close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

3 - ADÜ Nord

EinbettenHerunterladen
ADÜ Nord
Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e.V.
Infoblatt
Juni 2009 (3/2009)
Übersetzung in der Medizin
Marktbeschreibung, problematische Textsorten, Veranstaltungsbericht, Weiterbildungsangebote
Seminarprogramm 2. Halbjahr 2009
Neun Seminare von August bis November für Anfänger und Profis
Wörterbuch Recht DE/FR von Fleck
Rezension von Natascha Dalügge-Momme
Veranstaltungsberichte
Word-Workshop, Abbyy-Workshop und »Tag der offenen Tür« beim Bundessprachenamt
Inhaltsverzeichnis
In diesem Heft
Inhaltsverzeichnis · Aus dem Vorstand · Kollegentreffen ............................................................ 2
Medizinische Übersetzungen: Risikofaktoren und Therapie ....................................................... 3
Irritationsquellen bei der Übersetzung medizinischer Fachtexte .................................................. 4
Seminarbericht: Gefäßerkrankungen und Tumoren .................................................................. 7
Aktuelles aus der Rechtsecke · Neue Mitglieder ...................................................................... 10
Rechtswörterbuch Französisch von Klaus Fleck ....................................................................... 11
Veranstaltungsbericht: »Tag der offenen Tür« beim Bundessprachenamt ................................... 12
Veranstaltungsbericht: Workshops zur Textverarbeitung ........................................................... 13
Praxistipp Word: Positionsrahmen .......................................................................................... 14
DIN EN 15038 Literaturhinweise · Nachrichten....................................................................... 17
Seminare und Veranstaltungen des ADÜ Nord........................................................................ 18
Weitere Termine ................................................................................................................. 21
Impressum · Mediadaten .................................................................................................... 23
Kontaktpersonen beim ADÜ Nord ........................................................................................ 24
Bilder: Titelbild: TETRADOC; alle anderen Bilder sind dem ADÜ Nord zum Druck überlassen worden.
Aus dem Vorstand
Grüne Liste Nach gründlicher Überarbeitung ist die Grüne Liste im PDF-Format seit Anfang Juni wieder von der Internetpräsenz des ADÜ Nord herunterladbar. Das Besondere: Die PDF wird täglich neu generiert, sodass sie immer die
aktuellsten Daten der Mitglieder unseres Verbands abbildet. Als nächstes werden wir die Grüne Liste im Herbst 2009 auch
wieder in Papierform drucken lassen und an über 1000 Kunden und Interessenten versenden.
DIN EN 15038 Das Kollegentreffen im Mai und das abgesagte Seminar, das direkt danach geplant war, haben deutlich gezeigt, dass das Interesse unserer Verbandsmitglieder an einer Zertifizierung und an der Europäischen Norm 15038
verhalten ist. Eine verschwindend geringe Zahl der Teilnehmer am Kollegentreffen gab an, dass sie von ihren Kunden
jemals auf das Arbeiten gemäß DIN EN 15038 angesprochen worden ist. Eine Zertifizierung wurde von keinem verlangt.
Die Kollegen, die sich registrieren oder zertifizieren lassen haben, taten dies aus eigenem Antrieb, um Kunden zu signalisieren, dass sie normkonform arbeiten. Wie sich diese Maßnahme nun auf ihre Auftragslage ausgewirkt hat, war nicht
quantifizierbar. Auf Seite 17 finden Sie eine Liste mit Literaturhinweisen zur DIN EN 15038.
Umfrage des BMJ Ein anderes Thema hat dieser Tage auf den Dolmetscher- und Übersetzerlisten und in den Foren
hohe Wellen geschlagen: Wird die vom BMJ initiierte Studie zur Marktanalyse tatsächlich zu den von uns gewünschten
Resultaten führen – einer Erhöhung der im JVEG festgelegten Sätze? Das ist leider nicht sicher, aber da diese Studie nicht
zu verhindern war und der BDÜ dem BMJ die Lieferung von Daten einer repräsentativen Anzahl auskunftswilliger Kollegen
zugesagt hatte, hat auch der ADÜ Nord einige Daten beigesteuert und versucht, die Gestaltung des Fragebogens positiv
und im Sinne aller Sprachmittler zu begleiten. Mit den Studienergebnissen ist erst zum Jahresende zu rechnen; wir halten
Sie auf dem Laufenden.
Kollegentreffen Die nächsten Kollegentreffen werden zwei interessante und für die Berufsausübung relevante Themen
aufgreifen: Urheberrecht für Übersetzer und Dolmetscher sowie CAT-Tools und Werkzeuge für Übersetzer. Die Treffen
werden wieder im Ruder-Club Favorite Hammonia an der Alster stattfinden. Die genauen Termine und Themen entnehmen Sie bitte dem Infoblatt oder unserer Internetpräsenz
www.adue-nord.de → Termine.
Mitgliederjahresversammlung Der Mitgliederausgabe dieses Infoblatts liegt ein Ergänzungsblatt zum Protokoll
der MJV 2009 bei, das einige Änderungen zu TOP 13 »Verschiedenes« enthält.
Seminarprogramm Dem Juni-Infoblatt liegt wie immer das Seminarprogramm für die 2. Jahreshälfte bei – gucken
Sie mal rein, bestimmt finden auch Sie eine interessante Veranstaltung für Ihre persönliche Weiterbildung!
(ndm)
Kollegentreffen am Donnerstag, 9. Juli 2009 ab 19.30 Uhr
Neuer Veranstaltungsort für unsere Kollegentreffen ist der Ruder-Club Favorite Hammonia am Alsterufer 9 in
20354 Hamburg. Kostenlose Parkplätze in unmittelbarer Nähe sind vorhanden. Vom Bahnhof »Dammtor« aus ist der
Club in etwa 5 Minuten Fußweg zu erreichen. Der Club bietet eine ausgezeichnet Gastronomie an!
Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 9. Juli 2009 ab 19.30 Uhr statt. Geplantes Thema: Urheberrecht für
Übersetzer und Dolmetscher.
Nach dem Vortrag ist noch Zeit für Kontaktaufnahme und Gespräche mit Kollegen. Gäste sind uns herzlich willkommen!
2
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Übersetzung in der Medizin
Medizinische Übersetzungen:
Risikofaktoren und Therapie
Dieser Artikel von Dr. François Massion, Geschäftsführer der D.O.G. GmbH, einem Dienstleister für Übersetzung, Dokumentation und Software (
www.dog-gmbh.de), leitet das Schwerpunktthema dieses Infoblatts ein und beschreibt den
Markt der Medizinübersetzungen etwas näher. Der Artikel erschien erstmals in den D.O.G.News 2/09; der Nachdruck
erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Herausgeber und Autor.
Als im Jahr 2007 in einem französischen Krankenhaus
vier Patienten infolge schwerer Strahlenschäden starben,
wurde die Verantwortung von Autoren und Übersetzern
wieder deutlich. Der Behandlungsfehler war auf die falsche Interpretation der englischen Bedienungsanleitung
zurückzuführen.
Der ganze Bereich Life Sciences und Gesundheitswesen
umfasst so unterschiedliche Fachgebiete wie Pharma,
Medizin, Medizin technik, Biochemie oder Pflegedienstleistungen. Laut Statistischem Bundesamt waren zum
31. Dezember 2007 rund 4,4 Millionen Menschen und
damit etwa jeder zehnte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Die Medizintechnik erzielte 2008 einen
Gesamtumsatz von ca. 18 Milliarden Euro mit einem
Exportanteil von über 60 Prozent.
Welche sind die Besonderheiten dieser Branche? Im
Wesentlichen geht es um: a) die Komplexität der Inhalte,
b) Sprache und Terminologie, c) Normen und Nomenklaturen, d) Qualitätsansprüche.
Übersetzt wird eine Vielfalt von Publikationstypen, die
sich an verschiedene Zielgruppen richten: Ärzte und Spezialisten, die Öffentlichkeit, Patienten und Behörden. Es
sind Fachpublikationen, klinische Studien, Patienteninformationen, Zulassungsdossiers, Bedienungsanleitungen
für Medizingeräte, Softwaretexte usw. Der Schwierigkeitsgrad dieser Publikationen reicht von äußerst anspruchsvoll bis hin zu »normal«, wie folgende Beispiele zeigen:
• Der ACG-Guide wird nun von kranial über die Inzision
zwischen Processus coracoideus und AC-Gelenk von
medial um den Processus coracoideus eingefädelt
und schützt so den Plexus brachialis mit den drei Fasciculi – lateralis, posterior und medialis – sowie die
Vena cephalica und knapp medial davon Arteria axillaris und Vena axillaris.
• Das Instrument darf nicht mit einem elektro chirurgischen Instrument in Berührung kommen.
Besonders im Pharmabereich findet man viele Publikationen, die gesetzlich vorgegeben sind (SmPC = Summary
of Product Characteristics/Packungsbeilagen, PIL = Patient Information Leaflets/Beipackzettel, CTD = Common
Technical Document, MAA, PSUR, CTA usw.). Hier ist die
Einhaltung der Form und der vorgeschriebenen Inhalte
zwingend erforderlich.
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Sprachlich weisen die Texte einige Besonderheiten auf.
Die Sätze sind länger als beispielsweise in Bedienungsanleitungen für Maschinen/Geräte. Oft kommen Akronyme
vor (wie ACI / Arteria carotis interna = innere Halsschlagader). Die Terminologiedichte ist ebenfalls höher.
Durch diese sprachlichen und inhaltlichen Besonderheiten liegt der Output des Übersetzers bei ca. 1.500 bis
1.800 Wörtern am Tag (»normale Texte« ca. 2.000 Wörter), was sich indirekt auf das Honorar des jeweiligen
Übersetzers auswirkt.
Die Terminologie unterscheidet sich in mehreren Aspekten von der traditionellen Fachterminologie, wie man sie
in der Wirtschaft kennt. Während 5.000 bis 6.000 Fachausdrücke ausreichen, um die medizinische Alltagssprache zu verstehen, umfasst die Fachterminologie der
unterschiedlichen Gebiete über 2 Millionen Einträge.
Damit ist klar, dass ein Medizin- bzw. Pharmaübersetzer
nicht alle Gebiete beherrschen kann, sondern dass auch
hier im Bereich Übersetzungen eine Spezialisierung auf
einzelne Gebiete notwendig ist. Bei einem Teil der Terminologie werden mehrere Register gepflegt: 1) für den
Fachmann bzw. den Arzt Ausdrücke oft lateinischer bzw.
griechischer Herkunft: Articulatio temporomandibularis
2) für die breite Öffentlichkeit: Kiefergelenk.
Zu den interessanten Terminologiequellen zählen u. a.
die Medical Subject Headings (www.nlm.nih.gov/mesh),
deren kostenpflichtige deutsche Version über das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (www.dimdi.de) bestellbar ist, das Roche-Lexikon
der Medizin (www.roche.de) oder die OBO Ontologien
(http://obofoundry.org) mit 150 Vokabularen und
1,5 Mio. Konzepten in 17 Sprachen. Die Unterschiede in
den Nomenklaturen zwischen Amerika, Europa und Asien
führen trotz Harmonisierungsbemühungen dazu, dass die
Begriffe inhaltlich nicht immer übereinstimmen. So besteht
für die internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD)
eine ab weichende deutsche Version ICD-10-GM (GM
steht für German Modification). Weitere Systeme und
Klassifikationen wie OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel) sind für einzelne Bereiche im Einsatz.
In Sachen Qualität sind die Anforderungen deutlich
höher als an »normale« Übersetzungen. Die Qualität
steht und fällt nach wie vor mit dem Einsatz des geeigneten Fachübersetzers. Diese Experten haben oft eine medizinische, pharmazeutische oder technische Berufsausbil-
3
Übersetzung in der Medizin
dung. Zusätzlich müssen sie linguistisch begabt und mit
modernen Übersetzungstechnologien und Dateiformaten
wie XML und vielen anderen vertraut sein. In beiden
Bereichen – Life Sciences wie IT/Übersetzungstechnologie – ist zudem ständige Weiterbildung gefordert. Wie in
anderen Industriebereichen auch sind solche Fachübersetzer rar.
Viele Firmen haben daher einen standardisierten ReviewProzess, der auch die Prüfung von Übersetzungen durch
Fachleute der entsprechenden Zielländer vorsieht. Oft
sind es Ärzte oder Fachleute mit vergleichbarer Ausbildung, die die fremdsprachige Version der Dokumentation freigeben. Dies beeinflusst die gesamte Bearbeitungszeit für die Übersetzung und Lokalisierung von
Dokumenten in den Fremdsprachen. Für die Dokumentation der Qualität der Übersetzungen haben Unternehmen oder Dienstleister mit einem Qualitätssicherungsprogramm wie ErrorSpy den Vorteil, dass die
Dokumentation der Qualitätssicherung in Maschinenzeit
erfolgt.
Auch vor medizinischen Übersetzungen macht der
Kostendruck nicht Halt. Der Einsatz von Translation
Memory-Systemen (Übersetzungsdatenbanken) bringt
aufgrund des hohen Wiederholungsanteils bei standardisierten Dokumentationen einen großen Vorteil.
Es wäre der falsche Weg, an den Übersetzungshonoraren
und damit an der Übersetzungsqualität zu sparen, denn oft
führt das letztendlich zu Mehrkosten, zum Beispiel durch
aufwändigere Review- und Korrekturzyklen. Und genau
diese Reviews verursachen bei Firmen meist den größten
»Schmerz«, denn sie müssen von Mitarbeitern – Pharmakologen, Medizintechnikern, Produktmanagern – erledigt
werden, die eigentlich andere Prioritäten haben.
Á
Irritationsquellen bei der Übersetzung medizinischer Fachtexte
Die Autorin Ines Wittig-Herold, Diplom-Sprachmittlerin für FR und DE aus Grumbach, schildert in diesem Artikel Erfahrungen
aus der Praxis. Der Artikel erschien erstmals in den »Lebenden Sprachen« 1/2009 (Verlag Niemeyer/de Gruyter
www.lebendesprachen.de). Der Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Redaktion und Verlag.
Medizinische Fachtexte (1) stellen für den Übersetzer ein
komplexes und sensibles Tätigkeitsfeld dar. Zum einen
muss sich der Übersetzer inhaltliches Verständnis erarbeiten, zum anderen trifft er hier auf eine große Anzahl
unterschiedlicher Textsorten, mit deren Eigenheiten er
sich auseinandersetzen muss. Eine besondere Herausforderung stellen Textsorten dar, die im Hinblick auf die
Übersetzung spezifische Unzulänglichkeiten bergen.
Um die Ursachen dieser textsortenspezifischen Irritationsquellen zu ermitteln, wollen wir uns an dieser Stelle vergegenwärtigen, welche medizinischen Textsorten von
wem und für wen verfasst werden, welche Arten von
Unzulänglichkeiten diese Texte aus Sicht des Übersetzers
bergen können und wie diesen Herausforderungen
begegnet werden kann. Zu diesem Zweck wurden die
betreffenden Textsorten in drei Gruppen zusammengefasst. Die potenziellen Schwierigkeiten der Übersetzung
werden anhand von Beispielen für die Sprachrichtungen
Englisch-Deutsch und Französisch-Deutsch illustriert.
Zur ersten Gruppe gehören Texte, die zur Publikation in
Fachbüchern und Fachjournalen vorgesehen sind, sowie
zur Erlangung eines akademischen Grades verfasste
Arbeiten. Diese Texte richten sich an einen relativ
umfangreichen Adressatenkreis. Dies können Ärzte, Pflegepersonal, Pharmazeuten, Naturwissenschaftler und
Studenten, aber auch Pädagogen und Übersetzer (2)
sein, deren Hintergrundwissen zur jeweiligen Thematik
4
unterschiedlich angelegt ist. Die Texte dieser Gruppe sind
relativ langlebig. Darin werden Erkenntnisse zusammengefasst, systematisiert und als Arbeitsmittel nutzbar
gemacht, die über längere Zeiträume gewonnen wurden.
Demgemäß wird die Form der Darlegung eher explizit
sein: Grundlagen werden wiederholt und Fakten aus
anderen Fachgebieten einbezogen. Das Thema selbst
wird umfassend behandelt, auch sein Kontext wird in seiner ganzen Komplexität dargestellt. Überdies werden sich
die Autoren in der Regel eingehend auch mit dem
sprachlichen und stilistischen Aspekt ihres Artikels auseinandersetzen, da Buch- und Fachzeitschriftenverlage hohe
Anforderungen an die sprachliche Qualität ihrer Beiträge
stellen. Nicht zuletzt verfügen Autoren dieser Texte (im
Vergleich zu den Autoren der zweiten und dritten Textgruppe) in der Regel über eine längere Vorlaufzeit, da
Aufzeichnungen in diese Arbeiten eingehen, die bereits
im Laufe monate oder jahrelanger Forschungsarbeit entstanden sind, und Publikationen dieser Art in der Regel
einer länger( Verlagsprogramme, Dissertationen) bzw.
mittelfristigen (Fachjournale) Planung unterliegen.
Textsorten dieser Gruppe werden den Übersetzer inhaltlich fordern, jedoch in der Regel kaum stilistisch oder syntaktisch bedingte Probleme bereiten. Nun, eine Ausnahme bilden möglicherweise betont um Originalität
bemühte Texte oder ein sehr nüchterner Stil, häufige
Wortwiederholungen und Überlängen im Satzbau.
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Übersetzung in der Medizin
Eine zweite Gruppe bilden Texte, die einem genau definierten Adressatenkreis unmittelbar in der täglichen
Arbeit zur Verfügung stehen müssen. Dazu zählen etwa
Hand bücher, Arbeitsanweisungen, Bedienungsanleitungen und Schulungsmaterialien. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung von zeitnah anwendbaren
Kenntnissen und Fertigkeiten. Diese Texte zeichnen sich
durch einen formal verkürzten (zahlreiche, teilweise einrichtungsinterne, Abkürzungen; verknappte Syntax) und
inhaltlich komprimierten Stil aus (umfangreiches Hintergrundwissen über Krankheitsbilder, Therapien, klinische
und ambulante Arbeitsabläufe wird vorausgesetzt;
Fokussierung auf ein eng gefasstes Thema; Fachjargon).
Die Schwierigkeiten der Übersetzung liegen hier in eben
jener fehlenden Explizität und im oft stichwortartigen Stil.
Verkürzt dargestellte Inhalte müssen korrekt interpretiert,
Abkürzungen und Fachjargon müssen entschlüsselt und
Interna erfragt werden. Dies ist wichtig, weil der Sprachusus oft von Einrichtung zu Einrichtung differiert und der
Adressat kommentarlos übernommene, wenngleich korrekte, interne Termini technici möglicherweise nicht versteht, weil er sie nicht oder anders benutzt. Deshalb sind
u. U. Erläuterungen im Zieltext (ZT) erforderlich. Der ZT
muss also an bestimmten Stellen möglicherweise expliziter als der Quelltext (QT) sein, darf aber dennoch nicht
unnötig ausformuliert (»aufgebläht«) werden. Kurz, er
muss rasch korrekt erfassbar sein, denn dem Adressaten
in der Praxis steht in der Regel wenig Zeit zur Handhabung dieser Texte zur Verfügung. Er benötigt sie unmittelbar für seine Arbeit, d. h. er muss sie lesen, erfassen und
sofort anwenden können.
Demnach steht der Übersetzer hier vor dem Problem,
eine Syntax wählen zu müssen, die o. g. Anforderungen
an einen unmittelbaren praktischen Einsatz erfüllt, und
dabei inhaltliche Korrektheit und Vollständigkeit zu
gewährleisten.
Texte dieser Gruppe werden von Herstellerfirmen und
Pharmaunternehmen, in Forschungseinrichtungen, aber
auch Behörden (z. B. Hygiene) sowie einrichtungsintern
(z. B. für die betriebsinterne Fortbildung) entwickelt, quasi
»von der Praxis für die Praxis«. Ich wage hier die Vermutung, dass die Priorität beim Inhalt liegt und sprachliche
und stilistische Aspekte beim Verfassen eine untergeordnete Rolle spielen.
Beispiel 1: Quelle: Handbuch; QT: englisch
Beispiel 1 zeigt eine Inkonsistenz im QT.
QT: The categories include ten specific diagnostic
groupings and an eleventh »All other groups«.
Tatsächlich enthält eine in der Einleitung aufgeführte Tabelle jedoch dreizehn + 1 Kategorien. Nach einem Hinweis
an den Lektor und Rückfrage bei den Verfassern, die gleichzeitig Aufschluss über die Ursache dieser Inkonsistenz
brachte, wurde folgende Übersetzungsvariante erarbeitet:
ÜV (3): Die Einteilung erfolgt in zehn spezifische Diagnosegruppen. Die elfte Diagnosegruppe trägt die Bezeichnung »Alle anderen Diagnosegruppen«. Ferner wurden
drei Diagnosegruppen für internistische Krankheitsbilder
hinzugefügt (Anm. d. Übers.).
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Beispiel 2: Quelle: Handbuch; QT: englisch
An dieser Stelle steht der Übersetzer aufgrund fehlenden
Kontexts und verknappter Formulierung in Glossarform vor
dem Problem eines unklaren Sachverhalts:
QT: Response to treatment, medication, or anesthesia falls that are directly attributable to medical or surgical
interventions themselves.
Der Ausdruck medical wird im Englischen, auch im Rahmen
des besagten Handbuchs, oft in der Bedeutung »internistisch« ge-braucht. Im vorliegenden Falle war dies nicht eindeutig und eher unwahrscheinlich. Die Rückfrage beim Lektor bestätigte dies:
ÜV: Reaktion auf eine Therapie, Medikation oder Anästhesie: In dieser Kategorie werden Stürze erfasst, die unmittelbar einem chirurgischen oder einem anderen medizinischen Eingriff zuzuschreiben sind.
Beispiel 3: Quelle: Beipackzettel für ein medizinisches Hilfsmittel; QT: französisch
Hier wurde eine eigentlich eindeutige Aussage in eine eher
verwirrende Syntax gekleidet.
QT: Au cas où le produit serait contaminé parce
que le produit n'est pas stérile avant usage, il ne
doit pas être utilisé, mais retourné au fabricant.
Zum Erhalt des Verständnisses musste die Syntax in der ZS
stark modifiziert werden
ÜV: Ein bereits vor Gebrauch verunreinigtes Produkt ist an
den Hersteller zurückzusenden. Unsterile Produkte dürfen
nicht verwendet werden!
Beispiel 4: Quelle: Beipackzettel für ein medizinisches Hilfsmittel; QT: französisch
An anderer Stelle wurde die Bezeichnung »Bezoar« im
wahrsten Sinne des Wortes zum Stolperstein und veranlasste den Übersetzer, bei einem Facharzt nachzufragen.
QT: Après […], ce système agit comme un bézoard artificiel et se meut librement dans l'estomac.
Der Begriff »Bezoar« impliziert jedoch stets einen pathologischen Zustand. Ein »künstlicher« Bezoar im gesunden
Sinne existiert nicht. Deshalb wurde hier eine Umschreibung gewählt
ÜV: Nach dem Aufblasen bewirkt das System ein künstliches Völlegefühl und kann sich problemlos im Magen
bewegen.
Beispiel 5: Quelle: Beipackzettel für ein medizinisches Hilfsmittel; QT: französisch
Aussage unter der Rubrik »Vorsichtsmaßnahmen«:
QT: L'impossibilité de contrôler les vomissements audelà
de 10 jours ou de corriger d'éventuels troubles ioniques
peut conduire à l'ablation du système.
Diese Aussage musste überprüft werden, denn im genannten Fall besteht Lebensgefahr. Da der Kontakt zum Endkunden nicht hergestellt werden konnte, wurde nach Konsultation eines Arztes folgender Kommentar angebracht:
ÜV: Kann das Erbrechen nicht innerhalb von 10 Tagen
unter Kontrolle gebracht, und können mögliche Elektrolytverschiebungen nicht behoben werden, muss das System
möglicherweise [Anmerkung des Übersetzers: unverzüglich???, da Lebensgefahr besteht] entfernt werden.
5
Übersetzung in der Medizin
In einer dritten Gruppe werden all jene Texte zusammengefasst, die unmittelbar in der medizinischen Arbeitsumgebung verfasst und kurzfristig kommuniziert werden.
Dazu gehören Epikrisen, OP-Berichte, verbal formulierte
Laborbefunde und Korrespondenz. Diese Texte werden
häufig unter dem Zeitdruck des täglichen Arbeitsablaufes
in Klinik oder Praxis verfasst und richten sich zumeist an
einen namentlich bekannten Adressaten, d. h. weiterbehandelnde, mitbehandelnde oder überweisende Ärzte.
Hintergrundwissen zur Anamnese und Therapie des
betreffenden Patienten, auch dieser kann dem Adressaten bereits bekannt sein, wird vorausgesetzt bzw. nur kurz
erwähnt. Diese Texte sind im Vergleich zu den Texten der
zweiten Gruppe inhaltlich und gegebenenfalls syntaktisch
noch einmal verknappt.
Es sei noch einmal betont, dass diese Texte pragmatisch
und eng fokussiert abgefasst sind und dafür oft wenig Zeit
zur Verfügung steht. Dem Übersetzer können hier stilistische Unzulänglichkeiten, syntaktische Strukturen, die,
streng grammatisch betrachtet, unkorrekt sind, wie auch
unbeabsichtigte Auslassungen oder Flüchtigkeiten (z. B.
Verwechslungen von links und rechts) begegnen, die
nicht als sachliche Unstimmigkeiten oder gar Fehler zu
interpretieren sind. Aus diesem Grunde wurde für die
Überschrift bewusst der Ausdruck Irritationsquellen, und
nicht etwa Fehlerquellen, gewählt. Eine Rückfrage direkt
beim Verfasser bzw. über das Auftrag erteilende Übersetzungsbüro ist hier meist unumgänglich. Deshalb liegt der
Arbeitsaufwand bei dieser Textgruppe häufig eher in der
Rückkopplung zum Auftraggeber und in der Erfragung
von Zusammenhängen und Hintergrundinformationen
als in der Recherche von Termini technici oder fachlichen
Inhalten. Der Übersetzer kann somit für einen relativ kurzen Text dieser Gruppe u. U. erheblich mehr Zeit benötigen als für die Übersetzung eines ähnlich umfassenden
Abschnittes aus einem Artikel oder Buch.
Beispiel 6: Quelle: Epikrise; QT: französisch
Die vorliegende Epikrise besteht aus mehreren Einzelberichten. Der Verfasser verwendet hier zur Bezeichnung ein
und desselben Ereignisses aus der Anamnese des
Patienten, das an fünf verschiedenen Stellen zitiert
wird, fünf verschiedene Verben:
QT A. Sténose sousglotique congénitale péjorée par
intubation
ÜV: durch Intubation verschlechtert
QT B. Sténose sousglotique congénitale découverte lors
d'une intubation
ÜV: anlässlich Intubation diagnostiziert
QT C. Sténose sousglottique, probablement congénitale,
décompensée par l'intubation
ÜV: durch Intubation dekompensiert
QT D. Sténose sousglottique, d'origine mixte, congénitale,
aggravée après une première intubation
ÜV: nach erstmals durchgeführter Intubation verschlechtert
QT E. Sténose sousglottique, acquise après intubation
prolongée
ÜV: nach prolongierter Intubation erworben
6
Diese fünf Verben drücken vier verschiedene sprachliche
Bedeutungen aus (péjorée und aggravée können dabei
als Synonyme betrachtet werden). Somit sieht sich der
Übersetzer mit vier teils erheblich voneinander abweichenden medizinischen Sachverhalten konfrontiert. Liegt
dem Übersetzer allein dieser Ausgangstext vor und ist ihm
der Vorgang nicht aus früheren Übersetzungen bekannt,
kann er aus seiner Position heraus nicht einschätzen, ob
der Verfasser der Epikrise möglicherweise voneinander
abweichende Informationen besaß, ob die dabei auftretenden sprachlichen Differenzen aus seiner Sicht für die
Epikrise unerheblich waren, oder ob er sich des
Gebrauchs unterschiedlicher Verben und der sich daraus
ergebenden Konsequenzen für den Inhalt seiner Aussage
möglicherweise nicht bewusst war. Aufschluss bringt hier
weniger der Kontakt zum Verfasser als vielmehr die Rückfrage beim einweisenden Arzt. In jedem Falle müssen in
die Übersetzung Kommentare eingefügt werden, um
den/die Adressaten auf die genannten sprachlichen Diskrepanzen im QT aufmerksam zu machen, d. h. auch
nach Klärung des Sachverhaltes durch den einweisenden
Arztes kann der Übersetzer nicht eigenmächtig eine terminologische Angleichung der fünf fraglichen Verben
vornehmen.
Der Artikel stellt eine Annährung an die Thematik und
eine erste Auswertung des erfassten Materials dar. Die
Häufigkeit des Auftretens der genannten Irritationsquellen und deren Konsequenzen für die sachliche Richtigkeit
der Übersetzung unterstützen die eingangs getroffenen
Feststellungen, dass ein sensibler Umgang mit diesen
Fachtexten und eine kritische Einschätzung des Textverständnisses und Fachwissens (und seiner Grenzen) unabdingbar sind. Für die Übersetzung medizinischer Fachtexte macht sich angesichts der o. g. Beobachtungen in
jedem Falle eine Rückkopplung zu einem Experten –
Facharzt, Pharmazeuten, Naturwissenschaftler – erforderlich. Gleichzeitig stellt diese Problematik für den
Übersetzer ein spannendes und fortwährend motivierendes Betätigungsfeld dar.
Anmerkungen
1) Unter der Bezeichnung »medizinische Fachtexte« werden in
diesem Artikel Texte zusammengefasst, deren Hauptthema
medizinische und pflegerische Sachverhalte bilden und die sich
an einen professionellen Adressatenkreis richten. Medizinische
Abhandlungen im Rahmen belletristischer und populärwissenschaftliche Werke würden gewiss ein dankbares Betätigungsfeld
bieten, werden hier jedoch nicht einbezogen. Texte mit standardisierter Terminologie und Syntax, wie z. B. Medikamentenbeipackzettel, sind ebenfalls ausgenommen.
2) Alle Aufzählungen in diesem Artikel tragen Beispielcharakter,
stellen keine Wertung dar und erheben keinen Anspruch auf
Vollständigkeit.
3) ÜV = Übersetzungsvariante. Dabei handelt es sich um die
Übersetzung, die nach Rückfrage gemeinsam mit einem Lektor
oder Facharzt erarbeitet wurde. In einigen Fällen wären gewiss
Á
auch andere Formulierungen möglich.
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Übersetzung in der Medizin
Gefäßerkrankungen und Tumoren
Einblicke in Pathogenese, Diagnose und Therapie für Medizinübersetzer: Bericht über das erste Medizin-Seminar des
ADÜ Nord von Julia Cramer und Christina Müller, Diplom-Gebärdensprachdolmetscherinnen aus Hamburg,
1. und 2. Vorsitzende des Berufsverbandes der Gebärdensprachdolmetscher/innen in Norddeutschland e. V.
www.bgn-ev.de
»pT3pN1 Mx G3«?
Um als Sprachmittler im medizinischen Bereich immer
nachvollziehen zu können, wovon gerade die Rede ist, ist
eine Menge Hintergrundwissen von Nöten – das ist klar.
Ein Latinum ist hilfreich, Griechischkenntnisse schaden
auch nicht, und trotzdem können in einem medizinischen
Text Ausdrücke wie eben dieser auftauchen, die noch
nicht einmal einer Sprache zuzuordnen sind. Und was
macht man dann? Genau, man meldet sich beim
ADÜ Nord zu einer Fortbildung an.
Der ADÜ Nord veranstaltete am 25. und 26. April 2009
in Lübeck ein Seminar zum Thema »Medizin«, das sich an
Übersetzer richtete, die in diesem Bereich arbeiten, aber
selber nicht über eine medizinische Ausbildung verfügen.
Dass ein solches Angebot ganz offensichtlich nichts Alltägliches ist, zeigte sich nicht nur daran, dass im Vorfeld
die Presse, genau genommen die »Lübecker Nachrichten«, darüber berichtete (siehe
www.adue-nord.de →
Über uns → Medien → »Übersetzer bilden sich in der
Medizin«). Noch deutlicher sah man es daran, wie schnell
das Seminar ausgebucht war. Kurzerhand wurde umorganisiert und ein größerer Raum gefunden – und wieder
war das Seminar rasend schnell ausgebucht.
In ganz Deutschland fanden sich Interessenten, und
sogar aus Belgien, Dänemark, Großbritannien, Luxemburg und den USA reisten Teilnehmer an. Schließlich
waren durch die 45 Teilnehmerinnen (es handelte sich
um eine reine Damenriege) insgesamt 15 verschiedene
Sprachen abgedeckt. Darunter auch die Deutsche Gebärdensprache, vertreten durch zwei »echte« ADÜ-NordMitglieder und uns zwei Gäste vom Berufsverband der
Gebärdensprachdolmetscher/innen in Norddeutschland.
Gebärdensprachdolmetscherinnen?
Gleich vier Stück? Bei einem Medizinseminar? Ganz oft
wurden wir gefragt: »Warum nehmt ihr eigentlich an diesem Seminar teil? Es ist doch ein Seminar für Übersetzer?!?« Und genauso oft haben wir dann erwidert, dass
dieses Seminar auch für uns eine einmalige Gelegenheit
ist. Denn die behandelten Inhalte können wir in gleich
mehreren Einsatzgebieten gut nutzen, in denen entsprechendes medizinisches Fachwissen unabdingbar ist. Zum
Beispiel bei Einsätzen im Arbeitsleben Hörgeschädigter:
Wir dolmetschen regelmäßig für gehörlose und schwerhörige Menschen, die in unterschiedlichen Berufen im
medizinischen Bereich tätig sind – beispielsweise bei
Teambesprechungen und medizinischen Fortbildungen
sichern wir die Kommunikation. Daneben gehört natürADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
lich auch das Dolmetschen im Rahmen medizinischer
Versorgung und bei Arztterminen zu unserem Arbeitsalltag. Und auch hier ist ein profundes medizinischen Hintergrundwissen von Vorteil.
Aber wie lief das Seminar nun ab?
An beiden Seminartagen standen im Hörsaalzentrum der
Universität zu Lübeck Fachvorträge von jeweils zwei
Medizinern auf dem Programm.
Gefäßerkrankungen
Am Samstag führte uns zunächst Dr. Matthias Klinger,
Facharzt für Anatomie und Hochschullehrer, in die
Grundlagen des Herz-Kreislauf-Systems ein, machte uns
mit Aufbau und Funktion des Herzens und der Blutgefäße
sowie den Bestandteilen des Blutes bekannt. Ein Höhepunkt seiner Ausführungen war die kurze »Exkursion« in
die anatomische Ausstellung der Universität mit vielen
interessanten An- und Einblicken, bespielsweise einigen
Plastinaten, die jeder von Hagens'schen Ausstellung Ehre
gemacht hätten.
Anschließend sollte uns eigentlich Dr. Volker Deseniß, ein
niedergelassener Angiologe aus Lübeck, über Erkrankungen des Gefäßsystems informieren. Da er jedoch leider
kurzfristig erkrankt war, sprang spontan Dr. Christian
Lauer ein und hielt auf der Grundlage des vom Kollegen
vorbereiteten Vortrags eine sehr interessante Unterrichtseinheit ab. Wir bekamen auf diese Weise also doch noch
einen Überblick über das arterielle und venöse Gefäßsystem sowie dort angesiedelte Erkrankungen wie die
Venenthrombose, die Lungenembolie, die venöse Insuffizienz und die Varikosis, die Arteriosklerose, die so
genannte Schaufensterkrankheit, Schlaganfälle und die
koronare Herzkrankheit. Außerdem lernten wir verschiedene Therapieansätze kennen, die vom konservativrisikoorientierten Therapieansatz über die Ballon-Dilatation und die Verwendung von Stents bis hin zu chirurgischen Rekonstruktionsverfahren (By-pass) reichten.
Für uns Gebärdensprachdolmetscherinnen waren besonders die Ausführungen zu verschiedenen Untersuchungstechniken sehr aufschlussreich, bei denen sowohl die
eher traditionellen Untersuchungsmethoden wie das
Abtasten oder das Abhören mit dem Stethoskop als auch
moderne technische Verfahren wie das Dopplerverfahren, die (Duplex-)Sonografie, das Röntgen, die Computertomografie und die Magnetresonanztomografie vorgestellt wurden.
7
Übersetzung in der Medizin
Entspannender Abend
Einen schönen Abschluss fand dieser erste Tag dann für
alle, die in Lübeck übernachteten, beim gemeinsamen
Abendessen in der historischen Gaststätte »Schiffergesellschaft«. Hier gab es nicht nur jede Menge Gelegenheit
zum Kontakteknüpfen, sondern auch die Chance, einmal
im Leben Labskaus zu probieren.
Tumoren
Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen der Tumoren, beginnend mit dem Vortrag von Dr. Julika Ribbat,
Assistenzärztin im Institut für Pathologie an der Universität
Lübeck. Zunächst wurde aufgezeigt, wie viele verschiedene Arten von Tumoren es gibt. Dabei lernten wir auch,
dass ein gutartiger Tumor nicht per se ungefährlich ist,
und was es mit semimalignen oder in-situ-Karzinomen
auf sich hat.
Wir erfuhren, wie häufig Tumoren in Bezug auf Alter,
Geschlecht, regionale Unterschiede usw. vorkommen,
wie ihre Entwicklung verläuft und welche Stoffe diese Entwicklung beeinflussen. Anschließend wurde uns Vieles
über die Metastasierung von Tumoren und unterschiedliche Ansätze, mit denen Tumorerkrankungen nach ihrer
Bösartigkeit oder ihrem Entwicklungsstadium eingestuft
werden können, vermittelt.
Und damit wären wir auch wieder beim Anfang des Artikels. »pT3pN1 Mx G3« ist nämlich ein Code zur Einstufung einer Krebserkrankung aufgrund der so genannten
»TNM-Klassifikation«. Vorteil einer solchen Kodierung ist,
dass auf diese Weise kurz und knapp nach einheitlichem
Schema zweifelsfreie Klassifikationen für die Krankenakte
und mitbehandelnde Kollegen vorgenommen werden
können. Bei einer Brustkrebs-Erkrankung lässt sich beispielsweise aus dem Code ersehen, dass der Patientin ein
Tumor entnommen wurde, der in größter Ausdehnung
mehr als 5 cm misst (pT3), dass die beweglichen Lymphknoten der Achsel derselben Seite mit Metastasen befallen sind (pN1), dass aktuell nicht beurteilt werden kann,
ob Fernmetastasen vorliegen (Mx), und dass bei der
Erkrankung von einem Malignitätsgrad von 3 von 4 ausgegangen wird (G3).
Aufbauend auf diese Grundlagen ging Frau Dr. Ribbat
dann näher auf einige ausgewählte Tumorerkrankungen
ein, nämlich auf Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Lungenkrebs sowie verschiedene Arten von Hautkrebs.
Der Abschluss des zweiten Seminartages bildete der Vortrag von Christian Idel, Assistenzarzt in der Klinik für
Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Medizinischen
Universität zu Lübeck. Als Ergänzung zu den vorher dargestellten Tumorerkrankungen konzentrierte er sich auf
die Diagnose und Therapie von Kopf-Hals-Tumoren.
Dafür erläuterte er zunächst die anatomischen Grundlagen, danach folgten Ausführungen zu den häufigsten
Tumorerkrankungen in diesem Bereich, wie beispielsweise dem Kehlkopfkarzinom.
8
Der Vortrag von Herrn Idel umfasste das zweite praktische
Highlight: Über eine kleine Kamera durften wir live die
endoskopische Untersuchung des Nasen-Rachen-Raums
von Frau Dr. Ribbat und einer Kollegin mitverfolgen – wieder etwas, das uns Gebärdensprachdolmetscherinnen in
der Praxis noch häufig im Einsatz begegnen dürfte.
Was bleibt von diesem Seminar?
Zunächst einmal der Wunsch, noch häufiger an so liebevoll organisierten und interessanten Veranstaltungen teilnehmen zu dürfen. Angefangen bei den umfassenden
Informationen, die wir schon im Vorwege erhalten hatten,
über die Auswahl der Örtlichkeiten, der Themen und der
Dozenten bis hin zum tollen Catering gab es hier wirklich
nichts zu meckern, und unser diesbezüglicher Dank geht
an Helke Heino und Sybille Frey!
Dann – wie sollte es bei diesen Themen anders sein –
bleibt der feste Vorsatz, zukünftig wesentlich gesünder zu
leben, um möglichst viele der immer wieder gleichen Risikofaktoren auszuschalten.
Und bleibt auch etwas für die tägliche Arbeit? Aber ja,
denn zuhause gab es schnell jede Menge Aha-Erlebnisse,
als gleich in der nächsten Woche Gespräche über Hämatokrit und Myokardinfarkte gedolmetscht werden wollten
und ein Dolmetscheinsatz bei einer umfassenden kardiologischen Untersuchung auf dem Programm stand.
Á
Da dieses erste Medizin-Seminar in Norddeutschland so
gut angekommen ist und auch die Uni Lübeck von dem
Erfolg begeistert war, ist das nächste Seminar bereits in
Planung. Termin: 24. und 25. April 2010; Themen:
Stütz-/Bewegungsapparat: Anatomie, degenerative Krankheitsbilder, Diagnose, Therapie und Autoimmunologie: Grundlagen, Entzündungsforschung,
Erkrankungen.
Internationale Fachkonferenz:
Teaching Medical Translation
Unter dem Motto »Bridging the Gap: Medical Curriculum
meets Translation Methodology« richtet das Seminar für
Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg in diesem Jahr erneut die internationale Fachkonferenz Teaching Medical Translation (TMT) aus. Die Veranstaltung findet am 6. und 7. Juli 2009 im
Konferenzsaal II des Seminars für Übersetzen und Dolmetschen (SUED) statt und bietet Übersetzungswissenschaftlern und Medizinern ein internationales und interdisziplinäres Forum.
Nach dem großen Erfolg der Konferenz im vergangenen
Jahr freut sich die Englische Abteilung des Seminars, eine
Fortschreitung der Veranstaltung ausrichten zu dürfen
und die Kooperation und den Austausch zwischen WisADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Übersetzung in der Medizin
senschaftlern und Lehrenden der Medizin und der
Sprach- und Übersetzungs- bzw. Dolmetschwissenschaft
über zentrale Fragen der Lehre und des medizinischen
Fachsprachenerwerbs weiter ausbauen und vertiefen zu
können.
Weitere Veranstaltungen
Die Besucher erwartet ein vielfältiges Konferenzprogramm: Das Spektrum der Vortragsthemen reicht von
aktuellen Reformansätzen in der wissenschaftlichen
Medizinerausbildung über Aspekte der medizinischen
Fachübersetzung bis zur historischen Fachlexikographie.
Eine zentrale Stellung nimmt die Diskussion problemorientierter und kooperativer Ansätze in der akademischen
Lehre ein.
IMIA International Conference on Medical Interpreting:
Global Perspectives on Professional Medical Interpreters
Auch in diesem Jahr freuen sich der Projektleiter Prof. Dr.
Joachim Kornelius sowie die Koordinatoren Dr. Wencke
Orbán und Dr. John Stewart, zahlreiche namhafte Gastredner aus dem In- und Ausland am SUED begrüßen zu
dürfen. Hauptredner ist Prof. Dr. Patrick Bankston, Direktor der Indiana University School of Medicine Northwest
(USA). Prof. Bankston gehört zu den Pionieren der Entwicklung medizinischer Reformcurricula auf der Basis
eines Problem Based Learning. Weitere Gäste sind Prof.
Dr. Frank Austermühl, Direktor des Centre for Translation
Studies der Universität Auckland (Neuseeland), Prof. Dr.
Jörg Riecke, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft am Germanistischen Seminar, und Prof. Dr.
Michael Kirschfink, Leiter der Abteilung Immunchemie
des Instituts für Immunologie und Mitinitiator des medizinischen Reformstudienganges HEICUMED der Universität Heidelberg.
Das vollständige Konferenzprogramm findet sich unter
www.tmt-heidelberg.com. Alle Beiträge werden simultan in sieben Sprachen verdolmetscht.
Die Konferenz ist integraler Bestandteil des gleichnamigen Forschungsprojektes Teaching Medical Translation
(TMT) unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Kornelius,
Leiter der Englischen Abteilung des SUED. Das Projekt
befasst sich mit der Erforschung der Erwerbsstrategien im
Bereich der medizinischen Terminologie durch Studierende der Übersetzungswissenschaft und durch Medizinstudenten im Lernkontext eines Problem Based Leaming.
Im Rahmen des Projekts ist jüngst die Dissertation von
Dr. Wencke Orbán Über die Entlehnung konstruktivistischer Lerntheorien in die Praxis der Übersetzungswissenschaft: Kooperatives Übersetzen als kommunikationsund prozessorientierte Handlungsform des Übersetzers
(WVT, 2008) erschienen.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter
www.tmt-heidelberg.com. Kooperationspartner sind
die Indiana University School of Medicine, USA, (Prof. Dr.
Patrick Bankston und Prof. Dr. Carl Marfurt) und das
Institut für Geschichte der Medizin der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Wolfgang Eckart, Leiter Sach- und Ergänzungsfach Medizin für Studierende des SUED).
Pressemitteilung des SUED
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
9. bis 11. Oktober 2009, Cambridge (Massachusetts, USA)
• How is the interpreting profession doing in other
parts of the world? What can we learn from their
experiences?
• What are the training opportunities and requirements
in other countries?
• How are the roles of the medical interpreter viewed
elsewhere?
www.imiaweb.org/conferences/2009default.asp
14. bis 15. November 2009, Stuttgart
Einblicke in Grundlagen und Abläufe der klinischen Forschung für Übersetzer (Vorlesung und Übungen)
• Arzneimittelprüfungen, klinische Studien, Phasen,
GCP, Biometrie, Statistik
www.bdue.de → Seminare
Anzeige
Sicherheit
übersetzt man so
mg-denzer.de
Die besten Lösungen. Die günstigsten Tarife.
Die erste Adresse für den beruflichen und privaten
Versicherungsschutz qualifizierter Übersetzer.
Telefon +49 (0) 7052 - 92 47-12
9
Rechtsecke • Neue Mitglieder
Aktuelles aus der Rechtsecke
Neue Mitglieder
In dieser Rubrik berichtet Anne Molitor, die Referentin des
ADÜ Nord für Dolmetschen und Übersetzen bei Gericht,
Polizei und Behörden, regelmäßig über Entwicklungen
rund um Vereidigungen, JVEG, Dolmetschergesetze etc.
Wir freuen uns, die folgenden neuen Mitglieder begrüßen zu dürfen. Der ADÜ Nord hat nach Abzug eines Ausschlusses aktuell 352 Mitglieder.
Justizdolmetschergesetz in Schleswig-Holstein
Nachdem am 10. Juni 2009 die Beschlussempfehlung
des Innen- und Rechtsausschusses zum »Entwurf eines
Gesetzes über Dolmetscherinnen und Dolmetscher sowie
Übersetzerinnen und Übersetzer in der Justiz (Justizdolmetschergesetz – JustizDolmG)« gefasst wurde, wird der
Landtag im Rahmen der 44. Tagung des Plenums vom
17. bis 19. Juni 2009 abschließend in Zweiter Lesung
über den Gesetzentwurf beraten.
Auf der Internetseite des Landtags Schleswig-Holstein
( www.landtag.ltsh.de/infothek → 16. Wahlperiode →
Drucksachen → Nr. 2716) sind die Änderungen gegenüber dem Ursprungsgesetzentwurf durch Fettdruck kenntlich gemacht.
* = Muttersprache, § = vereidigt
Andrea Clement, Ü, §, Diplom-Übersetzerin, de*, en
Elly-Linden-Straße 3 in 23564 Lübeck
0451 2906547
0451 9895648
0151 59042401
andrea.clement@gmx.de
Lilia Graubmann, Ü/D, §, Dipl.-Dolm., de, en, ru*, uk
Alte Landstraße 3 in 22869 Schenefeld
/ 040 67383895
0178 8483307
lilia_graubmann@web.de
Steffen Kern, Ü, staatl. geprüfter Übersetzer und Dolmetscher, de*,en Münzstraße 10 in 20097 Hamburg
040 79305775
0175 7800774
kern.steffen@gmail.com
Es freut den Vorstand des ADÜ Nord, dass viele
gewünschte Änderungen berücksichtigt wurden. Wir sind
jetzt gespannt, wie das Plenum des Landtags entscheiden
wird und werden Sie auf unserer Internetpräsenz unter
»Aktuelles« und »Nachrichten« zeitnah infomieren (am)
Sven Lübcke, Ü, staatl. geprüfter Übersetzer, de*,en
Schrangenstraße 12 in 23909 Ratzeburg
04541 858856
sven-luebcke@t-online.de
Abschiedsgruß
Annekathrin Schlömp, Ü, §, Diplom-Übers., de*, en, fr, ru
Portlandstraße 25 in 33378 Rheda-Wiedenbrück
05242 5789822
05242 5789823
0157 72982781
k.schloemp@gmx.de
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,
nachdem ich viele glückliche Jahre im schönen Hamburg
verlebt habe, zieht es meinen Mann und mich in südlichere Gefilde. Wir haben uns ein neues Domizil in Oberfranken, in der Nähe von Coburg, gesucht und wollen
unserem Leben nochmal einen neuen Akzent verleihen.
Ich verabschiede mich deshalb von Euch allen, bleibe
aber dem ADÜ Nord treu und an seiner Entwicklung
interessiert. Ich denke gern an manchen Kampf zurück,
den wir im Berufsverband auszufechten hatten, um das zu
werden, was wir heute sind.
Ich werde auch weiterhin in geringerem Umfang beruflich
aktiv sein und freue mich schon heute darauf, das grüne
Infoblatt an meiner neuen Adresse zu empfangen. Allen
Kollegen und Kolleginnen, mit denen ich zeitweilig
zusammengearbeitet habe, danke ich für ihr Vertrauen
und ihre Unterstützung bei der Bewältigung umfangreicher Projekte.
Jörg G. Schmidt, Ü, geprüfter Übersetzer (IHK), de*, en
Küchgarten 6 in 21073 Hamburg 040 22944574
040 22944578
0172 5434815
mail@lingiura.de
www.lingiura.de
Adressänderungen
... von Mitgliedern finden Sie im Infoblatt nicht mehr, da
die Mitglieder ihre Daten seit Januar 2009 selbst pflegen.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die Daten der Kollegen im
Internet unter
www.adue-nord.de. Dort finden Sie
garantiert immer den neuesten Stand der Eintragungen.
Mit herzlichen Grüßen
Sonja Nagler-Reich
(Mitglied seit 1975, Schatzmeisterin 1977 bis 1986)
10
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Rezension
Wörterbuch Recht DE/FR von Fleck
Eine Rezension von Natascha Dalügge-Momme (
www.translanguages.de)
Wörterbuch Recht /
Dictionnaire juridique:
Französisch–Deutsch
Deutsch–Französisch
setzt, sondern einfach erklärt. Erklärungen sind hilfreich,
aber nur selten ein probates Mittel für Übersetzungen,
also wird man auch bei solchen Begriffen auf andere
Lexika zurückgreifen oder mit Fußnoten arbeiten müssen.
Autor: Klaus E. W. Fleck
Verlag: C. H. Beck,
München
Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die Erklärungen durchaus korrekt und hilfreich sind. Das Wörterbuch
enthält insgesamt weniger Einträge als der bewährte,
aber auch kritisierte Doucet/Fleck, ist aktueller,
beschränkt sich auf die wesentlichen Rechtsbegriffe und
enthält beide Sprachrichtungen in einem Band, wodurch
er sich besonders für den (psychologisch beruhigenden)
Transport zu Dolmetschterminen eignet.
1. Auflage 2004
600 Seiten, 28 Euro
ISBN: 978-3406491092
Wer von den Kollegen mit Arbeitssprache Französisch
und Fachgebiet Recht bereits mit dem »Wörterbuch der
Rechts- und Wirtschaftssprache Band 1 französisch–
deutsch/Band 2 deutsch–französisch« von Michel Doucet
und Klaus Fleck arbeitet und die Anschaffung eines weiteren, zugegebenermaßen ähnlichen Wörterbuchs für
überflüssig hält, lasse sich hier eines Besseren belehren.
Die Einträge in diesem Wörterbuch werden je nach juristischem Rechtsgebiet immer wieder neu aufgeführt,
sodass beispielsweise audience einen Eintrag findet,
wenn der Terminus im Prozessrecht Relevanz hat, und
einen neuen Eintrag erhält, wenn er eine andere Bedeutung im Zivil- oder Strafrecht hat. Die Bedeutung, die die
meisten Gebiete abdeckt, ist vorangestellt. Dies erhöht
die Lesbarkeit und Auffindbarkeit des Terminus.
Grammatikalische Angaben sind auf ein absolutes Minimum reduziert, da davon ausgegangen wird, dass diejenigen, die sich mit einem Rechtstext beschäftigen, kaum
mehr mit grammatikalischen Problemen zu kämpfen
haben. Auch werden die Termini in der Ausgangssprache
oft in kursiv erläutert, um sicherzugehen, dass wirklich
das gesuchte Wort übersetzt wird.
Zusammen mit den Bänden von Kaufmann »Wörterbuch
Arbeits- und Sozialrecht« sowie von Lainé »Wörterbuch/
Lexikon Wirtschafts- und Steuerrecht«, beide ebenfalls bei
C. H. Beck erschienen, und einsprachigen Standardwerken wie Creifelds und Cornu bildet diese Wörterbücher
eine zuverlässige Quelle für die Arbeit mit Rechtstexten.
Wünschenswert wäre für alle aufgeführten Wörterbücher
eine Ausgabe auf CD-Rom oder DVD.
Anzeige
Triacom
Markt und Strategie
Wenn der Wind schärfer bläst ...
Für Bezeichnungen, die es in der Realität des Landes der
Zielsprache nicht gibt, werden zum einen wörtliche Übersetzungen angeboten und zum anderen die etwa entsprechenden Begriffe oder Ausdrücke in der Zielsprache, die
der dortigen Realität entsprechen. Je nach Textsorte entscheidet der Übersetzer, welchen der angebotenen
Begriffe er wählt. Lobend ist hier zu erwähnen, dass auch
die deutschsprachigen Varianten für die Schweiz und
Österreich aufgeführt werden.
... Holen Sie die Segel ein?
... Kreuzen Sie gegen den
Wind?
... Werfen Sie Ballast ab?
... Oder ändern Sie Ihren
Kurs?
Schwierige Begriffe, für die in unterschiedlichen Lexika
durchaus umstrittene Übersetzungen angeboten werden,
wie beispielsweise Anklageschrift, finden in diesem Wörterbuch keinen Eintrag, als habe sich der Autor nicht festlegen wollen. Hier ist also weiterhin die Entscheidungsfreude des Sprachmittlers gefragt.
Holen Sie sich Verstärkung,
und verschaffen Sie sich
Orientierung mit Triacom.
Begriffe, die dem Autor unübersetzbar erscheinen wie
Conseil d'État oder Bundestag werden erst gar nicht über-
Dr. Thea Döhler • 04137 810166 • www.consulting.triacom.com
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Lassen Sie auf keinen Fall das
Ruder aus der Hand.
Steuern Sie mit Sachverstand
durch Wellentäler.
Auch im Sturm gibt es
neue Horizonte zu entdecken.
Foto: Thomas Fürböter, Photocase
11
Veranstaltungsberichte
Ausflug in eine heile Welt:
Übersetzer im Bundessprachenamt
Bericht über den »Tag der offenen Tür« beim Bundessprachenamt von Richard Schneider; ursprünglich erschienen bei
www.uebersetzerportal.de. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Richard Schneider.
Die Tür konnte nicht mehr geschlossen werden, so voll
war der Raum bei der Präsentation des „modernen Übersetzerarbeitsplatzes“ im Bundessprachenamt. Und dies
war nur eine von zahlreichen Veranstaltungen am Tag
der offenen Tür am 7. Juni 2009.
Das Bundessprachenamt ( www.bundessprachenamt.de)
beschäftigt an rund 100 Dienstorten in Deutschland
975 Beschäftigte. 450 davon sind in der Zentrale in
Hürth tätig, davon 270 als Übersetzer, Dolmetscher und
Terminologen. Rund 50 Fremdsprachenassistenten
arbeiten den Übersetzern zu und übernehmen wichtige
vorbereitende Tätigkeiten. Hinzu kommen mehrere hundert muttersprachliche Lehrer für die Sprachausbildung
von Beamten – vor allem im diplomatischen Dienst.
80 bis 90 Prozent des Übersetzungsvolumens machen
Aufträge aus der Bundeswehr aus, das Bundessprachenamt steht aber laut Gründungserlass dem gesamten
öffentlichen Dienst im Rahmen der Amtshilfe zur Verfügung.
Heinz Zundel präsentierte die Arbeitsumgebung der
Übersetzer, die aus Word und Trados besteht. Die Translation Memories des Bundessprachenamts enthalten
rund fünf Millionen Satzpaare. Zum Vergleich: Bei der EU
sind es rund 200 Millionen.
Der Sprachendienst erwartet von seinen Mitarbeitern ein
Arbeitspensum von sechs Seiten pro Tag. Zwei Drittel der
Übersetzungen werden von so genannten „Überprüfern“,
das sind besonders erfahrene Übersetzer, noch einmal
gegengelesen.
Die maschinelle Übersetzung (MÜ), für die Systran zur
Verfügung steht, wird beim Bundessprachenamt kaum
genutzt. Nur in Ausnahmefällen wird die MÜ zur Inhaltserschließung von Texten verwendet, wenn es also darum
geht zu erfahren, worum es in dem Text überhaupt geht.
Anschließend führte Annette Reißner die Terminologiedatenbank des Bundessprachenamts vor. LEXIS, das lexikographische Informationssystem, wurde bereits zu Zeiten
der Lochkarte für die Bundeswehr entwickelt, was man
heute trotz moderner Windows-Oberfläche an diversen
Beschränkungen noch erkennen kann.
LEXIS arbeitet sprachpaarbezogen, wobei Deutsch stets
Ausgangs- oder Zielsprache ist. Die Datenbank enthält
rund 1,5 Mio. Einträge in 10 Sprachen. Die meisten entfallen auf Englisch, gefolgt von Russisch, der alten
„Feindsprache“ aus den Zeiten des kalten Krieges. An
dritter Stelle liegt Französisch.
12
Die Qualitätssicherung übernehmen 17 Terminologen,
die sich regelmäßig in Terminologieausschüssen mit
Fachleuten zusammensetzen, um offene Fragen zu klären
und Vorzugsbenennungen festzulegen.
Die Terminologiedatenbank steht allen internen Mitarbeitern über das Intranet zur Verfügung. Mitarbeitern im
Auslandseinsatz wird eine Offline-Version auf DVD zur
Verfügung gestellt.
Von den anwesenden Übersetzern aus der Wirtschaft
waren viele daran interessiert, Zugriff auf die Datenbank
zu bekommen, gilt diese doch als qualitativ hochwertig
und deutlich besser als etwa die EU-Datenbank IATE, das
frühere Eurodicautom. Sie mussten jedoch erfahren, dass
es keine Möglichkeit gibt, über das Internet auf LEXIS
zuzugreifen und dass man die DVD-Version nicht käuflich
erwerben kann. Selbst die wenigen und selten beschäftigten freien Mitarbeiter des Amtes erhalten keinen Zugriff
auf LEXIS.
Zum Abschluss präsentierte Peter Krüger seine Erfahrungen mit der Profi-Version von Dragon Naturally Speaking. Die Diktiersoftware wird zurzeit von 10 Mitarbeitern
des Amts im praktischen Einsatz getestet.
Bereits nach kurzer Einarbeitungszeit seien die Ergebnisse
der Spracherkennung erstaunlich gut, was den Anwesenden ausführlich demonstriert wurde. Allerdings ändere
sich die Arbeitsweise beim Übersetzen. Krüger liest sich
den Ausgangstext zunächst komplett durch, klärt Terminologiefragen und fängt dann erst an zu diktieren.
Problematisch sei die Spracherkennung, wenn man
erkältet und heiser sei. Jemand aus dem Publikum wollte
wissen, ob sich durch Dragon denn die Produktivität beim
Übersetzen erhöht habe. Darauf erklärte Krüger mit
einem Augenzwinkern, diese Frage sei nicht zulässig.
Von den anwesenden freiberuflichen Übersetzern hatten
sicherlich viele gehofft, vom Bundessprachenamt mit Aufträgen bedacht zu werden. Das Amt vergibt allerdings nur
in seltenen Ausnahmefällen Übersetzungen nach außen,
da der gesamte Bedarf intern abgedeckt werden kann.
Auch diejenigen, die sich Hoffnungen auf eine Festanstellung gemacht hatten, wurden enttäuscht. Die Mitarbeiterzahl des Bundessprachenamts ist in den vergangenen Jahrzehnten praktisch konstant geblieben. Offene
Stellen werden nur dann ausgeschrieben, wenn Mitarbeiter aus dem Sprachendienst ausscheiden.
Und trotzdem hat wohl keiner der angereisten freien
Übersetzer sein Kommen bereut. War der Tag doch eine
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Veranstaltungsberichte
spannende Exkursion in eines der letzten großen und
offenbar noch weitgehend intakten Reservate für angestellte und verbeamtete Sprachmittler. Eine kleine heile
Welt mit ganz offensichtlich glücklichen Einwohnern,
denen die Stürme der Weltwirtschaftskrise nichts, aber
auch gar nichts anhaben können. Das weitläufige
Gelände ist wie eine Kaserne mit hohen Zäunen und
Schlagbaum nach außen abgeschottet und wirkt wie ein
Zoo, in dem die vom Aussterben bedrohten Arten des
angestellten und verbeamteten Übersetzers gehegt und
gepflegt werden.
Ausführliche Informationen über die Geschichte und die
Aufgaben des Bundessprachenamts enthält das 56-seitige Programmheft, das gleichzeitig auch eine Art Jubiläumsschrift aus Anlass des 40-jährigen Bestehens ist.
Workshops zur Textverarbeitung
Ein Bericht von Gabi François (
www.francois-fachuebersetzungen.de) über zwei ADÜ-Nord-Workshops
Am 6. Juni 2009 fand in Hamburg eine zweiteilige Veranstaltung des ADÜ Nord über verschiedene Aspekte der
Textverarbeitung statt.
Am Vormittag weihte uns Christine Mielsch unter dem
Thema »Word für Findige« in ausgefuchste Tricks ein,
die uns bei Layoutarbeiten in Word das Leben sehr
erleichtern dürften. Der Bogen wurde von Absatzformatierungen und Darstellung/Bearbeitung der Gliederung
eines Textes über die Erstellung von Inhaltsverzeichnissen
und einem Exkurs in die Feldfunktionen bis hin zur Erstellung und Zuweisung von Formatvorlagen gespannt.
Auf den ersten Blick ungewöhnliche Nutzungen der Kopfzeile (Hintergrundgrafik einfügen) oder der Funktion
»Suchen & Ersetzen« eröffneten Perspektiven für einen
etwas anderen Umgang mit Word.
Natürlich kamen auch die »Shortcuts für Tastatur-Fetischisten« nicht zu kurz, also die Tastenkombinationen,
mit denen sich Befehle in Word schnell aufrufen lassen,
ohne dass man sich umständlich mit der Maus durch das
Menü hangeln muss. Zur Verdeutlichung hier ein paar
häufig benutzte Shortcuts:
Strg+s = sichern
Strg+c = kopieren
Strg+f = suchen/finden
Strg+a = alles markieren
Strg+v = einfügen
Scannens an sich, über PDF (Portable Document Format),
OCR (Optical Character Recognition) und TWAINSchnittstellen (Standard zum Datenaustausch zwischen
Bildeingabegeräten und Textprogrammen).
Danach führte er uns die Anwendung von Abbyy FineReader und Abbyy Transformer vor, wies auf die Hauptunterschiede in den Ergebnissen hin und zeigte die jeweiligen Stärken beider Programme auf. Abbyy FineReader
kann auch schlecht lesbare Texte (wie einge-scannte
Faxe) und grafische Elemente verarbeiten, der Transformer ist dagegen ein reiner Konvertierer, der nur »reine«
Texte umwandeln kann, die sich in PDF-Dateien markieren lassen. FineReader bietet daher mit Abstand mehr
Möglichkeiten als der Transformer, wobei die neueste
Version 9.0 gegenüber den Vorgängern deutlich verfeinerte Funktionen hat. Diese Informationen waren für viele
von uns im Hinblick auf eine Kaufentscheidung wichtig.
Wie bei jedem guten Seminar fand aber auch ein reger
Austausch von Tipps und Kniffen unter den Kolleginnen
statt, beispielsweise:
Frage: Wie bearbeitet ich am einfachsten Power-PointDateien in einem TM-System?
Antwort: PPT mit Werecat in DOC umwandeln, bearbeiten und die fertige Übersetzung mit Werecat zurück in die
PPT exportieren ( www.volny.cz/ddaduc/werecat.html)
Angesichts der Fülle der interessanten und wichtigen Themen bedauerten viele Teilnehmerinnen, dass für diesen
Teil nur ein halber Tag zur Verfügung stand. So konnten
ein paar Punkte nur schnell gestreift werden, die wir
sicherlich gern vertieft hätten. Allerdings bekamen wir
sehr gutes Schulungsmaterial ausgehändigt, mit dem wir
die Inhalte des Workshops und benachbarte Gebiete
nacharbeiten können und das auch als Nachschlagewerk geeignet ist.
Frage: Was mache ich, wenn mein Kunde eine bestimmte
Schriftart verwendet wissen will, die auf meinem Rechner
nicht installiert ist?
Antwort: Schriftart vom Kunden liefern lassen und über
Start → Einstellungen → Systemsteuerung → Schriftarten
in C:\Windows\Fonts installieren. (Wichtig: Diese Schrift
wegen des Copyrights ausschließlich für die Texte dieses
Kunden verwenden!)
Am Nachmittag ging es um die Konvertierung von
Nicht-Word-Dateien. Dieser Schritt wird im Übersetzeralltag immer wichtiger, denn Kunden gehen zunehmend dazu über, Dateien in Formaten wie PDF, TIF, JPG
usw. zu schicken. Zunächst gab Dieter Bromberg uns
einen Überblick über den theoretischen Hintergrund des
Frage: Wie kann ich mehrsprachige Texte konvertieren?
Antwort: Text im FineReader einlesen. Die Textteile je
Sprache markieren und diesen Bereichen die jeweilige
Erkennungssprache zuweisen. Anschließend unbedingt
die betreffenden Blöcke noch einmal einlesen, dann erst
in Word abspeichern.
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
13
Praxistipp Textverarbeitung
Frage: Wie erkennt man ganz schnell, ob eine PDF konvertierbar ist oder nicht?
Antwort: Text mit Strg+A markieren. Wenn er blau unterlegt wird, ist er konvertierbar, sonst nicht.
Wenn es also nur um die Konvertierung des reinen Textes
geht, mag dies schon reichen: Text in der PDF insgesamt
markieren, kopieren und in eine leere DOC einfügen.
Dann wird allerdings keinerlei Formatierung mit übernommen, außerdem muss man mit einem festen
Umbruch am Ende jeder Zeile rechnen.
Man sollte so viel wie möglich bereits im FineReader
bereinigen und nicht in die DOC mit übernehmen. Dazu
gehören nicht erforderliche Blöcke wie Stempel und
Unterschriften. Manche Seiten können komplett gelöscht
werden, da sie schneller von Hand zu erstellen als einzulesen sind. Und auch die Zuweisung der richtigen Bereichstypen (Text, Tabelle usw.) erspart viel Nacharbeit.
Das Fazit der Teilnehmerinnen: Der Tag hat sich in jeder
Hinsicht gelohnt – Wiederholung/Fortsetzung zwecks
Vertiefung unbedingt gewünscht!
Á
Ganz wichtig für die effiziente Arbeit mit Abbyy FineReader ist auch der Praxistipp einer Teilnehmerin, die bereits
einige Vorkenntnisse mitbrachte:
Praxistipp Word: In Position gebracht
Noch ein paar weitere Tipps zum Umgang mit Texten liefert dieser Artikel von Holger Matthes ( holger.matthes@gmx.de),
der ursprünglich in der Zeitschrift »technische kommunikation« 5/09 der Gesellschaft für Technische Kommunikation e. V.
– tekom erschienen ist. Der Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors, der tekom und des Verlags
Schmidt-Römhild in Lübeck.
Mit Hilfe eines Positionsrahmens lässt sich ein rechteckiger Bereich, alternativ ein Container in einem Dokument
definieren. Der Positionsrahmen kann einen oder mehrere Absätze enthalten. Vor allem für komplexe Dokumenten eignen sich Positionsrahmen, da sie als Attribut
einer Absatz-Formatvorlage definiert werden können.
In Word 2007 verbirgt sich der Positionsrahmen in der
Entwicklerregisterkarte unter Entwicklertools → Steuerelemente → Legacytools → Horizontalen Rahmen einfügen.
Über den Dialog Formatvorlage ändern lässt sich der
Positionsrahmen auch aufrufen oder direkt einer AbsatzFormatvorlage zuweisen.
Werfen wir zunächst einen Blick auf zwei typische Einsatzbereiche für Positionsrahmen:
Die genauen Einstellungen für den Positionsrahmen
erfolgen über den entsprechenden Dialog, und zwar
durch Doppelklick auf den Positionsrahmen. Das Verschieben des Positionsrahmens mit der Maus führt nur zu
unkontrollierten Werten und Bezügen.
1. Abbildungen mit maximaler Breite und Abbildungsbeschriftung werden vom Text umflossen.
2. Marginalien werden mit Positionsrahmen außerhalb
des Satzspiegels positioniert.
Breite und Höhe
Die Breite eines Positionsrahmens kann im Dialog Positionsrahmen auf unterschiedliche Weise festgelegt werden:
• Genau – genauer, fester Wert in Zentimetern, wenn
eine größere Abbildung in einen solchen Positionsrahmen eingefügt wird, wird sie von Word automatisch kleiner dargestellt, so dass sie in den verfügbaren Platz passt.
• Automatisch – die Breite des Positionsrahmens passt
sich automatisch an die Breite des Inhalts an.
Die Höhe wird ebenfalls im Dialog Positionsrahmen festgelegt:
Beispiele für Positionsrahmen
Positionsrahmen erzeugen
Microsoft hat den Positionsrahmen in den Versionen
2002 und 2003 ziemlich versteckt. Der Anwender kann
zunächst ein Textfeld einfügen und dieses dann später in
einen Positionsrahmen umwandeln: Format → Textfeld
→ Reiter Textfeld → Zu Positionsrahmen umwandeln.
14
• Genau – genauer, fester Wert in Zentimetern
• Automatisch – die Höhe des Positionsrahmen passt
sich automatisch an den Inhalt an, zum Beispiel an
die Textmenge.
• Mindestens – Mindesthöhe für den Positionsrahmen,
bei mehr Inhalt wächst der Positionsrahmen entsprechend mit.
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Praxistipp Textverarbeitung
Positionierung
Die genaue Position des Positionsrahmens wird als horizontaler und vertikaler Wert zum Bezugspunkt Absatz
oder Seite festgelegt. Die horizontale Position bestimmt
der Anwender im entsprechenden Feld. Hier kann eine
Angabe in Zentimetern stehen. Über das Dropdown-Feld
sind relative Positionsangaben möglich wie Links, Rechts,
Zentriert, Innen oder Außen.
Wie diese Festlegung zu verstehen ist, wird im Dropdown-Feld Relativ zu noch genauer festgelegt. Der Wert
Seite bezeichnet wirklich die ganze Papierseite. Wenn der
Anwender beispielsweise Zentriert – Seite ausgewählt,
wird der Positionsrahmen auf der Seite zentriert, unabhängig von den Seitenrändern.
Der Dialog Positionsrahmen
Bezugspunkt: Absatz oder Seite?
Die Position des Positionsrahmens kann entweder in
Bezug zu einem Absatz oder zur Seite festgelegt werden.
• Bezug zum Absatz – der Positionsrahmen ist immer an
einem Absatz ausgerichtet. Dieses Verfahren kommt
zum Beispiel bei der Marginalie zum Einsatz, da der
Marginalientext immer auf gleicher Höhe zum nebenstehenden Absatz ausgerichtet sein soll. Wenn sich
der normale Absatz verschiebt, verändert sich auch
der Positionsrahmen entsprechend. Dazu muss die
Option mit Text verschieben im Dialog Positionsrahmen aktiviert sein.
• Bezug zur Seite – der Positionsrahmen steht immer an
einer festen Position auf einer Seite, zum Beispiel als
Adressfeld oder Logo auf einem Briefpapier. Allerdings hängt dieser Positionsrahmen immer noch an
einem Absatz. Verschiebt sich dieser Absatz auf eine
neue Seite, dann verschiebt sich auch der Positionsrahmen auf diese neue Seite.
Wenn Verankern nicht aktiviert ist, dann hängt sich der
Positionsrahmen immer an den nächstliegenden Absatz,
wenn man ihn mit der Maus verschiebt. Dabei ändern
sich auch die vertikalen und horizontalen Bezüge im Hinblick auf diesen neuen Absatz … und das alles ohne wirkliche Kontrolle.
Mit der Option Verankern kann der Anwender festlegen,
ob der Positionsrahmen genau an einem bestimmten
Absatz hängt oder am nächstliegenden Absatz. Um mehr
Kontrolle zu haben, bietet es sich an, »Verankern« auszuwählen. Neben dem Objekt-Anker erscheint ein kleines
Vorhängeschloss.
Wenn nun der Positionsrahmen mit der Maus verschoben
wird, ändert sich der Bezug zu diesem bestimmten Absatz
nicht. Lediglich die Angaben über die vertikale und horizontale Position in Bezug zu diesem Absatz ändern sich.
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Im einspaltigen Layout sind die Bezugspunkte Seitenrand
und Spalte identisch. Der Seitenrand meint den Satzspiegel, also die Nutzfläche der Seite. Im Mehrspaltensatz
kann mit Spalte eine spaltenbezogene Position festgelegt
werden.
Die vertikale Position wird im entsprechenden Feld angegeben. Hier kann eine Angabe in Zentimetern stehen.
Über das Dropdown-Feld lässt sich die relative Position
bestimmen, wie Oben, Unten, Zentriert, Innen oder
Außen.
Das Dropdown-Feld Relativ zu mit den Werten Seitenrand, Seite und Absatz verhält sich genauso wie bei der
horizontalen Positionierung. Mit der Option Abstand zum
Text wird der horizontale, alternativ der vertikale Abstand
festgelegt, der zwischen dem normalen Text und dem
Positionsrahmen eingehalten werden soll.
Verschiedene Einstellungen für vertikale Position
relativ zu Absatz
Formatierung
Der gesamte Positionsrahmen kann mit den Attributen
aus dem Bereich Rahmen und Schattierung formatiert
werden. Wichtig ist, dass hier unter Übernehmen für die
Option Frame ausgewählt wird. Die Absätze und Zeichen
innerhalb des Positionsrahmens kann der Anwender mit
Absatz- und Zeichenattributen formatieren.
Falls unterschiedliche Absatz-Formatvorlagen in einem
Positionsrahmen verwendet werden sollen, dann sollten
diese Formatvorlagen auf der Formatvorlage mit den
Angaben über den Positionsrahmen basieren – und somit
die Positionsrahmen-Einstellungen erben.
15
Praxistipp Textverarbeitung
Oder die Positionsrahmenangaben müssen für diese Formatvorlage wiederholt werden. Ansonsten werden die
entsprechenden Absätze beim Zuweisen der Formatvorlage außerhalb des Positionsrahmen im normalen Textbereich dargestellt.
Unterschiede zu Textfeldern
Positionsrahmen und Textfelder können für sehr ähnliche
Anforderungen verwendet werden. Bevor der Anwender
entscheidet, die eine oder die andere Variante zu verwenden, sollte er die Unterschiede kennen:
• Positionsrahmen können als Attribut einer Absatz-Formatvorlage definiert werden. Textfelder können nicht
als Teil einer Formatvorlage definiert und müssen
immer wieder neu eingefügt werden. Eine zentrale
Änderung aller Bereiche ist nur möglich, wenn sie als
Teil einer Formatvorlage definiert sind.
• Positionsrahmen liegen auf der gleichen »Ebene« wie
der normale Text. Der normale Text kann also nicht
vor oder hinter dem Positionsrahmen gedruckt werden. Textfelder hingegen schweben über- oder unterhalb der Textebene.
• Textfelder können mit anderen Zeichenobjekten gruppiert werden, zum Beispiel Textfeldern oder Pfeilen.
Positionsrahmen können nicht gruppiert werden.
• Texte und Absätze können von einem Textfeld in ein
anderes Textfeld »überlaufen«, wenn die Textfelder
miteinander verknüpft sind.
Jährliche Honorarumfrage
des BDÜ
Der BDÜ veröffentlicht jährlich einen Honorarspiegel für
Übersetzungs- und Dolmetschleistungen, der auf einer
Online-Befragung der Branche basiert. Die diesjährige Umfrage wird vom 1. Juni bis 30. Juni 2009
durchgeführt. Alle Anbieter von Übersetzungs- und Dolmetschleistungen mit Sitz in Deutschland sind eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen. Die Beantwortung
der Fragen wird maximal 10 Minuten in Anspruch nehmen.
Die abgefragten Daten beziehen sich jeweils auf das Vorjahr. Erweitert wurde die Umfrage dieses Jahr um die Fragen zur Abrechnung nach Normseiten, zu Organisationshonoraren von Dolmetschern und zu Preisstaffelungen
bei Übersetzungen mit TM-Tools. Aktuell hinzugefügt
wurden auch Fragen zu den Auswirkungen der Wirtschaftskrise.
Der in der Reihe »BDÜ aktuell« erscheinende Honorarspiegel für Übersetzungs- und Dolmetschleistungen ist
übersichtlich nach Branchen und Sprachen untergliedert
und bietet eine Fülle hilfreicher Informationen sowohl für
Übersetzer und Dolmetscher wie auch für Kunden. Er
schließt eine seit Jahren bestehende Nachfragelücke, wie
die Verkaufszahlen der vergangenen Monate bestätigt
haben.
• Inhalte von Positionsrahmen können für Verzeichnisse
ausgelesen werden, in Textfeldern ist dies nicht möglich.
Den neuen Honorarspiegel können Interessenten im
4. Quartal 2009 bei der BDÜ Service GmbH bestellen.
• Positionsrahmen und Textfelder können mit einem
bestimmten Absatz verankert werden – »Verankern«Option. Wenn diese Option nicht aktiviert ist, hängt
der Positionsrahmen oder das Textfeld immer am
nächstliegenden Absatz, aber eben nicht an dem
Absatz, den man als Anwender im Auge hat.
Damit auch der neue Honorarspiegel wieder ein Erfolg
wird, freut sich der BDÜ über Ihre Teilnahme an der
Umfrage unter www.bdue.de/umfrage.
• Kopiert, entfernt oder schneidet der Anwender den
Absatz aus, an dem ein Textfeld oder ein anders Zeichenobjekt hängt, gilt dieser Vorgang auch für das
Textfeld. Ein Positionsrahmen bleibt davon völlig
unberührt – trotz seines Bezugs zum Absatz.
Mitteilung des BDÜ
Rezensionsangebot
• Zwei Positionsrahmen können sich überlagern,
obwohl sie auf der gleichen »Textebene« liegen. Der
Absatz, der später im Dokument kommt, gewinnt und
liegt über dem vorherigen.
»Vom Übersetzen zum Simultandolmetschen: Handwerk
und Kunst des zweitältesten Gewerbes der Welt« von
Mediendolmetscher Jochen Stähle (Verlag Franz Steiner
in Stuttgart, 413 Seiten, ISBN 978-3-515-09360-6,
29,90 Euro
• Die Überlagerung von Textfeldern untereinander
beziehungsweise in Bezug zum Text auf der Textebene
kann für jedes Textfeld/Zeichnungsobjekt festgelegt
werden.
Á
Der Verlag hat uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Nun suchen wir einen erfahrenen Simultandolmetscher und Übersetzer, der dieses Werk für das
Infoblatt (August- oder Oktober-Ausgabe) rezensiert.
Interesse? Dann melden Sie sich bitte bei
infoblatt@adue-nord.de
16
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
DIN EN 15038 • Nachrichten
Artikelsammlung zur
DIN EN 15038 (2006 bis 2008)
Das Kollegentreffens des ADÜ Nord im Mai widmete sich
dem Thema »Zertifizierung: Muss das sein?« Aus diesem
Anlass haben wir eine kleine Literaturliste zum Thema
DIN EN 15038 zusammengestellt. Viele der Artikel können aus dem Internet heruntergeladen werden; alte Ausgaben des MDÜ kann man beim BDÜ kaufen.
Registrierung/Zertifizierung
Der »kleine« Unterschied von Paul Buller, MDÜ 4/2008
(Nachdruck aus ProduktGlobal 4/2008)
Vertrauen ist gut, ist Prüfung besser? von Jutta Witzel,
MDÜ 1/2007
Entstehung/Inhalt
Wozu Normen? Wohin die Reise? von Terence Oliver,
Infoblatt 4/2006
Neue Norm für Übersetzungsdienstleistungen in Kraft:
DIN EN 15038 löst DIN 2345 ab von Richard Schneider,
Übersetzerportal November 2006
Nachrichten
Seit Januar 2009 ist unsere runderneuerte Internetpräsenz im Netz und erfreut sich großer Beliebtheit. Die
Suche in der Mitgliederdatenbank ist sehr flexibel, und
seit Anfang Juni ist auch eine tagesaktuelle PDF-Version
der Grünen Liste wieder herunterladbar (siehe auch
»Aus dem Vorstand« auf Seite 3).
In der Rubrik »Nachrichten« auf der Startseite finden Sie
nahezu täglich neue Informationen aus der Welt der
Sprachmittler. Hier einige wichtige Nachrichten der letzten Zeit in Kürze:
Steuerliche Abzugsfähigkeit des häuslichen
Arbeitszimmers
Zwei neuere Beschlüsse lassen hoffen, dass die steuerliche Abzugsfähigkeit des häuslichen Arbeitszimmers bald
wieder etwas weniger streng ausgelegt wird. Auf unserem
Kollegentreffen zum Thema Steuern im März 2009 hatte
ein Konferenzdolmetscher berichtet, dass ihm die
Abzugsfähigkeit seines Arbeitszimmers vom Finanzamt
verweigert worden war, weil er darin nicht den Hauptteil
(inhaltlich und zeitlich) seiner Tätigkeit verrichte.
Die Anwendung fördern? vom Vorstand des BDÜ,
MDÜ 1/2007
Ähnlich ablehnende Bescheide mit gleicher Begründung
müssen seit 2007 auch Lehrer hinnehmen. In Niedersachsen gibt es jetzt zwei Beschlüsse (Finanzgericht Münster, 8. Mai 2009, 1 K 2872/08 E, und Nieders. Finanzgericht Hannover, 2. Juni 2009, Az.:7 V 76/09) zu
entsprechenden Klagen. Die Begründungen lassen sich
auch auf Dolmetscher anwenden.
Heils- oder Unglücksbringer? von Jutta Witzel,
MDÜ 1/2007
Die ganze Nachricht:
www.adue-nord.de → Archiv →
Nachrichten → Juni 2009-06-08
Wie weit ist es bis zum Branchenstandard? von
Manuel Cebulla, MDÜ 1/2007
Zahlungsmoral von Kunden prüfen
Bedeutung der DIN EN 15038 für die Praxis der Übersetzungsdienstleister von Christine Holtz-Stosch, Übersetzerportal November 2006 (Nachdruck von DIN CERTCOWebsite)
DIN EN 15038: Neue Norm für Übersetzungsdienstleistungen von Manuela Hübner, Infoblatt 3/2007
(übersetzter Nachdruck aus ITI Bulletin 1/2007)
Gegenposition
Gegenposition und Brief an DIN-Institut von Kornelia
Meyer, Infoblatt 3/2007
Stellungnahmen von DIN-Institut und Prof. P. A. Schmitt,
Infoblatt 3/2007
Leserbriefe von K. Meyer, BDÜ-Stammtisch Offenbach, I.
Hoffmann, G. Gruber, N. Dönike, MDÜ 1/1007
Aktuelle Betrachtungen
Gedanken zur Norm DIN EN 15038 »Translations
Services« von Enrique López-Erbri, TransRelations
3/2008 (BDÜ Bremen/Niedersachsen)
Veranstaltungsbericht »Die DIN 15038-2006« von Isabel
Schwagereit, FORUM 4/2008 (ATICOM)
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Oft wird die Freude über die erfolgreiche Akquise eines
Neukunden von einem mulmigen Gefühl begleitet: Wird
der Kunde wie vereinbart zahlen? Oder ist er einer von
den notorischen Spätzahlern, bei denen man sein Geld
immer erst nach diversen Nachfragen und Mahnungen
bekommt? Oder schuldet er anderen Kollegen bereits
Um als freiberuflicher Einzelkämpfer wenigstens vor den
bekannten Problemkunden gewarnt zu sein, empfiehlt
sich die Mitgliedschaft in sogenannten Zahlungsmorallisten. Mitglieder dieser moderierten Mailinglisten sind
Sprachmittler aus aller Welt; einziges Thema ist die
Zuverlässigkeit von Kunden aller Art (Direktkunden,
Agenturen, Behörden, Kollegen) bei der Bezahlung von
Sprachmittlerleistungen.
Natürlich ist eine Anfrage in diesen Listen keine Garantie
dafür, dass der vielversprechende neue Kunde tatsächlich fristgerecht zahlen wird, aber zumindest kann man
ausschließen, auf branchenbekannte Problemkunden
hereinzufallen.
Die ganze Nachricht:
www.adue-nord.de → Archiv →
Nachrichten → Mai 2009-05-15
17
Seminare des ADÜ Nord
Seminarangebot ADÜ Nord
Diesem Juni-Infoblatt liegt das Seminarprogramm
für die zweite Jahreshälfte 2009 bei. Nachfolgend
stellen wir Ihnen die nächsten Seminare des ADÜ Nord
vor.
Seminar 2009-M3
SDL Trados: Tipps für
Minimalisten
Referentin: Jacqueline Marcella Breuer
AkÜ, FASK in Germersheim, seit
1986 freiberufliche Fachübersetzerin für technische Dokumentationen
in verschiedensten Formaten; Erfahrung in der Anwendung von Trados
seit 1997 sowie von Transit
Informationen über alle Seminare und Referenten finden
Sie auch im Internet unter
www.adue-nord.de → Weiterbildung, wo ebenfalls das Seminarprogramm 2009 als
PDF bereit steht.
Bitte beachten Sie die Anmeldeformalitäten: Rücktritte
sind bis 8 Tage vor dem Seminartermin gegen eine
Gebühr von 10 € möglich; eine rechtzeitige Anmeldung
und Bezahlung bis zum Frühbuchertermin wird mit einem
Frühbucherrabatt belohnt.
Viele unserer Seminare sind in diesem Jahr auch als
Kombipaket zu einem günstigeren Preis buchbar. Bitte
beachten Sie die entsprechenden Anmerkungen bei den
einzelnen Seminaren.
Die Mitgliederkonditionen gelten außer für ADÜNord-Mitglieder auch für Mitglieder in Mitgliedsverbänden der FIT (wie ATA, Aticom, BDÜ, SFÖ, Universitas ...) sowie für Mitglieder des BGSD, DTT, QSD, der
Staatlichen Fremdsprachenschule Hamburg (SFS) der
tekom, des VdÜ und der WKÖ.
Berichte über ADÜ-Nord-Seminare finden Sie regelmäßig im Infoblatt des ADÜ Nord sowie auf unserer Internetpräsenz
www.adue-nord.de → Weiterbildung →
Berichte.
Wenn Sie ADÜ-Nord-Mitglied sind, melden Sie sich auf
der Internetpräsenz mit Benutzername und Kennwort an,
bevor Sie ein Seminar buchen. Ihre Daten werden dann
automatisch in das Anmeldeformular übernommen und
Sie brauchen es nicht mehr von Hand auszufüllen.
Für alle Seminare gelten unsere Teilnahmebedingungen, die Sie auf der letzten Seite es aktuellen Seminarprogramms finden. Außerdem können Sie die Bedingungen unter www.adue-nord.de → Weiterbildung →
Bedingungen einsehen. Gedruckte Exemplare können
Sie bei Noëlle Friebel in der Geschäftsstelle des ADÜ
Nord (Telefon +49 40 2191001) oder bei der Beauftragten des ADÜ Nord für Weiterbildung Georgia Mais
(Telefon +49 40 21986625) anfordern.
Info und Anmeldung für alle Seminare unter
www.adue-nord.de → Weiterbildung.
Datum und Ort
Samstag, 29. August 2009, 10 bis 14 Uhr in der
Geschäftsstelle des ADÜ Nord in Hamburg
Lerninhalte
Vor allem Personen, die bereits mit Trados arbeiten,
dieses Tool jedoch äußerst minimalistisch einsetzen,
sollen die vielfältigen Funktionen besser kennenlernen. Am Ende des Workshops sollen sie möglichst
zuversichtlich und mutig im Umgang mit Trados sein.
• Konkordanz nutzen
• Nachträgliche Änderungen von Einträgen im TM
• Was tun, wenn der Kunde den ausgangssprachlichen
Text im Framemaker-Format liefert?
• Was tun, wenn der Kunde ein xml-Format wünscht?
• Wie bearbeite ich XLS-Tabellen, die mehrsprachig
aufgebaut sind? Worauf muss ich dabei besonders
achten?
• Was darf ich beim Alignment auf keinen Fall
machen?
• Der Kunde schickt nur eine PDF - worauf muss ich
beim Layout achten, damit ich mir das Leben bei der
Bearbeitung des exportierten Textes mit Trados einfach machen kann?
• Einige Hinweise zum Translation Memory Exchange
und den Fallstricken!
• Mini-Ausflug zu Transit Satellite - Muss ich von vornherein bei einer Kundenanfrage passen, nur weil ich
lediglich Trados habe?
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Max. 5 Personen, die bereits mit Trados arbeiten, dieses Tool jedoch nur wenig einsetzen. Teilnahmevoraussetzung ist ein eigener Laptop mit lauffähigem Trados sowie, bei Interesse, auch Transit Satellite (kann
man kostenlos herunterladen).
Teilnahmebeitrag (zzgl. 19 % MwSt.)
Mitglieder 55 € (Frühbucher 50 €)
Nichtmitglieder 75 € (Frühbucher 70 €)
Frühbucherrabatt bis 29. Juli 2009
18
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Seminare des ADÜ Nord
Seminar 2009-O3
Projektorganisation: Qualitätssicherung im Übersetzerteam
Referent: Hans Christian von Steuber
Hans Christian von Steuber ist
Diplom-Fachübersetzer, Studium in
Hildesheim, Manchester und Austin
(Texas), Tätigkeit als Terminologe in
Berlin, seit 1991 mit eigenem Übersetzungsbüro »Dialog Übersetzungen« in Oldenburg (www.dialogtranslations.com). Ab 1994 setzte er
TM-Tools zur Rationalisierung der Übersetzungsabläufe ein; seit 2001 sorgt der Translators' Office
Manager (TOM) für ein effizientes Projektmanagement. Als Plattform dienen Windows XP und Mac OS
X.
Datum und Ort
Samstag, 5. Sept. 2009, 10 bis18 Uhr in Hamburg
Lerninhalte
Vom Auftragseingang bis zur Lieferung - wie lässt sich
der Übersetzungsprozess im Team so steuern, dass
Reibungsverluste minimiert werden und ein qualitativ
hochwertiges Produkt beim Kunden ankommt? Das
Seminar beschreibt die Arbeitsabläufe von der Angebotserstellung über die Teamzusammenstellung bis
zur Qualitätsrückmeldung. Schwerpunkte sind die
Software-gestützte Projektverwaltung mit dem »Translators' Office Manager« (TOM) und der formalisierte
Informationsfluss zwischen Projektleiter, Übersetzer
und Kunde.
• Logistik bei der Zusammenarbeit mehrerer Übersetzer
an unterschiedlichen geografischen Standorten
• Mit mehreren beteiligten Übersetzern und/oder
Sprachkombinationen terminologische Einheitlichkeit, homogenen Stil und formale Richtigkeit sichern
• Vorstellung der Auftragsverwaltungs-Software TOM
• Qualitätssicherungsfunktionen von TM-Software am
Beispiel DVX (Déjà Vu)
• Gruppenfunktionen in Word (Änderungsverfolgung
und die Kommentarfunktion)
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Übersetzer, die bei ihrer Arbeit optimal mit Kollegen
zusammenarbeiten möchten.
Teilnahmebeitrag (zzgl. 19 % MwSt.)
Mitglieder 135 € (Frühbucher 125 €)
Nichtmitglieder 190 € (Frühbucher 180 €)
Studierende 50 Prozent der genannten Preise
Frühbucherrabatt bis 5. August 2009
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Themenblock: Russisch mit Stil
Im Rahmen des diesjährigen Russischen Sprachseminars
( www.russisches-sprachseminar.de) in Timmendorfer Strand bietet der ADÜ Nord am 25. und
26. September drei getrennt buchbare, halbtägige
Module. Zielgruppe sind Übersetzer und Dolmetscher mit
Arbeits- oder Muttersprache Russisch, die ihre aktiven
Sprachkenntnisse auffrischen und verbessern möchten.
Referenten: Hochschuldozenten aus Russland.
Seminar 2009-S3a
Geflügelte Worte aus russischen Filmen
(Irina Guljakova)
Freitag, 25. September 2009, 14 bis 18 Uhr
Seminar 2009-S3b
Russische politische Sprache am Beginn des
dritten Jahrtausends (Natalija Kupina)
Samstag, 26. September 2009, 9 bis 13 Uhr
Seminar 2009-S3c
Richtig schimpfen auf Russisch (Valerij Mokienko)
26. September 2009, 14 bis 18 Uhr
Teilnahmebeitrag pro Seminar
(zzgl. 19 % MwSt.)
Mitglieder 55 € (Frühbucher 50 €)
Nichtmitglieder 75 € (Frühbucher 70 €)
Frühbucherrabatt bis 25. August 2009
Kombipreis bei Buchung aller
drei Module S3a-c
Mitglieder und Schüler der SFS 125 €,
Nichtmitglieder 180 € (zzgl. 19 % MwSt.)
Im Oktober und November bieten wir wieder unsere
Seminarreihe für Existenzgründer an:
Seminar 2009-E1, 2./3. Oktober 2009
Mit Erfolg in die Selbstständigkeit (Dr. Thea Döhler)
Seminar 2009-E2, 14. November 2009
TM-Tools am Beispiel SDL Trados (Axel Geffken)
Seminar 2009-E3, 21. November 2009
Word für Berufseinsteiger (Christine Mielsch)
Und neu aufgenommen ins Programm haben wir ein
Highlight für Profis zum Endes des Jahres:
Seminar 2009-S4, 24. Oktober 2009
Mut zur Akquise: Erfolgreich neue Kunden
gewinnen (Dr. Thea Döhler)
19
Veranstaltungen des ADÜ Nord
Kollegentreffen
Unsere Kollegentreffen finden üblicherweise am 2. Donnerstag der ungeraden Monate (März, Mai, Juli, September, November) statt. Neuer Veranstaltungsort der Kollegentreffen ist Ruder-Club Favorite Hammonia am
Alsterufer 9 in 20354 Hamburg. Kostenlose Parkplätze in
unmittelbarer Nähe sind vorhanden. Vom Bahnhof
»Dammtor« aus ist der Club in etwa 5 Minuten Fußweg
zu erreichen. Der Club bietet eine ausgezeichnet Gastronomie an, die Sie unbedingt ausprobieren sollten!
Das nächste Kollegentreffen findet am Donnerstag,
9. Juli 2009 ab 19.30 Uhr statt. Thema: Urheberrecht für Übersetzer und Dolmetscher.
Nach der Diskussion ist noch Zeit für Kontaktaufnahme
und Gespräche mit Kollegen. Gäste sind uns herzlich
willkommen! Informationen zu den Kollegentreffen finden Sie immer unter
www.adue-nord.de → Termine.
Grupo de español
Die Treffen Arbeitsgruppe Spanisch finden in den geraden Monaten am 3. Dienstag des Monats statt.
Nächstes Treffen: 18. August 2009, 19.00 Uhr
im WESTWIND, Spadenteich 1 (Hamburg
Hauptbahnhof)
Wir nutzen unsere Treffen, um Kontakte untereinander zu
pflegen und uns fachlich auszutauschen. Über einen
E-Mail-Verteiler sind alle Infos und Nachrichten erhältlich, die die Gruppe betreffen. Zur Anmeldung eine
Nachricht an folgende Adresse senden:
ADUe-Nord-Spanisch-subscribe@yahoogroups.com
Wir freuen uns auf weitere interessierte Kolleginnen und
Kollegen. Kontakt: Karmele Rodríguez
04105 152062
mail@karmelerodriguez.de
Û„Î˚È ÒÚÓÎ
Groupe de travail français
Unsere Treffen finden üblicherweise am 1. Donnerstag
des Monats statt. Wir haben ein Kooperationsnetzwerk
aufgebaut und tauschen uns über alle Aspekte unserer
Arbeit aus. Interessent(inn)en sind jederzeit herzlich willkommen und melden sich bei: Dominique Bohère
040 5603828
d.bohere@t-online.de
Die Russisch-AG trifft sich üblicherweise alle 2 Monate
bei einer Teilnehmerin/einem Teilnehmer zu Hause. Termin, Thema und Ort des nächsten Treffens stehen noch
nicht fest. Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen und melden sich bitte bei Eleonora Büchner
eleonora_buechner@t-online.de
ƒÓ·Ó ÔÓʇÎÓ‚‡Ú¸ Í Ì‡¯ÂÏÛ ÒÚÓÎÛ
Dialogo italiano
Einsteigerstammtisch
Wir treffen uns an jedem 3. Samstag im Monat und diskutieren ganz informell über aktuelle Themen, die die italienische Öffentlichkeit und den beruflichen Alltag bewegen.
Der Hamburger Stammtisch für Einsteiger ist die erste
Anlaufstelle für Berufsanfänger, die sich mit Kollegen
über verschiedene Aspekte der Existenzgründung und
beruflichen Selbstständigkeit austauschen möchten.
Nächste Treffen: 20. Juni und 18. Juli 2009;
Klopstock, Eppendorfer Landstraße 165 in
20251 Hamburg
Herzlich willkommen sind alle Kolleginnen und Kollegen
aus dem Großraum Hamburg mit Arbeitssprache Italienisch, wobei eine Mitgliedschaft im ADÜ Nord nicht
erforderlich ist.
Da Termin und Treffpunkt auch mal variieren können,
bitte das nächste Treffen vorher bei Kristin Klähn bestätigen lassen ( info@kristinklaehn.eu).
Die Treffen finden regelmäßig am letzten Dienstag
des Monats statt.
Nächste Treffen: 30. Juni und 28. Juli 2009 um
19.30 Uhr in der »Filmhauskneipe«,
Friedensallee 7 in Hamburg-Ottensen
Damit die Teilnehmer auch außerhalb der Treffen in Kontakt bleiben können, gibt es die Yahoo-Gruppe »Einsteigerstammtisch« (http://de.groups.yahoo.com/group/einsteigerstammtisch/). Hier finden eingetragene Mitglieder
nützliche Informationen zur beruflichen Selbstständigkeit.
Wer Fragen zum Stammtisch oder zur Yahoo-Gruppe
hat, wendet sich bitte an Katarzyna Golab-Schafrik
040 53206489
katarzyna@adue-nord.de
oder Wiebke Räke 040 28513185
wiebke@adue-nord.de
20
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Veranstaltungen • Weitere Termine
Steuerberatung
Weitere Termine
Mitglieder des ADÜ Nord können eine telefonische Steuerberatung in Anspruch nehmen, die von Steuerberater
Hans Dohrndorf, Partner der von Berlichingen & Partner
Steuerberatungsgesellschaft in Hamburg, angeboten wird.
Die hier genannten Veranstaltungen sind eine willkürliche
Terminsammlung von Weiterbildungsangeboten und
Stammtischen, die für Übersetzer und Dolmetscher interessant sein könnten. Die Redaktion kann die Qualität der
Veranstaltungen nicht überprüfen, diese Liste versteht sich
nicht als Empfehlung des ADÜ Nord und erhebt keinerlei
Anspruch auf Vollständigkeit.
Dieser Service ist für Mitglieder des ADÜ Nord kostenlos
und deckt die Beantwortung steuerlicher Fragen ab, die
direkten Bezug zur Ausübung ihres Berufs als Dolmetscher/Übersetzer haben. Weitergehende Leistungen wie
das Anfertigen von Steuererklärungen fallen nicht hierunter und sind ggf. vom Mitglied selbst zu tragen.
Unter 040 35763513 beantwortet Hans Dohrndorf
werktags zwischen 17 und 18 Uhr Ihre Fragen.
Basisseminar Maschinenbau
Rechtsberatung
Durch die Kooperation mit ATICOM und dem BDÜ-Landesverband Bremen-Niedersachsen beträgt die Dauer
der Rechtsberatung 4 Stunden. Die Rechtsberatung findet
regelmäßig an jedem 1. und 3. Montag des Monats statt,
und zwar von 15.00 bis 19.00 Uhr. Nächste Termine:
06.07.
20.07.
Unter www.adue-nord.de → Weiterbildung → Partner
finden Sie direkte Links zu einigen deutschsprachigen
Verbänden und Portalen, die ebenfalls interessante
Seminare anbieten. Eine gute Übersicht bietet auch der
internationale Veranstaltungskalender des
britischen ITI ( www.iti.org.uk/ice).
17.08.
07.09.
Der beratende Rechtsanwalt ist Dr. Wolfram Velten. Er ist
zu den Sprechzeiten unter unserer speziellen Telefonnummer 040 21980939 erreichbar.
Die Rechtsberatung steht nur Mitgliedern des ADÜ Nord
bzw. der kooperierenden Verbände offen und kann zu
den angegebenen Zeiten telefonisch in Anspruch genommen werden. Es gibt auch die Möglichkeit, persönliche
Gesprächstermine in der Kanzlei von Dr. Wolfram Velten
zu vereinbaren.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Vermittlung des
technischen Grundwissens über Fertigungs- und Messtechnik. Terminologische Aspekte werden integriert
(Deutsch, Englisch).
10.–11. Juli 2009 in Mannheim
ACHTUNG: Anmeldung bis 22. Juni 2009
Veranstalter: Graduate School Rhein-Neckar
Referent: Prof. Christian Stanske
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.graduate-school-rn.de/seminare/sprachmittler/
index.html
Gesprächsdolmetschen für Übersetzer
Dieses Seminar richtet sich an Übersetzerinnen und Übersetzer, die für ihre Kunden auch im Bereich Gesprächsdolmetschen tätig werden möchten.
8. und 9. August 2009 in Göttingen
Veranstalter: BDÜ LV B/NS, Referentin: A. Lehnhardt,
Leiterin des Dolmetschdienstes des Auswärtigen Amtes
Marketingberatung
Weitere Infos und Anmeldung:
Die kostenlose telefonische Marketingberatung für Mitglieder des ADÜ Nord von Dr. Thea Döhler findet regelmäßig an jedem 2. und 4. Mittwoch im Monat von
10 Uhr bis 12 Uhr statt. Die nächsten Termine:
24.06.
08.07.
22.07.
12.08.
26.08.
Die Marketingberatung steht nur ADÜ-Nord-Mitgliedern
zur Verfügung und ist unter 04137 810893 zu erreichen. Außerhalb der Sprechzeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, dem Sie Ihr Anliegen schildern können.
Oder senden Sie vorab eine E-Mail an
marketingberatung@adue-nord.de
www.bn.bdue.de
Einführung in das italienische Familienrecht
(mit Workshop-Teil)
15. August 2009 in Bremen
Einführung in das italienische Erbrecht
(mit Workshop-Teil)
16. August 2009 in Bremen
Grundzüge des italienischen Familien- bzw. Erbrechts;
Workshop-Teil mit auszugsweisen Übersetzungen aus
dem Italienischen ins Deutsche
Veranstalter: BDÜ LV Bremen/Niedersachsen
Referent: Mario Prudentino, Rechtsanwalt
Weitere Infos und Anmeldung:
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
www.bn.bdue.de
21
Weitere Termine
Wordfast-Seminare
28. August 2009 in Düsseldorf
Kompaktkurs Computertipps für die Übersetzungspraxis
29. August 2009 in Düsseldorf
Fachseminar Grundlagenkurs Wordfast Classic
(Niveau 1) als PC-Schulung
11. September 2009 in Düsseldorf
Kompaktkurs Alignment (für Wordfast- und sonstige CATTool-Anwender)
12. September 2009 in Düsseldorf
Fachseminar Aufbaukurs Wordfast Classic (Niveau 2) als
PC-Schulung
Veranstalter: ATICOM, Referentin: Elisabeth John
Weitere Infos:
www.webjohn.de/wftermine.htm
Workshop Englisch: Juristische Texte und
Urkunden
Vorbereitung auf das Urkundenübersetzen und Kenntnisse vertiefen; Vorstellung der Richtlinien für die Anfertigung von Urkundenübersetzungen; gemeinsame Übersetzung von Teilen verschiedener Urkunden und
juristischer Texte
5. September 2009 in Bremen
Veranstalter: BDÜ LV Bremen/Niedersachsen
Referentin: Barbara Müller-Grant
Weitere Infos und Anmeldung:
www.bn.bdue.de
BDÜ-Konferenz: »Übersetzen in die Zukunft«
Fachkonferenz mit Recruiting-Veranstaltung, Workshops
und Fachmesse; Leitthema Globalisierung: Welche Auswirkungen hat die Globalisierung auf den Beruf des Dolmetschers und Übersetzers und wie kann der Berufsstand
mit diesen Herausforderungen umgehen?
11.–13. September 2009 in Berlin
Veranstalter: BDÜ, diverse Referenten
Weitere Infos:
www.uebersetzen-in-die-zukunft.de
Übersetzen französischer literarischer Texte (
26. September 2009 in Bremen
Übersetzen italienischer literarischer Texte (
27. September 2009 in Bremen
Verbesserung von Stil und Ausdruck in der Zielsprache;
u. a. wird typischen Ausdrucksformen in der Ausgangssprache nachgespürt und nach Entsprechungen im
Deutschen gesucht. Im Workshop wird an konkreten
Texten gearbeitet, die den Teilnehmern vier Wochen vor
Seminarbeginn zugeschickt und in einer ersten Rohübersetzung bis zum 16.09. zurückgesandt werden sollten.
Veranstalter: BDÜ LV Bremen/Niedersachsen
Referentin: Karin Krieger, Literaturübersetzerin
Weitere Infos und Anmeldung:
22
www.bn.bdue.de
Russisches Sprachseminar in
Timmendorfer Strand
Erfahrungsaustausch und Informationen über neuere Entwicklungen im russischsprachigen Raum; Ausbau und
Verfeinerung der russischen Sprachkenntnisse
20.09.–03.10.2009, Timmendorfer Strand
Veranstalter: Hamburger Russischlehrerverband)
Dozenten: Hochschullehrer aus den GUS-Staaten
Teilnahmegebühr: 345 Euro (Studierende bis 27 Jahre
240 Euro); Teilnahme in nur einer Woche ist möglich.
Anmeldung bis 1. Juli 2009
Informationen:
www.russisches-sprachseminar.de
mielsch@russisches-sprachseminar.de
25./26. September 2009 in Kooperation mit ADÜ Nord:
Seminarreihe »Russisch mit Stil« (siehe Seite 19)
Aufbauseminar Kfz-Technik
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Vermittlung des
technischen Grundwissens über Kfz-Technik mit Schwerpunkt Elektrik. Terminologische Aspekte werden integriert
(Deutsch, Englisch).
30.–31. Oktober 2009 in Mannheim
Veranstalter: Graduate School Rhein-Neckar
Referenten: Prof. Dr. Christof Hübner,
Dipl.-Ing. Sascha Polanetz
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.graduate-school-rn.de/seminare/sprachmittler/
index.html
Übersetzen von Rechtstexten
31. Oktober 2009 in Hannover
Überblick über Unterschiede zwischen den Rechtsordnungen und ihre Auswirkungen auf das Übersetzen
Urkundenübersetzen
1. November 2009 in Hannover
Überblick über Stellung und Pflichten eines beeidigten
Übersetzers; sprachenunabhängig
Veranstalter: BDÜ LV Bremen/Niedersachsen
Referentin: Corinna Schlüter-Ellner
Weitere Infos und Anmeldung:
www.bn.bdue.de
Basisseminar Bank- und Börsenwesen
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Vermittlung des
betriebswirtschaftliche Grundwissens. Terminologische
Aspekte werden integriert (Deutsch, Englisch).
27.–28. November 2009 in Mannheim
Veranstalter: Graduate School Rhein-Neckar
Referent: Dipl.-Kfm. Sören Sauder
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.graduate-school-rn.de/seminare/sprachmittler/
index.html
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Impressum • Mediadaten
Datenänderungen
Impressum
Seit Anfang Januar 2009 können alle Mitglieder des
ADÜ Nord die meisten ihrer Eintragungen in der Mitgliederdatenbank im Internet unter
www.adue-nord.de
selbst bearbeiten. Allen Mitgliedern ist ein Schreiben mit
ihrem persönlichen Benutzernamen und Kennwort zugegangen.
Redaktion Helke Heino (v.i.S.d.P.)
Bei Fragen oder Problemen bei der Anmeldung wenden
Sie sich bitte an Frau Heino ( helke@adue-nord.de).
Für einige Änderungen ist weiterhin ein Nachweis erforderlich (Aufnahme weiterer Sprachen, Vereidigung, akademische Titel, Einzugsermächtigung etc.). Bitte melden
Sie solche Änderungen weiterhin bei Frau Friebel in der
Geschäftsstelle ( info@adue-nord.de).
Wenn Sie Ihre Daten nicht selbst bearbeiten möchten,
geben Sie die gewünschten Änderungen wie bisher der
Geschäftsstelle bekannt, und Frau Friebel trägt die Änderungen für Sie ein.
Abonnement
Elektronisches Abonnement (PDF-Datei):
Kostenlos auf Anforderung: infoblatt@adue-nord.de
Druck-Abonnement
Jahresabonnement (6 Ausgaben mit je mindestens
24 Seiten); 27 € im Inland (inkl. 7 % MwSt.), 45 € im
Ausland inkl. Porto- und Versandkosten; zu bestellen
über das Internet ( www.adue-nord.de → Bestellungen
→ Infoblatt).
Layout und Druck TETRADOC
Leserbriefe und Mitteilungen
infoblatt@adue-nord.de Infoblatt · c/o TETRADOC ·
Schönberger Straße 26 · 23896 Walksfelde
04543 891667
04543 891668
Erscheinen und Auflage 6-mal jährlich · etwa 430
auf Papier · über 550 per E-Abo · etwa 2500 Internetabrufe
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der
Autoren, nicht notwendigerweise die der Redaktion oder des
ADÜ Nord wieder.
© ADÜ Nord. Nachdruck, auch auszugsweise,
nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion
Anzeigenpreisliste Nr. 5
Gültig seit 1. August 2005
Alle Preise zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer!
Anzeigen
Schwarz-weiß in Druckauflage, Farbe in elektronischer Auflage;
Platzierungswünsche im Innenteil werden nach Möglichkeit
berücksichtigt.
¼ Seite im Innenteil (117 mm hoch x 85 mm breit)
65,00 €
½ Seite im Innenteil (117 mm hoch x 180 mm breit) 105,00 €
1 Seite im Innenteil (260 mm hoch x 180 mm breit) 190,00 €
Vorzugspreis für BDÜ-Mitglieder
Für BDÜ-Mitglieder kostet das Infoblatt-Abonnement
23 € im Inland (inkl. 7 % MwSt.).
1 Seite U2, U3 oder U4 (grün, Maße wie innen)
255,00 €
Der Rand der Seiten kann aus technischen Gründen nicht bedruckt werden. Die Anzeige ist in einer von uns verarbeitbaren
Form anzuliefern, vorzugsweise als PDF-Datei (Adobe Acrobat)
oder in einem PC-Grafikformat wie JPG oder TIF.
In eigener Sache
Beilagenwerbung
Preise jeweils pro Blatt A4 oder kleiner, bis 160 g/m²
Personenbezeichnungen in den Veröffentlichungen des
ADÜ Nord beschränken sich aus Gründen der Lesbarkeit
im Allgemeinen auf die Grundform, schließen aber weibliche und männliche Personen gleichermaßen ein.
Die Inhalte des Infoblatts werden nach bestem Wissen
erstellt, aber die Redaktion übernimmt keine Gewähr für
die Richtigkeit, Gültigkeit oder Vollständigkeit. Links zu
externen Internetangeboten sowie von dort aus weiterführende Links verweisen auf Inhalte fremder Anbieter, für
die nur der jeweilige Anbieter verantwortlich ist.
Redaktions-/Anzeigenschluss
für das nächste Infoblatt:
Freitag, 7. August 2009
ADÜ Nord · Infoblatt 3/2009
Gesamte Druckauflage ........................................... 80,00 €
Diese Preise setzen die Lieferung der Beilage durch den Kunden
voraus. Die elektronisch zu veröffentlichenden Beilagen sind als
PDF-Datei zu liefern. Gedruckte und elektronische Beilagen
müssen rechtzeitig zum Anzeigenschluss vorliegen.
Wir können Beilagen unter Umständen im Rahmen unserer
technischen Möglichkeiten gegen Kostenübernahme auch für
Sie produzieren. Näheres vereinbaren Sie bitte mit uns.
Kleinanzeigen
In der Rubrik »Kleinanzeigen« können die ADÜ-Nord-Mitglieder
Referenzmaterial wie Wörterbücher/CDs suchen, verkaufen oder
verschenken, auf interessante Veranstaltungen hinweisen,
Mitfahr-/Mitwohngelegenheiten bei Konferenzen suchen oder
anbieten und Ähnliches.
Kleinanzeigen sind kostenlos, aber Mitgliedern vorbehalten.
Werbung für Sprachmittlerleistungen wird nicht veröffentlicht.
23
Kontaktpersonen beim ADÜ Nord
Geschäftsstelle (GS)
Noëlle Friebel (nf)
Öffnungszeiten: Mo und Do 9.30–12.30 Uhr
ADÜ Nord e. V.
Wendenstraße 435 in 20537 Hamburg
040 2191001 ¬ 040 2191003
a info@adue-nord.de www.adue-nord.de
Vorstand
1. Vorsitzende
Natascha Dalügge-Momme (ndm)
Vertretung des Verbandes nach außen •
Koordination GS
04102 8249340
a natascha@adue-nord.de
2. Vorsitzende
Helke Heino (hh)
Öffentlichkeitsarbeit • Redaktion Infoblatt
04543 891667
a helke@adue-nord.de
Schatzmeister
Michael Friebel (mf)
Beauftragte
Seitenmeister • Datenbank
Per N. Döhler (pd)
04137 810161
a per@adue-nord.de
Einsteigerstammtisch
Katarzyna Golab-Schafrik (kg)
040 53206489
a katarzyna@adue-nord.de
Wiebke Räke (wr)
040 28513185
a wiebke@adue-nord.de
Weiterbildung
Georgia Mais (gm)
040 21986625
a seminare@adue-nord.de
Literarisches Übersetzen
Barbara Leß-Correia Mesquita
040 473716
a barbara@adue-nord.de
Angestellte Dolmetscher und Übersetzer
Marietta Müller
040 76757458
a marietta@adue-nord.de
Finanzen • Versicherungen und Steuern
04105 660484
a michael@adue-nord.de
Konferenzdolmetschen
Manuela B. Wille (mw)
040 76411025
a manu@adue-nord.de
Schriftführerin
Silke Voigt (sv)
Ausbildung • Berufseinstieg • Transforum
040 21982815
a silke@adue-nord.de
Referentin
Gebärdensprachdolmetschen
Simone Scholl
040 428383535 (Büro)
04151 867139 (privat)
a simone@adue-nord.de
Andrea Schaffers, DAW-GmbH
040 428386581 (Büro)
040 8803578 (privat)
Anne-Marie Molitor (am)
Vereidigungen • D/Ü für Gerichte, Polizei, Behörden •
Beauftragte für Schleswig-Holstein
0431 783017
a anne-marie@adue-nord.de
Die Postadressen der Vorstandsmitglieder und Beauftragten finden Sie im Internet unter www.adue-nord.de o Über uns o Leute.
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
35
Dateigröße
631 KB
Tags
1/--Seiten
melden