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Internationaler Kongress Basale Stimulation® Abstracts Beziehung

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Internationaler Kongress
Basale Stimulation
®
Abstracts
Beziehung aufnehmen und
Begegnung gestalten
Humboldt Universität zu Berlin
20. und 21. März 2015
Veranstalter:
Internationaler Förderverein Basale
Stimulation e.V.
Humboldt Universität zu Berlin
Institut Rehabilitationswissenschaften
Fachbereich Geistigbehindertenpädagogik
Anmeldung über:
www.basale-stimulation.de
Inhalt
Susanne Laue & Peter Estner
Schulung kollegialer Dialog .......................................................
3
Britta Lippmann
Didaktik und Methodik in der Basalen Stimulation ...................
4
Prof. Dr. Andreas Fröhlich, Dr. Vera Munde
& Prof. Dr. Mathias Zündel
Einführung in die Grundideen von Beziehung
und Begegnung ..........................................................................
6
Dr. Christoph Gerhard
Brauchen wir eine palliative Versorgung von
Menschen im Wachkoma? ..........................................................
7
Prof. Dr. Jens Boenisch
Neue Wege in der Kommunikation von Menschen
mit schwerster Behinderung ......................................................
8
Dr. phil. Svenja Sachweh
Wer Körpersprache bewusst einsetzt, kann herausforderndes
Verhalten demenzkranker Menschen verhindern ....................... 9
Prof. Christel Bienstein
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten – Wohlbefinden durch angemessene Körperpflege .............................. 10
Dipl. Päd. Birgit Hennig
Über das gemeinsame Aushandeln von Bedeutungen zur
Intentionalität – in der Kommunikation-wichtige
Schritte in der Entwicklung bei schwerster Behinderung
und bei Prozessen der Demenz .................................................. 11
...
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
www.basale-stimulation.de
Inhalt
Judith Riegert & Oliver Musenberg
Zwischen Selbst-Entwicklung und
Welt-Erschließung – Schülerinnen und Schüler
mit schwerer Behinderung im Unterricht .................................. 12
R. Alder-Waser, D. Brunner, E. Röthlisberger & B. Werner
Orientierungsräume nach A. Fröhlich (...) .................................. 13
Hansjörg Meyer
„Eine Sprache, die jeder versteht“
Musikbasierte Kommunikation .................................................. 15
Lutz Mauk
Kommunikation durch Bewegung
(wahrnehmen und erleben) ........................................................ 16
Mirjam Pfitzmayer
Kommunikation im Bild .............................................................. 17
Barbara Fornefeld
„Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten“ ................... 18
Susanne Keßler
Kommunikation durch Bewegung
in pflegerischen Situationen ...................................................... 19
Clemens Sedmak
Menschbleiben: Berühren, Halten, Achten ................................. 20
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
www.basale-stimulation.de
3
Schulung Kollegialer Dialog
Susanne Laue & Peter Estner
Der Internationale Förderverein Basale Stimulation e.V. möchte die Aus einandersetzung mit dem Kompetenzprofil und die Arbeit mit dem
Kollegialen Dialog möglichst allen Kolleginnen und Kollegen zugänglich
machen. Der Workshop dient der Qualitätssicherung für die Pflege
und Betreuung, gemäß dem Konzept der Basalen Stimulation, dieser richtet sich an alle Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleiter.
Ziel des Workshops ist es, mit der neuerworbenen Fähigkeit, den Kolle
gialen Dialog als Instrument zur Reflexion des Kompetenzprofils im
Teamteachingverfahren anwenden zu können.
Die zu erfüllenden Kriterien für diesen Workshop sind:
- Sie sind ordentliches Mitglied des Internationalen Fördervereins Basale
Stimulation e.V.
- Der Internationale Förderverein Basale Stimulation e.V. empfiehlt Ihnen
an der folgenden Schulung am Freitag, 20. März 2015 im Rahmen
des Internationalen Kongress Basale Stimulation in Berlin teilzunehmen.
Wir freuen uns auf Sie!
Susanne Laue ist Fachkrankenschwester für Neurochirurgie und Praxisbegleiterin für Basale Stimulation
in der Pflege.
Peter Estner ist Fachkrankenpfleger
Int. / Anästh. und Praxisbegleiter
für Basale Stimulation in der Pflege.
peterestner@web.de
sulaue@web.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
www.basale-stimulation.de
4
Didaktik und Methodik in der
Basalen Stimulation
Britta Lippmann
Das sogenannte „Eisbergprinzip“ ist vielen bekannt und beinhaltet, dass bei einem Seminar ca. 70% des erfolgreichen Gelingens von Faktoren abhängig sind, die sich nicht unmittelbar auf inhaltliche Aspekte
beziehen. In diesem Workshop soll eine Einführung in das Thema „Methodik und Didaktik im Kontext des NPLs“ mit folgenden Schwer
punkten erfolgen:
- Die Dozentin / der Dozent
Jeder Mensch (auch ein Dozent!) hat Stärken und Schwächen, diese zu kennen und mit ihnen zu arbeiten, hilft, ein Seminar authentischer werden zu lassen und trägt maßgeblich zu dessen Erfolg bei.
- Sprache als Medium
Unterschiedliche Menschen benutzen unterschiedliche Sprachmuster. Es ist wichtig diese zu kennen und in der Konsequenz ALLE im
Seminar anzusprechen.
- Vorbereitung eines Seminars (Seminardesign)
Die Struktur eines Seminars bereits in der Planungsphase detailliert
zu erstellen, verschafft Sicherheit.
- Beginn eines Seminars (Refraiming)
Es sind meistens die ersten zehn Minuten eines Seminars, die über
ein Gelingen oder Misslingen entscheiden. Wenn man auf diese
Tatsache bereits in der Planung sein Augenmerk richtet, hat man
eine große Chance auf ein erfolgreiches Seminar.
...
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
www.basale-stimulation.de
5
Britta Lippman: Didaktik und Methodik in der Basalen Stimulation
- Vorbereitung einer Selbsterfahrung
Das Konzept der basalen Stimulation arbeitet viel mit Selbsterfahrung. Sie muss daher durch den Dozenten gut vorbereitet sein, denn nicht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Seminars können sich spon-
tan darauf einlassen. Auch dafür gibt es Hilfsmittel, die wir gemeinsam kennen lernen wollen.
- Abschluss eines Seminar
Beim Abschluss eines Seminars sollte man auf dessen Nachhaltigkeit achten. Es gibt unterschiedliche Arten der Implementierungs möglichkeiten. Wir werden uns damit beschäftigen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops sollten dem
Konzept des NLPs aufgeschlossen sein.
Britta Lippmann arbeitet in der
Personalentwicklung der Kreiskliniken
Darmstadt-­Dieburg. Ihre Haupttätigkeit ist die Organisation
und Durchführung von Fort-­ und
Weiterbildungen sowie die Begleitung
von Teamentwicklungsprozessen.
Joebri@gmx.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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Einführung in die Grundideen von
Beziehung und Begegnung
Prof. Dr. Andreas Fröhlich, Dr. Vera Munde
& Prof. Dr. Mathias Zündel
Mit einer kurzen Einführung in die Grundideen von Beziehung und Begegnung wird A. F. die Fachtagung eröffnen. Zusammen mit M. Z. und V. M.
soll dann an einem konkreten Beispiel gezeigt werden, welchen Schwierigkeiten ein Mensch mit erheblichen Einschränkungen ausgesetzt ist,
selbst Beziehung und Begegnung zu gestalten. Die Abhängigkeit von der
Bereitschaft anderer, offen zu sein, zu lauschen, zu schauen und sensibel
zu reagieren ist sehr gross. Doch kann man als Pflegende oder pädagogisch Arbeitende Möglichkeiten entdecken und auch geringste
Fähigkeiten unterstützen.
In einem Dreiergespräch, über die verschiedenen Fachdisziplinen und Generationen, wollen wir diesen Möglichkeiten nachspüren und Hinweise
für die konkrete Arbeit geben.
Prof. Dr. Andreas Fröhlich
Bis 2006 Professor für allgemeine
Sonderpädagogik an der Universität
Koblenz Landau.
Polyhandycap@aol.com
Dr. Vera Munde ist Heilpädagogin
und arbeitet als und als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Humboldt
Universität zu Berlin, Institut
für Rehabilitationswissenschaften
Abteilung Geistigbehindertenpädagogik tätig.
mundever@hu-­b erlin.de
Prof. Dr. Mathias Zündel ist Professor für Pflegewissenschaften an
der Hochschule Bremen, Fakultät
3 Gesellschaftswissenschaften,
Gesundheits- und Pflegemanagement.
Matthias.Zuendel@hs-bremen.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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Brauchen wir eine palliative Versorgung
von Menschen im Wachkoma?
Dr. Christoph Gerhard
Menschen im Wachkoma haben in der Regel einen lebensbedrohlichen
Zustand überlebt. Sie sind besonders anfällig für lebensbedrohliche Komplikationen. Sie führen ein auf basale Stufen des Körperselbst
zurückgezogenes Leben, kommunizieren und leiden daher anders.
Bei der palliativen (Mit-­) Versorgung von Menschen im Wachkoma stellen
sich daher besondere Aufgaben. Neuro Palliative Care versucht sich
auf eine körpernahe Weise dem Leiden der Betroffenen anzunähern.
Ziel ist es, in einer suchenden Haltung möglichst viel Autonomie
bzw. Lebensqualität aufzuspüren und zu ermöglichen.
Dr. Christoph Gerhard ist Arzt für
Neurologie, Palliativmedizin und
spezielle Schmerztherapie, Oberarzt
der neurologischen Abteilung
und Leiter des Palliativkonsilisardienstes der kath. Kliniken
Oberhausen, Leiter des Kompetenzzentrums Palliativmedizin
der Universität Duisburg / Essen,
Master (Universität Bonn) und
Trainer (Harvard University)
Palliative Care
c.gerhard@kk-ob.de
Buchtipp:
Gerhard C: Neuro Palliative Care.
Hans Huber Verlag Bern
2011
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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8
Neue Wege in der Kommunikation von
Menschen mit schwerster Behinderung
Prof. Dr. Jens Boenisch
Die aktive Kommunikation von Menschen mit schwerster Behinderung
reduziert sich vielfach auf das Drücken einfacher elektronischer
Hilfen (z. B. Bigmack, Gotalk) oder das Zeigen von Symbolen auf einfachen, meist mit „wichtigen“ Objekten und Tätigkeiten belegten
Kommunikationstafeln. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch,
dass diese Wörter – gerade bei einem geringen Wortschatz – keine
bedeutende kommunikative Funktion haben. Nicht Inhaltswörter,
sondern vor allem Funktionswörter machen 80% unserer Alltagssprache
aus (Kernvokabular) und haben eine hohe kommunikative und
soziale Relevanz. Vor diesem Hintergrund wurden neue Kommunikationsmaterialien entwickelt, mit denen sich geistig-, körper- und
schwerst-behinderte Menschen verständigen (lernen) können.
Prof. Dr. Jens Boenisch ist Professor
für Körperbehindertenpädagogik;
Leiter des FBZ-UK an der Universität
zu Köln
jens.boenisch@uni-koeln.de
www.fbz-uk.uni-koeln.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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9
Wer Körpersprache bewusst einsetzt,
kann herausforderndes Verhalten
demenzkranker Menschen verhindern
Dr. phil. Svenja Sachweh
In diesem Workshop geht es nicht nur darum, welche nonverbalen Signale
und Verhaltensweisen Menschen mit Demenz richtig oder falsch wahrnehmen, bzw. welche sie verschrecken oder ärgern können; durch Mitmachübungen sollen auch die körpersprachlichen Muster und „Macken“
der Teilnehmenden bewusst gemacht werden. Darüber hinaus wird
vermittelt, wie man die nonverbale Kommunikation mit Betroffenen
idealerweise gestalten sollte.
Dr. Phil.Svenja Sachweh hat sich nach
ihrer Doktorarbeit über die Kommunikation in der Altenpflege als Dozentin
selbstständig gemacht und vermittelt
ihr größtenteils aufeigener Forschung
beruhendes Fachwissen in Kursen,
Büchern und Vorträgen. Zudem ist sie
als Webmoderatorin für das Familienministerium auf dem
wegweiserdemenz.de tätig.
Detaillierte Informationen zum Angebot und zur Person finden Sie auf:
www.talkcare.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
www.basale-stimulation.de
10
„Beziehung aufnehmen und Begegnung
gestalten“ – Wohlbefinden durch
angemessene Körperpflege
Prof. Christel Bienstein
Menschen mit schweren und schwersten Beeinträchtigungen erleben
die Körperpflege häufig als äußerst belastend. Im Referat wird auf
das Erkennen von Zeichen des Wohlgefühls, der Ablehnung und
Anspannung eingegangen. Möglichkeiten der Gestaltung körperpflegerischer Maßnahmen werden vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen
diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt widmet sich der Haarpflege
von Menschen mit Demenz.
Prof. Christel Bienstein ist Diplompädagogin und Krankenschwester,
Leiterin des Department Pflegewissenschaft Witten/Herdecke, hat das
Konzept auf die Pflege übertragen.
2011 erhielt sie vom Deutschen
Pflegerat die Verleihung des Pflegepreises 2011, eine Auszeichnung
wegen ihres großen Engagement für
das Konzept der Basalen Stimulation
und dessen Verankerung in
der Pflege.
Christel.Bienstein@uni-wh.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
www.basale-stimulation.de
11
Über das gemeinsame Aushandeln von
Bedeutungen und die Frage der
Intentionalität – wichtige Erkenntnisse
zu Schlüsselprinzipien in der nonverbalen Kommunikation bei schwerster
Behinderung und Progredienz
Dipl.-Päd. Birgit Hennig
Bevor ein Kind den wichtigen Meilenstein der Intentionalität in der Kommunikation erreicht und lange bevor es sprechen kann, hat es bereits
viele Erfahrungen in der sozialen Interaktion mit seinen Bezugspersonen
gesammelt. Bestimmte Prinzipien in diesem Lernprozess lassen sich
auch auf die Arbeit mit Menschen mit schwerster Behinderung übertragen.
Verlernt ein Mensch im Laufe seines Lebens die Lautsprache und die
Möglichkeit einer zielgerichteten Mittelung wieder, z. B. durch Demenz,
kann an diese Strategien ebenfalls angeknüpft werden. Die Referentin
zeigt Parallelen der Prozesse von Erwerb und Progredienz auf und
gibt Hinweise für die Anwendung der Erkenntnisse im Alltag.
Dipl.-Päd. Birgit Hennig
Fakultät I - Bildungs- u. Erziehungswissenschaften, Institut für Sonderund Rehabilitationspädagogik,
Pädagogik bei Beeinträchtigungen
der geistigen Entwicklung, Pädagogik
und Didaktik bei körperlichen und
motorischen Beeinträchtigungen.
birgit.hennig@uni-oldenburg.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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12
Zwischen Selbst-Entwicklung und
Welt-Erschließung – Schülerinnen und Schüler
mit schwerer Behinderung im Unterricht
Judith Riegert & Oliver Musenberg
Kinder und Jugendliche mit schwerer Behinderung haben in Deutschland
seit den 1980er Jahren ein Recht auf schulische Bildung. Der Besuch
einer integrativen/inklusiven Schule bildet bislang für diesen Personenkreis aber noch die Ausnahme. Grundsätzlich stellt sich die didaktische
Frage, wie Unterrichtsangebote so gestaltet werden können, dass
Schülerinnen und Schüler mit schwerer Behinderung in die Unterrichtskommunikation eingebunden werden und am Austausch über ein
gemeinsames Thema teilhaben können. Anspruch muss es sein, auch
für diese Kinder und Jugendliche gleichermaßen Selbst-Entwicklung
und Welt-Erschließung und damit Bildung zu ermöglichen.
Judith Riegert & Oliver Musenberg
sind Sonderpädagogen und als wissenschaftliche Mitarbeiter an der
Humboldt Universität zu Berlin,
Institut für Rehabilitationswissenschaften Abteilung Geistigbehindertenpädagogik tätig.
judith.riegert@staff.hu-berlin.de
musenbeo@staff.hu-berlin.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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13
Orientierungsräume nach A. Fröhlich
Erfahrungen und praktische Auseinandersetzung
am Beispiel des Curriculums: Lehrgang zur
Praxisbegleiterin / Praxisbegleiter Basale
Stimulation am Berner Bildungszentrum Pflege.
Ruth Alder-Waser, Doreen Brunner, Elisabeth Röthlisberger
& Birgit Werner
Das Lehrgangscurriculum am Berner Bildungszentrum Pflege basiert
auf der Idee der Orientierungsräume von Prof. Dr. Andreas Fröhlich.
Das Curriculum nach diesem Ansatz aufzubauen und inhaltlich
zu gestalten hat uns inspiriert und herausgefordert.
Nach zehnmonatiger intensiver Curriculums Arbeit konnten wir im Jahre 2010 mit dem ersten Lehrgang starten. Der Internationale Förderverein Basale Stimulation e.V. hat diesen Entwicklungsprozess begleitet.
Im Jahr 2011 wurde uns sowohl durch den Internationalen Förderverein Basale Stimulation e.V., wie auch durch Prof. Dr. Andreas Fröhlich
und Prof. Christel Bienstein die offizielle Anerkennung, als lizensierte Weiterbildungsanbiertergruppe ausgesprochen.
Drei Lehrgänge zur Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleiter konnten bereits erfolgreich nach dieser Konzeption durchgeführt und ab geschlossen werden.
Im Rahmen dieses Workshops erhalten die Teilnehmenden
einen Einblick in:
- den Entwicklungsprozess des Lehrgangscurriculum
...
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
www.basale-stimulation.de
R. Alder-Waser, D. Brunner, E. Röthlisberger & B. Werner: Orientierungsräume nach A. Fröhlich
14
- die didaktischen und methodischen Überlegungen
zum Lehrgangsaufbau
- die strukturelle Aufteilung der sechs Lehrgangsmodule
nach den sechs Orientierungsräumen
- die inhaltliche Umsetzung am Beispiel einer Modulwoche
- die Erfahrungen der Studierenden
(1. Reihe v.l.) Doreen Brunner und
Elisabteh Röthlisberger
(2. Reihe v.l.) Birgit Werner und
Ruth Alder sind Fachfrauen der Basalen
Stimulation und bilden das Team
der Weiterbildungsanbietergruppe
Lehrgang Praxisbegleiterin / Praxisbegleiter Basale Stimulation, unter
Leitung von Elisabeth Röthlisberegr
am Berner Bidungszentrum Pflege.
Elisabeth.Roethlisberger@bzpflege.ch
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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15
„Eine Sprache, die jeder versteht“
Musikbasierte Kommunikation
Hansjörg Meyer
Jede Bewegung, jeder Atemzug enthält Musik: ein Tempo, eine Dynamik,
eine emotionale Intensität, oft Rhythmus, Takt und Klang, und auf
diese körperliche Musik können wir mit improvisierter Musik antworten.
So werden Gefühle hörund erfahrbar und können kommuniziert werden.
Vortrag mit Videobeispielen über Möglichkeiten und Wirkung von
Musik sowohl in der Musiktherapie als auch in der täglichen pädagogischen und pflegerischen Arbeit mit schwer behinderten Menschen.
Hansjörg Meyer M.A. (Musiktherapie)
Musiktherapeut (DMtG) für Menschen mit schweren Behinderungen,
Karlsruhe
meyerhansjoerg@aol.com
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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16
Kommunikation durch Bewegung
(wahrnehmen und erleben)
Lutz Mauk
Ein kleine Bewegung (oder Pose) ist ein Beginn für einen Tanz.
Ohne ein Wort zu sprechen, teilen wir uns durch den
Körper mit.
In diesem Workshop möchte ich die TeilnehmerInnen einladen, sich alleine
zu bewegen - aber auch in den Austausch zu kommen. Spielerisch erproben Sie verschiedene Bewegungsabläufe und im eigenen Rhythmus
erleben Sie auch die Dimensionen von Raum und Dynamik.
Es geht um Kreativität und Freude am Ausprobieren.
Aus Alltagsbewegungen – in der Kombination mit Requisiten – entstehen
kleine Bewegungsfolgen; es geht darum, sich ohne Druck zu zeigen.
Es werden Übungen angeboten, für die keine tänzerischen Vorkenntnisse,
erforderlich sind. Es gibt Zeit für einen verbalen Austausch am Ende
des Workshops.
Angenehme Kleidung und Schuhwerk (oder Rutschfeste Socken,
je nach Raum) bitte mitbringen.
Lutz Mauk ist Community
Performance Teacher (Ausbildung
bei Y.O.P., Year of Performance,
Hamburg, 2003). Er war als
Lehrbeauftragter an der Kath. Hochschule Berlin-Karshorst tätig und
arbeitet länderübergreifend im künstlerischen Kontext.
lutz_mauk@web.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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17
Kommunikation im Bild
Mirjam Pfitzenmayer
Viele Menschen mit Behinderungen sind teilweise oder vollständig in ihrer
Kommunikation eingeschränkt. Kunsttherapie ist eine gute Möglichkeit,
mit diesen Menschen in Kontakt zu kommen. Sie können Gefühle,
Themen, die sie beschäftigen, oder Interessen auf Papier bringen. Dabei
stehen in der Kunsttherapie nicht die künstlerischen Fähigkeiten im
Vordergrund. Es geht weniger um das Resultat als viel mehr um den
Prozess der kreativen Tätigkeit.
Nach einer theoretischen Einleitung werde ich verschiedene Umsetzungsformen der Kunsttherapie anhand von einem kurzen Film und Fotos
illustrieren. Außerdem möchte ich zusammen mit den TeilnehmerInnen
selbst kreativ tätig werden um einen praktischen Eindruck von Kunsttherapie zu vermitteln und gleichzeitig Ideen für das eigene Arbeitsfeld
zu geben.
Mirjam Pfitzenmayer ist Kunsttherapeutin in einer Einrichtung
für Menschen mit Behinderung.
Sie führt eine eigene Praxis
für Kunsttherapie.
dekleurenzolder@gmail.com
www.dekleurenzolder.nl
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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18
„Beziehung aufnehmen und
Begegnung gestalten“
Barbara Fornefeld
„Ich bekenne, ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen“, hat
der Schriftsteller Siegfried Lenz gesagt. Geschichten sind nicht nur
ein schöner Zeitvertreib, sondern für alle Menschen wichtig, für junge wie
für alte. Geschichten bringen Menschen einander näher. Sie ermöglichen
Beziehungen. Mit Geschichten lassen sich Begegnungen gestalten.
mehr⌐Sinn Geschichten greifen die Tradition des Märchen-­‐ und Geschichtenerzählens so auf, dass Menschen mit gravierenden Beeinträchtigungen
jeden Alters sie verstehen können. Diese Geschichten werden nicht einfach
nur erzählt, sondern so bearbeitet, dass sie sinnlich wahrnehmbar und
erlebbar werden. mehr⌐Sinn Geschichten sind Geschichten zum Lauschen,
Schauen, Schmecken, Riechen, Fühlen und Erleben. Indem Lebensthemen
von Menschen mit gravierenden Beeinträchtigungen aufgenommen
werden, kann Beziehung entstehen. Das mehr-­‐sinnliche Geschichtenerzählen wird somit zu einer besondere Begegnung zwischen
Zuhörern und Erzählern.
Im Rahmen des Workshops werden die mehr Sinn Geschichten und
ihr Konzept vorgestellt und in die Methode des mehr-­‐sinnlichen
Geschichtenerzählens eingeführt.
Barbara Fornefeld ist Professorin für Pädagogik für
Menschen mit geistiger Behinderung an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln.
Sie ist Vorstandsmitglied der „Special Research Group:
Profound Intellectual Multiple Disabilities (PIMD)
innerhalb der Weltorganisation International Association for the Study of Intellectual Disabilities (IASSID)
und Mitglied der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft zur Förderung der Forschung für Menschen
mit geistiger Behinderung (DIFGB).
fornefeld@uni-koeln.de
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Berlin, am 20. und 21. März 2015
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19
Kommunikation durch Bewegung
in pflegerischen Situationen
Susanne Keßler
In diesem Workshop geht es um die Frage, wie pflegerische Aktivitäten
mit einer kommunikativen Absicht verbunden und damit im Dialog
erweitert auf Menschen wirken können.
Menschliche Bewegung und Berührung stehen dabei im Mittelpunkt.
Kleine Filmsequenzen verdeutlichen die Schritte des somatischen
Lernens. Außerdem wird in einer Pflegesituation erkennbar, wie die
Absicht zum Dialog die Anleitungen zur Bewegung und zum
gemeinsamen Bewegen im Transfer verändert.
In Selbsterfahrungsübungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Gelegenheit mit Elementen der Konzepte Kinästhetik und Basale
Stimulation in der Pflege sowie mit Erkenntnissen aus der Arbeit mit
der Feldenkraispädagogik ihre Wahrnehmung für Bewegung zu schärfen
und sofort mit Pflegesituationen zu verknüpfen. Dies kann im Rollenspiel oder im Gedankenaustausch durch Gespräch geschehen.
Susanne Keßler arbeitet freiberuflich.
Sie ist Lehrerin für Pflege,
Kursleiterin für Basale Stimulation,
Trainerin für Kinästhetik und
Feldenkraispädagogin.
susanne.kessler@pflegekunst.de
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Internationaler Kongress Basale Stimulation
Berlin, am 20. und 21. März 2015
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20
Menschbleiben: Berühren, Halten, Achten
Clemens Sedmak
„Menschsein”, gerade auch in einem institutionellen Kontext und gerade
auch im Umgang mit Menschen, die ihr Leben unter erschwerten kommunikativen Bedingungen leben, bemisst sich an elementaren Dimensionen der Beziehungsgestaltung.
Der Vortrag geht drei dieser fundamentalen Beziehungspfeiler nach:
Berühren, Halten, und Achten. Dabei werden neben einer Begriffsklärung
auch Beispiele geboten, die ein Licht auf zentrale Fragen werfen lassen:
Wie gehen wir Beziehungen ein? Wie können wir die Beziehungen,
in denen und durch die wir leben, gestalten?
Clemens Sedmak ist seit 2005 Professor für Sozialethik
am F.D. Maurice Chair am King’s College London
(Universität London). Als Gastprofessor für Sozialethik
hat er an der Universität Salzburg den Franz Martin
Schmölz OP Lehrstuhl inne Prof. Sedmak leitet das 2005
gegründeten Zentrums für Ethik und Armutsforschung
am Fachbereich Philosophie der Katholisch-­‐Theologischen Fakultät der Universität Salzburg und ist seit
2006 Präsident der Salzburg Ethik Initiative, einer
Kooperation von Wissenschaft (Universität Salzburg),
Kirche (Erzdiözese Salzburg) und Wirtschaft (Raiffeisenverband Salzburg). Seit 2008 ist er Präsident des
ifz, dem Internationalen Forschungszentrum für soziale
und ethische Fragen
clemens.sedmak@sbg.ac.at
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
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