08
2.48
St
at
ion
k
0+
0,
ec
00
2.41
0
U
Nun endlich, nach 15 jährigen Bemühungen, wird im Altarm, im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern,
der Raugerinne-Beckenpass errichtet. Der ehemalige, zu klein dimensionierte Rohrdurchlass unter der
Schleusenstraße wurde bereits abge-
Der Bauherr ist das Ministerium für
Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V und die Finanzierung erfolgt durch das Land
und den Europäischen Fischereifonds. Der Raugerinne-Beckenpass,
der durch 34 Becken inklusive 2 Ruhebecken ca. 3 m Höhendifferenz
abbaut, befindet sich nördlich der
Schleusenstraße. An der Einmündung des Passes in die Uecker wird
2.36
St
at
ion
0+
01
2,
7
St
at
2.39
ion
0+
101/ 3
-0.11
01
7,
2.51
8
2.41
1.39
2.44
2.37
2.31
-0.05
St
at
96/ 2
0.75
ion
2.50
-0.36
0.70
2.32
0+
-0.60
02
9,
104
4
-1.00
1.42
-1.73
Kanu-Fischpass (WK 5 10 34)
2.49
-1.73
2.33
1.41
-1.56
2.22
102
0.58
-0.53
-0.86
-0.17
0,07
St
-0.58
at
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0.84
ion
-0.48
0+
-0.29
0.87
1.77
1,
04
9
-0.41
0,10
101/ 1
0.15
-0.45
2.90
-0.52
-0.38
-0.51
-0.28
2.19
0.01
-0.13
-1.07
0.01
0.04
St
0.01
-1.41
0.65
ion
at
2.22
2.91
0.00
-1.16
1.22
05
0+
1.86
1.22
1.27
0.34
2,
1.05
-1.08
7
-0.01
0.08
0.29
0,53
0.08
-0.53
2.83
0,08
-0.200.51
1.34
2.87
0.40
1.56
0.11
0.54
2.43
101/ 2
2.17
0.23
St
ati
97/ 4
on
97/ 3
2.70
0.26
1.03
0.68
1.54
0.24
0+
0.67
2.01
2.73
1.65
1.82
2,5
06
0.28
0.09
0.66
1.32
0.88
109
0,99
97/ 2
-0.73
-1.15
-1.32
2.71
0.44
0.67
-1.04
0.95
0.53
0.99
-0.83
0.55
0.58
2.30
0.63
-0.16
0.47
0.82
HP419/2
2.63
0.98
B
3.084
2.58
0.68
1.69
unterer Ueckeraltarm
1.50
1.34
1.83
2.17
100/ 1
1.30
1.07
1,34
1.27
2.61
0.83
Mündung
1.78
0.84
2.58
1.96
-0.19
0.78
0.07
0.76
2.83
2.33
1.25
0.93
1.08
2.09
St
Sta
2.44
on
ati
1.49
1.88
tion
46
08
0+
0.66
0.52
3,8
0.46
0.72
2.48
2.10
1.85
2.88
100/ 3
on
ati
St
2.42
2.09
0+
2.47
09
1.88
6,9
110
0.03
98/ 3
-0.25
ati
St
98/ 4
1.84
10
3.31
5,3
8.72
2.30
2.13
0+
8.69
100/ 2
2.36
2.12
1.94
on
98/ 2
8.73
8.75
1.50
2.42
0.58
0.48
0.53
0.65
2.86
8.73
8.74
8.75
1.86
3.84
8.65
8.64
8.62
8.82
2.29
2.02
2.38
TU10
8.63
8.60
8.62
2.12
1.94
3.57
N
8.63
8.58
8.55
8.53
8.55
8.57
8.59
152/ 7
8.69
8.47
8.45
8.46
8.60
8.53
8.56
tion
3.61
rm
9,5
ra
8.21
8,27
Sta
67,
8
2.07
6.13
6.46
1:1,2
~ 1:1
3.31
Geh- und Radweg
6.39
3.00
3.09
2.98
4.57
2.99
3,52
150/ 2
3.97
4.61
3.97
6.741
6.741
6.46
6.04
4.87
4.38
4.70
4.88
5,01
5,02 4,96
5.85
5.69
4,95
3,83 3,82
5.61
2.44
2.95
3.34
2.90
3.17
5.79
4.90
5,79
4.83
6.741
5.76
5.85
5.72
5.66
5.36
5.70
5.33
5.08
5.07
5.10
5.03
4.82
4.97
2.85
5.69
5.72
2.68
2.14
2.61
1.99
5.63
5.76
5.72
5.15
5.11
1.42
1.84
Station 0+253,5
1.30
1.75
1.26
1.69
1.15
1.62
1,34
1.18
1.14
1.50
1.22
1.59
0.57
4.91
5,12
4.99
4,91
3.57
3.80
2.56
3.56
f
217/ 1
3.65
e
2.11
3.61
3.67
3.78
2.00
2.09
d
3.78
2.08
2.39
4.11
4.16
4.94
0.68
Gemarkung Torgelow
5,27
4.72
4.91
2.14
4.31
2.04
4.61
a
2.16
0,10
1.94
0.01
4.24
0.66
1.27
0.72
1.89
2.08
216/ 1
-0.46
4.32
Änd.-Ind.
2.18
4.35
5.13
-0.90
4.29
4.73
5.14
-1.25
2.19
1.93
116/ 4
4,82
2.12
Treidelpass
2.21
2.11
Durchstich
-0.57
0,08
0.03
5.17
1.42
-0.46
-0.99
2.08
2.18
2.11
-1.12
-1.16
2.29
4.96
6,07
Riegel 35
0.74
2.29
4.25
4.58
4.90
2.13
0.17
2.17
4.09
-0.99
2.13
2.21
2.28
Bauherr/Auftragge
4.80
4.80
-0.91
149
6.08
4.81
5.07
5.90
5.78
5,95
4.83
5.84
5.79
5.90
5,89
0,10
-0.16
217/ 2
0.39
4.96
4,78
5.79
0.61
2.20
5.04
4.88
1.33
2.25
5.28
4,78
148/ 12
5.31
4.77
1.97
"Haus an der Schleuse"
116/ 5
5.97
5.98
1.63
2.23
5.19
-1.10
2.63
2.23
4.84
-1.14
1.01
2.13
5.15
4,75
2.61
6.04
0.20
4,76
4,76
4,78 4,76
6,07
-0.96
839
46+
6.02
5.90
-0.70
4,80
4,78 4,77
4,77
4,77
"Haus an der Schleuse"
5.13
2.23
5.16
6,02
6,07
4.88
4.77
tion
Sta
Anlegestelle Kanuwanderrastplatz
2.29
2.61
5.07
5.96
5.41
5.12
-0.81
2.18
6,04
116/ 5
6,12
5.85
4,82
4.95
-1.02
6.01
6.16
5.73
4,77
6.07
1.84
6.05
6.00
-0.89
2.39
6.12
2.27
2.96
4.89
6,08
6.21
-0.54
6.71
6.16
2.54
4,72
-0.05
0,11
4,63
3.21
6.34
120/ 1
5.89
6.29
6.39
3.27
3.27
0.75
3.34
2.23
3.46
3.58
123
6.52
Überführung Unterhaltungsstreifen (FB 5 40 01)
3.10
6.40
6.65
6.59
6.61
6.64
6.55
124/ 1
148/ 2
3.25
145/ 1
HP419/1
4,26
B
3.68
TU3
127/ 4
N
nördl. Uferweg Uecker
756
145/ 2
141/ 3
ker
Uec
148/ 9
46+
142/ 6
3.66
tion
142/ 5
3.63
Sta
144/ 3
776
127/ 2
N
144/ 2
46+
3.61
124/ 3
TU4
143/ 2
südl. Uferweg Uecker
3.13
-0.09
6.40
6.44
6.67
6,68
U
122/ 2
6.36
2.84
3.02
126/ 2
3.25
tion
Sta
Schleusenstraße
6,676,65
146/ 1
148/ 1
4.21
4.33
4,45
126/ 3
1.83
799
146/ 3
k
ec
3.14
46+
6.33
6.30
3.56
4.21
tion
6.33
4,50
4,52
Sta
Zufahrt Ueckerinsel
6.18
6.38
2.55
4.26
6.29
6.23
Wehr Torgelow
2.36
4.23
6.26
6.22
0.35
er
6.26
6.25
6.38
819
6.25
6.20
119/ 1
6,42
3.03
-0.46
2.39
6.04
6.27
6.32
146/ 2
46+
6.17
6,34
6.00
tion
3.03
4.81
6.12
Sta
5.89
3.09
0.76
2.33
4,78
5.54
2.36
-0.13
0,11
-0.97
148/ 7
2.73
-0.72
2.27
148/ 3
5.05
3.66
124/ 2
216/ 2
124/ 4
125
141/ 4
129
127/ 3
142/ 3
126/ 1
142/ 4
143/ 1
Foto: Inros Lackner AG
4.89
Da
-1.24
1.23
4.45
4.46
4.71
5.18
6.02
2.23
-1.18
4.18
5.13
5.75
5.68
5.82
ER
-1.19
4.37
3.52
TU2
2.14
-0.83
5.10
4,80
4,12
-1.14
4.75
5.01
4.99
5.08
b
Mündung Durchstich
2.15
-0.93
1.89
2.00
4.49
4.42
4,75
5.65
Flur 1
2.07
-0.60
2.00
4,87
4,83
1.26
0.78
4.09
4.23
4,77
4,92
5,11
-0.03
1.94
4.78
5,02
5.01
5,13
c
3.88
4.10
2.43
4.56
Treidelweg
4,82
5.01
4.96
5.01
117/ 1
2.30
3.44
4.24
4.82
5.62
5.64
5.71
3.56
1.68
1.63
4.33
4.89
5,26
5.67
Höhenbezu
3.36
3.26
148/ 10
0.87
4.69
5,02
Trafogebäude
5.45
2.52
4,09
0.72
0.68
0.61
0.70
2.41
5.65
5.68
148/ 11
4,68
4,70
4,71
4,71
4.70
3.64
3.77
3.77
4.18
2.82
0.74
0.87
0.93
1.79
2.68
5.81
4,70
4,77
4.81
4.85
3.50
2.42
4.58
2.02
0.94
0.79
0.97
1.05
4.88
4,73
2.59
1.45
1.57
3.46
5.66
5.64
4,71
1.93
4.82
5.14
5,13
0.74
1.72
1.50
1.66
3.30
5.57
5.59
5.53
2.18
1.76
3.90
4.60
4.73
5,01
5,19
5.64
5.60
1.74
3.59
3.95
5.56
5.69
5.58
5.63
6.16
2.30
4.32
4.90
5.63
5.98
147/ 2
147/ 4
0.67
Riegel 22
0.51
2.23
148/ 10
1.93
4.97
5.56
5,72
2.17
1,88
1.63
2.49
4.84
5.35
5.43
5.29
5.17
2.55
3,54
4,69
2.75 2.27
5.04
5.63
3,63
4,14
4.68
4,72
4,71
2.41
3.42
5,69
5.71
4.90
4.95
5.48
116/ 1
5.66
5.69
5.62
5.69
4.72
4.74
4.76
4.68
2.962.46
4.87
5.70
147/ 3
5,76
4,81
2.60
0.81
1.46
2.48
2.87
5.32
5.70
4.75
4.76
3.17 2.72
1.95
5.02
2.61
4.83
2.86
2.92
2.69
2,86
2.62
3.05
3.04
4.07
Krautfangplatz (WK 5 10 30)
5.61
5.74
5,01
3.08
3.10
5.57
e
3,84 3,83
4.87
5.12
5.11
5,25
Riegel 1
5,44
5.81
5.78
0.45
4.09
0.52
2.79
2.34
3.34
3,43
3.03
5,33
6.02
5.80
5.79
4,97
4,54
3.31
3.33
4.13
5.90
5.84
115/ 1
5.74
5.70
0.48
0.53
3.13
3,46
2.96
2.89
3.11
6.02
0.47
4.32
2.69
3.40
3.41
3.04
3.65
3.15
3.03
2.94
3.04
5.97
5.81
5.85
5,94
4,39
4,38
2.13
4.15
4.36
0.66
Kanu-Einstieg
0.73
1.69
2.06
2.45
148/ 13
4,53
0.45
2.65
2.29
4.32
4.42
118
6.048
N
5.74
6.55
4.76
3.83
3.48
3.16
2.98
TU5
5.75
4,52
4.95
4.61
0.51
0.82
148/ 4
Schleusenstraß
B
2.86
4,99
4,54
1,34
0.73
4.51
4.35
5,868
4,56
4,55
5.22
5.33
5.26
5.56
6.01
1:2
HP419/3
150/ 3
4,93
4,56
4,55
6.82
5.59
5.94
5.71
5.81
6,13
5.72
5.95
4,44
4.49
5.99
6.11
5.78
4.27
3.08
5.73
5.43
mittlerer Ueckeraltarm
2.01
N
6.41
114/ 2
3.96
TU9
6.11
TU8
6.03
6.05
Ue
2.56
2.20
6.30
4.37
3.600
5.70
5.70
4.47
6.23
6.35
6.20
5.96
6.49
6.07
5.99
3.950
3.600
~ 1:2
5.62
2.56
4.61
6.19
6.36
6.24
148/ 6
3.16
4.54
2.58
4,82
4,44
6.29
7.19
2.99
4.79
6.31
6.31
N
4,55
4,73
6.40
6.34
6.05
6.08
3.48
4,41
4,45
6.29
6.43
6.28
er
ck
3.69
6.31
6.45
6.24
6.36
6.42
6.46
6.46
6.34
3.950
4.27
4,46
6.36
6.40
6.45
6.59
6.59
6,44
4.71
3.53
2.57
4.49
6.74
6.55
6.32
6.01
0.73
al
2.02
6.97
6.87
6.57
6.60
114/ 1
5.342
6,27
6.11
5.74
3.52
2.52
4.22
4.33
Station 0+268,1
8
6.581
5,74
5.39
6.33
6.45
Gehweg
5,22
4.92
2.63
6.50
0.52
06,9
6,29
0.48
m
tar
2.51
2.16
0+2
6.47
6,56
5,78
3.43
Ueckerinsel
0.46
tion
6.59
6.73
6.66
6.81
6.65
113
6.54
5,23
4,89
4.68
148/ 14
6.85
6.45
6.55
5.63
4,75
0.71
3.63
4.70
0+230,2
6.71
6.82
151
5.37
4,77
Station
6.76
4,74
3.50
6.47
6.60
6.376.37
6.81
1.83
Uferweg Ueckeraltarm
Fundamente Fußgängerbrücke
6.536.52
6.616.60
6.77
6.82
6.83
4,75
4.87
111/ 1
6.726.71
152/ 4
4,73
4.64
6.69
6.83
6.58
6.766.77
4.81
4.59
6.636.62
6.52
Sta
6.75
6.63
6.876.88
4,69
3.53
Station 0+288,5
Station 0+315,1
Station 0+307,5
Station 0+352,8
Fischaufstieg (WL 5 10 03)
112/ 2
6.886.87
6.75
7.06
6.91
7.07
6.91
3
90,
Station 0+372,4
6.736.73
6.886.88
6.98
6.98
6.99
Kanu-Ausstieg
6.90
7.08
6.93
7.06
6.92
7.13
6.99
6.94
0+1
6.96
7,13
7.00
7.02
tion
Station 0+334,4
3.30
2.39
2.04
5.14
Sta
112/ 1
7.13
7.17
7.07
7.06
4,67
2.85
3.62
7.29
7.27
7.23
7.16
215/ 2
0.72
6.85
6.80
7,39
7.70
3.08
0.48
0.47
Flur 5
7.93
oberer Ueckeraltarm
4.33
0+1
Gemarkung Torgelow
6.96
7.07
6.90
7.62
7.74
152/ 3
3.02
2.73
0.69
tion
6.96
7.65
7.69
Brücke Schleusenstraße (FB 5 20 01)
153/ 1
2.29
1.70
7.10
6.97
8.02
7.92
3.07
2.21
lte
A
111/ 2
7.19
7.05
8.12
8.00
3,04
rU
2.39
2.04
8.12
8.25
8.26
8,03
7.63
7.75
3,04
ke
ec
8.48
7.78
2,86
2.90
2,86
14
0+
8.16
8.28
8,29
2.91
2.67
2.78
Sta
8.24
152/ 6
8.43
2.38
2.54
8.33
8.74
2.09
2.59
2.27
2.86
8.24
154/ 1
213/ 1
1.96
2,05
2.15
2.10
8.23
8.25
2.79
2.97
0.87
2.05
99
8.34
8,57
0.57
2,09
2.09
2,08
1.82
N
8.38
8.35
152/5
215/ 1
0.58
2,09
0.76
8.59
8.62
8.63
8.48
0.48
8.53
8.57
8.49
8.50
TU6
8.45
8.56
8,74
2.09
0.47
8.64
8.51
8.62
8.78
8,82
2,09
0.84
1,34
4.03
8.53
8.65
8.65
8.77
153/ 2
4,35
1,89
1.78
8.69
154/ 2
0.81
1,91
1.94
1,92
2.01
1.88
3.88
7,7
8.60
8.56
12
8.59
8.65
8.62
8.61
0+
8.80
8.68
8.80 8.71
8.69
8.71
2.75
1,89
1,90
on
Parkplatz "Haus an der Schleuse"
8.89
8.88
8.77
Hüttenwerkplatz
1.74
ati
St
8.58
8.62
8.81
8.69
8.78
Phase
Vorhaben/Objekt
Büro/Zeichnungsin
Wasserbau
Verfasser
141/ 5
16
137/ 2
137/ 1
141/ 6
136
135
134/ 2
131
Auftrags-Nr./Planc
130
134/ 1
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
H/B = 297 / 59
Naturschutz
ein großer Leitriegel aus Findlingen
errichtet. Dadurch ist das Auffinden
des Fischpasses für die gesamte Gewässerfauna leichter möglich und die
Lockströmung optimaler ausgeprägt.
Das Besondere an diesem Beckenpass sind, wie der Name es schon
sagt, die nacheinander angeordneten Becken, in denen die Hauptströmung durch die großen Findlinge immer wieder gebrochen wird.
Hinter diesen Findlingen kann der
aufmerksame Beobachter zukünftig sehr schön erkennen, dass hier
viel geringere Strömungsgeschwin-
digkeiten vorherrschen. Diese Ruhezonen sind außerordentlich wichtig
für schwimmschwächere Fischarten. Der Boden des gesamten Fischpasses wird mit Kiessubstrat gefüllt,
so dass auch Kleinstlebewesen die
Möglichkeit erhalten, den Pass zu
durchwandern. Die zukünftige Wasserverteilung soll auch bei Niedrigwasserereignissen immer zugunsten
des Fischpasses erfolgen. Wir erwarten eine gute Funktionalität des Raugerinne-Beckenpasses im Hinblick
auf die Fischwanderung. Eine Effizienzkontrolle ist dennoch vorgese-
hen, um die beabsichtigten Funktionen bestätigt zu wissen.
Abschließend möchte sich der Landesanglerverband M-V e.V. bei allen
Beteiligten für die jahrelange Unterstützung für dieses überaus wichtige
Umweltprojekt bedanken! Die Baumaßnahme soll, wenn es die Witterungsverhältnisse ermöglichen, im
Februar 2015 abgeschlossen sein.
Erst dann ist der Weg für Fische und
Neunaugen wieder frei, um ihre angestammten Laichgebiete im Oberlauf bzw. in den Zuflüssen zu erreichen.
Nachlese zur Restaurierung der Penkuner
Seenkette und der Bürgerseen
von Wilhelm Stecker
Der Landesanglerverband hatte in der
letzten Ausgabe unserer Zeitung ausführlich zu den Restaurierungsmaßnahmen der Penkuner Seen Stellung
genommen.
An unserem Standpunkt hat sich nichts
geändert.
Wir haben der Stadt Penkun wissenschaftlich begründete Ergebnisse und
Erfahrungen zu alternativen fischereilichen Möglichkeiten der Seenrestaurierung zur Verfügung gestellt.
Sie ergänzen die Entschlammung der
Gewässer und führen längerfristig
ebenfalls dazu, dass das Wasser klarer und das Algenwachstum gebremst
wird. Die Biomanipulation, wie wir sie
nennen, wirkt, darüber sind wir uns
im Klaren, nur in der Komplexität der
einschlägig bekannten und anwendbaren Maßnahmen und kommt letztendlich ohne den Einsatz von Chemie aus.
Nach ausführlichen Gesprächen mit
den Mitarbeitern, der mit der Restaurierung beauftragten Institute, ist
es gelungen, noch vor den Fällungsmaßnahmen einen fischereilichen
Beitrag zu leisten. Die BiMES war beauftragt grundwühlende Fische, wie
Karpfen und Schlei abzufischen, damit die durch die Fällung entstehen-
de Sperrschicht so lange wie möglich
ihre Funktion zur Verhinderung der
Rücklösung von Phosphaten aus dem
Sediment erfüllt. Der Erfolg war, wie
sich zeigen sollte, sehr begrenzt. Nur
2 Schuppenkarpfen, 1 Spiegelkarpfen und 21 Schleie gingen ins Netz
und wurden in andere Gewässer umgesetzt.
In der Zeit vom 12.11. - 14.11.2014
ist in Zusammenarbeit mit der BiMES
GmbH eine Zugnetzbefischung durchgeführt worden.
Unser Ziel war es, möglichst viel
Weißfisch zu entnehmen, damit dem
Zooplankton bessere Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden und
Marmor- und Silberkarpfen abzufischen.
Diese Karpfenart ist bei uns in den 70er
und 80er Jahren u.a. zur Wasserfilterung eingesetzt worden. Man glaubte
damals, durch sie das Algenwachstum
begrenzen zu können.
Die Fische stammen aus asiatischen
warmen Gewässern, können sich hier
nicht vermehren und filtern leider auch
das so wichtige Zooplankton aus dem
Wasser. Dieser Besatz war ein Fehler,
wie sich heute herausstellt.
Die Zugnetzbefischung fand auf den
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Schlossseen statt. Insgesamt wurden
bei 6 Zügen 1.620kg verbuttete Plieten
entnommen und einer Verwertung zugeführt. Das Gleiche trifft auf 10 Marmorkarpfen mit einem Gewicht von
insgesamt 250kg, der Schwerste wog
über 50 kg und war 1,46m lang und
253 Silberkarpfen mit einem Gesamtgewicht von 3.645kg zu.
Alle gefangenen Raubfische, Zander
und Hechte wurden schonend zurückgesetzt.
In die Seenkette sollen noch in diesem Jahr 1.000 Stück Hechte (H1) gesetzt werden.
Damit unterstützen wir zusätzlich die
Reduzierung der Zooplanktonfresser
(Weißfisch).
In den Bürgerseen wurden ebenfalls
1.000 Stück H1 eingesetzt und im Vorfeld Reusen- und Elektrobefischungen
durch das Institut für angewandte Gewässerökologie GmbH durchgeführt.
Ziel war auch hier die Entnahme von
Weißfisch.
Damit hat der LAV M-V e.V. seine Aufgaben zur Wahrnehmung des Fischereirechtes erfüllt und seinen Beitrag
zur Seenrestaurierung entsprechend
der noch vorhandenen Möglichkeiten erfüllt.
17
Gewässerwirtschaft
Mit solchen Angelfreunden hat man aber einen Fang gemacht
Wolfgang Eitner erhält vom Vorsitzenden Dirk Ahlgrimm ein
Präsent als Ehrenmitglied
Einen runden Geburtstag feierten die
Angler des Demminer Vereins „West“
– oder eben auch die diamantene
Hochzeit, denn seit 60 Jahren sind
die Angler durch den Verein mit ihren Ruten verbunden.
Und da gibt es noch eine Besonderheit: es ist der größte Verein – nicht
nur in der Hansestadt, sondern auch
im Landesanglerverband. Denn stolze 1059 Mitglieder stehen zu Buche. Wolfgang Eitner gehört dabei
zu denen, die von Anfang an dabei
Foto: G. Herzberg, Nordkurier
Foto: G. Herzberg, Nordkurier
von Gudrun Herzberg, Redaktion Demminer Zeitung des Nordkurier
Dirk Ahlgrimm prämiert junge Mitglieder des Vereins
sind. Und seit über 40 Jahren gehört
er auch dem Vorstand an. „Vor einiger Zeit habe ich begonnen, eine
Chronik zu schreiben. Das macht
mir Spaß. Aber im Vorstand ist jetzt
Schluss“, meinte der Rentner.
Eigentlich. Denn da hatte er die
Rechnung ohne seine Kollegen gemacht. Denn als die ihn bei der Jubiläumsfeier nach vorn rufen, denken
sie gar nicht an Abschied. „Wir nehmen dich im Vorstand als Ehrenmitglied auf“, erklärte Vorsitzender Dirk
Ahlgrimm stattdessen. Und bei Wolfgang Eitner kullern fast die Tränen,
so gerührt war er. „Ich habe mich so
gefreut. Und die Chronik möchte ich
auf jeden Fall weiterschreiben“, sagte er ganz resolut. Denn ganz ohne
dieses Ehrenamt könne und wolle er
dann doch nicht sein, trotz seines
Rentenalters. Den Posten als stellvertretender Vereinsvorsitzende werde
er noch bis zur Neuwahl weiter ausüben. Dann sollen jüngere ran.
Fragwürdige Winterlagerbestimmungen in M-V
von Mario Voigt
In jüngster Zeit häufen sich die Beschwerden vieler Angler, die gegen
die Beschränkung des Barschangelns
in den Winterlagern protestieren. Der
Landesanglerverband M-V e.V. sowie
der Kreisanglerverband Ostvorpommern e.V. haben mit dem Bekanntwerden der Einführung einer Tagesfangbegrenzung von 6 Barschen in
diesen Gewässerabschnitten unverzüglich den Minister Dr. Till Backhaus
angeschrieben und ebenfalls gegen
diese Regelung protestiert. Wir haben
unseren Protest ausführlich begründet
und gebeten, die Barschfangbegrenzung in den Winterlagern ersatzlos
zu streichen.
In seiner Antwort teilt uns der Minister
18
mit, dass er eine tägliche Entnahmemenge von 6 Barschen je Angler für
angebracht hält. Er bittet zu berücksichtigen, dass sich die Barschfangmengen der Berufsfischerei in den zurückliegenden Jahren zwar auf einem
recht stabilen Niveau befinden, sich
jedoch am Rande der Ertragsfähigkeit
bewegen dürften. Vor diesem Hintergrund hält er es aus bestandsbiologischer Sicht für sachgerecht, in den
Winterlagern unter Vorsorgegesichtspunkten, die tägliche Entnahmemenge für den Barsch zu limitieren.
Die Fischbestände sollen nun in Größe und Qualität in den Winterlagern
wissenschaftlich untersucht werden,
um weitere Erkenntnisse zu den Aus-
wirkungen der Fischerei auf die jeweiligen Bestände zu gewinnen. Mit
den gewonnenen Untersuchungsergebnissen sollen Barschfangbegrenzungen für die Winterlagerregelungen
2015/2016 erneut auf den Prüfstand
gestellt werden.
Wir haben zwischenzeitlich die nachfolgend abgebildete Petition gegen die
Barschfangbegrenzung gestartet, die
bereits vielfach unterzeichnet wurde.
Aber lesen Sie bitte selbst, ob Sie diese
Petition durch Ihre Unterschrift unterstützen möchten. Wir möchten in diesem Zusammenhang nochmals darauf
hinweisen, dass alle aktuellen Winterlagerlegelungen auf unserer Internetseite www.lav-mv.de zu lesen sind.
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Fischereirecht
Petition
Gegen die erlassenen Fangbegrenzungen von 6 Barschen in den Winterlagern am unteren
Ryck, Hafen Wolgast und Teilen des Peenestroms, Hafen Stralsund und der Lanckener Bek
Im Amtlichen Anzeiger vom 06.10.2014 wurde durch das LALLF im Zusammenhang mit der
Ausweisung von Winterlagern an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns eine Fangbegrenzung für
Barsche in den Häfen Stralsund und Wolgast, an der Lanckener Bek sowie am unteren Ryck auf 6
Stück/Angeltag ausgesprochen. Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
protestiert auf das Schärfste gegen die in Kraft getretene Tagesfangbegrenzung von sechs Barschen
in den o.g. Winterlagern.
Begründung:
Während des gesamten Beteiligungsverfahrens, den Vorortveranstaltungen in Freest und Stralsund
sowie den vielen Stellungnahmen wurde zu den geplanten Fischereiausübungen in den Winterlagern
nicht ein einziges Mal eine Barschfangbegrenzung thematisiert. Da diese derart wichtigen
Einschränkungen völlig überraschend ausgesprochen wurden, stellen wir das gesamte
Beteiligungsverfahren in Frage.
Der LAV M-V e.V. spricht sich entschieden dagegen aus, dass im diesem Falle nach dem
Vorsorgeprinzip gehandelt wird, da keine wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse dahingehend
vorgelegt wurden, dass die Barschbestände in den Winterlagern durch die Angelfischerei gefährdet
werden.
Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hält generell eine Barschfangbegrenzung
für völlig überflüssig und überzogen, da sich diese Fischart außerordentlich gut reproduziert! Die
Barschpopulation in den Küstengewässern sowie in küstennahen Gewässern ist stabil und es gibt
auch aus dieser Hinsicht keinen erkennbaren Grund, warum eine derartig einschneidende
Fangbegrenzung eingeführt wurde. Einschneidend deshalb, wenn berücksichtigt wird, dass die
gefangenen Barsche im Durchschnitt um die 20 cm groß sind.
Die auch in diesem Zusammenhang wieder herangezogenen Filmausschnitte aus dem Stralsunder
Hafen im Internet sind für eine objektive Beurteilung der Entnahmemengen und –größen gänzlich
ungeeignet und dürfen aus unserer Sicht niemals verallgemeinert oder gar hochgerechnet werden!
Bei diesen Aufnahmen handelt es sich um außergewöhnlich erfolgreiche Angeltage unter besonders
günstigen Umständen, die aber darüber hinwegtäuschen, dass es vielfach auch erfolglose Tage gibt
und geben wird. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die Barsche im Stralsunder Hafen im
Durchschnitt generell größer als in anderen Winterlagern sind.
Aus diesem Grund fordern wir, die im gesamten Beteiligungsprozess diskutierten sowie
vereinbarten Kompromisse über die Winterlagerregelungen beizubehalten und die
Barschfangbegrenzung ersatzlos zu streichen!
Im Namen aller Unterzeichner/innen
Görslow, 11.11.2014
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
19
Fischereirecht
Name
Vorname
Straße
Nr.
PLZ
Ort
Unterschrift
Unterschriftenliste zur Petition gegen die Fangbegrenzung Barsch in Winterlagern
#
20
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Fischereirecht
Kleiner aber feiner Angelsee zwischen Wald
und Feld
Eine nicht alltägliche Fischbestandsanalyse bestätigt Geheimtipp unter Kennern von Dietrich Grunzig
Mit geeinter Kraft bringt das Team sein Boot ins Wasser. Vorne
Fischwirtmeister Marko Röse
Röse bei vorsichtiger Gleitfahrt den
jetzt mit 600 Volt Gleichstrom betriebenen Elektrokescher immer wieder ins Wasser. Vom Stromfluss leicht benommen, um dann schnell wieder zu verschwinden, zeigen sich
viele kleine und große Plötzen, Rotfedern, Barsche oder Brassen. Vereinzelt Aal und Karausche. Aber am
meisten Hechte von Hand- bis über
Armlänge. Schöttke, der protokolliert, kommt ins Schwitzen. Unter
anderem zählt er nach kurzer Zeit
schon 39 der grün gemusterten Räuber. Dazu 15 grün-gold schillernde
ausgewachsene Schleie zwischen
35 und vierzig Zentimeter und einen bulligen Karpfen. Ein ähnliches
Ergebnis bringt das knapp zwei Stunden zuvor ausgebrachte Stellnetz,
das nun wieder sorgfältig verpackt
wird. Das Team resümiert: Jenes Geflüster hinter vorgehaltenen Händen
über gutes Fischen im Angelsee zwischen Wald und Feld sei kein leeres
Gerücht. „Der Bestand ist ausgewogen und gesund“, bekräftigt Fischwirtmeister Marko Röse.
Foto: D. Grunzig
Helfer Rethmeier wirft den Heckmotor an. Der Kahn plätschert zur Gewässermitte. Aus roten Kübeln bringt
Röse bei gedrosseltem Tempo Meter
um Meter feinzwirniges Stell-Netzwerk aus, den möglichen Fischzug
von Ufer zu Ufer im Gewebe abfangend, um daraus Bestandsdichte zu
ermitteln. Er kennt das Leben unter
Wasser genau. „Wir möchten wissen,
ob sich in unseren Seen und Teichen
ein ausgewogenes Artenverhältnis
tummelt“, erzählt er seinen Helfern.
„Wo nicht, wird zusätzlich mit Besatz ausgeglichen. Bei Aal und Karpfen sowieso, denn die können sich
in unseren Gewässern nicht selbst
vermehren“, erläutert der Fachmann.
Diesjährig habe er andernorts bereits
30 der verbandseigenen Gewässer
mit guten Analysen durchforscht.
Zur lückenlosen Übersicht des Fischvorkommens in den „Schiffswiesen“ holt der Meister noch das mitgebrachte Elektro-Fischereigerät ins
Boot. Und seine drei Assistenten für
Protokoll-, Bootsführung und Motorüberwachung. Zum Ufer hin taucht Foto: D. Grunzig
Satow. Umgeben von Feld und Wald
streckt sich in schwarzem Moorgrund
nahe Satow ein See von etwa 300
x 70 Meter durch die Landschaft,
„Schiffswiesen“ genannt. Und immer wieder als Geheimtipp unter
Kennern für gutes Angeln gehandelt.
Was an diesem Geflüster meist hinter vorgehaltener Hand dran ist, will
jetzt Fischwirtmeister Marko Röse,
geschätzter Gewässerwart im Landesanglerverband (LAV), zu Tage
bringen. Er rückt per „Pick up“ mit
Stellnetzen, Stromaggregat, Elektrokescher samt Trailer und Motor-Boot
zur Fisch-Bestandskontrolle an. Weil
das allein schlecht möglich ist, stellen sich hilfsbereit aus Satow, Reinshagen und Retschow kommend die Petrijünger Reinhard Schöttke, Dirk
Rowolt und Detlef Rethmeier ein.
Und gehen dem Meister kräftig zur
Hand. Gemeinsam asten sie den
grünen Kahn vom Spezialhänger ins
Wasser. – Team-Arbeit halt, fast schon
wie geübt. Ein Hecht nahe dem Ufer
aufgeschreckt, flüchtet mit platschendem Schwanzschlag in die Tiefe.
Ausgewogener Artenbestand im See und gesundes Wasser. Mit
dem Ergebnis ihrer Arbeit sind Marko Röse (stehend) und seine
Helfer Reinhard Schöttke – Protokoll -, dahinter Dirk Rowolt (l.)
und Detlef Rethmeier zufrieden.
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
21
Jugend
Bundesjugend-Meeresfischertage 2014
von Silke Bauer
wurde ein zweites Brandungsangeln
durchgeführt. Dieses fiel angeltechnisch noch schlechter aus, als das
vom Vorabend.
Am Abend bauten wir unsere eigene Kuttermontage zusammen. Am
Samstag starteten wir dann relativ
früh um 6 Uhr zur Fahrt nach Sassnitz zum Kutterangeln. Nach einem
stürmischen Tag auf dem Kutter legten wir gegen 16:00 Uhr wieder im
Hafen an. Dieser Tag war sehr erfolgreich für unsere Jungs. Sie belegten
die Plätze 1 und 2.
Um 19 Uhr fand die Abschlussveranstaltung mit der Siegerehrung und
einem hervorragenden Buffet statt.
Der Präsident des LAV M-V e.V., Herr
Prof. Dr. K.-H- Brillowski, sowie der
Geschäftsführer des LAV M-V e.V.,
Herr Axel Pipping verbrachten diesen Abend gemeinsam mit uns.
Beim Brandungsangeln in dunkler Nacht
22
Foto: S. Bauer
Volle Konzentration beim Pilken auf dem Kutter
Foto: S. Bauer
Günter Granitza hilft beim Aufziehen der Wattwürmer
Foto: S. Bauer
Fischereiverbandes von 1880, um auf
dem Greifswalder Bodden auf Hechte zu angeln. Bevor es jedoch losging, wurden erst einmal Montagen
fürs Hechtangeln und auch Vorfächer
fürs Brandungsangeln gebastelt. Die
Tour war recht erfolgreich, da ein
paar schöne Hechte an Bord kamen.
Das Brandungsangeln startete um
18:00 Uhr am Strand hinter der Jugendherberge im ehemaligen KdFBad. Das Angeln war jedoch nicht
ganz so einfach, da es kaum Wind
gab. Nach dem Brandungsangeln,
welches gegen 23:00 Uhr endete,
wurden die wenigen maßigen Fische vermessen und für den kleinen Hunger gab es selbstverständlich auch noch etwas.
Der geplante Vortrag über Natur und
Umwelt am Freitag musste wegen
Krankheit abgesagt werden. Dafür
Foto: S. Bauer
Die diesjährigen BundesjugendMeeresfischereitage fanden vom 15.
– 19.10.2014 in Prora auf Rügen
statt. Der Landesanglerverband M-V
e.V. wurde von den Jugendlichen
Björn Ole Heinrich, Max Klöckling
und Tino Hentrich aus Sanitz vertreten. Die Jungs wurden von Jens Hilber betreut. Vom Jugendausschuss
des LAV M-V e.V. waren Silke Bauer, Günter Granitza und Mike Kaiser vor Ort.
Nach dem Abendessen und dem Beziehen der Zimmer ging es zur Eröffnung der Veranstaltung. Leider war
die Beteiligung von nur 6 Landesverbänden an den Bundesjugend-Meeresfischereitagen in diesem Jahr sehr
gering.
Da der Donnerstagvormittag zur freien Verfügung stand, nutzten wir diese
Zeit mit Vertretern des Rheinischen
Köderwechsel am Dreibein
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Beim gemütlichen Beisammensein am Abend
Foto: S. Bauer
Foto: S. Bauer
Jugend/Aus den Kreisen
Die strahlenden Sieger Björn Ole Heinrich, Tino Hentrich sowie
Max Klöckling
Neuer Regionaler Anglerverband gegründet
von Mario Voigt
auszuüben und somit das Interesse
für die Zusammenhänge in der Natur geweckt wird. Hierfür bieten sich
einige Seen und Wismar und Umgebung durch ihre gute Erreichbarkeit
geradezu an.
Darüber hinaus wird eine gute Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden angestrebt, um die
Interessen der Anglerschaft bei der Erarbeitung der Vogelschutzgebietsmanagementplanungen Wismar Bucht
und Schweriner Seen zu vertreten.
Des Weiteren werden zukünftig Ab-
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
stimmungen mit den Wasser- und
Bodenverbänden, die für die Gewässerunterhaltung der Fließgewässer zuständig sind, intensiviert. Mit
dem Landesamt für Landwirtschaft,
Lebensmittelsicherheit und Fischerei soll ebenfalls Kontakt aufgenommen werden, um beispielsweise den
Schutz der Fischbestände abzustimmen. Außerdem wird der Verband auf
die Durchsetzung der gesetzlichen
und verbandlichen Regelungen auf
und an den Gewässern mit Unterstützung der Fischereiaufsicht achten.
Foto: RAV Wismarsche Bucht e.V.
Am 09. November 2014 wurde von
17 kreisfreien Anglervereinen aus der
Region Wismar der Regionale Anglerverband Wismarsche Bucht e.V.
gegründet. Die Gründungveranstaltung fand in Dorf Mecklenburg statt.
Die Delegierten haben einstimmig
Frank Tetran zum Vorsitzenden des
Verbandes gewählt.
Der Regionale Anglerverband Wismarsche Bucht e.V. wird zukünftig
die Interessen von ca. eintausend
Anglern vertreten. Hierbei soll der
Erhalt und Schaffung von Möglichkeiten für die Ausübung des Angelns
im Vordergrund stehen. Hauptaufgabe wird die Hege und Pflege der Gewässer im Landkreis Nordwestmecklenburg in der Region Wismar sein,
um gesunde Fischbestände in natürlichen Gewässern zu erhalten bzw.
zu fördern. So soll der Natur- und Artenschutz durch Unterstützung des
Meerforellenbesatzprogramms gefördert werden. Dies wird in enger Abstimmung mit dem Landesanglerverband M-V e.V. erfolgen.
Eine weitere zentrale Rolle in der zukünftigen Verbandsarbeit wird die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
sein. Dem RAV ist es sehr wichtig,
dass auch Kinder und Jugendliche
die Möglichkeit erhalten, das Angeln
23
Jugend
Bilderbuchwetter beim Herbstfischen junger
Angler vor Börgerende
von Dietrich Grunzig
se der Spaziergänger am Sport der Jugend in der Natur. „Der Verband bietet
regelmäßig solche und ähnliche Ereignisse übers Jahr verteilt“, erzählte sie.
Der Zuspruch bei den Eltern, vor allem in den Ferien, sei beachtlich. Inzwischen war die November-Dunkelheit am Strand herein gefallen. Wie
Glühwürmchen am Ufer glimmten
nun zwischen den Buhnenreihen an
den Rutenspitzen die Knicklichter, die
durch Schütteln Anbisse signalisieren
sollen. Hin und wieder ein Erfolgsruf. In der Summe kamen dann zwei
Plattfische und elf Dorsche zusammen. Drei dieser Beutefische gingen
Franz Bellmann aus Dorf Mecklenburg an den Haken. Ihre Fänge feierten die jungen Petrijünger zusammen
mit ihren Begleitern im Schein von Laternen. Es gab zum Aufwärmen heißen Kaffee und Tee. Dazu Gulaschsuppe und Grillhappen.
Aufmerksam zuhörend lassen sich Petra und Friedhelm Winkel
das Angeln in der Ostsee von Jan-Erik erklären.
24
Pfiffig bauen die Freunde Michael Märtz (12) und Jan Erik Persicke (13)
im Schutz eines Angelbootes ihre Angelgeräte auf.
Foto: D. Grunzig
Foto: D. Grunzig
Zum Brandungsangeln vor Börgerende sucht zwischen den Buhnen jeder sein erfolgsversprechendes Plätzchen.
Foto: D. Grunzig
niemand über die Sachen stolpern. Klug postierten die Siebenklässler ihre
Langruten dann so, dass bei bald einbrechender Dunkelheit niemand dagegen laufen könnte. All das fanden
Petra und Friedhelm Winkel bei ihrem Strandbummel sehr spannend.
Das Ehepaar, aus Halle kürzlich in
eine Doberaner Wohnung umgesiedelt, ließ sich von den Jungen die Angel- Methode vom Land zum Meer erläutern, die an der Saale nicht bekannt
sei. „Und überhaupt - welche Fische
gibt es denn hier…?“. Die Jungen
plauderten gern und sehr smart mit
den „neuen Mecklenburgern“ über
die tollen gemeinschaftlichen AngelAbenteuer, die sie schon erlebt haben.
Und - wobei immer Fische gefangen
wurden. Veranstaltungs-Chefin Silke
Bauer auf obligatorischem Rundgang
zu den Plätzen ihrer Schützlinge freute sich über das unterhaltsame Interes-
Foto: D. Grunzig
Börgerende. Fröhliche Stimmung und
ein Bilderbuchwetter stimmte am
Sonnabend eine Schar von 30 jungen Petrijünger in Obhut erwachsener Begleiter zum Brandungsangeln
vor Börgerende ein. Eingeladen zu
diesem sechsstündigen abendlichen
Fischen von 16.00 bis 22.00 Uhr bei
leichter Dünung und milder Brise aus
Südwest hatte der Jugend-Ausschuss
des Landesanglerverbandes (LAV M-V
e.V.). Angereist waren die Teilnehmer
unter anderem aus Umgebungen von
Bad Doberan, Wismar, Güstrow oder
Ludwigslust. Spaziergänger sahen
dem Treiben wohlwollend zu. Futterale wurden geöffnet, Gerätetaschen
ausgebreitet und Köderkisten bereit
gestellt. Hinter einem auf Land gezogenen derben Angelboot bauten
Michael Märtz und Jan-Erik Persicke
aus Parchim schützend ihre Montagen auf. Pfiffig meinten sie, so könne
Mit viel Schwung schleudert Michael Märtz seine Köder in die
Brandung.
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Casting
Ein erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende zu
von Daniel Baumann
Sinkende Temperaturen, kürzer werdende Tage und von Blättern befreite
Bäume. Für die meisten Bürger bedeutet dies das Ende des Jahres. Für
die Castingsportler ist es jedoch der
Beginn einer neuen Vorbereitungsphase für die nächste Saison.
Bei aller Zielstrebigkeit und allem
Trainingseifer sollte man jedoch nie
die erzielten Erfolge aus dem Gedächtnis verlieren. Die Castingsportler aus M-V dürfen auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken.
Lassen wir es also kurz Revue passieren:
Im März wurde zum ersten Mal die
norddeutsche Winter-Zielwurfmeisterschaft ausgetragen. Das Turnier
überzeugte mit einem neuartigen
Modus, bei dem die Mannschaften die Platzierungen erst nach einer Vorrunde im anschließenden
K.O.-System ausstechen konnten.
Zum ersten Mal konnte hier der eigene Leistungsstand sowie der Leistungsstand der Konkurrenz überprüft
werden.
In Vorbereitung auf die drei Landescups in Linstow (27.04.), Ahlbeck
(10.05.) und Parchim (21.06.) wurde
Mitte April ein Trainingslager in Ludwigslust durchgeführt. Hier stand der
Erfahrungsaustausch von theoretischem Wissen und praktischen Fertigkeiten im Mittelpunkt.
Der Landescup in Parchim wurde
zudem als Landesmeisterschaft gewertet. Durch gute Ergebnisse bei
den Landescups konnten sich die
Starter für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Insgesamt
qualifizierten sich u.a. 14 Kinder &
Jugendliche aus M-V für die Deutsche Jugend-Castingmeisterschaft in
Halle/Saale.
Auch in diesem Jahr wurden Starter aus unserem Bundesland zu
den WM-Qualifikationsturnieren
nach Halle/Saale, Bad Kreuznach
und Köln geschickt. Dabei qualifizierte sich Mirko Rost (AV Ahlbeck) durch gute Leistungen für die
Jugend-WM in Kassel vom 24.-27.
Juli. Bei der WM zog Mirko seine
Trümpfe in den Weitdisziplinen und
kämpfte sich zwei Mal ins Finale.
Leider konnte er sich in den Finalkämpfen gegen die starke Konkurrenz aus Polen und Tschechien nicht
durchsetzen. Allerdings haben seine guten Gesamtleistungen im Fünfkampf dazu beigetragen, dass die
deutsche Jugendnationalmannschaft
einen hervorragenden 3.Platz hinter
der Tschechischen Republik und Polen erreichte.
Vom 7. – 10. August wurde dann die
47. Deutsche Jugend-Castingmeisterschaft in Halle/Saale ausgetragen. Um die jungen Starter optimal
auf das Turnier vorzubereiten, wurde zuvor ein kleines Trainingslager
in Ahlbeck durchgeführt. Zwischen
den Trainingseinheiten konnten sich
die Jugendlichen zur Abwechslung
auch in anderen Sportarten (Fußball, Tischtennis, Schwimmen) beweisen. Auch ein Nachtwerfen mit
Knicklichtern fand statt, von dem
die Jugendlichen sehr begeistert
waren. Es gelang, einen gewissen
„Teamgeist“ bei den Jugendlichen
zu wecken, der neben dem Konkurrenzkampf im Wettkampf bestehen
blieb.
Durch die sehr gute Vorbereitung
bestritten die Starter aus den Vereinen SAV Ludwigslust, AV Krakow
am See, AV Rothenklempenow und
AV Ahlbeck eine hervorragende
Deutsche Meisterschaft. MichelleBabette Hoppstädter, Kathleen Ehrke, Johannes Schepler, Paul Dühring
sowie Mirko Rost und Florian Sabban dürfen den Jahreswechsel als
Deutsche/r Meister/in feiern. Insgesamt wurden 23 Medaillen errungen
(8x Gold, 12x Silber, 3x Bronze) und
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
drei deutsche Jugendrekorde aufgestellt. Zudem wurde die Bronzemedaille 11x nur knapp verpasst. Mit
dieser hervorragenden Bilanz belegte der LAV-MV im Medaillenspiegel den zweiten Platz. Trotz aller Zielstrebigkeit wurde dabei der
Spaß nie aus den Augen verloren.
Die Jugendlichen konnten sich beispielsweise im nahegelegenen Badeparadies vom anstrengenden
Wettkampftag erholen. Durch die
gemeinsamen Erlebnisse wurde die
diesjährige Deutsche Jugend-Casting-Meisterschaft für alle zu einem
absoluten Highlight.
Aber nicht nur bei der Jugend wurden Erfolge erzielt. Bei der 59. Internationalen Deutschen Castingmeisterschaft konnte Bernd Zimmermann
eine Silbermedaille in Gewicht Präzision sowie eine Bronzemedaille in
Fliege Ziel erringen. Auch Lutz Nowak erreichte bei der 44. Deutschen
Senioren-Castingmeisterschaft in
Duisburg in Fliege Ziel einen wunderbaren 3. Platz.
Neben den Meisterschaften wurden
natürlich noch weitere Turniere im
ganzen Land besucht, wie beispielsweise die Vereins-Meisterschaft in
Kellinghusen oder das Turnier „Berliner Bär“. Zusätzlich fanden Schulungen für die Kampfrichter und Trainer statt, um unserem Nachwuchs
weiterhin eine qualitativ hochwertige Ausbildung bieten zu können.
Somit können die Castingsportler
aus M-V auf ein erfolgreiches Jahr
2014 zurückblicken. Jedoch gebührt auch nochmals ein Dank an
alle Helfer, Sponsoren, Betreuer,
Kampfrichter und Trainer, die ebenso zu diesen Erfolgen beigetragen
haben. Abschließend wünschen wir
allen Mitgliedern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch
ins Jahr 2015.
25
Aus den Kreisen
Tolles Fest zum 50. Jahrestag!!
von Thomas Banisch, Vorsitzender AV „Eldeufer“ Karstädt e.V.
Foto: AV„Eldeufer“ Karstädt
ten Ihr Spielglück versuchen. So gab
es eine Tombola, durch die so mancher Gast die Feierlichkeiten mit einer
schönen Überraschung in der Tasche
verlassen konnte. Aber natürlich erst,
nachdem sich alle am abschließenden Lagerfeuer versammelt und den
Tag mit Knüppelbrot als Gute-NachtHäppchen Revue passieren ließen.
Wir möchten uns an dieser Stelle
nochmals für die Geschenke und die
fleißigen Helfer bedanken.
Wir sind sicher, dass das nächste Jubiläumsfest wieder so ein großer Erfolg wird.
Die Verleihung von Urkunden Ehrennadeln durch Herrn Axel Pipping und
Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski
Viel Aktion am Anglerteich
26
Foto: AV„Eldeufer“ Karstädt
konnten, ging es weiter mit der Ehrung
verschiedener Mitglieder. Diese wurde von Thomas Banisch, Vorsitzender
des AV „Eldeufer“ Karstädt e.V. sowie
von Prof. Dr. K. H. Brillowski und Axel
Pipping durchgeführt.
Nachmittags gab es dann leckeren Kuchen und Kaffee, der von der Volkssolidarität angeboten wurde. Der Kuchen war so lecker das es nicht einmal
eine Stunde dauerte, bis alles aufgegessen war. Wer es lieber deftiger
wollte, konnte sich auch über Krakauer und Steaks, die sowohl von der
Grabower Feuerwehr als auch vom
vereinseigenen „Grillmeister“ gegrillt
wurden, freuen.
Den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Karstädt gebührt noch einmal
extra Dank, da sie uns beim Auf- und
Abbau von Zelten und Sitzgelegenheiten tatkräftig unterstützt haben.
Ebenso wie die Grabower Blasmusik
unter der Leitung von Kurt Düker Lob
verdient. Sie spielten Ihre Stücke und
brachten musikalischen Schwung an
den Teich. Während die älteren Gäste
so die Musik und Gesellschaft genießen konnten, probten sich die Kleinsten selbst am Angeln und hatten ihren Spaß daran, kleine Metallfische
aus einem Planschbecken zu fischen.
Ob nun mit Angel oder ohne.
Doch auch die Erwachsenen konn-
Foto: AV„Eldeufer“ Karstädt
Am 23. August 2014 hat der Karstädter Angelverein „Eldeufer“ e.V. sein
goldenes Jubiläum gefeiert und es war
ein voller Erfolg. Nicht nur die Mitglieder des Vereins hatten viel Spaß
an diesem Tag, sondern auch ihre Familien und viele Gäste aus Karstädt
und der Umgebung.
Es gab zwar keinen durchgehenden
strahlenden Sonnenschein, aber die
Gäste hatten zumindest das Glück,
dass es trocken und warm genug war,
um draußen am Angelteich zu sitzen.
Was hätte man sich schon mehr wünschen können?
Unter den geladenen Gästen zur
50-Jahrfeier durften wir vom LAV M-V
e.V. den Präsidenten, Herrn Prof. Dr.
Karl-Heinz Brillowski, den Geschäftsführer, Herrn Axel Pipping, den Vizepräsidenten für Gewässerwirtschaft
Werner Promer, die Referentin für Jugendarbeit Silke Bauer, den Gewässerwart des RAV Süd-West Mecklenburg Günter Kunz, den Vorsitzenden
des GAV Hartmut Senff und den Vorsitzenden des AV, Grabow Hannes
Grubba auf das Herzlichste begrüßen und waren sehr erfreut und überrascht.
Nach einem gemütlichen Vormittag,
an dem sich die Mitglieder des Angelvereins sowie die geladenen Gäste an
einem offenen Hegefischen beteiligen
Vorführung der Einrichtung eines Aquariums
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Humor
Riemels und Leuschen
gesucht, gefunden und ausgewählt von Werner Promer
Auf Ärger folgt Freude
(GERHARD SIEG, Der Spinner 1956)
An einem Sonntag im Oktober vorigen Jahres hielt ich es
einfach nicht mehr aus. Ich musste meine „Hungerpeitsche“ nehmen und angeln gehen. Meine Frau war darüber nicht sehr erfreut. Gelegentlich soll auch anderen
Angelfreunden dieser Kummer nicht erspart bleiben. Jedenfalls hatte ich wegen dieser Meinungsverschiedenheit
eine „Stinkwut im Balg“.Je weiter ich mich von meiner
Wohnung entfernte und je näher ich „meinem“ Gewässer
kam, desto mehr verrauchte mein Ärger. Die Belohnung
für meine „Sturheit“ (wie sich meine Frau ausgedrückt hatte) folgte auf dem Fuße. Kaum war ich am Wasser angelangt und hatte meine Hecht Angel ausgelegt, mit der ich
Esox ein Schnippchen schlagen wollte, da teilte sich der
bisher dichte Nebel auf dem anderen Ufer, und ein kapitaler Rehbock schaute mich genauso neugierig an, wie
ich ihn bewunderte. Ich rührte mich nicht vom Fleck, und
auch er stand still da, wie aus Marmor gehauen. Nachdem wir uns etwa drei Minuten lang in einer Entfernung
von zehn Metern gemustert hatten, ging er genauso ruhig
in den Wald zurück, wie er ans Wasser gekommen war.
Ein Mensch, der für die Natur nichts übrig hat, kann kaum
ermessen, wie schön solche Augenblicke sind. Wohl alle
„sturen“ Angler kennen die Natur in ihrer ganzen Pracht
und freuen sich daran, auch wenn ihnen kein Fang gelingt.
Deshalb werden wir immer unsere schöne Leidenschaft
lieben, die uns so viel Abwechslung und Erholung bietet.
Doch ich wollte ja von meinem Angelerlebnis sprechen.
Ich hatte mir am Morgen vorgenommen, unbedingt einen
Hecht zu erwischen, zumal ich gute Köderfische besaß.
Aber die Stunden vergingen, und nichts geschah. Ich war
sprachlos, dass ich in „meinem“ Angelgewässer keinen
Biss zu verzeichnen hatte. Als ich mein Geschirr schon
eingepackt hatte, um nach Hause zu gehen, kam mir ein
Gedanke, den ich auch sogleich in die Tat umsetzte. Ein
Angelfreund hatte mir am Tage zuvor erzählt, dass er einen Hecht in Sicht habe, der ihm schon des Öfteren zu
verstehen gegeben hatte, dass das Zitat aus dem „Götz von
Berlichingen“ noch immer modern sei. Kurzentschlossen
begab ich mich an die von meinem Freund bezeichnete Stelle des Gewässers, legte meine Angel aus, die mit
einer halbpfündigen Plötze bespickt war, und harrte der
Dinge, die da kommen würden. Zwanzig Minuten hatte
ich noch Zeit, ehe die Pflicht, pünktlich zum Essen daheim zu sein, meinen Aufbruch erforderte. Schließlich
langt ein häuslicher Ärger am Sonntag. Ich steckte mir
gerade meine letzte Zigarette an, um mich über meinen
leeren Fischbeutel hinwegzutrösten, als das Angelerlebnis
begann. Im Nu war die Pose weg. Ich warf den „Sargnagel“ fort und hieb an. Aber — o Schreck! — ich hatte die
Kraft der Kreatur unterschätzt. Freund Esox machte Gewaltfluchten, die einen wirklich fachmännischen Drill erforderten. Zwar ist ein harter Drill der Wunschtraum eines
jeden Anglers, doch wehe dem Angelfreund, der schwa-
che Nerven hat oder ein Stümper ist! Mein Hecht zeigte sich als ein ebenbürtiger Gegner. Ich musste alle meine Künste aufbieten, um ihn nach zwanzig Minuten Drill
mit einem raschen, festen Griff in die Kiemen landen zu
können. Der Bursche wog zehneinhalb Pfund. Im Übrigen stellte dieser Hecht, mein bisher interessantester —
das möchte ich abschließend bemerken —, den häuslichen Frieden wieder her. Ja, ich hoffe, dass er ihn für alle
Zukunft gesichert hat.
Auch ein Angler
(Autor unbekannt)
Der Mann lag flach auf dem Bauch und hatte Mühe, dem
Fisch die Fliege zu servieren. Der zweite Wurf war bereits
verpatzt und ein weiterer könnte die scheue Forelle vergrämen. Der Mann wartete daher ein wenig, immer den
Blick auf die Stelle, wo der Fisch nach Insekten aufstieg.
Bevor er zum dritten Wurf ansetzte, der alles entscheiden
sollte, prüfte er zwischen den Händen die Güte seines Vorfaches und fettete die winzige Fliege. Dann brachte er aus
der sicheren Deckung seiner unbequemen Position seine
Flugrute durch das Buschwerk des fast zugewachsenen
Baches. Ein präziser, waagerecht ausgeführter Rollwurf
drehte die Wurfleine in kleinen Rädern über die Wasseroberfläche ins Ziel, ohne dass sich die Fliege an den weit
herabhängenden Zweigen verfing. Gierig nahm die Forelle das Kunstinsekt, so dass der Mann die Fliegengerte
nur leicht anzustrecken brauchte, um den Fisch zu haken.
Als die Bachforelle zum erstenmal mit einem weiten
Sprung aus dem Wasser schnellte, war sich der Könner
sicher, dass dem Fisch mit seinem feinen Angelgeschirr
nicht beizukommen war. Trotzdem plagte sich der Mann
und hatte lange Zeit prächtigen Drill. „Schinde dich,
Fisch! Kämpfe gegen die Strömung und den Zug meiner
Leine. Springe, und ermüde!“ Die Buntgetupfte tauchte jedoch wild in die Tiefe und machte das feine Vorfach
an einem Stubben fest. Der Mann schwitzte, hielt sich
aber, immer noch flach auf dem Bauch liegend, wacker.
„Ich verspreche dir Fisch, dass ich allerorts deine Stärke und die Gnade Petri’s preise. Doch lass mich dich besiegen. Und nach dem Kampf, Fisch, gebe ich Dir deine
Freiheit zurück“. Die Forelle ruckte noch zwei, dreimal
fest an der Leine, so dass der Mann die kräftigen Schläge bis in sein Handgelenk spürte. Danach gab sie auf.
Sicher führte der Könner den Fisch über seinen Kescher
und hob ihn aus dem Wasser. Dann legte er die stolze Forelle neben sich ins Gras und tötete sie mit dem schweren Knauf seines Messers.
Am runden Tisch erzählte der Mann niemandem etwas
von seinem Versprechen an die Buntgetupfte. Er rühmte
auch nicht die Gnade Petrus, des Patrons der Angler. Sich
selbst dagegen pries er als Meisterangler in solch schönen Farben, wie sie die Forelle hatte, von denen er aber
in Wirklichkeit nur wenig wahrgenommen hatte, da er sie
in seinem Fischbeutel tat, ehe er sie richtig betrachtete.
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
27
Angeln
Gewässerverzeichnisbroschüre 2015
Die neue Gewässerverzeichnisbroschüre des Landesanglerverbandes
M-V e.V. für das Jahr 2015 ist erschienen und kann in der Geschäftsstelle des Landesanglerverbandes
M-V e.V. für 2,00 Euro erworben
werden. Wir möchten an dieser Stelle auch auf das digitale Gewässerverzeichnis auf unserer Internetseite www.lav-mv.de hinweisen. Hier
sind die Gewässer zweifelsfrei in einem Kartenausschnitt lokalisierbar.
Darüber hinaus sind für viele Gewässer Tiefenkarten und Hinweiskarten visuell dargestellt. Dieses Verzeichnis wird ständig aktualisiert.
Änderungen in der Vereinbarung zur Beangelung
der Pachtgewässer der Fischerei Müritz-Plau-GmbH
von Axel Pipping
Ab dem 1. 1. 2015 darf der Krakower Untersee, der Alte Dorfsee (bei
Krakow) und der Dobbertiner See mit
der Jahresangelberechtigung unseres
Verbandes beangelt werden. Hier
haben die Angelregelungen der Fischerei Müritz-Plau GmbH Gültigkeit. Die Rabattkarte des Fischereibetriebes für die Mitglieder des LAV
M-V e. V. die für alle Pachtgewässer
des Fischereibetriebes Gültigkeit besitzt, kostet im Jahr 2015 EURO 111,
die Schleppangelkarte EURO 129.
Neue Vereinbarung zur Beangelung der
BiMES Binnenfischerei GmbH-Pachtgewässer
von Axel Pipping
Kurz vor Druckfreigabe unserer Verbandszeitschrift ist es gelungen, mit
der BiMES GmbH eine neue Vereinbarung zur Beangelung der Pachtgewässer des Fischereibetriebes mit der
Jahresangelberechtigung des Verbandes und für die Rabattierung von Angelberechtigungen für Mitglieder des
LAV M-V e.V. abzuschließen. Die zu-
28
künftige Beangelung der Gewässer
im Bereich Dömitz, wie Elbe und
Löcknitz, mit der Jahresangelberechtigung des LAV MV e. V. entscheidet
sich erst im Januar 2015. Sobald hier
verbindliche Erkenntnisse vorliegen,
werden die betroffenen Regionalen
Anglerverbände und Mitgliedsvereine benachrichtigt.
Ich bitte, den sich auf der Rückseite
unserer Verbandszeitung befindenden Coupon mit den neu zu beangelnden Gewässern auszuschneiden
und als Anlage in die Angelberechtigungen 2015 zu legen. Hiermit wird
dann Rechtssicherheit zur Beangelung dieser Gewässer hergestellt.
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Angeln
Folgende Gewässer dürfen mit unserer Jahresangelberechtigung ab dem1. Januar 2015 beangelt werden:
Gewässername
Dümmer See (bei Dümmer)
Nedder See (bei Gadebusch)
Cramoner See (Stepenitz See)
Fauler See (Schwerin)
Glambeck See (bei Weberin)
Medeweger See (in Schwerin)
Vorbecker See (bei Vorbeck)
Woseriner See (in Woserin)
Langsee (bei Neu Samit)
Bossower See (in Bossow –
Bereich Krakow)
Torfstich am Woezer See
Warnow
(von der Großen Mickow bis zum
Einlauf Mildenitz)
Für folgende Gewässer gewährt die BiMES Binnenfischerei GmbH für Mitglieder, die im Besitz der Jahresangelberechtigung des Verbandes sind, Rabatte:
Gewässername Jahreskarte
100 %
Größe
187 ha
25 ha
58 ha
54 ha
55 ha
106 ha
10 ha
234 ha
89 ha
Woezer See
100 EUR
70 EUR
88 EUR
59 EUR
Cambser See
120 EUR
90 EUR
Maas-See
150 EUR
100 EUR
Prag-See
(Schwarzer See)
79 EUR
45 EUR
Settiner See
(Liessower See)
79 EUR
45 EUR
Lütt-See
(bei Cambs)
50 EUR
25 EUR
Ostorfer See
103 EUR
70 EUR
Wickendorfer
Moor
50 EUR
30 EUR
Militz-See
65 EUR
35 EUR
Klein Trebbower
See
65 EUR
35 EUR
Pinnower See
und Binnensee
61 ha
1 ha
17,5 km
ermäßigte Jahreskarte
für Miglieder
Termine 2015
Anlass
Verbandsausschusssitzung
Tag der Gewässerpflege
Gewässerwarte-Schulung
Landesdelegiertenkonferenz
Dorschkönig
JHV DAFV
Verbandsausschusssitzung
25 Jahre LAV
Info-Veranstaltung Kreisfreie Vereine
Info-Veranstaltung Schulungsberechtigte
Schulungsveranstaltung f. Gruppenleiter
d. ehrenamtlichen Fischereiaufsicht
Verbands-Jugendveranstaltungen
Hornfisch-Angeln auf Rügen
Störangeln
Tag der Offenen Tür/Der Jugendausschuss stellt sich vor
Angelwochenende
Volksangeltag, Pokal der Stadt
Natur- und Umweltcamp
Angelwochenende
Brandungsangeln
Ort
Plau am See
landesweit
Güstrow
Linstow
Sassnitz
Fulda
Güstrow
Schwerin
Güstrow
Güstrow
Datum
21. – 22. 03. 2015
11. 04. 2015
25. 04. 2015
30. 05. 2015
10. 10. 2015
10. 10. 2015
17. 10. 2015
20. 10. 2015
31. 10. 2015
21. 11. 2015
Güstrow
28. 11. 2015
Schaprode
Röbel
13. – 17. 05. 2015
29. – 31. 05. 2015
13. 06. 2015
12. – 14. 06. 2015
14. 06. 2015
01. – 08. 08. 2015
21. – 23. 08. 2015
07. 11. 2015
Parchim
Parchim (Wocker See)
Neukloster
Hohen Sprenz
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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Fischgericht
Aal³ – Spickaal auf Specksalat
Aalsuppe und Aalsteak auf Schnippelbohnen
von Lars Degner, F & B-Manager, Falk-Seehotel Plau am See
Rezeptur für 4 Personen
Spickaal auf Specksalat
Aalsuppe
300 g Kasselerknochen,
500 ml Rinderbrühe,
100 ml Weißwein,
100 g Wurzelgemüse,
Lorbeer, Piment
200 g in feine Würfel geschnittenes
Gemüse (Karotte, Staudensellerie,
30
Foto:Falk Seehotel
Den Aal häuten / Filet von der Mittelgräte lösen / die Filets in je 4 Teile schneiden /
in Mehl wälzen, durch Ei ziehen und
in Panko wenden / Butter in Pfanne
erhitzen und Aalfilets goldgelb anbraten / beim braten die Zitronenscheiben mit in die Pfanne geben /
Kartoffel zu Pellkartoffeln verarbeiten und in Scheiben schneiden / Essig und Fleischbrühe aufkochen, den
Senf dazu / Bacon in feine Streifen
schneiden, Gurke schälen, entkernen und würfeln, Zwiebel in Würfel schneiden / Bacon in einer Pfanne anbraten,
Zwiebeln und Gurke dazu / alle Zutaten noch warm mischen und abschmecken /
mit Schnittlauch vollenden
Foto:Falk Seehotel
400 g Aal geräuchert,
3 EL Mehl,
1 Ei,
4 EL Panko Mehl (Japanisches Paniermehl),
Butter zum Braten,
4 Scheiben Zitrone
400 g Kartoffeln,
6 EL Weißweinessig,
250 ml Fleischbrühe,
1 Stk Zwiebel,
100 g Gurke,
50 g Bacon,
2 EL Rapsöl, 1 EL Senf,
Schnittlauch,
Salz und Pfeffer
Das fertige Gericht
Zwiebel, Erbsen, Kartoffeln),
50 g Backpflaumen und getrockneter Apfel,
100 g geräuchertes Aalfilet,
Blattpetersilie
Kasselerknochen in der Fleischbrühe
und Weißwein, Wurzelgemüse und
Gewürze kochen und ziehen lassen
/ Fleischreste vom Knochen putzen /
den geräucherten Aal in feine Streifen schneiden / die Brühe mit den Gemüsewürfeln durchkochen, Fleisch
und Räucheraal dazugeben mit gehackter Petersilie vollenden
Aalsteak auf Schnippelbohnen
300 g Aal,
Rapsöl und Butter zum Braten,
Salz, Pfeffer,
½ Zitrone,
100 g Bohnen (Grüne, Gelbe, Breite
wie man mag),
1 kleine Zwiebel,
4 Cocktailtomaten,
Butter zum anbraten,
Bohnenkraut gefriergetrocknet,
Salz und Pfeffer
Den Aal in 4 gleichgroße Stücke
schneiden, würzen und mit Zitrone
marinieren /
in Rapsöl anbraten und zum Schluss
mit Butter vollenden / Bohnen putzen und schneiden, Zwiebeln in feine Würfel schneiden / Bohnen und
Zwiebel in Butter anbraten, würzen
/ im eigenen Fond dünsten / Tomaten
vierteln und unter die Bohnen heben
Zum Anrichten Suppe in kleine Gläser füllen, Spickaal auf dem Specksalat stapeln und Zitronenscheibe anlegen. Aalsteak auf die Bohnen legen
mit Dill garnieren.
Guten Appetit
angeln in Mecklenburg-Vorpommern – 4 / 2014
Gewässerwirtschaft
Foto: Hr. Herbort
Warnow – Teil 3 (LAV- Nr. 5000)
Vom NSG Warnow-Mildenitz Durchbruchstal bei Klein Raden bis Einmündung das Nebelkanals bei
Bützow (Gewässernummer: 5000;
5000.1)
Vorhandene Fischarten:
Plötze , Blei/Brassen, Hecht , Barsch,
Wels , Döbel, Aland, Quappe , Aal,
Meerforelle , Zander , Ukelei , Karpfen
http://www.lav-mv.de/gewaesservz/
waters/search/titel:warnow/nummer:
Uferbeschaffenheit:
Typischer natürlich erhaltener Flußlauf.
Zufahrtsmöglichkeiten:
Wir empfehlen, über das digitale Gewässerverzeichnis des LAV M-V e.V.
und Google Maps Zuwegungen zu
finden. www.lav-mv.de.
Größe/Länge:
ca. 25km
Besonderheiten:
Keine
Einschränkungen:
NSG beachten! In einem Warnowabschnitt besteht zum Schutz der
kleinen Flussmuschel ein ganzjäh-
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
riges Watangelverbot! Siehe hierzu die Kartendarstellung im digitalen Gewässerverzeichnis auf unserer
Homepage www.lav-mv.de.
Geschäftsstelle des Landesanglerverbandes M-V e.V.
Siedlung 18a
19065 Görslow
Tel: 03860 56030
Geschäftszeiten:
Montag, Mittwoch, Donnerstag
08.00 – 16.30 Uhr;
Freitag 8.00 – 14.00 Uhr
31
Gewässer
T-Shirt dunkel mit
farbigem LAV-Logo
14,00 E
T-Shirt hell mit
farbigem LAV-Logo
14,00 E
Strickmütze mit
farbigem LAV-Logo
16,00 E
2,00 E
3,00 E
Gewässergrößen
Dümmer See
Bimes
187,00 ha
Nedder See bei Gadebusch
Bimes
25,00 ha
Cramoner See (Stepenitzsee)
Bimes
58,00 ha
Fauler See in Schwerin
Bimes
54,00 ha
Glambeck See bei Weberin
Bimes
31,50 ha
Medeweger See bei Schwerin
Bimes
106,00 ha
Vorbecker See bei Vorbeck
Bimes
10,00 ha
Warnow
vom Ende des Naturschutzgebietes
„Warnowsee“
(500 m oberhalb Straßenbrücke L9 bei Nutteln) bis zur
Einmündung der Mildenitz bei
Sternberger Burg
Bimes
17,50 km
Woseriner See
Bimes
234,00 ha
Langsee bei Neu Samit
Bimes
89,00 ha
Bossower See bei Krakow
Bimes
61,00 ha
Torfstich am Woezer See
(Hafen am Auslauf)
Bimes
1,00 ha
Krakower Untersee
Müritz-Plau GmbH
722,00 ha
Alter Dorfsee
(Altdorfer See) bei Krakow
Müritz-Plau GmbH
40,00 ha
Dobbertiner See
Müritz-Plau GmbH
292,00 ha
fischereiliche
Festlegungen
Für alle aufgeführten
Gewässer gelten die
Angelregelungen der
BIMES Fischerei GmbH
zu lesen unter www.
bimes.de
Für alle aufgeführten
Gewässer gelten die
Angelregeln der Fischerei Müritz-Plau 2015
zu lesen unter www.
mueritzfischer.de
Das Präsidium und die Geschäftsstelle des LAV
M-V e.V. wünschen Ihnen und Ihrer Familie schöne
Weihnachtstage und ein gesundes Neues Jahr 2015
2013
Ausweishülle
Fischbandmaß
Fischereiunternehmen
LAV-Gewässerverzeichnis
2,00 E
Unsere Geschäftsstelle in Görslow bleibt vom
19.12.2014
24.12.2012bis
biszum
zum02.01.
04.01. 2015
2013 geschlossen
geschlossen
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Seele and Geist
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