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D A S
M A G A Z I N
D E R
S O L O T H U R N E R
W I R T S C H A F T
SCHWERPUNKT:
Für eine liberale, der
Nachhaltigkeit verpflichtete
Raumordnungspolitik
AKTUELL:
Das Krötenschlucken
geht weiter
YPSOMED AG:
«Unsere Produkte gehen
unter die Haut»
A U S G A B E
6
N O V E M B E R
2 0 1 4 ,
3 5 .
J A H R G A N G
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Dieses Inserat ist weder ein Angebot noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien
der Swiss Prime Site AG. Die bisherige Performance ist kein Indiz für die zukünftige Performance.
WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
EDITORIAL
INHALT | 3
AKTUELL
Die Solothurner Wirtschaftsverbände
sagen viermal Nein
6 Der kgv und die SOHK sagen Nein zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung, Nein zur «Ecopop»-Initiative, Nein zur Volksinitiative «Rettet unser
Schweizer Gold» und auch Nein zur Teilrevision des kantonalen Energie­
gesetzes. Abgestimmt wird am 30. November 2014.
10 Die Situation im Finanzhaushalt des Kantons Solothurn bleibt angespannt,
das Krötenschlucken geht weiter. Der Ruf nach wirklich einschneidenden
Sparmassnahmen stösst im Rathaus nach wie vor auf taube Ohren.
Joseph Weibel
Chefredaktor WIRTSCHAFTSflash
Lamentieren auf
hohem Niveau
Die Besorgnis ist nicht unberechtigt
und einer der umstrittenen Punkte
im neuen Raumplanungsgesetz:
Die Rückzonung von Bauland in
Landwirtschaftsland. Hier kann es
durchaus passieren, dass ein Boden­
besitzer bei einer Rückzonung leer
ausgeht. Experten gehen davon aus,
dass das neue Gesetz allerlei Juristen
auch in Zukunft viel zu tun geben
wird. WIRTSCHAFTSflash hat in
einem Gespräch mit Baudirektor
Roland Fürst mögliche Auswirkungen
des revidierten Gesetzes für unseren
Kanton erörtert.
Landauf landab wird gebaut: Neue
Eigentumswohnungen und auch
attraktive Mietliegenschaften. In
regelmässiger Folge warnen Immobi­
lienexperten vor Preiszerfall und
einer Immobilienblase, wie sie anfangs der neunziger Jahre zuletzt
aufge­treten ist. Das Ja zur
Einwanderungs­initiative dürfte
ebenfalls Auswirkungen auf den
Immobilienmarkt haben. Die Gegenwart zeigt ein anderes Bild. Die
Hypothekarzinsen sind nach wie vor
tief. Die Verkaufspreise für Ein­
familien­häuser oder Stockwerkeigentum stehen in einem vernünftigen
Kontext zum tatsächlichen Wert. Zwei
Solothurner Immobilienexperten
monieren deshalb die zeitweilige
Schwarzmalerei in den Medien. Das
sei Lamentieren auf hohem Niveau.
In einem Beitrag über den Solothurner
Immobilienmarkt bewerten die
beiden Fachleute die gegenwärtige
Situation und wagen auch einen
Blick in die (nahe) Zukunft.
SCHWERPUNKT THEMA
Für eine liberale, der Nach­
haltigkeit verpflichtete Raum­
ordnungspolitik
14 Eine vorausschauende Raumplanung
ist für die Wettbewerbsfähigkeit
unseres Landes ein entscheidender
Faktor. Für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Solothurn ist die
Bedeutung der Raumentwicklung
aufgrund der geografischen Lage und
der damit verbundenen nationalen
und internationalen Verkehrsgunst sogar
überdurchschnittlich hoch.
16 «Wenn es die Situation erfordert, müssen wir rasch und flexibel handeln
können», erkennt Regierungsrat Roland Fürst im WIRTSCHAFTSflash-Interview.
«Die unbebauten Bauzonen-Reserven decken den Bedarf für die nächsten
15 Jahre ab», sagt er zur Konstellation im Kanton Solothurn.
23 Die Siedlungsstrategie im «Ampel-System»: Zur Einschätzung von Gemeinden.
26 Zur Stimmung im Immobilienmarkt vernimmt man unterschiedliche Signale.
Gerhard Roth und Urs Leimer, zwei führende Immobilienexperten im Kanton
Solothurn, sehen keinen Grund zum Lamentieren.
28 Die Swiss Prime Site Group AG will in Zuchwil den Business- und Wohnpark
«Riverside» realisieren und dafür zwischen 250 und 300 Millionen Franken
investieren. Die Gemeinde sieht das Projekt als Chance, ihr «Vororts-Dasein»
loszuwerden.
FOKUS
«Unsere Produkte gehen
unter die Haut»
34 Mit ihren Pen-Systemen hilft die
Ypsomed AG Diabetes-Patienten auf
der ganzen Welt. CEO Simon Michel will
den Produktionsstandort Solothurn
weiter ausbauen.
36 Auf diesem Teppich (Boden) musst
du gehen. Oder: Wie Oliver F. Ziegler
mit Schwellenängsten umgeht und
Vorurteile entkräftet.
MAGAZIN
Nachrichten, Neuheiten, Besonderheiten 4,8,30,33,39
INSIDE
Peter Eggenschwiler, Präsident der ASTAG-Sektion
Solothurn, ärgert sich: «Die Polizeikontrollen werden
immer dümmlicher.»
38
AGENDA
Impressum, Veranstaltungskalender, Inserenten 42
4|
MAGAZIN
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Ernst Thomke kam, sah den Wirt... und siegte
Der ehemalige Wirtschaftskapitän Ernst Thomke (links) mit dem Wirtepaar des «Chappeli»
in Grenchen: Janine Hausmann und Christoph Köhli.
Er wurde von Swatch-Miterfinder Elmar
Mock als Steve Jobs der Uhrenindustrie
betitelt: Der gebürtige Bieler und heutige Wahl-Grenchner Ernst Thomke hat in
der Schweizer Wirtschaft noch viele
andere positive Spuren hinterlassen. Mit
dem Kauf der Liegenschaft des legendären Restaurants «Chappeli» hat der
im April 75 Jahre alt gewordene Thomke ein Bijoux erstanden und im März ein
erfolgreiches Wirtepaar mit dem Betrieb
des neuen Restaurants betraut. Sie
heissen Christoph Köhli und Janine
Hausmann und haben bereits von sich
reden gemacht.
Das neu eröffnete Restaurant «Chappeli» erreichte 2014 gleich 14 «Gault
Millau»-Punkte. Im Kanton Solothurn
sind es insgesamt 20 Häuser, die
neben 820 weiteren Restaurants in der
Schweiz bewertet werden. Ernst
Thomke erklärte in einer Wochenzeitung diesen Frühling, sein Gefühl habe
ihm gesagt, dass die Zwei diese Herausforderung annehmen und auch
meistern würden. Christoph Köhli und
Janine Hausmann haben bereits im
legendären «Löwen» in Thörigen
gearbeitet. Im Restaurant Kunsthof im
sanktgallischen Uznach, ihrer letzten
Station vor Grenchen, erreichten die
Beiden 16 Punkte und einen MichelinStern. Ihre Devise in Grenchen lautet
«von einfach gut bis edel gut». Diese
Mischung passe ihm genau, sagte
Thomke. Sein Gefühl hatte ihm jedenfalls Recht gegeben.
Der Fachkräfte­
mangel im Fokus
«Löst die Fachhochschule Nordwestschweiz den Fachkräftemangel
am Jurasüdfuss?» Auf diese Frage
wollen Vertreter der Fachhochschule
Nordwestschweiz sowie der Solothurner Wirtschaft an einer Veranstaltung der Alumnivereine der
FHNW am Mittwoch, 12. November um 17.30 Uhr im Sommerhaus
de Vigier in Solothurn Antworten
geben. Professor Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der
FHNW, hält das Einführungsreferat
unter dem Titel «Die FHNW: Ein
wichtiger Standortfaktor für den
Jurasüdfüss». Am anschliessenden
Podiumsgespräch unter der Leitung
von Karin Heimann beteiligen sich
nebst Bergamaschi Ruedi Nützi,
Direktor der Hochschule für Wirtschaft, Daniel Thommen, Studiengangleiter Maschinenbau an der
Hochschule für Technik, Daniel
Probst, Direktor der Solothurner
Handelskammer, Josef Maushart,
VR-Präsident und CEO der Fraisa
Gruppe, und Willy Michel, VRPräsident der Ypsomed Gruppe.
Aktienkurse Solothurnischer Unternehmungen
31.12.13
10.10.14
29'010.00
23'000 G
-6'010.00
-20.7%
Alpiq Holding AG
122.50
98.20
-24.30
-19.8%
Clientis Bank Thal
450.00
270 G
-180.00
-40.0%
Patiswiss AG, Gunzgen
294.00
270 G
-24.00
-8.2%
3'100.00
3'990.00
890.00
28.7%
259.25
278.00
18.75
7.2%
4'750.00
4'700.00
-50.00
-1.1%
69.05
70.10
1.05
1.5%
1.39
1.51
0.12
8.6%
AEK Energie AG, Solothurn
Regiobank, Solothurn
Schaffner, Luterbach
Spar- und Leihkasse Bucheggberg, Lüterswil
Swiss Prime Site AG, Olten
Von Roll Holding AG, Breitenbach
Mitgeteilt von der Regiobank Solothurn AG, Solothurn.
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6|
ABSTIMMUNGSVORLAGEN
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Die Solothurner Wirtschaftsverbände
sagen viermal Nein
Am 30. November 2014 stimmt die Bevölkerung im Kanton Solothurn über drei eidgenössische
und drei kantonale Vorlagen ab. Die Solothurner Wirtschaftsverbände äussern sich zu vier Vor­
lagen, welche die Wirtschaft betreffen. Sie haben beschlossen, sich nicht zum Gesetz über den
Finanz- und Lastenausgleich der Einwohnergemeinden, dem neuen Finanzausgleichsgesetz, zu
äussern. Auch zu den Steuerungsgrössen im direkten Finanzausgleich wird es weder vom kgv
noch von der SOHK eine Parole geben. Drei eidgenössische Vorlagen betreffen die Wirtschaft
direkt. Auch eine kantonale Vorlage ist aus der Sicht der Wirtschaft falsch aufgegleist.
ANDRE AS GASCHE (TEX T), PAUL MEIER, BERNHARD STR AHM (FOTOS)
«Schluss mit den Steuer­
privilegien für Millionäre»
Die Volksinitiative vom 19. Oktober 2012
verlangt, dass die Pauschalbesteuerung
in der ganzen Schweiz abgeschafft wird.
Mit diesem – auch international anerkannten – Instrument holt die Schweiz aktuell
bei 5500 ausländischen Personen insgesamt über eine Milliarde Steuereinnahmen
ab. Bei der Pauschalbesteuerung wird
die geschuldete Steuer nicht auf Grund
des Einkommens berechnet, sondern auf
der Basis der jährlichen Ausgaben. Bereits
2012 verschärfte das eidgenössische
Parlament die Bedingungen.
Die pauschalbesteuerten Personen zahlen
jedoch nicht nur Steuern. Sie tätigen hohe
Investitionen in ihre Liegenschaften,
kurbeln den Konsum an und schaffen als
Arbeitgeber in ihrem Haushalt oder über
Aufträge an das lokale Gewerbe Arbeitsplätze. Eine Studie der eidgenössischen
Steuerverwaltung schätzt die jährlichen
Ausgaben der Pauschalbesteuerten auf
drei Milliarden Franken. Damit verknüpft
sind über 22 000 Arbeitsplätze. Mit einer
Abschaffung der Pauschalbesteuerung
gefährden wir ohne Not diese Arbeitsplätze und vertreiben Investoren und Konsumenten aus unseren Kantonen und
Gemeinden.
Der Schaden für die KMU-Wirtschaft und
den Mittelstand ist enorm. Besonders
treffen würde es einmal mehr die Bevölkerung der Bergkantone und auf dem Land.
Insbesondere die Romandie müsste
empfindliche Einschnitte in ihren kantonalen Budgets kompensieren. Diese Initiative
ist ein Angriff auf die Steuerhoheit der
Kantone. Anstatt die Entscheide der
eigenen Bevölkerung umzusetzen, würden
die Kantone bevormundet und müssten
künftig die Steuern erhöhen, um die
Ausfälle zu kompensieren. Der Schweizerische Gewerbeverband und die economiesuisse sagen dazu klar Nein. Die beiden
Solothurner Wirtschaftsverbände – Kantonal-Solothurnischer Gewerbeverband und
Solothurner Handelskammer – schliessen
sich diesen Parolen an.
«Stopp der Überbevöl­ke­
rung – zur Sicherung
der natürlichen Lebensgrundlagen»
Die Initiative der Vereinigung Umwelt und
Bevölkerung (kurz Ecopop) verlangt eine
fixe Obergrenze für die Zuwanderung.
Netto soll die Schweizer Bevölkerung
durch Zuwanderung nicht mehr als 0,2
Prozent pro Jahr wachsen. Das entspricht
16 000 Personen pro Jahr. Zudem sollen
mindestens zehn Prozent der Schweizer
Entwicklungshilfe in die Förderung der
freiwilligen Familienplanung fliessen. Das
entspricht 205 Millionen Franken pro Jahr.
Wohlstand steht auf dem Spiel
Wenn netto noch maximal 16 000 Zuwanderer pro Jahr in die Schweiz kommen
dürfen – dazu zählen auch Asylsuchende,
Angeheiratete oder zurückkehrende
Auslandschweizer – wird die wirtschaftliche Entwicklung des Landes abgewürgt.
Die demografische Entwicklung hat zur
Folge, dass Jahr für Jahr mehr Menschen
in Pension gehen als jüngere Generationen nachrücken. Diese Lücke wird bis
2030 immer grösser und kann ohne
ausländische Fachkräfte gar nicht mehr
gefüllt werden. Es gibt heute rund 50 000
mehr 50-Jährige als 10-Jährige in der
Schweiz. Die Ecopop-Initiative schränkt die
Möglichkeit, diese Lücke zu füllen, massiv
ein und setzt den Wohlstand der Schweiz
fahrlässig aufs Spiel.
Absurde und wirkungslose Zweckbindung mit Entwicklungshilfe
Die Zweckbindung der Entwicklungshilfe
zur Familienplanung ist nicht nur absurd,
sondern auch völlig wirkungslos. Die hohe
Geburtenzahl in unterentwickelten Ländern ist meist auf wirtschaftliche Gründe
und nicht auf die fehlende Kenntnisse über
Verhütungsmethoden zurückzuführen. Viel
wichtiger sind Investitionen in die Bildung
vor allem für junge Frauen, eine funktionierende Gesundheitsversorgung, Beschäftigungsmöglichkeiten und soziale Sicherheit.
Der Schweizerische Gewerbeverband und
die economiesuisse sagen klar Nein. Die
beiden Solothurner Wirtschaftsverbände
schliessen sich diesen Parolen an.
«Rettet unser
Schweizer Gold»
Die Volksinitiative «Rettet unser Schweizer
Gold» will der Schweizerischen Nationalbank (SNB) einen Mindestanteil an Gold
von 20 Prozent ihrer Aktiven vorschreiben,
Goldverkäufe verbieten und die Lagerung
des Golds in der Schweiz diktieren. Diese
Reglementierungen schränken die Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit und
damit den geldpolitischen Spielraum der
SNB massiv ein.
Gold funktionierte jahrelang als Anker für
Preisstabilität. Diese Sicht auf die Rolle des
Eine absurde und wirkungslose Zweckbindung: Über die «Ecopop»-Initiative
soll unter anderem auch die Geburtenregelung in Entwicklungsländern gesteuert werden.
Die «Gold-Initiative» will den Handlungs­spielraum der Nationalbank massiv einschränken.
Goldes in der Geldpolitik war wohl Hauptmotivation für die Initiative. Heute ist die
Situation eine andere. Währungsreserven
und der Goldpreis unterliegen grossen
Wertschwankungen. Damit hängt der
Anteil des Goldes an den Währungsreserven im Wesentlichen von oft starken
Schwankungen der Finanzmärkte ab. Der
Zwang zu einer fixen Quote von 20
Prozent könnte den Handlungsspielraum
der SNB besonders in konjunkturell
turbulenten Phasen einschränken und ihr
die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags
der Preisstabilität erschweren. Die Bestimmung könnte sogar dazu führen, dass die
SNB bei stark fallendem Goldpreis gezwungen wäre, zur Erfüllung der Mindestquote Gold zuzukaufen und Verluste
anzuhäufen.
verurteilt unnützerweise eine Minderheit
für ein minimales Ergebnis. Öl- und
Gasheizungen benötigen exakt die
gleiche Energiemenge wie eine Stromheizung und müssten konsequenterweise
auch mit einem Verbot belegt werden.
Durch das Ausrichten des Augenmerks
auf die Gebäudeisolierung könnte das
Energiesparziel des Gesetzes voll und
ganz erreicht werden. Die Praxis hat die
Wirksamkeit solcher Massnahmen voll
und ganz bestätigt.
Eigenverantwortung der
Nationalbank erhalten
Bereits heute wird der Grossteil des
Nationalbank-Goldes in der Schweiz
aufbewahrt. Währungsreserven werden
aus Sicherheitsgründen neben der
Schweiz auch in anderen politisch und
wirtschaftlich stabilen Ländern aufbewahrt. Diese Regelung hat sich bewährt.
Es ist nicht die Aufgabe der Politik, in die
operativen Geschäfte der Nationalbank
einzugreifen.
Der Schweizerische Gewerbeverband und
die economiesuisse sagen klar Nein. Die
beiden Solothurner Wirtschaftsverbände
schliessen sich diesen Parolen an.
Nein zur Teilrevision des
kantonalen Energiegesetzes
Die Revision des Energiegesetzes wird
dem Volk vorgelegt, weil sie in der Abstimmung im Kantonsrat die notwendige
Zweidrittelsmehrheit verpasste. Das neue
kantonale Energiegesetz mit dem Zwang,
bis zum 1. Januar 2030 alle bestehenden
Elektroheizungen und alle Boiler zu
ersetzen, greift in das Privateigentum ein.
Die Artikel 89 Abs. 1 bis 3 der Bundesverfassung und das eidgenössische Energiegesetz (EnG) regeln den Gebrauch von
elektrischer Energie. Das EnG ermöglicht
den Kantonen, Vorschriften über die
Neuinstallation und den Ersatz von ortsfesten Widerstandsheizungen zu erlassen.
Es enthält jedoch keine Pflicht, bestehende und funktionierende Anlagen vorzeitig
ausser Betrieb zu nehmen und zu ersetzen. Empfehlungen der Energie-Direktorenkonferenz haben keine bindende
gesetzliche Wirkung.
Widerspruch zu CO2 -Politik
des Bundes
Mit Blick auf das Problem der Klimaerwärmung gilt es daran zu erinnern, dass die
elektrische Energie, auch importiert, eine
deutlich sauberere Energiequelle ist als
andere. So wird auch die Förderung von
Elektromobilität gerechtfertigt, die wie
die Bahn auch mit Strom heizt. Sollten
elektrische Heizungen und Boiler verboten
werden, würden die Betroffenen wohl auf
Gas oder sogar Erdöl zurückgreifen. Das
würde dem Hauptanliegen des Bundes, in
Zukunft den Konsum von fossiler Energie
massiv zu reduzieren, widersprechen.
Verbot verursacht hohe Kosten
Bei einer Ersatzpflicht müssten jedoch bei
bestehenden Gebäuden die kompletten
Heizsysteme demontiert und nicht nur ein
Heizkessel ersetzt werden. Solche Massnahmen sind nicht möglich, ohne für den
Grossteil der betroffenen Besitzer untragbare Kosten auszulösen. Das Verbot
Die beiden Solothurner Wirtschaftsverbände haben diese Vorlage schon im
Parlament bekämpft. Sie haben immerhin
erreicht, dass die Vorlage nun vor das
Volk kommt. Im Kanton Bern wurde eine
ähnliche Vorlage vom Volk abgelehnt. Die
SOHK und der kgv empfehlen ebenfalls
ein Nein zu dieser Vorlage.
8|
MAGAZIN
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Dank für zehn Jahre publizistisches Wirken im Dienst der Solothurner Wirtschaft:
WIRTSCHAFTSflash-Geschäftsführer Paul Meier wird auch stellvertretend für viele
weitere Mitbeteiligte von kgv-Geschäftsführer Andreas Gasche und SOHK-Direktor
Daniel Probst beschenkt.
Man soll die Feste feiern, wie sie fallen
WIRTSCHAFTSflash, das Magazin
der Solothurner Wirtschaft, erscheint in seiner heutigen Form seit
zehn Jahren. Dieses Jubiläum wurde
am 1. September im Rahmen des
traditionellen Herbstanlasses des
Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes (kgv) in Biberist angemessen gefeiert.
Rolf Kissling, kgv-Ehrenmitglied und im
Jahr 2004 als damaliger Verbandspräsident einer der Gründerväter der Publikation, blieb es vorbehalten, den Ursprung
und die Entwicklung der Publikation als
Laudator zu würdigen. Es sei darum
gegangen, dem Solothurnischen Unternehmertum – und zwar vom Einmannbetrieb bis zum grossen Unternehmen
– für seine wirtschaftspolitischen Anliegen und Standpunkte in der Öffentlichkeit und gegenüber den politischen
Behörden eine gemeinsame Stimme zu
verschaffen, die Stimme der Solothurner Wirtschaft. Die Idee des Projekts
sei zwar sofort auf Begeisterung ge­
stossen, es habe aber bezüglich der
redaktionellen Machbarkeit und der
Finanzierung Zweifel gegeben. «Wir
waren aber ein paar Unbeirrbare, die
sich in den Kopf gesetzt hatten, das
Vorhaben zu realisieren», resümierte
Kissling. Dank sorgfältiger Vorbereitung
und viel Überzeugungsarbeit, mit der
schliesslich auch die Solothurner Handelskammer aufs Boot geholt werden
konnte, sei der Start im Juni 2004
möglich geworden. Das Magazin habe
bei Verbandsmitgliedern, Behörden
und weiteren Adressaten rasch eine
sehr gute Aufnahme gefunden und
erfülle seinen ursprünglich festgelegten
Zweck bis heute hervorragend, lobte
Rolf Kissling.
WIRTSCHAFTSflash-Geschäftsführer
Paul Meier war es ein Anliegen, die
Anerkennung und den Dank an Partner
in Redaktion und Produktion sowie an
die vielen langjährigen Inserenten
weiterzuleiten. Die Umsetzung der
verlegerischen und redaktionellen
Vorgaben entspreche nicht einem
«08.15-Job», sondern einer Herzensangelegenheit. «Die Pflicht wird dann zur
Freude, wenn man viel Herz und Geist
einbringt», bekannte er. Meier gab ein
paar Reminiszenzen aus seinen Erfahrungen in den letzten zehn Jahren preis.
WIRTSCHAFTSflash wolle gerade im
Zusammenhang mit wirtschaftspolitischen Stellungnahmen kein Pfarrblatt
sein, wandte er sich speziell an den
anwesenden Regierungsrat Remo Ankli.
«Manchmal braucht’s ein bisschen Salz
und Pfeffer, muss man auch etwas
überzeichnen, um verstanden zu werden», ergänzte er.
Laudator Rolf Kissling: «Das Magazin hat bei
Verbandsmitgliedern, Behörden und weiteren
Adressaten rasch eine sehr gute Aufnahme
gefunden und erfüllt seinen ursprünglich
festgelegten Zweck bis heute hervorragend».
WIE BIT TE?
Die hohe Dichte an Spitälern in
der näheren Umgebung sei ein
wichtiger Grund, weshalb das
Kantonsspital Olten um Patienten
kämpfen müsse, begründet Martin
Häusermann, CEO der Solothurner
Spitäler AG, im Regionaljournal
Aargau Solothurn vom 25. September 2014 den Rückgang der Patientenzahl im Jahr 2013. Jetzt wolle
man Gegensteuer geben: Mit einer
Fokussierung auf die Behandlung
von schwergewichtigen Patienten,
Rückenbeschwerden, Diabetes-,
Prostata- oder Nierenproblemen.
Dafür sollen zusätzliche finanzielle Mittel etwa für bauliche oder
technische Investitionen verwendet
werden. «Nein, das tut uns nicht
weh, das ist etwas, das einfach
gefordert ist», verteidigt sich Häusermann.
So etwas gibt zu denken: Noch vor
kurzem wurden Millionen aus Steuergeldern für die Modernisierung des
Kantonsspitals Olten eingesetzt. Jetzt
erkennt man, dass auch im Gesundheitswesen das Marktangebot eine
Rolle spielt und plant erst recht eine
Vorwärtsstrategie mit weiteren Kostenfolgen. Vernünftiger wäre es, Kooperationen über die Kantonsgrenzen hinaus
zu vereinbaren. Doch damit lässt sich
offenbar kein Imagegewinn realisieren.
«Latte macchiato
bitte – frisch gemahlen,
nicht gekapselt.»
Die Kaffeekultur für Leute mit Stil feiert Jubiläum: Seit 20 Jahren verwöhnen die IMPRESSA-Kaffeespezialitäten-Vollautomaten
anspruchsvolle Ge nie sser wie Roger Federer. JURA hat immer wieder neue Meilensteine bei Kaffeequalität, intuitiver Bedienung und
Design gesetzt. Der edelste Beweis dafür ist die limitierte J500 Celebration Edition mit einer in Handarbeit veredelten Frontpartie in
silberner Carbon-Optik und einer Tassenplattform aus hochwertigem Glas. In ihr vereinen sich die geballte Kompetenz aus 20 Jahren
Entwicklung, die Erfahrung aus über 3,5 Millionen verkauften Vollautomaten und die Leidenschaft für perfekte Kaffeespezialitäten.
Schöner kann man ein Jubiläum kaum feiern. JURA – If you love coffee.
www.jura.com
10 |
AKTUELL
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Das Krötenschlucken geht weiter
Die Situation im Finanzhaushalt des Kantons Solothurn bleibt angespannt. Für das Jahr 2015
budgetiert der Regierungsrat einen Finanzierungsfehlbetrag von 148,8 Millionen Franken. In
der Laufenden Rechnung erwartet er einen Verlust von 74,1 Millionen Franken. Die «Verbesserung» im Vergleich zum Voranschlag 2014 ist zur Hauptsache auf höhere Steuern und Gebühren
sowie weitere Ablastungen an die Gemeinden zurückzuführen. Der Ruf nach wirklich einschneidenden Sparmassnahmen stösst im Rathaus nach wie vor auf taube Ohren.
PAUL MEIER
aus. In der Investitionsrechnung sind für
2015 Nettoinvestitionen im Umfang von
141,1 Millionen Franken vorgesehen
(2014: 130,2). Unter dem Strich verbleibt
ein Finanzierungsfehlbetrag von 148,8
Millionen (170,6), beziehungsweise ein
Selbstfinanzierungsgrad von minus fünf
Prozent (minus 31 Prozent).
R2004
R2005
R2006
R2007
R2008
Ertrag in Millionen Franken
R2009
R2010
R2011
R2012
R2013
V2014
Aufwand in Millionen Franken
Das ist im Staatshaushalt des Kantons Solothurn das Problem: Die Ausgaben steigen und steigen – von 1334,2 Millionen im Jahr 2002
auf 1965,2 Millionen Franken im Jahr 2015 (Budget). Der Regierungsrat und die Mitte-Links-Mehrheit im Parlament reagieren nicht mit
einschneidenden Sparmassnahmen, sondern sie erhöhen die Steuern und Gebühren.
1965.2
1875.4
1985.6
1835.7
1922.9
1822.8
1897.3
1761.6
Die im kantonalen Parlament vertretenen
Parteien äussern sich unterschiedlich
unzufrieden. Den Linken gehen die
Sparmassnahmen zulasten «des unteren
und mittleren Mittelstandes» zu weit. ­
1918.2
1732.6
1901.3
1662.9
1882.4
1640.8
1836.2
1512.2
1757.1
1467.9
1605.9
1394.0
1525.6
1341.6
1407.9
1338.1
1334.2
1405.8
1507.7
R2003
Die Steuerzahlenden melken…
Nichtsdestotrotz verbreitet der Regierungsrat – wenn auch verhaltenen – Optimismus. «Obwohl die Finanzlage nach
wie vor angespannt ist, konnte gegenüber den Vorjahren aufgrund der Massnahmenpläne 2013 und 2014 eine
sichtbare Verbesserung eingeleitet
werden», heisst es in seinem Kommentar
zum Voranschlag 2014. Sein Ziel bleibt,
die Staatsrechnung bis Ende 2017 wieder
ausgeglichen gestalten zu können.
Der Regierungsrat schreibt in seiner
Botschaft an den Kantonsrat, der Voranschlag 2015 schliesse um 38,3 Millionen
Franken besser ab als der Voranschlag
2014. Zum vierten Mal nacheinander
müsse aber ein Aufwandüberschuss in
der Erfolgsrechnung erwartet werden.
Das bedeute, dass sich das Eigenkapital
im Umfang des Defizits weiter reduziere.
Per Ende 2015, so die Prognose, wird
noch ein frei verfügbares Eigenkapital
von 40,7 Millionen Franken übrig bleiben.
Es kommt noch schlimmer: Laut Finanzplanung 2015 – 2018 wird dieses Eigenkapital im Jahr 2016 aufgezehrt sein. Die
Nettoverschuldung des Kantons Solo-
Das Eigenkapital schmilzt – die Nettoverschuldung steigt weiter an
Dem Aufwand von 1965,2 Millionen
steht ein Ertrag von 1875,4 Millionen
Franken gegenüber. Nach Berücksichtigung von Finanzaufwand und Finanzertrag resultiert ein Verlust von 74,1 Millionen. Im Vergleich zum Buget 2014 (minus
112,4 Millionen) fällt das Ergebnis um
38,3 Millionen Franken weniger schlecht
R2002
thurn wächst auf 936,6 Millionen Franken im nächsten Jahr. Dieser Aufstieg in
tiefrote Sphären ist zu einem wesentlichen Teil auf die Passivierung des Kantonsanteils an der Deckungslücke der
Pensionskasse PKSO zurückzuführen.
1803.6
1965,2 Millionen Franken braucht der
Kanton Solothurn im nächsten Jahr zur
Finanzierung seiner Staatsaufgaben. Der
Staatsaufwand für das Jahr 2015 liegt um
14,5 Millionen unter jenem für das laufende Jahr. Ist das ein ausreichender Grund,
Morgenluft zu wittern? 2013 betrugen
die Ausgaben 1922,9 Millionen Franken.
2015 setzt der Regierungsrat 42,3 Millionen mehr ein als 2013, um die Begehrlichkeiten aus allen Himmelsrichtungen
bezahlen zu können. Mit andern Worten:
Die Morgenröte wird durch weitere,
schwere Gewitterwolken verdeckt.
V2015
WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
Sie reklamieren, auf der Einnahmenseite
fehle das Geld «infolge der zahlreichen
Steuersenkungen bei den Vermögenden».
Die bürgerlichen Fraktionen b
­ emängeln,
«dass am Ende des Tages die Staatsfinanzen einzig auf dem Buckel der Steuerzahler saniert werden, während ausgabenseitige Korrekturen auf der Strecke bleiben»
(FDP) und fordern eine konsequente
Verzichtplanung inklusive Stellenabbau.
«Oder meint der Kanton tatsächlich, er
müsse nichts tun und könne einfach die
Steuerzahlenden melken?», fragt die SVP.
Die CVP berichtet, es seien «grosse
Anstregungen» gemacht worden.
Selbst in der Finanzkommission des
Kantonsrats lösen die Aussichten keine
freudeherrschende Stimmung aus. «Wir
sind nicht zufrieden mit dem Budget»,
erklärte deren Präsident, Kantonsrat Beat
Loosli, anlässlich des Mediengesprächs zur
Präsentation der Zahlen, «der Kanton
sollte zumindest die laufenden Ausgaben
mit den vorhandenen Mitteln decken
können».
58 Millionen Franken Mehraufwand
Die Regierung entgegnet der Kommis­
sion, nach langen und intensiven Verhandlungen mit den Departementen sei
es schliesslich gelungen, das Richtbudget gesamthaft noch um rund 25 Millionen Franken zu verbessern. So also läuft
der Prozess: Die Ämter stellen Forderungen, Roland Heim, der bedauernswerte
Finanzdirektor, und seine Leidensgenossen aus der Finanzverwaltung müssen
bei den Chefs aller Dienstzweige Zugeständnisse aushandeln…
Als Resultat bleibt in der Erfolgsrechung
als «defiziterhöhende Abweichung» zur
Staatsrechnung 2013 ein Mehraufwand
von 58,0 Millionen Franken. Aufgefangen wird dieser Mehrverbrauch durch
einen Minderaufwand von 22,3 und
einen Mehrertrag von 43,2 Millionen
Franken («defizitsenkende Abweichungen»). Darin berücksichtigt ist ein zusätzlicher Ertrag aus der Erhöhung des
Steuerfusses von 100 (2013) auf 104
Prozentpunkte (2015) im Umfang von
46,6 Millionen Franken. Sämtliche
Vorhaben gemäss dem Massnahmenplan 2014 – von Steuer- und Gebührenerhöhungen inklusive Anpassung der
Taxen für Hundemarken bis zu weiteren
Ablastungen an die Gemeinden – sind in
der Planung berücksichtigt, sofern sie
denn vom Kantonsrat im Verlauf kommender Debatten abschliessend genehmigt werden. Den Bürgerinnen und
Bürgern werden weitere Kröten zum
Schlucken hingeworfen.
AKTUELL | 11
Die wichtigsten Ertragspositionen im Staatshaushalt
in Millionen Franken
1142.1
46.3
1000
1110.5
48.7
1065.0
48.6
1138.5
44.3
1155.5
46.3
323.2
266.2
302.8
302.1
303.6
772.6
750.2
759.0
792.0
805.6
2011
2012
2013
2014
2015
800
600
400
200
0
Staatssteuern (netto)
Bundesanteile (netto)
Nebensteuern
So entwickeln sich die wichtigsten Ertragspositionen im Staatshaushalt des Kantons Solothurn:
Die Einnahmen aus Staatssteuern ergeben das tragende Fundament – im Voranschlag 2015 mit
einem Plus von 46,6 Millionen Franken im Vergleich zur Rechnung 2013. Weitere namhafte Beiträge
stammen aus den Kassen des Bundes (aus dem Finanzausgleich werden 2015 netto 227,4 Millionen
Franken erwartet). Unter dem Konto «Nebensteuern» bilden Handänderungssteuern (Budget 2015:
26 Millionen) und Erbschaftssteuern (14 Millionen) die einträglichsten Quellen. Ein Anteil aus einer
eventuellen Gewinnausschüttung der Nationalbank ist nicht eingeplant.
Wieder mehr Staatsstellen
Als Fazit bleibt die Feststellung im Raum:
Der Ruf nach wirklich einschneidenden
Sparmassnahmen stösst im Rathaus zu
Solothurn weiterhin auf taube Ohren.
Bedenken aus der Wirtschaft werden in
der Verwaltung kaum wahrgenommen,
kostenbewusste Kantonsrätinnen und
Kantonsräte werden sich im Parlament
auch in naher Zukunft mit der Rolle der
einsamen Rufer in der Wüste abfinden
müssen.
Unter Verzichtplanung versteht man den
Mut, Aufgaben zu hinterfragen, den
üppigen Dschungel an Subventionen
auszudünnen, Abläufe zu vereinfachen,
administrative Umtriebe zu reduzieren
und in letzter, aber logischer Konsequenz auch Stellen zu streichen.
Herrscht Not, kommen private Arbeitgeber gleichermassen wie der Bund,
Kantone und Gemeinden nicht um
solche Schritte herum. Beispiele dafür
gibt es genügend. Kein derartiger
Entscheid wird leichtfertig getroffen, er
erweist sich jedoch als zwingend notwendig, wenn dadurch Schlimmeres
vermieden werden kann.
Für den Staatshaushalt des Kantons
Solothurn ist diese Erkenntnis irrelevant.
Wer – um ein Beispiel zu nennen – die
Personalplanung studiert, sieht sich in
diesem Vorwurf bestätigt. Der Bestand
im Staatspersonal wird weiter ansteigen:
Von 2886,2 im Jahr 2013 über 3053,7
im Jahr 2014 auf 3062,1 Vollzeitpensen
im Jahr 2015 (plus 8,4 Pensen). Der
Besoldungsaufwand beträgt, gemäss
Budget für das Jahr 2015, 364 511091
Franken. Hinzu kommen 20,4 Prozent
Sozialversicherungsbeiträge, also nochmals rund 74,4 Millionen. Das ergibt
Kosten von insgesamt 438 871 354
Franken, 143 324 Franken pro Hundertprozent-Pensum. Im Etat nicht mehr
aufgeführt sind die Pensen der Logopädiepersonen. Diese würden neu durch
die Schulträger besoldet und durch den
Kanton subventioniert, heisst es in der
Botschaft der Regierung. Auch das ist
eine Form von Budget-Kosmetik.
Man habe beschlossen, die Löhne bis ins
Jahr 2017 nicht zu erhöhen, gegenüber
dem Voranschlag 2014 sinke der Besoldungsaufwand 2015 um 1,9 Millionen
Franken beziehungsweise um 0,5 Prozent, bemerkt der Regierungsrat dazu.
Nur: Es gilt so sicher wie das Amen in
der Kirche, dass sich die Lohnkostenspirale gleichwohl bald wieder nach oben
drehen wird. Der Gesamtarbeitsvertrag
für das Staatspersonal des Kantons
Solothurn lässt grüssen.
12 |
AKTUELL
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Die Solothurner Handelskammer fordert
weitere Massnahmen zur Sanierung der PKSO
Die Solothurner Handelskammer
nehme mit Bedauern zur Kenntnis,
dass eine Mehrheit der Solothurner
Stimmberechtigen das Pensionskassengesetz akzeptiert habe, erklärt
sie nach der Bekanntgabe des
Abstimmungsergebnisses vom
28. September 2014. Nach Sanierung der Altlasten sei die Politik nun
jedoch gefordert, sich unverzüglich
mit der nachhaltigen Ausgestaltung
der Pensionskasse zu beschäftigen.
«Dazu müssen in erster Linie die
immer noch sehr grosszügigen
Leistungen der Pensionskasse den
Verhältnissen in der Privatwirtschaft angepasst werden», schreibt
die SOHK.
Insbesondere bleibe das bei der PKSO
nach wie vor geltende Beitragsverhältnis
mit 57,4 Prozent des Arbeitgebers und
42,6 Prozent des Arbeitnehmers im
Vergleich zu privatrechtlichen Pensionskassen immer noch sehr grosszügig. Bei
vielen KMU entspreche dieses Verhältnis
dem gesetzlichen Mindestwert von 50 zu
50. «Die Solothurner Handelskammer
fordert deshalb, dass das Beitragsverhältnis den Verhältnissen in der Privatwirtschaft anpasst wird», heisst es in der
Stellungnahme.
Handlungsbedarf bestehe im Weiteren
bei der Festlegung des Umwandlungssatzes. Aktuell soll gemäss Vorsorgereglement der PKSO der Umwandlungssatz
bis Anfang 2016 schrittweise auf 6,14
Um eine Balance zu erzielen, fordert die Solothurner Handelskammer, dass das Beitragsverhältnis
in der PKSO den Verhältnissen in der Privatwirtschaft angepasst wird.
Prozent gesenkt werden. Pensionskassenexperten rechnen aber bei einem
technischen Zinssatz von 2,5 Prozent
bereits heute mit einem Umwandlungssatz von deutlich unter sechs Prozent,
um versprochene Leistungen ohne
Umlageverfahren decken zu können.
«Die Solothurner Handelskammer fordert deshalb, dass der Umwandlungssatz
der PKSO deutlich unter sechs Prozent
gesenkt wird.»
Mit Nachdruck hält die SOHK fest,
künftige Sanierungen der Pensionskasse
Kanton Solothurn müssten ohne Verwendung von zusätzlichen Steuergeldern erfolgen. Im Vorfeld der Abstimmung habe sie wiederholt darauf
hingewiesen, dass aufgrund von Paragraph 12 des PKG die Staatsgarantie
faktisch bestehen bleibe und künftige
Sanierungen in Wirklichkeit bis zu 100
Prozent dem Arbeitgeber aufgebürdet
würden. Die Regierung habe dieser
Feststellung vehement widersprochen
und betont, dass die Staatsgarantie
abgelöst werden könne und nach
Ausfinanzierung der Pensionskasse das
Problem der fehlenden Vermögenserträge behoben sei. Allfällige künftige
Sanierungen würden allesamt von
Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu
gleichen Teilen getragen, und zusätzliche Steuergelder müssten mit Sicherheit
keine erhoben werden. «Die Solothurner Handelskammer», schreibt sie,
«zweifelt noch immer an der Darstellung des Regierungsrates. Zu hoch sind
nach Einschätzung der Solothurner
Handelskammer die Risiken auf dem
aktuellen Anlagekapital und zu optimistisch die zu erwartenden Renditen». Die
SOHK werde deshalb die Entwicklung
der Pensionskasse und speziell die
Ausgestaltung von künftigen Sanierungen weiter genau verfolgen.
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14 |
SCHWERPUNKTTHEMA
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Für eine liberale, der Nachhaltigkeit
verpflichtete Raumordnungspolitik
Eine vorausschauende Raumentwicklung, welche die künftige Entwicklung von Bevölkerung
und Wirtschaft berücksichtigt, ist für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes ein entscheidender Faktor. Denn die Verfügbarkeit von Flächen, gute Verkehrsanbindungen und eine funktionierende Infrastruktur sind wichtige Vorteile im internationalen Standortwettbewerb. Für
die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Solothurn ist die Bedeutung der Raumentwicklung
aufgrund der geografischen Lage und der damit verbundenen nationalen und internationalen
Verkehrsgunst sogar überdurchschnittlich hoch.
DANIEL PROBST (TEX T), BERNHARD STR AHM (FOTOS)
WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
SCHWERPUNKTTHEMA | 15
Umzonungsbegehren mussten von den Gemeinden bis Ende Mai beim Kanton eingereicht werden.
Bewilligte Umzonungen führten (wie hier auf dem Bild in der Weststadt von Solothurn) zu rauchenden Köpfen.
Am 3. März 2013 hat das Volk das neue
Raumplanungsgesetz gutgeheissen. Am
1. Mai 2014 trat das revidierte Bundesgesetz über die Raumplanung sowie die
revidierte Raumplanungsverordnung in
Kraft. Ziele der neuen Bestimmungen
sind, sorgsamer mit dem Boden umzugehen, Bauzonen massvoll festzulegen und
kompakte Siedlungen zu schaffen. Der
bisherige Verbrauch von Kulturland soll
eingedämmt und hohe Kosten für die
Erschliessung sollen vermieden werden.
Die Vorgaben haben die Kantone umzusetzen. Sie müssen in ihren Richtplänen
aufzeigen, wie die Raumentwicklung in
den nächsten 15 Jahren erfolgen soll. Die
Richtpläne müssen innert fünf Jahren die
Anforderungen des revidierten Raumplanungsgesetzes erfüllen und vom Bundesrat genehmigt sein.
Raumplanung darf nie
Selbstzweck sein
Die Solothurner Handelskammer und der
Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband engagieren sich aktiv für eine
liberale, der Nachhaltigkeit verpflichtete
Raumordnungspolitik. Raum für die
Bedürfnisse der Bevölkerung und der
Wirtschaft gibt es im Kanton Solothurn
genug. Aber es gilt ihn richtig zu nutzen.
Dabei darf Raumplanung nie Selbstzweck
sein. Im Artikel 75 der Bundesverfassung
kommt klar zum Ausdruck, dass die
Raumplanung nur Mittel zum Ziel ist und
«dienenden Charakter» hat. Das Raumplanungsgesetz steht damit nicht über den
übrigen Gesetzen, sondern gleichberechtigt neben anderen. Raumplanung darf
nicht nur planen, behindern und verbieten, sondern sie hat auch zu fördern und
im Dienste von Gesellschaft und Wirtschaft zu stehen. Dies ist den für Raumplanung zuständigen Behörden und Politikern
immer wieder in Erinnerung zu rufen.
Auch die Ökonomie ist gebührend zu
berücksichtigen. Wenn sich die Solothurner Wirtschaftsverbände für eine nachhaltige Raumordnungspolitik einsetzen,
meinen sie mit Nachhaltigkeit die Gleichwertigkeit von Ökonomie, Ökologie und
Sozialem. Im Grunde steht am Anfang
immer zuerst die Ökonomie. Denn bevor
etwas umverteilt werden kann, muss es
zuerst mit einer wirtschaftlichen Leistung
erarbeitet werden.
Grösstmögliche Handlungsfreit
für die Wirtschaft
Die Solothurner Handelskammer und der
Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband setzen sich dafür ein, dass im
Richtplan des Kantons Solothurn eine
grösstmögliche Handlungsfreiheit auf
Basis der gesetzlichen Bestimmungen des
Bundes erhalten bleibt. Ermessensspielräume zu Gunsten der Wirtschaft sollen
konsequent genutzt werden.
Die wichtigste Kennzahl bei der Bauzonenplanung ist die Entwicklung der
Bevölkerung. Die ständige Wohnbevölkerung des Kantons Solothurn betrug am
31. Dezember 2013 262 965 Personen.
Für das Jahr 2030 rechnet das kantonale
Amt für Raumplanung gemäss hohem
Szenario mit 290 100 Personen. Da die
heutige unbebaute Bauzone (Wohn-,
Misch- und Zentrumszone) von 785
Hektaren für theoretisch 37 000 Personen reicht, werden die heutigen Bauzonen als genügend gross beurteilt, um das
prognostizierte Bevölkerungswachstum
für die nächsten 15 Jahre aufzunehmen.
Schwieriger gestaltet sich Berechnung
des Bauzonenbedarfs für das Arbeiten.
Hier fehlen im Gegensatz zu den Szenarien der Bevölkerungsentwicklung zuverlässige Prognosen. Die Unsicherheit ist
nachvollziehbar. Denn je nach Entwick-
lung von Technologien, Arbeitsprozessen
oder Arbeitsgewohnheiten kann der
Flächenbedarf von Unternehmen in
Zukunft sehr unterschiedlich sein. So
kann einerseits eine Zunahme der Beschäftigten im dritten Sektor dank
optimierten Büroarbeitsplätzen trotzdem
zu einer kleineren Flächenbeanspruchung
führen, während andererseits durch
zunehmende Automatisierung in der
Industrie auf zunehmender Produktionsfläche immer weniger Menschen arbeiten. Auch Wandel im Branchenmix
können grosse Veränderungen bringen.
Der Niedergang der Papierindustrie oder
der Aufstieg der Logistik dienen im
Kanton Solothurn als bekannte Beispiele
dafür.
Wichtig ist deshalb, dass die Entwicklung
der Arbeitszonen im Richtplan möglichst
flexibel gestaltet wird. Im Bereich der
Arbeitszonen muss teilweise auch rasch
reagiert werden können. Bestehende
Betriebe müssen sinnvoll erweitert und
neue angesiedelt werden können. Im
Entwurf der kantonalen Siedlungsstrategie wird dieser Flexibilität Rechnung
getragen, indem festgehalten wird, dass
für Arbeitszonen quantitative Kriterien
nicht zielführend sind und eine Steuerung
nur bedingt erfolgen kann.
Quellen:
Siedlungsstrategie Kanton Solothurn,
Allgemeiner Teil (Versionen vom 16.06.2014
und vom 08.09.2014).
Siedlungsstrategie Kanton Solothurn,
Einschätzung der Bauzonengrösse der Gemeinden
(Version vom 11.09.2014).
Positionspapier «Raumentwicklung im
Dienste der Wirtschaft und Gesellschaft»
des Schweizerischen Gewerbeverbands.
Dossier «Raumpolitik» von economiesuisse.
16 |
SCHWERPUNKTTHEMA
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
«Wenn es die Situation erfordert, müssen
wir rasch und flexibel handeln können»
Mit dem neuen Raumplanungsgesetz soll die Zersiedlung unseres Landes gestoppt werden.
Das ist ein Grund für die Revision, die am 1. Mai 2014 in Kraft getreten ist. Der Kanton Solothurn und der Kanton Bern haben eine ähnliche Ausgangslage: Beide haben weder zu viel noch
zu wenig Einzonungen getätigt, die bebauten und unbebauten Bauzonen decken den Bedarf
für die nächsten 15 Jahre ab. Das Raumplanungsgesetz soll nun umgesetzt werden: Einerseits
muss der kantonale Richtplan im Teil Siedlung überarbeitet und andererseits die kantonale
Gesetzgebung angepasst werden. WIRTSCHAFTSflash hat mit dem Solothurner Baudirektor
Roland Fürst erörtert, ob in dieser entscheidenden Phase jetzt und auch in Zukunft den Bedürfnissen der Wirtschaft genügend Rechnung getragen wird.
JOSEPH WEIBEL (TEX T), BERNHARD STR AHM (FOTOS)
Herr Regierungsrat, wie verläuft
der gesetzgeberische und politische
Prozess zur Revision des kantonalen
Richtplanes?
Roland Fürst: Der kantonale Richtplan
wird zurzeit gesamthaft überarbeitet.
Die erste Anhörung hat gezeigt, dass
der Teil Siedlung noch nicht mit den
neuen Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes übereinstimmt. Deshalb
haben wir zuerst als Grundlage eine
kantonale Siedlungsstrategie definiert
und darauf aufbauend das Kapitel
Siedlung vollständig überarbeitet. Zu
diesen Unterlagen haben wir eine
Anhörung bei den kommunalen Behörden gestartet, sie dauert bis Ende Jahr.
Anschliessend wird sich der Kantonsrat
in der März-Session 2015 mit diesem
Thema beschäftigen. Es ist vorgesehen,
die öffentliche Auflage zum Kantonalen
Richtplan um Mitte 2015 zu starten. Ziel
ist es, möglichst rasch den revidierten
Richtplan durch den Bundesrat genehmigen zu lassen, so dass wir aus dem
engen Korsett der übergangsrechtlichen
Regelung mit Bauzonensaldo Null
entlassen werden können. Im Weiteren
formuliert eine Arbeitsgruppe Vorschläge zum Ausgleich von Planungsvorteilen
– sprich: Regelungen zur Mehrwertabschöpfung. Letztlich muss diese Arbeitsgruppe aber auch eine Antwort finden
auf die Frage, wie langjährig gehortetes
Bauland bei Bedarf verfügbar gemacht
werden kann. Bis Ende Jahr erwarten wir
diesbezüglich Resultate.
Ist es richtig, dass der Kanton Solothurn kein Potenzial mehr hat für
Bauzonen?
Das ist richtig. Wie beim Kanton Bern
entsprechen die heute im Kanton Solothurn insgesamt eingezonten Landflächen dem voraussichtlichen Bedarf für
die nächsten 15 Jahre. Daher gibt es im
Grundsatz nichts ein-, aber auch nichts
auszuzonen. Damit stimmt die Aussage
nur quantitativ, aber nicht unbedingt
qualitativ. Die Lage der heutigen Bauzonen stimmt nicht immer mit dem effektiven Bedarf überein.
Das würde im Spezialfall heissen,
dass eine Umzonung erfolgen müsste. Zum Beispiel im Fall der geplanten Wasserstadt in Solothurn?
Betrachten wir die Wasserstadt isoliert, so
müsste die Stadt die nötige Landfläche
neu einzonen und an anderer Stelle eine
gleichgrosse kompensatorische Auszonung vornehmen. Damit verbunden
müsste die Bereitschaft sein, eine heutige
unbebaute Baulandreserve abzutreten.
Wir verhandeln zurzeit mit dem Bund, ob
für dieses Vorhaben eine Ausnahmeregelung möglich ist. Damit würde meines
Erachtens auch kein Präjudiz geschaffen,
da die geplante Wasserstadt ja nicht ein
«Dutzend-Werk» ist, das beliebig anderswo auch realisiert werden könnte.
Da liegt aber mit dem bekanntlich
kontaminierten Boden noch eine
andere Baustelle an den Gestaden
der Aare.
Die Dekontamination ist eine andere
Geschichte und steht mit dem kantonalen Richtplan nicht im Zusammenhang.
Noch einmal zurück zur Revision des
kantonalen Richtplanes: Man muss
ja das Rad nicht immer neu erfinden.
Kann sich der Kanton nicht bereits
auf revidierte kantonale Richtpläne
von anderen Kantonen stützen?
Basel-Stadt, Genf und Zürich haben ihre
revidierten Richtpläne bereits beim Bund
eingereicht. Basel-Stadt und Genf als
Stadtkantone haben ihre spezifischen
Eigenheiten, die nicht auf unseren
Kanton adaptierbar sind. Ähnlich verhält
es sich beim Kanton Zürich, der aufgrund seiner Grösse und Struktur auch
nicht als Vergleich herbeigezogen
werden kann. Wir können uns also nicht
auf ein fertiges Konzept stützen. Hingegen haben wir den Vorteil, dass der
Chef unseres kantonalen Amtes für
Raumplanung, Bernard Staub, gleichzeitig Präsident der Konferenz der Schweizerischen Raumplaner ist …
… und deshalb eine Vorbildfunktion
einnehmen will?
… klar nein, sondern direkteste Kontakte
zum Bundesamt für Raumentwicklung
hat, um die Handlungsspielräume auszuloten. Letztendlich bewegen wir uns in
einem Korsett mit Namen Raumplanungsgesetz. Dieser Rahmen setzt
unserem Handlungsspielraum die entsprechenden Grenzen.
«Es ist wie in anderen
Dingen: Die einen haben zu
viel, die anderen zu wenig.»
Der Kanton Solothurn gilt aber
bekannterweise als relativ strikt.
WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
SCHWERPUNKTTHEMA | 17
Regierungsrat Roland Fürst: «Wenn eine Firma stark wächst und ein Ausdehnungsbedürfnis hat,
so dürfen wir sie daran nicht hindern und ihr im Wege stehen.»
Gemeinden monieren, dass
­raumplanerische Anliegen vielfach
auf taube Ohren stossen.
Diese Aussage muss ich klar zurückweisen, das stimmt so nicht. Im neuen
Bundesgesetz zur Raumplanung ist
festgelegt, dass Bauzonen in einer
Grössenordnung geplant werden
müssen, die für die nächsten 15 Jahre
ausreichen. Das ist einer der grossen
Kritikpunkte. Ich erinnere aber daran,
dass diese Regelung schon im alten
Gesetz seine Gültigkeit hatte. Es ist wie
in anderen Dingen: Die einen haben zu
viel, die anderen zu wenig.
Müsste dann nicht ein innerkantonaler Abtausch möglich sein?
Das ist aus heutiger Sicht fachlich und
politisch nicht ganz einfach. Aber aus
liberaler Sicht betrachtet, könnten in
Zukunft freiwillige interkommunale
Lösungsmodelle entwickelt werden.
Eine Gemeinde mit überdurchschnittlicher Entwicklung möchte einzonen
und findet einen Weg mit einer
Gemeinde, die eher peripher liegt,
aber noch über relativ grosse unbebaute Bauzonen verfügt. Hier setzen
wir für die Zukunft auch auf Kreativität und Freiwilligkeit. Aber zuerst
muss der Leidensdruck deutlich
zunehmen.
Entscheidend für die Zukunft ist
die Grösse von Baulandreserven.
Wie hoch sind diese in der Arbeitszone im Kanton Solothurn?
Ich gehe davon aus, dass sie die Reservezonen meinen. Das sind aktuell 150
Hektaren. Diese Zahlen sind beim Amt
für Raumplanung greifbar.
Wie sieht im Kanton Solothurn das
gesamte Potenzial an Landflächen
aus?
Das Siedlungsgebiet besteht aus den 8500
Hektaren Bauzonen – davon sind 1300
Hektaren oder 15 Prozent nicht bebaut
– und den etwa 500 Hektaren Reservezonen. Reservezonen sind keine Bauzonen.
Aus Sicht Wirtschaft sieht die Bilanz
folgendermassen aus: Aktuell befinden
sind 300 Hektaren unbebaute Flächen in
der rechtsgültigen Bauzone. Weitere 150
Hektaren liegen in Reservezonen.
Wie können sogenannt «neutrale»
Reservezonen, die an Arbeitszonen
grenzen, separat als erhaltenswerte
Reservezonen markiert werden?
Die Beurteilung der Reservezonen erfolgt
mit der Ortsplanungsrevision.
Die Wirtschaft hat ihre Bedürfnisse und muss manchmal auch rasch
auf Einflüsse von Aussen reagieren
­können. Das heisst, in einer prosperierenden Phase sollte ein Unternehmen
nicht auf taube Ohren stossen, wenn
es darum geht, seinen Betrieb auszuweiten. Werden die Forderungen der
Wirtschaft grundsätzlich erfüllt?
Keine Frage. Wenn es die Situation
erfordert, so müssen wir flexibel sein und
rasch reagieren. Wenn eine Firma stark
wächst und ein Ausdehnungsbedürfnis
hat, so dürfen wir sie daran nicht hindern
und ihr im Wege stehen. Ich verweise a­ uf
das neue Kapitel Siedlung im Kantonalen
Richtplan, das zurzeit in der Anhörung ist.
Genau für solche Fälle haben wir Einzonungsmöglichkeiten ohne Kompensationspflicht mit dem Bundesamt ausgehandelt. Wir suchen nach Möglichkeiten, um
für solche Spezialfälle gewappnet zu sein.
Die Solothurner Wirtschaft ist
stärker gewachsen als ursprünglich
angenommen. Dem Vernehmen
nach soll sich aber der Kanton trotzdem am neuen hohen Szenario des
Bundes orientieren und nicht das
kantonale hohe Szenario als Grundlage nehmen?
Das ist falsch. Für die Bestimmung der
Bauzonengrösse richten wir uns an das
kantonale Szenario. Das hohe Bevölkerungsszenario des Bundes weicht allerdings nur geringfügig davon ab.
an Arbeiten angrenzenden Reservezonen» (jeweils im urbanen und
agglomerationsgeprägten Raum)?
Ja, die Stossrichtung stimmt. Die Umsetzung hat indes mit den Ortsplanungsrevisionen zu erfolgen.
Bekanntlich gibt es im Kanton
brachliegende Areale. Welchen
Stellenwert haben diese Areale,
unbesehen von den verfügbaren
Baulandreserven?
Brachliegende Areale wie das ehemalige
Borregard-Areal in Riedholz bzw. Luterbach, das Swissmetall-Areal in Dornach,
das Papieri- bzw. HIAG-Areal in Biberist
oder das Riverside in Zuchwil sind nur
vier Beispiele, die bei uns einen hohen
Stellenwert geniessen …
… und wie wird dieser hohe Stellenwert spürbar, zum Beispiel beim
Borregard-Areal, das im Besitz des
Kantons ist?
Wir sind stark in der Planung und Entwicklung dieses Gebietes engagiert und haben
etliche Anfragen auf dem Tisch. Wir sind
überzeugt , dass wir in absehbarer Zeit
von einem Erfolg berichten können.
«Die unbebauten BauzonenReserven decken den Bedarf
für die nächsten 15 Jahre ab.»
«Im Baugesetz sind Ausnutzungen definiert, aber die Bedürfnisabklärung liegt in der
Autonomie der Gemeinden», sagt Baudirektor Roland Fürst.
Die Prognosen von Basel Economics
und des Bundes deuten auf ein
überproportionales Wachstum bei
der Beschäftigungsrate hin. In ländlichen Regionen würde der neue
Richtplan die Ansiedlung neuer
Betriebe einschränken. Wird dieses
mögliche Szenario in die Überlegungen miteinbezogen?
Die unbebauten Bauzonen-Reserven
decken den Bedarf für die nächsten 15
Jahre ab. Grössere Ansiedlungen erfolgen nur im urbanen und agglomerationsgeprägten Raum. Mit dem Richtplan
werden für Spezialfälle Ausnahmen
vorgesehen.
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Ist es denkbar, dass der Passus
«Erhalt der Reservezonen» auf drei
Szenarien ausgerichtet wird: Erhalt
der Reservezonen im «Entwicklungsgebiet Arbeiten», «Reservezonen für das Arbeiten» und «der
Was ist eigentlich mit «Entwicklungsgebieten Arbeiten» gemeint?
Diese Form bezeichnet die wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte mit
Arbeitsplätzen. Hier sollen insbesondere
auch verkehrsintensive Bauten und
Anlagen ermöglicht werden.
Das Raumplanungsgesetz tangiert
auch die kantonale Baugesetzgebung. In diesem Zusammenhang ist
immer mehr die Rede vom verdichteten Bauen. Gleichzeitig ist im
kantonalen Baugesetz die Ausnützungsziffer nach oben begrenzt,
was ja eigentlich dem Bedürnis nach
verdichtetem Bauen widerspricht.
Im Papier «Siedlungsstrategie des
Kantons Solothurn» werden die
Gemeinden nach Baudichte beurteilt.
Was heisst das konkret?
Für echte Verdichtungsanstrengungen
müssen die kommunalen Zonenreglemente angepasst werden. Wir haben aus
kantonaler Sicht eine Beurteilung der
aktuellen Situation hinsichtlich Dichte
gemacht. Wir unterscheiden je nach
Handlungsraum – urban, agglomerationsgeprägt und ländlich – Dichtewerte: hohe
Dichte, durchschnittliche Dichte und
geringe Dichte. Gemeint ist jeweils die
Anzahl Einwohner und Beschäftigte pro
Flächeneinheit. Mit der Siedlungsstrategie
erhalten die Gemeinden eine Information, wie sie in der Ortsplanungsrevision
mit diesem Thema umgehen müssen.
Nachhaltige
Gebäudeerweiterung
in Selzach
Bei der Hugi Weine AG wird bereits seit
drei Generationen die Passion zum Wein
in den Vordergrund gestellt. Um das im
Jahre 1927 gegründete Familienunternehmen auch zukünftig weiterentwickeln
zu können, wurde ein grösseres Um- und
Ausbauprojekt umgesetzt.
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In nur 3 Wochen erstellte DM Bau die
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20 |
SCHWERPUNKTTHEMA
ROLAND FÜRST
Geburtsdatum: 6. Mai 1961
Zivilstand: Verheiratet mit Gabriela,
zwei Töchter, Michelle (23 Jahre) und
Flavia (19 Jahre).
Ausbildung: Studium der Biologie/
Chemie an der Universität Basel mit
Master-Abschluss.
Beruf: Regierungsrat des Kantons
Solothurn, Vorsteher des Justizund Baudepartementes (BJD) seit
1. August 2013, vorher unter anderem
während sieben Jahren Direktor
der Solothurner Handelskammer.
Hobbies: Musik, Gespräche,
ein gutes Glas Wein, Informatik,
Fotografieren.
Grundsätzlich ist eine Anpassung der
Dichtevorschriften – übrigens wären
bereits heute Mindestdichten möglich –
notwendig.
Das könnte theoretisch heissen, dass
zum Beispiel in Feldbrunnen ein
Hochhaus kein Ding der Unmöglichkeit wäre?
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Im Baugesetz sind Ausnutzungen definiert, aber die die Bedürfnisabklärung liegt
in der Autonomie der Gemeinde. Sie kann
die Zonenvorschriften ihren Bedürfnissen
anpassen. Theorie und Praxis sind bekanntlich zweierlei. Im Grossen und Ganzen
gehe ich davon aus, dass entsprechende
Massnahmen marktgerecht erfolgen
dürften. Und das soll auch so sein.
In diesem Zusammenhang spricht die
kantonale Gesetzgebung von einem
Ausgleich von Planungsvorteilen. Da
stellt sich natürlich die Frage: Welche
Vorteile sind auszugleichen?
Das Raumplanungsgesetz fordert zwingend, dass erhebliche Planungsvorteile
(Mehrwerte) und Planungsnachteile, in
der Folge also Minderwerte, ausgeglichen werden sollen. Das Gesetz will, dass
bei Einzonungen mindestens 20 Prozent
abgeschöpft werden. Ein Planungsausgleichsgesetz (PAG) ist in Arbeit, die
entsprechenden Antworten sind aber
noch offen. Der Bund verfügt bereits
über Grundlagen, die uns als Basis
dienen.
«Reservezonen sind Nichtbauzonen. Einzonungen
sind an strenge Anforderungen gebunden.»
Das Siedlungsgebiet im Kanton Solothurn beinhaltet Bau- und Reservezonen. Unter welchen Bedingungen
können Reservezonen in Bauzonen
umgezont werden?
Reservezonen sind Nichtbauzonen. Neue
Einzonungen sind an strenge Anforderungen gebunden. Grundsätzlich sind
Einzonungen mit Bauzone zu kompensieren. Wenige Ausnahmen sind denkbar.
Ist bei einer solchen Regulierung
auch ein Zwangsvollzug denkbar.
Also, dass beispielsweise Bauland
der Landwirtschaftszone zugewiesen wird?
Denkbar schon, aber das Ziel ist es sicher
nicht. Der Staat soll möglichst wenig
regulieren müssen.
Und wenn doch?
Das ist durchaus ein Knackpunkt, den
auch ich nicht verneinen kann. Für ein
gutes Ende ist natürlich die Höhe der
Entschädigungsleistung ausschlaggebend. Eine korrekte Auszonung muss
entsprechend geldwertig kompensiert
werden. Anders würde es sich verhalten,
wenn bei einer zu grossen Neueinzonung
eine zwangsweise Auszonung folgen
müsste. Dann hätten wir in der Tat ein
Problem.
Zum Abschluss eine nur indirekt mit
dem Thema zusammenhängende,
aber dafür aktuelle Frage: Ist Ihrer
Meinung nach die vom Flughafen
Grenchen geforderte Pistenverlängerung wirtschaftlich von wichtiger Bedeutung? Oder spricht Ihrer
Meinung nach etwas zwingend
dagegen?
Die Antwort hängt davon ab, mit welchen Augen man die Situation betrachtet. Wir haben es hier mit einem hochemotionalen Thema zu tun. Die Regierung
hat entschieden, das Projekt weiter zu
verfolgen. Ende Jahr soll über das weitere
Vorgehen entschieden werden. Das
heisst, die Regierung wird entweder zum
Schluss kommen, dass die wirtschaftlichen Überlegungen über die landschaftlichen und landwirtschaftlichen Aspekte
gestellt werden müssen oder eben nicht.
Im letzten Fall wäre die Pistenverlängerung kein Thema mehr. Andernfalls hat
der Bund das letzte Wort.
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WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
SCHWERPUNKTTHEMA | 23
Die Siedlungsstrategie
im «Ampelsystem»
Im Rahmen der Siedlungsstrategie wird der Bauzonenbedarf der
Gemeinden im Kanton Solothurn grob abgeschätzt. Dafür liegt
jetzt ein erster Entwurf vor.
JOSEPH WEIBEL
Für die Einschätzung der Gemeinden
bezüglich der Bauzonengrössen und
davon abgeleitet des künftigen Bedarfs
für die Wohn-, Misch- und Zentrums­
zonen wählte der Kanton Solothurn ein
dreistufiges Vorgehen mit einem «Ampelsystem».
Stufe 1: Gemeinden, bei denen der
Anteil der unbebauten Bauzonen grösser
als 20 Prozent ist, wurden mit einem
roten Punkt bewertet. Diejenigen Gemeinden, deren Anteile an unbebauten
Zonen zwischen 10 und 20 Prozent
liegen, wurden mit einem orangen Punkt
ausgezeichnet. Gemeinden mit Anteil von
unter 10 Prozent wurden mit einem
grünen Punkt bewertet.
Stufe 2: Im Weiteren wurde für jede
Gemeinde die Dichtwerte, das heisst die
Fläche pro Einwohner und Beschäftigte,
bestimmt. Grundlage dafür sind die
Dichtewerte des Handlungsraums, das
heisst in eher urbanen, agglomerationsgeprägten oder ländlichen Gegenden,
nach welchen die Gemeinden zugeordnet sind. Gemeinden mit einem Dichtewert von mehr als fünf Prozent sind rot;
Gemeinden, die mit einem Wert von fünf
Prozent und mehr nach «unten» abweichen, sind mit einem grünen Punkt
gekennzeichnet und jene mit einem
Prozent von minus/plus fünf Prozent
(abweichend vom Median) sind mit
einem orangen Punkt bewertet.
Stufe 3: Der Bauzonenbedarf wurde
abgeschätzt. Dafür wurde das theoretische Einwohnerpotenzial berechnet.
Dieses setzt sich zusammen aus der
Anzahl Personen, welche theoretisch in
den unbebauten Bauzonen Platz haben,
sowie einem Faktor an Verdichtungspotenzial in den bebauten Bauzonen. Grün
= die Misch- und Zentrumszonen liegen
höher als 105 Prozent; Orange = Auslastung zwischen 95 bis 105 Prozent; Rot:
Auslastung unter 95 Prozent.
Die Auswertung nach Bezirken
Aus der detaillierten Auswertung der
Wohn-, Misch- und Zentrumszonen
ergibt sich für jede Gemeinde Folgendes:
Die Abschätzung des Bauzonenbedarfs
bis 2030 ergibt ein heterogenes Bild. Im
Bezirk Lebern haben eine überwiegende
Zahl von Gemeinden eher zu grosse
Bauzonen. Im Bezirk Bucheggberg
haben rund die Hälfte der Gemeinden
eher zu knappe oder zu grosse Bauzonen. Im Bezirk Wasseramt haben die
meisten urbanen und agglomerationsgeprägten Gemeinden ausreichende Bauzonen und die meisten ländlichen Gemeinden eher zu grosse Bauzonen. Im Bezirk
Thal haben fast alle Gemeinden eher zu
grosse Bauzonen. Dasselbe gilt für den
Bezirk Gäu, trotz der aktuell höchsten
Bevölkerungsentwicklung im Kanton. Ein
praktisch identisches Bild ergibt sich auch
für den Bezirk Olten. Im Bezirk Gösgen
verfügen einzelne Gemeinden eher über
zu knappe Bauzonen, der Anteil an
Gemeinden, welche über ausreichende
oder eher zu grosse Bauzonen verfügt, ist
etwa gleich. Im Bezirk Dorneck haben
wenige Gemeinden eher zu knappe
Bauzonen, die meisten Gemeinden
verfügen über ausreichende oder eher zu
grosse Bauzonen. Im Bezirk Thierstein
hat der grösste Teil der Gemeinden eher
zu grosse Bauzonen. Die Haupt- und
Regionalzentren verfügen über genügend
Bauland, um den Bedarf bis 2030 zu
decken.
24 |
SCHWERPUNKTTHEMA
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Gemeinde
Handlungsspielraum
WMZ
Dichte
Bauzonenbedarf
Gemeinde
Handlungsspielraum
WMZ
unbebaut/
bebaut
WMZ
Dichte
Die Einschätzung von Gemeinden
im Bereich Arbeitszonen
WMZ
unbebaut/
bebaut
Die Einschätzung von Gemeinden im
Bereich Wohn-, Misch- und Zentrumszonen
Solothurn
urban/Hauptzentrum
●
●
●
Solothurn
urban/Hauptzentrum
●
●
Balm
ländlich
●
●
●
Feldbrunnen-St.Niklaus
agglo-geprägt
●
●
ländlich
Etziken
●
●
●
Flumenthal
●
●
Feldbrunnen-St.Niklaus
agglo-geprägt
●
●
●
Grenchen
urban/Hauptzentrum
●
●
Flumenthal
ländlich
●
●
●
Langendorf
urban
●
●
Grenchen
urban/Hauptzentrum
●
●
●
Selzach
agglo-geprägt
●
●
Hüniken
ländlich
●
●
●
Biberist
urban
●
●
Langendorf
urban
●
●
●
Derendingen
urban
●
●
Oberdorf
agglo-geprägt
●
●
●
Gerlafingen
urban
●
●
Selzach
agglo-geprägt
●
●
●
Luterbach
agglo-geprägt
●
●
Lüsslingen-Nennigkofen
ländlich
●
●
●
Zuchwil
urban
●
●
Messen
ländlich/Stützpunkt
●
●
●
Balsthal
urban/Regio-Zentrum
●
●
Schnottwil
ländlich/Stützpunkt
●
●
●
Härkingen
agglo-geprägt
●
●
Deitingen
agglo-geprägt
●
●
●
Neuendorf
agglo-geprägt
●
●
Derendingen
urban
●
●
●
Niederbuchsiten
ländlich
●
●
Gerlafingen
urban
●
●
●
Oberbuchsiten
agglo-geprägt
●
●
Horriwil
agglo-geprägt
●
●
●
Oensingen
urban/Regio-Zentrum
●
●
Lohn-Ammannsegg
agglo-geprägt
●
●
●
Boningen
agglo-geprägt
●
●
Recherswil
agglo-geprägt
●
●
●
Däniken
urban
●
●
Zuchwil
urban
●
●
●
Dulliken
urban
●
●
Aedermannsdorf
ländlich
●
●
●
Gretzenbach
urban
●
●
Herbetswil
ländlich
●
●
●
Kappel
agglo-geprägt
●
●
Härkingen
agglo-geprägt
●
●
●
Olten
urban/Hauptzentrum
●
●
Niederbuchsiten
ländlich
●
●
●
Schönenwerd
urban
●
●
Wolfwil
ländlich/Stützpunkt
●
●
●
Wangen bei Olten
urban
●
●
Däniken
urban
●
●
●
Bättwil
agglo-geprägt
●
●
Gretzenbach
urban
●
●
●
Dornach
urban/Regio-Zentrum
●
●
Hägendorf
urban
●
●
●
Seewen
ländlich
●
●
Rickenbach
urban
●
●
●
Breitenbach
urban/Regio-Zentrum
●
●
Wangen bei Olten
urban
●
●
●
Büsserach
urban
●
●
Olten
urban/Hauptzentrum
●
●
●
Kleinlützel
ländlich/Stützpunkt
●
●
Kienberg
ländlich
●
●
●
Meltingen
ländlich
●
●
Rohr
ländlich
●
●
●
Nunningen
ländlich/Stützpunkt
●
●
Stüsslingen
ländlich
●
●
●
Wisen
ländlich
●
●
●
Büren
ländlich
●
●
●
Dornach
urban/Regio-Zentrum
●
●
●
Hochwald
ländlich
●
●
●
Nuglar-St. Pantaleon
ländlich
●
●
●
Rodersdorf
agglo-geprägt
●
●
●
Bättwil
agglo-geprägt
●
●
●
Seewen
ländlich
●
●
●
Bärschwil
ländlich
●
●
●
Breitenbach
urban/Regio-Zentrum
●
●
●
Quelle:
Büsserach
urban
●
●
●
Himmelried
ländlich
●
●
●
Siedlungsstrategie Kanton Solothurn.
Einschätzung der Bauzonengrösse der Gemeinden.
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SCHWERPUNKTTHEMA
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Keine dunklen Wolken
über dem Immobilienmarkt
Die Hypothekarzinsen sind nach wie vor historisch tief. Wohneigentum verkauft sich wie «warme Weggli». Neue Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. Dem Immobilienmarkt mangelt
es derzeit an wenig. Und trotzdem gehören die grossen Lettern in den Medien mit zum Teil
düsteren Aussichten immer wieder den Immobilien: Droht eine Immobilienblase? Besteht ein
Überangebot an Mietwohnungen oder: Steigen die Zinsen schon morgen?
JOSEPH WEIBEL
Ständerat Pirmin Bischof sagte im
Frühling dieses Jahres der «Schweiz am
Sonntag», er halte das Szenario der
sanften Landung für wahrscheinlich.
Gleichzeitig gebe es aber heute gewisse Parallelen zur letzten Immobilienblase Ende der achziger beziehungsweise
Anfang der neunziger Jahre. Das
Zinsniveau sei bereits seit langer Zeit
aussergewöhnlich tief. Und er traue
dieser Lage nicht. Diese Aussagen sind
im gleichen Artikel in der «Schweiz am
Sonntag», in dem von einer Verflüchtigung der Schweizer Immobilienblase
die Rede ist, nachzulesen. Die Zeitung
stützt sich dabei auf eine Studie, die
allfällige Sorgenfalten glättet.
Grosse regionale Unterschiede
Hinzu kommt, dass der Immobilienmarkt auch in unserem vergleichsweise
kleinen Land regional oder sogar lokal
in seiner Befindlichkeit sehr unterschiedlich ist. Deshalb erarbeiten
Marktforschungsabteilungen der
Banken immer mehr regionale Studien,
die Differenzen, die beispielsweise
zwischen dem Grossraum Zürich und
dem Kanton Solothurn herrschen,
augenscheinlich machen. Sogar innerhalb eines Kantons sind bekanntlich die
Unterschiede zum Teil markant. Je
urbaner eine Liegenschaft liegt, desto
teurer, je ländlicher desto günstiger.
Einfamilienhäuser: Nachfrage höher
als Angebot
Die Preise für Wohneigentum seien
zwar hoch, aber würden immer noch im
vertretbaren Rahmen liegen, respektive
sie seien derzeit marktkonform», sagt
etwa Gerhard Roth, Inhaber von Immowengi AG in Solothurn. «Die Nachfrage
nach Einfamilienhäusern ist momentan
höher als das Angebot», weiss sein
Grenchner Kollege Urs Leimer, Inhaber
der Urs Leimer Immobilien AG. Beim
Stockwerkeigentum hingegen sei eine
andere Tendenz festzustellen. Roth: «Es
herrscht derzeit eher ein Überangebot.
Eigentumswohnungen verkaufen sich
vor allem in städtischen Gebieten und
an Toplagen. In ländlichen Regionen ist
die Nachfrage rückläufig.» Mehr Kummer bereitet hat den Immobilienmaklern
die Tatsache, dass neue Finanzierungsvorschriften den Verkauf hemmen
könnten. «Davon spüren wir aber wenig
bis gar nichts», sagt Urs Leimer übereinstimmend mit Gerhard Roth.
«Die Preise für Wohneigentum sind zwar hoch, aber
derzeit marktkonform.»
Gerhard Roth
«Die Verkürzung der Amortisationspflicht der zweiten Hypothek von 20 auf
15 Jahre schafft in erster Linie Kaufinteressenten Probleme, die ohnehin mit
einem (zu) knappen Budget rechnen.»
Mietliegenschaften: Ganz grosser
Boom ist durch
Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser oder
auch Eigentumswohnungen machen
regional zum Teil grosse Sprünge. Dieser
Unterschied ist ähnlich spürbar im Mietwohnungsmarkt. In den Regionen
Solothurn und Olten sind Mietwohnungen tendenziell teurer, im Raum Grenchen eher günstig. Trotzdem war die
Leerwohnungsziffer in der westlichsten
Zentrumsstadt gewöhnlich immer höher
als in den anderen Regionen. Urs Leimer
macht eine interessante Entdeckung: «In
letzter Zeit ist der Leerstand nicht nur
gesunken, sondern leer stehende Wohnungen können generell schneller vermietet werden.» Trotzdem geht er nicht
davon aus, dass in nächster Zeit noch
mehr neue Mietliegenschaften gebaut
werden. Die beiden Immobilientreuhänder sind ganz klar der Meinung: «Der
ganz grosse Boom ist durch.»
«Die Nachfrage an Einfamilienhäusern ist derzeit
höher als das Angebot.»
Urs Leimer
Einwanderungsstopp mit marginalen Auswirkungen
Möglicherweise sind das erste Auswirkungen der Volksinitiative gegen die
Masseneinwanderung, die im Februar
überraschend angenommen wurde.
Noch beträgt die Zuwanderung gemäss
der CS-Studie «Immobilienmarkt 2014»
auch dieses Jahre noch 80 000. Bereits
im nächsten Jahr rechnet die Credit
Suisse aber mit «nur» noch 50 000
Ausländern, die in der Schweiz Arbeit
suchen oder Arbeit haben und hier
wohnen wollen. Der Einwanderungsstopp, der ohnehin mit einer dreijährigen
Übergangsfrist behaftet ist, hat laut der
Studie nur indirekt eine Auswirkung auf
den Kauf von Wohneigentum oder auf
Mietobjekte. Das Preisniveau sei solide
verankert, wachsende Leerstände seien
vorwiegend bei Neubauten zu erwarten.
Diese Meinung teilt auch Gerhard Roth
von Immowengi AG. Ihn stört höchstens
die wachsende Schwarzmalerei, die das
reale Bild verzerre. «Die Hypothekarzinsen dürften auch in Zukunft nicht gross
steigen, so dass der Wunsch nach Wohneigentum auch noch längere Zeit ein
grosses Thema bleiben wird.» Credit
Suisse rechnet in ihrer Studie lediglich
mit leicht steigenden Zinsen bei den
Fix-Hypotheken. Roth macht, was die
Nachfrage anbelangt, einen Vorbehalt:
«Das bedingt natürlich auch Stabilität
für den Wirtschaftsstandort Kanton
Solothurn».
Gerhard Roth: «Einfamilienhäuser im Verkaufspreissegment von
600 000 Franken werden weiterhin ihre Käufer finden.»
Sanft sanieren
Beim Mietwohnungsmarkt sind sich die
beiden Solothurner Immobilienfachleute
Leimer und Roth einig: Bekanntlich sei
der Standort, also die Region oder
Gemeinde, ein entscheidender Faktor,
wie gut und zu welchem Preis sich eine
Wohnung vermieten lasse. Gerhard
Roth sieht auch künftig für neue Mietliegenschaften mit höherpreisigen
Wohnungen durchaus Chancen, wenn
der Standort stimmt. «Es braucht aber
nach wie vor auch ein Angebot von
günstigem Wohnraum, und der darf
nicht vernachlässigt werden, sondern
sollte zumindest einer sanften Sanierung unterzogen werden, die sich aber
nur marginal auf den Mietzins auswirkt.»
Lamentieren auf hohem Niveau
Am 24. September titelte die Solothurner Zeitung: «Jede 47. Wohnung steht
leer». Der Kanton Solothurn weise
landesweit die zweithöchste Leerwohnungsziffer aus. Ein Blick auf die Statistik des Bundesamts für Statistik zeigt
Urs Leimer: «Mehr Kummer bereitet uns die Tatsache, dass neue
Finanzierungsvorschriften den Verkauf hemmen könnten.»
eine äusserst volatile Kurve. Während in
Egerkingen der Leerstand 8,6 Prozent
beträgt, kommt Olten gerademal auf
0,7 Prozent. Solothurn steht mit 1,0 und
Grenchen mit 1,8 zu Buche. Dulliken
und Obergösgen sind auf der anderen
Seite praktisch mit an der Spitze mit
einem Leerstand 6,4 beziehungsweise.
5,4 Prozent. Die Höhe des möglicherweise kurzfristigen Leerbestands (bei
der Zahlenaufnahme) kann natürlich
auch von einer starken Bautätigkeit
abhängen. Anders lässt sich jedenfalls
die starke Abweichung wie etwa in
Egerkingen nicht erklären. 2013 betrug
der Leerbestand 2,6 Prozent, ein Jahr
später die genannten 8,6 Prozent.
Ausserdem relativieren die effektiven
Zahlen das Bild noch einmal. In Solothurn beträgt der Wohnungsbestand
9538; 99 davon waren zum Erhebungszeitpunkt leer. Oder in Zuchwil (4557
Wohnungen) entsprechen 4,2 Prozent
192 Wohnungen. Was im Titel einer
Schreckensmeldung gleichkommt, ist in
Tat und Wahrheit also ein Lamentieren
auf höchstem Niveau.
Positiver Ausblick
Die beiden Immo-Spezialisten geben sich
beim Ausblick zurückhaltend, aber positiv.
Gerhard Roth von Immowengi AG in
Solothurn: «Im Stockwerkeigentumsbereich ist der Bedarf an neuen Liegenschaften erschöpft. Einfamilienhäuser im
Verkaufspreissegment von 600 000
Franken werden weiterhin ihre Käufer
finden, unabhängig vom Standort.» Wie
gut sich Bauland verkaufen lasse, sei
letztlich und einzig eine Frage des Preises. Urs Leimer von Urs Leimer Immobilien AG in Grenchen, sieht vor allem durch
die staatliche Regulation im Zuge des
revidierten Raumplanungsgesetzes noch
vermehrt verdichtetes Bauen als Konsequenz. Unverständlich ist in diesem
Zusammenhang einzig das Festhalten an
der Ausnützungsziffer. «Diese Praxis
widerspricht der Logik, wenn gleichzeitig
verdichtetes Bauen angestrebt wird.»
Beim Mietermarkt geht Leimer davon
aus, dass bei Altbausanierungen das
Thema Ökologie immer wichtiger wird,
«was sich letztlich positiv auf die Höhe
der Nebenkosten auswirkt.»
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MAGAZIN | NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
SCHWERPUNKTTHEMA
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Wie Zuchwil sein «Vororts-Dasein»
loswerden kann
Das ehemalige Sulzer-Areal in Zuchwil, das im Moment von einem hohen Maschendrahtzaun
umgeben ist, soll geöffnet und attraktiviert werden. Swiss Prime Site will hier ein neues, lebendiges Quartier schaffen und investiert dafür zwischen 250 und 300 Millionen Franken. Geplant
sind Neubauten mit viel Wohnraum, Industrie-, Gastro- und Gewerbebetrieben, Retail sowie
Lokalitäten für ­Kultur, Sport und Events.
PAUL MEIER
Markus Graf, CEO, und Thomas Grossenbacher, Leiter Bau und Entwicklung ­
der Swiss Prime Site AG , sieht man die
Begeisterung an, wenn sie von ihren
Plänen reden. «Es läuft gut», erklären sie,
«wir spüren eine positive Grundstimmung». Ihr Projekt trägt den stolzen
Namen «Riverside» und ist das zurzeit
bedeutendste Vorhaben, das die grösste
kotierte Immobilieninvestmentgesellschaft der Schweiz mit Hauptsitz in Olten
im Kanton Solothurn aufgegleist hat.
Läuft alles nach Fahrplan, wird das neue
Quartier in Zuchwil in zehn bis fünfzehn
Jahren vollendet sein. Auf dem Weg zum
Ziel werden aber noch einige Herausforderungen zu meistern sein.
Swiss Prime Site ist seit Dezember 2012
Alleineigentümerin des vormaligen
Sulzer-Areals. Das Gelände mit einer
Gesamtfläche von mehr als 170 000
Quadratmetern umfasst Bürogebäude,
Fabrikhallen, Parkplätze und Grünflächen. Ein Teil der Liegenschaften ist
vermietet. Unter anderem nutzen namhafte Unternehmungen wie die Textil­
maschinenfirma Itema Weaving, Alpiq,
Hüsler Nest oder der Kaffeemaschinenhersteller Schaerer Raum und Räumlichkeiten. Möglichen Bedenken, dass sie
im Zuge der Neuorientierung ihren
heutigen Standort verlassen müssen,
entgegnet Markus Graf mit einer Einladung: «Wir wollen niemand vertreiben,
im Gegenteil, bisherige und neue Firmen
aus der Industrie und dem Gewerbe
sind herzlich willkommen». Man wolle
Arbeitsplätze fördern, nicht vernichten.
Werte und Wertschöpfung generieren
Diese Aussage entspricht der Philosophie
der Swiss Prime Site. Sie sieht sich nicht
als Verwalterin von Immobilien, sondern
als Investorin, welche Werte und Wertschöpfung generieren will. In diesem
Sinn hat die Unternehmensleitung auch
für das Industrieareal Riverside eine
vielversprechende Vorwärtsstrategie
skizziert. «Hier entsteht über die nächsten Jahre ein spannendes, eigenständiges und unvergleichbares neues Quartier
WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
SCHWERPUNKTTHEMA | 29
«Es muss etwas Spezielles werden, wir wollen nicht nur einfach Chlötzli hinstellen,
sondern ein Wohnerlebnis am Wasser gestalten», bekennen Markus Graf, CEO (rechts),
und Thomas Grossenbacher, Leiter Bau und Entwicklung der Swiss Prime Site (links).
Die Swiss Prime Site AG will das Areal Riverside, das frühere Sulzer-Gelände in Zuchwil,
mit Investitionen zwischen 250 und 300
Millionen Franken zu einem neuen, lebendigen Quartier umgestalten. Dazu möchte sie
die gemeindeeigenen Sportplätze «Widi»
käuflich erwerben und so die Gesamtfläche
auf rund 200 000 Quadratmeter erweitern.
Die Gemeindeversammlung von Zuchwil
entscheidet darüber am 8. Dezember 2014.
von Zuchwil, von Bedeutung für die
Stadt Solothurn und mit einer überregionalen Strahlkraft», heisst es im Strategiepapier. Man wolle im Zusammenspiel
von Arbeiten, Wohnen, Freizeit und
Erholung einen Ort für vielfältige und
zeitgemässe Lebensformen schaffen.
Und weiter: «Unterschiedliche funktionale und atmosphärische Beziehungen
verbinden den gewerblichen Gebäudebestand mit den Wohnneubauten zu
einem ‚funktionierenden Ganzen‘ und
bilden die Basis für einen ökologisch,
ökonomisch und gesellschaftlich attraktiven Lebensraum».
Markus Graf kommt ins Schwärmen. «Es
muss etwas Spezielles werden», sagt er.
Das ganze Areal, das im Moment von
einem hohen Maschendrahtzaun umgeben ist, soll geöffnet und attraktiviert
werden. Leerstände sollen mit neuen
Aktivitäten gefüllt werden. Geplant sind
Neubauten mit viel Wohnraum, Industrie-, Gastro- und Gewerbebetrieben,
Retail sowie Lokalitäten für Kultur, Sport
und Events. Im Endausbau sind bis zu
500 Wohnungen vorgesehen. Zur
Umsetzung dieser Pläne will Swiss Prime
Site zwischen 250 und 300 Millionen
Franken einsetzen. Allein die Aussicht auf
diesen enormen Geldfluss in die Gemeinde und in die Region weckt Erwartungen.
«Zuchwil hat viel Potenzial»
Ob man da nicht etwas übermütig
plane, fragt der Aussenstehende. «Nein»,
erwidern Graf und Grossenbacher
unisono. «Zuchwil hat viel Potenzial»,
stellen die Promotoren fest. Dieses Areal
mit direktem Anstoss zur Aare werde
heute unter ihrem Wert genutzt. Unmittelbare Anschlüsse an die Autobahn
sowie an das öffentliche Verkehrsnetz
seien Teil der Standortqualität, der
Bahnhof Solothurn könne zu Fuss und
mit dem Bus in wenigen Minuten erreicht werden. «In der Stadt arbeiten, auf
dem Land wohnen», entwickle sich je
länger je mehr zu einer Lebensgewohnheit. Markus Graf unterstützt diese These
mit einer Rechnung: «Wer in Zürich
arbeitet, aber in Solothurn wohnt, kann
zwei Drittel seines Lohnes als Wertschöpfung für sich behalten, wer gleichzeitig in
Zürich arbeitet und auch da wohnt, die
Hälfte davon». Die Befürchtung, es
würde möglicherweise ein Überangebot
an Wohnungen geschaffen, entkräftet er
mit einem Beispiel aus seiner Erfahrung.
Die 40 Wohnungen, die vor wenigen
Jahren im Komplex «Perron 1» in Solothurn gebaut worden waren, habe man
innerhalb von wenigen Monaten vermieten können. Natürlich werden die geplanten Wohnungen in Etappen über
mehrere Jahre realisiert.
In den nächsten Wochen wird das
Projekt Riverside in Zuchwil vermehrt die
Politik beschäftigen. Der Gemeinderat
sehe die Pläne als «einmalige Chance,
etwas gegen das Vororts-Dasein zu tun»,
frohlockte Gemeindepräsident Stefan
Hug in der Solothurner Zeitung vom
19. September. Am 8. Dezember befindet die Gemeindeversammlung über den
Verkauf der gemeindeeigenen Sportplätze «Widi» an den Investor. Exponen-
ten der auf dem «Widi» domizilierten
Sportvereine äussern im Vorfeld dieser
Debatte ihre Zustimmung, jedoch mit
Bedingungen. In der Geschäftsleitung
der Swiss Prime Site hat man Verständnis dafür, verweist gleichzeitig aber auf
die günstige Gelegenheit, für die Sportvereine neue Möglichkeiten zu schaffen.
Das Grundstück Widi ist für die langfristige Arealentwicklung ein «logisches»
Puzzle-Teil. Damit ergibt sich für die
Gemeinde eine einmalige Chance der
Standortsentwicklung, um neuem
Gewerbe und auch Neuzuzügern
hochwertigen Arbeits- und Wohnraum
anzubieten und so auch neue Steuerzahler zu gewinnen.
Nicht nur einfach «Chlötzli»
hinstellen
Aus der Sicht von Markus Graf und
Thomas Grossenbacher wäre ein positiver Entscheid der Stimmberechtigten
von Zuchwil eine «Win-win-win-Situation» für Gemeinde, Sportvereine und
Swiss Prime Site. Anfangs 2015 will die
Swiss Prime Site die Grundlagen zur
städtebaulichen Planung erstellen.
Danach sollen fünf verschiedene Teams
mit kreativen Leuten aus unterschiedlichen Fachbereichen Möglichkeiten
aufzeigen, wie das Projekt optimal
aussehen werden könnte. Graf hat dazu
eine unmissverständliche Vorgabe: «Wir
wollen nicht nur einfach Chlötzli hinstellen, sondern ein Wohnerlebnis am
Wasser gestalten». Die Ergebnisse der
fünf Studienvarianten sollen anschliessend durch ein Gremium aus Fachleuten
sowie Vertretungen von Kanton und
Gemeinde beurteilt werden. Beabsichtigt ist, den Gestaltungsplan gegen
Ende 2015 der Gemeinde einzureichen
mit dem Ziel, im Verlauf des Jahres 2016
die Freigabe zu erhalten.
30 |
MAGAZIN
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
UBS würdigt kulturelles und soziales Engagement
Aargau-Solothurn, betonte, das gesellschaftliche Engagement der UBS habe
eine lange Tradition. Seine Bank biete
den Mitarbeitenden die Gelegenheit,
sich aktiv bei Projekten zu betätigen.
Dafür gewähre die UBS zwei Freitage
pro Jahr. «Ich selber war bereits im
Jurapark im Einsatz. Andere Mitarbeiter
haben bei «Tischlein deck dich» aktiv
mitgeholfen», sagte Thomas Sommerhalder.
Besondere Würdigung für kulturelles und soziales Engagement (von links): Mirjam Beerli,
Geschäftsführerin der UBS Kulturstiftung, Martin Plüss, Verwaltungsratspräsident VEBO, Regierungsrat Remo Ankli und Thomas Sommerhalder, Regionaldirektor Aargau-Solothurn der UBS AG.
Die UBS AG engagiert sich seit Langem
und aus Überzeugung für wichtige
Anliegen der Gesellschaft. Auch im
Kanton Solothurn hat sie in den vergangenen vier Jahren mit mehr als
400 000 Franken zahlreiche Personen
und Projekte in den Bereichen Soziales,
Bildung, Kunst und Kultur unterstützt.
Dieses kulturelle und soziale Engage-
ment und die geförderten Personen
und Projekte wurden an einem Anlass
in der VEBO in Oensingen gewürdigt.
Der Solothurnische Bildungsdirektor,
Regierungsrat Remo Ankli, ordnete den
unterstützten Projekten hohe Bedeutung zu und gratulierte der UBS AG für
dieses soziale Engagement. Thomas
Sommerhalder, UBS Regionaldirektor
Die «UBS Stiftung für Soziales und
Ausbildung» fördert unter anderem
Initiativen und Projekte zur Aus- und
Weiterbildung verschiedener Personengruppen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Unterstützt werden
vorwiegend Projekte mit innovativem
Charakter und nachhaltiger Wirkung.
Die UBS Kulturstiftung hat ihre Wurzeln
in den Jubiläumsstiftungen der Schweizerischen Bankgesellschaft und des
Schweizerischen Bankvereins. Verantwortlich für die Fördertätigkeit ist der
Stiftungsrat, der mehrheitlich aus
renommierten Vertretern aus Kultur
und Wissenschaft sowie aus Repräsentanten der Bank besteht. Mit ihrem
Engagement leistet die UBS Kulturstiftung sowohl einen Beitrag zur Bewahrung des Kulturerbes als auch zur
Erneuerung des Kulturschaffens in der
Schweiz.
«UBS Mitarbeiter helfen» ist ein Verein,
der vor rund 40 Jahren auf Initiative von
UBS-Mitarbeitenden gegründet wurde.
Er unterstützt Projekte, welche die
Lebensqualität von Menschen in der
Schweiz mit körperlicher, geistiger oder
mehrfacher Behinderung verbessern.
Wenn es brennt oder hagelt, wird es meistens teuer
Die Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV) ist bekanntlich obligatorisch und nicht gewinnorientiert.
In anderen Kantonen werden Schäden
an Gebäuden durch private Ver­
sicherer gedeckt. Das wirkt sich auch
in der Höhe der Prämie und der
Leistung aus. Die vergleichbare Prämie
bei der Privatversicherung kostet
rund das Doppelte und versichert im
Gegensatz zur obligatorischen Ver­
sicherung, die den Neuwert vergütet,
nur den Zeitwert. In einer Doku­
mentation hat die SGV ein paar
eindrückliche Zahlen zusammen­
gestellt.
Die höchste Elementargefahr droht nach
wie vor von Feuer. Brandschäden sind
immer noch Nummer 1 und vielfach
irreparabel. Im Kanton Solothurn waren es
in den letzten 15 Jahren drei grosse Elementarschäden mit hohen Kosten: 1999
Lothar (40 Millionen), 2007 Hagel (10
Millionen) und Hochwasser (40 Millionen).
Hagelschäden sind im Kanton Solothurn
häufig. Der Kanton liegt in der Gefährdungszone. Massive Schäden gab es 2007
im Bezirk Lebern (9,5 Millionen), ein Jahr
zuvor im Gäu (5,3 Millionen). Nicht von
Hagelschäden verschont wurden 2005
auch der Bezirk Thierstein (3,4 Millionen)
und 2010 Olten (3,5 Millionen).
Diesen Sommer teilte die SGV mit,
dass für ein Drittel aller Hauseigentümer (rund 30 000 Gebäude) die
Prämien sinken, zum Teil sogar
signifikant. Bisher kannte die SGV
drei verschiedene Grundprämien für
neun Gebäudekategorien sowie
Zuschläge für 130 Zweckbestimmungen und 15 Rabattmöglichkeiten.
Der bisherige Prämientarif sei weder
zeitgemäss noch transparent, für
Versicherte absolut unverständlich,
sagte SGV-Direktor Rossier. Ein
weiterer Grund sei die EDV, die einen
solchen Tarifwildwuchs schlicht
nicht zulasse.
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WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
MAGAZIN | 33
Aus der Ideenküche von Sattler Partner in
Solothurn: Der «Jabee Tower» in Dübendorf –
mit 100 Metern das zurzeit höchste Wohnhochhausprojekt der Schweiz.
Solothurner Architekturbüro plant
das höchste Wohnhochhaus der Schweiz
Das Solothurner Architektur- und Planungsbüro Sattler Partner ist seit 1985
sowohl im Industrie- und Gewerbebau als
auch im Wohnungsbau tätig. Neben
Planung und Ausführung von Einzelbauten
sind für den Inhaber Mike Sattler auch
städtebauliche Planungen ein wichtiges
Standbein und ein besonderes Anliegen.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der
Generalunternehmung Welkum AG führte
zu einem Folgeauftrag der besonderen
Art. Angrenzend an Stettbach Zürich hat
die Stadt Dübendorf mit einem Quartierplanverfahren die bauliche Dichte im
Gebiet Hochbord massiv erhöht. Sattler
Partner wurde mit der Ausarbeitung eines
Projektes für ein 10 000 Quadratmeter
grosses Grundstück im Zentrum des
Quartiers beauftragt. Für ein urbanes
Quartier sind öffentliche Anlagen eine
bedeutende Aufwertungsmöglichkeit. So
entstand die Idee der Konzentrierung der
Baumasse in einem 100 Meter hohen
Gebäude und Nutzung des restlichen
Grundstücks als Park. Der dazugehörige
Gestaltungsplan wurde dank tatkräftiger
Unterstützung der Stadtplanung Dübendorf in rekordverdächtiger Zeit im Dezember 2012 rechtskräftig.
Der «Jabee Tower» mit den markanten
Balkonen, den 210 Mietwohnungen
und den spektakulären Penthouse-­
Etagen mit eigenen Terrassen ist das
zurzeit höchste Wohnhochhausprojekt
der Schweiz. Die Baueingabe erfolgt
diesen Herbst, der Bezug der Wohnungen ist auf Anfangs 2018 geplant.
Für Mike Sattler (er hat in Volketswil
kürzlich einen zusätzlichen Firmensitz
eröffnet) und sein Team ist dieses
Projekt eine Bestätigung der langjährigen erfolgreichen Geschäftstätigkeit.
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FOKUS
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
«Unsere Produkte gehen unter die Haut»
Ypsomed ist eine Diabetes Care Company und deckt mit ihrem Angebot die gesundheitlichen
Bedürfnisse von Diabetes-Patienten ab. Die Firma wurde 1984 gegründet und darf heute –
30 Jahre später – noch immer zuversichtlich in die Zukunft blicken.
SABINE SCHMID (TEX T), FOTOS ZVG YPSOMED
Pen-Systeme von Ypsomed sind standardisiert. Lediglich Farbe, Druck, Kappenform sowie die spezifischen Anforderungen für die Ampulle,
werden kundenspezifisch angepasst.
Diabetes ist die Weltkrankheit Nummer
Eins. 2010 gab es weltweit 285 Millionen Menschen mit Diabetes. Das sind
6,6 Prozent der Weltbevölkerung. Und
täglich werden es mehr. Von einer
Pandemie spricht Simon Michel, CEO
von Ypsomed. «Vereinfacht erklärt wird
das Blut ohne Insulin dickflüssig und
kann die feinsten Zellen nicht mehr
durchbluten. Patienten erblinden, die
Nieren versagen, oft müssen Zehen,
Füsse oder Beine amputiert werden»,
erklärt Michel das Ausmass der Erkrankung. Die Kosten, die daraus entstehen,
sind beträchtlich. Deshalb fördern
Organisationen wie die WHO die Insulin-Produktion lokal, in vielen Ländern
auf der Welt. «Und immer mehr Firmen
kommen auf uns zu. Firmen, die angewiesen sind auf Pens, mit denen Insulin
einfach und sicher verabreicht werden
kann.»
Solche Pens bietet Ypsomed unter der
Dachmarke YDS Ypsomed Delivery
Systems an. Abnehmer sind Pharma- und
Biotechunternehmen. «In diesem Bereich
sind wir weltweit führend. Wir haben in
den vergangenen Jahren Plattformen
entwickelt, das heisst unsere Pen-Systeme sind standardisiert.» Nur das Finishing – Farbe, Druck, Kappenform
sowie die spezifischen Anforderungen
für die Ampulle – werde kundenspezifisch angepasst. «Wir geben dem Kunden möglichst wenig Flexibilität.» Weil
die Pen-Systeme auf bewährten Technologien basieren. Der Vorteil: «Wir können
schnell liefern.» Innerhalb von ein paar
Monaten, was vorher mehrere Jahre
gedauert habe.
Gut ein Drittel des Umsatzes generiert
Ypsomed mit dem Verkauf von PenSystemen. Das war nicht immer so. Einst
waren diese lediglich das Back-up, der
kleine Bruder der Insulinpumpe sozusagen, dem Verkaufsschlager der Achtzigerjahre. «1984 haben mein Vater Willy
und sein Bruder Peter Michel die Diset-
ronic gegründet.» Ihr Ziel: Die beschwerliche Verabreichung von Insulin
mit herkömmlichen Spritzen durch eine
Insulinpumpe vereinfachen. Eine solche
leitet das Insulin über einen Katheter
direkt in den Körper.
Verkauf an Roche
Im Rahmen des Verkaufs der Disetronic
an die Roche Holding AG im Jahre 2003
kaufte Willy Michel den Injektionsbereich
der Disetronic zurück, der fortan unter
Ypsomed firmierte. Von nun an wurde
das Pen-Geschäft forciert. Und erst vor
fünf Jahren stieg Ypsomed wieder in das
Pumpengeschäft ein. Vor 30 Jahren
hatten sich die Gründer noch auf Diabetes Typ 1 spezialisiert, auf eine angeborene Stoffwechselkrankheit. Typ 1 Diabetiker müssen lebenslang mit Insulin
versorgt werden. Es ist aber der Diabetes
Typ 2, primär zurückzuführen auf Übergewicht und ungesunde Ernährung, der
heute den Markt für Injektionssysteme
weiter wachsen lässt.
Die ganze Nadelproduktion geschieht unter Reinraumbedingungen, eine Maschine fertigt mehrere 100 Millionen Nadeln pro Jahr an.
Und noch zwei weitere Trends werden
Ypsomed künftig in die Hände spielen.
In den nächsten Jahren laufen wichtige
Patente von umsatzstarken Medikamenten ab. Generika, sogenannte Biosimilars,
machen den Originalpräparaten Konkurrenz. Deren Anbieter verfügen oft über
wenig bis kein Know-how im Bereich
von Injektionssystemen, so dass Ypsomed mit ihren Produkten ein attraktiver
Partner ist. Aber auch neue Medikamente, die auf den Markt kommen, müssen
zunehmend gespritzt werden. «Weil die
darin enthaltenen Moleküle zu komplex
sind, um die Magenwand zu passieren»,
erklärt Simon Michel den dritten Trend.
Und auch hier wird Ypsomed zum
Handkuss kommen.
Namhafte Investitionen – auch
in Solothurn
Diese positiven Zukunftsaussichten
veranlassen Ypsomed in ihr Unternehmen
zu investieren, nicht zuletzt auch in den
Standort Solothurn. Hier produziert die
Diabetes Care Company zirka 50 Prozent
ihrer Produkte. Zum Beispiel auch PenNadeln. Sie gehören zum zweiten Standbein von Ypsomed und werden zusammen mit Insulinpumpen und Zubehör
sowie Blutzuckermessgeräten unter der
Dachmarke mylife Diabetescare von
Ypsomed direkt vermarktet.
«In Solothurn hätten wir die Kapazitäten,
eine Milliarde Pen-Nadeln im Jahr zu
produzieren», sagt Simon Michel. Das ist
ein Fünftel des weltweiten Bedarfs. «Wir
haben in den letzten zehn Jahren gegen
150 Millionen Franken in den Standort
Solothurn investiert und werden in den
nächsten vier Jahren weitere 50 Millionen
investieren, ausserdem mehrere neue
Stellen schaffen. Hier profitieren wir vom
grossen Know-how, das vorhanden und
mit der Präzisionsindustrie auch historisch
gewachsen ist.» Reine Handarbeitsaufgaben wurden aber ins Ausland verlagert,
nach China, nach Mexiko und in die
Tschechei; das könne man sich in der
Schweiz nicht mehr leisten, gibt Michel
ebenfalls unumwunden zu.
So dient der tschechische Standort
Tabor etwa als verlängerte Werkbank,
wo bestimmte Dreh- und Fräsarbeiten
ausgeführt werden. «In Tabor hat die
EU übrigens einen signifikanten Anteil
der neuen Fabrik und der Anlagen
finanziert», erzählt Simon Michel. Da sei
man extrem willkommen. «Weil wir
Arbeitsplätze schaffen.» Unsere Wirtschaftsförderung sei da ein Klacks dagegen. «Das mag für uns als grösseres
Unternehmen weniger eine Rolle spielen, aber ich denke da an Klein- und
Mittelbetriebe, die etwas Unterstützung
gut gebrauchen könnten.»
Aber wie gesagt: Ypsomed hält an den
Standorten in der Schweiz fest, will
diese weiter ausbauen, und vor allem
auch vermehrt in die Ausbildung junger
Leute investieren. Ypsomed beschäftigt
derzeit 47 Lernende, 9 in Grenchen,
38 in Burgdorf. «In Zukunft wollen wir
auch in Solothurn Lehrstellen schaffen.»
Und: «Wir denken an standortübergreifende Stellen – Grenchen, Solothurn,
Burgdorf.» Ausserdem wolle man
Lehrabgänger bei der Finanzierung
weiterführender Fachhochschulen
unterstützen. Die Lehre auch als Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere
lancieren, die diese dann im Idealfall
bei Ypsomed starten.
ÜBER YPSOMED
Ypsomed ist eine Holdinggesellschaft
mit Hauptsitz in Burgdorf und weiteren
Produktionsstandorten in Solothurn,
Grenchen und im tschechischen Tabor.
Sie beschäftigt weltweit 1 050 Personen und vertreibt ihre Produkte in über
50 Länder. In zehn Ländern unterhält
Ypsomed eigene Vertriebsgesellschaften mit insgesamt über 250 Aussendienstmitarbeitenden.
Produkte
Als Direktanbieter produziert Ypsomed
universell kompatible Click-Nadeln.
Diese werden zusammen mit Infusionsund Blutzuckermesssystemen sowie
weiterem Zubehör unter der Dach­
marke mylife Diabetescare vermarktet.
Ab 2015 ergänzt eine einfach zu
bedienende, kleine und kostenoptimierte Insulinpumpe das Angebot,
womit Ypsomed quasi wieder zu ihren
Wurzeln zurückkehrt.
Das zweite Standbein sind Injektionssysteme für die Selbstverabreichung
von flüssigen Medikamenten. Die Pens
und Autoinjektoren produziert Ypsomed unter der Dachmarke YDS Ypsomed Delivery Systems für Pharma- und
Biotechfirmen und passt sie auf deren
Bedürfnisse hin individuell an. Man
unterscheidet Einwegpens und Autoinjektoren, die mit dem Medikament
verheiratet werden und mehrmalig
verwendbare Pens, bei welchen der
Anwender die Ampulle mit dem
Medikament selber wechseln muss.
Entwicklung
Ypsomed investierte 2013/14 8,5
Prozent vom Gruppenumsatz (das sind
umgerechnet 24 Millionen Franken) in
die Entwicklung neuer Produkte. Sie
beschäftigt gegen 100 Personen in der
Entwicklung. Ypsomed entwickelt und
baut eigene Kunststoffspritzgusswerkzeuge und beschäftigt 30 Leute in
einem eigenen Werkzeugbau. Ausserdem unterhält sie ein eigenes Labor
und verfügt über mehr als 200 Patentfamilien, wobei jedes Jahr rund 20
neue Patente dazu kommen.
www.ypsomed.com
36 |
FOKUS
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Auf diesem Teppich (Boden) musst du gehen
Die Ziegler Teppich und Boden AG und Solothurn sind Symbiose
– seit bald 25 Jahren. Tradition und Moderne in Harmonie haben
dieses von Olivier F. Ziegler gegründete Geschäft längst zu einer
Erfolgsgeschichte gemacht. Das Unternehmen mit heute sechs
Mitarbeitenden gehört zu den noch ganz wenigen Teppich­
geschäften zwischen Genf und Zürich, das dem allgemeinen
Mainstream hat trotzen können.
JOSEPH WEIBEL (TEX T UND FOTO)
Ja. Schwellenangst hat man schon, ein
Teppichhaus zu betreten. Teppiche sind
teuer. Ein «Bodenfüller», wie man den
Teppich früher nannte, kann doch gut
und gerne 30 000 Franken kosten. Nein.
Da geht man nicht einfach so hinein
und fragt, ob es auch günstigere Bodenbeläge gibt. «Mit diesem Vorurteil
kämpfen wir natürlich heute zum Teil
noch», sagt Olivier F. Ziegler, der vor
knapp einem Vierteljahrhundert an der
Kronengasse 8 in Solothurn sein Teppichgeschäft eröffnet hat. Er arbeitete
vorher beim in Bern, Zürich und Solothurn domizilierten Teppichhaus MeyerMüller: «Ein Haus mit exquisiter Kundschaft. Ich habe mir während der Zeit
bei Meyer-Müller ein grosses Grundwissen erworben».
Farbenfroh und ungemustert
Das legendäre Unternehmen MeyerMüller gibt es schon länger nicht mehr.
Ebenso wie rund 50 andere Branchenplayer zwischen Genf und Zürich. «Wir
sind nach 24 Jahren zum Urgestein
geworden.» Ziegler sagt das auch ein
bisschen mit Stolz und verweist auf das
25-jährige Bestehen seiner Firma, das er
im nächsten Jahr feiern wird. Er hat die
Zeichen der Zeit erkannt und vor zwölf
Jahren das Angebot mit Holzbodenbelägen erweitert und unweit des Hauptgeschäftes in der ehemaligen «Traube» an
der Kronengasse ein zweites Geschäft
eröffnet. «Teppiche als Bodenfüller
hatten längst nicht mehr den Stellenwert
von früher. Blumen- und Seidenteppiche
gehören der Vergangenheit an.» Heute
würden farbenfrohe und ungemusterte
Teppiche das Angebot dominieren, so
genannte Nomadenteppiche. «Ein
Teppich ist Gebrauchsgegenstand und
wird wieder wie jeder andere Bodenbelag eingesetzt.» Art und Farbe müssen
kombinierbar sein mit der übrigen
Wohneinrichtung. Diesen neuen beziehungsweise schon länger herrschenden
Trends trägt das Haus Ziegler Rechnung.
Sie leben Dienstleistung
Die Schwellenangst ist halt immer noch
ein bisschen da. Dabei macht das Verkaufsteam keinen Unterschied zwischen
dem Kunden, der sich ein Wohnaccessoire für 50 Franken besorgt oder aber
für ein paar Tausend Franken einen
neuen Bodenbelag ordert. Olivier F.
45 Prozent des Umsatzes des Solothurner Unternehmens stammen aus dem Handel
mit Parkettböden und der Restauration von bestehenden alten Böden. Der Handel mit
Teppichen geht tendenziell zurück.
Ziegler hat in seinem Team Bodenleger,
Wohnberater und Baupraktiker. Er selber
hat sich mit Weiterbildungen Wissen der
Innenarchitektur angeeignet. Das kommt
ihm in den vielen persönlichen Gesprächen bei Kunden zu Hause natürlich
immer wieder zugute.
«Wir sind nach 24 Jahren zum Urgestein
geworden», resümiert Oliver F. Ziegler –
nicht ohne Stolz. 2015 feiert er mit seiner
Firma das 25-jährige Bestehen.
Ziegler und sein Team sind Dienstleister,
und sie leben das auch: Dem Kunden zu
dienen und ihm dienlich zu sein. «Daran
arbeiten wir auch heute noch Tag für
Tag». Während der Handel mit Teppichen ein gutes Jahrzehnt 100 Prozent
des Umsatzes ausmachte, sind es heute
noch 55 Prozent. Der Handel mit Parkettböden aus europäischen Hölzern hat sich
für das Solothurner Unternehmen schnell
bezahlt gemacht. Der Verkauf, aber auch
die Restauration von bestehenden alten
Holzböden hat dem Unternehmen eine
ganz neue Dynamik vermittelt. «Das
führte letztlich auch zu einer neuen und
jüngeren Kundschaft, die neben einer
treuen Stammkundschaft ganz wichtig
ist.» Das neue Angebot führte auch zu
einem erweiterten Berufsbild. Olivier F.
«Wir setzen auf Qualität»
Olivier F. Ziegler war einst über längere
Zeit der jüngste Detailfachangestellte mit
eidgenössischem Branchendiplom (HFP/
SFD). Nach seinen «Gesellenjahren» bei
Meyer-Müller wagte er vor 24 Jahren
den Schritt in die Selbständigkeit. Begleitet haben ihn damals zwei ehemalige
Mitarbeiter von Meyer-Müller. Mit 40
entschloss sich der engagierte StadtSolothurner (mit Wurzeln in Zuchwil), das
Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaft
an der Universität Freiburg zu absolvieren. Das hat ihm persönlich seinen
Horizont erweitert und auch den unverfälschten Blick auf die zunehmenden
Billiganbieter geöffnet. Olivier F. Ziegler
sagt es so: «Es gibt zu viele, und zu viele
schlechte Produkte auf dem Markt.»
Bange wird es ihm aber deswegen nicht.
«Wir setzen auf Qualität und wollen mit
diesem Argument auch unsere Kunden
überzeugen.» Ein Bodenbelag, ob
Teppich oder Parkett, müsse schliesslich
überaus strapazierfähig sein. «Man steht
und läuft täglich auf ihm herum. Deshalb
lohnt es ich, dafür auch etwas mehr Geld
auszugeben.»
Pflege von bestehenden
und neuen Kunden
Das leuchtet ein. Wem nun die Schwellenangst immer noch nicht vergangen
ist, dem sei ans Herz gelegt, dass bei
Ziegler Teppich und Boden AG schlichte,
aber schöne und saisonal abgestimmte
Wohnaccessoires zu erwerben sind.
Diese sind übrigens immer an der Klosterausstellung in der Jesuitenkirche in
Solothurn zu sehen – oder unter anderem auch an der schon legendär gewordenen Teppichausstellung im Schlösschen Vorder-Bleichenberg in Biberist. Für
Olivier F. Ziegler sind diese beiden Ausstellungen überaus bedeutsam zur Pflege
von bestehenden und neuen Kunden.
Die Schwellenangst ist überdies an einer
Ausstellung auch noch viel geringer.
Schwellenangst hat Olivier F. Ziegler
selbst auch nicht, wenn es darum geht,
die eigene Freizeit etwas anders zu
verbringen. Zum Beispiel als passionierter
Theaterspieler oder als «grüner Daumen»
im eigenen Garten. Oder als Freizeitkapitän auf einem alten Fischerboot, das er
von seinem Onkel geerbt hat. Mit ihm
steuert er auf der Aare und nutzt diese
Gelegenheit, in sich zu gehen und auch
immer wieder zur Zukunftsorientierung.
Die letzte Retraite jedenfalls hatte den
49-jährigen zur Überzeugung gebracht,
auf dem richtigen Weg zu sein. Oder in
seiner Sprache gesagt: Auf diesem
Teppich (Boden) musst du gehen.
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WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
MAGAZIN | 39
Mediensteuer, nein danke!
VIER FRAGEN AN …
Marianne Meister
Präsidentin
des Kantonal-Solothurnischen
Gewerbeverbandes (kgv)
Grund für den Systemwechsel sei die technologische Entwicklung,
argumentiert der Bundesrat. Auch wer ohne Fernseher und Radio auskommt, kann heute über Smartphone und Computer Sendungen
empfangen. Die Gebührenregelung werde dieser Entwicklung angepasst. Frau Meister, was spricht eigentlich dagegen?
Diese technologische Entwicklung hat unseren Alltag ja nicht verändert. In meinem
Lebensmittelgeschäft schauen wir weder Fernsehen, noch hören wir Radio, auch
nicht über Computer oder Handy. Warum sollten wir also bezahlen? Zumal wir
bereits als Privatpersonen unsere Gebühren entrichten, was auch richtig ist so.
Ob die neue «Mediensteuer» rein rechtlich eine Steuer oder eine Gebühr
ist, auch darüber streitet man – was ist es Ihrer Meinung nach, und was
macht es für einen Unterschied?
Meiner Meinung nach ist es eine Steuer, weil man mit einer Gebühr eine konkrete
Leistung bezahlt. Eine allgemeine Abgabe, wie die geplante Mediensteuer, entspricht dieser Definition nicht. Was es nun aber genau ist, darüber müssen Juristen
urteilen. Und mir ist es letztlich auch egal. Ich bin als Unternehmerin einfach nicht
gewillt, doppelt belangt zu werden. Deshalb werde ich das Referendum des Schweizerischen Gewerbeverbandes in aller Deutlichkeit unterstützen.
Wie soll der Service Public ohne neue «Mediensteuer» angemessen
finanziert werden?
Die SRG nimmt über 1,2 Milliarden Franken an Gebühren und knapp 350 Millionen
durch Werbung ein. Ich denke, das genügt. Brauchen wir wirklich 18 staatliche
Radio- und sieben Fernsehsender und dazu Dutzende von Websites?
Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) ergreift das Referendum gegen das revidierte
Radio- und Fernsehgesetz, das
die eidgenössischen Räte in der
Herbstsession verabschiedet haben. Neu soll jeder Haushalt und
jedes Unternehmen ab einem
mehrwertsteuerpflichtigen Umsatz von 500 000 Franken eine
geräteunabhängige Radio- und
TV-Gebühr entrichten.
Bevor wir über eine neue Steuer diskutieren, müsste man sich über die Ausgestaltung des Informationsauftrages unterhalten. Die Frage ist: Was gehört zum Service
Public und was nicht? Und: Wer zu wenig Geld hat, muss seine Leistungen kürzen.
Das ist eine einfache «Milchbüechlirechnung», wie wir sie alle jeden Tag machen
müssen. Vielleicht müsste das Fernsehen auch privatisiert werden. Aber das ist ein
zu komplexes Thema, als dass es in ein paar Sätzen abgehandelt werden könnte.
Welchen Beitrag sind Unternehmen denn überhaupt gewillt zu leisten?
Keinen zusätzlichen. Wie gesagt, wir leisten unseren Beitrag bereits als Private. Das
reicht. Ich bin nicht gewillt, zweimal zu bezahlen. Das ist nach meinem gesunden
Menschenverstand einfach nicht nachvollziehbar.
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INSIDE
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
«Die Polizeikontrollen
werden immer dümmlicher»
Dem Solothurner Transportgewerbe fehle es an einer Lobby, moniert ASTAG-Präsident Peter
Eggenschwiler. Er wünscht sich sowohl von politischer wie auch von gewerblicher Verbandsseite
mehr Unterstützung, wie er in einem Interview erklärt.
JOSEPH WEIBEL
«Da geht es nicht mehr um die proklamierte Sicherheit. Das sind kalkulierte, zusätzliche indirekte Steuereinnahmen»,
beklagt sich Peter Eggenschwiler, Präsident der ASTAG-Sektion Solothurn.
Herr Eggenschwiler, wo drückt der
ASTAG Solothurn momentan der
Schuh?
Ganz einfach: Uns fehlt die Unterstützung einer Lobby. Das geht soweit, dass
wir zum Beispiel in einer Arbeitskommission, die uns direkt betreffende
Geschäfte behandelt, nicht einmal
vertreten sind. Von der Mitgliedschaft
beim Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverband (kgv) haben wir uns einiges
erhofft. Bisher haben sich aber die
Erwartungen noch nicht erfüllt.
Ich spreche aber auch die immer dümmlicher werdenden Polizeikontrollen an.
Da geht es nicht mehr um die proklamierte Sicherheit. Das sind kalkulierte,
zusätzliche indirekte Steuereinnahmen.
Das ASTRA (Bundesamt für Strassen)
vergütet beispielsweise der Autobahnpolizei Oensingen jährlich 20 000 Kontrollstunden …
… und plagt das Transportgewerbe
mit ständigen Kontrollen?
Ich beklage mich in diesem Punkt nicht.
Im Gegenteil. Mit der Autobahnpolizei
Oensingen verbindet uns ein erfreulich
gutes Einvernehmen. Tendenziell haben
aber Verkehrskontrollen zugenommen.
Dabei könnte der Eindruck entstehen,
dass sich die Gesetze verschärft hätten.
Das ist aber nicht der Fall. Die Praxis
wurde geändert, um neue Einnahmequellen zu erschliessen. Es geht also
auch hier nicht in erster Linie um die
Sicherheit, wie eine Statistik eindrücklich belegt: Bei 100 Unfällen auf den
Nationalstrassen ist im Schnitt weniger
als ein Transporter involviert.
Sie sagen, die Praxis habe sich
verschärft. Haben Sie ein Beispiel?
Ja, eines das die Nordwestschweiz
betrifft. Bei der Belchenrampe besteht
ein temporäres Überholverbot. Dieses
ist nur einseitig signalisiert und schafft
für Auswärtige natürlich grosse Unsicherheit. Was passiert? Ausländische
Fahrzeuge, die keine Tempoblockade
haben, überholen ebenso wie PW mit
Anhänger, 3,5-Tonnenfahrzeuge mit
Anhänger oder auch Wohnwagen, die
von diesem Überholverbot nicht betroffen sind. Das ist eine weitere Ungleichheit, die mich einfach ärgert.
Hand aufs Herz: Auf der Autobahn
hat man zeitweilig das Gefühl,
es würden nur Transportfahrzeuge
verkehren.
Wirklich? Die Statistik liest sich anders.
Wir haben weniger als 50 000 LWK, die
in der Schweiz eingelöst sind. Hingegen
verkehren täglich 16 000 ausländische
LKW und 1,5 bis 2 Mio. Fahrzeuge
insgesamt.
WIRTSCHAFTSFLASH | NOVEMBER 2014 |
INSIDE | 41
Swiss Skills 2014: Halbfinale erreicht
An den Schweizer Berufsmeisterschaften – Swiss Skills 2014 – haben auch
zwei Solothurner aus dem Transportgewerbe teilgenommen. Robin Martin
(Kappel) und Benjamin Stampfli (Aedermannsdorf) haben es dabei bis in das
Halbfinale gebracht. Die Beiden haben
ihre Lehre vergangenen Sommer
erfolgreich bei Z-Transport in Rickenbach abgeschlossen. Martin und
Stampfli haben die Lehre im Rahmen
des Berufslernverbund Solothurn absolviert. Der Berufslernverbund ist beim
Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverband kgv integriert. Urs Schmid ist
Co-Leiter und Vorstandsmitglied bei der
ASTAG-Sektion Solothurn.
Die beiden Strassentransportfachmänner
haben sich mit weiteren 18 Teilnehmern
(davon eine Frau) in verschiedenen Berufsdisziplinen (Ladungssicherung, Stapelfahren, Präzisionsfahren mit verschiedenen
Fahrzeugen) gemessen. Die erste Runde
haben Robin Martin und Benjamin
Stampfli noch geschafft. Nach der zweiten Runde mussten sie den Heimweg
antreten.
Robin Martin (rechts) und Benjamin Stampfli haben ihre Berufslehre erfolgreich bei
Z Transport in Rickenbach absolviert und starteten an den Swiss Skills 2014 in Bern.
Berufs-Infomesse in Olten: Bewährt
Rund 7000 Besucher (Schüler, Eltern und
Lehrerschaft) haben an der BiM-Aareland
in Olten erfahren und erlebt, welche
Berufe in der Region Aareland, aber auch
im ganzen Kanton von den Betrieben und
Berufsverbänden als Ausbildung angeboten werden. An der Berufs-Infomesse in
Olten, die im Zweijahres-Rhythmus stattfindet, ist auch die ASTAG Solothurn mit
einem Stand von Beginn immer dabei. Der
Stand wurde von Lernenden und Lehrmeistern (jeweils mit vier Personen)
betreut. Die Standbetreiber, alles engagierte Berufsbildner und Vorstandsmitglieder der Sektion, vermittelten zusammen
mit ihren «Stiften» dem interessierten
Publikum ein realistisches Bild des neu
definierten und vielseitigen Berufs Strassentransportfachmann oder -fachfrau. Am
ASTAG-Stand gab es auch drei Preise zu
gewinnen. 195 Schüler haben die Chance
gepackt und sich bei der praktischen
Aufgabe, einen Paletten-Stapel zu bewegen und einen Modell-Lastwagen einzuparken, gemessen. Die Gewinner eines
Einkaufsgutscheins und eines MANGiveaway-Päcklis waren: Oliver Barmettler
aus Reitnau, Fabio Berger aus Neuendorf
und Nico Roth aus Thunstetten.
Urs Schmid vom Berufslernverbund zeigte
sich über die BiM in Olten jedenfalls
durchwegs zufrieden: «Die Anstrengun-
gen der ASTAG tragen langsam Früchte.
Das Interesse von Jugendlichen, Lehrern
und Eltern wird immer grösser.»
195 Schüler haben die Chance gepackt und sich bei der praktischen Aufgabe,
einen Paletten-Stapel zu bewegen, gemessen.
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AGENDA
| NOVEMBER 2014 | WIRTSCHAFTSFLASH
Mittwoch, 26. November 2014
InnoPrix SoBa 2014. Preisübergabe im Stadttheater Olten.
Sonntag, 30. November 2014
Volksabstimmung mit drei eidgenössischen und drei kantonalen Vorlagen.
Dienstag 11. bis Donnerstag 13. November 2014
Berufserkundungstage im Wasseramt Ost. Oberstufenzentrum OZ Derendingen.
Mittwoch, 12. November 2014
KMU Frauen: Besuch der Schöni Finefood AG, Oberbipp.
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Mitarbeitergespräche positiv führen – Mitarbeitergespräche schaffen Klarheit,
Migros-Verteilbetrieb Neuendorf.
Dienstag, 11. November 2014
Mitarbeitermotivation – Wie können Mitarbeitende motiviert werden, um
Topleistungen zu erbringen? Migros-Verteilbetrieb Neuendorf.
Dienstag, 11. November 2014
Export Seminar Incoterms 2010. Solothurner Handelskammer, Solothurn.
Mittwoch, 12. November 2014
Arbeitsrechtsseminar mit Prof. Dr. Jürg Brühwiler. Hotel Balsthal, Balsthal.
Donnerstag, 20. November 2014
Cloud Computing – Werden Sie agiler im Business.
Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum, Bern.
Donnerstag, 27. November 2014
Social Media – Ein effektives Marketing-Tool für KMU.
Migros-Verteilbetrieb Neuendorf.
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Teambildung heute – Eine wesentliche Führungsaufgabe.
Migros-Verteilbetrieb Neuendorf.
Dienstag, 9. Dezember 2014
Arbeitsverhältnis und Absenzen. Migros-Verteilbetrieb Neuendorf.
Weitere Informationen zum Veranstaltungangebot
der Solothurner Handelskammer: www.praxis-akademie.ch
INSERENTEN IN DIESER AUSGABE
Aargauische Kantonalbank 25 AEK Energie AG 19 Allianz Suisse Generalagentur Walter
Stalder 38 Altola AG 27 AMAG Automobil- und Motoren AG Solothurn 5 Baloise Bank
SoBa AG 21 Berner Kantonalbank BEKB 38 BSB + Partner Ingenieure und Planer 22
BusPro AG 39 Credit Suisse AG 32 DM Bau AG 19 Eiholzer Gebäude-Management AG
32 F. + H. Engel AG 32 Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Wirtschaft 43
Forum Wirtschaft Solothurn GmbH 43 Hans Gassler AG 31 Härterei Gerster AG 13
Hörmann Schweiz AG 22 Immowengi AG 38 Jura Elektroapparate AG 9 Kocher Consulting Versicherungstreuhand AG 31 KSC Simmen Cattin AG 21 Lüthy + Stocker AG 18
maltech.ch 4 Menz AG 38 Mobilia Solothurn AG 32 Office Care AG 20 P. Sonderegger
AG 31 Roth AG Gerlafingen 22 SIO AG 13 Solothurner Verband der Raiffeisenbanken 44
Sterki Bau AG 22 Swiss Prime Site Group AG 2 UBS AG 12 Urs Leimer Immobilien AG 31
Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn 38 WS Skyworker AG 22 Ypsomed AG 25
Ziegler Teppich und Boden AG 38
WIRTSCHAFTSflash ist vom Verband SCHWEIZER MEDIEN
als Qualitätszeitschrift zertifiziert.
Das Magazin der Solothurner
Wirtschaft, 35. Jahrgang.
Erscheint sechsmal jährlich,
alle zwei Monate.
Herausgeber
Solothurner Handelskammer
Kantonal-Solothurnischer
Gewerbeverband
Verantwortlicher Ausschuss
Paul Meier, pameier@sunrise.ch
(Geschäftsführer)
Daniel Probst, daniel.probst@sohk.ch
Andreas Gasche
andreas.gasche@kgv-so.ch
Joseph Weibel,
joseph.weibel@dejo-press.ch
Redaktion
Joseph Weibel, De-Jo Press GmbH
Zuchwilerstrasse 21, 4501 Solothurn
Telefon 058 200 48 28
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Fotoredaktion:
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Layout
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