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Aerzener Drehkolbengebläse

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A E R Z E N E R
D R E H K O L B E N G E B L Ä S E
AERZENER
MASCHINENFABRIK
GMBH
G1-001 12 DE
3000
3.2009
Aerzener Drehkolbengebläse
zur ölfreien Förderung und Verdichtung von Luft und Gasen
Aerzener Drehkolbengebläse (Bauart Roots) werden
seit 1868 gefertigt und sind heute hochentwickelte
Serienprodukte, deren Konzeption auf die vielfältigen
Einsatzgebiete abgestimmt ist.
Nachstehend einige Beispiele, in denen Aerzener
Drehkolbengebläse verwendet werden:
Große Auswahlmöglichkeit
Das große Lieferspektrum erleichtert die Wahl der
günstigsten Bauform und Größe.
Es werden Gebläse für Ansaugvolumenströme von ca.
30 m3/h bis ca. 84000 m3/h gebaut. Die Förderrichtung
kann waagerecht oder senkrecht sein.
• Pneumatische Förderanlagen für Schüttgüter im
Saug- oder Druckbetrieb
die kleinsten Gebläse werden auf Silofahrzeugen
montiert, die größten Maschinen findet man in
Heberanlagen zur Entladung von Transportschiffen.
Die Stundenleistungen dieser Anlagen betragen z.Z.
bis zu 1000 t.
• Druckbelüftungsanlagen von
Abwasserklärbecken
• Filterspülgebläse in Wasserwerken
• Hochvakuum-Pumpstände
die Gebläse sind dafür mit speziellen Wellenabdichtungen ausgerüstet.
• Gasförderung
für praktisch alle technischen Gase, die in der
Chemie, Petrochemie und dem Hüttenwesen
anfallen. Für aggressive Gase werden spezielle
Gebläseausführungen eingesetzt. Kraftwerksbetrieb
(konventionelle und atomare) entsprechend allen
geforderten Sicherheitsstufen.
• Hochdruck-Gasumwälzung
mit druckfesten Maschinen bis maximal 25 bar
Innendruck.
• Stahlerzeugung
Einsatz in Direkt-Reduktionsanlagen.
Antriebsarten
Der Antrieb der Gebläse erfolgt durch Elektro-, Verbrennungs-, Preßluft- oder Hydraulikmotor über elastische Kupplung (Anordnung 4, DA), Flanschmotor B 5
(bei HV-Gebläsen) Keilriementrieb (Anordnung 5, FA)
Reduzier-, Schalt- oder stufenlos regelbare Getriebe
(Anordnung 6, 6h).
Ölfreie Förderung
Ein entscheidender Gesichtspunkt für den Einsatz
von Aerzener Drehkolbengebläsen für den pneumatischen Transport, für die Wasserreinigung, Nahrungsmittelindustrie und Chemie ist die ölfreie Förderung.
Die allseitig berührungsfrei laufenden Drehkolben
benötigen keine Schmierung, so daß das Fördermedium frei von Verunreinigungen durch Schmierstoffe
und Abrieb bleibt.
Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit
Die Aerzener Drehkolbengebläse werden durch ein
gut geschultes, erfahrenes Fachpersonal gefertigt und
erst nach einer gründlichen Prüfung ausgeliefert. Jedes
Gebläse wird in einem mehrstündigen Probe-lauf mit
erhöhter Betriebslast geprüft. Darüber wird ein Prüfprotokoll mit sämtlichen Daten erstellt, das auch nach
Jahren noch verfügbar ist.
Zwangsweise Förderung nach dem
Verdrängerprinzip
Der Ansaugvolumenstrom ändert sich nur wenig mit dem
Gegendruck. Durch Drehzahländerung kann man das
Gebläse im Fördervolumen den Betriebsbedingungen
anpassen.
2
Hoher mechanischer Wirkungsgrad
Die Drehkolben laufen berührungsfrei, so daß die
Wälzlager und Steuerzahnräder allein die mechanische
Verlustleistung bestimmen. Durch den Einsatz von
Wälzlagern und gehärteten und geschliffenen, schrägverzahnten Steuerzahnrädern bleiben diese Verluste
sehr gering. Die Schrägverzahnung bietet außerdem
noch den Vorteil des geräuschärmeren Laufs.
Hoher volumetrischer Wirkungsgrad
Drehkolben und Gehäuseteile werden auf modernen
CNC-gesteuerten Präzisionswerkzeugmaschinen
gefertigt, so daß man auch bei hohen Stückzahlen
die Maßhaltigkeit der Bauteile gewährleisten kann. So
lassen sich sehr enge Toleranzen zwischen Drehkolben und Gehäuse einhalten und hohe volumetrische
Wirkungsgrade erzielen.
Arbeitsweise
Zwei symmetrische Drehkolben
drehen sich gleichmäßig gegeneinander.
Das Fördermedium strömt in das Gebläsegehäuse,
das die beiden Kolben umschließt, und wird in den
Förderkammern, die durch Drehkolben und Gehäuse
gebildet werden, zwangsweise zur Druckseite gefördert.
In dem Augenblick, in dem ein Kolbenkopf an der Kante
des Voreinlaßkanals vorbeistreicht, wird das geförderte
Gasvolumen durch Rückströmung aus dem Druckstutzen verdichtet. Der Verdichtungsenddruck stellt sich
entsprechend dem Widerstand der Rohrleitung und
nachgeschalteten Apparatur ein.
Der Ansaugvolumenstrom läßt sich bei Kenntnis der
spezifischen Gebläsedaten für alle Gasarten und
Belastungen errechnen. Bei jeder Umdrehung der
Antriebswelle wird das sogenannte Schöpfvolumen qo
(I/U) gefördert und verdichtet.
Das Schöpfvolumen stellt für jede Gebläsegröße eine
Konstante dar. Daraus ergibt sich der theoretische
Ansaugvolumenstrom
n . q0 3
Q0 =
(m /min)
1000
Der tatsächliche Ansaugvolumenstrom ergibt sich aus
dem theoretischen Ansaugvolumenstrom, verringert um
die durch die Spalte zurückströmende Gasmenge Qv:
Q1 = Q0 - Qv (m3/min)
Die Spaltverluste hängen von der Dichte des Gases
im Ansaugzustand, der Druckdifferenz ∆p und dem
gesamten Spaltquerschnitt ab. Der volumetrische Wirkungsgrad ergibt sich zu:
Q
Q
ηv = 1 = 1 - v
Q0
Q0
Da die Drehkolbenspiele sehr klein gehalten werden,
ergibt sich ein sehr günstiges Betriebsverhalten. Die
Ansaugvolumenströme ändern sich bei wechselnden
Belastungen nur wenig (siehe Seite 4).
Die Leistung, die zur Verdichtung des Ansaugvolumenstroms Q1 notwendig ist, beträgt theoretisch:
Q . ∆p
Pth = 0
600
Diese Leistung erhöht sich um die mechanische
Reibung der Lager, Steuerzahnräder, Dichtungselemente und den dynamischen Verlusten in den Gebläsestutzen und dem Förderraum.
Die Gebläsekupplungsleistung ist: Pk = Pth + Pv (kW)
Der Hauptanteil, die theoretische Verdichtungsleistung, ist
also unabhängig von der Gasart und direkt proportional
der Druckerhöhung und der Gebläsedrehzahl. Da keine
innere Verdichtung stattfindet, ist die Leistungsaufnahme bei Null-Last praktisch gleich der Verlustleistung
Pv. Sie liegt in der Größenordnung von 3 bis 5 % der
Vollast-Kupplungsleistung.
Bedingt durch die Summe aller Fertigungstoleranzen
können Leistungsaufnahme und Ansaugvolumenstrom
eine Abweichung von ± 5 % aufweisen.
3
Volumetrische Kennlinien eines Drehkolbengebläses
Geräuschverhalten
Durch immer schärfer werdende Umweltforderungen besteht die Auflage, die Geräuschemissionen von Drehkolbengebläsen und anderen Maschinen weiter zu reduzieren.
Sofern es sich dabei um die reinen Maschinengeräusche handelt, ist das durch Einsatz
von Schallhauben noch relativ einfach.
Will man den Schalleintrag, der durch den Förderstrom in die Rohrleitung eingetragen
wird, weiter reduzieren, so bleiben im Prinzip nur zwei Möglichkeiten:
1.Sekundär-Maßnahmen
2.Primär-Maßnahmen
Zu den relativ aufwendigen Sekundär-Maßnahmen zählen Schalldämpfer,
Pulsationsdämpfer, Schallisolierung der Rohrleitung usw. Die Aerzener Maschinenfabrik hat sich - aus guten Gründen - mit der Entwicklung von 3-flügeligen Gebläsen
für die Primär-Maßnahmen entschieden. D.h. Geräusche bereits in ihrer Entstehung zu
reduzieren. Erreicht wurde dieses Ziel durch die Entwicklung von Drehkolbengebläsen
mit integriertem Pulsationsabbau. Hierzu erhielt der Gebläse-Zylinder sogenannte
Voreinlaßkanäle, deren Form, Größe, und Lage experimentell ermittelt wurde. Zusammen mit den 3-flügeligen Drehkolben ergibt sich eine wesentlich sanftere Öffnung zur
Druckseite und der übliche Rückschlagimpuls gelangt nur stark abgeschwächt in den
Förderraum (siehe nebenstehendes Gebläse-Symbol).
Es gibt aber noch eine zweite Geräuschquelle innerhalb von Gebläsen. Das ist der
sogenannte Quetschimpuls, der entsteht, wenn der Kolbenkopf des einen Kolbens in
das Tal des anderen eintaucht. Durch die Lage und Formgebung der Voreinlaßkanäle
läßt sich die Phasenlage und Amplitude der beiden Impulse so Iegen, daß sie sich
gegenseitig auslöschen. In der Praxis läßt sich das natürlich nicht zu 100% erreichen.
Versuche haben jedoch gezeigt, daß eine Reduzierung der Geräusche um bis zu 20
dB(A) erzielt wird.
4
Lp = Lp1 + Lp2
Lp2 = Quetschimpuls
Lp1 = Rückschlagimpuls
f1 = f2 = f = Förderfrequenz
Nebenkolben
Zylinder (Förderraum)
Festlager
Loslager
Steuerzahnräder
Spritzscheibe
Kolbenring-SpritzringAbdichtung
Spritzscheibe
Wellendichtring
Radkasten
Zylinderrollenlager
Seitenplatte
Gehäusedeckel
Antriebskolben
Seitenplatte
Aerzener Drehkolbengebläse der Baureihe GM
Schnittbild des Gebläses GM . . .
Konstruktion und Aufbau
Aerzener Drehkolbengebläse sind zweiwellige Drehkolbenmaschinen. Die beiden Kolben liegen achs-parallel
und zentrisch im Gehäuse. Steuerzahnräder gewährleisten den berührungsfreien Lauf der Drehkolben.
Die Drehkolben sind wälzgelagert. Um einen hohen
Wirkungsgrad zu erzielen, werden die Drehkolbenspiele
so klein wie möglich gehalten und der thermischen
Belastung im Betrieb angepaßt.
Bei größeren Gebläsen üben auch die Wälzlagerspiele
und die Wellendurchbiegung einen Einfluß auf die
Drehkolbenspiele aus.
Die thermische Längendehnung der Drehkolben wird
durch einseitig größere Spiele der Kolben zu den Seitenplatten auf der Loslagerseite berücksichtigt.
Drehkolben
Die Drehkolben werden dynamisch ausgewuchtet.
Kleinere Gebläse der Größen GM 3 S - GM 80 L haben
Stahlkolben und Stahlwellen (C 45 N), die in einem Stück
gesenkgeschmiedet werden.
GM 90 S und GM 130 L:
Rotoren und Wellen aus EN-GJS-500.
GM 150 S bis GM 240 S:
Rotoren aus EN-GJS-400-15, Wellen aus C 45 N.
Bei Schmutzanfall werden die Hohlräume der Gußkolben
verschlossen.
5
Gehäuse
Die Gehäuse werden aus hochwertigem Grauguß (GG
20) gefertigt. Die Gebläse benötigen auch bei hohen
Belastungen keine zusätzliche Gehäusekühlung.
Bis zu den Größen GM 80 L haben die Gebläse anschraubbare Gebläsefüße.
Steuerzahnräder
Die Steuerzahnräder sind schrägverzahnt, gehärtet und
geschliffen und mit höchster Präzision gefertigt. Die
Einstellung und Befestigung der Räder erfolgt durch
einen Kegelpreßverband, so daß ein ausgezeichneter
Rundlauf bei zuverlässiger Haftung gewährleistet ist.
Sonderwerkstoffe
Als Sonderwerkstoffe kommen im Bedarfsfall
Sphäroguß (GGG 40), Stahlguß (GS - C 25) und CrNiStahlguß zum Einsatz. Derartige Einsatzfälle bedürfen
jedoch einer vorherigen Klärung!
Abdichtung für die Baureihe GM
Die Baureihe für Luft und neutrale Gase hat zwischen
dem Förderraum und den Ölräumen Rechteck-Labyrinthdichtungen mit Spritzringen und einem reichlich
dimensionierten neutralen Raum (Kondensatkanal),
der entscheidend für eine ölfreie, saubere Förderung
ist. Der Wellendurchgang an der Antriebswelle wird mit
einem Radialdichtring abgedichtet.
Sonderausführungen:
Zwei fettgesperrte Radialdichtringe bei Gasförderung.
Zwei ölgesperrte Radialdichtringe mit Wellenschutzhülse und luftgekühltem Dichtringgehäuse (ab Profil 18
Kühlwasserkanal) für die Hochvakuum-Ausführung.
Eine doppeltwirkende Gleitringdichtung mit Sperrölumlauf für die Ausführung mit druckfestem Gehäuse
für statische Innendrücke bis 25 bar
Abdichtung der Gasgebläse Baureihe GRa, GRb
und GR
Diese Ausführung hat vom Förderraum getrennte Lagerräume. Die Abdichtung der vier Wellendurchgänge
zur Atmosphäre erfolgt durch doppeltwirkende Gleitringdichtungen, die mit Öl oder Wasser gesperrt und
gekühlt werden, oder durch Labyrinthdichtungen.
Die Gebläse sind auch mit entlasteten Weichpackungdichtungen lieferbar.
Abdichtung der Gasgebläse Baureihe GQ
Bei diesen Gebläsen erfolgt die Abdichtung der vier
Wellendurchgänge am Förderraum durch spezielle
Gleitringdichtungen.
Schmierung
Drehkolbengebläse haben Tauchschmierung.
Die Spritzscheiben und die Steuerzahnräder bringen
das Schmiermittel an die Wälzlager.
In Sonderfällen, wenn hohe Betriebsdrehzahlen keine
Tauchschmierung zulassen, bei hohen Betriebstemperaturen mit Ölrückkühlung oder in Verbindung mit dem
Sperrölkreislauf einer Gleitringdichtung, wird eine
Zentralölumlaufschmierung vorgesehen.
(Ölqualitäten siehe Betriebsanleitung.)
Zeichnungsausschnitt:
Ölabdichtung zum Förderraum,
Einstellager, Steuerzahnräder
6
Aerzener Drehkolbengebläse in Normalausführung
3-flügelige Drehkolbengebläse Typ GM
Ansaugvolumenstrom ca. 30 bis 65.000 m3/h
Einsatzgebiet
Ölfreie Förderung von Luft und neutralen
Gasen.
Druckbetrieb: bis max. 1000 mbar
Saugbetrieb: bis max. -500 mbar
Ausführung
Gebläse mit 3-flügeligen Kolben und zwei im
druckseitigen Zylinderteil eingegossenen
Voreinlaßkanälen zur Schallminderung durch
Pulsationsabbau
Gehäuse verrippt und luftgekühlt
Gebläsezylinder bis zum GM 400 L ungeteilt.
Ab dem GM 430 S sind die Zylinder horizontal
geteilt.
Bis zum GM 80 L sind die Füße am Gebläse
angeschraubt, danach sind sie angegossen.
Schmierölversorgung durch Tauchschmierung.
Werkstoffe
Gehäuseteile (Zylinder, Seitenplatten, Radkasten
und Gehäusedeckel) aus GG-20
Wellen aus C 45 N
Kolben aus C 45 N (GM 3 S bis GM 80 L)
Wellen und Kolben sind aus einem Stück
geschmiedet.
GM 90 S und GM 130 L: Rotoren und Wellen aus
EN-GJS-500-3. GM 150 S bis GM 240 S:
Rotoren aus EN-GJS-400-18, Wellen aus C 45 N.
Steuerzahnräder aus 16 Mn Cr 5E
22 Baugrößen GM 3 S bis GM 1080 L
Förderrichtung
von oben nach unten (senkrecht)
Lage der Antriebswelle
links (mit Blick auf die Antriebswelle) wahlweise ist die Antriebswelle rechts möglich
Antrieb
Fliegender Antrieb über Schmalkeilriemen, direkt angetrieben
über elastische Kupplung oder mit Getriebe.
Zusätzliche Angaben können den Prospekten G1-066,
G1-068, G1-080 entnommen werden.
GM 3 S
Andere Werkstoffe auf Anfrage!
Wellendichtungen
Förderraumabdichtung durch 4 RechteckringLabyrinthdichtungen mit Spritzringen an jedem
Wellenende.
Auf Wunsch sind 4 Radialdichtring-RechteckringLabyrinthdichtungen lieferbar.
Antriebswellenabdichtung durch Radialdichtring.
Bei gasdichter Ausführung der Antriebswelle
werden 2 Radialdichtringe mit einer dazwischenliegenden Fettsperre eingesetzt.
7
Aerzener Kompaktgebläse (Aggregate) in Normalausführung
Typ DELTA BLOWER Gen. 5
Typ DELTA BLOWER
Typ Kompaktgebläse I/3
12 Baugrößen
4 Baugrößen
Einsatzgebiet
Ölfreie Förderung von Luft und neutralen Gasen.
Druckbetrieb bis 1000 mbar
Saugbetrieb bis -500 mbar.
Antriebsart
Fliegend über Schmalkeilriemen
Aggregatausführung
Die Gebläseaggregate werden mit allen für einen
einwandfreien Betrieb erforderlichen, standardisierten
Zubehörkomponenten anschlußfertig werkseitig
montiert.
Durch den integrierten Pulsationsabbau werden störende Pulsationen bereits an Ihrer Quelle abgebaut,
dadurch ist eine aufwendige Schalldämpfung nicht mehr
erforderlich. Auf dem Grundträger sind alle Komponenten des Aggregates auf- bzw. angebaut.
Der Grundträger beinhaltet rein metallische, völlig
verschleißfreie Einbauten, mit denen eine gleichmäßige
Schallreduzierung über den gesamten Drehzahlbereich
erreicht wird.
Der auf einer Wippe aufgebaute Antriebsmotor treibt
über Schmalkeilriemen die Gebläsestufe an. Durch
diese Konzeption wird erreicht, daß die Riemen immer
optimal gespannt sind und ein Nachspannen, auch
nach längerer Betriebszeit, nicht mehr erforderlich ist.
Eine elastische Aufstellung ist Standard. Besondere
Fundamente sind nicht erforderlich. Der Anschluß der
Druckrohrleitung erfolgt mittels Gummimuffe.
Lieferumfang DELTA BLOWER in
Normalausführung
• 3-flügelige Gebläsestufe mit integriertem
Pulsationsabbau
• Grundträger mit integriertem
Druckschalldämpfer
• Motorwippe als Spannvorrichtung
für den Riementrieb
• Satz elastische Maschinenfüße
• Ansaugschalldämpfer mit
integriertem Luftfilter
• Riementrieb mit Schutz
• Druck-/Saugventil
• Anschlußgehäuse mit eingebauter
Rückschlagklappe und Anschlußflansch
für Druckventil und Anfahrentlastung
• Gummimuffe mit Schellen
8
Ansaugvolumenstrom von ca. 30 bis 5.400 m3/h
Ansaugvolumenstrom von ca. 5.400 bis 15.000 m3/h
Ansaugvolumenstrom bis ca. 20.000 m3/h
Zubehörkomponenten als Option:
• Antriebsmotor (Drehstrommotor)
• Schallhaube
• Anfahrentlastung (erforderlich bei Stern-DreieckAnlauf des Antriebsmotors)
• Manomter (zur Anzeige des Förderdrucks)
• Wartungsanzeiger (zur Überwachung des
Ansaugfilters)
• Schaltschrank (separate Lieferung)
Weiteres Zubehör auf Anfrage!
Technische Ausführung der Gebläsestufen siehe
Seite 7.
Leistungsdaten sowie eine ausführliche Beschreibung
der einzelnen Komponenten finden Sie in unseren
Prospekten G1-066, G1-068, G1-080.
5
Generation
Aggregatgröße
GM 3 S bis GM 240 S
9
Aerzener Tankwagengebläse
Typ GM
4 Größen
Ansaugvolumenstrom 600 bis 2.250 m3/h
Ausführung mit 3-flügeligen Rotoren
Zylinder mit druckseitig eingegossenen Voreinlaßkanälen zur Schallminderung durch Pulsationsabbau.
Dadurch kann die Einbaulage nur stehend erfolgen.
Drehzahlbereich zwischen 1450 bis 4800 1/min. Beidseitige Öltauchschmierung mit Ölschaugläsern.
Wellendichtungen
Förderraum durch die über Jahrzehnte bewährte Kolbenringlabyrinthabdichtung in Verbindung mit den zur
Atmosphäre offenen neutralen Räumen. Antriebswelle
mit Radialdichtring.
Wellendichtungen
Förderraum durch vier Rechteckringe, hinter den
Freiräumen durch Spritzringe. Antriebswelle durch
Radialdichtscheibe. Bei Getriebeausführung durch
Radialdichtring.
Förderrichtung
Beidseitig bei horizontaler oder vertikaler
Durchströmung.
Antrieb
Direkte Kupplung oder über Schmalkeilriementrieb.
Förderrichtung:
Vertikal nach unten
Sonderwerkstoffe
Keine.
Einsatzgebiet
Förderung von Luft.
Druckbetrieb bis 1000 oder 1200 mbar Schanzdruck
Saugbetrieb bis -500 mbar.
Ausführliche Angaben siehe Prospekt G1-071 oder
Prospekt G1-066.
Ausführung: mit zweiflügeligen Rotoren
Förderraum durch atmosphärischen Freiraum vollkommen getrennt von den Ölräumen.
Einbaulage kann stehend, hängend oder auch seitlich
hängend links oder rechts erfolgen.
Die Gebläse sind auch mit integriertem Getriebe, Übersetzung i = 2,1 ins Schnelle, lieferbar. Der Betriebsdrehzahlbereich liegt bei 1350 bis 3200 1/min. Schmierung
auf Antriebsseite mit Fett.
Zahnradseite durch Öltauchschmierung.
Getriebeausführung beiderseitig Öltauchschmierung.
Schmierölüberwachung durch Ölpeilstab.
GM 25 S
GM 35 S
10
GM 13.5
GM 13.f7
Aerzener Hochdruck-Gebläse
Typ GM . . . dz Gehäuse druckfest für PN 25
Einsatzgebiet
Förderung von Luft und neutralen Gasen.
Überdruckbereich bis max. pe = 25 bar,
wenn das Medium mit entsprechendem
Vordruck ansteht.
Max. Druckdifferenz 2000 mbar.
Ausführung
Gehäuse mit runden Flanschen und ORing-Dichtungen, Schmier- und Sperrölversorgung durch kompl. Ölaggregat, Ölräume
unter Gasdruck.
Wellendichtungen
Förderraum durch kombinierte SpritzringRechteckringlabyrinthabdichtungen mit
Kondensatraum zwischen den Kolbenringen oder Wellendichtring-Rechteckringlabyrinthabdichtung.
5 Größen
Ansaugvolumenstrom 60 bis 6.000 m3/h
1 Ölbehälter (auf Wunsch
mit elektr. Ölheizung)
2 Ölpumpe
3 Wasser-Ölkühler
4 Doppel-Ölfilter
5 Ölablaß
6 Ölschauglas
7 Öleinfüllung
9 Rückschlagventil
10 Ölüberströmventil
11 Niveauschalter
12 Differenzdruck
Ölfilter
13 Kontaktmanometer
Öldruck
15 zu den Gleitringdichtungen /
Schmierstellen
16 Ölrücklauf
17 Kühlwasser
Antriebswelle durch druckölgesperrte, doppeltwirkende Gleitringdichtung.
Förderrichtung
Vertikal nach unten.
Schema „Ölversorgungsaggregat“
Antrieb
Direkte Kupplung mit Motor oder über elastisch gekuppeltes Stirnradgetriebe.
Booster-Ausführung
• Typ GM . . . d
• Max. Druckerhöhungen von 1,0 bar abs.
auf 2,0 bar abs.
• Gehäuse druckfest für PN 25 mit
O-Ring-Dichtungen
• Tauchschmierung
• Antriebswellenabdichtung durch
2 Wellendichtringe mit Fettsperre
• Antrieb direkt über elastische Kupplung
oder fliegend über Schmalkeilriemen
GM 11.2 dz
Hochdruckgebläseaggregat
mit Druckölschmierung
11
Aerzener Prozeßgas-Gebläse I
Typ GR/GRa/GRb
12 Größen
Ansaugvolumenstrom 100 bis 50.000 m3/h
Einsatzgebiet
Förderung von technischen Gasen, die auch aggressiv
sein können.
Überdruck- und Vakuumbereich
Druckdifferenz bei Druckbetrieb bis 800 mbar
Druckdifferenz bei Saugbetrieb bis 450 mbar
Ausführung
Förderraum durch atmosphärischen Freiraum vollkommen getrennt von den Ölräumen.
Antrieb
Direkt über elastische Kupplung oder über elastisch
gekuppeltes Stirnradgetriebe.
Fliegend über Schmalkeilriemen (bis 250 kW Antriebsleistung).
Sonderwerkstoffe
Für entsprechende Betriebsbedingungen sind Ausführungen in Sphäroguß oder CrNi-Stahlguß lieferbar.
Ausführliche Angaben siehe Prospekt G1-151
Wellendichtungen
Förderraum durch
a) entlastete Weichpackungsdichtungen mit Sperrgasanschlüssen,
b) entlastete Kohlering-Labyrinthdichtungen mit Sperrgasanschlüssen,
c) doppeltwirkende Gleitringdichtungen, ölgesperrt,
d) doppeltwirkende Gleitringdichtungen,
wassergesperrt
Antriebswelle durch Radialdichtring.
Förderrichtung
Vertikal nach unten.
GRa 12.4 und 13.6
GRb 14.8 bis 16 f13
GR 17.14 bis 21.22
12
Aerzener Prozeßgas-Gebläse II
1) Typ GQ . . . xz
2) Typ GQb . . . xz
5 Größen
1 Größe
Ansaugvolumenstrom 2.000 bis 80.000 m3/h
Ansaugvolumenstrom 35.000 bis 100.000 m3/h
Einsatzgebiet
1) vorrangig in der Stahlindustrie (Direktreduktionsanlagen) zur Förderung von Prozeß- und Kühlgas
Überdruckbereich bis max. pe= 2,5 bar, wenn das
Medium mit entsprechendem Vordruck ansteht.
Max. Druckdifferenz 1100 mbar
2) vorrangig in Direktreduktionsanlagen zur Förderung
von Prozeß- und Kühlgas
Überdruckbereich bis max. pe= 2,5 bar,wenn das
Medium mit entsprechendem Vordruck ansteht.
Max. Druckdifferenz 1200 mbar
Ausführung
Gehäuse druckfest für PN 2,5
Zylinder mit druckseitiger Schallreduktionskammer,
Gehäuse mit Anschlüssen für Einspritz- und Spülwasser
sowie für Schmieröl- und Sperrölversorgung.
Sonderausführung (nur GQ 20f20 und GQ 21.21)
Gehäuse druckfest für PN 6
Zylinder mit druckseitiger Schallreduktionskammer,
Gehäuse mit Anschlüssen für Einspritz- und Spülwasser
sowie für Schmieröl- und Sperrölversorgung.
Wellendichtungen
Förderraum durch einfachwirkende ölgesperrte
Gleitringdichtungen in Kombination mit Labyrinthabdichtungen
Antriebswelle durch 3 Radialdichtringe.
Förderrichtung
Horizontal, wahlweise nach links oder rechts
Antrieb
Über elastisch gekuppeltes Stirnradgetriebe
Ausführliche Angaben siehe Prospekt G1-151
GQ 17.14 bis GQ 22.23
13
Aerzener Unterdruck-Gebläse mit Voreinlaß
Typ GM . . . Sm
Typ GM . . . Lm
6 Größen, Ansaugvolumenstrom 60 bis 16.000 m3/h
für einen absoluten Druck am Eintritt von ca. 200 mbar gegen Atmosphäre
3 Größen, Ansaugvolumenstrom 16.000 bis 50.000 m3/h
für einen absoluten Druck am Eintritt von ca. 400 mbar gegen Atmosphäre
Einsatzgebiet
Förderung von Luft.
Bei kleineren Ansaugvolumenströmen von ca. 200 mbar
absoluten Druck am Eintritt gegen Atmosphäre.
Bei größeren Ansaugvolumenströmen von ca. 400 mbar
absoluten Druck am Eintritt gegen Atmosphäre.
Wellendichtungen
Förderraum durch kombinierte Spritzring-Rechtecklabyrinthdichtungen mit Kondensatraum zwischen den
Rechteckringen.
Antriebswelle durch doppelte Radialdichtringe mit Ölüberlagerung.
Ausführung
• Gehäuse mit zusätzlichem dritten Stutzen auf der
Saugseite für die Voreinlaßkühlung.
• 3-flügelige Kolben
• Baureihe GM . . . Sm mit Schmierölversorgung
durch Tauchschmierung
• Baureihe GM . . . Lm mit Zentralölumlaufschmierung
Förderrichtung
Vertikal nach unten
Antrieb
Direkte Kupplung mit Motor oder Stirnradgetriebe bzw.
Schmalkeilriementrieb bis Profil 19 für alle
Belastungen möglich.
Sonderwerkstoff
Ausführung in Sphäroguß
(EN-GJS-400-15 bzw. EN-GJS-400-18) ist möglich.
GMa 10.1 bis GMa 13.f7 m,
GMb 14.9 bis GMb 20.21 m,
GMc 17.15 m und GMc 18.17 m
14
Aerzener Vakuum-Gebläse mit Voreinlaßkühlung
Typ GMa/GMb/GMc . . . mHV
11 Größen, theoretischer Nennsaugvolumenstrom 250 bis 61.000 m3/h
Einsatzgebiet
Förderung von Luft und neutralen Gasen.
Vakuum 10 mbar bis ca. 300 mbar.
Max. zulässige Druckdifferenz ist von der
thermischen Belastung abhängig.
Ausführung
Gehäuse mit zusätzlichem dritten Stutzen auf der
Saugseite für die Voreinlaßkühlung.
Gehäuseflansche mit O-Ring-Dichtungen, vakuumdicht,
Schmierölversorgung durch Tauchschmierung.
Antrieb
Direkte Kupplung mit Motor oder Stirnradgetriebe,
Schmalkeilriementrieb bei begrenzter Druckdifferenz.
Sonderwerkstoff
Sphäroguß (EN-GJS-400-15 bzw. EN-GJS-400-18) ist
lieferbar.
Wellendichtungen
Förderraum durch kombinierte Spritzring-Rechtecklabyrinthdichtungen. Antriebswelle durch doppelte
Radialdichtringe mit Ölüberlagerung.
Förderrichtung
Vertikal nach unten
Aerzener Vakuum-Gebläse
Typ GMa/GMb/GMc . . . HV
Typ GMa/GLa . . . HV
19 Größen, theoretischer Nennsaugvolumenstrom 180 bis 97.000 m3/h
8 Größen, theoretischer Nennsaugvolumenstrom 240 bis 3.500 m3/h
Einsatzgebiet
Förderung von Luft und neutralen Gasen.
Vakuum 10-3 mbar bis ca. 200 mbar für HV-Gebläse.
Vakuum von 1 mbar bis ca. 1.000 mbar für V-Gebläse.
Max. zulässige Druckdifferenz ist von der
thermischen Belastung abhängig.
Ausführung
Gehäuseflansche mit O-Ring-Dichtungen, vakuumdicht,
Schmierölversorgung durch Tauchschmierung.
Antrieb
Direkte Kupplung mit Motor oder Stirnradgetriebe,
Schmalkeilriementrieb bei begrenzter Druckdifferenz.
Sonderwerkstoff nur für HV-Gebläse
• Ausführungen der Gehäuseteile in Sphäroguß
(EN-GJS-400-15 oder EN-GJS-400-18)
• Drehkolben und Gehäuseteile aus Stahlguß
(GS-C25) und CrNi-Stahlguß (1.4313 oder 1.4407)
sind für 5 Größen lieferbar.
Wellendichtungen
Förderraum durch kombinierte Spritzring-Rechtecklabyrinthdichtungen. Antriebswelle durch doppelte
Radialdichtringe mit Ölüberlagerung.
Förderrichtung (bei Blick auf die Antriebswelle)
Für V-Gebläse bis zur Größe GMa/GLa 13.8 V und für
HV-Gebläse bis zur Größe GMb/GLb 16.13 HV wahlweise vertikal nach unten oder horizontal nach rechts.
Für HV-Gebläse ab Größe GMb 17.15 HV
vertikal nach unten.
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Hinweise zu Drehkolbengebläse-Aggregaten
Aggregat-Ausführungen:
1.) DELTA BLOWER, Überdruck, Raumansaugung
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75
Drehkolbengebläse
Elektromotor
Elastische Maschinenfüße
Riementrieb
Riemenschutz
(nur bei Aufstellung ohne Schallhaube)
Elastische Rohrverbindung SS
Elastische Muffe DS
Druckventil
Anfahrentlastung (Zubehör)
Motorwippe
Grundträger
Filterschalldämpfer
Anschlußgehäuse DS
mit integr. Rückschlagklappe
flexibler Schlauch (Zubehör)
Schallhaube
Ventilator
Regendach (Zubehör)
Manometer (Zubehör)
Wartungsanzeiger (Zubehör)
2.) DELTA BLOWER, Unterdruck, Rohransaugung
1
2
4
7
8
Abluft
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Drehkolbengebläse
Elektromotor
Elastische Maschinenfüße
Riementrieb
Riemenschutz
(nur bei Aufstellung ohne Schallhaube)
13 Saugschalldämpfer
16 Elastische Muffe DS
19 Saugventil
23 Abblaseschalldämpfer (Zubehör)
28 Motorwippe
30 Grundträger
33 Anschlußgehäuse DS
mit integr. Rückschlagklappe
50 Schallhaube
51 Ventilator
56 Regendach (Zubehör)
70 Vakuummeter (Zubehör)
Zubehör
Unsere Gebläse-Aggregate umfassen normalerweise
standardisiertes Zubehör für Dauerbetrieb. Die Aufstellung erfolgt elastisch auf glatten, tragenden Böden, Decken oder Stahlkonstruktionen, eine feste Aufstellung auf
Betonfundamenten ist ebenfalls möglich. Angetrieben
werden die Gebläse in der Mehrzahl der Fälle durch
einen Drehstrom-Asynchronmotor und - zur Anpassung
des Volumenstroms - einen Riementrieb. Sonderausführungen wie direkte Kupplung, Zwischenschaltung
eines Stirnradgetriebes sowie Sonderwerkstoffe sind
auf Wunsch ebenfalls möglich.
Aufstellung
Erfolgt die Gebläseaufstellung an Orten, die Körperschall oder Vibrationen erwarten lassen, muß in jedem
Fall die Aerzener Standardversion „Aufstellung auf
elastischen Maschinenfüßen“ gewählt werden. Hierbei
müssen die Rohrleitungen ebenfalls elastisch und körperschalIdämmend angeschlossen werden.
Bei Luftleitungen genügen elastische Gummimuffen, die
mit Schellen befestigt werden (Aerzener Standard).
Bei Gasleitungen und bei hohen Drücken werden Kompensatoren eingesetzt.
Regelung
Wegen der zwangsweisen Förderung bei Drehkolbengebläsen ist eine Regelung durch Drosselung des
Ansaugvolumenstroms nicht möglich. Andererseits ist
das Fördervolumen unabhängig vom Gegendruck, den
das Gebläse zu überwinden hat.
Eine energiesparende Mengenregelung ist deshalb
nur durch eine Drehzahlregelung möglich, obwohl hin
und wieder noch eine Bypass -oder Abblasregelung
gewählt wird.
Bei Bypass-Betrieb muß die Umlaufmenge zurückgekühlt werden, da sonst das Gebläse thermisch überlastet wird.
Schalldämpfung
Um bei Gebläsen zur Förderung von Luft die Ansaugund Ausblasgeräusche zu reduzieren, werden saug- und
druckseitig Schalldämpfer eingesetzt.
Die Bestückung bzw. Ausführung der Schalldämpfer
hängt sehr stark von den Anforderungen ab, die an die
Geräuschdämpfung gestellt werden.
Bei sehr hohen Schallbelastungen können zusätzliche
Rohrschalldämpfer zur Entstörung der Druckleitung
eingesetzt werden. Die Geräuschabstrahlung von der
Maschinenoberfläche wird durch Schallschutzhauben
(Kapselung) minimiert. Aerzener Kompaktgebläse
können komplett mit Schallhaube geliefert oder auch
nachgerüstet werden.
Bei großen Aggregaten oder Maschinengruppen ist eine
Aufstellung in separaten, schalIgedämpften
Maschinenräumen vorteilhaft.
Absicherung
Aerzener Drehkolbengebläse werden durch entsprechend dimensionierte Saug- und/oder Druckventile vor
Überlastung geschützt. Bei völlig geschlossenen
Saug- oder Druckleitungen treten ohne diese
Absicherung wegen der zwangsweisen Förderung sofort
unzulässige hohe Unter- bzw. Überdrücke auf, die zu
Schäden am Gebläse führen können. Diese Ventile ersetzen jedoch nicht die anlagenseitige Absicherung. Bei
der Förderung von Gasen, die nicht in die Atmosphäre
abgeblasen werden dürfen, ist zu berücksichtigen, daß
das heiße Gas nicht unmittelbar zur Saugseite zurückgeführt werden darf. Das abströmende Gas muß rückgekühlt werden. Nur bei sehr gering belasteten Gebläsen
sowie bei der Rückführung in der Anfahrphase kann auf
einen Rückkühler verzichtet werden. Rückschlagklappen
(Aerzener Lieferumfang) oder Rückschlagventile, die
möglichst unmittelbar hinter dem Druckstutzen und dem
Druckventil einzubauen sind, verhindern beim Abstellen
unter Vollast den Rückwärtslauf des Gebläses. Beim
Parallelbetrieb mehrerer Gebläse sind zwingend Rückschlagklappen oder Rückschlagventile vorzusehen.
Anfahren
Aerzener Drehkolbengebläse können grundsätzlich
durch Motore mit Direkteinschaltung gegen vollen
Systemdruck angefahren werden. Bei Stern-DreieckAnlauf sowie bei Verbrennungsmotor-Antrieb ist jedoch
mit Rücksicht auf das Drehmomentverhalten dieser Antriebsmaschinen ein entlastetes Anfahren der Gebläse
erforderlich.
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Hinweise für Anfragen
Für jeden Bedarfsfall wird von uns die am besten geeignete
Gebläseausführung angeboten.
Folgende Daten sind für eine optimale Angebotsausarbeitung erforderlich:
1. Art des Fördermediums
Bei Gasen sind die spezifischen Daten Dichte ρ oder
Gaskonstante R, sowie Spezifische Wärme cp oder Adiabatenexponent χ oder die Gasanalyse (in Gewichts- oder
Volumen-%) anzugeben.
2. Beschaffenheit des Fördermediums
Feucht oder trocken. Eventuell mit Verunreinigungen.
Neutral oder aggressiv.
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3. Gewünschter Volumenstrom (m3/h oder m3/min
Bezogen auf die Ansaugbedingungen oder als Massenstrom (kg/h oder kg/min).
4. Ansaugbedingungen
Ansaugtemperatur t1 (°C) und Umgebungstemperatur tu
(°C). Absoluter Ansaugdruck p1(bar) oder Aufstellungshöhe
in Meter über Meeresspiegel.
5. Druckerhöhung ∆p (mbar) bzw. absoluter
Enddruck pabs (bar)
Bei wechselnden Betriebsbelastungen sollten der normale
und der maximale Druck genannt werden.
Das größte Aerzener Drehkolbengebläse für die Förderung von 100.000 m3/h Kühlgas, Druckdifferenz 860 mbar.
Aufstellung in einem Stahlwerk. Länge 3750 mm, Breite 2400 mm, Höhe 3000 mm, Motorleistung 3300 kW, Gewicht 28 t.
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Als zentraler Punkt der Aerzener Firmenpolitik gilt die
Präsenz beim Kunden vor Ort.
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www.aerzen.com
Gebietsvertretung
Vertretung bzw. Tochtergesellschaft
Aerzener Maschinenfabrik GmbH
Reherweg 28 . 31855 Aerzen / Deutschland – Postfach 1163 . 31849 Aerzen / Deutschland
Telefon 0 51 54 / 8 10 . Telefax 0 51 54 / 8 11 91 . www.aerzen.com . info@aerzener.de
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