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KESSEL-Fettabscheider M* NG 2, 4, 7 und 10 zur Aufstellung in

EinbettenHerunterladen
ANLEITUNG FÜR EINBAU, BEDIENUNG UND WARTUNG
KESSEL-Fettabscheider M* NG 2, 4, 7 und 10
zur Aufstellung in frostfreien Räumen
*mit manuell bedienbarer Entsorgungseinrichtung
Ausführung nach DIN 4040-1 oder
Ausführung nach Euro-Norm pr EN 1825
Produktvorteile
Nach DIN 4040
(Zulassungs-Nr. Z54.6-128)
Nach Euro-Norm pr EN 1825
(Zulassungs-Nr. Z-54.6.327)
Aus Kunststoff (Polyethylen)
Kompakte Bauweise
Geringe Wartungskosten,
da leicht zu reinigende
und unempfindliche
Innenflächen
STAR
T
STOP
Entwä
sserun
gstech
nik
100% beständig gegenüber
aggressiven Fettsäuren und
recyclebar
Installation
Inbetriebnahme
Techn. Änderungen vorbehalten
Abbildung zeigt 93227.00/P1
Einweisung
der Anlage wurde durchgeführt von Ihrem Fachbetrieb:
Name/Unterschrift
Stand 06/03-HG
Datum
Ort
Stempel Fachbetrieb
Sach-Nr. 245-300
Sicherheitshinweise
Sehr geehrter Kunde,
bevor Sie den KESSEL-Fettabscheider in Betrieb nehmen, bitten wir Sie, die Einbau- und Bedienungsanleitung aufmerksam durchzulesen und zu befolgen.
Prüfen Sie bitte sofort, ob die Anlage unbeschädigt bei Ihnen angekommen ist. Im Falle eines Transportschadens
beachten Sie bitte die Anweisungen in Kapitel „Gewährleistung“
!
BETRETEN:
Bei Installation, Betrieb, Wartung oder Reparatur der Anlage sind die Unfallverhütungsvorschriften, die in Frage kommenden DIN- / VDE- / DVGW-Normen und Richtlinien sowie die
Vorschriften der örtlichen Versorgungsunternehmen zu beachten!
Die Anlage ist ausschließlich für Küchenabwasser mit einer maximalen Zulauftemperatur
von 60°C ausgelegt. Höhere Temperaturen führen zu Beschädigung der Anlage.
Die gesamte Anlage darf nicht betreten werden!
Bei der Entsorgung / Reinigung / Wartung ist gegebenenfalls eine geeignete Steighilfe
(z.B. Standleiter) zu verwenden.
Bei Arbeiten am Abscheider besteht RAUCHVERBOT wegen möglicher Biogasbildung.
ACHTUNG RUTSCHGEFAHR:
Bei Entsorgung / Reinigung / Wartung kann Fett / Wasser auf den Boden des Betriebsraumes gelangen.
BETRIEBSRAUM:
❑ Kein Zugang für Unbefugte Personen.
❑ Keine Lagerung von Lebensmitteln (aus hygienischen Gründen).
❑ Der Betriebsraum ist so zu wählen, daß die Abscheideranlage gut erreicht werden kann,
d.h. für die Entsorgung / Reinigung / Wartung muß um die Anlage sowie oberhalb ausreichend Platz vorhanden sein.
❑ Das Abwasser kann Bakterien enthalten. Bei Kontakt mit Abwasser sind die verschmutzten Hautstellen zu reinigen und zu desinfizieren. Die Kleidung muß gewechselt
werden.
❑ Aus hygienischen Gründen dürfen keine Lebensmittel gelagert werden.
Diese Sicherheitshinweise sind allen Bedienpersonen bekannt zu geben.
2
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemein
1.1
1.2
1.3
1.4
Verwendung .............................................................
Einsatzbereich..........................................................
Anlagenbeschreibung ..............................................
Übersicht Artikelnummer ..........................................
Seite
Seite
Seite
Seite
4
4
4
4
2. Einbau
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.5.1
2.5.2
Allgemein .................................................................
Sanitärinstallation.....................................................
Elektro-Installation....................................................
Einbauvorschlag.......................................................
Maßzeichnung..........................................................
DIN-Norm Abscheider ..............................................
Euro-Norm Abscheider.............................................
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
5
5
6
6
7
7
7
3. Inbetriebnahme
3.1
3.2
3.3
Anlage in Betriebsbereitschaft setzen...................... Seite
Einweisung, Übergabe ............................................. Seite
Übergabeprotokoll.................................................... Seite
8
8
8
4. Bedienung
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
Schaltgerät für manuelle Steuerung.........................
Funtkionen des Entsorgungsvorganges...................
Erste Entsorgung .....................................................
Entsorgungsintervalle...............................................
Durchführung der Entsorgung..................................
8
8
8
8
8
5. Entsorgung
5.1
5.2
Entsorgung DIN 4040 - Fettabscheider.................... Seite 9
Entsorgung EN 1825 - Fettabscheider ..................... Seite 10
6. Wartung
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
................................................................................. Seite 11
7. Zubehör/Ersatzteile
7.1
7.2
7.3
8. Gewährleistung
.............................................................................................. Seite 12
9. Anlagenpaß / Werksabnahme
.............................................................................................. Seite 13
10. Anlagen (Schaltpläne)
.............................................................................................. Seite 15
3
Probenahmeeinrichtung ........................................... Seite 11
Hebeanlagen Aqualift F............................................ Seite 12
Ersatzteile ................................................................ Seite 12
1. Allgemein
1.1 Verwendung
1.3 Anlagenbeschreibung
Tierische und pflanzliche Öle und Fette dürfen nicht in die öffentlichen Entsorgungsanlagen und in Gewässer geleitet
werden, da sie in erkaltetem Zustand Querschnittsverengungen und Verstopfungen der Entsorgungsleitungen verursachen. Ferner entstehen nach kurzer Zersetzungszeit Fettsäuren, die zu Geruchsbelästigungen führen sowie Rohrleitungen und Bauwerke der Entwässerungsanlagen angreifen. Die erstarrte Fettschicht auf der Wasseroberfläche
hemmt außerdem die notwendige Sauerstoffzufuhr bei Gewässern und Kläranlagen. Außerdem fordert die DIN 1986
Teil 1 die Rückhaltung schädlicher Stoffe. Aus diesen Gründen sind Fettabscheideranlagen vorzusehen, die entsprechend entsorgt werden müssen.
Die KESSEL-Fettabscheideranlagen M bestehen aus einem
Schlammfang und Abscheideraum.
Bei Fettabscheider nach DIN 4040 ist der Schlammfang im
Behälter von einer Trennwand getrennt. Die Fettabscheider
nach EN 1825 haben keinen getrennten Schlammgang, d.h.
Feststoffe und Fette werden in einem gemeinsamen Abscheideraum vom Abwasser getrennt.
Die Behälter und Einbauten bestehen aus Polyethylen. Sie
sind mit einer Pumpe mit einem Zerfördersystem ausgestattet. Die Anlagen sind mit geruchsdichten Deckelhauben ausgestattet.
Die glatte PE-Innenwand bedarf keiner zusätzlichen Beschichtung.
1.2 Einsatzbereich
Die technischen Daten finden Sie auf dem Typenschild der
Anlage und im Anlagenpaß auf der letzten Seite dieser Bedienungsanleitung.
Durch die Spül- und Entsorgungseinrichtung ist die Entsorgung der Fettabscheider nahezu ohne Geruchsbelästigung
durchführbar, da die geruchsdicht verschlossene Anlage
hierfür nicht geöffnet werden muß. An die festinstallierte Entsorgungsleitung, welche bis zu einer gut zugänglichen Stelle (z.B. Gebäudeaußenwand) geführt wird, kann der
Schlauch des Entsorgungsfahrzeuges angeschlossen werden. Die abgeschiedenen Fette werden direkt in den Entsorgungswagen gepumpt. Damit entfällt das zeitraubende und
unhygienische Auslegen der Entsorgungsschläuche durch
Nutz- und Lagerräume (z.B. Lebensmittelbereiche). Außerdem entsteht dort keine Geruchsbelästigung.
Zum Lieferumfang des Fettabscheiders M gehört:
ᮣ ein Behälter für Schlamm und Fette
ᮣ eine Fülleinrichtung für Kalt-/ und Warmwasseranschluß
ᮣ eine Pumpe für die Entsorgung
ᮣ ein Schaltkasten
1.4 Übersicht Artikelnummer
nach DIN 4040
Artikel-Nr.
nach EN 1825
Artikel-Nr.
Nenngröße
Pumpe links
Pumpe rechts
Nenngröße
Pumpe links
Pumpe rechts
2
93222.50 / M1
93222.00 / M1
2
93002.50 / M1
93002.00 / M1
4
93224.50 / M1
93224.00 / M1
4
93004.50 / M1
93004.00 / M1
7
93227.50 / M1
93227.00 / M1
7
93007.50 / M1
93007.00 / M1
10
93210.50 / M1
93210.00 / M1
10
93010.50 / M1
93010.00 / M1
Pumpe links =^ Bedienseite in Fließrichtung links
Pumpe rechts =^ Bedienseite in Fließrichtung rechts
4
2. Einbau
2.1 Allgemein
Die Anlagen sind für eine freie Aufstellung auf waagrechter,
ebener Grundfläche in Gebäuden, d.h. in trockenen, frostgeschützten Räumen ausgelegt. Dies ist besonders für die
elektrischen Anlagenteile zu beachten.
Die Anlagen können je nach Nenngröße und baulicher Gegebenheit mit unterschiedlicher Pumpenleistung ausgestattet werden:
2,6 kW Pumpe
mit 400 V, 50 Hz, Schutzart IP 68 (0,5bar; 24h), Förderleistung 25 m3/h bei einer mittleren Förderhöhe von 0,7 bar, 24h
(Leistungsangaben für Klarwasser)
4 kW Pumpe
mit 400 V, 50 Hz, Schutzart IP 68 (0,5bar; 24h), Förderleistung 30 m3/h bei einer mittleren Förderhöhe von 1,0 bar, 24h
(Leistungsangaben für Klarwasser)
Sonderausführungen:
Bei Sonderausführungen werden die Pumpenwerte gesondert angegeben.
2.2 Sanitärinstallation
1. Die Vorschriften aus DIN 4040 / EN 1825 und 1986 sind
beim Einbau zu beachten!
2. Die Anlage ist waagrecht vollflächig aufzustellen.
3. Die Pumpe ist mit den mitgelieferten Schrauben am Boden zu befestigen. Zur Geräuschdämmung ist die mitgelieferte Gummimatte unter die Winkelkonsole zu legen.
4. Die Entsorgungsleitung ist am Entsorgungsflansch anzuschließen (Flanschanschluß DN 65, PN 10, DIN 2501,
Lochkreis 145 mm). Am Ende der Entsorgungsleitung ist
an einer für das Entsorgungsfahrzeug gut erreichbaren
Stelle die mitgelieferte Storz-B-Kupplung (mit R 21/2“ Innengewinde) zu montieren. Es sind gegebenenfalls Kompensatoren gegen Schallübertragung in die Entsorgungsleitung einzusetzen. Diese ist gegen Rückfluß zu
sichern.
5
5. Um die Anschlußkupplung vor unbefugter Benutzung zu
schützen, empfehlen wir die Montage in einem abschließbaren Bedienungskasten (nicht im Lieferumfang enthalten).
Vorschlag Kastenmaß: B x H x H: 400 x 600 x 250 mm
6. Beim Anschluß der Füll- und Spülleitung sind die DIN
1988, DVGW Arbeitsblatt sowie die örtlichen Bestimmungen der Aufsichtsbehörde zu beachten.
Anschluß mit KESSEL-Fülleinrichtung:
- Fülleinrichtung in den Füll- und Spülanschlußschrauben
und mittels Rohrklammern befestigen
- Füll- und Spülleitung zusammenführen und dann gemeinsam an das R1-Innengewinde der Fülleinrichtung
anschließen
Anschluß mit anderen Trennsystemen
- Füll- und Spüleinrichtung an Füll- und Spülanschluß
(R 11/2 Innengewinde) anschließen.
7. Für die Fülleitung ist Kaltwasser, für die Spülleitung
Warmwasser zu verwenden.
8. Die Zu- und Ablaufleitungen sind anzuschließen. Beim
Anschluß an SML-Rohre nach DIN 19522 sind in die Zuund Ablaufstutzen Stützringe (Zubehör) einzuführen. Bei
Zu- und Ablaufleitungen aus anderen Materialien handelsübliche Übergangsstücke verwenden.
9. Entsprechend der DIN 4040 Teil 2 müssen Fettabscheideranlagen sowie deren Zu- und Ablaufleitungen ausreichend be- und entlüftet werden. Somit ist die Zulaufleitung als Lüftungsleitung bis über das Dach zu führen. Alle
Anschlußleitungen von mehr als 5 m Länge sind gesondert zu entlüften. Ist die Zulaufleitung länger als 10 m und
keine gesondert entlüftete Anschlußleitung vorhanden,
so ist die Zulaufleitung in Abscheidernähe mit einer zusätzlichen Lüftungsleitung zu versehen.
2. Einbau
2.3 Elektro-Installation
Die Elektroarbeiten dürfen nur von einem Elektro-Fachbetrieb durchgeführt werden.
1. Im Schaltschrank sind gemäß beiliegendem Klemmenanschlußplan die Pumpe anzuschliessen. Bauseits ist
die Anschlußleitung (5 x 4 mm2) zu installieren.
Absicherung:
ᮣ T 16 Amp. bei 2,6 kW
ᮣ T 20 Amp. bei 4 kW
2. Die Pumpe ist anzuschließen. Drehfeldrichtung der
elektrischen Installation ist unbedingt zu prüfen.
(Laufgeräusche, Leistungsdaten).
BITTE BEACHTEN SIE:
ᮣ Bedienungsvorschriften sind in der näheren Umgebung
des Abscheiders anzubringen.
ᮣ Der Entsorgungsvorgang ist genau nach Anweisung
durchzuführen.
ᮣ Die Entsorgung der Fettabscheideranlage nur von zugelassenen Entsorgungsunternehmen durchführen
lassen.
Technische Änderungen vorbehalten!
2.4 Einbauvorschlag
Schmutzwasser, das unterhalb der
Rückstauebene anfällt, ist der öffent
lichen Kanalisation über eine auto
matisch arbeitende Abwasserhebeanlage rückstaufrei zuzuführen.
6
ቢ KESSEL-Fettabscheider „E+S“ M NG 2
ባ Storz-B-Kupplung
ቤ Probenahmeeinrichtung
ብ Fülleinrichtung
ቦ Absperrschieber
ቧ Wasseranschluß
a Kaltwasseranschluß
k
b Warmwasseranschluß
k
ቨ Entsorgungsleitung
ቩ Bei Entsorgungswagen
ohne Rückflußsicherung Rückschlagklappe vorsehen
ቪ Elektro-Anschluß
ቫ KESSEL-Kellerablauf
„Der Universale“ mit
Rückstauverschluß
ቭ KESSEL-Hebeanlage
2. Einbau
2.5 Maßzeichnung
2.5.1 DIN-Norm Abscheider
ቢ
ባ
ቤ
ብ
ቦ
ቧ
ቨ
ቩ
ቪ
ቫ
ቭ
ቮ
ቯ
ተ
Nenngröße
DN
2
4
7
10
100
100
150
150
Einbringmaße axb
a
b
1700
2250
3180
3600
680
920
1150
1350
b1
h
h1
h2
h3
1080
1320
1550
1750
1455
1455
1455
1455
1030
1030
1030
1030
1100
1100
1100
1100
1180
1180
1180
1180
Zulauf
Ablauf
Schlammfang
Fettabscheideraum
Deckel mit
Schnellverschluß
Schauglas
Umschaltverteilung
Handhebel
Strahldüse
Kegeldüse
Pumpe mit Absperrschieber
Spülanschluß (Warmwasser) und Füllanschluß (Kaltwasser)
Schaltschrank
Entsorgungsanschluß
Abwasserinhalt
Schlammfang
Abscheider
220 l
430 l
720 l
1052 l
570 l
1070 l
1870 l
2480 l
Gewicht ca. kg
240 kg
290 kg
400 kg
440 kg
2.5.2 Euro-Norm Abscheider
l
b
b1
a
Nenngröße
DN
OD
a
b
b1
h1
h2
h3
l
2
4
7
10
100
100
150
150
110
110
160
160
940
1500
1600
2430
650
650
920
920
950
950
1220
1220
930
930
1130
1130
1000
1000
1200
1200
1310
1310
1560
1560
1250
1810
1850
2700
7
DN/OD
DN/OD
h1
h2
h2
h1
h3
‡420
Abwasserinhalt
Schlammfang
Abscheider
200 l
400 l
700 l
1000 l
212 l
354 l
567 l
794 l
Fettspeicher
106 l
177 l
302 l
423 l
3. Inbetriebnahme
3.1 Anlage in Betriebsbereitschaft setzen
Die Anlage ist vor der Zuführung von fetthaltigem Abwasser
ᮣ vollständig zu reinigen
(einschließlich Zu- und Abläufe; Fest- und Grobstoffe
sind zu entfernen), falls notwendig, auch leerzupumpen.
ᮣ Die gereinigte Anlage bis zum Anlagenüberlauf mit kaltem Wasser vollfüllen.
3.2 Einweisung / Übergabe
Die Inbetriebnahme und Einweisung wird in der Regel von
einem Installateur durchgeführt, kann aber auch auf Wunsch
gegen Berechnung von einem KESSEL-Beauftragten durchgeführt werden.
1. Folgende Personen sollten bei der Übergabe anwesend
sein:
ᮣ Abnahmeberechtigter des Bauherrn
ᮣ Sanitärinstallateur
Ferner empfehlen wir die Teilnahme des
ᮣ Bedienungspersonals
ᮣ Entsorgungsunternehmens
2. Vorbereitung einer Einweisung und Übergabe:
ᮣ Sanitärinstallationen müssen durchgeführt sein
ᮣ betriebsbereite Wasserfüllung der Anlage
ᮣ Der Entsorgungsunternehmer muß zum Übergabetermin bestellt werden.
3. Einweisung:
ᮣ Kontrolle der Anlage auf Dichtheit, Transport- und Montageschäden sowie Prüfung der Leitungsverbindungen
ᮣ Information zur Entsorgung
ᮣ Praktische Vorführung der Bedienungsmöglichkeiten
4. Übergabe der Einbau- und Bedienungsanleitung
5. Nach Beendigung der Einweisung ist die Fettabscheideranlage wieder in betriebsbereiten Zustand zu setzen,
d.h. die Anlage muß mit Kaltwasser vollgefüllt sein.
6. Erstellung des Übergabeprotokolls.
3.3 Übergabeprotokoll
(siehe Anhang)
4. Bedienung
4.1 Schaltgerät für manuelle Steuerung
Das Schaltgerät für manuelle Steuerung besitzt je eine
Drucktaste für „Start Pumpe“ sowie „Stop Pumpe“. Störungen werden durch die Störanzeige signalisiert.
mit einem fachkundigen Entsorgungsunternehmen abgeschlossen werden.
Während der Entsorgung sollten der Abscheideranlage
keine Abwässer zugeführt werden.
4.2 Funktionen des Entsorgungsvorganges
ᮣ Leeren
ᮣ Mischen
ᮣ Spülen
ᮣ Füllen
Aus dieses vier Funktionen wird in Einzelschritten das Entsorgungsprogramm (s. Kapitel 5) zusammengestellt.
4.5 Durchführung der Entsorgung
Voraussetzung: Deckel ist geschlossen, Absperrschieber
geöffnet.
1. Ankuppeln
2. Hauptschalter EIN - keine Störungsanzeige
3. Ablauf siehe Tabelle
4. Anzeigen:
Bei ev. notwendigem Wechsel des Entsorgungsfahrzeuges,
Entsorgung unterbrechen
ᮣ Entsorgungsschlauch abkuppeln
ᮣ Entsorgungsschlauch des neues Fahrzeuges ankuppeln
ᮣ Entsorgung fortsetzen.
4.3 Erste Entsorgung
Die erste Entsorgung ist innerhalb von 2 bis 3 Wochen ab Inbetriebnahme durchzuführen.
4.4 Entsorgungsintervalle
Gemäß DIN 4040 sind Fettabscheideranlagen je nach Anfall
14-tägig, mindestens jedoch einmal pro Monat zu entleeren.
Das Fettschichtfassungsvermögen der Anlage beträgt 160
mm. Vor Erreichen dieses maximalen Wertes ist die Anlage
zu entsorgen. Die Schichtdicke kann durch das Schauglas
in der Anlagenaußenwand festgestellt werden. Nur eine
rechtzeitige Entsorgung der Anlage gewährleistet eine richtige Funktion. Aus diesem Grund sollte ein Wartungsvertrag
Hinweise zur Entsorgung:
ᮣ Beim Entsorgungsvorgang darf die Fahrzeug-Saugpumpe nicht eingeschaltet sein.
ᮣ Rückflußverhinderer (Rückschlußpumpe)
siehe Kapitel 2.2.
8
9
90
30
30
60
60
30
Leeren
Spülen
Spülen
Leeren
Leeren
Leeren
Füllen
Spülen
Leeren
Füllen
9
10
11
12
13
420
30
90
1000
60
60
500
180
200
60
180
200
60
240
200
360
360
120
100
140
60
100
140
60
160
140
300
200
80
ein
aus
aus
ein
aus
ein
aus
aus
aus
ein
ein
aus
aus
ein
ein
aus
aus
aus
aus
ein
aus
aus
aus
aus
aus
ein
aus
aus
aus
aus
ein
ein
aus
aus
aus
aus
ein
ein
ein
Nach Förderhöhe, Temperatur und Wasserdruck sind die Zeiten zu optimieren. Durchfluß Magnetventil DN 25 bei 4 bar 23m3/h.
300
100
60
Spülen
Spülen
8
100
100
Spülen
Füllen
7
30
120
30
Leeren
6
120
Mischen
100
180
180
60
Leeren
Mischen
5
120
100
Leeren
3
120
40
Mischen
Leeren
Mischen
2
Füllen
Mischen
Teil-Leeren
1
4
Leeren
Funktion
Programmschritt
Pumpenlaufzeit in Sekunden
Stellung
Ventil
Ventil KaltUmschaltventil NG 2 NG 4 NG 7 NG 10 Pumpe Warmwasser wasser
Für Anlagen mit manueller Bedienung des Umschaltventils und der EIN/AUS-Pumpenlaufzeit:
Abscheider NG 2, NG 4, NG 7 und NG 10 nach DIN 4040
5.1 Entsorgung DIN 4040 - Fettabscheider
Bis die Pumpe
leerläuft
Bis Überlauf der
Anlage
Bis die Pumpe
leerläuft
ca. 25 cm
Füllhöhe
Bis die Pumpe
leerläuft
ca. 25 cm
Füllhöhe
Bis die Pumpe
leerläuft
ca. 25 cm
Füllhöhe
Wasserspiegel um
ca. 30 cm senken
Hinweis
10
90
100
120
Spülen
Leeren
Spülen
Spülen
Teil-Leeren
Mischen
Leeren
Füllen
Mischen
Leeren
1
2
3
4
5
6
7
8
60
Spülen
Spülen
30
30
Leeren
Leeren
Spülen
Leeren
Füllen
11
12
13
600
60
60
360
180
200
60
180
200
60
240
200
220
360
80
100
140
60
100
140
60
160
140
180
200
50
aus
ein
ein
aus
ein
aus
ein
aus
aus
ein
aus
ein
aus
ein
aus
aus
ein
ein
ein
aus
aus
aus
aus
ein
ein
ein
Nach Förderhöhe, Temperatur und Wasserdruck sind die Zeiten zu optimieren. Durchfluß Magnetventil DN 25 bei 4 bar 23m3/h.
260
90
60
Spülen
Füllen
10
200
100
60
Spülen
Leeren
30
90
100
30
120
100
130
180
40
9
30
100
Spülen
Füllen
Leeren
30
Leeren
120
30
Leeren
Funktion
Programmschritt
ein
aus
aus
aus
aus
aus
aus
aus
aus
aus
aus
aus
aus
Pumpenaufzeit in Sekunden
Stellung
Ventil
Ventil KaltUmschaltventil NG 2 NG 4 NG 7 NG 10 Pumpe Warmwasser wasser
Für Anlagen mit manueller Bedienung des Umschaltventils und der EIN/AUS-Pumpenlaufzeit:
Abscheider NG 2, NG 4, NG 7 und NG 10 nach EN 1825
5.2 Entsorgung EN 1825 - Fettabscheider
Bis die Pumpe
leerläuft
Bis Überlauf der
Anlage
Bis die Pumpe
leerläuft
ca. 25 cm
Füllhöhe
Bis die Pumpe
leerläuft
ca. 25 cm
Füllhöhe
Bis die Pumpe
leerläuft
ca. 25 cm
Füllhöhe
Wasserspiegel um
ca. 30 cm senken
Hinweis
6. Wartung
Die Abscheideranlage soll vor Inbetriebnahme und in regelmäßigen Abständen auf Dichtheit geprüft werden.
Die Pumpe mit dem Zerhacker sowie die Düsen sind weitgehend wartungsfrei.
1. Oberflächenschutz
Die Innenwände sind in regelmäßigen Abständen zu reinigen und zu kontrollieren.
2. Die Steuerung ist wartungsfrei.
Zustand von Schlammfang und Abscheideraum (innen
und aussen) ist zu prüfen. Elektrische Installationen und
Pumpen sind zu kontrollieren.
4. Im Hinblick auf die Entwicklung der Bestimmungen und
Kontrollen empfehlen wir den Betreibern die Dokumentation aller Arbeiten und Vorkommnisse an der Abscheideranlage. Außerdem sollten die Entsorgungsnachweise
z.B. in Form eines Betriebstagebuches aufbewahrt werden.
3. Pro Jahr sind zwei Inspektionen durchzuführen. Dabei ist
die Anlage zu entsorgen und gründlich zu reinigen. Der
7. Zubehör/Ersatzteile
Eine Nachrüstung von Zubehör ist in der Regel möglich. Wir
bitten Sie, dazu Ihre Anfrage an unsere Verkausabteilung zu
richten.
7.1 Probenahmeeinrichtung
KESSEL bietet verschiedene Probenahmeeinrichtungen
zum Einbau in frostgeschützte Räume und ins Erdreich an.
Sämtliche Probenahmeeinrichtungen sind geruchdicht verschlossen.
Mit diesen Probenahmeeinrichtungen wird die Entnahme
von Abwasserproben aus dem gesamten Strömungsquerschnitt ermöglicht. Damit können Analysen, beispielsweise
entsprechend der DIN 38409, durchgeführt werden.
Ausführung
Art. Nr.
Ablauf waagrecht
915 871
Ablauf senkrecht
915 870
11
Vor der Entnahme der Probe ist die Probenahmeeinrichtung
zu reinigen.
Der Einbau und die Ausführung von Probenahmeeinrichtungen ist nicht einheitlich geregelt, wird jedoch grundsätzlich
von der DIN 1986 Teil 1 gefordert. Bitte beachten Sie die entsprechenden örtlichen Bestimmungen.
7. Zubehör/Ersatzteile
7.2 Hebeanlagen Aqualift F
KESSEL bietet verschiedene Hebeanlagen in unterschiedlicher Ausführung und Leistung an, die dem Abscheider vorund nachgeschaltet werden können.
Bitte beachten Sie, daß nach Fettabscheider aufgrund der
kontinuierlichen Entwässerung eine Doppelhebeanlage vorzusehen ist.
NennNennStromanschluss
leistung
weite
®
KESSEL-Hebeanlage
F Duo: DN 100
1,1 kW
400 V DSAqualift
(3-phasig)
2,2 kW
400 V DS (3-phasig)
DN 100
Art. Nr.
28 659
28 631
7.3 Ersatzteile
Artikel
Best.Nr.
für KESSEL-Fettabscheider nach DIN 4040
• Deckelhaube aus Kunststoff ø 630 mm
916 901
• Dichtung für Deckelhaube ø 630 mm
917 201
• Profilschelle für Deckelhaube ø 630 mm
917 001
für KESSEL-Fettabscheider nach EN 1825
• Deckelhaube ø 420 mm
916 904
• Dichtung für Deckelhaube ø 420 mm
916 204
• Profilschelle zur Befestigung der Deckelhaube
916 402
für alle KESSEL-Fettabscheidertypen
• Entsorgungspumpe mit Zerhacker 2,2 kW
916 401
• Entsorgungspumpe mit Zerhacker 4 kW
916 402
8. Gewährleistung
1. Ist eine Lieferung oder Leistung mangelhaft, so hat KESSEL
nach Ihrer Wahl den Mangel durch Nachbesserung zu beseitigen oder eine mangelfreie Sache zu liefern. Schlägt die Nachbesserung zweimal fehl oder ist sie wirtschaftlich nicht vertretbar, so hat der Käufer/Auftraggeber das Recht, vom Vertrag
zurückzutreten oder seine Zahlungspflicht entsprechend zu
mindern. Die Feststellung von offensichtlichen Mängeln muss
unverzüglich, bei nicht erkennbaren oder verdeckten Mängeln
unverzüglich nach ihrer Erkennbarkeit schriftlich mitgeteilt werden. Für Nachbesserungen und Nachlieferungen haftet KESSEL in gleichem Umfang wie für den ursprünglichen Vertragsgegenstand. Für Neulieferungen beginnt die Gewährleistungsfrist neu zu laufen, jedoch nur im Umfang der Neulieferung.
Es wird nur für neu hergestellte Sachen eine Gewährleistung
übernommen.
Die Gewährleistungsfrist beträgt 24 Monate ab Auslieferung an
unseren Vertragspartner.
§§ 377, 378 HGB finden weiterhin Anwendung.
2. KESSEL stellt ausdrücklich klar, dass Verschleiß kein Mangel ist. Gleiches gilt für Fehler, die aufgrund mangelhafter Wartung auftreten.
Stand 01.01.2002
12
9. Anlagenpaß / Werksabnahme
KESSEL
Bahnhofstr. 31
85101 Lenting
Type _______________________________________________________________________________________
Herstell. Nr. / Bj. ______________________________________________________________________________
Gewicht / kg _______________
l x b x h ________________________________________________________
DIN/EN___________________
Zulassung ______________________________________________________
Volumen Schlammfang / l ______________________________________________________________________
Volumen (Fett)abscheideraum / l _________________________________________________________________
Prüfstempel _______________
Werkstoff _______________________________________________________
(Zubehör) ___________________________________________________________________________________
Die Anlage wurde vor Verlassen des Werks auf Vollständigkeit und Dichtheit überprüft.
Datum
Name des Prüfers
13
Übergabeprotokoll
Bezeichnung und NG:
__________________________________________________________
Tag / Uhrzeit
__________________________________________________________
Objektbezeichung
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Bauherr
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Planer
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Ausführende Sanitärfirma
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
KESSEL-Kommissions-Nr.:
Abnahmeberechtigter
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Anlagen-Betreiber
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Übergabeperson
__________________________________________________________
Sonstige Anwesende / Sonstiges
__________________________________________________________
Die aufgeführte Inbetriebnahme und Einweisung wurde im Beisein des Abnahmeberechtigten und des Anlagenbetreibers
durchgeführt. Bitte Durchschrift ans Werk senden!
____________________________
Ort, Datum
____________________________
Unterschrift Abnahmeberechtigter
Ȭ
14
____________________________
Unterschrift Anlagenbetreiber
Elektrische Schaltpläne
Stromlaufplan
Anhang
Elektrische Schaltpläne
Stromlaufplan
Anhang
Elektrische Schaltpläne
Klemmenbelegung
Anhang
Elektrische Schaltpläne
Geräteanordnung Schaltschranktüre
Anhang
EU-KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
nach der Maschinenrichtlinie 89/392/EWG vom 14.06.1989 und den Änderungsrichtlinien 91/368/EWG
vom 20.06.1991, 93/44/EWG vom 19.07.1993 und 93/68/EWG vom 22.07.1993
Der Hersteller
KESSEL GmbH, D-85101 Lenting
erklärt, daß das Produkt
Fettabscheider mit manueller Entsorgungseinrichtung
entwickelt und gefertigt worden ist
in Übereinstimmung mit folgenden Normen:
EN 292
VDE 0113
EN 50 081
EN 50 082
Lenting, den 01.01.1996
B. Kessel
G. Vanetta
19
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