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Betriebsanleitung 1PH7 10-16 - Siemens

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Asynchronmotoren 1PH7
Asynchronmotoren 1PH7, AH 100 bis 160
Betriebsanleitung · 11/2008
s
Asynchronmotoren 1PH7
Einleitung
1
Sicherheitshinweise
2
Beschreibung
3
Einsatzvorbereitung
4
Montage
5
Anschluss
6
Inbetriebnahme
7
Betrieb
8
Instandhaltung
9
Betriebsanleitung
Ersatzteile
10
Außerbetriebnahme und
Entsorgung
11
Anhang
11/2008
610.43429.21c
A
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck
hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe
werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.
GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT
ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
ACHTUNG
bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hinweis
nicht beachtet wird.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet.
Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben
Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zugehörige Gerät/System darf nur in Verbindung mit dieser Dokumentation eingerichtet und betrieben
werden. Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes/Systems dürfen nur von qualifiziertem Personal
vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieser
Dokumentation sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise gemäß den
Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:
WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation
vorgesehenen Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen,
müssen diese von Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der
Produkte setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation,
Inbetriebnahme, Bedienung und Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen
eingehalten werden. Hinweise in den zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.
Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der Siemens
AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren
Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.
Siemens AG
Industry Sector
Postfach 48 48
90026 NÜRNBERG
DEUTSCHLAND
Dokumentbestellnummer: 610.43429.21c
Ⓟ 11/2008
Copyright © Siemens AG 2008.
Änderungen vorbehalten
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung................................................................................................................................................... 9
1.1
2
3
4
5
6
Über diese Betriebsanleitung.........................................................................................................9
Sicherheitshinweise ................................................................................................................................. 11
2.1
Allgemeine Sicherheitshinweise ..................................................................................................11
2.2
Sicherheits- und Anwendungshinweise .......................................................................................12
2.3
Einhalten der fünf Sicherheitsregeln............................................................................................13
2.4
Thermische Gefährdung ..............................................................................................................13
2.5
Hinweise zu elektromagnetischen Feldern ..................................................................................14
2.6
Elektrostatisch gefährdete Bauelemente (EGB) ..........................................................................15
Beschreibung........................................................................................................................................... 17
3.1
Anwendungsbereich ....................................................................................................................17
3.2
Leistungsschild ............................................................................................................................17
3.3
3.3.1
3.3.2
3.3.3
3.3.4
3.3.5
Aufbau..........................................................................................................................................18
Vorschriften ..................................................................................................................................18
Bauformen....................................................................................................................................18
Schutzart ......................................................................................................................................19
Umgebungsbedingungen.............................................................................................................19
Kühlung ........................................................................................................................................19
Einsatzvorbereitung ................................................................................................................................. 23
4.1
Versand und Verpackung ............................................................................................................23
4.2
4.2.1
4.2.2
Transport und Einlagerung ..........................................................................................................23
Transportieren..............................................................................................................................23
Einlagern ......................................................................................................................................26
Montage................................................................................................................................................... 29
5.1
Aufstellen .....................................................................................................................................29
5.2
Befestigung ..................................................................................................................................30
5.3
Abtriebselemente aufziehen ........................................................................................................32
5.4
Rüttelfestigkeit..............................................................................................................................33
Anschluss ................................................................................................................................................ 35
6.1
6.1.1
6.1.2
6.1.3
6.1.4
6.1.5
6.1.6
6.1.7
Elektrischer Anschluss.................................................................................................................35
Sicherheitshinweise .....................................................................................................................35
Kabeleinführung und -verlegung..................................................................................................36
Schaltplan ....................................................................................................................................38
Klemmenkasten ...........................................................................................................................39
Daten für den elektrischen Anschluss .........................................................................................40
Motoren mit DRIVE-CLiQ-Schnittstelle........................................................................................40
Verdrehen des Sensor Moduls ....................................................................................................42
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
5
Inhaltsverzeichnis
6.1.8
6.1.9
6.1.10
6.1.11
6.1.12
6.1.13
7
8
9
Motoren ohne DRIVE-CLiQ-Schnittstelle.................................................................................... 43
Anschließen des Temperaturfühlers ........................................................................................... 44
Anschließen des Erdungsleiters ................................................................................................. 45
Anschließen des Fremdlüfters .................................................................................................... 46
Anschließen an einen Umrichter................................................................................................. 47
Umrichterbetrieb am geerdeten Netz.......................................................................................... 47
Inbetriebnahme........................................................................................................................................ 49
7.1
Maßnahmen vor der Inbetriebnahme.......................................................................................... 49
7.2
Probelauf durchführen................................................................................................................. 51
7.3
Prüfung des Isolationswiderstandes ........................................................................................... 52
7.4
Einschalten.................................................................................................................................. 53
7.5
Sicherheitshinweise/Bestimmungsgemäße Verwendung........................................................... 54
7.6
Kühlung (Fremdbelüftung) .......................................................................................................... 54
Betrieb ..................................................................................................................................................... 55
8.1
Sicherheitshinweise im Betrieb ................................................................................................... 55
8.2
Störungen.................................................................................................................................... 56
8.3
Betriebspausen ........................................................................................................................... 58
8.4
Ausschalten................................................................................................................................. 58
Instandhaltung ......................................................................................................................................... 59
9.1
9.1.1
9.1.2
9.1.3
9.1.4
9.1.5
9.1.6
9.1.7
Inspektion und Wartung .............................................................................................................. 59
Sicherheitshinweise .................................................................................................................... 59
Wartungsintervalle ...................................................................................................................... 61
Allgemeine Inspektionsvorgaben ................................................................................................ 61
Erstinspektion.............................................................................................................................. 62
Hauptinspektion .......................................................................................................................... 62
Lagerwechselfrist ........................................................................................................................ 63
Reinigen des Ventilators (Fremdbelüftung) ................................................................................ 66
9.2
9.2.1
9.2.2
9.2.3
9.2.4
9.2.5
9.2.6
9.2.7
9.2.8
9.2.9
Instandsetzung............................................................................................................................ 67
Sicherheitshinweise .................................................................................................................... 67
Demontage/Montage des Motors................................................................................................ 68
Demontage/Montage des Schutzringes...................................................................................... 69
Demontage/Montage Inkrementalgeber ..................................................................................... 70
Demontage/Montage Resolver 2-polig ....................................................................................... 72
Demontage/Montage SIMAG H2 ................................................................................................ 73
Austauschen der DRIVE-CLiQ-Schnittstelle (Gebermodul)........................................................ 74
Demontage/Montage des Fremdlüfters ...................................................................................... 75
Anziehdrehmomente von Schraubverbindungen........................................................................ 77
10
Ersatzteile................................................................................................................................................ 79
11
Außerbetriebnahme und Entsorgung ....................................................................................................... 81
6
11.1
Außerbetriebnahme .................................................................................................................... 81
11.2
11.2.1
11.2.2
11.2.3
11.2.4
Entsorgung .................................................................................................................................. 83
Einleitung..................................................................................................................................... 83
Demontage vorbereiten............................................................................................................... 83
Motor zerlegen ............................................................................................................................ 83
Permanentmagneten entsorgen ................................................................................................. 84
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Inhaltsverzeichnis
11.2.5
11.2.6
A
Komponenten entsorgen..............................................................................................................84
Isolierflüssigkeit entsorgen...........................................................................................................85
Anhang .................................................................................................................................................... 87
A.1
Siemens Service Center ..............................................................................................................87
A.2
Bestelldaten .................................................................................................................................87
A.3
Konformitätserklärung..................................................................................................................88
Index........................................................................................................................................................ 89
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
7
Inhaltsverzeichnis
8
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
1
Einleitung
1.1
Über diese Betriebsanleitung
Diese Betriebsanleitung beschreibt den Motor und informiert Sie über den Umgang mit dem
Motor von der Anlieferung bis zur Entsorgung.
Lesen Sie diese Betriebsanleitung vor dem Umgang mit dem Motor. So gewährleisten Sie
eine gefährdungsfreie und reibungslose Funktion sowie eine lange Nutzungsdauer des
Motors.
Die vorliegende Betriebsanleitung gilt in Verbindung mit dem entsprechenden SIEMENSProjektierungshandbuch.
Siemens ist stets bemüht, die Qualität der Informationen in dieser Betriebsanleitung zu
verbessern. Wenn Sie Hinweise auf Fehler oder Vorschläge zur Verbesserung haben, dann
wenden Sie sich bitte an das Siemens Service Center.
Halten Sie die Sicherheitshinweise in dieser Betriebsanleitung jederzeit ein. Das
Warnhinweiskonzept ist auf der Rückseite des Innentitels erläutert.
Textmerkmale
Neben den Hinweisen, die Sie aus Sicherheitsgründen unbedingt beachten müssen, finden
Sie in dieser Betriebsanleitung folgende Textmerkmale:
1. Handlungsanweisungen sind als nummerierte Liste dargestellt. Halten Sie die
Reihenfolge der Handlungsschritte ein.
● Aufzählungen verwenden den Listenpunkt.
– Der Gedankenstrich kennzeichnet Aufzählungen in der zweiten Ebene.
Hinweis
Ein Hinweis ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des
Produktes oder den jeweiligen Teil der Dokumentation. Der Hinweis gibt Ihnen Hilfe
oder zusätzliche Anregungen.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
9
Einleitung
1.1 Über diese Betriebsanleitung
10
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Sicherheitshinweise
2.1
2
Allgemeine Sicherheitshinweise
Sicherheits- und Inbetriebnahmehinweise für umrichtergespeiste NiederspannungsDrehstrommotoren
GEFAHR
Alle Arbeiten zum Transport, Anschluss, zur Inbetriebnahme und regelmäßige
Instandhaltung sind von qualifiziertem, verantwortlichem Fachpersonal auszuführen (DIN
EN 50110-1; IEC 60364 beachten).
Unsachgemäßes Verhalten kann schwere Körperverletzungen oder Sachschäden
verursachen.
Sonderausführungen und Bauvarianten können in technischen Details abweichen! Bei
eventuellen Unklarheiten wird dringend empfohlen, unter Angabe von Typbezeichnung und
Fabriknummer (siehe Leistungsschild) beim Hersteller rückzufragen oder die
Instandhaltungsarbeiten von einem der SIEMENS-Servicezentren durchführen zu lassen.
Anlagen und Maschinen mit umrichtergespeisten Niederspannungs-Drehstrommotoren
müssen den Schutzanforderungen der EMV-Richtlinie genügen.
Die Durchführung der sachgerechten Installation liegt in der Verantwortung des
Maschinenherstellers. Die Signal- und Leistungsleitungen zum Motor sind geschirmt
auszuführen.
Die Hinweise des Umrichterherstellers zur EMV-gerechten Installation sind zu beachten!
Bestimmungsgemäße Verwendung
Diese Motoren sind für industrielle oder gewerbliche Anlagen bestimmt. Sie entsprechen den
Normen der Reihe EN 60034-1 und relevanten Teilen.
WARNUNG
Der Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen ist verboten, sofern nicht ausdrücklich
hierfür vorgesehen.
Wenn im Sonderfall - bei Einsatz in nicht gewerblichen Anlagen - erhöhte Anforderungen
gestellt werden (z. B. Berührungsschutz gegen Kinderfinger), sind diese Bedingungen bei
der Aufstellung anlagenseitig zu gewährleisten.
Abweichende Angaben auf dem Leistungsschild (Typenschild) unbedingt beachten. Die
Bedingungen am Einsatzort müssen den Leistungsschildangaben entsprechen.
Die Motoren sind für den Betrieb in überdachten Räumen unter normalen klimatischen
Bedingungen wie sie üblicherweise in Fertigungshallen herrschen vorgesehen.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
11
Sicherheitshinweise
2.2 Sicherheits- und Anwendungshinweise
2.2
Sicherheits- und Anwendungshinweise
Sichere Handhabung elektrischer Maschinen
WARNUNG
Rotierende oder Spannung führende Teile
Rotierende oder Spannung führende Teile stellen eine Gefahr dar.
Durch Entfernen der erforderlichen Abdeckungen, bei unsachgemäßem Einsatz der
Maschinen, falscher Bedienung oder unzureichender Wartung können Tod, schwere
Körperverletzung oder Sachschäden eintreten.
Entfernen Sie Abdeckungen nur entsprechend den Vorschriften und bedienen Sie den
Motor sachgemäß. Warten Sie den Motor regelmäßig.
Qualifiziertes Personal
In dieser Betriebsanleitung sind nur solche Hinweise enthalten, die bei
bestimmungsgemäßer Verwendung des Motors für qualifiziertes Personal erforderlich sind.
Die für die Sicherheit der Anlage Verantwortlichen müssen Folgendes gewährleisten:
● Die grundsätzlichen Planungsarbeiten für die Anlage sowie alle für die Arbeiten zu
Transport, Montage, Installation, Inbetriebsetzung, Wartung und Reparaturen werden von
qualifiziertem Personal ausgeführt bzw. durch verantwortliche Fachkräfte kontrolliert.
● Die Betriebsanleitung und die Motorendokumentation sind bei allen Arbeiten stets
verfügbar.
● Die technischen Daten und Angaben über die Montage-, Anschluss-, Umgebungs- und
Betriebsbedingungen werden konsequent beachtet.
● Die für die Anlage spezifischen Errichtungs- und Sicherheitsvorschriften werden
eingehalten.
● Die Benutzung persönlicher Schutzausstattungen wird beachtet.
● Arbeiten an diesen Motoren oder in deren Nähe ist für nichtqualifizierte Personen
untersagt.
● Bei Einsatz der Motoren, insbesondere außerhalb industrieller Bereiche, ist der
Aufstellungsort durch geeignete Einrichtungen wie z. B. Schutzzäune und entsprechende
Beschilderung gegen unbefugtes Betreten gesichert.
Hinweis
Siemens Service Center
Es wird empfohlen, für Planungs-, Montage-, Inbetriebsetzungs- und Service-Aufgaben
die Unterstützung und Dienstleistungen der zuständigen Siemens Service Center in
Anspruch zu nehmen.
12
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Sicherheitshinweise
2.3 Einhalten der fünf Sicherheitsregeln
2.3
Einhalten der fünf Sicherheitsregeln
Für Ihre persönliche Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden halten Sie bei
Arbeiten an der Maschine stets die sicherheitsrelevanten Hinweise und die folgenden fünf
Sicherheitsregeln ein. Wenden Sie diese fünf Sicherheitsregeln vor Beginn der Arbeiten an
der Maschine in der genannten Reihenfolge an.
Fünf Sicherheitsregeln
1. Freischalten
Achten Sie auch auf das Freischalten der Hilfsstromkreise.
2. Gegen Wiedereinschalten sichern
3. Spannungsfreiheit feststellen
4. Erden und kurzschließen
5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
Nach Abschluss der Arbeiten heben Sie die getroffenen Maßnahmen in der umgekehrten
Reihenfolge wieder auf.
2.4
Thermische Gefährdung
VORSICHT
Die Oberflächentemperatur der Motoren kann über 100 °C betragen.
Berühren Sie nicht heiße Oberflächen!
Temperaturempfindliche Bauteile (elektrische Leitungen und/oder elektronische Bauteile)
dürfen nicht an heißen Oberflächen anliegen. Eine Überhitzung der Motoren kann zur
Zerstörung der Wicklungen und Lager führen, sowie eine Entmagnetisierung der
Permanentmagnete bewirken.
Betreiben Sie die Motoren nur mit wirksamer Temperaturkontrolle!
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
13
Sicherheitshinweise
2.5 Hinweise zu elektromagnetischen Feldern
2.5
Hinweise zu elektromagnetischen Feldern
WARNUNG
Elektromagnetische Felder
Elektromagnetische Felder werden beim Betrieb von Anlagen der elektrischen
Energietechnik, z. B. Transformatoren, Umrichter, Motoren usw. erzeugt.
Durch elektromagnetische Felder können elektronische Geräte gestört werden. Das kann
zu Fehlfunktionen in diesen Geräten führen. So können beispielsweise Herzschrittmacher
in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, was zu gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod
führen kann. Daher ist der Aufenthalt von Personen mit Herzschrittmachern in diesen
Bereichen untersagt.
Der Anlagenbetreiber muss durch geeignete Maßnahmen, Kennzeichnungen und
Warnungen das dort tätige Personal ausreichend vor eventuell auftretenden Schäden
schützen.
● Beachten Sie die entsprechenden nationalen Schutz- und Sicherheitsvorschriften. Für die
Bundesrepublik Deutschland sind dies für die "Elektromagnetischen Felder" die Vorgaben
der Berufsgenossenschaft BGV B11 und die BGR B11.
● Bringen Sie entsprechende Warnhinweise an.
● Grenzen Sie die Gefahrenzonen ab.
● Sorgen Sie z. B. mit Abschirmungen dafür, dass die elektromagnetischen Felder an ihrer
Quelle reduziert werden.
● Sorgen Sie dafür, dass das Personal entsprechende Schutzausrüstungen trägt.
14
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Sicherheitshinweise
2.6 Elektrostatisch gefährdete Bauelemente (EGB)
2.6
Elektrostatisch gefährdete Bauelemente (EGB)
EGB–Richtlinien
VORSICHT
Elektrostatische Entladung
Elektronische Baugruppen enthalten elektrostatisch gefährdete Bauelemente.
Diese Bauelemente können bei unsachgemäßer Handhabung leicht zerstört werden.
Beachten Sie die nachstehenden Anweisungen, um Sachschäden zu vermeiden.
● Berühren Sie elektronische Baugruppen nur, wenn Sie an diesen Baugruppen unbedingt
erforderliche Arbeiten vornehmen müssen.
● Wenn elektronische Baugruppen berührt werden müssen, muss der Körper der
betreffenden Person unmittelbar zuvor elektrostatisch entladen werden und geerdet sein.
● Bringen Sie elektronische Baugruppen nicht mit elektrisch isolierendem Material wie z. B.
Plastikfolie, Kunststoffteilen, isolierenden Tischauflagen oder Kleidung aus synthetischen
Fasern in Berührung.
● Legen Sie die Baugruppen nur auf leitfähigen Unterlagen ab.
● Lagern und transportieren Sie elektronische Baugruppen und Bauteile nur in leitfähiger
Verpackung wie z. B. metallisierten Kunststoff- oder Metallbehältern.
VORSICHT
Leitfähiges Verpackungsmaterial verwenden
Elektronische Baugruppen müssen in leitfähigen Verpackungen gelagert, transportiert
und versandt werden.
Elektronische Baugruppen die unsachgemäß gelagert, transportiert und versendet
werden, können beschädigt werden.
Verpacken Sie elektronische Baugruppen in geeignetem, leitfähigem Material z. B.
Schaumgummi oder Haushalts-Aluminiumfolie.
Die erforderlichen EGB-Schutzmaßnahmen für elektrostatisch gefährdete Bauelemente sind
in den nachfolgenden Zeichnungen noch einmal veranschaulicht:
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
15
Sicherheitshinweise
2.6 Elektrostatisch gefährdete Bauelemente (EGB)
d
b
d
d
b
e
e
f
c
a
f
f
c
(1)
a
(2)
(1)
Sitzplatz
(2)
Stehplatz
(3)
Steh- / Sitzplatz
f
f
c
a
(3)
EGB-Schutzmaßnahmen
a
= leitfähiger Fußboden
b
= EGB-Tisch
c
= EGB-Schuhe
d
= EGB-Mantel
e
= EGB-Armband
f
= Erdungsanschluss der Schränke
Bild 2-1
16
EGB-Schutzmaßnahmen
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
3
Beschreibung
3.1
Anwendungsbereich
Die Drehstrommotoren 1PH7 mit den Achshöhen 100 bis 160 werden als Industrieantriebe
für Werkzeug- und Produktionsmaschinen eingesetzt. Sie sind für breite
Anwendungsgebiete in der Antriebstechnik konzipiert. Die Drehstrommotoren werden
drehzahlgeregelt über einen Frequenzumrichter gespeist.
Sie zeichnen sich durch hohe Leistungsdichte, große Robustheit, lange Lebensdauer und
hohe Zuverlässigkeit aus.
ACHTUNG
Die Motoren sind in der Standardausführung weder für den Betrieb in salzhaltiger oder
aggressiver Atmosphäre, noch für die Aufstellung im Freien geeignet.
3.2
Leistungsschild
Bild 3-1
Leistungsschild (Beispiel)
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
17
Beschreibung
3.3 Aufbau
3.3
Aufbau
3.3.1
Vorschriften
Die Motoren entsprechen folgenden Vorschriften nach IEC / EN 60034:
Tabelle 3- 1
Angewendete Vorschriften
Merkmal
Norm
Bemessung und Betriebsverhalten
IEC / EN 60034-1
Schutzart
IEC / EN 60034-5
(1)
Kühlung
IEC / EN 60034-6
Bauform (1)
IEC / EN 60034-7
Geräuschemission
IEC / EN 60034-9
Temperaturüberwachung
IEC / EN 60034-11
Schwinggrößenstufen
IEC / EN 60034-14
(1)
Die Schutzart und Bauform des Motors entnehmen Sie dem Leistungsschild (Typenschild).
Die Drehstrommotoren entsprechen den relevanten Teilen der Normenreihen EN 60034,
sowie EN 60204-1. Für die Drehstrommotoren 1PH7 besteht Konformität mit 2006/95/EG
Niederspannungsrichtlinie. Standardmotoren entsprechen den UL-Vorschriften. Diese
Motoren sind auf dem Leistungsschild (Typenschild) mit "UR" gekennzeichnet.
Niederspannungsmotoren sind Komponenten zum Einbau in Maschinen im Sinne der
Maschinenrichtlinie. Die Inbetriebnahme ist solange untergesagt, bis die Konformität des
Endproduktes mit dieser Richtlinie festgestellt ist (u. a. EN 60204-1 beachten).
Hinweis
Sichern Sie für Ihr Endprodukt die Einhaltung aller bestehenden Rechtsvorschriften! Die
jeweils geltenden nationalen, örtlichen und anlagespezifischen Bestimmungen und
Erfordernisse sind zu berücksichtigen.
3.3.2
Bauformen
Den Motor gibt es in folgenden Grundbauformen und weiteren optionalen Bauformen mit
weiteren Einsatzmöglichkeiten.
Tabelle 3- 2
Bauformen
Achshöhe
Standard-Bauform
Gedrehte Bauform
1PH710□ bis 1PH713□
IM B 3
IM V 5, IM V 6
IM B 5
IM V 1, IM V 3
IM B 35
IM V 15, IM V 36
IM B 3
IM V 5, IM V 6
IM B 35
IM V 15, IM V 36
1PH716□
Mit dem Motor werden zwei Hebeösen zum Transport mitgeliefert, die Sie entsprechend der
Bauform für den Transport anschrauben können.
18
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Beschreibung
3.3 Aufbau
3.3.3
Schutzart
Die Motoren der Achshöhen 100 bis 160 sind in der Schutzart IP55 ausgeführt.
Der Fremdlüfter ist in der Schutzart IP54 ausgeführt.
3.3.4
Umgebungsbedingungen
Zulässiger Temperaturbereich im Betrieb: T = -15 °C bis +40 °C
Zulässiger Temperaturbereich bei Lagerung: T = -20 °C bis +70 °C
Bei abweichenden Bedingungen (Umgebungstemperatur > 40 °C oder
Aufstellungshöhe > 1000 m über NN) müssen die zulässigen Drehmoment/Leistungen aus
nachfolgender Tabelle bestimmt werden. Umgebungstemperatur und Aufstellungshöhe
werden auf 5 °C bzw. 500 m aufgerundet.
Tabelle 3- 3
Reduzierung der Leistung in Abhängigkeit der Aufstellungshöhe und der
Umgebungstemperatur
Aufstellungshöhe über NN
[m]
Umgebungstemperatur in °C
< 30
30 - 40
45
50
55
1000
1,07
1,00
0,96
0,92
0,87
1500
1,04
0,97
0,93
0,89
0,84
2000
1,00
0,94
0,90
0,86
0,82
2500
0,96
0,90
0,86
0,83
0,78
3000
0,92
0,86
0,82
0,79
0,75
3500
0,88
0,82
0,79
0,75
0,71
4000
0,82
0,77
0,74
0,71
0,67
ACHTUNG
Die Motoren sind in der Standardausführung weder für den Betrieb in salzhaltiger oder
aggressiver Atmosphäre, noch für die Aufstellung im Freien geeignet.
3.3.5
Kühlung
Selbstkühlung
Die Nenndaten gelten nur, wenn die Umgebungstemperatur infolge der Einbaubedingungen
40 °C (104 °F) nicht überschreitet.
Um die Entwärmung sicher zu stellen, ist an 3 Seitenflächen ein Mindestabstand von
100 mm zu benachbarten Bauteilen einzuhalten.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
19
Beschreibung
3.3 Aufbau
Fremdbelüftung
Die Kühlung wird durch eine separate Belüftungsbaugruppe mit einem vom Motor
unabhängig angetriebenen Ventilator realisiert.
ACHTUNG
Es muss sichergestellt sein, dass der Motor immer zusammen mit dem Fremdlüfter
betrieben wird.
Die Motoren müssen so aufgestellt werden, dass die Kühlluft ungehindert zu- und abströmen
kann und der Mindestabstand s der Zu- und Abluftöffnungen zu benachbarten Bauteilen
eingehalten wird (siehe Bild "Mindestabstand"). Erwärmte Abluft darf nicht wieder angesaugt
werden.
Die zum Festschrauben des Motors abgenommenen Abdeckungen (Pos. 1 in Bild
"Mindestabstand") müssen vor Inbetriebnahme wieder angebracht werden. Der Pfeil muss
nach oben zeigen.
V
20
Bild 3-2
Mindestabstand s
Tabelle 3- 4
Beschreibung der Positionen
AH 100
AH 132
AH 160
s
30 mm
60 mm
80 mm
1
Abdeckung für Fußbefestigung auf NDE
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Beschreibung
3.3 Aufbau
Geräuschemissionen
Motoren der Reihe 1PH7 können im Betrieb im Drehzahlbereich von 0 bis 5000 1/min
folgenden Messflächenschalldruckpegel Lp(A) erreichen:
Achshöhe
Messflächenschalldruckpegel Lp(A)
1PH710□
70 dB(A) + 3 dB Toleranz
1PH713□
70 dB(A) + 3 dB Toleranz
1PH716□
75 dB(A) + 3 dB Toleranz
(Bei 60 Hz-Netzbetrieb ist eine Blende (auf Anfrage) zur Reduzierung des
Schalldruckpegels verfügbar)
Die Motoren sind für einen weiten Bereich von Aufstellungs- und Betriebsbedingungen
zugelassen. Diese Bedingungen wie z. B. starre oder schwingungsisolierte
Fundamentgestaltung, beeinflussen die Geräuschemission teilweise sehr stark.
Asynchronmotoren 1PH7
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21
Beschreibung
3.3 Aufbau
22
Asynchronmotoren 1PH7
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Einsatzvorbereitung
4.1
4
Versand und Verpackung
Überprüfung der Lieferung auf Vollständigkeit
Die Antriebssysteme sind individuell zusammengestellt. Überprüfen Sie nach Erhalt der
Lieferung sofort, ob der Lieferumfang mit den Warenbegleitpapieren übereinstimmt. Für
nachträglich reklamierte Mängel übernimmt Siemens keine Gewährleistung.
● Reklamieren Sie erkennbare Transportschäden sofort beim Anlieferer.
● Reklamieren Sie erkennbare Mängel oder die unvollständige Lieferung sofort bei der
Ihrer zuständigen Siemens-Niederlassung.
Die Sicherheitshinweise sind Bestandteil des Lieferumfangs, bewahren Sie sie zugänglich
auf.
Das der Lieferung beigefügte Leistungsschild (Typenschild) sollte zur zusätzlichen
Kenntlichmachung der Motordaten in der Nähe des Motors genutzt werden. Es befindet sich
im Klemmenkasten.
4.2
Transport und Einlagerung
4.2.1
Transportieren
Für Transport und Montage geeignete Lastaufnahmemittel benutzen. Beim Transport sind
alle vorhandenen Hebeösen zu benutzen. Es sind die landesspezifische Vorschriften
einzuhalten.
Wird ein Motor nach Lieferung nicht sofort in Betrieb genommen, so ist er in einem
trockenen, staub- und erschütterungsfreien Raum zu lagern, siehe Kapitel "Einlagerung".
WARNUNG
Gefährdung bei Hebe- und Transportvorgängen!
Unsachgemäße Ausführung, ungeeignete oder schadhafte Geräte und Hilfsmittel können
Verletzungen und/oder Sachschäden bewirken.
Hubgeräte, Flurförderzeuge und Lastaufnahmemittel müssen den Vorschriften
entsprechen. Achten Sie auf die Tragfähigkeit der Hebeeinrichtung. Keine zusätzlichen
Lasten anbringen. Verwenden Sie zum Heben des Motors, insbesondere bei An- und
Aufbauten, geeignete Seilführungs- oder Spreizeinrichtungen. Das Gewicht des Motors
entnehmen Sie dem Leistungsschild.
Asynchronmotoren 1PH7
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23
Einsatzvorbereitung
4.2 Transport und Einlagerung
WARNUNG
Transportieren und Heben des Motors an den Hebeösen
Heben Sie den Motor nur an den Hebeösen an den Lagerschilden. Das Anbringen von
Hebeösen auf das Wellenende ist nicht zulässig.
VORSICHT
Beim Heben und Transportieren der Motoren über die mitgelieferten Ringschrauben (nach
DIN 580) ist eine Traverse zu verwenden!
Dabei ist zu beachten:
• Ringschraube vollständig und handfest einschrauben (ca. 8 Nm), nicht überdrehen
• Pressspan-Unterlegscheibe nicht entfernen - keine verformten oder beschädigten
Ringschrauben verwenden
• Beanspruchungen quer zur Ringebene sind unzulässig
• Für die Einbaulage mit Wellenende nach unten oder mit Wellenende nach oben müssen
die Hebeösen wie in Tabelle "Anordnung der Hebeösen" umgesetzt werden.
Bild 4-1
24
Heben und Transportieren mit Traverse
Asynchronmotoren 1PH7
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Einsatzvorbereitung
4.2 Transport und Einlagerung
Bild 4-2
Anordnung der Hebeösen
1
Waagrecht (Standard)
2
Wellenende nach unten
3
Wellenende nach oben
Asynchronmotoren 1PH7
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25
Einsatzvorbereitung
4.2 Transport und Einlagerung
4.2.2
Einlagern
Die Motoren können ohne Einschränkung der spezifizierten Lagerstandszeit im trockenen,
staub- und erschütterungsfreien Räumen bis zu 2 Jahren gelagert werden.
VORSICHT
Stillstandsschäden an den Lagern
Bei unsachgemäßer Einlagerung besteht z. B. durch Erschütterungen die Gefahr von
Lagerstillstandsschäden.
Einlagern in Räumen
● Versehen Sie blanke, äußere Bauteile wie z. B. Wellenenden mit einem
Konservierungsmittel wie z. B. Tectyl, sofern dies nicht schon werkseitig aufgebracht ist.
● Lagern Sie den Motor in einem Lagerraum, der folgende Bedingungen erfüllt:
– Er muss trocken, staubfrei, frostfrei und erschütterungsfrei sein. Die relative
Luftfeuchte sollte weniger als 60 % betragen, die Temperatur sollte nach EN 60034-1
nicht unter -15 °C fallen.
– Er muss gut gelüftet sein.
– Er muss Schutz vor extremen Witterungen bieten.
– Die Raumluft darf keine aggressiven Gase enthalten.
● Schützen Sie den Motor gegen Stöße und Feuchtigkeit.
● Decken Sie den Motor gut ab.
● Vermeiden Sie Kontaktkorrosion. Es wird empfohlen, das Wellenende alle 3 Monate von
Hand durchzudrehen.
Schutz vor Feuchtigkeit
Wenn kein trockener Lagerplatz verfügbar ist, dann treffen Sie folgende Maßnahmen:
● Hüllen Sie den Motor in feuchtigkeitsaufnehmendes Material und verpacken Sie ihn dann
luftdicht in Folie.
● Hängen Sie mehrere Beutel Trocknungsmittel in die Dichtverpackung. Kontrollieren Sie
das Trockenmittel und ersetzen Sie es bei Bedarf.
● Platzieren Sie einen Feuchtigkeitsanzeiger in der Dichtverpackung, der die Höhe der
Luftfeuchtigkeit innerhalb der Dichtverpackung in vier Stufen anzeigt.
● Inspizieren Sie den Motor regelmäßig.
26
Asynchronmotoren 1PH7
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Einsatzvorbereitung
4.2 Transport und Einlagerung
Langzeiteinlagerung
Wenn Sie den Motor für einen Zeitraum länger als sechs Monate lagern, dann müssen Sie
alle sechs Monate den ordnungsgemäßen Zustand der Maschine überprüfen.
● Kontrollieren Sie den Motor auf Beschädigungen.
● Führen Sie die notwendigen Wartungsarbeiten durch.
● Protokollieren Sie die Konservierungsarbeiten, damit sie vor einer späteren
Inbetriebsetzung rückgängig gemacht werden können.
● Klimatisieren Sie den Lagerraum.
Kondenswasser
Aufgrund von Kondenswasser kann sich Korrosion im Motorinneren bilden.
VORSICHT
Schäden durch Kondenswasser
Wenn die Ständerwicklung feucht ist, dann sinkt der Isolationswiderstand der
Ständerwicklung. Die Folge sind Spannungsüberschläge, durch die die Wicklung zerstört
werden kann. Außerdem kann sich durch Kondenswasser Rost im Maschineninneren
bilden.
Asynchronmotoren 1PH7
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27
Einsatzvorbereitung
4.2 Transport und Einlagerung
28
Asynchronmotoren 1PH7
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5
Montage
5.1
Aufstellen
VORSICHT
Temperaturempfindliche Teile
An Gehäusebauteilen elektrischer Motoren können hohe Temperaturen bis über 100 °C
auftreten. Temperaturempfindliche Teile wie z. B. Leitungen etc. können durch direkten
Kontakt mit dem Motorgehäuse beschädigt werden.
Achten Sie bei der Anordnung temperaturempfindlicher Teile darauf, dass diese nicht am
Motorgehäuse anliegen.
VORSICHT
Wellenende
Die Aufstellung und Montage des Motors muss ohne Schläge und Druck auf das
Wellenende erfolgen.
Hinweis
Beachten Sie die Technischen Daten auf den Schildern am Motorgehäuse.
Aufstellung des Motors
● Leistungsschildangaben sind hinsichtlich Bauform und Schutzart zu beachten und
Übereinstimmung mit den Verhältnissen am Einbauort zu prüfen.
● Die zulässigen Radial- und Axialkräfte sind dem Projektierungshandbuch zu entnehmen.
● Übereinstimmung mit den Bedingungen (Temperatur, Aufstellhöhe) am Montageort
prüfen.
● Wellenende gründlich von Korrosionsschutzmitteln befreien (handelsübliche
Lösungsmittel verwenden).
● Gleichmäßige Auflage der Flansch- oder Fußbefestigung beachten. Es sind keine
Verspannungen zulässig.
● Bei vertikaler Aufstellung mit Wellenende nach oben sicherstellen, dass keine Flüssigkeit
in das obere Lager eindringen kann.
● Abtriebselemente von Hand drehen. Bei Schleifgeräuschen die Ursache beseitigen oder
an den Hersteller wenden.
● Eingeschraubte Hebeösen sind nach dem Aufstellen fest anzuziehen oder zu entfernen.
● Luftgekühlte Motoren müssen so aufgestellt werden, dass die Kühlluft ungehindert zuund abströmen kann und der Mindestabstand s der Zu- und Abluftöffnungen zu
Asynchronmotoren 1PH7
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29
Montage
5.2 Befestigung
benachbarten Bauteilen eingehalten wird (siehe Kapitel "Kühlung", Bild
"Mindestabstand"). Erwärmte Luft darf nicht wieder angesaugt werden.
ACHTUNG
Die zum Festschrauben des Motors abgenommenen Abdeckungen bei luftgekühlten
Motoren müssen vor Inbetriebnahme wieder angebracht werden.
Bild 5-1
5.2
Abdeckung für Fußbefestigung (1)
Befestigung
Voraussetzung für einen ruhigen, erschütterungsfreien Lauf ist die Fundamentgestaltung
nach DIN 4024, genaues Ausrichten der Maschine sowie korrekte Auswuchtung der auf das
Wellenende aufzuziehenden Teile.
Befestigung über Motorenfüße (Fußbefestigung)
Die Auflageflächen der Maschinenfüße müssen in einer Ebene liegen. Legen Sie zum
Ausrichten der Maschine gegebenenfalls dünne Bleche unter die Maschinenfüße, um ein
Verspannen der Maschine zu vermeiden. Die Anzahl der Beilagen soll möglichst gering sein,
verwenden Sie darum möglichst wenig gestapelte Beilagen.
30
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Montage
5.2 Befestigung
Befestigung über Flansch (Flanschbefestigung)
ACHTUNG
Durch das Befestigen des Motors über Flansch entsteht ein schwingungsfähiges System
mit spezifischen Anbaueigenfrequenzen. Diese können im Betrieb zu überhöhten
Schwingungen führen. Gegenmaßnahmen: Motor auf NDE zusätzlich unterstützen.
Der Motor darf dabei nicht verspannt werden.
Bei AH 100 bis 160 ist in der Bauform IM B35 nur eine Flanschmontage mit
Zylinderschrauben möglich.
Anziehdrehmomente
Tabelle 5- 1
Anziehdrehmomente bei Fuß- und Flanschbefestigung
Befestigungsart
Schraube
ISO 4017
Scheibe ISO 7092
Anziehdrehmoment ± 10 % [Nm]
Fußbefestigung
M10
10 (d2 = 18)
42
Flanschbefestigung
M16
16 (d2 = 28)
165
Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 oder höher verwenden
Ausrichtgenauigkeit für Kupplungsabtrieb
Die maximale Koaxialität der Wellen von Motor und Arbeitsmaschine beträgt im
Durchmesser 0,05 mm.
Asynchronmotoren 1PH7
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31
Montage
5.3 Abtriebselemente aufziehen
5.3
Abtriebselemente aufziehen
Wuchtung
Die Läufer sind dynamisch ausgewuchtet. Standardmäßig sind die Motoren mit glatter Welle
ausgeführt. Bei Wellenenden mit Passfedern ist die Wuchtart auf DE des Wellenendes wie
folgt gekennzeichnet:
● Kennzeichen "H" bedeutet Halfkey = Wuchtung mit halber Passfeder
● Kennzeichen "F" bedeutet Fullkey = Wuchtung mit ganzer Passfeder
Abtriebselemente aufziehen
● Achten Sie auf richtige Wuchtart des Abtriebselementes. Die Abtriebselemente müssen
in Auswuchtgütestufe G2,5 nach ISO 1940 gewuchtet sein. Darüber hinausgehende
umlaufende Kräfte sind unzulässig.
● Ist das Abtriebselement bei Wuchtart "H" kürzer als die Passfeder, muss der aus
Wellenkontur und Abtriebselement herausragende Teil der Passfeder abgearbeitet
werden. Damit bleibt die Wuchtgüte erhalten.
● Ziehen Sie die Abtriebselemente nur mit geeigneter Vorrichtung auf und ab
– Gewindebohrung im Wellenende benutzen (Stirnseite)
– Abtriebselement bei Bedarf erwärmen
– Beim Abziehen Zwischenscheibe zum Schutz der Zentrierung im Wellenende
benutzen
WARNUNG
Berührungsschutz der Abtriebselemente
Achten Sie auf die allgemein erforderlichen Maßnahmen für den Berührungsschutz
der Abtriebselemente.
Bild 5-2
32
Auf- und Abziehen von Abtriebselementen; A = Zwischenscheibe (Schutz der
Zentrierung im Wellenende)
Asynchronmotoren 1PH7
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Montage
5.4 Rüttelfestigkeit
Motor ohne Abtriebselement
WARNUNG
Passfeder kann herausgeschleudert werden
Die Passfedern sind nur gegen Herausfallen während des Transportes gesichert. Wenn ein
Motor kein Abtriebselement besitzt, kann die Passfeder im Betrieb herausgeschleudert
werden.
Tod oder schwere Körperverletzung kann die Folge sein.
Beim Betreiben eines Motors mit Wuchtart H ohne Abtriebselement kommt es zu einer
Unwuchtschwingung.
5.4
Rüttelfestigkeit
Das Systemschwingungsverhalten am Einsatzort, bedingt durch Abtriebselemente,
Anbauverhältnisse, Ausrichtung und Aufstellung sowie durch Einflüsse von
Fremdschwingungen, kann zur Erhöhung der Schwingwerte am Motor führen.
Unter Umständen kann ein komplettes Auswuchten des Läufers mit dem Abtriebselement
erforderlich sein.
Mit Rücksicht auf eine einwandfreie Funktion und eine lange Lebensdauer sollen die
angegebenen Schwingwerte in Anlehnung an ISO 10816 an den angegebenen
Messpunkten des Motors nicht überschritten werden. Als Messpunkt sind die
Einschraubstellen der Hebeösen definiert. Hier können bei Bedarf die nötigen
Messaufnehmer eingeschraubt werden. Auf eine feste Verbindung der Messaufnehmer mit
dem Motor ist zu achten.
Tabelle 5- 2
Maximal zulässige radiale Schwingwerte 1)
Schwingfrequenz
Schwingwerte
< 6,3 Hz
Schwingweg s ≤ 0,16 mm
6,3 - 250 Hz
Schwinggeschwindigkeit veff ≤ 4,5 mm/s
> 250 Hz
Schwingbeschleunigung a ≤ 10 m/s2
Tabelle 5- 3
Maximal zulässige axiale Schwingwerte1)
Schwinggeschwindigkeit
Schwingbeschleunigung
veff = 4,5 mm/s
apeak = 2,25 m/s2
1)
Beide Werte müssen gleichzeitig eingehalten werden
Asynchronmotoren 1PH7
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33
Montage
5.4 Rüttelfestigkeit
Bild 5-3
Maximal zulässige Schwinggeschwindigkeit unter Einbeziehung von Schwingweg und
Schwingbeschleunigung
Bei einer nicht periodischen Impuls- oder Stoßbeanspruchung darf das Zeitsignal der
Schwingbeschleunigung 10 m/s² nicht überschreiten.
Zur Bewertung der Schwinggeschwindigkeit muss die Messausrüstung den Anforderungen
von ISO 2954 genügen. Die Bewertung der Schwingbeschleunigung muss als Peak-Wert im
Zeitbereich und im Frequenzband von 10 bis 2000 Hz erfolgen.
Sofern nennenswerte Schwingungsanregungen über 2000 Hz (z. B.
Zahneingriffsfrequenzen) erwartet werden können, muss der Messbereich entsprechend
angepasst werden. Die zulässigen Maximalwerte ändern sich dadurch nicht.
Hinweis
Ein Dauerbetrieb in der Anbaueigenfrequenzen des Systems sollte vermieden werden, da
dies i.d.R. zu einer Überschreitung der zulässigen Schwingwerte und damit zur
Beschädigung des Systems führt. Zur Verringerung der Schwingungen können am Flansch
angebaute Motoren auf NDE abgestützt werden.
34
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
6
Anschluss
6.1
Elektrischer Anschluss
6.1.1
Sicherheitshinweise
GEFAHR
Stromschlaggefahr
Alle Elektroarbeiten nur bei Motorstillstand ausführen! Dies gilt auf für Nebenstromkreise
(z. B. Fremdlüfteraggregat).
Für Montagearbeiten an Umrichter und Stecker nur qualifiziertes Personal einsetzen!
Vorschriften für Arbeiten in elektrotechnischen Anlagen einhalten!
Sicherheitsregeln für das Arbeiten in elektrischen Anlagen nach EN 50110-1
(DIN VDE 0105-100):
● Nur im spannungslosen Zustand arbeiten.
● Freischalten.
● gegen Wiedereinschalten sichern.
● Spannungsfreiheit feststellen.
● Erden und Kurzschließen.
● Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.
● Freigabe zur Arbeit.
● Schutzleiter anschließen!
GEFAHR
Stromschlaggefahr
Die Isolierfolie im Klemmenkasten dient zum Schutz gegen Spannungsüberschlag zum
Deckel und darf deshalb nicht entfernt werden!
VORSICHT
Elektrostatisch gefährdete Bauelemente
Die DRIVE-CLiQ-Schnittstelle enthält elektrostatisch gefährdete Bauteile. Das Berühren der
Anschlüsse mit elektrostatisch aufgeladenen Händen oder Werkzeugen kann zu
Funktionsstörungen führen.
Beachten Sie die EGB-Schutzmaßnahmen.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
35
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.2
Kabeleinführung und -verlegung
● Wählen Sie die Anschlussleitungen unter Berücksichtigung der Bemessungsstromstärke
und der anlageabhängigen Bedingungen wie z. B. Umgebungstemperatur, Verlegungsart
usw. nach IEC / EN 60364-5-52 und IEC / EN 60204-1 aus.
● Verwenden Sie EMV-Kabelverschraubungen für fest verlegte Einführungen.
● Verwenden Sie abgeschirmte Leitungen, deren Schirm über EMV-Kabelverschraubungen
großflächig mit dem Klemmenkasten der Maschine leitend verbunden wird.
● Ordnen Sie freiliegende Anschlussleitungen im Klemmenkasten so an, dass der
Schutzleiter mit Überlänge verlegt ist und die Isolation der Leitungsadern nicht
beschädigt werden kann.
● Leitungsenden nur so weit abisolieren, dass die Isolierung bis Kabelschuh, Klemme oder
Aderendhülse reicht.
● Größe der Kabelschuhe bzw. der Aderendhülsen den Abmessungen der
Klemmbrettanschlüsse und dem Querschnitt der Netzleitung anpassen, ggf. mit
parallelen Anschlussleitungen arbeiten
● Das Innere des Klemmkastens bzw. des Steckers muss sauber und frei von
Leitungsresten und Feuchtigkeit sein.
● Alle Schraubverbindungen der elektrischen Anschlüsse (Klemmenbrettanschlüsse, außer
Klemmleisten) nach vorgegebenen Anziehdrehmoment anziehen:
Tabelle 6- 1
Anziehdrehmomente
Gewinde-∅
M4
M5
M6
M8
M10
M12
Anziehdrehmoment [Nm]
0,8 ... 1,2
1,8 ... 2,5
2,7 ... 4
5,5 ... 8
9 ... 13
... 40
● Sowohl beim Anschließen wie auch beim evtl. Umsetzen innerer Verbindungsleitungen
ist auf die Einhaltung der Mindestluftstrecken zu achten
– maximale Klemmenspannung < 600 V → Mindestluftstrecke 5,5 mm
– maximale Klemmenspannung < 1000 V → Mindestluftstrecke 8 mm
● Abstehende Drahtenden vermeiden.
● Unbenutzte Kabeleinführungen verschließen und Verschlusselemente fest und dicht
einschrauben.
● Dichtungen und Dichtflächen des Klemmenkastens bzw. Stecker prüfen, damit Schutzart
eingehalten wird.
● Anschlussleitungen mit Verdreh-, Zug- und Schubentlastung sowie Knickschutz
versehen. Dauerkräfte auf die Stecker sind nicht zulässig
● Codiernut der Steckverbindung muss jeweils fluchtend in den Buchsenstecker eingeführt
werden. Die Überwurfmutter muss von Hand bis zum Anschlag fest angezogen sein.
● Die Isolierfolie im Klemmenkasten muss vorhanden sein.
● Sicherstellen, das Kontaktierung der Leitungsschirme gegeben ist.
36
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
Strombelastbarkeit für Leistungs- und Signalleitungen
Die Strombelastbarkeit PVC/PUR-isolierter Kupferleitungen ist für die Verlegearten B1, B2
und C unter Dauerbetriebsbedingungen in der Tabelle in Bezug auf eine
Umgebungstemperatur der Luft von 40 °C angegeben. Für andere Umgebungstemperaturen
müssen die Werte mit den Faktoren aus der Tabelle "Derating-Faktoren" berichtigt werden.
Tabelle 6- 2
Leitungsquerschnitt und Strombelastbarkeit
Querschnitt
Strombelastbarkeit effektiv; AC 50/60 Hz oder DC bei Verlegeart
[mm2]
B1 [A]
B2 [A]
C [A]
4,3
4,4
Elektronik (nach EN 60204-1)
0,20
-
0,50
-
7,5
7,5
0,75
-
9
9,5
Leistung (nach EN 60204-1)
1,50
13,5
13,1
15,2
2,50
18,3
17,4
21
4
24
23
28
6
31
30
36
10
44
40
50
16
59
54
66
25
77
70
84
35
96
86
104
50
117
103
125
70
149
130
160
95
180
165
194
120
208
179
225
Leistung (nach IEC 60364-5-52)
150
-
-
344
185
-
-
392
> 185
Werte sind der Norm zu entnehmen
Tabelle 6- 3
Derating-Faktoren für Leistungs- und Signalleitungen
Umgebungstemperatur der Luft [°C]
Derating-Faktor nach EN 60204-1, Tabelle D1
30
1,15
35
1,08
40
1,00
45
0,91
50
0,82
55
0,71
60
0,58
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
37
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.3
Schaltplan
Die Angaben zu Schaltung und Anschluss der Motorenwicklung finden Sie im Schaltplan.
Der Schaltplan ist am Klemmenkastendeckel angebracht.
/
6XSSO\
/
/
8 9 :
0
8
8
9
9
0RWRU
Bild 6-1
:
:
%UDNH
(QFRGHU
0RWRU
%' %'
Schaltbild
ACHTUNG
Kabelabgangsrichtung
Unsachgemäße Änderung der Kabelabgangsrichtung führt zu Schäden an den
Anschlussleitungen und ist somit untersagt. Eine Änderung führt zu einem Verlust der
Gewährleistungsansprüche.
38
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.4
Klemmenkasten
● Klemmenbelegung im Klemmenkasten wie im nachstehenden Bild ausführen
● Schutzleiter anschließen
● Kabelschuhe nach DIN 46234 verwenden
● Isolierstreifen nicht entfernen
● Klemmenkastendeckel wieder anschrauben (Anziehdrehmoment 5 Nm)
3
1
2
4
5
1
Klemmleiste
4
Anziehdrehmoment beachten
2
Schutzleiter
5
Hauptklemmen
3
Isolierfolie
Bild 6-2
Klemmenkasten
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
39
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.5
Daten für den elektrischen Anschluss
Tabelle 6- 4
Motoren 1PH7, AH 100 - 160
Typ
Hauptklemmen
Anzahl x Größe
Schutzleiteranschluss
1) ab 35
6.1.6
mm2
1PH710x
1PH713x
1PH716x
6 x M5
6 x M6
6 x M6
Anziehdrehmoment
1,8 ... 2,5 Nm
2,7 ... 4 Nm
2,7 ... 4 Nm
max. Leiterquerschnitt
25 mm2
35 mm2
50 mm2
max. Belastbarkeit
(nach DIN EN 60204-1)
67 A
83 A
123 A 1)
Größe
M5
M6
M6
Kabelschuhbreite max.
12 mm
15 mm
15 mm
nur Isolationsart C nach DIN EN 60204-1
Motoren mit DRIVE-CLiQ-Schnittstelle
Motoren für das Antriebssystem SINAMICS sind mit einem internen Sensor Module
ausgestattet, welche die Geber- und Temperaturauswertung sowie ein elektronisches
Typenschild beinhaltet. Dieses Sensor Module ist anstelle des Signalsteckers montiert und
hat eine 10-polige RJ45plus-Buchse. Diese wird als DRIVE-CLiQ-Schnittstelle bezeichnet.
Die Pinbelegung ist unabhängig vom motorinternen Geber. Das Sensor Module ist um ca.
180° drehbar. Das typ. Verdrehmoment beträgt 4 bis 8 Nm. Das Sensor Module darf nur von
Hand gedreht werden. Der Einsatz von Rohrzange, Hammer etc. ist nicht zulässig.
ACHTUNG
Das Sensor Module hat direkten Kontakt zu elektrostatisch gefährdeten Bauteilen. Die
Anschlüsse dürfen nicht mit den Händen oder Werkzeugen berührt werden, welche
elektrostatisch aufgeladen sein könnten.
Die Signalverbindung zwischen Motor und Motor Module erfolgt über eine MOTIONCONNECT DRIVE-CLiQ-Leitung. Der Stecker der MOTION-CONNECT DRIVE-CLiQLeitung muss soweit aufgesteckt werden, bis die Schnappfedern einrasten.
40
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
*HEHUDQELQGXQJ¾EHU'5,9(&/L4
'5,9(&/L4
[9'&6WURPYHUVRUJXQJ
['5,9(&/L46LJQDOOHLWXQJ
0RWRU
0RGXOH
(
0
a
˽
/HLVWXQJVOHLWXQJ
6,1$0,&66
0RWRU
Bild 6-3
Geberanbindung mit DRIVE-CLiQ
'5,9(&/L4
Bild 6-4
Motor 1PH7 mit DRIVE-CLiQ-Schnittstelle
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
41
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.7
Verdrehen des Sensor Moduls
Das Sensor-Modul ist auf NDE an den Anschlusskasten des Motors montiert. Die Motoren
werden mit einer rechten Kabelabgangsrichtung des Sensor Moduls ausgeliefert
(Transportlage, siehe Abbildung). Um die Abgangsrichtung zu ändern, kann das SensorModul gedreht werden. Es ist um ca. 320 ° drehbar. Das Verdrehmoment beträgt 4 ... 8 Nm.
ACHTUNG
Das Sensor-Modul nur von Hand verdrehen, der Einsatz von Rohrzange, Hammer und
dergleichen ist nicht zulässig.
Unsachgemäße Änderung der Kabelabgangsrichtung führt zu Schäden an den
Anschlussleitungen. Der zulässige Verdrehbereich darf nicht überschritten werden. Es sind
nur maximal zehn Änderungen des Verdrehwinkels des Sensor-Moduls innerhalb des
Verdrehbereichs zulässig!
r
Bild 6-5
Verdrehbereich
WARNUNG
Der Motor darf nicht am Sensor-Modul angehoben bzw. transportiert werden.
WARNUNG
Das Sensor-Modul enthält motor- und geberspezifische Daten sowie ein elektronisches
Typenschild, deshalb darf das Sensor Module nur am Ursprungsmotor betrieben werden
und nicht an andere Motoren angebaut oder durch Sensor Module anderer Motoren ersetzt
werden
42
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.8
Motoren ohne DRIVE-CLiQ-Schnittstelle
Bei Motoren ohne DRIVE-CLiQ-Schnittstelle wird der Drehzahlgeber und der
Temperaturfühler über einen Signalstecker angeschlossen.
Motoren ohne DRIVE-CLiQ benötigen beim Betrieb am SINAMICS S120 ein Sensor Module
Cabinet-mounted. Der Motor wird über die Signalleitung mit dem Sensor Module Cabinetmounted verbunden. Das Sensor Module Cabinet-mounted wird mit dem Motor Module über
eine MOTION-CONNECT DRIVE-CLiQ-Leitung verbunden.
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0RWRU
Bild 6-6
Geberanbindung ohne DRIVE-CLiQ
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5-B;53
5-B7;1
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39
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˽
Bild 6-7
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73 :+
5
:+
5 %1
DRIVE-CLiQ Pinbelegung
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
43
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
$EVROXWHHQFRGHU(Q'DW65
,QFUHPHQWDOHQFRGHU
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5
5
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Bild 6-8
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FORFN
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5
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5
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5
$
5
5
$
Signalanschluss, Ansicht auf Steckerpins
Zum Verdrehen des Winkelsteckers kann der passende Buchsenstecker verwendet werden.
Den Buchsenstecker komplett aufschrauben, um Beschädigungen der Stiftkontakte zu
vermeiden.
6.1.9
Anschließen des Temperaturfühlers
Der Temperaturfühler ist zusammen mit dem Drehzahlgebersignal auf den Signalstecker
aufgelegt.
44
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.10
Anschließen des Erdungsleiters
Der Erdungsleiterquerschnitt des Motors muss mit den Errichtungsbestimmungen, z. B. nach
IEC / EN 60204-1, übereinstimmen. Der Erdungsleiter wird im Klemmenkasten
angeschlossen.
Erdungsleiter anschließen
Potenzialausgleich
Der interne Potenzialausgleich zwischen der Erdungsklemme im Klemmenkastengehäuse
und dem Motorgehäuse wird über die Befestigungsschrauben des Fremdlüfters hergestellt.
Die Kontaktstellen unter den Schraubenköpfen sind blank und gegen Korrosion geschützt.
Für den Potenzialausgleich zwischen Klemmenkastendeckel und Klemmenkastengehäuse
genügen die normalen Deckel-Befestigungsschrauben.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
45
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
6.1.11
Anschließen des Fremdlüfters
Der Lüfteranschluss befindet sich im Motorklemmenkasten.
Beachten Sie die nachfolgenden Anschlusshinweise:
● Verwenden Sie nur Leitungen, die den vorgeschriebenen Installationsvorschriften
hinsichtlich Spannung, Strom, Isolationsmaterial und Belastbarkeit entsprechen.
● Versichern Sie sich, bevor Sie das Gerät anschließen, dass die Netzspannung mit der
Gerätespannung übereinstimmt.
● Überprüfen Sie, ob die Daten auf dem Lüftertypenschild mit den Anschlussdaten
übereinstimmen.
● Öffnen Sie den Klemmenkasten und führen Sie die Leitungen (nicht im Lieferumfang
enthalten) in den Klemmenkasten.
● Anschlussleitungen dürfen keiner unzulässigen Zugbeanspruchung ausgesetzt sein.
● Schließen Sie den Schutzleiter (PE) an.
● Schließen Sie die weiteren Leitungen an die jeweilige Klemme an (siehe
Anschlussbilder).
ACHTUNG
Um das Gerät vor Feuchtigkeit zu schützen muss auf die Verwendung von geeigneten
Leitungen an der Anschlussverschraubung am Anschlusskasten, sowie auf die
ordnungsgemäße und vollständige Montage des Anschlusskastendeckels geachtet
werden. Es darf kein Wasser entlang der Leitungen in den Anschlusskasten dringen.
:
Bild 6-9
8
9
3(
Anschluss Fremdlüfter im Klemmenkasten
Hinweis
Wurde der Motor mit Leistungsstecker bestellt, ist der Fremdlüfteranschluss (bei Motoren mit
Fremdbelüftung) mit Leistungsstecker der Größe 1 ausgeführt.
46
Asynchronmotoren 1PH7
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Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
VORSICHT
Zum Schutz des Lüfters vor unsachgemäßen Betrieb (Blockierschutz) muss ein geeigneter
Motorschutzschalter mit der Möglichkeit allpoliger Abschaltung angebracht werden. Der
Betrieb des Lüfters ist über diesen Motorschutzschalter zu realisieren.
Es ist eine Schutzschaltung vorzusehen, die das Einschalten der Hauptmaschine
verhindert, wenn das Lüfteraggregat nicht in Betrieb ist.
6.1.12
Anschließen an einen Umrichter
Auswahl und Anschluss des Kabels
Verwenden Sie für den Anschluss des Motors an einen Umrichter Motion-Connect-Leitungen
oder geschirmte Verbindungsleitungen. Das aus möglichst vielen Einzelleitern aufgebaute
Schirmgeflecht muss eine gute elektrische Leitfähigkeit besitzen. Geflochtene Schirme aus
Kupfer oder Aluminium sind gut geeignet.
Der Schirmanschluss erfolgt beidseitig am Motor und Umrichter, ungeschirmte Kabelenden
sind möglichst kurz zu halten.
Führen Sie die Kontaktierung für eine gute Ableitung der hochfrequenten Ströme großflächig
aus, als 360°-Kontaktierung am Umrichter und am Motor z. B. mittels EMVVerschraubungen an den Kabeleinführungen.
6.1.13
Umrichterbetrieb am geerdeten Netz
Paralleler Schutzleiter
Bei Umrichtern mit Strombegrenzung ohne Erdschlussüberwachung können im Falle eines
ausgangsseitigen Erdschlusses Schutzleiterströme bis zum 1,7-fachen des
Außenleiterstromes auftreten. Sowohl die Schutzleiter normal dimensionierter mehradriger
Anschlussleitungen als auch die Schutzleiter-Anschlussstellen normaler Klemmenkästen
sind hierfür nicht geeignet.
● Verlegen Sie einen ausreichend dimensionierten parallelen Schutzleiter.
● Schließen Sie den parallelen Schutzleiter an der am Motorgehäuse angeordneten
Erdungsklemme an.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
47
Anschluss
6.1 Elektrischer Anschluss
48
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Inbetriebnahme
7.1
7
Maßnahmen vor der Inbetriebnahme
Überprüfen Sie vor Inbetriebnahme der Anlage, dass die Anlage fachgerecht montiert und
angeschlossen ist. Das Antriebssystem ist entsprechend der Betriebsanleitung des Umbzw. Wechselrichters in Betrieb zu nehmen.
Berücksichtigen Sie die Inbetriebnahmeanleitung des Umrichters (z. B. SIMODRIVE,
MASTERDRIVES, SINAMICS). Aufgrund der hohen Dynamik des Motors, sind bei der
Inbetriebnahme die anlagespezifischen Gegebenheiten unbedingt zu beachten!
Hinweis
Die folgende Auflistung kann nicht vollständig sein. Weitere Prüfungen sind gegebenenfalls
entsprechend den besonderen anlagespezifischen Verhältnissen zusätzlich erforderlich.
VORSICHT
Verbrennungsgefahr!
An den Motoren können hohe Oberflächentemperaturen von über 100 °C auftreten.
Es dürfen dort keine temperaturempfindlichen Teile, wie z. B. normale Leitungen oder
elektronische Bauteile, anliegen oder befestigt werden.
Bei Bedarf Berührungsschutzmaßnahmen vorsehen.
Mechanischer Anschluss
● Alle Berührungsschutzmaßnahmen für bewegte und Spannung führende Teile sind
durchgeführt.
● Der Motor ist ordnungsgemäß montiert und ausgerichtet.
● Der Läufer kann ohne anzustreifen gedreht werden.
● Die Betriebsbedingungen stimmen mit den vorgesehenen Daten gemäß Schildangaben
überein.
● Alle Befestigungsschrauben, Verbindungselemente und elektrischen Anschlüsse sind fest
angezogen und richtig ausgeführt.
● Die Abtriebelemente haben je nach Art die richtigen Einstellbedingungen, z. B.
– Kupplungen sind ausgerichtet und ausgewuchtet.
– Die Riemenspannung ist bei Riemenantrieb richtig eingestellt.
– Zahnflanken- und Spitzenspiel bei Zahnradabtrieb, sowie Radialspiel sind richtig
eingestellt.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
49
Inbetriebnahme
7.1 Maßnahmen vor der Inbetriebnahme
Elektrischer Anschluss
● Der Motor ist entsprechend der vorgegebenen Drehrichtung angeschlossen.
● Die Mindest-Isolationswiderstände sind eingehalten.
● Die Erdungsverbindungen und die Potenzialausgleichsverbindungen sind
ordnungsgemäß hergestellt.
● Vorhandene Bremsen funktionieren einwandfrei.
● Bei Betrieb am Umrichter wird die angegebene Grenzdrehzahl nmax nicht überschritten.
VORSICHT
Ein Überschreiten der Drehzahl nmax kann zu Schäden an Lagern, Kurzschlussringen,
Presssitzen usw. führen. Durch eine entsprechend ausgelegte Steuerung oder aktivierte
Drehzahlüberwachung im Antriebssystem ist sicherzustellen, dass keine höheren
Drehzahlen angesteuert werden.
Überwachungseinrichtungen
● Durch entsprechend ausgelegte Steuerung und Drehzahlüberwachung ist sichergestellt,
dass keine höheren Drehzahlen, als die auf dem Leistungsschild zugelassenen,
angesteuert werden.
● Die eventuell vorhandenen Zusatzeinrichtungen für die Motorenüberwachung sind
ordnungsgemäß angeschlossen und funktionsfähig.
Kühlung (Fremdbelüftung)
Vor der Inbetriebnahme müssen alle sicherheitstechnisch und funktional relevanten Details
überprüft werden. Hierzu wird im Folgenden in Form einer Aufzählung eine kurze
Hilfestellung gegeben, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Bei Fremdbelüftung sind Funktion und Drehrichtung des Lüfters ordnungsgemäß.
Vergleich der Daten der Fremdbelüftungseinheit mit den Anschlussdaten. Die
Fremdbelüftungseinheit darf nicht angeschlossen werden, wenn die Anschlussdaten von den
Daten der Fremdbelüftungseinheit in der Art abweichen, dass daraus eine Überlastung
resultiert.
Überprüfung der elektrischen Installation (z. B. der Anbringung des Schutzleiters) der
Fremdbelüftungseinheit inklusive Zubehör.
Überprüfung der Montage und der elektrischen Installation von sicherheitsrelevanten
Bauteilen wie beispielsweise Motorschutzschaltern, Schutzgittern und dergleichen.
Prüfen, ob alle Dichtungen am Klemmenkasten geeignet abgedichtet sind.
Entfernung von Teilen, die sich im Förderbereich des Ventilators bzw. im Bereich des
Ventilatorflügels befinden.
Auf dem Lüfterleistungsschild ist ein Pfeil angebracht der die richtige Drehrichtung des
Ventilators anzeigt. Beim Anlaufen des Ventilators kann so die Drehrichtung visuell
festgestellt werden. Diese muss mit der Richtung des Pfeils auf dem Lüfterleistungsschild
übereinstimmen.
50
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Inbetriebnahme
7.2 Probelauf durchführen
Bremse (optional)
Bei einem Motor mit Bremse ist zu prüfen, ob diese durch eine angelegte Betriebsspannung
geöffnet wurde.
Wälzlager
Wurde der Motor unter günstigen Bedingungen, also in einem trockenen, staub- und
erschütterungsfreien Raum, länger als 3 Jahre eingelagert, müssen die Lager ausgetauscht
werden.
ACHTUNG
Ungünstige Bedingungen
Wurde der Motor unter ungünstigen Bedingungen eingelagert, ist der Lagerwechsel bereits
nach ca. 18 Monaten erforderlich.
7.2
Probelauf durchführen
WARNUNG
Bei Fremdbelüftung Ansauggefahr
Am Lufteinlass besteht Ansauggefahr z. B. Haare, Krawatten, lose Gegenstände
usw. Es sind geeignete Schutzmassnahmen seitens des Betreibers zu treffen.
Krawatten ablegen, Haarnetz tragen, Ansaugbereich freihalten usw.
WARNUNG
Gefährdung durch rotierende Läufer!
Abtriebselemente mit Berührungsschutz sichern! Passfeder (sofern vorhanden) gegen
Herausschleudern sichern!
ACHTUNG
Haltebremse
Die Bremse ist nur bedingt für Notstopps (Stromausfall, Not-Aus) ausgelegt. Der Einsatz
als Arbeitsbremse ist nicht zulässig. Nach Abschalten des Motors Wirkung als
Haltebremse.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
51
Inbetriebnahme
7.3 Prüfung des Isolationswiderstandes
7.3
Prüfung des Isolationswiderstandes
Nach längerer Lagerungs- oder Stillstandzeit muss der Isolationswiderstand der Wicklungen
gegen Masse mit Gleichspannung ermittelt werden.
WARNUNG
Arbeiten an Starkstromanlagen dürfen nur von fachkundigem Personal durchgeführt
werden. Beachten Sie vor Beginn der Messung des Isolationswiderstandes die
Bedienungsanleitung des verwendeten Isolationsmessgerätes.
WARNUNG
Gefährliche Spannung
Die Klemmen haben bei der Messung, sowie unmittelbar nach der Messung, teilweise
gefährliche Spannungen. Beim Berühren Spannung führender Teile können Tod und
schwere Körperverletzung die Folge sein.
Berühren Sie die Klemmen nicht bei oder unmittelbar nach der Messung.
Stellen Sie bei angeschlossenen Netzleitungen sicher, dass keine Netzspannung angelegt
werden kann.
● Messen Sie den Isolationswiderstand der Wicklung gegen das Maschinengehäuse
grundsätzlich nur bei einer Wicklungstemperatur von 20 ... 30 °C.
● Warten Sie bei der Messung ab, bis der Endwert des Widerstandes erreicht ist, dies
dauert ca. eine Minute.
Grenzwerte
Die folgende Tabelle gibt die Messspannung sowie die Grenzwerte für den MindestIsolationswiderstand und den kritischen Isolationswiderstand bei einer
Bemessungsspannung UN der Maschine von UN < 2 kV an.
Tabelle 7- 1
Isolationswiderstand der Ständerwicklung bei 25 °C
Bemessungsspannung UN < 2 kV
Messspannung
500 V (mind. 100 V)
Mindest-Isolationswiderstand bei neuen, gereinigten oder
instandgesetzten Wicklungen
10 MΩ
Kritischer spezifischer Isolationswiderstand nach langer
Betriebszeit
5 MΩ/kV
Beachten Sie hierbei Folgendes:
● Trockene, neuwertige Wicklungen haben Isolationswiderstände zwischen
100 ... 2000 MΩ, gegebenenfalls auch höhere Werte.
Wenn der Isolationswiderstandswert in der Nähe des Mindestwertes liegt, dann können
Feuchtigkeit und/oder Verschmutzung die Ursache sein.
● Während der Betriebszeit kann der Isolationswiderstand der Wicklungen durch Umweltund Betriebseinflüsse sinken. Der kritische Wert des Isolationswiderstandes bei einer
52
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Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Inbetriebnahme
7.4 Einschalten
Wicklungstemperatur von 25 °C ist je nach Bemessungsspannung durch Multiplikation
der Bemessungsspannung (kV) mit dem spezifischen kritischen Widerstandswert
(5 MΩ/kV) zu errechnen;
Beispiel: kritischer Widerstand für Bemessungsspannung (UN) 500 V:
500 V x 5 MΩ/kV = 2,5 MΩ
ACHTUNG
Wicklungen bei Erreichen des kritischen Isolationswiderstandes reinigen und / oder
trocknen
Wenn der kritische Isolationswiderstand erreicht oder unterschritten wird, dann müssen
die Wicklungen getrocknet bzw. bei ausgebautem Läufer gründlich gereinigt und
getrocknet werden.
Beachten Sie nach dem Trocknen gereinigter Wicklungen, dass der
Isolationswiderstand bei warmer Wicklung kleiner ist. Der Isolationswiderstand lässt sich
nur bei Messung einer auf Raumtemperatur (ca. 20 ... 30 °C) abgekühlten Wicklung
richtig beurteilen.
ACHTUNG
Gemessener Wert des Isolationswiderstandes nahe am kritischen Wert
Wenn der gemessene Wert nahe am kritischen Wert liegt, dann sollte der
Isolationswiderstand in der Folgezeit in entsprechend kurzen Intervallen kontrolliert
werden.
Die Werte gelten für die Messung bei einer Wicklungstemperatur von 25 °C.
7.4
Einschalten
Achten Sie vor dem Einschalten des Motors auf die richtige Parametrierung des
Frequenzumrichters.
Setzen Sie entsprechende Inbetriebnahme-Tools ein, wie z. B. "Drive ES" oder "STARTER".
VORSICHT
Unruhiger Lauf oder anormale Geräusche
Durch unsachgemäße Behandlung bei Transport, Lagerung oder Aufbau kann der Motor
beschädigt sein. Wenn der Motor beschädigt betrieben wird, können Schäden an der
Wicklung, an den Lagern oder Totalschaden die Folge sein.
Schalten Sie den Motor bei unruhigem Lauf bzw. anormalen Geräuschen ab und stellen Sie
beim Auslauf die Ursache fest.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
53
Inbetriebnahme
7.5 Sicherheitshinweise/Bestimmungsgemäße Verwendung
VORSICHT
Maximaldrehzahl beachten
Die Maximaldrehzahl nmax ist die höchste zulässige Betriebsdrehzahl. Die Maximaldrehzahl
ist auf dem Leistungsschild (Typenschild) angegeben.
Ein Überschreiten der Drehzahl nmax kann zu Schäden an Lagern, Kurzschlussringen,
Presssitzen usw. führen. Durch eine entsprechend ausgelegte Steuerung oder aktivierte
Drehzahlüberwachung im Antrieb ist sicherzustellen, dass keine höheren Drehzahlen
angesteuert werden.
7.5
Sicherheitshinweise/Bestimmungsgemäße Verwendung
Die 1PH7 Fremdbelüftungseinheit ist kein gebrauchsfertiges Produkt, sondern ein Gerät,
welches erst im angebauten Zustand in Betrieb genommen werden darf. Ein Betreiben in
explosionsfähiger oder mit chemischen Zusätzen verunreinigter Umgebung ist nicht zulässig.
Außerdem ist es zum Betrieb unter normalen Einsatzbedingungen, bei denen es keine
Ablagerung leitfähigen Materials gibt, vorgesehen. Der Lüftermotor ist mit Netzspannung zu
versorgen.
Die Fremdbelüftungseinheit ist dazu bestimmt, im Dauerbetrieb (S1) Umgebungsluft zu
fördern. Dabei darf die Steuerung keine extremen Schaltbetriebe zulassen. Einbau,
Inbetriebnahme und elektrische Installation dürfen nur von dafür geschultem Fachpersonal
vorgenommen werden. Zur Montage der Fremdbelüftungseinheit müssen geeignete
Befestigungsmittel verwendet werden. Der elektrische Anschluss ist nach dem
vorgegebenen elektrischen Schaltbild vorzunehmen. Die Verwendung einer
Motorschutzeinrichtung mit allpoliger Abschaltung zum Schutz gegen unsachgemäßen
Gebrauch (Blockierfall) ist sicherzustellen und die ordnungsgemäße Funktion im
eingebauten Zustand zu beurteilen. Anschlussleitungen dürfen keiner unzulässigen
Zugbeanspruchung ausgesetzt werden.
7.6
Kühlung (Fremdbelüftung)
Es muss sichergestellt sein, dass der Motor nicht ohne Inbetriebnahme des Fremdlüfters
betrieben wird.
VORSICHT
Wenn der Fremdlüfter ausfällt oder der Motor kurzfristig ohne Fremdbelüftung betrieben
wird, überhitzt der Motor. Sachschäden oder Totalschaden können die Folge sein.
Betreiben Sie den Motor nie ohne eingeschaltetem Fremdlüfter.
54
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
8
Betrieb
8.1
Sicherheitshinweise im Betrieb
WARNUNG
Abdeckungen nicht bei laufendem Motor entfernen
Rotierende oder Spannung führende Teile stellen eine Gefahr dar. Durch Entfernen der
erforderlichen Abdeckungen können Tod, schwere Körperverletzung oder Sachschäden
eintreten.
Abdeckungen, die das Berühren von aktiven oder rotierenden Teilen verhindern, die
Schutzart des Motors gewährleisten oder die zur richtigen Luftführung und damit zur
wirkungsvollen Kühlung erforderlich sind, dürfen während des Betriebes nicht geöffnet sein.
WARNUNG
Störungen im Betrieb
Veränderungen gegenüber dem Normalbetrieb, z. B. höhere Leistungsaufnahme,
Temperaturen oder Schwingungen, ungewöhnliche Geräusche oder Gerüche, Ansprechen
der Überwachungseinrichtungen usw., lassen erkennen, dass die Funktion beeinträchtigt
ist. Es kann zu Störungen kommen, die mittelbar oder unmittelbar Tod, schwere
Körperverletzung oder Sachschäden als Folge haben können.
Verständigen Sie umgehend das Wartungspersonal. Schalten Sie im Zweifelsfall unter
Beachtung der anlagenspezifischen Sicherheitsbedingungen den Motor sofort ab.
VORSICHT
Verbrennungsgefahr
Einzelne Motorenteile können Temperaturen höher als 100 °C erreichen. Bei Berührung
können Sie sich verbrennen.
Prüfen Sie vor dem Berühren die Temperatur der Teile und treffen Sie ggf. geeignete
Schutzmassnahmen.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
55
Betrieb
8.2 Störungen
8.2
Störungen
ACHTUNG
Beschädigungen an der Maschine durch Störungen
Beseitigen Sie die Störungsursache gemäß den Abhilfemaßnahmen. Beseitigen Sie auch
die an der Maschine/Motor ggf. aufgetretenen Beschädigungen.
Tabelle 8- 1
Mögliche Störungen
Störung
Störungsursache (siehe Schlüsseltabelle)
Motor läuft nicht an
A
Motor läuft schwer hoch
A
E
C
E
F
C
E
F
A
C
E
F
A
C
Brummendes Geräusch beim Anlauf
Brummendes Geräusch im Betrieb
B
Hohe Erwärmung im Leerlauf
Hohe Erwärmung bei Belastung
Hohe Erwärmung einzelner
Wicklungsabschnitte
Unruhiger Lauf
Schleifendes Geräusch, Laufgeräusche
Radiale Schwingungen
Axiale Schwingungen
56
D
I
I
E
F
J
K
L
M
N
O
O
P
R
Q
R
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Betrieb
8.2 Störungen
Tabelle 8- 2
Schlüssel Störungsursachen und Abhilfemaßnahmen
Nr.
Störungsursachen
Abhilfemaßnahmen
A
Überlastung
Belastung verringern
B
Unterbrechung einer Phase in der Zuleitung
Frequenzumrichter und Zuleitungen kontrollieren
C
Unterbrechung einer Phase in der Zuleitung nach
dem Zuschalten
Frequenzumrichter und Zuleitungen kontrollieren
D
Umrichter-Ausgangsspannung zu hoch, Frequenz zu
niedrig
Einstellungen am Frequenzumrichter überprüfen,
automatische Motoridentifikation durchführen
E
Ständerwicklung verschaltet
Schaltung der Wicklung kontrollieren
F
Windungsschluss oder Phasenschluss in der
Ständerwicklung
Wicklungswiderstände und Isolationswiderstände
ermitteln, Instandsetzung nach Rücksprache mit dem
Hersteller
I
Wärmeabfuhr durch Ablagerungen behindert
Oberfläche der Antriebe reinigen, für ungehinderte Zuund Abfuhr der Kühlluft sorgen
Zu- und/oder Abfuhr der Kühlluft durch Fremdkörper
blockiert
Blockade beseitigen, für ungehinderte Zu- und Abfuhr
der Kühlluft sorgen
Lüftermotor läuft nicht an
Lüftermotor auf Funktionalität prüfen
J
Schirmung der Motor- und/oder Geberleitung
unzureichend
Schirmung und Erdung überprüfung
K
Verstärkung des Antriebsreglers zu groß
Regler anpassen
L
Umlaufende Teile schleifen
Ursache feststellen, Teile nachrichten
M
Fremdkörper im Motorinneren
Reparatur durch Hersteller
Lagerschaden
Reparatur durch Hersteller
Unwucht des Läufers
Läufer entkoppeln und nachwuchten
N
Läufer unrund, Welle verbogen
Rücksprache mit dem Herstellerwerk
O
Mangelhafte Ausrichtung
Maschinensatz ausrichten, Kupplung überprüfen
P
Unwucht der angekuppelten Maschine
Angekuppelte Maschine nachwuchten
Q
Stöße von der angekuppelten Maschine
Angekuppelte Maschine untersuchen
R
Unruhe vom Getriebe
Getriebe in Ordnung bringen
Hinweis
Beachten Sie bei Betrieb der Maschine an einem Umrichter die Betriebsanleitung des
Frequenzumrichters beim Auftreten elektrischer Störungen.
ACHTUNG
Beschädigungen an der Maschine durch Störungen
Beseitigen Sie die Störungsursache gemäß den Abhilfemaßnahmen. Beseitigen Sie auch
die an der Maschine ggf. aufgetretenen Beschädigungen.
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57
Betrieb
8.3 Betriebspausen
8.3
Betriebspausen
Maßnahmen bei stillstehenden, betriebsbereiten Motoren
● Nehmen Sie bei längeren Betriebspausen den Motor regelmäßig, etwa einmal im Monat,
in Betrieb oder drehen Sie zumindest den Läufer durch.
● Beachten Sie vor dem Einschalten zur Wiederinbetriebnahme den Abschnitt
"Einschalten".
ACHTUNG
Schäden durch unsachgemäße Lagerung
Durch unsachgemäße Lagerung können Schäden am Motor auftreten.
Führen Sie bei längeren Betriebspausen geeignete Korrosionsschutz-, Konservierungsund Trocknungsmaßnahmen durch.
Führen Sie bei der Wiederinbetriebnahme nach langer Außerbetriebsetzung die im
Kapitel "Inbetriebnahme" empfohlenen Maßnahmen durch.
8.4
Ausschalten
Maßnahmen beim Ausschalten
● Beachten Sie beim Ausschalten die Betriebsanleitung des eingesetzten
Frequenzumrichters.
● Schalten Sie bei längeren Stillständen die Kühlwasserversorgung ab.
58
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Instandhaltung
9.1
Inspektion und Wartung
9.1.1
Sicherheitshinweise
9
Bei Unklarheiten halten Sie unter Angabe von Maschinentyp und Seriennummer
Rücksprache mit dem Hersteller, oder lassen Sie die Wartungsarbeiten von einem der
Siemens Service Center durchführen.
GEFAHR
Stromschlag beim Berühren Spannung führender Teile
Elektrische Teile stehen unter gefährlicher elektrischer Spannung. Beim Berühren dieser
Teile erhalten Sie einen Stromschlag.
Tod oder schwere Körperverletzung sind die Folge.
Stellen Sie vor Beginn jeder Arbeit an den Maschinen sicher, dass die Anlage
vorschriftsmäßig freigeschaltet ist. Achten Sie neben den Hauptstromkreisen dabei auch
auf vorhandene Zusatz- oder Hilfsstromkreise, insbesondere der Heizeinrichtung.
Beachten Sie das Kapitel "Sicherheits- und Anwendungshinweise" dieser Betriebsanleitung
und berücksichtigen Sie unbedingt die erforderlichen Fachkenntnisse bei Arbeiten an
Starkstromanlagen.
WARNUNG
Verbrennungsgefahr
An Gehäusebauteilen elektrischer Maschinen können hohe Temperaturen bis über 100 °C
auftreten.
Beim Berühren der Bauteile im Maschinenbetrieb können schwere Körperverletzungen
durch Verbrennungen die Folge sein.
Berühren Sie die Gehäusebauteile nicht während des Betriebes der Maschine oder
unmittelbar danach. Lassen Sie die Gehäusebauteile vor Beginn der Arbeiten abkühlen.
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59
Instandhaltung
9.1 Inspektion und Wartung
Sicherheitsregeln
Erfüllen Sie vor Beginn der Wartungsarbeiten unbedingt die fünf Sicherheitsregeln:
1. Freischalten
2. Gegen Wiedereinschalten sichern
3. Spannungsfreiheit feststellen
4. Erden und kurzschließen
5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
Weitere sicherheitsrelevante Maßnahmen
VORSICHT
Persönliche Schutzmaßnahmen beim Einsatz chemischer Reinigungsmittel
Chemische Reinigungsmittel können ätzend sein oder schädliche Dämpfe entwickeln.
Bei Hautkontakt oder beim Einatmen von Dämpfen können Körperverletzungen wie
Verätzungen von Haut und Atemwegen oder Hautirritationen die Folge sein.
Achten Sie beim Reinigen auf geeignete Absaugung und persönliche Schutzmaßnahmen
wie Handschuhe, Schutzbrille, Atemfilter o. ä.
Beachten Sie beim Einsatz chemischer Reinigungsmittel die Warn- und
Verwendungshinweise des zugehörigen Sicherheitsdatenblattes. Die eingesetzten
Reinigungsmittel müssen für die Bauteile der Maschine verträglich sein, insbesondere für
die Kunststoffbauteile.
VORSICHT
Persönliche Schutzmaßnahmen beim Arbeiten mit Druckluft
Beim Reinigen mit Druckluft können Staub, Metallspäne oder Reinigungsmittel aufgewirbelt
werden. Körperverletzungen können die Folge sein.
Achten Sie beim Reinigen mit Druckluft auf geeignete Absaugung und persönliche
Schutzausrüstung wie Schutzbrille, Schutzanzug, etc.
60
Asynchronmotoren 1PH7
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Instandhaltung
9.1 Inspektion und Wartung
9.1.2
Wartungsintervalle
Allgemein
Sorgfältige und regelmäßige Wartung, Inspektionen und Revisionen sind erforderlich um
Störungen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen, bevor diese zu Folgeschäden führen
können.
ACHTUNG
Inspektion bei Störungen oder außergewöhnlichen Bedingungen
Außergewöhnlichen Bedingungen oder Störungen, die eine elektrische oder mechanische
Überbeanspruchung des Drehstrommotors darstellen wie z. B. Überlastung, Kurzschluss
etc., können zu Folgeschäden an der Maschine führen.
Führen Sie bei Störungen oder außergewöhnlichen Bedingungen wie z. B. Überlastung
oder Kurzschluss etc. die Inspektionen sofort durch.
Maßnahmen, Inspektions-/Wartungsintervalle, Fristen
Da die Betriebsverhältnisse sehr unterschiedlich sind, können hier nur allgemeine Fristen bei
störungsfreiem Betrieb angegeben werden.
● Passen Sie die Wartungsintervalle ggf. an die örtlichen Gegebenheiten wie Schmutz,
Einschalthäufigkeit, Belastung, usw. an.
● Führen Sie die nachstehenden Maßnahmen nach Ablauf der Betriebsdauer-Intervalle
bzw. der Fristen entsprechend der folgenden Tabelle durch.
Tabelle 9- 1
Maßnahmen nach Betriebsdauer-Intervallen oder Fristen
Maßnahmen
Betriebsdauer-Intervalle und Fristen
Erstinspektion
nach 500 Betriebsstunden, spätestens nach 6 Monaten
Hauptinspektion
ohne Radialwellendichtringen
mit Radialwellendichtringen
ca. alle 8000 Betriebsstunden, spätestens nach 2 Jahren
ca. alle 5000 Betriebsstunden, spätestens nach 2 Jahren
Lager austauschen
nach empfohlener Lagerwechselfrist (siehe Kapitel "Lagerwechselfrist")
Radialwellendichtringe austauschen
ca. alle 5000 Betriebsstunden
Reinigen des Ventilators bei
Fremdbelüftung
je nach örtlichem Verschmutzungsgrad
9.1.3
Allgemeine Inspektionsvorgaben
Bei Inspektionen ist es in der Regel nicht nötig, den Motor zu zerlegen. Ein Zerlegen wird
erstmalig beim Erneuern der Lager erforderlich.
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61
Instandhaltung
9.1 Inspektion und Wartung
9.1.4
Erstinspektion
Die Erstinspektion erfolgt nach der Montage oder Instandsetzung des Motors.
Prüfen Sie im Lauf dass,
● die elektrischen Kenngrößen eingehalten werden,
● die Laufruhe und Laufgeräusche des Drehstrommotors sich nicht verschlechtert haben.
Beseitigen Sie umgehend Abweichungen, die bei der Inspektion festgestellt werden.
ACHTUNG
Inspektion den anlagenspezifischen Verhältnissen anpassen
Diese Auflistung kann nicht vollständig sein.
Weitere Prüfungen sind gemäß den gegebenenfalls zugeordneten Zusatzanleitungen wie
z. B. Lager, Kühler, etc. oder entsprechend den besonderen anlagenspezifischen
Verhältnissen zusätzlich erforderlich.
9.1.5
Hauptinspektion
Prüfen Sie im Lauf Folgendes:
● Die elektrischen Kenngrößen werden eingehalten.
● Die Laufruhe und Laufgeräusche der Maschine haben sich nicht verschlechtert.
Prüfen Sie im Stillstand Folgendes:
● Im Fundament sind keine Senkungen und Risse aufgetreten.
● Die Ausrichtung der Maschinen liegt in den zulässigen Toleranzen.
● Alle Befestigungsschrauben für mechanische sowie für elektrische Verbindungen sind
fest angezogen.
● Die Isolationswiderstände der Wicklungen sind ausreichend groß.
● Eine evtl. vorhandene Lagerisolierung ist gemäß der Beschilderung ausgeführt.
● Leitungen und Isolierteile sind in ordnungsgemäßem Zustand und weisen keine
Verfärbungen auf.
VORSICHT
Wenn Sie bei der Inspektion unzulässige Abweichungen feststellen, dann beseitigen Sie
diese umgehend. Schäden an der Maschine können sonst die Folge sein.
62
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
Instandhaltung
9.1 Inspektion und Wartung
9.1.6
Lagerwechselfrist
Die Lager sind Verschleißteile und müssen nach Erreichen einer bestimmten
Betriebsstundenzahl erneuert werden.
ACHTUNG
Bei Dauerbetrieb sollte die max. Dauerdrehzahl ns1 nicht überschritten werden. Die
zulässige Dauerdrehzahl ns1 ist abhängig von der Lagerung und der Achshöhe.
Achshöhe
Abtriebsart
mittlere Betriebsdrehzahl nm stat. Lagerlebensdauer
[1/min]
L10h
empfohlene
Lagerwechselfrist tLW
100
Kupplungs- oder
Riemenabtrieb
≤ 3000
≤ 2500
20000
20000
20000
20000
132
Kupplungs- oder
Riemenabtrieb
≤ 3000
≤ 2500
20000
20000
20000
20000
160
Kupplungs- oder
Riemenabtrieb
≤ 3000
≤ 2500
20000
20000
20000
20000
Tabelle 9- 2
Achshöhe
Empfohlene Lagerwechselfristen bei erhöhten Drehzahlen (Standardlagerung)
mittlere Betriebsdrehzahl nm [1/min] 1)
Empfohlene Lagerwechselfrist tLW
[h]
max. Dauerdrehzahl im S1Betrieb nS1 [1/min]
100
2500 < nm < 6000
8000
5500
132
2000 < nm < 5500
8000
4500
160
1500 < nm < 4500
8000
3700
1)
es wird ein Drehzahlspiel auch mit niedrigen Drehzahlen und Stillstand vorausgesetzt
Tabelle 9- 3
Empfohlene Lagerwechselfristen mit erhöhter Maximaldrehzahl
Achshöhe
mittlere Betriebsdrehzahl nm [1/min]
Dauerdrehzahl nS1 [1/min]
100
8000 ≤ nm ≤ 12000
nS1 ≤ 10000
132
6000 ≤ nm ≤ 10000
nS1 ≤ 8500
160
5000 ≤ nm ≤ 8000
nS1 ≤ 7000
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Instandhaltung
9.1 Inspektion und Wartung
Tabelle 9- 4
Achshöhe
Lagerausführung, Abtriebsart und Maximaldrehzahlen
Rillenkugellager
für
Lagertyp/
Motorseite
Lagerbezeichnung
max. Dauerdrehzahl im
S1-Betrieb nS1 [1/min]
max. Grenzdrehzahl 1)
[1/min]
nS1
nS1 2)
nmax
nmax 2)
100
Kupplungs- oder
Riemenabtrieb
DE
NDE
6308 C4
6208 C4
5500
10000
9000
12000
132
Kupplungs- oder
Riemenabtrieb
DE
NDE
6310 C4
6210 C4
4500
8500
8000
10000
160
Kupplungs- oder
Riemenabtrieb
DE
NDE
6312 C4
6212 C4
3700
7000
6500
8000
1)
2)
bei Durchlaufbetrieb (mit 30 % nmax, 60 % 2/3 nmax, 10 % Stillstand) für eine Spieldauer von 10 min
Ausführung für erhöhte Maximaldrehzahl
Lagerlebensdauer
Die Lagerlebensdauer wird durch die Ermüdung des Werkstoffes (Ermüdungslebensdauer)
oder durch das Versagen der Schmierung (Fettgebrauchsdauer) begrenzt. Die
Ermüdungslebensdauer (statistische Lagerlebensdauer L10h) ist hauptsächlich abhängig von
der mech. Belastung. Die Abhängigkeit wird in den Radial-/Axialkraftdiagrammen dargestellt.
Die Werte sind nach DIN/ISO 281 ermittelt.
Fettgebrauchsdauer
Die Fettgebrauchsdauer ist hauptsächlich von der Lagergröße, Drehzahl, Temperatur sowie
Schwing- und Rüttelbelastung abhängig.
Bei schwierigen Betriebsbedingungen und senkrechtem Einbau ist mit einer Reduzierung
der Fettgebrauchsdauer zu rechnen.
Bei besonders günstigen Betriebsbedingungen (geringe mittlere Drehzahl, geringe
Lagertemperaturen, geringe Radialkraft oder Schwingungsbelastung) kann sich die
Fettgebrauchsdauer verlängern.
Lebensdauerschmierung
Bei Lebensdauerschmierung ist die Fettgebrauchsdauer auf die Lagerlebensdauer L10h
abgestimmt.
64
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Instandhaltung
9.1 Inspektion und Wartung
Lagerwechselfrist tLW
Aus den oben geschilderten Zusammenhängen ergeben sich die empfohlenen
Lagerwechselfristen für einen spezifischen Betriebspunkt wie:
● Kupplungs- oder Riemenabtrieb
● waagrechte Einbaulage
● Umgebungstemperatur bis max. +40 °C
● Einhaltung der zulässigen Radial- und Axialkräfte
● Einhaltung der max. zulässigen Drehzahlen
Die angegebenen Betriebsstunden gelten für waagrechte Einbaulage,
Umgebungstemperaturen von +30 °C, Lagertemperaturen von +100 °C, und Schwingungen
gemäß der Schwinggrößenstufe R nach DIN VDE 530 Teil 14. Die mittlere Betriebsdrehzahl
nm ist bei wechselnden Motordrehzahlen abzuschätzen.
Bei besonderen Betriebsbedingungen, z. B. senkrechter Motoreinbaulage, bei
überwiegendem Betrieb oberhalb von 75 % der Grenzdrehzahl nmax, großen Schwingungsund Stoßbelastungen, häufigem Reversierbetrieb etc. reduzieren sich die
Lagerwechselfristen tLW bis zu 50 %.
Treten dauernd höhere Lagertemperaturen als +100 °C auf, ist die Lagerwechselfrist pro 15
°K Temperaturerhöhung zu halbieren.
Hinweis
Nach den angegebenen Betriebsstunden wird empfohlen die Lager auf DE und NDE zu
erneuern, jedoch spätestens nach 3 Jahren.
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65
Instandhaltung
9.1 Inspektion und Wartung
9.1.7
Reinigen des Ventilators (Fremdbelüftung)
Dieses Kapitel ist nur gültig für die Ausführung mit abnehmbarem Schutzgitter.
Der Ventilator innerhalb der Fremdbelüftungseinheit ist durch die Verwendung von
speziellen Lagerfetten wartungsfrei. Sollte eine Reinigung der Ventilatorflügel erforderlich
sein, ist Folgendes zu beachten:
GEFAHR
Abschergefahr!
Bei Wartungsarbeiten an der Fremdbelüftungseinheit (z. B. Reinigen der Ventilatorflügel)
muss der Ventilator stillstehen und der Stromkreis der Fremdbelüftungseinheit
unterbrochen und gegen Wiedereinschalten gesichert sein.
VORSICHT
Starke Krafteinwirkung vermeiden
Bei zu starker Krafteinwirkung können die Ventilatorflügel beschädigt werden.
Bei normaler Reinigung wird der Motor/Lüfter nicht vom Schutzgitter entfernt. Die
Motorbefestigungsschrauben (4 x Kreuzschlitz) und Kabelbinder nicht entfernen. Die
Reinigung des Ventilators sollte mit einem dafür geeigneten Tuch oder einer Bürste erfolgen,
ohne dass dabei Feuchtigkeit in den Innenraum des Motors gelangen kann.
Wenn das Schutzgitter vom Gehäuse entfernt und das Kabel komplett durch die Tülle
gezogen wurde, kann bei Luftrichtung (DE → NDE) zusätzlich der schwarze Druckring aus
dem Gehäuse nach vorne herausgezogen werden.
ACHTUNG
Bei der Reinigung des Druckrings keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden!
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Asynchronmotoren 1PH7
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Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2
Instandsetzung
9.2.1
Sicherheitshinweise
Qualifiziertes Personal
Inbetriebsetzung und Betrieb dieser Maschine dürfen nur von qualifiziertem Personal
vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen
Hinweise dieser Dokumentation sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte,
Systeme und Stromkreise gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu
nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.
Sicherheitsrelevante Hinweise
WARNUNG
Rotierende oder Spannung führende Teile
Rotierende oder Spannung führende Teile stellen eine Gefahr dar. Durch Entfernen der
erforderlichen Abdeckungen oder falscher Bedienung können Tod, schwere
Körperverletzung oder Sachschäden eintreten.
Stellen Sie vor Beginn der Arbeiten an dem Motor, insbesondere vor dem Öffnen von
Abdeckungen aktiver Teile sicher, dass der Motor bzw. die Anlage vorschriftsmäßig frei
geschaltet ist.
WARNUNG
Sachgemäßer Transport
Der Motor darf nur entsprechend den Transportvorschriften transportiert werden. Tod,
schwere Körperverletzung und Sachschäden können die Folge von unsachgemäßem
Transport sein.
Beachten Sie bei einem notwendigen Transport des Motors die Hinweise im Kapitel
"Transport und Einlagerung".
Asynchronmotoren 1PH7
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67
Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2.2
Demontage/Montage des Motors
Demontage
1. Bei Demontage ursprüngliche Lage der Teile zueinander markieren (z. B. mit Farbstift,
Reißnadel), um die spätere Montage zu vereinfachen.
2. Geberdemontage siehe entsprechendes Kapitel Demontage/Montage des
Drehzahlgebers.
3. Lagerschildschrauben auf NDE herausdrehen und Lagerschild auf NDE vorsichtig
abnehmen.
4. Schleuderscheibe vom Wellenbund auf DE durch Zurückschieben entfernen.
5. Läufer aus dem Motor herausziehen. Wälzlager mit geeigneter Vorrichtung abziehen.
Montage
1. Abgezogene Wälzlager nicht wiederverwenden.
2. Neue Wälzlager gleichmäßig auf 80-100 °C erwärmen und aufschieben; dabei muss
sichergestellt sein, dass der Lagerinnenring an der Wellenschulter anliegt!
3. Harte Schläge (z. B. mit einem Hammer etc.) sind zu unterlassen!
4. Motorläufer in den Ständer einführen.
5. Lagerkappe befestigen.
6. Lager mit Wellenfeder, ohne zu verkanten, in den Flansch auf NDE einsetzen und
Schrauben anziehen.
7. Schleuderscheibe (Gammaringgehäuse 9RB... ohne Dichtlippe) mit geeigneter Hülse auf
Maß x aufdrücken. Bei der Demontage beschädigte Schleuderscheiben nicht mehr
verwenden!
x
1PH710x
x = 4,5 mm
1PH713x und 1PH716x
x = 5,5 mm
Bild 9-1
Einbau Gammaring
Lagereinlauf
Nach dem Lagerwechsel sollen die Wälzlager einlaufen, damit sich das Fett gleichmäßig
verteilen kann. Hierbei sollten erstmalig die Motoren kontinuierlich von 0 bis ca. 75 % der
Grenzdrehzahl nmax innerhalb von 15 Minuten hochgefahren werden.
68
Asynchronmotoren 1PH7
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Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2.3
Demontage/Montage des Schutzringes
Der Schutzring wirkt als äußere Lagerabdichtung. Er sitzt außerhalb des Lagerschildes auf
der Welle.
Demontage
Wenn die Kupplung abgezogen ist, können Sie den Schutzring von der Welle abziehen.
Wenn der Schutzring abgezogen wird ist er verbogen und muss ersetzt werden.
Montage
Schieben Sie den Schutzring über das Wellenende auf. Achten Sie darauf, dass der äußere
Bund in einem Abstand von 1 mm zum Lagerschild aufgesetzt wird.
PP
=
=
Bild 9-2
Schutzring aufziehen
Asynchronmotoren 1PH7
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69
Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2.4
Demontage/Montage Inkrementalgeber
1
2
3
4
8.10b
DIN 913
1
Motorwelle
2
Abdrückgewinde M6
3
Geberwelle
4
Anziehdrehmoment (5-1 Nm)
Bild 9-3
Verbindung Motorwelle-Geberwelle
Demontage
1. Steckerabdeckung ausschnappen.
2. Stecker mit Signalsteckerleitung abziehen.
3. Schrauben (8.10a) für Drehmomentstütze und Geberschraube (8.10b) herausdrehen
(siehe Bild "Verbindung Motorwelle-Geberwelle"), ggf. Mitdrehen des Motorläufers
verhindern.
4. Gewindestift, z. B. DIN 913-M5x15 (siehe Bild "Verbindung Motorwelle-Geberwelle"), zum
Schutz der Zentrierung in das Motorwellenende einschrauben und den Geber durch
Eindrehen einer Schraube M6 abdrücken.
70
Asynchronmotoren 1PH7
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Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
Montage
1. Drehmomentstütze an Geber anschrauben (Abstand zwischen Drehmomentstütze und
Geber beachten) und Schrauben sichern, z. B. mit Loctite 243.
2. Geber mit montierter Drehmomentstütze auf den Konus des Motorläufers aufsetzen und
Geberschraube eindrehen, max. Anziehdrehmoment beachten (siehe Bild "Verbindung
Motorwelle-Geberwelle"), ggf. Mitdrehen des Motorläufers verhindern.
3. Drehmomentstütze an Lagerschild befestigen, radialen Ausschlag am Geber beachten.
4. Metallhülse der Steckerleitung eindrücken.
5. Stecker einstecken.
6. Deckel einschnappen.
Asynchronmotoren 1PH7
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71
Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2.5
Demontage/Montage Resolver 2-polig
1
2
3
1
Motorwelle
2
Resolver Läufer
3
Anziehdrehmoment (5-1 Nm)
Bild 9-4
Verbindung Motorwelle-Resolver Läufer
Demontage
1. Zwischenstecker abziehen.
2. Schrauben herausdrehen und Resolver-Ständer abnehmen.
3. Schraube M5 x 48 entfernen, Resolver-Läufer abnehmen; ggf. Mitdrehen des
Motorläufers verhindern.
Montage
1. Resolver-Läufer aufstecken und Schraube M5 x 48 eindrehen, max. Anziehdrehmoment
beachten!
2. Resolver-Ständer montieren und mit Schrauben befestigen.
3. Zwischenstecker zusammen stecken.
72
Asynchronmotoren 1PH7
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Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2.6
Demontage/Montage SIMAG H2
1
Motorwelle
2
Polrad
3
Abziehgewinde M6
4
Abtastkopf
5
Schraube M4 (Anziehdrehmoment 3 Nm)
6
Kabelschelle
Bild 9-5
SIMAG H2
Demontage
1. Zwischenstecker der Signalleitung im Anschlusskasten abziehen.
2. Schrauben am Abtastkopf und Kabelschelle herausdrehen und Abtastkopf abnehmen.
3. Polrad an beiden Abziehgewinden durch geeignetes Werkzeug von der Motorwelle
ziehen.
Montage
1. Polrad auf 150° C erwärmen (nicht induktiv) und auf die Motorwelle aufschrumpfen.
2. Abtastkopf mit zwei Schrauben M4 am Lagerschild anschrauben, Schrauben leicht
anziehen. Luftspalt mittels Fühlerlehre auf 0,2 +0,1 mm einstellen.
3. Abtastkopf mit leichtem Druck gegen Fühlerlehre und Messrad führen; Schrauben
anziehen und Fühlerlehre entfernen.
4. Kabelschelle montieren und Geberleitung fixieren.
5. Zwischenstecker der Signalleitung im Anschlusskasten zusammen stecken.
Asynchronmotoren 1PH7
Betriebsanleitung, 11/2008, 610.43429.21c
73
Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2.7
Austauschen der DRIVE-CLiQ-Schnittstelle (Gebermodul)
Die DRIVE-CLiQ-Schnittstelle (Gebermodul) darf nur durch eingewiesenes SiemensServicepersonal getauscht werden.
VORSICHT
Elektrostatische Entladung
Elektronische Baugruppen enthalten elektrostatisch gefährdete Bauelemente. Diese
Bauelemente können bei unsachgemäßer Handhabung leicht zerstört werden.
Beachten Sie die Anweisungen im Kapitel "EGB-Richtlinien" um Sachschäden zu
vermeiden.
WARNUNG
Motorspezifisches Gebermodul
Das Gebermodul enthält motorspezifische und geberspezifische Daten sowie ein
elektronisches Typenschild.
Tod, schwere Körperverletzung und schwerer Sachschaden kann die Folge sein, wenn Sie
ein anderes Gebermodul am Motor betreiben.
Betreiben Sie das Gebermodul nur am Ursprungsmotor. Bauen Sie das Gebermodul nicht
an andere Motoren an. Ersetzen Sie das Gebermodul nicht durch ein Gebermodul eines
anderen Motors.
74
Asynchronmotoren 1PH7
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Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
9.2.8
Demontage/Montage des Fremdlüfters
Hinweis
Dieses Kapitel ist nur gültig für die Ausführung mit abnehmbarem Schutzgitter.
VORSICHT
Abschergefahr!
Bei Wartungsarbeiten an der Fremdbelüftungseinheit muss der Ventilator stillstehen und
der Stromkreis der Fremdbelüftungseinheit unterbrochen und gegen Wiedereinschalten
gesichert sein.
1
Anschluss
2
Kabelverlegung in Tülle
3
Zylinderschrauben
4
Zylinderschrauben
Bild 9-6
Fremdlüfter
Asynchronmotoren 1PH7
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75
Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
Demontage
1. Zum Austausch des Ventilators wird das Schutzgitter von der Fremdbelüftungseinheit
getrennt. Hierzu muss das Ventilatorkabel im Klemmenkasten durch Lösen der
Schrauben von der Lüsterklemme entfernt werden.
2. Um das Anschlusskabel leicht durch die Durchführungstülle nach unten ziehen zu
können, wird dieses mit einem geeigneten Gleitmittel benetzt.
3. Die 6 außen liegenden Zylinderschrauben (Innensechskant) mit geeignetem Werkzeug
lösen. Das Schutzgitter (mit Motor) ohne Verkanten vom Gehäuse entfernen. Das Kabel
bis ca. zur Hälfte der Länge durch die Tülle ziehen. Dabei ist darauf zu achten, dass beim
Herausnehmen die Flügel sowie das Kabel nicht beschädigt werden.
4. Beim Austausch des Ventilators müssen die vier Motorbefestigungsschrauben am
Schutzgitter gelöst und der Kabelbinder entfernt werden.
VORSICHT
Bei zu starker Krafteinwirkung können die Ventilatorflügel beschädigt werden. Dies
muss vermieden werden!
5. Wenn das Schutzgitter vom Gehäuse entfernt und das Kabel komplett durch die Tülle
gezogen wurde, kann bei Luftrichtung "V" (DE → NDE) zusätzlich der schwarze Druckring
aus dem Gehäuse nach vorne herausgezogen werden.
Montage
VORSICHT
Im eingebauten Zustand muss das Anschlusskabel auf direktem Weg zur
Kabeldurchführung in den Klemmkasten führen.
Die Anschlussleitung werden entsprechend der Luftrichtung an die Klemmen
angeschlossen.
Tabelle 9- 5
Steckerbelegung
Luftrichtung "A" (NDE → DE)
Luftrichtung "V" (DE → NDE)
2U
sw
bl
2V
bl
sw
2W
br
br
PE
gn/ge
gn/ge
Generell erfolgt die Montage in umgekehrter Reihenfolge der Demontage.
1. Bei Ausführung DE → NDE (mit Druckring) muss dieser unbedingt wieder eingebaut und
die Rastnase des Druckrings im Gehäuse fixiert werden.
2. Wurde der Motor vom Schutzgitter getrennt, muss der Ventilator lagerichtig auf dem
Schutzgitter positioniert und mit den vier Motorbefestigungsschrauben montiert werden
(Drehmoment 2,6 Nm). Dazu müssen die Schrauben, welche vom Ventilatorhersteller
eingesetzt wurden, verwendet werden. Andere Schrauben können zur Beschädigung des
Motors führen.
76
Asynchronmotoren 1PH7
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Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
3. Das Anschlusskabel muss mit einem geeigneten Gleitmittel benetzt werden, anderenfalls
kann die Tülle beschädigt werden. Das Anschlusskabel mit einem Kabelbinder an dem
vorgesehenen Schutzgitterring befestigen.
4. Nach vorsichtigem Durchziehen des Kabels durch die Durchführungstülle in Richtung des
Klemmenkastens wird das Schutzgitter (mit aufgebautem Ventilator) in der richtigen
Lage, im rechten Winkel und ohne Verkanten auf das Gehäuse aufgesetzt. Hierbei muss
das Anschlusskabel ständig in den Klemmenkasten nachgezogen werden.
5. Das Schutzgitter mit den sechs Schrauben montieren (Drehmoment 4,5 Nm).
9.2.9
Anziehdrehmomente von Schraubverbindungen
Für Schraubverbindungen mit metallenen Auflageflächen wie Lagerschilde, Bauteile der
Lagereinsätze oder am Ständergehäuse angeschraubte Teile der Klemmenkästen gelten
entsprechend der Gewindegröße folgende Anziehdrehmomente mit einer Toleranz von
±10 % bei Festigkeitsklasse 8.8 und 8 oder höher nach DIN ISO 898.
Tabelle 9- 6
Anziehdrehmomente von Schraubverbindungen
Gewindedurchmesser
Anziehdrehmoment [Nm]
M4
M5
M6
M8
M10
M12
M16
3
5
9
24
42
70
165
Schraubensicherungen
Schrauben oder Muttern, die zusammen mit sichernden, federnden und/oder
kraftverteilenden Elementen montiert sind (z. B. Sicherungsbleche, Federringe, etc.) müssen
beim Zusammenbau wieder mit funktionsfähigen gleichen Elementen ausgerüstet werden.
Erneuern Sie dabei grundsätzlich formschlüssige Sicherungselemente.
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77
Instandhaltung
9.2 Instandsetzung
78
Asynchronmotoren 1PH7
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10
Ersatzteile
Normteile sind nach Abmessung, Werkstoff, und Oberfläche im freien Handel zu beziehen.
1.00
Lagerung DE komplett
- Lagerkappe
- Schleuderscheibe
- Wälzlager
- O-Ring
- Schraube
3.00
Läufer komplett
4.00
Ständer komplett
6.00
Lagerung NDE komplett
6.10
Lagerschild
- Lagerschild
- Schrauben
- O-Ring
6.20
Lagerung
- Wälzlager
- Wellfeder
6.30
Dichtung
- Dichtung
- Stopfen
7.00
8.00
Lüfterbaugruppe komplett
7.10
Lüftermotor mit beigepackten Kabelbinder
7.20
Klemmbrett mit Sonderschrauben
Einbauten
8.10
Geber komplett
- Geber
- Schrauben
- Drehmomentstütze
8.20
Leitung komplett
- Leitung mit Isolierkörper
- Einbaudose
8.30
Geberdeckel
- Deckel
- Schrauben
- O-Ring
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Schutzstopfen
Ersatzteile
Bild 10-1
80
1PH7 IM B3
Asynchronmotoren 1PH7
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Außerbetriebnahme und Entsorgung
11.1
11
Außerbetriebnahme
Bauteile
Trennen Sie die Bauteile zur Verwertung nach folgenden Kategorien:
● Elektronikschrott, z. B. Geberelektronik
● Eisenschrott
● Aluminium
● Buntmetall, z. B. Motorwicklungen
● Isoliermaterialien
Hilfsstoffe und Chemikalien
Trennen Sie die Hilfsstoffe und Chemikalien zur Verwertung nach folgenden Kategorien:
● Öl
Entsorgen Sie das Altöl als Sondermüll gemäß der Altölverordnung.
● Fett
● Lösungsmittel
● Kaltreiniger
● Lackrückstände
Vermischen Sie nicht Lösungsmittel, Kaltreiniger und Lackrückstände.
Isoliermaterialien
Elektrische Isoliermaterialien werden vorwiegend im Ständer eingesetzt. Einige
Zusatzkomponenten sind aus ähnlichen Materialien hergestellt und sind daher in gleicher
Weise zu behandeln. Es handelt sich dabei um folgende Materialien:
● Verschiedene Isolatoren, die im Klemmenkasten verwendet werden
● Spannungs- und Stromwandler
● Stromkabel
● Instrumentverdrahtungen
● Überspannungsableiter
● Kondensatoren
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Außerbetriebnahme und Entsorgung
11.1 Außerbetriebnahme
Kupferrückgewinnung
Einige Komponenten, z. B. der Ständer, enthalten einen beträchtlichen Kupfergehalt. Dieses
Kupfer kann in einem geeigneten Wärmebehandlungsverfahren durch Vergasung der
organischen Bindematerialien der elektrischen Isolierung rückgewonnen werden. Um eine
korrekte Verbrennung der Dämpfe zu gewährleisten, muss der Ofen eine geeignete
Nachbrenneinheit aufweisen. Folgende Bedingungen werden für Wärmebehandlung und
Nachbrennung empfohlen, um die Emissionen aus dem Verfahren zu minimieren:
Tabelle 11- 1 Wärmebehandlung
Temperatur
380 … 420 °C (716 … 788 °F)
Dauer
Nach Erhalt von 90 % der Zieltemperatur muss das Objekt
mindestens fünf Stunden lang bei dieser Temperatur gehalten
werden.
Tabelle 11- 2 Nachverbrennung der Bindemitteldämpfe
Temperatur
850 … 920 °C (1562 … 1688 °F)
Strömungsgeschwindigkeit
Die Bindemitteldämpfe müssen mindestens drei Sekunden
lang in der Brennkammer verbleiben.
ACHTUNG
Emissionen
Die Emissionen bestehen hauptsächlich aus O2-, CO-, CO2-, NOx-, CxHy-Gasen und
mikroskopischen Partikeln. Stellen Sie als Betreiber sicher, dass das
Wärmebehandlungsverfahren der lokalen Gesetzgebung entspricht.
Antikorrosionsmittel
Antikorrosionsmittel, die die Motoroberfläche bedecken, können Sie mit einem auf Benzin
basierenden Reinigungsmittel und einem Lappen entfernen. Entsorgen Sie den Lappen
gemäß den lokalen Vorschriften.
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Außerbetriebnahme und Entsorgung
11.2 Entsorgung
11.2
Entsorgung
11.2.1
Einleitung
Der Schutz der Umwelt und die Schonung ihrer Ressourcen sind für uns Unternehmensziele
von hoher Priorität. Ein weltweites Umweltmanagement gemäß ISO 14001 sorgt für die
Einhaltung der Gesetze und setzt dafür hohe Standards. Bereits bei der Entwicklung unserer
Produkte sind umweltfreundliche Gestaltung, technische Sicherheit und Gesundheitsschutz
feste Zielgrößen.
Im folgenden Kapitel finden Sie Empfehlungen für eine umweltfreundliche Entsorgung der
Maschine und ihrer Komponenten. Befolgen Sie die lokalen Vorschriften bei der Entsorgung.
11.2.2
Demontage vorbereiten
Die Demontage der Maschine muss von qualifiziertem Personal mit angemessenem
Fachwissen durchgeführt bzw. beaufsichtigt werden.
1. Nehmen Sie Kontakt mit einem Entsorgungsfachbetrieb in Ihrer Nähe auf. Klären Sie in
welcher Qualität die Zerlegung der Maschine bzw. die Bereitstellung der Komponenten
erfolgen soll.
2. Befolgen Sie die fünf Sicherheitsregeln.
3. Entfernen Sie alle elektrischen Anschlüsse.
4. Entfernen Sie alle Flüssigkeiten wie z. B. Öl, Wasser, …
5. Entfernen Sie alle Kabel.
6. Lösen Sie die Befestigungen der Maschine.
7. Transportieren Sie die Maschine an einen für die Demontage geeigneten Platz.
Beachten Sie auch die Hinweise im Kapitel "Instandhaltung".
11.2.3
Motor zerlegen
Zerlegen Sie die Maschine nach allgemeiner maschinenbautypischer Vorgehensweise.
WARNUNG
Maschinenteile können herunterfallen
Die Maschine besteht aus Teilen mit hohem Gewicht. Diese Teile können beim Zerlegen
herunterfallen. Tod, schwere Körperverletzung und Sachschäden können die Folge sein.
Sichern Sie zu lösende Maschinenteile gegen Absturz.
Entsorgen Sie die Motoren unter Einhaltung der nationalen und örtlichen Vorschriften im
normalen Wertstoffprozess oder als Rückgabe an den Hersteller.
Entsorgen Sie die Geberelektronik fachgerecht als Elektronikschrott.
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Außerbetriebnahme und Entsorgung
11.2 Entsorgung
11.2.4
Permanentmagneten entsorgen
Die Permanentmagneten müssen vor der Entsorgung entmagnetisiert werden. So werden
Gefahren vermieden, die während und nach der Entsorgung von den Permanentmagneten
ausgehen. Permanentmagneten werden durch Erhitzen entmagnetisiert.
Permanentmagneten entmagnetisieren
Für die Entmagnetisierung der Permanentmagneten haben Sie folgende Möglichkeiten:
● Lassen Sie die ganze Maschine durch ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen
thermisch behandeln.
● Übergeben Sie die Maschine dem Hersteller. Dieser kann den Läufer bzw. die
Permanentmagneten ausbauen und entmagnetisieren. Ein ausgebauter und nicht
entmagnetisierter Läufer ist nicht transportfähig.
ACHTUNG
Läufer ausbauen
Der Ausbau des Läufers einer Maschine mit Permanentmagneten ist nur durch den
Hersteller zulässig. Wenden Sie sich an das Siemens Service Center.
11.2.5
Komponenten entsorgen
Bauteile
Die Maschinen bestehen zum Großteil aus Stahl und aus unterschiedlichen Anteilen von
Kupfer und Aluminium. Metallische Werkstoffe gelten allgemein als uneingeschränkt
recyclingfähig.
Trennen Sie die Bauteile zur Verwertung nach folgenden Kategorien:
● Stahl und Eisen
● Aluminium
● Buntmetall, z. B. Motorwicklungen
Die Wicklungsisolierung wird beim Kupfer-Recycling verascht.
● Isoliermaterialien
● Kabel und Leitungen
● Elektronikschrott
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Asynchronmotoren 1PH7
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Außerbetriebnahme und Entsorgung
11.2 Entsorgung
Hilfsstoffe und Chemikalien
Trennen Sie die Hilfsstoffe und Chemikalien zur Entsorgung z. B. nach folgenden
Kategorien:
● Öl
● Fett
● Reinigungs- und Lösungsmittel
● Lackrückstände
● Antikorrosionsmittel
Entsorgen Sie die getrennten Komponenten entsprechend den lokalen Vorschriften oder
über einen Entsorgungsfachbetrieb. Das gilt auch für Lappen und Putzmittel mit denen
Arbeiten an der Maschine durchgeführt wurden.
Verpackungsmaterial
● Nehmen Sie bei Bedarf Kontakt mit einem Entsorgungsfachbetrieb auf.
● Holzverpackungen für den Seetransport bestehen aus imprägniertem Holz. Beachten Sie
die lokalen Vorschriften.
● Die Folie der Dichtverpackung ist eine Aluminiumverbundfolie. Sie kann einer
thermischen Verwertung zugeführt werden. Verschmutzte Folien müssen über die
Abfallverbrennung entsorgt werden.
11.2.6
Isolierflüssigkeit entsorgen
Gebrauchtes MIDEL 7131® oder Reste der Isolierflüssigkeit können in einer geeigneten
Anlage verbrannt werden. Der Abfallentsorgungscode ist 130309, "Leicht biologisch
abbaubare Isolier- und Wärmeträgeröle".
Lassen Sie die Isolierflüssigkeit von einem Entsorgungsfachbetrieb entsorgen.
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Außerbetriebnahme und Entsorgung
11.2 Entsorgung
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Asynchronmotoren 1PH7
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A
Anhang
A.1
Siemens Service Center
Kontakt für weitere Information
Details zur Ausführung dieser elektrischen Maschine sowie der zulässigen
Betriebsbedingungen sind in dieser Betriebsanleitung beschrieben.
Wenn Sie Field-Service-Einsätze anfordern wollen oder Ersatzteile benötigen, dann wenden
Sie sich an Ihren Vertriebspartner vor Ort. Er wird den Kontakt zu der zuständigen
Servicestelle herstellen.
Wenn Sie technische Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, dann wenden Sie
sich an das Siemens Service Center.
Tabelle A- 1 Technical support
Europa - Deutschland:
A.2
Telefon:
+49 (0)180 - 50 50 222
Telefax:
+49 (0)180 - 50 50 223
Amerika - USA:
Telefon:
+1 423 262 2522
Asien - China:
Telefon:
+86 1064 719 990
E-Mail:
support.automation@siemens.com
Internet English:
http://www.siemens.com/automation/support-request
Internet Deutsch:
http://www.siemens.de/automation/support-request
Bestelldaten
Tabelle A- 2 Projektierungshandbücher für 1PH7
Antriebssystem
Bestellnummer
SINAMICS (Werkzeugmaschinen)
6SN1197-0AC72-0AP0
SINAMICS (Produktionsmaschinen)
6SN1197-0AC71-0AP0
SIMODRIVE 611
6SN1197-0AC65-0AP1
SIMOVERT MASTERDRIVES
6SN1197-0AC66-0AP0
Asynchronmotoren 1PH7
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Anhang
A.3 Konformitätserklärung
A.3
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Konformitätserklärung
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Index
A
Abtriebselemente, 32
Anziehdrehmomente
elektrische Anschlüsse, 36
Fuß-/Flanschbefestigung, 31
Schraubverbindungen, 77
Ausschalten, 58
Austauschen der DRIVE-CLiQ-Schnittstelle, 74
B
Bauform, 18
Befestigen des Motors, 30
E
EGB–Richtlinien, 15
Elektrischer Anschluss, 35
Entsorgung, 83
F
Flanschbefestigung, 31
Fußbefestigung, 30
I
Inspektion und Wartung, 59
S
Schutzart, 18, 19
Schutzring, 69
Sicherheitshinweise, 11
Siemens Service Center, 87
V
Vorschriften, 18
Asynchronmotoren 1PH7
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Index
90
Asynchronmotoren 1PH7
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Siemens AG
Industry Sector
Drive Technologies
Motion Control Systems
Postfach 3180
91050 ERLANGEN
GERMANY
Änderungen vorbehalten
© Siemens AG 2008
www.siemens.com/motioncontrol
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