close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Betriebsanleitung BA 6801TU DE 10.09 - Siemens

EinbettenHerunterladen
Betriebsanleitung
BA 6801TU DE 10.09
CAVEX-Aufzugantrieb der Bauart
CG 45
Größe 120
Siemens Geared Motors GmbH
Telefon +49 (0) 180 5050 222 ⋅ Fax +49 (0) 180 5050 223
http://www.siemens.de/automation/support&request
Inhaltsverzeichnis
1.
1.1
1.1.1
1.1.2
1.1.3
1.1.4
1.2
1.3
1.4
Technische Daten
Allgemeine technische Daten
Typenschild des CAVEXĆGetriebes
Typenschild des Motors
Typenschild der Scheibenbremse oder Doppelbackenbremse
Typenschild der Sicherheitsbremse
Gewichte
Ölmengen
Meßflächen Ć Schalldruckpegel
5
2.
Allgemeine Hinweise
7
3.
Sicherheitshinweise
8
4.
Transport und Lagerung
Lieferumfang
Transport
Lagern des Antriebes
Standardmäßige Konservierung
9
9
9
10
10
5.
Technische Beschreibung
11
6.
Montage
13
7.
Inbetriebnahme
14
2.1
2.2
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
4.1
4.2
4.3
4.4
5.1
5.2
5.3
5.4
5.4.1
5.4.2
5.5
5.6
5.7
6.1
6.2
6.3
7.1
7.1.1
7.1.2
7.2
7.3
7.4
7.4.1
7.4.2
7.4.2.1
7.4.2.2
7.4.3
Einleitung
Urheberrecht
5
5
5
5
5
6
6
6
7
7
Bestimmungsgemäße Verwendung
Grundsätzliche Pflichten
Umweltschutz
Besondere Gefahrenart
Warnhinweise und Symbole in dieser Betriebsanleitung
Allgemeine Beschreibung
Drehstrommotor
Kupplung
Bremse
Getriebe mit ZweikreisĆScheibenbremse
Getriebe mit Doppelbackenbremse
Getriebe
Treibscheibe
Sicherheitsbremse
Allgemeine Montagehinweise
Anbaufläche
Beschreibung der Montagearbeiten
Ölfüllung
Getriebe mit Ölfüllung
Getriebe ohne Ölfüllung
Entlüftung
Anschluß des Motors, der Kaltleiter und des Inkrementalgebers
Anschluß der Bremsen und Schalter
ZweikreisĆScheibenbremse
Doppelbackenbremse und Schalter
Anschlußbild der Schalter für Verschleißüberwachung
Anschlußbild der Schalter für Funktionsüberwachung (Bremse ein/aus)
Sicherheitsbremse und Schalter
BA 6801TU DE 10.09
3 / 40
8
8
9
9
9
11
11
11
11
11
11
11
12
12
13
13
13
14
14
15
15
15
16
16
17
17
17
18
7.5
7.5.1
7.5.2
7.5.3
7.6
Hinweise zur Funktionsprüfung der Bremsen
ZweikreisĆScheibenbremse
Doppelbackenbremse
Sicherheitsbremse
Hinweis zur Funktionsprüfung der Kupplung
19
19
19
19
19
8.
Betrieb
20
9.
Störungen, Ursachen und Beseitigung
20
10.
Wartung und Instandhaltung
24
11.
Ersatzteilhaltung
34
12.
Herstellererklärung
35
9.1
9.2
9.3
9.4
9.5
9.6
10.1
10.2
10.2.1
10.2.2
10.2.3
10.2.4
10.2.5
10.2.6
10.2.7
10.2.8
10.2.9
10.2.10
10.2.11
10.2.12
10.2.13
10.3
10.3.1
Mögliche Störungen am Getriebe
Mögliche Störungen am Motor
Mögliche Störungen an der ZweikreisĆScheibenbremse
Mögliche Störungen an der Doppelbackenbremse
Mögliche Störungen an der Sicherheitsbremse
Erforderliche Maßnahmen zur Evakuierung des Fahrkorbes
Allgemeine Wartungsangaben
Beschreibung der WartungsĆ und Instandsetzungsarbeiten
Ölwechsel durchführen
Entlüftungsschraube reinigen
Antrieb reinigen
Befestigungsschrauben auf festen Sitz kontrollieren
Austausch der elastischen Kunststoffpuffer der Kupplung
Rotor der ZweikreisĆScheibenbremse wechseln
Bremsmoment an der Doppelbackenbremse verstellen
Resthub am Bremslüftgerät kontrollieren
Schaltpunkte an den Überwachungsschaltern einstellen
Verschleiß der Bremsbeläge kontrollieren
Bremsbacken wechseln
Elektromagnetischen Bremsmagneten überprüfen
Lüftspalt an der Sicherheitsbremse einstellen
Schmierstoffe
Ölsorten
12.1
EGĆBaumusterprüfbescheinigung für Sicherheitsbremse
12.1.1 Anhang zur EGĆBaumusterprüfbescheinigung für Sicherheitsbremse
BA 6801TU DE 10.09
4 / 40
21
21
22
22
22
23
24
25
25
25
25
25
26
27
28
28
29
29
30
30
31
32
32
36
37
1.
Technische Daten
1.1
Allgemeine technische Daten
Den Typenschildern der einzelnen Komponenten können die nachfolgenden technischen Daten
entnommen werden.
Sie enthalten die wichtigsten technischen Daten. Diese Daten und die vertraglichen Vereinbarungen
legen die Grenzen ihres bestimmungsgemäßen Gebrauchs fest.
Aufgrund von Sondervereinbarungen können anders gestaltete Typenschilder angebracht sein.
1.1.1
1.1.2
Typenschild des CAVEX-Getriebes
1
Firmen-Logo und Fertigungsort
8
Abtriebsdrehzahl n2
2
Für besondere Angaben
9
Antriebsdrehzahl n1
3
Auftrags-Nr. - Lfd.-Nr.
10
Übersetzung i
4
Bauart / Größe
11
Ölsorte/Ölviskosität in VG - Klasse für
Hauptgetriebe
5
Abtriebsdrehmoment T2 in Nm
12
Ölmenge in Liter für Hauptgetriebe
6
Antriebsdrehmoment T1 in Nm
13
Nummer der Betriebsanleitung
7
Betriebsfaktor
14
Für besondere Angaben
Typenschild des Motors
Das Typenschild des Motors enthält folgende Daten:
Type, Fabrik-Nr., Drehzahl, Leistung oder Drehmoment, Spannung, Frequenz und Stromstärke.
1.1.3
Typenschild der Scheibenbremse oder Doppelbackenbremse
Das Typenschild der Bremse enthält folgende Daten:
Type, Fabrik-Nr. und Bremsmomentenbereich.
Am Bremsmagneten der Doppelbackenbremse ist ein zusätzliches Typenschild mit folgenden
Angaben:
Type, Fabrik-Nr., Spannung, Frequenz, Stromstärke und Einschaltdauer.
1.1.4
Typenschild der Sicherheitsbremse
Das Typenschild der Sicherheitsbremse enthält folgende Daten:
Type, Spannung, Leistung, Nummer der EG-Baumusterprüfbescheinigung.
BA 6801TU DE 10.09
5 / 40
1.2
Gewichte
Das Gewicht des kompletten Antriebes, einschließlich Motor Größe 132, Bremse, Kupplung und
Ölfüllung. jedoch ohne Treibscheibe und ohne Sicherheitsbremse beträgt ca. 165 kg.
Bei Antrieben mit Sicherheitsbremse beträgt das Gesamtgewicht ca. 200 kg.
1.3
Ölmengen
Die in das Getriebe einzufüllende Ölmenge beträgt ca. 6,4 Liter und gilt für die Einbaulage “Motor
vertikal” und “Motor horizontal”.
1.4
Meßflächen - Schalldruckpegel
Der CAVEX-Antrieb hat einen Meßflächen-Schalldruckpegel in 1 m Abstand, der aus der Tabelle 1.4
zu entnehmen ist.
Die Messung erfolgt nach DIN 45635 Teil 1 und Teil 23 nach der Schallintensitäts-Methode, bei
mindestens 30% Nennleistung.
Der Arbeitsplatz des Bedienungspersonals wird definiert als Ort auf der Meßfläche, die in 1 m Abstand
um den Antrieb gelegt wird, und in deren Nähe sich Personen aufhalten.
Der Schalldruckpegel gilt für warmgelaufene Antriebe bei den in Tabelle 1.4 angeführten Drehzahlen.
Wenn bei Nachmessungen am Einsatzort nicht meßtechnisch klare Bedingungen hergestellt werden
können, gilt die Messung auf Siemens Geared Motors GmbH-Prüfständen.
Die in der Tabelle angegebenen Schalldruckpegel wurden aus statistischen Auswertungen unserer
Qualitätskontrolle ermittelt. Mit statistischer Sicherheit ist zu erwarten, daß die Antriebe diese
Geräuschwerte nicht überschreiten.
n1
1/min
Meßflächen-Schalldruckpegel
LpA in dB(A)
2000
70
1500
64
1000
62
Tabelle 1.4: Meßflächen-Schalldruckpegel bei max. Auslastung und bei Anbau des größten zulässigen
Motors, zul. Abweichung +3 dB(A).
Durch Frequenzumrichterbetrieb können die Geräusche negativ beeinflußt werden.
BA 6801TU DE 10.09
6 / 40
2.
Allgemeine Hinweise
2.1
Einleitung
Die vorliegende Betriebsanleitung ist Bestandteil der Lieferung und sollte stets in der Nähe des
Antriebes aufbewahrt werden.
Achtung!
Jede Person, die mit der Montage, Bedienung, Wartung und Reparatur des
Antriebes befaßt ist, muß die Betriebsanleitung gelesen und verstanden
haben und beachten. Für Schäden und Betriebsstörungen, die aus der
Nichtbeachtung der Betriebsanleitung resultieren, übernehmen wir keine
Haftung.
Der hier beschriebene CAVEX-Antrieb ist nach den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln
gebaut und entspricht dem technischen Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser
Betriebsanleitung.
Im Interesse der Weiterentwicklung behalten wir uns das Recht vor, an den einzelnen Baugruppen und
Zubehörteilen die Änderungen vorzunehmen, die unter Beibehaltung der wesentlichen Merkmale zur
Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit und Sicherheit für zweckmäßig erachtet werden.
2.2
Urheberrecht
Das Urheberrecht an dieser Betriebsanleitung verbleibt bei der Siemens Geared Motors GmbH.
Die Betriebsanleitung darf ohne unsere Zustimmung weder vollständig noch teilweise zu Zwecken des
Wettbewerbs unbefugt verwendet oder Dritten zur Verfügung gestellt werden.
Wenden Sie sich bitte mit allen technischen Fragen an den Technical Support.
Telefon +49 (0) 180 5050 222
Fax +49 (0) 180 5050 223
Sie erreichen uns im Internet unter:
http://www.siemens.de/automation/support&request
Support-Anfragen beantworten wir Ihnen unter:
http://www.siemens.de/automation/support–request
BA 6801TU DE 10.09
7 / 40
3.
Sicherheitshinweise
3.1
Bestimmungsgemäße Verwendung
S Der CAVEX-Antrieb ist nach dem neuesten Stand der Technik gebaut und wird betriebssicher
ausgeliefert. Eigenmächtige Veränderungen, die die Betriebssicherheit beeinträchtigen, sind nicht
zulässig. Das betrifft auch Schutzeinrichtungen, die als Berührungsschutz angebracht sind.
S Der CAVEX-Antrieb darf nur im Rahmen der im Leistungs- und Liefervertrag festgelegten
Bedingungen eingesetzt und betrieben werden.
3.2
Grundsätzliche Pflichten
S Der Betreiber hat dafür zu sorgen, daß die mit der Montage, dem Betrieb, der Pflege und Wartung
sowie der Instandsetzung beauftragten Personen die Betriebsanleitung gelesen und verstanden
haben und sie in allen Punkten beachten, um:
– Gefahren für Leib und Leben des Benutzers und Dritter abzuwenden
– die Betriebssicherheit des Antriebes sicherzustellen
und
– Nutzungsausfall und Umweltbeeinträchtigungen durch falsche Handhabung auszuschließen.
S Beim Transport, der Montage und Demontage, der Bedienung sowie Pflege und Wartung, sind die
einschlägigen Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Umweltschutz zu beachten.
S Der Antrieb darf nur von autorisiertem, ausgebildetem und eingewiesenem Personal bedient,
gewartet bzw. instandgesetzt werden.
S Für den Betrieb der Bremse sind die Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von
Aufzügen nach DIN EN 81-1 und die EG-Baumusterprüfung zu beachten (siehe Kapitel 12.).
S Die Sicherheitsregeln der DIN EN 13015 Instandhaltung von Aufzügen berücksichtigen.
S Die Reinigung mit einem Hochdruckreinigungsgerät ist nicht zulässig.
S Alle Arbeiten sind sorgfältig und unter dem Aspekt ”Sicherheit” durchzuführen.
S Arbeiten am Antrieb dürfen nur bei Stillstand durchgeführt werden.
Das Antriebsaggregat muß gegen unbeabsichtigtes Einschalten gesichert werden (z. B. durch
Abschließen des Schlüsselschalters oder das Entfernen der Sicherungen in der Stromversorgung).
An der Einschaltstelle ist ein Hinweisschild anzubringen, aus dem hervorgeht, daß an dem Antrieb
gearbeitet wird.
S Am Antrieb dürfen keine Schweißarbeiten durchgeführt werden.
Die Antriebe dürfen nicht als Massepunkt für Schweißarbeiten verwendet werden. Verzahnungsteile
und Lager könnten durch Verschweißung zerstört werden.
S Das Antriebsaggregat ist sofort außer Betrieb zu setzen, wenn während des Betriebes
Veränderungen an dem Antrieb festgestellt werden, wie z. B. eine erhöhte Betriebstemperatur oder
veränderte Geräusche.
S Rotierende Antriebsteile wie Treibscheiben und Handräder müssen durch entsprechende
Schutzvorrichtungen gegen Berühren gesichert sein.
S Beim Einbau des CAVEX-Antriebes in Geräte oder Anlagen ist der Hersteller der Geräte oder
Anlagen dazu verpflichtet, die in dieser Betriebsanleitung enthaltenen Vorschriften, Hinweise und
Beschreibungen mit in seine Betriebsanleitung aufzunehmen.
S Am CAVEX-Antrieb angebrachte Hinweise, wie z. B. Typenschilder sind zu beachten. Sie müssen
frei von Farbe und Schmutz sein. Fehlende Schilder sind zu ersetzen.
S Ersatzteile müssen grundsätzlich von Siemens Geared Motors GmbH bezogen werden.
BA 6801TU DE 10.09
8 / 40
3.3
Umweltschutz
S Beim Ölwechsel ist das Altöl in geeigneten Gefäßen aufzufangen. Eventuell entstandene Öllachen
sind sofort zu beseitigen.
S Altöl, Konservierungsmittel, Ölbindemittel und ölgetränkte Reinigungstücher sind den einschlägigen
Umweltschutzbestimmungen entsprechend zu entsorgen.
3.4
Besondere Gefahrenart
S Je nach Betriebsbedingung kann der CAVEX-Antrieb erhebliche Oberflächentemperaturen
aufweisen.
Verbrennungsgefahr!
S Beim Ölwechsel besteht durch austretendes heißes Öl die Gefahr von Verbrühungen.
3.5
Warnhinweise und Symbole in dieser Betriebsanleitung
Dieses Symbol weist auf Sicherheitsmaßnahmen hin, die zur Vermeidung von
Personenschäden unbedingt zu beachten sind.
Achtung!
Hinweis:
4.
Dieses Symbol weist auf allgemeine Bedienungshinweise hin, die besonders zu
beachten sind.
Transport und Lagerung
Hinweis:
4.1
Dieses Symbol weist auf Sicherheitsmaßnahmen hin, die zur Vermeidung von
Schäden an Antriebselementen unbedingt zu beachten sind.
Die Hinweise im Kapitel 3. ”Sicherheitshinweise” sind zu beachten.
Lieferumfang
Der Inhalt der Lieferung ist in den Versandpapieren aufgeführt. Die Vollständigkeit ist beim Empfang
zu überprüfen. Eventuelle Transportschäden und/oder fehlende Teile sind sofort schriftlich zu melden.
4.2
Transport
Beim Transport nur Hebezeuge und Lastaufnahmeeinrichtungen mit
ausreichender Tragkraft einsetzen!
Abhängig von Transportweg und Größe wird der CAVEX-Antrieb unterschiedlich verpackt. Die
Verpackung entspricht, wenn nicht besonders vertraglich vereinbart, den Verpackungsrichtlinien
HPE.
Die auf der Verpackung angebrachten Bildzeichen sind zu beachten. Sie haben folgende Bedeutung:
bild-transport
Oben
Achtung!
Zerbrechliches
Gut
Vor Nässe
schützen
Vor Hitze
schützen
Schwerpunkt
Handhaken
verboten
Anschlagen
Der Transport des Antriebes hat mit angemessener Umsicht zu erfolgen, um
Personenschäden und Schäden am Antrieb zu vermeiden.
So können z. B. Stöße auf freien Wellenenden zu Schäden im Antrieb führen.
BA 6801TU DE 10.09
9 / 40
Hinweis:
Der Transport des Antriebes darf nur mit dafür geeigneten Transportmitteln erfolgen.
Hinweis:
Wenn das Getriebe mit Öl befüllt ist, dann trägt das Leistungsschild den Hinweis:
Mit Öl gefüllt.
Achtung!
Achtung!
Zum Transport des Antriebes darf dieser nur an den hierfür vorgesehenen
Stellen angeschlagen werden.
Die Stirngewinde in den Wellenenden dürfen nicht zur Aufnahme von
Ringschrauben zum Transport verwendet werden.
Beim Transport ist darauf zu achten, daß das Handrad nicht beschädigt wird.
Seile oder Ketten dürfen beim Transport nicht am Handrad anliegen.
Getriebe mit
Doppelbackenbremse
Getriebe mit
Scheibenbremse
Motor vertikal
4.3
Motor horizontal
Lagern des Antriebes
Der Antrieb ist an einem witterungsmäßig geschützten Ort in Gebrauchslage auf einem vibrationsfreien
Holzunterbau zu lagern und abzudecken.
Achtung!
Hinweis:
4.4
Bei einer Lagerung im Freien ist der Antrieb besonders sorgfältig abzudecken
und darauf zu achten, daß sich weder Feuchtigkeit noch Fremdstoffe auf dem
Antrieb ablagern können.
Besondere Umweltbedingungen bei Transport (z. B. Seetransport) und Lagerung
(Klima, Termitenfraß o. ä.) müssen vertraglich vereinbart sein.
Standardmäßige Konservierung
Die Erstbefüllung des CAVEX-Getriebes mit synthetischem Öl (Langzeitschmierung) ist von uns
durchgeführt.
Hinweis:
Im Falle, daß die Erstbefüllung ausdrücklich nicht vereinbart wurde, sind die
Getriebeinnenteile konserviert. Diese Konservierung reicht aus für normale
Transportbedingungen (auch Überseetransport) und einen Zeitraum von 6 Monaten
bis zur ersten Inbetriebnahme.
Der Außenanstrich ist beständig gegen schwache Säuren und Alkalien, Öle und Lösungsmittel. Er ist
seewasserbeständig, tropenfest und temperaturbeständig bis +140 °C.
Die Wellenenden sind mit einem Rostschutzanstrich versehen. Er ist seewasser- und tropenfest für die
Dauer von 12 Monaten.
Hinweis:
Anstrich nicht beschädigen!
Mechanische (Kratzer), chemische (Säuren, Laugen) oder thermische (Funken,
Schweißperlen, Hitze) Beschädigungen führen zu Korrosion und zum Versagen des
äußeren Schutzes.
Bei längeren Zwischenlagerungen (> 24 Monate) empfiehlt es sich, die Innenkonservierung sowie die
Außenkonservierung zu überprüfen und ggf. zu erneuern (siehe Kapitel 7. “Inbetriebnahme”).
BA 6801TU DE 10.09
10 / 40
5.
Technische Beschreibung
Hinweis:
5.1
Die Hinweise im Kapitel 3. ”Sicherheitshinweise” sind zu beachten.
Allgemeine Beschreibung
Von einem Drehstrommotor wird über eine elastische Kupplung das CAVEX-Schneckengetriebe und
die auf der Abtriebswelle angeordnete Treibscheibe angetrieben.
Zum Abbremsen und Halten der Last ist am Getriebe eine Bremse angebracht.
5.2
Drehstrommotor
Der Antrieb erfolgt durch einen Drehstrommotor, der in der Regel mit einem Handrad ausgerüstet ist.
Unter dem Handrad kann ein Inkrementalgeber für die Drehzahlüberwachung angeordnet sein.
Im Normalfall hat der Motor Kaltleiter zur Meldung thermischer Überlastung. Die Kaltleiter sind im
Motor-Anschlußkasten verdrahtet.
Zur Auswertung einer von den Kaltleitern erfolgten Meldung ist ein Auslösegerät (Motorschutzgerät)
erforderlich.
5.3
Kupplung
Die zwischen Motor und CAVEX-Getriebe angeordnete elastische Kupplung ist durchschlagsicher. Das
getriebeseitige Kupplungsteil ist bei Getrieben mit Doppelbackenbremse als Bremsscheibe
ausgebildet. Bei Getrieben mit Zweikreis-Scheibenbremse ist das getriebeseitige Kupplungsteil mit
einem Zahnwellenprofil zur Aufnahme des Bremsrotors versehen.
5.4
Bremse
Je nach Anwendungsfall ist der CAVEX-Antrieb mit einer Zweikreis-Scheibenbremse oder mit einer
Doppelbackenbremse ausgerüstet.
5.4.1
Getriebe mit Zweikreis-Scheibenbremse
Die Bremse wird als Haltebremse eingesetzt und hat ein fest eingestelltes Bremsmoment. An der
Bremse ist eine Handlüftung und ein Stecker für den Anschluß der elektrischen Bremslüftung.
5.4.2
Getriebe mit Doppelbackenbremse
Diese Bremse kann auch als Betriebsbremse eingesetzt werden.
Das Bremsmoment ist einstellbar.
Die Bremse ist mit einem elektrisch betätigtem Bremslüftgerät und einem Handlüfthebel ausgerüstet.
Der elektrische Anschluß erfolgt am Anschlußkasten des Bremslüftgerätes.
Zur Überwachung des Bremsverschleißes oder zur Funktionsüberwachung (Bremse ein/aus) kann die
Bremse mit 2 Schaltern versehen sein.
5.5
Getriebe
Das CAVEX Getriebe zeichnet sich aus durch besonders ruhigen Lauf und hohen Wirkungsgrad.
Achtung!
Bei Übersetzungen bis 25,5 ist das CAVEX-Getriebe ist nicht selbsthemmend.
Bei größeren Übersetzungen kann das Getriebe selbsthemmend sein.
Alle verzahnten Teile und Wälzlager des CAVEX-Getriebes werden durch Tauchschmierung
ausreichend mit Öl versorgt.
Das CAVEX-Getriebe ist mit den erforderlichen Inspektions- und Montageöffnungen versehen.
BA 6801TU DE 10.09
11 / 40
Farbliche Kennzeichnung von Entlüftung, Öleinfüllung, Ölstand und Ölablaß:
Entlüftung: *)
gelb
Öleinfüllung:
gelb
Ölstand:
Ölablaß:
weiß
Motor vertikal
Motor horizontal
*) Beim Transport des Antriebes ist die Entlüftungsbohrung verschlossen. Vor Inbetriebnahme muss
die Verschlussschraube durch die mitgelieferte Entlüftungsschraube ausgetauscht werden.
5.6
Treibscheibe
Die Treibscheibe wird lose mitgeliefert. Die zugehörige Seilklemme ist der Treibscheibe beigefügt.
5.7
Sicherheitsbremse
Als Schutz gegen Übergeschwindigkeit kann auf der dem Abtrieb gegenüberliegenden Seite eine
Sicherheitsbremse mit fest eingestelltem Bremsmoment angebaut sein (Absturzsicherung).
Für den Normalbetrieb ist die Bremse als statische Bremse einzusetzen, es findet also kein
nennenswerter Verschleiß statt. Ein dynamisches Abbremsen findet nur beim Test und im Notfall statt.
Bei zu hoher Geschwindigkeit des Fahrkorbes wird von der Steuerung (nicht unser Lieferanteil) ein
Signal zum Bremsen gegeben. An der Bremse wird der Lüftstrom unterbrochen, die Bremse fällt ein.
Im stromlosen Zustand kann die Bremse mit 2 Schrauben gelüftet werden (siehe auch Punkt 10.2.13).
Der elektrische Anschluss erfolgt durch einen Stecker, der zum Lieferumfang des Antriebes gehört. An
der Bremse ist ein Schalter für die Funktionsüberwachung (Bremse ein/aus) angebaut.
BA 6801TU DE 10.09
12 / 40
6.
Montage
Hinweis:
6.1
Die Hinweise im Kapitel 3. ”Sicherheitshinweise” sind zu beachten.
Allgemeine Montagehinweise
Die Montage hat mit großer Sorgfalt durch Fachkräfte zu erfolgen. Schäden aufgrund unsachgemäßer
Ausführung führen zu Haftungsausschluß.
Schon bei der Planung ist darauf zu achten, daß um den Antrieb herum ein ausreichender Raum für
die Montage und spätere Pflege- und Wartungsarbeiten vorhanden ist.
Zu Beginn der Montagearbeiten müssen ausreichende Hebezeuge zur Verfügung stehen.
Achtung!
Achtung!
Am Antrieb dürfen keine Schweißarbeiten durchgeführt werden.
Die Antriebe dürfen nicht als Massepunkt für Schweißarbeiten verwendet
werden. Verzahnungsteile und Lager könnten durch Verschweißung zerstört
werden.
Es
sind
alle
der
entsprechenden
Befestigungsmöglichkeiten auszunutzen.
Bauform
zugeordneten
Die Luftzufuhr für die Kühlung des CAVEX-Antriebes darf nicht beeinträchtigt werden.
Die Möglichkeit der Ölstandsüberwachung muß gegeben sein.
6.2
Anbaufläche
Die Anbaufläche muß waagerecht oder senkrecht und eben sein.
Die zul. Unebenheit beträgt 0,2 mm.
Die Anbaufläche ist ausreichend verwindungssteif und stabil zur Aufnahme der auftretenden Kräfte
auszuführen.
6.3
Beschreibung der Montagearbeiten
S Korrosionsschutzanstrich an den Wellen und Anschlußflächen mit Reinigungsmittel entfernen.
Achtung!
Hierbei muß unbedingt der Kontakt von Reinigungsmittel mit den
Wellendichtringen vermieden werden.
Für ausreichende Belüftung sorgen. Nicht rauchen.
Es besteht Explosionsgefahr!
S Getriebe auf Anbaufläche stellen und befestigen.
S Befestigungsschrauben oder -muttern sind mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen.
Das Anziehdrehmoment ist dem Punkt 10.2.4 zu entnehmen. Es sind Schrauben der
Mindest-Festigkeitsklasse 8.8 vorzusehen.
S Halterungen für Seilsicherung in richtiger Stellung entsprechend der gewünschten Seilrichtung
anschrauben.
BA 6801TU DE 10.09
13 / 40
S Treibscheibe auf die Abtriebswelle aufsetzen und mit Endscheibe sichern.
Die zugehörigen Sechskantschrauben sind mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen.
Das Anziehdrehmoment ist dem Punkt 10.2.4 zu entnehmen. Die mitgelieferten Schrauben haben
die Festigkeitsklasse 8.8.
Treibscheibe montieren
Achtung!
Treibscheibe demontieren
Das Auftreiben durch Schläge oder Stöße ist nicht zulässig, da hierdurch
Wälzlager, Sicherungsringe und dergleichen beschädigt werden können.
S Schutzeinrichtungen wie z. B. Seilsicherung und Seileingriffschutz anbringen.
7.
Inbetriebnahme
Hinweis:
Achtung!
7.1
7.1.1
Die Hinweise im Kapitel 3. ”Sicherheitshinweise” sind zu beachten.
Bei Antrieben ohne Drehzahlregelung sollte die Bremse an der Antriebsseite
mit Schaltern zur Verschleißüberwachung (Resthubkontrolle) ausgerüstet
sein.
Ölfüllung
Achtung!
Kontrollieren Sie vor Inbetriebnahme den Ölstand. Das Öl muß mindestens bis
Mitte Ölschauglas, maximal bis Oberkante Ölschauglas eingefüllt sein.
Achtung!
Vor Inbetriebnahme muß die obere Verschlußschraube (gelb markiert) durch
die mitgelieferte Entlüftungsschraube ausgetauscht werden.
Getriebe mit Ölfüllung
In diesem Fall wird das CAVEX-Getriebe von uns vor dem Versand mit synthetischem Schmierstoff
(Polyglykol) gefüllt.
BA 6801TU DE 10.09
14 / 40
7.1.2
Getriebe ohne Ölfüllung
Falls der CAVEX-Antrieb ohne Ölfüllung geliefert wurde, ist vor Inbetriebnahme Öl mindestens bis Mitte
Ölschauglas, maximal bis Oberkante Ölschauglas in das Getriebe einzufüllen.
Die auf dem Leistungsschild angegebene Ölmenge gilt als Anhaltswert.
In der Schmierstofftabelle (siehe Kapitel 10.3) sind verschiedene Schmierstoffe entsprechend den
Empfehlungen der Ölfirmen angegeben. Es können auch gleichwertige schaumfrei arbeitende
Markenöle anderer Firmen benutzt werden. Wichtig ist, daß die auf dem Typenschild geforderte Ölsorte
(Synthetiköl oder Mineralöl) berücksichtigt wird.
Eine Garantie für die einwandfreie Eignung des ausgewählten Schmierstoffes kann unsererseits
jedoch nicht übernommen werden.
Maßgebend für die Ölauswahl ist stets die auf dem Typenschild des CAVEX-Getriebes angegebene
Ölviskosität (VG-Klasse).
7.2
Entlüftung
Bei Inbetriebnahme ist darauf zu achten, daß die Entlüftungsschraube mit Kappe angebracht ist.
7.3
Anschluß des Motors, der Kaltleiter und des Inkrementalgebers
Im Anschlußkasten des Motors sind Schaltbilder nach denen der Motor und, falls vorhanden, die
Kaltleiter und der Inkrementalgeber anzuschließen sind.
Achtung!
Der Anschluß ist von einem Fachmann nach den geltenden
Sicherheitsbestimmungen vorzunehmen. Die einschlägigen Errichtungs- und
Betriebsvorschriften sowie landesüblichen nationalen und internationalen
Vorschriften müssen berücksichtigt werden.
S Leistungsschildangaben beachten!
S Schaltung beachten!
S Bemessungsstrom für Schutzschaltereinstellung beachten!
Hinweis:
Der Motor muß gegen unzulässige Erwärmung, z. B. mit Motorschutzschalter
geschützt werden.
S Die Zuleitungsquerschnitte sind der Bemessungsstromstärke anzupassen.
S Zugentlastung der Anschlußkabel vorsehen.
S Schutzleiter gemäß DIN VDE 0100 unbedingt an die markierte Schutzleiterklemme anschließen.
S Beim Schließen des Anschlußkastens die Original-Dichtung verwenden.
S Nicht benötigte Einführungsöffnungen staub- und wasserdicht verschließen.
Achtung!
Es darf keine Spannung größer als 2.5 V an die Kaltleiter angelegt werden.
S Vor Inbetriebnahme ist der Isolationswiderstand der Wicklung Phase gegen Phase und Phase gegen
Masse zu messen.
S Feuchte Wicklungen können zu Kriechströmen, Überschlägen und Durchschlägen führen. Der
Isolationswiderstand der Ständerwicklung muß mindestens 1.5 Megaohm bei Motoren für
220 - 1000 V gemessen bei einer Wicklungstemperatur von 20 °C betragen. Bei geringeren Werten
ist eine Trocknung der Wicklung erforderlich.
BA 6801TU DE 10.09
15 / 40
Kontrolle vor Inbetriebnahme:
Leistungsschildangaben beachten!
Überprüfen, ob Spannung und Frequenz des Motors mit Netzwerten übereinstimmen!
Überprüfen, ob der Motor vorschriftsmäßig geschützt ist!
Überprüfen, ob die elektrischen Anschlüsse fest angezogen und ob die
Überwachungseinrichtungen vorschriftsmäßig angeschlossen und eingestellt sind!
Überprüfen, ob Lufteintrittsöffnungen und Kühlflächen sauber sind!
Überprüfen, ob Schutzmaßnahmen durchgeführt sind! ERDUNG!
Überprüfen, ob der Anschlußkastendeckel verschlossen
Leitungseinführungen sachgemäß abgedichtet sind!
7.4
und
die
Anschluß der Bremsen und Schalter
Achtung!
Hinweis:
7.4.1
ist
Der Anschluß ist von einem Fachmann nach den geltenden
Sicherheitsbestimmungen vorzunehmen. Die einschlägigen Errichtungs- und
Betriebsvorschriften sowie landesüblichen nationalen und internationalen
Vorschriften müssen berücksichtigt werden.
Die im Typenschild angegebenen Daten sind zu beachten!
Zweikreis-Scheibenbremse
Technische Daten der Bremse:
Bremsmoment
Nennspannung
Nennleistung
Spulenwiderstand
zul. Einschaltdauer
2x30
103.5
86
125
60
Nm
VDC
W
Ω
%/10 Minuten
Die angebaute Stiftleiste zum Anschluß der Bremse hat keine PIN-Bezeichnungen. Die Kontakte des
Gegensteckers sind so zu belegen, daß jeweils gegenüberliegende PINs angeklemmt sind. Die Art der
Polung ist unerheblich. Im Normalfall wird die Bremse wechselstromseitig geschaltet. Bei
gleichstromseitiger Schaltung ist eine Schutzbeschaltung (Freilaufdiode) erforderlich. Es ist mit
erhöhten Schaltgeräuschen zu rechnen.
BA 6801TU DE 10.09
16 / 40
7.4.2
Doppelbackenbremse und Schalter
Technische Daten der Bremse und des Schalters:
Bremsmoment
Spulenspannung
Spulenwiderstand
Eingangsspannung
Nennleistung
Nennstrom
zul. Einschaltdauer
Schalter:
zul. Spannung
zul. Stromstärke
2x70
205
2x412
230
92
0.47
60
230
4
Nm
VDC
Ω
VAC (+6%/–10%), 50/60 Hz
W
A
%/10 Minuten
VDC
A
Anschlußkasten am Bremslüftgerät
L1
A1
N
R1
E1
U
L1
A2
N
R2
E2
U
7.4.2.1 Anschlußbild der Schalter für Verschleißüberwachung
Anschlußkasten am Getriebe
Öffnerkontakt, Braun
Schließerkontakt, Blau oder Grau
Kontakt Signaleinspeisung, Schwarz
Öffnerkontakt, Braun
Schließerkontakt, Blau
Kontakt Signaleinspeisung, Schwarz
1
2
3
4
5
6
Schalter A
Schalter B
Schalter im Ruhezustand dargestellt, geschaltet wird bei Erreichen des Mindestresthubes = 1.4 mm.
7.4.2.2 Anschlußbild der Schalter für Funktionsüberwachung (Bremse ein/aus)
Anschlußkasten am Getriebe
Öffnerkontakt, Braun
Schließerkontakt, Blau oder Grau
Kontakt Signaleinspeisung, Schwarz
Öffnerkontakt, Braun
Schließerkontakt, Blau
Kontakt Signaleinspeisung, Schwarz
1
2
3
4
5
6
Schalter A
Schalter B
Schalterstellung für gebremsten Zustand, beim Lüften der Bremse wechselt der Schalter in den
Ruhezustand.
BA 6801TU DE 10.09
17 / 40
7.4.3
Sicherheitsbremse und Schalter
Technische Daten der Bremse und des Schalters:
Bremsmoment
Übererregungsspannung
Haltespannung
Spulenleistung bei Übererregung
Spulenleistung bei Haltespannung
Spulenwiderstand
zul. Umgebungstemperatur
zul. Einschaltdauer
Schalter:
zul. Spannung
zul. Stromstärke
800
207
103.5
302
76
142
40
60
24
10-100
Nm
VDC
für 1-1.5 sec.
VDC
+5%/–10%
W
W
Ω
°C
%/10 Minuten
VDC
mA
Klemmenanschlußplan
Stecker
Thermistor
Mikroschalter
Bremsspulen
Mikroschalter
blau
NO
schwarz
NC
braun
Bei stromloser Spule (Bremse im Eingriff) ist der Schalter in Stellung NC.
Hinweis:
Verwendung des Mikroschalters für Steuerung siehe Punkt 8..
Bei normalem Betrieb wird der Antrieb durch Motorregelung abgebremst. Erst nach vollständigem
Stillstand darf die Bremse einfallen. Vor dem erneuten Anfahren des Motors muß die Bremse gelüftet
sein.
Normalerweise wird die Bremse wechselstromseitig geschaltet. Bei gleichstromseitiger Schaltung ist
eine Schutzbeschaltung (Freilaufdiode) erforderlich. Es ist mit erhöhten Schaltgeräuschen zu rechnen.
Bei Ansprechen des Geschwindigkeitsbegrenzers (Notfall) ist die Bremsspannung gleichstromseitig
auszuschalten (kürzere Ansprechzeit der Bremse).
Vor Inbetriebnahme müssen die Lüftschrauben (siehe Punkt 10.2.13) aus der Bremse entfernt werden.
BA 6801TU DE 10.09
18 / 40
7.5
Hinweise zur Funktionsprüfung der Bremsen
7.5.1
Zweikreis-Scheibenbremse
7.5.2
Ausführung der Bremse:
elektrisch einkreisig
mechanisch zweikreisig
elektrischer Test:
Strom aus
Strom ein
⇒
⇒
Bremse geschlossen
Bremse geöffnet
mechanischer Test:
beide Lüfthebel drücken
je einen Lüfthebel drücken
⇒
⇒
Bremse geöffnet
Bremse geschlossen
⇒
⇒
⇒
Bremse geschlossen
Bremse geschlossen
Bremse geöffnet
mechanischer Test jedes Bremskreises:
Bremse elektrisch lüften, einen Bremshebel blockieren, Strom aus
Lüfthebel nicht gedrückt
⇒
Lüfthebel drücken
⇒
Bremse geschlossen
Bremse geöffnet
Doppelbackenbremse
Ausführung der Bremse:
elektrisch zweikreisig
mechanisch zweikreisig
elektrischer Test:
Strom aus für beide Spulen
Strom ein für eine Spulen
Strom ein für beide Spulen
Achtung!
7.5.3
7.6
Die Bremsdruckstangen dürfen nicht geschmiert werden. Es darf werder Öl
noch Fett aufgebracht werden. Da dies zu Versagen der Bremse führt.
Sicherheitsbremse
Ausführung der Bremse:
elektrisch einkreisig
mechanisch einkreisig
elektrischer Test:
Strom aus
Strom ein
⇒
⇒
Bremse geschlossen
Bremse geöffnet
mechanischer Test:
Lüftschrauben eindrehen
⇒
Bremse geöffnet
Hinweis zur Funktionsprüfung der Kupplung
Vor Inbetriebnahme das Verdrehspiel zwischen den beiden Kupplungsteilen kontrollieren. Bei
eingefallener Bremse darf das Handrad am Motor nicht verdrehbar sein.
Z
Ansicht Z
Handmoment
max. 30 Nm
BA 6801TU DE 10.09
19 / 40
8.
Betrieb
Hinweis:
Die Hinweise im Kapitel 3. ”Sicherheitshinweise” sind zu beachten.
Während des Betriebes ist der CAVEX-Antrieb zu kontrollieren, auf:
S überhöhte Betriebstemperatur
S veränderte Geräusche
S mögliche Ölleckagen
Achtung!
Werden während des Betriebes Unregelmäßigkeiten festgestellt ist das
Antriebsaggregat sofort auszuschalten. Die Ursache der Störung ist an Hand
der Störungstabelle (Kapitel 9.) zu ermitteln.
In der Störungstabelle sind mögliche Störungen, deren Ursachen sowie
Vorschläge zu ihrer Beseitigung enthalten.
Kann die Ursache nicht festgestellt werden bzw. besteht keine Möglichkeit
der Instandsetzung mit eigenen Mitteln, halten Sie Rücksprache mit dem
Technical Support.
Wenn vor Beginn einer Fahrt die Sicherheitsbremse (falls vorhanden) geöffnet
ist, darf keine weitere Fahrt eingeleitet werden können. Vom Mikroschalter an
der Sicherheitsbremse ist ein entsprechendes Signal an die
Aufzugssteuerung zu geben.
9.
Störungen, Ursachen und Beseitigung
Hinweis:
Die Hinweise im Kapitel 3. ”Sicherheitshinweise” sind zu beachten.
Hinweis:
Während der Garantiezeit auftretende Störungen, die eine Instandsetzung des
Antriebes erforderlich machen, dürfen nur durch den Siemens Geared Motors
GmbH-Technical Support behoben werden.
Wir empfehlen unseren Kunden auch nach Ablauf der Garantiezeit, bei auftretenden
Störungen deren Ursache nicht eindeutig zu ermitteln ist, unseren Technical Support
in Anspruch zu nehmen.
Achtung!
Bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz des Antriebes, mit Siemens Geared
Motors GmbH nicht abgestimmten Modifikationen am Antrieb oder
Verwendung von nicht Original Siemens Geared Motors GmbH-Ersatzteilen
kann Siemens Geared Motors GmbH für den weiteren Betrieb des Antriebes
keine Gewährleistung oder Garantie übernehmen.
Bei Beseitigung von Störungen muß der Antrieb grundsätzlich stillgesetzt
werden.
Antriebsaggregat gegen unbeabsichtigtes Inbetriebnehmen sichern.
Hinweisschild an der Einschaltstelle anbringen!
Achtung!
Bei Übersetzungen bis 25,5 ist das CAVEX-Getriebe nicht selbsthemmend.
Bei größeren Übersetzungen kann das CAVEX-Getriebe selbsthemmend sein.
BA 6801TU DE 10.09
20 / 40
9.1
Mögliche Störungen am Getriebe
Störungen
Veränderte Getriebegeräusche
Ursachen
Schäden an den Verzahnungen
Technical Support einschalten.
Lagerspiel vergrößert
Technical Support einschalten.
Lager defekt
Technical Support einschalten.
Getriebebefestigung
hat sich gelockert
Schrauben / Muttern mit
vorgeschriebenem Drehmoment
anziehen. Siehe Punkt 10.2.4.
Schäden an den Kupplungspuffern
der Kupplung
Erhöhte Betriebstemperatur
Zu großes Verdrehspiel an der
Treibscheibe
Ölaustritt aus dem Getriebe
9.2
Beseitigung
Beschädigte Schrauben / Muttern
auswechseln.
Ölstand im Getriebegehäuse
zu hoch oder zu niedrig
Ölstand bei Raumtemperatur
kontrollieren,
ggf. Ölstand korrigieren
Öl ist überaltert
Öl wechseln. Siehe Kapitel 10.
Öl ist stark verschmutzt
Öl wechseln. Siehe Kapitel 10.
Lager defekt
Technical Support einschalten.
Verschleiß am Schneckenrad
Technical Support einschalten.
Lagerspiel vergrößert
Technical Support einschalten.
Radial-Wellendichtringe defekt
Radial-Wellendichtringe
auswechseln
Mögliche Störungen am Motor
Störungen
Erhöhte Laufgeräusche
Ursachen
Beseitigung
Lager defekt
Technical Support einschalten.
Handrad defekt
Handrad austauschen.
Inkrementalgeber defekt
Inkrementalgeber austauschen.
Erhöhte Lagertemperatur
Lager defekt
Technical Support einschalten.
Motor läuft nicht an
Netzspannung zu niedrig
Netzverhältnisse prüfen.
Phasenunterbrechung
Anschlüsse prüfen.
Motor wird zu warm
Ansaugöffnung des Lüfters
verschmutzt
Lüfterhaube reinigen.
Schutzeinrichtung löst aus
Phasenunterbrechung
Anschlüsse prüfen.
Wicklung- oder Klemmenkurzschluß
Isolationswiderstand prüfen.
BA 6801TU DE 10.09
21 / 40
9.3
Mögliche Störungen an der Zweikreis-Scheibenbremse
Störungen
Bremse lüftet nicht
Bremse bremst nicht
Ursachen
Beseitigung
falsche Spannung angelegt
richtige Spannung anlegen
Gleichrichter defekt
Gleichrichter austauschen
Lüftspalt zu groß
Bremsbacken wechseln.
Siehe Punkt 10.2.6.
Bremsspule defekt
Technical Support einschalten.
Stromversorgung nicht unterbrochen
Schalter prüfen.
Reibflächen verschmutzt
Bremsbacken wechseln.
Siehe Punkt 10.2.6
1)
1) Eine Vergrößerung des Lüftspaltes gegenüber dem Neuzustand führt zu einer Erhöhung des
Schaltgeräusches. Bei unzulässig hohen Schaltgeräuschen kann ein Rotorwechsel auch schon vor
Erreichen eines Lüftspaltes von 1.2 mm erforderlich sein.
9.4
Mögliche Störungen an der Doppelbackenbremse
Störungen
Beseitigung
Bremsweg zu kurz oder zu lang
Bremse falsch eingestellt
Bremsmoment verstellen.
Siehe Punkt 10.2.7.
Schalter für Verschleißüberwachung geben Signal
Verschleiß an den Bremsbelägen
Bremse nachstellen.
Siehe Punkt 10.2.9 und 10.2.10.
Bremse lüftet nicht,
Motor läuft nicht an
Bremsmagnet defekt
Technical Support einschalten.
Bremse lüftet einseitig
Bremsmagnet nicht richtig angeschlossen
Anschlüsse prüfen.
Bremsmagnet defekt
Technical Support einschalten.
Stromversorgung nicht
unterbrochen
Schalter prüfen
Reibflächen verschmutzt
Bremsbacken wechseln,
siehe Punkt 10.2.11.
Bewegung der Druckstangen zu
langsam
elektromagnetischen
Bremsmagneten austauschen.
Technical Support einschalten.
Bremse bremst nicht
Bremse bremst nicht rechtzeitig
9.5
Ursachen
Mögliche Störungen an der Sicherheitsbremse
Störungen
Bremse lüftet nicht
Bremse bremst nicht
Ursachen
Beseitigung
falsche Spannung angelegt
richtige Spannung anlegen
Lüftspalt zu groß
Lüftspalt einstellen,
siehe Punkt 10.2.13
Bremsrotor verschlissen
Technical Support einschalten
Bremsspule defekt
Technical Support einschalten
Stromversorgung nicht
unterbrochen
Schalter prüfen
Reibflächen verschmutzt
Technical Support einschalten
BA 6801TU DE 10.09
22 / 40
9.6
Erforderliche Maßnahmen zur Evakuierung des Fahrkorbes
Vor der Evakuierung und vor dem Lüften der Bremsen muss folgendes geprüft werden:
– Was ist die Ausfallursache?
– Ist die Betriebsbremse in Ordnung?
– Ist das Getriebe in Ordnung?
Bei Betriebsausfall durch Auslösen der Übergeschwindigkeitseinrichtung
oder bei unbekannter Ausfallursache keine Notevakuierung durchführen,
sondern Fachpersonal hinzuziehen. Ebenso ist der Einsatz von Fachpersonal
erforderlich, wenn Schäden an der Betriebsbremse oder am Getriebe
festgestellt werden.
Die für die Evakuierung des Fahrkorbes erforderlichen Arbeiten dürfen nur
von autorisierten Personen durchgeführt werden. Es ist sicherzustellen, dass
während der gesamten Evakuierungsdauer eine elektrische Betätigung des
Aufzuges nicht möglich ist.
Zur Evakuierung sind am Antrieb folgende Maßnahmen erforderlich:
1. Falls vorhanden Sicherheitsbremse lüften. Die Lüftschrauben befinden sich im Anbauflansch der
Bremse.
2. Scheibenbremsen bzw. Doppelbackenbremse an der Antriebsseite mit Handlüfthebel lüften.
Achtung!
Der Antrieb ist nicht selbsthemmend. Beim Lüften der Bremse kann sich der
Fahrkorb je nach Beladung selbsttätig in Bewegung setzen (auf- oder abwärts).
Falls sich der Fahrkorb nicht selbsttätig in Bewegung setzt, muss er durch Drehen des Handrades am
Motor bis zur nächsten Etage verfahren werden.
3. Nach Erreichen der gewünschten Position Handlüfthebel loslassen, die Bremse fällt selbsttätig ein.
Lüftschrauben aus der Sicherheitsbremse (falls vohanden) entfernen und in Anbauflansch der
Bremse zur Aufbewahrung einschrauben.
BA 6801TU DE 10.09
23 / 40
10.
Wartung und Instandhaltung
Hinweis:
10.1
Die Hinweise im Kapitel 3. ”Sicherheitshinweise” sind zu beachten.
Allgemeine Wartungsangaben
Hinweis:
Alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sind sorgfältig und nur von gründlich
geschultem Personal durchzuführen.
Zu den Garantiebedingungen zählt die Einhaltung der Inspektionsintervalle.
Maßnahmen
Fristen
Bemerkungen
Getriebetemperatur kontrollieren
monatlich
zul. 80 °C am Gehäuse,
bei höheren Temperaturen
siehe Punkt 9.1.
Getriebegeräusch auf
Veränderungen kontrollieren
monatlich
bei Veränderungen siehe
Punkt 9.1.
Ölstand kontrollieren
monatlich
Ölstand bis mindestens Mitte
Ölschauglas, maximal bis
Oberkante Ölschauglas
Getriebe auf Dichtheit
kontrollieren
monatlich
Erster Ölwechsel
nach Inbetriebnahme
nach ca. 1000 (300) Betriebsstunden,
spätestens nach 5 Jahren (18 Monaten)
siehe Punkt 10.2.1
weitere Ölwechsel
nach ca. 6000 (2000) Betriebsstunden,
spätestens nach 5 Jahren (18 Monaten)
siehe Punkt 10.2.1
Entlüftungsschraube reinigen
zeitlich mit Ölwechsel
siehe Punkt 10.2.2
Antrieb reinigen
zeitlich mit Ölwechsel
siehe Punkt 10.2.3
Befestigungsschrauben auf
festen Sitz kontrollieren
zeitlich mit Ölwechsel
siehe Punkt 10.2.4
Verdrehspiel der Treibscheibe
kontrollieren
jährlich
zul. sind 3 mm auf einem
Radius 260 mm an der Treibscheibe, bei größerem Verdrehspiel siehe Punkt 9.1.
Zweikreis-Scheibenbremse
Lüftspalt kontrollieren
jährlich
zul. Lüftspalt 1,2 mm
siehe Punkt 10.2.6
Doppelbackenbremse
Bremsbeläge kontrollieren
mit Drehzahlregelung jährlich
ohne Drehzahlregelung alle 3 Monate
siehe Punkt 10.2.10 und
10.2.11
Doppelbackenbremse
Resthub am Bremslüftgerät
kontrollieren
mit Drehzahlregelung alle 3 Monate
ohne Drehzahlregelung monatlich
Resthub einstellen
siehe Punkt 10.2.8 und 10.2.9
elektromagnetischen
Bremsmagneten überprüfen
jährlich
siehe Punkt 10.2.12
Sicherheitsbremse
Lüftspalt kontrollieren
jährlich
zul. Lüftspalt 0.7 mm
siehe Punkt 10.2.13
Umfeld der Kupplung auf
ungewöhnliche Verschleißartikel
prüfen
jährlich
Kunststoffpartikel deuten auf
unzulässigen Verschleiß der
elastischen Kunststoffpuffer
der Kupplung hin
siehe Punkt 9.1
Verdrehspiel der Kupplung kontrollieren
erstmalig nach 5 Jahren,
danach jährlich
zul. sind 5 mm auf einem
Durchmesser von 360 mm
am Motor-Handrad
Austausch der elastischen
Kunststoffpuffer
nach ca. 10 Jahren
siehe Punkt 10.2.5
Tabelle 10.1: Inspektionsintervalle
Hinweis:
Die in Klammern gesetzten Fristen gelten für Mineralöle.
BA 6801TU DE 10.09
24 / 40
10.2
Beschreibung der Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten
10.2.1 Ölwechsel durchführen
Achtung!
Hinweis:
Beim Ölwechsel ist grundsätzlich das CAVEX-Getriebe mit der vorher
verwendeten Ölsorte zu füllen. Ein Mischen von Ölen verschiedener Sorten
bzw. Hersteller ist nicht statthaft. Insbesondere dürfen synthetische Öle nicht
mit Mineralölen oder anderen synthetischen Ölen gemischt werden.
Das Ablassen des Öles muß unmittelbar nach dem Außerbetriebsetzen des
Antriebes durchgeführt werden, solange das Öl noch warm ist. Das Öl muß
ausreichend lange abtropfen können, um Ölschlamm, Abrieb und Ölreste zu
entfernen. Sofern sich schillernder Bronzeabrieb im Öl zeigt, ist dies völlig
unbedenklich.
Durch das austretende heiße Öl besteht die Gefahr von Verbrühungen.
Schutzhandschuhe tragen.
Eventuell vorbeifließendes Öl ist sofort mit Ölbindemittel zu beseitigen.
Achtung!
Die Getriebeöle dürfen auf keinen Fall mit anderen Stoffen vermischt werden.
Spülen mit Petroleum oder anderen Reinigungsmitteln ist nicht erlaubt, weil
stets Reste im Getriebe zurück bleiben.
10.2.2 Entlüftungsschraube reinigen
Die Entlüftungsschraube ist nach Ablagerung einer Staubschicht zu reinigen. Hierzu wird die
Entlüftungsschraube herausgeschraubt, mit Waschbenzin oder einem ähnlichen Reinigungsmittel
ausgewaschen und getrocknet bzw. mit Druckluft ausgeblasen.
10.2.3 Antrieb reinigen
S Antrieb durch Abschalten des Antriebsaggregates außerbetriebsetzen
Antriebsaggregat gegen unbeabsichtigtes Inbetriebnehmen sichern.
Hinweisschild an der Einschaltstelle anbringen.
S Antrieb mit hartem Pinsel von anhaftenden Verschmutzungen befreien
S Evtl. vorhandene Korrosionsstellen beseitigen
Achtung!
Die Reinigung des Antriebes mit einem Hochdruckreinigungsgerät ist nicht
zulässig.
10.2.4 Befestigungsschrauben auf festen Sitz kontrollieren
S Antrieb durch Abschalten des Antriebsaggregates außerbetriebsetzen
Antriebsaggregat gegen unbeabsichtigtes Inbetriebnehmen sichern.
Hinweisschild an der Einschaltstelle anbringen.
S Sämtliche Befestigungsschrauben mit Drehmomentschlüssel auf festen Sitz kontrollieren.
S Befestigungsschrauben oder -muttern sind mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen.
Das Anziehdrehmoment ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Anziehdrehmomente für Schrauben und Muttern der Festigkeitsklasse 8.8
Gewinde
M8
M 10
M 12
M 16
Anziehdrehmoment (Nm)
25
49
86
210
Hinweis:
Unbrauchbar gewordene Schrauben sind durch neue gleicher Festigkeitsklasse und
Ausführung zu ersetzen.
BA 6801TU DE 10.09
25 / 40
10.2.5 Austausch der elastischen Kunststoffpuffer der Kupplung
Nach dem Austausch der elastischen Kunststoffpuffer muss die motorseitige Kupplungshälfte bis zum
Motorwellenspiegel montiert werden. Die Kupplungshälfte muss mit dem Gewindestift (8) axial
gesichert werden.
Anziehdrehmomente für Kupplungsbolzenbefestigung
Größe
Anziehdrehmoment TA (Nm)
Schlüsselweite SW (mm)
144
15
13
162
30
17
Achtung!
Die Puffer (5) satzweise wechseln.
In einer Kupplung dürfen nur gleiche Puffer (5) eingesetzt werden.
2
8
7
4
6
5
3
6
2
3
4
5
6
7
8
Kupplungsteil 1
Kupplungsteil 2
Bolzen
Puffer
Scheibe
Sechskantmutter, selbstsichernd
Gewindestift
BA 6801TU DE 10.09
26 / 40
10.2.6 Rotor der Zweikreis-Scheibenbremse wechseln
Der Aufbau der Bremse ist nachfolgend dargestellt.
14
15
10
7
11
9
12
16
4
5
18
1
3
17
6
2
19
8
13
Lüftspalt
1
2
3
4
5
6
7
Nabe 1
Nabe 2
Zahnkranz
Gewindestift
Gewindestift
O-Ring
Spulenträger
8
9
10
11
12
13
14
Ankerscheibe 2-teilig
Rotor
Buchse
Zylinderschraube
Druckfeder
Druckfeder
Lüfthebel 1
15
16
17
18
19
Lüfthebel 2
Zylinderschraube
Zylinderschraube
Dämpfung
Stiftleiste
Der Wechsel des Bremsrotors ist wie folgt durch zu führen:
S Stecker von Stiftleiste (19) abziehen.
S Motor mit aufgesetzter Nabe (2) abbauen.
S Zahnkranz (3) herausnehmen.
S Schrauben (16) herausdrehen, Lüfthebel (14) und (15) entfernen.
S Schrauben (11) herausdrehen, Bremse abziehen.
S Gewindestift (4) lösen, Nabe mit aufgesetztem Rotor (9) von Schneckenwelle abziehen.
S Rotor (9) von Nabe (1) entfernen, neuen Rotor aufsetzen.
S Bremse in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen.
Achtung!
Das Auftreiben der Nabe (1) auf die Schneckenwelle durch Schläge oder Stöße
ist nicht zulässig, da hierdurch Wälzlager beschädigt werden können.
Außerdem ist folgendes zu beachten:
S Anzugsmoment der Schrauben (11)
22 Nm
S Anzugsmoment der Schrauben (16)
6 Nm
S Schrauben (16) mit Metallkleber sichern.
S Lüftspalt prüfen, soll 0.35-0.45 mm betragen.
S Rotor (9) muß bei gelüfteter Bremse bremsmomentfrei gedreht werden können, durch Drehen am
Handrad des Motors prüfen.
BA 6801TU DE 10.09
27 / 40
10.2.7 Bremsmoment an der Doppelbackenbremse verstellen
Der Aufbau der Bremse ist nachfolgend dargestellt.
14
13
6
7
5
Schaltabstand S
Y
Druckbolzen
4
Resthub
8
9
11
X
10
1
2
12
3
S Schaltabstand S = 0.6 mm bei Verwendung der Schalter zur Verschleißüberwachung.
S Schaltabstand S = 0 (Schalter vorgespannt) bei Verwendung der Schalter zur Stellungsanzeige.
S Resthub: Nennmaß = 2.0 mm
mindestens = 1.4 mm
Zur Kontrolle des Resthubes müssen die Druckbolzen mit leichtem Druck, z.B. mit einem
Schraubendreher in das Bremslüftgerät gedrückt werden.
T Brems (Nm)
10
20
30
40
50
60
70
Einstellmaß X (mm)
10.2
9.2
8.1
7.0
5.9
4.9
3.9
Verschleißkontrolle: Ymin = 12.5 mm
Durch Anziehen oder Lockern der Einstellmuttern (1) an den Zugstangen (2) wird das Bremsmoment
erhöht bzw. reduziert.
Das max. Bremsmoment ist erreicht, wenn die Federn (3) auf x = 3.9 mm vorgespannt sind.
10.2.8 Resthub am Bremslüftgerät kontrollieren
Der Resthub zwischen Bremslüftgerät (4) und Einstellschrauben (5) soll 2 mm betragen. Durch
Verschleiß der Bremsbeläge (6) verringert sich der Resthub. Bei einer Reduzierung des Resthubes
(Mindestresthub = 1.4 mm) muß die Einstellschraube (5) wieder auf 2 mm Abstand eingestellt und mit
der Sechskantmutter (7) gekontert werden. Das Einstellmaß “X” zum Vorspannen der Federn (3) durch
Anziehen der Einstellmutter (1) muß um den gleichen Betrag wie die Korrektur des Resthubes
nachgestellt werden.
Wird kein Resthub eingestellt, kann das zum Versagen der Bremse führen!
BA 6801TU DE 10.09
28 / 40
10.2.9 Schaltpunkte an den Überwachungsschaltern einstellen
Bei Antrieben, die mit Schaltern (8) zur Verschleißüberwachung der Bremsbeläge (6) ausgerüstet sind,
muß nach jeder Neueinstellung des Resthubes der Schaltabstand wie folgt neu eingestellt werden:
a) Einstellung mit Paßblech
S Einstellschraube (9) bis auf ca. 1mm Abstand zum Schalter (8) in Bremshebel (10) einschrauben.
S Paßblech 0,6 mm dick zwischen Schalter (8) und Einstellschraube (9) anordnen.
S Einstellschraube (9) bis zum Schaltpunkt an Schalter (8) herausschrauben.
S Einstellschraube (9) mit Sechskantmutter (11) kontern.
b) Einstellung ohne Paßblech
S Einstellschraube (9) bis zum Schaltpunkt an Schalter (8) herausschrauben.
S Einstellschraube (9) um 0.4 Umdrehungen zurückschrauben.
S Einstellschraube (9) mit Sechskantmutter (11) kontern.
Wenn die angebauten Schalter (8) zur Stellungsanzeige der Bremse (Bremse ein/aus) genutzt werden,
sind diese wie folgt einzustellen:
S Einstellschraube (9) bis auf ca. 1mm Abstand zum Schalter (8) in Bremshebel (10) einschrauben.
S Einstellschraube (9) ohne Paßblech bis zum Schaltpunkt an Schalter (8) herausschrauben.
S Einstellschraube (9) um 0.5 mm (1/3 Umdrehung) weiter zum Schalter (8) drehen.
S Einstellschraube (9) mit Sechskantmutter (11) kontern.
10.2.10 Verschleiß der Bremsbeläge kontrollieren
Zur Überprüfung der Bremsbeläge ist das Maß “Y” entsprechend der Darstellung unter Punkt 10.2.7
zu kontrollieren.
Hinweis:
Das Maß “Y min.” = 12.5 mm darf nicht unterschritten werden.
BA 6801TU DE 10.09
29 / 40
10.2.11 Bremsbacken wechseln
Achtung!
Neue Bremsbeläge erreichen erst nach einigen Bremsungen ihre optimale
Bremswirkung.
Dafür ist folgender Einlaufvorgang erforderlich:
Getriebe ohne Abtriebsdrehmoment mit Nenndrehzahl laufen lassen, Bremse
10x durch Unterbrechung des Bremslüftstromes für 2 Sekunden einfallen
lassen. Zwischen den Bremsvorgängen Bremse min. 5 Sekunden lüften. Damit
ist sichergestellt, dass die Bremse bei entsprechender Federeinstellung das
erforderliche Bremsmoment gemäß Tabelle 10.2.7 erreicht.
Nach Wechsel der Bremsbacken ist die ordnungsgemäße Funktion der
Bremse gemäß den gültigen Abnahmevorschriften von autorisiertem Personal
zu prüfen.
Der Bremsbackenwechsel ist wie folgt durchzuführen:
S Einstellmutter (1) von der Zugstange (2) abschrauben.
S Druckstück (12) und Federn (3) aus Bremshebel (10) herausnehmen.
S Zugstange (2) herausdrehen.
S Bremshebel nach außen schwenken.
S Sechskantmutter (13) abschrauben, Tellerfeder (14) herausdrehen.
S Bremsbacke (6) herausnehmen.
S Bremse mit einer neuen Bremsbacke (6) in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen. Dabei
Sechskantmutter (13) mit Metallkleber sichern.
S Bremsmoment neu einstellen, Richtwerte für Einstellmaß “X” Tabelle Punkt 10.2.7.
S Resthub und Schaltabstände einstellen, siehe Punkt 10.2.8 und 10.2.9.
10.2.12 Elektromagnetischen Bremsmagneten überprüfen
Kontrollieren Sie den Bremsmagneten auf Veränderung.
Kontrollieren Sie die Bewegung der Druckstangen durch Sichtprüfung. Die Druckstangen müssen sich
auf beiden Seiten gleich bewegen.
Kontrollieren Sie die Einfallzeit der Bremse. Beide Bremskreise müssen eingefallen sein, bevor die
Bestromung des Motors beendet ist.
Der Bremsmagnet muss ausgetauscht werden, wenn eine oder beide Druckstangen nicht frei arbeiten
können.
BA 6801TU DE 10.09
30 / 40
10.2.13 Lüftspalt an der Sicherheitsbremse einstellen
“X”
3
4
1
5
2
6
Lüftspalt
1
2
3
Befestigungsschraube
Einstellschraube
Mikroschalter
4
5
6
Einstellschraube
Lüftschraube M8x70
Stecker
1)
1) Bei Stromausfall kann die Bremse mit diesen Schrauben gelüftet werden.
Achtung!
Vor Inbetriebnahme des Antriebes müssen die Schrauben aus der Bremse
entfernt werden.
Die Schrauben können durch Einschrauben in den Anbauflansch an der
Stelle “X” aufbewahrt werden.
Lüftspalt: Nennmaß 0.25-0.35 mm
max. zul. 0.7 mm nach Verschleiß
Durch Verschleiß der Reibbeläge vergrößert sich der Lüftspalt. Spätestens bei Erreichen eines
Lüftspaltes von 0.7 mm ist eine Neueinstellung wie folgt durchzuführen:
S Befestigungsschrauben (1) lockern, Lüftspalt durch Verstellen der Einstellschrauben (2) auf
Nennmaß einstellen
S Befestigungsschrauben (1) anziehen, TA = 35 Nm, eingestellten Lüftspalt an mehreren Stellen
kontrollieren.
Nach jeder Neueinstellung des Lüftspaltes muß die Einstellschraube (4) für die Betätigung des
Mikroschalters (3) wie folgt neu eingestellt werden:
S Fühlerlehre 0.15 dick in der Nähe des Mikroschalters (3) in den Lüftspalt schieben
S Bremse unter Spannung setzen
S Einstellschraube (4) bis zum Schaltpunkt an den Mikroschalter (3) heranschrauben
S Bremse spannungsfrei stellen
S Fühlerlehre aus Lüftspalt entfernen
S Mikroschalter (3) durch mehrmalige Betätigung der Bremse auf einwandfreie Funktion überprüfen.
BA 6801TU DE 10.09
31 / 40
10.3
Schmierstoffe
Für Siemens Geared Motors GmbH-Getriebe sind nur CLP-Öle zugelassen, die gemäß DIN 51517-3
Wirkstoffe zur Erhöhung des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit sowie zur
Herabsetzung des Verschleißes im Mischreibungsgebiet enthalten.
Hinweis:
Das zu verwendende Öl der verschiedensten Schmierstoffhersteller ist der
nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Wir empfehlen unseren Kunden daher, einen Schmierstoff aus der Tabelle unter Berücksichtigung der
auf dem Typenschild angegebenen VG-Klasse auszuwählen.
Hinweis:
Eine Verwendung von Getriebeölen, die nicht
Qualitätsanforderungen
entsprechen,
kann
Gewährleistungsverpflichtung außer Kraft setzen. Wir
hin, daß jeder Ölhersteller bzw. Öllieferant für die
verantwortlich ist.
den oben angegebenen
gegebenenfalls
unsere
weisen ausdrücklich darauf
Qualität seines Produktes
Maßgebend für die Ölauswahl ist stets die auf dem Leistungsschild des Getriebes angegebene
Ölviskositätsklasse. Bei Verwendung einer anderen Viskosität oder auch eines anderen als hier
empfohlenen Getriebeöles übernimmt der Betreiber die Verantwortung für die technische Eignung des
Schmierstoffes. Um in einem solchen Fall das technische Risiko zu minimieren, empfehlen wir die
Verwendung eines CLP-Öles in der oben angegebenen Qualität, die man sich vom Ölhersteller
bestätigen lassen sollte.
Achtung!
Die Hinweise auf den Typenschildern und in den Betriebsanleitungen der
Getriebe sind einzuhalten!
10.3.1 Ölsorten
S Mineralöle
S Synthetiköle (Polyglykole)
Die synthetischen Öle haben gegenüber Mineralölen einen größeren Temperatureinsatzbereich sowie
einen höheren Viskositätsindex, d.h. einen flacheren Viskositäts-Temperaturverlauf. Anhaltswerte für
den Temperatureinsatzbereich:
bei Mineralölen etwa –10 °C bis +90 °C (kurzzeitig +100 °C),
bei Polyglykolen etwa –20 °C bis +100 °C (kurzzeitig +110 °C).
Hinweis:
Die oberen und unteren Gebrauchstemperaturen (Flammpunkt, Pourpoint) einzelner
Getriebeöle können zu den genannten Werten stark abweichen. Diese sowie weitere
Daten und Eigenschaften der Getriebeöle sind stets den technischen Datenblättern
der Ölhersteller zu entnehmen.
BA 6801TU DE 10.09
32 / 40
Mineralöl
Kennzeichnung
nach DIN 51 519
performance
Synthetisches Öl / Polyglykol (PG)
CLP ISO VG 460
CLP ISO VG 220
CLP PG ISO
VG 460
CLP PG ISO
VG 220
Degol BG 460
Degol BG 220
Degol GS 460
Degol GS 220
Ć
Ć
GEAR VSG 460
GEAR VSG 220
Ć
Ć
BERUSYNTH
EP 460
BERUSYNTH
EP 220
Energol
GR-XP 460
Energol
GR-XP 220
Enersyn
SG-XP 460
Enersyn
SG-XP 220
Optigear BM 460
Optigear BM 220
Opptiflex A 460
Optiflex A 220
Tribol 1100 / 460
Tribol 1100 / 220
Tribol 800 / 460
Tribol 800 / 220
Ć
Ć
RENOLIN
PG 460
RENOLIN
PG 220
Klüberoil
GEM 1 - 460 N
Klüberoil
GEM 1 - 220 N
SYNTHESO
D 460 EP
SYNTHESO
D 220 EP
Mobilgear 634
Mobilgear 630
Mobilgear
XMP 460
Mobilgear
XMP 220
Ć
Ć
Shell Tivela
S 220
Shell Cassida
WG 220
Ć
Ć
Ć
Shell Tivela
S 460
Shell Cassida
WG 460
Ersolan 460
Ersolan 220
Ć
1) nur Europa
BA 6801TU DE 10.09
33 / 40
11.
Ersatzteilhaltung
Eine Bevorratung der wichtigsten Ersatz- und Verschleißteile am Aufstellungsort sichert die ständige
Einsatzbereitschaft des Antriebes.
Zur Bestellung von Ersatzteilen bedienen Sie sich bitte der Ersatzteilliste.
Zur weiteren Information dient die in der Ersatzteilliste aufgeführte Ersatzteilzeichnung.
Nur für die von uns gelieferten Original-Ersatzteile übernehmen wir eine Garantie.
Achtung!
Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß nicht von uns gelieferte
Ersatzteile und Zubehör auch nicht von uns geprüft und freigegeben sind. Der
Einbau und / oder die Verwendung solcher Produkte kann daher unter
Umständen konstruktiv vorgegebenen Eigenschaften des CAVEX-Antriebes
negativ verändern und dadurch die aktive und / oder passive Sicherheit
beeinträchtigen. Für Schäden, die durch die Verwendung von nicht
Original-Ersatzteilen und Zubehör entstehen, ist jedwede Haftung und
Gewährleistung seitens Siemens Geared Motors GmbH ausgeschlossen.
Bitte beachten Sie, daß für Einzelkomponenten oft besondere Fertigungs- und Lieferspezifikationen
bestehen und wir Ihnen Ersatzteile nach dem neuesten technischen Stand und nach den neuesten
gesetzgeberischen Vorschriften anbieten.
Bei Ersatzteil-Bestellungen sind folgende Daten anzugeben:
Auftrags-Nr. / Position
Bauart / Größe
BA 6801TU DE 10.09
34 / 40
Teil-Nr.
Stückzahl
12.
Herstellererklärung
Herstellererklärung
im Sinne der EG-Maschinenrichtlinie 98/37/EG Anhang II B
Hiermit erklären wir, daß die in dieser Betriebsanleitung beschriebenen
CAVEX-Aufzugantrieb der Bauart
CG 45
Größe 120
zum Einbau in eine Maschine bestimmt sind, und daß ihre Inbetriebnahme solange untersagt ist, bis
festgestellt wurde, daß die Maschine, in die diese Komponenten eingebaut werden, den
Bestimmungen der EG-Richtlinie 98/37/EG entspricht.
Mit dieser Herstellererklärung werden alle für unsere Produkte zutreffenden harmonisierten Normen
ganz oder teilweise berücksichtigt, die von der EG-Kommission im Amtsblatt der Europäischen
Gemeinschaft veröffentlicht sind.
Insbesondere sind dies:
- EN ISO 12100-1
- EN ISO 12100-2
- EN 294
- EN 349
- EN 60204-1
Tübingen, den 05.10.2009
i. V. (Leiter Getriebe Entwicklung)
BA 6801TU DE 10.09
35 / 40
12.1
EG-Baumusterprüfbescheinigung für Sicherheitsbremse
BA 6801TU DE 10.09
36 / 40
12.1.1 Anhang zur EG-Baumusterprüfbescheinigung für Sicherheitsbremse
BA 6801TU DE 10.09
37 / 40
BA 6801TU DE 10.09
38 / 40
BA 6801TU DE 10.09
39 / 40
BA 6801TU DE 10.09
40 / 40
Document
Kategorie
Technik
Seitenansichten
15
Dateigröße
752 KB
Tags
1/--Seiten
melden