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Handbuch BCC200 - GAMPT mbH (Gesellschaft für Angewandte

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MEDIZINTECHNIK
BCC200
Bubble Counter Clinical
HANDBUCH
Gesellschaft für Angewandte Medizinische Physik und
Technik mbH (GAMPT mbH)
Hallesche Straße 99F
Fon: +49 (0) 3461-278 691-0
06217 Merseburg
Fax: +49 (0) 3461-278 691-101
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email:
info@gampt.de
www.gampt.de
REVISION: 1.9 März 2013 mit Software Version 3.4.4
REVISION: 1.8 April 2010 mit Software Version 3.4.4
REVISION: 1.7 Juni 2009 mit Software Version 3.4.2
REVISION: 1.6 Januar 2008 mit Software Version 3.4.1
REVISION: 1.5 Oktober 2006 mit Software Version 3.3.8
REVISION: 1.4 Oktober 2006 mit Software Version 3.3.7
REVISION: 1.3 September 2006 mit Software Version 3.3.6
REVISION: 1.2 Mai 2006 mit Software Version 3.3.1
Erstausgabe: November 2005 mit Software Version 3.1
Alle Rechte sind der GAMPT mbH vorbehalten. Kein Teil dieses Handbuchs darf in irgendeiner Form ohne die
Genehmigung der GAMPT mbH reproduziert oder verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Die GAMPT mbH haftet nicht für Schäden infolge von Fehlgebrauch sowie Reparaturen und Abänderungen, die
von dritter, nicht von der GAMPT mbH autorisierter Seite vorgenommen werden.
Technische Änderungen vorbehalten. Irrtümer vorbehalten.
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Hallesche Strasse 99F • 06217 Merseburg
Fon: 034601/278 691-0 • Fax: 03461/278 691-101
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Inhaltsverzeichnis
1.
Allgemeine Sicherheitshinweise .............................................................................................................. 4
2.
Einführung ............................................................................................................................................... 7
3.
Komponenten, Installation und Bedienung.............................................................................................. 8
3.1.
BCC200-Messgerät - Front...................................................................................................................... 8
3.2.
BCC200 – Rückseite................................................................................................................................ 9
3.2.1.
Anschlüsse linke Seite ................................................................................................................. 10
3.2.2.
Anschlüsse rechte Seite ............................................................................................................... 10
3.3.
4.
Ultraschallsensoren ................................................................................................................................ 11
Software................................................................................................................................................. 13
4.1.
Überblick ............................................................................................................................................... 13
4.2.
Hauptbildschirm .................................................................................................................................... 14
4.3.
Software – Datenbank............................................................................................................................ 16
4.3.1.
Patienten Anlegen und Auswählen .............................................................................................. 16
4.3.2.
Datenbank: Messung Anlegen..................................................................................................... 18
4.3.3.
Datenbank: Messung Auswählen................................................................................................. 19
4.3.4.
Datenbank: Export / Import ........................................................................................................ 20
4.4.
Messungen ............................................................................................................................................. 22
4.4.1.
Messung Starten und Durchführen .............................................................................................. 22
4.4.2.
Messung Laden und Auswerten................................................................................................... 26
4.4.3.
Indices.......................................................................................................................................... 28
4.5.
Weitere Fenster ...................................................................................................................................... 31
4.5.1.
Options ........................................................................................................................................ 31
4.5.1.1.
Eingabe Kommentare ............................................................................................................. 31
4.5.1.2.
Parameters............................................................................................................................... 32
4.5.1.3.
Port mode................................................................................................................................ 34
4.5.2.
Analyse ........................................................................................................................................ 35
4.5.2.1.
Print ........................................................................................................................................ 35
4.5.2.2.
Export ..................................................................................................................................... 36
4.5.2.3.
TC-Histogramme .................................................................................................................... 37
4.5.3.
Display......................................................................................................................................... 38
4.5.3.1.
4.5.4.
Audio Control ......................................................................................................................... 38
Disturbance Filter ....................................................................................................................... 38
5.
Technische Informationen ..................................................................................................................... 39
6.
Benutzerhinweise zum Einsatz an der Herz-Lungen-Maschine............................................................. 41
Allgemeine Sicherheitshinweise
1.
Allgemeine Sicherheitshinweise
Verwendungszweck:
Der BCC200 dient zur nicht-invasiven Messung der Luftblasenaktivität im Blut der extrakorporalen Zirkulation.
Kurzbeschreibung:
Mit dem Bubble Counter BCC200 ist es möglich die Anzahl und die Größe von Microblasen im Blut der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) zu bestimmen. Die Meßwerte werden mit zwei unabhängig arbeitenden Sonden
nicht-invasiv von außen durch den Schlauch erfaßt. Die Messung basiert auf einem selbst-kalibrierenden Ultraschall-Dopplersystem so dass Parameter wie Schlauchmaterial, Blutkonzentration und Flußgeschwindigkeit keinen Einfluß haben. Die Mikroblasen können im Bereich 10 – 500µm erfaßt und größenabhängig in einem Histogramm dargestellt werden.
Mit der Software BCView3 kann der BCC200 sowohl für die Überwachung der Blasenaktivität während der gesamten EKZ, als auch zur Beurteilung der Leistungsparameter einzelner Komponenten der EKZ hinsichtlich ihrer Bubble-Aktivität bzw. –Filterung eingesetzt werden. Die aufgenommenen Messdaten werden in einem Datenbanksystem mit den entsprechenden Patientendaten verwaltet und können mit Hilfe umfangreicher Tools ausgewertet werden.
Konformitätserklärung
Der Bubble Counter BCC200 entspricht, den Normen EN 60601-1 und ist CE zertifiziert. Das Gerät darf nur mit
Zusatzgeräten anderer Hersteller verwendet werden, wenn deren sicherheitstechnisch unbedenkliche Verwendungsfähigkeit durch eine zugelassene Prüfstelle nachgewiesen ist.
Klassifikation:
Das Gerät BCC200 ist nach EN 60601-1 mit zwei angeschlossenen Sonden wie folgt klassifiziert:
Art des Schutzes gegen elektrischen Schlag:
Gerät der Schutzklasse 1
Grad des Schutzes gegen elektrischen Schlag:
Gerät, Typ CF (nur mit unten spezifizierten Schläuchen)
Sonden, Typ CF (nur mit unten spezifizierten Schläuchen)
Schutz gegen Eindringen von Wasser:
Gerät, IPX2, Schutz gegen schräg fallende Tropfen
Sonden, IPX4, Schutz gegen Spritzwasser
Das Gerät ist für den Dauerbetrieb geeignet.
Nebenwirkungen und Risiken:
Es sind dem Hersteller bisher keine Nebenwirkungen und Risiken bei der sachgerechten Anwendung der Produkte bekannt.
4
Allgemeine Sicherheitshinweise
Verwendete Symbole:
Die am Gerät und den Komponenten verwendeten Symbole entsprechen zum Teil den Normen IEC 878-, IEC
417-, und IEC 598- und sind nachfolgend erläutert:
Achtung!
Siehe Bedienungsanleitung
Schutzklasse 1
Typ CF
IPX2
Schutz gegen Tropfwasser (schräg fallend)
IPX4
Schutz gegen Spritzwasser
Versorgungsspannung AUS
I
Versorgungsspannung EIN
CE-Zertifizierung
Lesen Sie vor Inbetriebnahme des Messgerätes und der Ultraschallsonden die folgenden Hinweise zu Ihrer eigenen sowie zur Betriebssicherheit des Gerätes gründlich durch.
Inbetriebnahme/Betrieb
Achten Sie bei Anschluss an die Spannungsversorgung darauf, dass die Spannungsangaben am Gerät mit
der Netzspannung übereinstimmen.
Die Öffnungsschlitze am Gerät dienen der Ventilation und sollten unbedingt freigehalten werden, um einer
Überhitzung des Gerätes vorzubeugen.
Versuchen Sie niemals, Gegenstände durch die Öffnungen am Gerät einzuführen, da es zu Kurzschlüssen
oder Stromschlägen kommen kann.
Kontrollieren Sie die Ultraschallsonden vor jeder Anwendung auf Beschädigungen. Tauschen Sie beschädigte Sonden aus. Verwenden Sie niemals Sonden die Risse aufweisen
Entfernen Sie die Ultraschallsonden vom Gerät durch ziehen am Stecker, niemals am Kabel. Das gleiche gilt
für alle weiteren angeschlossen Gerätekabel.
Während der Messung im OP dürfen keine externen Geräte (Tastatur, Maus, Drucker, Netzwerk) angeschlossen sein! Die Anschlüsse sind abzudecken!
Beim gleichzeitigen Einsatz eines HF-Koagulators während der OP kann es zu einer Beeinflussung des
Messsignals in Form von zusätzlichen kleinen Blasen im Bereich unter 20µm kommen. Dieser Effekt sollte
bei den Messungen und der Auswertung der Daten berücksichtigt werden.
Beenden Sie immer erst das Programm, bevor Sie das Gerät ausschalten.
5
Allgemeine Sicherheitshinweise
Zubehör
Verwenden Sie in Verbindung mit dem BCC200 nur von GAMPT empfohlenes Zubehör.
Das BCC200 ist für die Verwendung an folgenden Schläuchen zertifiziert:
Raumedic ECC
Terumo Xcoat 101465
Sorin 019062
Terumo IT 1-2-087
Sorin 019061
Terumo IT 1-2-084
Sorin 019061 B
Terumo USP VI 1-2-018
Intersept VI
Sorin 019061 R
Terumo Xcoat 101470
Die Kalibrierung der unterschiedlichen Sondengrößen erfolgt an folgenden Schlauchgrößen:
Durchmesser ID:
1/2 ’’
3/8 ’’
1/4 ’’
Wandstärke:
3/32“
3/32“
1/16“
Für die Montage des BCC200 an einem Trägersystem der Herz-Lungen-Maschine darf nur ein Tragarm der Firma GAMPT verwendet werden. Beachten Sie die mitgelieferten Montagehinweise.
Zur Datenauswertung und Dokumentation können über den mitgelieferten USB-Hub die Tastatur und die Maus
angeschlossen werden. Zusätzlich kann ein handelsüblicher Drucker angeschlossen werden.
Achten Sie darauf das der Anschluss externer Geräte nur im spannungslosem (ausgeschaltetem) Zustand erfolgen darf. Weitere Hinweise zum Anschluss und zur Installation eines Druckers entnehmen Sie bitte den entsprechenden Herstellerinformationen.
Für die Ankopplung der Sonden an den Schlauch der EKZ muss ein Ultraschall Koppelgel verwendet werden. Es
können alle im medizinischen Fachhandel erhältlichen Ultraschall-Gels verwendet werden Diese sind innerhalb
eines Jahres nach Öffnung zu verbrauchen.
Reparatur/Reinigung/Entsorgung
Das Gerät darf nur durch eingewiesene Servicekräfte geöffnet werden. Sollte sich ein Öffnen als notwendig
erweisen, ist stets vorher der Netzstecker zu ziehen.
Reinigen Sie Gehäuse mit handelsüblichen milden Reinigungsmitteln durch Abwischen mit einem Reinigungstuch. Benutzen Sie keine aggressiven Chemikalien.
Reinigen Sie die Ultraschallsonden mit einem feuchten Tuch nach jeder Anwendung sorgfältig. Die Sonden
dürfen nicht gassterilisiert werden.
Die Geräte und das Zubehör müssen gemäß den entsprechenden nationalen Vorschriften entsorgt werden.
Transport und Lagerung
Das Gerät als elektronisches Messgerät mit integriertem PC ist bei Transport und Lagerung vor Feuchtigkeit
zu schützen.
Aufgrund des Displays besteht Bruchgefahr. Dem entsprechend ist das Gerät beim Transport zu sichern.
Beachten Sie unbedingt die speziellen Bedienungs- und Sicherheitshinweise in den einzelnen Kapiteln
(sind durch Pfeilspitze und Kursivschrift gekennzeichnet).
6
Einführung
2.
Einführung
Bei dem Gerät Bubble Counter BCC200 (siehe Abbildung 1-1) der Firma GAMPT mbH aus Zappendorf,
Deutschland handelt es sich um ein Messgerät zur Bestimmung von Mikrobläschen in bewegten Flüssigkeiten.
Der BCC200 ist speziell für den klinischen Einsatz konzipiert und dazu mit einem integrierten Panel-PC mit
Touchscreen ausgestattet. Zur Standardausstattung gehören zwei Messsonden zum Messen an 3/8“Plastikschläuchen. Weiterhin lassen sich über den integrierten USB-Port USB –Geräte wie Tastatur, PC-Maus,
Drucker etc. anschließen. Dies ist besonders für die Auswertung nach der Operation angebracht. Während der
Messung sind alle Funktionen über den integrierten Touchscreen steuerbar.
Abbildung 1-1: Bubble Counter BCC200 der Firma GAMPT mbH mit 2 Sonden und USB-Tastatur
Während der Durchführung offener Herzoperationen werden ständig Mikrobläschen generiert. Die Anzahl und
Größe hängt vom aktuellen Operationsfortgang und den notwendigen Manipulationen an der Herz-LungenMaschine ab. Gelangen zu viele und zu große Bläschen in den Blutkreislauf des Patienten, kann das zu schweren
Komplikationen (Gasembolie) führen. Obwohl Herz-Lungen-Maschinen mit arteriellen Filtern ausgestattet sind,
ist eine Überwachung der extrakorporalen Zirkulation sinnvoll.
Der selbstkalibrierende Bubble Counter BCC200, basierend auf dem Ultraschall-Doppler-Verfahren, ist in der
Lage, Mikrobläschen bis hinab zu einem Durchmesser von 5 µm sicher zu erkennen und zu klassifizieren. Aufgrund der Geräteparameter ist das Messsystem sowohl für den klinischen Einsatz zur Überwachung von HerzLungen-Maschinen als auch für Laboruntersuchungen von Filtersystemen und Oxygenatoren geeignet.
7
Komponenten, Installation und Bedienung
3.
Komponenten, Installation und Bedienung
3.1.
BCC200-Messgerät - Front
Abbildung 2-1: Frontansicht mit Touchscreen und aufgestelltem Griff
Abbildung 2-1 zeigt die Frontansicht des BCC200 mit eingeklappten Füßen und aufgestelltem Tragegriff. Die
gesamte Bedienung erfolgt während der Messung über den TFT-Bildschirm mit Touchscreen. Rechts und links
vom Bildschirm befinden sich die Lautsprecher zur optionalen Ausgabe des Messsignals als Audiosignal. Die
Einstellung des Audiosignals ist über die Software möglich (siehe Kapitel Software).
Das Audiosignal dient nur zur Orientierung und Kontrolle bei der Messung, da die wahrgenommene Amplitude von der Frequenz abhängig ist und über die tatsächlich Bläschengröße täuschen kann
Abbildung 2-2: Seitenansicht mit aufgestellten Füßen und Tragegriff als Ständer
8
Komponenten, Installation und Bedienung
Im klinischen Einsatz wird das Gerät mit Hilfe des Tragarmes und der dazugehörigen Schelle am Gestell der
Herz-Lungen-Maschine befestigt und der Griff senkrecht nach oben gestellt.
Der Tragegriff kann durch Eindrücken der Arretierungsknöpfe in 8 Positionen verstellt werden. So kann
das Gerät kann mittels des Tragegriffs und der ausklappbaren Füße (siehe Abbildung 2-2) in leicht geneigter
Stellung aufgestellt werden, so dass eine optimale Belüftung gewährleistet ist und das Gerät einen sicheren Stand
hat. In dieser Position kann es mit USB-Maus und –Tastatur problemlos zur Auswertung der Messergebnisse wie
ein gewöhnlicher Windows-PC genutzt werden.
3.2.
BCC200 – Rückseite
Abbildung 2-3: Rückwand mit Typendschild, Lüftungsschlitzen und Aufnahme für VESA-Träger
Abbildung 2-3 zeigt die Rückseite des Messgerätes. Hier befinden sich die Aufnahmen (jeweils 4 Einpressmuttern) für den Gerätetragarm. Dabei handelt es sich um VESA - Standardaufnahmen 100mm und 75mm.
Weiterhin sind an beiden Seiten und im Oberteil die Lüftungsschlitze angebracht. Im Gerät befinden sich zwei
temperaturgesteuerte Lüfter. Im rechten unteren Teil ist das Typenschild angebracht. Im Detail ist dieses in Abbildung 2-4 dargestellt.
Abbildung 2-4: Typenschild
Auf dem Typenschild befinden sich die Angaben für Netzspannung (Input), die Modellbezeichnung (Model), die
Produktnummer (P/N) und die Seriennummer (S/N) des jeweiligen Gerätes.BCC200 – Anschlüsse
9
Komponenten, Installation und Bedienung
3.2.1.
Anschlüsse linke Seite
Als Anschlüsse befinden sich in der linken Seitenwand des Messgerätes die Netzbuchse und die farblich codierten Lemo-Buchsen
(rund) für die Ultraschallsonden (Abbildung 2-5). Weiterhin ist hier
der Netzschalter angebracht (grüner runder Kippschalter).
Das Einschalten des Gerätes erfolgt am Power-Knopf (grün), der bei
laufendem Gerät leuchtet. In die Netzanschlussbuchse wird die mitgelieferte
Kaltgeräteschnur
für
den
Netzanschluss
(230V, 50Hz, Europa / 115V, 60Hz, USA) angeschlossen.
Die farblich codierten Ultraschallsonden (rot – Messkanal 1, grün –
Messkanal 2) werden in die farblich entsprechenden Buchsen gesteckt.
Abbildung 2-5: linke Seitenwand mit Anschlüssen
Die Codierung der Sonden ist unbedingt zu beachten und die Zuordnung einzuhalten, da die Kalibrierung
entsprechend erfolgt ist und die Messergebnisse sonst ungenau werden.
Unbedingt die auf dem Gerät angegebenen Spannungs- und Stromwerte beachten und einhalten.
3.2.2.
Anschlüsse rechte Seite
Auf der rechten Seite des Gerätes befinden sich die Anschlüsse für
PC-Komponenten zur Auswertung und Wartung (Abbildung 2-6).
Dabei handelt es sich um zwei USB-Buchsen oder optional eine RJ45-Buchse (links) zum Anschluss eines Netzwerkkabels und eine
USB-Buchse. Hier können mit dem mitgelieferten USB-Hub Tastatur, Maus und ein optionaler Drucker angeschlossen werden. So ist
eine bequeme Auswertung der Messergebnisse im Büro möglich.
Abbildung 2-6: rechte Seitenwand mit Anschlüssen
10
Komponenten, Installation und Bedienung
3.3.
Ultraschallsensoren
Abbildung 2-7: Ultraschallsensor zur Messung an 3/8“ Schläuchen.
Mit den zum BCC200 gehörenden Ultraschallsensoren der Firma GAMPT mbH ist eine selbstkalibrierende Messung an 3/8“-Schläuchen in strömenden Flüssigkeiten möglich. Durch den klappbaren Arretierungshebel lässt
sich die Sonde problemlos um den Schlauch legen und fixieren (Abbildung 2-7, 2-8). Die Sonden sind mit farbigen Hülsen gekennzeichnet, um Sie dem jeweiligen Messkanal (farbig codierte Buchse am Messgerät) zuzuordnen.
Die Kontaktflächen des Sensors mit dem Schlauch (eingepasste hellere Flächen) müssen für eine bessere
Schallankopplung mit Ultraschallgel (Zubehör) dünn bestrichen werden.
Abbildung 2-8: Ultraschallsonde um 3/8“ Schlauch, vollständig geschlossen
Da es durch die Sonden zu einer Deformation des Schlauches kommt (siehe Abbildung 2-8), sollten nicht
beide Sonden direkt hintereinander und verdreht zueinander angebracht werden, da sonst Verwirbelungen
in der Strömung möglich sind. Generell sollte ein Abstand von mindestens 3 cm zu anderen Teilen wie
Schlauchverbindern, Filtern etc. eingehalten werden.
Für ein reproduzierbares Messsignal ist es unbedingt notwendig den Verschluss vollständig zu schließen.
11
Komponenten, Installation und Bedienung
Abbildung 2-9 zeigt das Typenschild eines 3/8“ Ultraschallsensor mit eingezeichneter Flussrichtung (Pfeil).
Weiterhin sind auf dem Typenschild die Angaben für die Modellbezeichnung (Model), die Produktnummer
(P/N) und die Seriennummer (S/N) der jeweiligen Sonde angebracht.
Abbildung 2-9: Ultraschallsonde um 3/8“ Schlauch mit Typenschild
Die Sensoren sollten mit dem Pfeil in Richtung der Strömung der Flüssigkeit angebracht werden (siehe Abbildung 2-9)
12
Software
4.
Software
Die Software wird ständig ergänzt und überarbeitet. Für das neueste Update wenden Sie sich bitte an die
Firma GAMPT mbH unter info@gampt.de.
In der nachfolgenden Dokumentation wird die Software BCView mit der Versionsnummer 3.4 beschrieben. Andere Versionen können geringe Abweichungen aufweisen.
4.1.
Überblick
Bei der Software BCView Version 3 handelt es sich um ein Mess-, Auswerte- und Dokumentationsprogramm
für die Bubble Counter BC100 und BCC200. Das Programm kann in zwei Moden gestartet werden:
Ohne Touchscreenunterstützung ( für BC100 oder offline- Auswertungen):
Dazu wird einfach die Datei bcview.exe gestartet. Das Programm wird mit Hilfe von Tastatur und Maus gesteuert, an entsprechenden Stellen fragt das Programm den Anwender nach den Einstellungen des Meßgerätes.
Mit Touchscreenunterstützung ( für BCC200):
Dazu wird die Datei mit einem zusätzlichen Parameter gestartet: bcview.exe bcc
(Bei der Auslieferung des BCC200 ist die Software entsprechend installiert. Für die Installation von Updates
wird eine gesonderte Beschreibung geliefert.)
Jetzt kann das Programm mit Hilfe des Touchscreens gesteuert werden. Dazu wird innerhalb des Programms
z.B. zur Eingabe der Informationen über Patienten und Messungen eine Tastatur am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Für Änderungen einiger Voreinstellungen empfiehlt es sich Tastatur und/oder Maus über die USBSchnittstelle anzuschließen.
Der Schalter „large size“ rechts oben vergrößert bzw. verkleinert die Anzeige. Wird die Tastatur nicht benötigt
kann sie mit
links oben „zusammengerollt“ werden, ein Klick auf das
+ entrollt sie wieder.
Je nachdem in welchem Mode das Programm gestartet wurde, unterscheiden sich einige Anzeigen im Programm.
Im folgenden Text wird auf die Unterschiede hingewiesen.
13
Software
In den folgenden Kapiteln wird erklärt, wie die Software aufgebaut ist und welche Funktionen zur Verfügung
stehen. Im Einzelnen sind dies:
Hauptbildschirm
Übersicht über Funktion und Wirkung der Schalter des Hauptbildschirmes, sowie Hinweise auf weiterführende Kapitel
Datenbank
Aufbau und Funktion der Datenbank
Anlegen und Ändern von Patienten in der Datenbank
Anlegen und Auswählen einer Messung in der Datenbank
Messungen
Messung Starten und Durchführen
Messung Laden und Auswerten
Indices
Weitere Fenster
Options
Analysis
Display
4.2.
Hauptbildschirm
Nach dem Starten erscheint der Hauptbildschirm des Programms. Ausgehend von diesem können neue Messungen durchgeführt oder schon bestehende Messungen aus der Datenbank ausgewählt und ausgewertet werden.
14
Software
Mit Hilfe der Schalter am oberen Rand können verschiedene Aktionen gestartet oder Einstellungen geändert
werden.
New
eine neue Messung wird gestartet
öffnet das Fenster „Auswahl Patienten“ um einen Patienten auszuwählen (siehe Datenbank „Patienten
Anlegen“)
öffnet das Fenster „Neue Messung“ und legt eine neue Messung in der Datenbank an (siehe Datenbank
„Messung Anlegen“)
Startet die Messung (siehe „Messung Starten und Durchführen“)
Open
-
Break
-
eine gespeicherte Messung kann geladen werden
öffnet das Fenster „Auswahl Messung“ (siehe Datenbank „Messung Auswählen“)
lädt die gewählte Messung und zeigt sie an (siehe Messung „Laden und Auswerten“)
hält die Messung zwischenzeitlich an
nur verfügbar während einer Messung
der Schalter ändert sich zu Continue , womit die Messung fortgesetzt werden kann
ScreenShot
erzeugt einen Bildschirmabzug und speichert ihn als jpg-Bild
der Name der Datei wird automatisch erzeugt
gespeichert wird im Exportverzeichnis ( siehe Analyse/Export Change Exportpath )
Exit
beendet das Messprogramm, (öffnet das Auswahlfenster zum Ausschalten des BCC200)
Die anderen Schalter öffnen Auswahlfenster mit denen weitergehende Aktionen oder Einstellungen vorgenommen werden können.
Options
-
Auswahlfenster zum Ändern der Voreinstellungen
(s. Formular „Options“ ):
Sprachauswahl Auswahl englisch oder deutsch
Comments
Eingabe der vordefinierten Kommentare
Parameter
Einstellung der Messparameter
Port mode
Einstellung des Datentransfers (nur für BC100)
About
Infofenster über Softwareversion
Analysis
-
Display
-
Auswahlfenster zum Dokumentieren und weiterführender Auswertung
(s. Formular „Analysis“):
Print
Drucker einrichten und Formulare oder Protokolle drucken
Export
Datenexport nach ASCII oder Excel
TC-Histogramm zeitliche Darstellung der Blasenverteilung
Auswahlfenster zum Einschalten zusätzlicher Anzeige
(s. Formular „Display“)
Audio Control Einstellung und Kontrolle der Lautstärke
Cursor
Ein/Ausschalten der Auswertecursor (siehe „Messung Laden und Auswerten“)
15
Software
4.3.
Software – Datenbank
In diesem Kapitel wird der Aufbau und die Funktionsweise der Datenbank erläutert. Die Datenbank gibt dem
Anwender die Möglichkeit seine Messungen schnell und einfach zu verwalten. Die eigentlichen Messdaten werden nicht in der Datenbank, sondern in externen Dateien gespeichert. Die Verbindung zwischen diesen externen
Dateien und den Informationen, die der Anwender zu den einzelnen Messungen eingibt, werden über die Datenbank realisiert. Wie die eigentlichen Messungen durchgeführt und ausgewertet werden, wird im Kapitel
3.4. Messungen beschrieben.
Die Verwaltung innerhalb der Datenbank erfolgt in zwei Ebenen. In der ersten Ebene werden Informationen über
den Patienten (Name, Geschlecht...) eingegeben. Zu jedem Patienten können dann beliebig viele Messungen angelegt werden.
4.3.1. Patienten Anlegen und Auswählen
Das Anlegen/Auswählen eines Patienten erfolgt im Fenster „ Patient Selection“. Dieses wird geöffnet, wenn im
Hauptbildschirm New gewählt wird. (Alternativ kann man das Patientenfenster auch über Auswahl Messungen
öffnen, siehe 3.3.3.)
Zu jedem Patienten können verschiedene Werte / Beschreibungen eingegeben werden (Name, Geburtstag, Geschlecht, Diagnose usw.). Das Datum und die Uhrzeit, zu welcher der Patient in der Datenbank angelegt wurde,
werden automatisch gespeichert und dienen intern zur Identifizierung (PID), bei den Messungen erfolgt die Identifizierung später auf gleiche Weise (MID). Mit Hilfe dieser Werte werden die eigentlichen Messdateien verwaltet. Die Eingabemasken im unteren Teil des Formulars dienen dazu, den im oberen Teil selektierten Patienten zu
editieren. Grundsätzlich können alle editierbaren Felder der Datenbank, sowohl die Informationen über Patienten
als auch über einzelne Messungen, auch im Nachhinein geändert werden.
16
Software
Durch Drücken des Schalters New Create wird ein Standardpatient mit dem Namen „no name“ erzeugt (wenn
dieser schon existiert weist das Programm darauf hin). Das Programm springt in den Editierbereich zum Eingabefeld Name. Ausgehend von diesem können jetzt die einzelnen Daten zu dem Patienten eingegeben werden.
Dabei ist zu beachten, dass doppelte Namen nicht erlaubt sind, das Programm weist darauf hin. Mit der Tabulatortaste springt man zum nächsten Eingabefeld, man kann ein bestimmtes Feld auch direkt mit der Maus anwählen. Sobald eines der Editierfelder verlassen wird, trägt das Programm den entsprechenden Wert in die Datenbank ein und aktualisiert die Anzeige in der oberen Tabelle.
Wird der Editierbereich im unteren Teil verlassen, prüft das Programm, ob die Daten plausibel sind und weist
den Anwender gegebenenfalls auf Unstimmigkeiten hin. Wird die entsprechende Meldung bestätigt, kann normal weitergearbeitet werden. Dieser Hinweis kann aber unterdrückt werden, indem das Häkchen neben dem
Schalter „Zeige Warnungen“ deaktiviert wird.
Schon existierende Patienten können geändert oder ergänzt werden. Dazu wird der Patient zunächst in der oberen Tabelle ausgewählt, die entsprechenden Daten in den Editierfeldern werden angezeigt und können korrigiert
oder ergänzt werden.
Das Feld „suche nach“ ist ein Filter. Wird der Inhalt dieses Feldes geändert, werden nur noch die Patienten angezeigt,
deren Name mit dem Inhalt des Feldes übereinstimmen. Soll diese Filterfunktion deaktiviert werden, kann entweder der
eingegebene Text gelöscht oder das entsprechende Häkchen deaktiviert werden.
Die Sortierung innerhalb der Tabelle erfolgt immer aufsteigend. Voreinstellung für die Sortierung sind die ID´s, also der
Zeitpunkt, wann ein Patient oder eine Messung angelegt wurden. Das Sortierkriterium kann geändert werden, indem mit
einem einfachen Mausklick auf die jeweilige Spaltenüberschrift der Tabelle geklickt wird.
(Sortierung und Filter gelten analog für das Formular „Auswahl Messungen“, s.u.)
Mit Select wird der jeweils blau unterlegte Patient zum aktuellen Patient und dieser an das Programm zurückgegeben.
Mit Delete wird der aktuelle Patient aus der Datenbank entfernt.
Vorsicht ! Beim Löschen eines Patienten werden sowohl die Informationen über
den Patienten, die Informationen über die Messungen, die zu diesem Patienten
gehören, als auch die dazugehörigen Messdaten gelöscht. Das Programm fragt
noch einmal nach. Wird dies bestätigt, werden die Daten entfernt.
17
Software
4.3.2. Datenbank: Messung Anlegen
Wurde im Hauptfenster New gewählt, wird nach der Patientenauswahl automatisch das Fenster „New measurement“ geöffnet. Im linken Teil stehen die Informationen über den vorher gewählten Patienten, in den rechten
Teil können Informationen über die neue Messung eingeben werden.
MID sind Datum und Uhrzeit, zudem die Messung angelegt wird, der Messtyp dient zur Beschreibung der Messung. Diese Daten werden vom Programm vorgegeben und können nicht geändert werden. Beobachter, Identifikation und Bemerkungen dienen dazu die neue Messung genauer zu beschreiben.
Ein Klick auf New legt die Messung in der Datenbank an und führt zum Messprogramm zurück.
18
Software
4.3.3. Datenbank: Messung Auswählen
Zum Auswählen einer gespeicherten Messung dient das Fenster „Auswahl Messungen“. Dieses erreicht man, indem im
Hauptbildschirm Open gewählt wird.
Im oberen Teil stehen die Patientendaten, im unteren die dazugehörigen Messungen, rechts unten können die Informationen zu der gewählten Messung nachträglich editiert werden. Ein Doppelklick mit der Maus in der oberen Tabelle öffnet das Fenster Auswahl Patienten und ermöglicht gegebenenfalls die Korrektur der eingegebenen Patientendaten. Ein
Doppelklick in der unteren Tabelle selektiert die ausgewählte Messung und setzt das Programm fort. Das ist die selbe
Reaktion wie das Drücken des Schalters Select (siehe unten).
Wichtig in diesem Fenster ist die Auswahl „Patient Messungen“ oder „Messungen Patienten“ rechts oben, sie
steuert das Verhalten der beiden Tabellen untereinander.
1. „Patienten Messungen“
In der unteren Tabelle werden nur die Messungen angezeigt, die zu dem Patienten gehören, welcher in der oberen
Tabelle ausgewählt wurde.
2. „Messungen Patienten“
In der unteren Tabelle werden alle gespeicherten Messungen angezeigt, in der oberen erscheint jeweils der dazugehörige Patient.
Damit hat der Anwender die Möglichkeit die Daten entweder patientenorientiert auszuwählen oder sie z.B. nach der
eingegebenen Identifikation zu sortieren. Das Feld „suche nach“ bezieht sich auf den Namen und ist nur verfügbar,
wenn „Patienten Messungen“ ausgewählt wurde.
Mit dem Schalter Delete wird die aktuell ausgewählte Messung der unteren Tabelle sowie die dazugehörigen Messdaten gelöscht, die Patientendaten und die anderen Messungen bleiben erhalten.
Mit Select werden die Informationen der gewählten Messung an das Programm weitergeleitet und dieses fährt in seinem Ablauf fort.
19
Software
4.3.4. Datenbank: Export / Import
Um die Auswertung an einem anderen Rechner durchzuführen, müssen die Daten auf diesen Rechner exportiert
werden. Gleichzeitig kann die Exportfunktion genutzt werden, um eine Datensicherung oder Archivierung
durchzuführen. Das Programm sucht alle relevanten Daten aus der Datenbank sowie die Dateien in denen die
Messwerte gespeichert sind und komprimiert sie in eine zip-Datei. Dabei wird für jede gewählte Messung eine
Zip-Datei angelegt. Diese zip-Dateien können dann auf einem anderen Rechner importiert werden.
Der Datenexport wird im Fenster „Measurement selection“ durchgeführt. Dazu kann man einzelne oder mehrere Messungen aus der Datenbank exportieren.
Einzelne Mesung exportieren:
Um eine bestimmte Messung zu exportieren wählt man diese in der Liste der Messungen im unteren Fensterteil
aus, die Messung wird blau unterlegt. Jetzt klickt man mit der Maus auf den Schriftzug „Measurement“ über der
Liste der Messungen. Daraufhin öffnet sich ein Popup Fenster und man wählt den Menupunkt „export selected
measure to zip file“ (siehe Bild).
Im nächsten Schritt fragt das
Programm wohin und unter welchem Namen die Datei gespeichert werden sollen. Das Programm schlägt einen Namen
vor, welcher aus der PatientenID (PID) und der Mess-ID
(MID) zusammengesetzt wird.
Für den Export einzelner Messungen kann der Dateiname geändert werden.
Die so gespeicherte Datei kann
dann später über Import in eine
andere Datenbank geladen werden.
Markieren von Messungen und Patienten:
Zum Exportieren mehrerer Messungen, müssen diese zunächst ausgewählt werden. Dieses geschieht in dem sie
markiert werden. Ist eine Messung markiert wird sie in der Liste in fetter Schrift dargestellt, wird sie demarkiert
wieder in normaler Schrift. Dazu geht man in die untere Liste der Messungen, die Schrift dort wird grün. Drückt
man jetzt die Leertaste wird die ausgewählte Messung markiert. Erneutes Drücken der Leertaste demarkiert die
Messung.
20
Software
Alternativ zur Leertaste kann das
Dreiecksymbol unterhalb der
Liste der Messungen zum Markieren/Demarkieren benutzt werden.
Wie man im Bild sieht gibt es
das gleiche Symbol auch in der
Liste der Patienten. Drückt man
es dort wird der Patient markiert.
Wird ein Patient markiert, heißt
das, dass alle seine Messungen
markiert werden, man braucht
nicht jede Messung einzeln anzuwählen. Demarkieren eines
Patienten, demarkiert entsprechend alle seine Messungen.
Je nachdem ob die Liste der Patienten oder die der Messungen aktiv (grün dargestellt) ist, wird mit der Leertaste
die gewählte Messung oder der Patient markiert / demarkiert.
Will man die gesamte Datenbank exportieren, kann man alle Patienten markieren. Dazu klickt man über der Patientenliste auf den Schriftzug „Patient“ und wählt dann „mark all patients“ (siehe voriges Bild). Vor Benutzung
diese Schalters beachte man jedoch, dass speziell bei großen Datenbanken es einige Zeit dauern kann, bis alle
Patienten markiert sind
Mehrere Messungen exportieren:
Sind die Messungen bzw. Patienten entsprechend markiert können sie jetzt exportiert werden. Dazu wählt man
über den Schriftzug „Measurement“ jetzt den Menupunkt „export marked measurements to zip-file(s)“. Beim
Export mehrerer Messungen wird in das Exportverzeichnis des Programms gespeichert. Sollte dieses noch nicht
festgelegt sein, kann es jetzt definiert werden. Bei mehreren Messungen fragt das Programm nicht nach den einzelnen Dateinamen, diese werden automatisch aus PID und MID gebildet. Nach erfolgreichem Export sollten
soviel neue zip-Dateien im Exportverzeichnis stehen, wie Messungen markiert waren.
Messung importieren:
Um die Messungen zu importieren wählt man über den Schriftzug „Measurement“ jetzt den Menupunkt „import
zip file(s)“. Das Programm fragt nach, welche Dateien von wo importiert werden sollen. Hier ist es auch möglich
mehrere zip-Dateien eines Verzeichnisses auf einmal auszuwählen, man braucht also nicht jede Messung einzeln
zu importieren. Sind die entsprechenden Dateien gewählt und bestätigt, importiert das Programm die entsprechenden Daten in die Datenbank und zeigt den Fortschritt der Aktion an.
21
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4.4.
Messungen
4.4.1. Messung Starten und Durchführen
Um eine Messung zu starten wird im Hauptbildschirm Button New gewählt. Nachdem die Informationen über den Patienten und die Messung in die Datenbank eingegeben wurden, braucht das Programm noch die Information, in welchem Bereich gemessen werden soll. Dazu erscheint das Fenster „Select range“. Hier wird festgelegt, bis zu welcher Größe Blasen während der Messung klassifiziert werden können.
Wurde das Programm mit Touchscreenunterstützung gestartet (BCC200) erscheint das linke beim BC100 das
rechte Bild. Sollte kein Gerät angeschlossen bzw. vom Programm erkannt worden sein, wird automatisch auf
Simulation umgeschaltet.
Beim BCC200 wird die Einstellung der Kanäle am Bildschirm vorgenommen.
Beim BC100 erfolgt die Kanalauswahl an den Schaltern des Gerätes. Auf dem Bildschirm wird lediglich die
Auswahl dargestellt. Mit „refresh channels“ kann die Anzeige aktualisiert werden.
Cancel bricht das Anlegen der Messung ab, das Programm kehrt zum Hauptbildschirm zurück.
Mit Start wird die eigentliche Messung gestartet.
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Nachdem eine Messung gestartet wurde erscheint der Messbildschirm:
Auf dem Messbildschirm gibt es drei Anzeigen:
a) links oben:
aktuelle Messsignale
b) rechts oben: Histogramm mit aktualisierten Werten
c) unten:
Zeitverlauf mit aktuellen Werten
a) Links oben werden die aktuellen Messsignale der beiden Kanäle angezeigt. Sind im Moment des Messens
Blasen im Schallfeld, so werden diese als Peaks im Messsignal registriert. Die Höhe des Peaks ist ein Maß
für die Größe der Blase. Ihre Position auf der x-Achse ein Maß für den Zeitpunkt ihres Auftretens. Wenn ein
Peak eine bestimmte Höhe überschreitet, so wird er als Blase bewertet und diese mit Größe und Zeitpunkt in
einer Messdatei gespeichert. Die beiden Smilies sind Stausanzeigen, dabei steht das Erste für den Datentransfer, das Zweite für die akustischen Eigenschaften des Systems (s. auch ACC).
b) Rechts oben ist ein Histogramm, mit allen bisher gezählten Blasen. Die Histogrammkanäle entsprechen den
Blasengrößen in µm. Welcher Bereich angezeigt wird (250µm oder 500µm) hängt von der Auswahl beim
Starten der Messung ab (s. Messbereich wählen). Die farbig unterlegten Werte zeigen die Gesamtwerte zum
aktuellen Zeitpunkt an. In dem obigen Bild wurden bisher 231 Blasen mit einem Gesamtvolumen von 2,91
µl im venösen Kanal und 161 Blasen mit 1,18 µl im arteriellen Kanal registriert. Sollte eine Blase auftreten,
die größer ist als der ausgewählte Messbereich, hier z.B. 600 µm, kann das Programm diese nicht quantifiziert einordnen, eine solche Blase wird als Überläufer bewertet. Die Gesamtzahl aller Blasen ergibt sich als
Summe der Blasen innerhalb und oberhalb des Bereiches (Anzahl + Überläufer). Für die Volumenberechnung eines Überläufers wird der maximale Wert des Messbereiches angenommen ( hier also 500µm), damit
das Volumen berechnet und dieser Volumenwert zum Gesamtvolumen addiert. ( Im Bild ist das im venösen
Kanal einmal aufgetreten) Oberhalb der Y-Achse im Histogramm steht unterstrichen die Einheit des
Histogramms. Normalerweise ist dies die Anzahl der Blasen in den Histogrammkanälen. Mit einem Mausklick auf diese Einheit ist es möglich von Anzahl auf Volumen umzuschalten. Hintergrund ist folgende Überlegung: viele kleine Blasen haben nicht unbedingt ein größeres Volumen als wenige Große. Das Volumen von 20 Blasen mit einem Durchmesser 10 µm beträgt 10472µm³, das Volumen 1 Blase mit Durchmesser 30 µm beträgt 14137 µm³. Mit dem Umschalten der Einheit hat der Anwender die Möglichkeit auch die
Volumenverteilung der Blasen im Histogramm zu bewerten. (s.a. Indices bei Auswertung)
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c)
Im unteren Teil ist der Zeitverlauf der Messung dargestellt. Dabei wird z.B. die Anzahl der auftretenden
Blasen über ein Zeitintervall von 1 sec addiert und auf der y-Achse dargestellt (wahlweise linear oder logarithmisch), bei sehr langen Messungen (über mehrere Stunden) erhöht sich das Zeitintervall auf 5, 10 sec
usw. Die farbig unterlegten Werte links neben dem Diagramm sind die Werte des letzten gemessenen Intervalls, dabei stehen 5 Signale zur Verfügung:
number (Blasenanzahl):
ist die Gesamtzahl aller Blasen, welche im letzten Zeitintervall gezählt wurden, die jeweilige Größe der einzelnen Blasen geht in die Histogrammberechnung ein
volume (Blasenvolumen) [µl]:
ist das Volumen aller Blasen des letzten Zeitintervalls. Das Volumen wird anhand des Durchmessers der
einzelnen Blasen bestimmt. Im Histogramm kann auf diese Volumendarstellung umgeschaltet werden
flow (Flussgeschwindigkeit) [l/min]:
Es wird der Mittelwert der Geschwindigkeiten der Einzelblasen bestimmt und mit Hilfe des Schlauchquerschnittes daraus eine Flussgeschwindigkeit berechnet. Es ist zu beachten, daß die mittlere Blasengeschwindigkeit nicht unbedingt mit der mittleren Geschwindigkeit des fließenden Mediums übereinstimmen muß
(Strömungsprofile).
Dieser Wert ersetzt keinen klinischen Flussmesser !
bolus (Bolusvolumen) [µl] :
Sind die Blasen zu groß oder ist zuviel Luft im Messsystem, so kann der BubbleCounter die Blasen nicht
mehr einzeln quantifizieren. Bei größeren Luftmengen im System wird deshalb das Bolusvolumen bestimmt, dieses wird nicht mehr mit Hilfe der einzelnen Blasen berechnet, sondern bildet das gesamte Luftvolumen im Messsystem ab.
Blasen- und Bolusvolumen beschreiben beide dasselbe Luftvolumen ! Es sind unterschiedliche
Messverfahren angewendet auf das selbe Luftvolumen.
Die beiden Werte dürfen nicht addiert werden. Im Zweifelsfall ist der jeweils höhere Wert zu
benutzten.
ACC - Acoustic Coupling Control [%]:
Die Größe der Messsignale hängt neben der Blasengröße, dem eigentlichen Messsignal, auch von den akustischen Eigenschaften des Messsystems ab. Dies sind neben der Ankopplung zwischen Sonde und Schlauch
unter anderem die Schallschwächung im Schlauch oder im Medium. Die ACC stellt ein Maß für diese Eigenschaften dar, sie wird während der Messung ständig kontrolliert und zur Korrektur der Messsignale benutzt, ändern sich die Eigenschaften während der Messung z.B. durch Erwärmen des Mediums oder des
Schlauchmaterials, wird dies durch das Messsystem registriert und entsprechend korrigiert. Ist der Wert der
ACC zu gering, dann reicht die Höhe der Messsignale nicht mehr für eine quantitative Auswertung aus
(dieser Fall wird durch das zweite Smilie im Diagramm der Messsignale angezeigt)
Welches der fünf Signale im Zeitverlauf dargestellt wird, kann über den entsprechenden Schalter gewählt
werden.
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Comments:
Während der Messung können zu beliebigen Zeiten Kommentartexte gespeichert werden.(z.B. um die Zugabe
von Zusatzmitteln zu dokumentieren). Diese Kommentare werden später im Zeitverlauf entsprechend angezeigt.
Es besteht die Möglichkeit bis zu 12 verschiedene vordefinierte Standardkommentare zu speichern. Diese vordefinierten Kommentare werden mit den Funktionstasten F1 bis F12 bzw. durch einen Click auf das entsprechende Feld am unteren Bildschirmrand gespeichert. Der Text dieser 12 Kommentare muss vor der Messung
eingegeben werden, zur Eingabe dieser Texte siehe Kapitel 3.5.2.1. Eingabe Kommentare
Nur für BC100: Wurde das Programm ohne Touchscreenunterstützung gestartet, steht ein zusätzliches Editierfeld zur Verfügung. In dieses können während der Messung frei wählbare Texte eingegeben
werden. Beim Drücken der ENTER-Taste wird dieser Text als Kommentar in die Messung
übernommen.
Wird der Schalter Break gedrückt, schaltet das Programm die Messung vorübergehend ab. Die Anzeige von
Break ändert sich zu Continue . Wird dieser Schalter gedrückt, setzt das Programm die Messung fort.
ScreenShot speichert den aktuellen Bildschirm als Bild im Exportverzeichnis.
Display führt zum Fenster „Audio Control“, um die Lautstärke während der Messung zu kontrollieren (Beim
BC100 wird die Lautstärke am Gerät eingestellt)
Eine Messung wird mit End abgeschlossen. Das Programm fragt nach, ob die
Messung gespeichert werden soll. Wird nicht gespeichert, werden alle Daten
gelöscht und das Programm kehrt zum Hauptbildschirm zurück. Wird die Frage
mit ja beantwortet, werden die Daten gespeichert und dies bei Erfolg bestätigt,
das Programm kehrt ebenfalls zum Hauptbildschirm zurück und lädt dort automatisch die letzte Messung.
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4.4.2. Messung Laden und Auswerten
Wurde eine Messung beendet und gespeichert bzw. wurde im Hauptbildschirm mit Hilfe des Schalters Open
eine gespeicherte Messung aus der Datenbank ausgewählt, so wird diese wie unten angezeigt dargestellt.
Der Aufbau des Fensters ist ähnlich dem während der Messung.
Im oberen Teil sind jetzt zwei
Histogramme, im unteren wieder
der Zeitverlauf. Nach dem Laden der Messung wird zunächst
der gesamte Zeitbereich über
den die Messung durchgeführt
wurde im unteren Fenster dargestellt. Die beiden Histogramme
beinhalten die Informationen
über die gesamte Messung, beide Histogramme sind direkt nach
dem Laden identisch.
Mit Hilfe der Tasten am unteren
Rand des Zeitfensters kann in
den Zeitverlauf hinein- oder herausgezoomt werden. Dies dient dazu, sich speziell bei langen Messungen einzelne Zeitabschnitte genauer anzusehen. Das Zoomen innerhalb des Zeitfensters hat keinen Einfluß auf die Darstellung der Histogramme.
Um Informationen über die Größenverteilung zu einem bestimmten Zeitbereich zu erhalten, kann man sich Histogramme
für diesen Bereich berechnen
lassen. Dazu wählt man über
Display den Schalter Cursor .
Rechts unten erscheint ein Bereich mit dem man zwei Cursor
im Zeitfenster steuern kann. Mit
Hilfe der Pfeile lassen sich die
Cursor steuern, wobei mit der
ersten Zeile die Position und mit
der zweiten Zeile die Breite der
Cursor bestimmt werden kann.
Je nachdem, wie die Cursor gesetzt sind ändert sich die Anzeige der Histogramme, dabei steuert Cursor1 das linke, Cursor2 das rechte Histogramm. Die Histogramme werden
nur noch für den gewählten Zeitbereich berechnet. Die genauen Angaben über die gewählten Zeitbereiche werden im entsprechenden Histo-gramm als unterstrichene Zeiten oben dargestellt, dabei ist die erste Zahl die Startzeit des Bereiches und die Zweite die Dauer. Damit ist es möglich die Anzahl und Größenverteilung zweier
Zeitbereiche miteinander zu vergleichen.
Ein Mausclick auf die unterstrichenen Zeiten im Histogramm schaltet den jeweiligen Cursor aus, das
Histogramm zeigt wieder das Ergebnis über den gesamtem Messverlauf an.
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Des Weiteren lassen sich mit Hilfe der Cursor auch Mittelwert und Summe eines Zeitbereiches bestimmen. Diese werden anhand der im Zeitverlauf dargestellten Werte berechnet und unterhalb der Pfeile zur Cursorsteuerung
angezeigt. Welcher Wert dort angezeigt wird, hängt davon ab, welches Signal aktuell im Zeitverlauf dargestellt
wird.
Die Interpretation dieser Werte liegt in der Verantwortung des Anwenders. So ist es z.B. nicht sinnvoll die
Summe über 10min Flussgeschwindigkeit zu bilden, wohingegen deren Mittelwert durchaus eine Aussage
beinhaltet
Wurden während der Messung Kommentare eingegeben, so werden sie in im Zeitverlauf als Dreiecke auf der xAchse dargestellt. Da nicht der gesamte Kommentartext an die Achse geschrieben werden kann, wird dort nur
die Nummer der entsprechenden Funktionstaste angezeigt. Hier kommt Cursor1 eine weitere Bedeutung zu, je
nachdem wo der linke Rand dieser Cursor steht wird im Zeitfenster rechts oben der letzte eingegebene Kommentartext und der Zeitpunkt der Eingabe angezeigt.
Die Cursor bleiben auf dem Bildschirm auch erhalten, wenn ihre Steuerung bzw. die Anzeige über Mittelwert
und Summe mit dem Cursor – Schalter ausgeblendet wird. Die Position und Breite der Cursor können auch direkt mit Maus oder Tastatur geändert werden:
Cursor1
Cursor2
Histogramm links
Mit Maus
linker Rand des Balkens
rechter Rand des Balkens
oder click und ziehen
Mit Tastatur:
+ 1 sec verschieben ( nach rechts)
- 1 sec verschieben ( nach links)
+10 sec verschieben ( nach rechts)
- 10 sec verschieben ( nach links)
+ 1 sec breiter
- 1 sec schmaler
Mausklick linke Taste
CTRL + Mausklick linke Taste
POS1
ENDE
SHIFT + POS1
SHIFT + ENDE
CTRL + POS1
CTRL + ENDE
Histogramm rechts
Mit Maus
linker Rand des Balkens
rechter Rand des Balkens
oder click und ziehen
Mit Tastatur:
+ 1 sec verschieben ( nach rechts)
- 1 sec verschieben ( nach links)
+10 sec verschieben ( nach rechts)
- 10 sec verschieben ( nach links)
+ 1 sec breiter
- 1 sec schmaler
Mausklick rechte Taste
CTRL + Mausklick rechte Taste
Bild auf
Bild ab
SHIFT + Bild auf
SHIFT + Bild ab
CTRL + Bild auf
CTRL + Bild ab
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4.4.3. Indices
Um einzelne Messung zu bewerten und mit anderen zu vergleichen oder um Komponenten wie z.B. Filter in ihrer Wirkung zu beurteilen, bieten sich Indices an, welche die entsprechenden Aspekte der Messung repräsentieren. Diese werden angezeigt, wenn man von der Anzahl- auf die Volumenanzeige im Histogramm umschaltet
(Mausklick auf Number). Die angezeigten Indices berechnen sich aus den Werten, welche im Histogramm angezeigt werden. Wurde also nur ein Zeitintervall für das Histogramm gewählt, werden die Indices entsprechend
berechnet, dies muß beim Vergleich mehrerer Messungen beachtet werden.
Bei der Berechnung der meisten Indices werden Eingang
und Ausgang des Systems verglichen. Daher ist für die korrekte Berechnung der Werte
die richtige Zuordnung entscheidend. Voreinstellung dafür sind Kanal1 = venös = Eingang/Input in das System und
Kanal2
=
arteriell
=Ausgang/Output aus dem
System. Bei falscher Zuordnung können unsinnige Werte
entstehen.
QF (Quality Factor):
Da das Messgerät nur bis zu einer bestimmten Blasengröße messen kann (250 oder 500 µm), werden Blasen,
welche größer sind als Überläufer bewertet. Deren Durchmesser und das daraus abgeleitet das Volumen wird mit
dem maximalen Wert des Messbereiches angenommen. Dadurch entstehen speziell für die Volumenberechnungen Fehler, je mehr Überläufer auftreten, desto größer ist der Fehler des angezeigten Volumens. Der Qualitätsfaktor ist ein Maß für die Anzahl der aufgetretenen Überläufer. Treten keine Überläufer auf beträgt der Wert
100%. Er vermindert sich entsprechend mit der Anzahl der Überläufer. Für den Faktor QF werden beide Kanäle
kombiniert.
OPI (Operation Index) und PSI (Patient Safety Index)
Diese beiden Indices sind Maße für die auftretendenden Volumina auf der arteriellen und venösen Seite.
Ausgangspunkt ist folgende Überlegung: Wird vom System keine Luft in den Patienten geführt, so tritt auch
keine Schädigung des Patienten ein, die Sicherheit des Patienten ist gewährleistet. Treten auf der arteriellen Seite des Kreislaufes Luftblasen auf, so steigt die Wahrscheinlichkeit der Schädigung des Patienten, die Patientensicherheit sinkt. Je größer das auftretende Luftvolumen auf der arteriellen Seite, desto geringer ist die Patientensicherheit.
Die Begriffe Schädigung und Patientensicherheit beziehen sich hier nur auf Ereignisse infolge auftretender
Luft, andere Risiken werden hier nicht berücksichtigt. Des Weiteren ist zu beachten, daß die Annahme gemacht wird, daß die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung kumulativ mit dem Volumen während der OP
steigt. Die Größe der einzelnen Blasen oder die Konzentration werden bis dato nicht berücksichtigt.
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Mit diesen Vorüberlegungen wird jetzt der Patient Safety Index definiert. Tritt keine Luft auf der arteriellen Seite auf, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung 0, der PSI beträgt 100%. Je mehr Luft während der OP auftritt, desto tiefer sinkt der Index.
Analog zum PSI auf der arteriellen Seite wird jetzt der Operation Index OPI auf der venösen Seite definiert.
Während der PSI beschreibt wie viel Luft vom System in den Patienten gelangt, zeigt der OPI wie viel Luft vom
Patienten bzw. vom Operationsgebiet in den extrakorporalen Kreislauf gelangt. Damit kann der Lufteintrag in
das System von mehreren Messungen verglichen werden. Dieser Wert des OPI wird in der Praxis meist kleiner
sein als der des PSI, da durch die HLM Luft aus dem Blut entfernt werden soll.
Beide Indices sind gleich skaliert, dabei ist zu beachten, das der Verlauf nicht linear ist. Als Anhaltspunkte für
die Indices einige Werte:
Index
Volumen
99 %
0,1 µl
98 %
0,2 µl
80 %
2,5 µl
50 %
10 µl
40 %
15 µl
20 %
40 µl
10 %
90 µl
Die dargestellten Indices OPI und PSI stellen Vorschläge zur schnelleren Charakterisierung dar. Ob und
inwieweit eine klinische Relevanz dieser Werte vorliegt, können wir zur Zeit noch nicht beurteilen.
Die folgenden Indices tragen eher technischen Charakter. Sie sollen vor allem dabei helfen, verschiedene Komponenten oder Systeme in ihrer Arbeits- und Wirkungsweise zu beurteilen. Es sei darauf hingewiesen, dass der
Volumenreduktion sicherlich die größte Bedeutung zukommt.
NumRed (Reduktion der Blasenanzahl)
Um verschiedene Komponenten z.B. Filter miteinander zu vergleichen, wird betrachtet um wie viel Prozent sich
die Blasenanzahl verringert. Im obigen Bild war der Input bei 14489 Blasen, der Output bei 6320+73=6393, d.h.
die Blasenanzahl wurde um 55.8 % reduziert. Wäre die Reduktion 100 % , dann würden alle Blasen vom System
eliminiert. Auf der anderen Seite kann der Fall auftreten, daß sich die Blasenanzahl erhöht. Dies kann auftreten,
wenn große Blasen im System zerkleinert werden, dabei wird zwar Volumen eliminiert, die Blasenanzahl kann
aber ansteigen. In diesem Falle würde der Reduktionswert negativ werden.
VolRed (Reduktion des Blasenvolumens)
Die Berechnung der Volumenreduktion erfolgt analog zur Anzahl. Im obigen Beispiel lag der Input bei 11.07 µl
und der Output bei 1,39 µl, damit beträgt die Reduktion 87 %. Daß die Volumenreduktion negative Werte annimmt, sollte in der Praxis nie auftreten. Dies kann nur geschehen, wenn die Zuordnung von Input und Output
verwechselt wird oder im System selbst beim OP-Start bereits Luft enthalten ist. Ansonsten würde dies bedeuten,
daß dem System zusätzlich Luftvolumen zugeführt wurde. Möglichkeiten dafür wären z.B. Medikamentengabe,
Kardioplegie o.ä., das sollte natürlich vermieden werden.
MDI (Mean Diameter Index)
Gelangen Blasen in einen Filter so werden die großen Blasen dort eliminiert. Es kommen nur kleinere Blasen
durch den Filter hindurch. Deren Größe ist vom verwendeten Filtersystem abhängig. Berechnet man den mittleren Durchmesser der Blasen vor und nach dem Filter, dann sollte dieser mittlere Durchmesser nach dem Filter
kleiner sein, da jetzt die großen Blasen fehlen. Der MDI gibt an, um wie viel Prozent sich der mittlere Durchmesser verkleinert hat.
FI (Filter Index)
Wie schon bei der Blasenreduktion erwähnt kann es vorkommen, daß sich die Anzahl der Blasen erhöht, das Volumen aber geringer wird. Der Filter Index FI kombiniert beide Werte (Blasen- und Volumenreduktion) miteinander und soll so eine Aussage über die Gesamtwirkung geben.
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Tritt im Auswertezeitraum ein Bolusereignis auf, werden Blasen- und Bolusvolumen miteinander
verglichen und der jeweils höhere Wert benutzt. Dies hat Einfluss auf alle Indices in denen der Volumenwert auftritt.
Mathematische Definitionen:
Alle Indexwerte sind in Prozent angegeben. Die Definitionen wurden dabei so gewählt, dass 100% das Optimum
darstellen. In der Praxis können diese 100% sicher nicht bei allen Indices erreicht werden (z.B. hieße 100% Volumenreduktion, dass das gesamte Blasenvolumen eliminiert wurde), aber dieser Wert sollte angestrebt werden.
QF 1 =
Blasenanzahl ohne Überläufer
input
Blasenanzahl ohne Überläufer + Anzahl Überläufer
QF 2 =
Blasenanzahl ohne Überläufer
output
Blasenanzahl ohne Überläufer + Anzahl Überläufer
Quality Factor:
QF =QF1* QF 2 *100
Operation Index:
OPI =
1
∗100
1 + Volume input
Patient Safety Index:
PSI =
1
∗100
1 + Volume output
Di : Durchmesser des i-ten Histogrammkanals
Ni : Anzahl Blasen mit Durchmesser Di , Anzahl mit Überläufern
Vi: Volumen einer Blase mit dem Durchmesser Di
Reduktion Blasenanzahl
⎛ ∑ N i output
Num Re d = ⎜1 −
⎜
∑ N i input
⎝
Reduktion Blasenvolumen:
⎛ ∑ N i *Vi output
Vol Re d = ⎜1 −
⎜
∑ N i *Vi input
⎝
mittlerer Durchmesser :
MD =
⎞
⎟ *100
⎟
⎠
⎞
⎟ *100
⎟
⎠
∑N *D
∑N
i
i
i
Mean Diameter Index:
Filterindex FI
⎛ MD output
MDI = ⎜⎜1−
MD input
⎝
⎛
FI = ⎜1 −
⎜
⎝
∑N
∑N
output
i
i
input
∗
⎞
⎟ *100
⎟
⎠
∑ N *V output
∑ N *V input
i
i
i
30
i
⎞
⎟ *100
⎟
⎠
Software
4.5.
Weitee Fenster
Um auch mit dem Touchscreen schnell die entsprechenden Befehle ausführen zu können, wurde auf Menuleisten verzichtet. Da auf dem Hauptbildschirm nur begrenzt Platz zur Verfügung steht, wurden die seltener benötigten Befehle auf
untergeordnete Auswahlfenster ausgelagert. Diese werden im Hauptfenster über Options , Analyse und Display
angewählt. Dabei dient Options dazu verschieden Voreinstellungen festzulegen, Analyse zur Dokumentation und Auswertung und Display für zusätzliche Anzeigen. In diesem Kapitel werden die Inhalte der einzelnen Auswahlfenster erläutert.
4.5.1. Options
Wird im Hauptfenster der Schalter Options gewählt, öffnet sich ein Auswahlfenster, ausgehend
von diesem können verschiedene Voreinstellungen des Programms vorgenommen werden. Im
oberen Teil kann die Sprache gewählt werden, daraufhin ändern sich die Anzeigen der Schalter
und Bezeichnungen. (Auf Fehler - oder Hinweismeldungen, die nicht vom Programm generiert
werden, hat dieser Schalter keinen Einfluss, auch die Bezeichnungen der Signale sowohl in den
Histogrammen als auch im Zeitverlauf bleiben englisch)
Comments führt zur Eingabe der vordefinierten Kommentartexte
Parameters führt zur Eingabe der Sonden- und Messparameter.
Port mode ist nur für BC100 verfügbar und führt zur Einstellung des Datentransfers
About zeigt ein Infofenster mit der Versionsnummer der Software und Kontaktinformationen.
Close schließt das Fenster und kehrt zum Hauptbildschirm zurück.
4.5.1.1.
Eingabe Kommentare
Während der Messung können zu beliebigen Zeiten
vordefinierte Kommentartexte gespeichert werden.
Dazu wird im Messbildschirm die entsprechende FTaste am unteren Bildschirmrand gedrückt. Der Text
dieser Kommentare muss vor der Messung in diesem
Fenster eingegeben werden. Die vordefinierten
Kommentare sind auch beim nächsten Starten des
Programms noch verfügbar.
(Bei einigen Windows-Versionen wird das Programm mit F10 angehalten. In diesem Fall sollte diese Taste nicht für Kommentare genutzt werden. Wird
im entsprechenden Feld kein Text eingegeben, wird
dieser Kommentar während der Messung deaktiviert)
31
Software
4.5.1.2.
Parameters
Vorsicht! Änderungen in diesem Formular haben direkten Einfluss auf die Messwerte, falsche oder unsinnige Eingaben können zu falschen Messwerten führen
Wir haben unser Angebot für unsere Bubble Counter erweitert. Neben den bisher bekannten 3/8“-Sonden kann
jetzt auch mit ½“- oder ¼“-Sonden gemessen werden. Um dies zu ermöglichen wurde die Software angepasst. In
der neuen Software BCView ab Version 3.3. werden die Blasengrößen mit Hilfe von Kalibrierfaktoren berechnet. Jede Sonde hat ihre eigenen Kalibrierfaktoren. Die Kalibrierfaktoren müssen vor einer Messung im Programm eingegeben werden. Sind keine oder falsche Faktoren angegeben, dann stimmt die angezeigte Blasengröße nicht mit der gemessenen überein. Zu jedem Gerät bzw. Sonde wird ein Kalibrierprotokoll geliefert. Dieses
enthält die entsprechenden Faktoren. (Beim BCC200 werden die Faktoren bei der Installation eingestellt)
Parameter Kalibrierfaktoren:
Um die Faktoren einzugeben, ist zunächst das Programm zu starten. Über /Optionen/Parameter gelangt man
zum Eingabefenster für die Kalibrierfaktoren der Sonden:
Wichtig! Werden die Sonden am Gerät gewechselt, dann muss dies dem Programm vor der nächsten Messung mitgeteilt werden. Das Programm arbeitet immer mit den Kalibrierfaktoren der Sonden, welche in der
ersten Zeile im Parameterfenster ausgewählt sind.
Die unter Probes dargestellten Werte sind die Kalibrierfaktoren und variieren je nach Messgerät und Sonden. Wichtig ist,
dass die Sonden mit den entsprechenden Buchsen verbunden
sind. Im linken Fenster können die aktuellen Sonden in der
oberen Zeile ausgewählt werden. Die Werte der gewählten
Sonden können in den entsprechenden Feldern im Bereich
Probes geändert werden. (Zur Bedeutung von Blasenschwelle und Kanalschwelle siehe „Parameter Messung“ weiter unten)
Mit Overview gelangt man zur Übersicht über alle Sonden,
die dem Programm bekannt sind (unteres Fenster). In diesem
Fenster können die Sonden editiert, gelöscht oder importiert
werden (zum Importieren wird eine Datei mit den entsprechenden Daten benötigt).
Mit Hilfe dieser beiden Fenster können die Werte aus dem
Kalibrierprotokoll eingegeben werden. Der bubble factor bestimmt die gemessene Blasengröße. Der Bolusfaktor wird
zur Bestimmung größerer Luftvolumina benötigt. Doppler
Winkel und cross section dienen zur Berechnung der Flussgeschwindigkeit. Für weitere Erläuterungen zu den verschiedenen Messgrößen siehe Kapitel. „Messung starten und
durchführen“
Nachdem die Kalibrierfaktoren eingegeben wurden, sind die
Fenster zu schließen und das Programm zu beenden. Dadurch werden die eingegebenen Werte gespeichert. Jetzt ist
das Programm erneut zu starten und im Parameterfenster zu
kontrollieren, ob mit den richtigen Werten gearbeitet wird.
32
Software
Parameter Messung:
Die Werte unter Messung bestimmen die untere Grenze einer Messung. Die kleinste messbare Blasengrösse
hängt zunächst von der verwendeten Hardware ab und ist im Kapitel technische Daten unter Messbereiche/Auflösung angegeben.
Unter Umständen kann es aber sinnvoll sein, nicht bis zur kleinstmöglichen Auflösung zu messen. Dies ist z.B.
der Fall, wenn das Rauschen oder Störungen zu gross sind oder wenn durch Pumprollenstösse kleine Blasen angezeigt werden, die gar nicht vorhanden sind. Die Werte bubble treshold (Blasenschwelle) und channel treshold (
Kanalschwelle) geben dem Anwender die Möglichkeit eine untere Grenze zu definieren.
Die Bedeutung ist folgende:
bubble treshold (Blasenschwelle) = minimal registrierte Blasengröße
channel treshold ( Kanalschwelle) = minimal gezählte Blasengröße
Ist eine Blase grösser als die Blasenschwelle, so wird sie als Blase registriert, gespeichert und weiter ausgewertet, ist die Blase zu klein wird sie ignoriert und es wird mit der nächsten Blase fortgefahren.
Im nächsten Schritt wird geprüft ob diese registrierte Blase grösser ist als die Kanalschwelle. Ist dies der Fall, so
wird sie klassifiziert, in den jeweiligen Histogrammkanal eingeordnet und entsprechend in den Zeitverlauf eingerechnet. Ist die Blase zu klein wird sie für die weitere Auswertung ignoriert.
Bei den beiden Werten handelt es sich also um untere Filtergrenzen, wobei die Blasenschwelle entscheidet, ob
die Blase gespeichert und danach die Kanalschwelle ob sie ausgewertet und angezeigt wird. Je höher die Blasenschwelle ist, desto weniger kleine Blasen werden registriert und gespeichert, die entsprechenden Datenfiles werden kleiner und die Auswertung geht schneller, Nachteil dabei ist, daß einmal abgelehnte Blasen auch später
nicht mehr ausgewertet werden können. Dagegen wirkt die Kanalschwelle nur auf die aktuell angezeigten Daten,
sie kann z.B. während der Auswertung variiert werden. Dabei ist zu beachten, daß eine Kanalschwelle kleiner als
die Blasenschwelle sinnlos ist.
Die hier eingegebenen Werte gelten für den Messbereich bis 250 µm. Im Bereich bis 500 µm verdoppeln
sich die Werte entsprechend. Es ist zu beachten, daß die Voreinstellung 10 µm beträgt. Im 500 µm-Messbereich werden damit also keine Blasen kleiner 20 µm registriert.
minimal bubble distance:
Die Messgenauigkeit des Bubble Counters ist von der Blasenkonzentration anhängig. Treten die Blasen einzeln
auf, bekommt man einen einzelne Spitze als Messsignal angezeigt. Sind zwei oder mehr Blasen gleichzeitig im
Messvolumen, bekommt man eine Doppelspitze oder die Überlagerung zweier Spitzen. Ist der Abstand dieser
Spitzen zu klein wird nur eine Spitze ausgewertet, die zweite wird ignoriert. Kriterium dafür ist der Parameter
minimal bubble distance in µs. Ist der zeitliche Abstand der beiden Spitzen kleiner als der minimale Blasenabstand wird nur die größere der beiden Spitzen gezählt und ausgewertet. Die Voreinstellung beträgt 5000µs. Damit könnte man theoretisch bis zu 200 Blasen pro Sekunde zu zählen. (1sec/5000µs = 200). Vorraussetzung dafür wäre aber, dass alle Blasen genau den Abstand von 5000µs hätten, in der Praxis wird so etwas nie wirklich
auftreten. Die realen Werte liegen zwischen 60-80% des theoretischen Maximums. Mit dem Parameter minimal
bubble distance hat man also Einfluss darauf, wie viele Blasen insgesamt gezählt werden können. Ist der Wert zu
hoch, werden Mehrfachblasen als eine große Blase gewertet, dadurch sinkt die Gesamtzahl der gezählten Blasen,
der mittlere Durchmesser verschiebt sich zu höheren Werten. Wird der Wert zu klein gewählt, könnten zu viele
kleine Blasen gezählt werden.
Parameter device :
Unter dem Balken “device“ sind zwei Faktoren, “gain factor“ und “reference factor“. Diese dienen dazu spezielle Hardwarekonfigurationen anzupassen. Bei der Standardkonfiguration müssen diese Werte beide auf 1.00
stehen. Die Werte sollten nur nach Absprache mit GAMPT geändert werden.
33
Software
4.5.1.3.
Port mode
Dieses Fenster ist für den BCC200 nicht verfügbar! Die entsprechenden Einstellungen werden bei der Installation vorgenommen
Das Fenster dient dazu, die Kommunikation des Messgerätes BC100 mit dem PC oder Laptop einzustellen.
Werden hier falsche Werte eingetragen, kann kein Datentransfer zwischen PC und Messgerät durchgeführt
werden.
Der Datentransfer zwischen Messgerät und PC erfolgt über die parallele Schnittstelle.
Sind mehrere Schnittstellen vorhanden, kann hier dem Programm mitgeteilt werden, an
welcher das Messgerät angeschlossen ist (Voreinstellung ist LPT 1).
Um eine hohe Transferrate zu erreichen versucht das Programm den Datentransfer im
EPP-Mode zu betreiben. (Möglicherweise muss dieser im BIOS des Rechner aktiviert
werden). Sollte der Rechner den EPP- Mode nicht unterstützen, kann hier auf non-EPP
umgeschaltet werden.
Optional kann der BC100 auch mit einem speziellen USB-Adapter betrieben werden. In
diesem Fall muss hier USB als Datentransfer eingestellt werden.
34
Software
4.5.2. Analyse
Wurde die Daten nach einer Messung gespeichert, können sie zur Dokumentation ausgedruckt
oder zu weitergehenden Auswertungen exportiert werden. Dazu wird die Messung zunächst im
Hauptbildschirm geladen und angezeigt. Mit Hilfe des Schalters Analyse kann man dann entscheiden, was mit den Daten passieren soll:
Print druckt Protokolle oder Formular
Export Datenexport nach ASCII oder Excel
TC- Histograms Zeitverlauf der Blasenverteilung
Close schließt das Fenster und kehrt zum Hauptbildschirm zurück.
4.5.2.1.
Print
Um die Daten drucken zu können, muß zunächst ein Drucker installiert sein. Sollte in Windows noch kein Drucker installiert sein, kann hier über Printer Setup einer eingerichtet werden.
Da die Datenkommunikation des Messgerätes über die parallele Schnittstelle des Rechners arbeitet, muß bei
der Auswahl des Druckers darauf geachtet werden, dass es nicht zu Überschneidungen kommt.
Mit dem Formular wird der aktuell angezeigte Hauptbildschirm an den Drucker gesendet. Mit Protocol color wird
ein farbiges mit Protocol b/w ein schwarz/weiß Protokoll erstellt, in dem die Histogramme und die verschiedenen
Zeitverläufe dargestellt werden. Diese kann anschließend gedruckt werden.
35
Software
4.5.2.2.
Export
Für den Export stehen zwei Formate zur Verfügung, einmal der Export in Textdateien (ASCII, linkes Bild) oder
direkt nach Excel (rechtes Bild). Für den Excel- Export ist Voraussetzung, dass Excel auf dem Rechner installiert ist. In beiden Fällen werden die Dateien in das Exportverzeichnis gespeichert, mit Hilfe des Schalters
change export path kann dieses Verzeichnis geändert werden.
Die Bilder, welche mit ScreenShot auf dem Hauptbildschirm erzeugt werden, werden ebenfalls in diesem
Verzeichnis angelegt.
In filename ist der Name unter dem die Dateien gespeichert werden sollen einzugeben. Es werden immer drei
Dateien (ASCII) bzw 3 Datenblätter (Excel) exportiert, der Zeitverlauf sowie zwei Histogramme. Dabei gilt,
dass exportiert wird, was im Hauptbildschirm angezeigt wird. Wenn also mit Hilfe der Cursor bestimmte Bereiche ausgewählt und die Histogramme dieser Bereiche berechnet wurden, so werden diese Histogramme exportiert. Wurde kein Bereich gewählt, enthalten beide exportierten Histogramme die Daten über den gesamten
Messzeitraum.
Mit export with infos werden neben den eigentlichen Messdaten auch Informationen über den gewählten
Patienten bzw die Messung mit exportiert.
Für den ASCII-Export benutzt das Programm das Zeichen , welches in seperator char eingegeben wird als
Trennzeichen zwischen zwei Spaltenwerten in der Exportdatei. Bei fileextension kann eine Dateierweiterung
eingeben werden. Es existieren jeweils drei Vorgaben, diese können, müssen aber nicht benutzt werden.
Für den Excel-Export brauchen diese Werte nicht angegeben werden. Wenn die Option open Excel aktiviert ist,
wird das Programm die entprechende Datei direkt in Excel öffnen.
Um im Ablauf fortfahren zu können, wird das Programm Excel schliessen. Sollten in der Exceldatei Änderungen vorgenommen worden sein, sollten diese vor dem Fortfahren gespeichert werden, das Programm
weist entsprechend darauf hin
36
Software
4.5.2.3.
TC-Histogramme
Normalerweise wird im Hauptfenster die Summe der Blasen über ein Zeitintervall addiert und diese Summe im time
course dargestellt. Die Histogramme zeigen die Blasenverteilung über einen gewählten Zeitabschnitt an.
Im Fenster TC-Histogramm kann die Größenverteilung der Blasen im Zeitverlauf dargestellt werden. Das obere Bild
zeigt die Verteilung für Channel1, das Untere für Channel2. Auf der x-Achse ist die Zeit, auf der y-Achse der Blasendurchmesser dargestellt. Die Anzahl der Blasen einer bestimmten Größe die in einem Zeitraum gemessen wurden, werden farbcodiert dargestellt, je mehr Blasen in diesem Abschnitt auftraten, desto roter ist der Bereich im Bild.
Mit Hilfe der Werte in den Abschnitten ranges und grayscale/color kann die Darstellung angepaßt werden. Der Wert
interval time gibt vor, über wieviele Sekunden jeweils addiert werden soll, er bestimmt die Breite eines Pixels auf der
x-Achse. Der Wert interval size beschreibt, wieviele Kanäle eines Histogramms zusammengefaßt werden, er bestimmt
die Höhe des Pixels. Der Wert max value gibt die Anzahl an, welche dem höchsten Farbwert (rot) zugeordnet ist. Wurde in der Auswahl fix gewählt, kann der Anwender diesen Wert festlegen. Damit ist es möglich, vrerschiedene Messungen in der selben Farbskalierung darzustellen. Wird die Auswahl auto gewählt, so setzt das Programm den max value
wert automatisch auf den höchsten Wert in der aktuellen Messsung. Dabei ist zu beachten, daß sich Änderungen in diesem Bereich immer erst beim Laden einer Messung auswirken. Zum Laden einer Messung wählt man mit dem Schalter
Select eine Messung aus der Datenbank, das funktioniert analog zum Haptfenster. Der Schalter Reload dient dazu,
die Anzeige nach Änderungen im range-Bereich zu aktualisieren. Die aktuell gewählte Messung wird erneut geladen,
die Bilder werden jetzt mit den neuen Werte aus dem range Bereich berechnet. Mit Hilfe der Einstellunge unter grayscale/color können die Bilder noch weiter angepaßt werden. gray oder rainbow legt fest, ob die Bilder grauwert- oder farbcodiert werden. Mit level/width kann der Kontrast der Bilder geändert werden. (Dies funktioniert analog der FensterTechnik (level/width), wie sie z.B. bei Computertomographie-Bildern angewendet wird, wobei hier die Werte in Prozent angebeben sind. 100 entspricht dem in max value gegebenen Wert).
37
Software
4.5.3. Display
Das Displayfenster dient dazu zusätzliche Anzeigen ein oder Auszuschalten.
Audio Control öffnet das Fenster Audio Control
Cursor schaltet die Steuerung der Auswertecursor auf dem Hauptbildschirm ein oder aus
Close schließt das Fenster und kehrt zum Hauptbildschirm zurück.
4.5.3.1.
Audio Control
Im Fenster Audio Control kann gewählt werden, ob und welches akustische
Signal hörbar sein soll. Wird Channel1 gewählt, so sind nur die Signale hörbar, welche über Sensor1 aufgenommen werden, entsprechendes gilt für
Channel2, wird both gewählt sind beide zu hören, bei mute keiner. Die
Lautstärke der gewählten Kanäle kann mit Hilfe der Volume-Tasten geregelt
werden.
Normalerweise wird beim Beenden einer Messung das akustische Signal ausgeschaltet(mute). Wird das Häkchen neben „mute, when measure stopped“
entfernt, bleibt das Signal auch weiterhin hörbar.
(Beim BC100 haben Änderungen in diesem Fenster nur Auswirkungen, wenn
das Programm eine Messung simuliert. Dabei wird das Signal über die PCLautsprecher ausgegeben. Ansonsten wird die Kanalauswahl und Lautstärke
direkt am Messgerät geregelt)
4.5.4. Disturbance Filter
Im Hauptfenster gibt es den zusätzlichen Schalter Filter . Damit kann ein Algorithmus aktiviert werden, um elektro-magnetische Störungen zu unterdrücken. Speziell während der Coagulation können solche Störungen
durch die HF-Schneider erzeugt werden. Drückt man den Schalter Filter erscheint ein Fenster, indem einen von
zwei Filterversionen aktivieren kann.
Filter1 reagiert relativ sensible auf Störungen. Vorteil ist, diese Version entdeckt
die meisten der Störungen und unterdrückt sie. Nachteil ist, dass manchmal auch
Blasen als Störungen interpretiert werden können und somit nicht gezählt werden.
Dieser Filter sollte nur aktiviert werden, wenn wirklich Störungen zu erwarten
sind.
Filter 2 arbeitet mit einem anderen Algorithmus, er ist nicht so empfindlich. Dadurch kann es passieren, dass Störungen als Blasen interpretiert werden. Auf der
anderen Seite werden nur sehr spezielle Blasenereignisse als Störungen eliminiert
(z.B. wenn die Spitzen am rechten oder linken Rand des Signalfensters auftreten)
38
Technische Informationen
5.
Technische Informationen
Technische Änderungen vorbehalten
Maße:
Messgerät:
Sensoren:
390x430x130mm
60x40x40mm (Kabellänge 1,50m)
Gewicht:
Messgerät:
Sensoren:
9 kg
0,2 kg
Umweltbedingungen:
Betrieb:
Temperatur:
Rel. Feuchte:
0-45°C (32-113°F)
10-95% @ 40°C, non-condensing
Lagerung und Transport:
Temperatur:
Rel. Feuchte:
-20-60°C (-2-140°F)
10-95% @ 40°C, non-condensing
Stromversorgung:
Netzanschluss:
Absicherung:
Weitbereichsnetzteil 100-250 VAC / 50-60 Hz, 80W max.
F2A 250 V
Messbereich / Auflösung:
2 getrennte Messkanäle
umschaltbar (über Software gesteuert):
Flussrate:
Referenz:
Bereich1: 5-250 µm Blasengröße
Bereich2: 10-500 µm Blasengröße
0,4-6 l/min ( bei Verwendung von 3/8“ Schläuchen)
<10%: zu wenig reflektierter Schall, Messung nicht möglich
100%: keine oder kaum Dämpfung durch Schlauch
typisch: 30-70% bei 3/8“ Plastschlauch mit Wasser gefüllt
Genauigkeit der Messwerte:
Zu jedem Gerät und den dazugehörigen Sonden wird ein Kalibrierungsprotokoll mit den ermittelten Messungenauigkeiten mitgeliefert. Im Flussbereich zwischen 0.4 l/min und 6.0 l/min ist die flussgeschwindigkeitsbedingte
Variation der Messwerte <=3dB
Anzeigen/Ausgaben:
Anzeige der Messwerte erfolgt über integriertes TFT-Display.
Signalausgabe über integrierte Lautsprecher, abschaltbar.
Software:
BCView für Windows XP, Win7,
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Technische Informationen
Zubehör:
USB-Tastatur, USB-Maus, USB-Hub
Ultraschallgel
CD-ROM mit Software, Benutzerhandbuch
Halterung zur Montage am Trägersystem der Herz-Lungen-Maschine (optional)
Reinigung:
Sensoren nicht mit scharfen Reinigungsmitteln reinigen, nicht komplett in Wasser tauchen. Steuergerät nur mit
angefeuchteten Tuch abwischen.
Deklarationspflicht nach IEC 1157:
Eine Deklarationspflicht besteht nicht, da das Gerät eine ISPTA von <100 mW/cm² in die Messlösung abgibt.
Schutzklassen:
Messgerät:
Schutzklasse 1, Typ CF (mit in Zubehör aufgelisteten Schläuchen), IPX2
Sensor:
Schutzklasse 1, Typ CF (mit in Zubehör aufgelisteten Schläuchen), IPX4
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Benutzerhinweise zum Einsatz an der Herz-Lungen-Maschine
6.
Benutzerhinweise zum Einsatz an der Herz-Lungen-Maschine
Beim Einsatz an der Herz-Lungen-Maschine sind folgende Integrationshinweise zu beachten:
Sonden:
Je nach Messaufgabe empfiehlt es sich die Sonden jeweils direkt vor und direkt nach der zu vermessenden Komponente am Schlauch anzubringen. Dabei sind die im Abschnitt Ultraschallsensoren (2.4.) dargelegten Hinweise
unbedingt zu beachten. Das sind im Einzelnen:
• Kontaktierung mit Ultraschallgel
• Abstände zu anderen Komponenten des Kreislaufes
• Beachtung der Flussrichtung
• Verwendung der zu den Sonden passenden Schläuche (siehe Zubehörliste)
Vor Verwendung spezieller Schläuche wenden Sie sich bitte an die GAMPT mbH bzw. senden Sie uns
ein Probemuster (mindestens 50cm lang) für Testmessungen zu.
Messgerät
Das Messgerät ist mit dem dazugehörigen Halter, so am Gestell der Herz-Lungen-Maschine zu befestigen, dass
es weder verrutschen, noch sich verdrehen kann. Sensor- und Stromkabel sind so zu verlegen, dass sie die Personen im Operationssaal nicht behindern.
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