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Automatische Brandmelder LSN improved version - Bosch Security

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Automatische Brandmelder LSN
improved version
FAP-DO420/FAP-420/FAH-420
de
Betriebsanleitung
Automatische Brandmelder LSN improved
version
Inhaltsverzeichnis | de
3
Inhaltsverzeichnis
1
Produktbeschreibung
5
2
Systemübersicht
6
2.1
Melderaufbau
6
2.2
Funktionsbeschreibung der Sensorik
6
2.2.1
Optischer Sensor (Rauchmelder)
6
2.2.2
Thermischer Sensor (Wärmemelder)
6
2.2.3
Chemischer Sensor (Gassensor)
7
2.3
Systembeschreibung
7
2.4
Blinkfrequenz und Fehlersuche
7
2.5
Leistungsmerkmale
7
3
Planung
9
3.1
Grundsätzliche Planungsrichtlinien
9
3.2
Einsatz im Lokalen SicherheitsNetzwerk (LSN/LSN improved version)
9
3.3
Einsatz in Bereichen mit erhöhter Radioaktivität
9
4
Programmierung
10
4.1
FAP-DOTC420 / FAP-OTC 420
10
4.2
FAP-DOT420 / FAP-OT 420
12
4.3
FAP-DO420 / FAP-O 420 / FAP-O 420-KKW
13
4.4
FAH-T 420/FAH-T 420-KKW
13
5
Anschaltung
15
5.1
Übersicht der Meldersockel
15
5.2
Sockelmontage
16
5.3
Anschaltung
17
5.3.1
Anschaltung MS 400/MS 400 B
18
5.3.2
Anschaltung FAA-MSR 420
19
5.4
Meldersockelsirenen
20
5.5
Montage des Meldereinsatzes
21
5.6
Melderentnahme
21
5.7
Adressierung
22
6
Zubehör
23
6.1
EOL-Modul zum EN 54-13-konformen Abschluß eines Stichs
23
6.2
Trägerplatte zur Meldergruppen-Kennzeichnung
23
6.3
SK 400 Schutzkorb
23
6.4
SSK 400 Staubschutzkappe
24
6.5
MK 400 Melderkonsole
24
6.6
MH 400 Melderheizung
24
6.7
Melderparallelanzeigen
24
6.7.1
Installationshinweis Melderparallelanzeige FAA-420-RI
24
6.7.2
Melderparallelanzeige MPA
26
6.8
Zubehör für Service und Melderprüfung
28
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
4
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Inhaltsverzeichnis
7
Bestellübersicht
31
7.1
Meldervarianten
31
7.2
Meldersockel
31
7.3
Melderzubehör
31
7.4
Montagezubehör
32
7.5
Meldersockelsirenen
32
7.6
Servicezubehör
32
8
Wartung und Service
33
8.1
Hinweise für den Service
34
8.1.1
Anzeige der Betriebsdaten in WinPara
34
8.2
Kodierung der Meldertypen
35
8.3
Prüfanweisung für Brandmelder LSN improved version
36
8.3.1
Prüfverfahren für alle Brandmelder mit optischem Sensor
36
8.3.2
Prüfverfahren für FAP-DOTC420 / FAP-DOT420 / FAP-OTC 420 / FAP-OT 420
37
8.4
Gewährleistung
37
8.5
Reparatur
37
8.6
Entsorgung
38
8.7
Weiterführende Dokumentation
38
9
Technische Daten
39
A
Anhänge
42
A.1
Abkürzungen
42
A.2
Änderungshistorie des Dokuments
43
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
1
Produktbeschreibung | de
5
Produktbeschreibung
HINWEIS!
Diese Produktinformation beschreibt das gesamte Lieferprogramm der Serie FAP-420/
FAH-420 Automatische Brandmelder LSN improved version.
Wenn in diesem Dokument der Begriff DO-Melder verwendet wird, sind folgende Melder
gemeint: FAP-DO420, FAP-DOT420, FAP-DOTC420.
Die Serie FAP-420/FAH-420 Automatische Brandmelder LSN improved version wurden speziell
für die Anschaltung an die FPA-1200 und die Modulare Brandmeldezentrale FPA-5000
konzipiert. Die Brandmelderserie kombiniert Standard-Detektionsverfahren wie
Streulichtmessung und Temperaturmessung in ihrer höchsten Ausbaustufe mit der
Gasmesstechnik.
Hierbei werden die Signale von Rauchsensor, Temperatursensor und Gassensor mit Hilfe
intelligenter Auswerteelektronik (Intelligent Signal Processing - ISP) bewertet. Damit wird die
Täuschungsalarmsicherheit erheblich erhöht und die Detektionszeit im Vergleich zu den heute
am Markt verfügbaren Brandmeldern reduziert.
Durch den höheren Informationsgehalt der Mehrsensormelder wird ein Einsatz der Melder
auch in Umgebungen möglich, wo reine Rauchmelder nicht eingesetzt werden können.
Die Melder sind in folgenden Ausbaustufen verfügbar:
–
FAP-DOTC420: Kombinierter dual-optischer, thermischer, chemischer Rauchmelder
–
FAP-OTC 420: Kombinierter optischer, thermischer, chemischer Rauchmelder
–
FAP-DOT420: Kombinierter dual-optischer, thermischer Rauchmelder
–
FAP-OT 420: Kombinierter optischer und thermischer Rauchmelder
–
FAP-DO420: Dual-optischer Rauchmelder
–
FAP-O 420/FAP-O 420 KKW: Optischer Rauchmelder
–
FAH-T 420/FAH-T 420 KKW: Thermischer Melder
Die Linientechnikvarianten sind:
–
LSN classic (klassisches Lokales SicherheitsNetzwerk)
–
LSN improved version (Lokales SicherheitsNetzwerk improved version)
Die Zusammenarbeit von Ingenieuren und Designern führte zu dem zeitlosen innovativen
Design des Melders. Mit diesem Design ist es möglich, den gegenläufigen Zielen eines
großzügigen Montageraumes und eines kleinen Melders gerecht zu werden.
Die Platzierung der zweifarbigen Individualanzeige an der Melderspitze ist das erste äußerlich
sichtbare Merkmal des montagefreundlichen Entwicklungskonzeptes. Der formstabile und
robuste Meldersockel muss durch die lageunabhängige Position der Individualanzeige nicht
mehr ausgerichtet werden.
Er ist sowohl für Aufputz- als auch für Unterputzmontage geeignet und sieht separate
Befestigungspunkte für Hohlraum- und Unterputzdosen vor. Darüber hinaus passt er auf alle
gängigen Bohrmuster. Bei der Aufputzmontage ist die Kabelzuführung an der Seite möglich.
Die integrierte Zugentlastung für Zwischendeckenkabel verhindert, dass ein Kabel nach der
Installation wieder aus der Klemme herausgezogen werden kann. Die Klemmen sind sehr gut
zugänglich, eine Aufnahme für den Endwiderstand ist integriert. Es können Kabelquerschnitte
bis 2,5 mm2 verwendet werden.
Er ist mit einer Feuchtraumdichtung erweiterbar, sodass mit einem Sockel alle Erfordernisse
der Montage abgedeckt werden können.
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
6
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Systemübersicht
2
Systemübersicht
2.1
Melderaufbau
1
Rauchmesskammer mit optischem
2
Thermischer Sensor
3
Chemischer Sensor (am Schnittbild
3
4
Sensor
2
1
verdeckt)
4
Individualanzeige
5
Leiterplatte mit Auswerteelektronik
6
MS 400 / MS 400 B Meldersockel
6
5
Bild 2.1 Melderaufbau
2.2
Funktionsbeschreibung der Sensorik
2.2.1
Optischer Sensor (Rauchmelder)
Der optische Sensor arbeitet nach dem Streulichtverfahren.
Eine Leuchtdiode sendet Licht in die Messkammer (siehe Bild 2.1, Position 1), das von der
Labyrinthstruktur absorbiert wird. Im Brandfall tritt Rauch in die Messkammer ein. Das Licht
wird an den Rauchpartikeln gestreut und trifft auf die Photodiode, die die Lichtmenge in ein
proportionales elektrisches Signal umwandelt.
Bei den DO-Meldern ist der optische Sensor doppelt ausgelegt und verwendet die
unterschiedlichen Wellenlängen des infraroten und des blauen Lichts (Dual Ray Technologie).
Dadurch können Brände frühzeitig erkannt und schon geringste Rauchmengen (TF1)
zuverlässig detektiert werden.
HINWEIS! Der FAP-DO420 Rauchmelder trifft die Alarmentscheidung aufgrund einer
intelligenten Verknüpfung der folgenden Kriterien:
2.2.2
–
Gemessene Rauchdichte
–
Anstiegsgeschwindigkeit der Rauchdichte
–
Rauchpartikelgröße (gemessen mit Dual Ray Technologie)
Thermischer Sensor (Wärmemelder)
Als thermischer Sensor dient ein in einem Widerstandsnetzwerk angeordneter Thermistor
(siehe Bild 2.1, Position 2), an dem ein Analog-Digital-Wandler in zyklischen Zeitabständen die
temperaturabhängige Spannung misst.
Abhängig von der eingestellten Melderklasse geht der Temperaturmessteil bei Überschreiten
der Maximaltemperatur von 54 °C bzw. 69 °C (thermo-maximal), oder einem definierten
Temperaturanstieg innerhalb einer bestimmten Zeit (thermo-differential) in den
Alarmzustand.
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
2.2.3
Systemübersicht | de
7
Chemischer Sensor (Gassensor)
Der Gassensor (siehe Bild 2.1, Position 3) detektiert
hauptsächlich das bei einem Brand entstehende
Kohlenmonoxyd (CO), aber auch Wasserstoff (H) und
Stickstoffmonoxyd (NO).
Das zugrundeliegende Messprinzip ist die CO-Oxidation und
der dadurch entstehende messbare Strom. Das Sensorsignal
3
ist proportional zur Gaskonzentration.
Der Gassensor liefert Zusatzinformationen, um zuverlässig
Täuschungsgrößen zu unterdrücken.
2.3
Bild 2.2 Chemischer Sensor
Systembeschreibung
In den Meldern der Serie FAP-420/FAH-420 sind bis zu drei Detektionsprinzipien integriert:
–
Optisch (für Rauch): O
–
Dual-optisch (für Rauch): DO
–
Thermisch (für Wärme): T
–
Chemisch (für Gas): C
Die einzelnen Sensoren werden über das LSN-Netzwerk manuell oder zeitgesteuert
programmiert. Alle Sensorsignale werden von der internen Auswerteelektronik (ISP) laufend
bewertet und miteinander verknüpft. Durch die Verknüpfung der Sensoren (kombinierter
Melder) kann der Melder auch dort eingesetzt werden, wo betriebsbedingt mit leichtem
Rauch, Dampf oder Staub gerechnet werden muss. Passt bei den Meldern eine
Signalkombination in das bei der Programmierung gewählte Kennfeld des Einsatzortes, wird
automatisch Alarm ausgelöst.
2.4
Blinkfrequenz und Fehlersuche
Die zentral angeordnete Zweifarben-LED der LSN-improved-Melder ermöglicht durch ein
grünes Blinken die Anzeige des Betriebszustands.
Im Auslieferzustand ist bei allen LSN-improved-Meldern der Serie FAP-420/FAH-420 die grüne
LED deaktiviert. Sie kannn bei Bedarf über die Programmiersoftware aktiviert werden.
Während der gesamten Lebensdauer überwacht und regelt sich der LSN-improved-Melder
permanent eigenständig nach, um die Empfindlichkeit an den eingestellten Schwellenwert
anzupassen.
Ist der Melder übermäßig verschmutzt, wird das an die Brandmeldezentrale gemeldet.
Sobald ein Alarm ausgelöst wird, beginnt die LED rot zu blinken.
Der Melder geht in den Normalzustand zurück, wenn der Alarm entweder über die Zentrale
zurückgesetzt wird und die Alarmursache verschwunden ist.
2.5
Leistungsmerkmale
–
Aktive Eigenüberwachung der Sensorik, mit Anzeige an der Brandmeldezentrale:
–
Aktives Anpassen der Ansprechschwelle (Ruhewertnachführung) bei Verschmutzung
des optischen Sensors.
–
Aktives Anpassen der Ansprechschwelle (Ruhewertnachführung) des chemischen
Sensors.
–
Die EMV-Sicherheit ist mit 50 V/m im Bereich 1-3000 MHz deutlich höher als nach
VdS 2110 gefordert (VdS Schadenverhütung GmbH).
–
Funktionserhalt des LSN-Rings bei Drahtbruch oder Kurzschluss eines Melders durch
integrierte Trennelemente.
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
8
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Systemübersicht
–
Melder-Einzelidentifikation an der Brandmeldezentrale im Alarmfall. Alarmanzeige am
Melder durch eine blinkende rote LED.
–
Programmierbar, d. h. Anpassung an den Einsatzort.
–
Erhöhte Detektions- und Falschmeldesicherheit durch Bewertung des zeitlichen
–
Ansteuerung einer abgesetzten Melderparallelanzeige möglich.
–
Variable mechanische Entnahmesicherung (aktivierbar/deaktivierbar).
–
Staubabweisende Labyrinth- und Kappenkonstruktion.
–
Alle Melder verfügen am Boden über einen sogenannten “Chamber Maid Plug”
Verhaltens von Brand- und Störgrößen.
(Reinigungsöffnung mit Verschlussstopfen), zum Ausblasen der optischen Kammer mit
Druckluft (nicht erforderlich beim Thermomelder FAH-T 420).
–
Zur Anschaltung an die Brandmeldezentralen FPA-5000 und FPA-1200 mit den
erweiterten LSN-Systemgrenzwerten.
–
DO-Melder können Sie nur mit der Zentralensteuerung MPC-xxxx-B oder der FPA-1200
verwenden. Die Zentralensteuerung MPC-xxxx-A kann nicht verwendet werden.
–
Im Classic-Mode anschaltbar an die LSN-Brandmeldezentralen BZ 500 LSN, UEZ 2000
LSN, UGM 2020 und an andere Zentralen bzw. deren Empfangsbaugruppen mit
identischen Anschaltbedingungen, jedoch mit den bisherigen LSN-Systemgrenzwerten.
(nicht DO-Melder).
–
Bei jedem konfigurierten Melder können folgende Daten über LSN ausgelesen werden
(mit Ausnahme der KKW-Typen): Seriennummer, Verschmutzungsgrad (beim O-Sensor),
Betriebsstunden und aktuelle Analogwerte.
–
Die DO-Melder werden von der WinPara-Software nicht unterstützt.
–
Verwendung von geschirmten und ungeschirmten Kabeln.
–
Mit der Linientechnik LSN improved version können pro Ring oder Stich bis zu 254
Melder der Serie FAP-420/FAH-420 angeschaltet werden (Nationale Vorschriften sind hier
zu beachten).
–
Flexible Netzwerkstrukturen ohne zusätzliche Elemente (“T-Tapping”) möglich.
–
Automatische oder manuelle Melderadressierung wählbar.
–
Erfüllt EN 54, EN 50131 und die VdS-Richtlinien.
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
3
Planung | de
9
Planung
HINWEIS!
FAP-420/FAH-420 Automatische Brandmelder sind nicht für den Außeneinsatz vorgesehen.
3.1
Grundsätzliche Planungsrichtlinien
–
Die Projektierung von Mehrsensor-Brandmeldern erfolgt nach den Richtlinien für
optische Melder, bis mit dem VdS eine Richtlinie für deren Projektierung erarbeitet
wurde (siehe auch DIN VDE 0833 Teil 2 und VDS 2095):
–
–
Maximale Überwachungsfläche 120 m2
–
Maximale Montagehöhe 16 m.
Wird die zeitweise Abschaltung des optischen Sensors gewünscht, muss die
Projektierung nach DIN VDE 0833 Teil 2 und VDS 2095 erfolgen:
–
Maximale Überwachungsfläche 40 m2
–
Maximale Montagehöhe 7,5 m.
–
Maximal zulässige Luftgeschwindigkeit: 20 m/s.
–
Bei Projektierung eines Feuerschutzabschlusses nach DIBt muss der Melder FAH-T 420
nach Klasse A1R programmiert werden,
3.2
Einsatz im Lokalen SicherheitsNetzwerk (LSN/LSN improved
version)
Im Lokalen SicherheitsNetzwerk können die an eine Brandmeldezentrale angeschlossenen
Melder in folgenden Betriebsarten eingesetzt werden:
Meldertyp
Betriebsart
Kombiniert
Optisch
Thermomaximal
Thermodifferential
FAP-OTC 420
X
X
X
X
FAP-OT 420
X
X
X
X
FAP-O 420/
-
X
-
-
-
-
X
X
FAP-DO420
-
X
-
-
FAP-DOT420
X
X
X
X
FAP-DOTC420
X
X
X
X
FAP-O 420 KKW
FAH-T 420/
FAH-T 420 KKW
HINWEIS!
Bei der Projektierung sollte der erwartete Gesamtstrom und Leitungswiderstand
berücksichtigt werden um sicherzustellen, dass jeder Melder mit mindestens 15 V DC
Betriebsspannung versorgt wird.
3.3
Einsatz in Bereichen mit erhöhter Radioaktivität
Speziell für den Einsatz in Bereichen mit erhöhter radioaktiver Strahlung, wie z. B. in
Kernkraftwerken, stehen zwei Meldertypen zur Verfügung:
–
FAP-O 420-KKW
–
FAH-T 420-KKW
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
10
4
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Programmierung
Programmierung
Das Programmieren erfolgt über einen an die Brandmeldezentrale angeschlossenen PC oder
Laptop
–
mit FSP-5000-RPS (Remote Programming System), bei Zentralen mit der Linientechnik
LSN improved version
–
mit WinPara bei Zentralen mit der klassischen LSN Linientechnik (nicht DO-Melder).
Die Melder der Serie 420 werden durch die Angabe des Einsatzortes programmiert. Die Wahl
des Einsatzortes bestimmt das für die Brand- und Störgrößenbewertung optimale Kennfeld
des Melders.
Bei niedriger Empfindlichkeit des optischen Sensors im FAP-OTC 420 und FAP-DOTC420 löst
der Melder erst dann aus, wenn sowohl Rauch als auch ein Anstieg der CO-Konzentration oder
der Temperatur detektiert wird.
Bei den Meldertypen FAP-OTC 420 und FAP-OT 420, sowie FAP-DOTC420 und FAP-DOT420
kann die Betriebsart gewechselt, d. h. einzelne Sensoren können abgeschaltet werden:
–
Umschaltung auf optisch (Empfindlichkeit O-Sensor = niedrig, T-Sensor = abgeschaltet)
–
Umschaltung auf thermo-differential (Empfindlichkeit T-Sensor = A2R, O-Sensor =
abgeschaltet)
–
Umschaltung auf thermo-maximum (Empfindlichkeit T-Sensor = A2S, O-Sensor =
abgeschaltet).
Beim rein optischen Melder FAP-O 420 und FAP-DO420 ist die Empfindlichkeit des optischen
Sensors in drei Stufen einstellbar. Je nach Einsatzort wird damit der optische Sensor im
Melder an die Umgebungsbedingungen angepasst.
HINWEIS!
Der rein optische Melder bewertet zur Branderkennung auch das zeitliche Verhalten der
Brandkenngrößen, das sich deutlich vom zeitlichen Verhalten von Störgrößen und bei einer
Melderprüfung unterscheidet.
In Abhängigkeit von der Empfindlichkeitseinstellung ergeben sich deshalb außerhalb des
Revisionsbetriebs unterschiedliche Auslösezeiten beim Meldertest mit Prüfaerosol (10 s bis
maximal 60 s).
Der Thermomelder FAH-T 420 wird durch die Berücksichtigung von Umgebungstemperatur
und Montagehöhe und der Wahl der Empfindlichkeitsklasse programmiert.
Programmieren des optischen, thermischen und chemischen Sensors und Verknüpfen aller
Sensoren über Algorithmen erhöht wesentlich die Detektions- und Falschalarmsicherheit.
4.1
FAP-DOTC420 / FAP-OTC 420
HINWEIS! Die werkseitige Standardeinstellung des FAP-DOTC 420 und FAP-OTC 420 in RPS
und WinPara ist "Büro (Raucher) / Warteräume / Restaurants / Konferenzräume". Eine
Beschreibung dieser Einstellung befindet sich in der folgenden Tabelle.
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
Programmierung | de
Wählbare Einsatzorte in der
Meldertyp
11
Empfindlichkeit
Programmiersoftware (WinPara und
Thermo-
FSP-5000-RPS)
max
Optisch
Chemisch
(O)
(C)
(Tmax)
Büro (nach Geschäftsschluss)
O, Tmax, Tdiff, C
hoch (A2)
hoch
hoch
Büro (Raucher) / Warteräume /
O, Tmax, Tdiff, C
hoch (A2)
niedrig*
niedrig
Büro (Tagesbetrieb)
O, Tmax, Tdiff, C
niedrig (B)
mittel
hoch
EDV-Räume
O, Tmax, Tdiff, C
hoch (A2)
hoch
hoch
Fertigungsstätten
O, Tmax, Tdiff, C
niedrig (B)
niedrig*
mittel
Garagen
O, Tmax, Tdiff, C
hoch (A2)
niedrig*
niedrig
Große Lagerhallen ohne
O, Tmax, Tdiff, C
niedrig (B)
hoch
hoch
O, Tmax, Tdiff, C
hoch (A2)
niedrig*
mittel
O, Tmax, C
niedrig (B)
niedrig*
niedrig
O, Tmax, Tdiff, C
niedrig (B)
niedrig*
niedrig
Tmax, Tdiff
hoch (A2)
-
-
O
-
niedrig
-
Tmax
hoch (A2)
-
-
O, C
-
niedrig
hoch
Schulen / Kindergärten
O, Tmax, Tdiff, C
hoch (A2)
mittel
hoch
Theater / Konzerthalle
O, Tmax, Tdiff, C
hoch (A2)
mittel
hoch
Restaurants / Konferenzräume
= Werkseitige Standardeinstellung
Fahrzeugverkehr mit
Verbrennungsmotor
Konferenzhallen / Warteräume /
Messehallen
Küchen / Casinos / Restaurants
während der Öffnungszeiten
Lager mit Fahrzeugverkehr
Nur Anstiegsrate (optischer Sensor
aus)**
Nur optisch (Temperatursensor
aus)**, ***
Nur Temperatur (optischer Sensor
aus)**
Optisch/chemisch
(Temperatursensor aus)**, ***
O = optischer Sensor (Dual-Optisch beim FAP-DOTC420 Melder)
Tmax = Thermomaximal-Teil
Tdiff = Thermodifferential-Teil
C = chemischer Sensor
* Bei niedriger Empfindlichkeit des optischen Sensors löst der Melder erst aus, wenn sowohl
Rauch als auch ein Anstieg der CO-Konzentration oder der Temperatur detektiert wird.
** Nur FSP-5000-RPS
*** Für FAP-DOTC420: entspricht nicht EN54-7
Montagehöhe siehe Abschnitt 4.4 FAH-T 420/FAH-T 420-KKW, Seite 13
HINWEIS!
Der Melder FAP-DOTC420 wird von der Programmiersoftware WinPara nicht unterstützt.
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
12
4.2
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Programmierung
FAP-DOT420 / FAP-OT 420
HINWEIS! Die werkseitige Standardeinstellung des FAP-DOT 420 und FAP-OT 420 in RPS und
WinPara ist "Büro (Tagesbetrieb)". Eine Beschreibung dieser Einstellung befindet sich in der
folgenden Tabelle.
Wählbare Einsatzorte in der
Meldertyp
Empfindlichkeit
Programmiersoftware (WinPara und
Thermo-
FSP-5000-RPS)
max (Tmax)
Optisch
(O)
Büro (nach Geschäftsschluss)
O, Tmax, Tdiff
hoch (A2)
hoch
Büro (Raucher) / Warteräume / Restaurants /
O, Tmax, Tdiff
hoch (A2)
niedrig
O, Tmax, Tdiff
niedrig (B)
mittel
EDV-Räume
O, Tmax, Tdiff
hoch (A2)
hoch
Fertigungsstätten
O, Tmax, Tdiff
niedrig (B)
niedrig
Konferenzräume
Büro (Tagesbetrieb)
= Werkseitige Standardeinstellung
Garagen
–
FAP-OT 420
Tmax, Tdiff
hoch (A2)
-
–
FAP-DOT420
Tmax, Tdiff
hoch (A2)
niedrig
O, Tmax, Tdiff
niedrig (B)
hoch
Konferenzhallen / Warteräume / Messehallen
O, Tmax, Tdiff
hoch (A2)
niedrig
Küchen / Casinos / Restaurants während der
Tmax
niedrig (B)
-
O, Tmax, Tdiff
niedrig (B)
niedrig
Tmax, Tdiff
hoch (A2)
-
O
-
niedrig
Tmax
hoch (A2)
-
Schulen / Kindergärten
O, Tmax, Tdiff
hoch (A2)
mittel
Theater / Konzerthalle
O, Tmax, Tdiff
hoch (A2)
mittel
Große Lagerhallen ohne Fahrzeugverkehr mit
Verbrennungsmotor
Öffnungszeiten
Lager mit Fahrzeugverkehr
Nur Anstiegsrate (optischer Sensor aus)**
Nur optisch (Temperatursensor aus)**
Nur Temperatur (optischer Sensor aus)**
O = Optischer Sensor (Dual-Optisch beim FAP-DOT420 Melder)
Tmax = Thermomaximal-Teil
Tdiff = Thermodifferential-Teil
** Nur FSP-5000-RPS
Montagehöhe siehe Abschnitt 4.4 FAH-T 420/FAH-T 420-KKW, Seite 13
HINWEIS!
Der Melder FAP-DOT420 wird von der Programmiersoftware WinPara nicht unterstützt.
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
4.3
Programmierung | de
13
FAP-DO420 / FAP-O 420 / FAP-O 420-KKW
HINWEIS! Die werkseitige Standardeinstellung des FAP-DO 420 und FAP-O 420 in RPS und
WinPara ist "Mittel". Eine Beschreibung möglicher Einsatzorte und Empfindlichkeiten befindet
sich in der folgenden Tabelle.
Einsatzorte
Wählbare
Empfindlichkeit
Theater/Konzerthalle
Mittel
Lager mit Fahrzeugverkehr
Niedrig
Büro (Raucher)/Warteräume/Restaurants/Konferenzräume
Niedrig
Konferenzhallen/Warteräume/Messehallen
Niedrig
Büro (nach Geschäftsschluss)
Hoch
Schulen/Kindergärten
Mittel
Fertigungsstätten
4.4
Niedrig
EDV-Räume
Hoch
Große Lagerhallen ohne Fahrzeugverkehr mit Verbrennungsmotor
Hoch
Büro (Tagesbetrieb)
Mittel
FAH-T 420/FAH-T 420-KKW
Wählbare Einsatzorte in der Programmiersoftware (WinPara und FSP-5000-RPS)
§ A2R
Typische Anwendungstemperatur: 25 °C, Tmax + Tdiff, Höhe bis 6 m
A2S
Typische Anwendungstemperatur: 25 °C, only Tmax, Höhe bis 6 m
A1R
Typische Anwendungstemperatur: 25 °C, Tmax + Tdiff, Höhe 6 m bis 7,5 m
A1
Typische Anwendungstemperatur: 25 °C, only Tmax, Höhe 6 m bis 7,5 m
BR
Typische Anwendungstemperatur: 40 °C, Tmax + Tdiff, Höhe bis 6 m
BS
Typische Anwendungstemperatur: 40 °C, nur Tmax, Höhe bis 6 m
§ = Grundeinstellung in der Programmiersoftware WinPara bzw. FSP-5000-RPS
Empfindlichkeitsklassen nach EN 54 Teil 5
Bei den Meldertypen FAH-T 420 und FAH-T 420-KKW haben Sie die Möglichkeit, entsprechend
der Projektierung eine der oben angegebenen Empfindlichkeitsklassen einzustellen.
In den Empfindlichkeitsklassen A1, A2S und BS wird der FAH-T 420 bzw. FAH-T 420-KKW als
reiner Thermomaximal-Melder betrieben. Dabei spricht der Melder in Klasse A2S nicht unter
54 °C und in Klasse BS nicht unter 69 °C an.
Die Empfindlichkeitsklassen A2S und BS eignen sich daher besonders für Anwendungen, bei
denen über längere Zeit höhere Temperaturanstiegsgeschwindigkeiten vorkommen, z. B. in
Küchen oder Kesselräumen.
Die Empfindlichkeitsklassen A1R, A2R und BR bedeuten, dass außer dem Thermomaximal-Teil
auch der Thermodifferential-Teil aktiv ist.
Diese Empfindlichkeitsklassen eignen sich besonders für den Einsatz in ungeheizten
Gebäuden, wo die Umgebungstemperatur sehr stark schwanken kann, hohe
Temperaturanstiegsgeschwindigkeiten aber nicht lange andauern.
Durch den Thermodifferential-Teil kann der Melder in Klasse A1R / A2R bei T<54 °C und in
Klasse BR bei T<69 °C ansprechen.
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14
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Programmierung
Die Wahl der Empfindlichkeitsklasse ist auch abhängig von der Montagehöhe des Melders.
Für höchste Sicherheit gegen Fehlalarme sollte man bei Raumhöhen unter 6 m nicht die
Klassen A1 oder A1R wählen, obwohl dies grundsätzlich erlaubt wäre. Außerdem ist die zu
erwartende Anwendungstemperatur zu beachten.
Temperatur-
Ansprechzeit bei Meldern in
Ansprechzeit bei Meldern in
anstiegsge-
Empfindlichkeitsklasse A1R
Empfindlichkeitsklasse A2R/BR
schwindigkeit
[K
min-1
]
Unterer Grenz-
Oberer Grenz-
Unterer Grenz-
Oberer Grenz-
wert [min/sec]
wert [min/sec]
wert [min/sec]
wert [min/sec]
10
1 min
4 min 20 s
2 min
5 min 30 s
20
30 s
2 min 20 s
1 min
3 min 13 s
30
20 s
1 min 40 s
40 s
2 min 25 s
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Betriebsanleitung
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Automatische Brandmelder LSN improved
version
Anschaltung | de
5
Anschaltung
5.1
Übersicht der Meldersockel
15
Die Melder der Serien FAP-420/FAH-420 werden in einen der im Folgenden aufgeführten
Meldersockel eingesetzt.
Die Meldersockel sind für Auf- und Unterputz-Kabelzuführung geeignet und sehen separate
Befestigungspunkte für Hohlraum- und Unterputzdosen vor. Darüber hinaus passen sie auf
alle gängigen Bohrmuster.
Die Sockel sind aus weißem ABS-Kunststoff (Farbe ähnlich RAL 9010) und haben eine matte
Oberfläche.
Die Sockel verfügen über Schraubklemmen für die Anschaltung des Melders und seines
Zubehörs an die Brandmeldezentrale. Mit den Klemmen verbundene Kontakte sorgen für eine
sichere elektrische Verbindung beim Montieren des FAP-420/FAH-420 Meldereinsatzes. Es
können Kabelquerschnitte bis 2,5 mm2 verwendet werden.
Zum Schutz gegen unbefugte Entnahme kann der Meldereinsatz mit einer variablen
Verriegelung gesichert werden.
MS 400
Der MS 400 ist der Standard-Meldersockel. Er verfügt über
sieben Schraubklemmen.
MS 400 B
Standard-Meldersockel mit Bosch-Logo.
FAA-420-SEAL
Für den Einsatz des Melders in feuchter Umgebung steht für
die Meldersockel MS 400 und MS 400 B die
Feuchtraumdichtung FAA-420-SEAL zur Verfügung.
Durch die integrierte Dichtung aus TPE schützt die
Feuchtraumdichtung den Melder zuverlässig vor
Kondenswassereintritt.
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Automatische Brandmelder LSN improved
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de | Anschaltung
FAA-MSR 420
Der FAA-MSR 420 ist ein Meldersockel mit einem
Wechselkontakt-Relais (Form C).
Der FAA-MSR 420 Meldersockel mit Relais kann nur in
Verbindung mit dem Lokalen SicherheitsNetzwerk improved
version (Modulare Brandmeldezentrale FPA-5000) verwendet
werden.
MSC 420
Der Zusatzsockel MSC 420 wurde speziell für AufputzKabelzuführung durch Kabelschutzrohre konzipiert und verfügt
über zwei gegenüberliegende vorgestanzte Eingänge mit
20 mm Durchmesser sowie über zwei weitere
gegenüberliegende und vorbereitete Eingänge für bis zu
28 mm Durchmesser.
Der Zusatzsockel hat einen Durchmesser von 120 mm und eine
Höhe von 35 mm. Zum Schutz gegen Kondenswassereintritt ist
am Boden des MSC 420 eine Dichtung eingesetzt.
5.2
Sockelmontage
Die Meldersockel werden mit zwei Schrauben im Abstand von ca. 55 mm auf den ebenen,
trockenen Untergrund geschraubt.
Bei Aufputz-Kabelzuführung brechen Sie die vorbereiteten Eingänge (X) am Gehäuse heraus.
Bei Unterputz-Kabelzuführung führen Sie die Kabel durch die Öffnung in der Sockelmitte.
In der Skizze mit “Y” markierte Langlöcher sind für die Sockelmontage auf einer
Unterputzdose vorgesehen und sollten nur dafür genutzt werden.
HINWEIS!
Kabelzuführung und -abführung kann auf der gleichen Seite erfolgen.
Durchstechen Sie eine vorhandene Feuchtraumdichtung mit einem spitzen Werkzeug.
Schneiden Sie nicht mit dem Messer ein.
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Anschaltung | de
17
Ø 120
14
7.8
22.7
X
Ø 100
55
Y
Y
5.3
Anschaltung
HINWEIS!
Schirmbeidraht so kurz wie möglich halten und isolieren.
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de | Anschaltung
5.3.1
Anschaltung MS 400/MS 400 B
b1
b2
}
LSN +/L..b
max. 30 V DC
bk
ye
rd
wh
bk
a1/a2
(LSN -/L..a)
ye
gn
C
max. 3 m
bk rd
+
MPA/
FAA-420-RI
–
Legende
ye
gelb, Anschluss an b1 / b2 (LSN +)
wh
weiß, Anschluss an a1 / a2 (LSN -)
rd
rot, Anschluss an +V
bk
schwarz, Anschluss an 0V
gn
grün, Anschluss an Schirmbeidraht
c
Indikatorausgang
+V / 0V
Klemmen zum Durchschleifen der Versorgungsspannung nachfolgender
Elemente
MPA / FAA-420-RI
Melderparallelanzeige
HINWEIS! Der letzte Melder in einem Stich kann entweder mit einem Endwiderstand im
Meldersockel terminiert werden, oder mit dem FLM-320-EOL2W EOL-Modul. Für den EN-5413-konformen Abschluß ist das FLM-320-EOL2W EOL-Modul erforderlich.
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5.3.2
Anschaltung | de
19
Anschaltung FAA-MSR 420
Maximale Kontaktbelastung (ohmsche Last) des Wechselkontakt-Relais:
–
62,5 VA: 0,5 A bei 125 V AC
–
30 W: 1 A bei 30 V DC
max. 30 V DC
1 A / 30 V DC
NC NO
COM
b1 | b2
(LSN +)
NC
C
NO
ye
ye
rd
wh
a1/a2
(LSN -)
bk
gn
c
C
max. 3 m
bk
rd
+
MPA /
FAA-420-RI
–
Legend
ye
gelb, Anschluss an b1 / b2 (LSN +)
wh
weiß, Anschluss an a1 / a2 (LSN -)
rd
MPA/FAA-420-RI: rot, Anschluss an b1
bk
MPA/FAA-420-RI: schwarz, Anschluss an c (Indikatorausgang)
gn
grün, Anschluss an shielding wire
NC / C / NO
Wechselkontakt-Relais
+V / 0V
Klemmen zum Durchschleifen der Versorgungsspannung nachfolgender
Elemente
MPA / FAA-420-RI
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Melderparallelanzeige
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de | Anschaltung
HINWEIS! Der letzte Melder in einem Stich kann entweder mit einem Endwiderstand im
Meldersockel terminiert werden, oder mit dem FLM-320-EOL2W EOL-Modul. Für den EN-5413-konformen Abschluß ist das FLM-320-EOL2W EOL-Modul erforderlich.
5.4
Meldersockelsirenen
Meldersockelsirenen werden eingesetzt, wenn direkt am Brandort die akustische
Signalisierung eines Alarms gefordert wird. Meldersockelsirenen sind in vier Varianten
erhältlich.
–
MSS 300 Meldersockelsirene weiß, für
Gleichstromlinientechnik, Ansteuerung durch den
C-Punkt des aufgesetzten Melders.
–
MSS 300 WS-EC Meldersockelsirene weiß, für
Gleichstromlinientechnik, mit externer Ansteuerung
(über einen Koppler).
–
MSS 401 Meldersockelsirene, weiß, für LSNLinientechnik, mit separater Spannungsversorgung.
Der integrierte Tongenerator hat 11 Tonarten zur Auswahl
(incl. Ton nach DIN 33404 bzw. EN 457) mit einem
Schalldruck von max. 100 dBA, abhängig von der
eingestellten Tonart.
Bei den LSN-Varianten werden sowohl Lautstärke
(vierstufig) als auch Tonart über die Brandmeldezentrale
programmiert. Bei den GLT-Varianten wird die Tonart über
vier DIP-Schalter eingestellt und die Lautstärke kann
stufenlos mit einem Potentiometer eingestellt werden.
FNM-420-A-BS Meldersockelsirene, weiß oder rot, für LSNLinientechnik, mit Spannungsversorgung über das LSN mit
32 Tonvarianten.
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5.5
Anschaltung | de
21
Montage des Meldereinsatzes
HINWEIS!
Die Verpackung der Mehrsensormelder mit C-Sensor besteht aus reißfester PE-ALUVerbundfolie und sollte vorsichtig aufgeschnitten werden.
Nach Montage und Anschluss des Sockels wird der Meldereinsatz in den Sockel eingesetzt
und nach rechts bis zum Anschlag gedreht.
Meldersockel werden mit inaktiver Verriegelung ausgeliefert.
Der Meldereinsatz kann im Sockel verriegelt werden (Entnahmeschutz). Die Verriegelung wird
aktiviert, indem man den Riegel (X) aus dem Sockel herausbricht und in die entsprechende
Führung schiebt, wie in Bild 5.1 gezeigt.
1
2
3
X
X
X
X
Bild 5.1 Aktivierung des Entnahmeschutzes
Legend
5.6
1
Riegel (X) vor dem Herausbrechen
2
Riegel (X) montiert, aber inaktiv
3
Verriegelung aktiviert
Melderentnahme
Unverriegelte Meldereinsätze werden demontiert, indem man sie nach links dreht und aus
dem Sockel nimmt.
Verriegelte Meldereinsätze werden demontiert, indem man einen Schraubendreher in die
Entriegelungsöffnung (Y) steckt, damit den Riegel nach oben drückt und gleichzeitig den
Meldereinsatz nach links dreht (siehe Bild 5.2).
Y
Bild 5.2 Melderentnahme (verriegelter Meldereinsatz)
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22
5.7
Automatische Brandmelder LSN improved
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de | Anschaltung
Adressierung
Auf der Unterseite des Melders befinden sich drei Drehschalter, über die automatische oder
manuelle Adressierung mit oder ohne Autodetektion gewählt werden kann.
Folgende Einstellungen sind möglich:
Drehschaltereinstellung
Addresse
000
Betriebsart
Ring/Stich mit LSN improved version Modus und
automatischer Adressierung (T-tapping nicht
möglich) = Auslieferungszustand
001
Ring/Stich/T-tapping mit LSN improved Modus und
...
manueller Adressierung (Im Beispiel dargestellte
245
Adresse = 131)
CL 0 0
Ring/Stich im “Classic” LSN Modus mit
automatischer Adressierung (T-tapping nicht
möglich, maximale Anzahl an Elementen = 127)
Die Drehschalter werden mit einem Schlitzschraubendreher in die gewünschte Position
gebracht.
Automatische Adressierung
Werden die Adressen automatisch von einer Brandmeldezentrale mit LSN-Technik improved
version vergeben, müssen alle Melder die Adresse “0 0 0” besitzen (Auslieferungszustand).
Beim Anschluss an klasssische LSN-Brandmeldezentralen (BZ 500 LSN, UEZ 2000 LSN,
UGM 2020) müssen alle Melder die Adresse “CL 0 0” besitzen.
Manuelle Adressierung
Bei manueller Adressierung wird die Melderadresse mit den drei Drehschaltern eingestellt.
Dabei wird am rechten Drehschalter die Einerstelle, am mittleren Drehschalter die
Zehnerstelle und am linken Drehschalter die Hunderterstelle eingestellt.
HINWEIS!
Es ist nicht zulässig Adressen größer als 254 zu verwenden.
In diesem Fall wird eine Fehlermeldung an der Brandmeldezentrale angezeigt.
Bei manueller Adressierung müssen alle Melder in einem Ring, Stich oder T-Abzweig eine
Adresse zwischen 1 und 254 haben.
Ab LSN-Modul Software-Version 1.0.35 können Sie LSN improved Version und LSN Classic
Elemente gemeinsam in einem Ring oder Stich betreiben. Sobald ein LSN Classic Element
vorhanden ist, können nur 127 Elemente im Ring verwendet werden.
Beachten Sie bitte, dass bei Konfigurationen mit gemischten LSN Classic und LSN improved
Elementen nur Ring- oder Stich-Strukturen verwendet werden können.
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Zubehör | de
6
Zubehör
6.1
EOL-Modul zum EN 54-13-konformen Abschluß eines Stichs
23
FLM-320-EOL2W EOL-Modul
Das FLM-320-EOL2W EOL-Modul ist ein 2-Draht Modul zum
EN 54-13-konformen Abschluß eines Stichs.
Es kann Störungen entsprechend EN 54-13 erkennen und
meldet über die Linie einen Fehler am Bedienfeld der
Brandmeldezentrale.
6.2
Trägerplatte zur Meldergruppen-Kennzeichnung
Die Trägerplatten sind aus 1,8 mm dickem ABS-Kunststoff und werden zwischen Meldersockel
und Decke geklemmt.
TP4 400 Trägerplatte
Die TP4 400 Trägerplatte ist für eine Montagehöhe bis 4 m
vorgesehen und ist für Etiketten bis zu einer Größe von
ca. 65 x 34 mm ausgelegt.
15 / 4
TP8 400 Trägerplatte
Die TP8 400 Trägerplatte ist für eine Montagehöhe bis 8 m
vorgesehen und ist für Etiketten bis zu einer Größe von
ca. 97 x 44 mm ausgelegt.
6.3
SK 400 Schutzkorb
Der SK 400 Schutzkorb wird über dem Melder montiert
und verhindert weitestgehend das Beschädigen des
Melders.
Wenn der Melder z. B. in einer Sporthalle montiert ist,
verhindert der Schutzkorb, dass Bälle oder andere
Sportgeräte den Melder treffen und beschädigen können.
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de | Zubehör
6.4
SSK 400 Staubschutzkappe
Man benötigt die Staubschutzkappe SSK 400 während
Bauarbeiten, um einen montierten Meldersockel, mit oder
ohne Meldereinsatz, vor Verschmutzung zu schützen. Die
Schutzkappe aus Polypropylen (PP) wird auf den
montierten Meldersockel geschoben.
6.5
MK 400 Melderkonsole
Die Melderkonsole MK 400 wird zur DIBt-konformen
Montage von Meldern über Türstöcken u. Ä. eingesetzt.
Die Konsole wird mit vormontiertem Meldersockel MS 400
geliefert (der abgebildete Melder gehört nicht zum
Lieferumfang).
6.6
MH 400 Melderheizung
Die Melderheizung MH 400 wird benötigt, wenn der
Melder in einer Umgebung eingesetzt wird, wo er betaut
werden könnte, wie z. B. in einer Lagerhalle, die für
Lieferfahrzeuge immer kurzzeitig geöffnet werden muss.
Die Melderheizung wird im Meldersockel an die Klemmen
+V/0V geschaltet.
Betriebsspannung: 24 V DC
Widerstand: 1 kΩ
Leistungsaufnahme: 3 W
Die Heizung wird entweder mit der durchgeschleiften
Versorgungsspannung über die Zentrale oder durch eine
separates Netzteil mit Spannung versorgt.
Bei Versorgung über die Zentrale ist die Anzahl der
Melderheizungen abhängig vom verwendeten
Kabelquerschnitt und der Leitungslänge.
6.7
Melderparallelanzeigen
Eine Melderparallelanzeige wird benötigt, wenn der Melder nicht unmittelbar sichtbar ist oder
in Zwischendecken oder -böden montiert wurde. Die Melderparallelanzeige wird in Fluren
oder Zugängen der entsprechenden Gebäudeabschnitte bzw. Räume installiert. Die rote
Alarmanzeige der Melderparallelanzeigen MPA entspricht der DIN 14623.
6.7.1
Installationshinweis Melderparallelanzeige FAA-420-RI
HINWEIS!
Die FAA-420-RI Melderparallelanzeige muss so montiert werden, dass die breite Seite der
roten Alarmanzeige (siehe Bild, Pos. B) in Blickrichtung des Betrachters zeigt.
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Zubehör | de
25
WARNUNG!
Ist die maximale Stromaufnahme des angeschlossenen Melders größer als 20 mA, kann dies zu
Fehlfunktionen und zur Beschädigung der Melderparallelanzeige führen.
Um eine Beschädigung des Geräts zu verhindern, stellen Sie sicher, dass die maximale
Stromaufnahme von 20 mA nicht überschritten wird.
Punktförmige, automatische Melder von Bosch verfügen bereits über einen internen
Widerstand, der die Stromaufnahme begrenzt.
Installation
1.
Vor der Montage die Haube von der Grundplatte abnehmen: Zum Entriegeln den
Schnapphaken (siehe Bild, Pos. C) mit einem flachen Gegenstand (z. B.
Schraubendreher) eindrücken und die Haube vorsichtig abheben.
35 mm
84 mm
84 mm
A
B
D
C
b
a
2.
Die FAA-420-RI direkt an Decke oder Wand montieren. Dazu die Grundplatte mit zwei
(Pos. E) oder vier (Pos. F) Schrauben auf einem ebenen, trockenen Untergrund
festschrauben.
57 mm
57 mm
E
__++
F
G
3.
Bei der Kabelzuführung auf Putz die vorgestanzten Kabeleinführungen (Pos. D)
herausbrechen. Bei der Kabelzuführung unter Putz das Kabel durch die Öffnung (Pos. G)
unter der Anschaltplatine zuführen.
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de | Zubehör
4.
Die FAA-420-RI über zwei Klemmen anschließen.
C
b1/+V
_+
FAA-420-RI
5.
Die Haube auf die Grundplatte so aufsetzen, dass die zwei Haken (Pos. A) in die Schlitze
eingeführt werden. Die Haube leicht auf die Grundplatte drücken, bis der Schnapphaken
(Pos. C) einrastet.
Technische Daten
6.7.2
Betriebsspannung
5–30 V DC
Gewicht
45 g
Anzeigemedium
2 LEDs
zulässiger Drahtdurchmesser
0,6–2 mm
Maximale Stromaufnahme
20 mA
Melderparallelanzeige MPA
Installationshinweis
–
Montage direkt an Wand oder Decke.
–
Bei Aufputz-Kabelzuführung die vorbereiteten Eingänge (siehe Bild 6.1, Position X) am
Gehäuse herausbrechen.
–
Bei Unterputz-Kabelzuführung wird das Kabel durch die Öffnung unter der
Anschaltplatine zugeführt.
HINWEIS!
Die flache Seite des Prismas (siehe Bild 6.1, Position Y) muss in Blickrichtung des Betrachters
zeigen.
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Zubehör | de
27
85
60
85
55
A
1234
Y
39
55
X
11
A
Y
Bild 6.1 Montage der Melderparallelanzeige MPA
Anschluss
Die MPA wird über vier Wago-Klemmen angeschlossen.
Anklemmen: Abisolierten Draht (keine Litze) in die Klemme stecken.
Abklemmen: Draht abwechselnd nach links und rechts drehen und dabei aus der Klemme
ziehen.
An jede MPA können bis zu vier Melder angeschlossen werden.
Drei Eingänge (Klemmen 2-4) ermöglichen die Anpassung an unterschiedliche Linientechnik.
Anschaltung in Abhängigkeit der Linientechnik
Linientechnik
Brandmeldezentrale
Klemmen
GLT
BZ 1060
1+2
GLT
FPA-5000, UEZ 1000, UGM 2020, FP 102/104/106
1+3
LSN
FPA-5000, FPA-1200, BZ 500 LSN, UEZ 1000,
1+4
UEZ 2000 LSN, UGM 2020
Klemme
Anschluss
1
Masse
2
Eingang blinkend (LED blinkt)
3
Eingang statisch (LED leuchtet)
4
Eingang statisch (LED leuchtet)
Anschluss an Klemme 4 nur über einen Vorwiderstand, da andernfalls
eine Beschädigung der LED droht.
1234
Alle aktuellen Bosch-Melder verfügen über einen internen Widerstand,
der die Stromaufnahme begrenzt.
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de | Zubehör
VORSICHT!
Beträgt die maximale Stromaufnahme des angeschalteten Melders mehr als 20 mA, kann dies
zu Fehlfunktionen oder Beschädigung der Melderparallelanzeige führen.
Um eine Beschädigung der MPA zu verhindern, sollten Sie die maximale MelderStromaufnahme auf 20 mA begrenzen.
HINWEIS!
Bei Anschaltung mit ungeschirmtem Kabel darf die Leitungslänge zwischen Melder und MPA
max. 3 m betragen.
Technical Specifications MPA
Betriebsspannung
9 V DC bis 30 V DC
Maximale Stromaufnahme
6.8
–
Klemme 2
–
ca. 2 mA
–
Klemme 3
–
begrenzt auf ca. 13 mA
–
Klemme 4
–
auf maximal 20 mA begrenzen
Anzeigemedium
1 LED
Zulässiger Drahtdurchmesser
0,6 mm . . . 0,8 mm
Abmessungen
79 x 79 x 31 mm
Gewicht
ca. 65 g
VdS Anerkennungsnummer
G 294 052
Zubehör für Service und Melderprüfung
SOLO200 Meldertauscher
Aufgrund der schwenkbaren Griffe und drei
verschiedenen Durchmessern eignet sich der SOLO200
Meldertauscher zur Entfernung und dem Austausch der
meisten Brandmelder.
Die Plastikkappen ermöglichen sicheres Greifen der
Brandmelder und schützen die Melderoberfläche vor
Beschädigungen.
RTL-cap Plastikkappen für den SOLO200
Melderaustauscher
Lieferumfang = 2 Stück
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Zubehör | de
29
FME-420-ADAP Tool-Adapter für MS 420
Der FME-420-ADAPT Tool-Adapter kann zusätzlich zum
SOLO200 Meldertauscher verwendet werden. Der
Plastikbecher und die Adapterstange optimieren das
Einsetzen und Entfernen der Brandmelder bei
Verwendung von Meldersockeln mit Feder (MS 420, FAAMS 420-R-SP).
Hinweis: Den Plastikbecher ausschließlich zusammen
mit der Adapterstange verwenden. In der Adapterstange
befindet sich ein Gummilager, welches die
Drehbewegung beim Entfernen der Brandmelder dämpft
und Beschädigungen vermeidet.
SOLO330 Prüfgerät für Rauchmelder
Das SOLO330 Prüfgerät für Rauchmelder wird benutzt,
um Rauchmelder vor Ort zu testen. Dazu wird ein Prüfgas
verwendet das Rauchpartikel simuliert.
Solo A3-001 Prüfaerosol für optische Rauchmelder
Spraydose mit 250 ml Prüfaerosol für optische
Brandmelder
VE = 12 Stck.
Solo CO-Prüfgas
Spraydose mit CO-Prüfgas für Mehrsensormelder mit
C-Teil.
Inhalt: ca. 4 l komprimiertes Gas
VE = 12 Stck.
SOLO461 Prüfgerät für Wärmemelder
Das SOLO461 Prüfgerät für Wärmemelder arbeitet mit
Hilfe einer Batterie und leitet erhitzte Luft zum Sensor
des Wärmemelders.
Der SOLO461 funktioniert auf Basis der patentierten
CAT™-Technologie (Cross Air Technology), die
unabhängig von Größe oder Form des Melders die Luft
bündelt und horizontal zum Sensor einleitet.
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30
Automatische Brandmelder LSN improved
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de | Zubehör
FME-TESTIFIRE Melderprüfgerät mit
Mehrfachauslösung
Das Melderprüfgerät FME-TESTIFIRE ist das erste
funktionelle Prüfgerät, das neben optischen
Rauchmeldern und Ionisations-Ruchmeldern,
thermischen (Maximal- oder Differentialmeldern) sowie
Kohlenmonoxyd-Brandmeldern (CO-Brandmeldern) auch
eine Prüfung von Mehrsensormeldern mit
Mehrfachauslösung ermöglicht. Die verwendeten
Prüfmittel (neben Wärme auch Rauch und CO) werden
ohne den Einsatz von Spraydosen oder gefährlichen
Stoffen erzeugt, sondern in Form von austauschbaren
und sicheren Kapseln in das Melderprüfgerät eingesetzt.
FME-TS3 Ersatzrauchkapsel
Rauchkapsel für FME-TESTIFIRE Melderprüfgerät
FME-TC3 Ersatz-CO-Kapsel
CO-Kapsel für FME-TESTIFIRE Melderprüfgerät
SOLO100 Teleskopstange
Die SOLO100 Teleskopstange ermöglicht die Installation
und den Austausch von Brandmeldern an hohen Decken.
Sie kann mit bis zu drei SOLO101 Verlängerungsstangen
erweitert werden.
Die Teleskopstange ist für Anwendungen in
Hochspannungsumgebungen geeignet und wurde gemäß
BS EN 61235 Teil 12 bei einer Spannung von 20 kV
getestet.
Länge: 1 m bis 3,4 m
SOLO101 Verlängerungsstange
Die SOLO101 Verlängerungsstange ermöglicht die
Installation und den Austausch von Brandmeldern an
Decken.
Sie kann einzeln, mit bis zu drei anderen
Verlängerungsstangen oder der SOLO100
Teleskopstange verwendet werden.
Länge: 1 m
SOLO610 Transporttasche
Die SOLO610 Transporttasche ist aus stabil gewebten
Polyester mit einer PVC-Beschichtung hergestellt und
zum Tragen oder Aufbewahren von Test- und
Serviceprodukten geeignet.
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Bestellübersicht | de
7
Bestellübersicht
7.1
Meldervarianten
31
Typennummer
Bezeichnung
Sachnummer
FAP-DOTC420
Mehrsensormelder dual-optisch, thermisch, chemisch
F.01U.116.034
FAP-OTC 420
Mehrsensormelder optisch/thermisch/chemisch
F.01U.508.816
FAP-DOT420
Mehrsensormelder dual-optisch, thermisch
F.01U.116.033
FAP-OT 420
Mehrsensormelder optisch/thermisch
F.01U.508.815
FAP-DO420
Dual-optischer Rauchmelder
F.01U.116.032
FAP-O 420
Optischer Rauchmelder
F.01U.508.813
FAH-T 420
Wärmemelder
F.01U.508.915
FAP-O 420 KKW
Optischer Rauchmelder für den Einsatz in Bereichen
F.01U.508.687
mit erhöhter radioaktiver Strahlung
FAH-T 420 KKW
Wärmemelder für den Einsatz in Bereichen mit
F.01U.508.686
erhöhter radioaktiver Strahlung
7.2
Meldersockel
Typennummer
Bezeichnung
Sachnummer
MS 400
Standard-Meldersockel, für Aufputz- und Unterputz-
4.998.021.535
Kabelzuführung
MS 400 B
Standard-Meldersockel, für Aufputz- und Unterputz-
F.01U.215.139
Kabelzuführung, mit Bosch-Logo
FAA-420-SEAL
Feuchtraumdichtung für MS 400 und MS 400 B
F.01U.215.142
Meldersockel
FAA-MSR 420
Meldersockel mit Relais
F.01U.508.658
MSC 420
Zusatzsockel mit Feuchtraumdichtung, für Aufputz-
4.998.113.025
Kabelzuführung
7.3
Melderzubehör
Typennummer
Bezeichnung
Sachnummer
FLM-320-EOL2W
EOL Modul 2-Draht
F.01U.083.619
TP4 400
Trägerplatte zur Meldergruppen-Kennzeichnung, bis
4.998.084.709
4 m Montagehöhe (1 Packung = 50 Stück)
TP8 400
Trägerplatte zur Meldergruppen-Kennzeichnung, bis
4.998.084.710
8 m Montagehöhe (1 Packung = 50 Stück)
SK 400
Schutzkorb, gegen mechanische Beschädigung
4.998.025.369
SSK 400
Staubschutzkappe (1 Packung = 10 Stück)
4.998.035.312
MH 400
Melderheizung
4.998.025.373
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
32
7.4
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Bestellübersicht
Montagezubehör
Typennummer
Bezeichnung
Sachnummer
MK 400
Melderkonsole, zur DIBt-konformen Meldermontage
4.998.097.924
über Türen u. Ä. , inkl. Meldersockel
FMX-DET-MB
Montagewinkel, mit Befestigungsmaterial für
2.799.271.257
Doppelbodenständer, ohne Meldersockel
7.5
Meldersockelsirenen
Type Number
Bezeichnung
Sachnummer
MSS 300
Meldersockelsirene weiß, GLT,
4.998.025.372
nur C-Punkt-Ansteuerung über aufgesetzten Melder,
für Aufputz- und Unterputz-Kabelzuführung
MSS 300 WS-EC
4.998.120.501
Meldersockelsirene weiß, GLT,
nur für externe Ansteuerung, für Aufputz- und
Unterputz-Kabelzuführung
FNM-420-A-BS-WH
Meldersockelsirene weiß, LSN, Spannungsversorgung
F.01U.064.687
über LSN,
C-Punkt-Ansteuerung über aufgesetzten Melder oder
externe Ansteuerung über LSN, für Aufputz- und
Unterputz-Kabelzuführung
MSS 401 LSN
4.998.102.859
Meldersockelsirene weiß, LSN, separate
Spannungsversorgung erforderlich,
C-Punkt-Ansteuerung über aufgesetzten Melder oder
externe Ansteuerung über LSN, für Aufputz- und
Unterputz-Kabelzuführung
7.6
Servicezubehör
Typennummer
Bezeichnung
Sachnummer
SOLO200
Meldertauscher
4.998.112.113
Plastikkappen für den SOLO200 Melderaustauscher
4.998.082.502
RTL-cap
(Lieferumfang = 2 Stück)
FME-420-ADAP
Tool-Adapter für MS 420
F.01U.510.318
SOLO330
Prüfgerät für Rauchmelder
4.998.112.071
Solo A3-001
Prüfaerosol für optische Rauchmelder
4.998.112.074
Solo CO test gas
Solo CO-Prüfgas (400 ml, 1 Pck. = 10 Stück)
4.998.109.056
SOLO461
Prüfgerät für Wärmemelder
4.998.112.072
SOLO720
Batterie für SOLO461 Prüfgerät für Wärmemelder
4.998.147.576
FME-TESTIFIRE
Melderprüfgerät für Mehrfachauslösung
F.01U.143.407
FME-TS3
Ersatzrauchkapsel
F.01U.143.404
FME-TC3
Ersatz-CO-Kapsel
F.01U.143.405
SOLO100
Teleskopstange
4.998.112.069
SOLO101
Verlängerungsstange
4.998.112.070
SOLO610
Transporttasche
4.998.112.073
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
8
Wartung und Service | de
33
Wartung und Service
Für Wartungs- und Inspektionsarbeiten an Gefahrenmeldeanlagen gelten in Deutschland
grundsätzlich die Bestimmungen der DIN VDE 0833, die bezüglich der Wartungsintervalle auf
Angaben des Geräteherstellers verweist.
–
Wartungs- und Inspektionsarbeiten sollten regelmäßig und von geschultem Fachpersonal
ausgeführt werden.
–
BOSCH ST empfiehlt mindestens 1 x jährlich eine Funktions- und Sichtprüfung.
Prüfung
Meldertyp
FAP-DO420
FAH-T 420
FAP-DOT420
FAP-DOTC420
FAP-O 420
FAH-T 420 KKW
FAP-OT 420
FAP-OTC 420
FAP-O 420 KKW
Kontrolle der Anzeige-LED
X
X
X
X
Sichtprüfung der Befestigung
X
X
X
X
Sichtprüfung auf Beschädigung
X
X
X
X
Kontrollieren, dass der
X
X
X
X
Auslösen mit Heißluft
-
X
X
X
Auslösen mit Solo A3-001
X
-
X
X
-
-
-
X
Überwachungsbereich nicht
eingeschränkt wurde, z. B. durch
Regale o. Ä.
Prüfaerosol
Auslösen mit Solo CO Prüfgas
–
FAP-OTC 420 / FAP-DOTC420
Bedingt durch die limitierte Lebensdauer des Gassensors schaltet ein FAP-OTC 420 nach
5 Betriebsjahren seinen C-Sensor ab.
An der Zentrale wird der entsprechende Melder mit ”NOTLAUFBETRIEB” angezeigt und
arbeitet weiter als OT- bzw. O-Melder.
Beim FAP-DOTC420 beträgt die Lebensdauer des Gassensors 6 Betriebsjahre. Nach
Abschaltung des Gassensors, arbeitet dieser Melder weiter als DOT- bzw. DO-Melder und
wird an der Zentrale mit ”NOTLAUFBETRIEB” angezeigt.
Mehrsensormelder mit C-Sensor müssen deshalb alle 5 bis 6 Jahre ausgetauscht
werden.
–
Optische Brandmelder sollten, in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen,
regelmäßig gereinigt bzw. ausgetauscht werden.
In besonders staubiger Umgebung kann eine Reinigung bzw. ein Austausch früher
erforderlich sein.
Zum Reinigen der optischen Kammer verfügen
alle Melder am Boden über einen sogenannten
“Chamber Maid Plug” (Reinigungsöffnung mit
Verschlussstopfen) zum Ausblasen der
optischen Kammer mit Druckluft (nicht
erforderlich beim Thermomelder FAH-T 420).
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
34
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Wartung und Service
8.1
Hinweise für den Service
HINWEIS!
DIe DO-Melder werden von der Programmiersoftware WinPara nicht unterstützt.
HINWEIS!
Mit Ausnahme der speziellen KKW-Meldertypen kann man bei allen konfigurierten Meldern mit
der Programmiersoftware WinPara ab V 4.53 die Seriennummer, den Verschmutzungsgrad, die
Betriebsstunden sowie aktuelle Analogwerte anzeigen.
8.1.1
Anzeige der Betriebsdaten in WinPara
BG-Adr.
Baugruppe, an welcher der Melder bzw. die Melderlinie installiert ist.
Addresse
Installationsadresse des Melders, z. B. 10-03: Der Melder ist in der Meldergruppe 10 und hat
die Meldernummer 3.
Kurzinfo
Bei der Programmierung eingegebene Zusatzinformationen, z. B. bedeutet ”O420 auf
MSS400”, dass der FAP-O 420 zusammen mit einer Meldersockelsirene MSS 400 installiert
ist. Man kann hier auch die Position des Melders eingeben.
Typ
Anzeige des eingesetzten Meldertyps.
Seriennummer
Die erste Ziffer der 8-stelligen Seriennummer gibt das Herstellungsjahr an, d. h. der Melder
mit Seriennummer 3931859 wurde im Jahr 2003 hergestellt.
Aktuelle Analogwerte
Optik-Wert (Anzeige des aktuellen Verschmutzungswertes):
0 . . . 170
Inbetriebnahmewert bei einem neuen Melder
0 . . . 350
Normaler Arbeitsbereich
350 . . . 450
Leichte Verschmutzung: Melder demnächst austauschen
450 . . . 510
Starke Verschmutzung: Melder umgehend austauschen
Ab 511 O-Störung: Optischer Sensor ist abgeschaltet!
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
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Automatische Brandmelder LSN improved
version
Wartung und Service | de
35
Temperaturwert [°C] (Anzeige des aktuellen Messwerts des Temperaturfühlers):
FAH-T 420
-20 °C . . . +65 °C
FAP-OT 420
-20 °C . . . +50 °C
FAP-OT 420
-10 °C . . . +50 °C
CO-Wert: Anzeige des aktuellen Messwerts des CO-Sensors
Der CO-Wert gibt die aktuell gemessene CO-Konzentration an.
Dabei wird die angegebene Zahl als Differenz zwischen dem aktuellen Messwert und dem im
Melder gespeicherten Ruhewert berechnet.
Die angezeigte CO-Konzentration liegt im Bereich zwischen 0 (Normalzustand) und 555
(max. Messwert des Sensors).
Betriebsstundenzähler
Anzeige der Betriebsdauer seit Erstinbetriebnahme des Melders.
Fehlercode C-Störung
Fehlercode
10000000
Störungsursache und Behebung
Allgemeine C-Störung
Mögliche Ursachen:
–
Störung am Temperatursensor
–
Maximale Betriebsdauer (5 Jahre) des C-Sensors ist überschritten.
T- und C-Sensor sind abgeschaltet; der optische Sensor ist weiter in Betrieb.
Melder umgehend austauschen!
11000000
Die Impedanz der elektrochemischen Zelle ist zu hoch.
Der C-Sensor ist abgeschaltet; die restliche Sensorik ist weiter in Betrieb.
Melder umgehend austauschen!
10100000
Die zulässige Einsatztemperatur (-10 °C bis +50 °C) wurde überschritten.
Der C-Sensor ist abgeschaltet; die restliche Sensorik ist weiter in Betrieb.
10011110
Störung aufgrund Lese/Schreibfehler im EEPROM
Melder ist abgeschaltet und muss umgehend ausgetauscht werden!
0000xxxx
Anzahl der Lese/Schreibfehler im EEPROM
Verschmutzung
Der optische Inbetriebnahmewert eines neuen Melder wird bei der Endprüfung im
integrierten EEPROM gespeichert. Der Verschmutzungswert gibt an, um wieviel dieser
Analogwert im Vergleich zum Auslieferungszustand angestiegen ist.
8.2
Kodierung der Meldertypen
Mit Ausnahme des FAP-O 420 und FAP-O 420-KKW sind alle Melder zur Identifizierung des
Meldertyps mit einem Farbring um die zentrale Individual-Anzeige ausgestattet.
Dies erleichtert die Prüfung durch das Servicepersonal.
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
36
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Wartung und Service
8.3
Typennummer
Farbcode
FAP-DOTC420
2 x gelb
FAP-OTC 420
gelb
FAP-DOT420
2 x schwarz
FAP-OT 420
schwarz
FAH-T 420
rot
FAH-T 420-KKW
rot
FAP-DO420
2 x grau
FAP-O 420
-
FAP-O 420-KKW
-
Prüfanweisung für Brandmelder LSN improved version
Die neueste Generation der Mehrsensor-Brandmelder FAP-DOTC420 / FAP-OTC 420 haben
einen zusätzlichen Sensor zur CO-Detektion im Brandfall. Der CO-Sensor führt zu einem
verbesserten Ansprechverhalten und einer erhöhten Störungsunterdrückung in kritischen
Umgebungsbedingungen.
Melder nutzen für die Branderkennung das zeitliche Verhalten der Brandkenngrößen, das sich
deutlich von dem Zeitverhalten von Störgrößen, aber auch von dem Zeitverhalten einer
Melderprüfung mit Aerosol unterscheidet.
Deshalb muss der Melder für eine Funktionsprüfung in den Revisionsmodus geschaltet
werden.
8.3.1
Prüfverfahren für alle Brandmelder mit optischem Sensor
–
An der Zentrale die zu prüfende Meldergruppe in den Revisionsmodus schalten. Dadurch
wird der Melder automatisch in Revisionsbetrieb gesetzt und für die Melderprüfung
vorbereitet.
–
Nur im Revisionsbetrieb können die einzelnen Sensoren des Melders nacheinander mit
dem entsprechenden Prüfgerät zum Auslösen gebracht werden. Dazu sollte das von uns
empfohlene Service-Zubehör benutzt werden.
–
Der optische Sensor wird mit dem Melderprüfer für Rauchmelder mit dem Prüfgas
Solo A3-001 getestet.
HINWEIS!
Der Prüfkopf muss solange über dem Melder verbleiben, bis der Melder ausgelöst hat. Die
Verteilung des Testaerosols im Prüfkopf und damit die Auslösezeit des Sensors kann bis zu
10 Sekunden dauern.
Prüfen außerhalb der Revision
Wenn Sie Melder in Steuerungen, Zweimelder- und Zweigruppenabhängigkeiten prüfen
wollen, müssen Sie dieses außerhalb des Revisionsmodus durchführen. Gehen Sie dabei wie
folgt vor:
–
FAP-0 420 und FAP-DO420
Lösen Sie den Melder mit Prüfaerosol aus. In Abhängigkeit von der
Empfindlichkeitseinstellung der Melder kann es bis zu einer Minute dauern, bis der
Melder auslöst. Es wird empfohlen, das Aerosol stoßweise zuzuführen (zum Beispiel ein
kurzer Stoß mit 1 Sekunde Dauer, 30 Sekunden warten, dann 2. kurzer Stoß).
–
Alle anderen Meldervarianten:
Auslösung des T-Teils.
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
8.3.2
Wartung und Service | de
37
Prüfverfahren für FAP-DOTC420 / FAP-DOT420 / FAP-OTC 420 /
FAP-OT 420
Sequentielle Revision
Wählen sie an der Zentralensteuerung der FPA-5000 / FPA-1200 im Revisionsmenü die
Revisionsart “Sequentielle Revision”.
–
Für die Prüfung des CO-Sensors im FAP-DOTC420 / FAP-OTC 420 wird das gleiche
Prüfgerät benutzt. Es ist lediglich die Prüfgasflasche Solo A3-001 gegen die COPrüfgasflasche auszutauschen. Für die CO-Prüfung ist ein Prüfgasstoß von 1/2 bis 1
Sekunde Dauer abzugeben.
HINWEIS!
Der Prüfkopf muss solange über dem Melder verbleiben, bis der Melder ausgelöst hat. Die
Verteilung des Testaerosols im Prüfkopf und damit die Auslösezeit des Sensors kann bis zu
20 Sekunden dauern.
–
Der Temperatursensor im FAP-DOTC420 / FAP-DOT420 / FAP-OTC 420 / FAP-OT 420
wird mit dem Prüfgerät für Wärmemelder geprüft.
Simultane Revision
Wählen Sie an der Zentralensteuerung der FPA-5000 / FPA-1200 im Revisionsmenü die
Revisionsart “Simultane Revision”.
Mehrsensormelder können mit dem FME-TESTIFIRE Melderprüfgerät mit Mehrfachauslösung (
(siehe Abschnitt 7.6 Servicezubehör, Seite 32) simultan getestet werden. Beachten Sie die
Hinweise in den Bedienungsanleitungen des Melderprüfgeräts sowie der Brandmeldezentrale.
HINWEIS!
An der Zentrale wird nur dann eine Alarmmeldung angezeigt, wenn beim Simultantest alle
Sensoren auslösen. Anderenfalls ist ein Sensor defekt.
Prüfen ausserhalb der Revision
Die Melder des Types FAP-OTC 420 und FAP-DOTC 420 können ausserhalb des
Revisionsmodus nur durch folgende Stimuli ausgelöst werden:
–
Temperaturerhöhung entsprechend der Empfindlichkeitseinstellung A2R, A2S, BR und BS
gemäß EN 54-5
–
Gleichzeitige Erzeugung von künstlichem Rauch und CO (über ein entsprechendes
Mehrfach-Kriterien Testgerät, wie z.B. FME-TESTIFIRE)
–
Gleichzeitige Erzeugung von künstlichem Rauch und Termperaturerhöhung (über ein
entsprechendes Mehrfach-Kriterien Testgerät, wie z.B. FME-TESTIFIRE)
8.4
Gewährleistung
Im Garantiefall werden defekte Melder kostenfrei ausgetauscht.
8.5
Reparatur
Bei einem Defekt wird der Melder komplett ausgetauscht.
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
38
8.6
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Wartung und Service
Entsorgung
Unbrauchbare elektrische und elektronische Geräte oder Module dürfen nicht
in den normalen Hausmüll, sondern müssen entsprechend den jeweils
gültigen Vorschriften und Richtlinien (in Europa z. B. WEEE) entsorgt werden.
Verpackungsfolie des FAP-OTC 420 / FAP-DOTC420
Der Verpackungsbeutel des Mehrsensormelders mit C-Sensor besteht aus reißfester PE-ALUVerbundfolie und darf im Hausmüll entsorgt werden.
Defekte Melder werden ausgetauscht und sollten entsprechend den gesetzlichen
Bestimmungen entsorgt werden.
8.7
Weiterführende Dokumentation
HINWEIS!
Für Zugangsberechtigte steht im ”Bosch Sicherheitssysteme Extranet” unter
http://www.boschbest.de die aktuelle Produktinformation sowie die dem Gerät beigefügte
Installationsanleitung als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
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Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
9
Technische Daten | de
39
Technische Daten
DO-Melder
Meldertyp
FAP-DOTC420
Detektionsprinzip
FAP-DOT420
FAP-DO420
Streulichtmessung
Kombination aus:
–
Streulichtmessung
–
Messung von Absoluttemperatur
und Temperaturanstieg
–
Brandgasmessung
-
-
Besondere
–
Zwei optische Sensoren
Leistungsmerkmale
–
Verschmutzungserkennung
–
Ruhewertnachführung des optischen Sensors
–
Betriebsumschaltung/
-
Sensorabschaltung im optischen
Teil und im thermischen Teil
Betriebsspannung
15 V DC ... 33 V DC
Stromaufnahme
< 0,55 mA
Individualanzeigey
Zweifarben-LED (rot/grün)
Alarmausgang
Per Datenwort über zweiadrige Signalleitung
Indikatorausgang
Offener Kollektor, schaltet 0 V über 1,5 kΩ durch, max. 15 mA
Ansprechempfindlichkeit
(Basisdaten)
–
Optischer Sensor
< 0,15 dB/m (EN54-7)
–
Thermodifferential-Teil
–
Thermomaximal-Teil
–
Chemischer Sensor
EN 54-5
-
> 54 °C/> 69 °C
ppm-Bereich
Max. Überwachungsbereich
-
120
Max. Montagehöhe
m2
-
(VdS-Richtlinien beachten)
16 m (VdS-Richtlinien beachten)
Zul. Luftgeschwindigkeit
20 m/s
Zulässige Einsatztemperatur
-10 °C . . . +50 °C
Zul. relative Luftfeuchtigkeit
-20 °C . . . +50 °C
-20 °C . . . +65 °C
< 95% (nicht kondensierend)
Schutzart nach EN 60529
IP 40 / IP 43 mit Meldersockel mit Feuchtraumdichtung
Farbcode
2 gelbe Ringe
2 schwarze Ringe
2 graue Ringe
Abmessungen ohne Sockel
∅ 99,5 x 52 mm
Abmessungen mit Sockel
∅ 120 x 63,5 mm
Gehäusematerial / -farbe
ABS / weiß, ähnlich RAL 9010, matte Oberfläche
Gewicht ohne Verpackung
Gewicht mit Verpackung
Sachnummer
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
ca. 80 g
ca. 75 g
ca. 75 g
ca. 135 g
ca. 125 g
ca. 125 g
F.01U.116.034
F.01U.116.033
F.01U.116.032
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
40
Automatische Brandmelder LSN improved
version
de | Technische Daten
Mehrsensormelder
Meldertyp
FAP-OTC 420
Detektionsprinzip
FAP-OT 420
Kombination aus:
Kombination aus:
–
Streulichtmessung
–
Streulichtmessung
–
Messung von
–
Messung von
Absoluttemperatur und
Absoluttemperatur und
Temperaturanstieg
Temperaturanstieg
–
Brandgasmessung
Besondere
–
Verschmutzungserkennung –
Leistungsmerkmale
–
Ruhewertnachführung
Verschmutzungserkennung
–
Ruhewertnachführung
des optischen Sensors
des optischen Sensors
–
und des Gassensors
–
Betriebsumschaltung/
Betriebsumschaltung/
Sensorabschaltung im
Sensorabschaltung im
optischen Teil und im
optischen Teil und im
thermischen Teil
thermischen Teil
Betriebsspannung
15 V DC ... 33 V DC
Stromaufnahme
< 0,55 mA
Individualanzeigey
Zweifarben-LED (rot/grün)
Alarmausgang
Per Datenwort über zweiadrige Signalleitung
Indikatorausgang
Offener Kollektor, schaltet 0 V über 1,5 kΩ durch, max. 15 mA
Ansprechempfindlichkeit
–
(Basisdaten)
–
Optischer Sensor:
Optischer Sensor:
< 0,15 dB/m (EN54-7)
< 0,15 dB/m (EN54-7)
–
Thermodifferential-Teil:
–
Thermodifferential-Teil:
EN 54-5
EN 54-5
–
Thermomaximal-Teil:
–
Thermomaximal-Teil:
> 54 °C/> 69 °C
> 54 °C/> 69 °C
–
Chemischer Sensor:
ppm-Bereich
Max. Überwachungsbereich
120 m2 (VdS-Richtlinien beachten)
Max. Montagehöhe
16 m (VdS-Richtlinien beachten)
Zul. Luftgeschwindigkeit
20 m/s
Zulässige Einsatztemperatur
-10 °C . . . +50 °C
Zul. relative Luftfeuchtigkeit
-20 °C . . . +50 °C
< 95% (nicht kondensierend)
Schutzart nach EN 60529
IP 40 /
IP 43 mit Meldersockel mit Feuchtraumdichtung
Farbcode
gelber Ring
schwarzer Ring
Abmessungen ohne Sockel
∅ 99,5 x 52 mm
Abmessungen mit Sockel
∅ 120 x 63,5 mm
Gehäusematerial / -farbe
ABS / weiß, ähnlich RAL 9010, matte Oberfläche
Gewicht ohne Verpackung
ca. 80 g
ca. 75 g
Gewicht mit Verpackung
ca. 125 g
ca. 115 g
F.01U.508.816
F.01U.508.815
Sachnummer
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
Betriebsanleitung
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Automatische Brandmelder LSN improved
version
Technische Daten | de
41
Rauch- und Wärmemelder
Meldertyp
FAP-O 420 / FAP-O 420 KKW
Detektionsprinzip
FAH-T 420 / FAH-T 420 KKW
Streulichtmessung
Messung von
Absoluttemperatur und
Temperaturanstieg
Besondere
–
Verschmutzungserkennung –
FAH-T 420 KKW:
Leistungsmerkmale
–
Ruhewertnachführung
Für den Einsatz in
des optischen Sensors
Bereichen mit erhöhter
FAP-O 420 KKW:
radioaktiver Strahlung
–
Für den Einsatz in
Bereichen mit erhöhter
radioaktiver Strahlung
Betriebsspannung
15 V DC ... 33 V DC
Stromaufnahme
< 0,55 mA
Individualanzeigey
Zweifarben-LED (rot/grün)
Alarmausgang
Per Datenwort über zweiadrige Signalleitung
Indikatorausgang
Offener Kollektor, schaltet 0 V über 1.5 kΩ durch, max. 15 mA
Ansprechempfindlichkeit
< 0,15 dB/m (EN 54-7)
–
(Basisdaten)
Thermodifferential-Teil:
EN 54-5
–
Thermomaximal-Teil:
> 54 °C/> 69 °C
Max. Überwachungsbereich
Max. Montagehöhe
120
m2
40 m2 (VdS-Richtlinien
(VdS-Richtlinien
beachten)
beachten)
16 m (VdS-Richtlinien
7,5 m (VdS-Richtlinien
beachten)
beachten)
Zul. Luftgeschwindigkeit
20 m/s
Zulässige Einsatztemperatur
-20 °C . . . +65 °C
Zul. relative Luftfeuchtigkeit
-20 °C . . . +50 °C
< 95% (nicht kondensierend)
Schutzart nach EN 60529
IP 40
IP 43 mit Meldersockel mit Feuchtraumdichtung
Farbcode
-
roter Ring
Abmessungen ohne Sockel
∅ 99,5 x 52 mm
Abmessungen mit Sockel
∅ 120 x 63,5 mm
Gehäusematerial / -farbe
ABS / weiß, ähnlich RAL 9010, matte Oberfläche
Gewicht ohne Verpackung
ca. 75 g
Gewicht mit Verpackung
ca. 115 g
Sachnummer
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
F.01U.508.813 /
F.01U.508.915 /
F.01U.508.687
F.01U.508.686
Betriebsanleitung
F.01U.003.449 | 8.0 | 2011.10
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Automatische Brandmelder LSN improved
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A
Anhänge
A.1
Abkürzungen
ABS
Acrylnitril-Butadien-Styrol
DIBt
Deutsches Institut für Bautechnik
DIN
Deutsches Institut für Normung e.V.
DO
Dual-optisch
DOT
Dual-optisch und thermisch
DOTC
Dual-optisch, thermisch und chemisch
EN
Europäische Norm
GLT
Gleichstromlinientechnik
LED
Leuchtdiode (Light Emitting Diode)
LSN
Lokales SicherheitsNetzwerk
PI
Produktinformation
PP
Polypropylene
UEZ
Universelle Europazentrale
UGM
Universelle Gefahrenmeldezentrale
VDE
Verband Deutscher Elektrotechniker e.V.
VdS
VdS Schadenverhütung GmbH
OTC
Optisch/Thermisch/Chemisch (Gas)
OT
Optisch/Thermisch
O
Optisch
T
Thermisch
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Änderungshistorie des Dokuments
Version
Änderung
Kapitel
8.0
Beschreibung
Abschnitt 4 Programmierung,
Empfindlichkeitseinstellungen ab Werk
Seite 10
8.0
Aktualisierung Prüfverfahren für FAP-
Abschnitt 8.3.2 Prüfverfahren für
DOTC420 / FAP-DOT420 / FAP-OTC 420
FAP-DOTC420 / FAP-DOT420 /
/ FAP-OT 420
FAP-OTC 420 / FAP-OT 420,
Seite 37
8.0
Aktualisierung Prüfverfahren für alle
Abschnitt 8.3.1 Prüfverfahren für
Brandmelder mit optischem Sensor
alle Brandmelder mit optischem
Sensor, Seite 36
8.0
8.0
Beschreibung Alarmentscheidung bei
Abschnitt 2.2.1 Optischer Sensor
FAP-DO420
(Rauchmelder), Seite 6
Korrektur Fehlercode-Nummer in RPS
Abschnitt Fehlercode C-Störung,
Seite 35
8.0
Aktualisierung Bestellübersicht und
Abschnitt 5.1 Übersicht der
verfügbares Zubehör
Meldersockel, Seite 15 und
Abschnitt 7 Bestellübersicht,
Seite 31
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Robert-Bosch-Ring 5
85630 Grasbrunn
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www.boschsecurity.com
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