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EVA: Starten Sie jetzt - Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe

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Nr. 12 | 27. Dezember 2014
BERUFSPOLITIK | INFORMATIONEN | MITTEILUNGEN |
Amtliches Bekanntmachungsorgan der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe
PRAXISINFORMATIONEN IN DER HEFTMITTE
Delegation in Hausarztpraxen
erhält finanzielles Fundament
> Seite 4
Sicherheit dank guter Fehlerkultur
CIRS NRW-Gipfel Mitte November im Ärztehaus Dortmund
> Seite 10
In der Heftmitte:
praxis intern mit allen praxisrelevanten Informationen
Mit Amtlichen
Bekanntmach
ungen
unter anderem
mit der Änderu
ng
des Honorarve
rteilungsmaß
stabs
der KVWL
ab Seite 16
Inhalt
4
10
4
Delegation in Hausarztpraxen erhält
finanzielles Fundament
6
EVA: Starten Sie jetzt!
Kommentar von Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. KVWL-Vorsitzender
10
Sicherheit dank guter Fehlerkultur
CIRS NRW-Gipfel Mitte November im Ärztehaus Dortmund
12
Arzneimittel im Wasser:
Ein Problem hinterlässt Spuren
14
Sicherung der ambulanten Versorgung:
Diese Standorte und Planungsbereiche können gefördert werden
STANDARDS
12/2014
12
2
15
Kurznachrichten, Impressum
16 Amtliche Bekanntmachungen
16 Änderung des Honorarverteilungsmaßstabs
der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe
(HVM — KVWL)
18 Arzneimittelvereinbarung nach § 84 Abs. 1 SGB V für das
Jahr 2015 für Westfalen-Lippe
28 Heilmittelvereinbarung nach § 84 Abs. 1 SGB V für das
Jahr 2015 für Westfalen-Lippe
34 Vereinbarung nach § 84 Abs. 6 SGB V über fallbezogene,
arztgruppenspezifische Richtgrößen für Arzneimittel 2015
37 Beschlüsse des Landesausschusses der Ärzte und
Krankenkassen für den Bereich der KVWL
42 Ausschreibungen von Vertragsarzt- /
Vertragspsychotherapeutensitzen in Westfalen-Lippe
Nr. 12 | 27. Dezember 2014
mit praxisrelevanten Informationen
in der Heftmitte zum Heraustrennen
Ruhen, nicht schlafen
Das GKV-VSG trägt dabei die gute Absicht
bereits im Namen: Es soll die Versorgung stärken. Aus unserer Sicht wird die medizinische
und psychotherapeutische Versorgung der
Menschen in Westfalen-Lippe jedoch nicht in
erster Linie durch Gesetze gestärkt, sondern
durch handelnde Personen. Sie, als bestens
qualifizierte Ärzte und Psychotherapeuten,
versorgen die Versicherten in unserem Landesteil auf einem nachweislich hohen Niveau.
Vor diesem Hintergrund sind die uneingeschränkte Freiheit in der Berufsausübung
sowie die angemessene und faire Vergütung
Ihrer Arbeit eine conditio sine qua non.
Wir sind uns allerdings der Tatsache bewusst,
dass dieses Ideal im Alltag nicht immer erreicht wird. Es bleibt jedoch unser erklärtes
Ziel! Und wir werden weiter sehr genau beobachten, an welchen Stellen die Politik
versucht, Entscheidungen zu treffen, die die
Freiheit von Ärzten und Psychotherapeuten
beschneidet. Insofern werden auch wir die
bevorstehende Weihnachtszeit nutzen, inne
zu halten und kurz auszuruhen — aber nicht
zu schlafen!
In diesem Sinne danken wir Ihnen für die Unterstützung unserer berufspolitischen Arbeit
sowie Ihr Engagement im zurückliegenden
Jahr und wünschen Ihnen eine besinnliche
Weihnachtszeit sowie einen guten Start ins
neue Jahr!
12/2014
L
iebe Kolleginnen und Kollegen, wie
viele von Ihnen blicken auch wir als
Vorstand der KVWL am Jahresende
zurück und lassen die wichtigsten
berufspolitischen Themen Revue passieren.
Es sollte jetzt ruhiger werden, aber nicht still.
Denn die Erfahrung zeigt, dass die Politik
manchmal Zeiten der allgemeinen Behaglichkeit nutzt, um unbeliebte Gesetzesvorhaben
zu verabschieden und so Fakten zu schaffen.
Unseren Standpunkt zum Referentenentwurf
des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes (GKVVSG) haben wir Ihnen in den vergangenen
Monaten bereits dargelegt. Er enthält Gutes,
wie die geplante Abschaffung der Richtgrößenprüfungen und Schlechtes, wie die sogenannten Terminservicestellen.
3
Dr. Wolfgang-Axel Dryden,
1. KVWL-Vorsitzender
Dr. Gerhard Nordmann,
2. KVWL-Vorsitzender
Dr. Thomas Kriedel,
KVWL-Vorstandsmitglied
Delegation in Hausarztpraxen
erhält finanzielles Fundament
Entlastende Versorgungsassistentin (EVA in der Hausarztpraxis): Förderung ab dem 1. Januar 2015
12/2014
S
4
ie sind motiviert, sie sind
qualifiziert und sie sind
eine spürbare Entlastung
im Praxisalltag. Die Fortbildungsbezeichnung „EVA“ steht aus
gutem Grund für Entlastende Versorgungsassistenten. 77 Medizinische Fachangestellte haben bislang
bei der Akademie für medizinische
Fortbildung von Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) und KVWL seit
ihrer Einführung im Jahr 2009 die
EVA-Qualifikation absolviert, 75
befinden sich aktuell in der Ausbildung. Der Haken dabei: Der Dienst
der EVAs wird von den Patienten gut
angenommen, von den Ärzten begrüßt — aber bislang nicht honoriert.
Wie bereits in der November-Ausgabe von KVWL kompakt berichtet,
ändert sich dieser Umstand zum 1.
Januar 2015. Ab diesem Zeitpunkt
wird der Einsatz von nichtärztlichen
Praxisassistentinnen in Hausarztpraxen bundesweit gefördert. Aber die
EVA ist nicht allein. Neben ihr gibt
es auch noch die NäPa, die EVA-NP,
die EVA-O, die VERAH und die AGNES, die ebenfalls per Delegationsprinzip ärztliche Leistungen übernehmen können. Wer ist was, wer
wird wie ausgebildet und in welchem
Umfang? Verschaffen Sie sich einen
Überblick.
Bislang war der Einsatz von Praxisassistentinnen nur in formal festgestellten unterversorgten Bedarfsplanungsgebieten finanziert oder im
Rahmen von Selektivverträgen ausgehandelt. Mit der jüngsten Vereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband und der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung über die Bundesvorgaben zum Honorar für 2015
hat sich die Situation grundlegend
geändert. Die Einigung sieht bundesweit 132 Millionen Euro für die
Finanzierung von Leistungen qualifizierter nicht-ärztlicher Praxisassistenten im hausärztlichen Versorgungsbereich vor. Die bisherige
Einschränkung auf unterversorgte
Gebiete entfällt. Durch die Delegation von Leistungen an qualifizierte
Praxisassistentinnen können Praxisinhaber kompetent unterstützt und
entlastet werden und nun auch zusätzliches Honorar generieren. Zu
diesem Ziel führen aktuell verschiedene Wege.
EVA/NäPa
(ab 1. Januar 2015 gefördert)
Bei dem Curriculum der Bundesärztekammer handelt es sich um die
Fortbildung zur Nichtärztlichen
Praxisassistentin (NäPa) bzw. zur
Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA). Das Curriculum wurde auf
der Grundlage der Qualifikationsanforderungen nach §§ 5 und 7 der
Delegationsvereinbarung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
und dem Spitzenverband der Krankenkassen über die Erbringung ärztlich angeordneter Hilfeleistungen in
der Häuslichkeit der Patienten, in
Alten- und Pflegeheimen oder in
anderen beschützenden Einrichtungen gem. § 87 Abs. 2b Satz 5 SGB V
konzipiert. Die Zusatzqualifikation
„Entlastende Versorgungsassistentin“ (EVA) qualifiziert die MFA im
Besonderen zur Übernahme von
Hausbesuchen, aber auch zur kompetenten Arztentlastung in vielen
weiteren Aufgabenbereichen innerhalb der Hausarztpraxis.
EVA-Informationsveranstaltungen der KVWL
Die KVWL bietet auch in den kommenden Monaten Informationsveranstaltungen zum Thema „Einsatz nicht-ärztlicher Praxisassistenz“ an. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist kostenlos. Die Termine in der Übersicht:
Kompetente Medizinische Fachangestellte in neurologischen, nervenärztlichen und/oder psychiatrischen
Praxen (NP) verfügen über intensive, grundlegende Kenntnisse in
großen Bereichen der Diagnostik
und Therapie neuro-psychiatrischer
Erkrankungen und greifen auf eine
immense Erfahrung infolge der oft
langjährigen Beziehung und Begleitung neurologisch-psychiatrischer
Patienten zurück. Die als EVA-NP
besonders qualifizierte MFA erwirbt
die Kompetenz, in ihrer Praxis eine
geschulte Ansprechpartnerin für die
besondere Klientel neurologischpsychiatrischer Patienten zu sein,
den Arzt im Rahmen delegierbarer
Tätigkeiten effizient zu entlasten
und eine vertiefte Beziehung zu den
Patienten in ihrem Arbeitsalltag zu
erfahren und dieses als Bereicherungen zu empfinden.
Mittwoch, 14. Januar 2015, 17 bis 19 Uhr
Ravensberger Spinnerei
Ravensberger Park 6
33607 Bielefeld (Parkhaus Hermann-Delius-Str. 3)
Mittwoch, 21. Januar 2015, 17 bis 19 Uhr
Victoria Hotel
Markt 11
32423 Minden („Rathausgarage“, Domstr. 2)
Mittwoch, 18. Februar 2015, 17 bis 19 Uhr
Welcome Hotel Meschede/Hennesee
Berghausen 14
59872 Meschede
12/2014
EVA-NP (Förderung aktuell
durch Barmer und DAK)
Donnerstag, 19. Februar 2015, 20 bis 22 Uhr
St. Josef-Hospital Bochum, Hörsaalzentrum
Gudrunstr. 56
44791 Bochum
Mittwoch, 25. Februar 2015, 17 bis 19 Uhr
Kulturhaus Lüdenscheid
Freiherr-vom-Stein-Str. 9
58511 Lüdenscheid
Ihr Kontakt: Das KVWL-Service-Center
Tel.: 0231 / 94 32 10 00
Fax: 0231 / 94 32 31 24
E-Mail: service-center@kvwl.de
5
KOMMENTAR
EVA: Starten Sie jetzt!
12/2014
Der Bewertungsausschuss hat im letzten Quartal
dieses Jahres richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Gleichwohl sind diese Beschlüsse nicht ohne
kritische Resonanz geblieben. Unter dem Strich
bleibt allerdings, trotz aller Kritik, dass Hausärzte
in ihrer täglichen Arbeit qualifiziert entlastet werden sollen und diese Entlastung zukünftig endlich
auch honoriert bekommen.
6
Jeder Hausarzt kennt die Situation: Das Wartezimmer ist gut gefüllt, auf der anderen Seite aber ist
auch die Besuchsliste für den Tag schon sehr lang.
Für etliche der Patienten, die auf der Liste stehen,
stellt allein die Gewissheit, dass ein Arzt ihren Gesundheitszustand regelmäßig kontrolliert, Sicherheit dar. Andere Patienten müssen in ihrem Krankheitsverlauf kontrolliert werden. Dazu reichen
Messung von Blutdruck, Blutzucker oder INR völlig aus. Die beschriebenen Tätigkeiten müsste der
Hausarzt nicht unbedingt persönlich vornehmen,
er müsste lediglich die Ergebnisse ärztlich bewerten. Aber bislang bedeutete Delegation, dass der
Arzt sich vor Ort befinden musste, um die delegierte Handlung überwachen und unmittelbar einschreiten zu können. Zudem wurde der Einsatz
qualifizierter Medizinischer Fachangestellter
(MFA) von den Kassen nicht bezahlt. Er war bislang an das Kriterium der festgestellten Unterversorgung gebunden.
Beide Probleme sind nunmehr gelöst. Die als Nichtärztliche Praxisassistentin (NäPa) qualifizierte
MFA darf vom Arzt delegierte Leistungen in Abwesenheit des Arztes erbringen. Dafür musste sie ein
Qualifikationscurriculum durchlaufen. Durch den
neuen Beschluss des Bewertungsausschusses ist
der Einsatz so qualifizierter MFA bundesweit möglich. Die Qualifikation zur EVA, wie sie in Westfalen-Lippe angeboten wird, entspricht diesen Voraussetzungen zu hundert Prozent. Der Deutsche
Hausärzteverband und die Bundesärztekammer
haben in einer Vereinbarung zur wechselseitigen
Anerkennung der MFA-Qualifikationen NäPa und
VERAH festgestellt, dass auf
beiden Seiten ein
Nachqualifizierungsbedarf besteht, um in beiden Vertragsformen eingesetzt werden zu
können.
Ein Ärgernis ist sicherlich die Notwendigkeit, entweder eine bestimmte Gesamtfallzahl oder eine Anzahl
von Patienten in der Altersklasse 75+ nachweisen zu
müssen, um die Abrechnungsgenehmigung zu erfüllen. Die verhandelnden Vertragspartner auf Seiten
der KBV wollten solche Voraussetzungen vermeiden, die Kassen haben aber darauf bestanden.
In Westfalen-Lippe haben wir seit vielen Jahren bei
den Hausärzten überdurchschnittlich hohe Fallzahlen. Daher wird ein hoher Prozentsatz unserer
Mitglieder einerseits den Bedarf für Entlastung haben und andererseits auch die neuen Strukturen vorantreiben können. Insbesondere für NordrheinWestfalen haben wir erreichen können, dass nicht
nur Fälle aus der hausarztzentrierten Versorgung,
sondern auch aus der knappschaftsärztlichen Versorgung mit berücksichtigt werden können.
Somit kann ich, allen negativen Berichterstattungen zu diesem Thema zum Trotz, nur dazu aufrufen, die Notwendigkeit einer Entlastung für jede
Praxis zu prüfen, sich zu vergewissern, dass die
Voraussetzungen zur Genehmigung erfüllt sind
und zu starten. Es handelt sich bei der Vergütung
um rein extrabudgetäres Geld. Das muss abgerufen werden, sonst bleibt es ungenutzt liegen!
Dr. Wolfgang-Axel Dryden,
1. KVWL-Vorsitzender
Um die Unterstützung und Entlastung der Ophthalmologen in der
Begleitung und Betreuung der Patienten zu optimieren, ist eine weitergehende Qualifizierung der Medizinischen Fachangestellten sinnvoll.
Die Spezialisierungsqualifikation
„Entlastende Versorgungsassistentin / Entlastender Versorgungsassistent Schwerpunkt Ophthalmologie
(EVA-O)“ soll MFA in die Lage versetzen, durch die zusätzliche Qualifikation und die oft langjährige berufliche Erfahrung in der Patientenbegleitung, diese Anforderungen zu
erfüllen.
VERAH
Der Deutsche Hausärzteverband hat
mit seinem Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF) das Fortbildungscurriculum „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis
(VERAH)“ entwickelt, das sich an
den besonderen Erfordernissen der
hausärztlichen Praxis orientiert und
hierfür besonders qualifiziert. Bei
der Bezeichnung VERAH handelt es
sich um ein eingetragenes Markenzeichen. Es berechtigt ausschließlich bei Selektivverträgen im Rahmen der hausärztlichen Versorgung
unter anderem zur Abrechnung
eines Honorarzuschlags.
Gegenseitige Anerkennung
EVA/VERAH
Die Bundesärztekammer und der
Deutsche Hausärzteverband haben
sich darauf geeinigt, die Qualifikationen von Ärztekammern und IhF
wechselseitig anzuerkennen, um die
Einheitlichkeit und die Flexibilität in
der Versorgung zu fördern. Durch
entsprechende Ergänzungsmodule,
den Nachweis von Praktika bzw.
Hausbesuchen sowie durch eine
abschließende Prüfung, die von den
Ärztekammern bzw. vom Institut für
Die EVA in Westfalen-Lippe
EVA — Ihre Ansprechpartner
Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL
Burkhard Brautmeier
Tel.: 0251 / 9 29 22 07
Fax: 0251 / 9 29 27 22 07
E-Mail: brautmeier@aekwl.de
Andrea Gerbaulet
Tel.: 0251 / 9 29 22 25
Fax: 0251 / 9 29 27 22 25
E-Mail: gerbaulet@aekwl.de
Astrid Gronau
Tel.: 0251 / 9 29 22 06
Fax: 0251 / 9 29 27 22 06
E-Mail: gronau@aekwl.de
hausärztliche Fortbildung abgenommen wird, kann die gegenseitige
Anerkennung der NäPa/EVA – VERAH-Qualifikationen erfolgen.
AGNES
AGNES war bislang nur ein Modellversuch. Wie eine Gemeindeschwester in der früheren DDR sollte sie
zum Teil arztersetzende Funktionen
übernehmen. Dies hat sich aber
außerhalb des Modellversuchs nicht
etabliert. AGNES II ist eine modifizierte Variante im Bereich der KV
Brandenburg. Sie übernimmt im
Schwerpunkt Aufgaben im CaseManagement. AGNES II ist bislang
nur in zwei Strukturverträgen in der
KV Brandenburg enthalten.
Weitere Geschwister von EVA
Anteile der EVA-Ausbildungen nach
Curriculum gibt es in anderen KVBereichen unter anderen Namen:
MONI (Niedersachsen) und Mopra
(Sachsen-Anhalt).
Die EVA-Qualifikation (hausärztlich)
wurde im Jahr 2008 gemeinsam
von KVWL und ÄKWL konzipiert,
das Konzept wurde von der KV
Nordrhein übernommen. Seit 2009
bietet die Akademie für medizinische Fortbildung der beiden Körperschaften entsprechende Fortbildungsmodule an. Im Herbst 2001
wurde das Spektrum um die Qualifikation zur EVA-NP für neurologische und/oder nervenärztliche Praxen ergänzt, Anfang 2015 geht dann
die EVA-O für ophthalmologische
Praxen an den Start.
Welche Bereiche umfasst
die EVA-Qualifizierung?
Das Konzept der „Entlastenden
Versorgungsassistentin“ (EVA) sieht
eine Qualifizierung von Medizinischen Fachangestellten in folgenden
Aufgabenbereichen vor:
›› Kontinuierliche Begleitung von Patienten und Angehörigen im Behandlungs- und Versorgungs-
prozess
›› Unterstützung von Patienten und Angehörigen
›› Durchführung von Hausbesu-
chen bei immobilen und schwer-
kranken Patienten
›› Beurteilung der häuslichen Bedingungen/Aufzeigen von Verbesserungsmöglichkeiten
›› Durchführung des Wundmanagements
›› Durchführung von Untersu-
chungs- und Behandlungsverfah-
ren, z. B. Anlegen einer Langzeit-
Blutdruckmessung, Langzeit-
EKG, Bestimmung von Laborpa-
rametern vor Ort (z. B. Glucose, Gerinnung)
›› Ermittlung von kognitiven, physi-
schen, psychischen und sozialen Fähigkeiten, Ressourcen und Defiziten von Patienten mit Hilfe standardisierter Tests, z. B. Durchführung von Uhrentests,
12/2014
EVA-O
(ab 2015, noch ohne Förderung)
7
vom Timed up- and go-Test, Esslinger Sturzrisikoassessment
›› Unterstützung im Notfallmanagement der ambulanten Praxis
›› Unterstützung des Arztes bei Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen
›› Mitwirkung bei Impfleistungen
›› Überwachung und Dokumentation
der Medikamenteneinnahme
Dauer
Berufstätigkeit
12/2014
Die Spezialisierungsqualifikation
„Entlastende Versorgungsassistentin“ (EVA) schließt mit einem Zertifikat der Ärztekammer WestfalenLippe ab. Teilnahmevoraussetzung
ist ein qualifizierter Berufsabschluss
gemäß der Verordnung über die
Berufsausbildung zur Medizinischen
Fachangestellten/Arzthelferin oder
dem Krankenpflegegesetz. Darüber
hinaus müssen mindestens drei
Jahre Berufstätigkeit in einer haus-
ärztlichen Praxis nachgewiesen
werden. Die theoretische Fortbildung sowie der Erwerb der erweiterten Notfallkompetenz gelten als
erfüllt, wenn die nicht-ärztliche
Praxisassistentin abhängig von der
Dauer ihrer bisherigen Berufstätigkeit, nach dem qualifizierten Berufsabschluss, Fortbildungsmaßnahmen
in folgendem zeitlichen Umfang
nachweisen kann. Die EVA-Qualifikation muss nach Beginn in einem
Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen sein.
Theoretische
Fortbildung
Praktische Fortbildung
(Hausbesuche)
Notfallmanagement
(Erw. Notfallkompetenz)
weniger als
fünf Jahre
200 U.-Stunden
50 U.-Stunden
20 U.-Stunden
weniger als
zehn Jahre
170 U.-Stunden
30 U.-Stunden
20 U.-Stunden
mehr als
zehn Jahre
150 U.-Stunden
20 U.-Stunden
20 U.-Stunden
Gibt es Fördermöglichkeiten?
Ja, es gibt die Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
In diesem Zusammenhang werden
Bildungsschecks und Bildungsprämien akzeptiert. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter:
www.Bildungsscheck.NRW.de
und
www.bildungspraemie.info
8
Wie läuft die EVA-Qualifikation ab
und welche Teilnahmevoraussetzungen gibt es?
Dort können Sie auch Ihre zuständige Beratungsstelle ersehen, telefonisch einen Termin vereinbaren und
vorab schon offene Fragen klären.
Findet eine
Abschlussprüfung statt?
Wie laufen Genehmigung
und Abrechnung?
Eine schriftliche Lernerfolgskontrolle findet jeweils in den medizinischen Modulen zum Veranstaltungsende, in der Regel in Form
eines Multiple-Choice-Tests, statt.
Bei anzurechnenden Fortbildungsmaßnahmen nach den Fortbildungscurricula der Bundesärztekammer
gelten die entsprechenden Teile der
Fortbildung als geprüft.
Weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren und zur Abrechnung
der erbrachten EVA-Leistungen im
hausärztlichen Bereich finden Sie in
dieser Ausgabe im Heft-Innenteil
„praxis intern“ auf den Seiten 4 und
5. vity
Verstärken Sie Ihr Praxisteam
— kompetente Entlastung durch die qualifizierte
Entlastende Versorgungsassistentin (EVA)
12/2014
EVA
Nähere Informationen über die Spezialisierungsqualifikation
unter www.aekwl.de/mfa
Auskunft:
Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL
Tel.: 0251 929-2225 /-2206 /-2207, E-Mail: fortbildung-mfa@aekwl.de
9
Rund 150 Teilnehmer besuchten den 2. CIRS NRW-Gipfel im Dortmunder Ärztehaus. Interessiert verfolgten sie die Ausführungen von
Prof. Tanja Manser, Direktorin des Instituts für Patientensicherheit der Universität Bonn und Prof. Dieter Conen, Präsident der
Schweizer Stiftung Patientensicherheit (r.). Fotos (4): Hedergott/KVWL
Sicherheit dank guter Fehlerkultur
CIRS NRW-Gipfel Mitte November im Ärztehaus Dortmund
12/2014
F
10
ehler darf man machen —
aber nicht zum zweiten
Mal“. Mit diesem Zitat des
Patientenbeauftragten der
Bundesregierung Karl-Josef Laumann eröffnete der 1. Vorsitzende
der Kassenärztlichen Vereinigung
Westfalen-Lippe, Dr. Wolfgang-Axel
Dryden, den zweiten CIRS NRW-Gipfel Mitte November im Dortmunder
Ärztehaus. Dryden konnte zum Gipfel
über 150 Teilnehmer aus dem niedergelassenen und stationären Bereich
aus der Pflege, dem Qualitätsmanagement und der Verwaltung begrüßen. Im Fokus des „Gipfeltreffens“
stand die Patientensicherheit.
CIRS steht für „Critical Incident Reporting System“. Dabei handelt es
sich um ein anonymes, internetbasiertes Meldesystem für „BeinaheFehler“ im Gesundheitswesen. Die
eingehenden Berichte von Ärzten,
Medizinischen Fachangestellten und
Pflegepersonal werden von einem
Expertenteam des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin
Gegen die Schweigekultur
CIRS NRW-Gipfel 2014:
Nachlese
Die Vorträge der Veranstaltung
finden Sie im Internet unter
www.cirsgipfel.org
oder bequem über
den nebenstehenden QR-Code.
(ÄZQ) analysiert und mit einem Fachkommentar veröffentlicht. CIRS NRW
befindet sich in Trägerschaft der
beiden Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe und Nordrhein,
der beiden Ärztekammern des Landes sowie der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.
Nur sieben Prozent aller kritischen
Ereignisse, die bei der Patientenversorgung im ambulanten oder stationären Bereich passieren, werden
auch gemeldet. Auf das Problem
des „Underreporting“ machten Prof.
Dieter Conen, Präsident der Stiftung Patientensicherheit aus der
Schweiz, und Prof. Tanja Manser,
Direktorin des Instituts für Patientensicherheit der Universität Bonn,
aufmerksam. Das Referentenduo
stellte zudem heraus, welchen Nutzen ein Critical Incident Reporting
System haben kann. Sie zeigten, wie
alle Spieler an dem System beteiligt
werden können und Lernen gezielt
gefördert werden kann.
Pflicht: Fehler managen
Für die niedergelassenen Ärzte und
Psychotherapeuten hat es im Januar 2014 in Bezug auf den Umgang
mit Fehlern eine Änderung gegeben.
Der gemeinsame Bundesausschuss
hat mit einer Änderung die Richtli-
Hier bot der CIRS NRW-Gipfel Unterstützung: In fünf Workshops, die
sich an die Vorträge der Professoren Manser und Conen anschlossen,
konnten die Teilnehmer ihre Kenntnisse vertiefen zu den Fragen, wie
etwa ein Fehlermeldesystem dauerhaft erfolgreich zu gestalten ist, wie
Fehler genutzt werden können, welchen Stellenwert die Kommunikation in einem Unternehmen bzw. einer Arztpraxis hat, und wie Fehler
psychologisch zu verstehen sind.
Für eine gesunde Sicherheitskultur
sei es wichtig, zu fragen, was den
Fehler verursacht habe — und nicht,
wer den Fehler begangen habe.
Darauf wies Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens hin, die
Schirmherrin der Veranstaltung. Die
Grundlage hierfür sei eine Vertrauensbasis im Umgang miteinander.
12/2014
nie für ärztliches Qualitätsmanagement an das neue PatientenrechteGesetz angepasst. Niedergelassene
Ärzte und Psychotherapeuten müssen ein Risiko- und Fehlermanagement implementieren. Konkret bedeutet dies: Risiken sollen benannt,
bewertet und Maßnahmen entwickelt werden, um diesen Risiken
vorzubeugen. Erkenntnisse aus Patientenbefragungen, Teambesprechungen, Beschwerden und sicherheitsrelevanten Ereignissen sind zu
analysieren.
Das CIRS-Portal zum Anfassen: Ein Kongressteilnehmer
probiert an einem Terminal
die Eingabemaske aus. Er
könnte eingegebene Fälle
recherchieren — oder auch
selbst einen (Beinahe-)Fehler
melden.
11
Arzneimittel im Wasser:
Ein Problem hinterlässt Spuren
„Ärzte sind Multiplikatoren an wichtiger Schnittstelle“ /
Infoveranstaltung im Ärztehaus Dortmund
12/2014
D
12
r. Martin Olbrich beschäftigt sich aktuell intensiv
mit Wasser — vor allem
aus pharmazeutischem
Grund. Als Mitglied im Ärztenetz
Dülmen beteiligt er sich an dem
Projekt „Den Spurenstoffen auf der
Spur“ (DSADS) des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Dülmen
und des Lippeverbandes. Kern dieses Projektes ist es, die Belastung
von Gewässern durch Medikamentenrückstände zu reduzieren — nicht
nur auf technischem Wege, sondern
vielmehr durch eine Sensibilisierung
von Bevölkerung, Apotheken und
Ärzten zum richtigen Umgang mit
Medikamenten und deren Entsorgung.
„Viele Menschen machen sich im
Alltag einfach nicht genug Gedanken
darüber, wie sie ihre alten Medikamente richtig entsorgen“, erklärt
Olbrich. Nicht mehr benötigte Tab-
letten oder Tropfen wandern
nicht — wie es korrekt wäre
— in den Restmüll, sondern oft
in die Toilette oder den Spülstein in der Küche — und somit direkt in den empfindlichen Wasserkreislauf der
Natur. „Das muss nicht sein.
Selbst die modernsten Filterund Wasseraufbereitungsmaßnahmen können nicht alle bedenklichen
Spurenstoffe abfangen. Arzneimittelrückstände im Wasser können
schon in kleinsten Konzentrationen
Auswirkungen auf die Pflanzen- und
Tierwelt haben. Wir als Ärzte und
Multiplikatoren an einer wichtigen
Schnittstelle können unsere Patienten mit wenig Aufwand für dieses
Thema sensibilisieren. Noch sind die
Belastungen durch Arzneimittelrückstände im Wasser für den Menschen
unbedenklich. Aber warum abwarten, bis das Kind in den Brunnen
gefallen ist?“
Wird viel von einem Arzneimittel
verbraucht, können seine Rückstände in nahezu allen Gewässern gefunden werden. Es werden daher oft
Schmerzmittel, Antibiotika, Blutdruck senkende Mittel und Psychopharmaka in Deutschlands Flüssen
gemessen — insgesamt sind es bisher über 150 verschiedene Wirkstoffe. Die Wirkstoffe werden im Fluss
zum Beispiel durch Mikroorganismen und Sonneneinstrahlung zwar
teilweise abgebaut. Dennoch gelangen einige Wirkstoffe mit dem Flusswasser auch ins Grundwasser. Dort
sind sie besonders unerwünscht, da
Die gemessenen Konzentrationen
schwanken aktuell zwischen wenigen milliardstel und einigen millionstel Gramm pro Liter — das ist
etwa dieselbe Konzentration, die
man erhält, wenn man fünf Zuckerwürfel im Berliner Wannsee auflöst.
Auch wenn diese Konzentrationen
gering erscheinen — sie können
Wasserlebewesen bereits nachhaltig
schädigen. Dies zeigt das Beispiel
des in den meisten hormonellen
Verhütungsmitteln eingesetzten
Wirkstoffs Ethinylöstradiol: Es wurde nachgewiesen, dass der Stoff zur
Verweiblichung von männlichen
Fischen beiträgt. Dieser Effekt wurde besonders deutlich, wenn die
Tiere in der Nähe von Kläranlagenabläufen leben. Weiterhin sind
bei Fischen auch Nierenschäden
durch das schmerzstillende Mittel
Diclofenac oder Verhaltensänderungen durch Psychopharmaka beobachtet worden. Welche Gefahren für
die Tier und Pflanzenwelt insgesamt
bestehen, lässt sich jedoch nur
schwer abschätzen. Dies liegt vor
allem daran, dass derzeit noch nicht
genügend aussagekräftige wissenschaftliche Daten vorliegen. Diese
Daten zu erheben ist aufwendig,
denn es geht nicht nur um Hunderte
verschiedener Arzneimittelwirkstoffe, sondern auch um deren vielfältige Abbauprodukte.
Grund genug für Dr. Martin Olbrich,
im Rahmen des DSADS-Projektes
mit jedem ausgestellten Arzneimittelrezept einen Flyer zur vernünftigen Entsorgung von Medikamenten
an seine Patienten zu verteilen.
„Daraus haben sich einige interessante Gespräche ergeben. Viele
meiner Patienten gaben offen zu,
dass sie sich keine Gedanken darüber machen, wie sie ihre alten Medikamente entsorgen. Und auch wir
Ärzte müssen uns in die Pflicht nehmen. Muss es bei der Patientenme-
dikation wirklich eine Großpackung
Schmerzmittel sein, von dem ein
Teil vielleicht gar nicht aufgebraucht wird? Oft reichen auch
kleinere Mengen. Und die landen
dann vermutlich nicht so schnell im
Ausguss.“ Die Flyer-Aktion des
DSADS-Projektes ist abgeschlossen,
aber Dr. Martin Olbrich wird für
seine Patienten zum Thema weiter
am Ball bleiben: „Wir haben nur
eine Umwelt, und je bekannter das
Problem wird, desto besser.“ vity
Ärzte als Multiplikator:
Info-Veranstaltung zum Thema im Ärztehaus Dortmund
In Kooperation mit der Emschergenossenschaft, der Stadt Dortmund und
dem Marienhospital Gelsenkirchen bietet auch die KVWL eine Veranstaltung zum Thema an, und zwar unter dem Motto
„Arzneimittel im Wasser — Herausforderung für Medizin und Technik“
am Donnerstag, 26. Februar 2015, ab 18 Uhr im Dortmunder Ärztehaus.
12/2014
hier kaum noch ein natürlicher Abbau stattfindet. Sie können so über
lange Zeiträume im Wasserkreislauf
bleiben und in Spuren womöglich
ins Trinkwasser gelangen.
Nach einführenden Impulsreferaten werden im Rahmen verschiedener
Workshops Herangehensweisen an die Problematik vorgestellt und diskutiert — unter anderem die Krankenhauskläranlage Marienhospital Gelsenkirchen sowie Initiativen aus dem europäischen Ausland.
Ihr Kontakt für Anmeldung/Fragen
Emschergenossenschaft
Kirsten Adamczak
Tel.: 0201 / 1 04 26 79
Fax: 0201 / 1 04 22 31
E-Mail: adamczak.kirsten@eglv.de
13
Sicherung der ambulanten Versorgung:
Fördermittel für folgende
Standorte und Planungsbereiche
F
ür folgende Planungsbereiche hat der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für WestfalenLippe Beschlüsse über eine bestehende oder drohende Unterversorgung oder über einen zusätzlichen
lokalen Versorgungsbedarf gefasst:
Planungsbereich
Gemeinde
Standort
Fachgruppe
Mittelbereich
Altena
alle
alle
Hausärzte
Mittelbereich
Lage
alle
alle
Hausärzte
Mittelbereich
Ennepetal
Breckerfeld
alle
Hausärzte
Gefördert wird die Übernahme eines voll- oder teilzeitigen Versorgungsauftrages an den ausgewiesenen Standorten. Ist kein Standort konkret bezeichnet, erfolgt die Förderung für die Gemeinde; ist keine Gemeinde ausgewiesen, für den Planungsbereich.
F
12/2014
ür folgende Standorte oder Planungsbereiche in Westfalen-Lippe wird darüber hinaus ein besonderer Sicherstellungsbedarf festgestellt:
14
Planungsbereich
Gemeinde
Standort
Fachgruppe
Mittelbereich
Schmallenberg
Schmallenberg
Bödefeld
Hausärzte
Auf Antrag gewährt der Vorstand
der KVWL im Einzelfall besondere
Maßnahmen zur Sicherstellung der
vertragsärztlichen Versorgung.
Mögliche Maßnahmen sind zum
Beispiel die Gewährung einer Umsatzgarantie zum Praxisaufbau oder
zur Aufrechterhaltung, die Übernahme von Kosten (Umzugskosten,
Einrichtungskosten, Kooperationskosten) oder die Gewährung von
Darlehen zum Praxisaufbau oder
zur Praxisübernahme (Sicherstellungsrichtlinie vom 14. Dezember
2013, veröffentlicht in KVWL Kompakt 1/2014, S. 23-25). Gefördert
wird die Übernahme eines voll- oder
teilzeitigen Versorgungsauftrages
an den ausgewiesenen Standorten
(Zulassung oder Anstellung, Hauptpraxis oder Zweigpraxis). Ist kein
Standort bezeichnet, erfolgt die
Förderung für die Gemeinde; ist
keine Gemeinde ausgewiesen, für
den Planungsbereich.
Interessierte Ärztinnen und Ärzte
wenden sich an:
KVWL-Abteilung Praxisberatung
Tel.: 0231 / 94 32 94 00
E-Mail: praxisberatung@kvwl.de
aktuell
Kurznachrichten
aus Westfalen-Lippe
...............................
Koloskopie: Patientenflyer der KBV
zur Auslage in der Praxis
Ihr Kontakt für die Flyer-Bestellung:
KVWL-Formularversand
Tel.: 0231 / 94 32 16 41
E-Mail: formular-versand@kvwl.de
Impressum
Herausgeberin
Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
Robert-Schimrigk-Straße 4—6
44141 Dortmund
Tel. 0231 / 94 32 0
Redaktionsausschuss
Dr. Wolfgang-Axel Dryden (verantw.)
Dr. Gerhard Nordmann
Dr. Thomas Kriedel
Redaktion
Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
Geschäftsbereich Kommunikation
Heike Achtermann
Michael Hedergott (vity)
Martin Steinberg (-ms)
E-Mail: redaktion@kvwl.de
Druck
IVD GmbH & Co. KG
Wilhelmstraße 240
49475 Ibbenbüren
Titelbild: Fotolia
Dieser Ausgabe liegt die Fortbildungsübersicht
der KVWL für das erste Halbjahr 2015 bei.
Dezember 2014
12/2014
Seit 2002 können Ärzte Koloskopien
ausschließlich dann durchführen, wenn
sie eine Genehmigung gemäß der Qualitätssicherungsvereinbarung Koloskopie nach Paragraf 135 Abs. 2 SGB V
erhalten haben. Die hohen Qualitätsstandards und regelmäßigen Qualitätsprüfungen garantieren einen
nachweislich hohen Standard der
Darmspiegelungen in Deutschland.
Um auch Patienten über den hohen
Qualitätsstandard in der Koloskopie zu informieren, hat
die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zusammen mit Experten auf dem Gebiet den Patientenflyer
„Die Darmspiegelung: Qualität und Qualitätsmaßnahmen“ entwickelt. Sie können das Faltblatt in Ihren Praxisräumen für die Patienten zur Mitnahme auslegen.
Die KVWL stellt Ihnen diesen Flyer kostenlos zur Verfügung.
15
Amtliche Bekanntmachungen
Honorarverteilungsmaßstab (HVM) wird um PFG für Schwerpunktinternisten ergänzt
Mit Wirkung zum 01.01.2015 hat der Bewertungsausschuss die Einführung einer Pauschale für die fachärztliche
Grundversorgung (PFG) auch für die fachärztlichen Internisten mit Schwerpunkt beschlossen (s. Artikel in praxis
intern S. 2).
Im HVM der KVWL wurden die entsprechenden Regelungen zur Vergütung der PFG um die neuen
Gebührenordnungspositionen (GOP) ergänzt.
Änderung des Honorarverteilungsmaßstabs
der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe
(HVM - KVWL)
gültig ab 1. Januar 2015
Der Honorarverteilungsmaßstab der KVWL in der Fassung vom 05.09.2014 (s.
Standpunkt 9/2014, S. 21 ff.) wird mit Wirkung zum 01.01.2015 wie folgt geändert
(die Änderungen sind in Fettdruck und kursiv wiedergegeben).
I.
Abschnitt II, Ziffer 4.1 „Bildung von Vorwegabzügen zur Ermittlung des
angepassten fachärztlichen Vergütungsvolumens“ wird wie folgt geän-
12/2014
dert:
4.1
Bildung von Vorwegabzügen zur Ermittlung des angepassten fachärztlichen Vergütungsvolumens
Zur Bildung des angepassten fachärztlichen Vergütungsvolumens werden aus den
zusammengefassten Vergütungsvolumina des fachärztlichen Grundbetrags, des
Grundbetrags für die „PFG“ und des Grundbetrags für „genetisches Labor“ nach Teil
B der Vorgabe der KBV gemäß § 87b Abs. 4 SGB V (vgl. Anlage 10) - jeweils unter
16
Berücksichtigung des zu erwartenden Saldos aus dem Fremdkassenzahlungsausgleich - als Vorwegabzug berücksichtigt:
a) Vergütung für die Pauschalen für die fachärztliche Grundversorgung („PFG“) der
GOP 05220, 06220, 07220, 08220, 09220, 10220, 13220, 13294, 13344,
13394, 13494, 13543, 13594, 13644, 13694, 14214, 16215, 18220, 20220,
21218, 21225, 22216, 23216, 26220, 27220 EBM
[]
Änderung Honorarverteilungsmaßstab (HVM) der KVWL
II.
gültig ab 01.01.2015
Abschnitt II, Ziffer 5.1 „Pauschalen für die fachärztliche Grundversorgung („PFG“)“ wird wie folgt geändert:
5.1
Pauschalen für die fachärztliche Grundversorgung („PFG“)
Die Pauschalen für die fachärztliche Grundversorgung („PFG“) nach den GOP
05220, 06220, 07220, 08220, 09220, 10220, 13220, 13294, 13344, 13394, 13494,
13543, 13594, 13644, 13694, 14214, 16215, 18220, 20220, 21218, 21225, 22216,
23216, 26220, 27220 EBM werden mit den Preisen der regionalen EuroGebührenordnung vergütet.
Inkrafttreten
Die vorstehende Änderung des Honorarverteilungsmaßstabs tritt zum 01.01.2015 in
Kraft.
12/2014
III.
Diese Ausfertigung stimmt mit der Beschlussfassung der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe vom 13.12.2014 überein.
Dortmund, den 13.12.2014
gez.
Dr. Volker Schrage,
Vorsitzender der Vertreterversammlung
17
Arzneimittelvereinbarung
nach § 84 Abs. 1 SGB V für das Jahr 2015
für Westfalen-Lippe
zwischen
der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe
(KVWL)
und
der AOK NORDWEST
(AOK NW)
- handelnd als Landesverband dem BKK-Landesverband NORDWEST
(BKK LV NW)
der IKK classic
(IKK)
- handelnd als Landesverband -
der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten
und Gartenbau
- handelnd als Landesverband (SVLFG)
12/2014
der Knappschaft
(Kn)
sowie
den Ersatzkassen
BARMER GEK
Techniker Krankenkasse (TK)
DAK-Gesundheit
Kaufmännische Krankenkasse-KKH
HEK - Hanseatische Krankenkasse
Handelskrankenkasse (hkk)
18
gemeinsamer Bevollmächtigter mit Abschlussbefugnis:
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek),
vertreten durch den Leiter der vdek-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen
- nachfolgend Verbände der Krankenkassen genannt -
-2-
Präambel
Die Vertragspartner schließen auf der Grundlage der Rahmenvorgaben gemäß § 84
Abs. 7 SGB V für das Jahr 2015 für die Inhalte der Arzneimittel-Vereinbarung nach
§ 84 Abs. 1 SGB V diese Arzneimittelvereinbarung.
§1
Gegenstand, Zielsetzung
(1)
Die Vertragspartner vereinbaren ein Ausgabenvolumen für die insgesamt von den
Vertragsärzten nach § 31 SGB V veranlassten Leistungen sowie Versorgungs- und
Wirtschaftlichkeitsziele für die Arzneimittelversorgung (Anlage) der Versicherten. Ferner vereinbaren sie auf die Umsetzung dieser Ziele ausgerichtete Maßnahmen (z. B.
Information und Beratung) sowie Sofortmaßnahmen zur Einhaltung des vereinbarten
Ausgabenvolumens innerhalb des laufenden Kalenderjahres.
(2)
Ziel dieser Vereinbarung ist es, eine qualitätsorientierte Arzneimittelversorgung der
Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen zu sichern. Dazu dient auch die Vereinbarung von Wirtschaftlichkeitszielen nach § 3.
§2
Ausgabenvolumen 2015
(1) Die Vertragspartner vereinbaren unter Berücksichtigung der angepassten Änderungsfaktoren der Rahmenvorgaben vom 26.09.2014 ein Ausgabenvolumen in Höhe von
3.220.514.000 (gerundet) EUR.
...
12/2014
(2) Die mit dieser Vereinbarung getroffenen Bewertungen beruhen auf den zu diesem
Zeitpunkt verfügbaren Rahmendaten für die Arzneimittelversorgung auf Basis der
GAmSI-Daten. Die Vertragspartner verständigen sich darauf, die sich aus den Verhandlungen für die Rahmenvorgaben 2015 ergebenden Abweichungen von den für
das Jahr 2014 zugrunde gelegten Annahmen bei der Anschlussvereinbarung zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt auch, falls das Arzneimittelvolumen belastende
Regelungen/Vereinbarungen in Westfalen-Lippe zu anderen Entwicklungen führen als
im Bundesgebiet.
Protokollnotiz
19
-3-
§3
Wirtschaftlichkeitsziele
Zur Erreichung einer bedarfsgerechten, qualifizierten und wirtschaftlichen Arzneimittelversorgung im Jahr 2015 sollen die Vertragsärzte im Sinne der Zielsetzung nach § 1 Abs. 2
grundsätzlich
-
Arzneimittel vorrangig nur unter ihrer Wirkstoffbezeichnung verordnen,
soweit eine Leitsubstanz benannt ist, diese verordnen,
aut idem zulassen, ausgenommen in medizinisch begründeten Sonderfällen,
preisgünstige Generika bevorzugen,
vorrangige Verordnungen von preisgünstigen Biosimilars,
von der Verordnung von Analog-Präparaten und kontrovers diskutierten Arzneimittelgruppen weitestgehend absehen,
zur Realisierung wirkstoffgruppenbezogener Wirtschaftlichkeitsziele nach der Anlage
beitragen,
jeweils nur die Menge verordnen, die im Einzelfall zur Erreichung der Therapieziele
notwendig ist,
inadäquate Arzneimittelverordnungen vermeiden und
OTC-Verordnungen (grünes Rezept) ausstellen, soweit medizinisch ausreichend (vgl.
Arzneimittel-Richtlinien).
Ferner ist sicherzustellen, dass von der Versorgung ausgeschlossene Arzneimittel nicht zu
Lasten der Krankenkassen verordnet werden.
§4
Gemeinsame Arbeitsgruppe
12/2014
(1)
Zur Analyse und strukturierten Bewertung von Arzneimitteldaten und zur Unterstützung der Vertragsärzte bei der Umsetzung dieser Vereinbarung einschließlich der
Ziele nach § 1 Abs. 2 bilden die Vertragspartner eine gemeinsame, paritätisch besetzte Arbeitsgruppe. Ein von den Verbänden der Krankenkassen benannter Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Westfalen-Lippe und ein
von der KVWL benannter Vertreter nehmen an den Sitzungen der Arbeitsgruppe beratend teil. Die Vertragspartner können die Arbeitsgruppe gemeinsam um Beantwortung gezielter Fragestellungen bitten.
(2) Für die gemeinsame Analyse wird der Arbeitsgruppe insbesondere folgendes Datenmaterial zur Verfügung gestellt:
-
ABDA-Monatsdaten,
die jeweils aktuellen GAmSI-Auswertungen,
GKV-Arzneimittelindex,
Auswertungen auf Basis des pharmPRO®-Datenpools.
Die Vertragspartner werden darüber hinaus verfügbare Analysen und Verordnungsprofile vorlegen.
20
...
-4-
(3) Aus den Analyse-Ergebnissen erarbeitet die Arbeitsgruppe Maßnahmen zur Zielerreichung nach § 5 für die Ärzteschaft in Westfalen-Lippe bzw. für bestimmte Arztgruppen zu Wirkstoffgruppen, Krankheitsbildern bzw. Indikationsbereichen, Praxisschwerpunkten und dgl. Sie soll auch vergleichende Übersichten über preisgünstige verordnungsfähige Arzneimittel, einschließlich der jeweiligen Preise sowie von Hinweisen zu
Indikation und therapeutischem Nutzen entwickeln und aktualisieren, sofern nicht bereits von der Bundesebene erarbeitet. Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen sind zu berücksichtigen. Es sollen auch einzelnen Ärzten individuelle Handlungsempfehlungen aufgrund einer Analyse ihrer Verordnungsstruktur gegeben werden. Solche Empfehlungen sind insbesondere dann
abzugeben, wenn die Informationen nach Satz 1 bis 3 bei betroffenen Ärzten trotz
vorhandener Potenziale nicht zu Einsparungen geführt haben. Der einzelne Arzt soll
verbrauchs- und indikationsgerechte Mengen verordnen.
(4) Die Arbeitsgruppe tritt in der Regel monatlich einmal zusammen. Die Maßnahmen
und Empfehlungen der Arbeitsgruppe werden nach § 5 Abs. 4 umgesetzt, sofern
ihnen innerhalb einer Frist von 10 Tagen nicht widersprochen wird. Eine Rückmeldung über etwaige Einwände oder Ablehnungen hat unverzüglich an die Arbeitsgruppe zu erfolgen.
(1)
Zur Unterstützung der Zielerreichung sind vielfältige Maßnahmen durchzuführen. Dazu gehören u. a. die Information und Beratung einzelner oder Gruppen von Vertragsärzten und gezielte Hinweise. Die Vertragspartner sollen sich auf ergänzende
Schwerpunktmaßnahmen, z. B. im Bereich der Blutzucker-Teststreifen und des
Sprechstundenbedarfs, verständigen.
(2)
Als Informationen - auch in elektronischer Form - kommen u. a. folgende in Betracht:
(3)
-
allgemeine Informationen für eine rationale Pharmakotherapie in wesentlichen
Indikationsbereichen unter Berücksichtigung der Kriterien der evidenzbasierten
Medizin,
-
arztbezogene Informationen und Empfehlungen, insbesondere zu den für 2015
vereinbarten wirkstoffgruppenbezogenen Wirtschaftlichkeitszielen nach § 3,
-
gezielte Hinweise zur Indikation und zu therapeutischem Nutzen sowie Preisvergleiche für ausgewählte, umsatzrelevante Arzneimittel (§§ 73 Abs. 8,
305 a SGB V).
12/2014
§5
Maßnahmen zur Zielerreichung
Als Instrumente der Beratung kommen insbesondere folgende in Betracht:
-
Beratung von Gruppen von Vertragsärzten, ggf. einer Fachgruppe oder einer
Region,
Beratung von Qualitätszirkeln,
Intensivierung der Einzelberatung auf der Basis pharmPRO.
21
Nach Abstimmung mit der KVWL können sich die von den Verbänden der Krankenkassen benannten Apotheker bzw. Pharmakoberater an den Beratungen von Gruppen und Qualitätszirkeln beteiligen.
...
-5-
Die Vertragspartner setzen die zur Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen beschleunigt um. Die KVWL stellt insbesondere sicher, dass die Vertragsärzte noch in
2014 über die Inhalte dieser Vereinbarung informiert sowie die in der Arbeitsgruppe
nach § 4 abgestimmten Informationen zur Verordnungsweise an die Vertragsärzte in
Westfalen-Lippe in geeigneter Weise (z. B. zielgruppenspezifische Rundschreiben,
Unterrichtung von Qualitätszirkeln, schriftliche Einzel- und Gruppenberatung, gezielte
Hinweise) zeitnah weitergegeben werden. Auf die Erreichung der Ziele mit den größten Einsparpotenzialen (vgl. Anlage) ist vorrangig hinzuwirken. Die Vertragspartner
informieren die Ärzte gemeinsam auf der Grundlage des § 73 Abs. 8 SGB V über die
in den Arzneimittelgruppen nach der Anlage angebotenen verordnungsfähigen Arzneimittel einschließlich ihrer Kosten. Die Information soll bei wesentlichen Änderungen aktualisiert werden. Die Therapiefreiheit des einzelnen Arztes und die Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106 SGB V bleiben unberührt. Eine Verordnung notwendiger,
wirtschaftlicher Arzneimittel, für die die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse besteht, auf Privatrezept ist unzulässig.
(5)
Sofern Vertragsärzte arztbezogene Informationen und Empfehlungen nach Absatz 2
aus dem laufenden Jahr oder aus Vorjahren nachhaltig nicht beachten und ihre Verordnungsweise nicht optimieren, können sie von der Gemeinsamen Arbeitsgruppe
nach § 4 gezielt darauf hingewiesen und beraten werden.
(6)
Die Verbände der Krankenkassen werden ihre Mitarbeiter und die Versicherten in
geeigneter Weise (z. B. Mitgliederzeitschriften, Veröffentlichungen, gemeinsame
schriftliche Informationen für Arztpraxen) über die Vereinbarungsinhalte sowie einen
wirtschaftlichen Umgang mit Arzneimitteln informieren und beraten. Die Vertragspartner stimmen sich über die Grundzüge dieser Informationen ab. Die Verbände der
Krankenkassen werden darüber hinaus veranlassen, dass die Krankenkassen die
Versicherten entsprechend informieren. Die Verbände der Krankenkassen informieren die KVWL umfassend über die getroffenen Maßnahmen.
(7)
Die Vertragspartner verständigen sich darauf, Maßnahmen zu fördern, die den Vertragsarzt hinsichtlich der Erreichung der Ziele der Arzneimittelvereinbarung und der
Vermeidung nachträglicher Wirtschaftlichkeitsprüfungen unterstützen. Hierzu werden
die Vertragspartner kurzfristig die technischen und rechtlichen Möglichkeiten prüfen
und inhaltliche Festlegungen abstimmen. Hierzu zählt beispielsweise die datentechnische Unterstützung der Praxissoftware. Die Vertragspartner sind sich darüber einig,
dass der Erfolg eines solchen Wegs zur Förderung einer rationalen Verordnungsweise bei Wahrung der individuellen Therapiefreiheit des Arztes ein von allen Beteiligten
getragenes einvernehmliches Handeln voraussetzt.
12/2014
(4)
§6
Ergebnismessung
22
(1)
Wesentliche vorläufige Ergebnisse zur Anlage dieser Vereinbarung werden von der
KVWL – sofern die Datenlage dies erlaubt – monatlich aufbereitet und den Vertragsärzten zur Verfügung gestellt.
(2)
Die Bewertung der Erreichung der jeweiligen wirkstoffgruppenbezogenen Wirtschaftlichkeitsziele nach der Anlage ist einvernehmlich bis zum 30.11.2016 vorzunehmen.
Dabei sind exogene Einflüsse zu berücksichtigen. Abweichungen zu den einzelnen
Zielen lösen für das Jahr 2015 keine Ausgleichszahlungen aus.
...
-6-
(3)
Die Vertragspartner stellen nach Ablauf des Vereinbarungszeitraumes gemeinsam
fest, ob das vereinbarte Ausgabenvolumen nach § 2 eingehalten wurde. Stellen sie
eine Überschreitung des vereinbarten Ausgabenvolumens nach § 2 fest, sind die Ursachen nach § 84 Abs. 3 S. 2 SGB V zu ermitteln. Dabei ist die tatsächliche Entwicklung der Anpassungsfaktoren nach § 84 Abs. 2 SGB V, insbesondere auf den Faktor
Preisentwicklung (vgl. Ziffer 2 der Anlage 2 der Rahmenvorgabe für 2015 vom
26.09.2014) anhand valider Abrechnungsdaten der Apothekenrechenzentren sowie
der GAmSi-Daten zu berücksichtigen und gemeinsam zu klären, in welchem Umfang
die Überschreitung von der KVWL nicht zu vertreten ist. Die auf diese Weise um exogene Einflüsse bereinigte Überschreitung wird dokumentiert und nach Absatz 4 ausgeglichen.
Protokollnotiz
(4)
Im Falle eines Überschreitungsbetrages nach Absatz 3 werden die Krankenkassen
unabhängig von der Erreichung der wirkstoffgruppenbezogenen Wirtschaftlichkeitsziele - entsprechend ihrer Belastung unter Berücksichtigung der nachfolgenden
Grundsätze bis zu einer Höhe von 15,5 Mio. EUR entlastet. Soweit der Arzneimittelverbrauch je 1.000 Versicherte auf der Basis der DDD-Werte (GAmSi) in WestfalenLippe um mindestens 1,5 v. H. unter dem bundesdurchschnittlichen Wert (GKV-West)
liegt, entfällt die Rückzahlung nach Satz 1. Im Verordnungszeitraum 2015 vereinnahmte rechtskräftige Regresse sind nachträglich zugunsten der KVWL vom Überschreitungsbetrag nach Satz 1 abzusetzen. Sofern die Summe aus den Zahlbeträgen
nach Absatz 3 größer als 15,5 Mio. EUR ist, wird der Differenzbetrag dem Ausgleich
nach Satz 1 zugerechnet.
§7
Laufzeit, Anschlussvereinbarung
(1) Diese Vereinbarung tritt am 01.01.2015 in Kraft; sie gilt bis zum 31.12.2015.
(2) Die Vertragspartner werden spätestens Mitte Oktober 2015 in die Verhandlungen
über eine Anschlussvereinbarung eintreten.
Bochum, Dortmund, Essen, Münster, Düsseldorf, Dresden, den 30.11.2014
AOK NORDWEST
.................................................. ....
Dr. Dryden
1. Vorsitzender des Vorstandes
..........................................
Litsch
Vorstandsvorsitzender
12/2014
Kassenärztliche Vereinigung
Westfalen Lippe
Es folgen die Unterschriften der Vertragspartner
...
23
-8-
Protokollnotiz § 2 Abs. (1):
Gemäß § 1 Satz 2 der Vereinbarung nach § 84 Abs. 6 SGB V über fallbezogene, arztgruppenspezifische Richtgrößen für Arzneimittel 2015 gilt Folgendes:
In Anlehnung an die Rahmenvorgaben Arzneimittel vom 26.09.2014 werden die nach dem
01.01.2014 zur Hepatitis-C-Behandlung neu zugelassenen Arzneimittel mit den Wirkstoffen Sofosbuvir, Simeprevir, Daclatasvir und weiteren Wirkstoffen sowie die Arzneimittelkosten im Zusammenhang mit der intravitrealen Medikamenteneingabe mit z.B. Lucentis,
Eylea, Macugen und Ozurdex nicht in die Richtgrößenberechnung einfließen.
Protokollnotiz zu § 6 Abs. (3):
Im Rahmen der Ergebnismessung werden gegenüber der KVWL ausschließlich Steigerungsvolumina von zugelassenen Vertragsärzten berücksichtigt.
Protokollnotiz zur Ergebnismessung 2013:
Nach Auswertung der Verordnungsergebnisse und der Zielerreichung für das Jahr 2013
stellen die Vertragspartner gemeinsam fest, dass für dieses Jahr gegenseitige Zahlungsansprüche nicht bestehen.
Protokollnotiz zur Anlage:
12/2014
Ist ein Vertragsarzt nach Berücksichtigung der Praxisbesonderheiten nach § 106 Abs. 5a
Satz 3 SGB V auffällig, erreicht jedoch die für seine Fachgruppe in Anlage 2 definierte Anzahl an Leitsubstanzquoten, erübrigt sich in aller Regel eine Richtgrößenprüfung für 2015,
es sei denn, ein nicht indikationsgerechter Einsatz bzw. nicht adäquate Verordnungsmengen sind erkennbar. In diesem Fall ist eine Prüfmaßnahme entsprechend zu begründen.
24
11
10
9a
9
8
7
6
5
4
3a
3
2
1
25
Enalapril/ Lisinopril/ Ramipril
die Verordnung von Sartanen soll vorrangig
generisch erfolgen
ezetimibhaltige Lipidsenker als Mittel der
Reserve
Alendronsäure/ Risedronsäure
(generisch)
Leitsubstanz/
Empfehlung
kassenübergreifend preisgünstige Teststreifen
(Preiskategorie B); Durchschnittspreis max. 48 ct
pro Teststreifen
möglichst Quartalsbedarf auf einem Rezept
verordnen
>65
< 25
2,32
3,47
0,00
12/2014
**einschließlich Kombinationen von Oxycodon/ Naloxon und Tapentadol) ausgenommen Levomethadon sowie alle Ampullen
Blutzuckerteststreifen
1,65
>25 (Kosten)
< 40
0,95
>25
Anteil transdermaler therapeutischer Systeme
(TTS) an den Verordnungen in der Gruppe der BtMrezeptpflichtigen Analgetika
0,34
>60
9,92
7,89
> 90
<3
0,00
5,29
3,04
2,06
76,9
145,4
89,6
89,6
23,1
27,8
23,8
53,3
79,0
87,6
85,2
13,3
51,9
Gesamtumsatz
in Mio. €
Zielvolumen
in Mio. €
(nachrichtlich)
2,26
GKV
2015
GKV
2015
>70
>70
>80
>92
<3
GKV Quote
2015
%
nicht generikafähige Originalpräparate inklusive
Kombinationen
(Vermeidung von z.B. Targin® , Palexia®)
Metformin und evidenzbasierter Einsatz
generisch verfügbarer Wirkstoffe
Verordnung generischer Wirkstoffe
EPO Biosimilars gemäß Definition der
Bundesrahmenvorgabe
Somatropin-Biosimilars, insbesondere
vorrangiger Einsatz bei Neueinstellungen
Preisgünstige Leuprorelinpräparate von
Generikaherstellern
Therapie der MS mit Interferonen,
Anteil von Interferon-Beta 1a
Glatiramer, Teriflunomid, Dimethylfumarat (auch pegyliert)
TTS-Opioide in der Gruppe der BtMrezeptpflichtigen Analgetika
BtM-rezeptpflichtige Analgetika**
LH-RH-Analoga
Somatropin
Erythropoetine
orale atypische Neuroleptika
Antidiabetika außer Insulin
Enalapril/ Lisinopril/ Ramipril in Kombination mit
ACE-Hemmer, Sartane und Aliskiren in
Diuretika bzw. Calcium-Antagonisten,
Kombination mit Diuretika bzw. Calciumdie Verordnung von Sartan-Kombinationen soll
Antagonisten
vorranging generisch erfolgen
ACE-Hemmer, Sartane und Aliskiren
Bisphosphonate + Denosumab
(Osteoporose)
Statine und ezetimibhaltige Arzneimittel
Wirkstoffgruppen
Zielvereinbarung
Wirkstoffklassen - Liste A (quantitative Ziele)
Arbeitsversion
Leitsubstanz/
Empfehlung
vorrangige Verordnung von Biosimilars
aut-idem-Austausch grundsätzlich
zulassen
Wirkstoffe, die die frühe
Nutzenbewertung durchlaufen haben
Protonenpumpenhemmer
14
15
16
17
*) sobald verfügbar
Antibiotika/
Fluorochinolone
13
Protonenpumpenhemmer nur indikationsgerecht un
gemäß AM-RL einsetzen
Ergebnisse der frühen Nutzenbewertung
beachten
z.B. Somatropin, EPO, Filgrastim, TNF-alphaBlocker*
aut-idem Ausschluss nur in medizinisch
begründeten Ausnahmefällen
Absenkung der Verordnungsmenge (DDD) je
1000 Versicherte unter anderem zur
MRSA-Vorbeugung:
- zurückhaltende Verordnung von Antibiotika
- Reduzierung der Reserveantibiotika
(z.B.Gyrasehemmer)
Medikamente im Alter
12
Zielvereinbarung
Wirkstoffklassen - Liste B (qualitative Ziele)
Wirkstoffgruppen
Zielvereinbarung
Wirkstoffklassen - Liste A (quantitative Ziele)
12/2014
Absenkung des Anteils älterer Patienten, die
dauerhaft mindestens 6 Wirkstoffe und davon
mindestens 1 inadäquates Arzneimittel (z.B.
Priscus) erhalten.
26
GKV
2015
Gesamtumsatz
in Mio. €
GKV
2015
Zielvolumen
in Mio. €
(nachrichtlich)
Arbeitsversion
GKV Quote
2015
%
X
3a
X
X
X
X
DDD
ACE-Hemmer,
Sartane und
Aliskiren in
Kombination mit
Diuretika bzw.
CalciumAntagonisten
4*
X
X
DDD
Antidiabetika
außer Insulin
5
6
8
9
10
X
X
X
X
DDD
DDD
X
X
X
X
X
X
X
X
DDD
**einschließlich Kombinationen von Oxycodon/ Naloxon und Tapentadol) ausgenommen Levomethadon sowie alle Ampullen
12/2014
9a
BtMTTS-Opioide in der Therapie der MS
rezeptpflichtige Gruppe der BtM- mit Interferonen,
Analgetika**
rezeptpflichtigen
Glatiramer,
Analgetika
Teriflunomid,
Dimethyl-fumarat
X
X
Kosten
LH-RH-Analoga
X
X
DDD
Erythropoetine
X
DDD
orale
atypische
Neuroleptika
* für DSP-Praxen gilt: unter den zu erreichenden 5 Zielen muss ein Ziel, gekennzeichnet mit * (Antidiabetika außer Insulin oder
Blutzuckerteststreifen), erreicht sein.
X
X
X
X
DDD
X
X
3
ACE-Hemmer,
Sartane und
Aliskiren
X
X
DDD
2
Bisphosphonate +
Denosumab
(Osteoporose)
1
Statine und
ezetimibhaltige
Arzneimittel
Arzneimittelvereinbarung 2015 Anlage 2 veröffentlichung
zugel. Urologen
zugel. übrige
fachärztliche
Internisten
zugel. Psychiater, FA
für Psychiatrie u.
Psychotherapie
zugel. Orthopäden
zugel. Neurologen
zugel. Nervenärzte,
FA für Neurologie u.
Psychiatrie
zugel. Nephrologen
zugel. Kardiologen
zugel. Anästhesisten
mit Schmerztherapie
zugel. Anästhesisten
zugel.
Allgemeinmediziner,
Praktische Ärzte,
haus. Internisten
Fachgruppen
Ziele
Zielvereinbarungen A 2015, prüfentlastende Zuordnungen
27
11*
X
X
DDD
Blutzuckerteststreifen
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
JA
Prüfentlastung
durch
LeitsubstanzVerordnung
möglich
1
5
1
2
2
2
3
2
2
2
5
Anzahl der zu
erreichenden Ziele für
eine Prüfentlastung
Heilmittelvereinbarung
nach § 84 Abs. 1 SGB V für das Jahr 2015
für Westfalen-Lippe
zwischen
der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe
(KVWL)
und
der AOK NORDWEST
(AOK NW)
- handelnd als Landesverband dem BKK-Landesverband NORDWEST
(BKK LV NW)
der IKK classic
(IKK)
- handelnd als Landesverband -
der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten
und Gartenbau
- handelnd als Landesverband (SVLFG)
12/2014
der Knappschaft
(Kn)
sowie
den Ersatzkassen
BARMER GEK
Techniker Krankenkasse (TK)
DAK-Gesundheit
Kaufmännische Krankenkasse-KKH
HEK - Hanseatische Krankenkasse
Handelskrankenkasse (hkk)
28
gemeinsamer Bevollmächtigter mit Abschlussbefugnis:
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek),
vertreten durch den Leiter der vdek-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen
- nachfolgend Verbände der Krankenkassen genannt -
2
Präambel
Die Vertragspartner schließen auf der Grundlage der Rahmenvorgaben gemäß
§ 84 Abs. 7 i. V .m. Abs. 8 SGB V für das Jahr 2015 nach § 84 Abs. 1 SGB V diese Heilmittelvereinbarung. Ziel dieser Vereinbarung ist es, eine ausreichende, zweckmäßige und
notwendige Versorgung sicherzustellen.
§1
Gegenstand, Zielsetzung
Die Vertragspartner vereinbaren jahresbezogen ein Ausgabenvolumen für die insgesamt
von den Vertragsärzten nach § 32 SGB V veranlassten Heilmittel sowie auf die Einhaltung
dieses Volumens ausgerichtete Maßnahmen (z. B. Information und Beratung).
§2
Ausgabenvolumen 2015
(1)
Die Vertragspartner vereinbaren ein Ausgabenvolumen für die von den der KVWL
angehörenden Vertragsärzte insgesamt nach § 32 SGB V veranlassten Ausgaben für
Heilmittel in Höhe von
392.000.000,00 EUR für das Jahr 2015.
(2)
Die Vertragspartner haben sich bei der Festlegung an den Rahmenvorgaben vom
30.09.2014 orientiert.
Die mit dieser Vereinbarung getroffenen Bewertungen beruhen auf den zu diesem
Zeitpunkt verfügbaren Rahmendaten für die Heilmittelversorgung. Die Vertragspartner verständigen sich darauf, Abweichungen gegenüber den für das Jahr 2015
12/2014
(3)
zu Grunde gelegten Annahmen in den Verhandlungen des Folgejahres nach den Erkenntnissen aus dem GKV-HIS (Heilmittel-Informationssystem) zu berücksichtigen.
...
29
3
§3
Frühinformationen nach § 84 Abs. 5 SGB V
(1)
Die Spitzenverbände der Krankenkassen stellen der KVWL für die Ausgabensteuerung Auswertungen aus dem GKV-HIS (Heilmittelinformationssystem) als Frühinformation nach § 84 Abs. 5 SGB V quartalsweise zur Verfügung.
(2)
Werden der KVWL Informationen zur Ausgabensteuerung nicht rechtzeitig übermittelt, haben die Vertragspartner das Ausgabenvolumen 2015 neu zu verhandeln.
§4
Gemeinsame Arbeitsgruppe
(1)
Zur Analyse und strukturierten Bewertung von Heilmitteldaten und des Verordnungsgeschehens im Bereich der KVWL bilden die Vertragspartner eine gemeinsame, paritätisch besetzte Arbeitsgruppe (je vier Teilnehmer). Die Arbeitsgruppe strebt einvernehmliche Entscheidungen an. Ein von den Verbänden der Krankenkassen benannter Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung WestfalenLippe und ein von der KVWL benannter Sachverständiger sind berechtigt, an den
Sitzungen der Arbeitsgruppe ohne eigenes Stimmrecht beratend teilzunehmen.
(2) Für die gemeinsame Analyse werden die Vertragspartner der Arbeitsgruppe geeignetes Datenmaterial und verfügbare Analysen vorlegen. Sie streben an, die vorhandene
Datenbasis zeitnah zu verbessern.
12/2014
(3) Aus den Analyse-Ergebnissen erarbeitet die Arbeitsgruppe unter Berücksichtigung
der möglichen Maßnahmen nach § 5 konkrete Informationen und Handlungsempfehlungen für bestimmte Arztgruppen und ggf. Heilmittelerbringer zu bestimmten Heilmitteln oder Heilmittelgruppen, Krankheitsbilder bzw. Indikationsbereichen, Praxisschwerpunkten und dgl.. Sie soll, soweit sinnvoll, auch vergleichende Übersichten
über verordnungsfähige Heilmittel, einschließlich der jeweiligen Preise und ggf. von
Hinweisen zur Indikation erstellen, sofern nicht bereits von der Bundesebene erarbeitet. Beschlüsse des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen sind zu be30
rücksichtigen.
...
4
(4) Die Arbeitsgruppe tritt ab dem Zeitpunkt der tatsächlichen Umsetzung dieser Vereinbarung bei Bedarf zusammen. Die KVWL leitet die Empfehlungen der Arbeitsgruppe
umgehend an die Vertragspartner weiter. Die Maßnahmen werden nach § 5 Abs. 4
umgesetzt, sofern ihnen innerhalb einer Frist von 10 Tagen nicht widersprochen wird.
§5
Maßnahmen zur Einhaltung des Ausgabenvolumens
(1)
Zur Einhaltung des Ausgabenvolumens sind vielfältige Maßnahmen durchzuführen.
Diese betreffen die Information und Beratung einzelner oder Gruppen von Vertragsärzten, gezielte Hinweise sowie Sofortmaßnahmen.
(2)
Als Informationen kommen u. a. folgende in Betracht:
-
Listen der meist verordneten Heilmittel, ggf. fachgruppenbezogen
-
Präzisierung der Indikationen im Hinblick auf die Änderungen der HeilmittelRichtlinien
(3)
-
gezielte Hinweise zur Verordnung von Heilmitteln (§§ 73 Abs. 8, 305 a SGB V)
-
gezielte Hinweise bei Abweichungen von den Heilmittel-Richtlinien.
Als Maßnahmen der Beratung kommen insbesondere folgende in Betracht:
-
Beratung von Gruppen von Vertragsärzten, ggf. einer Fachgruppe oder einer
(4)
-
Beratung von Qualitätszirkeln
-
Beratung einzelner Vertragsärzte.
Die Vertragspartner setzen die zur Einhaltung des Ausgabenvolumens erforderlichen
Maßnahmen zeitnah um.
12/2014
Region
...
31
5
(5)
Die KVWL stellt insbesondere sicher, dass die in der Arbeitsgruppe nach § 4 abgestimmten Informationen zur Verordnungsweise an die Vertragsärzte in WestfalenLippe in geeigneter Weise (z. B. zielgruppenspezifische Rundschreiben, Unterrichtung von Qualitätszirkeln, schriftliche Einzel- und Gruppenberatung, gezielte Hinweise) zeitnah weitergegeben werden. Die Therapiefreiheit des einzelnen Arztes und die
Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106 SGB V bleiben unberührt. Eine Verordnung
notwendiger, wirtschaftlicher Heilmittel auf Privatrezept ist unzulässig.
(6)
Sofern sich abzeichnet, dass die Ausgabenentwicklung eine Überschreitung des
Ausgabenvolumens nach § 2 erwarten lässt, sind Sofortmaßnahmen einzuleiten.
(7)
Die Verbände der Krankenkassen werden die Versicherten in geeigneter Weise (z. B.
Mitgliederzeitschriften, Veröffentlichungen, gemeinsame Aushänge in Arztpraxen)
über die Vereinbarungsinhalte sowie einen wirtschaftlichen Umgang mit Heilmitteln
informieren und beraten. Die Vertragspartner stimmen sich über die Grundzüge dieser Informationen ab. Die Verbände der Krankenkassen werden darüber hinaus veranlassen, dass die Krankenkassen die Versicherten entsprechend informieren.
§6
Ergebnismessung
(1) Vorläufige Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe nach § 4 möglichst monatlich,
mindestens quartalsweise im Hinblick auf das Ausgabenvolumen nach § 2 aufbereitet. Sofern sich abzeichnet, dass die Ausgabenentwicklung eine Überschreitung
12/2014
dieses Volumens erwarten lässt, sind Sofortmaßnahmen nach § 5 Abs. 5 einzuleiten.
(2)
Wird das Ausgabenvolumen nach § 2 überschritten, ist diese Überschreitung Gegenstand der Gesamtverträge. Die Vertragsparteien werden die Ursachen der Überschreitung analysieren und auf der Grundlage gesicherter Daten bewerten und ggf.
weitere Konsequenzen hinsichtlich des vereinbarten Ausgabenvolumens ziehen.
(3)
32
Wird das Ausgabenvolumen nach § 2 unterschritten, werden die Gründe der Unterschreitung mit Bezug auf § 84 Abs. 3 S. 3 SGB V von der Arbeitsgruppe nach § 4
analysiert.
...
6
§7
Laufzeit, Anschlussvereinbarung
(1) Diese Vereinbarung tritt am 01.01.2015 in Kraft und gilt bis zum 31.12.2015.
(2) Die Vertragspartner werden spätestens Mitte Oktober 2015 in die Verhandlungen
über eine Anschlussvereinbarung eintreten.
Bochum, Dortmund, Essen, Münster, Düsseldorf, Dresden, den 30.11.2014
Kassenärztliche Vereinigung
Es
folgen dieLippe
Unterschriften der Vertragspartner
Westfalen
.................................................. ....
Dr. Wolfgang-Axel Dryden
Protokollnotiz
1. Vorsitzender des Vorstandes
8
AOK NORDWEST
..........................................
Martin Litsch
Vorstandsvorsitzender
Eine überdurchschnittliche Verordnung von Heilmitteln, für die die Krankenkasse eine geBKK-Landesverband
nerelle Freistellung vom Genehmigungsvorbehalt erklärt
hat, kann einen Mehraufwand
NORDWEST
begründen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass ein Vertragsarzt mit seinen Heilmittelverordnungen insgesamt in eine Wirtschaftlichkeitsprüfung einbezogen werden kann.
..........................................
Ass. jur. Dietmar Kämper
Geschäftsbereichsleitung
12/2014
IKK classic
...........................................
Dirk Averbeck
Geschäftsbereichsleiter
Vertragspartner Westfalen
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
33
.........................................
Frank Krenz
...
Vereinbarung
nach § 84 Abs. 6 SGB V
über fallbezogene, arztgruppenspezifische Richtgrößen
für Arzneimittel 2015
zwischen
der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe
(KVWL)
und
der AOK NORDWEST
(AOK NW)
- handelnd als Landesverband dem BKK-Landesverband NORDWEST
(BKK LV NW)
der IKK classic
(IKK)
- handelnd als Landesverband -
12/2014
der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten
und Gartenbau
- handelnd als Landesverband (SVLFG)
der Knappschaft
(Kn)
sowie
den Ersatzkassen
34
BARMER GEK
Techniker Krankenkasse (TK)
DAK-Gesundheit
Kaufmännische Krankenkasse-KKH
HEK - Hanseatische Krankenkasse
Handelskrankenkasse (hkk)
gemeinsamer Bevollmächtigter mit Abschlussbefugnis:
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek),
vertreten durch den Leiter der vdek-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen
- nachfolgend Verbände der Krankenkassen genannt -
2
§1
Richtgrößen Arzneimittel 2015 (in Euro)
Die Vertragspartner vereinbaren für das Jahr 2015 gemäß § 84 Abs. 6 SGB V folgende
Richtgrößen für die aufgeführten Arztgruppen unter Beachtung der festgesetzten Ausgabenobergrenze. In Anlehnung an die Rahmenvorgaben Arzneimittel vom 26.09.2014 sind
die nach dem 01.01.2014 zur Hepatitis-C-Behandlung neu zugelassenen Arzneimittel mit
den Wirkstoffen Sofosbuvir, Simeprevir, Daclatasvir und weiteren Wirkstoffen sowie die
Arzneimittelkosten im Zusammenhang mit der intravitrealen Medikamenteneingabe mit
z.B. Lucentis, Eylea, Macugen und Ozurdex nicht in die Richtgrößenberechnung eingeflossen. Die Richtgrößen gelten für ambulante Behandlungsfälle im jeweiligen Abrechnungsquartal gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 BMV-Ä, ausgenommen Notfälle im
organisierten Notfalldienst (Muster 19 a der Vordruckvereinbarung) und Überweisungsfälle
zur Durchführung ausschließlich von Probenuntersuchungen oder zur Befundung von dokumentierten Untersuchungsergebnissen und Behandlungsfälle (vgl. Honorarbescheid unter Ziffer 1.2), in denen ausschließlich Kostenerstattungen des Kapitels 40 EBM abgerechnet werden.
3
...
Vergleichsgruppe
(nur zugelassene Ärzte)
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte,
haus. Internisten
Anästhesisten
Anästhesisten mit Schmerztherapie
Augenärzte
Chirurgen
Frauenärzte
Gastroenterologen
Hautärzte
HNO-Ärzte
Kardiologen
Kinder- und Jugendpsychiater
Kinder- und Jugendärzte
Nervenärzte, FA für Neurologie und
Psychiatrie
Neurologen
Onkologen
Orthopäden
Pneumologen
Psychiater, FA für Psychiatrie
und Psychotherapie
Rheumatologen
übrige fachärztliche Internisten
Urologen
Richtgröße 2015
M/F
Angabe in EUR
47,94 €
Richtgröße 2015
R
Angabe in EUR
143,25 €
9,41 €
96,54 €
7,52 €
6,48 €
11,61 €
202,60 €
30,53 €
12,60 €
12,39 €
30,29 €
31,98 €
171,63 €
21,03 €
204,20 €
17,88 €
11,26 €
21,50 €
96,08 €
27,08 €
4,63 €
15,15 €
36,92 €
44,65 €
158,35 €
399,89 €
1.686,16 €
6,42 €
84,82 €
88,29 €
242,15 €
1.732,36 €
15,24 €
108,03 €
118,09 €
370,76 €
101,53 €
29,13 €
314,86 €
151,60 €
82,92 €
§2
Veränderungen
12/2014
Arzneimittel
35
Orthopäden
Pneumologen
Psychiater, FA für Psychiatrie
und Psychotherapie
Rheumatologen
übrige fachärztliche Internisten
Urologen
6,42 €
84,82 €
88,29 €
15,24 €
108,03 €
118,09 €
370,76 €
101,53 €
29,13 €
314,86 €
151,60 €
82,92 €
§2
Veränderungen
Die Richtgrößen sind bei erheblichen Veränderungen in der Entwicklung der Behandlungsund Verordnungsstrukturen anzupassen. Den Arzt begünstigende Veränderungen der
Richtgröße werden bei einer Richtgrößenprüfung zu seinen Gunsten berücksichtigt.
4
...
§3
Wirtschaftlichkeitsprüfung
(1)
In die Richtgrößenprüfung werden nicht mehr als 5 v. H. der Ärzte einer Fachgruppe
je Verordnungsbereich einbezogen. Das Gleiche gilt, wenn anstelle der Richtgrößenprüfung eine Prüfung nach Durchschnittswerten durchgeführt wird.
(2)
Soweit für Fachgruppen keine Richtgrößen vereinbart worden sind, erfolgt die Wirtschaftlichkeitsprüfung auf der Grundlage des Fachgruppendurchschnitts mit den für
eine Richtgrößenprüfung geltenden gesetzlichen Vorgaben.
§4
In-Kraft-Treten/Laufzeit
Diese Vereinbarung gilt vom 01.01.2015 an für das Kalenderjahr 2015. Sie gilt über den
31.12.2015 hinaus fort, sofern nicht rechtzeitig vor Beginn des Jahres 2016 eine neue
Vereinbarung geschlossen wird.
12/2014
Bochum, Dortmund, Essen, Münster, Düsseldorf, Dresden, den 30.11.2014
Kassenärztliche Vereinigung
Westfalen Lippe
Es folgen die Unterschriften der Vertragspartner
AOK NORDWEST
.................................................. ....
Dr. Dryden
1. Vorsitzender des Vorstandes
..........................................
Litsch
Vorstandsvorsitzender
...
36
Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen
für den Bereich der KVWL
Beschluss
Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für Westfalen-Lippe hat das nach § 103 Abs. 1 und 2 SGB V und
§ 16b Ärzte-ZV in Verbindung mit der Bedarfsplanungs-Richtlinie (BPL-RL, Fassung vom 20.12.2012, zuletzt geändert
am 17.07.2014, in Kraft getreten am 30.09.2014) vorgesehene Verfahren zur Feststellung der Überversorgung in der
vertragsärztlichen Versorgung in Westfalen-Lippe durchgeführt.
Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für Westfalen-Lippe stellt gemäß § 103 Abs. 1 und 2 SGB V in
Verbindung mit §§ 23, 24 BPL-RL fest, dass in folgenden Planungsbereichen Zulassungsbeschränkungen eingetreten sind:
Planungsbereich
Frauenärzte
HNO-Ärzte
HNO-Ärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Kinder- u. Jugendpsychiater
Psychotherapeuten
Psychotherapeuten
Psychotherapeuten
Psychotherapeuten
Paderborn, Kreis
Herford, Kreis
Siegen-Wittgenstein, Kreis
Beckum MB
Dorsten MB
Iserlohn MB
Siegen MB
Dortmund ROR
HSK Brilon MB
HSK Marsberg MB
HSK Meschede MB
HSK Sundern MB
Versorgungsgrad
111,6 %
113,2 %
112,6 %
110,6 %
110,7 %
110,3 %
110,2 %
110,1 %
114,2 %
120,6 %
112,9 %
117,1 %
12/2014
Arztgruppe
MB = Mittelbereich
ROR = Raumordnungsregion
Anträge auf Zulassung oder Anstellung für diese Planungsbereiche sind abzulehnen.
37
Dortmund, den 18.11.2014
gez. Prof. Dr. jur. Dr. h. c. Wittkämper
Vorsitzender
Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen
für den Bereich der KVWL
Beschluss
Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für Westfalen-Lippe hat nach § 103 Abs. 3 SGB V geprüft, ob die
Voraussetzungen für eine Überversorgung in von Zulassungsbeschränkungen betroffenen Planungsbereichen entfallen sind und die Zulassungsbeschränkungen aufzuheben sind.
Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für Westfalen-Lippe stellt fest, dass in folgenden Planungsbereichen keine Überversorgung mehr vorliegt. Nach § 26 Abs. 4 der Bedarfsplanungs-Richtlinie (BPL-RL, Fassung vom
20.12.2012, zuletzt geändert am 17.07.2014, in Kraft getreten am 30.09.2014) wird für diese Planungsbereiche die
Auflage erteilt, dass Zulassungen nur in dem Umfang erfolgen dürfen, bis Überversorgung eingetreten ist.
Arztgruppe
Planungsbereich
Augenärzte
Hausärzte
Hausärzte
Psychotherapeuten
Herford, Kreis
Lüdenscheid MB
Vreden MB
Höxter, Kreis
Versorgungsgrad
Zulassungen / Anstellungen
bis zur Überversorgung
102,9 %
99,3 %
109,5 %
99,8 %
1,0
0,5
0,5
2,0
12/2014
MB = Mittelbereich
38
Berücksichtigungsfähig sind nur Zulassungs– oder Anstellungsanträge, die innerhalb einer Frist nach Veröffentlichung
in den amtlichen Bekanntmachungen der Kassenärzt­lichen Vereinigung Westfalen-Lippe, beginnend am 20.12.2014 bis
spätestens zum 02.02.2015, vollständig und fristgerecht eingegan­gen sind.
Unter mehreren Bewerbern entscheidet der Zulassungsausschuss nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung folgender Kriterien (§ 26 Abs. 4 Nr. 3 BPL-RL):






berufliche Eignung,
Dauer der bisherigen ärztlichen Tätigkeit,
Approbationsalter,
Dauer der Eintragung in die Warteliste gemäß § 103 Abs. 5 SGB V,
bestmögliche Versorgung der Versicherten im Hinblick auf die räumliche Wahl des Vertragsarztsitzes,
Entscheidung nach Versorgungsgesichtspunkten (z. B. Fachgebietsschwerpunkt, Barrierefreiheit).
Anträge sind an den zuständigen Zulassungsausschuss der Ärzte und Krankenkassen (Robert-Schimrigk-Str.4-6, 44141
Dortmund) zu richten.
Dortmund, den 18.11.2014
Prof. Dr. jur. Dr. h. c. Wittkämper
Vorsitzender
Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen
für den Bereich der KVWL
Beschluss
I.)
Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für Westfalen-Lippe hat nach § 26 Abs. 4 der BedarfsplanungsRichtlinie (BPL-RL, Fassung vom 20.12.2012, zuletzt geändert am 17.07.2014, in Kraft getreten am 30.09.2014) für
folgende nicht überversorgte Planungsbereiche die Auflage erteilt, dass Zulassungen nur in dem Umfang erfolgen
dürfen, bis Überversorgung eingetreten ist.
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Planungsbereich
Ahaus MB
Ahlen MB
Altena MB
Arnsberg MB
Attendorn MB
Bad Berleburg MB
Bad Driburg MB
Bad Oeynhausen MB
Bad Salzuflen MB
Bergkamen MB
Beverungen MB
Bielefeld MB
Blomberg MB
Bocholt MB
Borken MB
Brilon MB
Bünde MB
Büren MB
Datteln MB
Delbrück MB
Ennepetal MB
Espelkamp MB
Geseke MB
Gronau MB
Gütersloh MB
Halle MB
Haltern MB
Hemer MB
Herford MB
Höxter MB
Ibbenbüren MB
Kreuztal MB
Lage MB
Lemgo MB
Löhne MB
Lübbecke MB
Lüdenscheid MB
Lüdinghausen MB
Zulassungen / Anstellungen bis
zur Überversorgung
1,0
5,5
5,5
2,5
2,0
1,5
1,5
3,0
9,5
4,0
1,5
28,0
3,5
15,5
3,5
8,0
6,5
1,5
3,5
2,0
5,5
8,5
2,5
5,0
18,5
4,5
2,5
3,0
19,5
2,0
4,0
4,5
8,0
8,5
8,0
2,0
0,5
1,5
12/2014
Arztgruppe
39
12/2014
Arztgruppe
40
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Hausärzte
Augenärzte
Augenärzte
Augenärzte
Frauenärzte
Hautärzte
Kinder- u. Jugendmediziner
Kinder- u. Jugendmediziner
Psychotherapeuten
Psychotherapeuten
Kinder u. Jugendpsychiater
Kinder u. Jugendpsychiater
Kinder u. Jugendpsychiater
Kinder u. Jugendpsychiater
Nuklearmediziner
Phys. u. rehabilitative Medizin
Planungsbereich
Meinerzhagen / Kierspe MB
Menden MB
Meschede MB
Neunkirchen MB
Oelde MB
Olpe MB
Petershagen MB
Porta Westfalica MB
Rheda-Wiedenbrück MB
Rheine MB
Rietberg MB
Schmallenberg MB
Soest MB
Steinheim MB
Sundern MB
Vlotho MB
Vreden MB
Waltrop MB
Warstein MB
Werdohl MB
Werl MB
Wetter MB
Herford
Hochsauerlandkreis
Höxter, Kreis
Siegen-Wittgenstein, Kreis
Höxter, Kreis
Höxter, Kreis
Olpe, Kreis
Höxter, Kreis
Winterberg MB
Arnsberg, ROR
Bielefeld, ROR
Paderborn, ROR
Siegen, ROR
Westfalen-Lippe
Westfalen-Lippe
Zulassungen / Anstellungen bis
zur Überversorgung
7,5
6,5
3,5
3,0
5,0
3,5
3,0
2,5
8,0
6,0
1,5
1,0
5,0
2,0
2,5
3,0
0,5
0,5
2,0
3,5
3,0
1,0
1,0
0,5
1,5
1,5
1,0
1,0
1,0
2,0
1,0
0,5
4,5
2,0
0,5
1,5
2,5
MB = Mittelbereich
ROR = Raumordnungsregion
II.)
Der Landesausschuss stellt fest, dass in nachstehend aufgeführten Planungsbereichen ein 25-prozentiger Anteil an
ärztlichen Psychotherapeuten und ein 20-prozentiger Anteil an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nicht
erreicht wird. Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für Westfalen-Lippe versieht diese Feststellung
gemäß § 25 Abs.1 Nr. 5 BPL-RL mit der Auflage, dass Zulassungen und Anstellungen nur in einem solchen Umfang
erfolgen dürfen, bis die Quotenregelung erfüllt ist.
Arztgruppe
Planungsbereich
Zulassungen / Anstellungen bis
zur Überversorgung
Ärztliche Psychotherapeuten
Gütersloh, Kreis
0,5
Ärztliche Psychotherapeuten
Höxter, Kreis
1,5
Ärztliche Psychotherapeuten
HSK Brilon MB
1,0
Ärztliche Psychotherapeuten
HSK Marsberg MB
1,0
Ärztliche Psychotherapeuten
HSK Meschede MB
1,5
Ärztliche Psychotherapeuten
HSK Sundern MB
0,5
Ärztliche Psychotherapeuten
HSK Winterberg MB
1,5
Ärztliche Psychotherapeuten
Olpe, Kreis
2,0
Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeuten
Bochum
0,5
Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeuten
Höxter, Kreis
1,0
MB = Mittelbereich
III.)
Berücksichtigungsfähig unter I.) und II.) sind nur Zulassungs– oder Anstellungsanträge, die innerhalb einer Frist nach
Veröffentlichung in den amtlichen Bekanntmachungen der Kassenärzt­lichen Vereinigung Westfalen-Lippe, beginnend
am 20.12.2014 bis spätestens zum 02.02.2015, vollständig und fristgerecht eingegan­gen sind.






berufliche Eignung,
Dauer der bisherigen ärztlichen Tätigkeit,
Approbationsalter,
Dauer der Eintragung in die Warteliste gemäß § 103 Abs. 5 SGB V,
bestmögliche Versorgung der Versicherten im Hinblick auf die räumliche Wahl des Vertragsarztsitzes,
Entscheidung nach Versorgungsgesichtspunkten (z. B. Fachgebietsschwerpunkt, Barrierefreiheit).
12/2014
Unter mehreren Bewerbern entscheidet der Zulassungsausschuss nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung folgender Kriterien (§ 26 Abs. 4 Nr. 3 BPL-RL):
Anträge sind an den zuständigen Zulassungsausschuss der Ärzte und Krankenkassen (Robert-Schimrigk-Str.4-6,
44141 Dortmund) zu richten.
Dortmund, den 18.11.2014
Prof. Dr. jur. Dr. h. c. Wittkämper
Vorsitzender
41
Ausschreibung von Vertragsarzt- und
Psychotherapeutensitzen in Westfalen-Lippe
Im Auftrag der jetzigen Praxisinhaber bzw. deren Erben
schreibt die KVWL die abzugebenden Arzt- und Psychotherapeuten-Praxen in Gebieten mit Zulassungsbeschränkungen zur Übernahme durch Nachfolger aus (gemäß §
103 Abs. 4 SGB V). Bewerbungen können an die KV Westfalen-Lippe, Stichwort „Ausschreibung“, Robert-Schimrigk-Straße 4-6, 44141 Dortmund, gerichtet werden. Bitte
geben Sie die Kennzahl aus der linken Spalte der Ausschreibung an. Die Frist für den Eingang der Bewerbungen
(Anschreiben und tabellarischer Lebenslauf) ist der
20.01.2015 (Eingang KV). Ein Musterbewerbungsschreiben können Sie von unserer Homepage (www. kvwl.de)
Dezember 2014
herunterladen. Wir leiten die Bewerbungen an den Praxisinhaber weiter.
Wir bitten um Verständnis, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen keine näheren Angaben zu den Praxen machen können.
Die ausgeschriebenen Vertragsarzt- bzw. Psychotherapeutensitze werden in den Bezirksstellen der KVWL öffentlich ausgehängt.
Ende der Bewerberfrist: 20.01.2015
Hausärztliche Versorgung
(Mittelbereiche = MB)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
12/2014
Regierungsbezirk Arnsberg I
42
a4404
Hausarztpraxis im MB Dortmund
sofort
a4418
Hausarztpraxis im MB Dortmund (auch 2 hälftige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich - neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
a4454
Hausarztpraxis im MB Dortmund
nach Vereinbarung
a4455
Hausarztpraxis im MB Dortmund
nach Vereinbarung
a4754
Hausarztpraxis im MB Dortmund (auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
a4930
Hausarztpraxis im MB Dortmund
nach Vereinbarung
a5112
Hausarztpraxis im MB Dortmund
nach Vereinbarung
a5212
Hausarztpraxis im MB Dortmund
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
2/15
a5251
Hausarztpraxis im MB Dortmund
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
a5370
Hausarztpraxis im MB Dortmund
4/15
a4610
Hausarztpraxis im MB Hamm
nach Vereinbarung
a5296
Hausarztpraxis im MB Hamm
nach Vereinbarung
a4345
Hausarztpraxis im MB Kamen (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
a5367
Hausarztpraxis im MB Kamen
nach Vereinbarung
a5059
Hausarztpraxis im MB Lippstadt
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
a5170
Hausarztpraxis im MB Lippstadt
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
a5171
Hausarztpraxis im MB Lippstadt
nach Vereinbarung
a4203
Hausarztpraxis im MB Lünen
nach Vereinbarung
a4713
Hausarztpraxis im MB Lünen
nach Vereinbarung
a5136
Hausarztpraxis im MB Lünen (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
a5110
Hausarztpraxis im MB Schwerte
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
a5213
Hausarztpraxis im MB Schwerte
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
2/16
Hausärztliche Versorgung
(Mittelbereiche = MB)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
a4419
Hausarztpraxis im MB Unna (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
a4505
Hausarztpraxis im MB Unna (auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
a4701
Hausarztpraxis im MB Unna (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
a4852
Hausarztpraxis im MB Unna
nach Vereinbarung
a5091
Hausarztpraxis im MB Unna
2/15
b4980
Hausarztpraxis im MB Bochum
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
b5228
Hausarztpraxis im MB Bochum (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
2/15
b5229
Hausarztpraxis im MB Bochum (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
2/15
b5230
Hausarztpraxis im MB Bochum
3/15
b5232
Hausarztpraxis im MB Bochum
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
b5282
Hausarztpraxis im MB Bochum (auch 2 hälftige Zulassungen möglich
- auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
b5320
Hausarztpraxis im MB Bochum (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
b5375
Hausarztpraxis im MB Bochum
nach Vereinbarung
b4596
Hausarztpraxis im MB Hagen
nach Vereinbarung
b5082
Hausarztpraxis im MB Hagen (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
1/16
b5271
Hausarztpraxis im MB Hagen (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
b4600
Hausarztpraxis im MB Hattingen
nach Vereinbarung
b5118
Hausarztpraxis im MB Hattingen (hälftiger Versorgungsauftrag - auch
nach Vereinbarung
Anstellung möglich)
b4776
Hausarztpraxis im MB Herne (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
b4844
Hausarztpraxis im MB Herne (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
b5011
Hausarztpraxis im MB Herne (auch 2 hälftige Zulassungen möglich auch Anstellung möglich)
sofort
b5052
Hausarztpraxis im MB Herne
sofort
b5384
Hausarztpraxis im MB Herne
sofort
b5317
Hausarztpraxis im MB Iserlohn (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
b4499
Hausarztpraxis im MB Schwelm (hälftiger Versorgungsauftrag - neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
a3236
Hausarztpraxis im MB Witten
sofort
b4274
Hausarztpraxis im MB Witten
nach Vereinbarung
b4468
Hausarztpraxis im MB Witten (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
b5319
Hausarztpraxis im MB Witten
3/15
Regierungsbezirk Detmold
d5311
Hausarztpraxis mit Angestellten-Arztsitz im MB Detmold (auch 2 hälfsofort
tige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich)
d5382
Hausarztpraxis im MB Horn-Bad Meinberg (hälftiger Versorgungsauftrag - neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
sofort
d5222
Hausarztpraxis im MB Minden
nach Vereinbarung
d5236
Hausarztpraxis im MB Minden
nach Vereinbarung
d5378
Hausarztpraxis im MB Minden
nach Vereinbarung
d5047
Hausarztpraxis im MB Paderborn
nach Vereinbarung
12/2014
Regierungsbezirk Arnsberg II
43
Hausärztliche Versorgung
(Mittelbereiche = MB)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
d5077
Hausarztpraxis im MB Paderborn
nach Vereinbarung
d5124
Hausarztpraxis im MB Paderborn
sofort
d5273
Hausarztpraxis im MB Paderborn
sofort
d5344
Hausarztpraxis im MB Paderborn
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
12/2014
Regierungsbezirk Münster
44
m5388
Hausarztpraxis im MB Coesfeld (neuer Partner für Gemeinschaftspra2/15
xis)
m5389
Hausarztpraxis im MB Coesfeld
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
2/15
m5354
Hausarztpraxis im MB Dülmen
sofort
m3291
Hausarztpraxis im MB Gelsenkirchen
nach Vereinbarung
m4550
Hausarztpraxis im MB Gelsenkirchen
nach Vereinbarung
m4657
Hausarztpraxis im MB Gelsenkirchen (auch 2 hälftige Zulassungen
möglich - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
m4723
Hausarztpraxis im MB Gelsenkirchen
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
m5393
Hausarztpraxis im MB Gelsenkirchen
(neuer Partner für überörtliche Gemeinschaftspraxis)
1/15
m5397
Hausarztpraxis im MB Greven (neuer Partner für versorgungsübergreifende Gemeinschaftspraxis)
2/15
m5104
Hausarztpraxis im MB Lengerich
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
m4118
Hausarztpraxis im MB Marl
sofort
m4389
Hausarztpraxis im MB Marl
nach Vereinbarung
m4686
Hausarztpraxis im MB Marl (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis,
auch 2 hälftige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
m5363
Hausarztpraxis im MB Marl
sofort
m4941
Hausarztpraxis im MB Münster (auch 2 hälftige Zulassungen möglich) nach Vereinbarung
m4984
Hausarztpraxis im MB Münster
m5180
Hausarztpraxis im MB Münster (auch 2 hälftige Zulassungen möglich) nach Vereinbarung
m5220
Hausarztpraxis im MB Münster
m5263
Hausarztpraxis im MB Münster (auch 2 hälftige Zulassungen möglich) nach Vereinbarung
m5267
Hausarztpraxis im MB Münster
(2 neue Partner für Gemeinschaftspraxis)
m5314
Hausarztpraxis im MB Münster (auch 2 hälftige Zulassungen möglich) sofort
nach Vereinbarung
sofort
nach Vereinbarung
m4328
Hausarztpraxis im MB Recklinghausen
sofort
m4677
Hausarztpraxis im MB Recklinghausen
nach Vereinbarung
m4731
Hausarztpraxis im MB Recklinghausen (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
m5356
Hausarztpraxis im MB Recklinghausen
nach Vereinbarung
Allgemeine fachärztliche Versorgung
(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
Regierungsbezirk Arnsberg
a5026
Augenarztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
3/15
a4522
Augenarztpraxis in der krfr. Stadt Hamm
nach Vereinbarung
a5329
Augenarztpraxis im Kreis Soest
4/15
a4755
Chirurgische Praxis in der krfr. Stadt Dortmund
nach Vereinbarung
a4990
Chirurgische Praxis im Kreis Soest
nach Vereinbarung
a5369
Chirurgische Praxis im Kreis Unna (hälftiger Versorgungsauftrag)
2/15
a4223
Frauenarztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
nach Vereinbarung
a5366
Frauenarztpraxis im Kreis Unna
nach Vereinbarung
a4964
HNO-Arztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
nach Vereinbarung
a5340
HNO-Arztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
3/15
a5167
Hautarztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
a5297
Kinder- und Jugendmedizinpraxis in der krfr. Stadt Dortmund (hälftiger Versorgungsauftrag - Gründung Gemeinschaftspraxis geplant auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
a4095
Kinder- und Jugendmedizinpraxis in der krfr. Stadt Hamm (neuer
Partner für Gemeinschaftspraxis)
sofort
a4003
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Soest (neuer Partner für
Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
a5111
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Unna
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
a4517
Nervenarztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
a4632
Nervenarztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
(hälftiger Versorgungsauftrag)
nach Vereinbarung
a5328
Nervenarztpraxis in der krfr. Stadt Dortmund
nach Vereinbarung
a4916
Nervenarztpraxis in der krfr. Stadt Hamm (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich – auch Anstelnach Vereinbarung
lung möglich)
a4993
Nervenarztpraxis im Kreis Soest (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
a5368
Nervenarztpraxis im Kreis Unna (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
a4995
Urologische Praxis in der krfr. Stadt Hamm
(hälftiger Versorgungsauftrag)
nach Vereinbarung
Bereich Arnsberg II
12/2014
Bereich Arnsberg I
45
b5253
Augenarztpraxis in der krfr. Stadt Bochum
nach Vereinbarung
b5272
Augenarztpraxis in der krfr. Stadt Herne (auch 2 hälftige Zulassungen möglich, auch Anstellung möglich)
sofort
b4535
Augenarztpraxis im Kreis Olpe
nach Vereinbarung
b5017
Chirurgische Praxis in der krfr. Stadt Bochum
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
Allgemeine fachärztliche Versorgung
12/2014
(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
b5018
Chirurgische Praxis in der krfr. Stadt Bochum
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
b4496
Chirurgische Praxis in der krfr. Stadt Hagen
sofort
b5372
Chirurgische Praxis im Märkischen Kreis
2/15
b5056
Frauenarztpraxis in der krfr. Stadt Bochum
nach Vereinbarung
b5371
Frauenarztpraxis in der krfr. Stadt Bochum (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
2/15
b3813
Frauenarztpraxis im Ennepe-Ruhr-Kreis
sofort
b5270
Frauenarztpraxis in der krfr. Stadt Hagen
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
b5385
Frauenarztpraxis im Märkischen Kreis
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
sofort
b5120
Frauenarztpraxis im Kreis Olpe
nach Vereinbarung
b5206
HNO-Arztpraxis in der krfr. Stadt Hagen
nach Vereinbarung
b5334
HNO-Arztpraxis im Märkischen Kreis
nach Vereinbarung
b5233
Kinder- und Jugendmedizinpraxis in der krfr. Stadt Bochum
3/15
a3237
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Ennepe-Ruhr-Kreis
nach Vereinbarung
b5295
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Ennepe-Ruhr-Kreis
(neuer Partner für MVZ)
sofort
b4932
Kinder- und Jugendmedizinpraxis in der krfr. Stadt Hagen
sofort
b4764
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Siegen-Wittgenstein
(hälftiger Versorgungsauftrag)
nach Vereinbarung
b5386
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Siegen-Wittgenstein (hälftiger Versorgungsauftrag - neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
b4553
Nervenarztpraxis in der krfr. Stadt Bochum
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
b5119
Nervenarztpraxis im Märkischen Kreis (hälftiger Versorgungsauftrag) sofort
b5207
Nervenarztpraxis im Märkischen Kreis
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
b5325
Nervenarztpraxis im Märkischen Kreis
(neuer Partner für überörtliche Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
b5373
Orthopädische Praxis in der krfr. Stadt Hagen
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
b5376
Orthopädische Praxis in der krfr. Stadt Hagen (hälftiger Versorgungsauftrag, auch Anstellung möglich - neuer Partner für Gemeinschaft2/15
spraxis)
b5333
Orthopädische Praxis im Kreis Olpe
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
Regierungsbezirk Detmold
46
d5308
Augenarztpraxis in der krfr. Stadt Bielefeld (neuer Partner für überörtliche Gemeinschaftspraxis - hälftiger Versorgungsauftrag - auch
Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
d4683
Augenarztpraxis im Kreis Lippe
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d5046
Augenarztpraxis im Kreis Lippe
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d5160
Chirurgische Praxis im Kreis Minden-Lübbecke
nach Vereinbarung
d4757
Frauenarztpraxis in der krfr. Stadt Bielefeld
nach Vereinbarung
Allgemeine fachärztliche Versorgung
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
d4774
Frauenarztpraxis im Kreis Gütersloh
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d4973
Frauenarztpraxis im Kreis Gütersloh (neuer Partner für überörtliche
Gemeinschaftspraxis - hälftiger Versorgungsauftrag)
nach Vereinbarung
d5196
Frauenarztpraxis im Kreis Gütersloh (neuer Partner für überörtliche
Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
2/16
d3511
Frauenarztpraxis im Kreis Herford
nach Vereinbarung
d4570
Frauenarztpraxis im Kreis Höxter
nach Vereinbarung
d5127
Frauenarztpraxis im Kreis Höxter
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d4913
Frauenarztpraxis im Kreis Lippe
nach Vereinbarung
d5379
Frauenarztpraxis im Kreis Lippe
sofort
d5049
Frauenarztpraxis im Kreis Minden-Lübbecke
sofort
d4893
HNO-Arztpraxis im Kreis Lippe
nach Vereinbarung
d5342
HNO-Arztpraxis im Kreis Paderborn
2/15
d4787
Hautarztpraxis in der krfr. Stadt Bielefeld
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
d4903
Kinder- und Jugendmedizinpraxis in der krfr. Stadt Bielefeld (neuer
Partner für Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
d5126
Kinder- und Jugendmedizinpraxis in der krfr. Stadt Bielefeld
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d5125
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Lippe
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d5074
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Minden-Lübbecke
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
d5238
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Minden-Lübbecke
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
d5365
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Minden-Lübbecke
2/15
d5343
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Paderborn
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d4437
Nervenarztpraxis im Kreis Lippe
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
d4887
Nervenarztpraxis im Kreis Lippe
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d4829
Nervenarztpraxis im Kreis Minden-Lübbecke
(neuer Partner für überörtliche Gemeinschaftspraxis)
nach Vereinbarung
d4614
Urologische Praxis im Kreis Paderborn
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
d4926
Urologische Praxis im Kreis Paderborn (neuer Partner für überörtliche Gemeinschaftspraxis - auch 2 hälftige Zulassungen möglich auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
m5390
Augenarztpraxis in der krfr. Stadt Münster (hälftiger Versorgungsauftrag, Gründung Gemeinschaftspraxis geplant)
sofort
m5066
Chirurgische Praxis, Schwerpunkt Unfallchirurgie, in der krfr. Stadt Gelsenkirchen (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
m4896
Chirurgische Praxis im Kreis Warendorf
nach Vereinbarung
m4889
Frauenarztpraxis im Kreis Recklinghausen
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
Regierungsbezirk Münster
12/2014
(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)
47
Allgemeine fachärztliche Versorgung
(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
m5360
Frauenarztpraxis im Kreis Warendorf (neuer Partner für Gemeinschaftspraxis - auch Anstellung möglich)
3/15
m3314
HNO-Arztpraxis im Kreis Borken
nach Vereinbarung
m5357
HNO-Arztpraxis in der krfr. Stadt Gelsenkirchen (neuer Partner für
überörtliche fachübergreifende Gemeinschaftspraxis - auch Anstellung möglich)
sofort
m4848
Hautarztpraxis im Kreis Coesfeld
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
m5155
Hautarztpraxis in der krfr. Stadt Gelsenkirchen
nach Vereinbarung
m5024
Hautarztpraxis in der krfr. Stadt Münster (auch Anstellung möglich)
sofort
m4489
Hautarztpraxis im Kreis Steinfurt
sofort
m5035
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Borken
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
m5391
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Recklinghausen
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
2/15
m4714
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Steinfurt
nach Vereinbarung
m5131
Kinder- und Jugendmedizinpraxis im Kreis Steinfurt
(hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
m5392
Nervenarztpraxis im Kreis Coesfeld
(neuer Partner für Gemeinschaftspraxis)
2/15
m5395
Orthopädische Praxis in der krfr. Stadt Gelsenkirchen (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
2/15
Psychotherapeutensitze *
12/2014
Regierungsbezirk Arnsberg
48
b/p815
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Bochum (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
a/p517
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Dortmund
(hälftiger Versorgungsauftrag)
nach Vereinbarung
a/p756
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Dortmund (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
a/p796
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Dortmund (hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
a/p813
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Dortmund
(hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
b/p816
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutenpraxis (TP) im EnnepeRuhr-Kreis (hälftiger Versorgungsauftrag - lokaler Sonderbedarf)
nach Vereinbarung
b/p686
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Herne (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
b/p783
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) im Märkischen Kreis (hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
b/p723
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutenpraxis (VT) im Kreis
Olpe (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
b/p650
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Siegen-Wittgenstein nach Vereinbarung
b/p784
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP und VT) im Kreis Siegen-Wittsofort
genstein (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
b/p791
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Siegen-Wittgenstein
2/15
(hälftiger Versorgungsauftrag)
Allgemeine fachärztliche Versorgung
(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
b/p746
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Siegen-Wittgenstein (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
a/p793
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Soest (auch 2
nach Vereinbarung
hälftige Zulassungen möglich)
a/p721
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (VT) im Kreis Unna (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
a/p797
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (VT) im Kreis Unna (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
Regierungsbezirk Detmold
d/p814
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Bielefeld
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
nach Vereinbarung
d/p697
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (VT und TP) im Kreis Herford
(hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
d/p748
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (VT und TP) im Kreis Herford
(hälftiger Versorgungsauftrag)
nach Vereinbarung
d/p779
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Minden-Lübbecke
(hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
d/p782
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Minden-Lübbecke
(hälftiger Versorgungsauftrag - Gründung Gemeinschaftspraxis geplant - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
d/p800
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Minden-Lübbecke
sofort
m/p760
Psychologischer Psychotherapeutensitz (VT) im Kreis Borken (hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
m/p701
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutenpraxis (VT) im Kreis
Coesfeld (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
m/p768
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (VT) im Kreis Coesfeld
(hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
sofort
m/p802
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Coesfeld
(hälftiger Versorgungsauftrag)
nach Vereinbarung
m/p817
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (VT) im Kreis Coesfeld
(auch 2 hälftige Zulassungen möglich - auch Anstellung möglich)
sofort
m/p808
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP und VT) in der krfr. Stadt Gelnach Vereinbarung
senkirchen
m/p810
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) in der krfr. Stadt Münster (auch 2 hälftige Zulassungen möglich)
sofort
m/p818
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (VT) in der krfr. Stadt Münster (hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
m/p819
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (VT) in der krfr. Stadt Münster (hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
m/p820
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (VT) in der krfr. Stadt Münster (neuer Partner für Gemeinschafspraxis)
2/15
m/p766
Ärztliche Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Recklinghausen
(hälftiger Versorgungsauftrag)
sofort
m/p691
Psychologische Psychotherapeutenpraxis (TP) im Kreis Recklinghausen (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich - Gründung Gemeinschaftspraxis geplant)
nach Vereinbarung
12/2014
Regierungsbezirk Münster
49
Allgemeine fachärztliche Versorgung
(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
m/p807
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutenpraxis (VT) im Kreis Warendorf (hälftiger Versorgungsauftrag - auch Anstellung möglich)
nach Vereinbarung
* In Klammern ist die ausgeübte Therapieform des Praxisinhabers
(VT = Verhaltenstherapie; TP = tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse) angegeben. Bei einem eventuell
stattfindenden Auswahlverfahren berücksichtigt der Zulassungsausschuss u.a. die bislang angebotene Therapieform.
Spezialisierte fachärztliche Versorgung
(Planungsbereiche = Raumordnungsregionen/ROR)
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
Abgabezeitraum
Quartal:
Anästhesiologie
d5380
Anästhesiologische Praxis in der ROR Bielefeld (krfr. Stadt Bielefeld) sofort
neuer Partner für überörtliche Gemeinschaftspraxis -
d4886
Anästhesiologische Praxis in der ROR Bielefeld
(Kreis Minden-Lübbecke)
nach Vereinbarung
m4651
Anästhesiologische Praxis in der ROR Münster (Kreis Borken) - auch
2 hälftige Zulassungen möglich -
nach Vereinbarung
12/2014
Innere Medizin - fachärztlich d4157
Internistische Praxis, Schwerpunkt Pneumologie in der ROR Bielefeld
(Kreis Minden-Lübbecke)
nach Vereinbarung
d5381
Internistische Praxis in der ROR Bielefeld (Kreis Minden-Lübbecke) neuer Partner für Gemeinschaftspraxis -
3/15
b4782
Internistische Praxis, Schwerpunkt Kardiologie in der ROR Bochum/
Hagen (krfr. Stadt Bochum) - neuer Partner für Gemeinschaftspraxis -
nach Vereinbarung
b5374
Internistische Praxis, Schwerpunkt Nephrologie in der ROR Bochum/
Hagen (krfr. Stadt Hagen)
nach Vereinbarung
b5377
Internistische Praxis, Schwerpunkt Gastroenterologie in der ROR Bochum/Hagen (krfr. Stadt Herne) - hälftiger Versorgungsauftrag auch Anstellung möglich - neuer Partner für Gemeinschaftspraxis -
2/15
b5383
Internistische Praxis, Schwerpunkt Pneumologie in der ROR Bochum/
Hagen (Märkischer Kreis) - zwei neue Partner für Gemeinschaftspraxis -
3/15
a4084
Internistische Praxis, Schwerpunkt Angiologie in der ROR Dortmund
(krfr. Stadt Dortmund) - neuer Partner für fachübergreifende Gemeinschaftspraxis -
nach Vereinbarung
m5396
Internistische Praxis in der ROR Münster (Kreis Steinfurt) - neuer
Partner für versorgungsübergreifende Gemeinschaftspraxis)
2/15
50
Spezialisierte fachärztliche Versorgung
(Planungsbereiche = Raumordnungsregionen/ROR)
Abgabezeitraum
Quartal:
Kennzahl
Vertragsarztpraxen
b5335
Kinder- und Jugendpsychiatriepraxis in der ROR Bochum/Hagen
(Ennepe-Ruhr-Kreis) - auch 2 hälftige Zulassungen möglich -
nach Vereinbarung
m5394
Kinder- und Jugendpsychiatriepraxis in der ROR Münster
(Kreis Warendorf)
nach Vereinbarung
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Diagnostische Radiologie
b5330
Radiologische Praxis in der ROR Siegen (Kreis Olpe)
sofort
b5331
Radiologische Praxis in der ROR Siegen (Kreis Olpe)
sofort
b5332
Radiologische Praxis in der ROR Siegen (Kreis Olpe)
sofort
Gesonderte fachärztliche Versorgung
(Planungsbereich = Westfalen-Lippe)
Kennzahl
Abgabezeitraum
Quartal:
Vertragsarztpraxen
Planungsbereich Westfalen-Lippe
Strahlentherapeuten
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Strahlentherapeutische Praxis in Westfalen-Lippe
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E-Mail: Praxisberatung@kvwl.de
12/2014
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51
52 Seminare und Fortbildungen
Das Service-Center der
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12/2014
Service-Center
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Nr. 12 | 27. Dezember 2014
PRAXISINFORMATIONEN der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe
Abrechnung
2 Pauschale zur Förderung der fachärztlichen .
Grundversorgung
10 Hilfsmittelrichtlinie: Ärztliche Verordnung von .
Hörhilfen weiterhin Pflicht
3 Checkliste zur Erstellung Ihrer OnlineQuartalsabrechnung
11Wichtige Informationen zur Arznei- und Heil- .
mittelvereinbarung sowie Richtgrößen 2015
4 Vergütung von nicht-ärztlichen Praxisassis-.
tenten in Hausarztpraxen neu geregelt
Forum
11 Zertifizierung von KV-FlexNet abgeschlossen
6 Ermäßigter Steuersatz auf Nachzahlungen
der Kassenärztlichen Vereinigung
12 Elektronische Gesundheitskarte:
Ab 1. Januar 2015 alleingültig
6 Problemorientiertes Gespräch:
Anpassung der GOP 03230 und 04230 EBM
Seminare
Verträge
17 Workshop und Seminarangebote
und Fortbildungen
der KVWL Consult GmbH
7 Neuer Selektivvertrag zu intravitrealen Injek- .
tionen in Westfalen-Lippe zum 1. Januar 2015
18 Fortbildungsangebote der Akademie
Verordnung
für medizinische Fortbildung
der ÄKWL und KVWL
8 Informationen zu Änderungen der Richtlinien .
des Gemeinsamen Bundesausschusses
10 Apotheker müssen bei unterschiedlicher BSNR .
auf dem Rezept die Abgabe verweigern
12/2014 |
2 ABRECHNUNG
ABRECHNUNG Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung
Fachärzte der Grundversorgung erhalten seit dem 1. Oktober 2013 einen
Zuschlag: Die Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG) wird einmal im Quartal für jeden Behandlungsfall gezahlt, bei dem der Arzt
ausschließlich konservativ tätig ist und
keine spezialisierte Leistung durchführt.
Ab dem 1. Januar 2015 erhalten Fachärzte zu jeder PFG einen festen Zuschlag in
Höhe von 26,7 Prozent der jeweiligen
PFG. Dieser PFG-Zuschlag wird außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) vergütet und automatisch durch die KVWL bei der Abrechnung
der PFG zugesetzt.
Auch Schwerpunktinternisten erhalten ab
dem 1. Januar 2015 eine PFG sowie einen
Zuschlag zur PFG. Für jeden internistischen Schwerpunkt wird eine entsprechende Gebührenordnungsposition (GOP)
eingeführt, die mit 41 Punkten bewertet ist
und innerhalb der MGV vergütet wird. Abweichend von den allgemeinen Bestimmungen 4.3.8 des EBM ist die PFG für
Schwerpunktinternisten nur in Behandlungsfällen berechnungsfähig, in denen
ausschließlich die jeweilige Grundpauschale und/oder der Laborwirtschaftlichkeitsbonus (GOP 32001 EBM) abgerechnet
wurden. Der PFG-Zuschlag, welcher extrabudgetär vergütet wird, ist einheitlich mit
elf Punkten bewertet und wird automatisch durch die KVWL zugesetzt.
PFG-Anpassung bei Nervenheilkunde/Neurologie und Psychiatrie
Die PFG für die Abrechnungsgruppen
Nervenheilkunde/Neurologie und Psychiatrie wird aufgeteilt in einen Zuschlag
für die psychiatrische Grundversorgung
(GOP 21218 EBM, neue Bewertung: 44
Fachgruppe
PFG (innerhalb der MGV)
Punkte) und in einen Zuschlag für die
nervenheilkundliche Grundversorgung
(neue GOP 21225 EBM, Bewertung: 39
Punkte). Der Zuschlag für die neurologische Grundversorgung (GOP 16215 EBM)
wird ebenfalls mit 39 Punkten bewertet.
PFG-Anpassung bei Gynäkologen
Die Bewertung des Zuschlags für die
gynäkologische Grundversorgung (GOP
08220 EBM) wird um 6 Punkte auf 24
Punkte abgesenkt. Dafür erhalten Gynäkologen die Pauschale künftig auch
dann, wenn sie die Laborgrundpauschale
Prävention (GOP 01701 EBM) abrechnen
(aber nicht neben den GOP 01783, 01792,
01816, 01833 und 01840 EBM). In der folgenden Übersicht sind die angepassten
PFG für die einzelnen Facharztgruppen
sowie die neuen Zuschläge zur PFG zusammengefasst:
PFG-Zuschlag (extrabudgetär)
GOP
in Punkten
in Euro
GOP
in Punkten
in Euro
Anästhesiologie
05220
75
7,70
05222
20
2,05
Augenheilkunde
06220
21
2,16
06222
6
0,62
Chirurgie
07220
32
3,29
07222
9
0,92
Gynäkologie
08220
24
2,47
08222
6
0,62
Hautarzt
10220
18
1,85
10222
5
0,51
HNO
Innere Medizin 09220
27
2,77
09222
7
0,72
FA ohne Schwerpunkt
13220
41
4,21
13222
11
1,13
SP Angiologie
13294
41
4,21
13296
11
1,13
SP Endokrinologie
13344
41
4,21
13346
11
1,13
SP Gastroenterologie
13394
41
4,21
13396
11
1,13
SP Hämatologie/Onkologie
13494
41
4,21
13496
11
1,13
SP Kardiologie
13543
41
4,21
13544
11
1,13
SP Nephrologie
13594
41
4,21
13596
11
1,13
SP Pneumologie
13644
41
4,21
13646
11
1,13
SP Rheumatologie
13694
41
4,21
13696
11
1,13
Kinder- u. Jugendpsychiatrie
14214
85
8,73
14216
23
2,36
Nervenheilkunde
21225
39
4,01
21226
10
1,03
Neurologie
16215
39
4,01
16217
10
1,03
Orthopädie
18220
31
3,18
18222
8
0,82
Phoniatrie u. Pädaudiologie
20220
27
2,77
20222
7
0,72
Physikalische u. Rehabilitative Medizin
27220
65
6,68
27222
17
1,75
Psychiatrie
21218
44
4,52
21219
12
1,23
Psychosomatik u. Psychotherapie
22216
164
16,85
22218
44
4,52
Psychotherapie
23216
164
16,85
23218
44
4,52
Urologie
26220
35
3,60
26222
9
0,92
| 12/2014
ABRECHNUNG 3
ABRECHNUNG Checkliste zur Erstellung Ihrer Online-Quartalsabrechnung
Die folgenden Dokumente übersenden Sie uns bitte per Post:

1. Vierteljahreserklärung
Dieses Formular steht auch im Internet unter www.kvwl.de in den Rubriken Mitglieder sowie
Abrechnung als Download zur Verfügung.

2. Sonstiges
• Empfehlung ergänzender Leistungen zur Rehabilitation
• MDK-Anfragen zur Pflegebedürftigkeit
• Originalrechnungen der Kosten für Implantate bei rekonstruktiven Bandersatzoperationen oder für zahntechnische Leistungen
• Dokumentationen zur Sekundär- und Tertiärprävention AOK NordWest
• lVI-Rechnungen, IVI-Privatrezepte
• Als elektronische Datei: Dokumentationen zum Hautkrebsscreening (HKS), zur Koloskopie und zur Hörgeräteversorgung
• nicht mehr mitzusenden sind: Prüfprotokolle und Patientenliste
Wichtig!
Seit dem 1. Juli 2014 und damit erstmalig für das 3. Quartal 2014 ist das Mitsenden der Scheine für die
„Sonstigen Kostenträger“ nicht mehr erforderlich. Da es seitens der Kostenträger zu Nachfragen kommen
kann, dürfen Sie die Behandlungsausweise nicht entsorgen. Die KVWL empfiehlt, die Unterlagen für acht
Quartale in der Praxis aufzubewahren (gerechnet wird ab Ende des Kalendervierteljahres).
Die Vordruckmuster 80a und 81a sind ebenso nicht bei der KVWL einzureichen, sondern direkt an die
jeweiligen Kostenträger zu senden. Die Durchschläge (Vordruckmuster 80b und 81b) sind zwei Jahre in der
Arztpraxis vorzuhalten.
Sollten Sie Leistungen im Rahmen ambulant durchgeführter Kataraktoperationen nach § 73c SGB V
erbringen, bewahren Sie die Begleitdokumentationen zwei Jahre in der Praxis auf. Es ist ausreichend, in diesen
Behandlungsfällen die entsprechenden Symbolnummern abzurechnen.
Allgemeine Hinweise:
Falls Ihnen Unterlagen fehlen sollten, können Sie diese natürlich bei Ihrer KV anfordern.
Wenden Sie sich bitte an Tel.: 0251 / 9 29 16 41 oder das Service-Center Tel.: 0231 / 94 32 10 00.
12/2014 |
4 ABRECHNUNG
ABRECHNUNG Vergütung von nicht-ärztlichen Praxisassistenten in
Hausarztpraxen neu geregelt
Der Einsatz von nicht-ärztlichen
Praxisassistenten wird in Hausarztpraxen ab dem 1. Januar 2015 bundesweit
mit bis zu 1.320 Euro im Quartal finanziell gefördert.
Nach der neuen Regelung können
Hausärzte ab Januar auch in nicht unterversorgten Gebieten einen Praxisassistenten beschäftigen, der sie bei der
Behandlung von Patienten unterstützt
und zum Beispiel Hausbesuche übernimmt. Dazu werden drei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) in den
EBM aufgenommen:
Leistung
Jeder Hausbesuch (GOP 03062 EBM,
Bewertung: 17,05 Euro einschl. Wegegeld) und jeder Mit-/Heimbesuch (GOP
03063 EBM, Bewertung: 12,53 Euro einschl. Wegegeld) wird ohne Mengenbegrenzung zu dem vereinbarten Preis
extrabudgetär vergütet.
Die GOP 03062 und 03063 EBM können
nur in Fällen berechnet werden, in denen eine Versichertenpauschale berechnet wurde.
EBM-Nummer
Zuschlag zur Strukturpauschale
Bewertung
▶ Eine Praxis mit einer vollen Zulassung muss in den letzten vier Quartalen
vor Antragstellung durchschnittlich
mindestens 860 Behandlungsfälle je
Quartal nachweisen.
Bei mehreren Hausärzten in einer Praxis erhöht sich die Fallzahl um 640 Behandlungsfälle je weiterem, vollzeittätigem Hausarzt.
Sofern bei einem Hausarzt kein voller
Tätigkeitsumfang vorliegt, wird die
Fallzahl anteilig ermittelt.
Beispiel:
Praxis mit einem vollen Sitz: 860 Fälle
Praxis mit zwei vollen Sitzen: 1.500 Fälle
Praxis mit 2,5 Sitzen: 1.820 Fälle
in Punkten
in Euro
03060
22
2,26
oder
03062
166
17,05
03063
122
12,53
▶ Eine Praxis mit einer vollen Zulassung muss in den letzten vier Quartalen
durchschnittlich mindestens 160 Behandlungsfälle je Quartal bei Patienten,
die älter als 75 Jahre sind, nachweisen.
Bei mehreren Hausärzten in einer Praxis erhöht sich die Fallzahl um 120 Fälle
je weiterem, vollzeittätigem Hausarzt.
Sofern bei einem Hausarzt kein voller
Tätigkeitsumfang vorliegt, wird die
Fallzahl anteilig ermittelt.
Hausbesuch des Assistenten
einschl. Wegekosten
Mit-/Heimbesuch des Assistenten
einschl. Wegekosten
Stand: ab 1. Januar 2015, Orientierungspunktwert: 10,2718 Cent
Für die Anstellung eines Praxisassistenten erhalten Hausärzte einen Zuschlag
zur Strukturpauschale (GOP 03040
EBM) in Höhe von 22 Punkten. Dieser
Zuschlag wird für maximal 600 Behandlungsfälle je Praxis und Quartal
gezahlt. Zu beachten ist jedoch, dass
Fälle im organisierten Bereitschaftsdienst, Überweisungsfälle ohne Patientenkontakt und stationäre (belegärztliche) Fälle von der Fallzählung
ausgenommen sind. Ferner verringert
sich die Anzahl der Zuschläge um die
Zahl der Behandlungsfälle aus Selektivverträgen ohne Beteiligung der KVWL
(HzV-Verträge nach § 73b SGB V) und/
oder aus Verträgen zur knappschaftsärztlichen Versorgung.
| 12/2014
Neben den GOP 03062 und 03063 EBM
können nur Leistungen des Abschnitts
32.2 EBM sowie die GOP 31600 EBM abgerechnet werden. Mit der Aufnahme
der neuen GOP 03062 und 03063 EBM
entfallen die Kostenpauschalen 40870
und 40872 EBM.
Voraussetzungen für die Abrechnung
Praxisassistenten sollen vor allem in
Hausarztpraxen zum Einsatz kommen,
die viele Patienten betreuen und Unterstützung benötigen. Um die neuen Leistungen abrechnen zu können, benötigen Hausärzte eine Genehmigung der
KVWL. Zusätzlich muss die Praxis eine
der folgenden Bedingungen erfüllen:
Beispiel:
Praxis mit einem vollen Sitz: 160 Fälle
Praxis mit zwei vollen Sitzen: 280 Fälle
Praxis mit 2,5 Sitzen: 340 Fälle
Fälle aus Selektivverträgen (HzV-Vertrag
nach § 73b SGB V) und/oder aus Verträgen zur knappschaftsärztlichen Versorgung werden bei der Zählung berücksichtigt. Ärzte, die an einem HzV-Vertrag
und/oder einem Vertrag zur knappschaftsärztlichen Versorgung teilneh-
ABRECHNUNG 5
DA
men, melden der KVWL alle Behandlungsfälle im Rahmen dieser Verträge
einmal im Quartal anhand der neuen
kodierten Symbolnummer (SNR) 88194.
Damit die KVWL diese Fälle berücksichtigen kann, ist bei der Behandlung eines
vergütungswirksam eingeschriebenen
HzV-Patienten bzw. Knappschafts-Patienten ohne Abrechnung von Leistungen
im Rahmen der Kollektiv-Abrechnung
für diesen Patienten ein „Pseudobehandlungsfall“ anzulegen und die SNR
88194 als einzige Leistung im Behandlungsfall anzugeben.
Die KVWL prüft erstmals zwei Jahre
nach Erteilung der Genehmigung, ob
der Arzt die Kriterien der Voraussetzungen für die Berechnung der GOP 03060,
03062 und 03063 EBM weiterhin erfüllt. Danach erfolgt eine jährliche
Überprüfung.
Voraussetzungen für die Genehmigung
Die Erteilung der Genehmigung erfolgt
nach der Delegations-Vereinbarung (Anlage 8 Bundesmantelvertrag-Ärzte). Der
Arzt muss gegenüber der KV nachweisen, dass sein nicht-ärztlicher Praxisassistent über
▶ einen qualifizierten Berufsabschluss
gemäß der Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten/Arzthelfer(in) oder dem
Krankenpflegegesetz,
▶ eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis und
▶ eine Zusatzqualifikation gemäß § 7
der Vereinbarung verfügt.
Des Weiteren muss der nicht-ärztliche
Praxisassistent mit mindestens 20 Wochenstunden in der Praxis angestellt
sein. Diese Voraussetzungen sind im
Antragsformular vom Arzt zu bestätigen. Die Zusatzqualifikation ist durch
ein Zertifikat zu belegen.
Übergangsregelung
Da in vielen Hausarztpraxen Mitarbeiter für diese neuen Aufgaben erst noch
ausgebildet werden müssen, haben KBV
und Krankenkassen eine Übergangsregelung vereinbart. Danach können Ärzte die neuen Leistungen bereits ab Beginn der Ausbildung des Mitarbeiters
zum nicht-ärztlichen Praxisassistenten
abrechnen. Die Ausbildung muss jedoch voraussichtlich bis zum 30.06.2016
abgeschlossen sein. In diesen Fällen ist
die Genehmigung befristet (maximal
ein Jahr) zu erteilen.
BIST
DU
JA!
Aufgaben und Qualifizierung des
nicht-ärztlichen Praxisassistenten
Ein nicht-ärztlicher Praxisassistent unterstützt den Hausarzt bei der Betreuung der Patienten. Der Arzt überwacht
die Tätigkeit des Assistenten und ist jederzeit für ihn erreichbar. Nach einem
Hausbesuch informiert der Assistent
den Arzt spätestens am nächsten Werktag über die erhobenen Befunde und
durchgeführten Maßnahmen.
Medizinische Fachangestellte (MFA), die
diese Aufgabe übernehmen wollen, benötigen eine entsprechende Fortbildung.
Sowohl die Bundesärztekammer als
auch der Deutsche Hausärzteverband
haben entsprechende Fortbildungscurricula für MFA und Angehörige anderer
Gesundheitsberufe entwickelt.
Näheres dazu regelt die Delegationsvereinbarung von KBV und GKV-Spitzenverband, die zum 1. Januar 2015
entsprechend angepasst wird.
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Bei Fragen zu den EBM-Änderungen erreichen Sie uns unter der
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12/2014 |
6 ABRECHNUNG
ABRECHNUNG ABRECHNUNG Neue GOP 04355 EBM Ermäßigter Steuersatz auf Nachzahlungen
zum 1. Januar 2015
der Kassenärztlichen Vereinigung
Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin können ab dem 1. Januar 2015
einen Zuschlag im Zusammenhang mit
der GOP 04355 EBM berechnen, wenn
nach der sozialpädiatrisch orientierten
Beratung, Erörterung und/oder Abklärung eine weiterführende sozialpädiatrische Versorgung erfolgt.
Da der Beschluss des Bewertungsausschusses zum Redaktionsschluss noch
nicht veröffentlicht wurde, werden wir
Sie so bald wie möglich umfassend auf
unserer Internetseite www.kvwl.de sowie in der nächsten Ausgabe von KVWL
kompakt informieren.
Erhält ein Freiberufler von der Kassenärztlichen Vereinigung eine Nachzahlung für eine mehrjährige Tätigkeit,
kann er diese Gelder möglicherweise
mit dem ermäßigten Einkommenssteuersatz nach der Fünftelungsregelung (§
34 Abs. 1 EStG) versteuern. Entscheidend ist, ob die Zahlung in einem oder
in mehreren Jahren geflossen ist. Der
Steuergesetzgeber will durch diese Vergünstigung Progressionsnachteile abmildern, die ein außerordentlich erhöhtes
Einkommen bei regulärer Besteuerung
nach sich ziehen würde. Ausgerichtet an
diesem Zweck darf der ermäßigte Steuersatz daher nur zum Zuge kommen,
wenn die außerordentlichen Zahlungen
beim Empfänger tatsächlich zu einer Zusammenballung von Einkünften führen.
Nach Auskunft der Oberfinanzdirektion
(OFD) Nordrhein-Westfalen wenden
die Finanzämter den ermäßigten Steuersatz demnach zum Beispiel an, wenn
▶der Bewertungsausschuss, der für
die Honorarfestlegung zuständig ist,
rückwirkend eine abweichende Honorarverteilung beschließt und
▶ die Kassenärztliche Vereinigung dem
Arzt bzw. Psychotherapeuten (durch Er-
lass eines Abrechnungsergänzungsbescheids) nachträglich zusätzliche Vergütungen zahlt, die wirtschaftlich für
mindestens zwei Jahre nachgezahlt
werden.
Zwar muss die Nachzahlung für mindestens zwei Jahre geleistet werden, allerdings sollte sich die Auszahlung möglichst
nicht über mehrere Veranlagungszeiträume erstrecken. Hat ein Freiberufler entsprechende Nachzahlungen in nur einem
Veranlagungszeitraum bezogen, erfüllt er
in der Regel das Kriterium der Zusammenballung und kann daher regelmäßig
den ermäßigten Einkommenssteuersatz
beanspruchen. Wurde ihm die Nachzahlung hingegen über zwei Jahre verteilt
ausgezahlt, steht eine abschließende Klärung durch den Bundesfinanzhof (BFH)
noch aus. In diesen Fällen kann sich der
Freiberufler mit einem Einspruch gegen
eine abgelehnte ermäßigte Besteuerung
wenden und unter Hinweis auf das anhängige BFH-Verfahren das Ruhen des
Verfahrens beantragen (sog. Zwangsruhen). Sofern sich die Auszahlung über
drei oder mehr Jahre erstreckt hat, lässt
die BFH-Rechtsprechung hingegen keinen Raum für eine ermäßigte Besteuerung.
ABRECHNUNG Problemorientiertes Gespräch:
Anpassung der GOP 03230 und 04230 EBM
Zum 1. Januar 2015 wird die Leistungslegende der GOP 03230 und 04230 EBM
in „Problemorientiertes ärztliches Gespräch, das aufgrund von Art und Schwere der
Erkrankung erforderlich ist“ geändert.
Die bisherige Einschränkung auf lebensverändernde Erkrankungen entfällt, denn
problemorientierte ärztliche Gespräch können im Rahmen verschiedenster Erkrankungen erforderlich sein.
| 12/2014
VERTRÄGE 7
VERTRÄGE Neuer Selektivvertrag zu intravitrealen Injektionen
in Westfalen-Lippe zum 1. Januar 2015
Der KVWL ist es gelungen – trotz der
Einführung der neuen EBM-Regelungen
– einen neuen Vertrag zur besonderen
ambulanten augenchirurgischen Versorgung zum 1. Januar 2015 zu vereinbaren.
Dabei konnte eine drohende Absenkung
der Honorare auf EBM-Niveau verhindert
werden, sodass die bisherigen attraktiven
Vergütungen für Westfalen-Lippe erhalten
werden konnten. Dieser Vertrag wurde
zunächst mit der AOK NORDWEST,
dem BKK-Landesverband NW für die
teilnehmenden BKKn und der Knappschaft abgeschlossen. Den übrigen an
den bisherigen Übergangsvereinbarungen teilnehmenden Kostenträgern haben wir einen Beitritt zu diesem Vertrag
angeboten; die Entscheidung dieser
Kostenträger steht zurzeit noch aus.
Gegenstand dieses Vertrages ist die
Behandlung der
▶ feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD),
▶ diabetischen Makulaödeme (DMÖ),
▶ Makulaödeme nach retinalen Venenverschlüssen (RVV),
▶ choroidalen Neovaskularisation (CNV)
bei pathologischer Myopie sowie
▶ akuten posterioren Uveitis mittels
der intravitrealen operativen Medikamentenapplikation (IVOM) von VEGFHemmern/Steroiden
Besonders hervorzuheben ist hierbei,
dass nunmehr bei allen o. g. Indikationen die Verlaufskontrolle mittels SDOCT – im Gegensatz zum EBM – erbracht
und abgerechnet werden kann. Vertragsbestandteil ist auch weiterhin die medizinisch notwendige Nachsorge – auch
durch nicht operierende Augenärzte.
Teilnahme am Vertrag
Die Teilnahme am Vertrag ist freiwillig.
Es ist erforderlich, dass nunmehr alle Augenärzte (operierende und nicht operierende) ihre Teilnahme an dem Vertrag
gegenüber der KVWL erklären müssen.
Hierzu einige Anmerkungen:
• Teilnahmeantrag für den operierenden Augenarzt (Anlage 1a): Die Teilnahmevoraussetzungen sind in Anlage
1 geregelt; bitte beachten Sie die modifizierten Regelungen.
• Teilnahmeantrag für den nicht operierenden Augenarzt (Anlage 2a): Sowohl die
nachsorgenden Augenärzte als auch die
Augenärzte, die die Verlaufskontrolle mittels SD-OCT erstellen, müssen ihre Teilnahme am Vertrag gegenüber der KVWL
erklären. Bitte beachten Sie die modifizierten Regelungen zur Abrechnung der Verlaufskontrolle mittels SD-OCT.
Abrechnung und Vergütung im Überblick
Diese Vergütungen wurden vereinbart:
• Pauschale Vergütung für die ärztlichen Leistungen (einschließlich Indikationsstellung, Patientenaufklärung insbesondere zu den Besonderheiten
dieses Vertrages, Beratung und Erörterung, Durchführung der Operation,
Qualitätssicherung und Dokumentation) sowie Beschaffung eines Biologikums mit dem Wirkstoff
▶
▶
Bevacizumab – je Auge
SNR
Vergütung
91481
350 Euro
Ranibizumab – je Auge
SNR
Vergütung
91482
855 Euro
▶ Aflibercept – je Auge
SNR
Vergütung
91483
780 Euro
SNRAnmerkung:
90012 Lucentis® Kosten sind anzugeben
90015 Ozurdex® Kosten sind anzugeben
90016 Eylea® Kosten sind anzugeben
• Eingangsdiagnostik/Verlaufskontrolle mittels SD-OCT: Vergütung für die
unter der strikten Beachtung nach Anlage 4 je erbrachter Eingangsdiagnostik
sowie Verlaufskontrolle mittels SD-OCT
SNR
Vergütung
91486
50 Euro
• Postoperative Nachsorge – je Injektion
und Termin: Die Nachsorge erfolgt an
mindestens zwei Terminen (möglichst am
2. Tag sowie am fünften bis siebten Tag
nach der Injektion). Je Injektion kann die
nachfolgende SNR maximal zwei Mal abgerechnet werden. Die Nachsorge erfolgt
entweder auf Überweisung des Operateurs oder durch den Operateur selbst.
SNR
Vergütung
91485
30 Euro
Umgang mit Krankenkassen, die
nicht an diesem Vertrag teilnehmen
Behandlungszyklen bei Patienten, deren
Krankenkasse zum jetzigen Zeitpunkt
nicht an dem neuen Vertrag teilnimmt,
wie z. B: die IKK classic, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und
Gartenbau und einige Betriebskrankenkassen, können Sie ausschließlich über
den EBM abrechnen. Das SD-OCT ist
keine GKV-Leistung und kann somit
nicht über EBM abgerechnet werden.
Hinweis:
Die bisherigen Übergangsvereinbarungen der intravitrealen Injektionen enden zum 31. Dezember 2014.
KVWL ONLINE
• Vergütung für die ärztlichen Leistungen (einschließlich Indikationsstellung,
Patientenaufklärung insbesondere zu
den Besonderheiten dieses Vertrages,
Beratung und Erörterung, Durchführung der Operation, Qualitätssicherung
und Dokumentation) – je Auge
SNR
Vergütung
91484
270 Euro
Den Vertrag finden Sie auf der Homepage der KVWL unter www.kvwl/Mitglieder/Rechtsquellen/
Verträge/Intravitreale
Injektionen oder bequem
über den nebenstehenden QR-Code.
12/2014 |
8 VERORDNUNG
VERORDNUNG Informationen zu Änderungen der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesauschusses
Im Folgenden haben wir die Beschlüsse und Änderungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in einer aktuellen Übersicht zusammengestellt und um wichtige Hinweise für die Praxis ergänzt. Die vollständigen Beschlüsse, mit
zusätzlichen Informationen zu den Entscheidungen im Detail, finden Sie jeweils auf den Internetseiten des G-BA (www.gba.de). Zudem weisen wir jeweils darauf hin, wenn die KVWL oder die KBV zum Beispiel im ARZNEIMITTEL-INFOSERVICE (AIS) hierzu noch ausführlichere Informationen gegeben haben. Stand: 15.11.2014 (Redaktionsschluss)
Richtlinie / Anlage
In Kraft
getreten
Ergebnis
Weitere
Informationen
Arzneimittel-Richtlinie
Anlage VII: Hinweise zur Austauschbarkeit von Darreichungsformen (aut-idem)
Wirkstoffe: Irbesartan und
05.09.2014
Für die Irbesarten und Telmisartan gelten Filmtabletten und Tabletten
als austauschbare Darreichungsformen. Der Apotheker kann bei der
Telmisartan
Rezeptbelieferung Filmtabletten gegen Tabletten und umgekehrt austauschen.
Erste Tranche nicht austauschba-
Beschluss vom
Für die Wirkstoffe Betaacetyldigoxin, Digitoxin und Digoxin (Tablet-
praxis intern,
rer Wirkstoffe (in genannter Darrei-
18.09.2014
ten), Tacrolimus (Hartkapseln) und Ciclosporin (Weichkapseln und
Oktober 2014, S. 5
chungsform)
noch nicht in
Lösung zum Einnehmen), Levothyroxin-Natrium (Tabletten) und Le-
Kraft
vothyroxin Natrium + Kaliumiodid (fixe Kombination – Tabletten) sowie das Antiepileptikum Phenytoin wurde festgelegt, dass deren Ersetzung in jeweils definierter Darreichungsform durch ein
wirkstoffgleiches Arzneimittel ausgeschlossen ist.
Bei der Verordnung dieser Wirkstoffe muss der Arzt kein Aut-IdemKreuz setzen, der Apotheker wird das namentlich verordnete Arzneimittel abgeben.
Anlage IX: Festbetragsgruppenbildung nach § 35 SGB V
Montelukast
03.09.2014
Neue Festbetragsgruppe
Für orale Darreichungsformen (Granulat, Tablette, Filmtabletten, Kautabletten) wird der GKV-Spitzenverband demnächst einen einheitlichen Erstattungs-Höchstbetrag (Festbetrag) festlegen. Zur Zeit (01.11.2014) liegt die Preisspanne für Montelukast
10mg in der N3-Packung (98-100 FTA) bei 48,77 € bis 185,68 €.
09.10.2014
Für die orale Darreichungsform — Filtmtabletten — mit clopidogrelhalti-
Clopidogrel
gen Arzneimitteln ist ein Festbetrag geplant. Die Preisspanne für die
Neue Festbetragsgruppe
N1-Packung (28 bis 30 FTB) liegt heute (15.10.2014) bei 15,97 € bis
81,40 €. Durch einen Festbetrag sind Preisveränderungen zu erwarten.
Humaninsulin
18.11.2014
Bei der Festbetragsfestsetzung durch den GKV-SV wird es voraus- Achten Sie auf
Neuregelungen/Neurordnung der
sichtlich zu niedrigeren Festbeträgen bei Fertigpens als bisher kom- neue, aktuelle In-
Festbetragsgruppen
men. Ob die Hersteller dies bei ihrer Preisgestaltung nachvollziehen,
formationen im
kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden. Über dem
KVWL-Internet!
Festbetrag liegende Kosten müssen vom Patienten getragen werden.
Venlafaxin
Beschluss vom
Für orale Darreichungsformen, z.B: Filmtabletten, Lösung zum Ein-
Neue Festbetragsgruppe
16.10.2014
nehmen, retardierte Hartkapseln, Retardkapseln, Retardtabletten, Ta-
noch nicht in
bletten, ist ein Festbetrag geplant (Erstattungs-Höchstbetrag).
Kraft
| 12/2014
VERORDNUNG 9
Richtlinie / Anlage
In Kraft
getreten
Weitere
Informationen
Ergebnis
Arzneimittel-Richtlinie
Anlage XII: (Frühe) Nutzenbewertung nach § 35a SGB V
Dimethylfumarat
16.10.2014
Für Dimethylfumarat (Tecfidera®) ist in der Behandlung von erwach-
KBV-AIS,
senen Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose
KVWL-Internet
kein Zusatznutzen gegeben.
Insulin degludec
Riociguat
16.10.2014
16.10.2014
Für das Antidiabetikum Insulin degludec (Tresiba®) ist für alle Patien-
KBV-AIS,
tengruppen und Vergleichstherapien ein Zusatznutzen nicht belegt.
KVWL-Internet
Riociguat (Adempas®) wurde mit Orphan-Drug-Status für verschiede-
KBV-AIS,
ne Formen der pulmonalen Hypertonie zugelassen (CTEPH, PAH). Der
KVWL-Internet
G-BA sieht einen geringen Zusatznutzen.
Ruxolitinib / Jakavi®
06.11.2014
Neues Verfahren
Ruxolitinib ist als Orphan Drug (zur Behandlung eines seltenen Lei-
KBV-AIS,
dens) zugelassen zur Behandlung krankheitsbedingter Splenomegalie
KVWL-Internet
oder Symptomen bei Erwachsenen mit verschiedenen Formen der
Myelofibrose. In einem zweiten Bewertungsverfahren hat der GBA
jetzt gegenüber einer Best-Supportive-Care Anhaltspunkte für einen
beträchtlichen Zusatznutzen festgestellt.
Perampanel/Fycompa®
06.11.2014
Neues Verfahren
Perampanel/Fycompa® ist zugelassen als Zusatztherapie fokaler An-
KBV-AIS
fälle bei Epilepsiepatienten (mit oder ohne sekundäre Generalisie-
KVWL-Internet
rung). Da der G-BA gegenüber Topiramat als Zusatztherapie keine Zusatznutzen festgestellt hatte, nahm der Hersteller Fycompa 2013 in
Deutschland vom Markt. In einem zweiten Bewertungsverfahren hat
der G-BA jetzt auch gegenüber der Zusatztherapie mit Eslicarbazepin
oder Gabapentin oder Lacosamid oder Lamotrigin oder Levetiracetam oder Oxcarbazepin oder Pregabalin oder Topiramat oder Valproinsäure oder Zonisamid keinen Zusatznutzen für Fycompa festgestellt.
Häusliche Krankenpflege-Richtlinie
Verordnung durch Krankenhausärzte
06.10.2014
Die Vorgaben sind präzisiert und erweitert worden. Der Krankenhaus-
praxis intern,
arzt kann jetzt für fünf Arbeitstage häusliche Krankenpflege verord-
November 2014,
nen. Entlassungstag, Wochenende und Feiertage werden nicht mitge-
S. 5
zählt, sind aber abgedeckt.
Hilfsmittel-Richtlinie
Verordnung und Auswahl von
Hörhilfen
28.10.2014
Die erste Verordnung eines Hörgeräts bedarf (weiterhin) immer
praxis intern,
einer ärztlichen Verordnung, da die Ursache des Hörverlustes ab-
Dezember 2014,
geklärt werden muss. Bei einer Folgeverordnung müssen die Pati-
S. 10
enten jedoch nicht in jedem Fall einen Arzt konsultieren. Die Folgeversorgung kann auch durch Hörgeräteakustiker erfolgen.
Ausnahmen: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, bei neu aufgetretenem Tinnitus, bei Vorliegen einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit gemäß WHO.
12/2014 |
10 VERORDNUNG
VERORDNUNG Apotheker müssen bei unterschiedlichen BSNR auf dem
Rezept die Abgabe verweigern
In der Regel verwenden Ärzte in
der Praxis für die Arzneimittelverordnungen Kassenrezepte (Muster 16), in
denen im rechten unteren Feld (sog.
Codierzeile) bereits eine Betriebsstättennummer (BSNR) eingedruckt ist.
Diese Rezepte dürfen nur in der jeweiligen Betriebsstätte genutzt werden und
bei Ausstellung einer Verordnung muss
im Feld „Betriebsstätten-Nr.“ dieselbe
BSNR angegeben werden.
Der Apotheker ist verpflichtet, dies bei
der Arzneimitteabgabe zu überprüfen.
Sind die BSNR nicht identisch, darf er
das Rezept nicht beliefern, das Arzneimittel also nicht abgeben. Wir wurden
von Apotheker-Seite darauf hingewiesen, dass es zur Zeit häufig – auch im
Notdienst – zur Ausstellung von Rezepten mit unterschiedlichen BSNRs kommt,
die nicht beliefert werden dürfen. Dies
betrifft häufig auch Gemeinschaftspraxen, die mehrere Betriebsstätten haben
Die BSNR im Personalienfeld
und die BSNR in der Codierzeile müssen identisch sein!
und somit eine Hauptbetriebsstättennummer (BSNR) und eine/mehrere Nebenbetriebsstättennummern (NBSNR)
haben.
Es gilt, dass in jeder Betriebsstätte, ob
Haupt- oder Nebenbetriebsstätte, nur
die zugehörigen Rezepte verwendet
werden dürfen. Auch in Notsituationen
ist es dem Vertragsarzt nicht gestattet
auf ungültigen oder fremden Rezeptformularen, d. h. mit fremder BSNR, Verordnungen auszustellen.
VERORDNUNG Hilfsmittel-Richtlinie: Ärztliche Verordnung
von Hörhilfen weiterhin Pflicht
Therapieplatzvermittlung
Ihr Kontakt:
Telefon 0231 / 94 32 96 00
montags–freitags
donnerstags
freitags
8.30 – 14.30 Uhr
8.30 – 10.00 Uhr
12.00 – 14.30 Uhr
8.30 – 12.00 Uhr
| 12/2014
Die erste Verordnung eines Hörgerätes bedarf immer einer ärztlichen Verordnung, da die Ursache des Hörverlustes abgeklärt werden muss. Bei einer
Folgeverordnung müssen die Patienten
jedoch nicht in jedem Fall einen Arzt
aufsuchen. In § 27 der Hilfsmittel-Richtlinie ist festgelegt, wann Patienten bei
Folgeverordnungen einen Facharzt aufsuchen müssen:
 Bei der Hörgeräteversorgung von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
 bei neuaufgetretenem Tinnitus
 bei Vorliegen einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit gemäß WHO
(Hörverlust am besseren Ohr > 80 dB als
Durchschnitt der Tonaudiometrischen dBWerte bei 0,5 kHz, 1 kHz, 2kHz, 4 kHz).
In allen anderen Fällen kann die Folgeverordnung auch von einem Hörgeräteakustiker vorgenommen werden. Die
ärztliche Verordnung ist hier nicht
zwingend geboten, aber natürlich möglich und anzuraten.
VERORDNUNG / FORUM 11
VERORDNUNG Wichtige Informationen zur Arznei- und
Heilmittelvereinbarung sowie Richtgrößen 2015
Arzneimittelvereinbarung 2015
Was ändert sich für Sie?
Die KVWL und die Verbände der Krankenkassen haben noch in diesem Jahr die
Arzneimittelvereinbarung für 2015 fristgerecht abgeschlossen. Ziel war es, den in
den letzten Jahren erfolgreichen Weg einer Steuerung durch Leitsubstanzempfehlungen gemeinsam fortzusetzen (s.
amtliche Bekanntmachungen in KVWL
kompakt ab Seite 18 Arzneimittelvereinbarung 2015). Angelehnt an die Bundesrahmenvorgaben wurden die Arzneimittelvereinbarung weiterentwickelt und die
Leitsubstanzempfehlungen überarbeitet.
Dabei sind auch Ergebnisse der FrühenNutzen-Bewertung, beispielsweise zu den
Antidiabetika eingeflossen. Weiter wurden
die Zielvereinbarungen im Bereich Osteoporose und Multiple Sklerose modifiziert
und weiterentwickelt. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Zielvereinbarungen und Umsetzungsempfehlungen
finden Sie im Internet unter www.kvwl.de
in den Rubriken Mitglieder, Verordnungen
und Arzneimittelvereinbarung 2015.
schlossen werden. Auch hier wird die
bisherige Systematik fortgeführt.
Richtgrößen 2015
Die Arzneimittelrichtgrößen sind auf Basis der tatsächlichen Verordnungsentwicklungen weiterentwickelt worden.
Die Richtgrößen im Heilmittelbereich
sind trotz des Anstieges des Heilmittelausgabenvolumens konstant geblieben.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass Verordnungen, die auf genehmigte Langfristverordnungen entfallen, nicht der
Heilmittelvereinbarung 2015
Für 2015 konnte die Heilmittelvereinba- Wirtschaftlichkeitsprüfung unterliegen.
rung ebenfalls wieder fristgerecht abge-
FORUM Zertifizierung von KV-FlexNet abgeschlossen
Folgende Systemvoraussetzungen müssen Sie beachten
Die Zertifizierung von KV-FlexNet
durch die KBV ist abgeschlossen. Die sichere VPN-Software Lösung darf somit
weitere drei Jahre eingesetzt werden.
Wir möchten Sie daher noch einmal zu
den verpflichtenden Systemvoraussetzungen informieren, unter denen KVFlexNet eingesetzt werden darf:
 Für den Einsatz von KV-FlexNet ist
durch die Nutzungsbedingungen eine
physikalische Trennung des hierfür eingesetzten PC vom kompletten Praxisnetz
vorgeschrieben. Dies entspricht den Vorgaben des Beauftragten für Datenschutz
und Datensicherheit des Landes NRW
und ist daher aus Gründen der Datensicherheit unbedingt zu beachten.
 Die Betriebssysteme Windows XP
und Windows Vista sind von Microsoft
abgekündigt und werden daher für KVFlexNet nicht mehr unterstützt. Ein
Aufbau der VPN-Verbindung ist mit diesen sowie mit älteren Systemen ab dem
1. Februar 2015 nicht mehr möglich. Die
aktuellen Betriebssysteme und Browser
finden Sie in den Nutzungsbedingungen (Downloadbereich des Mitgliederportals) und im KVWL-Internet.
Fragen & Antworten
Der durch die Zertifizierung notwendige
Austausch des TAN-Generators (Token
statt Karte) hat begonnen. Gerne beantworten wir einige wichtige Fragen:
Warum bekomme ich zwei Token?
Im Antrag zu KV-FlexNet kann ein persönlicher Zugang sowie ein Zugang für
das Praxispersonal beantragt werden.
Wurde beides beantragt, so werden
auch beide Karten getauscht.
Wie generiere ich die TAN?
Wenn Sie die kleine Taste auf der Vorderseite des Token drücken, erscheint
eine generierte Nummer. Diese geben
Sie bitte bei der Anmeldung ein.
Was mache ich mit der alten Karte?
zwei Wochen gültig. Danach können Sie
sich nur noch mit dem Token anmelden.
Die Karte können Sie entsorgen.
Bitte beachten Sie generell, dass der
Einsatz von Software ohne aktuelle Updates auch unabhängig von der Nutzung KV-FlexNet ein Sicherheitsrisiko
für die Infrastruktur Ihrer Praxis birgt.
Sollten Sie KV-FlexNet nicht mehr nutzen wollen, so teilen Sie uns dies unter
kundenmanagement@kvwl.de mit.
Wichtig
 KV-FlexNet benötigt einen
vom übrigen Praxisnetz getrennten PC
 KV-FlexNet unterstützt keine
älteren Betriebssysteme
 Regelmäßige Software-Updates sind unbedingt erforderlich
Die Karte ist nach Erhalt des Token noch
12/2014 |
12 FORUM
FORUM Elektronische Gesundheitskarte: Ab 1. Januar 2015 alleingültig
Was Sie wissen müssen, worauf Sie sich einstellen können — alle wichtigen Informationen im Überblick
In wenigen Tagen hat die alte
Krankenversichertenkarte (KVK) ausgedient: Zum 1. Januar 2015 gilt – wie bereits mehrfach berichtet – ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte
(eGK). Bitte beachten Sie: Gesetzlich
krankenversicherte Patienten können
ab diesem Zeitpunkt nur noch mit der
eGK den Arzt, Zahnarzt oder Psychotherapeuten aufsuchen. Wir haben für
Sie noch einmal alle wichtigen Informationen zusammengefasst:
Auslaufmodell KVK – die Krankenversichertenkarte wird ungültig
Die alte Chipkarte dient ab Januar 2015
für GKV-Versicherte nicht mehr als gültiger Nachweis. Das aufgedruckte Gültigkeitsdatum der KVK hat keine Bedeutung mehr. Auch Karten mit einem
längeren Gültigkeitsdatum dürfen nicht
mehr verwendet werden. Die KVK ist
dann nur noch für Versicherte sogenannter Sonstiger Kostenträger (zum
Beispiel Heilfürsorge) sowie im Rahmen der Privatversicherung zulässig.
Patienten ohne eGK:
Privatvergütung
Sicher wird es vorkommen, dass einige
wenige Patienten im Januar 2015 entweder noch keine eGK haben werden
oder aber fälschlicherweise noch die
alte Karte verwenden, obwohl sie bereits über eine Gesundheitskarte verfügen. Für diese Fälle wurde folgendes
Verfahren vereinbart:
Kann der Patient auch auf Nachfrage
keine eGK vorlegen und die Behandlung
ist nicht verschiebbar, gilt:
▶ Der Patient hat zehn Tage Zeit, eine
gültige Karte nachzureichen. Ansonsten
kann der Arzt oder Psychotherapeut
eine Privatvergütung für die Behandlung verlangen. Das Ersatzverfahren ist
in diesem Fall nicht möglich.
▶ Legt der Patient bis zum Ende des
Quartals seine Gesundheitskarte vor, die
| 12/2014
Die eGK — alle Informationen
auf einen Klick
Alle wichtigen Informationen
zur Umstellung auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK)
finden Sie auch im Internet unter www.kvwl.de und den Rubriken Mitglieder, Dienste sowie
Informationen und Kurzberichte
oder bequem
über den nebenstehenden QRCode.
zum Zeitpunkt der Behandlung gültig
war, muss der Arzt beziehungsweise Psychotherapeut dem Patienten das Geld
zurückzahlen. Das gilt auch, falls die
Krankenkasse des Versicherten bis zum
Ende des Quartals nachweist, dass zum
Zeitpunkt der Behandlung ein Leistungsanspruch bestand. Der Arzt rechnet die
Behandlung dann wie gewohnt als Kassenleistung ab. Der Arzt kann seinem
Patienten während dieser Zeit Arznei-,
Verbands-, Heil- und Hilfsmittel privat
verordnen: Er vermerkt dazu auf dem
Privatrezept „ohne Versicherungsnachweis“. Der Patient trägt die Kosten selbst,
kann aber versuchen, sich das Geld von
seiner Krankenkasse erstatten zu lassen.
Ausnahme: Bei Notfallbehandlungen,
in denen keine eGK vorgelegt werden
kann, darf der Arzt das Ersatzverfahren
anwenden. Es ist möglich, dass Patienten vereinzelt mit einer Ersatzbescheinigung der Krankenkasse anstelle der eGK
in die Praxis kommen: einem sogenannten papiergebundenen Anspruchsnachweis. Diese Bescheinigung wird von den
Krankenkassen in Einzelfällen ausgestellt, wenn die Karte verlorengegangen
ist oder der Versicherte die Kasse gewechselt hat. Die Daten müssen in diesem Fall vom Praxisteam manuell eingegeben werden.
Informationen zur
Identitätsprüfung
Mit dem Foto auf der eGK hat der Gesetzgeber ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal zum Schutz vor Kartenmissbrauch
eingeführt. Um einem möglichen RegressRisiko bei erkennbar ungültigen Versicherungsverhältnissen vorzubeugen, wurde
eine Identitätsprüfung vereinbart. Die
Überprüfung beschränkt sich auf offensichtliche Unstimmigkeiten zwischen der
vorgelegten Karte und der Person hinsichtlich des Alters, des Geschlechts und
des aufgebrachten Fotos. Bei eGK ohne
Foto bezieht sich die Überprüfung auf die
sonstigen optischen Identitätsmerkmale
wie Alter und Geschlecht.
Folgende Personengruppen sind von
der Verpflichtung, ein Lichtbild auf der
eGK auszuweisen, ausgenommen:
▶ Versicherte bis zur Vollendung des
15. Lebensjahres
Hierbei ist beachten: Bei Jugendlichen,
die die Altersgrenze von 15 Jahren überschreiten, ist ein Austausch der eGK wegen des nicht vorhandenen Lichtbildes
durch die Krankenkasse nicht vorgesehen. Es kann also durchaus vorkommen,
dass auch bei Jugendlichen über 15 Jahren eine eGK ohne Foto ein gültiger Versichertennachweis ist.
▶ Versicherte, deren Mitwirkung bei der
Erstellung des Lichtbildes nicht möglich
ist (z.B. bettlägerige Personen)
▶ Personen, bei denen sich Gründe aus
der grundrechtlich geschützten Glaubens- und Gewissensfreiheit ergeben
Lässt sich die Gesundheitskarte dem Patienten offensichtlich nicht zuordnen,
darf die Praxis die Karte nicht einlesen.
Der Arzt darf dann nach Ablauf von
zehn Tagen eine Privatvergütung verlangen (Ausnahme: Notfallbehandlung), die jedoch zurückzuzahlen ist,
FORUM 13
Das neue Personalienfeld:
Erste Druckzeile:
WOP-Kennzeichen anstelle VKNR
Verlängerung des nutzbaren Bereichs um zwei Zeichen
Länderkennzeichen ist obligat
Versicherungsschutz-Ende ist optional (entsprechend eGK)
Kostenträgerkennung ist neunstellig
Anschrift: Falls auf der Versichertenkarte
nur die Postfach-Adresse des Versicher-
Versichertenart obligat, besondere Personengruppe optional,
DMP-Kennzeichen optional
ten gespeichert ist, wird diese mit dem
Zusatz „Postfach“ in das Personalienfeld
gedruckt.
Die Unterschiede zur bisher üblichen Bedruckung sind rot hervorgehoben.
Personalienfeld auf Formularen leicht geändert
Bereits zum 1. Oktober 2014 wurden die von der Karte eingelesenen Versichertendaten von den Formaten der
alten Versichertenkarte (KVK) auf die Formate der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) umgestellt. Diese Umstellung erforderte eine leichte Veränderung des Personalienfeldes auf Überweisungsscheinen und anderen
Formularen, da die Versichertendaten im Personalienfeld
aufgedruckt werden. Das betrifft auch Vordrucke für
Psychotherapeuten.
Was wurde optisch geändert?
Das Feld „Kassen-IK“ wurde in „Kostenträgerkennung“ unbenannt. Zwei Begrenzungslinien haben sich verschoben.
wenn ein gültiger Berechtigungsnachweis bis spätestens zum Quartalsende
nachgereicht wird. Dann rechnet der
Arzt die Behandlung wie gewohnt als
Kassenleistung ab.
Hinweis: Beim Verdacht auf Missbrauch ist der Arzt beziehungsweise der
Psychotherapeut berechtigt, die Karte
einzuziehen und die zuständige Krankenkasse zu informieren.
Die äußeren Maße des Personalienfeldes, die Anzahl der
Zeilen und der Zeichenpositionen bleiben unverändert.
Was bedeuten die Änderungen für die Praxis?
Die alten Formulare können weiterhin verwendet und
aufgebraucht werden. Seit dem 1. Oktober müssen sie
jedoch nach den neuen Vorgaben bedruckt werden. Falls
Sie das Verfahren der Blankoformularbedruckung nutzen,
müssen Sie nichts beachten. Bis zum 31. Dezember 2014
können die alten Krankenversichertenkarten von Ihnen
eingelesen werden. Ab dem 1. Januar 2015 gilt nur noch
die eGK. Die Änderungen bei den Vordrucken haben darauf keinen Einfluss.
Gesundheitskarte kann nicht
verwendet werden: Ersatzverfahren
Das Ersatzverfahren nutzt der Arzt oder
Psychotherapeut, wenn die Gesundheitskarte nicht verwendet werden
kann. Das ist der Fall, wenn:
▶ der Versicherte die Krankenkasse
oder die Versichertenart gewechselt
hat, aber noch die alte Karte vorlegt,
▶ die Karte, das Kartenterminal oder
der Drucker defekt ist,
▶ für Hausbesuche kein mobiles Kartenlesegerät zur Verfügung steht und keine
in der Praxis vorgefertigten Formulare
verwendet werden können.
Im Ersatzverfahren benötigt der Arzt
folgende Daten für die Abrechnung und
für Vordrucke wie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Rezepte:
Krankenkasse,
Name, Geburtsdatum und
Postleitzahl des Versicherten,
Versichertenart (Mitglied,
Familienversicherter, Rentner)
und nach Möglichkeit
Krankenversichertennummer.
Dafür kann der Arzt auf Unterlagen in
der Patientendatei und Angaben des Versicherten zurückgreifen. Dieser muss
durch seine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruckmuster 5) bestätigen, dass er Mitglied der Krankenkasse ist.
12/2014 |
14 FORUM
Wenn es im weiteren Verlauf des Quartals doch noch möglich ist, die Gesundheitskarte des Patienten einzulesen, stellt
der Arzt einen neuen Abrechnungsschein
aus. Den Schein aus dem Ersatzverfahren kann er anheften.
Keine Karte bei erneutem
Arztbesuch: Vorhandene Daten
nutzen
Ein Patient war im betreffenden Quartal bereits in der Praxis und hat seine
Gesundheitskarte vorgelegt. Er kommt
aber ein weiteres Mal und dabei kann
die Karte nicht eingelesen werden.
Dann dütfen Sie die benötigten Daten
aus der Patientenstammdatei ziehen,
die Sie bereits mit der Gesundheitskarte des Patienten erstellt haben.
Übersicht möglicher
Fallkonstellationen
Nachfolgend finden Sie einige Fallkonstellationen inklusive Lösungen, wie sie
insbesondere ab dem 1. Januar 2015 in
der Praxis auftreten können.
1. Der Patient legt am 31. Dezember
2014 die Krankenversichertenkarte vor.
Die KVK kann eingelesen werden.
2. Der Patient legt ab dem 1. Januar die
KVK vor (GKV-Kostenträger, ambulante
Behandlung): Die KVK wird durch die
Praxissoftware abgewiesen, ein Einlesen ist nicht möglich.
Nach Ablauf von zehn Tagen kann der
Arzt oder Psychotherapeut eine Privatvergütung verlangen, wenn der Patient
bis dahin keine eGK vorgelegt hat. Diese
muss der Arzt oder Psychotherapeut jedoch zurückzahlen, wenn der Patient
eine gültige Gesundheitskarte oder einen
Berechtigungsnachweis der Krankenkasse bis zum Quartalsende nachreicht. Um
einer Rückerstattung vorzubeugen, bietet es sich an, die Privatrechnung erst
nach Quartalsende zu stellen.
| 12/2014
3. Der Patient legt ab dem 1. Januar die
KVK vor (GKV-Kostenträger, Notfallbehandlung). Die KVK wird durch die Praxissoftware abgewiesen, ein Einlesen ist
nicht möglich.
▶ Das Praxisteam nimmt den Patienten
im Ersatzverfahren auf, da es sich um
einen Notfall handelt.
▶ Der Patient muss durch seine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein bestätigen, dass er Mitglied der Krankenkasse ist.
4. Der Patient legt ab dem 1. Januar die
KVK vor (Sonstiger Kostenträger, z. B.
Heilfürsorge).
Die KVK kann eingelesen werden, da es
sich um einen sonstigen und nicht um
einen GKV-Kostenträger handelt.
5. Der Patient legt ab dem 1. Januar die
Gesundheitskarte mit Lichtbild vor.
Das Praxisteam überprüft die Identität
des Versicherten anhand des Fotos, des
Alters und des Geschlechts. Ist die Identitätsprüfung positiv, darf die Karte eingelesen werden.
6. Der Patient legt ab dem 1. Januar die
Gesundheitskarte ohne Lichtbild vor.
Das Praxisteam überprüft die Identität
des Versicherten anhand des Alters und
des Geschlechts. Ist die Identitätsprüfung
positiv, darf die Karte eingelesen werden.
7. Der Patient legt ab dem 1. Januar
eine Gesundheitskarte mit Lichtbild vor,
die erkennbar und offensichtlich nicht
dem Patienten zuordenbar ist.
Lässt sich die Gesundheitskarte dem Patienten offensichtlich nicht zuordnen,
darf die Karte nicht eingelesen werden.
Es erfolgt keine Haftung von Kassenseite für das Honorar und es ist ein Regress möglich (Paragraf 48 Abs. 4 BMV).
▶ Nach Ablauf von zehn Tagen kann der
Arzt oder Psychotherapeut eine Privatvergütung zu verlangen, wenn der Patient bis dahin keine eGK vorgelegt hat.
▶ Diese muss der Arzt oder Psychotherapeut jedoch zurückzahlen, wenn der
Patient eine gültige Gesundheitskarte
oder einen Berechtigungsnachweis der
Krankenkasse bis zum Quartalsende
nachreicht.
8. Der Patient legt ab dem 1. Januar
eine Karte mit/ohne Lichtbild vor, die
für den Arzt nicht als falsch bzw. missbräuchlich verwendet erkennbar ist.
Das Praxisteam überprüft die Identität
des Versicherten anhand des Alters und
des Geschlechts sowie ggf. des Fotos. Ist
die Identitätsprüfung positiv, darf die
Karte eingelesen werden. (Die Krankenkasse haftet für die Honorierung
nach Paragraf 48 Abs. 4 BMV).
9. Die Gesundheitskarte kann nicht eingelesen werden (z. B. Karte oder Lesegerät defekt, Hausbesuche ohne mobiles Kartenterminal).
Das Praxisteam nimmt den Patienten
im Ersatzverfahren auf. Der Patient
muss durch seine Unterschrift auf dem
Abrechnungsschein bestätigen, dass er
Mitglied der Krankenkasse ist.
10. Der Patient legt einen Berechtigungsnachweis seiner Krankenkasse vor.
Das Praxisteam nimmt den Patienten
im Ersatzverfahren auf. Der Patient
muss durch seine Unterschrift auf dem
Abrechnungsschein bestätigen, dass er
Mitglied der Krankenkasse ist.
11. Der Arzt ist ab dem 1. Januar auf
Hausbesuch mit einem mobilen Lesegerät. Der Patient legt eine KVK eines
sonstigen Kostenträgers vor.
Der Arzt prüft visuell, ob es sich um
eine KVK eines sonstigen Kostenträgers
handelt (es fehlt die typische LeonardoFigur als besonderes Kennzeichen der
GKV).
Die Daten lassen sich mit dem mobilen
Lesegerät problemlos einlesen und können zum Zwecke der Abrechnung in der
Arztpraxis in die Praxisverwaltungssoftware übertragen werden. Das Praxisverwaltungssystem akzeptiert die Versichertenstammdaten.
FORUM 15
12. Der Arzt ist ab dem 1. Januar auf
Hausbesuch mit einem mobilen Lesegerät. Der Patient legt die KVK eines GKVKostenträgers vor.
Der Arzt prüft die KVK visuell und stellt
fest, dass es sich um die KVK eines GKVKostenträgers handelt. Da es sich um
keinen gültigen Versicherungsnachweis
handelt, ist das Einlesen nicht zulässig.
▶ Der Patient hat bis zum Quartalsende
Zeit, eine gültige Gesundheitskarte
oder einen gültigen Anspruchsnachweis
der Krankenkasse nachzureichen.
▶ Frühestens nach Ablauf von zehn Tagen kann der Arzt oder Psychotherapeut eine Privatvergütung verlangen.
Die muss er jedoch zurückerstatten,
wenn der Patient bis Quartalsende eine
gültige eGK oder einen gültigen Anspruchsnachweis vorlegt.
Hinweis: die KVK von GKV-Kostenträgern lässt sich durch mobile Lesegeräte
in der Regel weiterhin einlesen. Die Daten werden jedoch bei Übertragung in
das Praxisverwaltungssystem abgelehnt. Eine vorherige Prüfung ist daher
dringend angeraten.
Gegebenenfalls ist nach einem Firmware-Update des Herstellers eine automatische Prüfung der Karte durch das Lesegerät möglich (sofern vom Hersteller
angeboten).
13. Es erfolgt ein Arzt-Patienten-Kontakt auf Grundlage einer Überweisung
aus dem vierten Quartal, die auf Basis
einer KVK ausgestellt wurde. Der Patient ist GKV-versichert und legt seine
Gesundheitskarte vor.
Der Überweisungsschein ist gültig.
Das Praxisteam überprüft die Identität
des Versicherten anhand des Fotos, des
Alters sowie des Geschlechts.
Ist die Identitätsprüfung positiv, darf
die Karte eingelesen werden.
14. Einer Einsendepraxis (Labor, Pathologe etc.) liegt ab dem 1. Januar ein
Überweisungsschein aus dem vierten
Quartal 2014 vor, der auf Basis einer
KVK ausgestellt wurde. Es handelt sich
um einen GKV-Kostenträger, es erfolgt
kein Arzt-Patienten-Kontakt.
Der Überweisungsschein ist gültig und
darf für die Abrechnung des ersten
Quartals 2015 verwendet werden, sofern das aufgedruckte Gültigkeitsdatum
der KVK nicht abgelaufen ist.
15. Für einen Behandlungsfall aus dem
vierten Quartal 2014 wird der Anspruchsnachweis innerhalb der ZehnTage-Frist nachgereicht. Die Abrechnung für das vierte Quartal ist jedoch
schon abgeschlossen.
Der Abrechnungsfall kann als sogenannter Nachtragsfall mit der Abrechnung für das erste Quartal 2015 abgerechnet werden. Dies gilt auch wenn es
sich um einen GKV-Kostenträger handelt und der Nachweis auf Grundlage
einer zum Behandlungszeitpunkt gültigen KVK erfolgt ist.
Achtung: Die Abrechenbarkeit von
Nachtragsfällen ergibt sich aus den Abrechnungsbestimmungen der zuständigen KV.
KVWL ONLINE
Auf unseren Internetseiten unter www.
kvwl.de in den Rubriken Mitglieder,
Dienste sowie Informationen und Kurzberichte finden Sie auch eine Patienteninformation zum Herunterladen und
Ausdrucken..
Unsere Ombudsmänner
haben immer ein offenes
Ohr für Sie!
Dortmund (kostenlos)
Lothar Gussning
Tel.: 0800 / 1 00 76 00
Sprechzeit:
mittwochs 12 bis 13 Uhr
Bei Ärger mit der KVWL stehen
Ihnen zwei erfahrene Kollegen als
Ombudsmänner zur Verfügung.
Münster (kostenlos)
Dr. med. Siegfried Treichel
Tel.: 0800 / 1 01 07 79
Sprechzeit:
mittwochs und freitags
jeweils 12.30 bis 13.30 Uhr
12/2014 |
Unsere Ombudsmänner
Bei uns werden Sie sicher fündig!
Von Praxisübernahme über
Kooperationen bis hin zu
medizinischen Geräten:
►
www.kvboerse.de
www.kv-börse.de
SEMINARE UND FORTBILDUNGEN 17
Seminarangebote
Erstes Halbjahr 2015
Konflikte im Arztpraxisteam managen
(für Praxisverantwortliche)
Telefonknigge für die Arztpraxis
ACHTUNG — Patient online!
In diesem Seminar werden die Grundkennt-
Ärzte und Arztpraxen werden immer öfter
Das Seminar stellt Praxisverantwortlichen
nisse zu Verhaltensregeln und moderner
über das Internet ausgewählt und bewertet,
die Ursachen und Auswirkungen von Konflik-
Höflichkeit am Telefon vermittelt sowie
jedoch wissen die wenigsten Ärztinnen und
ten dar, vermittelt Eingriffsmöglichkeiten
Ausschnittssituationen und Telefongesprä-
Ärzte, wie sie damit umgehen sollen.
und Strategien, skizziert die Verläufe von
che in der Arztpraxis trainiert.
Folgende Aspekte beleuchtet das Seminar:
Konflikten und sensibilisiert für Hinweise
Termine: 25. März 2015, Ärztehaus
Wie übernehmen Sie die Kontrolle & den
und Signale.
Münster, 29. April 2015, Ärztehaus Dort-
Einfluss über das, was im Internet über Sie
Termin: 10. Juni. 2015, Ärztehaus Dort-
mund
steht? Was haben Internet-Bewertungen
mund
Dozentin: Marion Cress, Kommunikations-
mit qualifiziertem Praxispersonal und den
Zeit: 15 bis 19 Uhr
trainerin
richtigen Patienten zu tun? Wie kann ich
Dozentin: Juliane Feldner,
Kosten: 140 Euro (zzgl. USt.)
das Potenzial Arztsuche im Internet für
meine Praxis ausschöpfen? Was gibt es aus
Personaltrainerin/Psychologin
rechtlicher Seite zu beachten?
Kosten: 140 Euro (zzgl. USt.)
NEU:
Kommunikationstraining für Auszubildende
Termin: 6. Mai 2015
Das 1x1 der Teamführung in der
Arztpraxis (für Personalverantwortliche)
Die Teilnehmer des Seminars lernen siche-
designer, J. Willkomm, Rechtsanwalt
res Auftreten in Gesprächen im Umgang
Kosten: 190 Euro (zzgl. USt.)
Das Seminar will Führungsverantwortlichen
mit Vorgesetzten, Kollegen/Kolleginnen
helfen, Teams sicher zu führen und Team-
und Patienten. Weitere Inhalte sind: das ei-
besprechungen effektiv zu gestalten.
gene Gesprächsverhalten als „junger“ Mit-
Weitere Seminarinformationen und An-
Termin: 24. Juni 2015, Ärztehaus Dort-
arbeiter und Berufseinsteiger zu reflektie-
meldung unter www.kvwl-consult.de oder
mund
ren und im Kontext der Aufgabenstellung
unter Tel. 0231 / 94 32 39 55.
Zeit: 15 bis 19 Uhr
einer Arztpraxis richtig einzusetzen.
Dozentin: Juliane Feldner,
Termin: 15. April 2015, Ärztehaus Dort-
Personaltrainerin/Psychologin
mund
Kosten: 140 Euro (zzgl. USt.)
Zeit: 15 bis 19.00 Uhr
Dozent: M. Grüning, Kommunikations-
Dozentin: Juliane Feldner,
Personaltrainerin/Psychologin
Selbstverständnis, berufliche Rolle und Erwartungen im Arztpraxisbetrieb (für Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr)
Kosten: 140 Euro (zzgl. USt.)
Die Teilnehmerinnen des Seminars lernen
Telefontraining – Intensiv
Grundkenntnisse zu Kommunikationssitua-
Das Intensiv-Seminar ist gedacht für routi-
tionen im Berufsleben sowie Grundbegriffe
nierte Arzthelferinnen im Umgang mit
zu Verhaltensregeln des guten Benehmens
schwierigen Gesprächspartnern und her-
und des höflichen Umgangs in der Arztrpa-
ausfordernden Situationen im Praxisalltag.
xis. Außerdem lernen sie, die Außenwir-
Termine: 6. Mai 2015, Ärztehaus Münster
kung des Unternehmens durch Kompetenz,
27. Mai 2015, Ärztehaus Dortmund
Freundlichkeit und Stilsicherheit zu verbes-
Zeit: 15 bis 19 Uhr
sern.
Dozentinnen: Juliane Feldner, Marion
Termin: 18. Februar 2015, Ärztehaus
Cress
Dortmund
Kosten: 140 Euro (zzgl. USt.)
Zeit: 15 bis 19 Uhr
Dozentin: Juliane Feldner,
Personaltrainerin/Psychologin
Kosten: 140 Euro (zzgl. USt.)
12/2014 |
18 SEMINARE UND FORTBILDUNGEN
Fort- und
Weiterbildungsveranstaltungen
Online-Fortbildungskatalog: Umfassende Informationen über das gesamte Fort- und
­Weiterbildungsangebot der Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der
KVWL finden Sie im Online-Fortbildungskatalog: www.aekwl.de/katalog oder unter www.
kvwl.de unter den Rubriken Mitglieder und Termine.
Nutzen Sie den Online-Fortbildungskatalog, um sich zu Veranstaltungen anzumelden
bzw. die kostenlose Fortbildungs-App: www.aekwl.de/app
Vorsitzender: Prof. Dr. med. Falk Oppel, Bielefeld
Ressortleitung: Elisabeth Borg
Geschäftsstelle: Gartenstraße 210—214, 48147 Münster
Postfach 40 67, 48022 Münster • Fax: 0251 / 9 29 22 49
E-Mail: akademie@aekwl.de • Internet: www.aekwl.de
Akademie-Service-Hotline: 0251 / 9 29 22 04
Allgem. Anfragen u. Informationen, Informationsmaterial,
Programmanforderung, Fragen zur Akademiemitgliedschaft
Allgemeine Fortbildungsveranstaltungen
Leitung: Dr. med. W. Clasen, PD Dr. med. A.
Osteopathische Verfahren
Gillessen, Münster
Blended-Learning-Angebot (128 UE
Ethik im medizinischen Alltag
Teilnehmergebühr: 325 bis 365 Euro
Präsenz/32 UE Telelernen)
Fortbildungsveranstaltung für Ärzte,
Zertifiziert: 10 Punkte
Leitung: Dr. med. R. Tigges, Meschede, Dr.
MFA, Pflegepersonal und Angehörige
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14
med. R. Kamp, Iserlohn
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 11
anderer medizinischer Gesundheitsberufe
Termin: Mittwoch, 28. Januar 2015
Psychosomatische Grundversorgung
Uhrzeit: 16 – 20 Uhr
Theorie/Fallseminare
Reisemedizinische Gesundheitsberatung
Ort: Kreishaus, Kurt-Schumacher-Allee 1,
Termin: Fr./Sa., 30./31. Januar 2015
(32 UE)
Recklinghausen
Ort: Münster
Leitung: Dr. med. N. Krappitz, Köln
Leitung: Dr. med. U. Foertsch, Marl
Leitung: Dr. med. I. Veit, Herne, Univ.-Prof.
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 10
Teilnehmergebühr: bis 20 Euro
Dr. med. G. Heuft, Münster
Zertifiziert: 5 Punkte
Teilnehmergebühr: 325 bis 375 Euro
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 08/22 24
Zertifiziert: 20 Punkte
Curriculäre Fortbildungen
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 02
Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren
Klinik- und Praxisalltag — Was muss ich
über den deutschen Patienten wissen?
(24 UE)
Migrationsvorgeschichte
Strukturierte Curriculäre
Fortbildungen
Termin: Samstag, 31. Januar 2015
gemäß Curricula der Bundesärztekammer
Uhrzeit: 9 – 14 Uhr
Ernährungsmedizin
Hautkrebs-Screening (8 UE)
Ort: Ärztehaus Münster
Blended-Learning-Angebot (80 UE
Leitung: A. Leibing, Selm, U. Petersen,
Leitung: PD Dr. med. A. Gillessen, Münster
Präsenz/20 UE Telelernen)
Dortmund
Teilnehmergebühr: bis 20 Euro
Leitung: Prof. Dr. med. U. Rabast, Hattingen
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 01
Zertifiziert: 6 Punkte
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 09
Fortbildungsveranstaltung für Ärzte mit
Leitung: Dr. med. M. Reker, Bielefeld
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 09
Geriatrische Grundversorgung
Hygienebeauftragter Arzt (ambulant
operierender Versorgungsbereich)
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 08/22 24
Blended-Learning-Angebot (48 UE
Blended-Learning-Angebot (30 UE
Refresherkurse
Präsenz/12 UE Telelernen)
Präsenz/10 UE Telelernen)
Mammasonographie
Leitung: Dr. med. Th. Günnewig, Reckling-
Leitung: PD Dr. med. Dr. PH F. Kipp, PD Dr.
Theorie/Praktische Übungen
hausen, B. Zimmer, Wuppertal und Dr. med.
med. A. Mellmann, Münster
Termin: Samstag, 07. Februar 2015
A. Nolte, Paderborn, Dr. med. N. Uphoff,
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 10
Ort: Münster
Lichtenau
Leitung: Dr. med. J. Tio, Münster
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 20
Impfseminar zur Erlangung der Abrechnungsgenehmigung von Impfleistungen
Zertifiziert: 10 Punkte
Gesundheitsförderung und Prävention (24 UE)
Basisqualifik./Erw. Fortbildung (16 UE)
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14
Leitung: H. Frei, Dortmund, Dr. med.
Leitung: Dr. med. S. Ley-Köllstadt, Mar-
M. Junker, Olpe
burg, Dr. med. R. Gross, Osnabrück
Sonographie — Abdomen, Retroperitoneum,
Nieren, Harnblase und Schilddrüse
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 01
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 10
Theorie/Praktische Übungen
Medizinische Begutachtung (64 UE)
Medizinethik
Termin: Freitag, 27. Februar 2015
Leitung: Dr. med. S. Reck, Münster
Blended-Learning-Angebot (32 UE
Ort: Münster
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 01
Präsenz/8 UE Telelernen)
Teilnehmergebühr: 290 bis 335 Euro
| 12/2014
SEMINARE UND FORTBILDUNGEN 19
Leitung: Prof. Dr. med. B. Schöne-Seifert,
Teilnehmergebühr: auf Anfrage
an den Standorten: Bielefeld, Bochum, Her-
Münster, PD Dr. phil. A. Simon, Göttingen,
Zertifiziert: 10 Punkte
ne, Münster
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Atzpodien, Münster
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 09
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 06
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 09
Verordnung von Leistungen zur
Medizinischen Rehabilitation (16 Std.)
Qualifikation zum Moderator von Qualitätszirkeln nach SGB V
2015
Spezialisierungsqualifikationen
für Medizinische Fachangestellte
und Angehörige anderer
Medizinischer Fachberufe
Psychosom. Grundversorgung (50 UE)
Ort: Dortmund (Juni, Nov.) oder
EVA — Spezialisierungsqualifikation für MFA
Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. G. Heuft,
Münster (März, Sept.)
in hausärztl. Praxen (max. 271 UE) ¬EVA
Leitung: Dr. med. D. Olbrich, Bad Salzuflen
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 01
Termine: jeweils Samstag, 14. März oder 20.
Juni oder 19. September oder 07. November
Münster, Dr. med. I. Veit, Herne
Leitung: Dr. med. M. Bolay, Münster
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 02
Teilnehmergebühr: 375 bis 430 Euro
EVA-NP — Spezialisierungsqualifikation für
Zertifiziert: 10 Punkte
MFA in neurologischen, nervenärztlichen
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 09
und/oder psychiatrischen Praxen (max.
Stressmedizin (32 UE)
220 UE) ¬EVA-NP ¬EVA-N
Leitung: Dr. med. Chr. Haurand, Dr. med. M. Weniger, Gelsenkirchen, Dr. med. H. Ullrich, Siegen
Motivations- und Informationsschulung
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35
Alternative bedarfsorientierte betriebs-
EVA-O – Spezialisierungsqualifikation für
ärztliche und sicherheitstechnische
MFA in ophthalmologischen Praxen (max.
Qualifikation Tabakentwöhnung
Betreuung
228 UE) -¬EVA-O
Blended-Learning-Angebot (12 UE
Termine: jeweils Mittwoch, 04. März oder
NP
Präsenz/8 UE Telelernen)
10. Juni 2015
Ambulante Versorgung älterer Menschen
Leitung: Dr. med. D. Geyer, Schmallenberg-
Ort: Dortmund (März) oder Münster (Juni)
(60 UE) ¬Modul ¬EVA
Bad Fredeburg
Leitung: Dr. med. P. Czeschinski, Münster
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 17
Teilnehmergebühr: 470 Euro
Ambulantes Operieren (60 UE) ¬Modul
Zertifiziert: 6 Punkte
Qualifikation Verkehrsmedizinische
Begutachtung (16 UE)
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 02
Leitung: Dr. med. U. Dockweiler, Bad Salzu-
Versorgung von Patienten mit Trachealkanülen (Module I-III sowie Praktische Übungen/
Hospitationen)
flen
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 07
Augenheilkundlich-technische Assistenz
(120 UE) ¬Modul ¬EVA-O
Ambulantes Operieren in der Augenheilkunde (120 UE) ¬Modul
Curriculäre Fortbildung für MFA, Pflege-
Ärztliche Wundtherapie
personal und interessierte Ärzte
Versorgungsassistenz Chronisch Entzünd-
Blended-Learning-Angebot (29 UE
Termine: Modul I: Mittwoch, 04. März 2015,
liche Darmerkrankungen (CED)
Präsenz/25 UE Telelernen)
Modul II: Mittwoch, 15. April 2015, Modul III:
(120 UE) ¬Modul
Leitung: Prof. Dr. med. H. Fansa, MBA, Dr.
Mittwoch, 20. Mai 2015
med. O. Frerichs, Bielefeld, Prof. Dr. med.
Ort: Dortmund
Elektronische Praxiskommunikation und
M. Stücker, Bochum
Leitung: Prof. Dr. med. Th. Deitmer, Dortmund
Telematik (80 UE) ¬Modul ¬EVA ¬EVA-O
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 21
Teilnehmergebühr: 390 bis 420 Euro
Zertifiziert: 15 Punkte
Ernährungsmedizin (120 UE) ¬Modul ¬EVA
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 06
Kurse/Seminare/Workshops
eKursbuch „PRAKTiSCHER ULTRASCHALL“
Onkologie (120 UE) ¬Modul ¬EVA
Auskunft: www.aekwl.de/elearning / Demo-
Diagnostik und Therapie schlafbezogener
Atmungsstörungen
Patientenbegleitung und Koordination
Version: www.aekwl.de/ilias oder Tel.: 0251 /
Fortbildung nach der BUB-Richtlinie
(Casemanagement) (40 UE) ¬Modul ¬EVA
9 29 22 21/22 14
Blended-Learning-Angebot (18 UE Prä-
¬EVA-NP ¬EVA-O
senz/12 UE Telelernen)
KPQM Schulung
Leitung: Dr. med. M. Neddermann, Bochum,
Prävention im Kindes- und Jugendalter
KV Praxis Qualitätsmanagement
Prof. Dr. med. P. Young, Münster
(84 UE) ¬Modul
Termine: jeweils Samstag, 09. Mai oder
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 17
12. September 2015
Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 07
Ort: Münster
Leitung: Dr. med. H.-P. Peters, Bochum, Dr.
Notfallmedizin
med. V. Schrage, Legden, Prof. Dr. med.
Notfälle in der Praxis — Cardiopulmonale
Reanimation ¬EVA
Dipl.-Ing. (FH) B. Schubert, MBA, Bottrop
12/2014 |
Machen Sie mit, helfen Sie mit, lernen Sie mit!
CIRS-NRW ist ein Lern- und Berichtssystem für kritische Ereignisse in der
medizinischen Versorgung. Mit Ihrer Teilnahme an CIRS-NRW engagieren
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