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Futter-Misch- und Verteilwagen SOLOMIX 1 Typ 1000 VL

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Prüfbericht 4907
Futter-Misch- und Verteilwagen
SOLOMIX 1 Typ 1000 VL
Hersteller und Anmelder
TRIOLIET MULLOS B.V.
Hinmanweg 19
Postfach 1 34
NL-7570 AC Oldenzaal
Telefon
Telefax
E-mail
Intenet
00 31 5 41 / 57 21 21
00 31 5 41 / 57 21 25
info@trioliet.nl
www.trioliet.nl
E
Futter-Misch- und Verteilwagen SOLOMIX 1 Typ 1000 VL
TRIOLIET MULLOS B.V., Hinmanweg 19, NL-7575 BE Oldenzaal
Prüfmerkmal
Befüllen
Entnahmeleistung
Mischen
Mischgenauigkeit
halbe Mischung
volle Mischung
Mischzeit
Zerkleinerungswirkung
Wiegen
Wiegeeinrichtung
Genauigkeit
(max/min Zuladung)
Display
Futteraustrag
Auswurfleistung
Schwadablage
Entleerung
Handhabung
Ankuppeln
Bedienung
Rangieren
Futteraustrag
Leistungsbedarf
Mischen
maximal
schnelle Stufe spezifisch
langsame Stufe spezifisch
Wartung
Schmierstellen
Zugänglichkeit
Zeitaufwand
Getriebeöl
Bedienungsanleitung/
Ersatzteilliste
Haltbarkeit
Dauerversuch auf dem
Prüfstand
Praxiseinsatz
Arbeitssicherheit
Verkehrssicherheit
Prüfergebnis
RKAN
Bewertung
+
Fremdbefüllung
LW-Gras/Mais
Häckselgras/Mais Mais/Pellets
2,7 %
1,5 %
1,3 %
1,9 %
2,4 %
0,8 %
kurz; nach Befüllen bis 3 min
gut; Vermusung auszuschließen
+
+
+/+/+
+/+/+
+
+/++
+
bei angehängtem Wagen beim Befüllen nutzbar
1 bzw. 4 % Abweichung vom wahren Füllgewicht
schwenkbar; beleuchtet
+/+
+
++
sehr hoch
Schwad wird manchmal überfahren
geringe Futterreste auf senkrechter Schnecke
+
+
+
+
+
schnell durchführbar
einfach; leicht erreichbar
keine Sicht nach hinten
vom Fahrersitz gut zu kontrollieren
++/++
LW-Gras/Mais
40 kW
10,5 kW/t
7,1 kW/t
Häckselgras/Mais
27 kW
7,8 kW/t
5,2 kW/t
Mais/Pellets
33 kW
6,1 kW/t
4,2 kW/t
15 (Intervalle siehe Seite 8)
15 frei zugänglich
18 AKmin in 100 Einsatzstunden
SAE 90; SAE EP 220
ausführlich und übersichtlich
keine Schäden; nach Änderung durch den
Hersteller
an Misch- und Verteilorganen keine Schäden
begutachtet durch DPLF
StVZO einhalten; max. 6 km/h
Bewertungsbereich: ++ / + / / – / – – ( = Standard); beim Mischen: + / 2
N
AN
Beurteilung - kurzgefaßt
T
20 00
++/++/+
++/++/++
++
++
++
++
+
+
+
+
Kurzbeschreibung
angehängter, einachsiger Futter-Misch- und
Verteilwagen;
von der Schlepperzapfwelle angetriebene
Mischschnecke;
von der Schlepperhydraulik angetriebene
hydraulische Bauteile;
Mischbehälter mit senkrechter Mischschnecke mit auswechselbaren Messern;
zwei hydraulisch einklappbare Gegen-
schneiden und hydraulisch betätigter
Dosierschieber am Mischbehälter;
stirnseitig feststehender, beidseitiger
Austragsförderer mit Gummiband;
elektronische Wiegeeinrichtung mit drei
Wiegestäben.
Systemskizze
SOLOMIX 1 Typ 1000 VL
1. Fenster
2. Verschleißrand
3. Mischbehälter
4. Mischschnecke
5. Austragsband
6. Dosierschieber
7. Wiegestäbe
8. Messer
9. Gegenmesser
(Beschreibung und
Technische Daten siehe Seite 9)
Prüfergebnisse
Mit dem SOLOMIX 1 Typ 1000 VL ist das
Erstellen und Verteilen von homogenen Futter
mischungen möglich. Der Mischbehälter hat
ein Volumen von 10 m3. Für die Befüllung
können gängige Rad- und Frontlader oder
Mobilkrane mit entsprechenden Entnahmewerkzeugen eingesetzt werden. Das Mischsystem besteht aus einer senkrechten Mischschnecke, die allgemein durch ihre schonende Futterbehandlung bekannt ist. Markantes
Bauteil ist der stirnseitig angebaute und in der
Austragsgeschwindigkeit einstellbare Bandför-
derer mit rechts- oder linksseitigen Futteraustrag.
Um eine saubere Futteraufnahme zu gewährleisten, sollten Flachsilos mit einer Bodenplatte befestigt sein.
Der geprüfte SOLOMIX 1 Typ 1000 VL ist mit
einer hydraulischen Betriebsbremse ausgestattet. Beim Befahren von öffentlichen Straßen
und Wegen ist zu beachten, dass die Höchstgeschwindigkeit nur maximal 6 km/h betragen darf.
3
Befüllen
Die ovale Behälteröffnung des SOLOMIX 1
Typ 1000 VL ist für das Befüllen ausreichend
groß. Der trichterförmige Mischbehälter ist
von den Seiten und vom Wagenheck gut
zugänglich. Von der verwendeten Ladetechnik
hängt es ab, wie hoch die Befüllleistung ist.
Schon bei der Befüllung des SOLOMIX sollte
auf die richtige Handhabung geachtet werden. Der Wagen reagiert besonders empfindlich, wenn er nicht waagrecht steht. Aufgefallen ist, dass bei schräg stehendem Wagen und
vollem Mischbehälter Futter an der Stirn- oder
Heckseite stehen bleibt.
Ganze Rund- und Quaderballen werden von
oben in den Mischbehälter zugegeben und
verarbeitet. Zum Auflösen und Zekleinern
eines 1,2 m großen Grassilage-Rundballens
(420 kg, TM 46 %) benötigte der SOLOMIX
gerade mal fünf Minuten. Dabei ist es empfehlenswert die hydraulischen Gegenschneiden zu verwenden, um eine bessere Schneidwirkung zu erzielen.
Mischen
Bei allen geprüften Mischvarianten erzielte der
SOLOMIX 1 Typ 1000 VL eine gute Mischgenauigkeit und liegt damit über dem Standard.
Es wurden entsprechend dem Behältervolumen volle und halbvolle Mischungen untersucht. Die maximal zulässigen Abweichungen
von ±10 % bei Grundfutter und ±5 % bei
Kraftfutter wurden eingehalten (Bilder 2 bis 4).
4
Bild 1: Durch das Sichtfenster kann
bis zu einem bestimmten Befüllungsgrad der Mischvorgang vom
Fahrerplatz aus beoachtet werden.
Die Mischzeit wurde dabei nach Eingabe der
letzten Komponente auf drei Minuten
begrenzt.
Optimaler Mischkreislauf
Beeindruckend ist beim SOLOMIX, wie gut
das Futter im Mischbehälter gemischt wird.
Bereits nach der Zugabe geringer Mengen
wird das Futter erkennbar in den Mischkreislauf einbezogen. Dies setzt sich, unabhängig
vom Befüllstand, während des gesamten Befüllens fort. Deutlich ist dies auch bei der
Mischgenauigkeit festzustellen.
Die Zerkleinerungswirkung des SOLOMIX ist
gut. Bemerkenswert ist dabei, dass man auf
die hydraulischen Gegenschneiden in der Regel verzichten kann. Allenfalls bei langen
Futterstrukturen und kompakten Futterblöcken
ist es ratsam die Gegenschneiden zu verwenden. Ein besseres und schnelleres Auflösen
sowie wahlweises Schneiden wird dadurch
erreicht.
Überzeugend ist auch die Futterbehandlung
durch die senkrechte Mischschnecke. Selbst
bei feuchten und strukturschwachen Komponenten wird das Futter schonend gemischt.
Eine Vermusung kann ausgeschlossen werden.
Rund- und Quaderballen lassen sich gut und
schnell einmischen.
Die richtige Reihenfolge der Komponenteneingabe hilft nachhaltig die Mischzeit zu verkürzen und die Mischgenauigkeit zu begünstigen.
Bild 2: Abweichungen bei der
Mischung Ladewagengras/Mais
- voll/halb mittlere Abweichung: 1,9/2,7 %
Mischung: 2765/1230 kg;
TM 38,1/35,3 %
Grassilage: 1580/770 kg;
TM 46,1/40,0 %
Maissilage: 1185/460 kg;
TM 27,6/27,5 %.
Bild 3: Abweichungen bei der
Mischung Häckselgras/Mais
- voll/halb mittlere Abweichung: 2,4/1,5 %
Mischung: 2780/1170 kg;
TM 37,9/35,2 %
Grassilage: 1970/870 kg;
TM 35,9/31,6 %
Maissilage: 810/300 kg;
TM 42,7/45,5 %.
Bild 4: Abweichungen bei der
Mischung Mais/Trockenschnitzel
(Pellets) - voll/halb mittlere Abweichung: 0,8/1,3 %
Mischung: 3680/1640 kg;
TM 36,8/37,5 %
Maissilage: 3200/1440 kg;
TM 29,3/30,2 %
Trockenschnitzel: 480/200 kg; TM
86,9/89,7 %.
5
Wiegen
Merklich unterscheidet sich der SOLOMIX 1
Typ 1000 VL schon auf den ersten Blick aufgrund der Anordnung seiner drei Wiegesensoren von anderen Mischwagen. Zwei sind
direkt an der Achse und eine in der Zugdeichsel am Zugmaul angeordnet. Bei abgehängtem Wagen ist infolgedessen die Wiegeanzeige nicht nutzbar1). Besonders auffällige Resultate im Hinblick auf die Wiegegenauigkeit
konnten wir nicht feststellen. Die Abweichungen betrugen ab einer Mindestmenge von 100
kg in Abhängigkeit von dem Einfüllgewicht 4
%. Bei maximaler Zuladung wurde eine Abweichung von1 % festgestellt.
Der Wiegecomputer ist mittig an der Stirnseite
des Wagens an einem Gelenkarm befestigt.
Der Gelenkarm kann zur linken oder rechten
Seite geschwenkt werden. Die Gewichtsanzeige kann somit vom Fahrersitz und von beiden Seiten eingesehen werden. Das Display
ist beleuchtet und die 25 mm großen Ziffern
sind gut zu erkennen. Um bei der Fremdbefüllung die Gewichtsanzeige auch aus größeren Entfernungen einsehen zu können, wären
Ziffernhöhen bis 50 mm wünschenswert.
Futteraustrag
Der Futteraustrag ist vergleichsweise gleichmäßig. Bemerkenswert ist, dass der Bandför-
derer in seiner Austragsgeschwindigkeit einstellbar ist. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit läßt sich entlang der gesamten
Austragsstrecke eine relativ gleichmäßige
Futterablage erreichen. Die Austragsmenge ist
über die Stellung des Dosierschiebers, die
Fahrgeschwindigkeit und die Drehzahl anzupassen. Beachtlich ist, dass eine volle Wagenmischung innerhalb von zwei Minuten ausgetragen werden kann. Um alle Futterreste auf
der Schnecke und am Behälterboden vollständig zu entleeren, ist es ratsam am Austragsende kurzzeitig mit einer erhöhten Zapfwellendrehzahl (1000 min-1) zu arbeiten.
Beim Austrag großer Futtermengen (einmalige
Futtervorlage am Tag) wird manchmal Futter
überfahren. Futterablagerungen am Bandförderer wurden nicht festgestellt. Sicherlich ein
Grund hierfür sind die seitlichen Bandabdeckungen. Von Vorteil gegenüber den Kettenförderern ist das ruhige Laufgeräusch des
Bandes.
Eine Skala für den Dosierschieber von 1 bis 8
ist am Mischbehälter vorhanden. Sie ist an
der Stirnseite des Wagens im Blickfeld des
Fahrers gut sichtbar angebracht. Erfreulich ist,
dass die Bereiche noch einmal feinstufig jeweils in der Hälfte unterteilt und markiert
sind. Im praktischem Einsatz wurden die
Austragsmengen immer bei voll geöffnetem
Bild 5: Individuell ist die
Austragsgeschwindigkeit des
Förderbandes durch das
Drosselventil einstellbar.
6
1) Nach Angaben des Herstellers ist auf Wunsch ein hydraulischer Stützfuß mit Wiegestab lieferbar.
Übersicht 1 Handhabung
Ankuppeln - schnell durchführbar
Anhängekupplung, Gelenkwelle kuppeln;
Hydraulikleitungen anschließen;
hydraulischen Stützfuß einfahren;
Steuerblock in Schlepperkabine befestigen;
Elektro- und Bremsanschlüsse anschließen.
Bedienung sämtlicher Funktionen - einfach,
leicht erreichbar
serienmäßig über elektrischen Schaltkasten in der Schlepperkabine;
durch Einschalten der Gelenkwelle wird
die Mischschnecke in Betrieb gesetzt;
durch Einschalten der Schlepperhydraulik
werden die hydraulischen Bauteile in
Funktion gesetzt.
Schieber über die Motordrehzahl und die
Fahrgeschwindigkeit geregelt.
Handhabung
Für einen Fremdbefüller gewohnt einfach ist
der Umgang mit dem SOLOMIX 1 Typ 1000
VL. Erfreulich dabei ist, dass die wenigen
Steuerfunktionen über einen elektrischen
Schaltkasten betätigt werden. Der Schaltkasten bietet alle Vorzüge hinsichtlich einer
Bild 6: Alle Vorteile einer modernen Steuereinheit werden durch
den elektrischen Schaltkasten
erfüllt.
Befüllen des SOLOMIX 1 Typ 1000 VL -
ungehindert möglich
Sicht auf Wagenheck nicht möglich;
Behälteröffnung ausreichend groß;
Befüllung von drei Seiten möglich.
Futteraustrag - gut zu überwachen
beidseitig vorn am Behälter, vom Fahrersitz aus gut einsehbar;
Stellung des Dosierschiebers durch Skala
an der Stirnseite des Wagens vom Fahrerplatz aus gut kontrollierbar;
feinstufige Skala von 1 - 8 gut zu erkennen; Skala und Zeiger sind verhältnismäßig weit auseinander; Zeiger sollte
deutlicher markiert werden;
vollständige Entleerung mit erhöhter Zapfwellendrehzahl (1000 min-1) möglich.
modernen Steuereinheit. Er ist in seinen
Abmessungen kompakt und daher leicht zu
handhaben. Die Kippschalter sind einfach
und direkt vom Fahrerplatz aus zu bedienen.
Vorteihaft ist auch das Sichtfenster an der
Stirnseite des Mischbehälters. Bis zu einem
bestimmten Befüllungsgrad kann man direkt
vom Fahrerplatz aus den Mischvorgang verfolgen. Bei vollem Mischbehälter ist dieser
Vorteil allerdings wieder dahin, da durch das
Futter die Sicht verdeckt wird.
7
Tabelle 1
Leistungsbedarf des SOLOMIX 1000 VL
Futter-Komponenten
Mischen
Ladewagengras/Mais
Häckselgras/Mais
Mais/Trockenschnitzel
Tabelle 2
Mischung
[kg]
TMGehalt
%
2860
2450
3745
38,1
36,2
33,8
maximaler
Leistungsbedarf
[kW]
langsam
schnell
langsam
schnell
20
13
16
40
27
33
7,1
5,2
4,2
10,5
7,8
6,1
Wartungsarbeiten
Wartungsarbeiten
Schmierstellen
frei zugänglich
in aufrechter Körperhaltung erreichbar
nach ca. 8 Stunden zu versorgen
Zeitaufwand beim Abschmieren je 100 Einsatzstunden
Tabelle 3
spezifischer
Leistungsbedarf
[kW/t]
Anzahl/Menge
15
15
5
6
18 AKmin
Haltbarkeit
Haltbarkeit
des Fahrgestells beim Dauerversuch auf dem Fahrzeugprüfstand
der Misch- und Verteilelemente beim Praxiseinsatz
Anforderungen
erfüllt1)
gut2)
1) Nach Änderung durch den Hersteller wurden die Reifen (27x7.75 - 15 14 PR nach 235 - 75 R 17.5 18 PR) gewechselt.
2) Nach bislang 534 Mischungen im praktischen Einsatz.
Anmerkung: Fahrgestelluntersuchung nach DLG-Prüfprogramm bei zulässigem Gesamtgewicht.
Leistungsbedarf
Der Leistungsbedarf des SOLOMIX 1 Typ
1000 VL ist sehr gering. Deutlich ist der Leistungsbedarf nochmals um 1/3 zu reduzieren,
wenn das Untersetzungsgetriebe (Sonderausstattung) dazu geschaltet wird.
Der Kraftbedarf ist im wesentlichen von der
Struktur der Futtermittel und dem Übersetzungsverhältnis abhängig, mit dem die Mischschnecke angetrieben wird. Bei einer Drehzahl der Schlepperzapfwelle von 540 min-1
dreht die Mischschnecke 32,6 mal bzw. mit
Untersetzungsgetriebe 23,2 mal. Die Messergebnisse sind Tabelle 1 zu entnehmen.
8
Wartung
Der Wartungsaufwand des SOLOMIX 1 Typ
1000 VL ist sehr gering. Die Serviceintervalle
der unterschiedlichen Schmier- und Wartungsstellen sind jeweils nach 8, 20, 50 und 200
Betriebsstunden in der Bedienungsanleitung
vorgeschrieben. In der Tabelle 2 sind die
erforderlichen Wartungsarbeiten für die
Schmierung aufgeführt.
Die Bedienungsanleitung beschreibt im wesentlichen das Arbeiten mit dem Wagen. Im
Abschnitt Wartung und Schmierung sind nicht
alle Schmierstellen aufgelistet und beschrieben. Die Ersatzteilliste ist übersichtlich.
! Biologisch abbaubare Öle können nach
Rücksprache mit dem Hersteller eingesetzt
werden.
Umfrageergebnis
In einer Praxisumfrage wurden 12 Betriebe
über ihre Erfahrungen mit dem SOLOMIX
befragt. Überwiegend wurden die Wagen
innerhalb der letzten 18 Monate angeschafft.
Das älteste Gerät wurde im August 1997
gekauft.
Unsere festgestellten Ergebnisse wurden von
den Landwirten vielfach bestätigt. Mit dem
Futteraustrag kamen nach einer gewissen Einarbeitungszeit alle gut zurecht. Überwiegend
wurde zum vollständigen Entleeren des Behälters kurzzeitig mit der 1000er Zapfwelle
gearbeitet. Mitunter wurde beklagt, dass sich
zwischen die Zwillingsreifen Schmutz festsetzen kann und im Stall auf dem Futtergang
verloren geht. Unterschiedlich wurde der
Leistungsbedarf eingestuft. Die Angaben
reichten von niedrig und gering bis zu hoch.
Verschleiß an den Maschinen wurde bislang
nicht festgestellt. Positiv wurde der sehr geringe Wartungsaufwand bewertet. Bei vier älteren Maschinen einer bestimmten Bauserie
wurden von TRIOLIET das Getriebe ersetzt
und kostenlos ausgetauscht. Mit dem Kundendienst waren die Landwirte bislang sehr
zufrieden.
Alle befragten Landwirte waren mit dem
Wagen zum Teil sehr zufrieden und würden
ihn wieder kaufen.
Arbeitssicherheit
Der Futter-Misch- und Verteilwagen SOLOMIX 1 Typ 1000 VL wurde durch die Deutsche
Prüfstelle für Land- und Forsttechnik (DPLF)
begutachtet. Gegen die Verwendung bestehen
aus sicherheitstechnischer Sicht keine Bedenken.
Verkehrssicherheit
In der geprüften Ausführung war der SOLOMIX 1 Typ 1000 VL mit einer hydraulischen
Betriebsbremse ausgestattet. Zu beachten ist,
dass auf öffentlichen Straßen und Wegen nur
mit einer Geschwindigkeit von maximal
6 km/h gefahren werden darf.
Für Straßenfahrt bis maximal 25 km/h muss
der Wagen mit einer Zweikreis-Druckluftbremsanlage ausgestattet sein. Zusätzlich ist
eine Betriebserlaubnis erforderlich.
Beschreibung und Technische Daten (gemessene Werte)
Bauart
angehängter Futter-Misch- und Verteilwagen
Zapfwellen-Nenndrehzahl
erforderliche Hydrauliksteuerventile am Schlepper
Bedienung
Betriebsbremse
zulässige Höchstgeschwindigkeit
Stützfuß
Behälter
Fassungsvermögen
Öffnung oben, Länge x Breite
Materialdicke und Art
Seitenwand
Verschleißrand (Dicke x Höhe)
Boden
Mischsystem
senkrechte Mischschnecke
Materialdicke und Art
540 min-1
1 doppeltwirkendes, 1 einfachwirkendes
elektromagnetisch
hydraulisch
6 km/h
hydraulisch
10 m3
3200 mm x 2020 mm
6 mm, St 37.2
10 mm x 110 mm, St 37.2
15 mm, St 52.3
1, 2 1/2 Windungen, mit 6 auswechselbaren
Messern, Getriebeantrieb, rechtsdrehend
12 mm, St 52.3
9
Drehzahl (min/max)
Reduziergetriebe
Gegenschneiden
Wiegeeinrichtung
Fancom F.star 150
Anzeige
Ziffernhöhe
speicherbare Mischungsrezepte
mögl. Komponenten beim Beladen/
Portionen beim Ausfüttern
Sollmengen-Anzeige
Anzahl Biegestäbe
Wiegung während Befüllen
23,2/31,3 min-1
1 : 1,35
2, hydraulisch einklappbar
am Gelenkarm; beleuchtet
25 mm
keine
keine
keine
3
ja, bei angehängtem Wagen
Austragetechnik
stirnseitig, feststehender Bandförderer, beidseitiger Austrag
Höhe über Fahrbahn
Austragsöffnung, Breite x Höhe
Dosierschieber
570 mm
970 mm x 900 mm
hydraulisch betätigt
Getriebeöl, Füllmengen
Hauptgetriebe, SAE EP 220
Reduziergetriebe, SAE 90
10,5 l
6,0 l
Sonderausrüstungen (geprüft)
Reduziergetriebe, elektrische Fernbedienung, hydraulische Gegenschneiden, hydraulischer
Stützfuß, Geschwindigkeitsregelung für Bandförderer, Beleuchtung, Zulassung nach StVZO.
Sonderausrüstungen (nicht geprüft)
Druckluftbremsanlage, elektronische Waage in verschiedenen Ausführungen, Zugöse für
Hitchanhängung, hydraulischer Stützfuß mit Wiegestab, verstellbare Förderbandverlängerung,
doppeltes Förderband für beidseitigen Futteraustrag, Austrageband hinten.
10
Hauptabmessungen und Gewichte
Länge
Breite
Höhe, in Transport-/Arbeitsstellung
Zugöse, Höhe (Zugmaul, verstellbar)
Bereifung
Spurbreite
Spuraußenmaß, bei angegebener Bereifung
Bodenfreiheit
zulässiges Gesamtgewicht
Leergewicht
Nutzlast
zulässige Stützlast
4770
2300
2740
850
Zwillingsbereifung GOOD-YEAR 27x7.75 - 15 14PR
1500
1950
240
7500
3560
3940
1000
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
kg
kg
kg
kg
Prüfung
Die Prüfung wurde nach dem DLG-Prüfrahmen für Futter-Misch- und Verteilwagen
durchgeführt.
Für die Prüfung stand in der Fütterungssaison
1999 ein Futtermischwagen zur Verfügung.
Dabei wurden im ganzen 534 Ladungen mit
insgesamt rund 790 t Futter gemischt und
verteilt. Die maximale Zuladung lag bei 4900
kg, die angegebene Nutzlast wurde damit um
25 % überschritten.
Prüfungsdurchführung
DLG-Prüfstelle für Landmaschinen, Max-EythWeg 1, 64823 Groß-Umstadt
Praktischer Einsatz
F. Emig, Wald-Michelbach/Kocherbach
W. Emig, Wald-Michelbach/Gadern
Berichterstatter
Dipl.-Ing. W. Sturmfels, Groß-Umstadt
DLG-Prüfungskommission
Dipl.-Ing. agr. W. Beck, Hammersbach
Dipl.-Ing. agr. H.-G. Gerighausen, Bonn
Dipl.-Ing. agr. Ch. Gers-Grapperhaus,
Oldenburg
Dipl.-Ing. P. Kamps, Michelstadt
K. Scior-Walther, Mossautal
Messeinsatz
Bärenhof, Mossautal
Betriebsgemeinschaft Unter-Mossau,
Mossautal
Birkenhof, Groß-Ostheim
11
Herausgegeben
mit Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten.
Oktober 2000
앿 DLG DLG-Anerkennung gültig bis 2005
Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.
Fachbereich Landtechnik - Prüfstelle für Landmaschinen
Max-Eyth-Weg 1, D-64823 Groß-Umstadt
Tel. 0 60 78/96 35-0, Fax 0 60 78/96 35-90
E-mail Tech@dlg-frankfurt.de
99-260
Gruppe 9k/60
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