close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Fisherr Ventile EU und EW NPS 12 bis 24 x 20 - Emerson Process

EinbettenHerunterladen
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Fisherr Ventile EU und EW
NPS 12 bis 24 x 20
Inhalt
Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Inhalt der Anleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Schulungsprogramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Installation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Schmierung der Packung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Wartung der Packung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Austausch der Packung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Wartung der Innengarnitur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Ausbau der Innengarnitur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Läppen von Sitzflächen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Wartung des Ventilkegels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Einbau der Innengarnitur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Umrüstung auf Bore Seal Innengarnitur . . . . . . . . . . . . . 18
Austausch einer vorhandenen
Bore Seal Innengarnitur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Ausbau der Innengarnitur
(Bore Seal Ausführung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Läppen von Metallsitzen
(Bore Seal Ausführung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Maschinelles Nachbearbeiten von Metallsitzen
(Bore Seal Ausführung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Einbau der Innengarnitur
(Bore Seal Ausführung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Bestellung von Ersatzteilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Stückliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Abbildung 1. Fisher Ventil EWT, NPS 24 x 20,
mit Kolbenantrieb und digitalem Stellungsregler
FIELDVUE™ DVC6200
W9156-2
Einführung
Inhalt der Anleitung
Diese Betriebsanleitung enthält Informationen über Installation und Wartung der Fisher Ventile EUD, EUT, EUT-2, EWD, EWT und
EWT-2 in Nennweite NPS 12 bis 24 x 20 und Druckstufe Class 150 bis 600 sowie der Ventile EUD, EUT-2, EWD und EWT-2 in
Nennweite NPS 12 und 20 x 16 und Druckstufe Class 900. (Größenangaben wie NPS 20 x 16 bezeichnen Anschlussnennweite x
nominelle Innengarniturgröße.)
Informationen über Antrieb und Zubehör sind in separaten Betriebsanleitungen enthalten.
Die Ventile EUD, EUT, EUT-2, EWD, EWT und EWT-2 dürfen nur von Personen eingebaut, bedient oder gewartet werden, die in
Bezug auf die Installation, Bedienung und Wartung von Ventilen, Antrieben und Zubehör umfassend geschult wurden und darin
qualifiziert sind. Um Personen- oder Sachschäden zu vermeiden, ist es erforderlich, diese Betriebsanleitung einschließlich aller
Sicherheits- und Warnhinweise komplett zu lesen und zu befolgen. Bei Fragen zu Anweisungen in dieser Betriebsanleitung Kontakt
mit dem zuständigen Emerson Process Management Vertriebsbüro aufnehmen.
www.Fisher.com
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Tabelle 1. Technische Daten
Nennweiten
EUT, EUT-2 und EUD: NPS J 12, J 16, J 20 und J 16 x 20
EWT, EWT-2 und EWD: NPS J 20 x 16, J 24 x 16 und
J 24 x 20 Ventile (Größenangaben bezeichnen
Anschlussnennweite x nominelle Innengarniturgröße)
Dichtheit des Abschlusses nach ANSI/FCI 70-2
and IEC 60534-4 (Fortsetzung)
EUD und EWD mit Metallsitzen
Standard: Klasse III
Optional: Klasse IV und V (Bore Seal)
Ventilkennlinien
Anschlussarten
Flanschanschlüsse: Class 150, 300, 600 und 900(1) Flansche
mit glatter Dichtleiste (RF) oder Nut (RTJ) nach ASME B16.5
Anschweißenden: Alle erhältlichen Rohrklassen nach ASME
B16.25 bis Schedule 120, die mit der Gehäusedruckstufe
nach ASME B16.34 kompatibel sind
Bzgl. Details zu anderen Anschlussarten Kontakt mit der
Emerson Process Management Vertretung aufnehmen.
Maximale Eingangsdrücke und Temperaturen(2)
Flanschanschlüsse: In Übereinstimmung mit
den Druck-/Temperaturgrenzen gemäß Class 150,
300, 600 und 900(1) nach ASME B16.34
Anschweißenden: In Übereinstimmung mit Class 600 nach
ASME B16.34 Siehe auch Abschnitt Installation
Dichtheit des Abschlusses nach ANSI/FCI 70-2
und IEC 60534-4
EUT, EUT-2, EWT und EWT-2 mit Metallsitzen
Standard (für alle Innengarnituren außer Cavitrolt 2-stufig):
Klasse IV
Standard (für die 2-stufige Cavitrol Innengarnitur): Klasse V
Optional (für alle Innengarnituren außer Cavitrol 2-stufig):
Klasse V
EUT, EUT-2, EWT und EWT-2 mit Metallsitz mit geringer
Härte: Klasse V
Standardkäfige: J Linear oder J gleichprozentig
WhisperFlot, Whisper Trimt III und Cavitrol III Käfige:
Linear
Durchflussrichtung
Standard und Cavitrol III Käfige: Abwärts
WhisperFlo und Whisper Trim III Käfige: Aufwärts
Sitzweiten
NPS 12 Innengarnitur: J 279,4 mm (11,00 Zoll),
NPS 16 Innengarnitur: J 355,6 mm (14 Zoll), J 374,7 mm
(14,75 Zoll) und J 412,8 mm (16,25 Zoll)
NPS 20 Innengarnitur: J 431,8 mm (17 Zoll), J 463,6 mm
(18,25 Zoll) und J 501,7 mm (19,75 Zoll)
Ventilhub
102 bis 432 mm (4 bis 17 Zoll). Weitere Einzelheiten sind
beim Emerson Process Management Vertriebsbüro
erhältlich.
Durchmesser der Antriebsaufnahme und Spindel
Antriebsaufnahme J 127 mm (5 Zoll) oder J 127 mm
(5H Zoll) Durchmesser, jeweils mit 31,8 mm (1-1/4 Zoll)
Ventilspindel-Durchmesser
Ungefähres Gewicht
Siehe Tabelle 6
1. Anschlüsse gemäß Class 900 sind nur für NPS 16 und 20 x 16 Ventile EUD, EUT-2, EWD oder EWT-2 erhältlich.
2. Die in diesem Handbuch oder auf dem Typenschild angegebenen Grenzwerte für Drücke und Temperaturen dürfen nicht überschritten werden. Alle gültigen Standards und gesetzlichen
Vorschriften müssen eingehalten werden.
Schulungsprogramme
Wenden Sie sich bitte zwecks Informationen über angebotene Kurse zu Fisher EU- und EW-Ventilen in Nennweite NPS 12 bis
24 x 20 sowie zu einer Vielzahl anderer Produkte an:
Emerson Process Management
Educational Services - Registration
Telefon: 1-641-754-3771 oder 1-800-338-8158
E-Mail: education@emerson.com
http://www.emersonprocess.com/education
2
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Tabelle 2. Technische Daten der WhisperFlo Innengarnitur
Werkstoff und Auswahl
J Edelstahl 316 mit Aufschweißlegierung
J Edelstahl 410, gehärtet
J Andere entsprechend der Applikation
Zulässige Temperaturen
J EUT und EWT: -73 bis 316 _C (-100 bis 600 _F)
J EUT-2 und EWT-2: -73 bis 232 _C (-100 bis 450 _F)
J EUD und EWD: -29 bis 538 _C (-20 bis 1000 _F)
J Andere entsprechend der Applikation
Maximale Differenzdrücke
Wie in dieser Betriebsanleitung angegeben. Siehe auch
Bulletin 80.3:010 WhisperFlo Aerodynamic Attenuation
Trims (geräuschmindernde aerodynamische WhisperFlo
Innengarnitur)
Druckstufe der aerodynamischen WhisperFlo
Innengarnitur(1,2)
Bis zu 103 bar (1500 psi) Differenzdruck
Zulässige Strömungsgeschwindigkeit
Die WhisperFlo Innengarnitur ist systembedingt für eine
Austrittsgeschwindigkeit von MACH 0,3 ausgelegt. Die
Geschwindigkeitsgrenze von MACH 0,3 kann für
anspruchsvolle Anwendungen mit hinreichender Sorgfalt
und angepassten Prognoseberechnungen
aerodynamischer Geräuschpegel überschritten werden wenden Sie sich bitte an Ihr Emerson Process Management
Vertriebsbüro.
Durchflusskennlinie
Linear (lineare Käfige mit reduziertem Durchfluss und
Käfige mit angepasster Durchflusskennlinie sind erhältlich wenden Sie sich bitte an Ihr Emerson Process Management
Vertriebsbüro)
Stellverhältnis
65:1
Bei einigen Ausführungen sind hohe Stellverhältnisse von
mehr als 250:1 möglich. Bzgl. Details wenden Sie sich bitte
an Ihr Emerson Process Management Vertriebsbüro.
Durchflussrichtung
Standard: Aufwärts - Eintritt durch den Sitzring und Austritt
durch die Käfigöffnungen
Geräuschminderung
Geräuschminderung maximal ca. 40 dBA in Abhängigkeit
Verhältnis nP/P1 gemäß Berechnung nach dem
IEC 60534-8-3 Verfahren
1. Andere Drücke entsprechend der Applikation.
2. Die in diesem Handbuch angegebenen Grenzwerte für Drücke und Temperaturen dürfen nicht überschritten werden. Alle gültigen Standards und gesetzlichen Vorschriften müssen
eingehalten werden.
Beschreibung
Alle in dieser Betriebsanleitung beschriebenen Ventiltypen (EUD, EUT, EUT-2, EWD, EWT und EWT-2) können entweder zur
kontinuierlichen oder zur Auf-/Zu-Regelung einer Vielzahl verschiedener flüssiger und gasförmiger Medien verwendet werden.
Diese käfiggeführten Einsitz-Durchgangsventile haben einen druckentlasteten Ventilkegel und schließen mit Abwärtshub. EUT,
EWT und EWT-2 haben zwischen Kegel und Käfig einen federbelasteten PTFE-Dichtring; EUD und EWD haben zwischen Kegel und
Käfig zwei Graphit-Kolbenringe. Einzelheiten dieser Dichtringe sind in Abbildung 5, 6 oder 7 zu finden.
Ventile EUT-2 und EWT-2 haben einen in den Käfig eingeschraubten Sitzring. Die Abdichtung zwischen dem Sitzring und dem
Ventilgehäuse erfolgt mit einem federbelasteten PTFE-Dichtring. Metallische Sitze sind Standard, optional stehen Metallsitze mit
geringer Härte zur Verfügung. Ein typisches Ventil EUT-2 bzw. EWT-2 ist in Abbildung 5 dargestellt.
Bei den EUD und EWD ist der Sitzring mit Kopfschrauben mit dem Ventilgehäuse verschraubt. Der Sitz ist metallisch. Ein typisches
Ventil EUD bzw. EWD ist in Abbildung 6 dargestellt.
Bei den Ventilen EUT und EWT ist der Sitzring mit Kopfschrauben mit dem Ventilgehäuse verschraubt. Diese Ventile haben einen
metallischen Sitz und PEEK Anti-Extrusionsringe in der Kegeldichtung, um die obere Temperaturgrenze der Dichtung auf 316 _C
(600 _F) zu erhöhen. Ein typisches Ventil EUT ist in Abbildung 7 dargestellt.
Für diese Ventile stehen Cavitrol III, Whisper Trim III und WhisperFlo Käfige zur Verfügung. Cavitrol Innengarnituren tragen in
einem korrekt ausgelegten Ventil zur Eliminierung von Kavitationsschäden bei der Regelung von Flüssigkeiten bei, und
Whisper Trim III und WhisperFlo Käfige dienen der aerodynamischen Geräuschminderung bei der Regelung von Gasen.
Die Fisher WhisperFlo Innengarnitur bietet modernste Technik für Applikationen, die größtmögliche Geräuschminderung
erfordern.
3
EU- und EW-Ventile
Betriebsanleitung
Juli 2014
D102010X0DE
Stellventile mit WhisperFlo Käfig bieten eine überzeugende Minderung aerodynamischer Geräusche in anspruchsvollen Dampfund Gasapplikationen mit hohen Differenzdrücken. Ein WhisperFlo Käfig in Verbindung mit einem passend ausgelegten
Ventilgehäuse ist in der Lage, den Geräuschpegel um bis zu -40 dBA zu reduzieren. Unter bestimmten Bedingungen kann sogar
eine Geräuschminderung von -50 dBA erreicht werden.
Technische Daten
Die typischen technischen Daten für diese Ventile sind in den Tabellen 1 und 2 aufgeführt. Die speziellen technischen Daten des
Ventils im Lieferzustand sind auf dem Typenschild des Antriebs zu finden, sofern das Ventil komplett mit Antrieb geliefert wurde.
Installation
WARNUNG
Um Personen- oder Sachschäden durch die plötzliche Freisetzung von Druck zu vermeiden, darf das Ventil nicht an einem
Ort installiert werden, an dem die in diesem Handbuch oder auf den entsprechenden Typenschildern angegebenen
Einsatzbedingungen überschritten werden können. Gemäß den gesetzlichen oder Industrie-Vorschriften und guter
Ingenieurspraxis sind Sicherheitsventile für den Überdruckschutz vorzusehen.
Zur Vermeidung von Personenschäden bei Einbauarbeiten stets Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augenschutz
tragen.
Etwaige zusätzliche Maßnahmen, die zum Schutz vor Prozessmedien zu treffen sind, sind mit dem zuständigen Prozessoder Sicherheitsingenieur abzuklären.
Bei Einbau in eine vorhandene Anlage auch die WARNUNG am Beginn des Abschnitts Wartung in dieser Betriebsanleitung
beachten.
VORSICHT
Die Ventilkonfiguration und die Werkstoffe wurden entsprechend der Kundenbestellung für ein bestimmtes Prozessmedium,
bestimmte Drücke, Differenzdrücke und Temperaturen ausgelegt. Da der zulässige Differenzdruck und der Temperaturbereich einiger Kombinationen aus Ventilkörper- und Innengarniturwerkstoffen eingeschränkt ist, darf das Ventil nicht unter
anderen Bedingungen eingesetzt werden, ohne vorher mit dem zuständigen Emerson Process Management Vertriebsbüro
Kontakt aufzunehmen.
WARNUNG
Beim Anheben des Ventils mit einem Hebezeug Nylonschlingen verwenden, um die Oberflächen zu schützen.
Die Schlingen sorgfältig positionieren, um Schäden an der Antriebsverrohrung und am Zubehör zu vermeiden. Außerdem
entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit keine Personen verletzt werden, falls Hebezeug oder Verzurrung
unerwartet abrutschen sollten. Ventilgewichte (ohne Antrieb) sind in Tabelle 6 angegeben. Die verwendeten Hebezeuge
und Ketten oder Seile müssen dem Ventilgewicht entsprechend ausgelegt sein.
1. Vor der Installation das Ventil und die zugehörigen Teile auf Beschädigungen und Fremdkörper untersuchen.
2. Darauf achten, dass der Innenraum des Ventilgehäuses sauber ist, dass die Rohrleitungen frei von Fremdkörpern sind und dass
der Durchfluss in Richtung des Pfeils an der Seite des Gehäuses erfolgt.
VORSICHT
Die Prozessflüssigkeit muss sauber sein, um eine lange Lebensdauer und einen effektiveren Betrieb zu gewährleisten.
Wenn das zu installierende Ventil über kleine interne Strömungskanäle verfügt, wie dies bei WhisperFlo, Whisper Trim
4
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
oder Cavitrol Käfigen der Fall ist, können Prozessmedien, die Verunreinigungen oder mitgeführte Feststoffe enthalten,
irreparable Erosionsschäden an den Sitzen verursachen oder die Käfigbohrungen und Strömungskanäle verstopfen, was zu
Kavitationsschäden führen kann. Beim Einbau des Ventils oder bei der Reinigung der Anlage sollte daher vor dem Ventil ein
Sieb eingebaut werden, um die Entfernung von Fremdkörpern aus der Rohrleitung zu verbessern.
3. Das Stellventil kann in beliebiger Lage installiert werden, vorausgesetzt, es liegen keine Einschränkungen durch seismische
Kriterien vor. Normalerweise wird das Ventil jedoch so installiert, dass sich der Antrieb senkrecht über dem Ventil befindet.
Andere Einbaulagen können zu ungleichmäßigem Verschleiß an Kegel und Käfig sowie zu Beeinträchtigung der Funktion
führen. Den Antrieb abstützen, wenn er nicht vertikal angeordnet ist. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem
Emerson Process Management Vertriebsbüro.
4. Bei der Installation des Ventils in die Rohrleitung die üblichen Methoden des Rohrleitungsbaus und anerkannte
Schweißverfahren anwenden. Elastomerteile im Ventilinneren können während des Einschweißens im Ventil verbleiben. Bei
geflanschten Ventilgehäusen geeignete Dichtungen zwischen den Ventil- und Rohrleitungsflanschen verwenden.
VORSICHT
Je nach verwendetem Ventilgehäusewerkstoff kann nach dem Einschweißen eine Wärmenachbehandlung erforderlich
sein. Hierdurch können Teile aus Elastomer oder Kunststoff beschädigt werden, ebenso metallische Innenteile. Auch
aufgeschrumpfte Teile oder Schraubverbindungen lösen sich eventuell. Vor einer durchzuführenden
Wärmenachbehandlung müssen alle Teile der Innengarnitur entfernt werden. Weitere Informationen sind beim
Emerson Process Management Vertriebsbüro erhältlich.
5. Bei einem Oberteil mit Leckanschluss den 1/4 NPT Rohrstopfen (Pos. 14, Abbildung 4) vom Oberteil entfernen, um die
Leckageleitung anschließen zu können.
6. Wenn der Anlagenbetrieb für Inspektions- oder Wartungsarbeiten am Ventil nicht unterbrochen werden soll, ist eine
Bypassleitung mit drei Ventilen zu installieren.
7. Bei getrenntem Versand von Antrieb und Ventil siehe die Montageanleitung für den Antrieb in der Betriebsanleitung des
Antriebs.
WARNUNG
Bei Leckage der Packung besteht Verletzungsgefahr. Die Ventilpackung wurde vor dem Versand festgezogen, jedoch muss
sie möglicherweise den Einsatzbedingungen entsprechend nachgezogen werden.
Ventile mit vorgespannter ENVIRO-SEALt Packung oder vorgespannter HIGH-SEAL ULF-Packung erfordern normalerweise keine
Nachjustierung zu Betriebsbeginn. Hinweise zu diesen Packungen sind in den entsprechenden Fisher Betriebsanleitungen für das
ENVIRO-SEAL-Packungssystem für Hubventile (D101642X012) bzw. für das vorgespannte HIGH-SEAL ULF-Packungssystem
(D101453X012) zu finden.
Wartung
Die Bauteile des Ventils unterliegen normalem Verschleiß und müssen nach Bedarf überprüft und ausgetauscht werden. Die
Häufigkeit der Überprüfung und Wartung hängt von den Einsatzbedingungen ab. Dieser Abschnitt enthält Anweisungen zur
Schmierung der Stopfbuchsenpackung, zur Wartung der Packung, zur Wartung der Innengarnitur, zum Läppen von Sitzflächen und
zur Wartung des Ventilkegels. Alle Wartungsarbeiten können bei in der Rohrleitung eingebautem Ventil vorgenommen werden.
WARNUNG
Personenschäden durch plötzliches Austreten von Prozessdruck vermeiden. Vor sämtlichen Wartungsarbeiten folgende
Hinweise beachten:
5
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
D Den Antrieb nicht vom Ventil entfernen, während das Ventil noch mit Druck beaufschlagt ist.
D Zur Vermeidung von Personenschäden bei Wartungsarbeiten stets Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und
Augenschutz tragen.
D Alle Leitungen für Druckluft, elektrische Energie oder Stellsignal vom Antrieb trennen. Sicherstellen, dass der Antrieb
das Ventil nicht plötzlich öffnen oder schließen kann.
D Bypass-Ventile verwenden oder den Prozess vollständig abstellen, um das Ventil vom Prozessdruck zu trennen. Auf
beiden Seiten der Armatur den Prozessdruck entlasten und das Prozessmedium ablassen.
D Den Stelldruck des Antriebs entlasten und die Vorspannung der Antriebsfeder, falls vorhanden, lösen.
D Mit Hilfe geeigneter Verriegelungen und Sperren sicherstellen, dass die oben getroffenen Maßnahmen während der
Arbeit an dem Gerät wirksam bleiben.
D Im Bereich der Ventilpackung befindet sich möglicherweise unter Druck stehende Prozessflüssigkeit, selbst wenn das
Ventil aus der Rohrleitung ausgebaut wurde. Beim Entfernen von Teilen der Stopfbuchsenpackung oder der
Packungsringe bzw. beim Lösen des Rohrstopfens am Gehäuse der Stopfbuchsenpackung kann unter Druck stehende
Prozessflüssigkeit herausspritzen.
D Etwaige zusätzliche Maßnahmen, die zum Schutz vor Prozessmedien zu treffen sind, sind mit dem zuständigen Prozessoder Sicherheitsingenieur abzuklären.
1. Das Stellventil vom Prozess trennen, den Druck auf beiden Seiten des Ventilgehäuses entlasten und das Prozessmedium auf
beiden Seiten des Ventils ablassen. Bei Verwendung eines Stellantriebs alle Druckleitungen zum Stellantrieb absperren und den
Druck am Antrieb entlasten. Verriegelungsverfahren verwenden, um Personenschäden bei Arbeiten am Gerät zu vermeiden.
Abbildung 2. Schmierventil und Schmier-/Absperrventil
31
SCHMIERVENTIL
31
10A9421-A
AJ5428-D
A0832-2
SCHMIER-/ABSPERRVENTIL
Hinweis
Wurden abgedichtete Teile demontiert oder gegeneinander verschoben, in jedem Fall beim Montieren eine neue Dichtung
einsetzen. Dies ist erforderlich, um die Dichtheit zu gewährleisten, da gebrauchte Dichtungen möglicherweise nicht mehr richtig
abdichten.
Hinweis
Ist das Ventil mit vorgespannter ENVIRO-SEAL-Packung oder vorgespannter HIGH-SEAL ULF-Packung ausgerüstet, sind die
Anweisungen zur Wartung der Packung der entsprechenden Fisher Betriebsanleitung für das ENVIRO-SEAL-Packungssystem für
Hubventile (D101642X012) bzw. das vorgespannte HIGH-SEAL ULF-Packungssystem (D101453X012) zu entnehmen.
6
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 3. Typische Stopfbuchsenpackungen
OBERER ABSTREIFER
(POS. 12)
OBERER ABSTREIFER (POS. 12)
PACKUNGSMANSCHETTE
(POS. 13)
PACKUNGSMANSCHETTE (POS. 13)
OBERER
ADAPTER
OBERER
ADAPTER
PACKUNGSRING
PACKUNGSRING
UNTERER
ADAPTER
UNTERER
ADAPTER
DISTANZSTÜCK
(POS. 8)
UNTERLEGSCHEIBE (POS. 10)
FEDER (POS. 8)
PACKUNGSGRUNDRING (POS. 11)
PACKUNGSGRUNDRING
(POS. 11)
UNTERER
ABSTREIFER
UNTERER
ABSTREIFER
FÜR METALL-STOPFBUCHSENTEILE AUS
ALLEN ANDEREN WERKSTOFFEN
FÜR METALL-STOPFBUCHSENTEILE
AUS EDELSTAHL S31600 ODER S17400
12A7837-A
EINFACHE PTFE-V-RING-PACKUNG
OBERER ABSTREIFER
(POS. 12)
PACKUNGSMAN­
SCHETTE (POS. 13)
OBERER ABSTREIFER (POS. 12)
UNTERER ADAPTER
(POS. 31)
PACKUNGSRING (POS. 7)
PACKUNGSMANSCHETTE (POS. 13)
OBERER ADAPTER
(POS. 32)
PACKUNGSRING (POS. 7)
LATERNENRING
(POS. 8)
LATERNENRING (POS. 8)
PACKUNGSGRUNDRING
(POS. 11)
12A7839-A
TYP 1
(ÜBERDRUCK)
PACKUNGSGRUNDRING (POS. 11)
TYP 2
(UNTERDRUCK)
TYP 3
(ÜBER- UND
UNTERDRUCK)
UNTERER ABSTREIFER
12A8173-A
SPINDEL 31,8 mm (1-1/4 Zoll)
SPINDEL 31,8 mm (1-1/4 Zoll)
PTFE-V-RINGDOPPELPACKUNG
PTFE-/KUNSTSTOFFPACKUNG
HINWEIS:
PACKUNGSSATZ (POS. 6) (FÜR DOPPELPACKUNGEN 2 SÄTZE ERFORDERLICH)
B2398
7
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 3. Typische Stopfbuchsenpackungen (Fortsetzung)
PACKUNGSMANSCHETTE (POS. 13)
PACKUNGSMANSCHETTE
(POS. 13)
GRAPHITBANDPACKUNGSRING (POS. 7)
GRAPHITBANDPACKUNGSRING (POS. 7)
GRAPHITFASERPACKUNGSRING (POS. 7)
GRAPHITFASERPACKUNGSRING (POS. 7)
LATERNENRING (POS. 8)
LATERNENRING (POS. 8)
PACKUNGSGRUNDRING (POS. 11)
PACKUNGSGRUNDRING
(POS. 11)
SPINDEL 31,8 mm (1-1/4 Zoll)
EINFACHE PACKUNG
SPINDEL 31,8 mm (1-1/4 Zoll)
DOPPELPACKUNG
GRAPHITBAND-/GRAPHITFASER-PACKUNG
HINWEIS:
KORROSIONSSCHUTZ-ZINKSCHEIBEN MIT 0,102 mm (0,004 Zoll) DICKE:
NUR EINE UNTER JEDEM GRAPHITBANDRING VERWENDEN
A6060
Schmierung der Packung
VORSICHT
Die Graphitpackung nicht schmieren. Die Graphitpackung ist selbstschmierend. Zusätzliche Schmierung kann zu einer
Slip-Stick-Bewegung des Ventils führen.
Bei Verwendung eines optionalen Schmier- oder Schmier-/Absperrventils (Abbildung 2) für PTFE-/Kunststoffpackungen oder
andere Packungen wird dieses anstelle des 1/4 NPT Rohrstopfens (Pos. 14, Abbildung 4) installiert. Ein Schmiermittel auf
Silikonbasis verwenden. Zum Schmieren mithilfe des Schmierventils die Kopfschraube im Uhrzeigersinn drehen, wodurch das
Schmiermittel in die Stopfbuchse gepresst wird. Das Schmier-/Absperrventil funktioniert in derselben Weise mit der Ausnahme,
dass das Absperrventil zunächst geöffnet und nach dem Schmiervorgang wieder geschlossen werden muss.
Wartung der Packung
Dieses Verfahren gilt nicht für ENVIRO-SEAL- bzw. HIGH-SEAL-Packungen; Informationen zu diesen Packungsarten sind in
separaten Betriebsanleitungen zu finden.
Die Positionsnummern sind, sofern nicht anders angegeben, in Abbildung 3 zu finden.
Bei der federbelasteten einfachen PTFE-V-Ring- Packung übt die Feder (Pos. 8) eine Abdichtkraft auf die Packung aus. Wird um die
Packungsmanschette (Pos. 13) herum eine Leckage festgestellt, überprüfen, ob der Ansatz an der Packungsmanschette das
Oberteil berührt. Berührt der Ansatz das Oberteil nicht, die Muttern der Stopfbuchsenbrille (Pos. 5, Abbildung 4) festziehen, bis der
Ansatz am Oberteil anliegt. Falls die Leckage dadurch nicht beseitigt werden kann, muss die Packung wie unter Austausch der
Packung beschrieben ausgetauscht werden.
Tritt bei nicht federbelasteten Packungen eine unerwünschte Leckage auf, zuerst versuchen, durch Festziehen der Muttern der
Stopfbuchsenbrille die Leckage zu begrenzen und eine Abdichtung an der Spindel zu erreichen.
Ist die Packung relativ neu, sitzt stramm auf der Ventilspindel und das Festziehen der Muttern der Stopfbuchsenbrille stoppt die
Leckage nicht, ist die Ventilspindel möglicherweise verschlissen oder weist Einkerbungen auf, sodass sie nicht abgedichtet werden
8
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
kann. Der Oberflächenzustand einer Ventilspindel ist ausschlaggebend für eine gute Abdichtung der Packung. Tritt die Leckage am
Außenumfang der Packung auf, wird die Leckage möglicherweise durch Einkerbungen oder Kratzer an der Wand der Stopfbuchse
verursacht. Bei den folgenden Arbeiten die Ventilspindel und die Wand der Stopfbuchse auf Einkerbungen und Kratzer überprüfen.
Austausch der Packung
1. Das Stellventil vom Druck in der Rohrleitung trennen, den Druck auf beiden Seiten des Ventilgehäuses entlasten und das
Prozessmedium auf beiden Seiten des Ventils ablassen. Bei Verwendung eines Stellantriebs alle Druckleitungen zum Stellantrieb
absperren und den Druck am Antrieb entlasten. Verriegelungsverfahren verwenden, um Personenschäden bei Arbeiten am
Gerät zu vermeiden.
2. Falls vorhanden, die Leckageleitungen vom Oberteil trennen. Das Spindelschloss lösen und dann den Antrieb vom Ventil
demontieren, indem die Sechskantmuttern (Pos. 26, Abbildung 4) abgeschraubt werden.
3. Die Muttern der Stopfbuchsenbrille (Pos. 5, Abbildung 4) lockern, sodass die Packung nicht stramm auf der Ventilspindel sitzt.
Alle Teile der Hubanzeige und die Kontermuttern der Spindel vom Gewinde der Ventilspindel entfernen.
VORSICHT
Darauf achten, dass Ventilkegel und -spindel beim Anheben des Oberteils nicht herausfallen und eine Beschädigung der
Sitze verursachen.
Beim Anheben des Oberteils (Pos. 1, Abbildung 4) darauf achten, dass der Ventilkegel mit der Spindel im Ventil und auf dem
Sitzring bleibt oder vorübergehend eine Spindelkontermutter auf die Ventilspindel schrauben. Diese Kontermutter
verhindert, dass Ventilkegel und -spindel aus dem Oberteil herausrutschen.
WARNUNG
Zur Vermeidung von Personen- oder Sachschäden durch unkontrollierte Bewegungen des Oberteils das Oberteil gemäß
den im nächsten Schritt folgenden Anweisungen lockern. Ein klemmendes Oberteil darf nicht durch Ziehen mit einem
Hilfsmittel entfernt werden, das sich dehnen oder in irgendeiner Form Energie speichern kann. Das plötzliche Freisetzen
der gespeicherten Energie kann zu einer unkontrollierten Bewegung des Oberteils führen. Falls der Käfig im Oberteil
festsitzt, beim Ausbau des Oberteils besonders vorsichtig vorgehen.
Hinweis
Der folgende Schritt bietet eine zusätzliche Sicherheit dafür, dass der Druck des Prozessmediums im Ventil vollständig abgebaut ist.
4. Das Oberteil ist mit Sechskantmuttern (Pos. 16, Abbildung 5 oder 6) am Ventilgehäuse befestigt. Diese Muttern oder
Kopfschrauben etwa 3 mm (1/8 Zoll) lockern. Dann die Dichtungsverbindung zwischen Ventilgehäuse und -oberteil lockern;
hierzu entweder das Oberteil hin- und herkippen oder mit einem zwischen Oberteil und Ventilgehäuse eingeführten Werkzeug
loshebeln. Das Hebelwerkzeug rund um das Oberteil herum an mehreren Stellen ansetzen, bis sich das Oberteil lockert. Wenn
an der Verbindung kein Prozessmedium austritt, die Muttern vollständig entfernen, und das Oberteil (Pos. 1, Abbildung 4)
vorsichtig abheben.
5. Das Oberteil auf eine schützende Fläche setzen, um Schäden an der Dichtfläche des Oberteils zu verhindern.
6. Bei jedem Ausbau des Oberteils, stets die Oberteildichtung und die Käfigdichtung (Pos. 10 und 11, Abbildungen 5 und 6)
ersetzen. Die Oberteildichtung entfernen.
7. Den Ventilkegel mit Spindel aus dem Ventilgehäuse heben und auf eine schützende Oberfläche setzen. Bei geplanter
Wiederverwendung des Ventilkegels die Sitzfläche des Ventilkegels schützen, um Kratzer zu vermeiden.
8. Schrauben oder Bolzen in die Gewindebohrungen in der Oberseite des Käfigs (Pos. 3) einschrauben und den Käfig vorsichtig aus
dem Ventilgehäuse heben. Die Käfigdichtung (Pos. 11) abnehmen.
9. Wenn weitere Wartungsarbeiten an der Innengarnitur erforderlich sind, gemäß Abschnitt Wartung der Innengarnitur fortfahren.
9
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 4. Typisches Oberteil eines Durchgangsventils
CU4317
Tabelle 3. Drehmoment für die Muttern der Stopfbuchsenbrille bei Packungen ohne Feder
DURCHMESSER DER
VENTILSPINDEL
mm
31,8
GRAPHIT-PACKUNG
DRUCKSTUFE
(CLASS)
Mindest-Drehmoment
Zoll
1-1/4
150 und 300
600
900
PTFE-PACKUNG
Maximales Drehmoment
Mindest-Drehmoment
Maximales
Drehmoment
Nm
Lbf-ft
Nm
Lbf-ft
Nm
Lbf-ft
Nm
Lbf-ft
33
45
56
24.3
33.2
41.3
49
67
83
36.1
49.4
61.2
16
21
27
11.8
15.5
19.9
25
33
41
18.4
24.3
30.2
Tabelle 4. Drehmoment für die Bolzen der Gehäuse-/Oberteilverbindung
NENNWEITE, NPS
DRUCKSTUFE (CLASS)
12, 16 x 12
16
16
20 x 16, 24 x 16
20 x 16
20, 24 x 20
150 - 600
150 - 600
900
150 - 600
900
150 - 600
DREHMOMENT(1)
Nm
Lbf-ft
1750
2800
1750
2800
1750
4240
1290
2070
1290
2070
1290
3130
1. Für Bolzenwerkstoffe B7, B7M, B16 und 660. Drehmomente für andere Werkstoffe sind auf Anfrage bei Ihrem Emerson Process Management Vertriebsbüro erhältlich.
VORSICHT
Um Schäden im Ventilinneren, an der Wand der Stopfbuchse und an den Packungsoberflächen zu vermeiden, die folgenden
drei Schritte befolgen.
10
Betriebsanleitung
D102010X0DE
EU- und EW-Ventile
Juli 2014
10. Die Öffnung im Ventilgehäuse abdecken, um die Dichtfläche zu schützen und um zu verhindern, dass Fremdkörper in das
Innere des Ventilgehäuses gelangen.
11. Die Muttern der Stopfbuchsenbrille, die Stopfbuchsenbrille, den oberen Abstreifer und die Packungsmanschette (Pos. 5, 3, 12
und 13, Abbildung 4) entfernen. Die verbliebenen Packungsteile mit einem abgerundeten Stab oder einem anderen Werkzeug,
das keine Kratzer an der Wand der Stopfbuchse verursacht, vorsichtig von der Ventilseite des Oberteils aus herausdrücken. Die
Stopfbuchse und die Metallteile der Packung reinigen.
12. Das Gewinde der Ventilspindel und die Oberfläche der Stopfbuchse auf scharfe Kanten untersuchen, die die Packung
beschädigen können. Kratzer oder Grate können zur Leckage der Stopfbuchse führen oder die neue Packung beschädigen.
Wenn der Oberflächenzustand durch leichtes Schmirgeln oder Honen mit einem Honwerkzeug für Kfz-Bremszylinder oder
einem ähnlichen Werkzeug nicht verbessert werden kann, die beschädigten Teile austauschen.
13. Die Abdeckung zum Schutz des Ventilinneren entfernen und eine neue Käfigdichtung (Pos. 11, Abbildung 5 und 6) einlegen;
dabei darauf achten, dass die Auflageflächen der Dichtung sauber und glatt sind.
14. Die Teile der Innengarnitur gemäß den zutreffenden Anweisungen im Abschnitt Einbau der Innengarnitur wieder einbauen.
Eine neue Oberteildichtung (Pos. 10, Abbildung 5 und 6) einlegen.
Hinweis
Durch die korrekte Vorgehensweise beim Festziehen der Schrauben in Schritt 15 werden die Oberteil- und Käfigdichtung (Pos. 10
und 11, Abbildung 5 und 6) so weit zusammengedrückt, dass die Verbindung zwischen Gehäuse und Oberteil abdichtet.
Zum Festziehen der Muttern bzw. Schrauben in Schritt 15 gehört unter anderem, darauf zu achten, dass die Gewinde der
Stehbolzen sauber sind und dass die Sechskantmuttern über Kreuz auf den Stehbolzen festgezogen werden. Aufgrund der
Eigenschaften der Dichtungen kann sich durch das Festziehen einer Mutter eine benachbarte Mutter wieder lockern. Die Muttern
mehrere Male über Kreuz festziehen, bis jede Mutter korrekt festgezogen und die Verbindung zwischen Ventilkörper und Oberteil
zuverlässig abgedichtet ist.
Hinweis
Bolzen und Muttern sollten so montiert werden, dass das Markenzeichen und die Kennzeichnung der Werkstoffgüte sichtbar sind,
um einen einfachen Vergleich zwischen den ausgewählten und in der Serienkarte von Emerson/Fisher dokumentierten
Werkstoffen für dieses Produkt zu ermöglichen.
WARNUNG
Personen- oder Sachschäden sind möglich, wenn die falschen Werkstoffe für Bolzen und Muttern bzw. falsche Teile
verwendet werden. Dieses Produkt nicht mit Bolzen oder Muttern betreiben oder zusammenbauen, die nicht von
Emerson/Fisher Engineering zugelassen und/oder nicht auf der dem Produkt beiliegenden Serienkarte aufgeführt sind. Die
Verwendung nicht zugelassener Werkstoffe und Teile kann zu einer Materialbeanspruchung führen, die die Auslegungsoder gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für diesen bestimmten Einsatz übersteigt. Die Bolzen so montieren, dass die
Werkstoffgüte und die Herstellerkennzeichnung sichtbar sind. Wenden Sie sich umgehend an einen Vertreter von
Emerson Process Management, wenn eine Diskrepanz zwischen eigentlichen und zugelassenen Teilen angenommen wird.
15. Die Stehbolzen (Pos. 15, Abbildung 5 und 6) mit Anti-Seize-Paste schmieren, das Oberteil über die Spindel und auf die
Stehbolzen setzen und mit den Muttern (Pos. 16, Abbildung 5 und 6) festschrauben. Dabei das Festziehen der Schrauben unter
Anwendung der üblichen Verfahren so vornehmen, dass die Verbindung zwischen Ventilkörper und Oberteil den Prüfdrücken
und den Betriebsbedingungen standhält. Siehe Tabelle 4 bzgl. der empfohlenen Drehmomente.
16. Die neue Packung und die Metallteile des Stopfbuchse je nach Anordnung gemäß Abbildung 3 einbauen. Ein Rohr mit
abgerundeten Kanten über die Spindel stülpen und jedes der weichen Packungsteile eines nach dem anderen vorsichtig in die
Stopfbuchse schieben. Dabei sicherstellen, dass zwischen benachbarten weichen Teilen keine Luft eingeschlossen wird.
17. Die Packungsmanschette, den oberen Abstreifer und die Stopfbuchsenbrille (Pos. 13, 12 und 3, Abbildung 4) einbauen. Die
Stehbolzen der Stopfbuchsenbrille (Pos. 4, Abbildung 4) und die Kontaktflächen der Muttern der Stopfbuchsenbrille (Pos. 5,
Abbildung 4) mit Schmiermittel versehen. Die Muttern der Stopfbuchsenbrille auf die Stehbolzen schrauben.
11
EU- und EW-Ventile
Juli 2014
Betriebsanleitung
D102010X0DE
18. Federbelastete PTFE V-Ring-Packung: Die Muttern der Stopfbuchsenbrille so weit festziehen, bis der Ansatz an der
Packungsmanschette (Pos. 13, Abbildung 4) das Oberteil berührt.
Graphitpackung: Die Muttern der Stopfbuchsenbrille mit dem in Tabelle 3 empfohlenen maximalen Drehmoment festziehen. Dann
die Muttern lockern und mit dem in Tabelle 3 empfohlenen Mindest-Drehmoment festziehen.
Andere Packungsarten: Die Muttern der Stopfbuchsenbrille abwechselnd in kleinen Schritten anziehen, bis eine der Muttern das in
Tabelle 3 empfohlene Mindest-Drehmoment erreicht hat. Dann die andere Mutter festziehen, bis die Stopfbuchsenbrille (Pos. 3,
Abbildung 4) sich in einem Winkel von 90 Grad zur Ventilspindel befindet.
19. Den Antrieb auf das Ventil montieren und den Antrieb sowie die Ventilspindel gemäß der Betriebsanleitung für den jeweiligen
Antrieb wieder anschließen. Den Bereich um die Packungsmanschette bei Inbetriebnahme des Ventils auf Leckage überprüfen.
Die Muttern der Stopfbuchsenbrille falls erforderlich nachziehen.
Wartung der Innengarnitur
Ausbau der Innengarnitur
Sofern nicht anders angegeben, sind die Positionsnummern für Ventile EUT-2 und EWT-2 in diesem Abschnitt in Abbildung 5 und
für Ventile EUD und EWD in Abbildung 6 zu finden.
1. Das Stellventil vom Druck in der Rohrleitung trennen, den Druck auf beiden Seiten des Ventilgehäuses entlasten und das
Prozessmedium auf beiden Seiten des Ventils ablassen. Bei Verwendung eines Stellantriebs alle Druckleitungen zum Stellantrieb
absperren und den Druck am Antrieb entlasten. Verriegelungsverfahren verwenden, um Personenschäden bei Arbeiten am
Gerät zu vermeiden.
2. Den Antrieb und das Oberteil gemäß den Schritten 2 bis 5 des Arbeitsablaufes zum Austausch der Packung abbauen.
VORSICHT
Darauf achten, dass keine Dichtflächen beschädigt werden.
Der Oberflächenzustand der Ventilspindel (Pos. 7) ist ausschlaggebend für eine gute Abdichtung der Packung. Die
Innenfläche des Käfigs oder der Käfigeinheit (Pos. 3) ist ausschlaggebend für gleichmäßigen Lauf des Ventilkegels und
Abdichtung durch den Dichtring (Pos. 28). Die Sitzflächen des Ventilkegels (Pos. 2) und des Sitzrings (Pos. 9) sind
ausschlaggebend für den dichten Abschluss des Ventils. Sofern bei erster Überprüfung keine Schäden an diesen Teilen
feststellbar sind, ist davon auszugehen, dass sie in gutem Zustand sind und entsprechend gegen Beschädigungen geschützt
werden müssen.
3. Packungsteile können, falls gewünscht, entfernt werden. Diese Teile nach dem Verfahren Austausch der Packung austauschen.
4. Den Ventilkegel mit Spindel aus dem Ventilgehäuse heben und auf eine schützende Oberfläche setzen. Bei geplanter
Wiederverwendung des Ventilkegels die Sitzfläche des Ventilkegels schützen, um Kratzer zu vermeiden.
5. Die Schrauben oder Bolzen in die Gewindebohrungen in der Oberseite des Käfigs (Pos. 3) einschrauben und den Käfig vorsichtig
aus dem Ventilgehäuse heben. Die Dichtungen (Pos. 10 und 11) abnehmen.
6. Je nach Ventiltyp wie folgt vorgehen:
EUT-2 oder EWT-2 (Abbildung 5): Das Ventil hat einen Sitzring-Dichtring (Pos. 6). Den Dichtring prüfen und ggf. ausbauen, wenn er
ausgetauscht werden muss. Der Sitzring ist in den Käfig eingeschraubt und mit zwei Punktschweißungen (eine pro Käfigseite)
fixiert. Die Punktschweißungen durch Abschleifen oder Abfeilen entfernen.
D Bei allen Nennweiten außer NPS 12 und 16 x 12 befinden sich Schlitze im Sitzring. Eine Stange durch die Schlitze einführen und den
Sitzring aus dem Käfig drehen.
D Bei Nennweite NPS 12 und 16 x 12 befinden sich zwei 3/8-Zoll-Bohrungen mit UNC-Gewinde in der Unterseite des Sitzrings.
Kopfschrauben in diese Löcher einschrauben. Eine Stange gegen die Kopfschrauben drücken und den Sitzring aus dem Käfig
drehen.
12
Betriebsanleitung
D102010X0DE
EU- und EW-Ventile
Juli 2014
EUD, EWD, EUT und EWT (Abbildung 6): Die Sitzring-Kopfschrauben (Pos. 49) herausschrauben. Schrauben oder Bolzen in die
Gewindebohrungen in der Oberseite des Sitzrings (Pos. 9) eindrehen und den Ring vorsichtig aus dem Ventilgehäuse heben. Die
Dichtung (Pos. 13) entfernen.
7. Alle Teile auf Verschleiß und Beschädigung prüfen, welche die ordnungsgemäße Funktion des Ventils verhindern können. Die
Teile der Innengarnitur austauschen oder nach den weiter unten beschriebenen Verfahren zum Läppen von Sitzflächen oder zur
Wartung des Ventilkegels reparieren.
Läppen von Sitzflächen
Bei metallischen Sitzen ist eine gewisse Leckage zu erwarten. Bei übermäßiger Leckage kann der Zustand der Sitzflächen des
Ventilkegels und Sitzrings jedoch durch Läppen verbessert werden. (Tiefe Einkerbungen sollten maschinell bearbeitet und nicht
weggeschliffen werden.) Eine qualitativ hochwertige Läpppaste aus einer Mischung von 280er bis 600er Körnung verwenden.
Die Läpppaste unten am Ventilkegel auftragen.
Das Ventil so weit montieren, dass der Käfig bzw. die Käfigeinheit eingebaut und das Oberteil am Ventilgehäuse festgeschraubt ist.
Aus einem Stück Bandeisen, das mit Muttern an der Ventilspindel befestigt wird, kann ein einfacher Griff angefertigt werden. Zum
Läppen der Sitze den Griff abwechselnd hin und her drehen. Nach dem Läppen das Oberteil entfernen und die Sitzflächen reinigen.
Das Ventil wie im Abschnitt Einbau der Innengarnitur beschrieben komplett montieren und die Dichtheit des Abschlusses testen.
Falls die Leckage noch immer zu hoch ist, das Läppen wiederholen.
Wartung des Ventilkegels
Sofern nicht anders angegeben, sind die Positionsnummern in diesem Abschnitt für Ventile EUT-2 und EWT-2 in Abbildung 5 und
für Ventile EUD und EWD in Abbildung 6 zu finden.
VORSICHT
Bei Ventilen mit PTFE-Ventilkegel-Dichtring (Pos. 28, Abbildung 5, 6 oder 7) darauf achten, dass die Oberflächen der
Ringnut im Ventilkegel und des neuen Dichtrings nicht beschädigt werden, da der neue Dichtring sonst möglicherweise
nicht richtig abdichtet.
1. Den Ventilkegel (Pos. 2) wie im Abschnitt Ausbau der Innengarnitur beschrieben ausbauen.
2. Bei Ventilen mit Dichtring den Dichtring (Pos. 28, Abbildung 5, 6 oder 7) vorsichtig aus der Nut im Kegel heraushebeln oder
herausschneiden.
Den federbelasteten Ersatz-Dichtring je nach Durchflussrichtung mit der offenen Seite zur Ober- oder Unterseite des Ventilkegels
zeigend einbauen. Die offene Seite des Dichtrings muss bei Ausführungen mit Durchflussrichtung aufwärts nach oben (zum
Antrieb) und bei Ausführungen mit Durchflussrichtung abwärts nach unten zeigen.
Den Dichtring vor der Montage mit einem Mehrzweck-Schmiermittel auf Lithiumbasis schmieren. Den Dichtring dann vorsichtig
dehnen und über die Oberkante des Ventilkegels schieben. Das PTFE-Material im Dichtring muss während des Dehnens
ausreichend Zeit für den Kaltfluss haben; daher nicht ruckartig am Ring ziehen. Durch das Dehnen des Dichtrings über den
Ventilkegel scheint der Ring locker in der Nut zu liegen; der Ring zieht sich jedoch nach dem Einsetzen des Kegels in den Käfig auf
seine Originalgröße zusammen.
3. Bei Ventilen mit Kolbenring besteht jeder Kolbenring (Pos. 28, Abbildung 5, 6 oder 7) aus zwei Hälften. Die beiden Teilehälften
entfernen.
Ein neuer Graphit-Kolbenring wird als Ring aus einem Stück geliefert und muss in zwei ungefähr gleich große Teile gebrochen
werden. Hierzu den Ring an die Kante einer glatten, harten Oberfläche legen und mit einem Hammer auf den überstehenden Teil
schlagen. Beim Einsetzen der Ringteile in die Nut des Ventilkegels darauf achten, dass die gebrochenen Enden zueinander passen.
13
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 5. Typisches Fisher Ventil EUT‐2 oder EWT‐2
KÄFIG
(POS. 3)
VENTILKEGEL
(POS. 2)
DICHTRING
(POS. 28)
ANSICHT A
DICHTRING FÜR
EUT‐2 UND EWT‐2 VENTILKEGEL
A
E1488
HINWEIS:
DIE ÖFFNUNG DES DICHTRINGS MUSS BEI AUSFÜHRUNGEN MIT DURCHFLUSSRICHTUNG ABWÄRTS ZUM SITZRING UND BEI AUSFÜHRUNGEN MIT
1
DURCHFLUSSRICHTUNG AUFWÄRTS ZUM ANTRIEB ZEIGEN.
VORSICHT
Keinesfalls eine alte Spindel (Pos. 7) für einen neuen Ventilkegel verwenden. Die Verwendung einer alten Spindel mit
einem neuen Ventilkegel erfordert eine neue Stiftbohrung in der Spindel. Diese Bohrung reduziert die Stabilität der Spindel
und kann zu einem Ausfall der Spindel führen. Ein gebrauchter Ventilkegel kann jedoch mit einer neuen Spindel
weiterverwendet werden.
4. Zum Austausch der Ventilspindel (Pos. 7) den Stift (Pos. 8) herausbohren und die Spindel vom Ventilkegel abschrauben.
14
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
5. Die neue Spindel fest in den Ventilkegel einschrauben. Die in diesem Ventil verwendete 31,8 mm (1-1/4 Zoll) Spindel mit einem
1/4-Zoll-Bohrer durchbohren. Die Bohrung im Ventilkegel als Führung verwenden. Bohrspäne und Grat entfernen und einen
neuen Stift zur Fixierung der Baugruppe eindrücken.
Einbau der Innengarnitur
Die Positionsnummern sind, sofern nicht anders angegeben, in Abbildung 5 und 6 zu finden.
1. Je nach Ventiltyp wie folgt vorgehen:
Ventile EUT-2 oder EWT-2:
Bei allen Nennweiten außer NPS 12 und 16 x 12: Den Sitzring (Pos. 9) mit einer durch die Sitzringschlitze eingeführten Stange in den
Käfig (Pos. 3) eindrehen.
Bei Nennweite NPS 12 und 16 x 12: Kopfschrauben in die beiden 3/8-Zoll-Bohrungen mit UNC-Gewinde in der Unterseite des
Sitzrings (Pos. 9) schrauben. Eine Stange gegen die Kopfschrauben drücken und den Sitzring (Pos. 9) in den Käfig (Pos. 3) drehen.
Bei allen Nennweiten: Den Sitzring mit einer Heftschweißung mit minimaler Wärme am Käfig anschweißen. Es sind zwei
Heftschweißungen von 6 mm (1/4 Zoll) Länge im Abstand von 180 Grad erforderlich. Den Sitzring-Dichtring (Pos. 6) bei Cavitrol III
Innengarnituren und bei Standardkäfigen mit Durchflussrichtung abwärts mit der offenen Seite zur Ventilspindel zeigend
einbauen. Den Dichtring bei Whisper Trim III, WhisperFlo und Standardkäfigen mit Durchflussrichtung aufwärts umgekehrt
einbauen. Den Dichtring mit Mehrzweck-Schmiermittel auf Lithiumbasis schmieren und am unteren Ende des Sitzrings anbringen.
Den Dichtring an einer Stelle der Nut im Sitzring ansetzen und vorsichtig über den Sitzring drücken.
Bei Ventilen EUD und EWD (Abbildung 6) sowie EUT und EWT (Abbildung 7): Die Sitzringdichtung (Pos. 13) einlegen.
Vorübergehend Schrauben oder Bolzen in die Gewindebohrungen des Sitzrings (Pos. 9) eindrehen und darauf achten, dass die
Sitzfläche nach oben zeigt. Den Sitzring in das Ventilgehäuse einsetzen. Die provisorischen Schrauben oder Bolzen entfernen.
Den Sitzring (Pos. 9) mit den Kopfschrauben (Pos. 49) befestigen. Die Schrauben über Kreuz anziehen: bei Ventilen in Nennweite
NPS 12 und 16 x 12 mit einem Drehmoment von 39 Nm (29 lbf-ft) und bei Ventilen in Nennweite NPS 16 bis 24 x 20 mit 92 Nm
(68 lbf-ft).
2. Die Käfigdichtung (Pos. 11) in das Ventil legen. Vorübergehend Schrauben oder Bolzen in die Gewindebohrungen in der
Oberseite des Käfigs (Pos. 3) eindrehen, um den Einbau in das Ventil zu erleichtern. Es ist keine bestimmte Ausrichtung der
Käfigfenster in Bezug auf den Ventilkörper erforderlich.
Bei Ventilen EUT-2 oder EWT-2 vorsichtig vorgehen, um bei der Handhabung der schweren Teile eine Beschädigung des
Sitzring-Dichtrings und der Dichtfläche des Käfigs zu vermeiden. Den Sitzring-Dichtring am Außenumfang mit Lithium-Schmierfett
versehen, um das Einsetzen des Käfigs bzw. der Käfigeinheit in das Ventil zu erleichtern.
3. Den Ventilkegel (Pos. 2) mit Spindel in den Käfig einsetzen.
Bei Ventilen mit Dichtring darauf achten, dass der Ventilkegel-Dichtring (Pos. 28) in die Eingangsanfasung oben am Käfig bzw. an
der Käfigeinheit hineingleitet, um eine Beschädigung des Rings zu vermeiden.
Bei Ventilen mit Kolbenringen darauf achten, dass die Ringe vollständig in den Kolbenringnuten liegen und bündig mit dem
Außendurchmesser des Ventilkegels abschließen.
4. Die Oberteildichtung (Pos. 10) einlegen.
VORSICHT
Wenn die Packung weiter verwendet werden soll und nicht aus dem Oberteil ausgebaut wurde, bei der Montage des
Oberteils vorsichtig vorgehen, um eine Beschädigung der Packung durch das Gewinde der Ventilspindel zu vermeiden.
5. Das Oberteil auf das Ventilgehäuse montieren und den Zusammenbau gemäß den Schritten 15 bis 19 des Verfahrens unter
Austausch der Packung abschließen. Dabei die Schritte 16 und 17 auslassen, wenn keine neue Packung eingebaut wird, und
unbedingt den Hinweis vor Schritt 15 beachten.
15
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 6. Typisches Fisher EUD-Ventil
KÄFIG
(POS. 3)
VENTILKEGEL
(POS. 2)
KOLBENRINGE
(POS. 28)
ANSICHT A
KOLBENRINGE FÜR
EUD UND EWD VENTILKEGEL
A
SCHMIERMITTEL AUFTRAGEN
B2411
B2411-1
16
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 7. Typisches Fisher EUT- oder EWT-Ventil mit Option HTS1
2
2
27
27
29
29
28
28
DURCHFLUSSRICHTUNG
AUFWÄRTS
21B2120-A
A6137
DURCHFLUSSRICHTUNG
ABWÄRTS
PEEK ANTI-EXTRUSIONSRINGE
ANSICHT A
DICHTRING FÜR EUT UND EWT
VENTILKEGEL
A
E1489
17
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 8. Fisher Ventil EUD und EWD mit Bore Seal Innengarnitur
HALTER
HALTER
KOLBENRING
KOLBENRING
KÄFIG
KÄFIG
SITZBEREICH
SITZBEREICH
VENTILKEGEL
VENTILKEGEL
BORE SEAL
DURCHFLUSSRICHTUNG ABWÄRTS
BORE SEAL
DURCHFLUSSRICHTUNG AUFWÄRTS
Umrüstung auf Bore Seal Innengarnitur
Hinweis
Bei einem Ventil mit Bore Seal Innengarnitur wird mehr Schubkraft des Antriebs benötigt. Vor dem Einbau einer Bore Seal
Innengarnitur in ein vorhandenes Ventil Kontakt mit dem zuständigen Emerson Process Management Vertriebsbüro aufnehmen,
um die neue erforderliche Antriebskraft berechnen zu lassen.
Den neuen Ventilkegel/Halter (mit der Bore Seal Kegeldichtung) gemäß den folgenden Anweisungen montieren:
VORSICHT
Zur Vermeidung von Leckage bei der Wiederinbetriebnahme des Ventils alle Dichtflächen der neuen Teile der
Innengarnitur beim Zusammenbau der Einzelteile und beim Einbau in den Ventilkörper mit Hilfe geeigneter Maßnahmen
und Materialien vor Beschädigung schützen.
1. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel am Innenumfang der Bore Seal Kegeldichtung aufbringen.
Außerdem den Ventilkegel am Außenumfang dort mit Schmiermittel versehen, wo die Bore Seal Kegeldichtung in die richtige
Dichtposition (Abbildung 8) gedrückt werden muss.
2. Um eine zuverlässige Abdichtung zu erreichen, die Bore Seal Kegeldichtung entsprechend der Durchflussrichtung durch das
Ventil ausrichten.
D Die offene Seite der Bore Seal Kegeldichtung muss bei einem Ventil mit aufwärts gerichtetem Durchfluss (Abbildung 8) nach
oben zeigen.
D Die offene Seite der Bore Seal Kegeldichtung muss bei einem Ventil mit abwärts gerichtetem Durchfluss (Abbildung 8) nach
unten zeigen.
3. Die Bore Seal Kegeldichtung oben auf den Ventilkegel legen. Mit Hilfe des Halters lässt sich die Bore Seal Dichtung auf dem
Kegel gleichmäßig nach unten drücken (Abbildung 8). Die Bore Seal Dichtung nicht mit übermäßiger Kraft auf den Kegel
drücken. Bei Ventilen mit abwärts gerichtetem Durchfluss mit Schritt 5 fortfahren.
4. In die Bore Seal Dichtung muss ein Einbauwerkzeug (siehe Tabelle 5) eingelegt werden, bevor sie mit dem Halter auf den Kegel
gedrückt wird.
18
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 9. Einbauwerkzeug für Bore Seal Dichtung
E
F
A
B
G
C
H
D
GE22109-A
Tabelle 5. Abmessungen, Einbauwerkzeug für Bore Seal Dichtung
Abmessungen, Zoll (siehe Abbildung 9)
VENTILSITZWEITE, ZOLL
A
B
C
D
E
F
G
H
WerkzeugTeilenummer
10,00
10,12
9,7
9,80 - 9,82
10,02 - 10,00
0,10
0,10
0,32
R,06
GE17914X012
11,00
(1)
14,00
(1)
14,75
14,84
14,424 - 14,416
14,516 - 14,536
14,736 - 14,716
0,10
0,10
0,32
R,05
GE34073X012
16,25
(1)
-
18,25
(1)
-
19,75
(1)
-
1. Diese Abmessungen erfragen Sie bitte beim Emerson Process Management Vertriebsbüro.
5. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel auf das Gewinde des Ventilkegels aufbringen. Dann den Bore Seal
Halter auf den Kegel schrauben und mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Bandschlüssel festziehen. Bei Ventilen mit
abwärts gerichtetem Durchfluss mit Schritt 7 fortfahren.
6. Den Halter und dann das Einbauwerkzeug entfernen. Den Bore Seal Halter wieder auf den Kegel schrauben und mit einem
geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Bandschlüssel festziehen.
7. Das Gewinde mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Körner oben am Ventilkegel an einer Stelle (Abbildung 10)
verkörnen, um den Bore Seal Halter gegen Losdrehen zu sichern.
8. Den neuen Kegel/Halter mit der Bore Seal Dichtung gemäß den zutreffenden Anweisungen im Abschnitt Einbau der
Innengarnitur in diesem Handbuch an die neue Spindel anschrauben.
9. Die Kolbenringe gemäß den Anweisungen im Abschnitt Einbau der Innengarnitur in diesem Handbuch einbauen.
10. Ventilantrieb und Oberteil des vorhandenen Ventils gemäß den zutreffenden Anweisungen im Abschnitt Austausch der
Packung in diesem Handbuch demontieren.
19
EU- und EW-Ventile
Betriebsanleitung
Juli 2014
D102010X0DE
VORSICHT
Die vorhandene Ventilspindel nur vom Ventilkegel lösen, wenn der Austausch der Ventilspindel vorgesehen ist.
Keinesfalls eine alte Ventilspindel für einen neuen Ventilkegel verwenden oder eine Ventilspindel wieder einbauen,
nachdem sie ausgebaut wurde. Beim Austausch einer Ventilspindel muss für den Stift ein neues Loch in die Spindel gebohrt
werden. Diese Bohrung reduziert die Stabilität der Spindel und kann zu einem Ausfall des Ventils führen. Ein bereits
gebrauchter Ventilkegel kann jedoch zusammen mit einer neuen Ventilspindel verwendet werden.
11. Die vorhandene Ventilspindel mit Kegel, den Käfig und den Sitzring gemäß der zutreffenden Anweisungen im Abschnitt
Ausbau der Innengarnitur in diesem Handbuch aus dem Ventilkörper ausbauen.
12. Alle Dichtungen gemäß den zutreffenden Anweisungen im Abschnitt Einbau der Innengarnitur in diesem Handbuch
austauschen.
13. Die neuen Teile Sitzring, Käfig, Ventilkegel/Halter und Spindel in den Ventilkörper einbauen und das Ventil gemäß den
zutreffenden Anweisungen im Abschnitt Einbau der Innengarnitur in diesem Handbuch vollständig montieren.
VORSICHT
Zur Vermeidung übermäßiger Leckage und Erosion des Sitzes muss der Ventilkegel zu Anfang mit ausreichender Kraft in
den Sitz gedrückt werden, um den Widerstand der Bore Seal Dichtung zu überwinden und den Kontakt zum Sitzring
herzustellen. Hierzu kann die bei der Antriebsauslegung errechnete maximale Schließkraft angewendet werden. Wenn
kein Differenzdruck am Ventil ansteht, reicht diese Kraft aus, um den Kegel in den Sitz zu pressen und der Bore Seal
Dichtung eine dauerhafte Passung zu verleihen.
Bei angelegter voller Antriebskraft und auf den Sitz gepresstem Ventilkegel die Hubanzeigeskala des Antriebs auf den
untersten Punkt des Ventilhubs einstellen. Informationen über diesen Arbeitsablauf sind in der Betriebsanleitung des
betreffenden Antriebs zu finden.
Austausch einer vorhandenen Bore Seal Innengarnitur
Ausbau der Innengarnitur (Bore Seal Ausführung)
1. Den Ventilantrieb und das Oberteil gemäß den zutreffenden Anweisungen im Abschnitt Austausch der Packung in diesem
Handbuch entfernen.
VORSICHT
Zur Vermeidung von Leckage bei der Wiederinbetriebnahme des Ventils alle Dichtflächen der Teile der Innengarnitur
während der Wartung mit Hilfe geeigneter Maßnahmen und Materialien vor Beschädigung schützen.
Den/die Kolbenring(e) und die Bore Seal Dichtung vorsichtig entfernen, um Kratzer auf den Dichtflächen zu vermeiden.
VORSICHT
Die Ventilspindel nur vom Ventilkegel/Halter lösen, wenn der Austausch der Ventilspindel vorgesehen ist.
Keinesfalls eine alte Ventilspindel für einen neuen Ventilkegel verwenden oder eine Ventilspindel wieder einbauen,
nachdem sie ausgebaut wurde. Beim Austausch einer Ventilspindel muss für den Stift ein neues Loch in die Spindel gebohrt
werden. Diese Bohrung reduziert die Stabilität der Spindel und kann zu einem Ausfall des Ventils führen. Ein bereits
gebrauchter Ventilkegel kann jedoch zusammen mit einer neuen Ventilspindel verwendet werden.
2. Den Kegel/Halter (mit Bore Seal Dichtung), den Käfig und den Sitzring entsprechend den zutreffenden Anweisungen im
Abschnitt Ausbau der Innengarnitur in diesem Handbuch aus dem Ventilkörper ausbauen.
3. Das verkörnte Gewinde oben auf dem Ventilkegel (Abbildung 10) suchen. Mit dieser Verkörnung ist der Halter gesichert. Den
verkörnten Bereich des Gewindes mit einem 3-mm-Bohrer ausbohren. Zur Beseitigung der Verkörnung etwa 3 mm in das Metall
bohren.
20
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 10. Gewinde des Bore Seal Halters verkörnen
ZUR FIXIERUNG DES Bore Seal HALTERS
DAS GEWINDE VERKÖRNEN
KOLBENRING
HALTER
VENTILKEGEL
Bore Seal
METALLKEGELDICHTUNG
A6779
DURCHFLUSSRICHTUNG ABWÄRTS
4. Die Bruchstellen zwischen den Teilen des Kolbenrings/der Kolbenringe suchen. Den Kolbenring mit einem geeigneten
Werkzeug wie z. B. einem Schraubendreher mit flacher Klinge vorsichtig aus der Nut im Bore Seal Halter heraushebeln.
5. Nach dem Entfernen des Kolbenrings die 1/4-Zoll-Bohrung in der Nut suchen.
6. Die Spitze eines geeigneten Werkzeugs wie z. B. eines Durchschlags in die Bohrung einführen, wobei das Werkzeug tangential
zum Außendurchmesser des Halters gehalten wird. Mit einem Hammer auf das Werkzeug schlagen, um den Halter mit einer
Drehbewegung vom Ventilkegel zu lösen. Den Halter vom Ventilkegel abschrauben.
7. Die Bore Seal Kegeldichtung mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Schraubendreher mit flacher Klinge vom
Ventilkegel herunterhebeln. Dabei vorsichtig vorgehen, um Kratzer oder andere Beschädigungen an den Dichtflächen, an
denen die Bore Seal Kegeldichtung mit dem Ventilkegel (Abbildung 11) in Berührung kommt, zu vermeiden.
8. Die untere Sitzfläche an den Stellen, an denen der Ventilkegel mit dem Sitzring in Berührung kommt, auf Verschleiß oder
Beschädigung untersuchen, der/die Einfluss auf die korrekte Funktion des Ventils haben könnte(n). Außerdem die obere
Sitzfläche im Inneren des Käfigs an den Stellen untersuchen, an denen die Bore Seal Kegeldichtung den Käfig berührt, und die
Dichtfläche an den Stellen untersuchen, an denen die Bore Seal Kegeldichtung den Ventilkegel (Abbildung 11) berührt.
9. Die Teile der Innengarnitur austauschen oder gemäß dem folgenden Arbeitsablauf zum Läppen von Metallsitzen, zum
maschinellen Nachbearbeiten von Metallsitzen oder je nach Erfordernis gemäß anderen Arbeitsabläufen zur Wartung von
Ventilkegeln instand setzen.
Läppen von Metallsitzen (Bore Seal Ausführung)
Vor dem Installieren einer neuen Bore Seal Kegeldichtung die untere Sitzfläche (Ventilkegel zum Sitzring, Abbildung 11)
entsprechend den zutreffenden Arbeitsabläufen im Abschnitt Läppen von Ventilsitzen in diesem Handbuch läppen.
Maschinelles Nachbearbeiten von Metallsitzen (Bore Seal Ausführung)
Ein Ventilkegel mit einer Bore Seal Kegeldichtung aus Metall weist zwei Sitzflächen auf. Eine Sitzfläche ist an der Stelle zu finden, an
der der Ventilkegel mit dem Sitzring in Kontakt kommt. Die zweite Sitzfläche ist dort zu finden, wo die Bore Seal Dichtung mit
der oberen Sitzfläche im Käfig in Berührung kommt. Der Käfig muss nicht bearbeitet werden, selbst wenn Kegel und/oder Sitzring
bearbeitet wurden.
21
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 11. Untere (Ventilkegel zum Sitzring) und obere (Bore Seal Dichtung zum Käfig) Sitzfläche
HALTER
KOLBENRING
KÄFIG
KÄFIG
VENTILKEGEL
SITZRING
1
SITZBEREICH
UNTERE SITZFLÄCHE
VENTILKEGEL
BORE SEAL
A6780
OBERE SITZFLÄCHE
1
DIE OBERE SITZFLÄCHE IST DER BEREICH, IN DEM SICH DIE BORE SEAL METALL-KEGELDICHTUNG UND DER KÄFIG BERÜHREN.
Einbau der Innengarnitur (Bore Seal Ausführung)
1. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel am Innenumfang der Bore Seal Kegeldichtung aufbringen.
Außerdem den Ventilkegel am Außenumfang dort mit Schmiermittel versehen, wo die Bore Seal Kegeldichtung in die richtige
Dichtposition (Abbildung 8) gedrückt werden muss.
2. Um eine zuverlässige Abdichtung zu erreichen, die Bore Seal Kegeldichtung entsprechend der Durchflussrichtung durch das
Ventil ausrichten.
D Die offene Seite der Bore Seal Kegeldichtung muss bei einem Ventil mit aufwärts gerichtetem Durchfluss (Abbildung 8) nach
oben zeigen.
D Die offene Seite der Bore Seal Kegeldichtung muss bei einem Ventil mit abwärts gerichtetem Durchfluss (Abbildung 8) nach
unten zeigen.
3. Die Bore Seal Kegeldichtung oben auf den Ventilkegel legen. Mit Hilfe des Halters lässt sich die Bore Seal Dichtung auf dem
Kegel gleichmäßig nach unten drücken. Die Bore Seal Dichtung nicht mit übermäßiger Kraft auf den Kegel drücken. Bei Ventilen
mit abwärts gerichtetem Durchfluss mit Schritt 5 fortfahren.
4. In die Bore Seal Dichtung muss ein Einbauwerkzeug (siehe Tabelle 5) eingelegt werden, bevor sie mit dem Halter auf den Kegel
gedrückt wird.
5. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel auf das Gewinde des Ventilkegels aufbringen. Dann den Bore Seal
Halter auf den Kegel schrauben und mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Bandschlüssel festziehen. Bei Ventilen mit
abwärts gerichtetem Durchfluss mit Schritt 7 fortfahren.
6. Den Halter und dann das Einbauwerkzeug entfernen. Den Bore Seal Halter wieder auf den Kegel schrauben und mit einem
geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Bandschlüssel festziehen.
7. Das Gewinde mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Körner oben am Ventilkegel an einer Stelle (Abbildung 10)
verkörnen, um den Bore Seal Halter gegen Losdrehen zu sichern.
8. Den/die Kolbenring(e) gemäß den Anweisungen im Abschnitt Einbau der Innengarnitur in diesem Handbuch wieder einbauen.
9. Sitzring, Käfig, Ventilkegel/Halter und Spindel wieder in den Ventilkörper einbauen und die Ventilpackung gemäß den
zutreffenden Anweisungen im Abschnitt Einbau der Innengarnitur in diesem Handbuch vollständig montieren.
VORSICHT
Zur Vermeidung übermäßiger Leckage und Erosion des Sitzes muss der Ventilkegel zu Anfang mit ausreichender Kraft in
den Sitz gedrückt werden, um den Widerstand der Bore Seal Dichtung zu überwinden und den Kontakt zum Sitzring
herzustellen. Hierzu kann die bei der Antriebsauslegung errechnete maximale Schließkraft angewendet werden. Wenn
kein Differenzdruck am Ventil ansteht, reicht diese Kraft aus, um den Kegel in den Sitz zu pressen und der Bore Seal
Dichtung eine dauerhafte Passung zu verleihen.
Bei angelegter voller Antriebskraft und auf den Sitz gepresstem Ventilkegel die Hubanzeigeskala des Antriebs auf den
untersten Punkt des Ventilhubs einstellen. Informationen über diesen Arbeitsablauf sind in der Betriebsanleitung des
betreffenden Antriebs zu finden.
22
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Abbildung 12. Typische Fisher WhisperFlo Innengarnituren
OBERTEIL
KÄFIGHALTER
WhisperFlo KÄFIG
SITZRING
KOPFSCHRAUBE
E1487
EWD, EUD, EWT, EUT
EWT-2, EUT-2
Bestellung von Ersatzteilen
Jedes Ventil weist eine Seriennummer auf, die am Gehäuse zu finden ist. Die gleiche Nummer steht auch auf dem Typenschild des
Antriebs, wenn das Ventil vom Werk als komplettes Stellventil versandt wurde. Diese Seriennummer bei Kontaktaufnahme mit
dem Emerson Process Management Vertriebsbüro bezüglich technischer Unterstützung angeben. Bei der Bestellung von
Ersatzeilen diese Seriennummer sowie die Positionsnummer und die Teilbezeichnung aus der folgenden Liste angeben. Sofern
bekannt, außerdem den gewünschten Werkstoff angeben. Für die Teile der Stopfbuchse sind Teilenummern aufgeführt. Bei der
Bestellung von Teilen der Stopfbuchse stets die Teilenummer angeben.
WARNUNG
Nur Original-Ersatzteile von Fisher verwenden. Nicht von Emerson Process Management gelieferte Bauteile dürfen unter
keinen Umständen in Fisher-Armaturen verwendet werden, weil dadurch jeglicher Gewährleistungsanspruch erlischt, das
Betriebsverhalten des Ventils beeinträchtigt werden kann sowie Personen- und Sachschäden entstehen können.
23
Betriebsanleitung
EU- und EW-Ventile
D102010X0DE
Juli 2014
Table 6. Approximate Weights
END CONNECTION
Size, NPS
12
16 x 12
16
16
CL900
20 x 16
CL600
20 x 16
CL900
20
24 x 16
24 x 20
Type(1)
RF
RTJ
BW
RF
RTJ
BW
RF
RTJ
BW
RF
RTJ
RF
RTJ
BW
RF
RTJ
RF
RTJ
BW
RF
RTJ
BW
RF
RTJ
BW
APPROXIMATE WEIGHT
kg
lb
1410
3100
1220
2700
1720
3800
1450
3200
2540
5600
2270
5000
2680
5900
3540
7800
3130
6900
3720
8200
5220
11500
4810
10600
5220
11500
4630
10200
7710
17000
7120
15700
1. RF—raised face; RTJ—ring-type joint; BW—buttwelding.
Stückliste
Hinweis
Es werden nur die Teilenummern empfohlener Ersatzteile aufgeführt.
Wenn Teile ohne angegebene Teilenummern benötigt werden, Kontakt
mit der Emerson Process Management Vertretung aufnehmen.
Ventilgehäuse
Pos.
Beschreibung
1
2*
3*
Valve Body
Valve Plug
Cage
Teilenummer
Pos.
Beschreibung
Teilenummer
6*
7*
8*
9*
10*
11*
13*
15
16
17
28*
28*
49*
219*
Seat Ring Seal (EUT-2 & EWT-2 Valves Only)
Valve Plug Stem
Pin
Seat Ring
Bonnet Gasket
Cage Gasket
Seat Ring Gasket (EUD, EWD, EUT, and EWT valves only)
Stud
Hex Nut
Drain Plug, optional
Seal Ring (EUT-2 and EWT-2 valves only)
Piston Ring (2 req'd) (EUD and EWD valves only)
Cap Screw (EUD, EWD, EUT, and EWT valves only)
PEEK Anti-extrusion ring (EUT and EWT valves only)
Oberteil
1
3
4
5
Valve Bonnet
Packing Box Flange
Packing Flange Stud (2 req'd)
Packing Flange Nut (2 req'd)
6*
8
8
10
PTFE V-Ring Packing
Packing Set, PTFE (1 req'd) for single
packing; 2 req'd for double packing)
Spring, SST (single packing only)
Lantern Ring, SST (double packing only)
Special Washer, SST (single packing only)
1R290801012
1D387437012
0W087135072
1H995936042
7*
8
PTFE/Composition Packing
Packing Ring, PTFE/composition (8 req'd)
Lantern Ring, stainless steel
1D7520X0012
0W087135072
7*
7*
8
11
12*
13
14
25
26
Graphite Ribbon/Filament Packing
Packing Ring, Graphite Ribbon (2 req'd for
single packing; 3 req'd for double
packing)
Packing Ring, Graphite Filament (3 req'd
for single packing; 3 req'd for double
packing)
Lantern Ring, stainless steel (2 req'd
for single packing; 1 req'd for double
packing)
Packing Box Ring
Upper Wiper, Felt (PTFE packings only)
Packing Follower
Pipe Plug
Cap Screw (8 req'd)
Hex Nut (8 req'd)
1V5666X0022
1D7520X0162
0W087135072
1J873006332
*Empfohlene Ersatzteile
Weder Emerson, Emerson Process Management noch jegliches andere Konzernunternehmen übernimmt die Verantwortung für Auswahl, Einsatz oder
Wartung eines Produktes. Die Verantwortung bezüglich der richtigen Auswahl, Verwendung und Wartung der einzelnen Produkte liegt allein beim Käufer und
Endanwender.
Fisher, FIELDVUE, Cavitrol, WhisperFlo, Whisper Trim und ENVIRO-SEAL sind Markennamen, die sich im Besitz eines der Unternehmen des Geschäftsbereichs
Emerson Process Management der Emerson Electric Co. befinden. Emerson Process Management, Emerson und das Emerson-Logo sind Marken und
Dienstleistungsmarken der Emerson Electric Co. Alle anderen Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
Der Inhalt dieser Veröffentlichung dient nur zu Informationszwecken; obwohl große Sorgfalt zur Gewährleistung ihrer Exaktheit aufgewendet wurde, können
diese Informationen nicht zur Ableitung von Garantie- oder Gewährleistungsansprüchen, ob ausdrücklicher Art oder stillschweigend, hinsichtlich der in dieser
Publikation beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen oder ihres Gebrauchs oder ihrer Verwendbarkeit herangezogen werden. Für alle Verkäufe gelten
unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen, die auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Wir behalten uns jederzeit und ohne Vorankündigung das Recht
zur Veränderung oder Verbesserung der Konstruktion und der technischen Daten dieser Produkte vor.
Emerson Process Management
Marshalltown, Iowa 50158 USA
Sorocaba, 18087 Brazil
Chatham, Kent ME4 4QZ UK
Dubai, United Arab Emirates
Singapore 128461 Singapore
www.Fisher.com
241992, 2014 Fisher Controls International LLC. Alle Rechte vorbehalten.
E
Document
Kategorie
Technik
Seitenansichten
13
Dateigröße
367 KB
Tags
1/--Seiten
melden