close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Download - UFA-Revue

EinbettenHerunterladen
Anzeige
Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 5 / 2014
Gebrauchsleihe ist
unbürokratisch
Seite 12
Reines Biomethan
zum Tanken
Seite 20
Den Kampf gegen
Blacken gewinnen
Seite 34
Erfolgreich
gegen HIS
Seite 66
WIR SIND AN DER SPITZE MIT DABEI –
BIETEN ABER NOCH MEHR …
+ echte Vierradscheibenbremsen im Ölbad
GS
HR 5100CA
F
Z
T
U
E
D
–
.
0
0
0
5
5
Fr.
Ž“‘˫œ™˫
—š“Œ˜•—ŠŽ˜
‹ò
Ž“
˭
”
™™
Š
+ 5-fach einstellbares, lastschaltbares Wendegetriebe
+ inklusive Komfortkupplung per Drucktaste im Schalthebel
+ 40 km/h bei reduzierter Motordrehzahl (50 km/h Getriebe!), sparsam und leise
̐DEUTZ˭”™”—͋˭ž‘Ž“‰Š—š—‡”˭“™Š—ˆ””‘Š—Tier 4i,
”“Š†—™ŽŠ‘ˈ‘™Š—š“‰”“Š‰‘šŠ73 kW/100 PS
S PA R PA K E T +
͇̐͋’̭ECO-Getriebe’Ž™͌
¤“ŒŠ“˨͉˭‹†ˆŠ—†˜™˜ˆ†‘™š“Œ
š“‰Stop & Gož˜™Š’͉͇̭͉͇̔̕
̐͊‰”••Š‘™œŽ—Š“‰Šš˜†™Ÿ˜™ŠšŠ—ŒŠ—¤™Š’Ž™ˆœŽ’’˜™Š‘‘š“Œ˨
Žˆ˭š™š“‰Š™Š“™˭š“™Ž”“
̐4-fach†•‹œŠ‘‘Š͇̭͇̭͈͇͇͇͌͋͌͋š“‰1000 ECO
ECO
š“‰Ž“‘š˜Ž›ŠZapfwellenautomatik
̐—”“™ž‰—†š‘Ž‰”••Š‘™œŽ—Š“‰š“‰—”“™Ÿ†•‹œŠ‘‘Š
̐š˜†™Ÿ‡Š‘Ššˆ™š“Œ›”—“Š†š‹†‘‡Š—ۍŠ
̐š“‰š’‘Ššˆ™Š“†’†‡Ž“Š“‰†ˆ˨†‡‘†••‡†—
̐ŠŽ‹†—Š—˜Ž™ŸŽ“‘š˜Ž›ŠŽˆŠ—ŠŽ™˜Œš—™
Netto inkl. MwSt.
̐Breite D2L Komfortkabine’Ž™—ŠŽ˜Žˆ™‰†ˆ
š“‰”““Š“—”š‘Š†š
̐š‹™ŒŠ‹Š‰Š—™Š—GRAMMER˭Š—”ˈ™†—Š—˜Ž™Ÿ
Ž“‘š˜Ž›Š¤“Œ˜‹Š‰Š—š“Œ
̐ˆœŠ“‡†—Š”—‰Š——†‰”™ˉòŒŠ‘š“‰Ž“™Š—Š
”™ˉòŒŠ‘›Š—‡—ŠŽ™Š—š“ŒŠ“Ž“†—”˜˜Š—ŽŠ‹†—‡Š
̐¤‰Š—Ž“™Š“͇̭͍͌͋͌͊͋†š‹Ž˜•š—‹Š‘ŒŠ“
̐¤‰Š—›”—“Š480/65 R24†š‹Ž˜•š—‹Š‘ŒŠ“
̐š™”’†™Ž˜ˆŠ˨˜ˆ“Š‘‘ÛŠ“›Š—˜™Š‘‘‡†—Š
“¤“ŒŠ›”——Žˆ™š“Œ’Ž™Ž“†“‰‡Š‰ŽŠ“š“Œ
Ostschweiz
Südostschweiz
Zentralschweiz
Bern/Mittelland
Suisse Romande
‘‡Š—™†˜‘Š—
“‰—Š˜
—†‹
Š™Š—›”“”‘ŸŠ“
”’†˜ˆ“ŠŽ‰Š—
†“ŽŠ‘ˆœ††—
079 696 14 19
079 422 03 54
079 289 58 42
079 827 35 03
079 631 49 80
SAME DEUTZ-FAHR Schweiz AG
Pfattstrasse 5
9536 Schwarzenbach
Tel. 071 929 54 50
info@samedeutz-fahr.ch
Fr. 5 000.–
INHALTSVERZEICHNIS
Bild: agrarfoto.com
EDITORIAL
Einkaufen im ländlichen Raum
Volg: Im Dorf daheim
4
Neues von der Verwaltung fenaco
Auf ein Wort von Ferdinand Hirsig
Die Halag Chemie AG - auf die Schweiz abgestimmt.
Internationale Zusammenarbeit stärken
4
5
8
10
MANAGEMENT
Direktzahlungen und AHV
Erreicht ein Landwirt das
65. Altersjahr, kann auch seine
jüngere Ehefrau den Betrieb
übernehmen.
16
Gesuchsverfahren ab 2014
Termine und Fristen
14
Kurzmeldungen
Gebrauchsleihe
Wir haben es verdient
11
12
16
LANDTECHNIK
Effizient und schonend bearbeiten
Bodenbearbeitungsmassnahmen unter «AP 14-17»
26
Kurzmeldungen
Biogas zu Erdgasqualität aufbereiten und als Treibstoff nützen
Wegweisender Arbeitskomfort mit dem «MF 5610»
Produktneuheiten
Kompakte Effizienz: New Holland «T6.160» im Test
Wettbewerb mit Bayer CropScience
19
20
22
24
28
30
PFLANZENBAU
Biomethan zum Tanken
Erdgas als Treibstoff weist 20 %
Biomethan auf. Kann man Biogas
aus kleinen Anlagen direkt
in Erdgasqualität herstellen?
20
Wirksame Methoden gegen Blacken
Chemische und biologische Einzelstockbehandlung im Grünland
34
Kurzmeldungen
Zuerst den Boden, dann die Kultur
Bio, aber lieber ohne Kupfer
Erhaltung der genetischen Artenvielfalt
Die Biene geht uns alle etwas an
Die Kombination machts
Proteingehalt beim Mahlweizen
Brotgetreide: Anbau regional steuern
Bio-Seite: Schwierige Kulturen gewagt
31
32
36
40
44
48
52
53
78
NUTZTIERE
Unkraut bekämpfen
Im Maisanbau gilt es, Unkräuter
konsequent zu bekämpfen.
Die Kombination der
Massnahmen bringt Erfolg.
48
Preisabschlag
beim UFA-Mischfutter
62
Kurzmeldungen
UFA aktuell: Aktion Milchviehfutter
Mehr Gehalt oder mehr Kraftfutter?
Intelligent einstallen in der Schweinemast
Erfolgreiche Hygienestrategie gegen HIS
Muniaufzucht: Höher dosieren lohnt sich
Niacin passt zu Mais und in die Startphase
Ein Milchviehbetrieb, drei Fitness-Siegerinnen
Luzerne: Strukturergänzung ohne Rationsverdünnung
Sicherheit in der Mineralstoffversorgung
55
57
61
64
66
68
70
72
74
76
LANDLEBEN
Höher dosieren
Muni entwickeln sich besser, wenn
sie in den ersten Mastwochen mehr
Milch erhalten, bestätigt
ein neuer Praxisversuch.
68
UFA-REVUE · 5 2014
Daniela
Clemenz
FENACO AKTUELL
Essbare Blüten
Augenschmaus und Gaumenfreude
82
Kurzmeldungen
Rückblick auf die Leserreise nach Uruguay und Brasilien
Raritäten und Nostalgie
Nicht verpassen: Leserreise-Ausschreibung Spanien-Portugal
Rezepte von Dorthe Keller
Gartenseite im Mai
Uno-Jahr der Familienbetriebe: Familie den Boer
81
84
86
87
88
93
94
Bäuerinnen sind oftmals eher im
Hintergrund aktiv, sorgen für
Familie und Haushalt und halten
den Betrieb am Laufen. Lotti
Schwab ist aus dem Hintergrund als
mitarbeitendes Familienmitglied
herausgetreten. Seit 2013 gilt sie
gemeinsam mit ihrem Mann als
Bewirtschafterin und rechnet selbstständig AHV ab. Mit der Übernahme des Bewirtschafterinnenstatus
konnte Lotti Schwab dem Betrieb
die Direktzahlungen sichern, die sie
ansonsten verloren hätten, da ihr
Mann 65 Jahre alt wurde. Lesen Sie
den Beitrag auf Seite 16.
Auch der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV)
fordert, dass die Arbeit der Bäuerinnen sichtbarer werden soll, und
zwar nicht nur auf dem Betrieb. In
bäuerlichen Gremien und Organisationen sind Bäuerinnen beispielsweise untervertreten. Der SBLV umfasst
als Dachverband 28 Mitgliedorganisationen aus allen Sprachregionen.
Dieser Verband ist mit seinen über
60 000 Mitgliedern im ländlichen
Raum aktiv und gestaltet das
gesellschaftliche, soziale und auch
wirtschaftliche Leben auf dem Land.
Deshalb müssen Bäuerinnen in
bäuerlichen Organisationen
vertreten sein und mitreden, wenn
es um Raumplanung und Agrarpolitik oder um Agrarhandel und das
Genossenschaftswesen geht. Es
braucht zuweilen ein bisschen Mut
mit einem öffentlichen Engagement
aus dem Schatten des Familienbetriebs herauszutreten und Stellung
zu beziehen. Aber die landwirtschaftlichen Organisationen und das
landwirtschaftliche Genossenschaftswesen, die fenaco und die
LANDI schätzen die Arbeit der
Bäuerinnen, sie schätzen ihren Input
und ihr Engagement.
info@ufarevue.ch
Sie viele
Mit uns haben
lich
Vorteile: natür
versichert!
Gerstenähre | © Agrisano
Die Blacke ist ein
Problemunkraut im
Futterbau. Mit ihren
grossen Blättern
nimmt sie guten
Futterpflanzen das
Licht und hindert sie
am Wachsen.
Für die Bauernfamilien!
Alle Versicherungen aus einer Hand!
3
AKTUELL
FENACO
Einkaufen im ländlichen Raum
VOLG: IM DORF DAHEIM Vor über hundert Jahren noch ein GemischtwarenKrämerladen – heute längst eine zeitgemässe Einkaufsmöglichkeit für den täglichen
Bedarf. Trotz grosser Veränderungen ist eines gleich geblieben: Die rund 560 VolgLäden ermöglichen das Einkaufen praktisch direkt vor der Haustür.
Tamara
Scheibli
Auch im Zeitalter von Internetshopping und grossen Einkaufszentren
auf der grünen Wiese behauptet
sich Volg mit seiner konsequenten
Nischenstrategie erfolgreich gegenüber
Grossverteilern und Discountern. So hat
die Volg-Gruppe 2013 den Umsatz er-
neut gesteigert – um 3.5 % auf 1.406
Milliarden Franken. «Es ist klar, dass das
Betreiben kleiner Dorfläden, die sich
auch vielfach abseits der Hauptverkehrsachsen befinden, höhere Betriebsund Logistikosten verursacht. Würden
die Konsumenten nur auf den Preis
Feine «Feins vom
Dorf»-Freilandeier für
den nahen Dorfladen:
«Der Volg Neukirch ist
ein langjähriger
Kunde direkt aus dem
Dorf, mit dem uns eine
gute Partnerschaft
verbindet.»
Geflügelhofbesitzer
Marianne und Christian
Rutishauser
aus Neukirch (TG)
schauen, hätten unsere Läden kaum eine Chance», erklärt der Vorsitzende der
Geschäftsleitung der Volg Konsumwaren AG Ferdinand Hirsig.
Doch wie die erfreulichen Zahlen eindrucksvoll belegen, spielen bei der Wahl
des Einkaufsortes für den täglichen Bedarf offensichtlich auch andere Kriterien, beispielsweise die persönliche Nähe, das Personal und die bequeme
Erreichbarkeit des Ladens, eine wichtige
oder gar entscheidende Rolle: «Vor allem der persönliche Kontakt, das heisst
der Austausch zwischen unseren Mitarbeitenden und den Kunden, ist für unsere Dorfläden eine bedeutende Stärke.
Oftmals übernehmen die Volg-Läden
zudem die Funktion eines sozialen Treffpunkts in der Gemeinde. Somit sind wir
wirklich im Dorf daheim», betont Hirsig.
Mit den Dorfläden sichert und fördert
Volg zudem Arbeitsplätze im ländlichen
Raum. Wenn immer möglich werden
freie Stellen mit Mitarbeitenden besetzt, die im betreffenden Dorf oder in
einer Nachbargemeinde wohnen.
VERWALTUNG FENACO
CONSEIL D’ADMINISTRATION
Neubau Volg-Laden in Dotzigen Auf dem ehemaligen Bahnhofareal in Dotzigen (BE) wird ein neuer
Volg-Laden gebaut. Die Verwaltung
fenaco hat einen entsprechenden Kredit der LANDI Schweiz AG – als Eigentümerin des Areals und Bauherrin – genehmigt. Der Volg-Laden wird von der
Volg Detaihandels AG gemietet und
betrieben. Das bekannte Volg-Ladenkonzept wird mit einem Take-away4
Bereich ergänzt. Die Eröffnung ist für
Frühling 2015 vorgesehen.
Modernisierung der Obst-Konzentrieranlage in Oberaach Die
Verwaltung fenaco genehmigte einen
Antrag zur Modernisierung der Konzentrieranlage Ramseier Aachtal AG in
Oberaach (TG). Mit der Erneuerung der
Konzentrieranlage wird auch in Zukunft
ein effizienter und sicherer Betrieb ge-
währleistet sein. Die Mosterei Ramseier
Aachtal AG (Bild) ist die grösste in der
Schweiz. Entsprechend werden vor Ort
beträchtliche Mengen Obstsaft zu Konzentraten verarbeitet.
5 2014 · UFA-REVUE
AKTUELL
NATS
ES MO IS
D
D
L
I
B
DU MO
PHOTO
FENACO
AUF EIN WORT
EN UN MOT
Agro-Kaufleute HF in verantwortungsreichen Positionen
Die fenaco-LANDI Gruppe fördert in vielfältiger Weise die Agro-Kaufmann HF und
Agro-Techniker HF-Ausbildungsgänge. Agro-Kaufleute HF und Agro-Techniker HF sind nämlich
in der Agrarhandelswelt gefragte Leute. Auch bieten diese HF-Ausbildungen jungen Menschen
viele Perspektiven für die berufliche Zukunft. Als Glücksfall erwies sich die Agro-Kaufmann-HFAusbildung für Iwan Lisibach. Er leitet die zur fenaco-LANDI Gruppe gehörende Agro Center
Malters AG, die zurzeit eine neue LANDI mit Laden, TopShop, Agrola-Tankstelle und umfassender Agro-Handelsplattform baut. Als Agro-Kaufmann HF ist er für diese verantwortungsvolle Aufgabe mit komplexen und vielseitigen Geschäftsfeldern bestens gerüstet.
Informationen und Anmeldung für HF-Ausbildung auf www.agrokaufmann.ch
Nahe bei den Produzenten Volg
ist vor über 120 Jahren gegründet
worden, weil die Bauern und die landwirtschaftlichen Genossenschaften die
Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen wollten. Sie waren und sind auch
heute noch auf Einkaufsmöglichkeiten
im Dorf angewiesen. Zugleich sicherten
TERMINE
AGENDA
Medienkonferenz
der fenaco
21. Mai 2014
Delegiertenversammlung
der fenaco
25. Juni 2014
UFA-REVUE · 5 2014
sie sich damit einen Absatzkanal für ihre
bäuerlichen Produkte. So ist Volg ein
wichtiger Vermarkter von Erzeugnissen
aus heimischer Scholle.
Dass sich das erfolgreiche Geschäftsjahr
2013 der Volg-Gruppe nahtlos an die
Vorjahre anreiht beweist, dass sich
unsere Konzepte und Strategien auch
im Zeitalter von Internetshopping und
Discountern weiterhin bewähren. Klare
Konzepte und Strategien sind aber nur
ein Faktor für den Erfolg. Ebenso
zentral ist die Einstellung der Dorfbewohner respektive der Kunden
gegenüber ihrem Dorfladen. Es braucht
nämlich gar nicht viel, damit dieser
eine Existenzgrundlage hat: Ein Einkauf
für 50 Fr. pro Woche und Haushalt
reicht aus! Doch vom Kauf einer
einzelnen Senftube, die man woanders
vergessen hat einzukaufen, kann ein
kleiner Laden nicht überleben. Ob ein
Dorf auch in Zukunft einen eigenen
Lebensmittelladen hat, liegt somit in
erster Linie in den Händen der
Bevölkerung.
Feins vom Dorf
Am unmittelbarsten zeigt sich die tiefe lokale Verwurzelung der Volg-Läden und ihre Nähe zu
den Schweizer Bauern mit «Feins vom
Dorf». Unter dieser Bezeichnung sind in
jeder Verkaufsstelle lokale Erzeugnisse
und Spezialitäten erhältlich. Ob frisches
Brot, saisonale Früchte, Molkereiprodukte oder knackiges Gemüse: Hinter
jedem Produkt steckt ein lokaler Produzent, den die Volg-Kunden oft sogar
persönlich kennen. Im Dorf daheim zu
sein, bedeutet für den Dorfladenspezialisten somit auch, die Zusammenarbeit mit Produzenten aus dem Dorf zu
pflegen. Der Anteil Schweizer Produkte
im Volg-Sortiment ist generell überdurchschnittlich hoch: Über 70 % des
Umsatzes werden mit Produkten aus
der Schweiz erzielt.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1989 hat
sich die Volg Konsumwaren AG zu
einer professionellen MarketingOrganisation entwickelt, die es ihren
Partnern ermöglicht, einen leistungsfähigen Dorfladen wirtschaftlich zu
führen. Die Geschichte von Volg reicht
aber viel weiter zurück: 1886 gründeten 16 Lokalvereine den Verband
Ostschweizerischer Landwirtschaftlicher Genossenschaften (V.O.L.G.). Der
erste Konsumwaren-Laden unter dem
Namen V.O.L.G. eröffnete im Jahr
1889. Auch heute – über 120 Jahre
später – ist Volg seinen Wurzeln treu
geblieben und weiterhin eng mit den
Bauern und der ländlichen Bevölkerung
verbunden. Die konsequente Ausrichtung auf den kleinflächigen Lebensmitteldetailhandel in ländlichen Regionen
und die Pflege der geografischen und
emotionalen Nähe zu unseren Kunden
werden darum auch in Zukunft den
Kern unserer Strategie bilden.
Fortsetzung
Seite 6
Ferdinand Hirsig
Mitglied der fenaco-Geschäftsleitung
5
AKTUELL
FENACO
Typisch Volg Mit dem Label «Typisch
Schweiz – Typisch Volg» unterstützt Volg
kleine und mittlere Schweizer Betriebe
und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre qualitativ hochstehenden Erzeugnisse in den
Volg-Läden zu verkaufen, obwohl die
Produkte im Ausland oder bei Grossunternehmen oft günstiger beschafft werden könnten. Damit leistet Volg einen
Beitrag, die Existenz von traditionellen
einheimischen Herstellern – und damit
Arbeitsplätze in der Schweiz – nachhaltig
zu sichern.
Bewährte Konzepte Die Volg
Konsumwaren AG beliefert insgesamt
930 kleinflächige Lebensmittel-Verkaufsstellen in der Deutsch- und der
Westschweiz. Betrieben werden die
Volg-Läden von LANDI-Genossenschaften, der Volg Detailhandels AG oder von
privaten Detaillisten. Die Volg-Verkaufsstellen, die von LANDI-Genossenschaften geführt werden, trugen 2013
mit 39.5 % zum Gesamtumsatz bei. Der
Umsatzanteil von der Volg Detailhandels AG geführten Läden betrug 31%,
jener der privaten Detaillisten 6.8 %, der
freien Detaillisten 8.2 % und der Agrola
TopShops 14.5 %.
Westschweiz und Wallis Ursprünglich in der Ostschweiz entstanden, ist Volg seit einigen Jahren auch in
der Westschweiz und im Wallis zuhause.
So konnten Ende 2013 in Unterbäch
(VS) der sechszehnte und im Januar
2014 in Eclépens (VD) der siebzehnte
Volg-Laden eröffnet werden.
Dienstleistungen Neben
vielen
Produkten für den täglichen Bedarf dürfen die Kunden in den ländlichen VolgLäden noch mehr erwarten: Bereits in
über 170 Verkaufsstellen sind beispielsweise Postagenturen integriert, so dass
zusammen mit dem Einkauf auch die
Postgeschäfte bequem im Dorfladen
erledigt werden können – und dies zu
besonders kundenfreundlichen Öffnungszeiten. Weitere Dienstleistungsangebote, wie der Geschenkkorbservice, die Abgabe von Leihschirmen bei
Regenwetter, ein Anschlagbrett für
Kleinanzeigen oder der einmal pro Jahr
in jedem Volg stattfindende Kundentag
werden von den Kunden zusätzlich geschätzt.
䡵
6
Knackige «Feins vom
Dorf»-Äpfel für
den Volg Oberwil bei
Nürensdorf: «Volg
achtet auf eine hohe
Produktqualität. Das
entspricht auch meiner
Werthaltung, denn
ich will nicht möglichst
viele, sondern gute
und gesunde Äpfel
produzieren.»
Obstbauer
Hanspeter Menzi aus
Nürensdorf (ZH)
«Unsere Volg-Läden haben Erfolg,
weil sie dank ihrer geographischen
und emotionalen Nähe zu den Kunden tief
im ländlichen Raum verwurzelt sind
und unsere Werte jeden Tag aufs Neue von
den Mitarbeitenden gelebt werden.»
Ferdinand Hirsig, Volg-Chef
Beliebter Einkaufsort:
Rund 560-mal
ist das bequeme
Einkaufen im Dorf
möglich – dank Volg.
Ein freundliches Lächeln
vom Verkaufspersonal
gibt es beim Einkauf im
Volg kostenlos dazu.
5 2014 · UFA-REVUE
AKTUELL
FENACO
Volg Naturena – Bauernfamilien sorgen
für naturnahe Erlebniswelten
Volg App: Neu für jedes
Smartphone
Die Nähe von Volg zur Landwirtschaft
und seine traditionelle Verwurzelung im
ländlichen Raum ist auch ausserhalb der
Volg-Dorfläden sichtbar und zwar in den
Volg Naturena Erlebniswelten in den
Regionen Fricktal, Seebachtal, Werdenberg und Zugerland. Die vier Erlebniswelten umfassen einen Sinnespfad mit
interaktiven Stationen, ein Naturprojekt
sowie einen Erlebnisbauernhof. Dabei
wird eng mit vier Bauernfamilien
zusammengearbeitet.
Standorte und Öffnungszeiten aller VolgLäden, die aktuellen Wochenaktionen,
die sich mit nur einem Fingertipp direkt
auf die persönliche Einkaufsliste übertragen lassen sowie die übersichtliche
Volg-Rezeptdatenbank mit über 1000
Kochideen: In der kostenlosen Volg-App
stecken viele praktische und nützliche
Dienstleistungen.
Die Bauernfamilien übernehmen mit
ihrem Engagement eine Brückenfunktion
zwischen Stadt und Land, Landwirtschaft
und Detailhandel, Produktion und
Konsum. Auch sind ihre Aktivitäten
inzwischen zu einem Betriebsstandbein
und Erwerbszweig geworden. Mit dabei
sind Barbara und Hans Dürr (Bild 1), die
in Gams (SG) ihren Milchwirtschaftsbetrieb nach Bio-Richtlinien bewirtschaften.
Auf dem Betrieb von Bernadette und
Hermann Hotz-Mathis (Bild 2) im
zugerischen Baar erfährt man alles über
den Gemüse-, Obst- und Beerenanbau
und über die Zucht von schottischen
Hochlandrindern. Der Hof von Edith und
Christian Jäger (Bild 3) in Hüttwilen (TG)
hat sich auf Reb- und Ackerbau
ausgerichtet. Mutterkuhhaltung,
SCHAUSPIEL NATUR NATURNAH ERLEBEN
Ackerbau, Reb- und Obstbau sind die
Betriebszweige von Helen und Herbert
Schmid (Bild 4) in Wittnau (AG).
Anfang 2014 wurde das vielfältige
Angebot von Volg Naturena um eine
weitere Attraktion ergänzt: An den
Erlebnistagen «Öisi Brüüch» werden
typische Schweizer Traditionen zum
Erlebnis. An zwölf Samstagen erlebt man
auf den vier Erlebnisbauernhöfen einen
Streifzug durchs Schweizer Brauchtum
wie zum Beispiel Alphornblasen,
Fahnenschwingen, Jodeln, Hornussen,
Schwingen, Jassen oder Steinstossen und
kann dies an Ort und Stelle selber
ausprobieren. Teilnehmen können
Personen ab 13 Jahren. Für Kinder
zwischen 5 und 12 Jahren wird ein
separates Betreuungsprogramm
angeboten.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu den Volg Erlebnistagen
«Öisi Brüüch» unter www.volg.ch,
auf www.naturena.ch sowie im Naturena
Veranstaltungsprogramm, das in den
Volg-Läden aufliegt.
1
Die Volg App gibt es
für iPhone/iPad,
Android (ab Version
2.3.3) und Windows
8 Phone und kann
kostenlos im
jeweiligen Store
heruntergeladen
werden.
2
3
4
Frischprodukte
stehen bei Volg im
Mittelpunkt.
Ofenfrische «Feins
vom Dorf»-Bauernbrote für den Volg
Herznach: «Volg legt
grossen Wert auf
lokale Produkte und
unterstützt so die
Schweizer Bauern.
Diese Haltung ist
nicht einfach nur ein
Werbegag – sondern
wird tatsächlich
gelebt.» Bäuerin Claire
Ackle aus Herznach (AG)
UFA-REVUE · 5 2014
Autorin Tamara Scheibli, Volg
Konsumwaren AG, 8401 Winterthur
www.ufarevue.ch
5 · 14
7
AKTUELL
FENACO
Auf die Schweiz abgestimmt
DIE HALAG CHEMIE AG bietet via LANDI ein Vollsortiment von Melk- und
Stallhygieneprodukten für die Landwirtschaft an. Neben einem attraktiven PreisLeistungs-Verhältnis wird bei den Halag-Produkten auf eine optimale Eignung für
Schweizer Gegebenheiten geachtet. Neu verfügbar ist die «HalaApi»-Linie für Imker.
Mit den steigenden Tierbeständen
und den hohen Qualitätsanforderungen ist die Hygiene in der Landwirtschaft zu einem zentralen Thema geworden. Neben gewerblichen und
industriellen Lebensmittelherstellern
fragen deshalb immer mehr auch bäuerliche Betriebe nach einer Beratung
durch die Hygienespezialisten der Halag
Chemie AG.
Auf die Wasserhärte kommt es
an Die Beratung der zur fenaco-gehörenden Halag Chemie AG zahlt sich aus.
Im Bereich der Reinigungs- und Desinfektionsmittel ist es für die Bauern nicht
einfach, den Überblick zu bewahren
und den richtigen Kaufentscheid zu treffen. So werden auf dem Markt beispielsweise preisgünstige Reinigungsmittel
aus dem Ausland angeboten, die mit der
hiesigen Wasserhärte nicht korrespondieren. Es resultiert ein ungenügender
Reinigungseffekt, der eine Menge Stress
Neue Produkte für Imker Durch
Die Halag Chemie AG
produziert ihre Hygieneprodukte in Aadorf (TG).
und Kosten auslösen kann, wenn daraufhin Qualitätsmängel oder sogar tiergesundheitliche Probleme auftreten.
Vollsortiment in der LANDI Eine
eigene Produktentwicklung, moderne
Produktionsanlagen und individuelle
Kundenlösungen haben die Halag zu einem erfolgreichen Unternehmen im Hygienebereich gemacht. Halag-Produkte
sind auf Schweizer Gegebenheiten abgestimmt. Angeboten werden sie regional im Agrarteil der LANDI. Aus dem
vielseitigen Sortiment findet der Landwirt alles, was er für seinen Betrieb
braucht.
So gibt es für jede Tierart das entsprechende Stallhygieneprogramm - von der
Reinigung bis zur Desinfektion.
Die Halag Chemie AG
betreibt eine eigenständige Forschung
und Entwicklung.
den Druck, den die Brutkrankheit auf
die Bienen und die Bienenhaltung ausübt, ist der Hygieneanspruch in der Imkerei ebenfalls angestiegen. Zur Sanierung von Faul- oder Sauerbrut bietet die
Halag mit «HalaApi 898» (Kaltreiniger)
und «HalaApi 899» (Warmreiniger)
neue, effiziente und gefahrlos anwendbare Alternativen zu Natronlauge und
Soda an. Nach der erfolgten Reinigung
werden die Bienenkästen und Gerätschaften abschliessend mit dem FiBL gelisteten «Halades 01» desinfiziert.
Halag Services Bei Fragen und Problemen, welche die Hygiene als Ursache
vermuten lassen, kann der Beratungsdienst der Halag helfen. Um die Beratungskapazität und Dienstleistungen zu
erweitern, wurde 2013 der Bereich Halag Services personell verstärkt und neu
organisiert.
Internationale Zusammenarbeit
Die Halag Chemie befasst sich intensiv
mit den Herausforderungen der Märkte
und positioniert sich entsprechend. Die
internationale Vernetzung wird bewusst
vorangetrieben. Ein Kernelement dieser
Ausrichtung sind Kooperationen mit
global agierenden Firmen aus dem Anlagenbau sowie eine partnerschaftliche
Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern
in den Nachbarländern.
䡵
Autor Martin Schenk, Vorsitzender der
Geschäftsleitung, Halag Chemie AG,
8355 Aadorf, www.halagchemie.ch
Beratung info@halagchemie.ch
www.ufarevue.ch
8
5 · 14
5 2014 · UFA-REVUE
Spitzenreiter
,
Ϭ
Ϭ
͘
Ϭ
Ϭ
ϱ
͚
Ϯ
ϱ
&
t^d
ŝŶŬů͘D
ŝůĚŝƐƚĂŶŶćŚĞƌŶĚnjƵ
ďĞƚƌĂĐŚƚĞŶƵŶĚŬĂŶŶĂƵĐŚŶŝĐŚƚ
njƵŵŶŐĞďŽƚŐĞŚƂƌĞŶĚĞ
^ŽŶĚĞƌĂƵƐƐƚĂƩƵŶŐĞŶƚŚĂůƚĞŶ͘
EĞƩŽƉƌĞŝƐĂŬƟŽŶyK^ϯϯϬy
Ϯ͘ƵŇĂŐĞǁĞŐĞŶ'ƌŽƐƐĞƌĨŽůŐ͊
ƵƐƐƚĂƩƵŶŐ
ͻϰͲLJůŝŶĚĞƌ͕ϰ͕ϰ>ŝƚĞƌDŽƚŽƌ͕ϵϬW^
ͻZĞǀĞƌƐŚŝĨƚŵŝƚdt/EͲ^ŚŝĨƚϮϬͬϮϬ
ͻϯ^ƚĞƵĞƌŐĞƌćƚĞt
ͻĂƉĨǁĞůůĞŵŝƚϱϰϬнϱϰϬKнϭϬϬϬhͬŵŝŶ
ͻEŝĞĚƌŝŐĚĂĐŚŵŝƚ'ůĂƐĚĂĐŚůƵŬĞ͕ǀĞƌƐƚćƌŬƚ
ͻ&ĂŚƌĞƌƐŝƚnj͕ůƵŌŐĞĨĞĚĞƌƚ͕ŝŶŬů͘>ćŶŐƐĨĞĚĞƌƵŶŐ
ͻ<ŽƞůƺŐĞůǀĞƌďƌĞŝƚĞƌƵŶŐĞŶ;ϮdžϭϮϬŵŵͿ
ͻZćĚĞƌϱϰϬͬϲϱͲZϯϰ
ͻZćĚĞƌϰϰϬͬϲϱͲZϮϰ
/ŶĨŽƌŵŝĞƌĞŶ^ŝĞƐŝĐŚďĞŝ/ŚƌĞŵ>^ͲWĂƌƚŶĞƌ͘
▶ŬƟŽŶŐƺůƟŐƐŽůĂŶŐĞsŽƌƌĂƚ͊
Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Roger Fuchs, Zentralschweiz
Manuel Frei, Ostschweiz
Hausgebiet Oberbipp
079 652 14 12
079 239 93 23
058 434 07 07
^ĞƌĐŽ>ĂŶĚƚĞĐŚŶŝŬ'
EŝĞĚĞƌŵĂƩƐƚƌĂƐƐĞϮϱ
ϰϱϯϴKďĞƌďŝƉƉ
dĞůĞĨŽŶϬϱϴϰϯϰϬϳϬϳ
ŝŶĨŽΛƐĞƌĐŽůĂŶĚƚĞĐŚŶŝŬ͘ĐŚ
ǁǁǁ͘ƐĞƌĐŽůĂŶĚƚĞĐŚŶŝŬ͘ĐŚ
AKTUELL
FENACO
Zusammenarbeit stärken
LOGISTIKPLATTFORM AM KNOTENPUNKT EUROPAS Die Verwaltung der
fenaco sowie der Aufsichtsrat der deutschen ZG Raiffeisen gaben kürzlich grünes Licht
für die Gründung eines gemeinsamen Joint Ventures zum Bau und Betrieb einer
gemeinsamen Logistikplattform in Lahr bei Karlsruhe (D).
Die deutsche Genossenschaft ZG
Raiffeisen und die fenaco arbeiten
seit Jahren im global tätigen Handels- und Dienstleistungsunternehmen Intercoop House & Garden Cooperative (IHG) zusammen, einer
Einkaufsgenossenschaft mit Sitz in Dotzigen (BE). Der IHG gehören zehn weitere genossenschaftlich organisierte
Agrarunternehmen Europas an mit rund
3000 Verkaufsstellen, die zusammen einen Umsatz von über 6 Mia. Euro erzielen. Die ZG Raiffeisen-Gruppe mit
Hauptsitz in Karlsruhe ist als Handelsund Dienstleistungsunternehmen in Baden sowie im Elsass und in Lothringen
tätig.
Gemeinsam mit der fenaco investiert
ZG Raiffeisen in eine leistungsstarke Logistikplattform im südbadischen Lahr.
Für Landkauf und Bau der ersten Ausbaustufe ist ein Investitionsvolumen
von 13 Mio. Euro geplant. Am Joint
Venture sind die fenaco mit 74 % und
die ZG Raiffeisen mit 26 % beteiligt.
Meilenstein Die Inbetriebnahme
der neuen Logistikplattform ist für
Herbst 2015 geplant. In der Anfangsphase wird das Logistikteam rund 20
Mitarbeiter umfassen. Der Standort
Lahr ist verkehrstechnisch günstig gelegen, im Zentrum Europas nahe der grossen Verkehrsachsen und der Wasserstrasse Rhein. Es liegt im Airport
Business Park Lahr, einem ehemaligen
Flugfeld der kanadischen Streitkräfte,
das von der Stadt Lahr als Industrie- und
Gewerbezone vermarktet wird.
Gemeinsamer weltweiter Einkauf Das Ziel des neuen Joint Venture
ist die europaweite Bündelung des ge10
meinsamen Einkaufs von Produkten sowie der Logistik zur Optimierung der
Beschaffungs-, Lager- und Vertriebskosten. Von dieser Zusammenarbeit werden die IHG-Mitglieder profitieren können, indem sie die unter dem Namen
«LahrLogistics House & Garden GmbH»
geführte Lager- und Vertriebsplattform
als Dienstleister nutzen. Die Plattform
dient als Sammellager- und Vertriebszentrale für Waren, die auf internationalen Märkten beschafft und containerweise nach Lahr befördert werden. In
dieser mit modernster Technologie ausgerüsteten Plattform sollen in der Startphase jährlich über 120 000 Paletten
ein- und ausgelagert werden.
Gebäudeskizze des geplanten Neubaus der gemeinsamen
Logistikplattform fenaco und ZG Raiffeisen.
Internationale Zusammenarbeit
stärken Martin Keller, Vorsitzender
der Geschäftsleitung fenaco, wertet das
Joint Venture als Meilenstein in der Zusammenarbeit der genossenschaftlich organisierten Agrarunternehmen Europas
im Rahmen der Intercoop House & Garden Cooperation: «Mit der neuen Logistikplattform in Lahr können wir unsere
moderne Schweizer Verteilzentrale in
Dotzigen ergänzen und zusätzlich absichern. Das zukunftsträchtige Projekt
wird die langjährige Partnerschaft mit der
ZG Raiffeisen vertiefen und zugleich die
internationale Kompetenz der fenaco
Genossenschaft stärken.»
Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender
der ZG Raiffeisen, ist überzeugt, dass die
neue LahrLogistics House & Garden
GmbH die Leistungsfähigkeit der ZG
Raiffeisen Märkte in Deutschland, der
LANDI-Läden in der Schweiz und der
übrigen Verkaufskanäle der europäischen Mitgliedsverbände nachhaltig
stärken wird.
䡵
Das süddeutsche Lahr ist verkehrstechnisch günstig gelegen,
nahe an den grossen Verkehrsachsen und des Rheins.
Autor Hans Peter Kurzen, fenaco
Kommunikation, fenaco Bern
www.ufarevue.ch
5 · 14
5 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
MANAGEMENT
Änderungen 2014 für Entschädigungsansätze für Kulturschäden
Gewinnanspruch
Wird eine Landfläche während einer
längeren Dauer beispielsweise für
eine Deponie oder einen Bauplatz
beansprucht, so werden dem Bewirtschafter für die betroffenen Flächen keine Direktzahlungen entrichtet. Das bedeutet, dass dieser
Betrag den Landwirten zusätzlich
zum Ertragsausfall entschädigt werden muss. Die vermehrte Diversifikation der Direktzahlungen im Rahmen der Agrarpolitik AP 2014 bis
2017 führt zu einer Verkomplizierung dieser Schadensberechnung.
So sind die Beiträge an die Teilnahme an verschiedenen Programmen
gebunden oder die Ansätze variieren je nach Zoneneinteilung. Für die
Entschädigungsansätze ist zu überprüfen, bei welchen Programmen
oder Leistungen aufgrund eines Flächenverlustes die Beiträge reduziert
werden. Die entsprechenden Direktzahlungen sind dann jeweils zur
Entschädigung des Ertragsausfalls
der Kulturen hinzuzurechnen.
Häufig wird im Rahmen von Bauarbeiten Aushubmaterial temporär
auf Landwirtschaftsland zwischengelagert. Da von solchen Nutzungen
in der Regel eher kleinere Flächen
betroffen sind, fällt auch die Entschädigung des Ertragsausfalles gering aus. So beträgt der wegfallende
Jahresertrag von intensiv nutzbarem
Wiesland 40 Fr. pro Are. Allenfalls
kommen noch besondere Mehraufwände hinzu, die mit einem Stundenansatz zu entschädigen sind. In
der neuen «Wegleitung für die
Schätzung von Kulturschäden» ist
ein Vorschlag enthalten, wie die
Nutzung von Landwirtschaftsland
für solche temporären Deponien
entschädigt werden kann. Die Entschädigung orientiert sich an einem
Prozentsatz von den beim Bauherrn
eingesparten Kosten.
Bezug der Wegleitung 2014 für
die Schätzung von Kulturschäden
(8 Fr.) und für die Wegleitung 2014
für die Bemessung des Einkommensausfalls für mehrjährig beanspruchtes Kulturland (8 Fr.) beim
exkl. MwSt., Bearbeitung, Versand
und Porto. Bestellungen:
Agriexpert, Laurstr. 10,
5201 Brugg. info@agriexpert.ch
Rekordergebnis 2013
Merkblatt Pacht
Ebenfalls neu überarbeitet wurde
das Merkblatt «Landwirtschaftliche
Pacht – das muss man wissen!».
Download auf www.ufarevue.ch.
Pachtkommentar aktualisiert
Im Mai 2014 publiziert Agriexpert
die vollständig überarbeitete 2. Auflage des Kommentars «Das landwirtschaftliche Pachtrecht». Mit diesem Nachschlagewerk wird eine
grosse Lücke geschlossen. Kommentiert sind die Änderungen des
LPG im Rahmen der Agrarpolitik
2011 und 2014 sowie der neuen
Zivilprozessordnung. Eingeflossen
sind auch die Auswirkungen der
Rechtssprechung. Ein ausführliches
Stichwortregister erleichtert das
Finden der relevanten Textstellen.
Zudem sind die kantonalen Zuständigkeiten und Bestimmungen aufgeführt.
Der Kommentar zum Bundesgesetz über die landwirtschaftliche
Pacht vom 4. Oktober 1985, vollständig überarbeitete 2. Auflage
umfasst rund 800 Seiten, Bestellnummer bs0415d, Preis: 320 Fr.
UFA-REVUE · 5 2014
GVS mit Umsatzwachstum
Der Genossenschaftsverband von
Schaffhausen (GVS) konnte im Geschäftsjahr 2013 erneut an Umsatz
zulegen: Mit 224 Mio. Fr. verbesser-
te das Unternehmen den Wert von
2012 um 3.3%. Verbessert hat sich
neben dem Unternehmensergebnis
(3.6 Mio. Fr. gegenüber 2.1 Mio. Fr.
in 2012) auch die Eigenkapitalquote, die jetzt bei 32.8% der Bilanzsumme liegt. Stark zulegen konnte
der GVS im Detailhandel mit den
LANDI-Läden und bei den Brennund Treibstoffen resultierte mit einem Verkauf von 45 Mio. verkauften Litern gar ein Rekordjahr.
Gerhard Ryf, Agriexpert,
Laurstrasse 10, 5201 Brugg,
info@agriexpert.ch,
056 462 52 61
Über 900 Mitglieder und Gäste nahmen an der Generalversammlung
der Genossenschaft für leistungsorientiertes Bauen (GLB) teil. Die GLB
erwirtschaftete im letzten Jahr dank
einer sehr guten Auslastung in der
zweiten Jahreshälfte 2013 einen
Umsatz von 114.2 Mio. Fr., was eine
Steigerung von 9 % gegenüber dem
Vorjahr bedeutet. Umsatztreibend
seien die Gesamtdienstleistungsbauten, Grossbaustellen, PhotovoltaikAnlagen, Holzbau und Fensterfabrikation gewesen. Das Unternehmensergebnis erhöhte sich um 15.2 % auf
1.96 Mio. Fr.
GLB-Vorstand mit Geschäftsführer
Walter Gerber.
Neue Anlaufstelle
Die Kleinbauern-Vereinigung lanciert eine «Anlaufstelle für ausserfamiliäre Hofübergabe».
www.kleinbauern.ch
Am 18. März 2014 beurteilte das
Bundesgericht folgenden Fall: Bei
einer Erbteilung 1993 ging das
Eigentum eines nichtlandwirtschaftlichen Grundstückes an
einen Erben. Er verkaufte 2012
dieses Grundstück. Ein anderer
Erbe verlangte Einsicht ins Grundbuch, erkundigte sich nach dem
Verkaufspreis und wollte wissen,
ob ihm ein Gewinnbeteiligungsanspruch zustehe. Das Grundbuchamt wies das Begehren ab, es
bestünden keine Hinweise auf ein
Gewinnanteilsrecht. Das letztinstanzliche Bundesgericht erwog im
Grundsatz, dass Einsicht in das
Grundbuch erhalte, wer als
pflichtteilsgeschützter Erbe erbrechtliche Ansprüche geltend
mache und ein praktisches und
aktuelles Interesse nachweisen
könne. Da das Grundstück nicht
dem bäuerlichen Bodenrecht
unterstellt sei, gebe es keinen
allgemeinen Anspruch der
Miterben auf anteilsmässige
Beteiligung am Gewinn aus der
Veräusserung. Der Kläger erbrachte keinen Beweis, dass ein
Gewinnanteil vereinbart worden
ist. In der Folge wies das Bundesgericht die Beschwerde ab.
Fazit: Werden Wohnhäuser,
welche dem Bodenrecht nicht
unterstehen und wesentlich
billiger als zum Verkehrswert
erworben wurden, später
weiterverkauft, ohne dass ein
nachweisbarer Gewinnanspruch
vereinbart worden ist, erteilt das
Grundbuchamt keine Auskünfte.
Andererseits haben Miterben das
Recht auf Auskunft bei Grundstücken, die dem Bodenrecht
unterstellt sind, wenn der Beweis
eines gesetzlichen oder vertraglich
vereinbarten Gewinnanspruchrechts vom Interessierten erbracht
werden kann.
Martin Goldenberger
Agriexpert, Brugg
056 462 51 11
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
11
MANAGEMENT
Unbürokratisch und kurzfristig
DIE GEBRAUCHSLEIHE ist eine unbürokratische Vertragsform, wenn ein Eigentümer
oder eine Eigentümerschaft ein Grundstück oder ein Gewerbe zur kurzfristigen Nutzung
übergeben will. Infrage kommt die Gebrauchsleihe für eine Zwischennutzung eines
landwirtschaftlichen Grundstücks oder Gewerbes, beispielsweise wenn das Gewerbe
oder Grundstück in einer sich in Teilung befindenden Erbengemeinschaft befindet.
Pius
Koller
Im Gegensatz zur
Pacht ist die Leihe
zwingend unentgeltlich. Ist die Gebrauchsleihe entgeltlich, ist sie
als Miete oder Pacht
zu qualifizieren.
Bild: Christian Mühlhausen,
landpixel.eu
12
Bekanntlich sind landwirtschaftliche Pachtverhältnisse von Langfristigkeit geprägt. Die Erstpachtdauer
beträgt bei landwirtschaftlichen
Grundstücken sechs Jahre und bei Gewerben sogar neun Jahre. Die Fortsetzungsdauer beträgt sowohl bei landwirtschaftlichen Grundstücken als auch
bei Gewerben sechs Jahre. Dazu kommt
die Erstreckungsmöglichkeit von drei bis
sechs Jahren. Ein Pachtverhältnis für
landwirtschaftliche Grundstücke kann
somit schnell einmal neun bis zwölf Jahre dauern. Dazu kommt, dass das landwirtschaftliche Pachtrecht den Pächter
schützt: Selbst wenn Verpächter und
Pächter eine kürzere Erstpacht- oder
Fortsetzungsdauer vereinbaren, gelten
die gesetzlichen Mindestfristen.
Die pachtrechtlichen Schutzvorschriften und Erstreckungsmöglichkeiten machen es vom guten Willen des Pächters
abhängig, ob die (verkürzte) Pacht vereinbarungsgemäss beendet wird. Wird
eine Zwischennutzung eines landwirt-
schaftlichen Grundstücks oder Gewerbes beabsichtigt – zum Beispiel weil das
Grundstück kurzfristig wieder zur Verfügung stehen soll oder weil das Gewerbe
Gegenstand einer sich in Teilung befindenden Erbengemeinschaft ist, bietet
sich die Gebrauchsleihe als unbürokratische Vertragsform an.
Gebrauchsleihe Die Gebrauchsleihe (oder Leihe) ist die durch Vertrag
begründete Pflicht zur unentgeltlichen
Überlassung einer Sache zum Gebrauch. Der Entlehner verpflichtet sich
dabei, dem Verleiher dieselbe Sache
nach dem Gebrauch zurückzugeben.
Gegenstand einer Leihe können alle
beweglichen und unbeweglichen Sachen sein, welche auch vermietet oder
verpachtet werden können (also auch
Immobilien). Im Gegensatz zu Miete
oder Pacht ist die Leihe zwingend unentgeltlich. Ist die Gebrauchsleihe entgeltlich, ist sie als Miete oder Pacht zu
qualifizieren.
Was gehört in einen
Gebrauchsleihevertrag?
1. Parteien.
2. Gegenstand der Leihe.
3. Dauer der Leihe.
4. Persönliche Nutzungspflicht des
Entlehners.
5. Sorgfaltspflichten des Entlehners.
6. Kostentragungs- und Unterhaltspflicht des Entlehners.
7. Rückgabemodalitäten.
8. Bezug von Direktzahlungen.
9. Vorbehalt der Schriftlichkeit von
Vertragsanpassungen.
10. Subsidiärer Verweis auf
Art. 305 ff. OR.
11. Gerichtsstand.
12. Datum, Unterschrift.
(nicht abschliessend)
Dies bedeutet aber nicht, dass der
Verleiher dem Entlehner gar nichts in
Rechnung stellen darf, um automatisch
einen Pachtvertrag abzuschliessen. Einerseits trägt der Entlehner die aus dem
Gebrauch der Sache entstehenden Kosten selber. Andererseits trägt der Entlehner laut Gesetz auch die gewöhnlichen Kosten für die Erhaltung der
Sachen. Für die Zwischennutzung bedeutet dies, dass der Eigentümer die
gewöhnlichen (ordentlichen) Unterhaltskosten auf den Zwischennutzer abwälzen kann. Ausserordentliche Aufwendungen (Hauptreparaturen) und
Abgaben hat der Verleiher hingegen selber zu tragen. Dies entspricht im Wesentlichen dem pachtrechtlichen Kostentragungsregime. Die Verteilung der
Unterhaltspflichten und der Kosten
kann vertraglich geändert werden. Der
Vertrag verliert aber den unentgeltli5 2014 · UFA-REVUE
MANAGEMENT
chen Charakter und es liegt Pacht vor,
wenn der Zwischennutzer zur Vornahme wertsteigender Massnahmen verpflichtet wird.
Will der Eigentümer das Risiko ausschliessen, dass eine als Gebrauchsleihe
vereinbarte Zwischennutzung als Pachtverhältnis eingestuft wird, muss er darlegen können, dass er aus der Zwischennutzung keine Rendite erzielt, sondern
lediglich die unmittelbaren Gebrauchskosten und die Erhaltungskosten auf
den Entlehner abwälzt.
Dauer Haben die Parteien die Leih-
Sorgfalt und Haftung Der Entlehner darf die geliehene Sache nur vertragsgemäss gebrauchen. Sieht der Vertrag keine Vereinbarung bezüglich
Gebrauch der geliehenen Sache vor, darf
der Entlehner die Sache so gebrauchen,
wie sich diese aus der Beschaffenheit
der Sache oder ihrer Zweckbestimmung
ergibt. Beim vertrags- oder zweckwidrigen Gebrauch haftet er auch für Zufall.
Die Überlassung des Gebrauchs an einen Dritten ist grundsätzlich unzulässig,
kann jedoch vertraglich vereinbart werden. Damit ist der Sorgfaltsmassstab bei
der Gebrauchsleihe deutlich strenger als
im Pachtverhältnis.
Vertragliche Gestaltung Im Gegensatz zum landwirtschaftlichen Pachtvertrag, das zum Schutze des Pächters
zahlreiche zwingende Bestimmungen
kennt, lässt sich ein Gebrauchsleihevertrag frei ausgestalten. So kann die Befristung beliebig gewählt werden und
die Zwischennutzung kann gemäss Vereinbarung jederzeit und ohne Erstreckung beendet werden. Im Gegensatz
zur verkürzten Pacht kann die Gebrauchsleihe ohne behördliche Bewilligung gültig abgeschlossen werden. Es
empfiehlt sich in jedem Fall, die Gebrauchsleihe schriftlich festzuhalten
(Kasten).
䡵
Autor Pius Koller,
Rechtsanwalt und dipl.
Ing. Agr. FH,
Studer Anwälte und
Notare AG,
4313 Möhlin.
www.ufarevue.ch
5 · 14
www.mobi.ch
W
dauer nicht unmittelbar bestimmt, endet
die Leihe, sobald der Entlehner den vertragsgemässen Gebrauch gemacht hat
oder mit Ablauf der Zeit, nach welcher
dieser Gebrauch hätte stattfinden können. Wenn der Verleiher die Sache zu einem weder der Dauer noch dem Zwecke
nach bestimmten Gebrauch überlassen
hat, so kann er sie beliebig zurückfordern. Wird zum Beispiel Wiesland ohne
eine Abrede über die Dauer zur unent-
geltlichen Nutzung übergeben, so kann
der Verleiher die Rückgabe der Leihsache
nach Beendigung jeden Schnittes verlangen. Wird in gleicher Weise Ackerland
übergeben, so besteht das Rückforderungsrecht auf Ende jeder Ernte.
Es empfiehlt sich zum Schutze beider
Parteien, über die Beendigung der Gebrauchsleihe eine Abrede zu treffen. Der
Verleiher hat ein ausserordentliches Beendigungsrecht, welches für sämtliche
Leihverträge gilt. Er kann die Sache jederzeit und sofort zurückfordern, wenn der
Entlehner sie vertragswidrig gebraucht
oder verschlechtert oder einem Dritten
zum Gebrauch überlässt oder wenn er
selbst wegen eines unvorhergesehenen
Falles die Sache dringend braucht.
Auch dieses Jahr überraschen wir unsere
Kunden: Sie erhalten 140 Millionen.
Betriebs- und
Kunden mit einer MobiCar Fahrzeugversicherung oder MobiPro
senschaft.
Genos
dank
Gebäudeversicherung profitieren. Erfolgsbeteiligung
UFA-REVUE · 5 2014
13
DIREKTZAHLUNGEN AP 14 –17
MANAGEMENT
Gesuchsverfahren ab 2014
TERMINE UND FRISTEN Das jährliche Gesuchsverfahren beginnt
für die Direktzahlungen 2015 bereits im Vorjahr mit der
Anmeldung für besondere Programme. Bis Ende August 2014
muss dies erledigt werden.
Rudolf
Streit
14
Das Gesuch für Direktzahlungen ist
grundsätzlich jedes Jahr neu einzureichen. Wie bisher gehört zum Gesuch einerseits eine Anmeldung für
bestimmte Programme oder Beitragsarten und andererseits die Angabe von
Betriebs- und Strukturdaten. Die Kantone bestimmen, ob das Gesuch in Papierform oder elektronisch einzureichen ist.
Anmelde- und Gesuchstermin stimmen nicht überein. So beginnt das jährliche Gesuchsverfahren bereits im Vorjahr mit der Anmeldung bis Ende
August für besondere Programme. Mit
der Anmeldung muss der Landwirt
auch die Kontrollorganisation für den
Nachweis des Ökologischen Leistungsnachweises angeben. Er kann aber nur
eine Kontrollstelle auswählen, die mit
dem Kanton einen Zusammenarbeitsvertrag für ÖLN-Kontrollen abgeschlossen hat.
Das Direktzahlungsgesuch, das für
das Beitragsjahr 2014 noch in diesen
Tagen um den Stichtag 2. Mai einzureichen ist, muss ab 2015 bereits zwischen dem 15. Januar bis 28. Februar
eingereicht werden (die Kantone können innerhalb der Frist einen besonderen Gesuchstermin bestimmen). Für
das Beitragsjahr 2015 muss der Landwirt also die Anmeldung für die besonderen Programme bis am 31. August
2014 erledigen und bis Ende Februar
(ohne Sömmerungsbeiträge) mit dem
eigentlichen Gesuch die notwendigen
Betriebs- und Strukturdaten angeben.
Dieses Gesuch hat derjenige Bewirtschafter einzureichen, der am 31. Januar den Betrieb bewirtschaftet. Im Gesuch müssen die voraussichtlichen
Betriebs- und Strukturdaten am 1. Mai
angegeben werden.
Meldepflicht Falls sich nach der
Gesuchseinreichung noch Änderungen
ergeben, müssen diese gemeldet werden, und zwar vor der Änderung der Bewirtschaftung. Änderungen bei Tierbeständen, Flächen, Hauptkulturen und
Bewirtschaftern müssen bis zum 1. Mai
nachgemeldet werden. So können Flächennutzung und allfällige Flächenänderungen, die im Februar noch nicht bekannt waren, noch nachgemeldet
werden. Diese ausdrückliche Meldepflicht ist neu in der Direktzahlungsverordnung eingefügt worden.
Massgeblicher Tierbestand Mit
dem neuen Gesuchstermin für Direktzahlungen bis Ende Februar ist auch eine Änderung der Bemessungsperiode
für den massgeblichen Tierbestand verbunden. Ab dem Beitragsjahr 2015 wird
der massgebliche Tierbestand aufgrund
der Bemessungsperiode vom 1. Januar
bis 31. Dezember des Vorjahres ermittelt. Für die Berechnung des Direktzahlungsbetrages 2014 wird jedoch noch
die bisherige Bemessungsperiode verwendet (letzte 12 Monate vor dem
Stichtag, bei Mastpoulets das Kalenderjahr 2013).
Sömmerungsbeiträge Die Sömmerungsbeiträge, die bisher in einer separaten Verordnung geregelt waren,
sind ab 2014 auch Bestandteil der Direktzahlungsverordnung. Zusätzlich zu
den bisherige Sömmerungsbeiträgen
können Sömmerungsbetriebe die neue
Biodiversitätsförderfläche «artenreiche
Grün- und Streuefläche im Sömmerungsgebiet» und auch Landschaftsqualitätsbeiträge (sofern das kantonal vorgesehen ist) anmelden. Das Gesuch für
Sömmerungsbeiträge muss im August
eingereicht werden und zwar von dem
Bewirtschafter, der am 25. Juli den Sömmerungsbetrieb bewirtschaftet hat. Die
neuen Beiträge für artenreiche Grünund Streueflächen können für das Beitragsjahr 2014 noch bis Ende Mai 2014
angemeldet werden. Für das Beitragsjahr 2015 muss dann die Anmeldung
bereits bis Ende August 2014 erfolgen.
Im Gegensatz zu den übrigen Direktzahlungsarten sind für Sömmerungsbeiträge auch juristische Personen, öffentliche
Körperschaften und Gemeinden beitragsberechtigt. Zudem gelten andere
Eintretensbedingungen: Altersgrenze,
Ausbildungsanforderung oder ökologischer Leistungsnachweis gelten nicht.
5 2014 · UFA-REVUE
DIREKTZAHLUNGEN AP 14 –17
MANAGEMENT
Einzelkulturbeiträge Nicht Bestandteil der Direktzahlungsverordnung
sind die Einzelkulturbeiträge (frühere
Ackerbaubeiträge). Das Gesuchsverfahren mit Gesuchsterminen, Meldepflicht
und Auszahlungsdaten entspricht den
Direktzahlungsbeiträgen (ohne Sömmerungsbeiträge). Unterschiede bestehen
jedoch bei der Beitragsberechtigung (juristische Personen, Kantone und Gemeinden sind ebenfalls beitragsberechtigt, Ausbildungsanforderungen gelten
nicht).
Kürzung oder Verweigerung Erfolgen die Anmeldungen nicht rechtzeitig oder wird bei nachträglichen Änderungen der Gesuchsangaben die
UFA-REVUE · 5 2014
Meldepflicht nicht eingehalten, ist eine
Kürzung oder Verweigerung von Direktzahlungen vorgesehen. Falls bei einer
Terminüberschreitung noch eine sachgerechte Kontrolle möglich ist, sieht die
Direktzahlungs-Kürzungsrichtlinie eine
Kürzung von 10 % der betroffenen Direktzahlungen vor. Erfolgt die Meldepflicht von Änderungen nicht rechtzeitig (z. B. verspätete Abmeldung), sieht
die Kürzungsrichtlinie vor, dass die Gesuchsangaben wie falsche Angaben behandelt werden. Dies kann erhebliche
Kürzungen der Direktzahlungen zur Folge haben.
Akontozahlungen Aufgrund von
Gesuchsangaben und Kontrollergebnis-
sen berechnet der Kanton die Direktzahlungen. Er kann Mitte Jahr eine
Akontozahlung ausrichten. Die Schlusszahlung der Direktzahlungen (ohne
Sömmerungsbeiträge und Übergangsbeiträge) und die Einzelkulturbeiträge
müssen bis 10. November ausbezahlt
werden. Bis 20. Dezember sind dann
auch noch die Sömmerungsbeiträge und
der Übergangsbeitrag auszuzahlen. Die
Auszahlung wird in der Regel durch die
Kantone mit einer Abrechnung oder
Verfügung angekündigt. Dann gilt es,
die für die Beitragsberechnung massgeblichen Daten mit den Gesuchsdaten
zu prüfen. Unstimmigkeiten sind innert
Frist anzumelden. Allenfalls erfolgen
Nachzahlungen.
䡵
Autor Rudolf Streit,
Schweizer Bauernverband, Agriexpert,
Laurstrasse 10 ,
5201 Brugg,
寿 056 462 51 11.
www.ufarevue.ch
5 · 14
15
MANAGEMENT
Frauen übernehmen
«WIR HABEN ES VERDIENT.» Erreicht ein Landwirt das 65. Altersjahr und ist kein
Nachfolger in Sicht, kann auch seine jüngere Ehefrau den Betrieb weiterführen. So hat
der Betrieb weiterhin Anrecht auf Direktzahlungen. Diese Lösung hat das Ehepaar
Schwab gewählt. Sie gründeten untereinander eine Betriebsgemeinschaft und Lotti
Schwab deklariert ihr Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit und rechnet AHV ab.
Lotti Schwab (56) hat sich den Entscheid nicht leicht gemacht, hat Für
und Wider abgewägt und schliesslich Ja gesagt. Seit dem 1. Januar
2013 gilt sie im Rahmen einer Betriebsgemeinschaft mit ihrem Mann Hans als
Bewirtschafterin. Ihr Mann feierte 2012
seinen 65. Geburtstag und die Nachfolgesituation war insoweit geklärt, dass
der Junior den Betrieb nicht übernehmen wollte. Das heisst, die Direktzahlungen fielen weg, was finanziell doch
erheblich ins Gewicht fiel. «Wir haben
alles in den Betrieb gesteckt. Mein
Mann hat nur die AHV-Rente zugute
und wir haben erst vor zehn Jahren angefangen, in die Pensionskasse einzuzahlen», erzählt Lotti Schwab. Das Paar
machte sich Gedanken, wie es weitergehen soll. «Ich habe über 30 Jahre
mein Bestes gegeben, die Familie gemanagt, das Büro und die Buchhaltung gemacht, stand bei jedem Wetter im Feld
und war immer selbstständig», führt
Lotti Schwab aus. Sie wollte ihren Teil
zum Einkommen beitragen und fand,
schliesslich hätte sie es in all den Jahren
verdient, als Betriebsleiterin aufzutre-
ten. Seither deklariert sie auch ihr Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit
und rechnet AHV ab.
Auswärts arbeiten war für die selbstständige Bäuerin keine Alternative. Ihr
Berufsabschluss als Hochbauzeichnerin
lag Jahrzehnte zurück. «Was hätte ich
noch für einen Job auf dem Arbeitsmarkt bekommen». Sie sei zur Überzeugung gekommen, dass es gerechtfertigt
sei als Bewirtschafterin auf dem Betrieb
gegenüber den Direktzahlungen aufzutreten. Der Bund müsse dafür auch nicht
mehr zahlen, denn das Land würde ja
Eine sinnvolle Lösung, um Einkommenslücken zu überbrücken
Hans Aeschlimann ist
Berater und Lehrer am
Inforama Seeland in
Ins (BE).
UFA-Revue: Wie finden Sie diese Lösung,
wenn der Mann 65 Jahre alt wird, dass die
Ehefrau Mitbewirtschafterin wird und
dadurch mit den Direktzahlungen hilft, das
Einkommen zu sichern?
Hans Aeschlimann: Wenn kein Nachfolger
da ist, ist es sinnvoll, den Übergang in die
Pensionierung so zu gestalten. Es ist ein fliessender Übergang vom aktiven Berufsleben in
den Ruhestand, denn viele sind heute mit 65
noch rüstig. Zudem kann man sich dadurch
auch einen Teil des Einkommens sichern.
Wie stellt sich die finanzielle Situation dar?
Wenn die Frau deutlich jünger ist als der
Mann, wird in der Regel ungefähr 60 % der
16
Rente für Ehepaare ausbezahlt, dadurch
sind viele Ehepaare auf zusätzliches
Einkommen angewiesen. Auch kann, wenn
der Betrieb mit der Ehefrau weitergeführt
wird und dadurch die Erwerbstätigkeit
gegeben ist, im Sinne des Alterssparens bis
zum 70. Altersjahr in die Säule 3a einbezahlt werden. Zudem ist es steuerlich oft
von Vorteil, den Bezug der Vorsorgegelder
hinauszuschieben oder diese gestaffelt zu
beziehen.
Gibt es neben einer Betriebsgemeinschaft mit
dem Ehegatten einzugehen, auch eine andere
Lösung, um die Ehefrau als Bewirtschafterin
anzumelden?
Für bestehende Personengesellschaften
zwischen Ehegatten gilt die bisherige
Regelung AP 11-13 den vollumfänglichen
Betrag Direktzahlungen zu beziehen, bis
zum 31. Januar 2015. Das ist eine so
genannte Übergangsfrist. Ab 2016 werden
die Direktzahlungen halbiert, wenn ein
Ehepartner über 65 ist. Die Ehefrau kann
aber auch den Betrieb als Einzelunternehmerin führen. Sie muss das dem Landwirt-
schaftsamt melden. Dazu gehört, dass auch
die Buchhaltung über sie läuft und sie
gegenüber den Kunden als Betriebsleiterin
auftritt. Bezüglich Eigentum an Land und
Gebäuden gibt es keine Änderungen. Er
muss sich bei der AHV als Selbstständigerwerbender abmelden und bezieht allenfalls
für seine Mitarbeit im Betrieb einen Lohn.
Wird mit dieser Lösung nicht der Strukturwandel aufgehalten, und ist es nicht eine
Umgehung des Sinns und Zwecks der
Direktzahlungen?
Nein, eine Umgehung ist es nicht. Erforderlich für die Direktzahlungen ist, dass
mindestens 50 % der Arbeiten mit betriebseigenen Arbeitskräften ausgeführt
werden, was mit der Arbeit der Bäuerin und
des Ehemanns im Betrieb in den meisten
Fällen mehr als erfüllt ist. Hier im Seeland,
in der Gemüsebranche, arbeiten die Ehefrauen manchmal bis zu 80 – 100 % im
Betrieb. Ob ein Betrieb oder die landwirtschaftliche Nutzfläche, sofern kein Nachkomme aus der Familie den Betrieb übernimmt, ein bisschen früher oder später an
5 2014 · UFA-REVUE
MANAGEMENT
stellten geführt worden. Seit der Pensionierung von Hans Schwab wurde der
22-ha-Betrieb auf Ackerbau und Lagergemüse umgestellt.
Rechtlich gesehen erfüllen Bäuerinnen mit Fachausweis nach Artikel 43
Berufsbildungsverordnung (BBV) die
Ausbildungsanforderungen gemäss Artikel 4 der Direktzahlungsverordnung
(DZV). Aber auch Bäuerinnen, die diese
Ausbildung nicht vorweisen, können
beim Erreichen der Altersgrenze des
Ehepartners als Bewirtschafterin auftreten, sofern sie vor der Übernahme während mindestens 10 Jahren auf dem Betrieb mitgearbeitet haben (Art. 4,
Absatz 4 DZV).
auch weiterhin, statt von einer familienfremden Person, von ihnen bewirtschaftet. Der Betrieb war jahrelang, zum Teil
auch in Form einer Betriebsgemeinschaft mit einem Nachbarn, intensiv als
Gemüsebaubetrieb mit mehreren Ange-
die Nachbarn verpachtet wird, sehe ich für
den Strukturwandel nicht als gravierend an.
und Bauern Mühe haben loszulassen.
Besonders, wenn immer viel gearbeitet
wurde und Hobbies beziehungsweise
eine aktive Freizeitgestaltung fehlt. Dann
haben sie manchmal Mühe, die Zeit zur
eigenen Zufriedenheit zu gestalten. Dies
ist aber unabhängig davon, ob ein
Nachfolger den Betrieb übernimmt oder
nicht.
Gibt es auch negative Seiten dieser
Betriebsführung für die Bäuerin und
Betriebsleiterin?
Mir sind keine negativen Beispiele für diese
Situation bekannt. Im Gegenteil, ich finde
es eine gute Sache. Wenn der Altersunterschied zwischen dem Paar aber gering ist,
ist der Aufwand für eine ein- oder zweijährig-dauernde Betriebsgemeinschaft
zwischen Ehegatten doch hoch. Ist das
Einkommen und die Bestreitung des
Lebensunterhalts kein Problem, haben sich
in einigen mir bekannten Fällen jüngere
Frauen auch schon geweigert, als Bewirtschafterin aufzutreten. Sie wollten es nicht
mehr so streng haben und den Ruhestand
mit dem Ehepartner und den Enkelkindern
geniessen.
Gibt es mit dem Aufschieben der Betriebsaufgabe nicht auch emotionalen Druck auf
die Ehefrau oder auf Familienmitglieder?
Es ist schon so, dass recht viele Bäuerinnen
UFA-REVUE · 5 2014
Wie wird mit zunehmendem Alter die
Arbeit bewältigt?
Wenn ein Betriebsleiter über 65 Jahre
noch einen Grossteil der Arbeiten
verrichtet, wird der Betrieb meistens
eher extensiver geführt, beispielsweise
wird die Milchviehhaltung aufgegeben.
Wenn die Arbeiten aus gesundheitlichen
Gründen nicht mehr erledigt werden
können, so kann Unterstützung von
Lohnunternehmern, Nachbarn oder
künftigen Pächtern beansprucht werden.
Interview Renate Hurni-Kammermann,
Inforama Seeland Ins (BE) und Daniela
Clemenz, UFA-Revue, Winterthur.
Lotti und Hans Schwab
haben für sich eine
gute Lösung für ihren
Betrieb und den
Übergang ins Rentenalter gefunden.
Dynamisch bleiben Es zeigt sich
auch bei Schwabs, dass Bauernpaare,
die die Lebensmitte überschritten haben, ständig am Ball bleiben müssen.
Zum einen verändern sich heute die
Rahmenbedingungen für Betriebe nicht
in einem gemächlichen Tempo, sondern
rasant. Einerseits von der Produktion,
vom Markt und den Abnehmern, andererseits auch von der Agrarpolitik her.
Oft ändert sich auch das Umfeld, beispielsweise die Zonenplanung oder
Dorf- und Regionalentwicklung. Einen
grossen Einfluss auf die Betriebsentwicklung haben sich ändernde Lebensentwürfe, beispielsweise der Lebensweg der erwachsenen Kinder. Auch
verschiedene gesundheitliche Probleme
beim Älterwerden können die Arbeitsbewältigung beeinträchtigen. Diesen
Herausforderungen gilt es, sich zu stellen und gemeinsam nach Lösungen zu
suchen.
䡵
Autorin Daniela Clemenz, UFA-Revue,
8401 Winterthur
Tipp Die Broschüre «Hinweise für die
Hinterbliebenen» unterstützt nicht nur
den überlebenden Ehepartner und die
Familie bei einem Todesfall, sondern
dient nach der Lebensmitte auch als
wertvolle Auslegeordnung, was zu
regeln ist. Erhältlich bei Agriexpert
(ehemals SBV Treuhand und Schätzung),
Laurstrasse 10, Brugg 056 462 51 11,
www.agriexpert.ch Shop: 8 Fr.
www.ufarevue.ch
5 · 14
17
Marktplatz
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Stachelketten
16.9 R30, Preis nach
Anfrage, Raum
Ostschweiz
寿 071 223 35 89
Wendetraktor
A.Carraro Tigrone 8008,
mit Terrareifen und
hydr. Entlastung
寿 041 980 62 65
Heuraupe Pöttinger
寿 041 980 62 65
Ladewagen Agrar
TL209, top Zustand,
wegen Aufgabe der
Landwirtschaft
寿 056 441 49 57
Heuschrotmesser,
elektrisch, Schmid+Mägert, mit Kabelrückzugrolle, Fr. 600;
Klauenstand Berweger,
Fr. 1500; Silogabel
Wigger, für Siloentnahme im Hofsilo, 3-jährig,
Fr. 3500; Messerschleifapparat, Fr. 600;
Güllenwerfer Mäi,
Fr. 1500
寿 079 575 25 52
doseur à fourrage
Gassner; souffleur
Lanker, neuf, prix
à convenir
寿 079 699 52 69
Motor Honda, 13 PS
zu Rapid 505
寿 079 245 11 39
Kreiselheuer, leichte
Ausführung, zu 2-AchsMäher, 3-Punkt-Anhängung
寿 079 245 11 39
Motor Mag, zu
Rapid 505
寿 079 245 11 39
2 Stahlraupen, zu
Hutter, 5 t Bagger, guter
Zustand, günstig
寿 079 245 11 39
Diverse Mähmesser
und Balkenteile, neu,
günstig
寿 079 245 11 39
Motormäher Burenkönig
寿 079 622 45 82
Raupendumper,
500 kg
寿 079 622 45 82
Autoanhänger,
Gesamtgewicht
1300 kg, günstig,
neuwertig
寿 079 622 45 82
Scheibenmähwerk, zu
Reform 3003S
寿 079 622 45 82
Div. Pick-up für div.
Ladewagen Pöttinger,
Agrar usw., neuwertig,
günsitg
寿 079 154 41 97
Div. neue Mähmesser,
zu Rapid Motormäher,
günstig
寿 079 154 41 97
Motor Honda, 13 PS
zu Aebi AM 40/41
寿 079 245 11 39
Messerschleif-Apparat
Rotax Kombi; Div.
Elektromotoren,
0.5 - 1 PS, 380 und
220 Volt
寿 079 318 93 07
Alu-Autoräder, 16 Zoll,
5 Loch, Fr. 200
寿 079 318 93 07
revidierte Güllerührwerke; Güllemixer;
ältere Güllepumpen;
div. Gülleschläuche
寿 079 678 81 49
Gummiförderband
Blaser Occ., 9 m,
fahrbar; Gummiförderband Gamo, 7 m,
fahrbar; Div. Gummiförderbänder, 2 m und
4 m, 14 m und 17 m;
Flachförderband,
30 m, www.foerderbaender-top.ch
寿 033 437 51 54 oder
寿 079 628 83 80
Demo Rundballenpressen, Mc hale F5500 /
Fusion 3 und Fusion
3 plus, mit Folienbindung/V 660 und
Wickler 991 Lber,
occ. F550 und Fusion 2,
Maschinen ab Service
寿 079 299 45 69
Ladewagen Bucher
Monti 1, 17 Kubik,
guter Zustand
寿 071 988 25 83
Kälbergitter, 7 Plätze
寿 079 318 93 07
diverse Förderbänder
寿 079 426 06 35
Heuschrote Lanker,
Endeinheit Boumatic,
2 Zoll; Vacumpumpe
Boumatic; Waschautomat Boumatic
寿 079 243 75 25
Traktoren: Simar,
Jg. 48, 1-Zylinder; Loki,
Jg. 51, 4-Zylinder,
Herkules; Ökonom,
Fabrikation: Bodmer
Rümikon, ca. Jg. 48, 2Zylinder, Wisconsin
寿 079 928 88 07 oder
寿 052 337 11 68
Sacksilo, 1.5 t,
mit Einfüllleitung,
Fr. 50, Kt. LU
寿 041 450 17 41
Traktor Hürlimann
D70, SSP, Jg. 1960,
total restauriert mit
Mähbalken, keine
Bauern Malerei,
Veteraneneintrag
寿 079 108 06 65 oder
寿 079 108 06 65
3-Scharpflug Kuhn,
Varimaster 122,
neuwertig, Fr. 11’900
寿 052 376 23 86 oder
寿 078 915 15 58
4-Rad Kipper Tanner
neuwertig, Aluminiumaufbau, 3 Seitenkipper,
hydr. Bremse, 13 t
Gesamtgewicht,
Fr. 16’800
寿 052 376 23 86 oder
寿 078 915 15 58
LKW Steyer, 4 x 4,
680 GL, 33’000 km,
sehr guter Zustand;
Heuschrotte S+M;
Motorsäge
寿 033 673 20 01
18
Gussroste, gebraucht
zu Schwemmkanal,
L: 1000 mm,
B: 1000 mm, Ø 30 mm,
für Anbinde-Haltung
geeignet
寿 079 636 12 64
Occ. Anbau-PFS
Spritze Favaro, 12 m,
5 Sektoren, hydr. klappbar, mit 800 l Tank und
aufgebautem Frischwassertank, Fr. 6900
寿 079 680 63 87
Mistkran Loma,
Typ LM 1000 Super,
Elektromotor und
Gelenkwelle,
4 hydr. Stützen,
Mistgabel 8 Zinken,
Erdgreifer 1.20 m,
Tieflöffel 50 cm,
Armlänge ca. 6.60 m,
Bereifung 10.00 x 20,
14 Ply, Feldspritze
Favaro PP 800 150-F7,
Balken 15 m, mit
7 Sektoren, neue
Pumpe, Tank 800 l +
Spühltank, Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Maishäckler Kempter,
Typ C 2200, 3-Reihig;
Kratzbodenwagen
Heywang, 1-Achsig,
L: 4.45 m, B: 1.83 m,
H: Q 1.30 m, Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Fiat 45-66 DT, Jg. 90,
4-Radantrieb, 5500 Betriebsstunden, nur
wenige Betriebsstunden
seit letztem Service,
guter Zustand,
Fr. 18’000, Region
Winterthur
寿 079 611 17 48
Same Dorado 66/2004,
3200 h, Bereifung
H11.2R42,
V250/85R 28;
Weidemann,
1370CX50, 380 h,
Bereifung 31x15.5015 NHS; Aebi 40 MagMotor, Typ 1045 SRLX,
Balken 190 cm, mit
Bandeingraser,
Pflegräder 8 Loch,
11,2R48, Radial-Kleber
230x95R36, Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Maissägerät Monosem, 4-Reihig;
Scheibenscharen, mit
Granulatsägerät;
Federzahnegge Rabe,
Typ PK 7 BEZ 440,
Arbeitsbreite 4.40 m;
Gaareggen, mit
Doppelkrümler;
Frontpacker Rabe
Fupa 19/700, Arbeitsbreite 3 m, Q 70 cm,
Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Wässerungspumpe
Vincenzi/Gibertini,
6 Bar, auf Fahrgestell
od. Dreipunkt, ZWAntrieb, Saugseite
4 Zoll, Abgang 3 Zoll,
Ansauginjektor, Fr. 500,
Kt. BE
寿 079 328 76 63
Pflug, Rabe 3-Schar
Star 120, mit Streifenriestern und Pneurad,
guter Zustand, Fr. 3500
寿 079 674 46 13
Ladewagen Mengele
quadro 310, 4 Förderschwingen, hydr.
Kratzboden, Fr. 2000;
Güllerohre, 6 m,
Ø 62 mm, Fr. 2 pro Stk
寿 041 910 12 30
Förderband Wira, 7 m,
Kt. SG
寿 079 381 89 28
57 Betonlochroste,
180 cm x 50 cm x 7 cm,
Lochgrösse: 25 mm u.
30 mm
寿 079 316 60 67
10 AP-Swing Futterautomaten, für Ferkel,
mit Rezirkulation,
Fr. 300 / Stk
寿 079 316 60 67
Messerschleifapparat
Roki, auch geeignet für
Busatismessser, Fr. 500,
Kt. BE
寿 079 713 95 05
Melkeimerdeckel, mit
pneum. Pulsator und
Melkzeug, Westfalia,
Fr. 100, zusammen mit
schönem Chromstahlkessel, Fr. 300
寿 079 713 95 05
Kratzbodenantrieb,
hydr., neu, für grosse
Mistzetter/Dosierwagen, bestehend aus
Getriebe für Antriebswelle, Ø 45 mm,
NP: Fr. 1125 und
Ölmotor NP: Fr. 595,
Fr. 1000
寿 079 713 95 05
Traktor Fiat 45-66 DT,
Jg. 90, 4-Radantrieb,
5500 Betriebsstunden,
wenig Betriebsstunden
seit letztem Service,
guter Zustand, Region
Winterthur, Preis nach
Absprache
寿 079 611 17 48
Haben Sie
etwas zu
verkaufen?
Formular auf
www.ufarevue.ch
Rundballenwickler
Kverneland, Silawrap 7500, Jg. 90
寿 081 785 14 77
Maishäcksler
PZ MH80S, Jg. 87
寿 081 785 14 77
2-Achs LKW Anhänger, Meusburger,
18 t Gesamgtgewicht,
L: 7 m, B: 2.55 m,
Luftbremse, Niveauausgleich, Lastenregler,
Unterfahrschutz,
Rollverdeck, sehr
schönes Fahrzeug,
Fr. 6200
寿 079 847 95 33
Lieferwagen
Citroen C 15 D, Jg. 91,
Diesel, 31’200 km,
Nutzlast 765 kg,
KW 43.50, Fr. 1500;
Güllenrührwerk
Wälchli
Typ TMRW 100, bis
3 m Tief, Fahrgestell
3 Räder, Motor 10 PS,
Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Mistkran, an 3-PunktAnbau, mit Drehkopf
und Ausleger, Fr. 4900
寿 076 365 16 02
Standhäcksler IBR
Botsch, frisch revidiert
寿 079 426 17 04
Tracteur Deutz 7206,
4 x 4, Fr. 8000;
Tracteur Fendt
Farmer 2 S., pur pièces
寿 079 360 61 17
Knüselmähwerk zu
Rasant, frisch revidiert,
top Zustand, günstig
寿 079 673 24 71
Bandsäge für Holz,
Fr. 150
寿 033 744 40 29
Motormäher Aebi HC
55 Hydrostat
寿 033 744 40 29
Traktor Grammer,
Komfortsitz mit
Luftfederung
寿 033 744 40 29
VW Bora Kombi
Diesel, Verbrauch 4.5 l
auf 100 km, Fr. 7200
寿 033 744 40 29
Maishäcksler Pöttinger,
1-reihig, guter Zustand,
Fr. 1000
寿 071 633 36 07
Fortsetzung
Seite 25
5 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
LANDTECHNIK
Stabile PS-Zahlen bei Traktorverkäufen
Nach wie vor werden die meisten
Traktoren in der Leistungsklasse
von 81 bis 100 PS verkauft. Dies
zeigt die detaillierte Analyse der im
letzten Jahr verkauften Traktoren.
Von den im letzten Jahr 2378 verkauften Traktoren liegen 890 Stück
in diesem Bereich. Damit wurden in
dieser PS-Klasse gar noch mehr
Traktoren verkauft als ein Jahr zu-
vor, obschon 2013 die Verkäufe um
rund 300 Stück zurückgingen.
Schaut man auf die prozentuale
Verteilung der verkauften Traktoren, so zeigt sich gegenüber 2012
in den meisten PS-Klassen eine erstaunliche Stabilität. Einzig die
Klasse von 81 bis 100 PS konnte zulegen (37.4 % gegenüber 31.5 %),
und zwar zugunsten der Klasse 101
Tabelle: Traktorenzulassung Schweiz
900
800
Anzahl Traktoren
700
2010
2011
2012
2013
600
500
400
300
200
> 300
251 – 300
201 – 250
181 – 200
161 – 180
141 – 160
121 – 140
101 – 120
81 – 100
61 – 80
0
< 60
100
PS-Klassen
306 ha in 24 Stunden
Väderstad hat anfangs April in Bulgarien mit einer Sämaschine vom
Typ «Tempo R12» in einem Tag 306
ha Sonnenblumen gesät. Für diesen
Rekord waren vier Fahrer auf einem
Betrieb in Pleven, nördlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia im Einsatz. Mit der Einzelkornsämaschine
ist man im Schnitt 19 km/h gefahren. Bei der Entwicklung der Sämaschine «Tempo» verfolgte Väderstad das Ziel, 28 Samen pro
Sekunde bei hohen Fahrgeschwindigkeiten legen zu können. Schlüsselfaktor dafür ist der unter Druck
stehende Saatguttransport mit dem
«PowerShoot» System.
UFA-REVUE · 5 2014
bis 120 PS (19.3 % gegenüber
25.3 %). 56.8 % der 2013 verkauften Traktoren liegen im PS-Spektrum von 81 bis 120 PS. Dieser Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr
unverändert.
In der Rangliste der Marken
konnte sich New Holland mit 400
verkauften Traktoren den ersten
Platz zurückholen und John Deere
auf den zweiten Platz verweisen.
Auf den weiteren Plätzen folgen
Fendt und Deutz-Fahr. Claas konnte sich auf den fünften Platz vorarbeiten und hat sogar 35 Modelle
mehr verkauft als 2012. Die Jubiläumsaktion (100 Jahre Claas, 10 Jahre Claas Traktoren) dürfte diesbezüglich ihre Wirkung nicht verfehlt
haben. Ebenfalls mehr Traktoren als
2012 konnten Kubota (+32) und
Lindner (+6) im Markt platzieren. Meist verkauftes Modell ist
der «5100R» von John Deere (100
Stück) vor dem «211 Vario» von
Fendt (89 Einheiten), dem «T4050»
von New Holland (74 Stück) und
dem Claas «Axos 330» mit 66 verkauften Modellen
Hohe Investitionsbereitschaft in Europa
Die europäische Landwirtschaft ist
insgesamt von einer hohen Investitionsbereitschaft gekennzeichnet:
Landwirte in Deutschland und
Grossbritannien planen im Vergleich
zum Herbst 2013 vermehrt Investitionen. In Polen ist die Investitionsbereitschaft anhaltend hoch. Anders
das Bild in Frankreich: Die Investitionsbereitschaft der französischen
Betriebsleiter ist im Vergleich zum
Herbst 2013 zurückgegangen.
Serco Landtechnik baut aus
Vor rund zwei Jahren hat sich Serco
Landtechnik eine Bauparzelle neben
dem bestehenden Gebäude in
Oberbipp für die weitere Expansion
des Unternehmens gesichert. Nun
soll dort gebaut werden. Ein Baugesuch wurde im letzten Herbst eingereicht, Einsprachen sind keine eingegangen. Entstehen sollen nicht
nur zusätzliche Lager- und Ausstellungsflächen, im geplanten Holzund Stahlbau mit Vordach werden
auch ein zweistöckiger Bürotrakt sowie ein Trainingscenter Platz finden.
Rapid:
Neuer «Orbito»
Rapid hat in den letzten Jahren ein
aufgeräumtes Sortiment an EinachsGeräteträgern entwickelt. Vor eineinhalb Jahren wurde mit dem «Orbito» das jüngste Kind der
Öffentlichkeit präsentiert (siehe
UFA-Revue 4/2013). Hauptmerkmal dieses Einachsers ist die per
Tastdruck während der Fahrt hydraulisch verstellbare Achse, so dass
man in jeder Situation stets die optimale Balance hat. Weitere Merkmale des «Orbito» sind die verschiedenen Lenkungsarten.
Rapid hat diese Vorzüge im neuen, speziell für die Landwirtschaft
konzipierten «Orbito» beibehalten,
beim Gewicht aber Einsparungen
vorgenommen. So ist der neue «Orbito» 18 kg leichter und wiegt noch
265 kg. Möglich wurde dies durch
eine Verkürzung des Holms und
durch den Verzicht des Elektrostarters samt grosser Batterie. Es gibt
nun einen von Hand zu betätigender Reversierstarter und ein kleineres Batteriepaket. Neu ist der
Zyklon-Filter für die Schmutzabscheidung.
Bei Rapid ist man überzeugt, mit
dem neuen «Orbito» den idealen
Nachfolger des seinerzeitigen Erfolgsmodells Rapid «507» entwickelt zu haben und glaubt, dass für
dieses Gerät eine rege Nachfrage
vorhanden ist. In die Serienfertigung wird der neue «Orbito» im ersten Quartal des nächsten Jahres gehen. Für heuer stehen verschiedene
Vorführgeräte zur Verfügung.
Auch bei diesem «Orbito» wird
die Zusammenarbeit mit Reform
beibehalten.
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
19
LANDTECHNIK
Reines Biomethan zum Tanken
BIOGAS Wer heute mit einem gasbetriebenen Auto unterwegs ist, tankt Erdgas,
das mit rund 20 % Biomethan angereichert ist, also mit Biogas, das zu Erdgasqualität
aufbereitet wurde. Doch warum nicht gleich reines Biomethan tanken und damit
klimaneutral Autofahren?
Anita
Vonmont
Reto Grossenbacher ist Landwirt in
Reiden (LU), wo er auch Biogas produziert. In einem Fermenter vergärt
er organische Abfälle, Grüngut,
Mist und Gülle zu erneuerbarem Gas,
aus dem im Blockheizkraftwerk Strom
und Wärme entstehen. Seit kurzem wird
ein Teil des Biogases auch zu Treibstoff
verarbeitet. Die Tankstelle steht gleich
hinter dem Bauernhaus. Sie besteht aus
einem blauen Metallschrank (dem Gasspeicher) mit Zapfhahn und einer kleinen Aufbereitungseinheit, landesweit
die erste ihrer Art. Bisher tankt hier erst
Bauer Grossenbacher – und manchmal
Ueli Oester. Der ETH-Ingenieur aus Däniken (SO) hat die Tankstelle mit seiner
Firma entwickelt.
bauen.» Ein schwieriges Unterfangen,
denn auch kleine Anlagen benötigen im
Prinzip dieselbe technische Ausstattung
einschliesslich Steuerung und Analysegeräten für die Gasqualität.
Kleinanlagen im Test Der Konstruktion solcher Kleinanlagen widmet
sich Oester mit dem Projekt «Blue Bonsai», das vom Bundesamt für Energie,
von der Klimastiftung Schweiz und der
schweizerischen Gasindustrie (FOGA)
unterstützt wird. Im September 2013
hat Oester in Bachenbülach (ZH) eine
Testanlage mit einer Leistung von rund
150 kW in Betrieb genommen. Sie veredelt Rohgas aus der Vergärungsanlage
der Axpo-Tochter Axpo Kompogas zu
Biomethan. Das Produkt enthält 96 bis
98 Vol-% Methan (CH4) und hat damit
die für die Einspeisung ins Erdgasnetz
erforderliche Qualität. Das Biomethan
aus der Anlage gelangt in ein 400 mbarNetz von Erdgas Zürich, das ein Gewerbegebiet versorgt. Die Aufbereitungsanlage produziert 15 Nm3 Biomethan pro
Stunde. Würde das Gas als Treibstoff genutzt, würde die Tagesproduktion für
rund 18 Tankfüllungen reichen oder gut
7200 Fahrkilometer.
Aufbereitung Oester besitzt ein
Gasauto mit einem Benzin- und einem
Gastank mit 80 l Volumen (rund 20 m3
verdichtetes Gas). Eine Tankfüllung
reicht für 300 bis 400 km.
Die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan ist in grossen Anlagen gängige
Praxis. In der Schweiz steht rund ein
Dutzend Anlagen, die Biogas aus sogenannt industriellen Biogasanlagen (z. B.
Kompogas) in grossen Mengen veredeln und ins Erdgasnetz einspeisen.
«Die Herausforderung besteht darin,
dies in viel kleinerem Massstab, aber
trotzdem noch rentabel machen zu können», sagt Oester, «dafür müssen wir die
Aufbereitungsanlagen viel günstiger
Das Biogas strömt in den Gastank
(rechts der Deckel des Benzintanks)
dieses bivalenten Autos. Bei einem
Druck von 200 bar ist vollgetankt.
Foto: Anita Vonmont
20
5 2014 · UFA-REVUE
LANDTECHNIK
Die Kapazität der Aufbereitungsanlage auf dem Hof von Reto Grossenbacher
in Reiden ist zehn Mal kleiner, liegt also
bei 1.5 Nm3/h Biomethan (knapp zwei
Tankfüllungen pro Tag, 720 km). Hier
liegt die Qualität des Biomethans
92 – 95 Vol-% CH4. Der Methananteil ist
hier etwas tiefer, weil dem Fermenter
Luft zugeführt wird, um das Biogas zu
entschwefeln; als Folge davon enthält
das Biomethan etwas Stickstoff. Seine
Qualität ist aber gut genug, um als
Treibstoff zu dienen.
Erfahrungen aus dem Dauerbetrieb Die bisherigen Tests brachten
auch Rückschläge. So mussten in Reiden
Kompressor und Wasserabscheidemodul revidiert werden. In einer frostigen
Nacht gefror Kondenswasser. Doch fast
zwei Jahre nach dem Start des Forschungsprojekts haben die beiden
Kleinanlagen erste Meilensteine erreicht: Die Entschwefelung und Entwässerung des Rohgases klappt unterdessen
zuverlässig; die Anlagen produzieren
Biomethan in guter (Reiden) oder sehr
guter Qualität (Bachenbülach). «Noch
offen ist, wie sich die Membranen im
Dauerbetrieb bewähren, insbesondere
Die Aufbereitungsanlage in
Bachenbülach erzeugt Biomethan
aus Rohgas von kleinen bis
mittleren Biogasquellen, zum
Beispiel von Kläranlagen
Foto: Ueli Oester
unter verschiedenen Temperaturbedingungen und bei unterschiedlichen Rohgas-Qualitäten», zieht Oester Zwischenbilanz. Auch was die Standzeiten von
Kompressoren und Gasanalysegeräten
angeht, sollen bis Ende 2014 weitere Erfahrungen gesammelt werden. Diese
Werte sind wichtig, um die Rentabilität
der Kleinanlagen bewerten zu können.
Bereits ist eine weitere Anlage mit einer
Produktionsmenge von 5 Nm3/h (zirka
50 kW) in Planung. Sie soll im nächsten
Jahr bei einer landwirtschaftlichen Biogasanlage gebaut werden. «Unser Ziel
ist, mit dieser Anlage Biomethan zu einem Preis herzustellen, der nicht höher
liegt als der von Benzin», sagt Sibylle
Duttwiler von der Firma Duttwiler Energietechnik, die das «Blue Bonsai» berät
und mitgestaltet, «dann ist der Treibstoff nicht nur ökologisch interessant,
sondern auch fürs Portemonnaie.»
Bis Autofahrer ihr Gasauto an dezentralen Biomethan-Tankstellen bei landwirtschaftlichen Biogasanlagen betanken können, bleiben noch etliche
Hürden. So dürfte es nicht möglich sein,
die Kleintankstellen mit einer eichfähigen Betankungsmessung auszustatten,
auch nicht mit einem EC-fähigen Tankautomaten zum Selbertanken. Beides
würde die Kosten nämlich sprengen.
Während des Projekts wird deshalb ein
vereinfachtes Tank- und Abrechnungssystem getestet. Ueli Oester könnte sich
sogar ein Abrechnungssystem auf reiner
Vertrauensbasis vorstellen: «Der Kunde
misst den Druck vor und nach dem Tanken und weiss dann aus Erfahrung, welche Menge er ungefähr für welche Fahrleistung getankt hat. Auf dieser
Grundlage zahlt er dann den Treibstoff,
fast wie wenn er beim Bauer Eier mitnimmt und dafür das Geld in ein Kässeli
steckt.»
Tausende
Biomethan-Fahrer?
Trotz Hürden bleibt der Pionier zuversichtlich. Oester verweist auf den Prototypen, der im nächsten Jahr in Betrieb
gehen soll. Später will der Unternehmer
im ganzen Land Kleintankstellen instalUFA-REVUE · 5 2014
Wie aus Biogas Biomethan wird
Biogas ist – vereinfacht ausgedrückt – ein Gemisch aus 50 bis 60 Vol-%
Methan (CH4) und 40 bis 50 Vol-% Kohlendioxid (CO2). Durch
Abtrennung des CO2 lässt sich fast reines Methan gewinnen. Zur
Aufbereitung von Biogas zu Biomethan werden unterschiedliche
Verfahren eingesetzt: Chemische Wäsche, Druckwasserwäsche,
Druckwechselverfahren, kryogene Verfahren oder – wie bei Ueli Oester
– die Membrantrennung. Bei der Membrantrennung wird das Rohgas
erst in einem Aktivkohlefilter entschwefelt, dann in einer Kältefalle
entwässert, schliesslich in einem Kompressor in zwei Stufen auf 12 bis
17 bar verdichtet und zuletzt durch eine dreifach verschaltete Membran
geleitet. Diese Membran besteht aus Polyimid-Hohlfasern und wirkt
wie ein Filter: Das CO2 durchdringt die Membran, das Methan nicht. So
kann das CO2 abgetrennt und fast reines Methan gewonnen werden.
Dieses Biomethan ist chemisch dem Erdgas vergleichbar, stammt aber
aus erneuerbaren Quellen. Das bei der Aufbereitung entstehende
Offgas wird durch einen Biofilter geleitet und dann mit einem geringen
Methanschlupf von 0.1 bis 0.5 Vol-% in die Atmosphäre geleitet.
Die Aufbereitungsanlage in Reiden ist nur ein Zehntel so gross wie jene
in Bachenbülach und einfacher konstruiert. Statt einer dreistufigen
verfügt sie nur über eine einstufige Membran, die wie jene in Bachenbülach vom österreichischen Hersteller Evonik Fibres GmbH stammt.
Die einfachere Konstruktion macht die Anlage billiger, vermindert aber
auch den Methan-Anteil im aufbereiteten Gas (rund 92 – 95 Vol-%
gegenüber 96 – 98 Vol-%). Das dabei entstehende Offgas – es enthält
bei der einstufigen Variante noch immer rund 20 Vol-% CH4 – wird in
den Fermenter rückgespiesen. Dies führt zwar zu einer Verdünnung des
Rohgases mit CO2 im Fermenter. Da die Aufbereitung aber nur einen
Bruchteil (2 % bis 20 % je nach Anlagengrösse) des Rohgases verwendet, fällt dies nicht ins Gewicht.
lieren. Die nötigen Berechnungen hat er
angestellt: «Die Schweiz hat heute rund
hundert Biogas-Bauernbetriebe. In Zukunft könnten es 500 sein. Wenn 20 %
von ihnen künftig eine Tankstelle hätten, und wenn dasselbe auch bei Kläranlagen der Fall wäre, dann könnten bis
2020 rund 9000 Autos mit reinem Biomethan durch die Schweiz kurven, dies
bei einer Fahrleistung von je 15 000 km
jährlich.
䡵
Autorin Anita
Vonmont, lic.phil.,
Wissenschaftsjournalistin, 4053 Basel
Auskünfte zu dem
Projekt erteilt Sandra
Hermle (sandra.hermle@bfe.admin.ch),
Leiterin des BFEForschungsprogramms
Biomasse und Holzenergie.
www.ufarevue.ch
5 · 14
21
PRAXISTEST
KNOW-HOW
Wegweisender Arbeitskomfort
«MF 5610» Massey Ferguson hat die Serie «MF 5600» im vergangenen Jahr in zwei
Schritten mit 3- und 4-Zylinder Motoren neu lanciert und dabei die Baureihe
«MF 5400» abgelöst. Der «MF 5610» ist das Top-Modell mit 3-Zylinder Motor. Auffallend ist die nach vorn abfallende Freisichthaube, die für eine gute Übersicht sorgt.
Aufgrund der heute geltenden Abgasnorm 3b ersetzte Massey Ferguson im vergangenen Jahr die Serie
«MF 5400» mit der neuen Baureihe
«MF 5600», die sechs Modelle, je drei
mit 3- und 4-Zylinder Motoren, umfasst. Die neue Baureihe basiert zwar
konzeptionell auf der Serie «MF 5400»,
jedoch wurden verschiedene neue
Merkmale integriert, vornehmlich aus
der Baureihe «MF 7600». Insbesondere
sollen sich die «MF 5600» Traktoren so
noch besser als bisher für den Einsatz
mit einem Frontlader eignen. So wurde
mit einem neuen Kabinendesign und
der nach vorne stark abfallenden Freisicht-Motorhaube die Übersichtlichkeit
verbessert. Neu konstruiert ist zudem
der Vorderachsbereich (bei den 3-Zylinder-Modellen ungefedert) mit Hubwerk
und Zapfwelle, so dass kürzere Aussenund Anbaumasse entstehen, was der
Wendigkeit
kommt.
der
Traktoren
zugute
Als Motor wird beim «MF 5610»,
dem Top-Modell der Serie mit 3-Zylindern, ein Aggregat mit 3.3 l Hubraum
und Commonrail-Einspritzung aus dem
Hause Agco verbaut. Die Nennleistung
liegt bei 100 PS, maximal sind es dann
105 PS (nach ISO). Die Abgasreinigung
erfolgt über eine gekühlte, externe Abgasrückführung in Verbindung mit einem Diesel-Oxidationskatalysator. Die
Drehzahl im Leerlauf liegt bei 720 Umin.
Die aus einem Stück bestehende und
nach vorne stark abfallende Motorhaube lässt sich weit öffnen und garantiert
so einen einfachen Zugang zu den Kühlereinheiten, Luft- und Ölfiltern sowie
zum Ölmessstab des Motors. Das Wartungsintervall liegt bei 500 Betriebsstunden.
Die Kabine basiert auf der «Essential»-Version des «MF 7600». Es gibt sie
in drei Versionen als Flachdach-, Standard- oder Glasdach-Ausführung mit
normaler oder niedriger Montage (Option). Bei der Normbereifung «420/85 R
34» ergeben sich so Fahrzeughöhen
zwischen 2604 bis 2755mm. Die Kabinen können mit einer mechanischen Federung geordert werden. Auf Wunsch
gibt es eine Panorama-Kabine mit fünf
Pfosten, bei der auf der rechten Seite eine durchgehende Polykarbonat-Scheibe
eingebaut ist.
«Dyna-4»-Getriebe Die
Bedienung des «Dyna-4»-Getriebes mit
16 x16 Gängen (32 x 32 mit KriechgangGruppe) und einer vierfachen Lastschaltung ist einfach. Alle Gänge können
über den «T»-Hebel auf der Seitenkonsole angewählt werden. Zum Schalten
Praxisstimme zum «MF 5610»: «Handlich, kurz und wendig»
Martin Peier
22
Martin Peier bewirtschaftet in Lostorf (SO)
einen viehlosen Ackerbaubetrieb mit 15 ha.
Hauptsächlich ist er aber als Lohnunternehmer tätig und bietet Dienstleistungen im
kommunalen Bereich (Holzhacken,
Häckseln und Kompost-Handling) und im
landwirtschaftlichen Sektor (Bodenbearbeitung, Spritzen, Pressen) an. Seit August
2013 setzt er neben drei anderen Traktoren
der Marke «Massey Ferguson» das Modell
«MF 5610» ein. Mittlerweile wurden mehr
als 350 Stunden mit dem neuen Traktor
absolviert, im Schnitt wird es dann so um
die 600 Stunden pro Jahr geben.
Als langjähriger «MF»-Fahrer und Kunde
von Händler Alois Kuoni (Oberhof) hat er
sich bei der Ersatzbeschaffung eines
zehnjährigen «MF 4345» nicht intensiv
über Produkte anderer Hersteller
informiert. «Der ‹MF 5610› ist mir an der
Agrama 2012 sofort ins Auge gestochen»,
berichtet Peier. Neben der Freisichthaube
hätten ihn vor allem die geräumige Kabine
mit der Option «Niedrigbauweise» und
dem vollwertigen Beifahrersitz überzeugt.
Ausgerüstet ist Peiers Traktor – seinerzeit
der erste «MF 5610», der in die Schweiz
geliefert wurde – mit dem «Dyna-4»-Getriebe mit «Autodrive» sowie einem
Kriechganggetriebe. Um alle Durchfahrten
mit der Normbereifung 420/85 R34
problemlos passieren zu können, wurde
die Niedrigkabine mit Flachdach gewählt.
Vorne ist werkseitig ein Hubwerk mit
Frontzapfwelle verbaut, im Heck gibt es zu
den zwei serienmässig vorhandenen
Steuerventilen nochmals zwei.
Die Erfahrungen, die Peier mit dem «MF
5610» gemacht hat, sind durchwegs
positiv. «Der Traktor zieht gut, die Leistung
stimmt und der Treibstoffverbrauch ist
gering», so das Fazit. Bewährt habe sich,
besonders im Einsatz mit der KompostWendemaschine, das Kriechgang-Getriebe.
Auch sei das Getriebe gut abgestuft und
lasse hinsichtlich der Bedienung sowohl im
manuellen wie automatischen Modus keine
Wünsche offen. Einzig, dass das Standlicht
beim Abschalten des Motors nicht weiter
brennen könne, stört den Lohnunternehmer. Die anfänglich etwas zu schwach
abgesicherte Elektrik sei, so Peier, mit dem
nachträglichen Einbau stärkerer Sicherungen behoben worden.
5 2014 · UFA-REVUE
PRAXISTEST
KNOW-HOW
Steckbrief
Massey Ferguson «MF 5610»
Motor: Elektronisch geregelter 3.3 l
Motor von Agco Power mit 3 Zylindern
und Commonrail-Einspritzung, 100 PS
Nennleistung, 105 PS Maximalleistung
bei 2000 Umin (nach ISO). Maximales
Drehmoment: 413 Nm (1600 Umin).
160 l Tankinhalt.
Der 3-Zylinder Motor von Agco Power
mit 3.3 l Hubraum und CommonrailEinspritzung baut kurz und ermöglicht so eine gute Wendigkeit
des Traktors.
einer Stufe wird der Hebel nach hinten
gezogen oder nach vorne gedrückt. Zum
Schalten einer Gruppe wird gleichzeitig
die Gruppentaste gedrückt – alles ohne
Kupplung. Der Gang wird auf der Instrumententafel angezeigt.
Links am Steuerrad sitzt der «PowerControl»-Hebel: Mit ihm wählt man die
Fahrtrichtung, man kann aber ebenso
auch Lastschaltstufen und Gruppen
schalten. Das optional verfügbare «Autodrive»-System wählt automatisch den
besten Gang und die beste Stufe. Über
einen Drehregler wird die Motordrehzahl festgelegt, bei der geschaltet werden soll. Weiter gibt es eine Taste, mit
der ein gewünschter Drehzahlbereich
aktiviert wird, in dem der «MF 5610» arbeiten soll.
Hydraulik Standardmässig gibt es
eine Hydraulikpumpe mit einer Leistung
Blick auf die rechte Seitenkonsole mit
den verschiedenen Bedienelementen.
Links unten sieht man den «T»Hebel, über den die Schaltvorgänge
gesteuert werden.
Im Seitenpfosten sind
die Schalter für die
Beleuchtung und für die
Einstellung des Heckhubwerks angebracht.
Getriebe: Lastschaltgetriebe «Dyna-4»
mit vier robotisierten Gruppen und vier
Lastschaltstufen (16 x 16), manueller
oder automatischer Gangwechsel,
erweiterbar mit Kriechganggruppe.
Zapfwelle: Elektrohydraulisch. 540/
540E, optional zusätzlich 1000 (Heck).
1000 (Front).
von 58 l/min. Optional gbt es eine zusätzliche Pumpe mit 42 l/min für die
Versorgung der Steuerventile. In diesem
Falle können die beiden Pumpen per
Knopfdruck kombiniert werden, um
dann 100 l/min an die Steuerventile liefern zu können (beispielsweise beim
Frontladereinsatz). Das Heckhubwerk,
ausgestattet mit EHR, Schwingungstilgung und mit Unterlenkern der Kategorie 2, hat eine Hubkraft von 4.3 t. Auf
dem rechten und linken Kotflügel befinden sich externe Bedienelemente zum
Heben/Senken.
Hydraulik: EHR mit Schwingungstilgung.
2 mechanische Steuerventile serienmässig, 3 oder 4 zusätzliche als Option.
Pumpe: 58 l/min mit 200 bar, optional
zusätzliche Pumpe mit 42 l/min für die
Steuerventile (total 100 l/min). Hubkraft
4.3 t, 2.5 t Front (Option).
Masse: Leergewicht: 4300 kg.
Radstand: 2.46 m. Höhe: 2.607 – 2.755 m
(je nach Ausführung). WendekreisDurchmesser: 7.9 m.
Preis: 94 700 Fr. (exkl. MWST, brutto,
in Grundausstattung).
(Herstellerangaben)
Die Zapfwelle mit den Drehzahlen,
540/540E (serienmässig) und 1000
(Option) wird über einen Sicherheitsschalter elektrohydraulisch zugeschaltet. Zur Serienausstattung gehört auch
die elektrische Vorwahl der gewünschten Zapfwellengeschwindigkeit und der
Die Grundkonstruktion
des «MF5610» basiert
auf dem seinerzeit
erneuerten Konzept
der Baureihe «5400»,
viele Merkmale sind
jedoch von leistungsstärkeren MF-Serien
eingeflossen.
auf den Kotflügeln montierte Schalter
für die externe Bedienung. Mit der Zapfwellenautomatik wird die Zapfwelle
ein- respektive ausgekuppelt, wenn das
Heckhubwerk angehoben oder gesenkt
wird. Eine «Stopp/Start»-Taste für die
Zapfwelle, angebracht am hinteren Ende des Kotflügels, ermöglicht einen sicheren Betrieb der Arbeitsgeräte auch
ausserhalb der Kabine.
䡵
Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
In loser Folge publiziert die UFA-Revue
unter dem Titel «Praxistest» Berichte
über landwirtschaftliche Maschinen. Die
Interviewpartner, respektive Eigentümer
dieser Maschinen, werden jeweils in
Zusammenarbeit mit den Herstellern
oder Importeuren ausgesucht.
www.gvs-agrar.ch
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
05 · 14
23
NEUHEITEN
KNOW-HOW
New Holland investiert in sicheres Fahren
Neue Exakt-Feldhäcksler «Big X 480/580»
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und so muss auch das
Traktorfahren gelernt sein. Das New
Holland Traktoren Center Schweiz
unterstützt die «G40»-Kurse des
SVLT, an denen jährlich rund 1000
Personen teilnehmen, finanziell und
hilft so Unfälle zu verhindern. Es
geht darum, speziell bei Junglenkern die Betriebs- und Verkehrssicherheit im Umgang mit landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen und
Anhängern zu vermitteln. Die Fahrschüler erleben zwei lehrreiche Praxistage unter fachkundiger Führung.
Bewährte Grosstechnikfeatures so
herunterbrechen, dass auch die
neuen «kleinen» «Big X» die weltweit geschätzte Häckselqualität von
Krone liefern: So lautete die Aufgabenstellung zur Umsetzung der
neuen Baureihe. Deshalb analysierte und testete Krone im Vorfeld zunächst das Zusammenspiel zwischen Motorleistung, Breite der
Häckseltrommel und Häckselqualität. Entscheidend ist, was oben raus
kommt. Und damit das immer
gleich gut ist, muss der komplette
Häckselprozess vom Einzug bis zum
Auswurfbogen präzise aufeinander
abgestimmt sein.
In 20 definierten Lektionen werden
wichtige Kontrollpunkte für die
Fahrzeug- und Anhängervorbereitung vermittelt, anschliessend geht
es ans Manövrieren, Lenken auf verkehrsarmen Strassen und schlussendlich zum sicheren und vorausschauenden Lenken im Verkehr.
Sicherheit und schonender Umgang mit der Umwelt werden bei
New Holland gross geschrieben.
Speziell für die Schweiz werden
New Holland Traktoren mit «heavy
duty» Schwerlastbremsen spezifiziert, «swiss-made» Motorbremsen
und im Stufenlosbereich eine automatisierte Aktiv-Stillstands Regelung angeboten.
New Holland
Traktoren Center Schweiz
8166 Niederweningen
寿 044 857 26 00
www.new-holland-traktorencenter-schweiz.ch
Neue Rollstriegel von APV
Starker Kompaktlader
Die neuen Rollstriegel von APV, erhältlich in Arbeitsbreiten von 4.50 m
(«RS 450 M1») beziehungsweise von
6 m («RS 600 M1»), eignen sich hervorragend zum Aufbrechen von
stark verkrusteten Böden und können in fast allen Kulturen eingesetzt
werden, wie zum Beispiel Mais, Sonnenblume, Soja oder Getreide. Ein
Einsatz empfiehlt sich bei einer
Wuchshöhe von 5–20 cm (3-Blattstadium).
Mit seinem Teleskoparm hebt er Lasten von bis zu 1600 kg auf 3 m, und
er ist dabei extrem wendig und kompakt: der neue MultiOne «GT950».
Sein Ausleger ist robust gebaut und
eignet sich auch für den Heavy-Duty
Einsatz, egal unter welchen Bedingungen. Betrieb, Haltbarkeit und
Wartungsfreiheit werden durch spezielle reibungslose Gleitschuhe garantiert. Das durch den Joystick gesteuerte Ausfahren gestattet es, auch
an entfernten und schwer erreichbaren Stellen zu arbeiten.
Bei einer Fahrgeschwindigkeit
von 10–25 km/h wird durch den rotierenden Stern die Erdkruste perfekt aufgebrochen, die Erde und das
Unkraut ausgerissen. Da die Erde
schwerer ist, fällt diese schneller zu
Boden und das Unkraut bleibt
obenauf liegen. Durch die gefederten Halterarme ergibt sich eine ideale Bodenanpassung und auch das
Ausheben einzelner Arme für Kulturen mit grösseren Reihenabständen
ist möglich. In Kombination mit einem pneumatischen Sägerät («PS
120 M1» bis «PS 500 M2») bedeckt
der Rollstriegel das Saatgut mit feiner Erde und striegelt das Saatgut
ein (Nachlaufstriegel als Zubehör erhältlich).
Technische Daten:
• «Big X 480» mit 489 PS und
«Big X 580» mit 585 PS
Motorleistung.
• 6 Vorpresswalzen für beste
Vorpressung und Häckselqualität.
• Auf Motorleistung abgestimmtes
Gutflusskonzept: Beste
Häckselqualität mit angepassten
Häckseltrommeln 630 mm,
Durchmesser 800 mm.
GVS Agrar AG, 8207 Schaffhausen
寿 052 631 19 00
info@gvs-agrar.ch
www.gvs-agrar.ch
Angetrieben wird das Fahrzeug
von einem Yanmar Dieselmotor mit
Direkteinspritzung und 49 PS. Das
Getriebe hat serienmässig zwei Gänge: Der 1. Gang geht von 0 bis
12 km/h, um maximale Schubkraft
für Ausgrabungen und andere
schwere Einsätze zu erhalten. Der 2.
Gang von 0 bis 25 km/h ist für
schnelle Fahrten und Manöver im
Arbeitsbereich ausgelegt.
Eine Palette von nicht weniger als
170 Werkzeugen macht den MultiOne «GT950» zum starken Alleskönner, der sich nicht zuletzt auch durch
sein progressives Design von herkömmlichen Hofladern abhebt.
Althaus AG, 3423 Ersigen
寿 034 448 80 00
www.althaus.ch
Serco Landtechnik AG,
4538 Oberbipp
寿 058 434 07 07
www.sercolandtechnik.ch
24
3 2014 · UFA-REVUE
fos unter
h r I n fo s u
nt
Me
er
Meh
r In
rtabel
o
f
m
o
k
–
ll
raftvo
Wendig – k
MERLO Teleskopstapler
sind universell einsetzbar –
in jedem MERLO stecken
50 Jahre Erfahrung.
s(UBKRÊFTEVONBIS4ONNEN
s(UBHÚHENVONn-ETER
s(OHE!NHÊNGELASTEN
sKMH4RAKTORENZULASSUNG
s-%2,/-ULTIFARMERMIT
(ECKHYDRAULIKUND
:APFWELLEMIN
Zwahlen Hans-Rudolf AG, 1797 Münchenwiler FR l Käser Agrotechnik AG, 3324 Hindelbank BE l Saanenlandtechnik AG, 3792 Saanen BE
Ihre MERLO
Vertriebspartner: Sebastian Müller AG, 6221 Rickenbach LU l Ruder Traktoren, 8588 Zihlschlacht TG l Good Maschinencenter AG, 8887 Mels SG
LV-Maschinencenter Rebstein AG, 9445 Rebstein SG l LV-Maschinencenter Sevelen AG, 9475 Sevelen SG
Importeur:
W. Mahler AG StrassenunterhaltsL Forsttechnik, Strassenunterhaltsund Teleskopmaschinen
L Bachstrasse
27 L CH-8912
Obfelden
Tel.763
044 50
76390
50 L90www.wmahler.ch
L www.wmahler.ch
W. Mahler AG L Forsttechnik,
und Teleskopmaschinen
L Bachstrasse
27 L CH-8912
Obfelden
L Tel. L044
Fortsetzung
von Seite 18
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Rasenmäher Ibea 500,
mit Radantrieb,
Schnittbreite 510 mm,
Alu-Gehäuse, ab
Service, Fr. 280
寿 055 283 23 46
Autoanhänger
Humbaur, Nutzlast
950 kg, L: 2.30 m, B:
1.40 m
寿 031 755 67 44 oder
寿 078 624 44 34
Heckmähwerk
Gaspardo, guter
Zustand, günstig
abzugeben
寿 078 725 96 74
Krangestell auf Silo,
Zyklon Chromstahl,
Faltenschieber
hydraulisch
寿 052 685 28 16
Tauchwasserpumpe,
2.5 Bar Druck, guter
Zustand, Fr. 150
寿 079 778 44 94
Milchzentrifuge, guter,
gepflegter Zustand,
Fr. 200
寿 079 778 44 94
400 l, ideal als 2. Tank
zum Nebenanstellen
寿 078 614 73 77
Milchkühltank 2100 l,
mit automat. Reinigung
寿 078 614 73 77
Lastwagenanhänger,
klein, mit Rampen für
bis zu 5 t Bagger
寿 078 614 73 77
Milchkühltank 1350 l,
rund Serap
寿 078 614 73 77
Heuschrotmesser
Lanker, mit Kabel
寿 078 614 73 77
Dosierwagen Gehl,
22 m3, mit Blechaufbau
寿 078 614 73 77
Futterkarren, 3 Rad,
aus Kunststoff
寿 078 614 73 77
Milchkühltank kopl.,
Brennholzfräse GEBA,
Marktplatz
mit Rolltisch, El. Motor,
mit eigenem Fahrgestell, Fräsenblatt
600 / 700 mm,
inkl. Umbausatz zum
spalten, wenn gewünscht mit Eurostecker, nur wenig
gebraucht., mech. und
optisch in sehr gutem
Zustand, Fr. 650, Kt. BE
寿 079 328 76 63
Thomas Schilter 432,
42 PS, mit Ladegerät,
Jg.1988, 3710 Std.,
optional mit Miststreuer, Güllefass und Kipper
寿 033 722 46 53 oder
寿 079 765 04 25
Fortsetzung
Seite 30
Wir brennen darauf, Ihnen unsere Energie-Lösungen vorzustellen!
Zyklotronic VARIO: 20 – 30 kW
Novatronic: 40 – 80 kW
Lignumat UTSL: 30 – 150 kW
SCHMID SOLAR
Mehr Informationen
und weitere Produkte:
www.schmid-energy.ch
UFA-REVUE · 5 2014
25
ERFOLGSTORY
KNOW-HOW
Effizient und schonend bearbeiten
BODENBEARBEITUNG UNTER «AP 14 – 17» Mit der neuen Agrarpolitik
«AP 14 – 17» sind auch die Beiträge an die Ressourcen-Effizienz neu festgelegt worden.
Für schonende Bodenbearbeitungsmassnahmen wie Direkt-, Streifen- oder Mulchsaat
gibt es Direktzahlungen. Ein Besuch beim Kuhn Center Schweiz zeigt, welche Maschinen
dazu auf dem Markt verfügbar und geeignet sind.
Zu den wichtigsten Grundlagen für
die Herstellung von Nahrungs- und
Futtermitteln gehört ein fruchtbarer
Boden. Wird dieser Boden standortgerecht bearbeitet und erfolgt der
Einsatz von Hilfsstoffen entsprechend
dem Bedarf, so wird dessen Fruchtbarkeit langfristig erhalten: Erosion, Verdichtung und Schadstoffanreicherung
kann man so vermeiden. Dafür werden
im Rahmen der «AP 14 – 17» aufgrund
der Direktzahlungsverordnung nun Beiträge ausbezahlt, die sich zwischen
150 Fr. (Mulchsaat), 200 Fr. (Streifensaat) und 250 Fr. (Direktsaat) bewegen
(jeweils pro Hektar und Hauptkultur).
Passende Maschinenpalette Eine Voraussetzung, um diese Beiträge zu
erhalten, ist der Einsatz entsprechender
Maschinen. Ein breit aufgestellter Bodenbearbeitungsspezialist wie Kuhn,
hat für fast jede Massnahme eine
entsprechende Maschine im Angebot.
So finden sich im Sortiment passende
Geräte für die erwähnten beitragsberechtigten Mulch-, Streifen- und Direktsaaten.
Mulchsaat ist ein System, bei dem
die Pflanzenresten der Vor- oder Zwi-
11
26
schenfrucht (Mulch) auch nach der Aussaat den Boden bedecken und diesen so
vor Erosion schützen. Die Direktzahlungsverordnung schreibt eine höchstens 10 cm tiefe, pfluglose Bearbeitung
des Bodens vor, was mit einem Flachgrubber, einer Kurzscheibenegge oder
einem Schälpflug gemacht werden kann.
Kuhn propagiert für diese Methode
den «Speedliner C3000» mit einer Arbeitsbreite von 3m. Bei dieser universellen Sämaschine, die nach Pflug, Grubber
auch auf klassischen Mulchsaat-Flächen
einsetzbar ist, kann man auf mittlerweile 30 Jahre Erfahrung zurückblicken. Vor
den eigentlichen Säelementen ist eine
Kurzscheibenegge (Typ «Optimer+») mit
zwei Reihen von schräg angestellten,
gezackten und 510 mm grossen Hohlscheiben angeordnet, die den Boden
auflockern und mit den Mulchrückständen vermischen. Danach sorgt beim
«Speedliner C3000» ein Reifenpacker
(800 mm Durchmesser) für die notwendige Rückverfestigung, bevor die Aussaat durch Doppelscheibenschare erfolgt. Dort kommt dann die mittels
Parallelogramm geführte Säschiene
«Seedflex» mit versetzt platzierten
Scheiben zum Einsatz. Der Schardruck
kann zwischen 20 und 70 kg variiert
werden. Die Scharzahl beträgt 20, der
Reihenabstand somit 15 cm. Der Saatguttransport vom 2500 l fassenden Tank
erfolgt pneumatisch, die zentrale Dosierung mit Zellenrad lässt Ausbringmengen zwischen 0.8 und 400 kg/ha zu. Den
«Speedliner C3000» gibt es ab 65 000 Fr.
Für die Mulchsaat eignet sich zudem
das Verfahren mit angebauter Kurzscheibenegge «Optimer+ 303», gefolgt
von der Dreipunktsämaschine «Premia
300» mit Einscheibenschar.
Von einer Streifensaat spricht
man, wenn höchstens 50 % der Bodenoberfläche vor oder während der Saat
bearbeitet werden. Es gibt dazu zwei
Verfahren, das kombinierte (Bodenlockerung und Aussaat in einem Arbeitsgang, Streifenfrässaat) und das absätzige
(Bodenbearbeitung unabhängig von der
Saat). Die Streifenlockerung («StripTill») wurde vor etwa 30 Jahren in den
USA als Alternative zur Direktsaat von
Reihenkulturen entwickelt. Dabei wurde mit einem speziellen Streifenlockerer
eine Lockerung der zukünftigen Saatreihe in der gewünschten Tiefe vorgenommen, während der Zwischenreihenbereich wie bei der Direktsaat
vollkommen unbearbeitet blieb. In ei-
2
5 2014 · UFA-REVUE
ERFOLGSTORY
KNOW-HOW
Direktsaat Werden höchstens 25 %
«App»-Drehhilfe
Mit der Aussaat-«App» von Kuhn wird
das Smartphone zum willkommenen
Werkzeug für die einfache Einstellung
der Sämaschine. Ist das «App» einmal
heruntergeladen worden, muss man nur
noch die entsprechende Sämaschine mit
Arbeitsbreite und Reihenanzahl sowie
auszubringender Kultur wählen.
Anschliessend gibt man die gewünschte
Saatmenge ein und das Programm liefert
die richtige Einstellung, die man mit
einer Abdrehprobe überprüfen und
allenfalls optimieren kann.
Für die Einstellung der Einzelkornsämaschinen «Planter» und «Maxima» gibt
es zudem das »PreciSeed App» von
Kuhn. Damit lassen sich neben den SaatParametern auch die Düngergabe und
der Mikrogranulatstreuer einstellen.
nem zweiten Arbeitsgang erfolgte dann
die Aussaat in den vorgelockerten Streifen. Für dieses absätzige Verfahren
spricht die Tatsache, dass sich der gelockerte
Bodenbearbeitungsstreifen
schneller erwärmt als bei reiner Direktsaat, wodurch die Pflanzenentwicklung
(vor allem beim wärmeliebenden Mais)
positiv gefördert wird. Zudem können
beim absätzigen Verfahren schwere Böden bereits im Herbst bearbeitet und so
die Frostgare genutzt werden. Nachteilig ist, dass die nachfolgende Saat exakt
in den gelockerten Streifen erfolgen
muss, was heute aber mit GPS-Lenkhilfen kein Problem mehr darstellt.
Der
«Striger», den Kuhn als
Bodenbearbeitungsgerät für diese Methode empfiehlt, besteht aus vier verschiedenen Komponenten: Eine Schneidscheibe öffnet den Weg für die
nachlaufenden Zinken und zerschneidet
die auf dem Acker verbliebenen Pflanzenrückstände. Es folgen frei bewegli-
che Sternklutenräumer, welche die Furche von Pflanzenrückständen frei räumen. Anschliessend lockert ein Zinken
den Boden bis zu einer Tiefe von 30 cm,
zwei gewellte Scheiben halten die gelockerte Erde im Streifenband. Die nachfolgenden Andruckrollen, sollen die zukünftige Säreihe rückverfestigen und
vorhandene Kluten brechen.
Den «Striger» gibt es mit starrem Rahmen (4 und 6 Reihen) oder als klappbare
Version mit 6 bis 12 Reihen. Die Reihenabstände sind zwischen 45 und 80 cm
variierbar. Die Maschine kann mit einer
Vorrichtung für die Platzierung von Mineraldüngern oder zur Unterfussdüngung mit Gülle ergänzt werden. Den
«Striger» gibt es 4-reihig ab 21 000 Fr.,
6-reihig (klappbar) ab 33 000 Fr. Als
nachfolgende Sägeräte eignen sich die
Einzelkornsämaschinen «Maxima 2» mit
grossem Säscheiben-Durchmesser und
hoher Arbeitsgeschwindigkeit (Mais)
oder «Planter 3» für Zuckerrüben, Raps,
Sonnenblumen und weitere.
3
1 · Der «Striger» steht
für das absätzige
Verfahren der Streifensaat, das dank der
Bodenerwärmung vor
der Saat gerade beim
Mais mehr Ertrag
verspricht.
2 · Mulchsaat mit dem
«Speedliner»: Vor den
Säelementen ist eine
Kurzscheibenegge mit
zwei Reihen schräg
angestellter, gezackter
Hohlscheiben angeordnet, die den Boden
auflockern und mit den
Mulchrückständen
vermischen.
3 · Der «SD Liner 3000»
ist eine klassische
Direktsaatmaschine, zu
deren Technik Kuhn
dank der Übernahme
von Huard im Jahre
1987 kam. Herzstück
ist das Drei-ScheibenSystem.
UFA-REVUE · 5 2014
der Bodenoberfläche während der Saat
bewegt, dann spricht man von Direktsaat. Der «SD Liner 3000» ist dazu eine
klassische Maschine, zu deren Technik
Kuhn dank der Übernahme von Huard
im Jahre 1987 kam. Herzstück dieser
Maschine ist das Drei-Scheiben-System.
Die Scheibenseche in geriffelter oder
gewellter Ausführung, mit einer Eindringkraft von bis zu 250 kg, öffnen die
Furche bis auf eine Breite von 5 cm und
zerstückeln gleichzeitig die Erntereste.
Durch zwei Säscheiben wird das Saatgut
präzise in die Furche gelegt, wobei hier
ein Druck von 70 bis 80 kg pro Schar
ausreicht. Am Schluss sorgen Druckrollen für eine gleichmässige Sätiefe und
Bodenschluss.
Als Option, in hiesigen Gebieten fast
schon serienmässig, gibt es spezielle Zustreicherscheiben. Diese folgen den Säscharen leicht seitlich und sorgen für
den Reihenschluss auch bei schwierigen, tonigen Bodenverhältnissen. Dies
hat gerade bei trockenen Bedingungen
den Vorteil, dass die Rille mit dem Saatkorn nicht gleich wieder aufbricht.
Der «SD Liner 3000» ist eine gezogene, 3 m arbeitende Maschine mit 18
(Reihenabstand 16.6 cm) oder 20 Scharen (Reihenabstand 15 cm) und 4 t Eigengewicht. Beim Traktor ist dazu eine
Leistung ab 100 PS erforderlich. Diese
Direktsämaschine wird für die Saat von
Kunstwiesen (auch für deren Erneuerung), Getreide und Raps eingesetzt mit
dem grossen Vorteil, dass stets das gleiche Zellenrad verwendet werden kann.
Der «SD Liner 3000» ist mit Zustreicherscheiben für weniger als 60 000 Fr. erhältlich.
䡵
Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
In loser Folge publiziert die UFA-Revue
unter dem Titel «Erfolgstory» Berichte
und Hintergründe über landwirtschaftliche Maschinen und deren Einsatz. Die
Themenauswahl erfolgt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Herstellern
oder Importeuren.
www.kuhncenterschweiz.ch
www.ufarevue.ch
5 · 14
27
PRAXISTEST
KNOW-HOW
Kompakte Effizienz
«T6.160 AUTOCOMMAND» Vor mehr als einem Jahr präsentierte New Holland an
der Sima in Paris die Baureihe «T6» mit dem stufenlosen «Autocommand»-Getriebe. Drei
4-Zylinder-Modelle, die rund ein Jahr später effektiv auf den Markt kamen, decken
einen Nennleistungsbereich von 110 bis 130 PS. Die neuen Motoren erfüllen die Abgasstufe 3b mit SCR-Technik.
New Holland ergänzte seine «T6»Traktorenbaureihe auf dieses Jahr
hin um drei Modelle mit dem «Autocommand»-Getriebe. Mit diesem
stufenlosen Getriebe wird die bisherige
Palette an Getriebevarianten im «T6»Segment (Semi-Powershift und mechanisches Getriebe) erweitert.
Unter der Haube arbeitet beim
«T6.160» ein NEF-Motor mit 4.5 l Hubraum 131 PS Nennleistung (nach ECE-R
120). Mit Motorleistungsmanagement
(EPM) sind es dann bis zu 163 PS, bei einem maximalen Drehmoment von
676 Nm. Dank SCR-Technik erfüllt der
Traktor die Abgasstufe 3b und hat dafür
an der rechten Einstiegsseite zum 175-
1
2
l-Dieseltank auch einen 37 l fassenden
«AdBlue»-Tank.
Das Getriebe stammt aus dem
CNH-Werk Antwerpen (Belgien), ba-
3
siert auf der bewährten Doppelkupplungstechnologie, wurde aber weiterentwickelt.
Alle wichtigen Bedienelemente sind
auf dem «Command-Grip»-Multifunkti-
Praxisstimme zum «T6.160 Autocommand»: «Lässt keine Wünsche offen»
Thomas Schenk
Thomas Schenk bewirtschaftet im
thurgauischen Ottoberg bei Märstetten
einen Milchwirtschaftsbetrieb mit
Ackerbau. Daneben führt er verschiedene
Tiefbauarbeiten aus. Als Ersatz für einen
siebenjährigen New Holland «TSA110» hat
er nun einen «T6.160» mit stufenlosem
Getriebe gekauft. Dabei hat er sich nicht
gross über Modelle anderer Hersteller
informiert, hingegen auch geschaltete
Varianten begutachtet. «Ich bin mit der
Marke ‹New Holland› und dem Service des
28
nahe gelegenen Händlers Mühlethaler
grundsätzlich zufrieden, ein Wechsel
drängte sich bei mir deshalb nicht auf.»
Den neuen Traktor hat Schenk seit März
dieses Jahres, während bisher rund 100
Stunden in Betrieb. Im Jahresschnitt
werden es dann wohl knapp 500 Stunden
sein. Der «T6.160» wird auf dem Betrieb
von Thomas Schenk im Ackerbau (Pflug,
Säkombination), im Futterbau (Mähwerk
mit Aufbereiter) und für Transporte
(Zuckerrüben) eingesetzt. Ausschlag für die
Variante mit stufenlosem Getriebe gaben
eine Probefahrt, bei der dieses Getriebe
dank seiner ergonomischen Vorzüge
überzeugen vermochte, und die letztlich
doch nur geringe Preisdifferenz zu
geschalteten Versionen.
Der «T6.160» habe alles, was man heute
für einen anständigen Preis von einem
modernen Traktor verlange, meint Schenk.
«So gesehen lässt er keine Wünsche offen».
Passend seien auch die Proportionen. Der
Traktor verfügt über eine Abgasreinigung
mit SCR, das entsprechende Handling wird
über den Händler Mühlethaler abgewickelt. Dieser hat auch die Voreinstellungen
des Traktors, insbesondere die Anzeigen
auf dem grossen Terminal, vorgenommen
und auf die Wünsche von Schenk
angepasst.
Schenk schätzt die Leistungsreserven, die
ihm der neue, mit Fronthubwerk und
Frontzapfwelle ausgestattete Traktor nun
bietet. Positiv beurteilt er den Treibstoffverbrauch (fährt immer im optimalen
Drehzahlbereich) und die verschiedenen,
auf einem Hebel zusammengefassten
Bedienfunktionen. Die mit Klimaautomatik
versehene Kabine überzeuge mit grossen
Glasscheiben punkto Übersicht am Tag,
nachts sei diese dank den vielen, serienmässig verfügbaren Scheinwerfer gewährleistet. Als negativen Punkt erwähnt
Schenk die etwas eingeschränkte Sicht auf
das Zugmaul.
5 2014 · UFA-REVUE
PRAXISTEST
KNOW-HOW
Steckbrief
New Holland «T6.160 Autocommand»
1 · Die Abgasnachbehandlung mit SCR
verlangt den Zusatz «AdBlue». Der
Einfüllstutzen ist schmaler, was ein
versehentliches Einfüllen von DieselTreibstoff erschwert.
2 · Alle wichtigen Informationen
können auf dem «Intelliview»-Bildschirm abgelesen werden.
3 · Externe Bedienung von Zapfwelle,
Hubwerk und eines Steuergeräts an
beiden Kotflügeln.
onshebel angeordnet, mit dem sich drei
Zielgeschwindigkeiten anwählen lassen.
Ebenso kann der Tempomat-Modus aktiviert werden. Die übrigen Hebel sind
übersichtlich in der «Sidewinder»-Armlehne angeordnet. Über einen FarbTouchscreen, den es in zwei Grössen
gibt, können alle Fahrzeugwerte überwacht und auf Wunsch während der Arbeit verändert werden.
Der Fahrer kann die Geschwindigkeit
in Schritten von 0.01 km/h einstellen.
Die niedrigste Arbeitsgeschwindigkeit
beträgt 20 m/h bei Nenndrehzahl des
Motors.
Zur Erhöhung der Sicherheit, vor allem beim Transport schwerer Lasten in
hügeligem Gelände, ist der «T6.160 Autocommand» mit einer aktiven Stillstandsregelung ausgestattet. Bei steUFA-REVUE · 5 2014
hendem Traktor hält das Getriebe die
Maschine aktiv in ihrer Position.
Leistungsstarke Hydraulik Der
«T6.160 Autocommand» ist serienmässig mit einer 125-l/min-CCLS-Hydraulikpumpe ausgestattet. Ein wesentlicher
Vorteil dieser Hochleistungspumpe ist
der geringere Kraftstoffverbrauch. Die
Pumpe dosiert nicht nur den Ölfluss
nach Bedarf, sie benötigt in der Regel
auch keine hohen Motordrehzahlen zur
Förderung der erforderlichen Ölmenge,
was Treibstoff spart.
Die Zapfwelle mit den Drehzahlen
540/540E/1000 oder 540/1000/1000E
wird über einen Druck-Zug-Schalter
eingeschaltet. Ein sogenanntes «Soft
Start-Management» schützt dabei den
Antriebsstrang bei Geräten mit zu hohem Trägheitsmoment. Dank der automatischen Schaltung wird die Zapfwelle
ein- oder ausgekuppelt, wenn das Heckhubwerk angehoben oder gesenkt wird.
Eine externe Bedienung für die Zapfwelle, wie auch für das Hubwerk und die
Steuergeräte, ist an den Kotflügeln vorhanden.
Bei der «Horizon»-Kabine, auch
sie wurde überarbeitet, wurden die Bedienteile von Klimaanlage, Bluetooth-
Motor: 4 Zylinder, 4.5 l NEF-Motor mit
Turbo-Lader, und Ladeluftkühler.
Abgasstufe 3b mit SCR-Katalysator.
131 PS Nennleistung (2200 Umin),
163 PS Max. Leistung mit EPM (nach
ECE R120). Max. Drehmoment: 676 Nm
(1500 Umin, mit EPM). Tankinhalte:
175 l Diesel, 35 l Adblue.
Der «T6 AutoCommand» von New
Holland bewegt sich
mit drei Modellen in
der Klasse von 110 bis
130 PS Nennleistung.
Getriebe: Stufenloses Doppelkupplungsgetriebe mit zwei Fahrbereichen
vor- und einem rückwärts. 40 km/h bei
1550 Umin.
Zapfwelle: 540, 540E, 1000 oder 540,
1000, 1000E. Frontzapfwelle: 1000
(Option).
Hydraulik: EHR mit Schwingungstilgung,
maximal 4 Steuerventile mit Zeit- und
Mengensteuerung im Heck, bis zu
3 Zwischenachsventile. Axialkolbenpumpe mit 127 l/min bei 210 bar.
Hubkraft: 7864 kg Heck, 3200 kg Front
(Option).
Masse: Leergewicht: 5520 kg. Maximalgewicht: 9500 kg. Radstand: 2.439 m.
Höhe: 2.820 – 2.990 m (je nach Ausführung). Wendekreis-Durchmesser: 7.9m.
Listenpreis: ab 137 000 Fr. (inkl. MWST,
ohne Optionen).
(Herstellerangaben)
Radio und Beleuchtungsanlage neu
zusammengefasst. Auch die Staumöglichkeiten wurden weiter verbessert,
stehen doch nun zwei zusätzliche LadeAblagefächer zur Verfügung. Für den
«T6» gibt es wie vor eine Standard- und
Niedrigdachvariante.
䡵
Autor Dr. Roman
Engeler, UFA-Revue,
8401 Winterthur
In loser Folge publiziert
die UFA-Revue unter
dem Titel «Praxistest»
Berichte über landwirtschaftliche Maschinen.
Interviewpartner,
respektive Eigentümer
dieser Maschinen
werden jeweils in
Zusammenarbeit mit
den entsprechenden
Herstellern und oder
Importeuren ausgesucht.
www.new-holland-traktoren-center-schweiz.ch
www.ufarevue.ch
5 · 14
29
Wettbewerb
Gewinnen Sie diesen
Subaru «Forester 2.0 i
Advantage AWD» im
Wert von Fr. 31 000.–
und einen von drei
Sofort-Preisen!
Ob Sie mit der Familie, für
Ihren Betrieb oder zum
Vergnügen unterwegs sind,
jede Strecke ist für Überraschungen gut. Genau richtig
für den neuen Subaru
«Forester 4x4». Er fährt Sie
sicher über Strassen aller Art,
ob in der City oder weit
draussen, ob Boulevard,
Feldweg oder Autobahn.
Die Strasse gehört Ihnen und
Ihrem Subaru «Forester» mit
2.0-l-Boxermotor, 150 PS
und symmetrischen
permanenten Allradantrieb.
Schreiben Sie ein SMS (90 Rp.) mit
KFL Bayer Name Adresse an
die Nummer 880 oder nehmen Sie via
Internet auf www.ufarevue.ch teil.
Teilnahmeschluss ist der 30. Juni 2014.
Sofort gewinnen!
1. Preis 20 l «Glyfos»
2. Preis 10 l «Glyfos»
3. Preis 5 l «Glyfos»
Bayer (Schweiz) AG
CropScience
3052 Zollikofen
www.agrar.bayer.ch
Einfach sauberer Mais
«Equip power» ist die Komplettlösung von
Bayer gegen Unkräuter und Ungräser in
Maisbeständen. Regenfest bereits nach
zwei Stunden, kann
es im Nachauflauf bis zum 6-BlattStadium angewandt werden.
Mit 1.5 l/ha als Solo-Anwendung oder mit
1.0 l/ha in Kombination mit
1.5 l/ha «Aspect»
entwickelt «Equip
power» seine volle
Wirkung.
Marktplatz
Fortsetzung
von Seite 25
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Druckfass Agrar,
3000 l, mit neuer
Pumpe; Fahr Kreiselheuer, kh 45 Din 3.6 m;
2 Scharpflug Kverneland; Sämaschiene
Nodet; Düngerstreuer
Vicon 10 m; Fischerspritze, 500 l, 10 m
Balken Ordomat, alle
Maschinen sind älter
aber einsatzfähig
寿 079 594 82 01
2 Förderschnecken,
4 m; 2 Hydraulikaggregate; div. Elektro-und
Getriebemotoren
寿 079 470 80 61
Dammformer Baselier,
mit Hangsteuerung,
Hitch zu Kreiselegge
Falc, Milchtank 250 l,
fahrbar zu Traktor,
Frontgewicht zu
Buehrer
寿 079 395 92 59
Bandheuer Rapid 150,
3 Zinken zu Rapid 306,
Stollenrad zu Rapid 306, Kreissäge
Eisele
寿 079 757 31 53
Rapid 505 mit
Eingrasung, Fr. 1200;
Schleifapparat Rocky,
Fr. 250; Winkelpflug
Althaus, Fr. 400;
Brennstoff-Handpumpe, Fr. 100; Stöckschlüssel, 10-32 mm,
Fr. 50; Kastrierzange,
Gummiring, Fr. 20
寿 062 891 42 26
Hochdruckreiniger
Kärcher, Typ HDS 698C
Eco Heisswasser,
Stecker 25 A, 500 V, el.
Kabel, 12 m, Druckschlauch 27 m,
Dreckfressen Düse,
Viehwaschdüse,
Strahldüse, wenig
gebraucht
寿 079 646 33 58
Hier
könnte Ihr
Inserat
stehen.
Formular auf
www.ufarevue.ch
30
Reihendüngerstreuer
Haruwy, 4 Reihen
Heckanbau, 12 Volt
Antrieb, Fr. 300;
Zwischenachsgerät
Fendt GT, auch
Heckanb. möglich,
Fr. 3000; Hackbürste
Bärtschi, Heckanb. 3-4
und 6 Reihen Ausrüst.,
Fr. 3500; Zwiebelaufnahmegerät, Anbau
Samro Offset, neuwertig, Fr. 1000; Zwiebelsiebbandroder, AsaLift, Typ Serie L,
neuwertig, Fr. 3000;
Randenkalibriermasch.
Bandsystem, Fr. 1000;
Heugebläse Wild
Radial, Typ A7, 11 Kw,
Fr. 1000; Futterautomaten Inox, 2 Stk, nach
Absetzen der Ferkel,
H. 900, B. 1000 mm,
neuwertig, Fr. 200/Stk;
Heizöltanks, mit
Auffangw., 2000 l,
3 Stk, neuwertig,
Fr. 600/Stk; Insektenschutznetz, 3 Rollen
à 5.60 x 100 m,
randverstärkt, neu,
Fr. 500 pro Rolle
寿 079 230 40 22 oder
寿 079 658 50 20
Schilter 15000, mit
Maag Benzinmotor
寿 079 281 77 84
Traktor Case IH 833,
Jg. 89, 5400 Std.,
Kabine, Luftsitz, FH, 3HV, gepflegter Zustand,
Fr. 12000
寿 079 674 46 13
Tiefdrog Silohäcksler
Simplex Junior. H, mit
vier Messern, fast neues
Förderband; WagenAchse, Pneugrösse
11.5 x 15, Spurweite
innen 1.45 cm;
Vorderachse für Bürrer
Spezial; Stützrolle;
Vierradwagen,
Vorderachse voll
schwenkbar, Brücke
1.90 m x 5.00 m;
2 Westfalia, Eimermelkanlage, Chromstahl mit Vakumpumpe
寿 079 228 01 43
Kreiselegge Lemken
Zirkon 7300 cm,
Jahrgang 2004,
Rohrstabwalze,
Planierbalken hinten
Fr. 5200; Sämaschine
Fiona D-70, 2.50 / 21;
Heckmähwerk
Pöttinger, 2.2 m, in
einsatzbereitem
Zustand
寿 032 614 15 27
1 x Saurer, 2 DM, mit
Ersatzteilen; Zweischarpflug Ott;
Düngerstreuer
Amazone; Frontmähwerk KM25F; Ballensammelwagen, für
Welgerpresse; Fräsmaschine Oerlikon;
Ständerbohrmaschine;
Ersatzteile, für
Heywang Kompoststreuer; Pferdegesellschaftswagen;
Dosieranlage Neuero;
Ersatzgetriebe, für
Maschio; Pneumatischer Reihendüngerstreuer Nodet; Renault
Megane 2, Diesel,
Klimaanlage
寿 079 729 45 22
Heuverteiler, mit
Steuerung Wild;
Gebläse Wild, 15 PS
Motor; Standeimer
Alfa-Laval, 25 l Kessel;
Melchmaschienenkessel, 20 l; 4 Milchkannen, à 40 l
寿 056 243 10 93 oder
寿 079 724 56 44
Motormäher Bucher
M 500, mit
Bandeingraser
寿 078 765 77 47
Stapler Linde H15 D,
5290 h, Jg. 1987,
Diesel, Hubhöhe 4.2 m,
Nutzlast 1.5 t, Gesamtgewicht 4.25 t, Fr. 5000
寿 052 763 26 44
Mercedes Motor
OM 352, 85 PS,
ca. 6000 h, läuft sehr
gut, Fr. 3200
寿 079 720 11 20
Div. Schneeketten, für
Traktoren, 100 m
Ketten, Ø 7 mm,
ungebraucht; VW
Passat Kombi, ab MFK,
165000 km, mit AHK,
8-fach bereift,
Automat, blau,
Fr. 1850; Schlagbohrmaschine Hilti, billig;
Werkbank, 120 x
70 cm, faltbar, Fr. 90,
Schraubenstock gratis
dazu
寿 079 464 69 61
Mistkran Krüger L212,
Zapfwelle elektr. Motor;
Rapid 606, mit
Bandeingraser;
Standhäcksler Epple
寿 077 440 36 91
Silohäcksler
寿 071 799 14 03
Erntewagen Mengele
Garant 430/3, top
Zustand, Kurmann-Achse, Dosierwalzen und
Querband, Fr. 11’000
寿 079 276 94 84
Seitenmäher Pöttinger,
Typ Novacat HED extra
dry, Breite 225 cm,
neuwertig
寿 052 336 12 65
Haben Sie
etwas zu
verkaufen?
Formular auf
www.ufarevue.ch
Milchtank De Laval,
1200 l, externes
Kühlaggregat, VP
Fr. 1500
寿 052 336 12 65
Kreiselheuer Pöttinger
Alpin Hit 44, mit 4.4 m
Arbeitsbreite, in sehr
gutem, einsatzbereitem
Zustand, Maschine war
an einem Reform
Mähtrac
寿 079 762 20 58
Vorkeimlampe, Fr. 30
寿 071 648 11 36
Vorkeimharasse, ca. 50
Stück, Fr. 25
寿 071 648 11 36
Mähwerk Niemeyer
SM310FCZ, Arbeitsbreite 3.10 m, gezogen,
Aufbereiter, einsatzbereit, ab Platz
寿 078 731 80 00
2 Kraftfuttersilo,
Metall, à je ca. 7 m3,
eckig, mit Auslaufschieber
寿 079 687 21 06
Wohnwagen, alt,
fahrbar, z.B. als
Unterstand
寿 079 687 21 06
Heubelüftung Aebi
BL18, 10 PS, mit
Steuerung, Zustand wie
neu, Fr. 1500
寿 032 931 70 52
Ladewagen Pöttinger;
Zweischarpflug;
Stapler, 3 Tonnen,
Kipper, 5 - 10 t;
Pallettrolli Kramer und
Deutz, Occasion;
Autolift, 3 t; Brennholzfräse; Holzspalter,
220 Volt
寿 079 306 17 94
Hochdruckpresse John
Deere 342 A, hydr.
Deichsel, Fr. 5500
寿 079 288 04 20
Thomas Schilter 432,
42 PS, Jahrgang 88,
3710 Std., mit
Ladegerät, optional mit
Miststreuer, Pumpfass
und 3-Seiten-Kipper
寿 079 765 04 25
Vakuumfass Kaiser,
2600 l, neuwertige
Pumpe
寿 071 367 17 36
Fortsetzung
Seite 37
5 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
PFLANZENBAU
Agroline Feldtage für Pflanzenbauprofis
3 neue Rapssorten
Die Agroline Feldtage sind die
grösste Pflanzenbauveranstaltung
der Schweiz. Sie finden vom 4. bis
zum 6. Juni 2014 in Kölliken (AG)
statt. Die Veranstaltung präsentiert
Neuheiten in der Pflanzenproduktion. Während der letzten AgrolineFeldtage, die jeweils an drei Tagen
statt fanden, konnten über 6000 Besucher verzeichnet werden.
Dieses Jahr werden die Agroline
Feldtage in Kölliken auf einer Fläche
von 14 ha, was 18 Fussballfeldern
entspricht, zum zweiten Mal ausgetragen. Auf zahlreichen Parzellen
werden Brotweizen, Gerste, Triticale, Soja, Zuckerrübe, Mais, Raps und
Kartoffeln zu sehen sein. Der Veranstaltungsort der Agroline Feldtage
wurde so ausgewählt, dass er für die
Besucher gut erreichbar ist. Kölliken
befindet sich zwischen Bern und Zürich und kann über die A1 gut angefahren werden.
Die fenaco ist mit UFA Samen,
fenaco Pflanzenschutz, GOF, Departement Landesprodukte und Serco
Landtechnik vertreten.
Duftstoffe gegen Schädlinge
nehmen. Sie bindet Forschungsinstitute, Hochschulen und Experten
vor Ort ein, um Know-how und
Fachwissen in den Bereichen Bodenschutz und nachhaltige Bodenbewirtschaftung
auszutauschen.
Schätzungen der UNCCD zufolge
sind weltweit schon mindestens
24 % der nutzbaren Flächen degradiert. Jährlich verlieren wir 24 Milliarden t fruchtbaren Boden durch
Desertifikation. Das führt dazu, dass
12 Mio. ha nutzbaren Landes veröden, als Folge von Desertifikation
und Dürren.
Pflanzen besser zu verstehen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse
sollen neuartige Wirkstoffe und
Pflanzenmerkmale identifiziert und
erforscht werden.
Wissenschaftler der Inra haben etliche chemisch hergestellte Duftstoffe gegen Schädlinge identifizieren
können. Einige der Substanzen beeinflussen die Eiablage der Schädlinge, andere alarmieren natürliche
Gegenspieler dazu, in Aktion zu treten. Die Duftstoffe wurden an Brokkolipflanzen in der Versuchsanlage
der Inra du Rheu gegen die Kohlfliege getestet. In der Praxis agieren die
Duftstoffe, die mittels eines Diffusors im Feld verteilt werden, als Geruchsköder. Der Schädling wird
durch die applizierten Duftstoffe an
den Rand der Parzellen getrieben,
wo wiederum natürliche Gegenspieler durch einen Lockstoff angezogen werden. Durch die sogenannte «Push-Pull»-Strategie konnten
die Wissenschaftler einen Rückgang
des Schädlingsaufkommens im
Brokkoli über mehrere Jahre hinweg
bestätigen.
Desertifikation
bekämpfen
Syngenta gab am 10. April die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit der UN-Konvention zur
Bekämpfung der Wüstenbildung
(UNCCD) zur Gründung und Operationalisierung der Soil Leadership
Academy bekannt. Ziel der Academy ist es, sich der Herausforderung
des Bodenschutzes weltweit anzuUFA-REVUE · 5 2014
Innovative Lösungen
Bayer CropScience und die Targenomix GmbH, Potsdam, eine Ausgliederung des Max-Planck-Instituts
für Molekulare Pflanzenphysiologie,
haben eine auf fünf Jahre angelegte
Forschungskooperation vereinbart.
Gemeinsam wollen sie Verfahren
der Systembiologie entwickeln und
anwenden, um die Steuerung von
Genen und Stoffwechselprozesse in
Nachhaltige
Intensivierung
Die Getreideproduktion erbringt
vielfältige Umweltleistungen, die in
der Ökobilanz-Studie von Agroscope nur teilweise erfasst werden, kritisiert swiss granum. Agroscope
empfehle z. B., eine ökologische Intensivierung konsequent umzusetzen. Diese einseitig auf ökologische
Kriterien ausgelegte Betrachtungsweise vernachlässige jedoch die Aspekte Ökonomie und Soziales der
Nachhaltigkeit, erklärt swiss granum. Nur durch eine ausreichende
Rentabilität entlang der Wertschöpfungskette werden einheimische
Rohstoffe für die Produktion von
Nahrungs- und Futtermitteln aus
der Schweiz bereitstehen. Daher
muss eine Intensivierung zwingend
alle Faktoren der Nachhaltigkeit
umfassen.
«Bonanza» und «SY Carlo» sind
neue Hybridsorten mit restaurierter Fertilität und sehr gutem Ertragspotential. Für Regionen, in
denen der Anbau einer etwas späten Sorte toleriert werden kann,
stellt «Bonanza» eine sehr interessante Wahl dar, weist sie doch eine sehr gute Standfestigkeit, gute
Widerstandskraft gegenüber Phoma und einen hohen Ölgehalt auf.
«SY Carlo» ist nach frühem Blühbeginn bei der Ernte mittelfrüh.
Sie zeigt gute Werte punkto
Standfestigkeit und gegenüber
Phoma. Ihr Ölgehalt ist gut.
«V316OL» ist eine neue «Holl»Sorte, die provisorisch auf der ESL
aufgenommen wurde. Diese Hybride bringt eine weitere Verbesserung der Produktivität im Vergleich zu «V280OL». Sie weist eine
gute Standfestigkeit und ein gutes
Resistenzniveau gegenüber Phoma auf. Ihr Gehalt an Alpha-Linolensäure ist leicht erhöht. Damit
die Ölqualität erhalten bleibt und
der Schwellenwert von 3 % Linolensäure eingehalten werden
kann, müssen die Produktionsbedingungen bei dieser Hybride
noch strikter eingehalten werden.
Die Sorten «Sensation» und
«NK Petrol» wurden von der ESL
gestrichen.
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
31
PFLANZENBAU
Zuerst den Boden, dann die Kultur
UNTER GRUNDDÜNGUNG im Acker- und Futterbau versteht man die bedarfsgerechte
Versorgung der Kulturpflanzen mit den Grundnährstoffen Phosphor, Kalium,
Magnesium und Kalzium. Dies ist die Grundvoraussetzung für eine umweltschonende
Produktion und für wirtschaftliche Erträge
Urs
Hodel
Voraussetzung für eine wirtschaftliche und umweltgerechte Düngung
ist die Kenntnis der Nährstoffversorgungslage im Boden. Die Nährstoffgehalte werden durch eine chemische
Bodenuntersuchung im Labor erfasst und
ausgewertet. (Nach ÖLN-Richtlinien alle
10 Jahre, nach wirtschaftlichen Überlegungen alle 4 – 6 Jahre). Wichtig: ohne
sorgfältige Probenahme gibt es kein
aussagekräftiges Analyseergebnis. Pro
Schlag entnimmt man eine Mischprobe,
die aus 20 –30 Einstichen besteht. Die
Tiefe der Probenahme entspricht der des
Hauptwurzelraumes von circa 15 – 25 cm.
Um die Arbeit der Probenahme zu erleichtern, bietet die Landor eine einzigartige Lösung an: Einen hydraulischen
Bodenprobenbohrer, der direkt an den
Traktor angehängt werden kann. So können leicht und ohne grossen Kraft- und
Zeitaufwand Proben gezogen werden.
P und K im Boden Phosphat liegt im
Boden in verschiedenen Bindungsformen vor. Man unterscheidet wasserlösliche, labile und stabile Phosphatformen.
Die Versorgung der Pflanzen mit diesem
Nährstoff erfolgt aus dem Phosphat in
der Bodenlösung. Temperatur und Bodenstruktur bestimmen, ob pflanzenverfügbar gebundenes Phosphat in Lösung
geht und der Pflanze somit zur Verfügung steht. Der Gehalt an Kalium im Boden ist in erster Linie abhängig von der
Bodenart. Da Kalium an Tonminerale gebunden wird, kann die Verfügbarkeit von
Kalium auf schweren Standorten in Folge
einer Fixierung eingeschränkt sein. Im
Gegensatz dazu stellt auf leichten Böden
die erhöhte Verlagerung in tiefere Bodenschichten von Kalium ein Problem
dar. Phosphor und Kalium gelangen nur
32
durch Diffusion an die Pflanzenwurzel.
Mit abnehmendem Wassergehalt im Boden sinkt die Diffusion, was zu einer
Mangelerscheinung führen kann.
Phosphor für den Energiehaushalt Phosphor ist an allen Prozessen
des Energiehaushaltes der Pflanze beteiligt. Er beeinflusst energetische Prozesse
wie die Synthese von Kohlenhydraten,
Fetten und Eiweiss und so letztlich Ertrag und Qualität. P-Mangel führt nicht
nur zu Mindererträgen und Qualitätsproblemen. Bei P-Mangel weisen Pflanzen auch eine schlechtere Winterfestigkeit und mässiges Wurzelwerk auf.
Parallel sind Wachstum und Bestockung
gehemmt.
Kalium ist für die Wasseraufnahme und die Regulation des Wasserhaushaltes in der Pflanze verantwortlich.
Über die Konzentration von Kalium in
der Blattzelle wird das Öffnen und
Schliessen der Spaltöffnungen gesteuert. Zudem fördert Kalium den Aufbau
und Transport der Assimilate vom Blatt
in die Speicherorgane und somit auch
Ertrag und Qualität. Hohe Konzentrationen von Kalium in der Pflanzenzelle verbessern zudem die Winterfestigkeit.
Zentraler Baustein Magnesium
Magnesium spielt eine zentrale Rolle in
der Pflanze, da es als Zentralatom des
Chlorophylls unentbehrlich für die Fotosynthese ist. Fehlt Magnesium, so ist der
Energiehaushalt der Pflanzen empfindlich gestört.
Kalzium zur Bodenbildung Kalzium hat weniger für die Ernährung der
Pflanzen, als vielmehr für die Bodenbil-
dung eine Bedeutung. Im Boden trägt
Kalzium in erster Linie zur Stabilisierung
der Bodenstruktur bei. Die optimale
Versorgung des Bodens mit diesem
Nährstoff bewirkt daher eine Verbesserung der Bodenstruktur. Somit wird die
Neigung zur Erosion und zur Verschlämmung vermindert. Außerdem wird die
biologische Aktivität und somit die Umsetzung organischer Substanz im Boden
gefördert. Der für die Bodenart optimale pH-Wert verbessert die Ausnutzung
der einzelnen Nährstoffe.
In der Pflanze trägt Kalziumpektin zur
Versteifung der Zellwände bei, hat entquellende Wirkung und fördert die
Funktionsfähigkeit und Stabilität der
Zellmembran.
Unterschiedliche Nährstoffformen In Mineraldüngern liegen die
Nährstoffe in unterschiedlichen chemischen Bindungsformen vor. Daraus ergeben sich Unterschiede in der Schnelligkeit ihrer Wirkung. Phosphate zum
Beispiel werden nach der Löslichkeit im
Wasser bis hin zur Löslichkeit durch Mineralsäuren eingeteilt. Je höher der Anteil wasserlöslicher Phosphate im Dünger
ist, desto schneller und leichter ist das
Phosphat pflanzenverfügbar. Je höher die
Pflanzenverfügbarkeit ist, desto kürzer
vor dem Bedarfszeitpunkt der Pflanzen
kann der Dünger ausgebracht werden.
Grunddüngung im Herbst Wenn
möglich, sollte die Phosphor-Kalium
Düngung vor der Saat erfolgen. So kann
insbesondere aufgrund des Boden-pH
die beste Phosphorverbindung (schweroder rasch löslich) gewählt und bei sauren Böden zusammen mit Kalk kombiniert werden. Überhöhte Magnesium5 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
Böden, die ausreichend mit Grundnährstoffen versorgt sind, erbringen
hohe Erträge in guter Qualität.
Auswahl an Landor-Grunddünger – zum Aktionspreis in den Monaten Mai und Juni:
Produkt
Gehalte
Rapsdünger PK
0.13.26+3 Mg+0.2 B+6S
Landor 0.20.30
0.20.30+1.5 S+8 Ca
Landor 0.10.30
0.10.30+3 Mg+6S+9 Ca
Granor
0.15.30+2 Mg+2S+12 Ca
Phosphat- Kali
0.11.20+1.8 Mg+3S+41 CaCO3
Landor-P26
0.26.0+4.4 Mg+5S+62 CaCO3
Triphoska
0.10.25+2.4 Mg+4S+25 CaCO3
Fertical PK
0.10.15+1.5 Mg+50 CaCO3
Novaphos
0.18.0+4.2 Mg+9S+50 CaCO3
Triplesuperphosphat
46% P2O5
Granuphos
18% P2O5 +4.8 Mg+5.5 S+64 CaCO3
Kali 60 %
60% K2O
Kalimagnesia
30% K2O+6 Mg+17S
Welches P-K-Verhältnis wählen?
Zum Stechen von Bodenproben bietet die Landor eine
einzigartige Lösung an: Einen hydraulischen Bodenprobenbohrer
zum Anhängen an den Traktor.
zufuhr (in Sulfatform MgS04) im Herbst
ist wegen der Auswaschgefahr während
der Wintermonate zu vermeiden.
Grunddüngung mit Startergabe
im Frühling Im Frühjahr kann die
Nährstoffverfügbarkeit aus dem Boden
durch ungünstige Bedingung wie Kälte
und Nässe stark eingeschränkt sein.
Vorübergehend können die Pflanzen
nicht alle Nährstoffe aufnehmen. Dieser Effekt wird durch die zu Vegetationsbeginn geringe Wurzelmasse der
Pflanzen verstärkt. Die Pflanzen haben
wenig Boden erschlossen und können
demzufolge nur auf ein geringes Nährstoffangebot im Boden zugreifen. SolUFA-REVUE · 5 2014
che vorübergehenden Mangelsituationen können mit schnell wirkenden
Volldüngern (etwa «Landor 13.9.16»)
entschärft und so den Pflanzen ein
Wachstumsvorsprung durch eine ausreichende Nährstoffversorgung ermöglicht werden.
Fazit Nur ein humusreicher und aktiver Boden, der mit Grundnährstoffen
versorgt ist, kann die volle Leistung in
Qualität und Ertrag bringen. In den Monaten Mai und Juni sind Phosphor und
Kaliumdünger in Aktion. Betriebe, die
Ein- oder Zweinährstoffdünger (PK)
einsetzen, können von Vorzugspreisen
profitieren.
䡵
Folgende Kriterien bestimmen, welches P-K-Verhältnis gewählt werden
soll: P-K Abfuhr (Ernte), P-K Vorrat im Boden (gemäss Bodenanalyse),
Betriebstyp (mit oder ohne Vieh) sowie die Fruchtfolge und die darin
vertretenen Kulturen. Welche Menge an Phosphor und Kalium benötigt
werden, entscheidet nicht zuletzt auch, ob vom Betrieb Stroh
weggeführt wird und wie hoch die Besatzdichte an Tieren ist.
Der Landor Beratungsdienst unterstützt Sie gerne bei der Planung
einer wirtschaftlichen, umweltverträglichen und nachhaltigen
Düngeplanung. Gratis-Beratung: 0800 80 99 60
Autor Urs Hodel, Beratungsdienst
Landor, 4127 Birsfelden
Gratis-Beratungstelefon:
0800 80 99 60
info@landor.ch
www.landor.ch
www.ufarevue.ch
5 · 14
33
PFLANZENBAU
Wirksame Methoden gegen Blacken
DIE BLACKE IST EIN HÄUFIGES PROBLEMUNKRAUT im Futterbau. Mit ihren
grossen Blättern nimmt sie guten Futterpflanzen das Licht und hindert sie am Wachsen.
Auch das Vieh verschmäht die Blacken, denn sie haben einen geringen Nährwert,
enthalten bittere Inhaltsstoffe und sind gesundheitsschädlich.
Tobias
Furrer
Einladung zur
Flurbegehung
«Blackenbekämpfung»
Das Inforama organisiert
zusammen mit der
fenaco am Dienstag,
13. Mai 2014 um
19.30 Uhr eine Flurbegehung in
Aeschi (BE). Hauptthemen sind effizienter
Mitteleinsatz bei
der chemischen
Bekämpfung und neue
biologische Bekämpfungsmethoden.
Demonstration von
Versuch
und Maschinen.
Details siehe
www.inforama.ch
Tagungen – Termine –
Flurbegehung –
«Blackenbekämpfung»
34
Seit Jahrzehnten sind Privatpersonen, Firmen und Forschungsanstalten auf der Suche, wie gegen Blacken im Grünland chemisch oder
biologisch vorgegangen werden kann.
Die getesteten Methoden sind sehr unterschiedlich und ideenreich.
Die Wurzel im Fokus Alle erfolgsversprechenden Methoden, ob chemische oder biologische, beruhen auf
demselben Grundsatz: Die Wurzel der
Pflanze muss entfernt oder abgetötet
werden, denn sonst kann sie bis auf eine
Tiefe von 10 bis 15 cm wieder austreiben – selbst aus kleinsten Wurzelstücken. Werden nur die Blätter teilweise
oder ganz durch Schnitt, Hitze, Blackenkäfer, Blattpilze oder auch durch reine
Kontaktherbizide zerstört, werden die
Blacken zwar geschwächt, jedoch nicht
abgetötet.
nen Kleinbagger angebaut. Der Anbau
ist jedoch an fast allen Fahrzeugen mit
Hydraulikanschluss möglich.
mann, Hochdruckanlagen AG, Bütschwil
vertrieben. Hans Bachmann, Geschäftsführer der Bachmann Hochdruckanlagen AG, betont, dass die hohe WasBeim Heisswasserverfahren wird sertemperatur, die bei der Injektionsdüse
austritt für den Erfolg entscheidend sei.
Wasser aus einem Heisswasser-HochIm Praxiseinsatz am Inforama Berner
druckreiniger direkt an der Pflanze mit
Oberland konnte festgeDruck in den BoWebinar zur
stellt werden, dass nur
den appliziert. Pro
Blackenbekämpfung
speziell für diesen Zweck
Pflanze ist mit eigebaute
Geräte konstante
ner Behandlungsam 20. Mai 2014 um 19:30 Uhr.
Temperaturen
von 100 °C
zeit von circa 12
Anmelden per Mail an
anna.steindl@ufarevue.ch
erreichen.
Sekunden
zu
Weitere Informationen
Kostenberechnungen
rechnen. Die daauf www.ufarevue.ch –> Webinar
der Forschungsanstalt
bei entstehende
Agroscope Reckenholzheisse SchlammTänikon ART zeigen auf, dass der Einsatz
packung wirkt genügend lange nach,
des Heisswasserverfahrens ab einer
um das Eiweiss in den Pflanzenwurzeln
Stundenleistung von mehr als 110 Blanachhaltig zu zerstören. Ein marktreifes
cken gegenüber dem Blackeneisen mit
Gerät wird von der Firma Hans Bach-
Neue biologische Verfahren Der
Blackenzwirbel der Firma Odermatt
Landmaschinen AG, Hunzenschwil, ist
eine Weiterentwicklung des bekannten
«Wuzi». Werkzeuge in Korkenzieherform befördern die Blacke samt Wurzel
an die Oberfläche, ohne dass übermässig grosse Löcher im Grünlandbestand
zurückbleiben. Die Blacken werden anschliessend von Hand eingesammelt
und allfällige Grasnarbenschäden zugetreten. Nach Angaben von Walter
Odermatt, Geschäftsführer der Odermatt Landmaschinen AG funktioniert
der Zwirbel bei verschiedenen Bodenbedingungen. Schwierig wird der Einsatz allerdings bei Trockenheit in sehr
tonigen Böden. Um eine rasche Anpeilung der einzelnen Blacken zu erreichen, wird das Gerät am besten an ei-
1
2
3
5 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
etwa 60 Pflanzen pro Stunde wirtschaftlicher ist.
Der Glasflügler ist die neue Hoffnung in der biotechnischen Blackenbekämpfung. Die Larve des Schmetterlings
frisst sich durch die Wurzel, wodurch
die Pflanze im Idealfall abstirbt. Erste
positive Forschungsergebnisse zur Zucht
und Wirkung des Glasflüglers liegen vor,
wie Martin Günter, Marketingleiter der
Andermatt Biocontroll AG bestätigt.
Günter betont aber auch, dass bis zur
Marktreife noch deutliche Hürden zu
nehmen seien.
Auf was achtet der
Bio-Landwirt…
Auf was achtet der
ÖLN-Landwirt…
Urs Siegenthaler, Leiter Sigi’s Biohof
Schwand, Münsingen (BE)
Hansjürg Fuhrimann, Leiter Gutsbetrieb
Inforama Waldhof, Langenthal (BE)
• Blackenstechen nur bei feuchtem
Boden: Die Blackenwurzel lässt sich
auch aus tieferen Bodenschichten
entfernen.
• «Sobidoss»-Spritzgerät: Praktisch und
ideal zum Nachfüllen auf dem Feld
(Mittel in Tablettenform)
• Offener Boden an der Einstichstelle
mit Grassamen bestreuen: Lücke
durch geeignete Pflanzen schliessen.
• Beim Stechen aufgebrochene
Grasnarbe wieder festtreten: Gras
rund um entfernte Blacke wächst
weiter.
• Blackenstechen immer mit mehreren
Personen: Motivierende Flächenleistung und hoher sozialer Effekt.
Die Vorteile der chemischen Blackenbekämpfung liegen in der hohen Flächenleistung und der einfachen
Anwendung. Die Auswahl an Wirkstoffen ist gross. Selektiv wirkende Mittel
sind den Totalherbiziden vorzuziehen,
da die nahe der Blacke wachsenden
Futterpflanzen nur wenig geschädigt
werden.
Bewährt haben sich Mittel, deren
Wirkstoffe optimal in die Wurzel transportiert werden und dort ihre Hauptwirkung entfachen. Die Blacke muss nach
der Behandlung noch einige Tage leben,
um die Stoffe in die Wurzel transportieren zu können. In der Praxis bedeutet
dies, dass den Blacken eine ganze Woche
lang nichts von einer Behandlung angesehen werden darf, bevor erste Verfär-
Drei gängige Blackeneisen v.l.n.r.:
Typ «Lüthi», Typ «Frei», Typ «Landi»
bungen eintreten. Die Erfahrung zeigt,
dass der Wirkstofftransport in die Wurzel
bei Herbstbehandlungen besonders gut
ist. Wer nicht viel Gewicht am Rücken
tragen will, setzt auf exakt dosierbare Geräte, wie das «Sobidoss»-Spritzgerät. Je
• Nur trockene Pflanzen behandeln,
Spritzbrühe muss antrocknen:
Optimale Aufnahme des Wirkstoffs.
• Behandeln ab ein bis zwei Blättern:
genügend Mittel wird aufgenommen,
kein Schaden durch grosse Stöcke.
• Rote Markierungsfarbe zur Brühe
dosieren: Keine Doppelbehandlungen, keine Pflanzen vergessen.
• Blackeneisen statt Chemie in Weiden:
Bei wenig Blacken effiziente und
ökologische Bekämpfung.
«Sobidoss»-Spritzgerät mit
Brühmitteltank und Spritzpistole
kleiner die Brühmenge pro Pflanze, desto
exakter muss die Dosierung erfolgen.
Andernfalls riskiert der Anwender, dass
lediglich die Blätter vorzeitig abgebrannt
werden und die Wurzel nach Monaten
wieder austreibt.
1 · Blacke im Rosettenstadium:
Höchste Zeit für eine Einzelstockbehandlung.
2 · Hydrostatisches Fahrzeug mit
angebautem Blackenzwirbel.
3 · Samenreife Blacken: Soweit darf
es nicht kommen!
4 · Heisswasserbekämpfung in einer
Naturwiese.
Autor Tobias Furrer, Berater und Lehrer
für Pflanzenbau und Betriebswirtschaft
033 650 84 31,
tobias.furrer@vol.be.ch
Inforama Berner Oberland,
3702 Hondrich
033 650 84 31,
Fax 033 650 84 10,
www.inforama.ch
4
UFA-REVUE · 5 2014
www.ufarevue.ch
5 · 14
35
PFLANZENBAU
Besser ohne Kupfer
KUPFER FINDET IM BIO-LANDBAU zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen eine
breite Anwendung. In einigen europäischen Ländern wie Dänemark und Holland ist der
Einsatz von Kupfer untersagt. Unter gewissen Voraussetzungen erlaubt die EU Kupferdüngungen noch bis zum 30. November 2014.
Der falsche Mehltau
verbreitet sich
explosionsartig und
rasend schnell.
Bild: Howard F. Schwartz, Colorado
State University, United States
Fortsetzung Seite 38
36
Der Einsatz von Kupfersulfatpräparaten ist zum Schutz der Kulturen
im biologischen Acker- und Weinbau weit verbreitet, aber auch Hobbygärtner greifen gerne zu diesen Produkten. Die fungiziden Eigenschaften
des Kupfers zeigen sich insbesondere
mit der berühmten Bordeaux-Brühe, einer Kupfersulfatlösung mit einem
Wirkstoffanteil von 20 %, die 1885 entwickelt wurde. In einem Beitrag in der
Daily Mail vom Januar 2008 geht Tony
Trewavas, ein Pflanzenwissenschaftler
der Universität von Edinburgh, davon
aus, dass die Toxizität von Kupferverbindungen 1000 Mal höher ist als bei modernen Fungiziden. Zudem verfügen
Kupferpräparte über keine kurativen Eigenschaften und müssen somit zur Präventivbekämpfung eingesetzt werden.
Im Bio-Landbau ist es zwingend, von
falschem Mehltau befallene Kulturen
aufgrund fehlender wirksamer Bekämpfungsmittel zu vernichten. 2008 wurde
dies in Frankreich bittere Tatsache, als
40 % der Bio-Kartoffeln vernichtet werden mussten. Einige Produzenten weigerten sich sogar, ihre Parzellen zu ernten. Dies zeigt, dass unbedingt ein
wirksamer Schutz für die biologisch angebauten Kulturen gefunden werden
muss, der nicht auf Kupfer basiert.
Natürlich, aber giftig Kupfer ist
ein natürlich im Boden vorkommendes
Element und für das Pflanzenwachstum
unerlässlich. Kupfermangel kann bei
Getreide (Weizen, Gerste, Hafer, Mais)
sowie Leguminosen, insbesondere bei
der Luzerne, auftreten und äussert sich
durch unterschiedliche Symptome: Das
Getreide weist eine geringere Halmfestigkeit auf, bringt stellenweise oder
5 2014 · UFA-REVUE
Lassen Sie sich vom Wetter
nicht um den Lohn Ihrer
Arbeit bringen.
Wir unterstützen
Sie in Ihrem Risikomanagement mit
einer umfassenden
Deckung gegen
Wetterrisiken.
Volle
Kraft
voraus
für höhere
Erträge
Postfach, 8021 Zürich
Tel.: 044 257 22 11
Fax: 044 257 22 12
info@hagel.ch
www.hagel.ch
Fortsetzung
von Seite 30
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Schneeketten Pewag,
neu Universal-ED mit
Verschleiss, Stegen
passend zu AS und
Nokian, Reifengrösse
380 / 70-24, günstig
寿 079 415 75 21
Druckfass Althaus,
4000 l, verzinkt, mit
guter grosser Bereifung,
18 R, 22.5 mit
Ansaugrohr, Schlauch
und 2 Verteiler,
Fr 2300; Staplermast
Trilex, hh ca. 4.5 m, mit
Pallettgabeln Fr 1100
寿 062 299 04 36
Haben Sie
etwas zu
verkaufen?
Formular auf
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
Marktplatz
Kreiselheuer Pöttinger
Eurohit 80nz, Bj. 04,
7.6 m, 6-teilig, hydr.
Klappung, vorderes
Tastrad, zentrale
Schrägstell-Einrichtung,
sehr guter Zustand,
sofort einsatzbereit, mit
Einsatz-Garantie
Fr. 5800
寿 079 515 12 90 oder
寿 052 649 15 25
Hauswasserpumpe,
mit Druckbehälter,
350 l, neuwertig
寿 079 530 26 85
Roller, blau, sehr
gepflegt, Kilometerstand 9700, Fahrgeschwindigkeit bis
70 km/h
寿 079 530 26 85
Boiler, 210 l, elektrisch,
heizbar mit Zusatzregister, Wasser / Schwerkraft Fr. 500
寿 079 765 20 26
Grosskücheneinrichtung, ab ZS Anlage,
sehr preiswert
寿 079 530 26 85
Hyundai Galloper,
4 x 4, Turbo Diesel 2.5
TCI, 3-türig, blau-met.,
Inverkehrsetzung
01.07.2000, mit
Anhägerkupplung, Preis
Fr. 990
寿 079 778 10 87
Klingenrotor Rau, 3 m,
mit Packerwalze,
Umschaltgetriebe, stark
und in gutem Zustand
寿 079 778 10 87
Schüttelzubringer
Lanker, ca. 3 m lang,
mit Motor und Schalter,
guter Zustand
寿 079 778 10 87
Mistzange, neu zu
Hoflader, 90 cm breit;
Gebläsesystem
Stocker, für die
Futterbergung aus dem
Silo
寿 079 778 10 87
Bandeingraser, zu
Rapid 505
寿 079 829 75 91
Fortsetzung
Seite 39
pŸBreitwirksame Fungizidkombination gegen
Pilzkrankheitenin Gerste (inkl. Hybridgerste),
Weizen, Roggen, Triticale und Korn (Dinkel)
pŸWichtiger Baustein im Resistenzmanagement
pŸ"ESSEREŸ3TRESSTOLERANZŸUNDŸ0ÛANZENVITALIT¾T
pŸKurative und protektive Wirkung
TIPP
p,FJO.JTDIQBSUOFSHFHFO4QSFOLFMOFLSPTFOOPUXFOEJH
Bayer (Schweiz) AG
CropScience
3052 Zollikofen
Telefon: 031 869 16 66
www.agrar.bayer.ch
"WJBUPSFOUI¼MU#JYBGFOVOE1SPUIJPDPOB[PMF
(FGBISFOVOE4JDIFSIFJUTNBTTOBINFOBVGEFO1BDLVOHFOCFBDIUFO
PFLANZENBAU
hydroxyd («Kocide DF») als Testkontrolle
eingesetzt. Auf den mit «Agria», «Nicola»
und «Bintje» bebauten Versuchsflächen
wurden acht Applikationen ausgebracht.
Dabei wurde jedes Produkt einzeln sowie
alternierend mit «Phosfik» appliziert. Die
verschiedenen Varianten mit «Phosfik»
haben gezeigt, dass das Mittel gegen falschen Mehltau eine gute Wirkung hat
und sich dessen Einsatz positiv auf die
Knollenerträge auswirkt. Die Forscher erklären dies folgendermassen: «Die gute
Wirkung gegen falschen Mehltau und die
ausgezeichneten Ergebnisse auf den Ertrag mit «Phosfik» sind auf die Förderung
der Regenresistenz sowie die schützende
und kurative Wirkung des Kaliumphosphits zurückzuführen. Aufgrund ihrer
Wirksamkeit bieten sich die Produkte auf
Phosphitbasis als gute Ersatzlösung für
Kupfer an, zumindest um die Anreicherungen im Boden zu senken.» Die vollständigen Versuchsergebnisse wurden in
der Zeitschrift Agrarforschung (Heft 4,
2013) veröffentlicht und sind auf dem Internet abrufbar www.agrarforschung.ch
Visitenkarte der Phosphonate
• Phosphonate werden industriell hergestellt, es handelt sich nicht um natürliche
Verbindungen. Dennoch werden auch natürliche Vorkommen vermutet (Vulkanausbrüche).
• Im Gegensatz zu Kupfer werden Phosphonate biologisch im Boden zum Endprodukt
Phosphat abgebaut, wobei dadurch für die Kulturen kein substanzieller Nutzen
entsteht.
• Abgesehen von einer leichten Belastung für einige Raubmilben beeinträchtigen sie
weder nützliche Insekten noch Milben (Phytoseide).
• Wasserorganismen werden durch Phosphonate weitaus weniger beeinträchtigt als
durch Kupfer.
• Das Spritzen von Phosphonat hat zur Folge, dass systematisch Rückstände von
phosphoriger Säure in den Kartoffel-, Wein- und Fruchternten vorhanden sind. Diese
Rückstände unterschreiten die maximal zulässigen Grenzwerte und sind für die
Verbraucher unbedenklich.
vollständig taube Ähren hervor. Beim
Hafer treten Verdrehungen an den jungen Blättern auf, anschliessend kommt
es zu Chlorosen und die Blätter werden
gelbfleckig. Beim Mais kleben die letzten Blätter zusammen. Am häufigsten
zeigt sich Kupfermangel in Form von
kümmerlichen Stängeln, die dünn und
weich bleiben. Die Knospen sterben
meist nicht ab, jedoch verfärben sich die
jungen Blätter aufgrund der verzögerten
Biosynthese des Lignins in ein dunkles
Grünblau und rollen ein oder verwelken. An den Blättern und Früchten treten nekrotische Flecken auf, die Pflanze
verkümmert, Blüten sind spärlich und
fallen ab. Oftmals kommt es zu Blattwelken, Chlorosen und Nekrosen. Bei
mineralhaltigen Böden tritt Kupfermangel jedoch äusserst selten auf. Bedeutend häufiger ist er auf organischen Böden festzustellen, wo das Kupfer stark
an die organische Substanz des Bodens
gebunden ist.
Verschiedene Möglichkeiten Da
sich der falsche Mehltau explosionsartig
und rasend schnell ausbreitet, stellt er
die Wissenschaftler vor Probleme. Die
getroffenen Hygienemassnahmen auf
den Parzellen wie Unkrautbekämpfung,
eine ausgewogene Fruchtfolge und die
ausschliessliche Verwendung von zugelassenem Pflanz- und Saatgut bilden
den ersten Schritt beim Umgang mit falschem Mehltau, genügen jedoch nicht,
um ein Auftreten der Krankheit erfolgreich zu verhindern. Es ist daher überaus wichtig, wirksame und bio-kompatible Bekämpfungsmassnahmen zu
finden. Die Forschung geht in verschiedene Richtungen: die Pflanzenresistenz
soll verbessert, die Sporenkeimung oder
38
das Wachstum von Pilzmycelien verhindert werden. All dies sind Eigenschaften, die Heilpflanzenpräparate aufweisen. Weinbauern aus Deutschland und
Österreich verwenden Kaliumphosphit,
auch Phosphonat genannt, mit dem die
Pflanzenabwehrkräfte verbessert werden, damit der Einsatz von Kupfer bei
der Bekämpfung von falschem Mehltau
gesenkt werden kann. Über die Zulassung von Phosphonaten als Düngemittel oder Bio-Stimulatoren für die Pflanzen wird in Europa gegenwärtig
diskutiert.
Freilandversuche Eine Forschergruppe von Agroscope hat verschiedene
Präparate auf Pflanzenbasis, nämlich den
chinesischen Gallapfel, Extrakt und Rinde
des Faulbaums, Rhabarberwurzeln sowie
Wiesenkopfwurzeln verglichen und Kaliumphosphit («Phosfik») sowie Kupfer-
Blattwelken, Chlorosen
und Nekrosen beim
falschen Mehltau.
Bild: Howard F. Schwartz,
Colorado State University, United
States
Biologische Phosphonate? Der
Einsatz von Phosphonaten im Biolandbau wird kontrovers diskutiert. In einigen Präparaten auf Algenbasis findet
man sie als Inhaltsstoff zur Stärkung des
Immunsystems der Pflanzen. Phosphonat wird erfolgreich zur Bekämpfung
von falschem Mehltau eingesetzt, weist
nur ein geringes Risiko für die Umwelt
auf und wird durch die biologische Bodenaktivität zu Phosphat umgewandelt,
das den Pflanzen zur Verfügung steht.
Doch aufgrund der systemischen Wirkung der Produkte und durch Rückstände im Erntegut sind sie mit der Philosophie des Bio-Landbaus nicht
vereinbar.
Die Versuche von Agroscope zeigen
aber, dass die Anwendung geeigneter
pflanzlicher Stoffe in Kulturen mit wenig
mehltauanfälligen Sorten und der Einsatz des Prognosesystems Bio-PhytoPRE
die notwendigen Kupfermengen substanziell reduzieren könnten.
䡵
Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,
1510 Moudon
www.ufarevue.ch
5 · 14
5 2014 · UFA-REVUE
Fortsetzung
von Seite 37
Marktplatz
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Mähwerk JF-245 CTM,
revidiert, top Zustand,
sehr schöne Maschine,
Fr. 2500, Kt. ZH
寿 079 451 75 21
Elektrogetriebe-Mixer,
12 PS, 4 m, fahrbar, top
Zustand, wenig
gebraucht, Fr. 2200
寿 079 456 36 87
Motorsense Husqvarna
240 RBD, Rucksackmodell, mit Fadenkopf,
betriebsbereit, Fr. 380
寿 055 440 34 64
Motorsense Husqvarna
553RBX, Rucksackmodell, 3 PS, Jahrgang
2011
寿 055 440 34 64
Motormäher Aebi, AM
40, mit neuem Motor
und Pneu; Heubelüfter
Lanker, Typ 40, mit
neuem Motor, 20 PS;
Teleskopverteiler,
10 m, mit ElektroSteuerungskasten;
Ablagegebläse Lanker,
20 PS, mit Ø 40 cm
Rohren; Zangenaufzug,
auf Schiene mit ElektroSteuerung
寿 079 436 96 66
Traktor-Pflegerad
Müller, 1 Paar, 230 x
36, oder als Doppelrad
neuwertig; Sauerstoff
und Gasflasche, V 10 l,
mit Schlauch, Brennersatz und Manometer
komplett; 2 Oldi-Wasserverdampf-Motoren
Deutz-Otto, Jahrgang
1929, 4 PS, und
Jahrgang 1912, 3 PS
寿 079 776 33 78
Zaunpfähle, ca. 300
Stk., L 1.60 m, ca. 200
Stk., L 1.30 m 寿 078 729 30 15
Ballenlader Guima, mit
Benzinmotor, seitlicher
Anbau; Rübenhackgerät Haruwy, 6 Reihen; 3
Brückenwagen, 3-4 t,
1.7 x 4.2 m, Unterbau
Eisen
寿 032 641 22 73
Ladenwagen Agrar TL
219, guter Zustand,
Fr. 2000; Ladewagen
TL 189, mit Breitreifen,
Fr. 1500; Obst
Ladewagen Dechentreiter, Fr. 150
寿 071 311 18 65
Hochdruckreiniger
Kränzle, Typ 1165-1, 1
Jahr alt
寿 032 381 11 10
UFA-REVUE · 5 2014
Caisse, noir, 2.30 x 2 m
x 120 m haut, avec 2
portes; 30 Piquets
Chene, 1.60 m;
Motoculteur, Honda, F
28 avec houe et fraise,
6 AB reuvoirs
寿 026 652 32 38 ou 寿
079 728 96 25
2- und 3-Scharpflug;
Heckstapler 3P,
Stapler, 1.5 t und 3 t;
2er Kartoffelgrabber
Dreipunkt; Holzbündelgerät Dreipunkt;
Kipper, 4 t bis 10 t
寿 079 306 17 94
Eggenkombination
Rabe, Typ PK 7,
440 cm, überschwere
Gaareggen und
Doppelkrümler
寿 032 381 11 10
Feldspritze Favaro PP
150-F7, 15 m Balken, 7
Sektoren, neue Pumpe,
Tank 800 l, Spültank
寿 032 381 11 10
Güllenrührwerk
Wälchli, Typ TMRW
100, bis 3 m tief, 3
Räder Fahrgestell, 10
PS
寿 032 381 11 10
Mähbalken Suberior,
Model 394-402-633,
Arbeitsbreite 2.40 m
寿 032 381 11 10
Farmi Lader, mit
Staplerfunktion,
Krokozange, Palettengabel und Schaufel
寿 079 829 75 91
Griesser HK 5000, mit
Mistzange und 2
Baggerlöffeln
寿 079 829 75 91
Ladewagen Agrar TL
219
寿 079 829 75 91
Mulchgerät, 3-Punkt,
2 m breit, mit hydr.
Seitenschub, guter
Zustand, Fr. 650, Kt. LU
寿 041 917 16 77
Kannenkühlanlage
Griesser; Rinder- und
Kuhschellen
寿 078 929 18 65
Silowasserpresse 3 m,
einwandfreier Zustand,
Fr. 100, Kt. Zug
寿 079 344 05 80
Schutzgasschweissanlage, mit Schweisshelm,
180 Amp., 5 Stufen,
Draht 0.8 mm,
Abholpreis Fr. 400
寿 079 204 66 82
Hier
könnte Ihr
Inserat
stehen.
Formular auf
www.ufarevue.ch
Bandeingraser Aebi
AM41, mit Mag 1045,
betriebsbereit, Fr. 4000
寿 078 835 33 68
Traktor Steyr 8055,
Allrad, 4500 Std.,
günstiger Preis
寿 079 622 45 82
Traktor New Holland T4030, 250 Std., auf
Wunsch mit Frontlader,
günstiger Preis
寿 079 622 45 82
Traktor New Holland
L75, Allrad, guter
Zustand, 1720 Std.
günstig
寿 079 245 11 39
Ladewagen Hamster
803, Fr. 1000;
Güllewerfer, Fr. 1200;
Heuschrotmesser,
elektrisch, Schmid und
Mägert, mit Kabelrückzug, Fr. 700; Silogabel
Wigger, für Entnahme
im Hochsilo, Fr. 3200
寿 079 575 25 52
Metallschrank,
abschliessbar,
2000 x 850 x 400 cm
寿 077 492 51 10
Zielsicher
gegen Krautund Knollenfäule.
pŸExzellenter Schutz gegen
Blatt-, Stängel- und Knollenfäule
pŸMit translaminarischen und
systemischen Eigenschaften
pŸNeuer Wirkungsmechanismus für eine erfolgreiche Anti-Resistenzstrategie
pŸNach 1 Stunde regenfest
und wirksam bei jeder
Witterung
pŸ0RAKTISCHEŸÛŸÓSSIGEŸ
Formulierung
Triebachsanhänger, zu
Rapid Spezial, guter
Zustand, günstig
寿 079 501 96 16
Feldspritze Fischer,
600 l, 15 m Handklappbar mit hydraulischem
Hub und Frischwassertank, Standeimer 25 l
寿 079 243 75 25
Holzbrüggliwagen, mit
Holzläden, zum unten
öffnen, Teile von
Selbstfanggitter Krieger;
Milchsammelstück
Orbiter und Boumatic;
Vakuumpumpe
Boumatic
寿 079 243 75 25
Getreidetrocknungswagen, fahrbar, mit ca
3.5 t Inhalt; Rapsschere Zürn, mechanisch
寿 079 243 75 25
Fortsetzung
Seite 47
Bayer (Schweiz) AG
CropScience
3052 Zollikofen
Telefon: 031 / 869 16 66
www.agrar.bayer.ch
*OÙOJUPFOUI¼MU'MVPQJDPMJEFVOE1SPQBNPSDBSC
(FGBISFOVOE4JDIFSIFJUTIJOXFJTFBVGEFO1BDLVOHFOCFBDIUFO
PFLANZENBAU
Saatgutschätze richtig lagern
GENETISCHE RESSOURCEN Die Erhaltung der Artenvielfalt ist für die Landwirtschaft wichtig. Alte Sorten und Wildpflanzen verfügen über Gene, die die Krankheitsund Schädlingsresistenz von Kulturpflanzen verbessern oder zu einer Qualitätsverbesserung der Ernte beitragen können. Eine erfolgreiche Erhaltung erfordert strenge
Auflagen bezüglich Lagerung und Verfügbarkeit dieser Pflanzen.
Die Erhaltung der Biodiversität umfasst den Schutz von Sorten, die
vom Aussterben bedroht sind. Für
bestimmte Zonen werden Auflagen
erlassen, die die Sortenvielfalt begünstigen. Es sollen quasi Schutzräume entstehen, die den durch genetischen Fortschritt verdrängten Sorten und
Wildsorten zugute kommen sollen.
Nebst traditionellen ökologischen Zielen kann mit der Wahrung der landwirtschaftlichen Biodiversität, das genetische Potenzial erhalten werden. Dieses
kann zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Qualitätsverbesserung der Nutzpflanzen beitragen. Ein gutes Beispiel
dazu ist die Apfelzüchtung. Die Kreuzung von Wild- mit Nutzsorten ermöglicht es, Sorten zu züchten, die sowohl
resistent gegen Feuerbrand sind als auch
die vom Markt gewünschten Eigenschaften aufweisen.
Die genetischen Ressourcen bilden die Basis der Pflanzenzüchtung und
ihre Erhaltung ist einer der wichtigen
Faktoren für die weltweite Ernährungssicherheit. Daher sind Standards und
genaue Verfahren notwendig, um den
Unterhalt und die Verfügbarkeit dieser
Ressourcen sicherzustellen.
Diese Massnahmen müssen sorgfältig
umgesetzt werden und auf die Eigenschaften jeder Sorte und die Umweltbedingungen abgestimmt sein. Hauptziel
einer Genbank ist die Erhaltung von
Keimplasma, die Erhaltung der Keimfähigkeit, die genetische Integrität der
Sorten sowie die Förderung des Zugangs
zu diesem genetischen Reichtum. Die-
Praktischer Nutzen der Saatgutbanken
In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass alte lokale Schweizer
Gerstensorten, die während mehr als 60 Jahren gelagert wurden,
Trägerinnen eines Resistenzgens gegen Schwarzrost sind. Dieses Gen
kann mittels klassischer Züchtung in die modernen Sorten übertragen
werden und trägt zu einer natürlichen Abwehr gegen diesen Pilz bei.
Landwirtschaftliche Vielfalt steht unter Schutz
Bei der Planung des Gebäudes wurde darauf geachtet, dass es sowohl
Naturkatastrophen als auch Anschlägen standhält. Die Wände sind so
konzipiert, dass sie das Saatgut vor Explosionen schützen und vier
Türen verhindern den Zugang zu den Samenbanken. Die Türschlüssel
haben einen Code. Zudem ist es nicht möglich, mit einem einzigen
Schlüssel alle vier Türen zu öffnen. Neben den elektronischen Sicherheitssystemen, ist beim Svalbard Tresor auch Verlass auf den Schutz
durch die Umwelt. Bei einer allfälligen Panne des Kühlsystems wird die
Innentemperatur des Tunnels von – 3 °C – die in dieser Tiefe natürliche
Felstemperatur – nicht überschritten. Und auch die Eisbären, die dort
zahlenmässig besser vertreten sind als der Mensch, halten unerwünschte Besucher fern.
Das genetische
Potenzial soll erhalten
bleiben.
Bild: Global Crop Diversity Trust
Fortsetzung Seite 42
40
5 2014 · UFA-REVUE
SIEGREICH
ÜBER UNKRAUT UND HIRSEN
on
Perfekte Kombinati lder
isfe
für unkrautfreie Ma
®
S
I
R
BARST &geAn KHirsen
®
Dauerhaft ge
nwirkung
Mit Blatt- und Bode glichkeit
rä
Hervorragende Vert
NEU
Die «grüne Laderlinie» neu bei GVS Agrar
GVS Agrar AG
Land- und Kommunalmaschinen
Im Majorenacker 11
CH-8207 Schaffhausen
Tel. +41 (0)52 631 19 00
info@gvs-agrar.ch
www.gvs-agrar.ch
Vielfalt und Leistung in der Landwirtschaft: Hof-, Telerad- und Teleskoplader von Kramer.
Für jeden Einsatz und Bedarf gibt es den optimalen Kramer und das perfekte Anbauwerkzeug. Denn diese Kombination macht jeden Kramer zu einem echten «Allesschaffer».
Das Verkaufsteam der GVS Agrar berät Sie gerne!
PFLANZENBAU
Im globalen Svalbard-Lager bleibt jeder Lieferant Eigentümer der Saatgutprobe, die er der GCTD anvertraut hat. Bild: Global Crop Diversity Trust
Auf einen Blick
• Die Erhaltung der landwirtschaftlichen
Vielfalt ist bei der Bekämpfung des
Hungers ein entscheidender Faktor.
• Das Hochsicherheits-Saatgutlager von
Svalbard, enthält ein «Samen-Sicherheits-Backup» des genetischen Tresors
der Genbanken.
• Die Lieferanten, zu denen auch Agroscope gehört, bleiben weiterhin
alleinige Besitzer ihres im Svalbard
Global Seed Vault gelagerten Saatguts.
ser Grundsatz gilt für alle bestehenden
Saatgutbanken.
Genbanken In der Schweiz ist Agroscope in Besitz einer Genbank, deren älteste Sorten aus dem Jahre 1900 stammen. Gegenwärtig enthält diese Bank
über 12 000 Getreide-Saatgutmuster,
Gemüsepflanzen-, Soja-, Futterpflanzen- und Rebensaatgutmuster. Die Arten, die sich mit Samen vermehren, werden bei einer Temperatur von –18 °C in
kunststoffbeschichteten, luftdicht verschweissten Aluminiumbeuteln aufbewahrt. Mit dieser Methode können die
meisten Arten während mindestens
50 Jahren aufbewahrt werden. Von jeder dieser Sorten wurde eine Saatgutprobe dem Svalbard Global Seed Vault
(Svalbard globaler Saatgut-Tresor), einem unterirdischen Saatgut-Tresor auf
der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen, zugestellt. Diese Genbank ist in einer ehemaligen Kohlenmine in einer
Tiefe von 120 m untergebracht und lagert schätzungsweise 1.5 Millionen Samen aller Nutzpflanzen der Erde. Die
Wahl fiel auf diesen Standort, da er erdbebensicher ist und im Permafrost42
Gebiet liegt. Die Anlage hat eine Lagerkapazität für 4.5 Millionen Saatgutproben. Das Lager für Saatgut aus der ganzen Welt hat die Aufgabe, bei
unfallbedingten Sortenverlusten in den
traditionellen Genbanken einen Ersatz
liefern zu können. Die Anlage stellt das
Überleben der landwirtschaftlichen Biodiversität sicher.
Die Arche Noah Der Svalbard-Saatguttresor nimmt seine Rolle wahr, wenn
lokale Genbanken Verluste zu beklagen
haben, sei dies aufgrund von Missmanagement, einem Unfall, störanfälligen
Anlagen, Geldmangel oder Naturkatastrophen. Fälle von einem massiven
Rückgang der Biodiversität werden
wohl eher selten auftreten. Für viele
Saatgutbanken in politisch instabilen
Ländern oder in von Naturkatastrophen
bedrohten Gebieten ist es besonders
wichtig, dass sie Saatgutproben an einem sicheren Ort lagern können. Das
Svalbard-Lager, auch Arche Noah genannt, leistet somit einen direkten Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten.
Eigentümer des gelagerten
Saatguts Der globale Fonds für
Nutzpflanzenvielfalt (Global Crop Diversity Trust GCTD) wurde von der UNOOrganisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und von Bioversity
International, das aus der Beratungsgruppe für internationale Agrarforschung (CGIAR) hervorgegangen ist, gegründet. Der GCTD hat den Auftrag,
den Svalbard Global Seed Vault zu verwalten.
Diese Einrichtung funktioniert wie
der Tresor einer klassischen Bank. Die
Bank ist Eigentümerin des Gebäudes,
der Inhalt des Tresors gehört aber den
Einlegern. Im Fall des Saatguttresors ist
die Anlage Eigentum Norwegens und
die Einleger bleiben Eigentümer des
Saatguts, das der Organisation anvertraut wurde. Es kommt zu keiner Eigentumsübertragung. Die Beutel und Behälter werden nicht geöffnet und
niemandem zugestellt, ausser jener Person, die sie an den Saatguttresor gesendet hat. Da die Lagerfähigkeit des Saatguts beschränkt ist, liegt es in der
Verantwortung der Lieferanten selber,
das in Svalbard gelagerte Saatgut zu erneuern und zu vermehren. Niemand hat
Zugang zum Saatgut der anderen Lieferanten. Der GCTD hat nicht den Auftrag,
den Austausch von genetischem Material zu fördern, diese Aufgabe gehört
auch weiterhin in die Kompetenz der
klassischen Genbanken.
Der Svalbard-Saatguttresor wird gemeinsam vom GCTD, dem nordischen
Genressourcen-Zentrum (NordGen) und
der norwegischen Regierung verwaltet.
Die Verwaltung wurde so organisiert,
dass die Langlebigkeit des Saatguts sichergestellt ist und die Risiken und Kosten möglichst gering sind. Es ist kein
Team ständig vor Ort. Die jährlichen Betriebskosten des Bunkers belaufen sich
auf ungefähr 300 000 US-Dollar und
werden je zur Hälfte vom GCTD und der
norwegischen Regierung übernommen.
Fazit Der Svalbard Global Seed Vault
ist eine wichtige Einrichtung zur Erhaltung der Vielfalt von Nutzpflanzen. Der
GCTD unterstützt die Erhaltung der Biodiversität weltweit. Die norwegische
Anlage ist eigentlich ein «Samen-Sicherheits-Backup», falls sich in einer der
Genbanken ein Unfall ereignen sollte. 䡵
Der Svalbard Global
Seed Vault befindet
sich tief im Permafrostboden und ist ein
Samen-SicherheitsBackup, welches die
weltweite landwirtschaftliche Biodiversität sicherstellt.
Bild: Global Crop Diversity Trust
Autor Gaël Monnerat,
Revue UFA,
1510 Moudon
www.ufarevue.ch
5 · 14
5 2014 · UFA-REVUE
Publireportage
Syngenta live im Feld 2014 –
Jetzt gleich anmelden!
Lassen Sie sich von unserer Kompetenz
PU:HJOLU:HH[N\[\UK7ÅHUaLUZJO\[a
überzeugen. Auf sieben Demofeldern präsentieren wir Ihnen unsere kompletten
Anbaulösungen vom Saatgut bis zur
erfolgreichen Ernte.
Der Startschuss zu Syngenta live im Feld fällt dieses Jahr am 20. Mai in Safnern. Mit Dielsdorf am
23. Mai und Möriken am 27. Mai finden drei Events
im Mai in der Deutschschweiz statt. Im Juni geht
es weiter mit zwei Events in der Westschweiz, am
12. Juni in Commugny und am 20. Juni in Pomy.
Unser neues Demofeld in Eschenbach weihen wir
Syngenta live im Feld 2013
am 24. Juni ein. Am 2. Juli freuen wir uns über Ihren
Besuch auf dem Demofeld in Sulgen.
Im Fokus stehen bei allen Anlässen unsere Saatgutsorten der Feldkulturen Mais, Raps, HyvidoHybridgerste und Zuckerrüben mit angepassten
Pflanzenschutzlösungen aus unserem Sortiment.
Mit Fachvorträgen von unseren Verkaufsberatern
zu verschiedenen Kulturen werden Sie rundum
über unser Sortiment und die beste Lösung für
Ihre Kulturen informiert. Tauschen Sie sich anschliessend bei Speis und Trank mit den Verkaufsberatern von Syngenta aus.
Hyvido-Hybridgerste live im Feld erleben
Erleben Sie live im Feld auch unsere HyvidoHybridgerste und bekommen Sie eine Antwort
auf die Frage: Was, wenn mir meine Gerstenfelder
Jahr für Jahr mehr Freude bereiten?
Sehen Sie selbst, wie die Hybridgersten sich im
Feld präsentieren und lassen Sie sich von ihren
Vorzügen überzeugen.
Demonstration Applikationstechnik
Für Fragen rund um die Applikationstechnik ist
bei jedem Anlass unser Experte Ron Wohlhauser
vor Ort. Es werden die neusten Informationen zur
Applikationstechnik und die neuen Bestimmungen
bezüglich Abstandsauflagen thematisiert.
Robert Baltensperger, Landwirt, Brütten/ZH
«Hyvido-Hybridgersten
bringen mir eine reichere Ernte.
Eine gute Chance.»
Spezialkulturen in Commugny
Der Demofeld-Anlass am 29. Juli in Commugny
widmet sich speziell dem Wein- und Obstbau.
Wir freuen uns, Sie live im Feld zu begrüssen.
Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis eine Woche vor dem Event erwünscht.
Melden Sie sich jetzt an unter:
www.syngenta-demofelder.ch oder direkt per
Mail an loren.mesot@syngenta.com
Zetter mit perfekter
Bodenanpassung gesucht?
HAKEN DRAN
Die Lely Lotus Zettwender mit
patentierten Hackenzinken ermöglichen
perfekte Bodenanpassung und beste
Trocknungsergebnisse ohne das Erngegut zu
verschmutzen.
Bruno Spicher • 079 / 673 76 97.
HARVEST RESULTS.
www.lely.com
innovators in agriculture
PFLANZENBAU
Die Biene geht uns alle etwas an
FÜR DAS BIENENSTERBEN sind unter anderem Umweltverschmutzung, Klimawandel
oder intensive Landwirtschaft - bewusst oder unbewusst - verantwortlich. Da die Biene
mit ihrer Bestäubung eine wichtige Stellung in der Landwirtschaft und im Obst-,
Wein- und Gemüsebau einnimmt, muss ihrer Gesundheit und ihrem Fortbestehen
mehr Sorge getragen werden.
Harald
Reiner
«Das globale Bienensterben wird»,
so Jürgen Tautz von der Universität
Würzburg, «in seiner Konsequenz
und seiner Dimension unterschätzt.
Mit den Bienen passiert etwas, das wir
kaum verstehen». «Das Bienensterben
vernichtet bis zu 300 Milliarden Euro»
titelt das Wochenblatt die Welt. Solche
und ähnliche Meldungen sind die letzten Monaten vermehrt zu lesen und haben einen enormen Aktionismus aller
betroffenen Bereiche in der Forschung,
der Nahrungsmittelerzeugung, bei Natur- und Umweltschutzorganisationen,
der Politik und Öffentlichkeit hervorgerufen. Dies zeigt, wie emotional und
sensibel die Bienenproblematik diskutiert wird.
Bienen als bestäubende Insekten Fakt ist, dass viele wichtige Nutzpflanzen von Insekten und hier allen voran den Bienen bestäubt werden. Die
wichtigsten Grundnahrungsmittel wie
Weizen, Reis, Mais, Soja, Hirse, Kartoffeln sind Selbstbefruchter und werden
teilweise und nur in ganz geringem
Masse von Bienen angeflogen. Bei Gemüse und Obst ist die Bedeutung von
Fremdbefruchtern, insbesondere von
Bienen wesentlich bedeutsamer. Hier
werden professionell Bestäuberinsekten
ausgesetzt, um die Befruchtung der Blüten und damit die Ernte zu sichern. Dies
ist in Jahren mit schwierigen Witterungsbedingungen von besonderer Bedeutung.
Aber auch hier darf bemerkt werden,
dass eine 100%-ige Befruchtung aller
Blütenanlagen gar nicht immer erwünscht ist und in der Praxis, vor allem
im Obstbau, häufig nachträglich ausgedünnt wird.
44
Vermeintliche Ursachen für das
Bienensterben Die wildlebenden
Insekten und insbesondere die Honigbienen leiden unter den verschiedensten meist vom Menschen verursachten
Problemen, so die mittlerweile einhellige Meinung von Experten
• Die Umweltverschmutzung beeinträchtigt den Geruchssinn, was das
Auffinden einer Tracht erschwert.
• Der Klimawandel führt zu einem veränderten Blühverhalten der Nutzpflanzen und der Niederschlagsverteilungen. Die Bienenvölker sind
nach dem Winter noch in der Aufbauphase, derweil es draussen schon
längst blüht. Die erste, wertvolle
Tracht kann nicht genutzt werden.
• Die Globalisierung führt zur Verschleppung von Krankheitserregern
(Varroamilbe, Viren, Faulbrut).
• Es fehlen ergiebige Trachtenflächen,
insbesondere nach der Rapsblüte und
der Heuernte: Hier ist vor allem die
Landwirtschaft gefragt, die aufgrund
betriebswirtschaftlicher Überlegungen grosse Mengen von qualitativ
hochwertigem Futter vor dem Blühtermin erntet. Dies hat zur Folge, dass
es insgesamt immer weniger blühende Kulturen in der Natur gibt.
• Der Lebensraum für Wildbienen geht
regional und global zurück ( Hecken,
Totholz, Erdlöcher ) verschwinden.
• Die unsachgemässe Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln führt zu Belastungen der Umwelt und sind damit
direkt oder indirekt schädlich für die
Bestäubungsinsekten.
Herbizide und Fungizide an sich
können Bienen schädigen. Wie allerdings verhalten sich die vielen Mischun-
gen von verschiedenen Wirkstoffen, die
ausgebracht werden?
In diesem Zusammenhang darf die
gängige Praxis des Zulassungsverfahrens
für Pflanzenschutzmittel kritisch hinterfragt werden. Es müssen umfangreiche
toxikologische Untersuchungen zur
Schädigung von Mensch, Tier und Umwelt angestellt werden und dabei speziell auch für Bienen. Es werden allerdings nicht die Auswirkungen von
Mischungen verschiedener Pflanzenschutzmittel auf die Bienen, wie sie in
der Landwirtschaft, dem Obst- und Gemüsebau üblich sind geprüft.
Das US-Forscherteam um Jeffery
Pettis vom Bee Research Laboratory in
Beltsville (Maryland), veröffentlichte im
Fachmagazin Plos One Folgendes:
• Im Schnitt enthielt eine Pollenprobe
neun Pestizide.
• In einem Fall waren 21 unterschiedliche Pflanzenschutzmittel enthalten.
• Insgesamt entdeckten die Forscher
35 verschiedene Pestizide.
• Herbizide waren in gut einem Viertel
der Proben zu finden, Insektizide und
Fungizide in jeder Probe.
• Der Anteil von zwei Substanzen überstieg in mindestens einer Probe die
sogenannte mittlere letale Dosis. Das
heißt: Würden die Tiere allesamt solche Mengen aufnehmen, würde die
Hälfte des Bienenvolks innerhalb von
ein bis zwei Tagen sterben.
Neonicotinoide als Bienenkiller?
«Es gibt Hinweise darauf, dass Bienen
mit sogenannten subletalen, also nicht
tödlichen Vergiftungen durch Pestizide
Fortsetzung Seite 46
5 2014 · UFA-REVUE
Krone – das Team für Qualitätsfutter.
Darauf können sie sich verlassen.
1713 ST. ANTONI
GABAG Landmaschinen AG
1734 TENTLINGEN, Jungo Felix
2575 HAGNECK, Dubler Agrar Service
5054
5074
5078
5324
3088 RÜEGGISBERG
GVS Agrar AG
Land- und Kommunalmaschinen
Im Majorenacker 11
CH-8207 Schaffhausen
Tel. +41 (0)52 631 19 00
info@gvs-agrar.ch
www.gvs-agrar.ch
Ramseyer Landtechnik AG
3123 BELP, Stucki Landtechnik AG
3148 LANZENHÄUSERN
Hämmerli AgroTech AG
3232 INS, GVS Agrar Ins AG
3324 HINDELBANK
Käser Agrotechnik AG
3365 GRASSWIL
Mathys Landtechnik GmbH
3433 SCHWANDEN I. E.
Toni Siegenthaler AG
3532 ZÄZIWIL
3555
3647
3665
4147
Ueli & Ruedi Herrmann GmbH
TRUBSCHACHEN, Wingeier Alfred
REUTIGEN, Burger Reutigen AG
WATTENWIL, Wenger Paul
ANGENSTEIN/AESCH
Brunner Daniel
4312 MAGDEN, Damann Maschinen AG
4434 HÖLSTEIN, Gysin Werner
4624 HÄRKINGEN
Studer & Krähenbühl AG
4911 SCHWARZHÄUSERN
Gerber & Reinmann AG
8500
8505
8587
8722
8730
Odermatt Landmaschinen AG
5643
5644
5707
6014
6016
6026
Bucher Agrotechnik AG
SINS, Burkhardt Paul
AUW, Heer Alfred
SEENGEN, R. Sandmeier AG
LITTAU, Rüedi Josef
HELLBÜHL, Amrhyn Gustav AG
RAIN
Burkart Landmaschinen GmbH
6112 DOPPLESCHWAND
Schär Landtechnik AG
3421 LYSSACH
Heinz Kämpf Landmaschinen AG
5634 MERENSCHWAND
LMG Landmaschinen AG Grasswil
3368 BLEIENBACH
8308 MESIKON-ILLNAU
5502 HUNZENSCHWIL
Staudenmann AG
3179 KRIECHENWIL
KIRCHLEERAU, Roos Peter AG
EIKEN, Schweizer Eiken AG
EFFINGEN, Müller Jürg AG
FULL-REUENTHAL
Lingg Agrartechnik AG
6130 WILLISAU, Kronenberg Hans
6145 FISCHBACH, Gebr. Imbach AG
6170 SCHÜPFHEIM
Zihlmann Maschinen & Geräte AG
6210 SURSEE, Paul Furrer AG
6221 RICKENBACH
6260
6289
6314
6340
6370
6418
7205
8197
8207
8214
Sebastian Müller AG
REIDEN, A. Leiser AG
HÄMIKON, Bucher Agrotechnik AG
UNTERÄGERI, Merz Karl
BAAR, Wismer Landtechnik AG
OBERDORF, Leo Schallberger AG
ROTHENTHURM, Moser Martin
ZIZERS, Kohler Landmaschinen AG
RAFZ, Matzinger René
SCHAFFHAUSEN, GVS Agrar AG
GÄCHLINGEN, GVS Agrar AG
Gujer Landmaschinen AG
8476 UNTERSTAMMHEIM
Brack Landtechnik AG
FRAUENFELD, Hilzinger AG
DETTIGHOFEN, H. + E. Roth AG
OBERAACH, Jakob Hofer AG
KALTBRUNN, Steiner Berchtold AG
UZNACH
Technikcenter Uznach AG
8834 SCHINDELLEGI, Schuler Maschinen
und Fahrzeuge AG
8867 NIEDERURNEN
8934
9042
9050
9212
9243
Landmaschinen Pfeiffer AG
KNONAU, Hausheer & Sidler
SPEICHER, Rüsch AG
APPENZELL STEINEGG, Fuchs Sepp
ARNEGG, Keller Landtechnik GmbH
JONSCHWIL
Technikcenter Jonschwil AG
9249 ALGETSHAUSEN
Schedler Landtechnik AG
9303 WITTENBACH
LV-Maschinencenter Wittenbach AG
9313 MUOLEN, Ebneter Bruno
9424 RHEINECK, Lantech AG
9445 REBSTEIN, LV-Maschinencenter
Rebstein AG
9475 SEVELEN
LV-Maschinencenter Sevelen AG
9494 SCHAAN, Wohlwend Damian Anstalt
9548 MATZINGEN
Schneider Landmaschinen AG
9562 MÄRWIL, Märla AG
9615 DIETFURT, Franz Bachmann AG
PFLANZENBAU
Imker in vielen Teilen der Welt
verzeichnen ein massives
Bienensterben. Die Gründe hierfür
dürften vielfältig sein.
aus der Gruppe der Neonicotinoide anfälliger für Viruserkrankungen sind als
nicht vergiftete Tiere», wie Peter Neumann vom Institut für Bienengesundheit der Universität Bern erklärt.
So ist es nicht verwunderlich, dass die
Bevölkerung und die Politik als ausführendes Organ, vielleicht auch «übervorsichtig» reagiert, wie das beim vorläufigen Verbot der Neonicotinoide als
Beizmittel geschehen ist. Dieses Verbot
wird höchst kontrovers diskutiert und
erscheint am Beispiel von Raps nicht immer sinnvoll, wie Dr. sc. Agr. Klaus Wallner von der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim in
Baden-Württemberg erklärt: (DLG 9.
Ausgabe 2013 )
• Bei der Rapsaussaat gibt es kaum blühende Begleitflora im Bestand.
• Die Beizqualität und Beizhaftung ist
in Schichten wesentlich besser als
beim Mais.
• Die Bienenvölker stehen Ende August
auf ihren Heimständen – Vorbereitung für den Winter. Die Brutnester
schrumpfen, der Wasserbedarf ist gering.
• Guttationstropfen sind zwar auch im
Herbst gefährlich;
– allerding stehen in aller Regel keine
Bienenstände am Rapsacker
– die Wahrscheinlichkeit, dass Bienen auflaufende Rapsbestände als
46
Natürliche Lebensräume für Wildbienen
nehmen weltweit ab.
Wasserquelle nutzen, ist gering
– der Wasserbedarf der Bienen ist im
Herbst gering und kann auch von
anderen Quellen genutzt werden.
• im zeitigen Frühjahr findet man zwar
immer noch Neonicotinoide, im Guttationswasser, aber auch hier stehen
die Bienenvölker nicht direkt am
Feldrand.
• Zum Zeitpunkt der Rapsblüte, wenn
die Bienen die Bestände anfliegen, ist
die Wirkstoffkonzentration im nicht
nachweisbaren Bereich.
• Im Honig und Pollen wurden keine
Rückstände gefunden, allerdings im
Nektar; dies jedoch auch schon in den
vergangenen Jahren – eine Schädigung fand nicht statt.
«Eine Beizung mit einem systemischen
Insektizid, sofern es nicht eines der «toxischen Drei» ist, wirkt sich für die Bienen besser aus, als zusätzliche Spritzungen im Herbst und Frühjahr“.
Eine weitere Erklärung für das
Bienensterben zeigen die Forschungsergebnisse der Firma Science in
Holland. Da es auch in Naturschutzgebieten und Regionen fernab der Zivilisation ein Rückgang der Bienenzahl gibt,
Nach der Rapsblüte
fehlen oft geeignete
Trachtenquellen für
Bienen.
könnten hier auch andere Gründe vorliegen. Manganüberschuss führt zu erhöhter Fruchtbarkeit der Völker und einem verfrühten Verlassen des Stocks.
Gleichzeitig erhöht es die Anfälligkeit
der Bienen für Varroamilben, einem Parasit der Bienen. Wird den Bienen Eisen
gefüttert, das als Antagonist zu Mangan
wirkt, sind die Bienen viel gesünder.
Fazit Die Thematik ist sehr schwierig
und komplex und dementsprechend
kontrovers sind auch die Meinungen,
Schlussfolgerungen und Emotionen. Sicherlich steht das Bienensterben nur repräsentativ für eine Vielzahl von Umweltproblemen. Wir alle können und
müssen unseren Beitrag für den Erhalt
menschenwürdiger Verhältnisse auf der
Erde leisten. Der Mensch ist ein Teil des
gesamten Ökosystems und kann sich
nur verbal von seiner Umwelt abgrenzen, wenn es heisst: «Der Umwelt zuliebe». Die Umwelt benötigt für ihren Fortbestand nicht den Menschen, aber
umgekehrt.
䡵
Autor Harald Reiner,
fenaco Pflanzenschutz,
3421 Lyssach
www.ufarevue.ch
5 · 14
5 2014 · UFA-REVUE
Fortsetzung
von Seite 39
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Packpressemostiroste,
9 Stk., 70 x 70 cm,
Fr. 20 pro Stk.;
Veloanhänger, für
Töffli, Fr. 100
寿 041 711 17 94
Stapler Hyster,
Benzinmotor, Hubkraft
1.5 t, Hubhöhe 3 m,
Freihub, Automat,
Schneekette, Lichtanlage, mechanisch und
optisch sehr guter
Zustand
寿 079 422 30 55
Gartenhacke Honda,
70 cm breit; Futterverteilwagen, 1.5 m3, mit
Honda Motor;
Garagentor, mit
Servicetüre, 2.4 m breit,
2.12 m hoch; Breag,
auch als Dekoration zu
benutzen; Oldtimerlampen Scintilla und
Posch, Ø 21 und 23 cm
寿 079 634 79 40
Ballenförderband
寿 079 426 06 35
Heckstapler Humus, Jg.
1980, HH 1.8 m,
1200 kg, Seitenschub,
hydr. Oberlenker,
Fr. 850, Raum SH
寿 079 383 50 59
Motormäher Aebi, AM
10, mit Doppelrad,
günstiger Preis;
Motormäher Aebi, AM
40, mit Bandeingraser,
günstiger Preis;
Zaunpfähle, 1.70 m
lang
寿 079 748 30 57
Rasentraktor Yardman,
Schnittbreite 90 cm,
günstig
寿 062 871 74 31
FIAT 640 DT, guter
Zustand, ab MFK,
Frontlader, Doppelräder, Palettgabel
Fr. 10’000
寿 079 500 39 32
Traktor Carraro 88.4,
W.D, Jg. 93, ca. 8000
Stunden, guter Zustand,
Besichtigung möglich
寿 079 435 69 50
Rapstrennschere
Mörtl, zu Mähdrescher,
elektr.
寿 079 430 57 71
Futtermischwagen
Faresin, 7m3, mit Fräse
und Waage
寿 079 430 57 71
Front-Mähwerke, mit
rottierenden Fingern,
280 m
寿 079 430 57 71
Front Busatis-Mähwerke, 310 m
寿 079 430 57 71
Busatis Mähbalken,
2 m, Reform, inkl. 7
Paar Messer, Fr. 1400
寿 079 746 43 80
Busatis Mähbalken
Bucher, 2 m, passend zu
Reform, inkl. 6 Paar
Messer, Fr. 1100
寿 079 746 43 80
Maishäcksler Pöttinger
Mex 2 S
寿 079 353 43 36
Staplermast Linde,
Freihub, Freisicht, 1,5 t,
2.4 m, Fr. 850
寿 079 672 94 13
Tiefg.-Anhänger, Nutzl.
1 t, B:1.25 m, L:1.9 m,
Aluboden, Rampe, für
Rebbergfzg. etc.,
Fr. 600
寿 079 672 94 13
2-Achs-Anhänger
Sameco, 7.2 x 2.5 m,
Br.-Höhe 1.1 m, Nutzl
15 t, Vollalu, Luftfederung und -bremse,
Fr. 4000
寿 079 672 94 13
Holzbrücke, zu
Transporter, 2 m x 4 m,
günstig
寿 079 746 43 80
Traktorsitz Grammer,
mech. Federung;
Handpumpe für
Brennstoffe, etc.;
Schamottsteine;
Damenvelo Bonanza,
12-Gang
寿 052 346 13 58
Messerschleif-Apparat
Merz Simplex, 380
Volt, revisionsbedürftig
oder als Ersatzteilspender, Motor i.O., ZHWeinland.
寿 079 516 14 92
Ladewagen Mengele 330, 28 m3,
mit Schneidwerk, wenig
gebraucht; Heuschrotmesser Schmid+Mägert, mit Rückzugskabel
寿 079 888 74 83
Heckscheibenmähwerk Fella SM 210 KC,
mit Zinken-Aufbereiter,
wenig gebraucht
寿 062 871 10 75
Occasionsbörse
Weitere Inserate auf www.agropool.ch
JCB Teleskoplader 536-60 Agri Super
Jg. 2011, Std. 28h,
3.6 t, 6 m Höhe,
2HDDW am Ausleger,
luftgefederter DeluxSitz, Q-fit Schnellwechsler, Palettengabel, A.scheinwerfer vorne und hinten an der
Kabine sowie am Ausleger, Drehleuchte, hydr.
Anhängerbremse, Selbstsperrdiff. Sperre in der
Vorderachse, Zusatzunterwagenschutz, Aspirator,
Lufter-Ruckwärts, Anhängerkupplung. 1 Jahr
Garantie
CHF 65 150.– exkl. MwSt.
Carl Heusser AG, Telefon 079 643 51 16
www.agropool.ch
Ins. Nr. 28285
UFA-REVUE · 5 2014
Rundballenanhänger
2.5 x 7.7 m, LKW 4
Rad, Wagen grosse,
breite Bereifung,
Brückenhöhe 1.2 m,
bietet Platz für 22
Rundballen mit Ø
1.5 m, 30 km/h,
Ausweis vorhanden,
auch geeignet für
Quaderballen, Preis ab
Hof Fr. 5800
寿 079 541 22 14
Alu-Fassadenverkleidung, evtl. mit
Isolation; KunststoffFenster EgoKiefer, 12
j., 2 Stk 121x178 cm, 1
Stk 121x238 cm;
Brotbackofen, elektr.,
8 kg Brot; Spiralknetmaschine Zürrer SK2;
Milchzentrifuge
Elecrem; Boiler CTC
120 l, günstig aus
Hausumbau, Diessenhofen TG
寿 052 657 49 82
Erdbohrer Typ Bassa
junior 3 mit Bohrer
Ø.30, 50, 80 cm,
Fr.2950; Heckmähwerk
Superior 2m an 3 Punkt
寿 044 937 14 03
Frontladerschaufel, B
240 cm, wenig
gebraucht, starke
Ausführung, Fr. 1580
寿 079 470 26 57
Traktorenpneu
Michelin XM 108, Occ.,
600/65/38, 540/65/24
寿 079 470 26 57 oder
寿 052 657 27 74
Kreiselegge Howard,
3 m, mit Aufsattelbock,
Modell HK20 300W;
Messer, neuwertig;
Zapfwelle und
Zapfwellenstummel,
defekt, Fr. 1200
寿 052 317 14 32 oder
寿 076 403 01 36
Rundballenabwickelgerät, passend zu
Hoftrac Weidemann
1370; Viehwagen 2
GV, System Roth
Kleinwangen
寿 032 381 11 10
Marktstand Fehr, 3 m,
Farbe weiss-grau,
Fr. 1200; Verlängerung,
organe-grün, Fr. 80
寿 079 848 15 70
Heubelüftung Lanker
Axial, 7 PS Motor,
Fr. 700
寿 079 769 21 47
Quad Kymco mxu 250,
Vierradtöff, Jahrgang
06, Farbe schwarz,
4500 km; Materialkoffer; Dachständer
Surber, 105 cm x
175 cm, Fr. 200
寿 079 848 15 70
Kreiselschwader
Pöttinger, Eurotop
421 N, Tastrad mit
Kette, Schwenkbock
mit 2 Stabilisatoren,
Jahrgang 2001,
Tandemachse
寿 079 848 15 70
Gabelwender, alt; 2
Pneu-Vierradwagen,
Stahlchassi; div.
Holzspeichenräder;
Baustellen WC;
Silohäcksler Botsch,
Tieftrog; EinspännerBockwägeli, mit
Eisenrad.; Mähantrieb,
zu Ferguson TE oder
Ford;
Traktor Kramer 450,
Jahrgang 1965, alles
günstig
寿 079 458 65 13
Marktplatz
Au plus offrant contre
démontage, silos, à
maïs, intérieur en bois,
carré, de environ 90 m³,
élément parois 4 m par
4 m, bon état
寿 079 779 86 43
Aebi TT 33, année
1993, 4200 heures,
bien entretenu, Prix à
discuter.
寿 079 379 86 48
MF 3095 Turbo, 120
PS, 16/16 Gang, 40
km/h, 4-fach Z-Welle, 3
Aussenst.-vent, Klima
und Radio; 4-StreifenVariopflug; Feldspritze
Fischer, 15 m
寿 052 336 11 37 oder
寿 079 563 42 72
Chromstahl-Blech, für
Krippe,
0.11 m x 0.57 m x 36 m
; Schwemmroste,
0.04 x 0.80 x 100 x
38 m; Schiebetor, 0.08
x 1.92 x 2.95 m, isoliert
mit Feuerdämmplatten
寿 062 723 23 04
Doppelrad Schaad,
9.5/36, passend zu
14.9/30, Fr. 1500;
Umschalthosenstück,
für zweite Silofräse,
200 mm, Fr. 500, Kt.
BL
寿 079 615 71 60
Kartoffelhäufelgerät,
4-Reihig, Fr. 800;
Kreiselheuer Kuhn, 4teilig, Fr. 600; Dieseltank, mit Auffangwanne, 2000 l, Jg. 2011,
Fr. 800
寿 079 620 57 00
4-Scharpflug Kverneland, Fr. 5000; Holder
Spritze Fendt GT,
Balken 21 m, hydraulisch klappbar, Fr. 1500
寿 079 432 59 54
Mistzetter Welger, 4
stehende Walzen, Fr.
1200
寿 077 464 87 17
Dosiergerät Agrar,
30 m³, guter Zustand
寿 078 641 40 67
Kunststoffsilo Bucher,
60 m³, Ø 3 m, mit
Befüllrohren und
Rundverteiler Sumag,
ab Platz, Fr. 500, Kt. LU
寿 078 874 86 55
Ladewagen Bucher T1,
umfunktioniert zu
Späne- oder Sägemehwagen zum Absaugen,
Pickup, noch in
Ordnung, günstig
寿 079 666 82 11
Kreiselheuer DeutzFahr 5521, Arbeitsbreite 5.5 m, hydr.
Aufklappung und
Randstreueinstellung,
Tandemachse,
Nachtschwadgetriebe,
Schwenkbock, 4 Kreisel
mit je 7 Armen,
Warntafeln, guter
Zustand, Lieferung
möglich, Fr. 2900
寿 079 218 62 02
Ladewagen Pöttinger,
leichte Ausführung,
Kreiselheuer gezogen
mit Schwadgetriebe,
Schwader Deutz-Fahr
KS 1.30, günstig
寿 079 666 82 11
Kurzschnittladewagen
Deutz Fahr K 7.30, mit
Knickdeichsel und
elektr., hydr. Bedienung, Kt. SH
寿 079 872 26 90
Holzspalter, mit Kran,
Eigenbau; 3 Spaltkreuze, hydr. wechselbar,
Leistungsbedarf ab
90 PS
寿 079 695 52 93
Kurzschnittladewagen
Deutz Fahr K 7.30, mit
Knickdeichsel, el. und
hydr. Bedienung, 32
Messer, Kt. SH
寿 079 872 26 90
Traktor Hürlimann
6136, 130 PS, 4200 h,
Fr. 10’000
寿 079 631 74 78
Tränkewagen Roth,
3000 l, Fr. 1400;
Bernerwägeli,
einspännig, gut
erhalten, Fr. 450
寿 052 657 28 91
Frontscheibenmäher
FELLA SM310 FZKC,
Jg. 2007, Zinkenaufbereiter, Fr. 4500
寿 079 472 55 17
Faucheuse/conditioneuse FELLA SM310
FZ-KC, année 2007,
Fr. 4500
寿 079 472 55 17
Rundballengabel,
hydr., für 3 Punkt und
Euro 8 Anbau
寿 078 812 12 24
Ballenschutznetze,
8 x 25 m
寿 078 812 12 24
Kartoffelvollernter
Niemeier Sprint,
Rollbodenbunker hydr.,
hebbar hydr., Rad und
Deichsellenkung hydr.
Pickup, Preis auf
Anfrage
寿 079 756 25 38
Silohäcksler Epple
Blasius 903 Super,
15 PS, el. Motor,
Fr. 150
寿 044 869 10 65
Rundballenpresse
Claas Rollant, 355 RC,
Jg. 2009, 1800 Ballen,
40 km/h Version
寿 078 873 25 24
Bergmäher Rapid 307,
gut erhalten, mit
leistungsstarkem
Hondamotor, mit
Gitterrad
寿 079 245 25 02
Fendt 716 Vario, Jg.
2006, 7600 Std.,
Fronthydraulik,
650/540er Pneus, Fr.
76’000, Miete möglich
寿 079 472 55 17
Fortsetzung
Seite 54
47
PFLANZENBAU
Die Kombination macht’s aus
IM MAISANBAU IST ES WICHTIG, Unkräuter und Ungräser konsequent und
nachhaltig zu bekämpfen, um optimale Erträge zu erzeugen. Je nach Unkrautspektrum,
Witterung, Vegetationszeitpunkt und Bodenbeschaffenheit stehen unterschiedliche,
wirksame Massnahmen und Strategien zur Verfügung.
Thomas
Kämpfer
Starke Verunkrautung beeinträchtigt den Mais in seiner langsamen
Jugendentwicklung. Unkräuter und
Ungräser stehlen ihm wichtige
Nährstoffe und vermindern den Wasserhaushalt. Daher ist es wichtig, eine konsequente und nachhaltige Unkrautbekämpfung vorzunehmen. Je besser dies
gelingt, desto weniger Samen werden
im Boden angereichert. Dies wirkt sich
wiederum positiv auf die Folgekultur
aus. Wetterbedingt hemmen nasse, kalte Böden und eine kühle Witterung die
Auflaufphase nach der Aussaat. Eine gute Nährstoffversorgung mit Phosphor
und Stickstoff fördert hingegen die Jugendentwicklung der Maispflanze. Bis
ins 6- Blattstadium wirkt sich die Konkurrenz negativ auf die Entwicklung aus.
Glyphosateinsatz vor der Saat
Der Wirkstoff Glyphosat steht zurzeit in
der Kritik und sollte deshalb sparsam
und sinnvoll eingesetzt werden. Kommt
der Pflug nicht zum Einsatz, ist es sinnvoll, etablierte Unkräuter, Gründüngungen, Zwischenfrüchte und Kunstwiesen
abzuspritzen. Wer Ressourceneffizienzbeiträge vom nationalen Programm bezieht, darf von der Ernte der vorangegangenen Hauptkultur bis zur Ernte der
beitragsberechtigten Hauptkultur 1.5 kg
Wirkstoff pro Hektare nicht überschreiten. (Glyphosat 360 g/l = 4 l/ha)
Es ist darauf zu achten, dass genügend Blattmasse vorhanden ist, um eine
gute Wirkung zu erzielen. Wird vor dem
Mais noch siliert, sollte der Einsatz des
Totalherbizids 48 Stunden nach dem
Schnitt erfolgt sein. In dieser Zeitspanne
sind die Siebröhren der Halme noch offen. Erfolgt die Behandlung später, verkorkt die Schnittfläche und eine redu48
Tabelle: Geeignete Herbizide gegen Problemunkräuter
Unkrautart
Blacken
Ackerkratzdistel
Ackerwinde
Quecke
Landwasserknöterich
Kartoffeldurchwuchs
Luzernedurchwuchs
Ausfallsonnenblumen
Erdmandelgras
Herbizide (Auswahl)
Banvel 4 S, Dialen, Effendi, Lunar
Banvel 4 S, Dialen, Effendi, Lunar
Banvel 4 S, Dialen, Effendi, Lunar
Equip, Maister OD, Dasul
Banvel 4 S, Dialen, Effendi, Lunar
Laudis / Barst
Banvel 4 S, Callisto, Mikado, Laudis, Calaris
Banvel 4 S, Callisto, Mikado, Laudis, Calaris
Equip Power, Adengo
zierte Wirkung tritt ein. Die optimale
Wassermenge liegt bei 200 l Wasser pro
Hektare.
Bodenherbizide Für eine möglichst breite und anhaltende Herbizidwirkung sind je nach Unkrautspektrum
und Bodenart, boden- und blattaktive
Produkte zu wählen. Bodenherbizide
verhindern ein Auflaufen weiterer Unkräuter und sind eine Art Versicherung
gegen die spätere Verunkrautung. Ein
feuchter Boden und ein feinscholliges
Saatbeet begünstigen die Wirkung. Eine
dicke Mulchschicht beeinflusst die Wirkung negativ und fördert gleichzeitig die
Schneckenproblematik. In humusreichen Böden werden die Bodenherbizide
schneller abgebaut oder absorbiert als
auf Mineralböden. Deshalb ist auf solchen Böden eine blattaktive Mischung
zu wählen. Breits aufgelaufene Unkräuter und Ungräser werden mit Blattherbiziden bekämpft. Je nach Stadium des
Unkrauts kann die Menge angepasst
werden. Viel Licht und Wärme nach der
Applikation begünstigen die Wirkung.
Starke Niederschläge zwei bis drei Tage
vor der Spritzung und Frost nach der Behandlung können phytotoxische Schäden verursachen.
Der ideale Applikationszeitliegt beim Mais zwischen
punkt
dem 2- bis 4-Blattstadium, jedoch spätestens bis zum 8- Blattstadium. Dabei
ist auf eine gute Wachsschicht des Maises zu achten. Nach starken Regenfällen
5 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
ist die Wachsschicht dünn und benötigt
mindestens einen Sonnentag, um sich
wieder aufzubauen. Bei Herbizidanwendungen nach dem 6- Blattstadium steigt
das Phytotox-Risiko für die Maispflanze.
Die Blätter des Maises verändern ab
dem 4- Blattstadium ihre Oberflächenbeschaffenheit. Wachstumskristalloide,
welche schwer zu benetzen sind, werden durch einen Wachsfilm ersetzt. Dieser lässt eine gute Benetzung der Blätter
zu, sodass mehr Wirkstoffe über die
Blätter aufgenommen werden. Die Gefahr von Blattverbrennungen oder Aufhellungen steigt.
In vielen Regionen sind Hirsen ein zunehmendes Problem, da sie in Wellen
über mehrere Tage und Wochen auflaufen. Ein hoher Hirsendruck kann zu erheblichen Ertragsausfällen führen.
Gleichzeitig reichert sich ein grosses Samenpotenzial im Boden an. Um eine effiziente und nachhaltige Hirsenstrategie
zu fahren, ist auf eine Mischung mit
mehreren Wirkstoffen zu setzen. Eine
ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist für
eine volle und längere Wirkungsdauer
wichtig.
Problemunkräuter sind
häufig
schwer zu bekämpfen. Behandelt man
den Mais im 3-Blattstadium, sind meistens Wurzelunkräuter wie Ackerwin-
den, Ackerkratzdistel, Blacken und
Quecke noch nicht aufgelaufen oder
weisen noch zu wenig Blattmasse auf.
Für eine langanhaltende Wirkung ist es
wichtig, dass genügend Blattmasse vorhanden ist. Je mehr Wirkstoffe die Unkräuter aufnehmen können, desto besser ist die Einlagerung in die Wurzel. Je
langsamer es wirkt, umso nachhaltiger
ist die Bekämpfung. Sterben die Blattmassen schnell ab, hat die Pflanze zu
wenig Zeit, genügend Wirkstoff in der
Wurzel einzulagern. Sind solche
Wurzelunkräuter im Bestand, sollte
über ein Splitting nachgedacht werden.
Das heisst, den Mais im optimalen 2- bis
4-Blattstadium behandeln und Problemunkräuter mit einer Korrektur bis ins
8-Blattstadium punktuell nachbehandeln. In der Tabelle ist eine Auswahl
möglicher Herbizide aufgeführt, welche
eine gute bis sehr gute Wirkung ausweisen. Produkte, die den Wirkstoff «Dicamba» (Wuchsstoff) enthalten, sollten
nur bei warmer und wüchsiger Witterung eingesetzt werden.
Nicht zum Einsatz kommen sollte der
Wuchsstoff nach starkem Regen, grosser
Hitze, bei frostgeschädigten Pflanzen
sowie bei starken Tag- und Nachttemperaturschwankungen über 15 Grad.
Verdrehungen der Kulturpflanzen könnten die Folgen sein.
䡵
Fazit
• Spätestens ab dem 4- bis 6- Blattstadium muss der Mais frei von
Unkraut sein.
• Ein früher Einsatz der Herbizide ist verträglicher.
• Ein feuchter Boden, ein feinscholliges Saatbeet, viel Licht und Wärme
nach der Applikation begünstigen die Wirkung.
• Die optimale Wassermenge bei Glyphosateinsatz liegt bei 200 l
Wasser pro Hektare.
• Boden- und blattaktive Produkte sind zu wählen, um möglichst eine
breite und anhaltende Herbizidwirkung zu erzielen.
Wirkungsverlauf nach der Behandlung: der Mais kann
ohne Konkurrenz weiterwachsen.
Optimaler Einsatzzeitpunkt: 3-Blattstadium, feinscholliges
Saatbeet. Viel Licht
und Wärme begünstigen die Wirkung. Der
Applikationszeitpunkt
ist so zu wählen, dass
nicht in der Mittagshitze behandelt wird.
Autor Thomas
Kämpfer, fenaco
Pflanzenschutz,
3421 Lyssach
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
5 · 14
49
299.-
angenehm anders
499.12.90
7-teilig
16.90
Werkzeugwagen
Schublade mit Kugellager und Seitenverriegelung.
Schubladen abschliessbar.
Mit Aluminium Griffen und dämpfenden Rädern.
09203
09202
Kiste, passend zu Werkzeugwagen
Werkzeugwagen
299.– (einzeln erhätlich)
499.– (einzeln erhätlich)
449.Hauslieferung
möglich
Schraubenziehersatz
Inhalt: Schraubenzieher Grösse 1, 3, 4, 5,
Kreuzschraubenzieher Grösse 1 + 2,
Spannungsprüfer.
Hobelspäne
Getrocknet und entstaubt. 135 l.
(Palettenpreis auf Anfrage).
Kälberhütte Master+ mit Zaun
Abmessungen Hütte aussen: L 200 × B 115 × H 135 cm.
Abmessungen Umzäunung außen: L 150 × B 110 × H 96 cm.
51038
26362
22341
5.95
14.90
119.-
Komplett
inkl. Umzäunung
(ohne Eimer)
1749.-
5 Stück
GARANTIE
Hauslieferung
möglich
JAHRE
Weidezaunpfahl
Kunststoff
105 cm, mit Doppeltritt,
mit 8 Isolatoren für
Litzen und Bänder,
orange. ( 1.19 / Stk. )
Weidezaunband
AGRARO Super
Hochwertige Polyäthylenfäden und
Niro-Drähte, 5 × 0,3 mm,
gelb, 10 mm × 200 m.
Weidezaungerät B220 / 9V
Moderne Technologie , wird mit
9V-Batterien betrieben. Ladeenergie:
ca. 0,37 Joules Mas. Zaunlänge: 3 km.
Kälberhütte Calf House 4/5
BVET-Bewilligung für max. 4 Kälber.
24759
30134
24621
01524
Komplett
inkl. Umzäunung
(ohne Eimer)
ab
3.50
Universalfett OKAY
64700
66500
66505
66510
66515
400 g
850 g
4,5 kg
9 kg
14 kg
3.50
7.90
39.90
69.90
99.90
3.90
Multispray OKAY
Universalspray, schützt
vor Rost, pflegt Metall,
neutralisiert Säuren,
unterwandert Wasser,
ergibt feinen Schmierund Schutzfilm, löst
Rost und verhockte
Schrauben. 300 ml.
58410
5.30
20.90
Spitzenpreis!
Oecofuel
2-Takt OKAY
Umweltschonendes Gerätebenzin.
03128
03130
03131
5l
25 l
200 l
20.90
99.90
799.–
Dôle du Valais
75 cl
88456
Artikel- und Preisänderungen vorbehalten
gültig: 07. – 31. 05. 14
www.landi.ch
Kartoffeln – Krautund Knollenfäule
sicher im Griff?
Mit
-Produkten
die Pflanzen stimulieren
Der Schutz vor Kraut- und Knollenfäule ist vergleichbar mit einem Hausdach.
Der oberste Ziegel muss so gelegt
sein, dass es oben nicht ins Haus regnet. Die Ziegel sollen auf dem ganzen
Dach überlappen (besser zu viel als zu
knapp). Das Gleiche gilt für den Fungizidschutz gegen Kraut- und Knollenfäule: Auch das erste Fungizid
muss früh genug appliziert werden,
damit erste Infektionen abgewehrt
werden. Das Intervall der darauf folgenden Fungizide soll so gewählt
sein, dass die Wirkung überlappt, d.h.
der Fungizideinsatz muss wiederholt
werden, solange noch «alter» Wirkstoff vorhanden ist. So ist ein nahtloser Schutz garantiert.
Was tun sie, wenn Ihre Kinder zu Hause ihr Zimmer nicht aufräumen, gleich
selber erledigen? Wenn der Lehrling das
Tagebuch nicht schreibt, gleich selber
ausfüllen? Oder handhaben Sie es anders: Sie sind konsequent; die Kinder
sollen … und der Lehrling muss auf jeden Fall selber das Tagebuch erledigen.
So ist es auch bei den Pflanzen: Ziel
muss sein, dass die Pflanzen im Boden
aus eigener Kraft selber nach den Nährstoffen suchen. Mit Goemar-Produkten
können wir diesen Prozess zusätzlich
unterstützen. Wir stimulieren die Pflanze, im Boden vorhandene Nährstoffe
aufzunehmen.
Goemar-Produkte sind aus Meeresalgen gewonnene Extrakte. Sie stimulieren die Jugendentwicklung und die
Nährstoffaufnahme der Pflanze. Goemar-Produkte verstärken den «SaugPump»-Effekt; der Ionenaustausch vom
Boden in die Wurzeln wird unterstützt.
Im Besonderen werden die Aufnahme
und Umsetzung von Stickstoff-, Kaliund Phosphor-Verbindungen, sowie
von Spurenelementen aktiviert. Das dadurch verstärkte Blattgrün und die erhöhte Assimilation hat einen positiven
Einfluss auf die Ertragsbildung der behandelten Kultur. Goemar-Produkte sind mit
hochlöslichen Spurenelementen
angereiN
chert. Diese Nährstoffe
(z.B. Borethanolamin)
sind
nicht vergleichbar
P
mit anderen Flüssigdüngern, da sie von der
Pflanze vollumfänglich
K
aufgenommen werden
können.
Sichere Strategie gegen die
Kraut- und Knollenfäule:
– Daconil 500 3 l/ha, gefolgt von Daconil Combi 2 kg/ha.
– Im Hauptwachstum 2 – 3 Behandlungen Valbon 1.6 kg/ha.
– Abschlussbehandlungen 2 – 3 Behandlungen Zignal 0.5 l/ha.
Zn
Mn
Mg
S
062 746 80 00 UFA-REVUE · 5 2014
Fe
Das aus Meeresalgen gewonnene Extrakt stimuliert
die Pflanzen zu einer verstärkten Aufnahme von Nährstoffen
aus dem Boden (Pump-Saug-Effekt)
Empfehlung:
Goemar Multi 3.0 l/ha
– in Zuckerrüben: Ende Mai, bei Reihenschluss oder/und in Kombination
mit der 1. Fungizidbehandlung
– in Raps: Beim Schossen in Kombination mit der Glanzkäferregulierung
– in Sonnenblumen und Eiweisserbsen:
Beim Schossen
Goemar Start 2.0 l/ha
(2 – 3 Behandlungen) in
– in Kartoffeln und Gemüse: auf junge
Pflanzen in Kombination mit den ersten Fungiziden
– in Obstbau: ab roter Knospe bis Ende
Blüte in Mischung mit Fungiziden
Goemar Opti 2.5 l/ha
– in Getreide und Mais: In Mischung mit
Herbiziden oder Fungiziden auf möglichst viel Blattmasse
info@staehler.ch
www.staehler.ch
www.staehler.ch
51
PFLANZENBAU
Gehaltsmessung als Chance nutzen
PROTEINGEHALT BEIM MAHLWEIZEN Ein im Ausland bereits übliches
Messverfahren hält nun auch in der Schweiz Einzug. Durch die Kenntnis des
Proteingehalts im Mahlweizen soll der Weizenanbau aktiv und absatzgerecht gelenkt
werden. Landwirte können so eine standortgerechte Sortenwahl treffen.
Bereits 19 Sammelstellen im «Maxi»Verbund setzen NIR-Geräte der
neusten Generation zur Messung
des Proteingehalts beim Mahlweizen ein. Diese Geräte sind über Internettechnologie mit dem Referenzlabor
des Instituts für Getreide- und Fettanalytik GmbH (DIGeFa) in Detmold (D)
verbunden. fenaco GOF hat zusammen
mit der DIGeFA die Standard-Kalibration mit Schweizer Sortengemischen der
einzelnen Weizen-Klassen sowie weite-
Fortunat
Schmid
Autor Fortunat
Schmid, Leiter Dienste
und Regionen Getreide,
Ölsaaten, Futtermittel (GOF),
8401 Winterthur
www.ufarevue.ch
52
5 · 14
Titlis
Siala
Scaro
Runal
Rubli
Nara
Isuela
Fiorina SW
Insgesamt 2560 Messungen bei 19 Sammelstellen
Claro
22
21
20
19
18
17
16
15
14
13
12
11
10
09
08
07
06
05
04
03
02
01
0
Camedo
Protein (%)
Grafik 2: Proteingehalte Top-Sorten (Mittelwerte NIRProjekt, Ernte 2013)
ren Getreidearten ergänzt. Dazu hat DIGeFA diverse Muster von inländischem
Getreide, Ölsaaten und Körnerleguminosen aufbereitet, Messparameter eruiert, das Referenzgerät kalibriert sowie
die Referenzmuster an die Standorte
der Geräte in der Schweiz gesandt. Hier
wurden die Referenzmuster periodisch
mit den installierten Geräten gemessen,
während das Labor auf jedem Gerät via
Internetzugriff die Messwerte mit der
Standardkalibration verglich. Dieses
Vorgehen ermöglicht es, alle Geräte
einheitlich zu kalibrieren und über die
Messtoleranz hinausgehende Abweichungen im Betrieb rasch zu erfassen
und zu korrigieren. Über ein Netzwerk
können zudem die Messdaten der angeschlossenen Geräte zusammengezogen und verglichen werden. Es lassen
sich so rasch Auswertungen der Erntequalität erstellen, was für eine erfolgreiche Vermarktung wichtig ist.
2013 mit tiefen Proteingehalten
Die während der Ernte 2013 auf allen
Geräten erfassten Proteingehalte von
Produzenteneinlieferungen (rund 2500
Posten an Top-Weizen) zeigen einerseits
typische Sortenunterschiede, anderseits
aber auch einen noch nie derart tief gemessenen durchschnittlichen Proteingehalt sowie eine grosse Streuung innerhalb der einzelnen Sorte (Grafik 2).
Lag der durchschnittliche Proteingehalt
aller Einlieferungen an Top-Weizen
2012 noch bei 13.8 %, betrug dieser in
der Ernte 2013 lediglich 12.6 %. Zudem
haben in der Ernte 2013 rund 37 % der
Einlieferungen einen Wert von 12 %
nicht erreicht (Grafik 1). In der Ernte
2012 waren dies lediglich 10 % der TopEinlieferungen.
Massnahmen erforderlich Um
die klassentypischen Proteingehalte zu
erreichen, ist es wichtig, dass die Sammelstellen die Einlieferungen von TopWeizen mit sehr tiefen Proteingehalten
kennen und mit den Landwirten den
Dialog suchen. Nicht alle Böden sind
gleich gut geeignet, um die zu erwartenden Proteingehalte zu erreichen. Der
Bodentyp ist nebst der Sorte und dem
Klima das entscheidende Kriterium, um
eine topwürdige-Qualität zu erzielen.
Durch die Messung der Proteingehalte
bei der Getreideabgabe erfährt der Produzent, die zu erwartenden Proteingehalte seiner Sorten. Werden auf einzelnen Standorten tiefe Proteingehalte
erreicht, ist ein Sortenwechsel, eventuell sogar in Klasse II, angebracht. Sammelstellen ohne NIR-Gerät können sich
bei Nachbarsammelstellen orientieren,
um im Nachgang zur Annahme den Proteingehalt der Einlieferungen wie der
Lager-Zellen zu bestimmen.
䡵
Grafik 1: Proteingehalte Top-Sorten in % (NIR-Projekt, Ernte 2013,
aufsteigend sortiert)
20
18
16
14 Durchschnitt = 12.6 % (Vorjahr 13.8 %)
12
10
8
6
4
2
0
5 2014 · UFA-REVUE
PFLANZENBAU
Anbau regional steuern
BROTGETREIDE Mit der Ausdehnung der ertragsstarken Top-Sorte «Claro»
haben die Einlieferungen mit tiefen Proteinwerten in den Sammelstellen zugenommen.
Mittels NIR-Erfassung erkennt die Sammelstelle die eingelieferte Qualität und kann
zusammen mit den Produzenten die Sortenwahl beeinflussen. Sie leistet damit einen
wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Vermarktung.
Der Produzent will mit der Sortenwahl einen guten agronomischen
und wirtschaftlichen Ertrag erzielen
– er will aber auch marktgerecht
produzieren und interessiert sich dafür,
wie sein Brotgetreide beim Kunden ankommt. Eignet sich sein Boden oder die
betriebliche Konstellation nicht dafür,
Mahlweizen der Klasse Top mit einem
minimalen Proteingehalt zu produzieren, ergibt sich Handlungsbedarf. Denn
nur eine klassengerechte gute Qualität
hat am Markt Erfolg, indem sie von den
Verarbeitern nachgefragt und gegenüber Importgetreide bevorzugt wird.
Nach einer ersten Evaluation vor zehn
Jahren hat sich fenaco GOF in den letzten drei Jahren in enger Zusammenarbeit mit einer Gruppe von «Maxi»-Sammelstellen mit den Veränderungen vom
Anbau bis zur Verarbeitung auseinandergesetzt. Von Beginn an zeichnete
sich ein Weg über die Proteinerfassung
auf Stufe Sammelstelle mit nachfolgender, regionaler Steuerung der Sortenwahl ab. Die gemachten Erfahrungen
mit der NIR-Erfassung auf Stufe Sammelstelle bestätigen diese Strategie.
• Klassenzusammensetzung und Qualität des Brotgetreides im System
«Maxi» entsprechen den Absatzmöglichkeiten im Markt bestmöglich –
die Verkaufsposition wird gestärkt.
• Produzent trifft Sortenwahl in Abstimmung mit seiner Sammelstelle
unter Einbezug der Aspekte qualitative Anforderung, agronomischer Ertrag und möglicher Markterlös.
• Die Sortensteuerung ermöglicht der
Sammelstelle die Optimierung ihrer
Übernahme und berücksichtigt die
betriebsspezifische Silostruktur in der
anspruchsvollen Produkte-, Labelund Qualitätsvielfalt.
Grafik 1: Sortenentwicklung 2003 – 2013 (Quelle: swisssem)
90 %
80 %
70 %
60 %
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
UFA-REVUE · 5 2014
Die «Maxi»-Sammelstelle kennt ihre
Klassen- und Sortenentwicklung der
letzten Jahre. Durch die NIR-Erfassung
Pius
Eberhard
Grafik 2: Markterlöskurve Klasse Top – Klasse 2
Durchschnittspreise fenaco an Maxi-CC (2001–2013)
Fokus auf drei Ziele:
Anteil am
Saatgutverkauf
100 %
Sammelstelle wird Steuerstelle
Übrige
Suretta
Molinera
Rainer
Bockris
Titlis
Wiwa
Simano
Levis
Papageno
CH Combin
CH Nara
Runal
Ludwig
Mulan
CH Camedo
Siala
Zinal
Arina
Forel
Claro
64
62
60
58
56
54
52
50
48
46
44
42
40
38
Klasse Top
Fr. 12.–
Fr. 6.50
Klasse 2
Fr. 2.50
E 01 E 02 E 03 E 04 E 05 E 06 E 07 E 08 E 09 E 10 E 11 E 12 E 13
bei Einlieferung und/oder Zellenbemusterung kennt sie auch die Qualitätsverhältnisse in ihrem Einzugsgebiet. Zusammen mit Fachspezialisten erlangt sie die
Steuerkompetenz zur aktiven Unterstützung der Produzenten. Mit diesem Wissen und den Vorgaben von fenaco GOF
als Vermarkter lenkt die Sammelstelle
den Anbau in ihrer Region.
Countdown läuft In der kommenden Herbstsaat gilt es bereits zu korrigieren. Produzenten mit wiederholt tiefen Proteinwerten bei Topsorten
wechseln in Absprache mit ihrer «Maxi»Sammelstelle sinnvollerweise auf Klasse
2. Die marginale Preisdifferenz zwischen
diesen beiden Klassen unterstützt diesen
Schritt (Grafik 2). fenaco-GOF wird im
2014 mit den Sammelstellen die Neuausrichtung besprechen und, wo nötig,
Korrekturen einleiten.
䡵
Autor Pius Eberhard,
Getreide, Ölsaaten,
Futtermittel (GOF),
8401 Winterthur
Beachten Sie unsere
Anbaurichtlinen für die
Herbstsaat 2014 in der
Juni-Ausgabe der UFARevue oder besuchen
Sie die Agroline-Feldtage vom 4. bis 6. Juni
2014 in Kölliken.
www.agroline.ch
www.fenaco-GOF.ch
www.ufarevue.ch
5 · 14
53
Marktplatz
Fortsetzung
von Seite 47
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Fendt 716 Vario,
année 2006, 7600
heures, relevage avant,
pneus 650/540,
Fr. 76’000, location
possible
寿 079 472 55 17
Heugebläse, 15 PS,
zusätzlich radial-Heubellüfter, 10 PS, Aebi
BL8 Heuverteiler mit
elekt. Steuerung,
einsatzbereit
寿 079 641 60 80 oder
寿 052 657 24 49
Mistzetter Agrar 6000,
Streuwerk defekt,
Fr. 4800
寿 033 453 17 77
Heubombe, mit Kabel
und Schalter; Güllerührwerk; Güllemixer
寿 079 678 81 49
Spatenmaschine Celli;
Spatenmaschine Celli,
gebraucht, 2.45 m
寿 079 366 34 18
Heulüfter, für ca. 120150 m², mit Steuerung
18 kw
寿 078 832 31 28
Ladewagen Hamster
8025, revidiert, neues
Pick-up, Doppelachse,
25 m³, einsatzbereit,
Preis ist verhandelbar;
10 Stk. Polyethylenplatten, weiss, 2 x
1 m 4 mm, Dicke für
Hygienebereich
Käserei, Hofladen etc,
Kt. Bern
寿 078 718 59 32
Ladewagen
Agrar TL189, Fr. 500;
Ladewagen
Agrar TL191, Fr. 1200
寿 062 758 20 39
Tränkewagen Roth,
Fr. 1400; Bernerwägeli, einspännig, gut
erhalten, Fr. 450
寿 052 657 28 91
Dieselfässer, 200 l, 6
Stk., gebraucht, Fr. 50
寿 079 759 27 47
Haben Sie
etwas zu
verkaufen?
Formular auf
www.ufarevue.ch
54
Dosiergerät Witzig, an
Kleinballenpresse,
funktioniert einwandfrei, Antrieb der
Dosierwalze wurde
Komplet erneuert
寿 079 465 71 03
Ladewagen Mengele
310, 13 Messer, guter
Zustand; Spritze
Berthoud, Standautomatik, 12 m Balken,
600 l, Höhe verstellbar,
auch für Bäume, guter
Zustand
寿 052 337 23 34
Fenster-IsolierglasKunstoff, LM
116 cm x 116 cm,
2 Flügel, LM 96 cm x
130 cm, 2 Flügel,
Liquidation Fr. 100 pro
Flügel
寿 076 492 88 27
Hürlimann T 5200, Jg.
79, 3700 Std., Mfk
2013, Fr. 6000
寿 079 430 66 17
Heugebläse Zumstein,
15 PS, 6-flüglig, sehr
guter Zustand, Fr 1500,
Kt. Solothurn
寿 078 761 39 32
Dosiergerät Wild,
aufkl. Boden, einkl.
Seiten, Fr. 500;
Heugebläse Stabag
Bison s, Traktorantrieb,
Fr. 200; Heurüstmaschine Portana, Fr. 200
寿 079 322 22 86
Doseur à fourrage
Wild, fond et côtés
pliable, Fr. 500;
Souffleur à foin Stabag
bison s, entrainement
par tracteur, Fr. 200;
Secoueuse à foin
Portana, Fr. 200
寿 079 322 22 86
Laubbläser Stihl, BR
600, Fr. 690
寿 079 319 58 47
Mähsitzwagen, zu
Aebi 41, Seitenanbindevorrichtung 13
Plätze, Heutemp.sonde, Wagenchassis 1 t,
Kt. BE
寿 041 450 17 41
Holzfräse, Spindelholzspalter, Elektromotor
寿 079 704 41 79
Rübenputzmaschine
Wesireiniger, mit
grossem Füllbehälter,
spiralförmig, 5 m lang,
neu gelagert, auf
Autoräderachse, mit
Traktor, fahrbar,
Fr. 1000
寿 079 759 27 47
Strohhäcksler/Gebläse
Lanker, mit Elektromotor und elektr. Verteiler
寿 078 818 33 51
Metallkreissäge
Brown, funktionstüchtig mit neuem HSSSägeblatt, Fr. 300
寿 079 759 27 47
Sitzkarren, für
Motormäher Aebi, inkl.
Befestigung am Mäher,
wendbar, Pneus
müssten ersetzt
werden, Fr. 100
寿 079 759 27 47
Kugellager, Orginalverpackt, Artikel-Nr:
IBU6304Z, ca. 40 Stk.,
Aussendurchmesser
51.5 mm, Innendurchmesser: 20 mm, Fr. 5
pro Stk.
寿 079 759 27 47
Traktorenvorderachse
Bührer Super, inkl.
Aufhängebolzen mit
Pneu, Fr. 1500; div.
Bührer Raritäten,
Zündschloss mit
Schlüssel; Kühler;
Dieselverteiler Simms,
mit Pumpe, 4 Zylinder,
STE4A75S516.
寿 079 759 27 47
Schleppschlauch-Güllefass Agrar, 6000 l,
mit Tandemachse, 9 m,
Kohli-Verteiler,
Weitwurfdüse und
Zubehör, revidiert
寿 078 818 33 51
Hochsilo Hegner, 50
m³, 3 m Ø
寿 079 919 28 54
Frontmähwerk Kuhn,
GDM 702F, revidiert,
Aufbereiter PZ
寿 078 818 33 51
Kücheneinrichtungen
aus Grossküche,
Schränke, Abdeckungen, Gestelle, Grossbackofen Elro etc.
寿 078 818 33 51
Lagerkisten Schäfer,
Grösse 14/7-3, Fr. 3
pro Stk.
寿 078 818 33 51
Achsanhänger, mit
Holzaufbau,
2.25 x 6.20 m, mit
hydr. Bremsen,
demontierbare
Sitzgelegenheiten und
Aufstiegsleiter
寿 078 818 33 51
2-Achsanhänger, mit
Holzaufbau, 2.10 x 5 m,
Hydraulikbremse
寿 078 818 33 51
Gebläsemühle, mit
Steuerung, Silosack,
Rohre und Futterschnecke, sehr gut erhalten
寿 078 743 18 01
Kreiselheuer Vicon
Fanex 523, neuwertig,
Fr. 3850; Futtersilo
innen, 2 t und 4 t, mit
Schnecke, Futterpumpe
Fr. 600, Mixer Fr. 300
寿 079 667 00 96
Hier
könnte Ihr
Inserat
stehen.
Formular auf
www.ufarevue.ch
Heckstapler Falc 3200,
Hubh. 3.2 m,1500 kg,
hydr. Oberlenker,
Seitenschub Fr. 650
寿 044 858 19 63 oder
寿 078 723 90 48
Sarcleuse à rotor
entrainé par PDF,
marque Messer, avec
distributeur d’engrais,
bon état
寿 079 894 75 39 ou 寿
032/475 56 07
Zubringerband,
Neuero, 2.4 m,
Tischbreite 80 cm,
Förderbreite 40 cm,
guter Zustand, wenig
Gebraucht
寿 079 561 45 42
Bewässerungsrolle
Rainstar Bauer 63/220,
Einzug arbeitet nicht
zuverlässig, Fr. 1000,
Kt. BL
寿 079 409 98 12
Transporter Muli, mit
Ladewagen; Kreisler
Knüsel; Bandrechen
und Mähwerk
Pöttinger; Mistkran;
Heubelüftung, gebläse und Teleskopverteiler Stabag; 2
Rotaversilo 50 m³,
Siloverteiler
寿 081 332 20 89
Doppelräder Müller
16.9 R 38 BIB X, 5
Arme; Pflegeräder, 8
Loch, H 11.2 R 48;
Radial-Kleber V
230x95 R 36 (9.5 R
36); Zubringerband
Blaser Typ 35
Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Futtermischwagen
Keenan Klassik, Typ
Ballenprofi, 14 m3,
Paddelmischer, sehr
geringer Kraftbedarf,
Jg. 2004, generalüberholt 2012
寿 062 844 25 20
Notstromaggregat,
35 kVA, steckfertig, mit
automatischem
Selbststart
寿 079 530 26 85
Same Dorado
66/2004, 3216 Std.,
Bereifung H 11.2 R 42
V 250/85 R 28 9.5 R
28, Klima; Aebi 40,
Mag-Motor Balken
190 cm, mit Bandeingraser, Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Fensterläden, Fensteru. Vorfenster, Täfer
und Balken, Biberschwanzziegel, Türen
u.v.m., von Abbruchbauernhaus
寿 079 704 41 79
Pflug Ott, 3-scharig,
non stop; Ladewagen
Agrar LW 270;
Motormäher Aebi AM
41; verschiedene
Wagen
寿 079 209 87 65
4 Sommerpneus, auf
Felgen, für Subaru
Legacy, Kombi, 175/70
R14 84T, ca 6000 km,
Fr. 200; Strohmühle,
Preis nach Absprache
寿 041 750 19 39
Karottenvollernter
Simon, Fr. 1300; 2
Kragarmgestelle,
beidseitig befüllbar,
Höhe ca. 4.20 m, 5 u. 6
Rahmen
寿 079 272 72 88
Milchtank Savoy,
2500 l, höhergestellt,
Jg. 2006, inkl.
Wärmerückgewinnung,
Fr. 12’000; Melkstand
Manus, 6er Tandem,
Jg. 1995, Fr. 6000
寿 079 409 98 12
Viehwaage, fahrbar,
verzinkt, Wiegekraft
800 kg, guter Zustand
寿 079 857 80 09
Faltenschieber, für USchwemmkanal
寿 078 818 33 51
Siedhafen, ohne Schiff,
Fr. 450
寿 076 492 88 27
Kälberfanggitter, für 3
Kälber, mit Tränkering;
Kälberselbstfanggitter, für 5 Kälber;
Futtersilo, 2 t, mit
Austragungsschnecke
寿 079 478 34 52
Zweiachswagen,
leicht, mit Brücke,
1.6 m breit, 3.5 m lang,
mit Auflaufbremse, mit
Beleuchtung, Fr. 800
寿 034 431 27 61
Tracteurs
Hürlimann D110 et
D115, modèles 1972,
visibles à l’agence
Hürlimann Marc
Dancet à Duillier
寿 022 361 68 69
Milchkühltank Savoy,
2500 l, höhergestellt,
Jg 2006, inkl. Wärmerückgewinnung
Fr. 12’000
寿 079 409 98 12
Silohäcksler
寿 071 799 14 03
Mähwerk Busatis,
Heckanbau, 2 m;
Sämachine Nodet,
2.5 m, schleppschar,
Fr. 900
寿 079 530 26 85
Maissämaschine
Monosem, 2, 4-reihig,
pneumatisch, in sehr
gutem Zustand,
Fr. 3300
寿 079 810 43 53
Metallschrank,
hellgrün, metallisiert,
abschliessbar, neuwertig,
2000 x 1000 x 500 mm
寿 077 472 26 18
Motormäher Rapid
Euro 4, Occasion, mit
2.5 m Mähbalken und
2 Messer, wenig
gebraucht, Zustand wie
neu 寿 079 683 08 00
Pneu inkl. Schlauch
neu, 7.5 x 16, Fr. 260,
6 x 16, Fr. 120;
Teleskopverteiler,
komplett, ca 16 m, mit
Steuerung Allmann
Telematik, Fr. 1000;
Kreiselzetter Vicon
Fanex 553, grosse
Bereifung, mit
Randstreu-Automatik,
neuwertig, Fr. 6000;
Schwenk-Reiselschwander Ziegler
Twin 395-DH, grosse
Tandembereifung mit
Tastrad, Doppelzinken,
neuwertig, Fr. 8000
寿 079 636 28 42 oder
寿 052 740 45 45
Kipper Brantner,
Einachser, 3- Seitenkipper, 8 t, Aufsätze 50 cm
+ 50 cm, Bordwandfeder, Kornschieber, etc.,
sehr guter Zustand
寿 079 422 30 55
PZ-Kreiselheuer Hanex
3, hydraulischer
Aufzug, revidiert,
Fr. 750
寿 071 917 17 09 oder
寿 079 279 81 15
Feldspritze Fischer,
600 l, Ordomat, 12 m
Balken, handgeklappt,
hydr. Aufzug, Frischwassertank, Beleuchtung, guter Zustand,
Fr. 1000; Rasenmäher
John Deere JX 90, mit
Mulchkit, Fr. 1800;
Motorsense Echo, mit
Scheibe, Fr. 50;
Kotflügel, 1 Paar für
Vorderachse von John
Deere Traktoren, 2Rad, 40 und 50 Serie,
Fr. 50 寿 079 796 92 68
Mulcher zu Rapid 505
oder Rapid Euro,
günstig
寿 079 245 11 39
Reform M12, mit
Yanmar Dieselmotor
und Balken
寿 079 622 45 82
Welchselstecker CMC,
25A/500V, 5-polig,
Fr. 80; Wandsteckdose
CMC, 25A/500V, 4polig, Fr. 70 pro Stk.;
Wandsteckdose CMC,
15A/500V, 5-polig,
Fr. 60 pro Stk.;
Wandsteckdose CMC,
15A/500V, 4-polig,
Fr. 60 pro Stk.; ESM
Messer, 137 cm Lang,
neu, Fr. 150; AccordDreieck, Fr. 270
寿 079 796 92 68
Fortsetzung
Seite 71
5 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
NUTZTIERE
Wettbewerbsgewinner aus Romandie und Deutschschweiz
Studien zeigen, dass eine intensive
Fütterung in den ersten Lebenswochen sich sowohl in der Mast als
auch in der Aufzucht positiv auf die
künftigen Leistungen der Kälber
auswirkt. Gegenüber früher dosieren fortschrittliche Betriebe das
Milchpulver in der frühen Entwicklungsphase höher. Unter anderem
aus diesem Grund hat UFA es ge-
wagt, rund 10 Mio. Fr. ins Kälbermilchwerk Sursee zu investieren. Einerseits wurde die Energieeffizienz
in der Produktion erhöht. Andrerseits profitiert auch die Milchpulverqualität dank noch modernerer
Fetteinsprühung und automatisierter Kleinkomponenten-Zudosierung. Die Inbetriebnahme des erneuerten Werks fiel zusammen mit
Weniger Emissionen
dank Effizienz
Ökobilanz von Rindfleisch
Sauen: Wie gruppieren?
Die deutsche Rindfleischproduktion
schneidet in der Ökobilanz wegen
des höheren Einsatzes von Maissilage und Kraftfutter bezüglich Flächen-, Energiebedarf und Treibhauspotenzial günstiger ab als das
Schweizer System, besagt eine neue
Studie von Agroscope im Auftrag
des Bundesamtes für Landwirtschaft. Bessere Resultate erzielt die
Schweiz bei den Kriterien Abholzung und Wasserbedarf. Weil die
Wissenschaftler für Frankreich ein
reines Mutterkuhsystem annahmen
und die gesamten Umweltwirkungen der Fleischproduktion anrechneten, schnitt der westliche Nachbar schlechter ab. In der Schweiz
und Deutschland wurden die Umwelteffekte grösstenteils den Milchkühen respektive der Milch belastet.
Werden trächtige Sauen in Zehnergruppen gehalten, treten laut einer
australischen Studie weniger Hautverletzungen auf und der Zuwachs
ist besser als bei Gruppen mit 30
und mehr Tieren. Positiv wirke sich
auch ein erhöhtes Platzangebot
nach dem Gruppieren aus.
In Europa ist die Landwirtschaft für
rund 10 % der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich, ergab eine neue Studie (Measures at
Farm Level to Reduce Greenhouse
Gas Emissions From EU Agriculture).
Bisher wurde ein Anteil von 18 %
angenommen. Ein Grund für die Reduktion der Emissionen ist laut den
Studienverfassern die Effizienzsteigerung in der Tierhaltung (weniger
Tiere, gleiche Produktionsmenge)
und im Düngemanagement. In den
letzten 20 Jahren konnte so der
Schadgasausstoss (ohne CO2) um
über 20 % vermindert werden.
Weide macht stark
Rinder, die geweidet werden, meistern den Start ins Kuhleben besser
als im Stall aufgezogene Tiere. In einer Untersuchung der Cornell Universität traten Probleme rund um
die Geburt bei 12 % der geweideten
Rinder auf, während es bei Stallhaltung ganze 50 % waren. Ähnliche
Resultate präsentiert die Universität
Minnesota, wo geweidete Rinder in
der ersten Laktation rund 870 kg
mehr Milch gaben.
UFA-REVUE · 5 2014
dem Jubiläum «50 Jahre UFA-Kälbermilch».
Anlässlich der entsprechenden
Jubiläumstagungen hat ein Wettbewerb stattgefunden. Gewonnen haben in der Deutschschweiz (13.
März): Melanie Breitenmoser, 9043
Trogen; Hans Hunziker, 5733 Leimbach; Fredi Furrer, 6277 Kleinwangen. In der Romandie (18. März) gingen die ersten drei Preise an: Benoît
Cuennet, Formangueires; Walter Habegger, 2746 Crémines; Fabien Roth,
2645 Sonvilier.
Gesünder in Kleinställen?
Wie oft Störungen in grossen
Schweineställen auftreten, hängt
gemäss Wissenschaftlern der Universität Göttingen und des Braunschweiger Thünen-Instituts von der
Krankheit ab. Während MRSA bei
wachsender Herdengrösse zunehme, sinke das Risiko für Toxoplasmose. Auf die Häufigkeit von Influenza und Ferkelhusten übe die
Bestandesgrösse keinen Einfluss aus.
Interessante
Proteinquelle
Treber sind qualitativ hochwertige
Nebenprodukte der Bier- und
Ovomaltineherstellung. Sie werden frisch, siliert oder getrocknet
an Milchvieh und in der Rindviehmast verfüttert. In kleineren Mengen lassen sich Bier- und Malztreber auch an Schafe, Ziegen, Pferde
und Schweine verabreichen. Hervorzuheben sind der hohe Anteil
an pansenbeständigem Eiweiss
und die positive Wirkung auf den
Verdauungsprozess.
Frische Bier- und Malztreber
sind nur wenige Tage haltbar und
müssen rasch verfüttert werden.
Aus diesem Grund steht für viele
Betriebe das Silieren im Vordergrund. Zur Einlagerung eignen
sich stabile Hoch-, Beton- oder
Tiefsilos sowie Flach- und Fahrsilos. Da beim Silieren viel Sickersaft
anfällt, benötigen Silos eine Drainage. Bei fehlendem Siloraum besteht die Alternative, einen Silo-
schlauch herzustellen. Es ist
schweizweit möglich, Treber franko Hof zu beziehen. Die Feinverteilung erfolgt mit Spezialfahrzeugen, welche die Ware direkt in
Silos, Schläuche und Kleingebinde
pumpen. Auch werden Treber mit
Kipp- oder Schubbodenfahrzeugen in Fahrsilos siliert.
Die günstigsten Bezugstermine
sind im Frühjahr und Sommer (direkt ab Produktion, solange Vorrat). Für Bestellungen und weitere
Informationen melden Sie sich bei
Ihrer LANDI.
Gratis-Infoline 0800 808 850,
www.raufutter.ch und
www.landi.ch
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
55
Branchen
Nutzen Sie diese aktuellen Adressen
im neuen Branchenverzeichnis der UFA-Revue.
BAUEN
LANDMASCHINEN
TIERHALTUNG
BURGMER
Geflügelzucht AG
8570 Weinfelden
寿 071 622 15 22, www.burgmer-ag.ch
8207 Schaffhausen
寿 052 631 19 00
www.gvs-agrar.ch
*XPPL
PDW
W
HQ
2942 Alle
2800 Delémont
1564 Domdidier
1470 Estavayer-le-Lac
3360 Herzogenbuchsee
1733 Treyvaux
3052 Zollikofen
寿 058 434 04 10
寿 058 434 04 20
寿 026 675 21 41
寿 026 663 93 70
寿 058 434 04 50
寿 026 413 17 44
寿 058 434 07 90
www.umatec.ch
$XFK
I
U
6SDO
W
HQE|EHQ
EHZlKU
W
H
3U
HPL
XP
4XDO
L
W
lW
DXV
.DQDGD
ZZZ
O
JF
VD
FK
PARABOL
HOFTECHNIK
Die Entstörung von
Wasseradern und Erdstrahlen
026 913 79 84
wie auch die Wasserbelebung für Ihre Gesundheit:
www.lgc-sa.ch
Vitaltron · Huobstrasse 15 · CH-8808 Pfäffikon SZ
寿 055 420 34 74 oder 079 436 36 04 · www.vitaltron.ch
SCHN
EIDER
- Deutschland
ONLINE
SHOP
Heu-Hängeraufe, rostfrei
Eugen-KolbEntmistungsanlagen
Beratung
Verkauf
Service
Reparaturen
3ÁDQ]O%2/86
KRKH=HOO]DKO
für tierschutzkonforme Rohfütterung
BVET-Bewilligung: 41399
Preis: CHF 40.– (exkl. MwSt. und Versand)
Bestellung: haba.breitenmoser@
bluewin.ch oder 079 407 47 22
grosses
Ersatzteillager
Telefon 052 376 16 95
SCHNEIDER
www.schneider-landmaschinen.ch
LANDMASCHINEN AG 9548 MATZINGEN
FUTTERMITTEL
MELKTECHNIK
Nutzen Sie den
Marktplatz in der
UFA-Revue. Geben Sie
Ihr Inserat per Telefon:
058 433 65 20, per
Fax 058 433 65 35
oder per Mail:
info@ufarevue.ch auf!
BAUER - Beregnungslösungen
INFORMATIK
Keller Technik AG 8537 Nussbaumen
052 744 00 11 www.keller-technik.ch
EDV-Komplettlösungen
Wollen Sie immer auf
dem Laufenden sein?
Dann klicken sie sich in
die Agro-News hinein:
www.ufarevue.ch
für Produktion und Handel
%UDQFKHQVSH]L¿VFKH(UZHLWHUXQJHQ
www.ufarevue.ch
rnt
E
e
u
Ne
www.cbt.ch 061 981 25 33
e
Jetzt aktuell
Luzerne
Das Qualitäts-Strukturfutter
fenaco Raufutter aus Ihrer
Gratis-Infoline 0800 808 850 · www.raufutter.ch
vertrauensvoll · lieferbereit · preisbewusst
56
5 2014 · UFA-REVUE
TOP
ANGEBOTE
AKTION
UFA-Milchviehfutter
Hauptsortiment
Rabatt Fr. 3.–/100 kg
bis 24.05.2014
AKTION
UFA-Microfeeder
Gratis 1 Sack Minex/
UFA-Mineralsalz nach Wahl pro
UFA-Microfeeder
bis 21.06.2014
UFA-AKTUELL
UFA-ACTUEL
Preisabschlag dank Wachstum und Effizienz
UFA realisiert einen Preisabschlag
dank Kundenzuwachs, zusätzlicher
Absatzmenge und dank konsequenter Rationalisierung. Der
Preisabschlag erfolgt trotz festen
Rohwarenpreisen und unsicherer
Entwicklung bei den Eiweissträ-
gern. Beim Rindvieh- und Geflügelfutter sinken die Preise um zirka
Fr. 1.–, beim Schweinemast-Universalfutter um bis Fr. 2.50 pro
100 kg.
Eiweissreichere Futter schlagen
weniger ab. Jedoch wird die Preis-
FUTTER DES MONATS
UFA 320/420
würdigkeit der Phasenfutter für
Mastschweine verbessert.
Volltreffer für Schweizer
Tierhaltung
Mit dieser Preisreduktion stärken
UFA und LANDI die Schweizer
Tierhaltung. Seit Jahren sinken die
Mischfutterpreise deutlich mehr
als die Rohwaren- und Getreidepreise.
Einstallfutter für Schweine
neu formuliert
Rabatt Fr. 5.–/100 kg
bis 14.06.2014
AKTION
UFA-Entwurmungsfutter
für Schweine
Rabatt Fr. 5.–/100 kg
Zusammen mit der aktuellen Milchviehfutter-Aktion
(Fr. 3.–/100 kg Rabatt)
profitieren Sie vom Preisabschlag umso mehr.
bis 23.05.2014
AKTION
HYPONA 791 Wellness
10 % Rabatt
bis 24.05.2014
AKTUELL
UFA-Lohnmischfutter
Getreideerlöse bis 10 % über
Marktpreis
Jetzt anmelden!
FUTTER DES MONATS
ALIMENT DU MOIS
Durchstarten mit UFA 320/420
Das Einstallen ist eine heikle Phase
in der Schweinemast. Eine Antibiotika-Reduktion ist nur möglich,
wenn der Start optimal abläuft.
Das neue, hochverdauliche Einstallfutter UFA 320/420 enthält
spezifische Zusätze mit intelligenten Wirkstoffen. Diese wirken gezielt gegen Bakterien und Viren.
Andere unterstützen das Darmzottenwachstum und steigern die
Verdaulichkeit des Futters. Insgesamt wird so die Futteraufnahme
optimiert.
Vorteile UFA 320/420
• Tilgung von Krankheitserregern
(Viren und Bakterien)
• Reduktion des AntibiotikaEinsatzes
• Unterstützung der Darmfunktion
• Höhere Futteraufnahme
• Bessere Futterverwertung
• Erfolgreicher Start in die
Mast
• Sowohl vor Phasenfutter
als auch vor Universalfutter
geeignet
UFA 320 (Expandat) und UFA 420 (Würfel) sind
bis 14.06.2014 mit Fr. 5.—Rabatt pro 100 kg erhältlich.
UFA-REVUE · 5 2014
57
UNTERWEGS MIT...
EN ROUTE AVEC…
… Kaninchenspezialist Daniel Kaufmann
Kaninchen statt Laufstall
Im Gegensatz zur Milchvieh- oder
Schweineproduktion wird über die professionelle Kaninchenhaltung nur wenig
geschrieben. Ein Neueinstieg ist nach
wie vor eine Pionierleistung. So hat sich
auch Daniel Kaufmann, hauptberuflich
als Rindviehspezialist tätig, durch
Selbststudium und engen Kontakt zu
den Integratoren Kani-Suisse und Kyburz in die professionelle Kaninchenhaltung eingearbeitet. Heute betreut er
UFA-Kaninchenfutter-Kunden in den
Kantonen Zürich, Aargau und teils
Luzern. Einer von ihnen ist der Betrieb Bütler in Abtwil (AG).
«Nicht
allergisch» Familie
Bütler hält Kaninchen unter den
Vorgaben der Besonders tierfreundlichen Stallhaltung (BTS).
Der Einstieg erfolgte 2011. Als leidenschaftlicher und erfolgreicher
Milchviehzüchter hätte
Karl Bütler eigentlich
die Milchproduktion
erweitern und einen
Laufstall für 55 Kühe bauen wollen. Im
Laufe der Planung und beim Prüfen verschiedener Varianten zeigte sich aber,
dass Kaninchen am besten zum Betrieb
passen. Der Stundenlohn ist vergleichbar mit der Geflügelhaltung, wobei managementbedingt grössere Unterschiede resultieren können.
Ganz neu war die Kaninchenhaltung
für Karl Bütler nicht. «Ich wusste zumindest, dass ich nicht allergisch bin, weil
wir schon als Kind immer viele Kaninchen hielten.»
Anbindestall umgebaut An Stelle der Milchkühe leben heute 200
Zuchtkaninchen im ausgehölten Anbindestall. Entlang zwei bestehender
Schwemmkanäle und eines neu gegrabenen Kanals sind 160 Wurfboxen (System Näf) aufgestellt. Der in die
Schwemmkanäle beförderte Kanin-
chenmist wird mit Gülle direkt ins Hofdüngerlager geflutet. Einmal pro Woche ist Misten angesagt – mit einem
Aufwand von drei Stunden. Als Einstreumaterial dienen Strohpellets und
Strohhäcksel (5t pro Jahr).
Künstliche Besamung Um die
Wurfleistung des Zibbenbestandes
hoch zu halten und vom Zuchtfortschritt zu profitieren, ist regelmässiges
Remontieren wichtig. Karl kauft die Remonten im Alter von fünf Wochen zu
und deckt sie in der 17. bis 18. Woche
erstmals. Die künstliche Besamung erlaubt es, nach Plan zu arbeiten. Mit
rund 75 % ist die Erfolgsrate eher höher
als mit Natursprung und die Tiere können über die Geburt während maximal
zwölf Tagen einzeln gehalten werden.
Danach wird das System geöffnet und
pro Bucht werden acht Häsinnen auf ei-
Karl Bütler achtete besonders darauf,
dass sich die Mastbuchten einfach
und gründlich reinigen lassen.
Der neue Maststall mit
2400 Kaninchenplätzen.
Daniel Kaufmann, 6213 Knutwil
Familie
verheiratet mit Sandra
Geboren
28. Mai 1967
Ausbildung diplomierter Landwirt, im
UFA-Beratungsdienst seit 2000 als
Kaninchen- und Rindviehspezialist
Hobbys
Haus und Garten
Motto
«Kunden durch eine effiziente Beratung
weiterbringen.»
58
5 2014 · UFA-REVUE
ner Fläche von 12.8 m2 (1.6 m2/Häsin) in
Gruppen gehalten.
Alleinfutter Gefüttert werden die
Zibben mit dem Alleinfutter UFA 925.
Raues Heu dient zur Beschäftigung der
Tiere. Aktuell prüft Karl Bütler, auch
UFA 923 bereits im Jungtierschlupf anzubieten, weil dieses Einstellfutter spezifisch auf die Bedürfnisse der Absetzkaninchen abgestimmt ist.
Gefüttert werden die Mastkaninchen
drei Wochen mit UFA 923, dann mit
UFA 924 und am Schluss noch mit UFA
926 (ohne Kokzidiostatikum) – immer
zwei Mal täglich. Alle auf dem Betrieb
Bütler eingesetzten UFA-Futter enthalten Fenchel, der für seinen positiven Effekt auf die Verdauung bekannt ist.
Karl Bütler freut sich am grossen,
gesunden Wurf.
Neuer Maststall Um eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschliessen,
wurde 2013 ein Maststall mit 2400
Plätzen eingerichtet (4 Zimmer à 2 x 800
und 2 x 400 Plätze). Mit den 200 Zibben
(6.8 GVE) und den 2400 Mastplätzen
(26.4 GVE) gleichen die Grossvieheinheiten (GVE) nun dem früheren Milchviehbestand (30 Kühe).
Alle 40 Tage kommt eine neue Gruppe Absetzer vom Zucht- in den Maststall. Pro Umtrieb dauert es rund zwei
Monate. Der Arbeitsaufwand beläuft
sich auf eine Stunde je Normaltag.
Mist unter Stall Für den Überdruck-belüfteten Maststall werden
jährlich zirka 5t Häckselstroh benötigt.
Nach dem Ausstallen eines Umtriebs
beanspruchen das Misten und Waschen
je einen Tag. Das Mistlager befindet
sich unter dem Maststall. Kot, den die
Kaninchen im Fress- und Trinkbereich
absetzen, fliegt durch den Kunststoffrost direkt auf den Miststock, der sich
mit dem Frontlader wegbefördern lässt.
Der Transport zum Schlachthof erfolgt mit Traktor und Autoanhänger in
Geflügelkisten. Die Kaninchen sind zum
Zeitpunkt der Schlachtung rund 3 kg
schwer.
䡵
Von hier wird die elektro-physikalische Verhinderung eines Biofilms
in den Wasserleitungen gesteuert.
Betriebsspiegel
UFA-Vorteile
Karl und Sibylle Bütler Fankhauser
mit Elija (4) und Alissa (1), 5646 Abtwil
Kaninchenproduzenten, die das Futter
bei der UFA beziehen, profitieren von
folgenden Vorteilen:
• In grossen Mengen erprobte Kaninchenfutter.
• Komplettes Kaninchenfuttersortiment (Zucht, Mast, Einstallen, gesackt, lose, Bio usw.).
• Abgestimmte Futterspezialitäten wie
UFA-Antifex.
• Bewährtes Qualitätsmanagement.
• Betreuung durch spezialisierte Berater aus der Region.
• Mastauswertungen.
• Effizientes Bestellwesen (LANDI, Online-Shop, Mobi-Shop).
• Hoflieferungen ab 2 t Losefutter oder
zwei Paletten.
• In der UFA-Kaninchen-Fachgruppe
kommen Inputs aus der ganzen
Schweiz und dem Ausland zusammen, um Futter und Dienstleistungen
immer auf dem neuesten Stand zu
halten.
Nutzfläche: 15 ha
Pflanzenbau: 2 ha Raps, 2 ha Weizen,
Kunst- und Naturwiesen (Verkauf von
Dürrfutter)
Tierhaltung: 200 Zibben, 2400 Mastkaninchen-Plätze
Arbeitskräfte: Karl und teilzeitlich
Sibylle
UFA-REVUE · 5 2014
Kein Biofilm Um die Bildung eines
Biofilms in den Wasserleitungen zu vermeiden, wurde ein automatisches,
elektro-physikalisches Reinigungssystem installiert. Ebenso wie auf sauberes
Wasser legt Karl Bütler Wert auf einen
sauberen Stall. Da Schmutz und Keime
in Holz eindringen und kaum entfernt
werden können, ist dieser Baustoff in
den Mastbuchten nur in kleiner Menge
anzutreffen. Ritze und Schlitze wurden
vermieden oder überzogen, um die Reinigung zu erleichtern.
Wurf- und Fruchtbarkeitsdaten werden
konsequent aufgezeichnet, um
Rückschlüsse für das
Management ziehen
zu können.
59
ERFOLG IN DER PRAXIS
SUCCÈS DANS LA PRATIQUE
LESE-FUTTER
À LIRE
Schweine jetzt
entwurmen
Rudolf Bützberger,
Bleienbach (BE)
Das Beste aus der Situation gemacht
Familie Bützberger wohnt mitten im
oberaargauischen Dorf Bleienbach
und produziert Milch für die lokale
Emmentaler Käserei. Das Weiden der
28 Red Holstein Kühe ist nicht möglich. Zwar wurde eine Aussiedlung in
Betracht gezogen, aber es stellten sich
verschiedene Hindernisse in den Weg.
Doch auch ohne Weide und Silage
sind mit einer gezielten Rationsplanung gute Grundfutterleistungen
möglich. Die Grundration des Betriebs
Bützberger besteht aus Heu, Emd, Zuckerrübenschnitzeln und Abgangskartoffeln. Der Ausgleich erfolgt mit der
Getreidemischung UFA 145 und dem
Eiweisskonzentrat UFA 248 (48 %),
das mit seinem hohen APDN-Gehalt
grosse Rüben- und Kartoffelanteile
ideal aufwertet. Eingegrastes Wiesenfutter wird mit UFA 256 Fibralor ergänzt, um die Passagerate im Pansen
zu bremsen und die Futterverwertung
zu verbessern. Vorher kamen Maiswürfel zum Einsatz.
Nach Erreichen des neunten Trächtigkeitsmonats bis Ende Startphase erhalten die Kühe das Startphasenfutter
UFA 173F. In der Produktionsphase
wird das Leistungsfutter UFA 243 ver-
abreicht. Die Mineralstoffversorgung
erfolgt mit Minex und seit Winter
2014 auch mit UFA 996 Cyclo Extra,
das Beta-Carotin enthält. «Die Fruchtbarkeit ist seither sehr gut», stellt der
Betriebsleiter fest.
Wo immer möglich sät Rudolf Bützberger, der den Hof neu in Generationengemeinschaft mit seinem Sohn
Stefan bewirtschaftet, zwischen den
Ackerkulturen (Kartoffeln, Raps, Weizen, Gerste, Mais) ein Zwischenfutter
an, um Nährstoffverluste zu vermeiden und den Futterertrag pro Fläche
zu maximieren.
Verwöhnen Sie Ihr Pferd!
60
Hypona 785 mit
gepopptem Mais
Bei Hochleistungspferden mit
hohem Kraftfutteranteil in der
Ration soll ein Mischfutter mit
hoher Nährstoffdichte
angeboten werden, damit noch
genügend Aufnahmevermögen
für die lebenswichtige Rohfaser
(Heu, Stroh) besteht. Hypona
785 mit seinen 13 MJ
verdauliche Energie pro
Kilogramm ist genau die
richtige Lösung. Es kann je nach
Raufutterqualität in Mengen
von 2 bis 6 kg pro Tier und Tag
verabreicht werden.
UFA-Berater
Conseillers UFA
Hypona 791 Wellness
• weist eine pferdegerechte
Struktur auf,
• wird sehr gern gefressen,
• enthält hochwertige Vitalstoffe,
Vitamine und Mineralstoffe,
• unterstützt Stoffwechsel
und Verdauung,
• steigert das Wohlbefinden,
• und ist bis 24. Mai 2014
mit 10 % Rabatt erhältlich.
UFA-Entwurmungsfutter für
Schweine ist bis 23. Mai 2014
mit einem Rabatt von Fr. 5.–
pro 100 kg erhältlich.
Neu ist Hypona 785 mit
gepopptem Mais angereicht.
Gepoppter Mais wird im
Dünndarm besser verwertet und
senkt die Belastung der Dickdarmverdauung.
HOBBYTIER-ECKE
ANIMAUX D’AGREMENT
Hypona 791 Wellness ist mit wertvollen Komponenten ausgestattet, um
das Nährstoffangebot für Pferde aufzuwerten. Sonnenblumenkerne, Leinsaat, Kräutermischung, Johannisbrot,
Dinkelspreu und Apfeltrester sorgen
für Wohlbefinden und Fellglanz. Das
beliebte Kombi-Futter wird an Stelle
des gewohnten Ergänzungsfutters verabreicht. Es eignet sich für Pferde aller
Rassen.
Sowohl in der Ferkelproduktion
als auch in der Schweinemast
zahlt sich das Entwurmen der
Tiere in vielen Fällen aus. Soll
die Entwurmung via Futter
erfolgen, gehört zu jeder
Bestellung das entsprechende
Rezept des Tierarztes. Ohne
dessen Vorliegen darf der
Hersteller das Entwurmungsfutter nicht ausliefern.
3052 Zollikofen
058 434 10 00
1070 Puidoux
058 434 09 00
,
6210 Sursee
058 434 12 00
9500 Wil
058 434 13 00
10 % Rabatt auf Hypona Wellness –
bis 24. Mai 2014 in Ihrer LANDI
ufa.ch
5 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Mehr Gehalt oder mehr Menge?
UM DEN KRAFTFUTTEREINSATZ ZU MINIMIEREN, wird in der Schweiz seit
Jahren empfohlen, Grundfutterrationen für hochleistende Milchkühe mit möglichst
hoch konzentrierten Kraftfuttermitteln zu ergänzen. Unterstützt wird diese Vorgabe
zusätzlich mit den neu eingeführten Beiträgen für die graslandbasierte Milch- und
Fleischproduktion. Ist das in jedem Fall der richtige Weg?
Das preisgünstigste Futter für die
Milchkuh ist nach wie vor dasjenige, das sie selbst von der Weide
holt. Aber oft reicht der täglich ändernde Gehalt des Wiesenfutters nicht
aus, um den Bedarf der hochleistenden
Kühe zu decken. Die Ration muss gezielt ergänzt werden. Konservierte Raufutter wie Grassilage und Dürrfutter
weisen einen noch tieferen Protein- und
Energiegehalt auf als Grünfutter. Werden solche Rationen laktierenden Tieren
vorgelegt, ist eine gezielte Ergänzung
ein Muss. Dies kann auf verschiedene
Arten geschehen.
Das Tier macht die Vorgaben
Oberstes Ziel ist, das Tier bedarfs- und
wiederkäuergerecht zu füttern. Jede Ration muss als erstes darauf geprüft werden, ob sie den Anforderungen an die
Tabelle: Ration für eine Kuh mit
30 – 35 kg Tagesmilch
NEL
MJ/kg TS
6.5
6
APD
g/kg TS
95
80
7.5
8.2
135
160
Bedarf
Grundration
(Mais-/Grassilage)
Notwendiger Gehalt
bei 20 % Kraftfutter
bei 15 % Kraftfutter
Pansenfermentation genügt. Das heisst,
sie muss ausgewogen zusammengesetzt
sein bezüglich der fermentierbaren und
der Bypass Anteile. Ausgewogen heisst,
die Ration enthält genügend schnell
und langsam fermentierbare Substanzen
sowie auf die Leistung abgestimmte
Mengen an Nährstoffen, die den Pansen
unabgebaut passieren. Dazu eignet sich
die Berechnung der Ration nach UFA
W-FOS.
Nach bisheriger Lehrmeinung
ist die Kuh ein Wiederkäuer und soll
möglichst wenig Kraftfutter erhalten.
Diese Vorgabe hält sich nach wie vor
hartnäckig, auch wenn sie nicht unbedingt die kostengünstigste und umweltverträglichste ist. In der Tabelle ist ein
Beispiel aufgezeigt, wie eine Grundration aus Mais-, Grassilage und Zuckerrübenschnitzeln für eine Kuh mit 30 bis
35 kg Tagesmilch ergänzt werden kann.
Wie soll ergänzt werden? Die
Grundration weist einen Energiegehalt
von 6 MJ NEL und 80 g APD pro Kilogramm Trockensubstanz auf. Soll diese
Ration mit 15% Kraftfutter ergänzt werden, ist ein Futter mit rund 260 g pro Kilogramm Rohprotein zu verwenden. Ein
solches energiereiches Kraftfutter enthält zwingend energiereiche Proteinträger wie Sojaschrot und Maiskleber, die
zu grossen Teilen von Übersee oder
Südostasien importiert werden.
Soll die Ration aber vorwiegend mit
europäischen und inländischen Komponenten ergänzt werden, ist der Kraftfutteranteil auf mindestens 20 bis 25 % zu
erhöhen. Ein solches Ergänzungsfutter
muss nicht zwingend Sojaschrot oder
Maiskleber enthalten. Zudem bleibt die
Ration bei richtiger Formulierung nach
wie vor wiederkäuertauglich.
Fazit Zusammenfassend kann gesagt
werden, dass nicht der absolute Anteil
an Kraftfutter darüber entscheidet, ob
eine Rindviehration tiergerecht ist. Wesentlich ist die Zusammensetzung des
Kraftfutters.
䡵
UFA-REVUE · 5 2014
Hans-Melk
Halter
Heute kommt vermehrt
Ergänzungsfutter
mit hoher Nährstoffkonzentration zum
Einsatz. Dieses enthält
Rohkomponenten,
die in Europa und in
der Schweiz nur
beschränkt verfügbar
sind.
Autor Dr. Hans-Melk
Halter, Leiter Technischer Dienst, UFA AG,
3360 Herzogenbuchsee,
www.ufa.ch
www.ufarevue.ch
5 · 14
61
NUTZTIERE
Preisabschlag dank Wachstum
und Effizienz
MISCHFUTTERPRODUKTION Die UFA senkt die Kosten für Tierhalter weiter
und stärkt damit die Produktion in der Schweiz. Die Margensenkung ist möglich, weil
alle UFA-Werke sehr rationell arbeiten.
Wendelin
Strebel
Samuel
Geissbühler
1 · Der Energiebedarf
der UFA-Werke wurde
massiv gesenkt.
2 · Expanderfutter
setzt sich dank
Vorteilen in den
Bereichen Hygiene und
Futterverwertung
durch.
3 · UFA-Futter wird
rege nachgefragt.
Grosse Mengen
reduzieren die Kosten
pro Kilogramm.
4 · Ein Lieferfenster
von drei Tagen
vereinfacht die
Logistik.
Die Mischfutterpreise spielen für
die Wettbewerbsfähigkeit der
Schweizer Landwirtschaft eine
wichtige Rolle. Gegen 70 % des
Endrohertrags stammen aus der Milch-,
Fleisch- und Eierproduktion. Um gegen
Importe und gegen den Einkaufstourismus der Schweizer Bevölkerung im
grenznahen Ausland konkurrenzfähig zu
sein, sind sinkende Futterpreise wichtig.
UFA sieht sich als wichtiges Bindeglied
zwischen Ackerbau und Tierhaltung und
setzt sich mit der Preissenkung für den
Produktionsstandort Schweiz ein.
Rindvieh-, Geflügel- und Schweinefutter Trotz festen Rohwarenpreisen und unsicherer Entwicklung bei
den Eiweissträgern hat UFA die Preise
per 22. April 2014 reduziert. Die UFAPreise sinken beim Rindvieh- und Geflügelfutter um zirka 1 Fr., beim Schweinemast-Universalfutter um bis 2.50 Fr. pro
100 kg. Eiweissreiche Futtermittel schlagen weniger ab.
Ermöglicht werden die Preissenkungen dadurch, dass alle UFA-Werke gut
ausgelastet sind und rationell produzieren. Dank Neukunden konnte UFA in
den letzten Jahren bedeutende Mehrmengen realisieren, wodurch die Fixkosten pro produzierte Futtereinheit abgenommen haben und die Effizienz
gestiegen ist.
Auch im Transport wird möglichst
kostensparend gearbeitet. Mit geschicktem Verhalten beeinflussen ebenfalls
die Kunden den Aufwand der Transportlogistik.
Produktion pro Mitarbeiter verdoppelt Mit vielen Rationalisierungsmassnahmen hat die UFA AG in
den vergangenen zehn Jahren Abläufe
vereinfacht, Leistungen gesteigert und
Kosten gesenkt. Die Produktion pro
Mitarbeiter wurde dank grossem Engagement der Mitarbeitenden verdoppelt.
In alle Mischfutterwerke Biblis, St. Margrethen, Puidoux und Sursee wurde investiert. Die Werke produzieren regional sehr effizient und veredeln das
Getreide in der Region. Die Tierhalter
profitieren von einem optimalen Preis-
Leistungs-Verhältnis und dank neuster
Technologie von bester Futterqualität.
Expanderfutter bietet viele Vorteile. Es
ist hygienisiert, das heisst keimarm,
staubfrei, besser verdaulich und sehr
schmackhaft. Das lückenlose Qualitätsmanagement garantiert Rückverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit.
Logistik optimieren Auch in der
Logistik gilt es, rationell zu arbeiten. Die
Abladezeiten sollen kurz sein und es sollen möglichst grosse Posten an einem
Ort und in geeignete Silos geliefert werden können. LKW-Zeit mit Chauffeur
kostet! Langfristige, rationelle Lösungen
zahlen sich über die Zeitachse aus.
Für kleinere Mengen ist oft gesackte
Ware mit der wöchentlichen Lieferung
an die LANDI effizienter. UFA wird in
Zukunft auch in der Logistik noch leis-
3
1
2
4
62
5 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Rationalisierungsschritte
der UFA
1998
Fusion von Orador AG und
UFAG Sursee zur UFA AG
2002
Inbetriebnahme Werk Biblis
2004
Inbetriebnahme Bio-Futterproduktion Hofmatt
2006
Fusion von Rivalor AG und
UFA AG
2007
Erneuerung Werk
St. Margrethen
2009
Mannlose Nachtfabrikation
Werk Sursee
2010
Erneuerung Bio-Werk Hofmatt
2011
Erneuerung Werk Puidoux
2012
5. Linie Werk Biblis,
Kapazitätserweiterung
2013
Erneuerung Milchwerk Sursee
2014
Ausbau Loseverlad Puidoux
tungsfähiger und preiswerter zugunsten
der Schweizer Tierhalter, wenn folgende
Regeln eingehalten werden:
• Frühzeitig bestellen (lose Bestellschluss am Vor-Vortag bis 17 Uhr).
• Wenn möglich Lieferfenster von drei
Tagen angeben.
• Silo oder Füllleitungen eindeutig beschriften.
• Möglichst kurze, bogenfreie Förderleitung.
• Richtig dimensioniertes Entlüftungsrohr.
• Breite Zufahrt, Höhe über 4 m.
• Wendeplatz, sauberes Areal ohne
Verschleppungsgefahr.
• Keine Unebenheiten im Abladebereich.
• Gesackte Ware auf Paletten via
LANDI-Lager oder grössere Mengen
franko Hof auf der Wochentour mit
Bestellung zwei Arbeitstage vorher.
UFA dankt allen Kunden, die zu einer
kostengünstigen Transportlogistik beitragen und Verständnis für die TravecoChauffeure und die Frauen im Bestellbüro haben.
futter Inlandgetreide zu rezeptieren.
Auch führen die neuen Restriktionen zu
einer etwas höheren Flexibilität bei der
Rezeptierung von Schweinemastfutter.
Phasenfütterung in der Schweinemast Phasenfütterung gilt als ein
Schlüssel zur Verbesserung der Effizienz
in der Schweineproduktion, weil sie bedarfsgerechter ist. Mit Programmen zur
Ressourcenschonung werden die Tierhalter zur Phasenfütterung animiert. Für
UFA heisst dies Sortimentserweiterung
und damit nicht unbedingt Effizienzsteigerung in der Produktion und Logistik.
Trotzdem wird die Preiswürdigkeit der
Phasenfutter gegenüber dem Schweinemast-Universalfutter im Rahmen des
Preisabschlags verbessert.
Fazit Mit dem Preisabschlag stärken
Mehr Inlandgetreide Einen Einfluss auf die Preise hat ebenfalls die
Qualitätsbezahlung für Schlachtschweine. Per Mitte 2014 wird die Fettzahl
durch neue Parameter abgelöst. Dies ermöglicht es eher wieder, im Schweine-
UFA und LANDI die Schweizer Tierhaltung. Seit Jahren sinken die Mischfutterpreise deutlich mehr als die Rohwarenund Getreidepreise.
䡵
Je nach Futter erreicht
der Preisabschlag bis
2.50 Fr. pro 100 kg.
Autoren Wendelin Strebel, Vorsitzender der UFA-Geschäftsleitung, und
Samuel Geissbühler, Mitglied der UFAGeschäftsleitung, 3360 Herzogenbuchsee, www.ufa.ch
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
5 · 14
63
FUTTER DES MONATS
NUTZTIERE
Intelligent einstallen
DIE WIRTSCHAFTLICHE SCHWEINEMAST beginnt bereits vor dem Einstallen.
Trotzdem gibt es viele Faktoren, die der Mäster selbst optimieren kann. Ziel ist
die Reduktion oder gar der Verzicht auf den Einsatz von Antibiotika. Der Anspruch an
das Einstallfutter ist damit hoch.
Barbara
Eichenberger
Oskar
Waeber
Vor dem Einstallen neu ankommender Jager sollten die Buchten im
Maststall gereinigt, desinfiziert, trocken und vorgeheizt sein. Diese
Massnahmen werden in der Praxis meist
umgesetzt. Im idealen Fall kommen
grosse Jagerposten aus einem oder nur
wenigen Aufzuchtbetrieben. Die Genetik ist einheitlich und bekannt.
Rasch fressen Nach dem Einstallen
gilt es, die Mastjager so schnell wie
möglich zum Fressen zu bringen. Bei einem geschlossenen Zucht-Mast-Betrieb
Können gesundheitliche
Störungen nach dem Einstallen
vermieden werden, ist bereits
viel für eine erfolgreiche
Mast getan.
64
kann das Futter aus dem Aufzuchtstall
mit in die Mast genommen werden. Dadurch reduziert sich der Umstallstress
für die Mastjager bereits erheblich. Das
Ferkelfutter darf per Gesetz aber nur bis
zur zwölften Lebenswoche verfüttert
werden.
Geschmackvolles Konzept Der
reine Mastbetrieb verfügt nicht über
diese Möglichkeit. Deshalb ist es umso
wichtiger dem Einstallfutter eine besondere Bedeutung beizumessen.
Das neue «UFA 320» wurde für das
Einstallen gemischter Jagergruppen
konzipiert. Es verfügt nebst ausgewählten, hochwertigen Rohkomponenten,
die vorwiegend in Ferkelfutterqualität
zum Einsatz kommen, zusätzlich über
ein Gemisch an organischen Säuren, das
auf die Ferkelfutter aus dem erfolgreichen Trio «UFA 302 Prestarter», «UFA
304 piccolo» und «UFA 310 turbo» ausgerichtet ist. Die eingesetzten Zusätze
sind nicht nur funktionell aufeinander
abgestimmt, sie schmecken und riechen
auch ähnlich. Da Schweine einen sehr
guten Riecher haben, erkennt der zugekaufte Mastjager in den meisten Fällen
im Futter seine Kinderstube wieder und
frisst mehr.
Wirkstoffe mit Grips Organische
Säuren lassen sich aufgrund ihrer enthaltenen Kohlenstoff-Atome in kurz(bis 5), mittellangkettige (6 – 12) und
langkettige (> 12) Fettsäuren einteilen.
Nebst ihrer primären Funktion als Energielieferant respektive Bestandteil des
Fettes können die verschiedenen Säuren
5 2014 · UFA-REVUE
FUTTER DES MONATS
NUTZTIERE
Zehn Tipps
Mit folgenden Massnahmen werden die
Weichen für einen erfolgreichen
Maststart gelegt:
• Einheitliche SGD-A Mastgenetik
(Premo® x Primera®) mit bekanntem
Impfstatus.
• Stall entmisten, waschen und
trocknen.
• Desinfizieren und vorheizen
(20 bis 22° C im Liegebereich).
• Durchflussmenge Tränkenippel
kontrollieren (1 bis 1.5 l pro Minute).
• Futterration von 50 % auf 100 %
kontinuierlich anpassen (zehn Tage).
• Einstallfutter «UFA 320» einsetzen.
• Fütterungsanlage mit UFA-Antifex
«impfen».
• Ration die ersten zehn bis 14 Tage
mit UFA 395 anreichern (20 g pro Tier
und Tag).
• Alle Mastjager in der dritten
Mastwoche entwurmen (Aktion UFAEntwurmungsfutter bis 23.5.14,
Tierarztrezept erforderlich!).
• Kranke Tiere aus der Bucht entfernen
und in separater Bucht behandeln.
Magen steigt. Durch den höheren pHWert kann es zu einem Anstieg unerwünschter Keime wie Escherichia Coli
im Verdauungstrakt kommen.
Eine der mittellangkettigen Fettsäuren weist eine breite Wirkung gegen bestimmte Bakterien auf. Somit wird eine
spezifische antimirkrobielle Wirkung erreicht, ohne Antibiotika einsetzen zu
müssen. Labortests zeigten zudem antivirale Eigenschaften.
Grafik: Einsatz des Einstallfutters
Ständiger Auf- und Abbau Idea-
Das Einstallfutter «UFA 320» kann auch als Vormastfutter
über die zwölfte Lebenswoche hinaus eingesetzt werden.
lerweise kommen die Jager mit einem
gut ausgebildeten Verdauungssystem
auf den Schweinemastbetrieb. Die Innenwand des Dünndarms ist aber ständig im Auf- und Abbau, wird also durch
die chemische und physikalische Belastung des Verdauungsvorganges abgenutzt. Darmzottenzellen sterben ab und
werden durch nachwachsende ersetzt.
Durch die regelmässige Futteraufnahme
werden die Darmzotten regelmässig
wieder aufgebaut.
Mastwoche
1
2
UFA320
3
4
5
6
7
8
9 10 11 12 13 14
spezielles Einstallfutter
Performance-Linie mit 14.0 MJ/kg VES
Vormast
Vormast
UFA 321
UFA 331
Endmast
UFA 341
(unerwünschten) Darmbakterien als
Nahrungsquelle dient. Deshalb enthalten Einstallfutter wie «UFA 320» spezifische Zusätze, die das Zottenwachstum
unterstützen und so die Oberfläche im
Dünndarm erhöhen. Dies führt letztlich
zu einer erhöhten Verdaulichkeit der
Nährstoffe.
Fazit Ein funktionierender Verdauweitere Eigenschaften aufweisen. Kurzkettige organische Säuren wie Ameisenund Milchsäure helfen, den pH-Wert im
Verdauungstrakt stabil zu halten. Frisch
eingestallte Mastjager reagieren auf den
Stress häufig mit einem Rückgang im
Futterverzehr. Dadurch wird weniger
Magensäure produziert und der pH im
Verzehrsdepression verschlechtert Darmfunktion Kommt es bei
den Mastjagern nun aber zu einem Verzehrsrückgang, bilden sich die Darmzotten zurück. Ist der Hunger gross genug,
wird innerhalb kurzer Zeit viel Futter
aufgenommen, das dann durch die geringere Darmwandoberfläche nicht richtig verdaut werden kann und somit den
ungstrakt ist für die allgemeine Gesundheit neu eingestallter Mastjager entscheidend. Da die meisten schädlichen
Stoffe und Organismen über den Verdauungstrakt aufgenommen werden,
sind etwa 70 % der Immunabwehr rund
um den Darm angesiedelt. Gesundheit
kommt also aus einem funktionierenden
Darm.
䡵
Autoren Barbara Eichenberger,
Ressortleiterin Forschung & Versuche,
UFA AG, 3360 Herzogenbuchsee. Oskar
Waeber, Ressortleiter im UFA-Beratungsdienst, 3052 Zollikofen. www.ufa.ch
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
5 · 14
65
NUTZTIERE
Erfolgreiche Hygienestrategie
gegen HIS
AUF DEM SCHWEINEMASTBETRIEB STUDER & HAUERT häuften sich
Abgänge infolge HIS seit letztem Herbst. Mit einem angepassten Hygienekonzept
konnten die Verluste gesenkt werden.
Gerhard
Affolter
Während fast zehn Jahren befanden
sich die Schweineabgänge bei der
Tierhaltungsgemeinschaft (THG)
Studer & Hauert in Niederösch (BE)
im normalen Bereich (< 2 %). Seit letztem Herbst stiegen die Verluste an. Es
wurden verschiedene Massnahmen getroffen: Futter- und Strohanalyse, Was-
seranalyse, vier Mal füttern pro Tag, Futtersilo gewechselt, Stabilisierungssäure
gewechselt... Aber die Situation verbesserte sich nicht wirklich. Zu schaffen
machte hauptsächlich das Hämorrhagische Intestinal Syndrom (HIS). Blähungen, verursacht durch Hefen und Escherichia coli, führen bei dieser Krankheit
Solcher Schmutz ist ein Risiko für die
Tiergesundheit.
Andreas Gerber ist
Hygienespezialist bei
der Halag Chemie AG.
zu Darmdrehungen, worauf der Blutkreislauf unterbrochen wird und betroffene Tiere sterben.
Vom Silo bis zum Trog Um dem
Problem auf den Grund zu kommen,
wurde die Fütterungsanlage der THG
mit Andreas Gerber (Hygienespezialist
von der Halag Chemie AG) analysiert.
Vom Silo bis zum Trog, respektive vom
Wasser bis zum Trog wurde ein Schema
gezeichnet, um die Flüsse und damit
mögliche Risikofaktoren sichtbar zu machen. Grundsätzlich besteht ein Hygienekonzept aus den drei Bausteinen, die
in der Tabelle aufgeführt sind.
Tabelle: Bausteine des
Hygienekonzepts
Reinigung
• Entziehen des Substrates
• Entfernen der Keime
Stabilisierung
• Verändern des Substrates
• Meist pH-Senkung
Desinfektion
• Gezieltes Abtöten von Keimen
• Nur nach Reinigung
66
5 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Massnahmen für eine gute Futterhygiene
Futterleitungen monatlich reinigen
1. Vorspülen.
Eine Leitung
mit hartnäckigen
Ablagerungen.
2. Kreislauf mit «Stallcip 666» (2 % bei 50 bis 65 °C während
30 Minuten). Temperaturvorgaben bei Kunststoffleitungen
einhalten.
3. Spülen mit Trinkwasser.
Futterleitungen zwei Mal desinfizieren pro Woche
1. «Halades 01» (FiBL-gelistet, 0.5 %, kalt) am Abend nach der
Fütterung in die mit Wasser gefüllte Futterstande geben.
2. Futterpumpe zirka zwei Minuten laufen lassen.
3. Lösung stehen lassen bis am Morgen.
4. Die Lösung kann mit dem Futter vermischt werden.
Suppe stabilisieren
• Mit «Selco RD Mix» behandeln.
• Sicherheit bietet auch das Beimpfen der gereinigten Systeme mit
Normalflora («UFA-Antifex»).
Am besten wird die Futterstande
täglich mit Wasser abgespritzt.
Fix terminieren Knackpunkt ist,
das geeignete Mittel zur geeigneten Zeit
einzusetzen. Eine Desinfektion ist nutzlos, wenn die Anlage nicht sauber ist.
Oder Wasserstoffperoxid hat in der Futtersuppe nicht die gleich positive Wirkung wie in einem Wassertank. Es gibt
also keine einfachen Rezepte oder Allheilmittel. Die Lösung ist eine auf den
Betrieb abgestimmte Hygienestrategie,
die pflichtbewusst angewendet wird.
Regelmässige Massnahmen wie die Stabilisierung der Futtersuppe können automatisiert werden. Die wöchentlichen
und monatlichen Massnahmen werden
am besten fest terminiert.
Vorgelagerte Bereiche sauber halten
• Silos, besonders auch die Trichter, zwei Mal pro Jahr reinigen.
Produkte mit verschiedenen Säuren und
Milchsäurebakterien zum Einsatz (z.B.
Fireguard Selco Entero).
Stabilisierung Die
Futtersuppe
wird täglich stabilisiert, so dass sich Hefen und Bakterien nicht explosionsartig
vermehren können. Hierzu kommen
UFA-REVUE · 5 2014
• Bei Wasserleitungen vor allem allfällige Gummischlauch-Verbindungen regelmässig prüfen und auswechseln.
Regelmässige Kontrolle
Desinfektion Zweimal pro Woche
wird das Wasser in der Futterstande mit
1% «Halades 01» (Desinfektionsmittel)
versetzt und in die Futterleitungen gepumpt. Dort bleibt die Lösung über
Nacht stehen. Die Peressigsäure zerstört
die Hefen und Bakterien von innen und
löst sich dann in Wasser, CO2 und Essig
auf. Der Keimdruck in der Fütterungsanlage wird dank der Desinfektion minimiert. Die mit «Halades 01» desinfizierte Futtersuppe kann bedenkenlos
gefüttert werden.
Reinigung Monatlich setzt Simon
Hauert im Wassertank eine zweiprozentige Putzlösung ein. Diese spült er im
Wassertank mit Sprühköpfen um. Anschliessend wird die Lösung in die Kartoffelstande und weiter in die Futterstande gepumpt. Dort hat Simon Hauert
einen Kreislauf eingerichtet, so dass die
Hauptfutterleitung und die Stande
gründlich gereinigt werden können. Zu
guter Letzt wird die ganze Anlage mit
Wasser gespült und mit Milchsäurebakterien (UFA-Antifex) beimpft. Die Reinigungen werden in einem Protokoll festgehalten.
• Schottentank und Futterstanden täglich abspritzen, um Ablagerungen zu vermeiden. Voraussetzung, um gründlich und einfach
reinigen zu können, ist eine Futteranlage mit «glatten» Oberflächen.
pH 4 bis 4.5 in Suppe Durch das
Stabilisieren der Suppe wird unter anderem der pH-Wert der Suppe auf 4 bis 4.5
gesenkt, was Bakterien und Hefen in ihrem Wachstum bremst. Hefen haben optimale Wachstumsbedingungen bei pH
5.5. Ein weiterer positiver Effekt der pHSenkung ist, dass die Mineralien weniger
ausgefällt werden und sich nicht an den
Leitungen ansetzen.
Anpassung der Anlage Um das
Hygienekonzept korrekt und in einem
vernünftigen Zeitrahmen durchführen
zu können, waren bei der THG Studer &
Hauert einige Anpassungen an der Fütterungsanlage nötig. «Jetzt machen die
Massnahmen Sinn», resümiert Simon
Hauert im Rückblick. Und Martin Studer
• Regelmässiger PET-Flaschentest (wenn Hefen nicht gerochen
werden...). Füllt sich der Ballon über der mit Futterbrei gefüllten
Flasche mit Luft, sind potenzielle Krankheitsverursacher vorhanden.
ergänzt: «Wir sind stets bestrebt, weiter
zu optimieren.»
Fazit Ein erfolgreiches Hygienekonzept zieht alles mit ein – vom Silo, über
den Trog, Eingang, Stall bis hin zur Sauberkeit der Tiere. Wichtig ist, dass die
Hygienemassnahmen konsequent umgesetzt werden – auch wenn der Betriebsleiter in den Ferien ist.
䡵
Autor Gerhard Affolter, Schweinespezialist im UFA-Beratungsdienst,
3052 Zollikofen, www.ufa.ch
Produkte der Halag-Chemie AG
sind im Agro-Center Ihrer
LANDI erhältlich. Mehr Infos unter
www.halagchemie.ch
Arbeitskreis «Schweinemast»
Das beschriebene Halag-Hygienekonzept
wurde im Rahmen des Arbeitskreises
Schweinemast auf dem Betrieb Studer &
Hauert vorgestellt. Nach der Stallbesichtigung und Betriebsvorstellung hat
Andreas Gerber seine Tipps zur
Reinigung und Desinfektion vorgetragen.
www.ufarevue.ch
5 · 14
67
50 JAHRE UFA-KÄLBERMILCH
NUTZTIERE
Es lohnt sich, höher zu dosieren
AUCH IN DER MUNIMAST können die Gesundheit und Zunahmen der Kälber durch
eine höhere Pulverdosierung in den ersten Wochen gesteigert werden. Ein Versuch auf
dem Betrieb Tenger zeigt, dass die Muni diesen Vorteil bis zur Schlachtung mitnehmen
und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs profitiert.
Alex
Barenco
Stefan
Inauen
In den letzten Jahren wurde im Bereich Kälberaufzucht viel und mit
interessanten Resultaten geforscht.
Die Kälberaufzucht in der Milchviehhaltung wurde durch neue Erkenntnisse revolutioniert. Schon früh wurde
deutlich, dass Wachstumsverzögerungen in den ersten sechs Monaten von einem Kalb später nicht mehr aufgeholt
werden können. Weniger Daten gibt es
über das Organwachstum durch Zellteilung und -vergrösserung sowie über die
metabolische Programmierung.
Betriebsspiegel
Familie Tenger, 8226 Schleitheim
Fütterung Aufzucht: Heu zur freien
Verfügung, UFA 116 (bis 1.5 kg/Tier
und Tag), UFA 207 plus (6 l/Tier
und Tag bei 120 g/l), Absetzen nach
Stand-Alone-System.
Fütterung Vormast: Maissilage (ca. 9 kg/
Tier und Tag), Heu (ca. 0.5 kg/Tier und
Tag), UFA 230 (ca. 2.3 kg/Tier und Tag).
Fütterung Ausmasttiere: Maissilage
(ca. 18.5 kg/Tier und Tag), UFA 231-1
(ca. 2.4 kg/Tier und Tag).
Unter metabolischer Programmierung versteht man, dass durch
Umweltfaktoren (darunter auch die Ernährung) im Mutterleib und in den ersten Lebenswochen eine Programmierung des Stoffwechsels stattfindet, die
sich lebenslang auf die Leistungen des
Tiers auswirkt. Zwar sind die genauen
Mechanismen hinter diesem Prozess
nicht vollständig bekannt. Vielfach bestätigt wurde aber, dass intensiv aufgezogene Kälber eine bessere Futtereffizienz, Fruchtbarkeit und höhere
Leistungen erzielen. Im Gegensatz zur
Milchviehzucht gibt es diesbezüglich in
der Munimast, wo die Ansprüche an die
Produktion (z. B. Swiss Quality Beef
SQB) gestiegen sind, noch kaum Untersuchungen. Um die Auswirkungen einer
intensiven Fütterungsstrategie zu testen, wurde auf dem bekannten Munimastbetrieb von Felix Tenger, Schleitheim (SH), ein Versuch durchgeführt.
Versuchsaufbau Zwei gleichmässige Gruppen à 23 AA-Tränker wurden in
einer einzigen Aufzuchtbucht gleichzeitig eingestallt. Eine Gruppe diente als
Versuchsgruppe (V), die andere als Kon68
Familie Tenger bewirtschaftet
einen Ackerbaubetrieb
mit Lohnarbeit und Munimast.
trolle (K). Das Durchschnittsgewicht der
Tränker lag bei 76 kg. Die Tiere wurden
mit einem Stand Alone Automaten getränkt. Die maximale Tränkemenge war
für beide Gruppe auf 6 l pro Tier und Tag
eingestellt. Einziger Unterschied war die
Konzentration des Milchaustauschers
(MAT), die bei 150 g/l (V) und 100 g/l
(K, gemäss herkömmlichen Empfehlungen) lag. Das Aufzuchtfutter wurde für
beide Gruppen ad libitum angeboten
(bis 1.5 kg pro Tier und Tag). Während
der Absetzphase stand Dürrfutter zur
freien Verfügung und ab der vierten Absetzwoche wurden die Tiere an Maissi-
lage gewöhnt. Nach dem Absetzen und
während der ganzen Vor- und Ausmast
wurden die Tiere genau gleich gefüttert
(siehe Kasten). Beim Einstallen (8.11.12),
Absetzen (Dezember bis Januar) und
drei Mal während der Mast (13.2., 2.5.,
8.7.13) wurde das Lebensgewicht der
Tiere gewogen. Zudem wurden die
Schlachtresultate und die Mastdauer
analysiert (August bis November).
Resultate Die V-Tiere konnten im
Schnitt einen Tag früher abgesetzt werden (40 statt 41 Tage) und wurden 1 kg
schwerer als die K-Tiere (108 statt
107 kg). Der Tageszuwachs (TZW) entsprach 800 g (V) und 760 g (K). Die benötigte Milchpulvermenge ist mit 25 kg
bei den V-Tieren um einen Drittel höher
gewesen. Beim Einstallen gab es keine
Unterschiede zwischen den Tieren der
zwei Gruppen, das heisst, die V-Tiere
streuten sogar etwas mehr als die KGruppe. Auch beim Absetzen waren die
Differenzen nur klein. Bedeutende Unterschiede waren aber nach acht Monaten am 8. Juli 2013 feststellbar. V-Tiere
waren im Schnitt 22 kg schwerer und erzielten einen um 85 g höheren TZW. Die
Streuung der Gewichte und TZW war in
der V-Gruppe geringer. Das bedeutet,
dass die V-Tiere ihren Vorsprung bis Ende Mast halten konnten (Tabelle).
Auf dem Betrieb Tenger werden
Muni sowohl in den QM- als auch den
SQB-Kanal verkauft. Das erschwert die
Auswertung der Ausstallresultate. Berechnet man aber anhand der Wägedaten eine durchschnittliche Mastdauer,
um ein Lebendgewicht von 520 kg zu
erreichen (285 bis 290 kg Schlachtgewicht SG bei H- und C-Taxierung), wa5 2014 · UFA-REVUE
50 JAHRE UFA-KÄLBERMILCH
NUTZTIERE
Tabelle: Mast- und Schlachtresultate
Kontrollgruppe
100g/l (23 Tiere)
76 (+/– 7.4 kg)
390 (+/– 36.1 kg)
Versuchsgruppe
150g/l (23 Tiere)
76 (+/– 7.8 kg)
412 (+/– 30.4 kg)
Einstallgewicht
Lebendgewicht (8.7.13)
Tageszuwachs
seit Einstallen
1295 (+/– 150 g)
Swiss Quality Beef
34.8 %
Anzahl Tiere
8
Mastdauer
297 Tage
Schlachtgewicht
251 kg
CH-TAX (Tierzahl)
T(1), T+(2), H(3), C(2)
Fettklasse (Tierzahl)
3(8)
QM
65.2 %
Anzahl Tiere
15
Mastdauer
352 Tage
Schlachtgewicht
307 kg
CH-TAX (Tierzahl)
T+(1), H(5), C(9)
Fettklasse (Tierzahl)
3(13), 2(1), 4(1)
< 330 Masttage
39.1 %
Anzahl Tiere
9
Mastdauer
333 Tage
1380 (+/– 104 g)
43.5 %
10
300 Tage
265 kg
H(8), C(2)
3(10)
56.5 %
13
332 Tage
302 kg
T+(2), H(4), C(7)
3(13)
65.2 %
15
318 Tage
Grafik: Schätzung der Mastdauer
Lebendgewicht (kg)
550
Eine erhöhte Dosierung von 150 g «UFA 207 plus» pro Liter Wasser wirkt
sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Munimast aus.
ren die V-Tiere nach 309 Tagen Mast
schlachtreif. Das sind 21 Tage vor den KTieren (Grafik).
SQB und QM Die Mastdauer der
SQB-Tiere war bei V und K ähnlich.
Zehn V-Tiere wurden als SQB verkauft.
Diese erreichten in 300 Masttagen
durchschnittlich 265 kg SG. In der CHTAX Beurteilung erzielten alle SQB-VTiere die C- oder H-Note mit einer Fettzahl von 3. Von den K-Tieren wurden
acht Stück in den SQB-Kanal verkauft.
Diese brachten innerhalb von 297 Tagen im Schnitt 251 kg SG auf die Waage
und wurden bei der Fettklasse ebenfalls
mit der Note 3 klassiert. In der Fleischgkeit verteilten sich die K-SQB-Tiere relativ gleichmässig auf die Noten T, T+, H
und C. SQB-Tiere der V-Gruppe waren
also schwerer und besser klassiert.
Der Rest der Tiere (sprich 15 K und
13 V) wurden im QM-Kanal verkauft. VQM-Muni erreichten in 332 Tagen Mast
302 kg SG, die Fettklassierung war mit
UFA-REVUE · 5 2014
100 % Klasse 3 optimal, die Fleischigkeit mit zwei T+, vier H und sieben C
Tieren auch sehr zufriedenstellend. Die
K-QM-Tiere wiesen nach 352 Tagen ein
SG von 307 kg mit guter Fleischigkeit
(1T+, 5 H und 9C) aus. In der Fettabdeckung erzielte je ein Tier eine zu tiefe
und eine zu hohe Note.
Über alle K-Muni dauerte die Mast
333 Tage, bei den V-Muni 318 Tage.
Gut 65 % der V-Tiere wurden vor dem
330. Masttag ausgestallt, bei K lag dieser Anteil bei knapp 40 %.
Wirtschaftlichkeitsschätzung
Die V-Tiere brauchten 195 kg Milchpulver mehr, aufgrund der kürzeren Mastdauer aber 10 dt Ausmastfutter und
58 dt Maissilage weniger. Werden der
Tränkerzukauf, das Stroh, die Tierarzt-,
Einrichtungskosten und weitere Kosten
für beide Gruppe als gleich angenommen, konnten die V-Tiere in den SQBKanal durchschnittlich rund 125 Fr. teurer verkauft werden als K-SQB-Tiere.
■ Kontrollgruppe
■ Versuchsgruppe
450
350
250
150
50
0
50
100
150
200
Masttage
250
300
350
Durch zudem tiefere Futterkosten und
eine erhöhte Anzahl Umtriebe pro Jahr
wurde ein Mehrverdienst von rund
28 Fr. pro Munimastplatz und Jahr erwirtschaftet. Hochgerechnet für einen
Betrieb mit 200 Mastplätzen und einer
Stallauslastung von 90 % entspricht das
über 5000 Fr. pro Jahr.
Fazit Die Resultate dieses Versuchs
sind vielversprechend. Auch Munimastbetriebe können von einer intensiven
Aufzuchtphase profitieren. Besonders
auffällig sind bessere TZW während der
ganzen Mast sowie eine geringere
Streuung der TZW und Gewichte. Dazu
kommen eine kürzere Mastzeit und
mehr Jahresumtriebe sowie bessere
Klassierungen, vor allem bei jungen Tieren für den SQB-Kanal.
Um die Erkenntnisse für die Toro-Aufzucht zu erweitern, läuft auf dem Betrieb Tenger momentan ein weiterer
Versuch, der von den Besuchern der Toro-Tagung besichtigt wurde.
䡵
Autoren Alex
Barenco, M. Sc. Agr.
ETHZ, UFA AG,
3360 Herzogenbuchsee.
Stefan Inauen,
Rindviehspezialist im
UFA-Beratungsdienst,
9501 Wil. www.ufa.ch
www.ufarevue.ch
5 · 14
69
NUTZTIERE
Niacin verbessert Nährstoffbilanz
MAISREICHE MILCHVIEHRATIONEN weisen oft eine negative ruminale
Stickstoffbilanz auf. Dadurch werden die Futternährstoffe im Pansen von
den Tieren nur unvollständig genutzt. Der Zusatz von Niacin kann einen
Stickstoffmangel teilweise kompensieren.
Tobias
Burren
Toni
Wyss
Die ruminale Stickstoffbilanz
(PMN-PME) ist ein Mass für die
Stickstoffversorgung der Pansenbakterien. Bei einem positiven Wert
steht im Pansen mehr Stickstoff zur Verfügung als die Bakterien nutzen können
(z.B. grasbetonte Rationen oder zu hohe
Anteile an Proteinkonzentraten). Bei einem negativen Wert liegt ein Stickstoffmangel vor (z. B. bei Maissilage).
Der Versuch
erfolgte mit Startphase-Kühen, da diese besonders auf
eine effiziente Nährstoffverwertung angewiesen sind. Während Gruppe 1 ausgeglichen gefüttert wurde, war die ruminale Stickstoffbilanz von Gruppe 2
negativ. Gruppe 3 bekam die gleiche Ration wie Gruppe 2, aber noch mit der
Zulage von 6 g Niacin je Kuh und Tag.
Gut für den Stoffwechsel Wie
B-Vitamine Da sich eine negative
Niacin kann vor allem
in der Startphase der
Kühe oder bei maisreichen Rationen Vorteile
bringen.
Bild: agrarfoto.com
Stickstoffbilanz bei Futterrationen nicht
immer vermeiden lässt, wurde vom
Friedrich-Loeffler-Institut und von der
Universität Bonn ein Fütterungsversuch
durchgeführt, der klären sollte, ob eine
Gabe Niacin unerwünschte Folgen einer
negativen Stickstoffbilanz verhindern
kann. Niacin gehört zur Gruppe der BVitamine und erfüllt wichtige Funktionen im Energiewechsel, man findet es
oft im Startphasenfutter (siehe Kasten).
schon in früheren Versuchen festgestellt, gab es in Bezug auf die Milchmenge und den Milchgehalt keine statistisch
gesicherten Unterschiede zwischen den
Gruppen. Dennoch konnten bei der Zulage von Niacin in Gruppe 3 positive Effekte festgestellt werden:
• Vollständigerer Abbau der organischen Substanz im Pansen.
• Erhöhte NDF-Verdaulichkeit.
• Höhere Glukosegehalte im Plasma
(2.85 versus 2.51 mmol/l).
UFA-Futter mit Niacin
Startphasenfutter
UFA 163/263/164F/264 Extra,
UFA 173 F Premium Combi
Startphasespezialitäten
UFA top-form, UFA top-form DAC,
UFA 260 Abkalbefutter,
UFA 262 Ketosefutter, UFA-Ketonex,
UFA- Ketonex Extra
Ergänzungsfutter für Kälber
UFA 114/116 ProRumin
Rindviehmastfutter
UFA 230/231/232/233/234 ProRumin
• Mehr mikrobielle Proteinsynthese.
• Reduzierte N-Ausscheidung (– 9.7 %).
• Verbesserte Nährstoffbilanz.
Ähnliche Vorteile zeigte eine Studie der
Universität Wisconsin-Madison, wobei
in diesem Fall die Niacin-Zulage deutlich über 6 g lag und sowohl die Milchleistungen als auch -gehalte in den ersten drei Laktationswochen abnahmen.
Fazit
In passenden Mengen verabreicht, hat Niacin das Potenzial, die Rationseffizienz zu steigern und Stoffwechselstörungen zu reduzieren.
䡵
Autoren Tobias Burren ist in Ausbildung zum Agro-Techniker HF am
Strickhof, 8315 Lindau, und absolvierte
bei der UFA ein Praktikum, während
dem er sich auch mit den Effekten von
Niacin befasste.
Toni Wyss ist Rindviehspezialist im
UFA-Beratungsdienst, 3052 Zollikofen,
und kennt die Möglichkeiten und
Grenzen in der Fütterung aus erster
Hand. www.ufa.ch
www.ufarevue.ch
70
5 · 14
5 2014 · UFA-REVUE
,MFJOF5BMFOUF
HBO[HSPTT
.JUFJOFN,MJDLCFJN#FTUFO X XXXFJEFNBOOEF
8&*%&."//
$&/5&34$)8&*;
Fortsetzung
von Seite 54
LANDTECHNIK
zu verkaufen
Fendt 210 Vario, Jg.
2010, 2100 Std.,
FH+FZ, Pneus 540/480
neu, Fr. 78’000, Miete
möglich ab 30 Fr./Std.
寿 079 472 55 17
Fendt 210 Vario, année
2010, 2100 heures,
relevage et pdf avant,
pneus 540/480 neufs,
78000 Fr., location
possible à p. de 30 Fr.
par heure
寿 079 472 55 17
Allzweck-Anhänger
Tridem, Marke: STM,
Jg. 2013, BM 7.5/
2.5 m, BH 90 cm, Lg.
3150 kg, Gg. 20 t, hydr.
Bremsen für alle 3
Achsen, 40 km/h, Ber.
19/45-17 AW, MFK
07.06.13
寿 079 758 33 35
Kreiselegge Lely, 3 m;
Packer- oder Stabwalze, sehr guter Zustand;
Rototiller Rau, 3 m,
mit Hitch, Packerwalze,
sehr guter Zustand
寿 052 680 11 14 oder
寿 079/3403270
Rapid 505 mit
Bandeingraser, guter
Zustand, Fr. 1800
寿 079 622 45 82
Div. Mähmesser und
Balkenteile, neu,
günstig
寿 079 154 41 97
Tränkebecken occ,
Erag, gross, 9 Stk. à
Fr. 50
寿 079 470 26 57 oder
寿 052 657 27 74
Mähwerk Knüsel Blitz
260 zu Carraro oder
Aebi, 2.60 m breit,
günstig
寿 079 154 41 97
Traktoren Hürlimann
D80 Vevey, 583 + 584,
Arganer Holzpflug
寿 041 711 17 94
Landini Mythos, 100
PS, mit Frontlader,
2000 h, Top-Zustand
寿 041 761 09 83
Frontladerschaufel,
240 cm breit, wenig
gebraucht, starke
Ausführung, Fr. 1580
寿 079 470 26 57 oder
寿 052 657 27 74
Stoll V202, Fr. 3500;
Flüssigdüngertank,
5000 l, Fr. 1000;
Beleuchtungswagen,
Fr. 600; div. Ersatzteile
zu Freischneider Jons,
BP40
寿 052 741 21 90
Motormäher Rapid
203, hangtauglich, 2.20
m Balken
寿 079 292 85 57
Doppelrad zu Rapid
505 oder Rapid Euro
寿 079 622 45 82
Kreiselegge Maschio
HL 2300, 2.5 m, Preis
auf Anfrage, Region
Aarberg
寿 079 206 24 59
Scheibenegge
Quivogne, X-Form,
3 m, gezogen, neue
Scheiben
寿 079 646 43 78
Speichertanks Metall,
einmal 2355 l, einmal
1907 l, einmal 1526 l,
für Tränkefass oder
Wassertank usw.,
günstig, Kt. LU
寿 079 663 81 15
Kartoffelhackgarnitur
Haruwy
寿 079 810 43 53
2 Boiler, gut erhalten,
günstig
寿 077 472 26 18
Drehschemel-Anhänger, Hulco Rota 3050,
Länge 5020 mm, Breite
2030 mm, Gesamtgewicht 3000 kg, Jg.
2010, Top Zustand
寿 076 563 98 09
Pneuwagen, 4-5 t,
Bretter, Gestütz, Licht,
Eisen-Gitterräder 9x36;
Anhänger körnerdicht,
7 t, kompl. mit Licht;
Pferdekumet, 60 cm,
neuwertig; Pferde-Eggen; Holz-Harrasse,
neue und gebrauchte;
Mostflaschen mit
Filter, 25 l
寿 032 351 23 58
Futtermischer
Barbone, mit liegenden
Walzen, Fr. 1300
寿 079 446 55 59
Brikettpresse
Hochdruck Ruf,
Typ HRB7.5/3000/80,
für Metallspäne,
Sägemehl, usw., guter
Zustand, Fr. 29’900
寿 079 446 55 59
Putzmaschine Rapid
1991, guter Zustand,
Fr. 2900
寿 079 446 55 59
UFA-REVUE · 5 2014
1BSUOFSTDIBGU
EJF.FISXFSUTDIBGGU
5FMFGPO
XXXXFJEFNBOODFOUFSTDIXFJ[DI
Marktplatz
Fendt GT 380, Jg.
1992, 12500 Std.,
40 km/h, guter
Zustand, Fr. 15’000
寿 079 446 55 59
Milchkühlwanne für
4 Milchkannen à 40 l
寿 071 799 14 03
Krananlage Sumag,
Hydraulik-Drehkran Typ
DHK-12, Teleskoparm
Seilzuggreifer, Fahrspur
2 m, Kranfahrbahn
27 m mit Kabelschleppe, muss selbst
demontiert werden.
Fr. 8000.寿 078 873 25 24
Heckschaufel Bärtschi,
2.20 m, mechanisch
寿 031 825 61 13
Bührer OF 18 Tractospeed, mit Verdeck,
sehr gepflegter Zustand.
4200 Std, Jg. 4.67,
Preis Fr. 6500
寿 079 635 30 71
Feldspritze Rau, 600 l,
12.5 m Balken mit
Gleichdruckarmatur
und Lechler IDK
Düsen,mit Spülwassertank und Spritzentest,
ca. 20-jährig, kaum
gebraucht, mechanisch
und optisch Neuzustand, immer in Garage
gestanden, Fr. 3700 ,
Klauenstand Wallner,
Fr. 590, Viehwagen
Dreirad für Pferdezug,
alt, für 1 GVE mit
Deichsel für Traktorzug,
Preis nach Absprache,
Kt.SG
寿 079 464 69 61
Bandeingraser
komplett zu Rapid 606,
neues Gummiband
寿 078 874 86 55
Silowasserpresse und
Siloabdeckblache für
3 m Rundsilo, Kt. Luzern
寿 078 874 86 55
Rapperswiler MuldenTondachziegel, braun,
gebraucht, gereinigt,
gestapelt, ca.
800 Stück, à Fr. 0.50
pro Stk
寿 079 713 95 05
LANDTECHNIK
gesucht
Defekte Kreisselegge/Fräse, mit Stabwalze ab
2.50 m
寿 079 561 45 42
Bandrechen und
Bandeingrasung für
Rapid MT 200
寿 079 667 42 47
Heurüstmaschine,
Kranmodell, auch
defekt
寿 079 672 76 25
Butterfass, elektrisch,
Gummimatten;
Betonroste
寿 079 318 93 07
Sternhackgerät
Haruwy
寿 077 472 26 18
Fortsetzung
Seite 80
71
GENETIK
NUTZTIERE
Drei Mal Fitness
DER BETRIEB HUSER konnte an der St. Galler Spitzenbraunvieh-Schau 2014 alle
drei Fitness-Siegerinnen stellen. Auch an anderen Wettbewerben ist die Huser-Genetik
regelmässig vorne mit dabei. Die UFA-Revue hat das Betriebsleiter-Ehepaar Hansueli
und Andrea nach dem Erfolgsrezept in der Milchviehzucht gefragt.
Mit einem Gesamtzuchtwert (GZW)
von 135 beziehungsweise 136 gehören Jolden Patrizia und deren
Tochter Glenn Prinzessin zur Elite in
der aktuellen Braunviehzucht. In der Beurteilung durch Braunvieh Schweiz erreichte die Zuchtfamilie von Patrizia im
April 2014 hervorragende 90 Punkte in
der Klasse A.
Patrizia war dreimal Miss Nesslau
und Schöneuter-Siegerin in Sargans.
2011 holte sie den Titel Miss Toggenburg und etwas später wurde sie Champion an der Spitzen-Braunviehschau in
Wattwil. Bereits drei Mal schaffte es die
schöne Kuh zur Miss Genetik an der
Herbstschau in Wattwil.
Prinzessin weist momentan den
höchsten Fitness-Wert im Kanton St.
Gallen aus. An der St. Galler Spitzenbraunvieh-Schau gewann Prinzessin vor
ihrer Mutter Patrizia und Dorli den Fitnesspreis. Alle drei Kühe – Patrizia, Prinzessin und Dorli – stammen vom Betrieb
Huser, Neu St. Johann, der im Kanton
St. Gallen bereits drei Mal zum Fitnessbetrieb des Jahres ernannt wurde.
Kuhverkauf und Embryotransfer
Bei Husers nimmt die Milchviehzucht
eine fast ebenso wichtige Stellung ein
wie die Milchproduktion. Pro Jahr werden rund 15 Nutzkühe verkauft. Seit
Neuestem erfolgt bei den besten Kühen
auch eine Spülung, um viele Nachkommen zu erhalten. Von Patrizia hat Swissgenetics kürzlich einen Stier zugekauft.
Ein Kriterium war dabei der gute Fitness-Zuchtwert, der sich aus den Leistungen in den Bereichen Persistenz,
Zellzahl, Melkbarkeit, Non-Return-Rate
72
Töchter, Rastzeit und Nutzungsdauer
zusammensetzt.
Betriebsspiegel
Gekonnte Anpaarung In der An-
Familie Huser, Hof-Schlatt,
Neu St. Johann
paarungsplanung schaut Hansueli Huser
vor allem auf schöne Euter, allgemein
ein gutes Exterieur und hohe Milcheiweiss-Prozente. Die Milchleistung soll
im momentanen Rahmen (8700 kg pro
Laktation) bleiben. Mehr erscheint unter den betrieblichen Bedingungen
(Bergzone 2 und 3, Alpung) nicht als
sinnvoll.
Vollgas bei den Kleinen Da bereits die Entwicklung der jungen Kälber
sich auf die spätere Leistung als Kuh
auswirkt, wird Wert auf einen erfolgreichen Lebensstart gelegt. Neu kommt in
der ersten Lebenswoche auch UFAEisenpaste zum Einsatz. «Seit ich dieses
Produkt verabreiche, entwickeln sich
die Kälber besser», sagt Hansueli Huser.
Höhe: 1000 m über Meer,
Bergzone 2 und 3
Tiere: 25 bis 30 Brown Swiss Kühe,
45 Stück Jungvieh (Verkauf von
Nutzkühen)
Durchschnittliche Leistungen: 8700 kg
Milch pro Laktation,
3.7 – 3.8 % Milcheiweiss, 4.06 % Fett,
30 000 – 60 000 Zellen/ml, 70 Tage
Rastzeit, 92 Tage Serviceperiode
Weiterer Betriebszweig: Holzfällen
Arbeitskräfte: Die ganze
Familie Huser
Training Die Aufzuchttiere gehen im
Juni zusammen mit dem anderen Jungvieh des Dorfes auf eine Gemeinschaftsalp. Die Kühe verbringen den Sommer
auf der Alp Selun (1700 m über Meer).
Studien zeigen, dass sich die Weidehaltung und Alpung positiv auf die FitnessEigenschaften auswirken können.
Andrea und Hansueli Huser mit
Hansruedi (9 Jahre), Reto (3),
Christian (11) und Jasmin (13).
Es fehlt Werner (18), der momentan
das zweite Landwirtschaftslehrjahr
absolviert.
Aufmerksames Auge Als Voraussetzung für die gute Herdenfruchtbarkeit erwähnt Hansueli Huser die aufmerksame Beobachtung, für die speziell
auch seine Frau Andrea zuständig sei.
Überhaupt steht Andrea voll hinter der
Milchviehzucht und erledigt zusammen
mit den Kindern regelmässig die Stallarbeiten, wenn Hansueli beispielsweise
Holzerarbeiten verrichtet.
Energieloch gestopft Sehr positiv
beeinflusst wurde die Fruchtbarkeit laut
Hansueli Huser auf seinem Betrieb
durch die Minimierung des Energiedefizits anfangs Laktation. In der Startphase
erhalten die Kühe das flockierte Startphasenfutter UFA 173 F sowie UFA
145 F. Als Ergänzung zu Weidegras
5 2014 · UFA-REVUE
GENETIK
NUTZTIERE
Beste für den Pansen. So müssen sich
die Pansenmikroorganismen nicht dauernd auf neue Komponenten einstellen
und der Kuh stehen alle Nährstoffe synchron zur Verfügung. Ob seine Ration
stimmt, kontrolliert Hansueli Huser laufend anhand der Kotkonsistenz und der
Milchinhaltsstoffe.
kommt UFA 256 Fibralor zum Einsatz,
um die Faserversorgung zu optimieren,
ohne die Ration zu «verdünnen». Der Eiweissausgleich erfolgt mit UFA 149.
Mineralisiert wird die Ration mit dem
UFA-Mineralfutter TMR 1113 und Cake
Bloc Lecksteinen auf der Weide. Durch
diese zwei Formen der Mineralstoffversorgung steigt die Sicherheit, dass alle
Kühe genug Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine aufnehmen und
die Kälber im Mutterleib unter guten
Bedingungen heranwachsen.
Fazit Dass Familie Husers Kühe im
Fitness-Bereich beste Zuchtwerte
erzielen, liegt an einer Vielzahl von
Gründen. Es beginnt bei der klugen Anpaarungsplanung, geht über die tierfreundliche Haltung, die bedarfsgerechte Fütterung und erfordert besonders
auch eine aufmerksame Beobachtung
der Tiere. Um hierzu die nötige Arbeitskapazität aufzubringen, ist es von Vorteil, wenn die ganze Familie hinter der
Milchviehzucht steht.
䡵
Das Beste für den Pansen Im
Anbindestall wird während dem Winter
mit einem Schrägmischer eine Mischung aus Weizenkleie, VollpflanzenMaiswürfeln, Zuckerrübenschnitzeln,
Luzerne und UFA 149 erstellt. Eine ausgewogene, immer gleiche Ration ist das
Energie – aber welche?
Zahlreiche wissenschaftliche Studien
bestätigen, dass eine bedarfsgerechte Fütterung in der Startphase
die Fruchtbarkeit und Gesundheit
der Milchkühe positiv beeinflusst.
Hauptziel muss sein, das Energiedefizit nach dem Abkalben zu verMarkus Wickli, Milchviehringern. Damit es gelingt, die Nährspezialist im UFA-Beratungsstoffkonzentration der Ration
dienst Wil
ausreichend zu steigern, ohne
eine Azidose (Pansenübersäuerung)
zu riskieren, darf die angebotene Energie im Pansen nicht zu schnell
abgebaut werden.
Wie der Betrieb Huser machen deshalb auch viele andere Milchviehhalter beste Erfahrungen mit UFA 173 F. Dieses Kombi-Startphasenfutter
(Flocken und Würfel expandiert) wird gern gefressen und dank einem
hohen Anteil Bypass-Energie nur langsam abgebaut. Weil ein Teil der
Energieverwertung im Dünndarm stattfindet, wird der Pansen entlastet.
Die gleichmässige Nährstofffreisetzung im Verdauungstrakt der Kuh
passt zu Dürrfutter und führt zu einer besseren Futterverwertung.
UFA-Milchviehfutter werden nach dem Fütterungssystem W-FOS
bewertet und konzipiert. Neben herkömmlichen Parametern wie NEL
oder APD spielen dabei die Fermentationsgeschwindigkeit und -anteile
im Pansen eine entscheidende Rolle. Neu fliessen auch die glukogenen
Nährstoffe (GN) in die UFA-Fütterungspläne ein. Bei den GN handelt es
sich um bei Hochleistungskühen meist erstlimitierende Vorläufer der
Laktose-Produktion.
Neben diesen wertvollen Energiequellen enthält UFA 173 F auch
«MegaDigest» mit Lebendhefen, Niacin und Methionin. Diese Zusätze
puffern den Pansen und fördern eine effiziente und möglichst vollständige Verwertung des Futters.
An der St. Galler Spitzenbraunvieh-Schau 2014
standen gleich drei Kühe des Betriebs Huser auf
dem Podest.
1
1 · Glenn Prinzessin
(EX94) weist einen
Gesamtzuchtwert
von 138 und eine
Persistenz von 101 aus.
2
3
2 · Jolden Patrizia
(EX94) ist die Mutter
von Prinzessin.
Sie erreicht eine
Laktationsleistung
von über 10 000 kg
bei 4 Eiweissprozenten.
3 · Auch Wermont
Dorli brilliert mit
besten Fitness-Zahlen.
So etwa mit einem
Zellzahl-Wert von 34.
Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,
3360 Herzogenbuchsee
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
5 · 14
73
NUTZTIERE
Das Qualitäts–Strukturfutter
LUZERNE In den letzten Jahren hat sich die Luzerne als wichtiges Element in der
Rationsplanung etabliert. Die Vorteile für den Wiederkäuer sind weitaus bekannt
und werden in der Schweiz von Tierhaltern und Kühen gleichermassen geschätzt.
Luzerne bildet eine wirtschaftliche und rentable Ergänzung zum betriebseigenen
Futter, bestätigen Kunden aus verschiedenen Regionen.
Patrick
Tschudi
Christian
Felzen
fenaco Raufutter pflegt zusammen
mit den LANDI eine langjährige Geschäftsbeziehung mit Désialis, der
französischen Herstellerin der bestens bekannten Qualitätsmarken «Rumiluz» und «Rumiplus». Bereits im Frühjahr wurden erste Gespräche für die
Kontrakte ab Ernte gehalten, um eine
ausreichende Grundversorgung zu einem günstigen Preis zu garantieren. Im
Frühling lässt sich der Jahresbedarf nur
abschätzen. Somit werden je nach Saisonverlauf frühzeitig Zusatzkontrakte
abgeschlossen. fenaco Raufutter besucht regelmässig die verschiedenen
Werke in Frankreich und nimmt aktiv
Einfluss auf die Produktions- und Qualitätssicherungsprozesse.
Klee-Gras-Mischung – hohen Proteingehalt und ihrem Strukturwert geschätzt
(siehe Praxisstimmen).
Gern gefressen Mit «Rumiluz» und
«Rumiplus» stehen Landwirten hochstehende Luzerneprodukte zur Verfügung.
Ideal eingesetzt – als Mischration oder
Direktfütterung – wird Luzerne gerne
gefressen und unterstützt die tiergerechte und wirtschaftliche Fütterung. In
der Praxis wird Luzerne vor allem wegen
dem – gegenüber einer gewöhnlichen
Preisentwicklung Ab Erntebeginn
«Konstante und gute
Qualität»
«Das Preis-LeistungsVerhältnis stimmt»
Kaspar Räz,
3255 Rapperswil
Generationengemeinschaft, 42 ha Nutzfläche (Futterbau), 95 Milchkühe und
Aufzucht
Drei Fragen
A · Warum setzen Sie
Luzerne auf Ihrem
Betrieb ein?
A · Mit Luzerne erhöhe ich den
Rohprotein- und den Strukturgehalt der
Milchviehration.
B · Welche Vorteile hat
die Luzerne im Vergleich zum hofeigenen
Grundfutter für Sie?
B · Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei
der Luzerne stimmt. Zudem überzeugen
mich der Eiweiss- und Strukturgehalt
dieses Raufutters.
C · Welchen Stellenwert hat für Sie die
Luzerne in der Agrarpolitik 2014 – 2017?
C · Weil der Rohproteingehalt der
Luzerne höher liegt als in den KleeGras-Beständen, kann etwas
Ergänzungsfutter eingespart werden.
74
«Verbessert den
Struktur- und Proteingehalt»
Jean-Luc Besson,
1353 Bofflens
Roland Bucher,
6034 Inwil
20 ha Nutzfläche, 50 Milchkühe,
400 000 l Milchertrag (Emmentaler)
im Mai sind «Rumiluz» und «Rumiplus»
ab Produktion verfügbar. Wenn bei besonderen Bedingungen (Wetter) die
Nachfrage die laufende Produktion
übersteigt, kann es vorübergehend zu
erheblichen Lieferfristen kommen. Der
Preis der Luzerne richtet sich nach dem
Weltmarkt beziehungsweise dem aktuellen Angebot und der Nachfrage. Er
kann sich bei besonderen Witterungs-
A · Um Struktur und Protein in unsere
Mischration zu bringen. «Rumiluz»
bietet eine konstante und gute Qualität.
B · Luzerne führt zu einer höheren
Schlagzahl beim Wiederkauen, ersetzt
Puffersalz und kann auch bei Kälbern
sehr gut eingesetzt werden. Sie passt
optimal zum betriebseigenen
Grundfutter.
C · Der Stellenwert der Luzerne wird
sich durch die Agrarpolitik 2014 – 2017
auf unserem Betrieb nicht verändern.
Wir sind darauf angewiesen, gutes
Grundfutter zuzukaufen.
Generationengemeinschaft, 28 ha Nutzfläche, 36 Milchkühe, 300 000 l Milchertrag (Greyerzer), 600 m2 Geflügelmast
(Optigal)
A · Unsere Region ist ein Trockengebiet,
wo nur wenig Emd geerntet werden
kann. Luzerne ist preislich interessant
und verbessert den Struktur- und
Proteingehalt der Ration.
B · Die Qualität von Luzerne ist konstant
und es kann mit sicheren Gehaltswerten
gerechnet werden.
C · Der Anbau von Inland-Luzerne ist
interessant. Wird die Luzerne allerdings
getrocknet, fallen hohe Kosten an.
5 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Produkte und Lieferung
«Rohfaserergänzung, ohne
Ration zu verdünnen»
Ackermann et Cie.,
Julien Magula, 2803 Bourrignon
«Rumiluz» Ballen weisen ein Gewicht von rund 370 kg auf. Die Ballen sind
115 x 115 x 72 cm gross, werden mit Plastikband gebunden und in Kunststoffnetze
gewickelt. Die Rückverfolgung ist anhand der Etikettierung und Nummerierung
gewährleistet.
Zur Produktion von
«Rumiluz» wird die
Luzerne gehäckselt
und schonend künstlich getrocknet, um
den wertvollen
Blattanteil und die
Nährstoffe zu erhalten.
«Rumiplus» bietet sich als ideale Alternative zu der bewährten und bekannten
«Rumiluz» Luzerne an. Die Feinstoffe (Blattanteil) werden hier bei der Verarbeitung
aussortiert, gepresst und in Form von Pellets wieder in die Balle eingeführt. Eine Balle ist
rund 420 kg schwer. Grösse und Verpackung entsprechen den «Rumiluz» Ballen.
198 ha Nutzfläche, 115 Milchkühe,
1 170 000 l Milchertrag, 110 Aufzuchtrinder, 55 Mastmunis, 50 Pferde, 768 Mastschweine
A · Luzerne ermöglicht die Rohfaserergänzung, ohne dadurch die Ration zu
verdünnen. Wir kaufen Luzerne zu, weil
wir zu wenig Raufutter haben. Die
zugekaufte Luzerne weist eine gesicherte
Qualität auf, ist schmackhaft und wird
gern gefressen.
B · Luzerne ist ein Raufutter mit stabilen
und regelmässigen Gehalten. Sie passt
gut zu Mais- und Grassilage. Der erste
Schnitt eignet sich auch für Rinder und
Pferde ideal.
C · Als Raufutter hat Luzerne ein
positives Image. Beim Import aus dem
nahen Frankreich sind die Transportwege kurz. Für Betriebe, die Beiträge für
die graslandbasierte Milch- und
Fleischproduktion erhalten, bestraft
zugekaufte Luzerne das Raufutter in der
Kategorie «anderes Raufutter» nicht.
UFA-REVUE · 5 2014
Lieferkapazität
• Sattelschlepper: zirka 25 t (Länge zirka 18 m, Gesamtgewicht zirka 40 t)
• halber Sattelschlepper: zirka 12.5 t
Zufahrts- (inklusive allfällige Bewilligungen) und Ablademöglichkeiten müssen vor Ort
(Domizil) gewährleistet sein. Kleinmengen und Zusatzleistungen, wie Motorwagen und
Anhänger, sind auf Anfrage möglich.
Andere Herkünfte
Neben den bewährten Produkten bietet fenaco Raufutter über die LANDI auch BioLuzerne sowie konventionelle Ware aus verschiedenen Herkünften an.
bedingungen oder Zollanpassungen
sprunghaft verändern. In den letzten
Jahren hat es sich gelohnt, die Luzerne
im Frühjahr oder Vorsommer zu kaufen
und im Verlauf des Sommers liefern zu
lassen. Die Hersteller sind interessiert,
möglichst viel Ware ab Produktion abzusetzen, um Lagerkosten zu sparen.
Auch Ware in Bio-Qualität ist erhältlich.
Fixpreis vereinbaren? Das Bundesamt für Landwirtschaft legt die
Grenzbelastung (Zoll und Garantiefondsbeitrag) für Importfutter monatlich
aufgrund der aktuellen Marktpreise und
des Zielpreises (Schwellenpreis – verzollt
franko Grenze) fest. Wird Luzerne beispielsweise im Mai bestellt, kann der
Zollansatz zum Zeitpunkt des Imports,
beispielsweise im August, den Preis
noch erhöhen oder reduzieren. Handelspartner haben die Möglichkeit, einen
Fixpreis zu vereinbaren, was jedoch tendenziell zu Gunsten des Verkäufers ausfällt, da dieser für sein Risiko einen Sicherheitszuschlag einkalkulieren muss.
Wird ein Termingeschäft weit im Voraus
abgeschlossen, ist es wegen oftmals widersprüchlicher Indizien meist schwierig, eine Tendenz vorauszusagen.
䡵
Autoren Patrick
Tschudi, Produktverantwortlicher Luzerne, und
Christian Felzen,
Abwicklung Luzerne,
fenaco Raufutter,
3001 Bern.
Unter www.raufutter.ch
finden Sie das ganze
Sortiment von fenaco
Raufutter, das in den
LANDI angeboten wird.
Weitere Infos auch
unter www.desialis.fr.
Gratis-Infoline
0800 808 850.
www.ufarevue.ch
5 · 14
75
NUTZTIERE
Sicherheit in der
Mineralstoffversorgung
PROBLEME MIT DER TIERGESUNDHEIT, der Reproduktion oder Ähnlichem
können zu grossen finanziellen Verlusten führen. Oft sind solche Probleme auf eine
ungenügende Versorgung mit Mineralstoffen zurückzuführen.
Hansueli
Rüegsegger
Benjamin
Laville
Nicht jede Kuh hat den gleichen Bedarf an Mineralstoffen. Der Bedarf
hängt von der Milchleistung und
der Absorption der einzelnen Mineralstoffe ab. Wird der Mineralstoff nur
über eine Mischration angeboten, kann
das Tier einen zusätzlichen Bedarf nicht
abdecken. Beim freien Zugang zu Mineralstoffen, beispielsweise über einen
«UFA-Microfeeder», lassen sich solche
Probleme reduzieren, wenn nicht sogar
unterbinden.
Nur teilweise speicherbar Den
grössten Mineralstoffbedarf haben Kühe mit hoher Milchleistung. Ein Energiedefizit in der Startphase kompensieren
Hochleistungskühe bis zu einem gewissen Grad via Körperfettmobilisation,
auch wenn dies nicht erwünscht ist (Ketosegefahr). Die wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente kann das
Rindvieh aber nur teilweise oder gar
nicht speichern, beispielsweise Magnesium. Deshalb müssen die Mineralstoffe
stets gezielt zugefüttert werden.
Indirekte Kosten Der wirtschaftliche Verlust durch einen Krankheitsausbruch beläuft sich auf mehrere 100 Fr.
pro Milchkuh. Grösser als die direkten
Kosten, die durch den Tierarzt entstehen, sind in der Regel die indirekten
Kosten durch Produktionsausfälle. Im
Gegensatz dazu liegen die jährlichen
Mineralstoffkosten unter 100 Fr.
Zusätzlichen Bedarf decken In
der Regel wird die Misch- oder Grundration ergänzt, damit die Grundversorgung an Mineralstoffen sichergestellt
ist. Oft haben die Tiere einen zusätzlichen Bedarf, beispielsweise in der Start76
Bellechasse: Expandiertes Mineralsalz zu Vollweide
Nicolas Musy, Leiter der Tierhaltung bei den Anstalten Bellechasse, ist überzeugt:
Damit Kälber gesund zur Welt kommen, muss bereits bei der Mineralstoff- und
Spurenelementversorgung der Kühe angesetzt werden.
Die 100 Milch- und 70 Mutterkühe der Anstalten Bellechasse weiden tags und nachts
draussen, sofern es das Wetter erlaubt. Als bei den Kälbern letzthin grössere
Gesundheitsprobleme (Krankheitsanfälligkeit, mangelnder Saugreflex) auftraten, wurden
Blutproben genommen. Es zeigte sich, dass es hauptsächlich an Selen fehlte. Aber auch
Magnesium war knapp.
Moorböden, wie sie in Sugiez vorkommen, sind arm an Selen. Der Mangel wird vom
Wiesenfutter auf die Kühe und von dort auf die Kälber übertragen. Wohl wurde auf den
Weiden der Anstalten Bellechasse ein Leckstein angeboten. «Doch davon nehmen die
Tiere zu wenig auf», stellt Nicolas Musy fest.
Deshalb sorgen heute drei «UFA-Microfeeder»
für die Wirkstoffversorgung. Angeboten wird
ein Gemisch von 80 % «Minex» und 20 %
Viehsalz. Die Mutterkühe fressen pro Tag
durchschnittlich zirka 110 g, die Milchkühe
120 g dieser Mischung, rechnet Nicolas
Musy. Noch mehr oder wohl zu viel
Mineralstoff nähmen die Tiere auf, wenn
nur Minex mit seiner appetitanregenden
Expanderstruktur und seinen schmackhaften
Zusatzstoffen angeboten würde.
Mit dem aktuellen Fütterungsregime
beabsichtigt Nicolas Musy, künftig auf die
Seleninjektion bei den Kälbern zu
verzichten. Als Nachteil des «Microfeeders»
gibt er zu bedenken, dass nicht bekannt ist,
welche Mineralstoffmenge die einzelne Kuh
genau konsumiert. Deshalb empfiehlt der
UFA-Beratungsdienst, die Grundmineralstoffversorgung über die Mischung, die
Krippe oder die Abrufstation sicherzustellen.
phase, bei Futterumstellungen, in
Stresssituationen oder bei Krankheit.
Ein tiefer Trockensubstanz-Verzehr aufgrund heisser Temperaturen und hoher
Luftfeuchtigkeit verschärft die Situation
zusätzlich. Mit einer Leckschale oder
über den Zudosierer kann der erhöhte
Bedarf gedeckt werden.
In Bellechasse trat Selenmangel bei
Holstein-, aber vor allem auch bei
Limousin-Tieren auf.
Mineralstoff und Salz mischen
Wird der Mineralstoff im «UFA-Microfeeder» (siehe Kasten) ad libitum angeboten, ist der Verzehr vor allem bei einem schmackhaften Mineralstoff wie
«Minex» in der Regel zu hoch. Damit die
Aufnahme auf einem vernünftigen Niveau bleibt, kann der Mineralstoff im
5 2014 · UFA-REVUE
NUTZTIERE
Ein «Stehaufmännchen»
Der «UFA-Microfeeder», auch Mineralsalzautomat genannt, eignet sich für den
Einsatz auf der Weide, im Auslauf oder
im Laufstall. Durch die relativ schwere
Bodenplatte nimmt der «Microfeeder»
stets wieder die aufrechte Position ein –
ein sogenanntes «Stehaufmännchen».
Der Inhalt ist vor Witterungseinflüssen
und Verschmutzung geschützt. Die
Konstruktion ist einfach, solide,
wartungsfrei und einfach zu reinigen.
Auch in heissen Perioden eignet sich der
«UFA-Microfeeder» ideal zur Sicherstellung der Mineralstoffversorgung.
Der «UFA Microfeeder» ist auch als
Spielzeug beliebt. Dank erschwerter Bodenplatte findet der Mineralstoffautomat stets wieder in die
richtige Position zurück.
Werden die Mineralstoffe via «UFA
Microfeeder» in Expander-Form
angeboten, ist eine ausreichende
Aufnahme im Vergleich zu Lecksteinen eher gegeben.
Verhältnis von 2:1 mit Viehsalz gemischt
werden. Praxisbetriebe haben damit
sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch
Viehsalz alleine wird oft zusätzlich über
den «UFA-Microfeeder» angeboten.
Wichtig ist, dass der Mineralsalzautomat nicht direkt neben einer Wasserstelle steht, damit der Verzehr nicht zu
stark ansteigt. Weiter sollte nicht zu viel
Viehsalz in den «UFA-Microfeeder» gegeben werden, um einerseits Klumpenbildung zu verhindern und andererseits
den Verzehr zu kontrollieren.
Schafe,
Ziegen,
Mutterkühe
Der «UFA-Microfeeder» eignet sich
auch bestens für Schafe und Ziegen.
Werden die Tiere rund um die Uhr
UFA-REVUE · 5 2014
draussen gehalten, kann die komplette
Mineralstoffgabe über den Mineralsalzautomaten erfolgen. Ebenfalls auf Alpen
kommt der «UFA-Microfeeder» zum
Einsatz. Jedoch muss dieser auf einer einigermassen geraden Oberfläche stehen, da er für Hanglagen ungeeignet ist.
Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet
sich für Mutterkuhbetriebe. Das Kälberaufzuchtfutter kann im Kälberschlupf
über den «UFA-Microfeeder» angeboten werden.
und den zusätzlichen Bedarf zu decken.
Der «UFA-Microfeeder» kann sehr vielseitig eingesetzt werden und bietet beste Voraussetzungen, einen Mineralstoffmangel verhindern zu können.
䡵
Fazit Der Mineralstoffbedarf der Tie-
Gratis 1 Sack Minex/UFA-Mineralsalz
nach Wahl bei Bezug eines «UFA-Microfeeders». Bis 21. Juni 2014.
re ist je nach Laktationsstadium und
weiteren Faktoren wie Futterumstellungen und Stresssituationen sehr unterschiedlich. Wichtig ist, dies zu erkennen
Autoren Hansueli Rüegsegger,
Leiter Milchvieh, UFA AG,
3360 Herzogenbuchsee.
Benjamin Laville, Ressortleiter Rindvieh
im UFA-Beratungsdienst,
3052 Zollikofen. www.ufa.ch
www.ufarevue.ch
5 · 14
77
BIO-SEITE
Schwierige Kulturen gewagt
MIT KARTOFFELN, SOJA UND MAIS baut die Personengesellschaft SchluepFurrer drei Kulturen an, die unter Bio-Bedingungen als herausfordernd gelten. Immer
wieder werden neue Ansätze getestet. Aktuell sind dies eine Erhöhung der N-Düngung
in Kartoffeln und Weizen sowie die Einsaat von Stangenbohnen in die Mais-Reihen.
Seit bald 20 Jahren wird der Rütihof
in Nennigkofen (SO) nach BioRichtlinien bewirtschaftet. 2013 haben Patrick und Angese Schluep
den Betrieb übernommen und eine Personengesellschaft mit Markus Furrer gegründet.
hindern. Bevor sich die Krankheit jedoch in die Knollen frisst, werden die
Stauden abgeflammt. Drei Wochen
nach dem Abflammen beginnt das Graben. Zielertrag sind 250 kg pro Are.
Unter Folie
Nährstoffverlusten vorgebeugt
Die Böden des Rütihofs sind vielseitig.
Teils alkalisch, teils sauer, am Hügel sandig und an der Aare eher tonig. Entsprechend der Bodenanalysen werden die
Ackerkulturen an den passenden Standorten platziert. Um Nährstoffverluste
und Erosion zu vermeiden, wird eine
dauernde Bodenbedeckung mit dem
Anbau von Gründüngungen angestrebt.
Stickstoff in den Boden bringt auch
die Futterbaumischung UFA 330 M, die
statt kurzlebigem Ackerklee ausdauern-
Betriebsspiegel
Personengesellschaft Schluep-Furrer, 4574 Nennigkofen
Nutzfläche: 50 ha
Tiere: 32 Montbéliarde Kühe (5500 – 6000 kg Milch pro Laktation),
Aufzucht (ab 6 Monaten auf Vertragsbetrieb)
Pflanzen: 6 ha Kartoffeln, 10 ha Weizen, 3.5 ha Silomais, 2 ha Soja,
16 ha Kunstwiese, 13.5 ha Naturwiesen, Weiden und Ökoausgleich
Arbeitskräfte: Patrick und Angese Schluep sowie Markus Furrer
78
Soja bringt als Leguminose eine
willkommene Abwechslung in die
Fruchtfolge.
den Mattenklee enthält. Der Rotkleeanteil bleibt konstant, was eine bessere
Trockenheitstoleranz zur Folge hat.
Nach jeder Nutzung kommen auf dem
Wiesland rund 30 m3 Gülle je Hektare
zum Einsatz.
Kartoffeln
in
Windrichtung
Nach UFA 330 M beginnt die Fruchtfolge mit Kartoffeln. Im Herbst wird Mist
gestreut und mit dem Rototiller eingearbeitet. Im Frühling kommen 36 m3
Gülle zum Einsatz. Schliesslich werden
zur Pflanzung nochmals 70 kg N pro
Hektare ergänzt. Sobald die Kartoffelstauden aufgelaufen sind, wird ein bis
zwei Mal gehackt. Wenn der Kartoffelkäfer-Schwellenwert erreicht ist, wird
«Novodor 3 FC» gespritzt. Dieses Mittel
basiert auf dem Bodenbakterium Bacillus Thuringiensis, das einen insektiziden
Proteinkristall produziert.
Hauptherausforderung ist die Krautfäule. Auf Kupfer-Produkte wird verzichtet, um den Eintrag von Schwermetallen in den Boden zu minimieren.
Damit die Stauden nach Regen rasch abtrocknen, werden sie in Windrichtung
und mit einem Abstand von 28 cm gepflanzt. Ganz lässt sich die Fäule nie ver-
80 a Charlotte werden
unter Folie kultiviert und als Frühkartoffeln vermarktet. Erreichen die Knollen
die Kirschengrösse, wird die Folie entfernt.
Nach der Kartoffelernte ist Grubbern
angesagt, um als Gründüngung «UFA
Lepha» (Alexandrinerklee, Sommerwicken, Phacelia) anzusäen und diese nach
drei Monaten Standzeit zu mulchen und
unterzupflügen, bevor Weizen oder Soja
in den Boden kommt.
N aus dem Sack Aktuell stehen
die bekannte Top-Weizensorte «Wiwa»
und die neue «Lorenzo» (kurzstrohig,
standfest) auf dem Feld. Im Frühling
wird möglichst früh gestriegelt und einen Tag später Rindergülle im Gemisch
mit zugeführtem Hühnermist ausgebracht. Als Test wurde 2014 zusätzlicher
Stickstoff aus dem Sack ergänzt. Mit diesem Input strebt Patrick Schluep einen
Körnerertrag von 50 kg pro Are an. Rund
einen Monat nach dem ersten Durchgang kommt der Striegel nochmals zum
Einsatz. Um die Bodenfruchtbarkeit
langfristig zu sichern, folgt auf den Weizen – wo nötig – eine Aufkalkung.
Hoher Sojapreis bietet Anreiz
Seit 2012 baut der Rütihof auch Soja an.
Der Markt verlangt danach, der «Preis
stimmt» und diese Ölsaat bringt eine
willkommene Abwechslung in die
Fruchtfolge. 2014 ist mit 3 bis 3.5 ha eine grössere Sojafläche vorgesehen als in
5 2014 · UFA-REVUE
BIO-SEITE
KURZMELDUNGEN
Bio mit Rekord-Marktanteil
Markus Furrer und
Patrick Schluep haben
den Ackerbau in den
letzten Jahren ausgedehnt. Hier die 80 a
Charlotte unter Folie.
In der Schweiz arbeiten mittlerweile
5884 Produzenten und 847 Verarbeiter
nach den Richtlinien von Bio Suisse.
Während die Bio-Fläche 2013 um
5000 ha zunahm, wuchs der Gesamtumsatz mit biologisch produzierten und
verarbeiteten Gütern auf 2.053 Mia. Fr.
(plus 12.1 %). Der Bio-Markt erreichte im
letzten Jahr mit einem Marktanteil von
6.9 % einen neuen Rekordwert.
Volle Konzentration auf Start
In der Bio-Milchviehfütterung entfaltet
Ergänzungsfutter seine Wirkung am
besten in der Startphase der Kühe.
Gelingt es, das Energiedefizit zu minimieren, profitieren Gesundheit und
Leistung. Das Kombi-Futter UFA 174F ist
speziell auf die Startphase abgestimmt.
Dank hohem Bypass-Anteil wird der
Pansen entlastet und ein Teil der Energie
im Dünndarm abgebaut, was die Futterverwertung verbessert. Positiv auf die
Futtereffizienz wirken sich auch die
lebenden Hefen in UFA 174F aus, weil
sie die Pansenaktivität fördern.
Profitieren Sie bis 24.5.2014 von
Fr. 3.– Rabatt pro 100 kg UFA-Milchviehfutter (Hauptsortiment)!
den Vorjahren. Um den Zielertrag von
2.7 t pro Hektare zu erreichen, sind mittelschwere, gut mit Kalk versorgte Böden gefragt. Im Herbst wird das Feld mit
dem Onland-Pflug vorbereitet (15 cm
tief), worauf im Frühling eine Unkrautkur folgt.
Bis die Pflanzen den Boden abdecken, ist Soja arbeitsintensiv. Um die
Unkräuter zu kontrollieren, muss der
erste Durchgang mit dem GänsescharHackgerät früh erfolgen. Insgesamt finden in der Regel drei Durchgänge statt.
Je nach Feld und Wetter ist es nötig, mit
dem Schaber nachzujäten. Im Vergleich
zum Unkraut sind Krankheiten auf seinen Sojafeldern kein grosses Problem,
sagt Patrick. Vermarktet werden die Sojabohnen – wie die Kartoffeln und der
Weizen – über die LANDI.
Stangenbohnen in Mais Zur
energetischen Aufwertung der Milchviehration und zur Erhöhung der Flächeneffizienz (Ertrag pro Hektare) wird
auch Silomais angebaut. Als Dünger
kommt Kuhmist zum Einsatz, der ideal
mit der Nährstoffbedarfskurve des Maises korrespondiert.
Dieses Jahr prüft die Personengesellschaft Schluep-Furrer eine innovative
UFA-REVUE · 5 2014
Eiweissergänzung des Maises: Die Einsaat von 80 kg Stangenbohnen-Samen
pro Hektare, wenn der Mais 20 cm hoch
ist. Sowohl von Mais als auch Stangenboden werden somit sechs Körner pro
Quadratmeter gesät. Herausforderung
ist, das erwünschte Mischverhältnis zu
erreichen und dass die beiden Kulturen
gleichzeitig reif werden.
Anbindestall
als
Flurbegehung und
Ackerbautag in Münsingen
Am Donnerstag, 12. Juni 2014 (8.30 bis
16 Uhr) trifft sich die Bio-Branche zur
dritten Ausgabe des Schweizer BioAckerbautages. Der Anlass findet mit
dem dritten Berner Bodentag auf der
Bio-Schwand in Münsingen (BE) statt.
Es werden die neusten Maschinen und
Kulturverfahren im Bio-Ackerbau vorgestellt. fenaco GOF (Getreide, Ölsaaten,
Futtermittel) präsentiert sich zusammen
mit weiteren Unternehmen der Gruppe
(unter anderem UFA Futter, UFA Samen
und Landor) an einem Stand im
Ausstellungsbereich. Zudem gibt es
Sorten- und Anbauversuche mit Getreide, Ölsaaten und Körnerleguminosen –
teils in Mischkultur – sowie Demoparzellen zu besichtigen.
Bei der Flurbegehung einen Monat vor
dem Bio-Ackerbautag (Montag, 12. Mai,
19.30 Uhr) geben Fachexperten bereits
einen ersten Einblick. Mehr unter Informationen zur Flurbegehung und zum
3. Bio-Ackerbautag unter
www.bioackerbautag.ch
Melkstand
Landen wird der Mais in der Krippe der
32 Kühe (2 Schaufeln/Kuh/Tag). Im alten Anbindestall wird gemolken, während die Kühe ihren Anteil Mais und
UFA 272 (300 kg je Kuh und Jahr) geniessen. Ansonsten können sich die
Montbéliarde-Tiere auf Tiefstreue und
dem gedeckten Gülleloch frei bewegen.
In zwei Raufen stehen Grassilage, Heu
und Emd permanent zur Verfügung. Pro
Tier und Tag werden 50 g Mineralstoffe
via Krippe zugefüttert. Den Rest holen
sich die Kühe an Lecksteinen selber.
Ausblick Was die Zukunft betrifft,
prüfen die drei Gesellschafter einen Einstieg in die Legehennenhaltung. Denn
im Verhältnis zum Nährstoffbedarf der
50 ha fällt durch das Milchvieh zu wenig
Dünger an.
䡵
Autor Matthias Roggli,
UFA-Revue,
3360 Herzogenbuchsee
www.ufarevue.ch
5 · 14
79
Marktplatz
Fortsetzung
von Seite 71
LANDTECHNIK
gesucht
Kraftfuttersilo, ca. 8 bis 15 t
寿 079 243 75 25
Dieselmotoren u.
Generatoren
寿 079 630 08 28
Rapid 505 oder 606,
nur Maschine, günstig
寿 079 108 06 65 oder
寿 079 108 06 65
Hecklader oder
Stapler; Motormäher
寿 044 935 19 70
Mäusevergaser wie
Mauki oder ähnliche,
gebraucht aber
funktionstüchtig
寿 079 663 54 58
3 Scharpflug, mit
Stützrad; selbstfahrende
Obstauflesemaschine
寿 079 464 69 61
Traktor Bührer,
Tractospeed 455...465..
.etc.
寿 079 422 30 55
Kraftfuttersilo Occ.,
für ca. 10 t, mit
Trennwand und
Abstellschieber, nicht
höher als 4 m, Breite
max. 2 m, mit Einfüllstutzen von LKW aus
寿 079 759 27 47
Waschtrog, für
Rohrmelkanlage, für
4 - 6 Aggregate
寿 079 673 58 66
Faltenschieber, für
Schwemmkanal in
Anbinde-Stall, 80 cm
breit
寿 079 245 25 02
Schleppschlauchverteiler Hochdorf, 7.20 m
寿 079 676 34 50
Schleppschlauchverteiler Hochdorf, 7.20 m
寿 079 676 34 50
Schilter Junior,
Zustand egal
寿 077 406 30 85 oder
寿 041 497 10 85
Jumboanhänger, ca.
7.3 m x 2.5 m, mit hydr.
Bremse
寿 079 422 30 55
Cambridgewalze, auch
defekt; Walze-Ringteile Griesser
寿 079 530 26 85
Kippgerät Paloxen
寿 031 755 89 89
80
Rapsschere, leicht, für
Mähdrescher, elektrisch
oder hydraulisch
寿 079 516 14 92
Glockentreichel,
Klauenstand, Güllenbrüggli Hochdorf, Track
allrad, bis Fr. 5000,
Dosiergerät bis Fr. 3000
寿 079 575 25 52
Mais- oder Rübensägerät Nodet, pneumatisch
寿 077 472 26 18
Schreitbagger Menzi
Muck, Kamo, Jolly,
nicht zu schwer, bis ca.
4 t, ev. auch Raupenbagger
寿 079 245 25 02
Maishackgerät
寿 079 530 26 85
Aufbaugetreidesämaschine, mechanisch
oder pneumatich, mit
Schlepp- oder Rollscharen
寿 079 243 75 25
Gummiförderband
寿 078 910 87 39
Frontlader-Palettengabel, 1200 mm lang,
Tragkraft 1000 kg, Euro
8 Aufnahme
寿 052 376 11 52
Traktor, bis 80 PS
寿 044 935 19 70
LKW Kipper, für
Beton, Kies usw.
寿 079 473 97 30
Strohmühle, Zapfwellenantrieb, 10-12 mm
Sieb, inkl. Rohrleitung
寿 079 354 72 17
Kartoffeldämpfer, holz
oder elektr., gratis, Kt.
FR / BE / SO
寿 079 354 72 17
Öltank, Kunststoff,
2000 l, mit Auffangwanne 100%
寿 079 612 34 78
Einhänge-Frontgewichte, passend zu
Fendt, 32 kg pro Stk.,
Region ZH-Weinland
寿 079 516 14 92
Garagentore, Occasion,
Metall, evt. mit Fenster,
Zustand egal, Masse
mind. 3.10 m hoch,
3.50 m breit
寿 079 759 27 47
Hackgerät, zu Fendt
GT, bevorzugt Schmotzer, bitte alles anbieten
寿 079 430 66 17
Transporter oder
kleineren Traktor,
günstig; Motormäher,
günstig
寿 062 299 04 36
Transporter Aebi, TP 97
寿 079 429 33 03
Doppelräder, 9.5-R40,
kombinierbar auch als
Pflegerad, Patent
Schaad
寿 079 810 43 53
Hürlimann, rot, Typ
D100 UND, grösser;
Porsche-Master
寿 062 299 14 30
Ladewagen Agrar LW
22, Jg. 74, Hochlader,
neuerer Pic-Up, Spur
175, Pneus 11.5/8015.3, Kt. BE
寿 031 926 16 61
Kreiselegge HB3000,
zu Maschio, je 7 Zinken
Li./Re.; Kreiselwelle,
mit Lager; Zinkenarm
寿 079 480 52 73
Silo, grün, 45 m³
寿 079 202 57 88
Spritzbalken Birchmeier, 10 m
寿 079 769 21 47
Hürlimann, rot, 4 x 4
寿 062 299 14 30
Kransilo Huber, 50m³
寿 052 316 10 23
Silofräse Stocker, für
3.5 m Silo
寿 079 587 68 87
Futtersilo, für flüssige
Komponenten, 8000 l,
ab Platz
寿 079 667 00 96
Gartenplatten, Beton,
50 x 50 cm oder
70 x 40 cm
寿 079 668 03 04
Hochsiloverteiler,
S.Gras, S.Mais,
neuwertig, Fr. 1200
寿 079 668 03 04
Elektrogüllenverteiler,
von Privat
寿 078 630 55 80
1- Achs- oder Tandem3-Seitenkipper, Occ.,
kein LKW, abends
寿 052 763 38 97
Klingenrotor Pegoraro,
Modell LU, 2.5 m breit
寿 032 618 17 25
Erntewagen mit Rotor,
Luft und Kugel
寿 052 741 21 90
Tank, 500 - 600 l, für
Feld- oder Baumspritze
寿 079 663 81 15
Kartoffelsortier- und
Verlesemaschine
Samro oder Kunz, mit
Zubringerband
寿 0049 7734 6889
LANDTECHNIK
zu verschenken
Kunststoffsilo, 80
Kubik, mit Einblasrohr,
ab Platz
寿 071 780 03 08
Silo Rotaver, 55 m³,
weiss, Innenluken, ab
Platz, Kt. Solothurn
寿 078 761 39 32
2 Silo Rotaver, grün,
1 x 75 m3 und
1 x 60 m3, Ø 3.5 m
寿 032 641 22 73
4 Autopneu Snowfox
Courier, 185/65 R 14 à
80% Profil
寿 062 871 74 31
Rotaversilo, 42 m³,
3 m Ø, guter Zustand
寿 079 561 45 42
Grassilo Huber, gratis,
muss abgeholt werden
寿 079 772 57 81
IMMOBILIEN
Suche
Landw. Liegenschaft
im Kanton LU,
Amt Willisau, Grösse
egal, auch mit
schlechten Gebäuden,
Diskretion zugesichert!
寿 041 980 62 65
IMMOBILIEN
zu vermieten
Ferienwohnung
gemütl., komfort, in
Valens ob Bad Ragaz,
900 m ü. M., Bergdorf
mit Thermal-Heilbad,
Preis Fr. 80 für
2 Pers. / Tag, ausspannen, erholen, baden,
wandern, Bergtouren
寿 071 455 11 53
Ruhige Ferienwohnung
auf Bauernhof zu
vermieten, max. vier
Personen, ab Fr. 300
pro Woche
寿 034 435 11 70
TIERE
zu verkaufen
Trächtige Rinder
Limousine, Angus, für
Mutterkuhhaltung, die
Mütter der Tiere sind
Fleckvieh Milchkühe
寿 079 636 12 64
2 Galloway Kühe, mit
Kalb und 3 Rindli
寿 079 281 77 84
Hochlandrinder,
mehrere zutrauliche
und sehr schöne, div.
Farben, verschiedene
Alterskategorien,
Tragende, mit Zuchtausweis, Chance für
Einsteiger/in
寿 031 701 07 00
RH-Rinder, laufend,
nähige, mit ALA, ab
Fr. 2900
寿 079 383 50 59
Schafe; Weidelämmer
寿 079 388 39 33
TIERZUBEHÖR
zu verkaufen
Aktiviertes Wasser
selber machen, günstig
Bioquell Gerät
abzugeben, guter
Zustand
寿 079 470 02 49
Silver und Sperber,
laufend zu verkaufen
weisse, braune und
schwarze. Junghennen, mit Wintergarten
Auslauf, beste Schweizer Qualität, abholen
oder Hauslieferung, bei
10 Stk. / 1 gratis, ab 50
Stk., Interessante
Preise, Junghennenaufzucht Pfyl, Obdorf 6430
Schwyz, www.junghenne.ch
寿 079 685 74 29 oder
寿 041 811 54 23
Abruffütterung GEA,
2 Futtersorten,
25 Halsbänder/Transponder mit Aktivitätsmessung, PC mit
Software DP C21 /
Version 5.2, inkl. Lizenz
für kostenlose Updates,
VP: Fr. 7200
寿 079 713 95 05
Freilandlegehennen, 5
Monate am legen,
Fr. 10 pro Stk.
寿 031 981 13 03
Gussharnrinnen
System Kolb, ca. 80 Stk,
20 x 50 cm; Div.
Rohrschellen und
Rohrbriden, von
Anbindevorichtung,
Bühl/Aarberg
寿 032 381 11 10
Belted Galloway,
tragendes Rind Uma,
geb 11.10.11, Vater Red
Belted; 2 Rindli, 1.5
Jahre alt, alpgewohnt
寿 079 245 03 54
Junge Mutterkuh mit
Kalb, OB mit Horn
寿 079 292 85 57
Schöne F1 Lim-Rinder,
nähig oder mit Kalb,
mit Abstammung,
hornlos
寿 079 392 87 54
TIERE
gesucht
Kuh oder Rind,
Simmenthaler Code 60
oder 70, mit Abstammungs-Schein oder F1
寿 079 812 98 66
Tolle OB-Zuchtkuh auf
Milchwirtschaftsbetrieb
寿 079 245 25 02
Rind OB, 8½ - 9 Mte,
trächtig,
寿 076 492 88 27
Haben Sie
etwas zu
verkaufen?
Formular auf
www.ufarevue.ch
9 Trockenfutterautomaten, für Ferkel, aus
Chromstahl
寿 079 316 60 67
Halbautomattränke
AFL Schlittler, für
Kälber
寿 055 412 50 42
Viehtrainer für 28GVE,
inkl. Drahtseile und
Halterungen; Viehtrainer Netzgerät Geba
Stallex6000, IP-tauglich, mit Pause und
Störungsanzeige;
Schwanzschnurhalterung Krieger mit
Höhenverstellung an
Wand, für 28 GVE;
Anbindestallhalsbänder Krieger für 28 GVE
mit Gleitrollen, inkl.
Halsbänder mit
Schnallen, ohne
Halterungsbügel an der
Seite; Glasrohre für
Absauganlage, Ø
aussen 45 mm, inkl. 1535% Bögen für ca. 20
GVE bei Kuhplatzbreite
von 110 cm, alles
gebraucht aber in
gutem Zustand, infolge
Stallumstellung
abzugeben, alles
zusammen, Totalpreis
nach Vereinbarung
寿 079 759 27 47
Fortsetzung
Seite 95
5 2014 · UFA-REVUE
KURZMELDUNGEN
LANDLEBEN
UFA-Revue mit neuer Videoplattform
Es gibt viele Möglichkeiten, um sich
in kürzester Zeit Wissen anzueignen
oder Informationen einzuholen. Ein
Trend, der sich in den letzten Jahren
bewährt hat, ist, sich kurze, informative Videos im Internet anzusehen.
Seit kurzem verfügt auch die
Homepage
der
UFA-Revue
www.ufarevue.ch über eine modern
und ansprechend gestaltete Videoplattform. Über 100 UFA-Revue Onlinefilme sind übersichtlich in einem
Dropdown-Menu nach den Rubriken Landtechnik, Nutztiere, Pflan-
Pias Tipp
Flieder-Sirup
2 Handvoll frische Fliederblüten
1 l Wasser
Saft einer Zitrone
800 g Zucker
Blüten vom Stiel zupfen. Mit den
anderen Zutaten kochen bis die
Blüten ihre Farbe verlieren und es
blubbernd sprudelt. Heiss in Flaschen füllen. Der Fliedersirup
schmeckt besonders gut mit
Wasser verdünnt als erfrischendes Getränk, mit Prosecco oder
Weisswein aufgefüllt als Apéro
oder zum Verfeinern von Desserts. Ca. 2 bis 3 Monate haltbar.
Pia Amstutz-Grädel,
www.inforama.ch
zenbau, Management, fenacoLANDI und zusätzlich nach Jahren
sortiert. Die aktuellsten Videos finden die Besucher über einen Klick
auf «Neue Filme» innerhalb des
Dropdown-Menus. Neu produzierte
Filme erscheinen jeweils direkt auf
der Startseite der Rubrik «Filme».
Mit der neuen Videoplattform ist
es den UFA-Revue Lesern möglich,
gezielt nach Videos je nach Interessensgebiet zu suchen. Informieren
Sie sich schnell und unkompliziert zu
innovativer Landtechnik, modernem
Pflanzenbau oder fortschrittlicher
Nutztierhaltung. Ein Besuch der Seite www.ufarevue.ch lohnt sich: es
gibt regelmässig neue Filme und täglich die aktuellsten News aus der
Landwirtschaft auf dem Newsticker
zu entdecken.
ein Trainingszentrum in Namibia.
Bereits sind mehrere 100 Fr. zusammengekommen. Von der Solidarität
der ST. Galller Bäuerinnen profitierten aber auch die Schweizer Berghilfe und die Behindertenorganisation
insieme. «Das ist unser Beitrag zum
internationalen Jahr der bäuerlichen
Familienbetriebe», erklärt Barbara
Dürr, Präsidentin des kantonalen
Bäuerinnenverbands St. Gallen.
belaufen sich auf 100 Fr. Programm
und Anmeldung auf
www.familyfarming.ch
Mentoring Women
In der Kolumne des CEJA (Europäischer Rat der Junglandwirte) sprach
im letzten Monat Massey Ferguson
mit Matteo Bartolini, dem Präsidenten des CEJA, über die Rolle der
Frauen in den landwirtschaftlichen
Familienbetrieben
(www.masseyferguson.de). Besonders wertvoll war der Hinweis auf
das Projekt «MWE - Mentoring Women for Entrepreneurship» (Frauen
auf dem Weg zum Unternehmertum
begleiten). Diese Initiative hat sich
zur Aufgabe gestellt, Schulungskurse
und soziale Netzwerke für Frauen
auf dem Land zu schaffen.
Nationale Tagung
Solidarität
Zum Uno-Jahr der Familienbetriebe
solidarisiert sich der St. Galler Bäuerinnenverband mit Bäuerinnen auf
der ganzen Welt. An den jeweiligen
regionalen Treffen der Bäuerinnenvereinigungen sammelten die Bäuerinnen Geld beispielsweise für ein
Swissaid-Projekt in Tschad und für
UFA-REVUE · 5 2014
Freitag 27. Juni 2014 zum internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe findet am 27. Juni 2014
am
landwirtschaftliches Institut Grangeneuve,
in Posieux (FR) eine nationale Tagung statt. Die Tagungskosten
Offene Stalltüren
Über 300 Bauernhöfe in der ganzen
Schweiz öffnen auch 2014 wieder
ihre Stalltüren für die Bevölkerung.
Am 25. Mai findet der erste nationale Tag der offenen Stalltüren statt.
Als Botschafter mit dabei ist Renzo
Blumenthal. Unter den Höfen sind
auch dreizehn Familien, die beim
Projekt «Mein Bauer. Meine Bäuerin» mitmachen. Dieser Tag bietet
die Möglichkeit, die Berichte dieser
Bauernhöfe vor Ort zu erleben.
www.stallvisite.ch
Verlosung
Birchmeier
Rückenspritzen
Vor 138 Jahren gegründet, patentierte Johann Baptist Birchmeier um
1890 die erste Rückenspritze. Dabei
handelte es sich um eine modifizierte Holztause mit aussenliegender
Pumpe. Durch diese geniale Erfindung konnte die damals von Nordamerika nach Europa eingeführte
Reblaus bekämpft werden. Heute ist
die im aargauischen Stetten beheimatete Firma Birchmeier Sprühtechnik mit ihrem Sortiment weltweit
führend, beispielsweise mit dem ergonomisch ausgefeilten Rückensprühgerät «RPD 15». Das Pumpwerk, inklusive Druckgefäss, ist in
den Pumphebel integriert. So muss
man weniger Kraft beim Sprühen
aufwenden. Der Pumphebel kann
auf beiden Seiten angebracht werden – ideal für Rechts- oder Linkshänder. Die UFA-Revue verlost eine
von Birchmeier Sprühtechnik offerierte Rückenspritze «RPD 15» im
Wert von 159 Fr. Beteiligen Sie sich
an der Verlosung und schreiben Sie
eine SMS mit KFL Birchmeier Name
Adresse an 880 (90 Rp.). Einsendeschluss ist der 19. Mai 2014.
Gewinner 4/2014
Josef Schallberger aus Lungern, Bea
Stauffer aus Thierachern, Helen
Wiederkehr aus Grosswangen, Rosmarie Leibundgut aus Oschwand
und Maria Arnold aus Schattdorf gewannen je ein Doppelticket an die
Luga. Offeriert hatten die fünf mal
zwei Tickets die Luzerner Bäuerinnen, die immer wieder interessante
Events organisieren. Via Newsletter
ist man übrigens immer informiert
www.luzernerbauern.ch –
Bäuerinnen.
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
81
SELBSTVERSORGUNG
LANDLEBEN
Augenschmaus und Gaumenfreude
mit Blumen
ESSBARE BLÜTEN Blumen sind nicht nur schön, sondern
oft auch lecker und exquisit zum Verzehr geeignet. Naschereien
lassen sich mit gefrieren, trocknen oder einlegen herstellen.
Ruth
Bossardt
Es ist eine alte Wahrheit, dass man
zuerst mit den Augen isst. In Gourmetrestaurants werden Blüten als
ausgesuchte Tellerdekoration verwendet. Die Blüten werden jedoch von
den Gästen meistens links liegen gelassen. Schade, denn sie sind nicht nur
schön, sie riechen und schmecken auch
delikat. Wir importieren exotische
Früchte aus aller Herren Länder, dabei
Bild: Andreas Thumm, Freiburg i. Br., Fona
Blüten in Zucker einlegen – Blüten-Zucker
Diesen Zucker kann man zum Aromatisieren von Süssspeisen und Tee
verwenden.
Dazu sammelt man am besten Blüten mit ausgeprägtem Duft wie
Lavendel, Rosenblüten, Veilchen, Nelken oder Zitrusblüten.
Es gibt hier zwei Möglichkeiten zur Verarbeitung: Die frischen Blüten
werden mit dem Zucker gemixt oder die Blüten getrocknet und dann
mit dem Cutter zerkleinert. Wenn man die frischen Blüten verwendet,
wird der Zucker leicht feucht, was aber beim Backen keine Probleme
verursacht.
Grundrezept
350 g weisser raffinierter Zucker (Vollrohrzucker ist ungeeignet!)
8 – 16 EL Blüten
Alles in einem Cutter zusammen mixen und in Gläser füllen. Ev. nach
einer Woche alles absieben, je nach Grösse der Blüten die noch darin
sind.
82
genügt oft ein Schritt in den Garten oder
auf den Balkon, um exotisch anmutende
Leckerbissen auf den Teller zu holen.
Lecker und exquisit Wer es gerne
pfeffrig hat, der kann sich eine Taglilienblüte genehmigen. Kapuzinerkresseblüten schmecken mit ihren Senfölen kresseartig. Mit Biss nach Champignon
überzeugen die orangefarbenen Trompetenblüten dieser Kletterpflanze. Für
Süssspeisen preisen sich Damaszenerrosen oder Veilchen an.
Mit Blumen zu kochen, ist keine moderne Erfindung, schon die Alten Römer
waren auf den Geschmack gekommen.
Im Fernen Osten hat das Kochen mit
Blüten ebenfalls eine lange Tradition.
Mit der Blütenküche treten die Bäuerinnen in die Fussstapfen des Kaisers von
China, der alten Germanen, die ihren
Met mit Mädesüss würzten oder nähern
sich den englischen Ladies des viktorianischen Zeitalters.
Blütennaschereien Beim Safran
werden die gelben Staubblätter von
Blüten genutzt, um Speisen zu würzen
und färben, als Safranersatz dienen Ringelblumenblüten und Saflor, die Färberdistel. Mit den schwarzen Blüten von
Stockrosen wurde Wein dunkel eingefärbt und mit Muskatellersalbei parfümiert. Jasminblüten, Taglilienblüten
oder Chrysanthemenblüten werden in
Asien genutzt. Sie werden im Teigmantel frittiert.
Auch Taglilien haben in der Küche
Ostasiens Tradition. Taglilienknospen
enthalten viel Vitamin C und A. Die
Goldmelissenblüten mit ihren roten,
nektarrreichen Blüten sind bei den Indianern Nordamerikas seit langem be-
Publikation
Mehr über Blütenküche gibt es im Buch
«Blütenküche» von Erica Bänziger und
Ruth Bossardt. Erschienen im Fona-Verlag, Preis 34 Fr. Die Bilder der verarbeiteten Blütenprodukte stammen von
Andreas Thumm, Freiburg i. Br. Er
illustrierte die «Blütenküche».
Bild: Andreas Thumm,
Freiburg i. Br., Fona
Blüten einfrieren
Für Drinks: Eiswürfel-Behälter mit
Wasser füllen und eine Boretschblüte,
eine kleine Rosenblüte oder eine Nelke
hineingeben.
liebt für Tee. Und in Italien werden Zucchiniblüten gefüllt, frittiert oder landen
auf einer Pizza.
Hände weg oder zugreifen? Auf
der Homepage des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums
www.toxi.ch findet sich eine Liste mit
giftigen Pflanzen. Nur Blüten von Pflanzen essen, die man kennt und von denen man weiss, dass es keine Giftpflanzen sind.
Blüten findet man im Garten oder in
Töpfen und Balkonkistchen. Auf Wochenmärkten gibt es hin und wieder ein
Angebot. Nicht zu empfehlen ist der Erwerb von Blumen bei einem Floristen.
Denn häufig stammen hier die Blumen
5 2014 · UFA-REVUE
SELBSTVERSORGUNG
LANDLEBEN
aus anderen Ländern und sind mit Pflanzenschutzmitteln behandelt worden.
Der optimale Erntezeitpunkt ist am Vormittag, ohne Tau und noch nicht ganz
in der prallen Sonne. Die gepflückten
Blüten sollten rasch verarbeitet und verwendet werden. Bei Ringelblumen
pflückt man die Blütenblätter ab und
verwendet nur diese, ebenso bei Dahlien. Bei Rosen entfernt man bei den
Blütenblättern den bitter schmeckenden weissen Teil am Ansatz des Blütenblattes. Knospende und frisch aufgeblühte Blütenblätter verwenden, ältere
Blüten können bitter sein.
Bild: Andreas Thumm, Freiburg i. Br., Fona
Blüten in Essig einlegen für
Blütenessig
Grundrezept: 5 dl Weisswein- oder
Apfelessig und 4 – 8 EL Blüten. Diese
einige Wochen im Essig ziehen lassen
und den Essig dann absieben. Sehr
delikat schmeckt Rosenblütenessig,
Lavendelessig, auch mit Boretschblüten.
Tabelle 1: Genuss mit essbaren Blumenarten
Begonienblüten sind säuerlich wie Sauerklee.
Boretsch (Borago officinalis) für Salate, in Eiswürfel oder in Blütenessig.
Dahlien nur junge Blüten verwenden. Nicht alle Sorten sind geeignet.
Damaszenerrose, auch andere duftende Rosen, z. B. für Sirup, in Zucker
oder Desserts.
Duftnessel (Agastache) für Tee, Desserts oder Salate.
Gänseblümchen (Bellis perennis) auf Butterbrote oder in Salate.
Glockenblumen (Campanula) zum Füllen mit Beeren, für Desserts.
Goldmelisse (Monarda sp.) für Desserts oder Tees.
Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) für Dekorationen oder Salate.
Kornblume (Centaurea cyanus) zum Aromatisieren, in Teemischungen.
Lavendel (Lavandula angustifolia).
Löwenzahn für Löwenzahnhonig oder in Salate.
Phlox für Desserts, Salate.
Ringelblume (Calendula officinalis) in Salat, Quark, zum Färben von
Reis.
Saflor, Färberdistel zum Färben von Reis und anderen Speisen.
Schnittlauch-, Bärlauch-, Lauchblüten mit Zwiebelgeschmack.
Zierlauchblüten vorher probieren!
Stiefmütterchen (Viola cornuta) als Dekoration, Salate, Quark.
Tagetes (Tagetes tenuifolia, T. patula).
Taglilien (Hemerocallis) vorher testen, nicht alle schmecken gleich.
Trompetenblüten (Campsis radicans) zum Füllen mit Quark oder
Champignon.
Tulpenblüten, junge Blüten (testen!) in Salate oder zum Füllen.
Veilchen (Viola odorata) Desserts, zum Kandieren, Salate.
Tabelle 2: Giftpflanzen
Ringelblumen (o.) und Duftnessel
oder Agastache (r.) können auf jeden
Fall ausprobiert werden.
(Bilder: Ruth Bossardt)
Haltbarmachen von Blüten Blüten lassen sich trocknen, kandieren, in
Essig oder Öl einlegen, oder Zucker damit parfümieren. Auch Blütensalze sind
eine Möglichkeit oder man kann Blüten
in Eiswürfeln für coole Drinks einfrieren. Taglilienblüten kann man sogar
tiefgefrieren, wenn man sie zuvor blanchiert.
䡵
Eisenhut (Aconitum sp. ).
Seidelbast (Daphne sp.).
Ricinus (Ricinus communis).
Oleander (Nerium oleander).
Wolfsmilcharten (Euphorbia sp.).
Herbstzeitlose (Colchicum sp. ).
Akelei (Aquilegia sp.).
Fingerhut (Digitalis sp.).
Maiglöckchen (Convallaria majalis).
Narzissen und Hyazinthen
Glyzinien (Wisteria sp).
Quelle: Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums
Bild: Andreas Thumm, Freiburg i. Br., Fona
Blüten in Butter einarbeiten
und tiefgefrieren
Man nimmt für 250 g Butter eine gute
Handvoll Blüten, je nach Geschmack
und Verfügbarkeit, hackt die Blüten
klein und mischt sie mit der zuvor
schaumig gerührten weichen Butter. Mit
Hilfe von Backpapier formt man eine
Rolle und diese kann man in Alufolie
eingewickelt tiefkühlen.
UFA-REVUE · 5 2014
Autorin Ruth Bossardt, Gemüsegärterin, Journalistin und Erwachsenenbildnerin in Adliswil.
www.ufarevue.ch
5 · 14
83
LESERREISE-BERICHT
LANDLEBEN
Uruguay und Brasilien
RÜCKBLICK AUF DIE UFA-REVUE-LESERREISEN Im Januar und Februar 2014
haben drei UFA-Revue Studienreisen nach Uruguay und Brasilien stattgefunden.
Uruguay gilt als die Schweiz von Südamerika und Brasilien ist die landwirtschaftliche
Grossmacht als Agrarlieferant der Weltwirtschaft.
Ueli
Wyss
Mit seinen 176 000 km2 ist Uruguay
gut viermal so gross wie die
Schweiz. Doch es hat nur 3.3 Mio.
Einwohner. Die Viehzucht war immer ein wichtiger Bereich der Landwirtschaft von Uruguay. Es gibt knapp viermal so viele Rinder wie Menschen, die
auf den weiten Ebenen bis in die Hügelgebiete weiden. Die Firma Marfig
besitzt in Uruguay fünf Schlachthöfe beziehungsweise Fleischverarbeitungsbetriebe. Im besuchten Schlachthof arbeiten 3700 Personen und es werden
täglich 1500 Rinder geschlachtet. Die
Rinder werden teilweise im eigenen
Feedlot ausgemästet. Auf einer Fläche
von 50 ha werden bis zu 20 000 Rinder
und Ochsen gehalten. Es gibt in Uruguay noch viele Estancias, die im 19.
Jahrhundert von europäischen Einwanderern gegründet wurden und immer
noch in Familienbesitz sind. Neben
grossen Herrschaftshäusern gehören
rund 2000 ha Land zu diesen Estancias,
wo Rinder, Schafe und Pferde gehalten
werden. In den hügeligen Gebieten im
Landesinneren gibt es neuerdings auch
Olivenbäume. Auf der Finca Babieca
werden seit 2004 auf 100 ha Olivenbäume angepflanzt und wird direkt auf dem
Betrieb Olivenöl hergestellt.
Bekannt ist in Uruguay die Stadt Punta del Este, die an der Mündung des Rio
de la Plata gelegen ist. Heute verbringen viele Touristen aus den Nachbarländern und zunehmend auch aus den
USA und Europa ihre Ferien in dieser
Stadt beziehungsweise am Strand.
1986 war Punta del Este der Gastgeber
der Uruguay-Runde, die später zur
Gründung der Welthandelsorganisation
(WHO) führte.
Ausgewanderte Schweizer Bereits vor über 150 Jahren, genau 1862,
gründeten ein paar hundert Schweizer
Familien in Uruguay die Kolonie Nueva
Helvecia. Die Schweizer brachten neue
Techniken ins Land. Nueva Helvecia
wurde das Zentrum der Milchproduktion und Käseherstellung. Noch heute
wird ein grosser Teil des uruguayischen
Käses von Nachfahren der Schweizer
Immigranten produziert. Nueva Helvecia war der Ursprung der Demokratie in
Uruguay, weshalb Uruguay auch als die
Schweiz von Südamerika bezeichnet
wird.
Modern, effizient und wettbewerbsfähig Mit 8.5 Mio. km2 ist
Brasilien rund 200 Mal so gross wie die
Schweiz. Heute leben knapp 200 Mio.
Einwohner in Brasilien. Brasiliens Land-
1
3
5
4
84
2
5 2014 · UFA-REVUE
LESERREISE-BERICHT
LANDLEBEN
UFA-Revue-Reisegruppen
Im Januar und Februar 2014 haben drei
UFA-Revue Studienreisen nach Uruguay
und Brasilien stattgefunden. Organisiert
wurden die Reisen von Terra Travel &
Consulting AG aus Zürich. 2015 führt
die UFA-Revue-Winterreise nach
Namibia und Südafrika.
wirtschaft ist modern, effizient und
wettbewerbsfähig. Die Produktivitätszuwächse in der brasilianischen Landwirtschaft haben in den vergangenen
zwei Jahrzehnten stattgefunden. In der
Landwirtschaft sind noch rund 10 % der
Bevölkerung beschäftigt. Brasilien ist
weltweit der drittgrösste Exporteur an
Agrargütern. Soja ist das Hauptprodukt.
Daneben sind Zucker, Fleisch, Orangensaft und Kaffee wichtige Exportgüter.
gebaut. Der Rest sind gentechnisch veränderte Sorten. Da die grossen Saatgutfirmen, vor allen in Richtung GVO-Soja
gehen, ist es immer schwieriger, Saatgut
von ertragsreichen konventionellen Sorten zu bekommen. In Brasilien ist der
Anbau von gentechnisch veränderten
Sojabohnen seit 2005 legal und es wird
geschätzt, dass sie 75 % der Gesamtproduktion ausmachen.
Weinbau Der Wein aus Brasilien ist
Soja und andere Kulturen Die
Genossenschaft Castrolanda, die 1951
von holländischen Einwanderern gegründet wurde, zählt heute 785 Mitglieder. Die klimatischen Bedingungen in
dieser Region erlauben es, zwei bis sogar drei Ernten pro Jahr einzufahren. Im
Sommer werden auf rund 125 000 ha
Soja und Mais angebaut. Im «Winter»
werden Weizen, Gerste, Raps und Raigräser angebaut. Beim Soja werden
noch ca. 30 % konventionelle Sorten an-
bei uns wenig bekannt. Mit einer Anbaufläche von rund 90 000 ha beziehungsweise einer Produktion von 3
Mio. Hektoliter Wein hat Brasilien nach
Argentinien und Chile das drittgrösste
Weinbaugebiet Südamerikas. Im Weinbaugebiet rund um Bento Gonçalves,
wo seit 1875 von Einwanderern aus
Norditalien Wein produziert wird, produzieren rund 1000 Familienbetriebe
für die Genossenschaft Aurora auf einer
Gesamtfläche von 3000 ha Wein. Daneben hat es im Vale dos Vinhedos 31
Weingüter, die die Weinproduktion mit
dem Tourismus kombinieren.
䡵
7
1 · Criollo-Pferde in
Uruguay.
2 · Riesige Sojafelder in
Brasilien.
3 · Die Reisenden aus
der Schweiz liessen
sich vom Besitzer der
Estancia (über 2 000
ha) über den Sojaanbau informieren.
4 · Endlose Weiten
erstrecken sich über
Brasilien.
5 · Gaucho in Uruguay
zeigt sein Können.
6 · Grosse Lagerkapazitäten für Soja
und Getreide.
7 · Mastbetrieb, ein
so genannter Feedlot,
in Uruguay.
8 · Uruguay verfügt
über viel Weideland.
9 · Nach Argentinien
und Chile hat Brasilien
das drittgrösste
Weinbaugebiet
Südamerikas.
6
9
8
Autor Ueli Wyss, dipl.
Ing. Agr. ETH,
1723 Marly
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
5 · 14
85
RARITÄTEN & NOSTALGIE
LANDLEBEN
Türen und Pforten öffnen
MARKTSAISON Wochenmärkte, Regional- oder Genussmärkte,
Handwerker- oder Flohmärkte finden nun zu Hauf im ganzen
Land statt. Attraktiv ist beispielsweise der Oltinger Määrt am
17. und 18. Mai 2014 im Kanton Basel-Land.
Was ist
das?
N Ölkännchen
O Glocke
Oltingen (BL) im Baselbieter Erlebnisraum Tafeljura gelegen öffnet
seine Türen und Pforten am Wochenende vom 17. und 18. Mai
2014. Im heimeligen Ortskern werden
an den Strassen, auf Hausplätzen, in
Scheunen und Häusern Produkte aus
der Region angeboten. Die organisierende Marktkommission setzt auf:
Schreiben Sie eine
SMS an 880 (90 Rp.)
mit KFL N Name
Adresse oder KFL O
Name Adresse – oder
machen Sie mit unter
www.ufarevue.ch
Einsendeschluss ist
der 22. Mai 2014.
1. Handwerk und Kunsthandwerk: Gebrauchsgegenstände und Geschenkartikel aus Holz, Metall, Stoff, Wolle,
Keramik, Pflanzen werden an gegen
70 Ständen liebevoll präsentiert und
zum Kauf angeboten.
2. Spezialitäten und Allerlei für die tägliche Küche: Bauernbrote, Würste,
Gebäck, Konfitüren, Dörrobst und
Schnäpse aus der Region. Unbedingt
zu probieren gilt es die berühmten
Oltigerschnitten mit Haselnüssen.
Der internationale Museumstag findet
am Sonntag, dem 18. Mai 2014, statt.
An diesem Tag sind weltweit alle
Museen eingeladen, über das vielseitige
Netzwerk nachzudenken, welches
sie mit ihrer Umwelt verbindet. Vorbei
gehen lohnt sich beispielsweise in der
Stiftung Agrovision Burgrain in Alberswil
(LU), zumal auch der Eintritt am
Museumstag gratis ist. Die BurgrainWelt wird vernetzt mit Brot backen und
einer Holzbackofen-Führung, mit
kreativem Gestalten von Holzspan im
Spanschachtelmuseum und es geht
um die Wurst – eine Geschichte mit
zwei Enden.
Verlost wird ein LANDIGutschein im Wert von 50 Fr.
RARITÄTEN
zu verkaufen
Blockschneider
Lengerich,
1.85 Schnittbreite,
top Zustand;
Holzkachelöfeli,
1 m hoch, guter
Zustand, Fr. 200;
verschiedene antike
Kinderstubenwagen, Strassenwagen, Bäbiwägeli,
ab 18.00 Uhr
erreichbar
062 797 50 86
Räucherschrank
Tiba, wenig
gebraucht, Fr. 100
076 347 75 14
86
Kachelofen,
ca. Jg. 70, grüne
Kacheln und
Sandsteinsitzbank,
demontiert Fr. 100
079 713 95 05
Tischnähmaschine,
versenkbar, ideal
zum Beispiel als
Deko für Hofladen,
Restaurant, usw.
Fr .50
076 347 75 14
Leiterwagen,
original, neuwertig,
ab Fr. 350 - Fr. 480,
auch für Hundezug
mit Landen und
Geschirr; Hundewagen, mit Pneu,
Fr. 750, Bremse,
Landen, Geschirr
041 937 13 87
Gesellschaftswagen, 14 Plätze, gut
abgefedert, rundum
Verdeck, grosse
aufrollbare Sichtfenster auf beiden Seiten,
Fuss- und Handbremse, elektrische
Beleuchtung, sehr
guter Zustand,
Fr. 2500
071 636 16 83
oder 079 399 00 20
RARITÄTEN
zu verschenken
Heinzen, zum Heu
trocknen, ca. 50 Stk.
071 633 31 49
Museumstag im Burgrain
3. Kulturelles Rahmenprogramm: Der
Oltiger Määrt wird durch musizierende Künstler, Kinderprogramme und
das Darstellen von altem Handwerk
wie Sägen mit Wasserradantrieb, Seilen oder Korben umrahmt. Die Zuschauer und Zuschauerinnen erleben
eine gekonnte Mischung aus Schauspiel und Gauklertum.
Für das leibliche Wohl sorgen viele kleine Beizli. In den Lokalen dürfen die Gäste auch nach dem offiziellen Marktende
sitzen bleiben: Die Beizli haben am
Samstag Freinacht.
www.oltingen.ch
Das Museum liegt an der Durchgangsstrasse Sursee-Ettiswil-Huttwil.
Anreise ab den Bahnstationen Willisau,
Sursee oder Nebikon mit dem Bus
bis zur Haltstelle «Kreisel Burgrain».
Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain,
Burgrain 20, 6248 Alberswil,
041 980 28 10,
www.museumburgrain.ch
Auflösung «Was ist das»!
Petra Oberholzer aus Turbenthal
erkannte den gesuchten Gegenstand.
Es handelte sich um eine Federwaage.
Sie bekommt eine LANDI-Geschenkkarte im Wert von 50 Fr.
5 2014 · UFA-REVUE
LESERREISE
UFA-Revue-Leserreise 21.– 28. September 2014
LANDLEBEN
Höhepunkte der iberischen Halbinsel
Vom Atlantik zum Mittelmeer –
Süd-Portugal und Andalusien
erleben.
Portugal, am südwestlichsten Zipfel der
iberischen Halbinsel gelegen, begeistert seine Besucher immer wieder mit seiner Vielfalt an sehenswerten Städten und Bauwerken, aber auch an landschaftlichen
Schönheiten, sympathischen Eigenheiten
sowie einer vielfältigen Landwirtschaft.
Andalusien ist zu jeder Jahreszeit eine
Reise wert – so klangvolle und vielversprechende Namen wie Sevilla, Cordoba, Granada und Malaga wecken das Reisefieber. Diese südlichste Region Spaniens ist eine der
schönsten des Landes und reich an Geschichte, Traditionen und Sehenswürdigkeiten. In einer eindrucksvollen Landschaft liegen berühmte Städte mit sehenswerten
Gebäuden und verwinkelten Gassen.
Fachbesuche
• Portugal: Die mediterrane Landwirtschaft, zumeist auf Grossbetrieben, hat
Interessantes zu bieten: Ackerbau (Reis,
Mais, Getreide etc.), Pinien-, Eukalyptus-
und Korkeichenplantagen, Milch- und
Mastvieh, Pferde und Weinbau.
• Andalusien: Die moderne Landwirtschaft
ist wirtschaftlich von grosser Bedeutung
und beeindruckt durch die ProduktionsVielfalt wie Getreide und Baumwolle,
Sonnenblumen sowie Obst- und Zitrusfrüchte, Milchwirtschaft, Tierzucht und
Mast. Die überwiegend grossen Betriebe
sind teilweise auf genossenschaftlichen
Strukturen aufgebaut.
Das Rahmenprogramm bietet eine
Vielzahl an eindrücklichen Highlights:
• Portugal: Die lebhafte Hauptstadt Lissabon, die Serra da Arrabida, das landschaftlich abwechslungsreiche Gebiet des
Alentejo, die alte Provinzhauptstadt Evora (seit 1986 Unesco-Weltkulturerbe).
• Andalusien: Überall finden sich Zeugen
der grossen arabischen und mittelalterlichen Vergangenheit: Der Giralda Turm in
Sevilla, die Mesquita in Cordoba, der Alhambra-Palast und die Generalife-Gärten
in Granada. Die Altstadtgässchen sind erfüllt mit südländischem Treiben. Köstliches aus Küche und Keller ergänzen das
Feriengefühl.
Preise und Leistungen
Im Pauschalpreis von 2875 Fr. pro Person (bei einer Gruppengrösse von
30 Personen) sind folgende Leistungen eingeschlossen:
• Flüge Zürich – Lissabon / Malaga – Zürich mit SWISS in EconomyKlasse, inklusive Taxen und Gebühren (Stand April 2014).
• Unterkunft in guten Mittelklassehotels, Basis Doppelzimmer mit Bad
oder Dusche/WC, inkl. Frühstück.
• 7 Abendessen und 3 Mittagessen, alle ohne Getränke.
• Alle fachlichen sowie touristischen Besichtigungen gemäss Programm.
• Alle Fahrten im Komfortbus.
• Lokale, fachkundige und deutschsprechende Reiseleitungen in
Portugal und Andalusien.
• Ausführliche Reisedokumentation.
• UFA-Revue-Reisebegleitung ab/bis Zürich.
Nicht eingeschlossen sind: An-/Rückreise zum/vom Flughafen Zürich,
weitere Mittagessen, alle Getränke, persönliche Auslagen, Reiseversicherungen, Trinkgelder an Busfahrer und lokale Reiseleiter, Einzelzimmerzuschlag von CHF 375.–/Person sowie alle nicht im Programm
aufgeführten Leistungen.
Die detaillierte Reiseausschreibung und den Anmeldetalon finden
Sie auf www.ufarevue.ch/Leserservice oder www.agrarreisen.ch/Landwirtschaftsreisen. Die Unterlagen können auch unverbindlich bestellt werden beim Reiseorganisator: Agrar Reisen,
Schwimmbadstr. 1, 5210 Windisch, 062/834 71 51,
groups@agrar-reisen.ch Anmeldeschluss ist der 20. Juni 2014.
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
5 · 14
87
REZEPT
LANDLEBEN
Grünspargel und Rhabarber
PIZZA UND MUFFIN Kochen und Backen gehören für viele Bäuerinnen zum Alltag.
So lange alles gegessen wird, was auf den Tisch kommt, ist die Welt in Ordnung.
Mit Pizzas und Muffins sind die Bäuerinnen eigentlich immer auf der richtigen Seite.
Spargelpizza
Rhabarbermuffin
für 2 Backbleche – dünn ausgewallt
für 12 Muffins
500 g Weissmehl
2 EL Olivenöl
1 ½ KL Salz
20 g Hefe
3–3.5 dl Wasser
Pizzabelag:
2 dl Tomatensauce
500 g Grünspargeln
150 g Rohschinken
ca. 400 g Mozzarella
2 Eier
100 g Butter
175 g Zucker
2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
250 g Weissmehl
2 TL Backpulver
1.5 dl Buttermilch, natur
2 TL Lemon Curd (Zitronencreme) oder
1 TL geriebene Zitronenschale
200 g Rhabarberstücke, fein geschnitten
Für den Teig Mehl und Salz vermischen.
Hefe in lauwarmem Wasser auflösen mit
dem Olivenöl zum Mehl geben und alles
zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Auf doppelte Grösse aufgehen lassen
(90 Min.). Teig halbieren, dünn auswallen und auf zwei mit Backpapier belegte
Bleche legen. Tomatensauce dünn auf
den Teig verstreichen. Grünspargeln waschen und den untersten Teil abschneiden. Bei ganz frischen Spargeln muss
man kaum etwas wegschneiden. Spargeln schräg in ca. 3 cm lange Stücke
schneiden und auf die Tomatensauce
verteilen. Rohschinken in dünne Streifen schneiden und die Pizzas belegen.
Mozzarella in Scheiben schneiden und
darauf verteilen.
Die Pizzas ca. 20 Min. bei 230 Grad
im vorgeheizten Backofen backen.
Eier, Zucker und Butter schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen und
darunter rühren. Alle übrigen Zutaten
inklusive Rhabarberstückchen darunterziehen. Backen in Muffinförmchen 35
Minuten bei 180 Grad.
Dorthe Keller aus Niederwil
Die Bäuerin Dorthe Keller (47) ist in
Dänemark aufgewachsen und kam,
knapp 20-jährig, nach der Matur für ein
Zwischenjahr in die Schweiz. Hier wurde
sie auf dem Betrieb von Ehemann Paul
in Niederwil (SG) sesshaft. Die Kinder
sind im besten Alter (Astrid 21, Lars 20,
Michael 16 und Tim 14). Die Betriebsstandbeine sind Milchwirtschaft, Kälberund Sauenmast. Die aktive Bäuerin mit
Organisationstalent ist ausgebildetete
Bäuerin mit Eidg. Fachausweis EFA und
besuchte die Betriebsleiterinnenschule.
Das Fachwissen, vor allem mit Buchhaltung und Administration, kommt ihr
beispielsweise für die Betriebsbuchhaltung sehr entgegen. Seit neun Jahren ist
Dorthe Keller auch politisch für die
Gemeinde, vor allem im Oberstufenschulrat Niederwil, tätig. Bis vor
anderthalb Jahren war sie zudem im
Vorstand des Bäuerinnenverbands St.
Gallen. Gärtnern, Wandern, Velofahren
und Fotografieren gehören zu ihren
liebsten Hobbies.
Grünspargeln seien einfach anzubauen
und in der Küche vielseitig einzusetzen,
meint Dorthe Keller. Sie verwendet sie
nicht nur für Pizza, sondern auch mit
Rahm, Champignons und ein bisschen
Weisswein als Omelettenfüllung oder
Spaghettisauce.
88
5 2014 · UFA-REVUE
155 Jahre
t
ä
t
i
l
a
u
q
r
e
n
i
e
Schr
!
e
r
a
w
n
e
s
s
a
M
t
stat
as s en!
Nicht verp
tival
s
e
F
n
e
h
c
Kü
i
17. – 31. Ma
Ausschneiden – Hinfahren – Profitieren!
I d’diga muesch higa!
BON
20%
Barzahlungsrabatt
auf das gesamte diga Sortiment.
Gratis Lieferung
Gratis Montage
Gültig bis: 07.06.2014
LAN-05-2014
155 Jahre
Natürlich
und schön.
Bett 180 × 200 cm
2232.–*
statt 2790.–
180 × 200 cm +
Nachttisch
innert 5 Tagen
1
2
*LANDI Cash-Preis inkl. MwSt., Lieferung und Montage.
Gleiches Modell anderswo günstiger = Differenz zurück!
Tisch
3568.–
SUBITO
geliefert und
montiert
3
*
statt 4460.–
Generationentisch
SUBITO
geliefert und
montiert
4
Stuhl
2536.–*
innert 5 Tagen
innert 5 Tagen
SUBITO
geliefert und
montiert
statt 3170.–
180 × 200 cm
5
4432.–
*
MOD. 7559
1024.–
statt 5540.–
*
statt 1280.–
innert 5 Tagen
SUBITO
geliefert und
montiert
ECHT
LEDER
innert 5 Tagen
SUBITO
geliefert und
montiert
1
2
3
4
8 Tage ab
Fr. 989.–
in der
pro Person
ne
Doppelkabi
ROYAL AUTOMATIC Boxspring Bett 180 × 200 cm mit elektrischer Verstellung
garantiert die optimale Liegeposition. Mit hochwertigen TaschenfederkernMatratzen, 2 Visco-Topper als Auflage und 2 Kissen 40 × 80 cm,
Stoff Golf Antracite 67 Fr. 4432.–* statt Fr. 5540.–. 119 064
NAKA Nachttisch mit 2 Schubladen, Softmatt weiss, B: 45, H: 60, T: 38 cm
Fr. 478.–* statt Fr. 598.–. 119 065
6
MODULO Ausführung 306 Wildeiche teilmassiv, Breite 311 cm
(296 cm + 15 cm Abstand). Nr. 3570902 Fr. 3976.–* statt Fr. 4970.–. 118 471
6
mit Costa Diadema
GENERATIONENTISCH Wildeiche massiv, U-Gestell Stahl schwarz.
100 × 220 cm Fr. 2536.–* statt Fr. 3170.–. 118 905
ENGADIN Stuhl, Originalstoff beige Fr. 478.–* statt Fr. 598.–. 117 106
MOD. 7559 TV-Sessel inkl. Hocker, Tellerfuss Nickel-Finish, Bezug Salpa-Leder
schwarz Fr. 1024.–* statt Fr. 1280.–. 117 521
8
Weihnachtskreuzfahrt 2014
DIAVOLEZZA Massivholztisch aus Kirschbaum, geölt und geschliffen, mit
geschwungenen Tischbeinen, 220 × 100 cm Fr. 3568.–* statt Fr. 4460.–. 118 001
DEAN Stuhl Bezug Ledart antik dunkelbraun 94, feuerhemmend
Fr. 358.–* statt Fr. 448.–. 116 694
5
7
WILLIAM
VICTORY Wildeiche 180 × 200 cm, Bettrahmen mit Blockfuss, inkl. Kopfteil
Fr. 2232.–* statt Fr. 2790.–. 118 877 / 118 878, Nachttisch Wildeiche,
43 × 50 × 37 cm, links oder rechts verwendbar Fr. 428.–* statt Fr. 535.–. 118 879,
Schiebetürenschrank Front Asteiche massiv mit Applikation weiss,
Korpus Hochglanz weiss, inklusive Dämpfungsbeschläge,
Breite 255 cm Fr. 2952.–* statt Fr. 3690.–. 119 115,
Breite 300 cm Fr. 3592.–* statt Fr. 4490.–. 119 116
Costa Diadema
BRAGA Garderobe Hit-Kombination Echtholz Eiche geölt, Laminat weiss,
best. aus 1 Garderoben-Paneel, 1 Schuhkippe klein, 1 Spiegel,
1 Schuhkippe gross, Elementbreite: 65 cm Fr. 864.–* statt Fr. 1080.–. 118 687
HANNOVER Ausziehsofa mit Bettkasten. B: 194, H: 86, T: 90 cm.
Liegefläche 140 × 194 cm. Stoff Nr. 55-6243 Fr. 944.–* statt Fr. 1180.–.
Auf Wunsch Dekokissen lieferbar. 119 139
Reisedaten und Preis pro Person in Fr.
Costa Diadema, 20.12. – 27.12.2014,
Preis bei Doppelbelegung pro Person inkl. Transfers
1. Tag: Busfahrt ab Ihrem ausgewählten Einstiegsort nach Savona. Nach Ankunft Einschiffung und
Kabinenbezug. Ihr Schiff Costa Diadema sticht am
frühen Abend in See.
Hit-Kombination 2
3976.–*
2. Tag: Morgens Ankunft im Hafen von Marseille.
Marseille gehört zu den wichtigsten französischen
Hafenstädte und ist die zweitgrösste Stadt Frankreichs.
statt 4970.–
3. Tag: Am Morgen Ankunft in Barcelona. Barcelona ist eine wunderschöne Stadt am Mittelmeer gelegen und wird auch die heimliche Hauptstadt von
Spanien genannt. Gehen Sie auf Entdeckungstour
und lassen Sie die Eindrücke auf sich einwirken.
4. Tag: Ihr Schiff legt heute in Palma de Mallorca
an. Mallorca ist eine der Balearen Inseln und ein beliebtes Badeferienziel. Flanieren Sie in der Altstadt
oder am Strand entlang und geniessen Sie den Tag.
5. Tag: Erholung auf See.
7
Hit-Kombination
864.–*
statt 1080.–
diga-Aktion
Innenkabine Classic
Innenkabine Premium
Aussenkabine Classic
Aussenkabine Premium
Aussenkabine mit Balkon Classic
Aussenkabine mit Balkon Premium
989.–
1089.–
1289.–
1389.–
1489.–
1589.–
Unsere Leistungen
• Busfahrt ab/bis Schweiz
• Kreuzfahrt in der gebuchten Kabine
• Vollpension an Bord
• 24h-Kabinenservice
• deutschsprachige Bordreiseleitung
Nicht inbegriffen
• Getränke und persönliche Ausgaben an Bord
• fakultative Ausflüge von Costa Kreuzfahrten
• obligatorisches Service-Entgelt,
Euro 8.– pro Person/Tag (an Bord bezahlbar)
• Annullations- und SOS-Versicherung
Fr. 49.– bis Fr. 79.– pro Person
Auftragspauschale
6. Tag: Morgens Ankunft im Hafen von Napoli. Napoli ist die drittgrösste Stadt Italiens. Gehen Sie in
dieser historischen Stadt auf Entdeckungstour.
Fr. 30.– pro Person. Max. Fr. 60.– pro Dossier.
7. Tag: La Spezia ist eine Stadt in der norditalienischen Region Ligurien. Geniessen Sie die schöne
Landschaft auf einem Ausflug von Costa oder entdecken Sie die Gegend auf eigene Faust.
06.00
06.00
06.45
07.15
07.15
07.45
08.15
08.15
09.15
10.30
8. Tag: Ihre Kreuzfahrt endet heute in Savona.
Frühstück an Bord, danach Ausschiffung und Rückfahrt mit dem Bus zu Ihrem gewählten Ausstiegsort.
Einstiegsorte
Basel SBB, Meret Oppenheimerstrasse
Kallnach, Car Terminal Marti AG
Bern
Zürich-Flughafen, Regionalbus Terminal
Genf, Flughafen
Affoltern am Albis, Autobahnraststätte
Luzern, Inseli
Lausanne, Bahnhof
Martigny, Bahnhof
Bellinzona, Autobahnraststätte
Veranstalter: Costa Kreuzfahrten
innert 5 Tagen
SUBITO
geliefert und
montiert
8
Ausziehsofa mit Bettkasten
944.–*
statt 1180.–
innert 5 Tagen
SUBITO
geliefert und
montiert
Direkte Buchung 0848 735 735 oder www.digareisen.ch
3URÀWLHUHQ6LH
-Vorteil!
vo m
155 Jahre
CASABLANCA Hit-Kombination 1 best. aus 1 Sofa 2,5-plätzig, Seitenteil links,
1 Seitenteil klappbar, 1 Ecksofa 2-pätzig mit Abschlusshocker rechts. Grösse 232 × 215 cm.
Stoff Nr. 0698/06 Gr. 06, Kontranaht F18 silber Fr. 3112.–* statt Fr. 3890.–. 119 132.
Kopfstützen und Kissensatz auf Wunsch. Seitenverkehrt gleicher Preis. 119 133
Küchenfestival.
17. – 31. Mai 2014
20% Landi-Rabatt
+ 5% Festivalrabatt
zusätzlich (auf Holzteile)
RT
GRATIS GELIEFE
UND MONTIERT!
diga finden Sie 10 × in der Schweiz – auch in Ihrer Nähe!
1023 Crissier/VD*
Ausfahrt Lausanne-Crissier
8953 Dietikon/ZH
Lerzenstr. 17
Tel. 021 633 44 90
Tel. 044 743 80 50
8600 Dübendorf/ZH
Neugutstr. 81 (neben Interio)
Tel. 044 802 10 10
6032 Emmen/LU
Emmen-Süd (Hasliring)
Tel. 041 268 84 84
8854 Galgenen/SZ
Ausfahrt Lachen
Tel. 055 450 55 55
1763 Granges-Paccot/FR
Ausfahrt Fribourg-Nord
Tel. 026 460 76 76
4614 Hägendorf/SO
Industrie Ost
Tel. 062 207 02 20
3421 Lyssach/BE
Bernstr. 41 (Möbelmeile)
Tel. 034 420 95 95
4133 Pratteln/BL
Zurlindenstr. 3
Tel. 061 826 50 20
9532 Rickenbach b. Wil/TG
neben Coop
Tel. 071 929 47 00
* keine Küchen
I d’diga muesch higa!
diga Infoservice:
Telefon 055 450 55 55
www.diga.ch
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr
Sa 09.00 – 16.00 Uhr
Gratis Parkplätze
vor allen Filialen
LAN-05-2014. Modell- und Preisänderungen vorbehalten.
Preisstand: 19.04.2014. Konditionen sind von den Preisen abgezogen
und gelten nicht für Fremdcoll. und Nettoartikel.
Bald
gehts los!
2 Wochen lang Attraktionen, Aktionen und
GARTENSEITE
LANDLEBEN
Blütenrausch im Mai
RHODODENDREN zählen zu den schönsten Ziergehölzen und
schmücken zum Frühlingsausklang Topf und Beet. Kalktolerante
Sorten benötigen kein Moorbeet: Sie gedeihen in jeder humosen
Erde mit gutem Wasserabzug. Zudem sind sie ausgesprochen
pflegeleicht und bilden eine wintergrüne Kulisse.
Bild: Gabriela Neumeier/pixelio.de
Edith
Beckmann
Moorbeet war gestern, denn die
Verwendung von Torf ist aus ökologischen Gründen verpönt. Wie
schön, dass es Rhododendren gibt,
die nicht auf saure Böden angewiesen
sind. Diese so genannten Inkarho-Sorten sind auf kalktolerante Wurzeln veredelt. Punkto Blütenpracht, Form und
Wuchs unterscheiden sie sich aber keineswegs von ihren «sauren» Kollegen.
Fernöstliches Flair Damit kann
Grandioser Auftritt:
Wer kann den
Blütenkünstlern
widerstehen?
man die langlebigen Schönheiten aus
dem Fernen Osten mit gutem Gewissen
im Garten oder auf Balkon und Terrasse
geniessen. Sie lieben einen Platz im lichten Schatten oder auch an der Sonne,
wenn sie nicht der grössten Mittagshitze ausgesetzt sind.
Für die Pflanzung in grossen Gefässen
ist Moorbeet-Erde mit Torfersatz ideal.
Wichtig ist ein guter Wasserabfluss. Dazu eine handbreite Schicht Kies, Blähton
oder Tonscherben auf den Topfboden
füllen und mit Vlies abdecken. Auf diese
Weise wird die Drainage nicht mit Erde
verschlämmt.
Den Wurzelballen vor dem Pflanzen
in einen Eimer Wasser stellen, damit er
sich mit Feuchtigkeit vollsaugt. Nur gerade so tief einsetzen, wie das Ziergehölz in der Baumschule gewachsen ist.
Tüchtig giessen – und die traumhaft
schönen Blüten bestaunen! Es gibt übrigens einige Sorten, die sogar duften.
Pflege zahlt sich aus Rhododendren blühen je nach Sorte von April bis
Ende Juni. Dann sollten die verwelkten
Dolden von Hand ausgebrochen werden. Allerdings vorsichtig, damit die
darunter sitzenden Knospenansätze
nicht beschädigt werden. Diese Mühe
lohnt sich! Denn das Ausbrechen fördert die Blütenfülle für das kommende
Jahr, den Neuaustrieb der Blätter und
Grüne Tipps für den Nutzund Ziergarten
• Pflanzzeit ist für Kartoffeln, Kohlgewächse, Salat, Lattich und Sommerlauch; nach der zweiten Maihälfte
auch für frostempfindliche wie
Sellerie, Tomaten, Gurken, Kürbis,
Zucchetti, Zuckermais und Peperoni.
• In gut durchwärmten Boden gegen
Monatsende Busch- und Stangenbohnen sowie Bohnenkraut und Basilikum
säen.
• Saatrillen jeweils gründlich giessen,
dann säen; bei nachträglichem
Wässern werden die Sämchen meist
weggeschwemmt.
• Verblühte Tulpen und Narzissen
köpfen, denn die Samenausbildung
kostet der Zwiebel unnötig Kraft. Die
Blätter hingegen in Ruhe einziehen
lassen.
• Nach Mitte Mai Kistchen und Töpfe
für Balkon, Terrasse und Fenstersimsen bepflanzen.
Bild: Klaus-Peter Wolf/pixelio.de
Gemeinsam sind sie grossartig:
Die einzelnen Blüten drapieren sich
zur imposanten Ballformation.
Bild: Uwe275/pixelio.de
eine gleichmässige Verzweigung. Bis
Mitte Sommer ist Nährstoffnachschub
gefragt: Rhodo-Dünger gemäss Dosierung auf der Verpackung rund um das
Gehölz ausstreuen und oberflächlich
einarbeiten. Damit der Boden feucht
bleibt, mit Torfersatz oder Rindenmulch abdecken.
䡵
Autorin Edith Beckmann, Freie
Journalistin BR aus Frauenfeld (TG),
leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzeln
in der Landwirtschaft.
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 5 2014
5 · 14
93
UNO-JAHR DER FAMILIENBETRIEBE 2014
LANDLEBEN
Familie den Boer aus der Niederlande.
www.detweehoeven.nl
Wir wissen,
wie man
Kühe melkt
LID-Serie «UnoJahr der Familienbetriebe»
2014 ist das Uno-Jahr
der Familienbetriebe.
Monatlich stellt die
UFA-Revue in einer
Kürzestversion gemeinsam mit dem landwirtschaftlichen Informationsdienst (LID) eine
Bauernfamilie aus der
ganzen Welt vor. Der
ausführliche Bericht
über die Bauernfamilie
ist auf www.lid.ch
nachzulesen.
94
Bäuerliche Familienbetriebe haben
in den Niederlanden eine grosse Bedeutung. Gar 95 % der Arbeitskräfte
in Milchwirtschaftsbetrieben sind familieneigene Arbeitskräfte. «Familienbetriebe entscheiden, auch wenn es sich
um grosse Investitionen handelt, am
Küchentisch», erklärt Cor Pierik vom
niederländischen Amt für Statistik und
fährt fort: «Heute nimmt einerseits die
Familiengrösse ab, andererseits steigt
die Betriebsgrösse. Der Mangel an Familienarbeitskräften wird oft mit Lohnunternehmen kompensiert und so steigt
der Anteil an externen Arbeitskosten».
Das Herz eines Familienbetriebs sei aber
immer die Familie – und das werde sich
auch in Zukunft kaum ändern.
Ein Familienbetrieb ist die Familie
den Boer in Haastrecht. Der Urgrossvater startete 1918 mit 25 Kühen, Schweinen und der Käseproduktion. Die Familie besteht heute aus Vater Teus (66),
seiner Frau Nel (64), ihren Söhnen Niek
(33) und Willem Jan (27) sowie Nieks
Partnerin Willemijn (27) mit dem fünf
Monate alten Teun. Mit 80 ha LN und
150 Kühe produzieren sie 1.3 Mio. kg
Milch pro Jahr. 10 % der Milch wird in
der hofeigenen Käserei verarbeitet und
im Hofladen verkauft. Daneben gehört
ein Lohnunternehmen zum Betrieb und
es werden elf Pensionspferde gehalten.
Auf dem Betrieb kann man Feste feiern
und Betriebsführungen machen. «Wir
verteilen das Risiko auf mehrere Standbeine», erklärt Vater Teus. «Das war
2009 und 2010 wichtig, als der Milchpreis gerade mal 0.25 Euro pro Liter betrug», ergänzt Schwiegertochter Willemijn. «Jeder von uns managt einen Teil
des Familienbetriebs», erklärt Niek und
fährt fort: «Wir helfen einander aus. Jeder weiss, wie man Kühe melkt. Wenn
einer in den Ferien weilt, springen die
anderen ein. Das ist eine Stärke eines
Familienbetriebs». Sein Bruder Willem
Jan ergänzt, dass sie am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilhaben wollen: «Als Einmann-Betrieb hast du nicht
mal Zeit, an einem Geburtstagsfest teilzunehmen. Das macht einsam.» Verschiedene Betriebszweige und fünf verantwortliche Familienmitglieder – sind
sich alle immer einig? «Wir sind nicht
immer einer Meinung», gibt Niek freimütig zu, «Aber wir kennen uns sehr gut
und diskutieren offen untereinander».
Die Zukunft sieht rosig aus. Der
Milchpreis liegt bei 45 Cent/l. Innerhalb
der nächsten fünf Jahre wollen die Brüder den Betrieb übernehmen, die
Supermarkt-Durchschnittspreise
in der Niederlande
• 1 Ei, mittelgross: € 0.17
• 1 kg Vollkornbrot: € 1,69
• 1 l Milch: € 0.89
• 1 Poulet (1200 g): € 7.91
Milchkuhherde vergrössern und einen
neuen Stall bauen. Werden sie mit der
arbeitsintensiven Käseproduktion weiterfahren, wenn Vater und Mutter in
den Ruhestand gehen? Niek meint:
«Auch darüber machen wir uns Gedanken. Wir haben Ziele und passen den
Betrieb an. Bio wäre auch eine Option.
Momentan lohnt sich Bio-Landbau
wirtschaftlich nicht. Wird sich das ändern, steigen wir vielleicht in Bio-Landbau ein. Wer weiss auch heute, was unsere Kinder im Sinn haben werden.»
Marjolein van Woerkom,
Bodegraven/Niederlande
info@vanwoerkomjournalistiek.nl
5 2014 · UFA-REVUE
Fortsetzung
von Seite 80
TIERZUBEHÖR
zu verkaufen
Tränke-Halbautomat,
Dispenser, Itin & Hoch,
Schaumann, fahrbar,
geeignet zur Verfütterung von Kuhmilch an
bis 15 Mastkälber,
Fr. 850, Raum SH
寿 079 383 50 59
Futter-Abrufstation
VarioFeed, für
Galtsauen in Grossgruppe; 4 Fressplätze
Huber, komp. in
Chromstahl, hohe
Verarbeitungsqualität;
Selektionstor Schauer,
inkl. Fütterung und
Zusatzbehälter für
Entwurmung und
Fütterungscomputer Fr.
17’500
寿 071 633 36 07
Kühlringe, für
Milchkannen, 3 Stk.,
Fr. 30
寿 079 759 27 47
Hundebox, 80 cm lang,
56 cm breit, 60 cm
hoch, Fr. 60; Hunde-
wanne, Kunststoff,
100 cm lang, 70 cm
breit, Fr. 18, Raum
Solothurn
寿 078 761 39 32
Stall-Namenstafeln,
für Kühe, inkl.
Halterung, Krieger, 28
Stk., De Laval, ca.10
Stk., Fr. 50
寿 079 759 27 47
Behandlungsstand, mit
Winden, 5 Stk.; Panells
3 m; inkl. Transportwagen, Preis komplett,
Fr. 2750
寿 062 962 01 05
Schafwagen, fahrtauglich zu Traktor, sehr
günstig, abzuholen im
Zürcher Oberland.
寿 044 929 19 48
Viehanhänger Daltec
VT 2500 D, Occasion,
Nutzlast 1600 kg,
hinten schwenkbare
Kombitüre mit
Seitengeländer, Jg.
2013, Zustand wie neu
寿 079 683 08 00
Milchtank Roka,
3200 l, Jg. 1996, mit
WRG und Selbstreinigung
寿 062 844 25 20 oder
寿 079 362 83 08
Hier
könnte Ihr
Inserat
stehen.
TIERZUBEHÖR
gesucht
Kuhhalsbänder für
Alpha-Anbindevorrichtung
寿 078 745 85 68
Absperrgitter Occ.,
evtl. alte Gitter von
Schweineställen, Länge
und Tiefe egal, alles
anbieten
寿 079 759 27 47
Formular auf
www.ufarevue.ch
Euterputzpapier für
Trockenreinigung
wegen Einstellung der
Milchproduktion,
grosser Vorrat,
günstig bei grossen
Kaufmengen
寿 062 844 25 20 oder
寿 079 362 83 08
3 Kälberiglu mit Gitter
und Kesselhalter,
neuwertig, infolge
Umstellung,
Fr. 420/Stk, Kt. LU
寿 079 663 81 15
Hornführer Etro und
Knechtle, für Rinder
寿 079 245 25 02
TIERZUBEHÖR
zu verschenken
Futterkrippenelemente, div., Kreiselheuer
gezogen
寿 052 685 28 16
Haben Sie
etwas zu
verkaufen?
Formular auf
www.ufarevue.ch
Marktplatz
STELLEN
Angebot
Suchen Sie einen
Zusatzverdienst? Sehr
interessant für
jedermann. Sind Sie
motiviert etwas Neues
anzufangen? Gute
Verdienstmöglichkeit.
寿 079 507 83 78
RAUFUTTER
zu verkaufen
Stroh in
Quaderballen,
Region SO
寿 079 243 75 25
Stroh-Emd
und Grassiloballen,
Bühl/ Aarberg
寿 032 381 11 10
Stroh-Kleinballen,
top Qualität, Raum TG
und SH
寿 052 747 12 71
Heu und Emd, belüftet,
ab Stock, einwandfreie
Qualität, Fr. 28. pro
100 kg; Rundballen
Emd, unkrautfrei, Fr. 28
pro 100 kg, abzuholen
in Gams SG
寿 081 771 17 61
Heu Siloballen,
10 Stück
寿 079 229 38 68
Häckselstroh aus
Chinaschilf Miscanthus
für saubere Tiere,
Quaderballen
70x120x240 cm, ab
Hof verladen Fr. 19/dt.
寿 032 665 49 37 oder
寿 077 483 53 89
Randen roh, schöne
Qualität, Fr. 0.60 pro kg
寿 031 981 13 03
Oekoheu, Ernte 2014,
Rundballen ab Feld
寿 079 796 92 68
Zu diesen Themen lesen Sie
mehr in der nächsten Nummer
Schliessen von
Finanzierungslücken
«Metrac H7 SX»
im Test
Wie steht es um
Resistenzen?
Ziel ist eine gerade
Kurve
Teemischungen
selbst gemacht
Die Schweizer Berghilfe
unterstützt Käsereien im
Berggebiet. Diese sorgen
nämlich für Mehrwert in
der Landwirtschaft und
schaffen Arbeitsplätze.
Mit dem neuen «Metrac
H7 SX» versuchte Reform,
einen Spagat zwischen
kompakten Abmessungen
und hoher Motorleistung
zu schaffen.
Immer mehr bereiten
Herbizidresistenzen Sorgen
und Probleme. Frédéric
Tschuy von Agroscope
beobachtet aufmerksam
diese Entwicklung.
In der Milchviehzucht wird
eine hohe Persistenz
angestrebt. Was bringt’s
und wie lässt die
Milchleistungskurve
beeinflussen?
Eine Teemischung aus
selbst gesammelten
Kräutern macht doppelt
Freude - beim Kräutersammeln und beim Tee
geniessen.
info@ufarevue.ch
Impressum
UFA-Revue
Die Mitglieder-Fachzeitschrift
der fenaco-LANDI Gruppe.
Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,
9 und 11 erscheinen mit im
Abonnement inbegriffener
Beilage des LANDI-Contact.
ISSN 1420-5106.
Herausgeber
fenaco Genossenschaft,
Erlachstrasse 5, 3001 Bern
Hans Peter Kurzen,
Publizistische Leitung
UFA-REVUE · 5 2014
Mitherausgeber
LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen.
Die Beteiligungen der Herausgeber an anderen Unternehmungen sind in den gültigen
Geschäftsberichten aufgeführt.
Erhältlich beim Verlag.
Redaktion
Tel. 058 433 65 30
Fax 058 433 65 35
Theaterstrasse 15a,
8401 Winterthur
Dr. Roman Engeler (Chefredaktor), Daniela Clemenz, Christian
Hirschi, Gaël Monnerat, Cyril de
Poret und Matthias Roggli.
Anne-Marie Trümpi (Redaktionsassistentin).
Anzeigen/Abonnemente
Tel. 058 433 65 30
Fax 058 433 65 35
UFA-Revue
Anzeigenberatung
Theaterstrasse 15a
8401 Winterthur
Roman Engeler, Alex Reimann,
Anja Rickenbach
Annahmeschluss
20 Tage vor Erscheinen
Verlag
Tel. 058 433 65 20
Fax 058 433 65 35
Verlag LANDI-Medien,
ein Bereich der fenaco,
Postfach, 8401 Winterthur
Dr. Roman Engeler, Verlagsleiter
Auflage
Mitgliederabonnemente 73’921
davon deutsch
61’149
davon französisch
12’772
(WEMF/SW beglaubigt 2013)
Druckauflage
75’732
Bezugspreis
Für Mitglieder landwirtschaftliche
Genossenschaften gratis.
UFA-Revue-Abonnenten
akzeptieren die Nutzung und
Weitergabe ihrer Post-Adresse
für den Versand von zielgerichteten Mailings. Ist dies
nicht erwünscht, kann die
Adresse beim Verlag gesperrt
werden.
Prepress
AMW – Werbewerkstatt der
fenaco-LANDI Gruppe, Winterthur. Aline Gsell, Stephan Rüegg
www.ufarevue.ch
Druck
Print Media Corporation,
8618 Oetwil am See
Die Weiterverwendung von
Beiträgen und Inseraten,
insbesondere für Online-Dienste,
ist nur mit Genehmigung
gestattet.
Beiträge in der Rubrik
«Know-how» sind PR oder
Publireportagen über Firmen
und ihre Produkte.
Papier
Perlentop Satin 60 g/m2 Papier
mit FSC- und PEFC-Zertifizierung
95
ERLEBEROT
LEBEKOMPETENZ
VISION INNOVATION KOMPETENZ QUALITÄT VERTRAUEN VERPFLICHTUNG
Die neuen Vierzylindertraktoren von Massey Ferguson
Leistungsstark, Wendig, Komfortabel
PS
110 – 185
MF6600
IS A WORLDWIDE BRAND OF AGCO.
1734 TENTLINGEN, Jungo Felix
2575 HAGNECK
Dubler Agrar Service
5062 OBERHOF
Kuoni Landtechnik AG
5316 LEUGGERN
Märki Landmaschinen
3088 RÜEGGISBERG
GVS Agrar AG
Land- und Kommunalmaschinen
Im Majorenacker 11
CH-8207 Schaffhausen
Tel. +41 (0)52 631 19 00
info@gvs-agrar.ch
www.gvs-agrar.ch
Ramseyer Landtechnik AG
3147 MITTELHÄUSERN, Fiechter Fritz
3179 KRIECHENWIL
Hämmerli AgroTech AG
5502 HUNZENSCHWIL
3433 SCHWANDEN I. E.
Toni Siegenthaler AG
3555 TRUBSCHACHEN, Wingeier Alfred
3617 FAHRNI B. THUN
Walter Streit AG
4451 WINTERSINGEN
Flückiger Agritech AG
4624 HÄRKINGEN
Studer & Krähenbühl AG
4944 AUSWIL, S. Flückiger AG
Brack Landtechnik AG
8580 HAGENWIL BEI AMRISWIL
6026 RAIN
8867 NIEDERURNEN
Burkart Landmaschinen GmbH
6064 KERNS, Flück
3324 HINDELBANK
Käser Agrotechnik AG
3425 KOPPIGEN, Straub AG
Vögeli & Berger AG
8476 UNTERSTAMMHEIM
Odermatt Landmaschinen AG
5630 MURI, Gerber Muri AG
3225 MÜNTSCHEMIER
Jampen Landmaschinen AG
Gujer Landmaschinen AG
8442 HETTLINGEN
6130
6166
6260
6314
6418
7205
Landmaschinen + Fahrzeuge AG
WILLISAU, Kronenberg Hans
HASLE, Urs Unternährer AG
REIDEN, A. Leiser AG
UNTERÄGERI, Merz Karl
ROTHENTHURM, Moser Martin
ZIZERS
Kohler Landmaschinen AG
8193 EGLISAU, Landmaschinenstation
Eglisau AG
8207 SCHAFFHAUSEN, GVS Agrar AG
8214 GÄCHLINGEN, GVS Agrar AG
8308 MESIKON-ILLNAU
Schönenberger Landtechnik
Landmaschinen Pfeiffer AG
9050 APPENZELL, Fritsche Martin
9125 BRUNNADERN
Kunz Landmaschinen
9204 ANDWIL
Sutter Landmaschinen GmbH
9424 RHEINECK, Lantech AG
9445 REBSTEIN, LV-Maschinencenter
Rebstein AG
9494 SCHAAN
Wohlwend Damian Anstalt
9562 MÄRWIL, Märla AG
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
88
Dateigröße
18 714 KB
Tags
1/--Seiten
melden