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Ergßnzung zum Gerßtehandbuch des Automatisierungsgerßtes S5>115U
CPU 945>7UA1./>7UA2. (6ES5 998>3UF11)
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
Firmware>Update
1
2
2.1
2.2
2.2.1
2.2.2
2.3
2.4
2.5
Sonderfunktions>Organisationsbausteine der CPU 945
Datenbausteine DX bzw. DB duplizieren: OB 183 und OB 184
Datenbereich kopieren: OB 182
Datenfeld mit Kopierparametern
Lage des Datenfeldes festlegen und Aufruf des OB 182
Merker in Datenbaustein Âbertragen: OB 190 und OB 192
Datenbl‘cke in Merkerbereich Âbertragen: OB 191 und OB 193
Vorzeichenerweiterung: OB 220
2
2
3
3
4
5
7
12
3
PID>Regelalgorithmus: OB 251
13
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
Neue Betriebssystem>Dienste im OB 250 (CPU 945, Stand Z 02)
Zugriffe auf DBA> und DBL>Register
Indiziertes Aufschlagen eines DX
Indiziertes Aufschlagen eines FX
Austragen eines Bausteins aus der Bausteinadre˚liste
'ndern der Bausteinkennung
25
25
26
26
27
28
5
STEP 5>Bausteine erzeugen: OB 125
29
Hinweis
In Kapitel 1 ist beschrieben, wie Sie die CPU 945 mit dem Firmware>Update auf den
Firmwarestand Z 02 hochrÂsten. Wenn Ihre CPU 945 bereits den Firmwarestand Z 02
besitzt, dann ist diese Information fÂr Sie ohne Bedeutung.
EWA 4NEB 811 6244>01
Ergßnzung
1
S5>115U Handbuch, CPU 945
Firmware>Update
Der Firmware>Update an der CPU 945 kann Âber die PG>Schnittstelle oder alternativ Âber ein
Speichermodul durchgefÂhrt werden (vorteilhaft bei HochrÂstung mehrerer CPUs, da schneller).
Ablauf des Firmware>Update:
f Diskette einlegen
f STEP 5/ST>Stufe 6 starten
f Online gehen (nur bei Update Âber PG>Schnittstelle)
f ∫Wechsel∫ anwßhlen
f ∫weitere ...∫ anwßhlen
f im Men das entsprechende Diskettenlaufwerk anwßhlen (z. B. ∫A∫)
Es erscheint: ∫COM 945 Firmware>Update>Utility V 1.0∫
f ∫COM 945∫ anwßhlen und mit ∫OK∫ starten
f bei Abfrage auf ∫Passwort∫ Eingabetaste drÂcken
f bei Abfrage ∫Pfadname des FW>Directorys∫ Diskettenlaufwerksname eingeben (z. B. ∫A:∫)
f Funktionstaste <F 6> drÂcken (Âbernehmen)
f Funktionstaste <F 6> drÂcken (AG>Stop)
Bei Update Âber PG>Schnittstelle:
f Funktionstaste <F 1> drÂcken (PG R AG)
f Funktionstaste <F 1> drÂcken (JA)
Es erscheint: ∫Firmware Update wird durchgefÂhrt!∫
Auf dem Bildschirm wird pro Âbertragenem Firmware>Baustein ein ∫.∫ ausgegeben.
Nach der Meldung ∫Firmware erfolgreich Âbertragen∫ ist der Firmware>Update beendet.
f Die RUN>LED blinkt und nach dem Firmware>Update fordert die CPU Url‘schen an.
Bei Update Âber Speichermodul:
f gel‘schtes Speichermodul mit mindestens 256 kB Kapazitßt stecken
f Funktionstaste <F 2> drÂcken (EPROM)
f Funktionstaste <F 1> drÂcken (UPDATE)
Es erscheint: ∫Firmware>Update wird durchgefÂhrt!∫
Auf dem Bildschirm wird pro Âbertragenem Firmware>Baustein ein ∫.∫ ausgegeben.
Nach der Meldung ∫Firmware erfolgreich auf EPROM Âbertragen∫ ist der Firmware>Update
beendet.
Zum Programmieren der CPU mit Speichermodul:
f Netz aus
f Speichermodul mit Firmware stecken
f Url‘schtaste gedrÂckt halten
f Netz ein
f Url‘schtaste gedrÂckt halten, bis RUN>LED blinkt
f Nach erfolgtem Firmware>Update fordert die CPU Url‘schen an
f Netz aus
f Speichermodul ziehen
Nach dem Firmware>Update kann mit dem PG mit der Funktion ∫Systemparameter∫ der Erfolg der
HochrÂstung ÂberprÂft werden. Als Ausgabestand AG>Software erscheint nach erfolgreicher
HochrÂstung Z 02 (als Ausgabestand PG>AS>Software erscheint nach wie vor der Auslieferaus>
gabestand, also Z 01).
Nach erfolgreich abgeschlossenem Firmware>Update kreuzen Sie bitte auf Ihrer CPU 945, oberhalb
der Schnittstelle SI 1 (6ES5 816>5AA01), den neuen Ausgabestand 2 an.
1
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
2
Sonderfunktions>Organisationsbausteine der CPU 945
2.1
Datenbausteine DX bzw. DB duplizieren: OB 183 und OB 184
Ergßnzung
Die Sonderfunktions>Organisationsbausteine OB 183 und OB 184 duplizieren einen Datenbaustein
im Speicher der CPU. Der OB 183 ist dabei fÂr DX>Bausteine zustßndig, wßhrend der OB 184 nur
DB>Bausteine kopiert.
Der Quellbaustein wird beim Kopiervorgang selbst nicht verßndert und bleibt auch weiterhin
gÂltig.
Laufzeit: 52 os + n ∑ 2,35 os
(n: Anzahl der Datenw‘rter im DB/DX)
Parameter:
AKKU 1>LL:
Nummer des Quell>Bausteins; zulßssige Werte: 0 ... 255
AKKU 1>HL:
Nummer des Ziel>Bausteins; zulßssige Werte: 0 ... 255
Wird der Baustein korrekt bearbeitet ist das VKE>Register auf 0 gesetzt und AKKU 1 hat den
Wert 0.
Im Fehlerfall ist VKE=1 und in AKKU 1 wird ein Fehlercode Âbergeben,
Fehlerfßlle:
Tabelle 1 Fehlerfßlle
Fehlercode
Fehlerbeschreibung
1
Ziel>Baustein existiert bereits
2
Quell>Baustein existiert nicht
3
Ziel>Baustein kann nicht erzeugt werden (zu wenig freier Speicher!)
Verßnderte Register: AKKU 1, AKKU 2, BR
EWA 4NEB 811 6244>01
2
Ergßnzung
2.2
S5>115U Handbuch, CPU 945
Datenbereich kopieren: OB 182
Der OB 182 kopiert einen Datenblock variabler Lßnge von einem Datenbaustein in einen anderen.
Als Quell> und Zielbaustein k‘nnen DB> und DX>Datenbausteine verwendet werden. Der
Blockanfang im Quell> und Zieldatenbaustein ist frei wßhlbar. Der OB 182 kann maximal
65530!(FFFAH) Datenw‘rter kopieren.
Hinweis
Quell> und Zielbaustein k‘nnen identisch sein. Die Datenbereiche von Quelle und Ziel
dÂrfen sich Âberlappen. Die Originaldaten des Quellbereichs werden auch bei eber>
lappung unverßndert in den Zielbereich kopiert. Der eberlappungsbereich in der
Quelle ist nach dem Kopiervorgang Âberschrieben. Diese Funktionseigenschaft
k‘nnen Sie einsetzen, um einen Datenbereich innerhalb eines Bausteins zu
verschieben.
Vor dem Aufruf des OB 182 versorgen Sie ein Datenfeld mit den erforderlichen Parametern
(ÆKap. 2.2.1) fÂr den gewÂnschten Korpiervorgang. Dieses Datenfeld kann in einem DB> oder
DX>Datenbaustein, im M> oder S>Merkerbereich angelegt werden. Au˚erdem mÂssen Sie vor
Aufruf des OB 182 im AKKU 1>L und AKKU 2>L Angaben zur Lage des Datenfeldes (ÆKap.!2.2.2)
machen.
2.2.1
Datenfeld mit Kopierparametern
Das Datenfeld bezeichnet Quell> und Zieldatenbaustein, die Blockanfangsadresse in beiden
Bausteinen sowie die Anzahl der zu Âbertragenden Datenw‘rter. Es besteht aus 5 W‘rtern.
Bit>Nr.
15
1. Wort
8
7
Quell>DB>Typ
2. Wort
3. Wort
0
Quell>DB>Nr.
Nr. des 1. zu Âbertragenden Datenwortes im Quell>DB
Ziel>DB>Typ
Ziel>DB>Nr.
4. Wort
Nr. des 1. zu beschreibenden Datenwortes im Ziel>DB
5. Wort
Anzahl der Datenw‘rter
Die Parameter haben folgende Bedeutung und zulßssige Wertebereiche:
Datenbaustein>Typ (Quelle und Ziel)
1 = DB
2 = DX
Datenbaustein>Nr. (Quelle und Ziel)
0 ... 255
Nr. des 1. Datenwortes (Quelle und Ziel)
0 ... 65529 (0 ... FFF9H)
Anzahl der Datenw‘rter:
1 ... 65530 (1 ... FFFAH)
Wenn Sie das Datenfeld im Merkerbereich anlegen, mÂssen Sie beim Aufruf des OB 182 im
AKKU!1>L die Nr. des ersten Merkerworts hinterlegen .
Laufzeit: 35 os + n ∑ 2,65 os
3
(n: Anzahl der zu Âbertragenden Datenw‘rter)
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
2.2.2
Ergßnzung
Lage des Datenfeldes festlegen und Aufruf des OB 182
Parameter:
Bevor Sie den OB 182 aufrufen, mÂssen Sie im Datenfeld die
Kopierparameter hinterlegen, wie im vorigen Abschnitt erlßutert.
1. Datenfeld:
Bit >Nr. 15
2. AKKU 2>L:
8 7
Adre˚bereichs>Typ
0
Datenbaustein>Nr.
Adre˚bereichs>Typ,
zulßssige Werte:
1 = DB>Datenbaustein
2 = DX>Datenbaustein
3 = M>Merkerbereich
4 = S>Merkerbereich
Datenbaustein>Nr.,
zulßssige Werte:
DB: 0 ... 255; DX: 0 ... 255
nicht relevant, wenn M> oder S>Merker
Nummer des 1. Datenfeldwortes, zulßssige Werte (in Abhßngigkeit vom
Adre˚bereichs>Typ):
DB, DX:
0 ... 65525
M>Merker:
0 ... 246
(= Nr. Merkerwort)
S>Merker:
0 ... 4086
(= Nr. Merkerwort)
3. AKKU 1>L:
Reaktionen im Fehlerfall
In beiden Fßllen werden in AKKU 1>L und AKKU 2>L Fehlerkennungen hinterlegt (Æ Tabelle 2).
Tabelle 2 Fehlerkennungen
AKKU 1>L
AKKU 2>L
1A06H
>
1A34H
0001H
0100H
0102H
0200H
0203H
0210H
0213H
0220H
0221H
0222H
Fehlerursache
Datenbaustein nicht geladen (Quelle oder Ziel existieren nicht)
Beschreibung des Datenfeldes fehlerhaft
Adre˚bereich>Typ unzulßssig
∫Nummer des ersten Datenfeldwortes∫ unzulßssig
∫Quell>Datenbaustein>Typ∫ unzulßssig
Lßnge Quelldatenbaustein im Bausteinkopf < 5 W‘rter
∫Ziel>Datenbaustein>Typ∫ unzulßssig
Lßnge Zieldatenbaustein im Bausteinkopf < 5 W‘rter
∫Anzahl zu Âbertragende Datenw‘rter∫ unzulßssig (=0 oder >65530)
Quelldatenbaustein zu kurz
Zieldatenbaustein zu kurz
Verßnderte Register: AKKU 1, AKKU 2, BR
Wird der Baustein korrekt bearbeitet, hat AKKU 1 den Wert 0.
EWA 4NEB 811 6244>01
4
Ergßnzung
2.3
S5>115U Handbuch, CPU 945
Merker in Datenbaustein Âbertragen: OB 190 und OB 192
Die Organisationsbausteine OB 190 und OB 192 Âbertragen eine vom Anwender vorgegebene
Anzahl Merkerbytes in einen dafÂr vorgesehenen Datenbaustein.
Dies kann z. B. von Vorteil sein vor Bausteinaufrufen, in Fehler>Organisationsbausteinen oder bei
Unterbrechung der zyklischen Programmbearbeitung durch eine zeit> oder alarmgesteuerte
Programmbearbeitung.
Mit Hilfe der Organisationsbausteine OB 191 und OB 193 k‘nnen Sie diese Merkerbytes
anschlie˚end wieder aus dem Datenbaustein zurÂckschreiben.
Hinweis
f Verwenden Sie OB 192 und OB 193 fÂr das einfache Retten und ZurÂcklesen der
Merkerbytes, da Sie damit erhebliche Laufzeitvorteile gewinnen.
f Vor dem Aufruf von OB190/192 mu˚ ein Datenbaustein (DB/DX) aufgeschlagen
werden!
f Die OB 190/192 Âbertragen nur aus dem M>Merkerbereich, jedoch nicht aus dem
S>Merkerbereich in einen Datenbaustein.
Nach Aufruf des OB190/192 werden im aufgeschlagenen Datenbaustein die Merkerbytes ab der
angegebenen Datenwortadresse gespeichert. Den Bereich der zu rettenden Merker entnehmen
OB 190/192 dem AKKU 2.
OB 190 und OB 192 sind identisch mit Ausnahme der Art und Weise, in der sie die Merkerbytes
Âbertragen:
f
f
OB 190 Âbertrßgt die Merker byteweise.
OB 192 Âbertrßgt die Merker wortweise.
Dies ist von Belang, wenn die in den Datenbaustein Âbertragenen Daten anschlie˚end bearbeitet
werden sollen und der Datenbaustein nicht nur als einfacher Zwischenspeicher benutzt wird.
5
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
Das folgende Bild soll diesen Unterschied verdeutlichen:
OB 190:
Merker kopieren mit
Merker
Datenbaustein
DL
7
OB 192:
0
15
Datenbaustein
DR
8
7
DL
0
15
DR
8
7
0
MB 0
0
1
1
0
0
DW 0
0
1
1
0
MB 1
1
3
2
DW 1
2
3
MB 2
2
4
DW 2
4
MB 3
3
DW 3
4
..
.
..
.
..
.
Bild 1 Byteweise (OB 190) und wortweises (OB 192) ebertragen
Hinweis
Falls eine ungerade Anzahl von Merkerbytes Âbertragen wird, so wird das letzte
benutzte Datenwort des Datenbausteins nur zur Hßlfte genutzt. Bei OB 190 bleibt das
Datum links, bei OB 192 das Datum rechts im Ziel>DB unverßndert.
Laufzeiten:
OB 190: 13 os + n ∑ 1,85 os
OB 192: 12 os + n ∑ 1,3 os
EWA 4NEB 811 6244>01
(n: Anzahl Bytes)
(n: Anzahl Bytes)
6
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
Parameter:
Angaben zur Quelle:
1. AKKU 2>LH:
Erstes zu Âbertragendes Merkerbyte, zulßssige Werte: 0 bis 255
2. AKKU 2>LL:
Letztes zu Âbertragendes Merkerbyte, zulßssige Werte: 0 bis 255
(Letztes Merkerbyte f Erstes Merkerbyte)
Angaben zum Ziel:
3. AKKU 1>L:
Nummer des ersten zu beschreibenden Datenwortes im aufgeschlagenen
Datenbaustein.
Die zulßssigen Werte orientieren sich an der Lßnge des Datenbausteins im
Speicher. Es k‘nnen dabei Nummern > 255 auftreten
0 ... 65529 (0 ... FFF9H)
Wird der Sonderfunktions>OB 190/192 korrekt bearbeitet, so wird das VKE gel‘scht (VKE = 0).
Im Fehlerfall wird das VKE gesetzt (VKE = 1),
Fehlerfßlle:
f
f
f
f
kein DB> oder DX>Datenbaustein aufgeschlagen
falscher Merkerbereich (Letztes Merkerbyte < Erstes Merkerbyte)
Datenwort>Nummer nicht vorhanden
Lßnge des DB> oder DX>Datenbausteins nicht ausreichend
Verßnderte Register: AKKU 1, AKKU 2, BR
2.4
Datenbl‘cke in Merkerbereich Âbertragen: OB 191 und OB 193
Mit Hilfe der Organisationsbausteine OB 191 und OB 193 k‘nnen Sie Daten aus einem Daten>
baustein in den Merkerbereich Âbertragen. So k‘nnen beispielsweise die zuvor in einen Daten>
baustein ∫geretteten∫ Merkerbytes wieder in den Merkerbereich zurÂckgeschrieben werden.
OB 191/193 unterscheiden sich von den Organisationsbausteinen OB 190/192 nur dadurch, da˚
Quelle und Ziel vertauscht sind:
Merker
OB 190/192:
Merkerbereich
OB 191/193:
Merkerbereich
Datenbaustein
Daten
7
Datenbaustein
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
Hinweis
Vor dem Aufruf von OB 191/193 mu˚ ein ausreichend langer Datenbaustein (DB/DX)
aufgeschlagen werden!
Die OB 191/193 Âbertragen aus dem Datenbaustein nur in den M>Merkerbereich,
jedoch nicht in den S>Merker.
OB 191 und OB 193 sind identisch mit Ausnahme der Art und Weise, in der sie die Daten Âber>
tragen:
f
f
OB 191 Âbertrßgt die Datenw‘rter byteweise.
OB 193 Âbertrßgt die Datenw‘rter wortweise.
Das nachstehende Bild soll Ihnen diesen Unterschied verdeutlichen.
OB 191
Datenbaustein
DL
15
Merker
DR
8
7
0
7
0
DW 0
1
0
(DR 0)
0
MB 0
DW 1
3
2
(DL 0)
1
MB1
DW 2
5
4
(DR 1)
2
MB 2
6
(DL 1)
3
MB 3
DW 3
.
..
.
..
OB 193
Datenbaustein
DL
15
Merker
DR
8
7
0
7
0
DW 0
1
0
(DL 0)
1
MB 0
DW 1
3
2
(DR 0)
0
MB1
DW 2
5
4
(DL 1)
3
MB 2
6
(DR 1)
2
MB 3
DW 3
.
.
.
.
.
.
Bild 2 Byteweise (OB 191) und wortweises (OB 193) ebertragen
EWA 4NEB 811 6244>01
8
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
Parameter:
Angaben zur Quelle:
1. AKKU 2>L:
Nummer des ersten zu Âbertragenden Datenwortes im aufgeschlagenen
Datenbaustein 0 ... 65529 (0 ... FFF9H)
Angaben zum Ziel:
2. AKKU 1>LH:
Erstes zu beschreibendes Merkerbyte, zulßssige Werte 0 ... 255
3. AKKU 1>LL:
Letztes zu beschreibendes Merkerbyte, zulßssige Werte 0 ... 255
(Letztes Merkerbyte f Erstes Merkerbyte)
Wird der Sonderfunktions>OB 191/193 korrekt bearbeitet, so wird das VKE gel‘scht (VKE =0)
Im Fehlerfall wird das VKE gesetzt (VKE = 1),
Fehlerfßlle:
keine DB> oder DX>Datenbausteine aufgeschlagen
falscher Merkerbereich (Letztes Merkerbyte < Erstes Merkerbyte)
Datenwort>Nummer nicht vorhanden
Lßnge des DB> oder DX>Datenbausteins nicht ausreichend
f
f
f
f
Verßnderte Register: AKKU 1, AKKU 2, BR
Beispiel 1:
Vor Aufruf des Programmbausteins PB 12 sind alle Merker (MB 0 ... MB 255) in den Datenbaustein
DX 37 ab Adresse 100 zu retten und anschlie˚end wieder zurÂckzuschreiben.
AWL
:AX
DX 37
:L
KY 0,255
:L
KB 100
:SPA OB 190
Erlßuterung
RETTEN:
DATENBAUSTEIN AUFRUFEN
MERKERBEREICH MB 0 BIS MB 255
NUMMER DES 1. DATENWORTS IM ZIEL
MERKER RETTEN
BAUSTEINWECHSEL:
:SPA PB 12
:
:L
KB 100
:L
KY 0,255
:SPA OB 191
Laufzeiten:
OB 191: 13 os + n ∑ 1,85 os
OB 193: 12 os + n ∑ 1,3 os
9
ZURUECKSCHREIBEN:
(DATENBAUSTEIN BEREITS AUFGERUFEN)
NUMMER DES 1. DATENWORTS IN DER QUELLE
MERKERBEREICH MB 0 BIS MB 255
MERKER ZURUECKSCHREIBEN
(n: Anzahl Bytes)
(n: Anzahl Bytes)
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
Beispiel 2 zum OB 190/OB191:
Merker, die vom zyklischen Anwenderprogramm benutzt werden, k‘nnen nicht zusßtzlich durch
ein zeit> und alarmgesteuertes Anwenderprogramm genutzt werden. Jeder Programmbe>
arbeitungsebene mu˚ ein bestimmter Teil des Merkerbereichs zugeordnet sein.
z.B.:
f zyklisches Anwenderprogramm:
f zeitgesteuertes Anwenderprogramm:
f alarmgesteuertes Anwenderprogramm:
MB 0
... . ...
MB 100 ... . ...
MB 200 ... . ...
MB 99
MB 199
MB 255
Falls jedoch das zyklische Anwenderprogramm bereits alle 256 Merkerbytes nutzt und
beispielsweise das zeitgesteuerte Anwenderprogramm ebenfalls alle 256 Merkerbytes ben‘tigt,
mÂssen die Merker beim Wechsel der Bearbeitungsebene ausgetauscht und zwischengespeichert
werden.
Am schnellsten k‘nnen die Merker mit Hilfe der Sonderfunktionen OB 192 und OB 193 gerettet
und geladen werden. Bild 3 zeigt, wie ein von OB 1 und OB 13 (100 ms Weckalarm) gemeinsamer
Merkerbereich MB x ... MB y in einem Datenbaustein DB z zwischengespeichert werden.
OB 1
OB 13
DB z
OB 190
MB x >
MB y
OB 191
Retten
DW a>b
der MB
DB z
DW a>b
ZurÂckschreiben
der MB
MB x >
MB y
Bild 3 Retten von Merkerbereichen bei Wechsel der Programmbearbeitungsebene
!
Achtung
Die, bei SINEC L1, ASCII>Treiber oder Rechnerkopplung definierten Koordinierungs>
bytes KBS/KBE (Merkerbytes oder DL) dÂrfen nicht gerettet oder zurÂckgeladen wer>
den, da KBS/KBE asynchron zum Anwenderprogramm vom Betriebssystem beeinflu˚t
werden.
EWA 4NEB 811 6244>01
10
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
STEP>5>Programm im OB 13
AWL
:A
:L
Erlßuterung
DB 100
KY 0,255
SICHERUNGS-DB AUFSCHLAGEN
MERKERBEREICH FESTLEGEN VON 0 BIS 255
:L
KB 0
:SPA OB 190
:L
KB 128
MERKERBYTES WERDEN AB DW 0 IM DB GESPEICHERT
MERKER BYTEWEISE IN DB UEBERTRAGEN
NEUE DATEN AB DW 128 AUS DB LADEN
:L
KY 0,255
:SPA OB 191
:
MERKERBEREICH VON 0 BIS 255
DATEN BYTEWEISE IN DEN MERKEREREICH UEBERTRAGEN
:
:
:A
Programm
DB 100
SICHERUNGS-DB AUFSCHLAGEN
:L
KY 0,255
:L
KB 128
:SPA OB 190
MERKERBYTES VON 0 BIS 255 BYTEWEISE
IM DB AB DW 128 SICHERN
:L
KB 0
:L
KY 0,255
:SPA OB 191
DATEN AB DW 0 BYTEWEISE AUS DEM DB
IN DEN MERKERBEREICH VON 0 BIS 255
ZURUECKUEBERTRAGEN
:BE
BAUSTEINENDE
Weitere Anwendungen fÂr die Organisationsbausteine OB 190 ... 193
Ohne gro˚en Aufwand lassen sich im Datenbaustein High>Byte und Low>Byte vertauschen,
indem mit dem entsprechenden OBs die Datenw‘rter in den Merkerbereich und wieder
zurÂckÂbertragen werden, wie in Bild 4 dargestellt.
Sie k‘nnen Datenbl‘cke innerhalb eines Datenbausteines ∫verschieben∫, wenn Sie beim
ZurÂckÂbertragen aus dem Merkerbereich zwar dieselbe DB>Nummer, jedoch ein anderes
Datenwort angeben.
f
f
Datenbaustein
15
8 7
Merker
Datenbaustein
0
DW x
A
B
DW x +1
C
D
15
OB 193
A
MB y
B
MB y +1
C
MB y +2
D
OB 190
8 7
0
B
A
DW x
D
C
DW x +1
..
.
Bild 4 Vertauschen von High>Byte und Low>Byte in einem DB mit Hilfe von OB 193/OB190
11
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
2.5
Ergßnzung
Vorzeichenerweiterung: OB 220
Diese Sonderfunktion erweitert das Vorzeichen einer 16>bit>Festpunktzahl im AKKU 1>L auf das
h‘herwertige Wort (AKKU 1>H):
f
f
Wenn das Bit 215 = 0 (positive Zahl) ist, wird das h‘herwertige Wort mit KH 0000 geladen.
Wenn das Bit 215 = 1 (negative Zahl) ist, wird das h‘herwertige Wort mit KH FFFF geladen.
Diese Vorzeichenerweiterung ist notwendig, um eine negative 16>bit>Festpunktzahl vor einer
Festpunkt>Gleitpunkt>Wandlung (32>bit, Befehl FDG) zu einer 32>bit>Festpunktzahl zu erweitern.
Parameter:
1. AKKU 1>L:
Fehlerfßlle:
16>bit>Festpunktzahl
keine
Laufzeit: 3 os
EWA 4NEB 811 6244>01
12
Ergßnzung
3
S5>115U Handbuch, CPU 945
PID>Regelalgorithmus: OB 251
Im Betriebssystem der Zentralbaugruppen ist ein PID>Regelalgorithmus integriert, den der
Anwender mit Hilfe des Organisationsbausteins OB 251 fÂr seine Zwecke nutzen kann.
Vor dem Aufruf des OB 251 mu˚ ein Datenbaustein (Regler>DB) aufgeschlagen sein, der die
Reglerparameter und sonstigen reglerspezifischen Daten enthßlt. Der PID>Algorithmus wird in
einem bestimmten Zeitraster (Abtastzeit) aufgerufen und bildet die Stellgr‘˚e. Je genauer die
Abtastzeit eingehalten wird, desto genauer kann der Regler seine Aufgaben erfÂllen. Die im
Regler>DB angegebenen Regelparameter mÂssen an die Abtastzeit angepa˚t sein. Im allgemeinen
wird das Abtastzeitraster mit einem Zeit>OB (OB 10 bis OB 13) realisiert.
Zeit>OBs k‘nnen im Aufrufintervall von 1 ms bis 1!min eingestellt werden. Die maximale
Bearbeitungszeit des PID>Regelalgorithmus betrßgt 110!os.
Z
YH (STEU>BIT 3 auf 0)
dYH (STEU>BIT 3 auf 1)
0
1
1
1
STEU>BIT 5
∞
0
Auto
∞
STEU>BIT 0
W
X
0
XZ
1
1
PID>
Algorithmus
XW
∞
0
Y
∞
OG
dY
UG
dYA (STEU>BIT 3
auf 1)
YA (STEU>BIT 3
auf 0)
STEU>BIT 3
STEU>BIT 1
K
R
TI
TD
STEU
BGOG BGUG
Bild 5 Blockschaltbild des PID>Reglers
Legende:
K
R
TA
TN
TV
TI
TD
STEU
W
XW
13
= Proportionalbeiwert
K>0 positiver Regelsinn
K<0 negativer Regelsinn
= R>Parameter (i.a. 1000)
= Abtastzeit
= Nachstellzeit
= Vorhaltezeit
= TA/TN
= TV/TA
= Steuerwort
= Sollwert
= Regeldifferenz
Y
dY
YH
dYH
BGOG
BGUG
X
Z
XZ
YA
dYA
=
=
=
=
=
=
=
=
=
=
=
Stellgr‘˚e
Stellinkrement
Stellwert bei manueller Eingabe
Stellwertinkrement bei man. Eingabe
Oberer Begrenzungswert
Unterer Begrenzungswert
Istwert
St‘rgr‘˚e
Ersatzgr‘˚e fÂr Regeldifferenz
Reglerausgang: Stellgr‘˚e begrenzt
Reglerausgang: Stellinkrement begrenzt
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
Der quasikontinuierliche Regler ist fÂr Regelstrecken ausgelegt, wie sie z.B. in der
Verfahrenstechnik als Druck>, Temperatur> oder Durchflu˚regelungen auftreten.
Mit der Gr‘˚e ∫R∫ wird der Proportionalanteil des PID>Reglers eingestellt.
Soll der Regler ein P>Verhalten zeigen, so wird bei den meisten Reglerentwurfsverfahren der Wert
R=1 verwendet.
Die einzelnen P>, I> und D>Anteile sind Âber ihre jeweiligen Parameter (R, TI und TD) abschaltbar,
indem die betreffenden Datenw‘rter mit Null vorbesetzt werden. Damit k‘nnen alle gewÂnsch>
ten Reglerstrukturen (z.B. PI>, PD> oder PID>Regler) leicht realisiert werden.
Dem Differenzierer kann wahlweise die Regeldifferenz XW oder > Âber den XZ>Eingang > eine be>
liebige St‘rgr‘˚e oder der invertierte Istwert X zugefÂhrt werden. FÂr einen invertierten Regel>
sinn mu˚ ein negativer K>Wert vorgegeben werden.
Liegt die Stellinformation (dY oder Y) an einer Begrenzung, so wird der I>Anteil automatisch ab>
geschaltet, um eine Verschlechterung des Regelverhaltens zu vermeiden.
Die Schalterstellungen im Blockschaltbild werden bei der Parametrierung des PID>Reglers durch
Setzen der zugeh‘rigen Bits im Steuerwort ∫STEU∫ realisiert.
EWA 4NEB 811 6244>01
14
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
Tabelle 3 Bedeutung der Steuerbits im Steuerwort STEU
Steuerbit
0
1
Name
AUTO
XZ EIN
Signal>
zustand
0
Handbetrieb
Im Handbetrieb werden folgende Gr‘˚en aktualisiert:
1) XK, XWK>1 und PWK>1
2) XZK, XZK>1 und PZK>1, wenn STEU>Bit 1=1
3) ZK und ZK>1, wenn STEU>Bit 5=0
Die Gr‘˚e dDK>1 wird = 0 gesetzt. Der Algorithmus wird nicht berechnet.
1
Automatikbetrieb
0
Der Differenzierer wird XWk zugefÂhrt. Der XZ>Eingang bleibt unberÂck>
sichtigt.
1
2
REG AUS
Bedeutung
0
1
Dem Differenzierer wird Âber den XZ>Eingang eine andere Gr‘˚e, die nicht
XWk sein darf, zugefÂhrt.
normale Reglerbearbeitung
Beim Aufruf des Reglers (OB 251) werden mit Ausnahme von K, R, TI, TD,
BGOG, BGUG, YHk und Wk alle anderen Gr‘˚en (DW 18 bis DW 48 ) im
Regler>DB einmal gel‘scht. Der Regler ist ausgeschaltet.
3
4
5
6 bis 15
GESCHW
HANDART
NO Z
>
0
1
Stellungs>Algorithmus
0
Bei GESCHW=0:
Nach dem Umschalten auf Handbetrieb wird der angegebene Stellwert YA
in 4 Abtastschritten exponentiell auf den eingestellten Handwert gefÂhrt.
Danach werden weitere Handwerte sofort am Reglerausgang Âbernom>
men.
Bei GESCHW=1:
Die Handwerte werden sofort auf den Reglerausgang durchgeschaltet. Im
Handbetrieb sind die Begrenzungen wirksam.
1
Bei GESCHW=0:
Die zuletzt ausgegebene Stellgr‘˚e wird beibehalten.
Bei GESCHW=1:
Das Stellinkrement dYK wird Null gesetzt.
0
1
mit St‘rgr‘˚enaufschaltung
Geschwindigkeits>Algorithmus
keine St‘rgr‘˚enaufschaltung
diese Bits werden vom PID>Algorithmus als Hilfsmerker verwendet.
Das Regelprogramm kann mit Festwerten oder Parametern versorgt werden. Die Eingabe der
Parameter erfolgt Âber die zugeordneten Datenw‘rter. Dem Regler liegt ein PID>Algorithmus
zugrunde. Sein Ausgangssignal kann wahlweise als Stellgr‘˚e (Stellungs>Algorithmus) oder als
Stellgr‘˚enßnderung (Geschwindigkeits>Algorithmus) ausgegeben werden.
15
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
Geschwindigkeits>Algorithmus
Zu einem bestimmten Zeitpunkt t= k f TA wird das jeweilige Stellinkrement dYk nach folgender
Formel berechnet:
f
dYk
ohne St‘rgr‘˚enaufschaltung (D11.5=1) und XW>ZufÂhrung an Differenzierer (D11.1=0)
= K[(XWk > XWk>1) R+TI f XWk+Ω (TD (XWk > 2XWk>1 + XWk>2) + dDk>1)]
= K (dPWk + dIk + dDk)
f
dYk
mit St‘rgr‘˚enaufschaltung (D11.5=0) und XW>ZufÂhrung an Differenzierer (D11.1=0)
= K[(XWk > XWk>1) R+TI f XWk+Ω (TD (XWk > 2XWk>1 + XWk>2) + dDk>1)]+(Zk>Zk>1)
= K (dPWk + dIk + dDk)+dZk
f
dYk
ohne St‘rgr‘˚enaufschaltung (D11.5=1) und XZ>ZufÂhrung an Differenzierer (D11.1=1)
= K[(XWk > XWk>1) R+TI f XWk+Ω (TD (XZk > 2XZk>1 + XZk>2) + dDk>1)]
= K (dPWk + dIk + dDk)
f
dYk
mit St‘rgr‘˚enaufschaltung (D11.5=0) und XZ>ZufÂhrung an Differenzierer (D11.1=1)
= K[(XWk > XWk>1) R+TI f XWk+Ω (TD (XZk > 2XZk>1 + XZk>2) + dDk>1)]+(Zk>Zk>1)
= K (dPWk + dIk + dDk)+dZk
P>Anteil
I>Anteil
Bei XWk>ZufÂhrung gilt:
Bei XZ>ZufÂhrung gilt:
Damit erhßlt man:
D>Anteil
Z>Anteil
k: k>te Abtastung
XWk
=
W k > Xk
PWk
=
XWk > XWk>1
QWk
=
PWk > PWk>1
=
XWk>2XWk>1+XWk>2
PZk
=
XZk > XZk>1
QZk
=
PZk > PZk>1
=
XZk>2XZk>1+XZk>2
dPWk
=
(XWk> XWk>1)R
dIk
=
TIfXWk
dDk
=
Ω(TDfQWk+dDk>1) bei XW>ZufÂhrung
=
Ω(TDfQZk+dDk>1) bei XZ>ZufÂhrung
=
Zk > Zk>1
dZk
Stellungs>Algorithmus
Beim Stellungsalgorithmus wird der gleiche Rechenalgorithmus wie beim Geschwindigkeits>
algorithmus herangezogen.
Der Unterschied zum Geschwindigkeitsalgorithmus besteht darin, da˚ zum Abtastzeitpunkt tk
sondern die Summe aller bis dahin
nicht das zu diesem Zeitpunkt berechnete Stellinkrement dYk,
berechneten Stellinkremente ausgegeben wird (im DW 48).
Zum Zeitpunkt tk wird die Stellgr‘˚e Yk folgenderma˚en berechnet:
m=k
Yk=
V
dYm
m=0
EWA 4NEB 811 6244>01
16
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
Parametrierung des PID>Algorithmus
Die Schnittstelle des OB 251 zu seiner Umgebung ist der Regler>DB.
Alle zur Berechnung des nßchsten Stellwertes n‘tigen Daten sind im Regler>DB abgelegt. Jeder
Regler ben‘tigt einen eigenen Regler>DB.
Die reglerspezifischen Daten werden in diesem Regler>DB parametriert, der mindestens 49
Datenw‘rter umfassen mu˚.
Ist kein oder ein zu kurzer DB aufgeschlagen, wird im AKKU 1 ein Fehlercode hinterlegt und ein
Transferfehler (TRAF) ausgel‘st.
Fehlerfßlle:
Tabelle 4 Fehlerfßlle
Fehlercode
Fehlerbeschreibung
1
kein DB/DX aufgeschlagen
2
DB/DX nicht lang genug
Achtung
!
Stellen Sie sicher, da˚ vor dem Aufruf des Regelalgorithmus OB 251 wirklich der
zugeh‘rige Regler>DB aufgeschlagen wurde.
Tabelle 5 Aufbau des Regler>DBs
Datenwort
Name
Bemerkungen
1
K
Proportionalbeiwert (> 32 768 bis +32 767) bei Reglern ohne D>Anteil
Proportionalbeiwert (>1500 bis +1500) bei Reglern mit D>Anteil*
Bei positivem Regelsinn ist K gr‘˚er als Null, bei negativem Regelsinn kleiner als
Null; der angegebene Wert wird mit dem Faktor 0,001** multipliziert
3
R
R>Parameter (> 32 768 bis + 32 767) bei Reglern ohne D>Anteil
R>Parameter (>1500 bis +1500) bei Reglern mit D>Anteil*
Gew‘hnlich gleich 1 bei Reglern mit P>Anteil; der angegebene Wert wird mit
dem Faktor 0,001** multipliziert
5
TI
Konstante TI (0 bis 9999)
TI=
Abtastzeit TA
Nachstellzeit TN
Der angegebene Wert wird mit dem Faktor 0,001** multipliziert.
7
TD
Konstante TD (0 bis 999)
TD=
*
**
17
Vorhaltezeit TV
Abtastzeit TA
Gr‘˚ere Verstßrkungen sind m‘glich, wenn sprunghafte 'nderungen der Regeldifferenz genÂgend klein sind. Gro˚e
'nderungen der Regeldifferenz sind deshalb in mehrere kleine 'nderungen aufzuteilen; z.B. durch ZufÂhren des
Sollwertes Âber eine Rampenfunktion.
Der Faktor 0,001 ist ein Nßherungswert. Der exakte Wert fÂr den Faktor ist 1/1024 bzw. 0,000976.
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
Tabelle 5 Aufbau des Regler>DBs (Fortsetzung)
Datenwort
Name
Bemerkungen
9
W
Sollwert (> 2047 bis +2047)
11
STEU
Steuerwort (Bitmuster)
12
YH
Wert fÂr Handbetrieb (> 2047 bis +2047)
14
BGOG
Obere Begrenzung (> 2047 bis +2047)
16
BGUG
Untere Begrenzung (> 2047 bis +2047)
22
X
Istwert (> 2047 bis +2047)
24
Z
St‘rgr‘˚e (> 2047 bis +2047)
29
XZ
ZugefÂhrter D>Anteil (> 2047 bis +2047)
48
YA
Ausgangsgr‘˚e (> 2047 bis +2047)
Alle angegebenen Parameter (mit Ausnahme des Steuerwortes STEU) sind als 16 bit>Festpunktzahl
vorzugeben.
Hinweis
Die in der Tabelle nicht aufgefÂhrten Datenw‘rter werden vom PID>Algorithmus als
Hilfsmerker verwendet.
Initialisierung und Aufruf des PID>Reglers im STEP>5>Programm
Durch mehrmaligen Aufruf des OB 251 k‘nnen verschiedene PID>Regler realisiert werden. Stellen
Sie deshalb sicher, da˚ vor jedem Aufruf des OB!251 auch der zugeh‘rige Regler>DB auf>
geschlagen wurde.
Hinweis
Im High>Byte des Steuerwortes DW 11 (DL 11) sind wichtige Reglerinformationen
gespeichert. Deshalb ist bei der Beeinflussung der Anwenderbits im Steuerwort
darauf zu achten, da˚ schreibend nur mit T DR 11 bzw. SU D 11.0 bis D 11.7 oder
RU!D!11.0 bis D 11.7 zugegriffen wird.
EWA 4NEB 811 6244>01
18
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
Wahl der Abtastzeit
Um die bekannte analoge Betrachtungsweise auch bei digitalen Regelkreisen anwenden zu
k‘nnen, darf die Abtastzeit nicht zu gro˚ gewßhlt werden.
Die Erfahrung hat gezeigt, da˚ eine Abtastzeit TA von etwa 1/10 der Zeitkonstante TRKdom* zu
einem mit dem analogen Fall vergleichbaren Regelergebnis fÂhrt. Die Zeitkonstante TRKdom
bestimmt die Sprungantwort des geschlossenen Regelkreises.
TA
= 1/10 f TRKdom
Um eine konstante Abtastzeit zu gewßhrleisten, ist der OB!251 grundsßtzlich im Zeit>OB
(OB!10!...!OB 13) aufzurufen.
x
=
t
=
TA
=
TRKdom=
x
TRKdom
w
xd
xd
w
Regelgr‘˚e
Zeit
Abtastzeit
dominierende
Zeitkonstante des
geschlossenen
Regelkreises
= FÂhrungsgr‘˚e /
Sollwert
= Regeldifferenz
t
TA
Bild 6 Abschßtzung der dominierenden Zeitkonstanten des geschlossenen Regelkreises (TRKdom)
Beispiel fÂr die Verwendung des PID>Regelalgorithmus
Die Temperatur eines GlÂhofens soll durch eine PID>Regelung konstant gehalten werden.
Der Temperatur>Sollwert wird Âber ein Potentiometer vorgegeben.
Die Soll> und Istwerte werden Âber eine Analog>Eingabebaugruppe erfa˚t und dem Regler
zugefÂhrt. Die berechnete Stellgr‘˚e wird dann Âber eine Analog>Ausgabebaugruppe ausge>
geben.
Die Betriebsart des Reglers wird im Eingangsbyte 0 eingestellt (siehe Steuerwort DW! 11 im Regler>
DB).
Die Reglereinstellung mu˚ nach den bekannten Reglerentwurfsverfahren fÂr jede Regelstrecke
ermittelt werden.
*
19
TRKdom = dominierende Streckenzeitkonstante des geschlossenen Regelkreises
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
EB0
Steuerbyte (DR11)
+
Kanal
0
Kanal
1
W
X
PID > Regel>
algorithmus
Stellgr‘˚e
Y
Kanal
0
OB 251 mit Regler>DB
(Aufruf im OB 13)
AG S5>115U
Sollwertsteller
Analog>Eingabebaugruppe
(z.B. 6ES5 460)
Analog>Ausgabe>
baugruppe
(z.B. 6ES5 470)
Regel>
strecke
Istwert
=
Temperaturaufnehmer
=
GlÂhofen
Me˚umformer
Stellgerßt
Heizgas > Durchflu˚
Bild 7 Technologieschema
In jedem Abtastzeitpunkt werden die analogen Signale der Soll> und Istwerte in entsprechende
digitale Werte umgewandelt. Der OB!251 berechnet daraus die neue digitale Stellgr‘˚e, aus der
dann mit der Analog>Ausgabe ein entsprechendes analoges Signal erzeugt wird. Mit diesem wird
dann wieder die Regelstrecke beaufschlagt.
EWA 4NEB 811 6244>01
20
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
Aufruf des Reglers im Programm:
OB 13
AWL
:
:SPA FB 10
NAME :REGLER 1
21
Erlßuterung
REGLER BEARBEITEN
:
:
:
DIE REGLERABTASTZEIT WIRD DURCH
DIE OB13-AUFRUFZEIT BESTIMMT
(EINSTELLUNG IM SD 97). BEI DER
:
:
:
WAHL DER ABTASTZEIT MUSS DIE
VERSCHLUESSELUNGSZEIT DER VERWENDETEN ANALOGEINGABEBAUGRUPPEN
:
:
:BE
BEACHTET WERDEN.
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
FB 10
AWL
Ergßnzung
Erlßuterung
NAME :REGLER 1
:
:A
:
DB
30
:
:
:
:
:L
:T
:T
:
:
REGLER-DB AUFSCHLAGEN
********************************
STEUERBITS FUER REGLER EINLESEN
********************************
PY
MB
0
10
STEUEREINGAENGE FUER REGLER
EINLESEN
DR
11
UND IN DR11 ABSPEICHERN
ACHTUNG:
IN DL11 SIND WICHTIGE STEUER-
:
:
:
INFORMATIONEN FUER DEN OB251
GESPEICHERT, DESHALB MUESSEN
DIE STEUERBITS MIT T DR11
:
:
:
UEBERTRAGEN WERDEN UM DL11
NICHT ZU BEEINFLUSSEN
:
:
:
********************************
IST- UND SOLLWERT EINLESEN
********************************
:
:U
:R
:UN
M
M
M
12.0
12.0
12.1
:S
M
12.1
:
:SPA FB 250
NULLMERKER (FUER NICHT VERWENDETE FUNKTIONEN IM FB250)
1-MERKER
ISTWERT EINLESEN
NAME :RLG:AE
BG
:
KY 0,128
KNKD :
KY 0,6
BAUGRUPPENADRESSE IM P-BEREICH
KANALNUMMER 0, FESTPUNKT BIPOLAR
OGR :
UGR :
EINZ :
KD +2047+04
KD -2047+04
M
12.0
OBERGRENZE ISTWERT
UNTERGRENZE ISTWERT
KEINE EINZELABTASTUNG
XA
:
MD
22
FB
:
M
12.2
NORM. ISTWERT IN ZWISCHENMERKER
ABLEGEN
FEHLERBIT
BU
:
TBIT :
:
M
M
12.3
12.4
BEREICHSUEBERSCHREITUNG
TAETIGKEITSBIT
:
:
:
********************************
ISTWERT AN KF-FORMAT ANPASSEN
********************************
:
:L
MD
:GFD
:T
:
EWA 4NEB 811 6244>01
DW
22
ISTWERT IN AKKU 1 LADEN
IN FESTPUNKT WANDELN
22
WERT IN REGLER-DB UEBERTRAGEN
22
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
FB 10 (Fortsetzung) AWL
:SPA FB 250
NAME :RLG:AE
BG
:
KF 0,128
KNKD :
KY 1,6
SOLLWERT EINLESEN
OGR :
UGR :
EINZ :
KD +2047+04
KD -2047+04
M
12.0
OBERGRENZE SOLLWERT
UNTERGRENZE SOLLWERT
KEINE EINZELABTASTUNG
XA
:
MD
6
FB
:
M
13.1
NORM. SOLLWERT IN ZWISCHENMERKER
ABLEGEN
FEHLERBIT
BU
:
TBIT :
:
:
:
M
M
13.2
13.3
BEREICHSUEBERSCHREITUNG
TAETIGKEITSBIT
:
:
:L
BAUGRUPPENADRESSE
KANALNUMMER 1, FESTPUNKT BIPOLAR
********************************
SOLLWERT AN KF-FORMAT ANPASSEN
********************************
MD
6
SOLLWERT IN AKKU 1 LADEN
:GFD
:T
DW 9
:
:U
M
10.0
:SPB =WEIT
IN FESTPUNKT WANDELN
WERT IN REGLER-DB UEBERTRAGEN
:L
:T
:
DAMIT REGLER AUF EINE EVENTUELL VORHANDENE REGELABWEICHUNG MIT EINEM P-SPRUNG
DW
DW
22
9
:
:
:
:
:
:L
IM HANDBETRIEB WIRD SOLLWERT
GLEICH DEM ISTWERT GESETZT,
REAGIERT, WENN IN DEN AUTOMATIK-BETRIEB UMGESCHALTET
WIRD
WEIT :
:
:SPA OB 251
:
:
:
:
********************************
REGLER-AUFRUF
********************************
********************************
STELLWERT Y AUSGEBEN
********************************
DW
48
:SPA OB 220
:FDG
23
Erlßuterung
STELLWERT Y AUS REGLER DB IN AKKU 1
LADEN
VORZEICHENERWEITERUNG
IN GLEITPUNKTFORMAT WANDELN
:T
MD 48
:SPA FB 251
NAME :RLG:AA
UND IM MD 48 ZWISCHENSPEICHERN
XE
:
BG
:
KNKD :
MD 48
KY 0,176
KY 0,1
STELLGR. Y AN ANALOGAUSGABE
BAUGRUPPENADRESSE
KANAL 0, FESTPUNKT BIPOLAR
OGR
UGR
FB
KD +2047+04
KD -2047+04
M
13.5
OBERGRENZE DES STELLSIGNALS
UNTERGRENZE DES STELLSIGNALS
FEHLERBIT BEI GRENZWERTVORGABE
:
:
:
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
DB 30
0:
1:
2:
3:
4:
5:
6:
7:
8:
9:
10:
11:
12:
13:
14:
15:
16:
17:
18:
19:
20:
21:
22:
23:
24:
25:
26:
27:
28:
29:
30:
31:
32:
33:
34:
35:
36:
37:
38:
39:
40:
41:
42:
43:
44:
45:
46:
47:
48:
49:
50:
AWL
Ergßnzung
Erlßuterung
KH = 0000;
KF
KH
KF
KH
KF
KH
KF
KH
KF
KH
KM
KF
KH
KF
KH
KF
KH
KH
KH
KH
KH
KF
KH
KF
KH
KH
KH
KH
KF
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KH
KF
KH
=
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=
=
EWA 4NEB 811 6244>01
+01000;
0000;
+01000;
0000;
+00010;
0000;
+00010;
0000;
+00000;
0000;
00000000 00100000;
+00500;
0000;
+02000;
0000;
-02000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
+00000;
0000;
+00000;
0000;
0000;
0000;
0000;
+00000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
0000;
+00000;
0000;
K-PARAMETER(HIER=1),FAKTOR 0.001
(WERTEBEREICH: -32768 BIS 32767)
R-PARAMETER(HIER=1),FAKTOR 0.001
(WERTEBEREICH: -32768 BIS 32767)
TI=TA/TN(HIER=0.01),FAKTOR 0.001
(WERTEBEREICH: 0 BIS 9999)
TD=TV/TA (HIER=10), FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: 0 BIS 999)
SOLLWERT W, FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: -2047 BIS 2047)
STEUERWORT
HANDWERT YH, FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: -2047 BIS 2047)
OBERE REG.BEGR. BGOG, FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: -2047 BIS 2047)
UNTERE REG.BEGR. BGUG, FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: -2047 BIS 2047)
ISTWERT X, FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: -2047 BIS 2047)
STOERGROESSE Z, FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: -2047 BIS 2047)
XZ-AUFSCHALTUNG FUER DIFF.,
FAKTOR 1, (-2047 BIS 2047)
REGLERAUSGANG Y, FAKTOR 1
(WERTEBEREICH: -2047 BIS 2047)
24
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
4
Neue Betriebssystem>Dienste im OB 250 (CPU 945, Stand Z 02)
4.1
Zugriffe auf DBA> und DBL>Register
Mit den Betriebssystem>Diensten 20 ... 23 k‘nnen das DBA> und DBL>Register gelesen und
beschrieben werden. Dabei ist folgendes zu beachten:
f
f
f
Das DBA>Register kann grundsßtzlich nur gerade Adressen enthalten.
Das DBA>Register ist 24 Bits breit. Beim Lesen des DBA>Registers enthalten die Bits 0 ... 23 des
AKKU 2 den Inhalt des DBA>Register, die Bits 24 ... 31 enthalten 0. Beim Schreiben sind nur die
Bits 0 ... 23 des AKKU 2 relevant.
Wird das DBA>Register auf Adressen gestellt, die nicht im Bereich des Anwender>RAMs liegen,
k‘nnen darauf folgende Zugriffe Âber das DBA>Register (TDW, LDW ...) zu Fehler wie z. B.
QVZ oder FAD fÂhren. Im Betriebssystem>Dienst erfolgt keine PlausibilitßtsprÂfung der
Adresse.
Tabelle 6 Betriebssystem>Dienste fÂr Zugriffe auf DBA> und DBL>Register
25
Betriebssystem>
Dienst
Funktions>
nummer
DBA>Register lesen
Laufzeit: 25 os
20
keine
AKKU 1>L
0: kein Fehler
AKKU 2
Inhalt DBA>Register
DBA>Register
schreiben
Laufzeit: 26 os
21
AKKU 2:
0 ... FFFFFEH: Adresse
AKKU 1>L
0: kein Fehler
5: ungÂltige Adresse
(Bit 0 b 0)
DBL>Register lesen
Laufzeit: 25 os
22
keine
AKKU 1>L
0: kein Fehler
AKKU 2>L
Inhalt DBL>Register
DBL>Register
schreiben
Laufzeit: 25 os
23
AKKU 2>L:
0 ... FFFFH
Parameter
Fehlermeldung
AKKU 1>L
0: kein Fehler
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
4.2
Ergßnzung
Indiziertes Aufschlagen eines DX
Mit dem Betriebssystem>Dienst 24 kann ein DX indiziert aufgeschlagen werden (Ersatz fÂr BDW/
BMW AXDX). Dabei ist folgendes zu beachten:
Ist der aufzuschlagende DX nicht vorhanden, wird der bisher aufgeschlagene DB/DX
geschlossen (DBA> und DBL>Register werden mit 0 initialisiert).
f
Tabelle 7 Betriebssystem>Dienste fÂr indiziertes Aufschlagen eines DX
Betriebssystem>
Dienst
DX indiziert
aufschlagen
Laufzeit: 29 os
4.3
Funktions>
nummer
24
Parameter
AKKU 2>LL:
0 ... 255:
DX>Nummer
Fehlermeldung
AKKU 1>L
0: kein Fehler
5: DX nicht
vorhanden
Indizierter Aufruf eines FX
Mit dem Betriebssystem>Dienst 25 kann ein FX indiziert aufgerufen werden (Ersatz fÂr BDW/BMW
BAFX). Dabei ist folgendes zu beachten:
f
f
f
f
Ist der aufzurufende FX nicht vorhanden, wird der Aufruf des FX unterdrÂckt.
WÂrde der Aufruf des FX einen BSTACK>eberlauf erzeugen, wird der Aufruf des FX
unterdrÂckt.
Der Sprung in den FX erfolgt erst nach dem Ende des OB 250. Die AKKUs, das STATUS>Register
sowie das BR>Register wurden verßndert. Bei Aufruf des FX ist jedoch der selbe DB/DX
aufgeschlagen, wie in dem Baustein, der den BESY>Dienst aufgerufen hat.
Die Auswertung der RÂckmeldung des Betriebssystem>Dienstes ist nur bedingt m‘glich, da der
aufgerufene FX den AKKU verßndert haben kann.
Tabelle 8 Betriebssystem>Dienste fÂr indizierter Aufruf eines FX
Betriebssystem>
Dienst
Funktions>
nummer
FX indiziert aufrufen
Laufzeit: 30 os
25
EWA 4NEB 811 6244>01
Parameter
Fehlermeldung
AKKU 2>LL:
0 ... 255:
FX>Nummer
AKKU 1>L
0: kein Fehler
5: FX nicht vorhanden
26
Ergßnzung
4.4
S5>115U Handbuch, CPU 945
Austragen eines Bausteins aus der Bausteinadre˚liste
Mit dem Betriebssystem>Dienst 26 kann ein Baustein aus der Bausteinadre˚liste ausgetragen
werden. Dabei ist folgendes zu beachten:
f
f
f
Ein Anwender>Baustein bleibt als gÂltiger Baustein im RAM enthalten, d. h. er wird beim
nßchsten Neuaufbau der Bausteinadre˚liste und beim Komprimieren (nur beim Verschieben
des ausgetragenen Bausteins im Speicher) wieder in die Adre˚liste eingetragen.
Mit dem Betriebssystem>Dienst k‘nnen auch integrierte Bausteine aus der Bausteinadre˚liste
ausgetragen werden. Integrierte Bausteine werden nur beim Neuaufbau der Baustein>
adre˚liste wieder in die Adre˚liste eingetragen, nicht beim Komprimieren.
Solange ein Baustein aus der Bausteinadre˚liste ausgetragen ist, ist er aus Sicht des Betriebs>
systems nicht vorhanden.
Tabelle 9 Betriebssystem>Dienste fÂr Austragen eines Bausteins aus der Bausteinadre˚liste
Betriebssystem>
Dienst
Baustein aus Bau>
steinadre˚liste
austragen
Laufzeit: 28 os
27
Funktions>
nummer
26
Parameter
AKKU 2>LL:
0 ... 255:
Baustein>
Nummer
AKKU 2>LH:
Bausteintyp:
1: PB
2: SB
3: FB
4: FX
5: DB
6: DX
7: OB
Fehlermeldung
AKKU 1>L
0: kein Fehler
5: Bausteintyp
ungÂltig
7: Baustein nicht
vorhanden
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
4.5
Ergßnzung
'ndern der Bausteinkennung
Mit dem Betriebssystem>Diensten 27 und 28 k‘nnen die Bausteinkennungen der Bausteine im
RAM auf ∫gÂltig im EPROM∫ oder ∫gÂltig im RAM∫ geßndert werden.
Dabei ist folgendes zu beachten:
f
f
f
f
Die Bausteinkennung wird nur bei Bausteinen geßndert, die in der Bausteinadre˚liste einge>
tragen sind.
Beim 'ndern der Kennung nach ∫gÂltig im EPROM∫ wird die Kennung von DBs und DX nicht
geßndert.
Beim 'ndern der Kennung nach ∫gÂltig im RAM∫ wird die Kennung aller Anwenderbausteine
geßndert.
Die Kennung integrierter Bausteine wird nicht geßndert.
Tabelle 10 Betriebssystem>Dienste fÂr 'ndern der Bausteinkennung
Betriebssystem>
Dienst
Funktions>
nummer
Bausteinkennung ßndern
nach ∫gÂltig im EPROM∫
Laufzeit:
4,8 ms + n ∑ 19 os
n = Anzahl der zu
ßndernden Bausteine
27
keine
AKKU 1>L
0: kein Fehler
Bausteinkennung ßndern
nach ∫gÂltig im RAM∫
Laufzeit:
6 ms + n ∑ 19 os
n = Anzahl der zu
ßndernden Bausteine
28
keine
AKKU 1>L
0: kein Fehler
Parameter
Fehlermeldung
Weitere Informationen zur ebertragung des Anwenderprogramms in die CPU finden Sie in
Kap.!4.3.2 des Handbuchs .
EWA 4NEB 811 6244>01
28
Ergßnzung
5
S5>115U Handbuch, CPU 945
STEP 5>Bausteine erzeugen: OB 125
Funktion
Mit dem OB 125 k‘nnen Sie beliebige STEP 5>Bausteine (Code> und Datenbausteine) im
Anwenderspeicher erzeugen. Das Erzeugen von Code>Bausteinen sollte jedoch Spezialisten
vorbehalten bleiben.
Der angegebene Baustein wird im internen RAM mit Bausteinkopf und Bausteinrumpf angelegt
und in die Baustein>Liste eingetragen. Der Bausteinrumpf enthßlt im ersten Wort den Befehl BEA,
im letzten Wort den Befehl BE. Dazwischen enthßlt der Baustein zufßllige Daten. Aus diesem
Grunde mu˚ ein neu erzeugter Baustein zuerst beschrieben werden, bevor aus ihm sinnvolle
Befehle bearbeitet werden.
Laufzeit: 41 os
Parameter
1. AKKU 1>LH:
Bausteintyp des zu erzeugenden Bausteins
2. AKKU 1>LL:
Bausteinnummer des zu erzeugenden Bausteins
Zulßssige Bausteintypen und >nummern
Tabelle 11 Zulßssige Bausteintypen und >nummern
AKKU 1>LH (Bausteintyp)
1 = PB
2 = SB
3 = FB
4 = FX
5 = DB
6 = DX
7 = OB
3. AKKU 2>L:
AKKU 1>LL (Bausteinnummer)
0 ... 255
0 ... 255
0 ... 255
0 ... 255
0 ... 255
0 ... 255
0 ... 255
Anzahl W‘rter (gewÂnschte Bausteinlßnge ohne Bausteinkopf).
Die parametrierbare Bausteinlßnge betrßgt 1 ... 65530 (1 ... FFFAH)
W‘rter.
Ergebnis:
Nach korrekter und fehlerfreier Bearbeitung setzt das Systemprogramm das VKE auf ∫0∫ und
l‘scht die Anzeigen ANZ 1 und ANZ 0.
Hinweis
Wßhrend des Erzeugungsvorgangs sind die Anwenderalarme gesperrt. Es kommen
keine Alarme bzw. Interrupts durch.
Durch den Aufruf des OB 125 werden die Inhalte von AKKU 1, AKKU 2 und BR>Register
verßndert.
29
EWA 4NEB 811 6244>01
S5>115U Handbuch, CPU 945
Ergßnzung
Fehlerfßlle und Warnungen
Im Fehlerfall bricht das Systemprogramm die Bearbeitung des OB 125 ab und setzt die
Programmbearbeitung mit der nßchsten STEP 5>Operation fort. Ferner setzt es das VKE auf ∫1∫
und hinterlegt im AKKU 1>LL eine Kennung (Æ Tabelle 12).
Bei Abbruch der Funktion mit einer Warnung kann u. U. durch einen erneuten Aufruf der
Sonderfunktion (evtl. mehrmals wiederholen) eine korrekte Bearbeitung des OB 125 erreicht
werden.
Anzeigen
Nach Aufruf des OB 125 k‘nnen Sie an Hand des VerknÂpfungsergebnisses und der Anzeigen
ANZ!1 und ANZ 0 feststellen, ob die Sonderfunktion ordnungsgemß˚ abgelaufen ist oder mit
∫Fehler∫ oder ∫Warnung∫ abgebrochen wurde. Das Ergebnis kann mit bedingten Sprungbefehl
ausgewertet werden.
Ergebnisanzeigen
Tabelle 12 Ergebnisanzeigen des OB 125
VKE
ANZ 1
ANZ 0
Fehlerbeschreibung
Abfrage
0
0
0
Sonderfunktion wurde korrekt bearbeitet
SPB
SPZ
1
1
0
Sonderfunktion wurde mit ∫Warnung∫ abgebrochen
SPB
SPP
SPN
1
0
1
Sonderfunktion wurde mit ∫Fehler∫ abgebrochen
SPB
SPM
SPN
Kennungen im AKKU 1>LL
Im AKKU 1>LL werden vom Systemprogramm Kennungen Âber das Bearbeitungsergebnis abge>
legt, mit denen Ursachen, die zu einer Warnung oder einen Fehler fÂhrten, nßher spezifiziert sind.
EWA 4NEB 811 6244>01
30
Ergßnzung
S5>115U Handbuch, CPU 945
Tabelle 13 Ergebniskennungen des OB 125 im AKKU 1>LL
Kennung
Bedeutung
01H
Funktion wurde korrekt bearbeitet
42H
43H
44H
45H
Fehler:
Baustein bereits vorhanden
Speicherplatz reicht nicht aus
Bausteinlßnge = 0 oder > FFFAH
Bausteintyp ist nicht zulßssig
8DH
Warnung:
Konflikt mit einer Online>Funktion
Beispiel:
AWL
31
Erlßuterung
:L
KF +2000
:L
KY 5,24
:SPA OB 125
DIESE BEFEHLSFOLGE ERZEUGT DEN
DB 24 MIT EINER LAENGE VON 2000
DATENWOERTERN
:
:
(GESAMTLAENGE INKL. KOPF:
2005 WOERTER)
EWA 4NEB 811 6244>01
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