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Aufstell- und
Bedienungsanleitung
Kontrollierte Wohnungslüftung
Recovery 500
Inhalts-Übersicht Recovery 500
Thema / Überschrift
Seite
1. Vorwort
1
2. Allgemeines
1
3. Geräteaufbau
2
4. Funktionsprinzip
3
5. Aufstellung
5.1 Gerätestandort
5.2 Einbaulage
5.3 Befestigungssätze
5.3.1. Montage Geräteständersatz
5.3.2. Montage Bausatz Stativ
5.3.3. Montage Verteilerständersatz
5.4 Elektro-Anschluss
3
3
3
5
5
5
6
7
6. Beschreibung der Funktionen
6.1 Festlegung der Luftleistung
6.1.1 Netzteil mit Einsteckplatine
6.2 Externer Druckverlust und el. Leistungsaufnahme
6.3 Schallwerte
8
8
8
10
10
7. Steuer- und Regeleinheit
11
8. Bedienteil
8.1 Erläuterungen und Montagehinweise
8.2 Elektrischer Anschluss
8.3 Schaltuhr
8.4 Bedien- und Anzeigelelemente
13
13
14
14
15
9. Betrieb des Lüftungsgerätes gemeinsam
mit einer raumluftabhängigen Feuerstätte
9.1 Sicherheitstechnische Überwachung
9.2 Einstellung des Abschaltpunktes
17
10.Montage
10.1 Explosionszeichnung
10.2 Montagebeschreibung
10.3 Montage Wärmetauscher
18
19
20
21
11. Luftverteilung
11.1 Anschlüsse Lüftungsgerät
11.2 Isolierung
11.3 Anschlüsse Verteiler und Sammler
11.4 Luftaustritte
11.5 Schalldämpfer
22
22
22
23
24
24
12.Zusatzoptionen
12.1 Elektroluftfilter
12.2 Wasser-Nachheizregister
26
26
28
13.Technische Daten
30
14.Elektro-Schaltplan Recovery 500
14.1 Elektro-Schaltplan Bedienteil Recovery 500
31
33
15. Problem: Unerwünschter Feuchteanfall
34
16. Übergabeprotokoll
35
17
17
17. Allgemeine Geschäftsbedingungen unter www.schrag.de/download/sonstiges
2
1. Vorwort
Die Aufstellanleitung soll helfen, das
SCHRAG-Lüftungsgerät Recovery 500 mit
Wärmerückgewinnung in einem sicheren und
funktionsfähigen Zustand zu montieren.
Aus diesem Grund empfehlen wir, diese Anleitung
aufmerksam durchzulesen, bevor irgendwelche
Arbeiten oder Einstellungen am Gerät vorgenommen
werden. Anschließend werden Ihnen Aufbau und
Wirkungsweise des Gerätes vertrauter sein und der
Umgang bereitet keine Schwierigkeiten.
SCHRAG verwendet für die Herstellung der
Geräte ausschließlich hochwertige Materialien und
Zubehörteile. Vor der Auslieferung wird das Gerät
einer Funktionsprüfung unterzogen. Somit ist nahezu
ausgeschlossen, dass funktionsuntüchtige Teile erst
bei der Montage bzw. Inbetriebnahme beim Kunden
festgestellt werden.
Es ist aber nicht auszuschließen, dass ein Schaden
durch unsachgemäßen Transport entstanden ist.
Setzen Sie sich in diesem Fall bitte umgehend mit uns
oder Ihrem Transportunternehmen in Verbindung.
Achtung!
Diese Aufstell- und Bedienungsanleitung muss unmittelbar am Lüftunggerät aufbewahrt werden. Im Servicefall und bei Kundendiensten ermöglicht die griffbereite Aufbewahrung der Unterlage, sowie
der Vergleich mit den eingetragenen Messwerten, Ihrer Fachfirma
eine effiziente und problemlose Vorgehensweise.
2. Allgemeines
An die Kontrollierte Wohnungslüftung mit
Wärmerückgewinnung werden folgende Anforderungen gestellt:
-
Beseitigung der verbrauchten, schadstoff- und
geruchsbelasteten Luft
-
Permanente Lüftung im Gebäude bei
geschlossenen Fenstern
-
Staubreduktion durch Filterung der Außenluft
-
Elektro-Luftfilter garantieren den Schutz vor
Blütenpollen und Staubpartikel von
Außen – angenehm für Allergiker
-
Schutz vor Außenlärm durch geschlossene
Fenster
-
Energieeinsparung durch
Wärmerückgewinnung aus der Abluft
-
Wahrung der Bausubstanz durch den
Abtransport anfallender Feuchte
-
Beitrag zum Umweltschutz durch
Energieeinsparung/CO2-Minderung
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im
Bereich Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik,
insbesondere im privaten Wohnungsbau, aber auch
im gewerblichen Hochbau, müssen wir immer wieder
feststellen, dass leider all zu oft einer regelmäßigen
Wartung der Anlagen nur eine untergeordnete
Bedeutung zugemessen wird.
Eine regelmäßige Wartung ist jedoch für die
Funktionssicherheit und für eine energiesparende
Betriebsweise von großer Bedeutung.
Die Folgen unterlassener oder auch falsch durchgeführter Wartungsarbeiten können Störungen
einzelner Anlagenteile, der gesamten Anlage bis hin
zu eventuellen Folgeschäden sein. Um Schäden und
dem damit verbundenen Ärger vorzubeugen, sind alle
Wartungsarbeiten durchzuführen und die festgelegten
Reinigungsintervalle unbedingt einzuhalten.
Wir empfehlen unseren Kunden mit ihrer Fach- bzw.
Einbaufirma einen Wartungsvertrag abzuschließen
und diese alle anfallenden Arbeiten ausführen
zu lassen. Damit wird ein störungsfreier und
funktionssicherer Betrieb aller Anlagenkomponenten
sichergestellt.
Wichtiger Hinweis:
Ein ordnungsgemäßer Betrieb der mit unserem Lüftungsgerät Recovery 500 errichteten Lüftungsanlage ist nur
dann gegeben, wenn vorhandene Verbrennungsluftleitungen, sowie Abgasanlagen von raumluftabhängigen
Feuerstätten absperrbar ausgeführt sind.
1
3. Geräteaufbau
15
14
12
13
5
5
2
6
Außenluft
1
7
3
4
8
1.) Gehäuse:
2.)
3.)
4.)
5.)
6.)
Abluft-Anschlussstutzen:
Außenluft-Anschlussstutzen:
Fortluft-Anschlussstutzen:
Zuluft-Anschlussstutzen:
Zuluftventilator:
7.) Fortluftventilator:
8.) Kondensatwanne:
9.) Elektro-Heizregister
10.) Elektro-Filter
11.) Außenluftfilter
12.) Abluftfilter:
13.) Wärmetauscher:
14.) Stellmotor :
15.) Netzteil
2
9
10
Korrosionsbeständiges Metallgehäuse ausgeführt
im doppelwandigen, schall- und wärmeisolierten
„Sandwichaufbau“, L/B/H: 1150/650/690 mm.
(∅ 200 mm)
(∅ 200 mm)
(∅ 200 mm)
(∅ 200 mm)
EC-Radialbebläse, doppelseitig saugend,
aus sendzimirverzinktem Stahlblech.
EC-Radialbebläse, doppelseitig saugend,
aus sendzimirverzinktem Stahlblech.
Gefertigt aus korrosionsbeständigem
Edelstahl, mit angeschlossenem Siphon,
Anschluss ¾“.
Defrosterheizung, Leistung 2,0 kW
Filterklasse F7
Filterklasse F6
Filterklasse G 4
Gegenstrom-Plattenwärmetauscher aus Aluminium.
Zum Betätigen der Bypassklappe.
Ansteuerung der Ventilatoren
Einstellung der Luftvolumenströme
11
4. Funktionsprinzip
2
1
Fortluft
Außenluft:
Außenluft wird über ein Außenluftgitter
angesaugt, gefiltert und anschließend
über die Wärmetauschereinheit
erwärmt.
Zuluft:
Wohn-, Schlaf- und Aufenthaltsräume
werden mit vorgewärmter Außenluft
belüftet.
Abluft:
Küche, Bad, WC sowie sonstige
geruchs- und feuchtigkeitsbelastete
Räume werden entlüftet.
Fortluft:
Der Abluft wird über die
Wärmetauschereinheit die Wärme
entzogen und dann als Fortluft z.B.
über Dach ins Freie ausgeblasen.
3
11
5. Aufstellung
5.1 Gerätestandort
Das Gerät wird zentral im Gebäude aufgestellt.
Besonders geeignet sind feuchtigkeits- und
frostfreie Räume, bei denen sich eine möglichst
kurze Leitungsführung bei minimalem zeitlichen
und baulichen Aufwand verwirklichen lässt.
Zum Beispiel wären hier zu nennen:
Dachspitz
Heizungsräume
Hausanschlussraum
Abstellräume
Drempel
Feuerstätte ist auf eine ausreichende Versorgung
der Feuerstätte mit Verbrennungsluft zu achten!
Im Besonderen muss gewährleistet sein, dass im
Aufstellungsraum der Feuerstätte kein gefährlicher
Unterdruck entstehen kann und Rauchgase in den
Raum einströmen können. Bauseits sind eventuell
separat ausreichend dimensionierte, für den
„Nichtheizfall“ verschließbare Verbrennungsluftleitungen vorzusehen.
Bei Installationen im Dachspitz bzw. in Räumen
mit Temperaturen unter 15 °C sind sämtliche Ab-,
Außen- bzw. Fortluftleitungen sowie die gesamte
Geräteeinheit zum Schutz vor „Schwitzwasser“
ausreichend diffusionsdicht z. B. mit Mineralwolle
zu isolieren.
Bei der Auswahl des Aufstellungsortes sollte ebenfalls
darauf geachtet werden, dass Schallübertragungen
auf Wohn- bzw. Schlafräume ausgeschlossen werden.
Bei der Installation der Geräte sind entsprechende
schalldämmende Befestigungen zu wählen.
Bei gleichzeitigem Betrieb der Kontrollierten
Wohnungslüftung mit einer atmosphärischen
Für eine fachgerechte Aufstellung des
Lüftungsgerätes im Gebäude befindet sich auch
das entsprechende Zubehör im SCHRAG Lieferprogramm ( vgl. Kap. 5.3 Befestigungssätze).
Vorgesehen für eine Aufstellung des Gerätes,
beispielsweise im Heiz- bzw. Hausanschlussraum ist
ein höhenverstellbares Stativ, für eine Aufstellung im
Bereich Dachspitz, auf Bühnen oder im Drempel gibt
es einen Geräteständersatz (Bild 5.2.1).
5.2 Einbaulage
3
Die Ableitung des im Lüftungsgerät anfallenden
Kondensates erfolgt über den vorhandenen Siphon.
Es ist darauf zu achten, dass die Kondensatleitung
mit einem Gefälle von min. 2 % zum zentralen
Abwassersystem hin verlegt wird. Sollte einmal
beim Einbau des Geräteständersatzes aufgrund
einer längeren Strecke zur Anbindung an das
zentrale Abwassersystem das Mindestgefälle nicht
eingehalten werden können, ist das Lüftungsgerät
mit Geräteständersatz so hoch auf eine Unterlage
zu stellen, dass die 2 % Mindestgefälle wieder
garantiert sind.
Des weiteren darf keine Übertragung von
Körperschall stattfinden. Zur schwingungstechnisch
entkoppelten Montage der Anschlussleitungen wird
flexibles Leitungsmaterial ∅ 200 mm empfohlen.
Zur Vermeidung unnötiger Druckverluste sollte
unmittelbar nach der flexiblen Anbindung auf
glattwandiges Kanalmaterial übergegangen werden.
(Bild 5.2.2).
Beim Einbau des Lüftungsgerätes ist zu berücksichtigen, dass für Wartungs- und Pflegearbeiten
ein Mindestmaß von 60 cm an der Revisionsseite
des Lüftungsgerätes freizuhalten ist. Abhängig
von den baulichen Gegebenheiten ist ein zentraler
Gerätestandort zu wählen, bei dem möglichst kurze
und strömungsgünstige Leitungsführungen realisiert
werden können.
Bild 5.2.2
Bild 5.2.1
4
5.3 Befestigungssätze
Für die Aufstellung des Lüftungsgerätes stehen
Geräteständersatz oder Stativ zur Auswahl.
Der Geräteständersatz ist für eine Aufstellung
als Bodengerät vorgesehen. Eine Anordnung in
variabler Höhe ist mit dem Stativ möglich. Für eine
Anordnung des Verteilers auf dem Boden ist ein
Verteilerständersatz erhältlich. Alle Befestigungssätze
bestehen aus einer lackierten Metallkonstruktion. Zur
Vermeidung von Körperschallübertragung und zur
akustischen Entkopplung sind für das Lüftungsgerät
als Unterlage Gummipuffer vorgesehen.
Schrauben liegen dem Geräteständersatz bei.
Es gilt zu beachten, dass ein Geräteständer mit
117,5 mm um 10 mm höher ausgeführt ist
als der andere Geräteständer mit 107,5 mm.
Berücksichtigung hierbei findet die Ausführung des
erforderlichen Gefälles zum ungehinderten Abfließen
anfallenden Kondensates. Vor der Bedienseite des
Gerätes stehend ist der höhere Geräteständer linker
Hand an das Lüftungsgerät anzuschrauben.
Geräteständersatz für Bodengerät:
Best.-Nr.: C 5020
Bausatz Stativ:
Best.-Nr.: C 5040
Verteilerständersatz:
Best.-Nr.: C 5012
5.3.1
Montage Geräteständersatz
für Bodengerät
Geräteständer
nieder
Der Geräteständersatz für das Bodengerät ist fest mit
dem Bodengerät zu verschrauben. Alle benötigten
5.3.2
Geräteständer
hoch
Montage Bausatz Stativ
Das Stativ wird als Bausatz geliefert. Das
Lüftungsgerät sitzt auf Gummipuffern. Die vier
Stützen der Konstruktion bestehen aus zwei
ineinander verschiebbaren U-Profilen, in denen im
Abstand von 7,5 cm Löcher angeordnet sind. Die
Höhe des Stativs ist damit individuell einstellbar. Bei
Aufstellung des Stativs gilt es zwischen rechtem und
linkem Fuß zu unterscheiden. Zur Unterscheidung
ist in die Fußplatte jeweils ein R oder L eingraviert.
Vor der Bedienseite des Lüftungsgerätes stehend,
erfolgt die Anordnung der mit R gekennzeichneten
Füße rechts und der mit L gekennzeichneten Füße
links am Stativ.
Die Löcher der mit L gekennzeichneten Füße sind um
15 mm gegenüber denen die mit R gekennzeichnet
sind, nach oben versetzt und bilden so das
erforderliche Gefälle.

Achtung!
Die vorgegebene Anordnung der Füße
rechts und links gewährleisten das
ungehinderte Abfließen des anfallenden
Kondensates aus der Kondensatwanne im Lüftungsgerät und ist daher
unbedingt einzuhalten !
Generell sind aus Gründen der Stabilität
an jedem Fuß immer beide Schrauben
zum Fixieren zu nutzen. Beide
Schrauben sind am Fuß mit dem
größtmöglichen Abstand zu setzen.
Die Löcher in den Stützen gestatten eine verstellbare
Höhe von 450 mm.
Es besteht die Möglichkeit, das Stativ fest mit dem
Boden zu verschrauben.
5
5.3.3
Montage Verteilerständersatz
D e r Ve r t e i l e r s t ä n d e r s a t z i s t a m Ve r t e i l e r
anzuschrauben. Die hierfür benötigten Blechschrauben liegen dem Montagesatz bei.
6
5.4 Elektro-Anschluss
Der elektrische Anschluss ist entsprechend dem oben
aufgeführtem Schema auszuführen. Zur sicheren
Kabelführung, sowie zur Zugentlastung sind am
Gehäuse des Lüftungsgerätes Kabeldurchführungen
vorgesehen.
Der Netzanschluss hat bauseits zu erfolgen. Die
Netzzuleitung ist in NYM-J 3x1,5² auszuführen und
mit 16 A (träge) abzusichern.
Für den Anschluss des Bedienelementes werden
folgende Elektro-Leitungen benötigt:
2x NYM-J 5x1,5²
Die kompletten Schaltpläne befinden sich auf den
auf den Seiten 31/32/33.
Die Anordnung des Bedienteils kann im Bereich der
Küche oder im Wohnen vorgenommen werden.

Achtung!
Alle elektrischen Anschlüsse müssen
unter Beachtung der geltenden Vorschriften vom
Elektroinstallateur durchgeführt werden.
NYM-J 5x1,52
NYM-J 5x1,52
7
6.
Beschreibung der Funktionen
6.1 Festlegung der Luftleistung
Ventialtoren innerhalb bestimmter Druckverluste
auf einer volumenkonstanten Kennlinie.
Der zur Verfügung stehende Druckverlust für das
angeschlossene Kanalsystem ist dem Bild 6.1.1 zu
entnehmen. Bei maximaler Luftleistung von 550 m3/h
steht danach extern ein Druckverlust von 200 Pa zur
Verfügung. Ist der Druckverlust höher, wird die volle
Luftleistung von 550 m3/h nicht erreicht.
Die benötigte Luftleistung der Ventilatoren ergibt
sich aus der Größe des Gebäudes und dem
daraus resultierenden erforderlichen Luftwechsel.
Für die einzelnen Räume sind entsprechende
Luftwechselzahlen vorgeschrieben, die verbindlich
in der DIN 1946 Teil 6 festgelegt sind. Aus
dieser Berechnung ergibt sich die erforderliche
Luftleistung für das Gebäude, als Grundlast und
die einzustellenden Werte für die Bedarfs- und
Intensivlüftung. Auf eine genaue Auslegung
entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ist
unbedingt zu achten. Nur eine dem Gebäude
angepasste stetige Luftwechselrate, garantiert
einen effizienten Energieeinsatz bei Verminderung
des Jahresheizwärmebedarfs.
Die eingestellte Förderleistung der Ventilatoren ist
am Bedienteil (vgl. Abschnitt 8, Seite 13) abrufbar.
Für eine jederzeit effiziente Betriebsweise des
Lüftungsgerätes, kann hier unter den 3 Stufen
Grundlast-, Bedarfs- und Intensivlüftung ausgewählt
werden. Die Luftvolumenströme sind am Netzteil zu
programmieren. (vgl. Tabelle 6.1.1.1)
Bitte beachten! Werden Lüftungsgeräte Recovery
500 zusammen mit anderen Lüftungsgeräten an
gemeinsame Außenluft- und Fortluftleitungen
angeschlossen, so muss sichergestellt werden,
dass ein Rückströmen von Zu- und Abluft verhindert
wird.
Das Lüftungsgerät verfügt über eine maximale
Luftleistung von 550 m 3 /h. Entsprechend der
ermittelten Luftleistung für das Gebäude sind
die Volumenströme stufenweise von minimal
230 m 3 /h bis zum Maximum einstellbar. Bei
entsprechendem Volumenstrom fahren die
Volumenstrom bei externem Druckverlust
800
ex.Differenzdruck ∆pex. [Pa]
700
600
500
230
400
250
275
300
300
325
350
375
200
425
475
100
500
525
550
0
150
200
250
300
350
400
Volumenstrom V [m3/h]
450
500
550
600
Bild 6.1.1
6.1.1 Netzteil mit Einsteckplatine
Das Schaltnetzteil verfügt über eine Leistung
von 300 W und betreibt beide Ventilatoren. Die
Spannungsversorgung beträgt 230 V . Jeder
Ventilator ist mit einem 48 V EC-Motor ausgerüstet.
Beide Ventilatoren werden auf einer vorgegebenen
volumenkonstanten Kennlinie betrieben.
Das Netzteil ist dauerkurzschlussfest, leerlauffest
und Übertemperatur geschützt. Ein integrierter
EMV-Filter gewährleistet die Entstörung der Einheit
entsprechend EN 61000-3-2.
8
Die 3 Stufen für das Schalten der Volumenströme
am Bedienelement, müssen über die DIP-Schalter
1 – 6 vorher eingestellt werden.

Achtung!
Einstellungen auf der Einsteckplatine dürfen
erst nach Netztrennung des Schaltnetzteils
durchgeführt werden !
Im Netzteil (Tabelle 6.1.1.1) sind DIP-Schalter und Kabelanschlüsse angeordnet.
1
Temp.
Aus
Tag
Party
1
PWM
1
2
Tacho Minus PWM
2
2
Tacho Minus
ON
1
+ 48 V
GND + 48 V
Sollwerteinstellung
GND
1
1
1
2
3
4
Party Tag
5
6
7
8
Nacht Vent.
2
2 6.1.1.12
Bild
Schalterpositionen
auf
Einstellung
.
Minus
M Tacder
ho Luftvolumenströme
s diePW
Tacho Minufür
M Einsteckplatine
Wder
Tag
us
Party P
Temp.BildA6.1.1.2:
ON
1
Sollwerteinstellung
2
3
4
Party Tag
5
7
8
Bild 6.1.1.2
Nacht Vent.
Die Schalterposition auf der Einsteckplatine zeigt
die werkseitig eingestellte Programmierung der
DIP-Schalter. Alle anderen Volumenströme müssen
vorher eingestellt werden. Die eingestellten Werte

6
Achtung!
Die Dipschalter 7 und 8 müssen auf "On"
stehen. Diese Einstellung erfolgt werkseitig
und ist keinesfalls zu verändern!
sind auch in den Sollwerteinstellungen (Tabelle
6.1.1.1) hinterlegt. In jeder Stufe können vier Werte
eingestellt werden. Auf den Schaltern 7 und 8 ist der
Ventilatortyp programmiert.
Für die Festlegung der Luftvolumenströme auf den
3 Stufen, sind folgende Schaltpositionen
einstellbar:
Sollwerteinstellungen für Partybetrieb - Stufe 3
DIP- Schalter Nr. 1 DIP- Schalter Nr. 2 Volumenstrom [m³/h]
0
0
475
0
1
500
1
0
525
1
1
550
Sollwerteinstellungen für Tagbetrieb - Stufe 2
DIP- Schalter Nr. 3 DIP- Schalter Nr. 4 Volumenstrom [m³/h]
0
0
325
0
1
350
1
0
375
1
1
425
Sollwerteinstellungen für Nachtbetrieb - Stufe 1
DIP- Schalter Nr. 5 DIP- Schalter Nr. 6
Volumenstrom [m³/h]
0
0
230
0
1
250
1
0
275
1
1
300
Tabelle 6.1.1.1
9
6.2 Externer Druckverlust und elektrische Leistungsaufnahme
Die gewünschte Luftleistung des Lüftungsgerätes
auf den Stufen Grund-,Bedarfs- und Intensivlüftung
lassen sich mittels der DIP-Schalter einstellen.
Entsprechend den gewählten Luftvolumenströmen
ergibt sich bei externem Differenzdruck die
unterschiedliche elektrische Leistungsaufnahme
der Ventilatoren. Die Werte können dem
nachfolgenden Diagramme entnommen werden. Die
aufgenommenen Leistungskurven beziehen sich auf
das Gerät und damit auf beide Ventilatoren.
Elektrische Leistungsaufnahme
aufgenommene el. Leistung Pel [W]
350
3
550 m /h
3
525 m /h
300
3
500 m /h
3
475 m /h
250
3
425 m /h
200
3
375 m /h
3
350 m /h
3
325 m /h
3
300 m /h
3
275 m /h
3 h
250 m /
3
230 m /h
150
100
50
100
125
150
175
externer Differenzdruck ∆pex [Pa]
200
Bild 6.2.1
6.3 Schallwerte
Das Lüftungsgerät Recovery 500 verfügt über
ein dopplewandiges schall- und wärmeisoliertes
Metallgehäuse im "Sandwichaufbau". Als
Isoliermaterial wurde 3 cm starke Mineralwolle
vorgesehen.Die Schallpegel wurden für die werkseitig
am Schaltnetzteil eingestellten Luftvolumenströme,
im reflexionsarmen Schallraum gemessen und in Bild
6.3.1 aufgeführt.
Schalldruckpegel
45
Schalldruckpegel Lp [dB]
40
35
30
25
20
15
10
5
0
100
125
160
200
250
315
400
500
630
800 1000 1250 1600 2000
Oktavmittenfrequenz fm [Hz]
550 m³/h
375 m³/h
250 m³/h
Bild 6.3.1
Die Summenpegel dazu ergeben sich nach Bild 6.3.2.
10
Summenpegel
Schallleistung Lw [dB(A)]
40
35
35,40
30
25
27,00
23,50
20
15
10
5
0
550
375
Volumenstrom [m³/h]
550
375
Abstand Mikrofon <=> Lüftungsgerät 1m.
7.
250
250
Bild 6.3.2
Steuer- und Regeleinheit
Die Steuer- und Regeleinheit im Lüftungsgerät
ist Mikroprozessor gesteuert und hat folgende
Aufgaben:
• 3-stufige Ansteuerung der Ventilatoren mit
AUS-Stellung
• Frostschutzüberwachung
• Schaltung des Elektro-Vorheizregisters
• Filterüberwachung
• Ansteuerung des Elektroluftfilters
• Ansteuerung der Bypassklappe
Für die Bedienung des Lüftungsgerätes ist ein
externes Bedienteil vorgesehen. Zur Anordnung
desselben im Wohnbereich verfügt das Kabel über
eine Länge von 25 m.
Luftleistung der Ventilatoren auf den einzelnen Stufen
ist entsprechend den unter Punkt 6.1 festgelegten
Möglichkeiten festzulegen und einzustellen. Die
Ansteuerung der Stufen erfolgt über potentialfreie
Kontakte.
Frostschutzüberwachung
D e r s t ä n d i g e B e t r i e b b e i d e r Ve n t i l a t o r e n
im Lüftungsgerät bleibt auch bei niedriger
Außenlufttemperatur und hohem Feuchtegehalt
der Abluft garantiert. Sinkt die Temperatur am
Frostschutzthermostaten unter 1 °C, wird die
Frostschutzschaltung aktiviert und hierdurch eine
kontinuierliche Luftförderung gewährleistet. Die
Deaktivierung der Frostschutzabschaltung erfolgt
nach ca. 15 Minuten (Werkseinstellung) und einer
mindest Wiedereinschalttemperatur von 3,5°C.
Regelung der Ventilatoren
Das Steuergerät ist für einen volumenkonstanten
Betrieb der Ventilatoren ausgelegt. Unabhängig
vom unterschiedlich vorhandenen Differenzdruck
über Zu- und Abluftventilator bleiben bis zu einem
max. externen Druckverlust von 200 Pa die
Volumenströme konstant. Die dabei erforderliche
Elektro-Heizregister
Das im Lüftungsgerät integrierte Elektro-Heizregister
ist Bestandteil der „Defrosterheizung“.
11
Das Heizregister bleibt nur solange zugeschaltet,
wie die anstehende Witterungslage anhält, die eine
Zuschaltung erfordert. Die Heizleistung des Registers
beträgt 2,0 kW.
In Betrieb genommen wird das E-Heizregister über
den Frostschutzthermostaten. Er gibt das Signal,
wann zusätzliche Heizenergie vom E-Register
benötigt wird.
Entsprechend den Forderungen der VDE 0100
Teil 420 sind im Lüftungsgerät als Schutz gegen
Überhitzung zwei voneinander unabhängig
arbeitende Temperatur begrenzende Einrichtungen
vorhanden, die eine Überschreitung der zulässigen
Temperaturen verhindern. Vorgesehen sind ein
Temperaturwächter und ein Temperaturbegrenzer.
Der Temperaturwächter nimmt das E-Heizregister
in Betrieb und ist auf 65 °C eingestellt. Der
Sicherheits-temperaturbegrenzer (StB) ist ein
nichtselbständig zurückstellender Begrenzer,
der fest auf 110 °C eingestellt ist. Wird dieser max.
Wert überschritten löst der StB aus und schaltet
das Register ab. Das Lüftungsgerät wird nun ohne
E-Heizregister weiterlaufen. Wird bei laufendem
Betrieb des E-Heizregisters das Lüftungsgerät über
das Bedienteil ausgeschaltet, sorgt ein Zeitrelais auf 10 Minuten eingestellt - für den erforderlichen
Nachlauf der Ventilatoren und garantiert die
Abkühlung des E-Heizregisters. Damit werden ein
Hitzestau und eventuell damit verbundene Schäden
in der unmittelbaren Umgebung des E-Heizregisters
verhindert. Hat der StB einmal ausgelöst, bleibt
das E-Heizregister abgeschaltet. Eine erneute
Inbetriebnahme ist erst dann wieder möglich, wenn
der Rückstellknopf am Heizregister manuell betätigt
worden ist.

12
Achtung!
Öffnen Sie die Türen des Lüftungsgerätes
erst, wenn das Lüftungsgerät über
das Bedienteil abgeschaltet hat und
b e i d e Ve n t i l a t o r e n s t e h e n ! ! B i t t e
berücksichtigen Sie auch, dass nach dem
Öffnen der Türen immer noch Stauwärme
vorhanden sein kann und handeln Sie
entsprechen vorsichtig!
Generell gilt: Ist am Bedienteil der Schalter zum
Abschalten des Lüftungsgerätes betätigt worden,
warten Sie immer erst den Stillstand der Ventilatoren
ab und öffnen Sie die Türen dann mit der gebotenen
Vorsicht!
Wichtig! Hat der StB ausgelöst, dann liegt eine
Störung vor. Bitte prüfen Sie vor einer erneuten
Inbetriebnahme des Lüftungsgerätes die Umstände,
die zum Auslösen des StB geführt haben und stellen
Sie diese Gründe ab. Erst dann, wenn Sie absolut
sicher sind die Störung gefunden und beseitigt zu
haben, sollte der Rückstellknopf gedrückt und so
die Betriebsbereitschaft des Lüftungsgerätes wieder
hergestellt werden.
Finden Sie den Fehler nicht, beauftragen Sie bitte
eine Fachfirma mit der Fehlersuche und deren
Behebung.
Bypassklappe
Im Lüftungsgerät ist eine motorisch gesteuerte
Bypassklappe integriert. Diese erlaubt es, im
Sommerbetrieb die Außenluft am Wärmetauscher
vorbei zu führen. Eine Erwärmung der Außenluft durch
die Abluft wie im Betrieb mit dem Wärmetauscher
findet hier nicht statt.
Der Schaltbefehl zum Betätigen der Klappe
erfolgt manuell über das Bedienteil. Als Stellglied
ist im Lüftungsgerät ein Stellmotor mit 230 V
vorgesehen.
8.
Bedienteil
8.1
Erläuterungen und Montagehinweise
Das Bedienteil ist speziell auf den Einsatz in
Verbindung mit dem Recovery 500 abgestimmt.
Alle Erläuterungen und Hinweise sind daher genau
zu beachten. Fehler beim Anschluss können
zur Beschädigung des Regelkreises führen.
Schaltuhr
Die Schaltuhr ist für Tages- und Wochenprogramm
ausgelegt und lässt sich entsprechend umstellen.
Im Tagesprogramm ist ein täglich wiederkehrender
Ablauf hinterlegt, während sich im Wochenprogramm
jeder Tag individuell programmieren lässt. Eingestellt
wird die Uhr durch Drehen des großen Zeigers. Die
Schaltzeiten auf der Schaltscheibe werden durch
abwechselndes Stecken der roten und blauen Reiter
festgelegt. Im Automatikbetrieb schalten die roten
Reiter das Gerät auf die Stufe 2 (Bedrafslüftung)
und die blauen Reiter schalten auf Stufe 1
(Grundlüftung).
Bypassklappe

Achtung!
Für alle aus unsachgemäßer
Verwendung bzw. Handhabung
entstehenden Schäden
übernehmen wir keine Haftung !
Vom Bedienteil werden folgende Aufgaben
koordiniert:
•
•
•
3-stufige Regelung der Ventilatoren mit AUSStellung
Ansteuerung der integrierten
Bypassklappe
Filterüberwachung
Die im Lüftungsgerät integrierte Bypassklappe
ist motorisch gesteuert. Der Schaltbefehl zum
betätigen der Klappe erfolgt manuell am Bedienteil.
Als Stellglied ist im Lüftungsgerät ein Stellmotor mit
230 V vorgesehen.
Filterüberwachung
Die Intervalle für den Wechsel der Filterelemente
sind am Bedienteil einzustellen. Dabei ist eine
Zeiteinstellung von 2 – 6 Monaten möglich. Nach
Ablauf der eingestellten Zeit blinkt die LED – Anzeige
für „Filterwechsel“.
Auswahl der Luftleistung
Die Ansteuerung erfolgt über die im Bedienteil
integrierteSchaltuhr und den 3-Stufenschalter mit
folgender Einteilung:
Stufe1:
Grundlüftung
Stufe2:
Stufe3:
Bedarfslüftung
Intensivlüftung
Die geförderte Luftleistung ist von dem erforderlichen
Luftvolumenstrom im Gebäude abhängig. Möglich ist
eine Auslegung der drei Stufen zwischen 230 m3/h
und 550 m³/h.
Die Berechnung der erforderlichen Luftvolumenströme
und deren Einstellung am Lüftungsgerät erfolgt unter
Punkt 6.1.
13
8.2
•
•
•
•
Elektrischer Anschluss
8.3
Schaltuhr
Frontdeckel nach unten klappen und
Verschluss  in Pos.
bringen.
Gehäuseoberteil abnehmen.
Gehäuseunterteil montieren, Adern auflegen
und flach in den Sockel drücken.
Gehäuseoberteil wieder aufstecken und
Verschluss  in Pos.
bringen.
Die Schaltuhr wird durch Drehen des großen
Zeigers eingestellt, und enthält ein Tages- sowie ein
Wochenprogramm. Das gewünschte Programm ist
vorher einzustellen. Im Tagesprogramm wiederholt
sich der einmal festgelegte Ablauf täglich. Für das
Wochenprogramm gilt, dass jeder Tag hier individuell
programmiert werden kann.
Schaltplan für den elektrischen Anschluss des Bedienteils:
Uhr
Auto
Zu
Aus
2
Aus
1
3
Auto
4
5
3
12
10
11
2
N
L
L`
2
3
P
L`
230 V
Netz
14
230 V zum
Lüftungsgerät
Stufen230 V zur
Schaltung
Bypass(Kleinspannung) klappe
Umstellung Tages-, Wochenprogramm
1. Skalenring abheben
2. Zeiger drehen, bis die Nute von grünem und
blauem Skalenring übereinstimmen.
3. Schieben Sie dann den Metallstift nach
außen (Pos 7d).
4. Skalenring umdrehen und wieder aufsetzen,
bis ein hörbares einrasten erfolgt.
7d
Programmieren der Schaltuhr
1. Schaltzeiten auf der Schaltscheibe
durch abwechselndes Stecken der roten
und blauen Reiter programmieren.
2. Die roten Reiter schalten im Automatikbetrieb
auf die Stufe 2 (Bedarfslüftung), die
blauen Reiter schalten auf die Stufe 1
(Grundlüftung).
8.4
Bedien- und Anzeigeelemente

Schaltzustandsanzeige Bedarfslüftung
(Stufe 2) oder Grundlüftung (Stufe1)

Funktionsanzeige Intensivlüftung (Stufe 3)

Wartungsanzeige, blinkt bei notwendigem
Filterwechsel

Schalter zum Betrieb des Sommerbypass


Wahlschalter für die Betriebsart (5-stufig)
Reset – Taste

Intervallschalter für Filterwechsel

Verschluss zur Befestigung des Bedienteils

Wandmontage

 



15
Funktionen der Schaltzustandsanzeige 

Technische Daten
Abmessungen (H x B x T):
in Pos.
,- in dieser Stellung
Bedarfslüftung (Stufe 2)

in Pos.
,- in dieser Stellung
Grundlüftung (Stufe 1)
Funktion des Schalters „ Zeiteinstellung /
Filterwechsel „

Eine Zeiteinstellung ist von 2 – 6 Monaten möglich.
Zum Start ist die Reset – Taste  zu drücken.
Nach dem Ablauf der eingestellten Zeit blinkt die LED
für „Filterwechsel“ 
Funktion des Schalters für Bypassklappe 
Pos. „ Auto“: Die Bypassklappe wird geschaltet, der
Bypass in Betrieb genommen.
Pos. „Zu“: Der Bypass ist nicht in Betrieb, der
Luftvolumenstrom wird über den Wärmetauscher
geführt.
Funktion des 5-stufigen Wahlschalters 
Gerät aus:
Die Stromversorgung ist unterbrochen, das Gerät
ist außer Betrieb.
Bedarfslüftung:
Das Gerät läuft auf Stufe 2.
Grundlüftung:
Das Gerät läuft auf Stufe 1.
Zeitautomatik:
Das Gerät schaltet zwischen Tagbetrieb (Stufe 2)
und Nachtbetrieb (Stufe 1), in Abhängigkeit der
eingestellten Intervalle der Zeitschaltuhr.
Intensivlüftung:
Das Gerät läuft im Partybetrieb (Stufe 3)
Diese Betriebsart wird über die Meldeleuchte
angezeigt.
16
78 x 160 x 45 mm
Gehäuse:
Aus Kunststoff zur
Wandmontage
Aufputz
Farbe:
reinweiß
ähnlich RAL 9010
Betriebsspannung:
230 V / 50 Hz
Schutzart:
IP 20
Schaltstrom:
max. 3 A / 250 VAC
Schaltstrom
Steuerausgänge
zur Stufenschaltung):
1 mA (max. 50 VAC)
9. Betrieb des Lüftungsgerätes zusammen mit
einer raumluftabhängigen Feuerstätte
Der geförderte Volumenstrom des Zuluftventilators
wird mittels eines stufenlos einstellbaren
Differenzdruckschalters überwacht. Der Druck
vor und nach dem Ventilator wird dabei ständig
gemessen.
Hinweis zur Projektierung: Bei der Auslegung der
Anlage ist unbedingt darauf zu achten, dass der
Aufstellungsraum der atmosphärischen Feuerstätte
in jedem Fall immer nur mit Zuluft beaufschlagt
werden darf!
Die Funktionssicherheit des Zuluftventilators
wird mittels einer stufenlos einstellbaren
Differenzdruckdose überwacht. Der Differenzdruck
vor und nach dem Ventilator wird dabei ständig
gemessen. Fällt der Zuluftventilator aufgrund eines
technischen Defektes aus, erfolgt ein Abschalten des
Lüftungsgerätes.
Der Hersteller kann die volle Funktionssicherheit des
Zuluftventilators zu jeder Zeit nicht garantieren. Die
Förderleistung des Zuluftventilators kann bei einer
technischen Störung auch absinken.
Bitte beachten! Für den bestimmungsgemäßen
Betrieb der mit den Lüftungsgeräten Recovery
500 errichteten Lüftungsanlagen müssen eventuell
vorhandene Verbrennungsluftleitungen sowie
Abgasanlagen von raumluftabhängigen Feuerstätten
absperrbar sein. Bei Abgasanlagen von Feuerstätten
für feste Brennstoffe darf die Absperrvorrichtung nur
von Hand bedient werden können. Die Stellung der
Absperrvorrichtung muss an der Einstellung des
Bedienungsgriffes erkennbar sein. Dies gilt als
erfüllt, wenn eine Absperrvorrichtung gegen Ruß
(Rußabsperrer) verwendet wird.
Für den gemeinsamen Betrieb eines Lüftungsgerätes
mit einer raumluftabhängigen Feuerstätte und
die Überwachung der Druckverhältnisse im
Aufstellungsraum empfehlen wir den SCHRAG
Safety- Manager (Schrag- Art.- Nr.: C 4610).
9.1 Sicherheitstechnische Überwachung
einer raumluftabhängigen Feuerstätte
Als Sicherheitseinrichtung für den gleichzeitigen
Betrieb einer raumluftabhängigen Feuerstätte mit
einer Lüftungsanlage ist der SCHRAG SafetyManager zu verwenden. Während des Betriebs
der raumluftabhängigen Feuerstätte überwacht
der Safety- Manager ständig die Druckdifferenz im
Rauchrohr gegenüber dem Druck im Aufstellraum der
raumluftabhängigen Feuerstätte. Bei Unterschreitung
eines eingestellten Mindestdruckes schaltet der
Safety- Manager direkt das Lüftungsgeräte ab und
verhindert so das Eindringen von Rauchgasen in den
Aufstellraum der Feuerstätte.
Der Safety- Manager ist lediglich ein Sicherheitsorgan
und kein Regelorgan. Er kann keine Regelfunktionen
übernehmen. Der Safety- Manager entspricht den
Anforderungen des §4 der MFeuVo (Musterfeuerungsv
erordnung) zur gegenseitigen sicherheitstechnischen
Überwachung von Feuerstätten und Lüftungsanlagen
in Deutschland.
9.2 Einstellung des Abschaltpunktes
Die Zuluftvolumenstromüberwachung erfolgt anhand eines stufenlos einstellbaren Differenzdruckschalters. Der Abschaltpunkt des Lüftungsgerätes
ist individuell auf die Lüftungsanlage bzw. den
Zuluftvolumenstrom anzupassen.
Zur Einstellung des Abschaltpunktes ist die Abdeckung des Druckschalters abzuschrauben und der
Wert des Differenzdruckes anhand des Drehknopfs
festzulegen. Hierzu ist der Volumenstrom am
Bedienteil auf "Grundlüftung" (Siehe S. 13) einzustellen und der Wert des Druckschalters durch
verdrehen soweit zu erhöhen, bis das Lüftungsgerät abschaltet. Anschließend ist der Abschaltpunkt
durch zurückdrehen des Drehknopfes um 0,3 mbar
einzustellen.
Der Wert des Abschaltpunktes bei Werksauslieferung ist auf 0,4 mbar eingestellt.
17
10. Montage
18
Pos. Artikel
Bestellnummer
1.) Lüftungsgerät Recovery 500
2.) Kondensatablauf mit angeschlossenem Siphon
Anschluss an Siphon: ¾“ (Abwasserleitung bauseits vorsehen)
3.) Schalldämpfer
4.) Verteiler
5.) Sammler
6.) Anschlussstutzen ∅ 80 mm
7.) Anschlussstutzen ∅ 80 mm mit Selbstverstärkungselement
8.) Konstant Volumenstromregler
15 m³/h
25 m³/h
30 m³/h
40 m³/h
9.) Schalldämpfer (Schalldämpferleitung) ∅ 80 mm, 1m lang
10.) Flexibler Isolierschlauch, Aluminium ∅ 80 mm
11.) Anschluss-Stutzen 90° (Stutzenlänge 15 mm)
12.) Flachbogen 90°
Flachbogen 60°
Flachbogen 45°
Flachbogen 30°
13.) Mini-Luftleitung
14.) Hochbogen 90°
Hochbogen 30°
15.) Schloss
16.) Anschlussstutzen 90°
17.) Zuluftdüse Bio
18.) Kunststoffleitung 40/100 oval
19.) Übergangsbogen 90°, 40/100 mm oval auf ∅ 80 mm
20.) Abluftgitter
21.) Filter im Abluftgitter
22.) Zu- und Abluftmanschette ∅ 80 mm
Verlängerungsring 33 mm für Zu- und Abluftmanschette
23.) Konterring für Zu- und Abluftmanschette
24.) Steckverbinder ∅ 80 mm, Kunststoff, konisch
25.) Bedienteil (Kabelanschluss bauseits vorsehen)
26.) Verbinder 40/100 mm oval
27.) Flexibler Isolierschlauch ∅ 200 mm
28.) Übergangsstück ∅ 250/ ∅ 200 mm
29.) Wickelfalzrohr ∅ 250 mm (bauseits)
30.) Außenluftgitter
31.) Verteilerständersatz (Zubehör)
32.) Geräteständersatz (Zubehör)
33.) Stativ (Zubehör)
34.) Optionen
Elektro-Luftfilter (Filterklasse F7)
Ersatzfilter
Verteiler mit Wasserheizregister
Thermostatventil mit Fernfühler
C 500
C 50055
C 2914
C 5015
C 5030
31.213
31.214
22.825
22.692
22.824
22.823
C 2915
A 11350
P 581H
P 480
P 481
P 482
P 484
P 475
P 486
P 490
P 477
P 581
12.402
91.102
23.002
22.073
29.932
22.001
22.003
22.765
22.002
C 5010
23.017
A 11355
A 11370
C 50095
C 4304
C 5020
C 5040
C 5035
C 5036
C 5025
A 11321
10.1 Explosionszeichnung
19
10.2 Montagebeschreibung
Beachten Sie bei der Montage der Lüftungsanlage
Recovery 500 unbedingt die nachfolgend
aufgeführten Montageschritte. Verfahren Sie bei
der Installation genau nach den folgenden Punkten
und die Aufstellung der Anlage bereitet Ihnen sicher
keine Probleme.
Leitungssystem verhindern. Zur Befestigung
sind Schellen oder Klebebänder ausreichend.
Flexible Schläuche können mit einem
Drahtschneider entsprechend gekürzt werden
und sind dann an die einzelnen Komponenten
des Lüftungssystems anzuschließen.
-
Ovalkanäle (100 x 40 mm) verfügen über
eine glatte Oberfläche und sind damit
strömungsgünstiger. Sie eignen sich gut für
Aufputzinstallationen oder lassen sich gut in
Wände einputzen. Passende Anschlusswinkel
ermöglichen die platzsparende Installation von
Zuluft- und Abluftanschlüssen.
Alle Durchbrüche sind entsprechend den Projektierungsunterlagen auszuführen.
Bei der Sanierung bestehender Wohngebäude
sind zusätzliche Durchbrüche entsprechend der
Leitungsführung zu erstellen. Eventuell müssen
zusätzlich Bohrungen und Stemmarbeiten
ausgeführt werden.
Bei Neubauten werden die Durchbrüche
und Installationsschlitze bereits im Rohbau
berücksichtigt.
-
Anschlussstutzen für die zu be- und
entlüftenden Räume, sind entsprechend den
Planungsvorgaben anzuordnen.
-
Kanäle (Schläuche) verlegen und befestigen.
Zur Verlegung von Leitungen in Beton
oder Estrich empfehlen sich verzinkte
Stahlblech-Kanäle (100 x 50 mm) aus dem
SCHRAG-Lieferprogramm. Auch bei dieser
Leitungsauswahl ist mit entsprechenden
Übergängen ein problemloser Anschluss an
flexible Schläuche möglich.
-
Aufstellung des Lüftungsgerätes
Das Lüftungsgerät kann im allgemeinen im
Dachspitz über einem technischen Raum
oder Flur installiert werden. Ebenso ist eine
Aufstellung an zentraler Stelle im Gebäude
möglich. Erfahrungsgemäß bieten sich hierzu
Möglichkeiten in Heizung- und Abstellräumen.
Bei der Geräteaufstellung ist besonders auf
einen schalldämpfenden Einbau zu achten. Um
etwaige Schwingungsgeräusche der Ventilatoren
zu verhindern, ist das Gerät akustisch von
anderen Bauteilen zu entkoppeln.
Der Einsatz von Schlauchleitungen oder
Kanälen ist individuell vom Gebäude abhängig.
Beide Leitungssysteme ergänzen einander zum
montagefreundlichen Komplettsystem.
Schlauchleitungen aus Kunststoff mit DrahtSpirale bieten bei der Installation die einfachste
Variante. Die große Flexibilität der Leitungen lässt
Hohlräume besser ausnutzen und Versprünge
einfacher ausführen. Darüber hinaus empfehlen
sich Schläuche für den Geräteanschluss, da
sie eine Übertragungen von Körperschall im
20
Eine leichte Schrägstellung des Gehäuses
(Gefälle ca. 2%) ist für den Ablauf des
Kondensats zweckmäßig. Am Lüftungsgerät
ist ein Kondensatablaufstutzen mit Siphon
montiert. Dieser hat die Aufgabe, das
anfallende Kondensat geregelt abzuleiten.
Gleichzeitig dient er als Geruchssperre zum
Abwassernetz. Zur schwingungstechnischen
Entkopplung und zur Geräuschminderung ist
zwischen dem Kondensatablaufstutzen und
der Kondensatleitung ein kurzes Teilstück
mit einer Schlauchleitung auszuführen. Beim
Verlegen der Kondensatleitung ist auf ein
gleichmäßiges Gefälle (ca. 2 %) zu achten!
Möglich ist es auch, die Kondensatabfuhr
über die Entlüftung einer Abwasserleitung
z.B. im Bereich des Dachbodens auszuführen.
Um zu gewährleisten, dass das Kondensat
ganzjährig kontrolliert und störungsfrei abfließt
ist der Kondensatablauf frostfrei zu halten.
Ist dies aufgrund des Aufstellungsortes (bei
Kaltdach oder Raumtemperaturen unter
0 °C) nicht möglich, muss die Leitung mit
einer entsprechenden Wärmedämmung z.B.
Mineralwolle isoliert werden oder ist mit einer
Rohrbegleitheizung zu versehen. So ist die
Leitung vor Vereisung wirksam geschützt.
Das Lüftungsgehäuse, sowie Verteiler bzw. Sammler
sind so aufzustellen, dass alle Zu- und Abluftleitungen
ohne Knick verlegt werden können.
Zur Installation und Wartung muss vor der
Revisionsseite ein Raum von mind. 60 cm frei
bleiben.
angeschlossen werden. KVRs werden
zuluftseitig am Verteiler installiert. Abluftseitig
werden die KVRs unmittelbar nach dem
Abluftgitter eingebaut (siehe Seite 19 bzw. 25).

Achtung:
Die Anströmlöcher der KVRs müssen
jeweils Richtung der Luftströmung
zeigen.
-
Kondensatleitung mit Siphon verlegen,
auf Gefälle (ca. 2%) achten (frostsichere
Verlegung).
-
Anschlussstutzen nach Projektierung in den
Verteiler bzw. Sammler einsetzen.
-
-
Lüftungsgerät mit Verteiler-bzw. Sammler
(flexibler Schlauch ∅ 200 mm) verbinden.
Eventuell Schalldämpfer vorsehen.
Abluftgitter/Zuluftdüsen in die Zu- und
Abluftmanschette (Bestell-Nr. 22.001)
einsetzen.
-
Elektroinstallation entsprechend Abschnitt 5.4
- Elektroanschluss durführen
-
Einstellung der Zeitintervalle für den Wechsel
der Filterelemente.
-
Konstantvolumenstromregler (KVR) sowie
Selbstverstärkerelemente entsprechend
der Projektierung in das Luftverteilsystem
einsetzen. Hierbei ist zu beachten, dass
die Selbstverstärker-elemente zu- und.
abluftseitig direkt am Verteiler bzw. Sammler
10.3
Montage Wärmetauscher
Der Wärmetauscher lässt sich bei Bedarf problemlos
aus- und einbauen. Zu diesem Zweck wird das
Lüftungsgerät spannungsfrei geschaltet und beide
Türen werden geöffnet. Der Wärmetauscher  ist
mittels Klemmblech  und zwei Flügelmuttern im
Gerät fest eingespannt (vgl. Bild 10.3.1).
Verschmutzte Filter werden mittels einer Kontrolllampe
am Bedienteil des Lüftungsgerätes angezeigt. Dabei
ist eine Zeitraum von 2 – 6 Monaten am Bedienteil
einstellbar.
Beide Flügelmuttern sind zu lösen und der
Wärmetauscher kann aus seiner Führung im
Lüftungsgerät herausgezogen werden. Mittels
Gartenschlauch können jetzt Schmutzpartikel von
der Tauscherfläche abgespült werden.
Beim Einbau des Tauschers ist auf korrekten Sitz in
der Führung zu achten. Das Klemmblech ist fest auf
den Tauscher zu drücken und beide Flügelmuttern
sind wieder anzuziehen. Vor dem Anziehen der
Flügelmuttern ist zu prüfen, ob das Blech auch
gleichmäßig am Tauscher anliegt. Ein Verkanten
führt zu einer falschen Luftführung im Gerät und ist
unbedingt zu vermeiden.
Bild 10.3.1
21
11. Luftverteilung
11.1
Anschlüsse am Lüftungsgerät
Über flexible Schlauchleitungen ∅ 200 mm oder
Wickelfalzrohre (auf akustische Entkopplung
achten) werden der Aussenluft-Ansaugstutzen mit
der Außenluft sowie der Fortluft-Anschlussstutzen mit
der Fortluftführung miteinander verbunden.
Die Verbindung zwischen Lüftungsgerät und dem
Verteiler bzw. Sammler wird ebenfalls über flexible
Leitungen (∅ 200 mm) ausgeführt. Die Schlauchleitungen werden jeweils mit Befestigungsringen
(Schlauchschellen ∅ 200 mm) an den AnschlussStutzen befestigt.
Zwischen Lüftungsgerät und dem Verteiler bzw.
Sammler können, um eine Übertragung von
eventuell auftretenden Ventilator- oder Strömungsgeräuschen zu verhindern, Kanalschalldämpfer
eingebaut werden.
11.2
Isolierung
Zur Vermeidung von Wärmeverlusten und
Kondensatbildung („Schwitzwasser“) sind alle
Anschlussleitungen (Außen-, Ab-, Zu- und Fortluft)
am Gerät „luftdicht“ zu isolieren. Bei der Installation
der Aussen- bzw. Fortluftleitung ist darauf zu achten,
dass der Übergang der Mauerdurchführung auf die
Luftleitung ebenfalls vollständig luftdicht isoliert ist.
Zur Isolierung empfehlen wir flexible alukaschierteIsolierschläuche, die ebenfalls im SCHRAGLieferprogramm enthalten sind.
-
Flexibler Isolier-Schlauch,
alukaschiert, ∅ 80 mm
Bestell-Nr.: A 11350
Flexibler Isolier-Schlauch,
alukaschiert, ∅ 200 mm
Bestell-Nr.: A 11355
Zur Installation der Außenluftleitung empfehlen wir im
Bereich der Außenwand den Einbau einer isolierten
Mauerdurchführungen, die bauseits vorzusehen
ist. Alternativ kann an das Außenluftgitter ein
Wickelfalzrohr ∅ 250 mm mit Übergangsstück
∅ 250 / ∅ 200 mm montiert werden. Bei der Montage
ist besonders darauf zu achten, dass der Hohlraum
zwischen Wickelfalzrohr und Wanddurchbruch
vollständig mit isolierendem PU-Schaum ausgespritzt
wird (Bild 11.2.1).
22
Bild 11.2.1
11.3 Anschlüsse Verteiler
-
bzw. Sammler
Keiner der Anschlussstutzen ∅ 80 mm wird am
Verteiler bzw. Sammler montiert geliefert. Dadurch
kann der Installateur die günstigsten Anschlüsse am
Verteiler bzw. Sammler zum Einsetzen der AnschlussStutzen für die flexiblen Luftleitungen wählen. Die
Aussparungen am Verteiler bzw. Sammler sind bei
Auslieferung mit einer Isolierung verschlossen. Die
Isolierung wird bei der Montage entsprechend den
Anschluss-Stutzen mit einem Messer ausgeschnitten.
Anschließend kann der Anschlussstutzen ∅ 80 mm
mit der Bayonettseite in die Öffnung eingedreht
werden. Alle Anschlussstutzen besitzen außen ein
Befestigungsgewinde mit 16 mm Steigung. Damit ist
eine rasche Befestigung durch eine halbe Drehung
der fexiblen Luftleitung auf dem Anschlussstutzen
möglich.
Die unterschiedlichen Druckverluste der Luftleitungen werden ausgeglichen und eine weitere
Nachregelung der Anlage ist nicht notwendig.
Die Luftmenge reguliert sich entsprechend der
eingesetzten Konstantvolumenstromregler auf
15 m³/h, 25 m³/h, 30 m³/h oder 40 m³/h ein.
In Räumen, in denen eine Schaltung von Bedarfund Intensivlüftung gefordert wird, kommen anstatt
der KVR`s Anschlussstutzen mit SelbstverstärkerElement zum Einsatz. Diese Anschluss-Stutzen
swerden sowohl zu- als auch abluftseitig direkt am
Verteiler bzw. Sammler montiert.
Bild 11.3.1
Am Verteiler bzw. Sammler stehen jeweils 20
Anschluss-Stutzen zur Verfügung.
Bei den Anschluss-Stutzen für die „Zulufträume“
werden die Konstantvolumenstromregler (KVR)
direkt am Verteiler eingesetzt. Die KVR`s für
die Entlüftung der Ablufträume werden in die
Zu- und Abluftmanschette (Bestell-Nr. 22.001)
eingesetzt. Um die Funktionsweise der KVR`s
sicherzustellen, ist beim Einbau darauf zu
achten, dass die Anströmlöcher in Richtung der
Luftströmung gerichtet sind (siehe Abbildung
Seite 25).
Bild 11.3.2
Die KVR`s erfüllen folgende Aufgaben:
-
Je nach eingesetztem KVR wird der
Luftvolumenstrom unabhängig von der
Stufeneinstellung (Normal- bzw. Spitzenbetrieb)
des Gerätes konstant gehalten.
23
11.4
Luftaustritte
Die Abluftgitter sind aus Kunststoff hergestellt. Im
Gitter sitzt ein Abluftfilter, der zur Reinigung entfernt
werden kann.
Bild 11.4.2
11.5
Bild 11.4.1
Die Manschetten mit Rasterbefestigung sind aus
Polypropylen und bestehen aus 3 Kunststoffringen,
die gekürzt bzw. anhand eines Verlängerungsringes
(Best.-Nr.: 22.003) entsprechend verlängert werden
können. Durch die vorhandenen „Haltelappen“ ist
eine einfache Befestigung der Manschette in der
Wand oder der Decke möglich. Die Manschette wird
in die Öffnung geschoben und von der anderen Seite
wird der Klemmring über die „Haltelappen“ gehalten.
Durchmesser der Aussparung: ∅ 85 - 90 mm.
Schalldämpfer
Die Geräuschpegel an den Auslässen und
Abluftanschlüssen sind sehr niedrig. Trotzdem ist
es bei Bedarf möglich, sie durch Einsetzen von
Schalldämpfern in der Luftleitung zu reduzieren.
Soll der Geräuschpegel in bestimmten Räumen sehr
gering gehalten bzw. herabgesetzt werden oder ist er
nachträglich zu reduzieren, so ist in die entsprechende
Luftleitung ein Schalldämpfer (Anschluß-∅ 80 mm /
Best.-Nr.: 2915) einzusetzen.
Die Befestigung der flexiblen Luftleitung erfolgt durch
Überschieben der „Haltelappen“. In die Abluftgitter
werden die KVR`s integriert.
Der Zuluftauslass BIO ist ebenfalls aus Kunststoff
hergestellt. Die Luftauslassrichtung ist durch
Umstecken für den Wand- bzw. Deckeneinbau
wählbar. Der Luftauslass wird in die eingebaute
Manschette eingesetzt. Das Luftvolumen der
Zuluft wird über einen KVR bestimmt, der im
AnschlussStutzen des Verteilers eingebaut ist.
24
Bild 11.5.1
Leitungsanbindung am Sammler bzw. Verteiler.
Einsetzen des Konstantvolumenstromreglers (KVR)
Beim Einbau der KVRs ist darauf zu achten, dass die Anströmlöcher in
Luftströmungsrichtung gerichtet sind!
Abluftseite
Zuluftseite
Leitung 1 (in der Regel Küche) ohne Einsatz
des KVR. Einbau des Anschlussstutzen mit
Selbstverstärkerelement (variabel) 31.214 am
Verteiler.
Leitung 3 (in der Regel Wohnen) ohne Einsatz
des KVR. Einbau des Anschlussstutzen mit
Selbstverstärkerelement (variabel) 31.214 am
Verteiler.
Leitung 2a (in der Regel WC, Bad, Flur) der KVR wird
in die Abluftmanschette eingeschoben. Einbau des
Anschlussstutzen (leer) 31.213 am Verteiler
Leitung 4 (in der Regel Schlafen, Kind, Büro) wird
der KVR in den Anschlussstutzen (leer) 31.213
eingeschoben.
Leitung 2b (in der Regel WC, Bad, Flur) wenn der
KVR aus Platzgründen nicht in die Abluftmanschette
passt, kann der KVR zwischen den Anschluss-Stutzen
31.213 (leer) eingesetzt werden (siehe Abb.)
25
12.
Zusatzoptionen
12.1
Elektroluftfilter
Vorteile Elektro-Luftfilter airscreen 1000
Allgemeines
Höchste Ansprüche an die Reinhaltung der Luft
erfüllt der Elektro-Luftfilter airscreen 1000. Dieser
Feinstaubfilter entspricht der Filterklasse F7 und ist
in der Lage feinste Staubpartikel, Rußteilchen und
Blütenpollen auszufiltern.
Wirkungsgrad (%)
Filterwirkung
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
Hohe Wirksamkeit insbesondere bei
Partikeln kleinster Größe
•
Die Effektivität des Abscheidegrades nimmt
mit der Sättigung des Filtermaterials zu
•
Keine Produktion von Ozon und PositivIonen
•
Minimaler Luftwiderstand
•
Wartungsfrei bis auf den Austausch der
Filtermatten
•
Geringer Stromverbrauch und preiswerte
Ersatzfiltermatten
•
Einfache Montage
Funktionsweise
0 ,1
0 ,2
0,3
0,4
0,5
1,0
2,0
3 ,0
4 ,0
5,0
Partikelgröße in µm
Bild 12.1.1
Zur Beurteilung der Filterwirkung hier im Vergleich
folgende Partikelgrößen:
Abscheidegrad des Elektro-Luftfilters
Partikel-Größe von 0,3 µm
Partikel-Größe von 0,5 µm
Partikel-Größe von 1,0 µm
Partikel-Größe von 3,0 µm
(1µm = 1/1000 mm)
26
•
33 %
76 %
95 %
99 %
Der Elektro-Filter airscreen 1000 arbeitet nach dem
Prinzip der Bipolarisierung. Spezielle Filtermatten
werden hierbei polarisierend elektrisch aufgeladen.
Die elektrische Aufladung der Filterfasern erzeugen
eine Anziehungskraft, wodurch feinste Partikel von
den Fasern dauerhaft gebunden werden.
Die elektrischen Aufladung wird über ein mit bis zu
7000 V beaufschlagtes Metallgitter erzeugt. Das
Gitter befindet sich zwischen den beiden Filtermatten.
Die Leistungsaufnahme liegt mit 1 – 2 W erheblich
unter dem Leistungsbedarf konventioneller ElektroLuftfilter.

Wussten Sie schon?
Der airscreen 1000 erzeugt weder
positive Ionen noch Ozon.
Bild 12.1.2
Bild 12.1.3
Die Wartungsintervalle des E-Filters entsprechen
denen des Vorfilters. Die Intervalle werden
am Bedienteil eingestellt und über eine
Kontrollleuchte dort angezeigt. Die Intervalle
lassen sich zwischen 2 – 6 Monaten einstellen
(vgl. Abschnitt 8, Filterüberwachung). Die Wahl der
Reinigungsintervalle ist von den Umwelteinflüssen
und Betriebsbedingungen abhängig.
Prinzipiell ist eine Reinigung der Filtermatten durch
Ausklopfen und Absaugen möglich. Dennoch sollten
spätestens nach jedem zweiten Zyklus die Matten
durch neue ersetzt werden.

•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Achtung !
Vor Beginn von Wartungsarbeiten ist die
Stromzufuhr zum Lüftungsgerät zu
unterbrechen.
•
•
•
Lösen der Halteschrauben und öffnen der
Türen am Lüftungsgerät.
Stecker am Elektro-Luftfilter ziehen.
Gesamte Filtereinheit herausziehen.
Arretierung an jeder Ecke des Filters
herausziehen.
Filterteil abnehmen.
Verschmutzte Filtervlies herausnehmen.
Filterrahmen und Gitter mit feuchtem Tuch
reinigen (keinesfalls nass), bei starken
Verschmutzungen vorher absaugen.
Neue Filtervlies einsetzen.
Filterteil aufsetzen und an jeder Ecke
die Arretierung wieder in die Halterung
drücken.
Filtereinheit bis zum Anschlag in das Gerät
einschieben.
Stecker in den Elektro-Luftfilter einstecken.
Türen schließen, Halteschrauben einsetzen
und festziehen.
Gerät wieder in Betrieb nehmen.
Folgende weitere Schritte sind durchzuführen (vgl.
Bilder 12.1.2 und 12.1.3)
27
Filtertyp
airscreen 1000
Filterklasse
F7
Spannungsversorgung 24 V / 50 Hz
Nennleistung
1–2W
Max. Anströmgeschwindigkeit
2, 5 m/s
Filtermaterial
Glasfasermatten
Bestell-Nr.
C 5035
Ersatzvlies Bestell-Nr.
C 5036
Bild 12.2.1
12.2
Nachheizregister
Wasser-Nachheizregister
Das Wasser-Nachheizregister wird bei Bestellung
bereits ab Werk in den Verteiler eingebaut. Das
Wasser-Nachheizregister dient primär zur Erwärmung
der frischen Zuluft und kann in der Übergangszeit
zur Temperierung der Luft genutzt werden.
Der Einsatz des Wasser-Nachheizregister
stellt keine Alternative zu einem vollwertigen
Heizungssystem dar.
Heizwasseranschluss
Der Wärmetauscher ist immer nach dem KreuzGegenstromprinzip anzuschließen. Dies bedeutet,
dass die Strömungsrichtung des Heizwassers
entgegengesetzt zur Luftströmung gerichtet ist.
Zum Aufschrauben der Anschlussleitungen
auf die Stutzen des Wärmetauschers
muss der Stutzen mit einer Rohrzange
unbedingt dagegen gehalten werden.
Bei zu hohem Drehmoment besteht sonst die
Gefahr einer Beschädigung des Wärmetauschers
(Bild 12.2.1).
Die Verbindungen sind abzudichten. Es ist
empfehlenswert, am unteren Rohranschluss,
unmittelbar vor der Verschraubung, einen
Entleerungshahn anzubringen.
28
Der Wärmetauscher kann ohne zusätzlichen
Heizkreis in das System eingebunden werden.
Hierfür ist an Vor- und Rücklaufleitung jeweils ein TAbzweig und ein Absperrventil zu setzen. Das Ventil
im Vorlauf sollte über eine Feinregulierung verfügen,
um den Wasser-Volumenstrom entsprechend
einstellen zu können. Im Vorlauf ist außerdem ein
Thermostatventil zur individuellen Einstellung der
gewünschten Zulufttemperatur zu setzen.

Achtung !
Der Wärmetauscher kann nur dann seine
volle Leistung erbringen, wenn das Heizwassernetz sorgfältig entlüftet worden ist.
Bei Neuanlagen und großvolumigen Heizwassernetzen kann ein mehrmaliges Entlüften
notwendig werden, bis der im Wasser gelöste
Sauerstoff restlos entwichen ist.
Temperaturregelung
Die Regelung der Zulufttemperatur erfolgt bauseits
über ein Thermostatventil in Verbindung mit einem
Fernfühler Bestell-Nr. A 11321, welcher hinter dem
Nachheizregister in Strömungsrichtung angeordnet
ist.
Die Halterung des Fernfühlers ist an der
Gehäusewand des Wärmetauschers anzuschrauben. Die benötigten Löcher für die Platzierung sind
vorhanden. Zur Befestigung des Fernfühlers ist dieser
durch die Bohrung in der Gehäusewand einzuführen
und in die Halterung einzurasten (vgl. Bild 12.2.3).
Die Bohrung im Gehäuse ist nach erfolgter Montage
mit der mitgelieferten Gummitülle zu verschließen.
Frostschutz
Sinkt die gemessene Fortlufttemperatur nach dem
Luft/Luft-Wassertauscher unter +1°C ab, wird
automatisch ein elektrisch betriebenes Heizregister
zugeschaltet. Die Temperatur der Außenluft
wird angehoben und somit das Einfrieren des
Wassertauschers verhindert. Das Elektroheizregister
bleibt solange in Betrieb, wie die Frostgefahr besteht.
Jedes ausgelieferte Lüftungsgerät des Typs Recovery
500 verfügt über dieses Heizregister. Die Heizleistung
des Registers beträgt 2,0 kW

Achtung:
Für den Betrieb des Lüftungsgerätes Recovery 500 wird bei
s a c h g e m ä ß e r Ve r w e n d u n g b z w.
Handhabung bauseits kein zusätzlicher
Frostschutzthermostat benötigt, aber:
Bild 12.2.2
Bild 12.2.3
Unabhängig davon ist ein bauseits zu erstellender
Thermostat unbedingt zu empfehlen. Sollte bei
Frostgraden der Bypass betätigt und kalte Außenluft
nicht über die Wärmerückgewinnung geführt werden,
kann das Warmwasser- Nachheizregister bei Ausfall
der Heizungsanlage eingefrieren. Es findet für die
Außenluft keine Wärmerückgewinnung statt. Der
Fühler für die Betätigung des Elektroheizregisters
befindet sich in der Fortluft. Bei geöffnetem Bypass
steht hier immer warme Abluft an und das EHeizregister wird dann auf keinen Fall aktiviert.
29
13. Technische Daten
Typ
Recovery 500
Bestell-Nr.
C 500
Gewicht
120 kg
Geräteabmessungen
LxBxH
Anschluss-Stutzen
Luftleistung
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
1150 x 650 x 690 mm
� 200 mm
Zuluft
Abluft
250 m³/h
375 m³/h
550 m³/h
250 m³/h
375 m³/h
550 m³/h
Externe Pressung
100 Pa 150 Pa 200 Pa
100 Pa 150 Pa 200 Pa
100 Pa 150 Pa 200 Pa
Wärmetauscher
Gegenstrom-Plattenwärmetauscher, wasserbeständig,
frostsicher
Material
Aluminium
Wärmebereitstellungsgrad
�´WRG, mittel
�´WRG, korrigiert
81 %
± 79 %
Ventilatoren / Elektrische Daten
Ventilatoren
EC-Radialventilatoren mit Mikroprozessor gesteuerten
Gleichstrommotoren
Netzanschluss
230 V~/ 50 Hz
Elektrische Leistungsaufnahme
bei externem Differenzdruck
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Pel, 100 bei �pext. = 100 Pa
Pel, 150 bei �pext. = 150 Pa
Pel, 200 bei �pext. = 200 Pa
80 W
97 W
120 W
151 W
175 W
199 W
280 W
315 W
330 W
Stromstärke IN
1,3 A
Stromstärke Imax
12,5 A
Absicherung (bauseits)
16,0 A, träge (Kabel 3 x 1,5 m²)
Defrosterheizung
E-Heizregister
Heizleistung
2 kW
Luftfilter
Zuluft
Abluft
Bestell-Nr.
CC50070
50024
C 50024
Filterklasse
F6
G4
G4
Abmessungen L x B x H
588 x 293 x 96
588 x 293 x 96
Option
Elektro-Luftfilter
Bestell-Nr.: C 5035
Filterklasse F7
Wasser-Nachheizregister
Bestell-Nr.: C 2505
Einbau in Verteiler
Wärmetauscher
Wasservor-/-rücklauftemperatur:
Heizwasservolumenstrom:
Druckverlust Heizwasser:
Nennwärmeleistung:
Max. Heizmitteltemperatur:
Max. Betriebsdruck:
Cu/Al Wasser/Luftwärmetauscher , 5 Rohrreihen,
¾ “ Anschluss mit Außengewinde
70/55 °C
530 l/h
21 kPa
9 kW
100 °C
8 bar
Temperaturregler für
Wasser-Nachheizregister
Bestell-Nr.: A 11321
½“-Anschluss
Option
30
Technische Änderungen vorbehalten!
N
PE
2
3
X1
grau
schwarz
braun
Blatt 2: A1 / GND
Blatt 2: A1 / Party
Blatt 2: A1 / Tag
Legende:
B1 Drucküberwachung
B2 Frostschutzthermostat
B3 STB E-Heizregister
B4 Regler E-Heizregister
E1 E-Heizregister
E2 E-Filter
K1 Relais Freigabe Fortluft
K2 Relais Lüfter Ein
K2.1 Relais Freigabe E-Heizreg.
K3T Nachlauf Ventilatoren
K4T Nachlauf E-Heizregister
M1 Bypass Stellmotor
T1 Trafo E-Filter
X1 Klemmleisten nach extern
X2 Klemmleiste intern
12 GND
11 Party
10 Tag
9
8
7 Bypass Öffnen
6 Lüfter Ein
5 N zum Bedient.
4 L1 zum Bedient.
L1
1
24
21
3
M1
2
1
X2 7 8 9
K2
A1
A2
K2
t = 5 min
K4T
A2
K2.1
A1
18
15
B2
�
�
B3
P
12
11
K2.1
B1
X2 4
A3
A2
B1
A2
A1
K3T
B1
1
4
K4T
A1
2
�
24
21
3
2
B4
14
11
1
12
14
A2
K1
A1
t = 10 min
K3T
11
18
15
Nachlauf Frostschutz und Lüfter einstellbar
L1
K2
N
X2 5
14
11
PE
6
E2
X2 2
24V~
5VA
X2 1
E1
T1
230V~
X2 12
X2 11
X2 10
Übersichtsschaltplan Recovery 500 (Anschluß 230V~ / 50Hz)
Blatt 2: A1 / PE
Blatt 2: A1 / N
Blatt 2: A1 / L1
14. Elektro-Schaltplan Recovery 500 (Blatt 1)
31
32
PE
Blatt 1 / X2:12
grau
schwarz
A1 EBM Netzteil
K1 Relais Freigabe Fortluft
M2 Zuluft Ventilator
M3 Fortluft Ventilator
X3 Klemmleiste intern
Legende:
Blatt 1 / X1:12 (GND)
Blatt 1 / X1:11 (Party)
braun
N
Blatt 1/ X2:11
Blatt 1 / X1:10 (Tag)
L1
Blatt 1/ X2:10
A1
Minus 2
Tacho 2
PW M 2
Minus 1
Tacho 1
PW M 1
Party
Tag
Aus
Temp.
GND
+48 V
GND
+48 V
X3 1
Übersichtsschaltplan Recovery 500 (Anschluß 230V~ / 50Hz)
11
K1 14
X3 2
rot
rot
gelb
blau
weiß
gelb
blau
weiß
M2
M3
14. Elektro-Schaltplan Recovery 500 (Blatt 2)
14.1 Elektro-Schaltplan Bedienteil Recovery 500
33
15. Problem: Unerwünschter Feuchteanfall in Lüftungsgeräten und
deren Kanalsystem, bei Lüftungsanlagen die nicht ständig in Betrieb
sind
Zum besseren Verständnis im Umgang mit Anlagen zur Kontrollierten Wohnungslüftung haben wir die
folgenden Informationen zusammengestellt. Sie sollen dabei helfen, eventuell auftretende Schäden an den
Lüftungsanlagen bei unsachgemäßer Installation und Handhabung zu vermeiden.
Lüftungsgeräte, die oberhalb der zu Be- und Entlüftenden Räume aufgestellt sind, unterliegen, wenn sie
nicht in Betrieb sind, dem so genannten „ Kaminzugeffekt“. Die feuchte, warme und somit leichtere Luft aus
Bad, Küche und WC steigt über das Lüftungsgerät und die Fortluftleitung nach außen. Das gleiche trifft auch
für die warme Luft aus den Wohn- und Schlafräumen zu.
Diese feuchte und warme Luft kühlt sich auf ihrem Weg soweit ab, dass im Kanalsystem und im Lüftungsgerät
Kondensat anfällt. Dieser Vorgang findet immer dann statt, wenn das Lüftungsgerät abgeschaltet ist.
Verursacht wird dieser Kaminzugeffekt durch die unterschiedlichen Temperaturen der Luft in den einzelnen
Bereichen. In der kalten Jahreszeit sind die Temperaturdifferenzen größer und die transportierten Luftmengen
damit wesentlich höher. Damit steigt auch die Menge des anfallenden Kondensates.
Steht das Lüftungsgerät in einen Bereich mit niedrigerer Lufttemperatur als die Temperatur der Wohnraumluft,
wird dieser Effekt zusätzlich verstärkt. Diese Feuchtigkeit wird zum Problem und kann die elektrischen
Bauteile zerstören.
Dieser Problematik kann einfach entgegengewirkt werden:
Das Lüftungsgerät muss in der kalten Jahreszeit ständig in Betrieb sein !
Die Wärmerückgewinnung im Wärmetauscher des Lüftungsgerätes findet gerade bei tiefen Außentemperaturen
am effektivsten statt. Hier werden dann auch richtig Heizkosten gespart. Es ist deshalb zwingend erforderlich,
dass das Lüftungsgerät zumindest auf kleinster Stufe durchläuft. Das Abschalten gerade während dieser
Zeit ist absolut nicht nachvollziehbar und zudem schädlich für die gesamte Lüftungsanlage. Heizenergie
kann in der kalten Jahreszeit nicht durch Ausschalten des Lüftungsgerätes gespart werden, sondern durch
den Betrieb der Anlage!
Bei tiefen Außentemperaturen kann die Zuluft als kühl empfunden werden. Dies lässt sich mit folgenden
Möglichkeiten vermeiden:

Die Zuluftdüse ist um 360° drehbar und kann so eingestellt werden, dass der Luftstrom in eine
Richtung gelenkt wird, die keine Zugerscheinungen wahrnehmen lässt.

Abhilfe kann auch ein Nachheizregister schaffen, dass zur Nacherwärmung der Zuluft dient.
Die Lüftungsanlage darf nicht zur Trocknung des Rohbaus genutzt werden !
In der kalten Jahreszeit fällt durch den extrem hohen Feuchtegehalt der Luft im Rohbau besonders viel
Feuchtigkeit im Lüftungsgerät und den Luftleitungen an. Auch ist die Luft versetzt mit Putz- und Zementstäuben.
In dieser Zusammensetzung ist die Luft besonders schmutzig und aggressiv. Beim Betrieb der Lüftungsanlage
wird sie extrem verschmutzt. Filtertechnik und Elektrik werden besonders stark belastet.
Bei Neubauten darf die Lüftungsanlage erst bei Bezug an das Kanalsystem angeschlossen werden und
ist dann sofort in Betrieb zu nehmen!
Das Lüftungsgerät muss in der kalten Jahreszeit mindestens auf geringer Stufe in Betrieb bleiben. Der
Ein/Aus Schalter ist für die Abschaltung des Gerätes bei Wartungs- und Reparaturarbeiten z.B. Filterwechsel
gedacht.
Bitte beachten:
Soll die Lüftungsanlage in der kalten Jahreszeit länger außer Betrieb gesetzt werden, sind
die Zu- und Abluftleitungen vom Gerät zu trennen ! Zur Vermeidung von Luftbewegungen
in den Leitungen und damit verbundenen Kondensatanfall, sind sie mit Klebeband zu
verschließen.
34
16. Übergabeprotokoll
eines SCHRAG Lüftungsgerätes mit Wärmerückgewinnung
Recovery 500
Hiermit wird bestätigt, dass durch die Einbaufirma .....................................................................................
...................................�
...................................�
im Gebäude�
...................................�
ein SCHRAG Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung vom
Typ:
Recovery 500
Serien-Nr.:
.....................................
Baujahr:
.....................................
eingebaut wurde.
Der Einbau erfolgte nach den derzeit gültigen technischen Richtlinien.
Am ..�
...................................�
die gesamte Anlage in einwandfreiem Zustand unter gleichzeitiger Aushändigung der Bedienungsanleitung
übergeben. Hierbei wurde die gesamte Anlage in Funktion und Betrieb der oben genannten Person
erklärt.
................................................................................
Firmenstempel und rechtsverbindliche Unterschrift
.......................................................
Ort, Datum
.............................................................................
Unterschrift des Gebrauchsnehmers
35
Notizen
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
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................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
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................................................................
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................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
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................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
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................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
................................................................
36
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37
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C 500X / 08.2010
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